4.0 Spezifikationen Massivholzdielen

Osnabrücker Straße 342 . 49152 Bad Essen-Wehrendorf . T+49-(0)5472-95 444 6 - 0 . F+49-(0)5472-95 444 6 – 50 .
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Merkblatt Innenraumdielen
1. Holzarten für Massivholzdielen sind Natur belassen oder thermisch behandelt:
1.1. Eiche
Die repräsentative Optik der Eichendielen eignet sich besonders für historisch anmutende
Böden. Die proGOODWOOD Eiche färbt sich durch die thermische Behandlung dunkel
Braun, behält aber die typischen Merkmale der Eiche bei.
1.2. Buche
Die Buche ist ein edler, eleganter Bodenbelag mit einer ruhig, reduzierten Maserung. Die
proGOODWOOD Buche wird durch die thermische Behandlung dunkler, behält aber die
typischen Merkmale der Buche bei.
1.3. Ahorn
Der Ahorn glänzt mit seinem feinen, hellen Farbton und einer zurückhaltenden Optik mit
zartem Moiré-Effekt bei Lichtfall. Der proGOODWOOD Ahorn wird durch die thermische
Behandlung dunkler, behält aber die typischen Merkmale des Ahrons bei.
1.4. Esche
Die Esche ist mit ihrer lebhaften Maserung eine Augenweide und setz damit besondere
Akzente. Die proGOODWOOD Esche wird durch die thermische Behandlung dunkler, behält
aber die typischen Merkmale der Esche bei.
1.5. Douglasie
Die Douglasie ist als einzige Nadelbaumart in unserem Sortiment. Sie überzeugt durch ihr
gleichmäßige Farbvariation und ihrer markanten Maserung, sowie der gleichmäßigen
Struktur. Die proGOODWOOD Douglasie wird durch die thermische Behandlung dunkler und
bekommt einen leicht gelblichen Stich, behält aber die typischen Merkmale der Douglasie
bei.
2. Profil:
2.1. Maße
Stärke 20 mm
Breiten 140, 170 und 200 mm
Standartlängen sind von 0,6 m bis 2,4 m. Natürlich sind auch auf Anfrage Längen > 2,4 m
möglich.
2.2. Rundum genutet und gefedert
Mit der rundum Nut und Feder, können die Dielen endlos verlegt werden.
2.3. Scharfkantig oder gefast
Standartmäßig wird die Diele gefast, sie kann aber auf Wunsch scharfkantig gefertigt
werden.
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3. Qualität und Sortierung
3.1. Erstsortierung für Eiche, Buche, Ahorn und Esche
In der Erstsortierung sind nur wenige, fest verwachsene Kleinäste zugelassen, im Prinzip
geschlossene Oberfläche. Kleinstrisse in Längs- und Querrichtung möglich, oberseitig
vollständig ausgehobelt. Kein Splintholz, natürliche Holzfarbe mit wachstumsbedingten
Farbunterschieden. Längen > 4,0m mit vereinzelten Merkmalen der Natursortierung.
3.2. Natursortierung für Eiche, Buche, Ahorn und Esche
Lebhafte Struktur mit natürlichen Farbvariationen. Festverwachsene, ausgekittete Äste
und Holzrisse sind zulässig. Sonstige holzartentypische Merkmale wie zum Bespiel
Knoten und Markstrahlen gehören dazu. Oberseitig vollständig ausgehobelt. Splintholz
an der Oberfläche nicht erlaubt, vereinzelte Wurmstichigkeit erlaubt.
Erstsortierung
Natursortierung
3.3. Sortierung der Douglasie
Bei der Erstsortierung sind nur wenige fest verwachsene Äste sowie ausgekittete Äste im
geringen Umfang erlaubt. Splintholz ist bei Douglasie grundsätzlich zulässig, natürliche
Holzfarbe und wachstumsbedingte Farbunterschiede.
Bei der Natursortierung ist die Struktur lebhafter als in der Erstsortierung, mit
Farbabweichungen, gesunde, festverwachsene sowie ausgekittete Äste sind erlaubt.
Kleinere gekittet Holzrisse sind zulässig, natürliche Holzfarbe bzw. Holzmerkmale, Splintholz
ist bei Douglasie grundsätzlich zulässig.
4. Verarbeitungshinweise
Unsere Dielen können vollständig verklebt oder verschraubt werden. Vor der Verlegung muss
immer die Restfeuchtigkeit im Boden (CM-Prüfung) und auch die Feuchtigkeit der Raumluft
gemessen werden. Die Restfeuchte für Zementestrich darf < 1,8 CM-%, bei Anhydritestrich /
Calciumsulfatestriche < 0,3 CM-% nicht überschreiten. Heizestriche müssen vor der Verlegung
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nach Angaben des Herstellers aufgeheizt worden sein. Hierfür stehen immer vom
Heizungsmonteur Aufheizprotokolle zur Verfügung. Lassen Sie sich ggfs. eine Kopie für Ihre
Bauakte aushändigen.
Bei der vollflächigen Verklebung auf Estrich ist darauf zu achten, dass der Boden so wenig
Toleranz (Höhenunterschiede) wie möglich aufweist. Wir empfehlen max. Toleranzen von +/-2
mm auf einem Meter. Die Toleranzen können nach Rücksprache mit dem Klebstoffhersteller mit
Klebstoff oder mit einer extra Spachtelmasse ausgeglichen werden. Soll zusätzlich eine
Dampfsperre eingebaut werden, so ist das Produkt in Kombination mit dem Estrich, der
Spachtelmasse und dem Klebstoff abzustimmen.
Auf Grund der hygroskopischen Eigenschaft von Holz (Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben)
empfehlen wir eine Verlegung auf einer Holzunterkonstruktion. Hierbei wird der Estrich durch
eine Lagerholzkonstruktion ersetzt. Die Konstruktion besteht in der Regel aus
kammergetrockneten Lagerhölzern, einer Dämmung und direkt unter der Diele verlaufenden
Wärmeleitblechen. Diese werden durch wasserführende Heizungsrohre gespeist und sitzen
direkt unter der Diele.
Bei einem vollflächig verklebten Boden kann die Unterseite der Massivholzdiele keine
Feuchtigkeit mehr aufnehmen bzw. abgeben. Daher ist damit zu rechnen, dass das Fugenbild
etwas größer ist als bei einer auf Lagerhölzern verschraubten Diele.
5. Grundsätzliches zu Massivholzdielen:
Holz ist ein Naturprodukt mit der Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und bei
trockenem Raumklima wieder abzugeben. Diese so genannte hygroskopische Eigenschaft von
Holz sorgt für ein ausgewogenes und gesundes Raumklima. Mit der Aufnahme von
Luftfeuchtigkeit dehnt sich das Holz aus. Bei trockenem Raumklima wird die Feuchtigkeit wieder
an die Luft abgegeben und das Holz wird schmaler. Dieser Schwund verläuft immer in Richtung
der Jahresringe, was zur Folge hat, dass die Massivholzdielen in den Breiten, in Abhängigkeit zur
relativen Luftfeuchtigkeit, variieren. Besonders in den beheizten Wintermonaten entstehen
somit Fugen zwischen den Dielen. Daher sollte in dieser Jahreszeit auf die Luftfeuchtigkeit
geachtet werden. Wenn die Fugen zu groß werden, kann durch anfeuchten mittels einem leicht
feuchten Wischer, die Fugenöffnungen wieder geschlossen werden.
6. Lager- und Pflegehinweise
Die Innenraumdielen müssen mindestens 48 Stunden in dem zu verlegenden Raum gelagert
werden. Dies ist notwendig, damit das Holz sich dem entsprechenden Raumklima anpassen kann
und es nicht zu großen Spannungen im Holz nach dem Verlegen kommt.