SCHALCKEN GEMALTE VERFÜHRUNG PAINTED SEDUCTION

SCHALCKEN
GEMALTE VERFÜHRUNG
PAINTED SEDUCTION
25.9.2015 – 24.1.2016
NACHGEFRAGT
BEI KURATORIN
ANJA SEVCIK
WARUM IST
SCHALCKEN SO
UNBEKANNT?
SCHLAFENDE
VENUS UND
PFANNKUCHENMASKE
UNSERE ZEHN
LIEBLINGSWERKE
www.ksta.de/wallraf
Anzeigen-Sonderveröffentlichung Nr. 255
2. November 2015
www.rundschau-online.de/wallraf
INHALT
Bilder: Max Grönert, Wallraf
Oper in der
Kölner Philharmonie
Anzeigen - Sonderveröffentlichung
Zwei konzertante Aufführungen
L’Enfant et les
sortilèges
Don Chisciotte
in Sierra Morena
von Maurice Ravel
von Francesco Bartolomeo Conti
Symphonieorchester des
Bayerischen Rundfunks
Paul Daniel Dirigent
B’Rock Orchestra
René Jacobs Dirigent
NACHGEFRAGT
04
Interview mit Kuratorin
Anja K. Sevcik
TOP 10
06
Zehn der bekanntesten Werke
und ihre Geschichte
„SCHALCKEN
BEI UNS NEU
ENTDECKEN“
HINTERGRUND
08
Bis die Ausstellung steht,
ist viel Vorbereitung nötig
KINDERSPIEL
10
Mit der Fliege Willi entdecken
Kinder den Maler Schalcken
Im Wallraf haben Sie in den nächsten Monaten
Gelegenheit, den Maler in umfassender Weise
kennen und schätzen zu lernen
G
Samstag
07.11.2015
20:00
koelner-philharmonie.de
0221 280 280
Mittwoch
25.11.2015
20:00
odefridus Schalcken zählt nicht wie Rembrandt zu den Meistern des „Goldenen Zeitalters“ der niederländischen Malerei, die dem
Kunstfreund sofort in den Sinn kommen. Seiner
heute überschaubaren Bekanntheit steht aber
eine enorme Wertschätzung zu Lebzeiten und
darüber hinaus entgegen. Eine große europäische Galerie ohne eines der zu Höchstpreisen gehandelten Meisterstücke Schalckens wäre früher
undenkbar gewesen. Erst die Wiederentdeckung
der „typisch holländischen“, bürgerlich geprägten Malkunst vor rund 200 Jahren brachte die
Kehrtwende: Nun waren die vorher wenig oder
gar nicht beachteten Meister Rembrandt, Frans
Hals und Johannes Vermeer gefragt und die elegante holländische Malkunst ihrer Nachfolger
geriet ins Hintertrefen und mit ihr wundervolle
Meister wie eben Schalcken.
Wir laden Sie jetzt ein, diesen Maler, dessen
Werke heute in allen großen Galerien der Welt
zu inden sind, neu zu entdecken, als einen maltechnisch brillanten, als einen thematisch vielseitigen, ja universalen Maler. Schalcken malte
wunderbar lebensvolle Porträts, unterhaltsame
Genreszenen, herrlich humorvolle Kinderszenen, originell aufgefasste Historiengemälde und
dazu die schönsten Nachtstücke mit Kerzenbeleuchtung in der Geschichte der Kunst überhaupt. Achtzig Gemälde – und damit etwa ein
Drittel seines Gesamtwerks – haben wir für unsere Ausstellung „Schalcken – Gemalte Verführung“ nach Köln geholt. Sie haben also erstmals
und einmalig die Gelegenheit, den Maler in so
umfassender Weise kennen und schätzen zu lernen. Dass dies vor seinen besten Werken möglich
ist, verdankt sich der Leihfreudigkeit zahlreicher
öfentlicher und privater Sammlungen in ganz
Europa und den Vereinigten Staaten.
Zwischen den Jahren bekommen wir übrigens
prominenten Besuch: André Gatzke, Moderator der „Sendung mit dem Elefanten“ des WDR,
wird an unserem Familientag am Montag,
28. Dezember, für Kinder zaubern und auf seine
ganz eigene Weise durch die Ausstellung führen.
Herzlich lade ich Sie also dazu ein, einem wundervollen Maler der Barockzeit zu begegnen, der
es ohne Frage verdient, auch zu jenen Meistern
gezählt zu werden, die dem ‚Goldenen Zeitalter‘
seinen besonderen Glanz verleihen.
Lassen Sie sich von Schalcken verführen. Viel
Spaß dabei wünscht Ihnen
Ihr
Marcus Dekiert
Direktor Wallraf-Richartz-Museum &
Fondation Corboud
IMPRESSUM
Redaktion und Konzeption:
mdsCreative GmbH,
Amsterdamer Str. 192, 50735 Köln
Klaus Bartels (verantw.)
Pia Windhövel, Zaba Fassihi
Stefan Swertz (Wallraf-RichartzMuseum & Fondation Corboud)
Anzeigen:
Karsten Hundhausen
Verlag:
M. DuMont Schauberg
Expedition der Kölnischen Zeitung
GmbH & Co.KG, Neven DuMont Haus,
Amsterdamer Str. 192, 50735 Köln
Druck:
DuMont Druck Köln GmbH & Co.KG,
Friedrich-Karl-Straße 192, 50735 Köln
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
SCHALCKEN
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
Wenn er so erfolgreich war, warum ist er
dann in Vergessenheit geraten?
INTERVIEW
ratorischen Netzwerken,
Was erwartet den Besucher der
Ausstellung?
Datenbanken und
im Kunsthandel. Manche Sammler mussten
erst überredet werden, ein Lieblingsbild zu
Bilder: Wallraf
„SCHALCKEN WAR
BEKANNTER ALS
REMBRANDT“
Die Popularität von Schalcken und seinen
verleihen. Wunderbar, wenn ein solches Ge-
Für mich war es wichtig, die Bilder als jene
Kerzenlichtbildern führte sicherlich zu einer
mälde dann am Ende in der Ausstellung
Kunstjuwelen und Diamanten zu zeigen, als
gewissen Sättigung. Außerdem wurde seine
hängen darf.
die sie von Schalckens Zeitgenossen und
illusionistische, elegante Malerei seit der Mitte
des 19. Jahrhunderts weniger geschätzt. Modern wurde dann der energische Pinselstrich
von Rembrandt. Zudem pflegte man gern den
Sammlern beschrieben und geschätzt wurden.
Bei einer Retrospektive kommt die
Suche nach biografischen Informationen
über den Künstler hinzu.
Mythos des armen, unverstandenen Künstlers.
Diesem Klischee entsprach Schalcken
Nicht ohne Grund fasste man sie in teilweise spektakuläre Goldrahmen. Als wahre Kabinettstücke laden sie zu einer Betrachtung aus
nächster Nähe ein. In historischen Sammlungen
über-
Hier hatte ich großes Glück, mit niederländi-
prunkten sie häufig auf blauem Damast. Dieses
haupt nicht, da er sich seine Werke – viele Auf-
schen und amerikanischen Kollegen zusam-
Blau inspirierte die Wandfarbe unserer Ausstel-
tragsarbeiten aus elitären Kreisen – stets teuer
men arbeiten zu dürfen. Während unserer For-
lung. Die Bilder erstrahlen zudem in einer spe-
bezahlen ließ.
schungen sind interessante, bisher größtenteils
ziell entwickelten LED-Beleuchtung. Sie bringt
unbekannte Fakten zu Tage getreten. Zum
die Farbbrillanz und Detailfreude der augentäu-
War es denn schwer, Bilder des
vergessenen Malers für eine
so große Ausstellung aufzutun?
Kuratorin Anja Sevcik über einen in Vergessenheit geratenen
Maler und warum sie ihn dennoch unbedingt ausstellen wollte
Beispiel klärte Guido Jansen, dass Schalcken
schende Malerei meisterhaft zur Geltung und
zehn Kinder hatte, von denen aber nur eines
zaubert eine stimmungsvolle Atmosphäre, die
das Erwachsenenalter erreicht hat - vielleicht
gewiss auch Schalcken gefallen hätte.
verdankt sich dieser Tragik die Vielzahl der la-
Godefridus Schalcken wird vielen
Besuchern vielleicht unbekannt sein.
Warum widmen Sie ihm dennoch
eine Retrospektive?
Wenn wir davon sprechen, dass Schalcken in
chenden Kindergesichter in Schalckens Kunst?
Vergessenheit geraten ist, gilt das lediglich
Mein Kollege Wayne Franits hat wunderbare
archivalische Quellen entdeckt, darunter den
Wie mögen die imposanten Bilder wohl
auf den Betrachter im 17. Jahrhundert
gewirkt haben?
den Forschergeist von Kunsthistorikern, son-
Langweilerprogramm, sondern zu einer visu-
für die museale Welt, auch wenn er in allen
dern gerade auch für die Schaulust der Mu-
ellen Entdeckungsreise: Porträts, Genrebilder,
großen Häusern vertreten ist. In Privatsamm-
Reisepass für die Rückkehr aus London nach
seumsbesucher. Bis ins 19. Jahrhundert hinein
Stillleben, Landschaften, Historien – er war ein
lungen hielt sich die Begeisterung für ihn un-
Den Haag. Er belegt nun, wie lange Schalcken
Schalcken war wenig prüde in seiner Motivwahl,
war Schalcken bekannter als Rembrandt. Jo-
echter Allround-Künstler. Schalcken beherrsch-
gebrochen. So setzt sich die Kölner Ausstel-
wirklich in England tätig war. Darüber hat in
was man
hann Wolfgang von Goethe war z.B. ein großer
te nicht nur sein Handwerk perfekt, er war auch
lung auch zu einem Drittel aus Leihgaben von
der Vergangenheit oft Verwirrung geherrscht.
nicht unbedingt erwarten würde. Er spielte mit
Es ist keine Bildungslücke, wenn der Name erst
Fan seiner Kunst. Doch ist er seither in Verges-
ein Marketinggenie. Sehr geschickt setzte er
privaten Sammlern aus der ganzen Welt zu-
Ein Inserat in der Londoner Tagespresse von
amourösen Doppeldeutigkeiten und pikanten
einmal ein Fragezeichen aufwirft. Ich bin eben-
senheit geraten. Das wollen wir ändern.
die Kerze in vielen seiner Werke als Markenzei-
sammen, die teilweise noch nie öfentlich zu
1695 ist ebenso aufgetaucht. Darin wirbt
Szenerien. Der Verführer mit Licht und Farbe –
chen ein. Seine Bilder besaßen dadurch einen
sehen waren.
Schalcken für sich als Porträtmaler. Zahlreiche
das ist glaube ich eine gute Charakterisierung.
dieser Neufunde sind in die Ausstellung und
Für einen Betrachter des 17. Jahrhunderts, der
falls erst vor ein paar Jahren – während meiner
Was ist so spannend an ihm?
Tätigkeit in der Nationalgalerie Prag – mit ihm
enormen Wiedererkennungswert. Was zur Fol-
Wie finden Sie diese seltenen Bilder?
ge hatte, dass bald jegliches Bild, auf dem eine
in Berührung gekommen. Im Depot überrasch-
Kerze zu sehen war, Schalcken zugeschrieben
von einem Pfarrerssohn vielleicht
den Katalog eingeflossen. Neben dem Kata-
nicht permanent umgeben war von Farben,
log gibt es ein kostenloses Begleitheft, das die
Licht und Bildern, wie wir es heute sind, müs-
ten mich gleich drei unbekannte, meisterliche
Die Vielfalt der Themen und der sprühende
Werke mit ganz unterschiedlichen Motiven und
Bildwitz seiner Gemälde machen eine mono-
wurde. Zahlreiche Nachahmer und Kopisten
Die Suche nach solchen Werken ist immer ein
Besucher über die Hintergründe ausgewählter
sen Schalckens Gemälde eine umso prächtige-
Formaten: Ein spannender Maler, nicht nur für
grafische Ausstellung nicht zum akademischen
wollten an seinem Erfolg teilhaben.
wenig wie Detektivarbeit. Wir suchen in ku-
Bilder informiert.
re Augenfreude gewesen sein.
1680
KARRIEREBEGINN
Vermutete Rückkehr nach
Dordrecht und beruliche
Selbstständigkeit
HEIRAT
Mit FranÇoisia van Diemen
aus Breda
1680er
LEHRE IN LEIDEN
Bei dem teuersten holländischen
Maler der Zeit: Gerrit Dou
1679
GEFRAGTER LEHRER – PROMINENTE
SCHÜLER Arnold Boonen, Carel de Moor
SELBSTBILDNIS
VOR DEM TOD
Godefridus Schalcken
stirbt am 16. November
in Den Haag
HIGH SOCIETY
Den Haag versammelt die Hocharistokratie – Schalcken wird Mitglied der
dortigen Malergilde
1690
1700
1710
DORDRECHTLONDON-DEN HAAG
Umzug nach London,
Nähe zum Königshof
Willems III., Rückkehr
nach Den Haag
1703
1691
1670
1706
INTERNATIONALER RUHM
Der französische Kunstkritiker
André Fe‘libien erwähnt Schalcken
in einer seiner Schriten
1692–96
1685
1667
1660
CIRCA 1665
1650
SEIN ERSTES DATIERTES WERK
„Frau mit Vogel“ ist bis heute verschollen
LEHRE IN DORDRECHT
Bei dem Rembrandt-Schüler
Samuel van Hoogstraten
1662–63
1640
GEBURTSTAG
Geboren in Made bei Breda
in den Niederlanden
1658–60/62
1643
DAS LEBEN VON
GODEFRIDUS
SCHALCKEN
AM DÜSSELDORFER HOF
Dort schuf Schalcken ein großes Altarwerk im
Autrag von Kurfürst Johann Willhelm
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
SCHALCKEN
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
TOP 10 DER
MEISTERWERKE
CORPORATE IDENTITY
D
KOPFKINO
D
ie Zeilen des Briefes, nicht lesbar, der Blick des
Mädchens trit den des Betrachters – inspiriert,
berührt, verführt? Aufgrund ihrer großen Sinnlichkeit wurden Bilder dieser Art besonders geschätzt und
hoch gehandelt.
Bild: Nationalgalerie Prag
as Werk gilt als Visitenkarte Godefridus
Schalckens, denn es zeigt, was ihn ausmacht: Emaillehat glatte Maltechnik und effektvoll in Szene gesetzte Kerzenbeleuchtung.
Gemalt zu seiner Londoner Zeit, gab ihm dieses
Bild einen tüchtigen Karriereschub.
Brieflesendes Mädchen bei Kerzenlicht, vermutlich 1689
Knabe mit Pfannkuchenmaske, 1670-80
ERSTER SMILEY
Schlafende Venus mit Cupido, vor 1685
Bild: Kunsthalle Hamburg
S
ie ist der wohl erste Smiley in
der Kunstwelt – die Darstellung des für Schalcken typischen
spitzbübischen Jungen mit einem
Pfannkuchen, in den er ein Gesicht
hineingebissen hat. Die Teigspeise
ist das niederländische Nationalgericht und vielleicht ja zudem
Schalckens Lieblingsspeise.
HEIMLICHE BEOBACHTER
W
as wäre schöner, als eine schlafende Venus zu betrachten? Schalcken lütet für
uns den Vorhang. In einem seiner bekanntesten
Werke macht er den Betrachter zum heimlichen
Beobachter. Cupido ermahnt ihn mit erhobenem
Zeigeinger, die Göttin nicht zu wecken.
Junge Frau vor dem Spiegel, 1680-85
Ceres mit Venus, Cupido und
Bacchus, um 1685
Bild: Nationalgalerie Prag
Selbstporträt, 1695
Bild: Staatliche Kunstsammlung Dresden
Bild: Leamington Spa Art Gallery and Museum
Mehr als 80 Gemälde schmücken die weltweit erste
Retrospektive von Godefridus Schalcken – Eine Auswahl
unserer Lieblingsstücke
GEHEIMNISVOLLES
KÄMMERLEIN
Die Heringsverkäuferin, um 1685
GÖTTLICHER GENUSS
EDEL-PIN-UP
S
S
E
Bild: Rijksmuseum, Amsterdam
Dame mit Spiegel unter einem Baldachin, um 1680
BEREIT FÜR EIN RENDEZVOUS?
E
ine Dame macht sich vor einem Spiegel zurecht.
Ungewöhnlich jedoch, dass sie im Freien sitzt.
Was hat sie vor? Schalckens wohlhabende Klientel
liebte solche Motive und kaute sie gern im Doppelpack mit einer Rendezvous-Darstellung.
Bild: The Leiden Collection, New York
Ein Mann und eine Frau betrachten beim Schein einer Lampe
Venus-Statue, 1685-90
WIE BETRACHTEN
SIE KUNST?
B
ei warmem Kerzenlicht zu
nächtlicher Stunde zeigt Schalcken ein Paar in intimer Konversation über die Künste: Skulptur oder
Malerei? Unschwer zu urteilen, dass
Schalcken den Wettbewerb für sich
und die Malerei entschieden hat.
Junge, in eine Fackel blasend,
1692/96
OFT KOPIERT
D
ie Funken sprühen beim Pusten
in die Fackel, die Flamme erhellt
das Gesicht des Jungen – das Bild, das
Schalcken in seiner Londoner Zeit
1692-96 für den Earl Robert Spencer
geschafen hat, ist beinahe beispiellos
für sein unglaubliches Können. Nicht
umsonst ist es eines der meistkopierten und bekanntesten Gemälde.
Bild: National Gallery of Scottland, Edingburgh
in lustvoller Biss in den satigen
Pirsich: Ceres, die Göttin des
Ackerbaus, erkennbar am Ähren-geschmückten Haar, ist bemüht, die Satperlen aufzufangen, die ihr bereits über
Kinn und Dekolleté rinnen. Ihr Genuss
der Frucht ist unsere Augenlust!
chalckens Heringsverkäuferin
ist eine Dame mit feinen Gesichtszügen, die den Fisch – Hering
galt als Aphrodisiakum – mit zarten
Fingern in die Höhe hält. Schalcken
lässt ein eigentlich derbes hema
für seine Kunden salonfähig werden.
Bild: Privatsammlung
Bild: Wallraf-Richartz-Museum, Köln
chalcken macht den Betrachter
mal wieder zum Voyeur, der
eine junge Dame bei der abendlichen Toilette beobachtet. Oder
verrät der lächelnde Blick, dass sie
sich des anwesenden Betrachters
bewusst ist?
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
SCHALCKEN
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
Bilder: Max Grönert
RUND UM DIE AUSSTELLUNG
KUNST
AUF REISEN
KUNSTBEWUSST-VORTRÄGE
SONDERÖFFNUNG
veranstaltet von den Museumsfreunden im
Zwischen den Jahren, wenn die ganze Familie Zeit für
Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museum (1.OG)
eine gemeinsame Unternehmung hat, öffnet das Wallraf
seine Türen ausnahmsweise auch an einem
Barocker Bilderappetit – Ein Sammlergespräch
Montag: 28. Dezember 2015. WDR-Moderator André
Thomas Leysen, Sammler aus Antwerpen und Anja K.
Gatzke, bekannt aus der „Sendung mit dem
Sevcik, Kuratorin der Ausstellung
Elefanten“ wird vorbei kommen und für Un-
Donnerstag, 19.11.2015, um 19 Uhr
terhaltung sorgen – nur einer von vielen
Programmpunkten an diesem Tag.
Gemaltes Licht
SONDERÖFFNUNG
Michael Triegel, zeitgenössischer Künstler aus Leipzig
EINTRITTSPREISE
Donnerstag, 26.11.2015, um 19 Uhr
Erwachsene: 11 Euro (pro Person)
Ermäßigt: 8 Euro (pro Person)
Godefridus Schalcken – Galanter Verführer mit
Gruppen: 9 Euro (pro Person,
Farbe und Licht
Gruppengröße ab zehn Personen)
MONTAG,
28. DEZEMBER
Anja K. Sevcik, Kuratorin der Ausstellung
Donnerstag, 10.12.2015, um 19 Uhr
ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr
Beschränkung wird Marke: der Spezialismus in der
Das Wallraf-Richartz-Museum
hat Gemälde aus der ganzen Welt
zusammengetragen – Viele davon
sind nie zuvor verliehene
Stücke aus Privatbesitz
1. und 3. Donnerstag im Monat: 10–22 Uhr
Malerei von Godefridus Schalcken
Sonderöffnung: Montag, 28. Dezember, 10 bis 18 Uhr
Peter Hecht, Kunsthistorisches Institut der Universität
Geschlossen: Montags sowie am 11. November,
Utrecht
24., 25. und 31. Dezember 2015 und 1. Januar 2016
Donnerstag, 21.1.2016, um 19 Uhr
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
KURATORENFÜHRUNGEN
Obenmarspforten 40, 50667 Köln
(SAMSTAG UM 15 UHR)
0221/22 12 11 19, [email protected]
mit Anja K. Sevcik
7. November, 5. Dezember sowie
9. und 16. Januar
E
r war ein Star und geriet dennoch in Vergessenheit. Godefridus Schalcken (1643-1706)
war ein Meister seines Fachs und zu Hochzeiten
seiner Karriere bekannter als seine Zeitgenossen
Rembrandt und Vermeer. Mehr als 80 Gemälde
aus der ganzen Welt hat das Wallraf-RichartzMuseum für diese erste Retrospektive zusammengetragen. Teilweise von Privatleihgebern, die sich
normalerweise nicht von ihren Stücken trennen.
Insgesamt ein Drittel aller erhaltenen SchalckenArbeiten werden in Köln gezeigt, von denen zahlreiche noch nie öfentlich zu sehen waren. Den
Vorschlag zu der Ausstellung brachte Kuratorin
Anja K. Sevcik mit, als sie Anfang 2014 ihre neue
Stelle als Leiterin der Barockabteilung im WallrafRichartz-Museum antrat. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass mein Vorschlag spontan Anklang
bei den Kollegen fand“, sagt sie. „Im Rahmen der
Vorbereitungen, die ja in den anderthalb Jahren
sehr schnell gehen mussten, war es motivierend,
dass ich für die Leihanfragen an Kollegen ein sehr
positives Echo bekam.“
Reinhard Rasch als Registrar des Wallraf war
ebenfalls froh darüber, denn so bekam er die Liste
mit den Leihgaben ungewöhnlich früh, nämlich
ein Jahr vor Eröfnungstermin. Zu seinen Aufgaben im Haus gehört es, den sicheren Transport
der Werke zu organisieren. Bei 80 Gemälden keine unkomplizierte Aufgabe. Zu den bekanntesten
Leihgebern der Schalcken-Retrospektive gehören
unter anderem das Amsterdamer Rijksmuseum,
die Gemäldegalerien von Berlin, Kassel und Dres-
Mehr Informationen gibt es auf den Internetseiten:
www.wallraf.museum
www.facebook.com/wallraf.museum
KERZENLICHTFÜHRUNGEN FÜR KINDER
(SONNTAG UM 11 UHR)
Mit „echten“ elektrischen Kerzen geht es durch die Ausstellung, damit Schalckens Zeit auch für Kinder ab acht
Jahren wieder auflebt.
15. November, 6. Dezember, 3. und 17. Januar
Bis die Besucher die Bilder in der Ausstellung betrachten können, vergehen viele Monate
Für alle öffentlichen Führungen gilt: Die Teilnehmerzahl
den sowie die Uizien in Florenz, das Frankfurter Städel, die National Gallery London und viele
mehr. „Von Nagel zu Nagel“ – so eine Formulierung aus dem Kunstbetrieb – muss Rasch garantieren, dass das Werk unbeschadet nach Köln und
nach der Ausstellung zurück in sein Stammhaus
gelangt. Jedes Bild erhält eine Art Reisepass, auf
dem genau gelistete ist, in welchem Zustand sich
JEDES BILD
HAT EINE ART
REISEPASS
das Werk beindet, wie es verpackt und transportiert werden muss. Die teilweise mehrere hundert
Jahre alten Holzrahmen und Leinwände dürfen
nur bei ganz bestimmten Temperaturen verschickt
werden. Den Transport in sogenannten Klimakisten übernehmen auf Kunst spezialisierte Speditionen. „Von der Ankunt des Bildes in der Ausstellung, bis es wirklich an der Wand hängt, kann es
Stunden dauern“, sagt Rasch. Jedes Werk muss unter den Augen des Kuriers, des Registrars und des
Restaurators begutachtet, Mängel festgestellt und
dokumentiert werden. Rasch muss die Auspacktermine so legen, dass alle dabei sein können. Ein
Ausstellungsaubau in solchen Dimensionen kann
Wochen dauern.
ist begrenzt. Anmeldung ab 1 Stunde zuvor an der Kasse
(nicht telefonisch) möglich. Die Kosten sind im Eintrittspreis enthalten.
Eine Übersicht weiterer öffentlicher Führungen finden
Besucher unter:
www.wallraf.museum
Individuelle Führungen können hier gebucht werden:
„Es ist für mich immer wie Weihnachten, wenn
die Kisten ankommen und wir die Bilder auspacken“, sagt Rasch. „Ich kenne die Werke ja bis dahin
nur durch Verträge und Abbildungen. Wenn ich
sie dann sehe, bin ich immer wieder überrascht.“
Wenn der Registrar, der seinen Beruf trefender als
Leihgaben-Manager beschreibt, schließlich durch
die fertige Ausstellung geht, hat er sich bereits mehr
als ein Jahr mit den Werken beschätigt – sieht sie
jedoch mit ganz anderen Augen als beispielsweise Kuratorin Anja K. Sevcik. „Bis dahin waren die
Bilder lediglich Objekte für mich, ich sehe Amsterdam, ich sehe Dordrecht, Leiden und New York.“
Erst wenn die Ausstellung pünktlich fertig geworden ist, nimmt Rasch sich die Zeit und schaut sich
die Werke als Besucher an.
[email protected]
LICHTREISE INS WALLRAF
In seiner ständigen Sammlung präsentiert
und erklärt das Wallraf zudem unterschiedlichste Lichteffekte in ausgewählten Meisterwerken der
Malerei des Mittelalters und Barocks.
KATALOG
Im Belser Verlag ist ein 312 Seiten starker
Band mit mehr als 200 farbigen Abbildungen
und zahlreichen Expertenaufsätzen erschienen.
Die Museumsausgabe ist im Cedon Museumsshop erhältlich. Preis: 29 Euro.
Rahmenhandlung Bernd Neisius
Albertusstraße 52 | D-50667 Köln
Telefon 02 21.5 98 14 99
Telefax 02 21.16 82 62 55
Internet www.rahmenhandlung.info
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
SCHALCKEN
Bild: Kunsthalle Hamburg
Atelier des Rêves
Einzigartige Kunstwerke – wie von einem Maler geschaffen, der seine Pinselstriche
sorgfältig setzt – entfalten sich in einem sonnendurchfluteten, loftartigen Atelier
der Träume und geben Raum für Tradition und Handwerk. Unterschiedliche Strukturen und Linienführungen, abstrahierte und naturgetreue Darstellungen zeigen
Tradition und Moderne. Das Gegensätzliche vermischt sich zu einer neuen Selbstverständlichkeit und führt in der aktuellen Schlossberg-Kollektion zu individuellen
Interpretationen von modernem Zeitgeist.
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WILLI ZEIGT KINDERN DIE AUSSTELLUNG
Junge Besucher gehen mit dem Museumsmaskottchen auf eine Rallye – Spannende Kerzenlichtführungen
M
it Willi der Fliege erkunden Kinder die
Sonderausstellung im Wallraf-RichartzMuseum. Willi wohnt in einem Altar, der in
dem großen Saal der Mittelalterabteilung steht.
Dort hat ihn der Künstler hingemalt. Das Maskottchen führt nicht nur durch die Ständige
Sammlung, sondern zeigt Kindern zudem die
Schalcken-Werke. „Wir haben sechs Exponate
ausgewählt, die besonders für junge Besucher
interessant sind“, sagt Museumspädagogin Stephanie Sonntag. „Die Bilder sind mit Willi, der
Fliege, gekennzeichnet.“
Mit einer eigens für die Schalcken-Ausstellung
entwickelten Begleitmappe ausgerüstet, gehen die Kinder auf Museums-Rallye. In der
Mappe, die kostenlos an die jungen Besucher
ausgegeben wird, inden diese sechs Karten
mit Aufgaben. So stellt sich den Kindern zum
Selbstporträt von 1695 (siehe Bild oben) bei-
spielsweise die Frage: „Woran erkennst du, dass
Schalcken Maler war? Tipp: Schau, worauf er
mit dem Finger zeigt!“ Dann geht es mit Willi
zum nächsten Bild. Es heißt „Junge Frau dressiert ein Hündchen.“ Dazu dürfen sich die Kinder einen Namen für das Tier überlegen. Sind
alle sechs Aufgaben gelöst, bekommen die jungen Besucher am Infostand einen Kunstkenner-
ALLE FÜNF
SINNE WERDEN
ANGESPROCHEN
Urkundenstempel. „Wir wollen erreichen, dass
der Museumsbesuch nicht nur für die Erwachsenen ein Erlebnis ist“, sagt Sonntag. Die Museumspädagogik ist für das Wallraf-Richartz-
Museum daher besonders wichtig. „Wir nutzen
die Zugänge aus der Grundschulpädagogik“,
sagt Sonntag. „Alle fünf Sinne werden bei der
Rallye angesprochen.“ Und damit die Ausstellung zuhause im Gedächtnis bleibt, gibt es zum
Gemälde „Junge mit Pfannkuchenmaske“ ein
Rezept zum Nachbacken.
An den Sonntagen, 15. November, 6. Dezember sowie 10. und 24 Januar um jeweils
11 Uhr bietet das Wallraf zudem Kerzenlichtführungen speziell für Kinder ab acht Jahren
an. Mit den Museumspädagogen erkunden sie
im Schein elektrischer Kerzen die Werke. Für
Familien, die die freie Zeit zwischen den Jahren für einen Museumsbesuch nutzen möchten,
hält das Wallraf eine besondere Überraschung
parat: Am Montag, 28. Dezember, lädt das Museum zu einer Sonderöfnung mit André Gatzke, Moderator im WDR-Kinderfernsehen, ein.
Lassen Sie sich die neu eingetroffenen, eleganten Dessins der Herbst-Kollektion
von Schlossberg Switzerland zeigen und profitieren Sie davon.
Nutzen Sie unser Traumangebot:
Beim Kauf einer regulären Bettwäsche-Garnitur aus dem Hause SCHLOSSBERG
schenken wir Ihnen als Dankeschön GRATIS 1 Spannlaken (100x200 cm)
im Wert von 119,- Euro in der unvergleichlichen “Jersey-Royal”-Qualität.
Diese Sonderaktion gilt vom 31.10. - 21.11.2015
Besuchen Sie unsere Ausstellung. Wir freuen uns auf Sie.
Betten & Wäsche
Brückenstr. 6
50667 Köln
Telefon: 0221 2710676
Montag-Freitag:10.00 - 19.00 Uhr
Samstag: 10.00 - 18.00 Uhr
Erleben Sie ein kulinarisches und musikalisches Meisterwerk im Excelsior Hotel Ernst in
Köln. Genießen Sie im einmaligen Ambiente ein exklusives Walking Dinner, köstliche
Desserts, einen Mitternachtssnack sowie
ausgewählte Getränke. Serviert wird zudem
ein Glas Champagner zur Begrüßung und zum
Jahreswechsel, wenn Sie das Feuerwerk am
Kölner Dom betrachten.
Unterhaltung bieten außerdem:
• „Die Sinatra Story“ mit Christoph Schobesberger
• Live Musik von der Showband Max & Friends
• Jazz-Rhythmen vom Jörg Köster Quartett
• Küchenparty mit DJ @ taku
Buchung bis 30. November: 279 Euro
Ab 1. Dezember: 299 Euro
Abendkasse: 309 Euro
Excelsior Hotel Ernst AG • Trankgasse 1-5/Domplatz • 50667 Köln
Kartenreservierung: ) +49 (0)221 270 1
* [email protected] • 8 www.excelsiorhotelernst.com