Deutscher Jugendvideopreis 2015

Bundeswettbewerb Deutscher Jugendvideopreis 2015
Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Sperrfrist!
Freigabe der Presseinformation
nach der Bekanntgabe der Preise durch das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
beim Bundesfestival Video 2015 in Halle/Saale
Samstag, 27. Juni 2015, 22.00 Uhr
Beim Deutschen Jugendvideopreis werden Preise in folgenden
Kategorien verliehen:
Medienproduktionen von Kindern und Jugendlichen bis 25 Jahre:
Altersgruppe A (bis 10 Jahre)
Altersgruppe B (11 bis 15 Jahre)
Altersgruppe C (16 bis 20 Jahre)
Altersgruppe D (21 bis 25 Jahre)
Jahresthema „Animationen & Experimente“
Gruppenpreis
Spezialpreis für ein Tutorial über das Filmemachen
Spezialpreis für einen Genremix aus Dokumentar- und Spielfilm
Informationen erhalten Sie beim
Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)
Küppelstein 34, 42857 Remscheid
Tel.: 02191 / 794 257
Fax: 02191 / 794 230 , E-Mail: [email protected]
oder im Internet unter:
www.kjf.de, www.jugendvideopreis.de und www.bundesfestival.de
Veranstalter
Gefördert vom
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Bundeswettbewerb Deutscher Jugendvideopreis 2015
Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe A (bis 10 Jahre) – 1. Preis | 1.000 Euro
Hier kein Prinz
Kindergruppe Familienzentrum Dürener Straße, Dortmund,
Nordrhein-Westfalen, 3-6 Jahre | 7.43 Minuten
„…und so lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende.“ Nein! Irgendwann haben die
Prinzessinnen genug und reißen aus ihren Märchenbüchern aus. Die Menschenwelt
ist viel spannender. Und wer braucht schon einen Prinzen?
Jurybegründung
Die Zeit der heldenhaften Prinzen ist vorbei. Jetzt kommen die Prinzessinnen und
zeigen, was sie drauf haben. Wenn sie aus dem Märchenreich in die weite Welt
aufbrechen, dann brauchen sie keine Prinzen mehr, die sie retten. Die moderne
Prinzessin hilft sich selbst. Die Kindergruppe des Familienzentrums Dürener Straße
erzählt eine typische Märchengeschichte einmal anders und räumt dabei humorvoll
mit Vorurteilen und Klischees auf. Beeindruckend sind dabei nicht nur die vielfältigen
Techniken, mit denen die Geschichte zum Leben erweckt wurde – vom Legetrick über
die Stop-Motion-Animation bis zum Puppenspiel – sondern auch das kleinformatige
Dortmund, in das es die Prinzessinnen verschlägt.
Altersgruppe A (bis 10 Jahre) – 2. Preis | 600 Euro
Das große Missverständnis
Film-AG Grundschule Vechelde, Vechelde, Niedersachsen, 9-10
Jahre | 26.10 Minuten
Hanna ist wütend. Sie ist davon überzeugt, dass ihr Bruder sie bestohlen hat. Bald
zerfällt die ganze Klasse in zwei verfeindete Cliquen. Aber irgendwann wird klar: nur
gemeinsam sind sie stark.
Jurybegründung
So ist es manchmal: Gute Freunde streiten sich, neue Gruppen finden sich, eine
Clique kann eine andere nicht ausstehen. Und irgendwann merken alle, dass dieses
Verhalten doch ziemlich doof ist. Glaubwürdig erzählt die Film-AG der Grundschule
Vechelde eine Geschichte aus dem Klassenzimmer, die auch dank der
überzeugenden Schauspieler wie aus dem Lebensalltag gegriffen wirkt. Dass man nur
gemeinsam stark ist, lautet die Botschaft. Und der Film zeigt sehr schön, dass es
manchmal etwas länger dauert, bis jeder das begreift.
Informationen erhalten Sie beim
Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)
Küppelstein 34, 42857 Remscheid
Tel.: 02191 / 794 257
Fax: 02191 / 794 230 , E-Mail: [email protected]
oder im Internet unter:
www.kjf.de, www.jugendvideopreis.de und www.bundesfestival.de
Veranstalter
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Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe A (bis 10 Jahre) – 3. Preis | 400 Euro
Die Superagenten
Kreativ-AG Edesheim, Göttingen, Niedersachsen, 9-12 Jahre | 8.10
Minuten
Wie kann man die Welt verbessern? Na klar, mit Superbonbons! Aber dann fallen
diese in die Hände böser Schurken. Ein Fall für die Superagenten.
Jurybegründung
In vier Episoden nehmen es die Superagenten mit den Superbonbondieben auf – und
legen diesen dabei mit Witz und etwas Glück das Handwerk. Sichtlich Spaß hatten die
jungen Filmemacher der Kreativ-AG Edesheim dabei, vor der Kamera in die Rolle der
jungen wie betagten Superagenten und Superagentinnen sowie der coolen
Superschurken zu schlüpfen. Auf den Punkt gebracht zeigen die kurzen Episoden
witzige actionreiche Auseinandersetzungen, die durch überraschende Wendungen
aufgelöst werden.
Informationen erhalten Sie beim
Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)
Küppelstein 34, 42857 Remscheid
Tel.: 02191 / 794 257
Fax: 02191 / 794 230 , E-Mail: [email protected]
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www.kjf.de, www.jugendvideopreis.de und www.bundesfestival.de
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Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe B (11 bis 15 Jahre) – 1. Preis | 1.000 Euro
Rot = Grün
Margareta Kosmol, Kronshagen, Schleswig-Holstein, 15 Jahre |
9.11 Minuten
Während es hunderte von Störchen jedes Jahr wieder zu ihren Nestern in dem
armenischen Dorf zurückzieht, verlassen immer mehr Menschen die Region. Was ist
nur los? Eine Taxifahrt und das überraschende Portrait eines Landes.
Jurybegründung
Eigentlich geht es zunächst ja nur um Nistplätze von Störchen. Doch dann passiert in
diesem klug durchdachten Dokumentarfilm von Margareta Kosmol etwas
Überraschendes: Aus dem Naturthema wird ein aktuelles politisches Thema, in dem
es plötzlich um das Land und die Leute geht, um die gegenwärtige armenische
Gesellschaft und das gesellschaftliche Klima dort. Der Regisseurin gelingt es, diese
Verbindung formal äußerst überzeugend herzustellen und das Publikum mit auf die
Reise zu nehmen. Die unkonventionelle Machart wirkt unterdessen sehr lebendig –
und inspiriert dazu, selbst mit der Kamera loszuziehen und zu drehen.
Altersgruppe B (11 bis 15 Jahre) – 2. Preis | 600 Euro
Okay.
Lotta Schwerk, Berlin, 15 Jahre | 3.46 Minuten
Melli hat sich verliebt - ausgerechnet in die neue Nachbarin. Ein tolles Gefühl. Aber
auch sehr verwirrend.
Jurybegründung
Verliebt zu sein ist ein wunderbares Gefühl. Es kann verunsichern. Und es kann auch
furchtbar traurig sein, wenn die Gefühle nicht erwidert werden. In kurzer Zeit erzählt
Lotta Schwerk von diesem Hin- und Hergerissensein, von Beschwingtheit,
Gefühlschaos und Melancholie. Durch die schnellen Schnitte und die zahlreichen
Wiederholungen macht sie diese Emotionen auch für die Zuschauer spürbar. Der
stilistisch außergewöhnliche Film über ein Coming-out zeichnet sich durch eine eigene
Handschrift aus und versteht es, eine Geschichte auf den Punkt zu bringen.
Informationen erhalten Sie beim
Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)
Küppelstein 34, 42857 Remscheid
Tel.: 02191 / 794 257
Fax: 02191 / 794 230 , E-Mail: [email protected]
oder im Internet unter:
www.kjf.de, www.jugendvideopreis.de und www.bundesfestival.de
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Bundeswettbewerb Deutscher Jugendvideopreis 2015
Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe B (11 bis 15 Jahre) – 3. Preis | 400 Euro
Ich hau ab!
Jugendfilm e.V., Hamburg, 9-13 Jahre | 6.43 Minuten
Emma hat die Nase voll. Ständig nörgelt ihre Mutter an ihr herum. Hals über Kopf haut
sie mit ihrer besten Freundin ab. Egal wohin – Hauptsache weg!
Jurybegründung
Manchmal reicht eine Kleinigkeit, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Für Emma
ist dieser Punkt erreicht, als sie wieder einmal mit ihrer Mutter über das Taschengeld
streitet und sich nicht verstanden fühlt. Der Film des Jugendfilm e.V. nimmt die Sorgen
von Emma sehr ernst und zeigt, wie die Situation eskaliert. Durch die große Nähe zu
den Figuren wird deutlich, was das Mädchen, das endlich frei sein und für sich selbst
entscheiden will, fühlt und denkt. Dabei bleibt der gut gespielte Film sehr realistisch
und überzeugt auch durch seine positive Auflösung.
Informationen erhalten Sie beim
Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)
Küppelstein 34, 42857 Remscheid
Tel.: 02191 / 794 257
Fax: 02191 / 794 230 , E-Mail: [email protected]
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www.kjf.de, www.jugendvideopreis.de und www.bundesfestival.de
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Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe C (16 bis 20 Jahre) – 1. Preis | 1.000 Euro
unterwasser IST ES STILL
Julian Dieterich, Stuttgart, Baden-Württemberg, 18 Jahre | 17.12
Minuten
Zwei Männer in der rauen Landschaft der schottischen Highlands. Das Paar sucht
Zweisamkeit fernab der Zivilisation. Doch nicht immer findet man das, wonach man
sich sehnt.
Jurybegründung
Zwei junge Männer auf einer Reise, während der sie sich allerdings eher voneinander
entfernen als zusammenfinden. Die Liebesgeschichte von Julian Dieterich erzählt vom
Zerbrechen eines Paars, weil einer der beiden Männer nicht in der Lage ist, seine
Gefühle zu zeigen. In der rauen schottischen Landschaft findet der nuancenreich und
sensibel inszenierte Film eine gute Entsprechung für das Innenleben seiner Figuren.
Mit wenigen Dialogen und präzisen Bildern, die auch mal stehen gelassen werden,
gelingt es dem Regisseur, eine Stimmung zu transportieren. Dass er dabei auch über
einen genderbedingten Konflikt hinaus weist, macht eine weitere Stärke dieses
eindrucksvollen Dramas aus.
Altersgruppe C (16 bis 20 Jahre) – 2. Preis | 600 Euro
Prokrastination
Arne Schramm & Boris Traper, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen, 16
& 20 Jahre | 4.30 Minuten
Prokrastination – was ist das eigentlich? Wir schlagen das später nach. Vorher surfen
wir noch ein bisschen. Oder zocken eine Runde. Oder sehen uns diesen Film an.
Jurybegründung
Jetzt sofort? Nein, lieber später. Oder gar nicht. Es gibt so viel andere Dinge, die man
jetzt tun könnte. Der Tag zerfließt für einen vielbeschäftigten Jugendlichen in der
überaus witzigen Komödie von Arne Schramm und Boris Traper, die einen Nerv trifft.
Die Freiheit, nichts zu machen, wird zum Problem, Entscheidungen kosten Kraft. Und
wer verliert sich nicht gerne in Online-Plattformen? Selbstironisch und selbstkritisch
spiegelt der hervorragend montierte und durch sein Timing überzeugende Film einen
Zeitgeist. Eine sehr komische, aber auch sehr wahre Reise mit dem König der
Prokrastination.
Informationen erhalten Sie beim
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Fax: 02191 / 794 230 , E-Mail: [email protected]
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Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe C (16 bis 20 Jahre) – 3. Preis | 400 Euro
Unerkannt verkannt
Benedikt Schmoldt, Eschweiler, Nordrhein-Westfalen, 16 Jahre |
11.55 Minuten
Auf viele wirkt die junge Frau erst einmal sonderbar. Die wenigsten wissen, dass sie
frühkindliche Autistin ist. Jetzt erklärt sie, wie sie ihre Welt sieht.
Jurybegründung
Die junge Frau sieht die Welt anders. Wenn sie auf andere Menschen trifft, dann
sehen diese für sie oft gleich aus. Sie merkt sich aber Details. Manchmal tritt sie auch
in Fettnäpfchen, weil sie sich nicht so verhält, wie andere es von ihr erwartet. Benedikt
Schmoldt hat ein mutiges Portrait seiner Schwester gedreht, die frühkindliche Autistin
ist. In kurzen erklärenden Szenen macht er sichtbar, wie sie ihre Welt sieht, welche
Probleme sie im Alltag hat und was Freundschaft für sie bedeutet. Der
Dokumentarfilm von Benedikt Schmoldt ist aufklärend, ohne belehrend zu sein, und
trägt so dazu bei, Vorurteile abzubauen.
Informationen erhalten Sie beim
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Küppelstein 34, 42857 Remscheid
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Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe D (21 bis 25 Jahre) – 1. Preis | 1.000 Euro
Positive Gefühle
Andreas Kessler, Ludwigsburg, Baden-Württemberg, 24 Jahre |
30.42 Minuten
Dieter ist erblindet, Kalle HIV-positiv. Seit 32 Jahren sind die beiden Männer ein Paar.
Und ihre Lebensfreude und Liebe zueinander sind ungebrochen.
Jurybegründung
Das Leben von Dieter und Kalle ist von vielen Schicksalsschlägen und der Angst vor
dem Sterben gezeichnet. Und doch strahlen die beiden eine außergewöhnliche und
geradezu ansteckende Lebensfreude aus. Andreas Kessler gelingt es in seinem
dokumentarischen Portrait, seinen Protagonisten sehr nahe zu kommen, ohne
aufdringlich oder gar voyeuristisch zu wirken. Er schafft entspannte
Interviewsituationen und wählt die begleitende Musik sorgsam aus. Anhand kleiner
Alltagsgeschichten und -beobachtungen entsteht so das plastische Bild einer
Beziehung, die über die Jahre gewachsen ist und von großer Liebe getragen wird. Die
Art und Weise, wie Kessler dies zeigt, zaubert schließlich auch beim Publikum ein
wirklich positives Gefühl hervor.
Altersgruppe D (21 bis 25 Jahre) – 2. Preis | 600 Euro
Just Kids Left Alive On The Road
Clara Winter & Miguel Ferráez, Kassel, Hessen, 25 Jahre | 12.23
Minuten
Raus aus der Sicherheit, rein ins Ungewisse. Aber in Mexiko finden Clara und Miguel
weder das romantische Hippie-Leben noch das große Abenteuer. Eine Begegnung mit
der Wirklichkeit.
Jurybegründung
Zwei junge Leute Mitte Zwanzig wollen aus der Langeweile ihres geordneten Lebens
ausbrechen. Mit ihrer Kamera halten sie ihren kurzen Aussteigertrip nach Mexiko fest.
Doch am Ende erweist sich die Flucht aus der Sicherheit als Illusion. Mit einem
ebenso reflektierten wie selbstionisch-witzigen Voice-Over-Kommentar suchen Clara
Winter und Miguel Ferráez in ihrem Dokumentarfilm nach dem, wovor sie weglaufen
wollen und wie sie scheitern. Eine improvisiert wirkende Bildungsreise in die Ferne
und wieder zurück. In die gute alte Mittelklasse, der sie nicht entkommen können.
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Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Altersgruppe D (21 bis 25 Jahre) – 3. Preis | 400 Euro
Tschernobyl
Jan Fabi, Bielefeld, Nordrhein-Westfalen, 22 Jahre | 9.50 Minuten
Jan Fabi reist an den Ort, der unweigerlich mit dem Reaktorunglück am 26. April 1986
assoziiert wird. In Tschernobyl lässt der junge Filmemacher die Rücksiedler erzählen
und hält die Spuren der atomaren Katastrophe in eindrucksvollen Bildern fest.
Jurybegründung
Bilder von zerfledderten Büchern. Alte, heruntergekommene Hallen. Böden voller
grauer Gasmasken und Schutzanzüge. Die Aufnahmen, mit denen Jan Fabi in seinem
essayistischen Dokumentarfilm seine Beobachtungen der Ruinen rund um das
ehemalige Atomkraftwerk von Tschernobyl festhält, zeugen von einem exakten
fotografischen Auge und erinnern an moderne Kunstinstallationen. Mit ruhigen
Kamerafahrten bewegt Fabi sich durch die verlassenen Räume und macht die
Katastrophe erlebbar durch tote Materie. Behutsam ergänzt er seine Aufnahmen
durch die Erinnerungen der Rücksiedler. Eine eindrucksvolle Spurensuche.
Informationen erhalten Sie beim
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Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Jahresthema „Animationen & Experimente“ – 1. Preis | 1.000 Euro
Die mit dem Prinzen
Alexander Herrmann, Dresden, Sachsen, 20 Jahre | 5.13 Minuten
Eine ganz normale Märchengeschichte. Mit einer Königin, einem Prinzen, einem
Edelstein und einem Drachen, der auf die Königin steht. Nun ja, nicht ganz so normal.
Jurybegründung
Tapfer versucht der junge Mann, eine erfundene Märchengeschichte nachzuerzählen.
Es dauert nicht lange, bis das ziemlich kurios wird. Auch wenn zunächst nicht ganz
klar ist, was da eigentlich passiert, nehmen der spontane, lebendige Off-Kommentar,
die erfrischend anarchischen Animationen und die absurde Geschichte in dem Film
von Alexander Herrmann von Anfang an für sich ein. Spielerisch vermischen sich die
Ton- und Bildebene und rauben dem Publikum bald den Atem. Ein dynamisch
inszenierter Trip, der stets verblüfft. Und dessen Humor sehr ansteckend ist.
Jahresthema „Animationen & Experimente“ – 2. Preis | 600 Euro
Watched
Richard Forstmann, Dresden, Sachsen, 17 Jahre | 2.57 Minuten
Auf Schritt und Tritt wird ein Mann verfolgt. Wohin er auch geht, er kann der
Überwachung nicht entfliehen. Gelingt es ihm, seinen Verfolger auszutricksen?
Jurybegründung
Überwachung überall. Davon erzählt Richard Forstmann in seinem Stop-MotionKurzfilm, der eine liebenswerte Figur an all den Kameras um sie herum verzweifeln
lässt. Medienkritisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger, packt er damit ein aktuelles
Thema an und setzt es mit vielen Details um. Eine humorvolle Geschichte über das
Ende der Privatsphäre mit der bitteren Botschaft: Auch Flucht ist keine Lösung. Und
das regt dann wirklich zum Nachdenken an.
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www.kjf.de, www.jugendvideopreis.de und www.bundesfestival.de
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Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Jahresthema „Animationen & Experimente“ – 3. Preis | 400 Euro
Das besondere Geschenk
Elbstation Akademie, Hamburg, 13-14 Jahre | 6.20 Minuten
Mit dem Privatdetektiv unterwegs in geheimer Mission. Was verbirgt sich in dem
mysteriösen Koffer? Und für wen ist er bestimmt?
Jurybegründung
Ein Privatdetektiv wird angeheuert, ein Koffer mit einem mysteriösen Inhalt wird
übergeben, und am Ende schwebt gar die ganze Stadt in Gefahr. Mit einem guten
Gespür für Atmosphäre lässt das Filmteam der Elbstation Akademie die Welt des Film
Noir wiederauferstehen und schafft beeindruckende Bilder. Durch die verfremdeten
Schwarz-Weiß-Bilder und das Spiel vor computergenerierten Hintergründen gewinnt
ihr Film einen ganz eigenen Charme. Ein Film wie ein Comic, der auch inhaltlich zu
überraschen weiß.
Informationen erhalten Sie beim
Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)
Küppelstein 34, 42857 Remscheid
Tel.: 02191 / 794 257
Fax: 02191 / 794 230 , E-Mail: [email protected]
oder im Internet unter:
www.kjf.de, www.jugendvideopreis.de und www.bundesfestival.de
Veranstalter
Gefördert vom
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Bundeswettbewerb Deutscher Jugendvideopreis 2015
Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Gruppenpreis | 1.000 Euro
CUT. Drei Schnitte. Drei Schritte.
Nastasja Mengel, Jule Wagner, Greta Kerkhof, Naomi Daufenbach,
Pascal Semler, Matthias Staubach, Köln, Nordrhein-Westfalen, 1516 Jahre | 20.06 Minuten
Drei Jugendlichen erzählen von ihrem Leben, das nicht immer einfach war. Drei
Geschichten über Rückschläge und den Willen, trotzdem weiterzumachen.
Jurybegründung
Ein Dokumentarfilm über Neuanfänge: nach Schicksalsschlägen, nach Essstörungen,
nach Drogenerfahrungen, nach Selbstverletzungen. Drei Jugendliche portraitiert die
Filmgruppe „Ich bin ich“ und gibt diesen einen Raum, um über ihre Erfahrungen zu
erzählen. Dabei verlassen sich die Filmemacher nicht nur auf Interviews, sondern
erzählen auch mit Bildern und begleiten und beobachten ihre Protagonisten im Alltag,
wie sie sich zu akzeptieren lernen und auf dem Weg sind, wieder gesund zu werden.
Ihr Film geht nahe und zeichnet sich durch seine Feinfühligkeit aus. Ohne das
augenscheinlich große Vertrauen zwischen Filmteam und Protagonisten wäre dies
nicht möglich gewesen.
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Gefördert vom
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Bundeswettbewerb Deutscher Jugendvideopreis 2015
Preise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Preisträgerinnen und Preisträger
Inhaltsangaben und Jurybegründungen
Spezialpreis für ein Tutorial über das Filmemachen | 1.000 Euro
Tutorial Stop Motion
Midas Kempcke, Hamburg, 14 Jahre | 14.45 Minuten
Was das Drehen von Stop-Motion-Filme mit Lego-Figuren, sogenannten Brick-Filmen,
angeht, ist Midas Kempcke ein echter Profi. In diesem Tutorial verrät er uns seine
Tricks.
Jurybegründung
Midas Kempcke dreht Stop-Motion-Filme mit Lego-Figuren, die einen staunen lassen.
In seinem Video Tuturial gewährt er nun einen Einblick in seine Trickkiste. Charmant
und unaufdringlich moderiert der junge Regisseur seine Anleitungen und führt stets
anschaulich, überaus verständlich und Schritt für Schritt vor, wie ein Trickfilm entsteht
– vom Drehbuch über die Animation bis hin zur Nachbearbeitung. Sein Film ist eine
vergnügliche Lehrstunde, für Brickfilm-Einsteiger wie für Fortgeschrittene. Und vor
allem: Mit seinem Film über das Filmen inspiriert Midas Kempcke zum Ausprobieren
und animiert so auch sein Publikum.
Spezialpreis für einen Genremix aus Dokumentar- und Spielfilm | 1.000 Euro
Beeman
Beeman-Crew, Hamburg, 16-18 Jahre | 14.25 Minuten
Aus großer Kraft erwächst große Verantwortung. Das weiß auch Beeman. Der
ungewöhnliche Superheld hilft Flüchtlingen, die in Deutschland mit einigen Hürden zu
kämpfen haben.
Jurybegründung
So sieht er also aus, der neue Superheld: Ein tanzender Superheld im Bienenkostüm,
dem ein Löffel Honig Kraft verleiht und der sich für die Rechte von Flüchtlingen
einsetzt. Überaus humorvoll greift die Beeman-Crew der Gewerbeschule G20 ein
ernstes Thema auf und verknüpft dabei stimmig Spielfilm und Dokumentation. Neben
einer Rahmenhandlung lässt er Flüchtlinge mit ihren eigenen Geschichten zu Wort
kommen. Der innovative Genremix wirkt dabei sehr authentisch und beweist viel
Feingefühl. Beeman liefert den Beweis dafür, dass man sich einer derart sensiblen
Thematik auch mit Witz annähern kann.
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