Gemeindebrief - Evangelische Kirchengemeinde Münchingen

Gemeindebrief
Juni – September 2015
– Da hilft nur noch beten – Stilecht beten –
Gemeindefest am 5. Juli 2015 –Rückblick und Ausblick –
Beten
Da hilft nur noch Beten!
Kontakt aufnehmen zu Gott
Zu Gott kommen wir aus unseren ganz persönlichen Lebenserfahrungen. Beten ist Gott loben,
Gott danken – aber auch Gott klagen, ehrlich
beklagen was alles keinen Sinn hat. Wenn ich
verärgert und enttäuscht bin, dann ärgert es
mich noch mehr, wenn ich fromme Worte höre
wie: Ich solle doch Geduld haben, wie Paulus
aushalten (obwohl Paulus dafür bekannt war,
dass er Missstände sehr deutlich ansprechen
konnte!)… oder ich solle doch demütig sein.
Nein, es gibt Situationen, die keinen Sinn machen. Wer auch immer dann sagt, wir hätten
demütig still zu sein und ja nicht zu klagen,
das sollte uns gleich hellhörig machen: Wie
oft wurde Gott dazu gebraucht, Menschen von
oben herab abzufertigen und sie stillzumachen.
Das ist nicht Gottes Wille, dass wir uns oder andere vor ihm kleinmachen. Wir dürfen aufrecht
vor ihn kommen und ihm alles sagen. So wie
Menschen das seit Jahrhunderten gemacht haben, dürfen auch wir Zuflucht finden bei Jesus
Christus, dem Guten Hirten:
nen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf
rechter Straße um seines Namens willen. Und
ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein
Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor
mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest
mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde
bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Was für ein Schatz, den wir da in der Bibel haben: Psalmgebete, die schon König David 1000
Jahre vor Christi Geburt gebetet hat. Lieder, wo
Menschen ihre ganz persönlichen Erfahrungen
mit Gott teilen, zu ihm kommen – und diese
Erfahrung, dass wir zum guten Hirten kommen können, ist heute dieselbe Erfahrung wie
damals.
Vincent van Gogh, Weizenfeld
Kloster Kykko/Zypern: Jesus der gute Hirte
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
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Psalm 23 Der Herr ist mein Hirte, mir wird
nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grü-
Wege ohne Ziel, die gibt es. Sinnlose Wege. Van
Gogh hat sich das Leben genommen, das Bild
zeigt die trostlose Leere, die er empfunden hat.
– Es gibt diese Erfahrung: Wir rufen laut nach
Gott, aber wir spüren ihn nicht. Heiliger Geist,
wo bist du? Wir beten und bitten für einen kranken Menschen, dass Gott eingreift und handelt:
Es ergibt doch keinen Sinn, wenn eine Mutter
stirbt und Kinder zurücklässt. Haben wir dann
nicht genug geglaubt, nicht genug gebetet?
Beten
Keine Antwort gibt es auf diese Frage. Es gibt
auch keine frommen Regeln für das Gebet:
Enttäuschung, Wut vor Gott bringen, das ist
menschlich, das kann Gott hören – eher als
aufgesetzte Worte, die gar nichts mit mir selber
zu tun haben. Ich muss Gott nicht loben, wenn
mir im Herzen ganz nach Klage zumute ist. Zeit
mit Gott alleine, das ist Gebet. Da ist Raum für
Dinge, die kein Mensch versteht. Negative Gefühle wie Ärger und Wut, dafür gibt es heute
leider immer weniger Toleranz. Es gibt wenig
Platz zum Trauern. Wenige können und wollen
wirklich gut zuhören. – Bei Gott ist genug Platz
für das, was sonst keiner hören möchte… und
dann kann es passieren, dass sich mein Blick
mitten in der Klage (manchmal auch An-Klage)
plötzlich verändert:
Hände zu falten, aber genauso gibt es schon seit
der Antike die Haltung, beide Hände zum Himmel auszubreiten zum Gebet. Menschen gehen
vor Gott in die Knie, so wie Jesus im Garten
Gethsemane. Die Wüstenväter zogen sich in
die Einöde zurück und warfen sich zum Gebet
auf den Boden nieder. Jesus betete oft allein auf
einem Berg.
Welche Haltung vor Gott die richtige für mich
ist, das erfahre ich selber aus meiner persönlichen Beziehung zu Gott – wir finden unsere
eigene Haltung im Gegenüber zu Gott, wenn
wir auf Jesus Christus schauen. Richtig beten
wir, wenn wir zu Gott beten als dem Vater im
Himmel – und wenn wir beten: dein Wille geschehe (nicht mein Wille oder der Wille von irgendwelchen Herren dieser Welt). So hat es uns
Jesus Christus gelehrt:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein
Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe. Wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere
Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein
ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.
Valerie Fickert
Vincent van Gogh, Weizenfeld
Ein echtes Geschenk ist es dann, diese Erfahrung zu machen, dass Gott – wie auch immer –
doch da ist, dass die Klage sich in Lob wendet,
wenn ich in der Beziehung zu Gott erlebe, dass
ich ein ganz persönliches Gegenüber habe.
Keine Regeln gibt es, wie und wann das passieren kann. Zusammen mit anderen Menschen
Beten, im Hauskreis, im Gottesdienst oder ganz
allein, zu festen Tageszeiten oder spontan: Es
kommt immer darauf an, wie mir zumute ist.
Vorgefertigte Gebete aus dem Gesangbuch oder
Psalmen können weiterhelfen, oder ich habe
gerade eigene Worte. Es hat sich bewährt, die
Foto: Valerie Fickert
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Beten
Stilecht beten: Gebetsformen und -haltungen
Beten ist nicht nur eine Frage des Inhalts, sondern auch der Haltung. Hier gibt es keine Vorschriften oder feste Regeln. Ist es dann völlig
egal? Nein – denn die äußre Haltung kann eine
innere Haltung spiegeln oder umgekehrt, durch
die äußere Gebetshaltung kann sich auch eine
innere Einstellung zu Gott bilden.
Die häufigste Gebetsgeste bei uns sind sicher
die gefalteten Hände. Diese gehen auf einen
germanischen Ritus zurück. Wenn der Sippenchef in eine Schlacht oder auf einen Kriegszug
ging, wurden zuvor die Gefolgsleute verpflichtet. Wer mit in die Schlacht zog, trat nach vorne
und legte seine gefalteten Hände in die Hände
des Anführers. Damit brachte er zum Ausdruck,
dass er seine gesamte Kraft und sein Leben
dem Führer ausliefert und zur Verfügung stellt.
Es ist als Gebetshaltung somit eine Geste der
Hingabe an Gott.
Dass man zum Beten steht, ist in vielen Kulturen und auch schon in der Bibel ein Zeichen des
Respekts vor einer höheren Autorität. Bis heute
ist es weitverbreitete Sitte, sich zu erheben um
eine höhergestellte Person oder eine Frau zu
begrüßen. In der Kirche erheben sich die Besucher bis heute zum Einzug eines Brautpaares
oder der Konfirmanden zu ihrer Konfirmation.
Quelle: M. Hirschmüller
Quelle: Jesus.CH
Nach oben geöffnete Hände zeigen Empfangsbereitschaft und verstärken unsere Bitten vor
Gott. Wir haben ihm nichts zu bringen, kommen mit leeren Händen zu ihm und sind bereit
uns von ihm beschenken zu lassen. Viele Menschen empfangen den Segen Gottes am Ende
des Gottesdienstes mit so empfangenden Händen.
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In jüngster Zeit beten immer mehr Menschen
mit erhobenen Armen, eine Haltung, die auch
in biblischer Zeit allgemein üblich war. Es soll
eine besondere Geste der Anbetung sein. Gott
loben und preisen, ihn „erhöhen“ passt schön
zu dieser äußeren Haltung.
Quelle: Jesus.CH
Beten
Quelle: Jesus.CH
Das Gebet im Knien ist stärker im katholischen
Gottesdienst beheimatet, weshalb manche Protestanten es etwas oberflächlich als „katholisch“
für sich ablehnen. Kniend beten gehört aber seit
biblischen Zeiten zu einer der Grundhaltungen
fürs Beten. Das hebräische Wort für „Knien“
im Alten Testament gehört zum gleichen Wortstamm wie das Wort für „segnen“. Den Segen
Gottes empfängt man nur wenn man sich vor
Gott beugt, soll damit ausgesagt werden. Und
deshalb werden besondere Segenshandlungen
in unseren Gottesdiensten z.B. bei der Trauung oder Konfirmation kniend gestaltet. Viele
Menschen sehen auch eine innere Verbindung
zwischen der besonderen Bitte um Vergebung
der Sünde und der Demutshaltung des Kniens.
In manchen Gegenden kniete man früher und
zum Teil bis heute deshalb auch zum Empfang
des Abendmahls.
Dass die äußere Haltung auch den Inhalt des
Gebets bestimmen kann zeigt folgende Anekdote: In einem Hauskreis hat man sich einmal
über dieses Thema unterhalten und die Vorzüge
und Nachteile verschiedener Gebetshaltungen
diskutiert. Irgendwann wandte dann ein Teilnehmer ein: „Für mich war das innigste und
dringendste Gebet, als ich einmal kopfunter an
einem Strommasten hing und keine Chance sah
mich selbst da heil herunter zu bekommen.“
Pfarrer Martin Hirschmüller
Wenn das Knien dann so weitergeführt wird,
dass man mit der Stirn den Boden berührt, wird
durch diese Geste Unterordnung und völlige
Hingabe an Gott deutlich ausgedrückt. Das biblische Wort „Anbetung“ bedeutet auch, dass
man vor Gott im Staub liegt oder sein Angesicht zu Boden neigt.
Jesus betet im Garten Gethsemane
Quelle: M. Hirschmüller
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Beten
Das Tischgebet
Das Tischgebet heißt Tischgebet,
weil es sich ums Essen dreht.
Es gehört zu den kleinen Anständigkeiten
im Umgang mit dem lieben Gott
und dem täglichen Brot.
Danke sagen,
das hat man uns beigebracht,
als wir noch ganz klein waren:
Wenn du was geschenkt bekommst –
wie sagt man?
Danke!
Na bitte!
So einfach.
So klar und wahr.
Wer sich an den Tisch setzt,
wäscht sich zuerst die Hände
und dann faltet er sie.
Oder fasst sich an der Hand
und dankt.
Ehe wir uns was aufs Brot schmieren,
sollen wir dafür danken.
Das ist eine ganz kleine Übung.
Und doch macht sie den Meister.
Wes Brot ich ess,
des Lied ich sing!
Wir sind als Kostgänger unseres Gottes
jeden Tag beschenkt
mit einem gedeckten Tisch.
Das ist nicht selbstverständlich.
Das ist eher die Ausnahme auf dieser Welt.
Darum eine kleine Gedenkminute
vor dem Essen,
eine kleine Anerkennung
für das Tischlein-deck-dich-zu-Haus.
Das Tischgebet
ist ein Stück Kultur der Nachdenklichkeit
und der Besinnung.
Wer danken kann,
der denkt daran,
wer
und was
ihm gutgetan.
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Das Tischgebet
ist eine Geste auch für Gäste.
Es muss ja keine Demonstration sein,
keine Vorführung unserer Frömmigkeit.
Ohne viel Umstände und Worte drum rum,
einfach so.
So selbstverständlich wie
Guten Appetit!
Ein Händedruck,
ein Gruß und Kuss,
ein Denkmoment,
ein Augenblick,
und schon ist Platz für Gott gemacht.
Ludwig Burgdörfer
Aus: Ludwig Burgdörfer, Schiebe deinen
Nächsten wie dich selbst! - Heiter-Nachdenkliches über Gott und die Welt, 2007, Brunnen
Verlag Gießen
Mit freundlicher Genehmigung des Verlags
Gemeinde aktuell
Quelle: Heilsarmee
Nicht wegsehen, sondern
anpacken!
Wir möchten die Erdbebenopfer in Nepal unterstützen. Die Evangelische Karmelmission mit
Sitz in Schorndorf unterhält ein Schulungszentrum in Katmandu, wo auch ein größeres Team
um einen einheimischen Mitarbeiter, Bruder
Anand, tätig ist. Das Gebäude wurde fast ganz
zerstört, die Mitarbeiter sind Gott sei Dank alle
unversehrt. Es geht aber nicht um den Wiederaufbau des Gebäudes. Die Mitarbeiter haben
schon begonnen an Bedürftige Zelte, Schlafmatten und Reis zu verteilen. Besonders auf Hilfe
angewiesen sind ehemalige Muslime, die in den
letzten Jahren zum Glauben an Jesus Christus
gefunden haben und deshalb von ihren Familien
verstoßen wurden. Ein Zelt für 10 Personen gibt
es schon für 45,- €, eine Schlafmatte kostet 5,- €
und ein kg Reis 0,60 €. Alle Spenden kommen
ungekürzt direkt den bedürftigen Menschen zu
gute.
Gerne können Sie auch in der nächsten Zeit
Spenden für diese Nothilfe an die Kirchenpflege
überweisen. Wir werden sie dann sofort weiterleiten.
Evang. Kirchenpflege, Volksbank Strohgäu Nr.
123 005 (BLZ 600 629 09)
IBAN: DE51 6006 2909 0000 1230 05
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Gemeinde aktuell
Wohnungen gesucht!
Seit Mitte Februar diesen Jahres leben 30 syrische Flüchtlinge in Münchingen. Sie werden
von Mitarbeitern des Freundeskreis Asyl, der
AWO und dem Netzwerk Diakonie in Zusammenarbeit mit der Stadt begleitet.
Die Wohnverhältnisse in der städtischen Unterkunft in der Gaissgasse sind leider sehr beengt.
Ein Ehepaar konnte bereits in eine eigene Wohnung umziehen und jetzt werden ca. fünf weitere Wohnungen (1-4 Zimmer) gesucht.
hann-Friedrich-Flattich-Haus. Frau Dr. Valerie
Fickert wurde als neue Pfarrerin für Kallenberg
und Münchingen-Nord den Gästen vorgestellt.
Bürgermeister Dr. Wolf richtete Grußworte
an die Gäste und überreichte ein Geschenk an
Frau Fickert. Auch der Kirchengemeinderat
überreichte Geschenke, ebenso das Jugendwerk: ein bunter Strauß mit Glückwünschen
der einzelnen Gruppen (siehe Bild). Es war ein
gemütliches Beisammensein mit leckeren alkoholfreien Drinks vom Blauen Kreuz und gegen
den Hunger salziges und süßes Fingerfood.
Zum Beispiel:
* Wohnung für Mediendesigner mit Familie
(Drillinge, 5 J.)
* Wohnung für Maschinenschweißer mit
Familie (Zwillinge, 1 J.)
* Wohnung für Raumausstatter mit Familie
(zwei erwachsene Kinder)
* Wohnung für Schneider (alleinstehend)
Kaution, Miete und Nebenkosten übernimmt
in diesem Fall das JobCenter. Es besteht auch
die Möglichkeit, dass die Stadt Korntal-Münchingen die Wohnung anmietet und dann weiter
vermietet.
Weitere Infos:
Gerlinde Grossmann (Telefon 07150-6536)
oder Herr Ress (Stadtjugendpflege Korntal,
Telefon 0711-8367-1307)
Vorstellung
Frau Dr. Valerie Fickert
29. März 2015
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Der 1. Vorsitzende des Kirchengemeinderats
der Evangelischen Kirche Münchingen, Andreas Peretz, begrüßte den Bürgermeister Herrn
Dr. Wolf, die neue Pfarrerin für Kallenberg und
Münchingen-Nord Frau Dr. Valerie Fickert und
die anwesenden Gäste am 29. März 2015 im Jo-
Gospelkonzert
“Never let me go”
Der Gospelchor „Rhythm & Praise“ aus Ostfildern brachte mit einem Konzert am Sonntag, 19. April 2015 um 19.00 Uhr Lieder fürs
Herz mit in die Münchinger Johanneskirche: „I
spread my wings, a dream begins. I fly away“
– allen Stress, Ärger und Sorgen hinter sich
lassen, die Flügel ausbreiten und einfach fliegen… träumen wir davon nicht alle? Pfarrer
Hirschmüller verstärkte den Chor aus seiner
vorigen Gemeinde im Tenor, Frau Hirschmüller
unterstützte die höheren Stimmen.
Gemeinsam mit der Band (Karin Sachs) brachte der Gospelchor viel Bewegung und Freude
in die gut besetzten Kirchenbänke, dazu ermutigende Gedanken zwischen den Liedern.
Rückblick
„Never let me go“ war eigentlich das Motto gewesen, aber am Ende mussten alle dann leider
doch wieder nach Hause gehen, der Chor ging
voran – und zog singend aus der Johanneskirche aus: „Let us go into the house of the Lord.“
– „Lasst uns gehen in das Haus des Herrn!“ Die
Freude blieb spürbar im Raum.
Am Seniorennachmittag am 23. April 2015
ging‘s dann virtuell „Zu Fuß über die Alpen“
Seniorennachmittage
Seniorennachmittag 26. März 2015:
Zu Besuch die Hortgruppe der Flattichschule
mit Chr. Milvich
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Rückblick
Konfirmation 2015
So schnell ist ein Jahr um: gerade eben war der
Elternabend 2014 für die Konfis 2015 und –
schwups – sind die Konfirmationen vorbei.
Es war viel los in dieser Zeit: KonfiCamp, Konfi-Cup, Konfi-Wochenende, Klettergarten…
Ade und auf Wiedersehen, Konfis!
Wieder ist die Konfirmandenzeit
für einen Jahrgang abgeschlossen. Zurückbleiben schöne
Erinnerungen an großartige Jugendliche und eine für uns schöne Zeit mit euch. Die Wünsche
meine ich wörtlich: Ade, aus
dem Französischen a Dieu meint
„(Geh) mit Gott!“ und das wünschen wir uns und Euch, dass Ihr
euren Weg mit Gott, als seine
Freunde, weitergeht. Und schön
wäre es auch, wenn es kein Abschied ohne Wiedersehen würde. Gelegenheiten gibt es viele:
ein Einsatz beim Gemeindefest
am 5. Juli 2015, der Jugendtreff
„You“, Pluspunkt- und JugendKonfirmanden 3. Mai 2015
gottesdienste, und ganz besonders das Traineeprogramm. Ein
Anschluss-Programm zur Konfi-Zeit, sozusagen eine Weiterbildung vom Konfi zum Mitarbeiter
mit Erwerb der JuLeica (Jugendleiterkarte) der Qualifikation zum Schülermentor u.a.m. Das Programm startet am Freitag 24. Juli 2015, um 19.00 Uhr im Johann-Friedrich-Flattich-Haus mit
einem Info- und Schnupperabend, nach dem Ihr euch dann für eine Teilnahme entscheiden könnt.
Sollte das alles nicht reichen dann doch wenigstens ein “See you in heaven!“, wenns so weit ist.
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Herzlichst Valerie Fickert und Martin Hirschmüller
Rückblick
Konfirmanden 10.
Mai 2015
Konfi 3
Zur Zeit läuft unser Konfi 3-Programm mit 23
Kindern in drei Gruppen. Ein Teil des Konfirmandenunterrichts wird schon in Klasse 3 absolviert. Das macht Spaß und verkürzt dann die
spätere Konfirmandenzeit auf die Klassenstufe
8.
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Ausblick
Gemeindefest 2015
In diesem Jahr findet unser Gemeindefest wieder wie gewohnt am ersten Sonntag im Juli statt.
Dieses Jahr fällt es auf den 5. Juli 2015 und um 10.00 Uhr heißen wir Sie herzlich willkommen
zum Gottesdienst auf der Festwiese bei der Albert-Buddenberg-Halle.
Der Gottesdienst und das Fest stehen unter dem Motto:
„Einfach mal angenommen ...“
Lassen Sie sich überraschen, was Sie alles erwarten wird!
Sicher ist, dass es auf jeden Fall wieder ein vielfältiges Programm, z.B. mit den Kindern des
Johannes-Völter-Kindergartens, dem Jugendorchester des Musikvereins Münchingen, einer Tombola mit schönen Preisen, Eis und Cocktails und natürlich mit leckerem Essen und gutem Kuchen
geben wird.
Kommen Sie mit Ihren Angehörigen und Freunden am 5. Juli 2015 auf die Festwiese und feiern
Sie mit uns! Wir freuen uns auf Sie.
Der Kirchengemeinderat
Sommerfest im Spitalhof Münchingen
Herzliche Einladung zum Sommerfest am Samstag, 11. Juli 2015
Sie dürfen sich auf einen abwechslungsreichen Tag freuen:
Andacht, Tombola mit tollen Preisen, Unterhaltsame Musik
und vieles mehr…
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Seniorenzentrum Spitalhof Münchingen
Am Spitalhof 3
70825 Korntal-Münchingen
Ausblick
Familiengottesdienst mit
Musicalaufführung
Die Evang. Kirchengemeinde Münchingen lädt ein
zum Familiengottesdienst mit Musicalaufführung!
Sonntag, den 12. Juli 2015 um 11.00 Uhr
Es singen die JohaKids in der Johanneskirche.
Adlertage 2015
Auch in diesem Jahr wird es wieder im
Rahmen des Sommerferienprogramms
die „Adlertage“ geben.
Vom 3. bis 7. August 2015 gibt es für
Kinder der 1. bis 6. Klasse wieder viel
Action:
Biblische Entdeckertour, Singen, Spielen, Sport, Basteln, Ausflug, Kreatives,
Workshops,
gemeinsam und in altersgerechten
Kleingruppen mit abschließendem Mittagessen.
Die Adlertage finden im Gemeindehaus
Adlerstraße statt. Kosten: 45 Euro inkl. Mittagessen
Anmeldung am besten ganz schnell beim: Evang. Pfarramt Münchingen, Christophstr. 16
Reise nach Jerusalem?
Damit nicht ausgerechnet für Sie am Schluss kein Platz mehr bleibt, können Sie jetzt schon Ihre
Interessen bekunden. In und um die Faschingsferien 2016 (5. – etwa 15. Februar 2016 oder auch
länger) wollen wir eine Gemeindereise nach Israel anbieten. Die genaue Dauer (und damit auch
der Preis) und besondere Inhalte wollen wir mit den Interessenten gemeinsam besprechen und
entscheiden. Deshalb ist es für Interessierte gut, sich jetzt schon beim Pfarramt anzumelden. Am
Freitag 26. Juni 2015 gibt es einen ersten Infoabend um 10.00 Uhr im Johann-Friedrich-FlattichHaus mit Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten und Ziele.
Valerie Fickert und Martin Hirschmüller
Männervesper
Am 16. Juli 2015 treffen sich um 19.30 Uhr die Männer Münchingens, um im Gemeindehaus
Adlerstr. ein gemütliches, deftiges, herzhaftes… Männervesper zu sich zu nehmen. Eine Unterhaltung ist dabei nicht ausgeschlossen…
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Redaktion
Impressum
Herausgegeben von der
Evangelischen Kirchengemeinde Münchingen,
Christophstraße 16,
70825 Korntal-Münchingen
Tel. 07150/914872, Fax 07150/970966
E-mail: [email protected]
Homepage: www.ev-kirche-muenchingen.de
Redaktion:
Marcus Schweiker (verantwortlich),
Martin Hirschmüller, Joachim Küchle (Layout),
Sabine Schembera, Stephanie Traber
Anschrift der Redaktion: Christophstraße 16,
70825 Korntal-Münchingen
Druck: Müller GrafikMedien, Ditzingen
Bilder:
Martin Hirschmüller (Seiten 4 +5)
Valerie Fickert (Seite 3 + 4 mit Quellenangabe)
Öffnungszeiten:
Pfarrbüro Christophstr. 16:
Dienstag von 8.30-12.00 Uhr und
Freitag von 8.30-11.00 Uhr
Unsere Konten:
Evang. Kirchenpflege
Volksbank Strohgäu
Nr. 123 005 BLZ 600 629 09)
IBAN DE51600629090000123005
BIC GENODES1MCH
Kreissparkasse Ludwigsburg Nr. 9886 768
BLZ 604 500 50
IBAN DE11604500500009886768
BIC SOLADES1LBG
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:
12. August 2015
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Erscheinungstermin:
17. September 2015
Wort auf den Weg
Dann hilft wohl nur noch beten!
Dieser Satz ist uns geläufig. Als Zeitungsüberschrift stand er im Zusammenhang mit dem Lokführerstreik und der Ungewissheit, ob der Streik auch über den Kirchentag andauern wird. - Der Streik
ist vorbei, Gott sei Dank. Dann haben wohl viele um das Ende gebetet, oder?
Gott erhört Gebet.
Das ist keine Frage. Ich schreibe das, weil ich mich mit dieser Erfahrung einreihen kann in die
große Zahl von Menschen, deren Gebete von Gott erhört wurden. Aber oft hat Gott nicht immer
das geschehen lassen, was ich mir von ihm erbeten habe.
Gott hört dein Gebet.
Worum bete oder bitte ich? Sind es vielfach nur Anliegen, bei denen es um ein oberflächliches
Wohlergehen geht? Oder sind es Dinge, die Gott an mir und an anderen wirken will? Ich möchte
so beten, dass ich mich nicht nur um mich drehe, sondern dass ich mir Gottes Größe, seiner Kraft,
seiner Möglichkeiten und seines Handelns gewiss bin.
Gott hört dein Gebet.
Das Wort GOTT wurde auch schon so buchstabiert: Guter Opa Total Taub. Gott als alter Mann, der
nicht mehr alles mitbekommt und nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist? Oder steckt hinter dieser
Buchstabierung die Erfahrung, dass Gebete eben nicht erhört wurden und unbeantwortet blieben?
Gott hört dein Gebet.
Das hat er versprochen und verheißen. Auch wenn ich manchmal lange auf Antworten oder Ereignisse warte, merke ich durchs Beten, dass Gott in dieser Welt arbeitet. Das geht nur, wenn ich die
Verbindung mit Gott suche und diese Beziehung aufrechterhalte. Freilich, das ist oft schwer. Aber
es ist wichtig, mit dem Gebet dranzubleiben. Es ist wie beim Training im Sport, um ein Ziel zu
erreichen: nicht aufgeben, diszipliniert sein, sich bemühen. Aber es lohnt sich!
Gott hört dein Gebet.
Ich weiß: im Gebet ist Gott ganz nah da. Ein Gegenüber, das zuhört. Ein Vater, zu dem ich mich
aufmachen kann aus der Welt der Angst. Da muss ich mich nicht verstellen, sondern kann mich
ehrlich öffnen. Ich rede mit Gott trotz oder gerade wegen meiner Ecken und Kanten, meiner Zerrissenheit und Enttäuschungen.
Gott hört dein Gebet.
Weder kann noch will ich beweisen, dass das Gebet hilft. Ich kann nur mitteilen, wie es mir hilft.
Es verändert mich und meine Sicht der Dinge, was im Leben wirklich wichtig ist und was entbehrlich. Was zuerst kommt und was warten kann. Beten befreit.
Gott hört dein Gebet
Das Lied mit gleichlautendem Titel des Liedermachers Christoph Zehendner ist mir zu einem
Lieblingslied und einem guten Begleiter geworden. Das Lied greift die Last der Welt, Ängste,
Trauer, Kraftlosigkeit und Endlichkeit mit auf. Aber der Schwerpunkt liegt im Kehrvers in der
Verheißung, Bestätigung und Erfahrung:
„Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet. Er versteht, was sein Kind bewegt. Gott hört dein Gebet.“
Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen von Herzen. Bleiben Sie dran! Ihr Walter Großmann