Zeitung: Bund will mehr FlĂĽchtlinge in strukturschwachen

Zeitung: Bund will mehr Flüchtlinge in strukturschwachen Regionen
Die
Bundesregierung lässt Pläne erarbeiten, in welche ländlichen Regionen Flüchtlinge künftig verteilt werden
ansiedeln
21.04.2016
sollen.
Vor 08:48
allem Uhr
mittelgroße Städte wie etwa Fulda kämen in den Fokus, sagte Bundesminister Schmidt (CSU).
Dies sei eine Chance für Städte.
Die Bundesregierung lässt Pläne erarbeiten, in welche ländlichen Regionen
Flüchtlinge künftig verteilt werden sollen. Vor allem mittelgroße Städte wie etwa
Fulda kämen in den Fokus, sagte Bundesminister Schmidt (CSU). Dies sei eine
Chance für Städte.
Die Bundesregierung lässt einem Zeitungsbericht zufolge Pläne erarbeiten, in
welche ländlichen Regionen Flüchtlinge künftig verteilt werden sollen. Im Zuge
der beschlossenen Residenzpflicht im Asylverfahren kämen vor allem
mittelgroße Städte wie etwa Fulda in den Fokus, sagte der federführende
Bundesminister Christian Schmidt (CSU) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"
(Donnerstagsausgabe). Er sehe die Flüchtlings-Ansiedlung als eine Chance für
solche Städte und auch für den ländlichen Raum, sagte der Agrarminister.
Auch strukturschwache Gegenden mit hohen Arbeitslosenquoten sollten nicht ausgenommen werden, sagte Schmidt
dem Blatt. "Ich meine, dort, wo Wohnraum zur Verfügung steht und günstig ist, sollte man den auch nutzen."
Grundschulen könnten in diesen Regionen vor der Schließung bewahrt werden durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien.
Er sehe gute Chancen, dass viele der Flüchtlinge auch langfristig dort wohnen blieben.
Integration werde auf dem Land besser gelingen, als in den "anonymen" Städten, vermutete Schmidt. Er kündigte ein
Forschungsprogramm an, um dies untersuchen zu lassen. Auch in Gesprächen mit den Bundesländern werde er bald
definieren, welche Regionen wie große Aufnahmefähigkeiten hätten.
Ausnahmen etwa für Gegenden in Sachsen-Anhalt, in denen die rechtspopulistische AfD bei den vergangenen
Landtagswahlen mehr als 25 Prozent der Wählerstimmen bekam, wolle er nicht machen, sagte Schmidt. Er sei
optimistisch, dass Integration auch dort gelingen werde: "Sachsen-Anhalt ist ja nun kein Land, das von Flüchtlingen
überschwemmt worden ist."
Frankfurt/Main (AFP)
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