Editorial oder Quelle der Dankbarkeit - Buddha

Editorial oder Quelle der Dankbarkeit
Liebe Freundinnen und Freunde,
Dankbarkeit ist eine der beglückendsten Emotionen, die es gibt, und wir
haben unendlich viele Möglichkeiten
sie zu entwickeln. Die Natur und Mutter Erde bieten z.B. eine unendliche
Quelle für Dankbarkeit, die uns immer
zur Verfügung steht.
In diesem Jahr erscheint mir das Frühjahr besonders üppig zu sein. Aber
vielleicht liegt es auch daran, dass wir
durch das Fällen von einigen sehr dicht
gepflanzten Fichten den Klosterraum
erweitert haben.
Und diesen neu gewonnenen Raum
haben wir mit 400 neuen Sträuchern
und Bäumen bepflanzt (siehe Ein Paradies auf Erden schaffen).
Tiefe Dankbarkeit können wir auch
fürs Dhamma, die Lehre des Buddha,
empfinden, das uns dieses Mal in Form
eines Auszugs aus Sylvia Kolks neuem
Buch „Geh und sieh selbst – die Buddha-Lehre auf den Punkt gebracht“,
geschenkt wird. Sie vermittelt darin
auf sehr klare und praktische Weise,
wie wir einen heilsamen Umgang mit
Gedanken und Emotionen sowohl im
Alltag als auch in der Meditation üben
können.
Auch in den Beiträgen von Bhante
Pasanna, Andrea und Gerhard geht
es um ein dankbares Herz und wie
viele Möglichkeiten wir haben es zu
entwickeln.
Besonders dankbar können wir auch
für 25 Jahre Jhana Verlag und das viele
Heilsame das daraus entstanden ist,
sein – und natürlich auch all denjenigen, die in irgendeiner Form daran
mitgewirkt haben.
Mit einem herzlichen Dankeschön!
Bhante Nyanabodhi
Beiliegend in der Aussendung des Buddha-Haus Rundbriefs ist ein
Dhamma-Dana zum einjährigen Todestag von Bhante Kaccayana († 9. Juni 2014).
Möge es Euch berühren und inspirieren!
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
1
Auszug aus dem Buch von Sylvia Kolk
Geh und sieh selbst
Elemente des Körpers auch der Umgang mit schwierigen Gedanken und
Emotionen beschrieben:
Die Buddha-Lehre auf den Punkt gebracht
Auszug aus Kapitel
Eines Nachts – ich war in die inhaltlichen Vorbereitungen zu einem Retreat vertieft – schrieb ich unversehens
an einem kleinen Heft. Dem ging die
spontane Idee voraus, die wichtigsten
Kategorien und Begriffe der buddhistischen Lehre in knappen Erläuterungen
zusammenzufassen. Dieses erste kleine
Heft erwies sich als außerordentlich
hilfreich für die Praktizierenden. Denn
wer hat sich nicht schon einmal in
den vielen Kategorien, Aufzählungen
und Unterteilungen der Lehre verirrt?
Hiervon acht … und davon vier … und
die sind wiederum in zwei unterteilt
… Im Laufe der Zeit fügte ich weitere
Texte hinzu, bis diese Textsammlung
zu einem Arbeitsbuch heranwuchs.
Dieses Arbeitsbuch verzichtet, bis auf
wenige Ausnahmen, auf ausführliche
Erklärungen und Umschreibungen. Es
versucht die Tiefe und Komplexität der
Buddha-Lehre leicht verständlich auf
den Punkt zu bringen.
Das komplett überarbeitete Arbeitsbuch - das nun in einer griffigen und
haltbaren Ausgabe im Jhana Verlag
erscheint - gliedert wichtige Begriffe
der buddhistischen Lehre (z.B. Vipassana, Samatha, Zuflucht, Ethik, Karma,
2
Geistestraining, Hindernisse, Metta,
Paramita etc.) in drei Bereiche:
•Grundlagen
• kurze Quellentexte
• kleine Praxisübungen für den Alltag
und entsprechende Meditationen
Dieses Buch eignet sich als kontinuierlicher Begleiter für Praktizierende
- ob für zu Hause, unterwegs oder
im Retreat - um innezuhalten und zu
reflektieren, sich in der Begriffswelt
Klarheit zu verschaffen, eine Praxisanweisung zu finden und das eigene
Verständnis zu vertiefen.
Die buddhistische Praxis vermag es,
aus den egoistischen Bestrebungen
herauszuführen und das Bewusstsein
zum Ganzen, zum Gemeinwohl zu lenken. Genau deshalb ist sie ein Weg,
den die Welt, die Menschheit heute
braucht! Und mir war es ein Anliegen
einen idealen Wegweiser hierfür zu
schreiben.
Nachfolgend veröffentlichen wir einen Auszug aus dem Kapitel „Ruhe
und Einsicht durch Meditation“.
Hier werden neben der Methode der
Atembetrachtung und der Erläuterung der Ruhe- und Einsichtsstufen
(Samatha und Vipassana) und der vier
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
V. Ruhe und Einsicht
durch Meditation
GRUNDLAGEN
1. Umgang mit Gedanken
in der Meditation
Beim Umgang mit Gedanken während
der Meditation geht es um einen Perspektivenwechsel: Die eine Perspektive
ist die des Denkers, der davon überzeugt ist, dass alles von ihm Gedachte
unmittelbar zu ihm gehört. Es ist ein
Gefühl völliger Identifikation mit den
Gedankeninhalten wie: „Ich denke
all diese Gedanken“. Es entsteht eine
undurchschaubare Vermischung und
Verwicklung von Gedanken, Emotionen und Gefühlen. Und all das macht
uns als Persönlichkeit aus. Die andere
Perspektive ist die des neutralen Beobachtens: „Ah, da ist ein Gedanke
aufgekommen.“ Ein Gedanke kommt
auf, und dann ist er auch schon vergangen. Das ist alles.
Der Unterschied zwischen „Identifiziert-Sein“ und „mit Abstand betrachten“ ist der zwischen Unfreiheit und
Freiheit. Und diesen Unterschied gilt
es zu erleben, sodass die befreiende
Wirkung mittels des neutralen Beob-
achtens erfahren werden kann. Dieses
Beobachten ist ein sanftes, klares Erkennen ohne Identifikation. „Ah, da
steigen Gedanken auf.“ „Und diese
Gedanken gehen zu Ende.“ Wenn wir
das in dieser Weise betrachten können,
haben wir losgelassen. Losgelassen von
der mentalen Fixierung. Aus der Warte
des neutralen Beobachtens können wir
nun die Aufmerksamkeit dorthin lenken, wo wir sie haben möchten. Wenn
wir zur Ruhe kommen wollen, lenken
wir die Aufmerksamkeit zentriert auf
den Atem.
Die neutrale Beobachterin ist die
Achtsamkeit (Sati). Es wird deutlich,
dass es nicht darum geht, nicht mehr
zu denken oder gar gegen die Gedanken zu kämpfen, sondern die Identifikation zu lösen.
Wenn die Gedanken sehr stark sind
und der Atem ein zu feines Objekt
darstellt für den noch groben Geist,
dann gibt es eine andere Möglichkeit,
die sehr hilfreich ist. Wir lenken die
Achtsamkeit auf ein stärker wahrnehmbares Objekt und untersuchen,
welche Körperempfindungen mit den
Gedanken verbunden sind. Wo befindet sich das stärkste Gefühl? Im
Bauch, Brustbereich, Hals? Wie fühlt es
sich genau an? Vielleicht ein Brennen,
eine Übelkeit, Unruhe, Druck, Enge? Es
können auch Bilder entstehen, die mit
den Gefühlen verbunden sind.
Wir erkennen dann auch, dass mit den
Gedanken eine Unruhe verbunden ist
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
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oder Emotionen wie Wut, Trauer, Ärger, vielleicht aber auch ein dumpfes
Gefühl. Achtsamkeit nimmt wahr: „Ah,
interessant.“ Annehmen und beobachten, wie sich das Gefühl verändert,
ist hier der Königsweg. Was passiert,
wenn z.B. der Ärger verschwunden
ist? Vielleicht wird es still. Vielleicht
kommen weitere Gedanken auf, die
das, was wahrgenommen wurde, bewerten möchten. „Ich sollte nicht so
ärgerlich sein. Ich sollte verzeihen
können.“ Stopp! Zurückkehren zur reinen Beobachterin. Aus der Perspektive
des reinen Beobachtens erkennen wir:
„Ah, da sind Gedanken der Selbstabwertung.“ Und diese führen wir nicht
weiter, sondern lenken die Aufmerksamkeit auf den Atem.
Vor allem auch die Veränderungen
wahrnehmen. Es kann zu einem fluktuierenden Gewahrsein kommen. Der
Geist ist dann geschmeidig, eilt ohne
anzuhaften von Objekt zu Objekt. Dabei ist entscheidend, dass die Achtsamkeit gewahrt bleibt und es nicht
zum diskursiven Denken kommt.
2. Umgang mit schwierigen
Emotionen in der Meditation
und im Alltag
a) Gegenmittel einsetzen
Die Gegenmittel finden wir:
• im Kultivieren der vier höchsten
Emotionen: Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut. Mit4
freude vermag zum Beispiel Ablehnung zu transformieren. Solange
diese Übung sich darauf bezieht,
sukzessive das Herz an diese förderlichen Zustände zu gewöhnen, hält
sie für uns keine großen Fallstricke
bereit.
• Schwierig wird es, wenn wir einen
unheilsamen Geisteszustand mit einem heilsamen zu ersetzen haben.
Das bedarf eines sehr geübten, bereits weitgehend geklärten Geistes,
sodass es zu dieser Umwandlung
kommen kann und nicht zu einem
Verdrängen.
• in der Geduld, die eine intelligente und geschickte Maßnahme bei
Aufregung und Wut ist.
• in der Achtsamkeit bzw. dem reinen Gewahrsein. Achtsamkeit ist in
diesem Fall ein Mittel, um der inneren Unruhe zu begegnen, die aus
einem Mangel entsteht und nicht
anders kann, als sich etwas herbei
zu wünschen, damit der Mangel
nicht spürbar wird. Traditionell
sprechen wir von dem Bewachen
der Sinnestore durch Achtsamkeit,
sodass wir in einem heilsamen Kontakt mit unserem Innenleben bleiben können, auch wenn es unangenehme Gefühle gibt. Wir können
dann tiefer fragen, was wirklich
erfüllend wäre.
• in der Stabilisierung eines ethischmoralischen Lebens, auf der Grund-
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
lage der Erkenntnis, dass wir nichts
folgenlos tun können.
• in der Kontemplation, d.h. einer
meditativen, intuitiven Durchdringung der existenziellen Ursachen
unserer Hindernisse und unseres
Leidens.
b) Annehmen und erforschen
Das bedeutet, annehmen und erforschen eines geistigen Zustandes, der
schon entstanden ist. Annehmen verhindert Verdrängung, Abwehr, Kontrolle und Manipulation.
Der erste Schritt besteht allerdings darin, den folgenden Prozess unmittelbar
zu erkennen: Da ist ein unangenehmes
Gefühl, und es entsteht Ärger. Dann
kommt das Entscheidende: den Ärger
wahrzunehmen und zu erforschen.
Dabei ist es hilfreich, mit der Achtsamkeit auf die Ebene der Körperempfindungen zu gehen. Das heißt, im Körper
nachzuspüren, was geschieht, wenn
Ärger empfunden wird: zum Beispiel
Hitze, Unruhe oder Kontraktionen im
Solarplexus. Wenn uns gelingt, bei
diesen Empfindungen zu bleiben und
sie nicht weiter mit Kommentaren zu
verstärken, werden sie sich verändern.
Wir erkennen, wie vielschichtig ein
emotionaler Prozess sein kann, und
nach und nach wird es ruhiger werden,
sodass wir wieder klar sehen können.
Alle Gedanken und Emotionen sind
vorübergehende Zustände. Das ist sehr
entscheidend für die befreiende Einsicht. Indem wir nicht mehr auf die
Objekte fixiert sind, auf die wir mit
Ablehnung oder Anziehung reagieren, sondern uns die Reaktionen selbst
anschauen, erkennen wir, dass nichts
Angenehmes oder Unangenehmes in
den Objekten enthalten ist, sondern
dass wir das aufgrund unserer körperlich-geistigen Reaktionen hinein
interpretieren.
So können wir eine magische Verzauberung, einen Bann oder eine
Verstörung, die von den Objekten
auszugehen scheint, zu uns nehmen
und die geistigen Reaktionen in ihrer
Flüchtigkeit wahrnehmen. Bleiben wir
hingegen auf das Objekt fixiert, werden sich die unheilsamen Emotionen
durch einen fortlaufenden Gedankenstrom steigern. Betrachtet die Achtsamkeit direkt die Emotion, z.B. Ärger,
löst er sich auf, und es entsteht Raum,
gründlicher zu forschen und zu erkennen, wie schnell eine geistige Trübung
und emotionale Bedrückung entsteht,
wenn den Gedanken gestattet wird,
das Bewusstsein zu überwältigen.
c) Energien nutzen
Hierbei brauchen wir schon eine gewisse Übung, denn es bedeutet, zum
Beispiel die Energien des Neides oder
der Wut konstruktiv für einen neuen Handlungsschritt zu nutzen. Wir
vollziehen einen Perspektivenwechsel.
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
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„Was uns trägt, wenn wir ins Meer
fallen, und es uns ermöglicht, ans Ufer
zu schwimmen, ist das Wasser selbst.“
(Matthieu Ricard: Glück, München
2007, S.184)
PRAXIS
Umgang mit Gedanken
Ziel der Übung ist es, zu erkennen,
dass Gedanken nur Gedanken sind –
fast wie heiße Luft – und dass wir die
Wahl haben, ihnen zu glauben oder
ihnen nicht zu glauben. Wir erkennen, welche Folgen es hat, wenn wir
zu sehr mit den Gedankeninhalten
identifiziert sind.
Halte mehrmals am Tage inne und
nimm deine unmittelbaren Gedanken
wahr.
dazu, dass du zufrieden sein oder
leiden wirst?
• Heilsame Gedanken kannst du weiterführen, unheilsame Gedanken
nicht. Vielleicht brauchst du Mitgefühl mit dir selbst, sodass sich
die Emotionen beruhigen können,
denn die Gedanken bestimmen die
Gefühle. Kannst du das erkennen?
Aus dem Waldkloster Metta Vihara
Ein Paradies auf Erden schaffen
Beitrag
von Bhante
Nyanabodhi
SYLVIA KOLK
Dr. phil., langjährige Schülerin der Ehrw.
Ayya Khema, von ihr 1995 autorisiert, ist
heute eine der bekanntesten deutschen
Dhammalehrerinnen. Ihr Schwerpunkt
liegt in einer lebendigen Verbindung von
Alltags- und Retreat-Praxis. 2004 gründete sie in Hamburg das buddhistische
Stadt-Zentrum Liebe-Kraft-Weisheit.
www.Sylvia-Kolk.de
• Nimm das Denken und die Inhalte
der Gedanken sanft wahr, ohne sie
zu be- oder verurteilen.
• Frage dich, ob das, was du denkst,
real ist. Oder sind es einfach nur
Vorstellungen über die Welt, die
anderen Menschen, dich selbst, die
du dir machst? Sind es Gedanken,
die du so ähnlich schon häufig gedacht hast? Wie viel Frische und
wie viel Wiederholung ist in diesem
Denken?
• Erinnere dich, dass du nicht deine
Gedanken bist. Du hast die Wahl,
sie weiterzuführen oder sie nicht
weiterzuführen. Frage dich: Führt
das Fortsetzen dieser Gedanken
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Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
Geh und sieh selbst
Die Buddha-Lehre
auf den Punkt gebracht
Broschiert, ca. 192 S., 14,00 E
Jhana Verlag im Buddha-Haus
erscheint im September
Wahrscheinlich ist dieser Wunsch –
ein Paradies auf Erden schaffen – in
meiner Kindheit begründet. Wir hatten neben einem kleinen Getränkeherstellungsbetrieb auch einen Nebenerwerbsbauernhof. Es war die
Zeit vor der Flurbereinigung, als die
Wiesen und Wälder noch natürlich
waren, eben noch nicht bereinigt. Als
es noch Blumenwiesen, Teiche, natürliche Hecken und Feldraine gab – Orte
für Insekten, Schmetterling, Frösche
und sonstiges Getier.
Es war eine Welt des Entdeckens,
Erforschens und Erlebens für mich.
Besonders interessant war auch ein
verwilderter Garten am Rande eines
Waldes – „Schrefflers Garten“. Das
war die Welt unserer Kindheit von der
wir uns in Begleitung von Eltern und
Großeltern verzaubern ließen.
Und dann gab es noch das „Härtl“. Es
war „unser“ Wald, und es gab keinen
Baum, den wir nicht erkletterten –
keinen Winkel, den wir nicht kannten.
Und der „Gori“ (Garrenbach) unser
Bach – es gab nichts Schöneres, als mit
kleinen schwimmenden Teilen seinem
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
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gewundenen Lauf zu folgen und ein
zu tauchen in heiteres melodisches
Fließen und Plätschern.
Ein Großteil meines Wirkens im
Kloster ist sicher dieser wunderschönen
Herzenserinnerung zu
verdanken.
Wieder einen Ort zu
schaffen –
ein Paradies
auf Erden – wo uns allein die Anwesenheit verzaubert, natürlich werden
lässt und damit auch heilt. Wo gar
nicht viele Worte notwendig sind,
sondern einfach
SEIN… SEIN im
Hier und Jetzt
unterstützt durch
eine natürliche,
paradiesische
Umgebung.
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Neben den notwendigen Gebäuden
für einen Rückzug, die sich ganz harmonisch in die Landschaft einpassen,
haben wir die letzten Jahre auch
hunderte von
Sträuchern
und Baumen
gepflanzt.
Besonders
beglückend
ist für mich
dabei, dass
mich meine
alten Freunde
aus der VorBuddha-Haus-Zeit, als wir zusammen
als Landschaftsgärtner arbeiteten, bei
diesem wunderbaren Projekt unterstützen.
Aber nicht nur das – auch
im Winterretreat waren sie
als Köche um unser Wohlergehen besorgt. Nicht
umsonst weist der Buddha
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
immer wieder auf den großen Segen
von wahrer Herzensfreundschaft hin.
Auch in diesem Jahr werden wir wieder hunderte Sträucher und kleine und
große Bäume pflanzen. Der Bauer, der
einen Teil unserer Wiesen gepachtet
hat, wird bald in den Ruhestand gehen, sodass nach und nach noch mehr
neue Flächen gestaltet
werden dürfen.
Ich spüre, wie schon
allein bei dem Gedanken und der Vorstellung
mein Herz weit und
freudig wird.
Sträucher und Bäume
– auch wenn sie noch
klein sind, sind nicht
ganz billig. Wir würden
uns deshalb sehr freuen,
wenn ihr uns dabei unterstützt, eine
Kindheitserinnerung wieder wahr werden zu lassen – dabei zu sein:
EIN PARADIES AUF ERDEN SCHAFFEN
Bei Spenden bitte dieses Kennwort
angeben – Danke.
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
9
Metta Vihara
zu Hause in Liebe
Beitrag von
Bhante Pasana
10
Ich bin gern in der Metta Vihara
und bin dankbar, mein Leben als
Hausloser hier verbringen zu können. Für mich war der Begriff des
„hauslosen Lebens“ immer schon
ein magischer. Ein Bild von einem
allein-zufriedenen Wanderer auf
einer fremden staubigen Landstraße. So stellte ich mir als junger Buddhist das Leben eines Mönches vor.
Frei wie ein Vogel sein – und alles
Häusliche weit hinter sich lassen.
Kurz darauf fand ich mich in einem
Waldkloster auf Sri Lanka wieder, erst
in Weiß, als „Upasaka“ (Klosterbesucher), dann in Gelb als „Pandupalasa“
(Ordinationsanwärter) und schließlich
eines Tages in dem Rotbraun einer
Mahagoni-Rinden-gefärbten Robe –
als Mönch.
Darauf folgten allerdings stationäre
Jahre im Kloster, in denen ich die Lehre des Buddha in Theorie und Praxis
besser kennen lernte. Auch galt es,
in einer Klostergemeinschaft mit den
verschiedensten Charakteren in einer
bunt zusammen gewürfelten MönchsSangha gut auszukommen.
So war der erste Teil des „hauslosen Lebens“ ganz anders als erwartet … Bücher
lesen, Gruppenmeditationen, Diskussionsabende über zwischenmenschliche und mönchische Probleme … und
es war gut so.
Durch diese Übung wurde klar, dass
die eigentliche Freiheit nicht in Situationen steckt, sondern in unserem
Umgang mit allem, was auf uns zukommt. So nach dem Motto, das der
Buddha an Sakka, den Deva-König
ausgibt (in der kürzeren Lehrrede über
das Versiegen des Verlangens, Mittlere
Sammlung Sutta 37): sabbe dhamma
nalam abhinivesaya, kein Ding ist es
wert, sich damit zu identifizieren, oder
wörtlich: kein Ding ist es wert, sich
darin heimisch niederzulassen.
Dieses Motto eröffnete uns Mönchen
einen Weg, die Beständigkeit in allem
um uns und in uns zu hinterfragen.
Gleichzeitig blieb ich aber immer auch
meiner Liebe zur Metta-Praxis treu.
Irgendwann wurde dann der Wunsch
nach Zurückgezogenheit und einem
intensiverem Übungsfeld so stark, dass
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
ich mich aus dem Klosterbetrieb verabschiedete und mich als Einsiedler in
die Wälder zurückzog.
In diesem hauslosen Wanderleben verändert sich auch die Bedeutung des
Begriffes „zu Hause Sein“. Durch das
Erleben, nirgends physisch zu Hause zu
sein, gleichzeitig aber offen zu bleiben
für die eigenen menschlichen Bedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit, entsteht ein interessanter Raum
für eine innere Suche. Denn Sicherheit
und Geborgenheit brauchen wir doch
alle, um glücklich und zufrieden zu
sein.
Was ist Sicherheit eigentlich? Ist es
nicht so etwas wie das Gefühl einen
Halt zu haben im Leben? Aber zeigt
uns der Buddha nicht, dass eigentlich
nichts Halt bietet? Vielleicht kommt
wirkliche Sicherheit gerade davon,
dass wir verstehen und auch akzeptieren lernen, dass „kein Ding es wert ist,
sich heimisch darin nieder zu lassen“.
Weil wir dann nicht mehr kämpfen
müssen gegen die Wirklichkeit, sondern von ihr getragen werden.
Und Geborgenheit? Brauchen wir
nicht Wärme und Liebe, um uns geborgen zu fühlen? Wir alle wissen, dass
wir sie brauchen. Aber so lange wir
Liebe von der Welt verlangen um uns
zu wärmen, bleibt unsere Geborgenheit mit Unsicherheit vermischt. Denn
die Welt und alles in ihr folgt dem
Strom der Veränderung. Zum Glück
zeigt uns der Buddha, dass wir durch
Übung lernen können, wie wir selbst
allen Wesen Liebe geben und so eine
Quelle der Wärme in unserem Inneren
entdecken können.
Besonders spannend finde ich, dass wir
uns hin zur Sicherheit und Geborgenheit üben können. Das heißt, ich muss
damit nicht auf die Welt kommen oder
es muss mir nicht von außen in den
Schoß fallen.
Wir selbst können uns dafür einsetzen,
diesen Weg zum „inneren Zuhause“ zu
gehen. Es ist ganz praktisch. Und wir
können lernen, welche äußeren Umstände zuträglich sind, um diesen Weg
klarer zu sehen und besser zu gehen.
Es ist eine wichtige Aufgabe unserer
Weisheit, zu sehen, was unsere Übung
unterstützt und was ihr nicht gut tut.
So habe ich z.B. das Gefühl, in unserer Metta Vihara zu leben unterstützt
viele wichtige Aspekte auf meinem
Weg. Und ich bin mir sicher, dass es
vielen von euch ähnlich geht. Das
heißt, glaube ich, nicht, dass wir denken sollten, nur wenn ich in der Metta
Vihara bin, kann ich wirklich den Weg
gehen. Ganz im Gegenteil. An einem
Ort wie hier können wir alle lernen, wo
unser eigentliches Zuhause ist.
Da wo wir nicht mehr heimisch werden müssen. Da wo wir Wärme auch
verschenken und nicht verlangen.
… übrigens, Metta Vihara heißt eigentlich ja zu Hause in Liebe. Danke.
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
11
Und außerdem ...
Ein besonderer Besuch an einem besonderen Tag
Die Mönche laden ein zur
VASSA FEIER
Eintritt in die Regenzeit-Klausur
Fest zum Vassa-Beginn
Sonntag, den 05. Juli, ab 10.00 Uhr in der Metta Vihara
Wie es der Zufall so will
– ich weiß, es gibt keine
Zufälle – hatten wir am
4. und 5. Mai hochehrenwerten Besuch von einem
sehr angesehenen thailändischen Mönch – Ajahn
Bunmee, in Begleitung
von Ajahn Aek und Ajahn
Kantodhammo.
KATHINA FEIER
Abschluss der Regenzeit-Klausur
Fest zum Vassa-Ende
Sonntag, den 11. Oktober, ab 10.00 Uhr in der Metta Vihara
Ja und eben am 5. Mai vor
20 Jahren hatten wir die
Metta Vihara, die damalige
Gaststätte „Vohwinkel“ in
einer unvergesslichen Aktion ersteigert.
Wir konnten voller Freude
und Stolz zeigen, zu was
für einem wunderbaren
Ort sich die Metta Vihara
in den letzten 20 Jahren
entwickelt hat.
Lächelnd den Gast lädt
‚Buddha, der Erblühte‘
ins Fliederparadies ...
HAIKU von Mex Hartmann
12
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
13
Aus dem Buddha-Haus
Aktuell ist Alltag
Beitrag von
Andrea Burger
14
Was gibt es neues im Buddha-Haus?
Aktuell ist dieses Jahr bisher der „Alltag“ dominierend. Keine großen Feiern, keine großen Umbaumaßnahmen,
keine großen personellen Umbrüche.
Alles ein bisschen kleiner und „business as usual“.
Begonnen hat dieses Jahr mit einem
Meter Neuschnee, der fast schon über
Nacht kam und unseren beiden Sylvesterkurs-Gästen in den Kutis ordentlich
viel Schnee zum Schippen vor die Türe
legte. Und die beiden jungen Männer
haben dann auch ein wunderbares
System von Gängen rund um das
Buddha-Haus gebuddelt. Aber - und
hier ist die Vergänglichkeit wieder be-
sonders eindrucksvoll zu betrachten –
kaum hatten sie die Gänge fertig, kam
der Regen und ehe der Kurs vorbei war,
war die weiße Pracht dahin.
Nach dem Sylversterkurs begann die
jährliche Winterpause – die Zeit der
Handwerker: Klempner, Elektriker,
Schreiner und unsere Lieselotte waren fleißig am Schrauben, Schleifen
und Reinigen und so wurde das kleine
Damen Bad im ersten Stock komplett
neu saniert und auch für das Büro gab
es einen neuen praktischen Schiebetüren – Schrank, damit auch all die
Ordner von unserem umfangreichen
und stetig wachsenden Buddha-HausGesamtprojekt Platz finden.
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
Rosi, unsere Köchin und Uta mussten aus
Platzgründen ins Büro ausweichen.
Und wie immer gab es eine, vor allem
für die gute Lieselotte nervenaufreibende Punktlandung. Exakt zum Beginn des ersten Kurses war die letze
Schraube drin – durchatmen, Lieselotte!
Pünktlich zum Faschingskurs landete
auch Uta Baunach im Buddha-Haus
und so kann unser kleines Team endlich wieder vollbesetzt agieren. Mit
Uta haben wir eine wunderbare Verstärkung für das erste Halbjahr gefunden. Leider kann sie nur bis August
bleiben, weshalb aktuell bereits die
Suche nach einer oder einem Nachfolger in vollem Gange ist.
Die Kurse sind derzeit gut nachgefragt, worüber wir uns sehr freuen
und auch die sommerliche Teilnehmerflaute vom letzten Jahr scheint
sich dieses Jahr glücklicherweise nicht
zu wiederholen. Wir freuen uns sehr
über das Interesse an unseren Kursen
und all unseren Gästen von Herzen ein
großes Dankeschön für ihre teilweise
langjährige Treue zum Buddha-Haus.
Neben unseren bewährten Kursleitern
wird dieses Jahr auch Leigh Brasington
aus den USA wieder zu Gast im Buddha-Haus sein und Ende des Jahres
gibt es noch ein besonderes Wiedersehen – nach zehn Jahren Abstinenz
wird Dorothea Galuska wieder einen
Kurs im Buddha-Haus leiten. Dorothea war bereits zu den Anfangszeiten
des Buddha-Hauses mit „im Boot“, als
Gründungsmitglied und einige Jahre als 2. Vorsitzende. Mit noch nicht
einmal 30 wurde sie von Ayya Khema
zum Lehren autorisiert und wir freuen uns, dass sie im Dezember wieder
als Dhammalehrerin ins Buddha-Haus
zurückkehren wird.
Und ein anderer „Specialguest“ war
bereits im März bei uns – Sayalay Dipankara aus Myanmar.
Die meisten unserer wunderbaren
Dhammalehrer sind westlich und
weltlich. Und so ist für uns die Begegnung mit ordinierten Lehrern aus
dem fernen Osten doch immer auch
ein bisschen besonders.
Doch meist bleibt gar nicht so viel Zeit.
Sayalay, im asiatischen Raum eine der
berühmtesten buddhistischen Dhammalehrerinnen und gewohnt dort Kurse mit bis zu 180 Personen zu leiten,
flog nur für dieses verhältnismäßig
kleine Retreat im gerade mal gut 30
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
15
Ankunftsschwung durchs Oberallgäu,
bei dem die winterlichen Fortbewegungsmittel kurz angetestet wurden,
ehe es zu Bhante Nyanabodhi in die
Metta Vihara ging. Dort wurden an
diesem Tag zu Ehren für unseren weitgereisten Gast die Buddha-Reliquien
in der Pagode herabgelassen, denn
einen Teil davon haben wir letztes
Jahr von Sayalay für die Pagode im
Waldkloster bekommen. Nach einer
kurzen Meditation zeigte Nyanabodhi
ein paar Bilder von der Feier und nachdem Sayalay von den beiden Mönchen
Leute fassenden Buddha-Haus von
mit schneesicherem Schuhwerk ausMyanmar nach Deutschland – und
gestattet wurde, war es schon wieder
dann auch gleich wieder zurück.
Zeit zum Aufbruch, denn schließlich
So reichte die freie Zeit gerade einmal
wartete ein 8-Tage-Retreat im vollen
für ein Begrüßungs-Frühstück in TürBuddha-Haus.
kenfeld mit diesen leckeren „german
Die Zeit mit Sayalay war wieder einmal
Prezeln„ und einem langgezogenen
wunderschön und wir sind sehr dankbar, dass sie nächstes Jahr die weite
Reise wieder auf
sich nehmen wird,
um im BuddhaHaus einen Kurs
zu geben. Und so
gab es dann auf
ihre immer wiederkehrende Frage
„Are you happy?“
– ein ganz klares
„Yes!“
Aber jetzt freuen
wir uns erstmal
auf die vielen BeBhante Nyanabodhi, Sayalay Dipankara und Bhante Pasana
16
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
gegnungen, die dieses Jahr noch mit
sich bringt und besonders „happy“
sind wir, dass das Treffen der „AyyaKhema-LehrerInnen“ heuer im Buddha-Haus stattfinden wird. Wir vom
Team haben schon eine Menge Pläne
geschmiedet, was wir unseren Lehrern
alles Gutes tun, Schönes zeigen und
welch irdische Höhen wir erklimmen
werden – allein es wird wohl, wie
meist, die Zeit dafür fehlen.
Aber davon mehr im nächsten Mitteilungsblatt 
Euch allen eine gute Zeit!
Wir brauchen eure Mithilfe
Für die „Renovierung“ unseres Internet-Shops brauchen wir die Unterstützung eines Internet Grafikers.
Kenntnisse bei der Erstellung von
Templates sind hierfür erforderlich.
Wenn ihr uns dabei helfen könnt
und möchtet, meldet euch bitte im
Buddha-Haus – danke!!
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
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Aktuelles vom Jhana Verlag
25 Jahre ... und ein bisschen stolz
25 Jahre
JhanaVerlag
Der Jhana Verlag wurde ein Jahr nach
der Gründung des Buddha-Haus von
Ayya Khema ins Leben gerufen. Ayya,
die bereits Bücher in anderen großen
Verlagen veröffentlicht hatte, entschloss sich dazu, um buddhistische
Schriften und wichtige Texte aus dem
Theravada zu veröffentlichen. Daneben erschienen zahlreiche Werke von
Ayya Khema selbst.
Zu der Zeit tippte Ayya Khema die
Manuskripte eigenhändig auf ihrer
Schreibmaschine. Bhante Nyanabodhi,
damals noch Roland Wildgruber, entwarf die ersten Cover und Heinz Roiger übernahm zu Beginn die Leitung
des Verlags. Das hieß, die Bücher für
den Buchhandel anzumelden und Be18
stellungen auszuliefern – ein Arbeitsaufwand, den man sich heute kaum
mehr vorstellen kann. Als Traudel Reiß
hinzustieß, übernahm sie nicht nur
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
das Setzen und Redigieren der Bücher,
sondern sie organisierte auch die dringend benötigte Auslieferungsfirma
und Verlagsvertreter. Traudel unterstützt den Verlag bis heute und leistet uns als Expertin für buddhistische
Literatur wertvolle Dienste.
Mit dem immer größer werdenden
Bekanntheitsgrad von Ayya Khema
durch die Medien und zahlreichen Meditationskursen in den 90ern wuchs
auch die Nachfrage nach ihren Büchern. Und dank Ayya Khemas besonderer Fähigkeit, die buddhistische
Lehre und Meditation tiefgründig und
gleichzeitig so klar und verständlich zu
vermitteln, hält das Interesse an ihren
Werken bis heute an. Und seit letztem
Jahr sind die ersten Ayya Khema Bücher auch als e-books erhältlich.
Im Jahr 2002 übernahm Claudia Wildgruber die Leitung des Jhana Verlags.
Mit viel Herz und großem Engagement
kümmert sie sich um alle Belange des
Verlages. Von der Idee über die Produktion bis zum Vertrieb begleitet sie
alle Bücher, CDs und DVDs. Inzwischen
ist der Jhana Verlag mit seinem klaren
Verlagsprogramm längst eine bewährte Konstante in der buddhistischen
Verlagsszene.
2013 konnte auch endlich unser langgehegter Wunsch, Werke von den
Nachfolgern Ayya Khemas in unserem
Haus zu publizieren, mit einem Buch
von Wilfried Reuter realisiert werden.
Seitdem schmückt sein Der Tod ist
ganz ungefährlich inmitten der Ayya
Khema Klassiker die Bestsellerliste unseres Verlages.
Und schon dieses Jahr werden wir ein
ganz besonderes und einzigartiges
Arbeitsbuch, geschrieben von Sylvia
Kolk, herausgeben. Geh und sieh selbst
- bringt die Buddha-Lehre tatsächlich auf den Punkt und ist für jeden
Praktizierenden egal ob Anfänger oder
Fortgeschrittenem ein wertvoller und
unverzichtbarer Begleiter auf dem
buddhistischen Weg.
Und aller guten Dinge sind drei: eine
Übersetzung von Leigh Brasington,
dem bekannten amerikanischen Meditationslehrer und ehemals engem
Schüler Ayya Khema‘s, ist ebenfalls für
das nächste Jahr in Planung.
Aber jetzt freuen wir uns erst einmal
sehr, dass im Jubiläumsjahr eines der
bekanntesten Bücher von Ayya in unserem Verlagsprogramm aufgenommen werden kann: Sei dir selbst eine
Insel – ist einer ihrer hochgeschätzten
Klassiker und war und ist für viele der
„Türöffner“ zur Meditation und zum
Buddhismus.
Ja, man kann ruhig behaupten dem
Verlag geht es gut und wir blicken
positiv in die Zukunft.
Wir freuen uns sehr darüber!
Und Ayya? – Es hätte ihr gefallen 
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
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Einen
schönen
Sommer,
wünsche ich
euch allen
im Namen
des BuddhaHaus-Teams,
Charlie 
Das Buddha-Haus München wird renoviert
Aktuelles vom Hilfsprojekt
Liebe Freunde des Buddha-Haus München,
Mahabodhi International Meditation Centre in Ladakh/Indien
nach 21 Jahren des Bestehens und
nahezu täglicher Benutzung möchten
wir unser Zentrum in diesem Sommer
renovieren. Unter dem Motto „wie
Innen, so Außen“ werden wir unsere
Überschüsse in praktische Erneuerungen und natürlich auch Verschönerungen im Rahmen zwischen 25.000 und
45.000 Euro investieren.
Auf unserem Spendenplakat, das ihr auf:
www.buddhahaus-muenchen.de
anklicken könnt, haben wir zusammengestellt, was gemacht werden
muss und soll. Aufgrund der hohen
Kosten bitten wir um eine Herzensgabe, eine Spende, die helfen soll,
dass unser Haus auch in Zukunft ein
so schöner Platz der Begegnung, der
Freundschaft und des Austausches ist.
Jede kleine und große Spende aus dem
Herzen ist willkommen. Am letzten
Septemberwochenende werden wir
wohl ein schönes Einweihungsfest
feiern können.
Und noch etwas Schönes für euren
Terminkalender: Ein Ausflug zur Metta
Vihara mit Wandertag in den Allgäuer
Höhen am Sonntag, den 28. Juni.
Spendenkonto:
Empfänger: Buddha-Haus München
IBAN: DE45 7015 0000 0058 1003 22
BLZ: 701 500 00
Stadtsparkasse München
Stichwort: „Umgestaltung BHM“
„Sich begegnen und Freude bereiten ...“
Liebe Paten und Freunde von Mahabodhi in Ladakh,
„Einen Augen-Blick bitte“...damit
meinen wir nicht die kurze Zeitspanne
eines Augenblicks, wir meinen damit
den „Augen-Blick“. Denn in diesem
Augen-Blick liebender Aufmerksamkeit sind wahre Begegnungen möglich.
Seit zehn Jahren sind wir nun die Ansprechpartner für Mahabodhi in Ladakh und in diesen zehn Jahren haben
wir viele solcher „Augen-Blicke“ und
Begegnungen erleben dürfen.
Wir freuen uns schon auf unseren
diesjährigen Besuch und das Wiedersehen mit den Kindern der Mahabodhi-Schulen, den Bewohnern des Altenheimes und allen unseren Freunden
in Devachan.
Jeder dieser Besuche und die Begegnungen mit den Menschen des Mahabodhi-Zentrums öffnen die Herzen
und dies ist eine Erfahrung, die wir mit
vielen anderen Besuchern des Zentrums teilen.
Es ist uns eine große Freude mitzuerleben, wie Ihr als Paten den Kindern
„Spirituelles Wachstum ... dazu sind wir auf der Welt.
Sollte sich je einmal jemand darüber den Kopf zerbrochen haben,
wozu wir eigentlich auf der Welt sind,
da die Welt doch „ein Jammertal“ ist,
dann ist das die Antwort.
Spirituelles Wachstum, um herauszuwachsen
aus den emotionalen, mentalen und spirituellen Kinderschuhen
und einmal so reifen, dass die eigene Reife für uns selbst hilfreich ist,
aber natürlich auch für andere ...“
Ayya Khema
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Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
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unterstützend zur Seite steht, bis sie
in der Lage sind, ihr Leben selbst in
die Hand zu nehmen. Bedenkt man,
dass diese Kinder eines Tages die Zukunft Ladakhs mitgestalten werden,
eröffnet sich neben der unmittelbaren
Unterstützung, auch die langfristige
Bedeutung der ganzheitlichen buddhistischen Bildung und Erziehung in
den Mahabodhi-Schulen.
Es sind aber nicht nur die Begegnung
mit den Kindern des Zentrums, die
berühren - denn wer die Atmosphäre
des Mahabodhi-Altenheimes erlebt,
hat erfahren können, wie groß das Geschenk für die Bewohner ist, dort ohne
materielle Sorgen in familiärer Umgebung den Lebensabend verbringen zu
können. Denn für diese Menschen, die
oftmals keine Familienangehörigen
mehr haben, die für sie sorgen können
und es in Ladakh auch keinen staatlichen Sozialversicherungsschutz gibt,
ist das „Old-Age-Home“ ein Ort wirklicher Geborgenheit und des Friedens.
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Während der letzten zehn Jahre, in
denen wir die Entwicklung bei Mahabodhi miterlebt haben, wurde vieles
angeschaffen.
Die Mitarbeiter des Zentrums, wie z.B.
die Rektorin der Schule Mrs. Tsewang
Dolma oder die Betreuerin des Altenheimes Mrs. Lhamo sind sehr engagiert
und sind Euch für die Hilfe, die ihnen
durch Euch zuteil wird, von ganzem
Herzen dankbar.
Es gibt noch vieles zu tun
und unser großes Anliegen ist es, die Bedingungen für die Kinder in den
Schulen und Internaten,
für die Bewohner des Altenheimes, für die Lehrer und die Angestellten
kontinuierlich weiter zu
verbessern.
Viele Anregungen dazu
teilen uns auch Volontäre mit, die für
mehrere Monate z.B. in den Schulen mitgearbeitet haben. Aber auch
der ständige Austausch mit Bhante
Sanghasena und den Mitarbeitern des
Zentrums tragen dazu bei, dieses Ziel
zu erreichen.
Ganz herzlich danken wir an dieser
Stelle auch all den lieben Menschen,
die durch Aktionen auf Weihnachtsmärkten, durch Konzerte, eigene Vorträge über ihre Zeit in Ladakh und
auch uns zu Vorträgen eingeladen
haben um dadurch Spenden für Mahabodhi zu sammeln.
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
Sicherlich redet man nicht gerne vom
Geld, doch sind auch in Indien die
Preise für Baumaterialen, Lebensmittel
etc. deutlich angestiegen, und der zur
Zeit niedrigere Wechselkurs sind Themen die berücksichtigt werden müssen. Trotz dieser äußeren Umstände
freut es uns ganz besonders, dass in
diesem Jahr:
• für das Mädchen Internat ein
neuer Schlafsaal mit Bädern und
Toilette.
• für die Residential-School, der
Sportplatz, ein Speisesaal und
dringend notwendige Renovierungsarbeiten in den Klassenzimmern.
• für die Schule in Bodhkharbu eine
Unterkunftsmöglichkeit für Lehrer
• für das Altenheim ein Raum für
pflegebedürftige und sterbende
Bewohner geplant werden kann.
• für die Schule in Tingmosgang das
„Lunchprojekt“ für die Schüler ein
weiteres Jahr gesichert ist.
• und auch für die Studenten in
Chandigarh und Jammu die Ausbildung für ein weiteres Jahr finanziert werden kann.
Besonders für die Schulen und Internate sind für die nahe Zukunft noch
weitere Mittel notwendig.
Im Februar dieses Jahres hat für sechs
junge Mönche der Jetavana-Monastry
ein neuer und wichtiger Lebensabschnitt begonnen. Sie sind in Burma,
um an der „Sitagu International Buddhist Academy in Sagaing“ ihre monastische Ausbildung fortzusetzen.
An dieser Stelle ein herzliches „Julley“
aus Burma.
Nach unserem Besuch in Ladakh, werden wir Euch wieder ausführlich über
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35
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unseren Aufenthalt und unsere Erfahrungen berichten.
Mit einem
herzlichen
„Julley“ 
Danke und
liebe Grüße,
Helga und
Gerhard
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Mahabodhi ist für die Kinder und für
die „Abile“ und „Memele“ des Altenheimes – Schule, Zuhause und Zukunft. Wir danken Euch im Namen
aller bei Mahabodhi, für Eure Verbundenheit und offenen Herzen.
Denn Eure Spenden ermöglichen Mahabodhi die Arbeit fortzuführen und
weiter zu verbessern - und so seid Ihr
gute Freunde und wichtige Wegbegleiter für die Kinder der Mahabodhi-Schulen und den Bewohnern des
Altenheimes.
Dringend werden noch Paten für die
Kinder in den Mahabodhi-Schulen,
Unterstützer für die Mahabodhi-Studenten und Spenden für den Ausbau
des Zentrums benötigt.
Informationen zu Mahabodhi und
Ladakh findet Ihr auf:
www.buddha-haus.de/Hilfsprojekt
Gerne stehen wir auch persönlich für
Fragen und Informationen zur Verfügung.
Kontaktadresse:
Helga Weinmann-Adam
und Gerhard Adam
Ottacker 18, 87477 Sulzberg
Tel. 08376 / 8498
Fax 08376 / 976431
e-mail: [email protected]
Spendenkonto:
Buddha-Haus e.V.
Hypo-Vereinsbank Kempten
IBAN: DE48733 200 73669034 6832
BIC: HYVEDEMM428
Stichwort: Ladakh
Buddha-Haus Dhamma-Rundbrief • Nr. 35