WERTvoll engagiert - AWO Sachsen

Das Journal der AWO Sachsen-Anhalt
Ausgabe 1 / 2015
www.awo-sachsenanhalt.de
Mit großem Ratgeberteil und Mitmachangeboten
WERTvoll engagiert
Aus dem Inhalt:
Die AWO Engagementkampagne 2015
25 Jahre
AWO Sachsen-Anhalt
AWO gegen Rassismus
Spaziergänger, Plaudertaschen,
Klugscheißer, Fitmacher, Kinderrechtler und Lebenskünstler gesucht
Landesweite Veranstaltungen und
Aktionen rund um die AWO Aktionswoche vom 13. - 21. Juni 2015
Wir sagen NEIN zu Rassismus,
Nationalismus und Diskriminierung
von Flüchtlingen
AWO I AKTUELL: EDITORIAL
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe AWO Freundinnen und Freunde,
in diesem Jahr feiert die Arbeiterwohlfahrt in Sachsen-Anhalt ihren 25. Geburtstag. Feiert mit. Über das Jahr verteilt finden verschiedene Veranstaltungen statt. Zahlreiche Einrichtungen von der Kita über Beratungsstellen bis zum Seniorenwohnheim öffnen ihre Türen.
Quer durchs Land planen wir ein buntes und vielfältiges Programm. Höhepunkt ist unsere
AWO Aktionswoche vom 13. bis 21. Juni. Einen Überblick gibt es im Mittelteil dieses Heftes.
wir freuen uns sehr auf gemeinsame Tage.
Die AWO möchte sich als offenes Haus für alle Menschen präsentieren, in dem alle Menschen herzlich willkommen sind. Wir wollen aber nicht nur über Solidarität und Willkommenskultur reden, sondern vor Ort mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln aktiv sein. In
dieser Ausgabe stellen wir einige ganz konkrete Projekte und Aktionen vor.
Unsere Botschaft ist ganz klar: Wer Ressentiments gegen Flüchtlinge schürt, hat die Bedeutung des Mauerfalls vor 25 Jahren nicht verstanden und wenn wir unsere Zukunft gestalten
wollen, geht dies nicht ohne Menschen, die in Sachsen-Anhalt eine Chance suchen und
erhalten müssen.
Petra Grimm-Benne
AWO Landesvorsitzende Wolfgang Schuth
AWO Landesgeschäftsführer
In dieser Ausgabe:
25 JAHRE AWO | AKTUELL: STANDPUNKT
Ein bisschen „Pegida“ ist überall . ................................................. 3
25 JAHRE AWO I VERANSTALTUNGSKALENDER 2015 ...10
25 JAHRE AWO I VERBAND MIT WERTEN
25 JAHRE AWO I MITMACHEN
AWO gegen Rassismus .................................................................12
Die AWO Engagementkampagne 2015 ..................................... 4
Annemarie Götz – AWO Ortsverein Wittenberg .......................13
AWO Engagementberatung: Ehrenamtliche
Alltagslotsen für Flüchtlingsfamilien in Wittenberg....................... 5
AWO Engagementberatung: Jugendpartizipation –
Auf Spurensuche für historischen Stadtplan . ...............................14
AWO Geschichte spezial: Nomi Rubel . ......................................15
Frühstück? Aber nicht vor 14 Uhr!.................................................. 5
25 JAHRE AWO I PFLEGE & GESUNDHEIT
Projekte aus der Mitmach-Datenbank der
Fachvortrag Kopfschmerz und Migräne ......................................16
AWO Ehrenamtsakademie stellen sich vor................................... 6
Ratgeber zur Sterbebegleitung ..................................................... 17
AWO Kreativwettbewerb „Visionäre mit Herz“............................ 7
25 JAHRE AWO I JUGEND & FAMILIE
25 JAHRE AWO I SCHWERPUNKT WILLKOMMENSKULTUR
Aktion “Zuckertüte” in Halle...........................................................18
Pro Chance – SPI startet Projekt für bessere
Kinder und Jugendtelefon in Trägerschaft
Integration von Roma-Kindern........................................................ 8
des AWO Kreisverband Magdeburg e.V ....................................18
Aktive Mitbestimmung auch für MigrantInnen.............................. 8
Ausbildung bei der AWO – jetzt bewerben . ..............................19
Chinesische Pflegekräfte bei der AWO in Sachsen-Anhalt......... 9
Impressum
2
Herausgeber:
V.i.S.d.P.: Redaktion:
AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Klausenerstraße 17 • 39112 Magdeburg
Wolfgang Schuth, Landesgeschäftsführer
Cathleen Paech, Pressesprecherin
E-Mail: [email protected]
Fotoquellen: AWO Sachsen-Anhalt, fotolia.de
Redaktionsteam: Kerstin Berger, Tom Bruchholz, Malte Frye, Marion
Heese, Barbara Höckmann, Gabriele Kern, Katharina
Lipskoch, Petra Sperling, Elias Steger, Petra Weber,
Sarah Zschernitz, Carsta Müller
Um die Lesbarkeit nicht einzuschränken, wird im Journal auf die Schreibweise des großen Binnen-I sowie teilweise auf Doppelnennungen verzichtet. Die AWO bekennt sich jedoch ausdrücklich zum Ansatz des
Gender-Mainstream.
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I AKTUELL: STANDPUNKT
Ein bisschen „Pegida“ ist überall
Seit Wochen demonstrieren in Dresden, aber auch in anderen Städten in unserer Republik Menschen für den „Erhalt und den Schutz unserer christlich-(jüdisch) geprägten
Abendlandkultur“ (so die Forderungen auf Flugblättern
vom November 2014 in Dresden).
Neben der amorphen, unbegründeten Angst vor „Überfremdung“ zeigt sich an diesen Demonstrationen vor
allem, wie stark, selbst 70 Jahre nach dem Naziterror,
Ausländerfeindlichkeit in unserer demokratischen Gesellschaft immer noch verankert ist. Ohne mit dem Zeigefinger
auf andere zu zeigen: Sind wir, also jeder einzelne von
uns, egal ob Mitarbeiter, Mitglied oder Ehrenamtlicher, zu
100 % davor gefeit, in Ressentiments, z. B. gegen Roma,
Juden oder Schwarzafrikaner zu verfallen?
Als Verband, der sich als tolerant und solidarisch versteht,
der seinen Auftrag als Wohlfahrtsverband ernst nimmt,
anwaltlich Position für Benachteiligte zu ergreifen, der
kann und darf die „Pegida“-Parolen nicht unkommentiert
lassen.
GEGEN
RASSISMUS!
Wir in Halle sollten nicht so tun, als ob das Problem „Pegida“, nur weil es bislang noch keine Demo vor Ort gegeben hat, nicht existiert. Die rassistischen Übergriffe und
Demonstrationen im Stadtteil Silberhöhe gegen Sinti und Roma oder, wie zuletzt, der Aufruf eines Nazis im Internet
gegen die Nutzung von Wohneinheiten auf der Trahkener Straße in Halle-Neustadt als Unterkunft für Bürgerkriegsflüchtlinge, zeigen, dass Wachsamkeit geboten ist. Gerade auch, weil wir mit Einrichtungen direkt auf der Trahkener
Straße vertreten sind.
Vordergründig und plakativ als „Gutbürger“ gegen Salafismus und Islamischen Staat (IS) zu Felde zu ziehen, das
christliche Abendland zu verteidigen und öffentliche Kritik als „Lügenpresse“ zu diffamieren, ist das Eine. Dahinter
eint sich allerdings ein (kultur-)rassistisch motivierter Hass gegen den Islam, ein chauvinistischer Nationalismus und die
Abwertung von Flüchtlingen und anderen Menschen, die als “fremd“ wahrgenommen werden.
Wir, die AWO, heißen alle Menschen willkommen, die
vor politischer oder religiöser Verfolgung, vor
Diskriminierungen, vor Hunger, Armut oder aus anderen
Gründen aus ihrer Heimat geflohen sind!
Wir sagen nein zu (antimuslimischem) Rassismus,
Nationalismus und der Diskriminierung von Flüchtlingen,
aber auch zu religiösem Fundamentalismus – egal ob er
sich christlich, islamisch oder anders nennt!
Wir wollen aber nicht nur über Solidarität reden, sondern vor Ort mit den uns zur Verfügung stehenden
Mitteln aktiv werden um zu sagen: „Pegida“ ist eben doch nicht überall!
Barbara Höckmann, Vorsitzende des AWO-Regionalverbands Halle-Merseburg e.V.
3
25 JAHRE AWO I MITMACHEN
Die AWO Engagementkampagne 2015
Spaziergänger, Plaudertaschen, Klugscheißer, Fitmacher,
Kinderrechtler und Lebenskünstler gesucht:
Unter dem Motto „Kleine Taten, große Wirkung – Mitmachen in der AWO Sachsen-Anhalt“ laden wir in ganz
Sachsen-Anhalt dazu ein, Zeit für gute Taten zu verschenken. Mitmachen, etwas Gutes tun und dabei neue Menschen kennenzulernen ist in der AWO ganz einfach.
Ob in Dessau, Magdeburg, Stendal, Quedlinburg, Halle,
Bitterfeld, Sangerhausen, Wittenberg oder Köthen: In unserer Mitmachmachdatenbank unter
Schaut einfach vorbei und sucht nach Möglichkeiten in
eurer Region!
Die AWO Ehrenamtsakademie vermittelt ehrenamtlich Interessierte direkt und unkompliziert weiter und steht allen
Aktiven auch danach mit persönlicher Beratung, Betreuung und Fortbildungsmöglichkeiten zur Seite. Mit kleinen
Taten erzielen wir so gemeinsam eine große Wirkung!
http://mitmachen.awo-sachsenanhalt.de
können Ehrenamtliche oder die, die es werden möchten,
in ganz Sachsen-Anhalt nach individuellem Interesse und
Zeitbudget eine ehrenamtliche Tätigkeit für sich finden.
Die Mitmach-Möglichkeiten in der AWO Sachsen-Anhalt
sind vielfältig und von Ort zu Ort unterschiedlich. Ob als
„Spaziergänger“ in Besuchs- und Begleitdiensten für
Senioren und Seniorinnen, als „Plaudertasche“ in einem
Lesezirkel, „Klugscheißer“ in der Hausaufgabenhilfe,
„Fitmacher“ in AWO-Begegnungsstätten oder als „Kinderrechtler“ in einer Kita, einem Kinder- und Jugendheim oder Jugendzentrum der AWO: Mitstreiterinnen
und Mitstreiter werden überall gesucht! Ehrenamtliche
„Lebenskünstler“ können sich in Projekten der Umweltbildung und Demokratieförderung, als Alltagslotse für
Flüchtlinge, bei der Organisation von Familienfesten, in
Selbsthilfegruppen oder in einem der zahlreichen AWO
Ortsvereine engagieren. In der Mitmach-Datenbank findet sich für fast alle Interessen das passende Angebot.
4
Unter dem Motto „AWO gibt Euch Stoff für Demokratie“ setzte die
AWO Sachsen-Anhalt im Januar auf der 7. Meile der Demokratie in
Magdeburg ein Zeichen für Weltoffenheit und gegen die Vereinnahmung der Erinnerung an die Zerstörung Magdeburgs am 16.01.1945
durch die Nazis. Mit den unterschiedlichsten Projekten engagieren
sich Haupt- und Ehrenamtliche im Verband für eine demokratische
und tolerante Gesellschaft. Informationen dazu gab es im Pavillon
und am Aktionsstand der AWO.
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I MITMACHEN
AWO Engagementberatung
Update 1: Ehrenamtliche Alltagslotsen für Flüchtlingsfamilien in Wittenberg
Positive Resonanz zeigte der Aufruf in unserer
letzten Zeitung. Einige Interessierte haben
Kontakt zur Beratungsstelle für Ausländer,
Flüchtlinge und Spätaussiedler aufgenommen. Zwei Alltagslotsen haben bereits die
„Patenschaft“ über zwei syrische Familien
übernommen. Nach einem ersten Kennenlernen und gegenseitigem „Beschnuppern“
stehen sie nun seit einigen Wochen in regelmäßigem Kontakt und freuen sich über die
gemeinsame Zeit, ob bei gemeinsamen Aktivitäten, Kontaktaufnahme zu Freizeitmöglichkeiten oder kleinen Hilfen.
Aber gern können sich noch weitere
Interessenten, die die Arbeit der Beratungsstelle als ehrenamtlicher Alltagslotse unterstützen möchten, persönlich, telefonisch oder per E-Mail melden unter:
Beratungsstelle für Ausländer, Flüchtlinge und Spätaussiedler
Lerchenbergstraße 67 • 06886 Wittenberg
Telefon: 03491 / 8771084
[email protected]
Ansprechpartnerin: Jessica Wolf
Update 2: Jugendpartizipation – Frühstück? Aber nicht vor 14 Uhr!
Neues gibt es auch vom Engagementprojekt „Beteiligung
junger Menschen“, das der AWO Kreisverband Harz
e.V. und das Landesjugendwerk der AWO SachsenAnhalt e.V. in Angriff nehmen wollten. Sarah Zschernitz
berichtet:
Wenn man junge Menschen fragt, was Sie an ihrer eigenen Stadt stört, kommen meistens Aussagen wie: „Hier ist
nix los!“ oder „Hier gibt es nur Touristen!“ oder auch mal
„Es gibt ein Pflegeheim nach dem Anderem – aber nichts
für Jugendliche!“ Und wenn man dann den gleichen jungen Menschen fragt, was er ändern würde, dann heißt
es: „Ich möchte mal gefragt werden, was ICH will!“
Genau das haben wir uns auf die Fahne geschrieben:
Junge Menschen zu fragen, was Sie denn eigentlich von
ihrer eigenen Stadt wollen. Wir – das sind Stefan Helmholz (Dachverein Reichenstraße e.V.), Elke Selke (Landkreis Harz), Dirk Michelmann (Landkreis Harz), Prof. Dr.
Rainer O. Neugebauer (Hochschule Harz), Tom Bruchholz (Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.),
Kai-Gerrit Bädje (AWO Kreisverband Harz e.V.) und
Sarah Zschernitz (AWO Kreisverband Harz e.V./AWO
Ortsverein Quedlinburg).
Um unsere Fragen zu stellen, müssen wir erst einmal ins
Gespräch kommen. Dazu haben wir jeden interessierten,
jungen Menschen zu einem vegetarischen Nachmittags-
frühstück am 14. Februar 2015 ab 14 Uhr in das Schülercafé des Dachvereins Reichenstraße e.V., Reichenstraße
01 in Quedlinburg, eingeladen. Wir waren neugierig und
wollten fragen, was die jungen Menschen bewegt, was
sie wollen und was ihrer Meinung nach besser werden
muss in Quedlinburg. Zusätzlich waren die Bürgermeisterkandidaten, Herr Frank Ruch und Herr Bern Skudelny eingeladen zu der Veranstaltung. Obwohl nur etwa
zehn Jugendliche teilgenommen haben, gab es dennoch
spannenden Diskussionen und Ideen, beispielweise gab
es den Wunsch nach freiem Wlan in der Stadt und mehr
Proberäumen für Bands. Alle waren sich einig, dass diese
Form der Veranstaltung gerne wiederholt werden kann.
So werden wir weiter im vier- bis sechs-Wochen-Rhythmus
zum Frühstück am Nachmittag einladen.
25 Jahre AWO Sachsen-Anhalt
„Wir sind die Soziale Arbeit“ –
Harzer Tafel und Soziale Arbeit
Sa. 20. Juni
10 bis 16 Uhr
Ort
•Filmvorführungen
•Führung durch das „Gefängnis“
•Vorstellung Projekte der Tafel und
Projekte der Sozialen Arbeit
Harzer Tafel
Weberstraße 22, 06484 Quedlinburg
5
25 JAHRE AWO I MITMACHEN
Projekte aus der Mitmach-Datenbank der
AWO Ehrenamtsakademie stellen sich vor:
Das Kinder- und Jugendtelefon des
AWO Kreisverbandes Harz e.V. in Halberstadt
Das Kinder- und Jugendtelefon ist vielen sicher unter dem
Begriff „Nummer gegen Kummer“ bekannt, aber wenige wissen, dass in Sachsen-Anhalt drei dieser Telefone
betrieben werden. Eins davon befindet sich seit 1991 in
Trägerschaft der AWO Kreisverband Harz e.V. mit dem
Standort in Halberstadt.
In unserer Beratungsstelle in Halberstadt kommen jährlich
über 8.000 Anrufe an und werden von Ehrenamtlichen
beraten, die speziell für das Kinder- und Jugendtelefon
ausgebildet sind. Sie arbeiten alle in unterschiedlichsten
Berufen und möchten in ihrer Freizeit engagieren, das
heißt sie bekommen kein Geld dafür, um sich den Problemen und Sorgen anzunehmen. Die Koordinatorin für das
Am Kinder- und Jugendtelefon suchen täglich bundesweit Kinder- und Jugendtelefon organisiert die Besetzungstausende Mädchen und Jungen Unterstützung in schwie- zeiten und steht den Beratern zur Seite, so dass niemand
rigen Situationen oder einfach nur jemanden, der ihnen bei schwierigen Gesprächen mit Anrufern allein gelassen
zuhört und ihre Themen ernst nimmt. Denn mit den eige- wird.
nen Eltern oder Freunden kann und will man nicht immer
über alles sprechen, weil sie einen nicht verstehen oder Vor dem ersten Beratungsgespräch steht eine Ausbilweil es peinlich ist über bestimmte Gefühle oder Erleb- dungsphase (ca. 110h inklusive Hospitation), in den
Kursen werden Schwerpunkte wie Gesprächsführung,
nisse zu sprechen.
Entwicklungspsychologie, kinder- und jugendspezifische
25 Jahre AWO Sachsen-Anhalt
Themen wie Schule, Familie, Partnerschaft, Liebe und
Sexualität vermittelt. Nach der Ausbildung werden reBrunnenfest in Halberstadt
gelmäßige Supervisionen und Monatstreffen organisiert,
um sich in aktuellen Themen fortzubilden oder zum Er•Informationsstand Kinder- und Jugendtelefon
fahrungsaustausch mit den anderen Beratern zu treffen.
Sa.13. Juni •Informationsstand der AWO Kurberatung
Die ehrenamtlichen Berater sollten in etwa acht bis zehn
11 bis 17 Uhr
Stunden im Monat zur Verfügung haben, um den TelefonJohannisbrunnen in 38820 Halberstadt
Ort
dienst abzudecken.
Senioren für Senioren – Ein Ehrenamtsprojekt des
AWO Kreisverbandes Wittenberg e.V.
Seit nunmehr 14 Jahren präsentieren Seniorinnen und Senioren aus den Ortsvereinen des AWO Kreisverbandes
Wittenberg e.V. jährlich eine große Unterhaltungsveranstaltung. Unter dem Titel „Senioren für Senioren“ wird
über 400 Gästen aus der ganzen Region ein unterhaltsames und vielfältiges kulturelles Programm in festlicher
Atmosphäre geboten. Mit Darbietungen wie Gesang,
Tanz, Instrumentalstücken und Sketschen zeigen die Seniorinnen und Senioren, wieviel Freude mit einem Engagement in einem AWO Ortsverein verbunden ist und wie
Engagement auch im Alter aktiv hält.
amtlichen des Kreisverbandes. Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer haben zudem die Möglichkeit sich über ihre
Das Engagement der über 3.000 Ehrenamtlichen in Sach- ehrenamtlichen Projekte auszutauschen und gemeinsam
sen-Anhalt wird in der AWO nicht als Selbstverständlich- mit jüngeren und älteren Ehrenamtlichen neue Ideen zu
keit gesehen. Die Veranstaltung des AWO KV Wittenberg entwickeln. Die nächste Veranstaltung findet im Oktober
ist deshalb auch ein Dankeschön an die vielen Ehren- 2015 statt.
6
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I MITMACHEN
AWO Kreativwettbewerb „Visionäre mit Herz“
Macht mit! Geht mit uns auf Zeitreise!
Eure ersten Beiträge für den AWO Zukunfts- und Ideenwettbewerb „Visionäre mit Herz“ sind eingegangen. Ob
als gemaltes Bild, kurzes Ideenblatt oder Fotocollage:
Die ersten Arbeiten zeigen deutlich, für welche Werte die
AWO steht und wofür wir uns in Zukunft einsetzen wollen.
Großartig!
Werden die Kitas in Zukunft zu Hochleistungszentren der
Bildung entwickelt oder werden sich die Kinder im Jahr
2035 mehrheitlich selbst organisieren? Werden in den
Pflegeeinrichtungen der
Zukunft Pflegeroboter eingesetzt oder erfinden wir
Bis Ende Mai haben alle haupt- und ehrenamtlichen Ak- eine neue wertvolle Kultiven sowie Mitglieder und Freunde der AWO Sachsen- tur der Pflege? Ihr habt
Anhalt noch die Chance zum Mitmachen und Gewinnen! eine ganz andere Idee?
Lasst der Kreativität freien Lauf und macht mit!
Dann überrascht uns damit!
Stellt euch z.B. vor wie neue Formen des Zusammenle- Die 5 originellsten Beiträge werden von einer
bens zwischen Jung und Alt, Mann und Frau oder Men- Jury mit jeweils 1.000 EUR zur Verwendung in
schen aus unterschiedlichen Kulturen aussehen könnten. Einrichtungen oder Projekten ausgezeichnet. Ferner warten vielfältige Sachpreise auf euch!
Alle Informationen zum Wettbewerb findet Ihr
im Internet unter www.awo-sachsenanhalt.de/
ehrenamtsakademie. Viel Erfolg und viel Spaß
beim kreativen Blick in die Zukunft! Los geht’s!
7
25 JAHRE AWO I SCHWERPUNKT WILLKOMMENSKULTUR
Pro Chance – SPI startet Projekt
für bessere Integration von Roma-Kindern
Am 01.01.2015 startete das Projekt „PROCHANCE–
Chancengleich für stark benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, insbesondere Roma“, das durch die SPI GmbH in Magdeburg bis zum
31.12.2017 begleitet wird.
Der Beginn des Projektes könnte nicht besser gesetzt
sein. In Zeiten von MAGIDA setzt die SPI GmbH ein
zusätzliches unübersehbares Zeichnen gegen die anschwellenden Bewegungen gegen Flüchtlinge und Migranten. Aus der Tradition und dem Selbstverständnis
der SPI heraus ist das Ziel des Projektes die Erhöhung
und Verbesserung der Bildungs-, Ausbildungs- und Berufschancen von stark benachteiligten Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihrer Eltern
und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Integration und Chancengleichheit.
Zielgruppe des Projektes „PROCHANCE“ sind Kinder
und Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren
Familien mit Unterstützungs- und Begleitungsbedarf sowie die einheimische Bevölkerung im sozialen Umfeld
und das Gemeinwesen. Durch die Gewinnung, die
Schulung und den Einsatz von ehrenamtlichen Patinnen
und Paten in allen Lebensbereichen wird die Integration
begleitet und wesentlich erleichtert. Aufklärung in den
Wohnquartieren, gemeinsame Aktivitäten wie das Gestalten einer Wanderausstellung, Mal- und Fotowerkstatt, Lesezirkel, Traditionsfeste u. v. A. bewirken mehr
Toleranz und Verständnis füreinander in der Aufnahmegesellschaft und schaffen ein Klima des Willkommenseins.
Der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt und der
AWO Kreisverband Magdeburg unterstützen aktiv alle
Aktivitäten des Projekts, das durch die Aktion Mensch,
durch das Jobcenter Landkreis Schönebeck sowie durch
das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt/ Integrationsamt gefördert wird.
Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt:
Aktive Mitbestimmung auch für MigrantInnen
Das Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.
macht sich für die Integration und gleichberechtigte Teilhabe junger MigrantInnen stark. Mit großer Mehrheit hat
die Mitgliederversammlung im März beschlossen, jungen
MigrantInnen die Möglichkeit zur aktiven Mitbestimmung
im Landesjugendwerk der AWO zu geben. In diesem Zusammenhang sollen auch die Angebote in der außerschulischen Jugendbildung und in den Freiwilligendiensten
noch mehr als bisher jungen MigrantInnen zugänglich
gemacht werden. Außerdem will der Jugendverband die
Gedenkstättenarbeit weiterentwickeln und die Jugendarbeit in der AWO stärken.
Mit diesen wegweisenden Beschlüssen und einem neuen
Vorstand geht das Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V. nun in zwei arbeitsreiche Jahre. Die neue
Vorsitzende Nicole Krökel und ihre beiden Stellvertreter
Sebastian Kunze und Florian Orlowski freuen sich darauf,
den Verband politisch und inhaltlich weiter voranzubringen und neue aktive Menschen für das Jugendwerk zu
gewinnen. Unterstützung bekommen sie dabei von Stephanie Behrens, Christopher Grobys, Jan Kiese, Juliane
Schieweck und Martin Zimmermann, die als Beisitzende
in den Vorstand gewählt wurden. Steffi Nahrstedt und
Fabian Nagel wurden in den Beirat gewählt und stehen
dem Vorstand beratend zur Seite.
8
Mitglieder des Vorstandes (v.l.n.r.):
Martin Zimmermann (Beisitzer, Erdeborn bei Eisleben), Christopher
Grobys (Beisitzer, Hadmersleben), Stephanie Behrens (Beisitzerin,
Magdeburg), Jan Kiese (Beisitzer, Köthen), Nicole Krökel (Vorsitzende, Niederndodeleben), Florian Orlowski (stellv. Vorsitzender, Ebendorf), Sebastian Kunze (stellv. Vorsitzender, Halle), Steffi Nahrstedt
(Mitglied des Beirates, Magdeburg) und Fabian Nagel (Mitglied
des Beirates, Magdeburg). Nicht im Bild: Juliane Schieweck (Beisitzerin, Oschersleben)
Die Mitgliederversammlung findet aller zwei Jahre statt
und ist das höchste beschlussfassende Gremium des Landesjugendwerkes der AWO Sachsen-Anhalt e.V. Ihre Beschlüsse sind maßgeblich für die inhaltliche Arbeit und
die Themen, mit denen sich das Landesjugendwerk der
AWO befasst.
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I SCHWERPUNKT WILLKOMMENSKULTUR
Chinesische Pflegekräfte bei der AWO in Sachsen-Anhalt
In zwei Magdeburger Alten- und Pflegeheimen des AWO
Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. arbeiten jetzt erstmal chinesische Pflegekräfte. Vier Frauen und ein Mann
verstärken die Teams im Hilde-Ollenhauer Haus AWO
Seniorenzentrum Reform und im Hermann Beims Haus
AWO Seniorenzentrum Kannenstieg.
Lijia Guo, Yingying Hou, Mulin Lin, Rongmei Yang und
Xia Zhang sind ausgebildete Krankenschwestern und
–pfleger. In ihrer Heimat haben sie sich zwei Jahre
lang auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Den Weg nach
Deutschland haben sie über eine Personalvermittlungsagentur gefunden. Derzeit sind sie als Pflegeassistenten
eingesetzt. Hier in Sachsen-Anhalt sollen sie noch eine
Sprachprüfung und eine Prüfung zur Anerkennung ihres
Berufsabschlusses vorlegen. Nach den berufsbegleitenden Deutsch- und so genannten Anpassungskursen zum
deutschen Pflegesystem sollen sie längerfristig als Pflegefachkräfte in den AWO Einrichtungen arbeiten.
Der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt hat das Projekt
lange vorbereitet. Für die neuen Kolleginnen und Kollegin
gibt es eine feste Ansprechpartnerin. Sie kümmert sich um
bürokratische Fragen, hat Wohnungen besorgt und interkulturelle Schulungen in den Einrichtungen organisiert.
In den Pflegeheimen stehen den neuen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern Mentoren zur Seite.
Für die AWO in Sachsen-Anhalt ist die gezielte Integration ausländischer Pflegekräfte neben der Ausbildung, Fortbildung und Personalentwicklung des Mitarbeiterstamms
ein zusätzlicher Baustein, um den Fachkräftebedarf in der
Pflege zu decken. „Gut qualifizierte ausländische Fachkräfte sind deshalb eine hochwillkommene Verstärkung
unserer Teams und unserer Einrichtungen und wir freuen
uns sehr, dass sie nun da sind“, so AWO Geschäftsführer
Wolfgang Schuth.
-diensten der AWO in Sachsen-Anhalt durchgeführte Befragung ergab, dass ein Drittel der heute arbeitenden
Pflegefachkräfte zwischen 45 bis 54-Jahre ist und damit
den größten Anteil ausmachen. Sie zu ersetzen, stellt eine
mittelfristige Herausforderung für die Pflegebranche in
Sachsen-Anhalt dar. Mit der Besetzung von freigewordenen Pflegefachkraftstellen waren 41 Prozent der befragten Einrichtungen und Dienste unzufrieden. Laut Bundesagentur für Arbeit kommt derzeit auf 2 offenen Stellen
für Pflegefachkräfte nur eine Besetzung.
25 Jahre AWO Sachsen-Anhalt
Azubitag
Mi.17. Juni
ab 14 Uhr
Ort
Do.18. Juni
Ort
Eine vor vier Jahren in den Altenpflegeeinrichtungen und
Auszubildende und Praktikanten gestalten einen
Kaffeenachmittag mit einem Programm für die
Bewohner
Hilde Ollenhauer Haus AWO Seniorenzentrum
Reform, 39118 Magdeburg, Sojusstraße 1
Tag der offenen Tür
Hermann Beims Haus
AWO Seniorenzentrum Kannenstieg
Neuer Sülzeweg 75, 39128 Magdeburg
9
VERANSTALTUNGSKALENDER 2015
Magdeburg, Börde, Salzlandkreis
AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
AWO Familientrödeltag –
Auftaktveranstaltung unserer
landesweiten AWO Festwoche
10 bis 16 Uhr in den Magdeburger Messehallen
Sa.13. Juni
Mi.17. Juni
Veröffentlichung historischer AWO Stadtplan
und Stadtrundgang mit Zeitzeugen
Start: Geschäftsstelle AWO Landesverband
AWO Kreisverband Magdeburg e.V.
Di.16. Juni
9.30 Uhr
Mi.17. Juni
10 bis 12 Uhr
Gemeinsamer Aktionsvormittag der Kita
Kuschelbären und dem Altenpflegeheim
„Haus Krähenstieg“
Di.16. Juni
Tag der offenen Tür im Haus der
sozialen Dienste „Marie Arning“
(Magdeburg, Thiemstraße)
Do.18. Juni
AWO Seniorenzentrum Magdeburg-Kannenstieg
Do.18. Juni
Tag der offenen Tür
ab 14.30 Uhr
14.00 Uhr
Familienpicknick
„Wir sind bunt“
in der Kita Bummi
Kinderprogramm
und Kuchenbasar
im Hort Kannenstieg
Börderübchen und Schrotewichtel – AWO Kitas Niederndodeleben
Mi.17. Juni
Gesunde Kita – Familiennachmittag
mit Sportspielen für Klein und Groß
Harzer Tafel und Soziale
Arbeit – Brunch „Wir sind
die Soziale Arbeit“
Sa.13. Juni
Brunnenfest in Halberstadt mit Infostand
des Kinder und Jugendtelefones und
der AWO Kurberatung
Erlebnistag „Alltag in unserer Einrichtung“ –
Tag der offenen Tür im Alten- und Pflegezentrum „Am Kleers“ in Quedlinburg
Mi.17. Juni
ab 10 Uhr
Harz und Mansfeld-Südharz
AWO Kreisverband Harz e.V.
Sa. 20. Juni
10 bis 16 Uhr
Di.16. Juni
10 bis 14 Uhr
11 bis 17 Uhr
ab 14.30 Uhr
Kaffeenachmittag mit Buchlesung des
Ambulanten Pflegedienstes und dem
Wohnen mit Service in Quedlinburg
AWO Kreisverband Mansfeld Südharz e.V.
Di.16. Juni
Sportfest des Jugendmigrationsdienstes
Do.18. Juni
Festveranstaltung für Mitglieder
mit buntem Programm
Fr.19. Juni
Festveranstaltung mit Auszeichnungen
und Ehrengästen
Fr.19. Juni
Familienfest der AWO Kita „Goldenes
Schlüsselchen“ Gonna
Sa. 20. Juni
Familienwanderung der AWO Kitas Allstedt
Altmark / Jerichower Land
AWO Fachkrankenhaus Jerichow
Sa. 30. Mai
Symposium Schmerztherapie
Aktionstag gegen den Schmerz
AWO Heimverbund Jerichow
Mi. 23.09.
Mo.15. Juni
Otto Baer Haus / AWO Seniorenzentrum Jerichow
ab 15 Uhr
Mi.17. Juni
Pflegeforum
AWO Kreisverband Altmark e.V.
Sommerfest
Do.11. Juni
Gesundheitstag
vormittags
9 bis 15 Uhr
Di. 2. Juni
Mi.17. Juni
Bunter AWO Aktionstag
Veranstaltungsort: Gardelegen, Gartenstraße 27
Sportfest der Generationen
Dessau-Roßlau, Anhalt-Bitterfeld, Wittenberg
AWO Kreisverband Köthen e.V. und AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. AWO Kreisverband Bitterfeld e.V.
Fr. / Sa. / So.
29. - 31. Mai
Die AWO stellt sich auf dem
Sachsen-Anhalt-Tag in Köthen vor
Haus Am Frauentor / AWO Seniorenzentrum Zerbst
Di.16. Juni
vormittags
Do.18. Juni
Rollstuhlausflug
durch die Zerbster
Innenstadt
Sa. 13. Juni
AWO Frühlings- und Geburtstagsfest
14 bis 17 Uhr
AWO Kreisverband Wittenberg e.V
Sa. 29.09.
Sportfest der
Generationen
Wir feiern 25 Jahre Arbeiterwohlfahrt in Wittenberg
und im Landkreis
vormittags
Halle, Saalekreis, Burgenlandkreis
AWO Regionalverband Halle-Merseburg e.V.
5. - 20. Juni
Aktion Zuckertüte – Spendensammlung
für Schulanfänger auf dem
Halleschen Marktplatz
Fr.05.06.13.00 – 18.00 Uhr
Fr. 12.06.13.00 – 18.00 Uhr
Sa. 13.06. 11.00 – 15.00 Uhr
Fr. 19.06.13.00 – 18.00 Uhr
Sa.20.06. 11.00 – 15.00 Uhr
Sa. 4. Juli
11 bis 16 Uhr
AWO Fest der Generationen – Wir
feiern 25 Jahre Arbeiterwohlfahrt
auf dem Halleschen Marktplatz.
AWO Psychiatriezentrum Halle
Sa.13. Juni
Fachveranstaltung zur AWO Aktionswoche
SPI Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft mbH
Mehrgenerationenhaus Pusteblume Halle-Neustadt
Mi.17. Juni
AWO Sport- und Gesundheitstag
vormittags
August Reinstein Haus / AWO Seniorenzentrum Naumburg
Mi.17. Juni
ab 10 Uhr
25 Jahre AWO und 10 Jahre August
Reinstein Haus - Tag der offenen Tür
Clara Zetkin Haus / AWO Seniorenzentrum Halle
Mo.15. Juni
ab 9.30 Uhr
Di.16. Juni
ab 9.30 Uhr
Informationen und Hausbesichtigung
für alle „Interessierten“
Mi.17. Juni
Tag der offenen Tür mit Sportfest und
einem Nachmittag der Operette
Fr.19. Juni
ab 15 Uhr
ab 15 Uhr
Drehorgelnachmittag in
den Wohnbereichen
Operettennachmittag
mit Antje und Peter
www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I VERBAND MIT WERTEN
AWO gegen Rassismus
Es sind nicht nur die eindeutigen Beschimpfungen und rassistischen
Äußerungen, die Menschen ausgrenzen oder herabwürdigen:
Alltagsrassismus ist alltäglich und häufig viel subtiler.
Für Betroffene wirkt er einschüchternt, demütigend, ist meist überraschend und vollkommen grundlos. Nicht selten haben sogar
diejenigen mit Anfeindungen zu tun, die
offen über diese Thematik sprechen wollen. Es wird verharmlost, tabuisiert und
geleugnet. Mit einer Postkartenaktion
klärt die AWO über das Thema Alltagsrassimus auf und wirbt für mehr Fingerspitzengefühl im Umgang miteinander.
Während der Internationalen Aktionswochen gegen Rassismus
von 16. bis 29. März demonstrierten AWO Mitglieder und AWO
Mitarbeiter/innen für Vielfalt und Weltoffenheit. So zeigten sie vor
der AWO Landesgeschäftsstelle in der Klausenerstr. 17 Gesicht
gegen die rechtspopulistischen
Umtriebe und Aufmärsche von
Pegida, Magida und Co.
Zeitgleich wurde vor dem Haus
der Begegnung des AWO
Kreisverbandes Dessau e.V. ein
Zeichen gesetzt, dass Rassismus in keinem demokratischen Raum Platz haben darf.
Die AWO in Sachsen-Anhalt beteiligte sich mit vielfältigen Aktivitäten an den Internationalen Aktionswochen gegen Rassismus, unter anderem mit Veranstaltungen im
Kinder-, Jugend- und Familienzentrum „Dornröschen“ des AWO Regionalverbandes
Halle-Merseburg e.V. und im halleschen Mehrgenerationenhaus „Pusteblume“ sowie der Postkartenaktion zur weiteren Sensibilisierung für das Thema „Alltagsrassismus“.
12
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I VERBAND MIT WERTEN
Annemarie Götz – ehrenamtliche Vorsitzende des
AWO Ortsvereins Wittenberg seit 1998
Frau Götz ist seit 1998 Vorsitzende des Vereins und seither
wird sie alle 4 Jahre wieder neu gewählt – ohne Gegenstimme. „Obwohl, einmal gab es eine Gegenstimme. Jedoch
wurde ich von der Person vorgewarnt. Sie meinte, es wäre
sonst keine richtige Wahl“ erzählt Frau Götz.
lei Organisatorisches. Die Mitglieder
kommen indes zu Veranstaltungen
oder Vorträgen. Im Sommer werden
meist jedoch nur Kaffee- und Spielnachmittage angeboten.
Einmal im Monat findet auch eine Vorstandssitzung statt.
In einem großen Ordner, gefüllt mit Zeitungsberichten, Bildern und selbstgeschriebenen Texten, hält sie das bunte
Treiben des Ortvereins Wittenberg fest. Es sind Erinnerungen
an fröhliche Feste, Geburtstage, Ehrungen und viele andere
Aktivitäten. Sie blättert durch den Ordner und dort finden
sich viele Bilder mit musizierenden oder ulkig verkleideten
Senioren. „Ich bin jedes Mal überrascht, wie aktiv alle noch
sind. Viele sind ja schon über 80 Jahre alt“ berichtet die
Vorsitzende. Sie selbst spielt in der integrativen Musikgruppe des Ortsvereins Akkordeon. Dazu gehören auch Musiker, die aus Kasachstan und Rumänien stammen. Frau Götz
lernte schon als Kind Akkordeon spielen, aber erst in den
letzten zehn Jahren in der Musikgruppe konnte sie richtig
viel dazu lernen.
Alle 2 Monate werden an einem Dienstag die „Geburtstage
des Monats“ gefeiert und jede Woche Mittwoch kommt die
Musikgruppe zum Proben für anstehende Veranstaltungen
zusammen. Zudem nimmt Frau Götz einmal im Monat an
dem Treffen der Wittenberger Seniorenvereine teil. Bei diesem werden Absprachen getroffen und Gedanken und Erfahrungen ausgetauscht.
Die Sketch-Gruppe des Ortvereins hatte schon viele tolle
Auftritte. Die Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes
Wittenberg Frau Gänsicke schwärmt heute noch von der
Aufführung, die unter dem Motto „Berliner Leben“ von den
Senioren bei einer Veranstaltung präsentiert wurde. Ihren
nächsten großen Auftritt hat die Gruppe beim Senioren-Aktionstag der Stadt Wittenberg und dafür wird schon ordentlich
geprobt. Die Musikgruppe und die Sketchgruppe gründeten
sich damals aus Lust und Laune heraus und bestehen bis heute. Jedoch ist der Erhalt oftmals nicht ganz unproblematisch,
besonders aufgrund des hohen Alters der Senioren. Immer
wieder einen Ersatz zu finden gestaltet sich schwierig.
Für den Ortsverein muss Frau Götz viel Zeit aufbringen. Montags ist immer ihr Bürotag. Sie kümmert sich dabei um aller-
Frau Götz wurde für dieses außerordentliche Engagement
im Mai 2012 bei der Landeskonferenz der AWO SachsenAnhalt in Freyburg (Unstrut) mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Sie war damals sehr überrascht und freut sich bis heute
über die Ehrung.
Genauso überrascht war sie 1998, als sie unerwartet auf
dem Wahlzettel für den Vorsitz des Ortsvereins Wittenbergs
stand. Erst im selben Jahr war sie Mitglied der AWO geworden. Der Bezug zur AWO bestand jedoch schon vorher. Sie
half über 5 Jahre bei dem Aufbau des Kinder- und Jugendhauses „Albatros“ der AWO in Wittenberg. Die gebürtige
Vogtländerin absolvierte zu DDR-Zeiten ein Ingenieurstudium und arbeitete darauf in einem Wittenberger Betrieb. Als
man damals in dem Betrieb die Lehrausbildung aufbauen
wollte, begann Frau Götz ein Zusatzstudium im Bereich Pädagogik und stieg bis zur Fachdirektorin auf.
Heute ist sie die ehrenamtliche Vorsitzende des Ortsvereins
Wittenberg, der 125 Mitglieder zählt. Sie macht es gerne,
weil sie dort mit Menschen zusammenarbeiten und Spaß haben kann.
13
25 JAHRE AWO I VERBAND MIT WERTEN
Auf Spurensuche für historischen Stadtplan –
Arbeiterwohlfahrt Sachsen-Anhalt sucht Zeitdokumente
Ehrenamtliche Helferinnen der Arbeiterwohlfahrt im Müttererholungsheim am Milchweg 1924
Hinweise auf die Namen der abgebildeten Personen nehmen wir dankbar an. Das Foto stammt aus der
Privatsammlung von Herbert Stapel und ist beim AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. archiviert.
In Gedenken an die Entstehung der Arbeiterwohlfahrt
in Magdeburg 1920 und die Neugründung 1990 nach
jahrzehntelangem Verbot will der AWO Landesverband
Sachsen-Anhalt e.V. einen historischen Stadtplan herausgeben. Auf diesem Stadtplan sollen die Orte und Persönlichkeiten der Arbeiterwohlfahrt, die in den 20er und
30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Magdeburg eine Rolle spielten, verzeichnet werden.
bei unterstützt. Uns interessieren Fotografien, Schriften,
Hinweise auf Personen, Einrichtungen oder sonstige Informationen. Dabei könnten auch Schlagwörter wie Ortsausschuss für Arbeiterwohlfahrt in der SPD, Kinderfreundebewegung, Rote Falken, SAJ, Marie Arning, Familie
Stapel, Concordia Hartmann, Familie Ollenhauer, Erholungsheim Milchweg, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
und Kinderschutzkommission der SPD behilflich sein.
In diesem Zusammenhang sind wir auf der Suche nach Der Stadtplan soll im Rahmen der AWO Aktionswoche
Zeitdokumenten und freuen uns über jeden, der uns da- vom 13. bis 22. Juni vorgestellt werden.
Für Berlin wurde bereits ein Historischer
AWO Stadtplan erstellt.
14
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I VERBAND MIT WERTEN
AWO Geschichte spezial: Nomi Rubel und Dieter Pichowski
Nomi Rubel wurde am 31.01.1910 in Magdeburg geboren. Sie emigrierte 1934
nach Palästina um den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten zu entgehen.
1948 siedelte sie in die USA über und starb am 11. 09. 1996 in New York. Der
autobiographische Roman „Schwarz-braun ist die Haselnuss“ (1992) gibt Einblick in ihr Leben in den 1920er Jahren in Magdeburg.
Aber was verbindet die Schriftstellerin
mit der AWO in Sachsen-Anhalt? Es ist
eine ganz spezielle Geschichte, die besonders die Kollegen in der AWO Landesgeschäftsstelle in Magdeburg berührt.
Und sie geht nahe, weil sie mit einem wesentlichen Mitgestalter der AWO in Sachsen-Anhalt verbunden ist, der Anfang diesen Jahres nach einer schweren Krankheit
verstorben ist: Dieter Pichowski.
Dieter Pichowski, Urgestein in der Pressestelle des AWO Landesverbandes, hat
mit der New Yorker Autorin im regen Schriftverkehr gestanden. Dicke Ordner
über die 1934 aus Deutschland emigrierte Schriftstellerin füllten seinen Aktenschrank. Beim Durchblättern seiner Notizen fielen ihm viele Geschichten ein.
Anfang der 90er Jahre lud er Nomi Rubel im Namen der
AWO zu einer Buchlesung über ihre Magdeburger Kindheitserinnerungen ein – und die damals schon über 80Jährige erfüllte diesen Wunsch. Am 18. Mai 1993 um 20 Uhr
war es soweit: Auftakt für Nomi Rubels deutschlandweite
Lesereise des Romans „Schwarzbraun ist die Haselnuss“.
Und der Veranstaltungsort war die Magdeburger AWO
Landesgeschäftsstelle in der Klausenerstraße 17, die selten
so einen Besucher- und Journalistenandrang erlebt hat.
„Den Mitarbeitern der neuen Arbeiterwohlfahrt vielen
Dank für die Wärme und Herzlichkeit der Aufnahme, die
mich viele Jahre zurück versetzte in die Zeit, als ich in ein
kleiner Teil des großen Bemühens sein durfte. Mit so vielen Wünschen für eine sehr erfolgreiche neue Arbeit im
alten Geist“, schrieb Nomi Rubel im Anschluss an die bewegende Begegnung.
Nomi Rubel wurde am 31.01.1910 in Magdeburg als
Kind jüdischer Eltern geboren, verließ Deutschland 1934
und konnte sich nach ihrer Übersiedlung in die USA als
anerkannte Buch- und Bühnenautorin profilieren. Nach
dem Fall der innerdeutschen Grenze nahm sie wiederholt
Kontakt zur AWO auf und war gern gesehener Gast in
AWO Einrichtungen.
In ihrem autobiografischen Roman “Schwarzbraun ist die
Haselnuß” von 1992 schildert Nomi Rubel die Zeit der
Weimarer Republik und widmet in einem Kapitel ausführlich ihr Engagement bei der AWO in Magdeburg. Mit ihren jugendlichen 17 Jahren (1927) betreute sie Kinder auf
dem Jungborn und versuchte mit viel Phantasie und wenig
Geld den Kindern eine erlebnisreiche Ferienfreizeit zu gestalten. “Die Kinder waren so glücklich wie ich”, schrieb
sie im Nachdenken an die Zeit.
Nomi Rubel widmete sich der Kindererziehung in eigens
gegründeten Kindergärten und Kinderheimen in Israel und
den USA. Dankbar erinnerte sie sich dabei an ihre Lehrzeit bei der AWO in Magdeburg. Gleichzeitig schrieb sie
Romane und Bühnenstücke für die New Theatre Arts Company in New York. In eigener Regie wurden die Stücke
am Off Off Broadway und auch als Gastspiele innerhalb
und außerhalb der USA aufgeführt.
Dieter Pichowski hat mit Nomi Rubel bis zu ihrem Tod in
Kontakt gestanden. In seinem Nachlass findet sich auch die
E-Mail einer gemeinsamen Bekannten aus Kanada. Darin
schreibt sie, wie sie Nomi Rubel am 11. September 1996
tot in ihrem Sessel fand: mit einem Stift in der Hand.
Zwei Jahre später, im Oktober 1998, wurde einer Wolmirstedter AWO Jugendeinrichtung der Name „Nomi Rubel Haus“ verliehen.
15
25 JAHRE AWO I PFLEGE & GESUNDHEIT
Fachvortrag Kopfschmerz und Migräne
Ursachen und Therapiemöglichkeiten
Kopfschmerzen sind mit die häufigsten Schmerzen überhaupt. Eher selten sind Kopfschmerzen Symptom einer
schweren Erkrankung (Tumor), viel häufiger sind jedoch
die „primären“ Kopfschmerzen wie der Kopfschmerz vom
Spannungstyp oder die Migräne.
Am 6. Oktober 2015 lädt die AWO
Ehrenamtsakademie Sachsen-Anhalt
zu einem Vortrag Kopfschmerz und
Migräne, Ursachen und Therapiemöglichkeiten in das Hilde Ollenhauer Haus AWO Seniorenzentrum Reform Sojusstr. 1, 39118 Magdeburg
ein. Es referiert Dr. Thomas Wieser,
Facharzt für Neurologie (Foto). Als Chefarzt leitet er am
AWO Fachkrankenhaus Jerichow die Fachabteilung Neurologie/Spezielle Schmerztherapie. In diesem Vortrag sollen
Grundlagen über Kopfschmerzen vermittelt werden sowie
therapeutische Wege, Formen und Methoden vorgestellt
werden. Der Vortrag ist kostenfrei und richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Beginn ist 18 Uhr.
Folgende Themen werden behandelt:
• Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?
• Wie lange soll ich selber behandeln, wann ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen?
• Was gibt es für Therapien?
• Gibt es nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten?
Die AWO Ehrenamtsakademie Sachsen-Anhalt hat ein umfangreiches Angebot an Workshops und Fortbildungen für Hilfen zur Selbsthilfe zusammengestellt. Dazu gehören aus dem Gesundheitsbereich unter anderem
die Themen Schlaganfall, Demenz, ein Leben mit Parkinson, Trauerbewältigung und ein Wochenendseminar für Krebsbetroffene.
Die Fortbildungsangebote finden Sie auf der Internetseite der AWO Ehrenamtsakademie Sachsen-Anhalt unter:
www.AWO-LSA.de/ea-fortbildung-und-austausch.
Gern schicken wir die kostenlose Broschüre zu.
Kontakt:
AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Ehrenamtsakademie
Klausenerstr. 17
39112 Magdeburg
16
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I PFLEGE & GESUNDHEIT
Ratgeber zur Sterbebegleitung
Für viele ist der Tod ein unangenehmes Thema, so dass
die Auseinandersetzung damit oftmals verdrängt wird.
Zu einer positiven Lebenseinstellung gehört es jedoch
auch, die Zeit am Ende des Lebens gedanklich anzunehmen und mit Leben zu erfüllen. Die AWO Gemeinschaftsstiftung Sachsen-Anhalt möchte mit einer Ratgeberbroschüre zur Sterbebegleitung eine Hilfestellung
für alle Menschen bieten, die bereit sind, einen anderen
Menschen am Ende seines Lebens zu begleiten und zu
einem würdevollen Sterben beizutragen. Auch unheilbar kranken Menschen werden mit dem Ratgeber Informationen gegeben.
In einer Fortsetzungsfolge stellen wir einige Aspekte
vor: Heute widmen wir uns der Palliativen Versorgung.
Für ein Leben im Sterben
Begleitung am Ende des Lebens
kostenloser
Ratgeber –
jetzt anfordern!
unter Telefon:
0391 - 62790
www.AWO-LSA.de
Der kostenlose Ratgeber „Für ein Leben im Sterben“ kann bei
der AWO Gemeinschaftsstiftung Sachsen-Anhalt, Klausenerstr. 17, 39112 Magdeburg, Tel. 0391/62790 bestellt werden.
Was bedeutet palliativ?
Der Begriff palliativ stammt aus dem Lateinischen und
bedeutet Mantel beziehungsweise bemänteln oder umhüllen. Er bezeichnet therapeutische Maßnahmen, die
nicht auf die Heilung einer Erkrankung, sondern auf die
Linderung der durch sie ausgelösten Beschwerden ausgerichtet sind. Die Palliativpflege soll die Lebensqualität von
Sterbenden so gut wie möglich erhalten, die Symptome
lindern und soweit machbar, die Schmerzen medikamentös verringern und das Leben so erträglich wie möglich
zu machen.
Palliative Versorgung oder „Palliative Care“ bedeutet,
die Aufmerksamkeit auf die Qualität der noch verbleibenden Lebenszeit zu legen. Es kann noch so viel getan
werden, auch wenn gegen ein Fortschreiten der Grunderkrankung nichts mehr zu machen ist. Die Zielsetzung wird
anders. Es ist nicht mehr der Kampf gegen die Krankheit,
sondern das bestmögliche Leben mit ihr.
Zentral ist nach wie vor die medizinisch-pflegerische Behandlung von Schmerzen und Beschwerden, wird aber
durch eine sorgende, individuelle und aufmerksame Begleitung der Betroffenen und ihrer Nächsten ergänzt.
Grundsätzlich soll der Betroffene seine ihm verbleibende
Zeit in einer Umgebung verbringen dürfen, die auf seine
individuellen Bedürfnisse eingehen kann. Dafür ist eine
multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig. Es geht in Palliative Care weder darum,
„nichts mehr zu tun“, noch einfach um Sterbebegleitung.
Wichtig ist hier ein sorgfältiges Abwägen, was in der Situation angemessen, notwendig und sinnvoll ist. Es erfordert
Erfahrung und viel Einfühlungsvermögen um drohende
Verschlechterungen und die damit verbundenen Ängste
gut zu begleiten oder auch ganz zu vermeiden. Dazu gehört auch, diese offen zu benennen. Werden diese Krisen
vermieden, können auch unerwünschte Krankenhauseinweisungen vermieden werden.
Eine gute Palliativversorgung ruht auf drei Säulen, einer
angemessenen Haltung, langjähriger Erfahrung und exzellenter Fachkenntnis. Der Mensch steht im Mittelpunkt
aller Bemühungen. Dazu muss man oft anders als gewohnt
miteinander umgehen. Bleiben, Aushalten und Mittragen
wird nötig. Palliative Care nimmt nicht alles Leiden, das
würde der Komplexität von Trauer nicht gerecht werden.
Sie trägt aber dazu bei, die Qualität des Lebens bis zum
Tod – und darüber hinaus – zu verbessern. Oft wird das
Leben dann reicher. Dies ist vor allem für diejenigen wichtig, die da bleiben und weiterleben.
Am Ende des Lebens gibt es viele Leistungen, welche
Schwerkranke und Sterbende in Anspruch nehmen können. Die Versorgung von Schwerkranken und Sterbenden
wird häufig durch entsprechende Einrichtungen und Dienste, wie Palliativstationen und Hospize Angeboten. Weitere Informationen, z.B. zu Leistungen der gesetzlichen
Krankenversicherung für Palliativpatienten, können Sie
unserem kostenlosen Ratgeber entnehmen.
17
25 JAHRE AWO I JUGEND & FAMILIE
Aktion “Zuckertüte”
Spendensammlung für Schulanfänger auf dem Halleschen Marktplatz
Damit auch die Kinder aus sozial benachteiligten Familien einen guten Start in die Schullaufbahn haben, sammeln vom 5. bis 20. Juni die AWO Ortsvereine des AWO
Regionalverbandes Halle-Merseburg zusammen mit der
DGB Jugend, Studierenden und der Werkstatt des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Magdeburg-Stendal wieder Spenden. Davon soll die Erstausstattung für
die über 100 Schulanfänger angeschafft werden.
Kinder und Jugendtelefon in Trägerschaft des
AWO Kreisverband Magdeburg e.V.
Seit Anfang des Jahres ist das Kinder- und Jugendtelefon ein Bestandteil des AWO Kreisverband Magdeburg
e.V..
Das Kinder- und Jugendtelefon bietet bundesweit Kindern
und Jugendlichen montags bis samstags von 14.00 bis
20.00 Uhr die Möglichkeit, kostenfrei unter 11 61 11
anzurufen und mit einer geschulten Person über Stress in
der Schule, Liebeskummer, Streit mit Freunden oder der
Familie und alle weiteren Themen ihrer Lebenswelt zu
sprechen. Themen wie Ausgrenzung, Einsamkeit, Mobbing, Essstörungen, Partnerschaft und Liebe, Sexualität,
Cybermobbing oder ein Suchtverhalten können ebenfalls
angesprochen werden. Alle Themen sind erlaubt und
willkommen. Auch wenn es „nur“ eine konkrete Frage,
ein ungelöstes Problem oder Langeweile gibt, kann man
beim Kinder- und Jugendtelefon einen vertrauensvollen
Ansprechpartner bekommen.
Am Kinder- und Jugendtelefon arbeiten insgesamt 30 ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die regelmäßig geschult
werden und an fünf Tagen in der Woche den Kindern und
Jugendlichen mit einem offenen Ohr und Rat zur Seite
18
stehen. Getreu nach dem Motto: “Drüber reden hilft!”
Für diese ehrenamtliche Tätigkeit werden auch immer wieder Leute gesucht, die Lust haben, ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zu stärken und jungen Menschen
zur Seite stehen und sie entlasten möchten.
Mehr Informationen erhalten Sie telefonisch
unter 03 91/ 288 86 19 oder per E-Mail an
[email protected]
Die AWO Sachsen-Anhalt im Netz: www.awo-sachsenanhalt.de
25 JAHRE AWO I JUGEND & FAMILIE
Ausbildung bei der AWO – jetzt bewerben
Bei der AWO Akademie Mitteldeutschland
startet ein neuer Ausbildungsgang
Die Bewerbungsphase ist wieder im vollen Gange. Bei der AWO Akademie Mitteldeutschland startet mit Beginn zum 01. September 2015 neben den bisherigen Ausbildungsgängen nun auch die zweijährige Ausbildung zum/ zur Sozialassistent/-in.
Bewerbungen nehmen wir außerdem entgegen für künftige
• Altenpfleger/innen
• Erzieher/innen und
• Krankenpflegehelfer/innen.
AWO Akademie Mitteldeutschland
Ludwig-Hupfeld-Straße 16
04178 Leipzig
Tel: (0341)3552760
Alle Infos auf www.awoakademie.de
Sozial- & Pflegeberufe
berufliche Ausbildung • Fort- und Weiterbildung
In der AWO Akademie Mitteldeutschland werden seit 2003 kontinuierlich in der
staatlich anerkannten Berufsfachschule für Altenpflege, an der Berufsfachschule
Pflegehilfe und in der Fachschule Fachbereich Sozialwesen in der Fachrichtung
Sozialpädagogik Fachkräfte für die Altenpflege, Krankenpflegehelfer/innen und
Erzieher/innen für die Kinder- und Jugendsozialarbeit ausgebildet.
Nach dem Motto „Wer lernt, lebt. Wer lebt, lernt“ organisiert die AWO Akademie
Mitteldeutschland Ausbildung, Fort- und Weiterbildung in den gesundheits- und Sozialberufen. Die fachlich versierten und erfahrenen Lehrkräfte schaffen Lernräume
zur Erweiterung und Verbesserung der fachlichen, methodischen und persönlichen
Kompetenzen jedes einzelnen Lehrgangsteilnehmers im Sinne des sich selbst Bildenden. Zwischen Lerneneden und Lehrenden entsteht eine Vertrauensbasis, die
eine individuelle Betreuung über den gesamten Lernprozess ermöglicht.
Besucht die AWO Akademie Mitteldeutschland im Internet unter www.awoakademie.de oder auch bei facebook für aktuelle Infos und Eindrücke aus dem Unterricht!
19
In Kooperation mit:
FITMACHER
KLEINE TATEN
GROSSE WIRKUNG.
mitmachen.awo-sachsenanhalt.de
Komm zu uns – mach mit bei deiner AWO vor Ort.