Neue Aussenstellenleiterin in Apensen

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APENSEN
Auf der Suche nach Neuem
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Autor: Franziska Felsch
27.01.2016
Claudine Wonner-Panten freut sich auf ihre neue Aufgabe in der VHS-Außenstelle
Apensen. Foto Felsch
APENSEN. Sie ist Stadtführerin, Lehrerin, Dozentin, Präsidentin von Soroptimist
Buxtehude und seit Anfang 2016 die Leiterin der Außenstelle der VHS-Apensen.
Nebenbei noch Mutter und Ehefrau. Kein Problem für Claudine Wonner-Panten.
Von Stillstand hat die gebürtige Belgierin noch nie etwas gehalten, eher vom
Gegenteil.
Aus ihrem Mund klingt der Satz „Immer wieder Neues lernen, das hält jung“
durchaus glaubhaft. Dass sie diese neue Aufgabe mit Herz und Seele ausfüllen
will, auch. Der Hinweis auf ihr Alter – „fast 60“ – weniger, dafür wirkt die
Niendorferin viel zu agil und wohltuend quirlig. „Irgendwann habe ich mal
gesagt, die Leitung der Außenstelle Apensen würde mich interessieren, wenn die
frei wird“, meint die ehemalige Lehrerin der Halepaghen-Schule und nebenbei
Sprachdozentin für Französisch, Niederländisch und Deutsch als Fremdsprache.
Jetzt war der Zeitpunkt gekommen. Alexandra Gerhardt, die seit 1998 mit
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Engagement und Kreativität das Angebot in Apensen ausgebaut hat, übergibt
den „Stab“ an Claudine Wonner-Panten, wird aber weiterhin als Dozentin
Französisch unterrichten und als Prüferin für die VHS tätig sein.
Ihre Nachfolgerin betont, keinen neuen Wind in die VHS bringen zu wollen
(„Meine Vorgängerin hat mir ein hervorragend aufgestelltes Haus hinterlassen“)
– aber einen anderen. „Das klingt immer unglücklich, wenn jemand sagt, ich will
dies und das neu machen. Angebote, die gut angenommen werden, bleiben
selbstverständlich im Programm, mir schweben natürlich noch andere Ideen im
Kopf herum,“ erklärt die 58-Jährige.
Zum Beispiel möchte die Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter Kinder mehr
einbinden, plant Goldschmiede- oder Malkurse für Groß und Klein. „Das kommt
ja darauf an, ob wir Dozenten finden“, sagt Claudine Panten-Wonner, die deshalb
eifrig ihr Netzwerk bemüht, um diese Wünsche in die Wirklichkeit umsetzen zu
können. Außerdem schwebt ihr ein Nähkursus für Flüchtlinge vor. Dafür würde
die Präsidentin der Soroptimisten Buxtehude gerne ihre Clubmitglieder ins Boot
holen, zur finanziellen Unterstützung. Das ist zwar alles noch Zukunftsmusik,
aber Gedanken machen muss sie sich schon langsam, da bis April dieses Jahres
das Programm für 2017 stehen soll.
Auch als Gästeführerin in der Hansestadt Buxtehude ist Claudine Wonner-Panten
bekannt. „Vor 22 Jahren sind wir aus beruflichen Gründen hierher gezogen,
anfangs fiel es mir schwer, mittlerweile fühle ich mich total heimisch“, sagt die in
Lüttich, im sogenannten Drei-Länder-Dreieck Belgien, Niederlande, Deutschland,
aufgewachsene Belgierin. „Um sich zu integrieren, dazuzugehören, ist es
wichtig, auf die Menschen zuzugehen und nicht zu warten, bis jemand kommt,“
glaubt sie. Wer die Landessprache beherrscht, habe schon mal einen wichtigen
Schritt getan. Sie selbst spricht niederländisch, französisch, deutsch und
italienisch. Das helfe ihr auf ihren Reisen, eines ihrer Hobbies, neben kochen,
backen, gut essen und lesen – und lernen, immer wieder etwas Neues lernen,
neue Menschen kennenlernen, neue Aufgaben. Das wird sie als Leiterin der
VHS-Apensen mit Sicherheit.
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