Australisches Team nach desaströsem Libanon-Trip

Australisches Team nach desaströsem Libanon-Trip heimgekehrt
21.04.2016
Nach
einer 15:48
spektakulär
Uhr
schiefgelaufenen Reportagereise in den Libanon ist ein australisches Fernsehteam
sicher in die Heimat zurückgekehrt. Das vierköpfige Team um die australische Star-Reporterin Tara Brown hatte
unter Entführungsverdacht gestanden.
Nach einer spektakulär schiefgelaufenen Reportagereise in den Libanon ist ein
australisches Fernseh-Team sicher in die Heimat zurückgekehrt.
Nach einer spektakulär schiefgelaufenen Reportagereise in den Libanon ist ein
australisches Fernseh-Team sicher in die Heimat zurückgekehrt. Das vierköpfige
Team um die australische Star-Reporterin Tara Brown landete am Donnerstag
auf dem Flughafen Sydney, nachdem es im Zusammenhang mit einem
Sorgerechtsstreit kurzzeitig im Libanon unter Entführungsverdacht
festgenommen worden war. Nach australischen Medienberichten sollen hohe
Summe geflossen sein, um das Team freizubekommen.
Das TV-Team war mit einer Mutter aus Brisbane, Sally Faulkner, in den Libanon gereist. Faulkner wollte dort ihre beiden
Kinder zurückholen, die bei ihrem libanesischen Vater in Beirut waren. Die Mutter hatte eine auf solche Fälle
spezialisierte Organisation beauftragt, welche die Kinder in Beirut auf offener Straße verschleppte, um sie zu Faulkner zu
bringen. Das TV-Team hatte die Aktion gefilmt.
Die Kinder wurden dann aber gefunden und zum Vater zurückgebracht, die Mutter und das Fernsehteam wurden unter
dem Verdacht der Kindesentführung festgenommen. Am Mittwoch wurden sie auf Kaution entlassen, nachdem der Vater
der Kinder, Ali al-Amin, seine Anzeige zurückgezogen hatte.
Mehrere australische Zeitungen berichteten, der Arbeitgeber des TV-Teams, der Sender Channel Nine, habe al-Amin
Geld gezahlt, damit er die Anzeige fallen lasse. Die Rede war in australischen Medien von einer Summe zwischen
mehreren hunderttausend und mehreren Millionen Dollar. Der Sender äußerte sich nicht zu möglichen Zahlungen.
Auch die Mutter der Kinder war auf freiem Fuß. Sie kehrte zunächst aber noch nicht nach Australien zurück, sondern
blieb für eine Sorgerechtsanhörung in Beirut. Sie wirft dem Vater der Kinder vor, den Jungen und das Mädchen nach
einem Urlaub im Libanon nicht wie vereinbart zurück nach Australien geschickt zu haben.
Der Sorgerechtsfall und insbesondere die Rolle des Fernsehsenders hatten in Australien eine lebhafte Debatte
ausgelöst. Premierminister Malcolm Turnbull rief die Medien und seine Landsleute zu Besonnenheit auf: "Allen
Australiern muss klar sein, dass sie - egal was sie tun und egal für wen sie arbeiten - im Ausland die Gesetze des
Gastlandes beachten müssen." Der Sender Channel Nine kündigte eine interne Untersuchung zum Vorgehen des
Fernsehteams an.
Beirut (AFP)
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