Pressemitteilung - Ministerium des Innern und für Kommunales

Ministerium des Innern
und für Kommunales
Pressesprecher
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14467 Potsdam
Pressemitteilung
Nr. 007/16 vom 12.01.2016
Polizei
Innenminister verurteilt Ausschreitungen in Potsdam
Schröter: „Gewaltbereite Antifa führt keinen Kampf gegen rechts, sondern gegen
den Rechtsstaat“
Potsdam – Innenminister Karl-Heinz Schröter hat die gewalttätigen Ausschreitungen am Rande einer „Pogida/Bärgida“-Versammlung am gestrigen Abend in
Potsdam verurteilt: „Das Versammlungsgeschehen war geprägt durch eine hohe
Gewaltbereitschaft zahlreicher Angehöriger der linken Szene. Sie griffen immer
wieder Teilnehmer der Pogida-Kundgebung und Polizeibeamte mit Wurfgeschossen und Knallkörpern an. Die Gewalt ging gestern Abend ausschließlich und in
massiver Form von links aus. Die Teilnehmer der Pogida-Versammlung dagegen
verhielten sich friedlich.“ Die Ausschreitungen waren die schwersten in Potsdam
seit zehn Jahren.
In Höhe der Wilhelmgalerie wurde ein Reisebus von mehreren Hundert Personen
aus dem linken Spektrum umringt und an der Weiterfahrt gehindert. Gewaltbereite
Chaoten bewarfen den Bus mit Flaschen, traten gegen die Seiten und warfen ein
Absperrgitter unter ihn. Wenig später skandierten Teilnehmer einer Sitzblockade
vor dem Bus heuchlerisch ‚Wir sind friedlich – was seid ihr‘. Die Ausschreitungen
setzten sich den ganzen Abend fort und erreichten beim Abmarsch der PogidaTeilnehmer einen neuen Höhepunkt.
„Teilnehmer an solchen gewalttägigen Protesten führen keinen ‚Kampf gegen
rechts‘, sondern einen Kampf gegen den Rechtsstaat“, betonte Schröter. „Sie
verteidigen unsere Demokratie nicht, sie leisten einen Beitrag dazu, sie zu zerstören. Ihr Ziel ist es, mit dem Faustrecht der Straße die Versammlungsfreiheit in
Potsdam auszuhebeln. Mit solchen Extremisten darf es im Kampf gegen den
Rechtsextremismus keine Gemeinsamkeiten geben. Ich begrüße sehr, dass sich
viele Hundert Potsdamer, darunter auch Oberbürgermeister Jann Jakobs, gleich-
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zeitig auf dem Lustgarten versammelt haben, um friedlich gegen die PogidaVersammlung zu demonstrieren. Sie hielten sich von den linken Gewalttätern in
der Innenstadt fern. Diese Gegenversammlung setzte ein starkes Zeichen gegen
rechts und verlief ohne jeden Zwischenfall.“
Schröter dankte allen an dem Einsatz beteiligten Polizeibeamten. Ihnen allein sei
es zu verdanken, dass nicht weitere Verletzte zu beklagen waren. Sie hätten in
schwieriger Lage alles getan, was möglich gewesen sei, um Schlimmeres zu verhüten.
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