Kunst und Kinder - Freie Universität Berlin

Termine / Abschlussziel / Kosten
Das Weiterbildungszentrum
fünftägiges Seminar mit Zertifikat
06.04. - 04.05.2016
Mi 10.00 - 17.00 Uhr (inkl. Pause)
Das Weiterbildungszentrum ist eine zentrale Dienstleistungseinrichtung der Freien Universität Berlin. Als Weiterbildungseinrichtung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Universität gegründet, stehen die meisten Angebote inzwischen auch
externen Interessierten offen.
06.04.2016
13.04.2016
20.04.2016
27.04.2016
04.05.2016
Kosten: 450,- €
maximale Teilnehmer/-innenzahl: 18
Orte: Weiterbildungszentrum, Märkisches Museum
OnlineAnmeldung
Nutzen Sie bitte die Onlineanmeldung auf der Hompage des
WBZ. Dort finden Sie auch die Informationen zu den allgmeinen Geschäftsbedingungen.
www. fu-berlin.de/wbz/kuk
WEITERBILDUNGSZENTRUM
Freie Universität Berlin
Otto-von-Simson-Str.13
14195 Berlin
Konzept
Dr. Beate Zimmermann
Kontakt
Heike Bergmann
Tel: 030 / 838 514 59
Fax: 030 / 838 451459
Mail: [email protected]
www. fu-berlin.de/wbz
Im Rahmen von ca. 1.000 Veranstaltungen erreicht das Weiterbildungszentrum jährlich mehr als 14.000 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer. Das Angebot umfasst berufsbezogene Fort- und
Weiterbildungsveranstaltungen. Einzel- und Teamcoachings sowie
maßgeschneiderte Seminare und Trainings ergänzen das Angebot.
Kunst und Kinder
Das GASTHÖRER-CARD-Programm offeriert Bildungsinteressierten viele Möglichkeiten für das neben- und nachberufliche
Lernen an der Freien Universität Berlin: in ausgewählten Lehrveranstaltungen wie in einem jählich etwa 350 Kurse umfassenden
Exklusivprogramm mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte.
Fortbildungsangebot für Erzieher/-innen
April - Mai 2016
Kooperationspartner
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Das Stadtmuseum Berlin öffnet Kindern und Jugendlichen das
Museum als aktiven Raum zum Forschen und Gestalten. Passt
dieser Anspruch auch für Kinder im Vorschulalter? Gemeinsam
mit dem Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin
wollen wir erproben, wie sich schon die Kleinsten das Museum
erschließen können. Kinder spüren intuitiv die Atmosphäre besonderer Räume, Dinge und Bilder. Wie können Erzieherinnen
und Erzieher oder Vermittlerinnen und Vermittler Zugänge zu
Objekten und Kunstwerken herstellen? Wie gelingt das Anknüpfen an die Lebenswelt der Kinder? Und wie lässt sich dies mit
praktischem Handeln kombinieren? Ziel ist es, allen Kindern
früh Zugänge zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Um dies
zu erreichen gibt der Kurs den Teilnehmenden Einblick in das
Museum als Bildungsort und bietet ihnen Kompetenzen für die
Planung ihres eigenen Museumsbesuchs mit ihren Schützlingen.
Philip Dera © Stiftung Stadtmuseum Berlin
1. Termin:
2. Termin: 3. Termin:
4. Termin:
5. Termin: KUNST UND KINDER
»... Kinder, wie die Zeit vergeht ...«
Dozentin: Dr. Beate Zimmermann
Einführung: Gisela Romain M.A.
»WISSEN IST DER SCHLÜSSEL ZUM KÖNNEN.« Das Statement
von Elsbeth Stern, einer der bekanntesten Bildungsforscherinnen Deutschlands, ist unbestritten. Das Weiterbildungszentrum
teilt diese Erkenntnis. Gemeinsam mit Bildungsexperten haben
wir unser Fortbildungsprogramm für Erzieher/-innen mit dem
Schwerpunkt Kunst entwickelt. Es stellt den Teilnehmenden theoretische Grundlagen und Handwerkszeug bereit und gibt Anregungen, die sie in die Lage versetzen, Kindern im Vorschulalter
spielerisch den Zugang zur Kunst zu öffnen und ihr kreatives Potential anzuregen.
Die Beschäftigung der Teilnehmenden mit Exponaten der Berliner
Museen und Kunstgalerien bildet den besonderen Kern der Fortbildungsreihe. Anküpfungspunkte zur Welt der Kinder werden an verschiedenen Kunstorten der Stadt unter dem Motto
‚Kunst als Schlüssel zur Welt!‘ eröffnet. Als Kooperationspartner für 2016 konnte erstmalig die Stiftung Stadtmuseum
Berlin gewonnen werden.
Ziel der Fortbildung ist die Sensibilisierung der Teilnehmenden für Ergebnisse aus der aktuellen Bildungsforschung und
deren Transfer in den pädagogischen Alltag. Erzieherinnen
und Erzieher erkennen und fördern die Sprachfertigkeiten ihrer Schützlinge genauso wie die Konzentrationsleistungen
und die motorischen Fähigkeiten. Sie regen die Kinder auf
spielerische Weise an, sich Wissen anzueignen und achten darauf, wie es dabei gelingen kann, ihre Kooperationsfähigkeit zu
stärken. Anhand des Lernfeldes Kunst erwerben die Teilnehmenden Expertise nicht nur in der vertieften Beschäftigung
mit kunsthistorischen Epochen und Künstlern, sondern sie
entwickeln selbständig und in praktischen Übungen Arrangements, um bei Kindern im Vorschulalter forschende Neugier
anzuregen sowie deren sprachliche Kompetenzen und Toleranzerfahrungen zu fördern.
Das Augenmerk liegt dabei auf dem Erkennen von Mustern in Bildern, dem Ausdruck von Emotionen bei der Objektbetrachtung,
der individuellen Wahrnehmung von Farben und Formen und
auf der Festigung motorischer Fähigkeiten. Die Teilnehmenden
bereiten dazu aktiv einen Museumsbesuch vor, entwickeln eine
eigene Projektarbeit mit einer Kindergruppe im Museum und erarbeiten anhand der Ergebnisse gemeinsam Lernarragements für
den Arbeitsalltag. Diese beinhalten neben Informationsmaterial
zu Epochen und Künstlern auch praktische Übungseinheiten für
die Arbeit mit den Kindern im Kindergarten.
eigene künstlerisch-praktische Übungen der Teilnehmenden
im Museumslabor runden den Praxistag ab.
Seminargestaltung
27.04.2016
Experimentalphase mit der Kindergruppe im Märkischen Museum
Besuch des Museums gemeinsam mit der von den Teilnehmenden ausgewählten Kindergruppe. Neben dem Erwandern
des Ausstellungsortes werden die Kinder unter Anleitung zur
genaueren Betrachtung bestimmter Exponate angeregt. Ein
Gespräch, das kindliche Fragen und Impressionen aufgreift
sowie eine praktische Übung der Kinder stehen im Zentrum
des Museumsbesuches. Die Teilnehmenden nutzen den
Nachmittag zur intensiven Nachbereitung. Was hat die
Kinder z.B. besonders fasziniert und woraus ergeben sich
sinnvolle Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung
und Fortführung der eigenen Projektidee?
06.04.2016
Einführung und Vorbereitung des Museumsbesuches
Einführung in das kindliche Lernen sowie Überlegungen zum
praktischen Transfer dieser Erkenntnisse. Betrachtung des Lernortes Märkisches Museum anhand von Bildmaterialien und Anschauungsbeispielen aus den Beständen des Museums. Theoretische und praktische Einführungen in das Thema Stadtgeschichte
unter der Fragestellung wie plastisch vermitteln sich im Museum
Geschichte, Zeit und Alltagsleben. Beispielhafte Beschäftigung
mit Fragen der Gestaltung der Kleidungsstücke der Vergangenheit, womit Kinder spielten oder welche Abbildungsmöglichkeiten es gab. Fotos, Gemälde, Klangbeispiele erzählen Geschichten,
diese werden gemeinsam besprochen und diskutiert, um so den
Zugang zum Thema zu eröffnen.
13.04.2016
Praxistag im Märkischem Museum
Anhand von ausgewählten Exponaten wird im Märkischen Museum Geschichte genauer betrachtet und diskutiert. Dabei werden
Anknüpfungspunkte zur Welt der Kinder gesucht, besprochen
und, im Hinblick auf die kindliche Sichtweise, anregende und
spannende Beispiele aus der Welt der Mode, der Spiele, der Möbel, aber auch künstlerischer Werke verschiedener Zeiten vorgestellt. Im Gespräch entwickeln und sammeln die Teilnehmenden
Ideen für ihr eigenes Projekt im Bezug zum Kindergarten. Erste
20.04.2016
Übungsphase und Vorbereitung der Experimentalphase
In intensiver Gruppenarbeit werden die theoretischen und
praktischen Erfahrungen angewandt, indem Möglichkeiten
für die Arbeit mit Kindern entwickelt und deren praktische
Umsetzung beispielhaft erprobt werden. Die erzielten Ergebnisse werden besprochen und die eigenen Projektideen klarer
formuliert. Sie bilden die Basis für die Vorbereitung des Museumsbesuches mit den Kindern.
04.05.2016
Auswertung und Transfer
Abschließend steht die Integration der Fortbildungsinhalte
in den Alltag im Kindergarten im Mittelpunkt. Ausführlich
widmet sich die Gruppe dem Transfer der erarbeiteten Ergebnisse. Anhand von abschließenden praktischen Übungen
werden wertvolle Anknüpfungspunkte für den Berufsalltag
gesucht. Die Entwicklung von weiterführenden Materialien
durch die Teilnehmenden und die Konkretisierung der eigenen Projektideen stehen dabei im Vordergrund. Diskutiert
werden unter anderem die Möglichkeiten kleiner Ausstellungen im Kindergarten und deren kreativer Umsetzung mit
den Kindern.