Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der

compendio
Bildungsmedien
Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) hat die Vertriebsleiter von Schweizer und Liechtensteiner
Banken zum Stand des Multi-Channel-Managements in ihrer Organisation befragt. Die wesentlichen Erkenntnisse
aus dieser Trendstudie sind:
• Die Hälfte der Befragten bestätigt eine systematische Erfassung und Auswertung des Kanalnutzungsverhaltens der
Kunden. Hingegen steckt die Übertragung der entsprechenden Daten in ein integriertes CRM-System noch in den
Kinderschuhen.
• Eine Mehrheit der Befragten erachtet eine Differenzierung der Kanäle grundsätzlich als wichtig. Hingegen gibt nur
eine Minderheit der Befragten an, eine entsprechende Differenzierung – z.B. entlang einer kanalabhängigen Preisgestaltung oder der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen – bereits vorzunehmen.
• Nur ein Befragter gab an, bereits über eine integrierte Konzeption zur Erfolgs- und Wirtschaftlichkeitsmessung der
einzelnen Kanäle zu verfügen.
Diese Erkenntnisse lassen die folgenden Handlungsempfehlungen als adäquat erscheinen: Primärer Ansatzpunkt
ist die Optimierung der Wirkung der Vertriebskanäle durch die Differenzierung des Preis-/Leistungs-Mix pro Kanal.
Durch eine übergeordnete Gesamtsteuerung des Vertriebskanalmanagements können sodann die Partikularinteressen
im Sinne der Gesamtbank harmonisiert werden. Dritter empfohlener Fokuspunkt ist die Schaffung von Transparenz
hinsichtlich des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden, woraus eine Erhöhung der Genauigkeit der Kundenansprache
resultiert. Die vierte Empfehlung ist die Schaffung einer transparenten kanalspezifischen Erfolgsallokation, um das
strategische Kanalmanagement optimal zu gestalten. Aus der Optik der Zukunftsfähigkeit der Organisation und der
Mitarbeitenden empfiehlt sich schliesslich die proaktive Beobachtung der Entwicklungen der Kundenbedürfnisse / des
Kundenverhaltens, der Konkurrenzaktivitäten sowie eine zukunftsgerichtete Konzeption zur Kompetenzentwicklung
der Vertriebsmitarbeitenden.
Schweizerisches Institut für Finanzausbildung (SIF)
Anwendungsorientierte Forschung Financial Services
Herausgegeben von: Prof. Dr. Stefanie Auge & Prof. Dr. Bernhard Koye
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in
der Deutschschweiz und Liechtenstein
Stefanie Auge-Dickhut, Bernhard Koye, Jürg Müller, Sascha Strazzer
Praxisrelevante Weiterbildung für Banker – Forschung für die Finanzindustrie
Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) verzahnt praxisbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote
mit angewandten Forschungsdienstleistungen und garantiert damit für relevante und wirkungsvolle Ergebnisse bei
seinen Kunden.
Aus- und Weiterbildung
Wir sind der erfahrene Bildungspartner für die Entwicklung praxisrelevanter Handlungs- und Problemlösungskompetenzen – für eine erfolgreiche berufliche Zukunft im Finanzbereich. Als Verantwortungsträger im Banking erwerben
Studierende in unseren Weiterbildungslehrgängen praxisrelevante Management- und Fachkompetenzen für ihre
erfolgreiche berufliche Entwicklung im modernen Banking.
• Referenten und Teilnehmende verfügen über relevante Praxiserfahrung
• Flexible Kursorganisation, ausgerichtet auf Berufstätige
• Fachinputs und On-the-Job-Lernen mit individuellen Praxisprojekten
• Nutzbarmachung aktueller Erkenntnisse für die Praxis
• National und international anerkannte Fachhochschul-Abschlüsse
Angewandte Forschung
Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) ist der kompetente Partner für angewandte Forschungsstudien mit relevanten Resultaten für die erfolgreiche Entwicklung Ihres Unternehmens oder Geschäftsbereichs. Wir
identifizieren Veränderungstreiber und Trends unter Einbindung unseres Netzwerkes in der Finanzbranche. Auf dieser
Basis schneidern wir praxistaugliche Lösungsansätze unter Einbezug wissenschaftlicher Methoden. Zu unserem
Leistungskatalog gehören:
• Finanzmarktanalysen
• Bankspezifische Analysen
• Gutachten
• Empirische Studien (Interviews, Online-Umfragen)
ISBN 978-3-7155-7148-5
Cover_Studie_Multi_Channel_Banken.indd 1
21.05.2015 14:53:16
Forschungsreihe «Anwendungsorientierte Forschung»
Bisher in dieser Reihe erschienen:
Zukunftsfähigket von Schweizer Banken
Stefanie Auge-Dickhut, Patrick Egloff, Wulf Haasner, Bernhard Koye; 2015
Wandlungsfähigkeit von Banken
Stefanie Auge-Dickhut, Claude del Don, Charlotte Götz, Mahmoud Hemmo,
Bernhard Koye, Thomas Roth; 2014
Reputationsrisikomanagement in Schweizer Banken – Eine konzeptionelle Studie
Stefanie Auge-Dickhut, Raphael Düblin, Bernhard Koye, Mahmoud Hemmo; 2013
Kundenorientierung in Banken – Financial Service Design
Stefanie Auge-Dickhut, Bernhard Koye, Mahmoud Hemmo, Béatrice Sidler-Gisler,
Andreas Willimann; 2012
Banken und Social Media – Ergebnisse einer Befragung von potenziellen
Private Banking Kundinnen und Kunden in der Schweiz und in Deutschland
Stefanie Auge, Bernhard Koye, Andreas Nigg; 2012
Nachhaltigkeit bei Bankgeschäften in der Schweiz
Stefanie Auge, Annett Baumast, Christian Fichter, Bernhard Koye; 2012
Nähere Informationen zu diesen und anderen Studien erhalten Sie
auf der Homepage des SIF – Schweizerisches Institut für Finanzausbildung
Cover_Studie_Multi_Channel_Banken.indd 2
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Forschungsreihe «Anwendungsorientierte Forschung»
Bisher in dieser Reihe erschienen:
Zukunftsfähigket von Schweizer Banken
Stefanie Auge-Dickhut, Patrick Egloff, Wulf Haasner, Bernhard Koye; 2015
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Stefanie Auge-Dickhut, Claude del Don, Charlotte Götz, Mahmoud Hemmo,
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Reputationsrisikomanagement in Schweizer Banken – Eine konzeptionelle Studie
Stefanie Auge-Dickhut, Raphael Düblin, Bernhard Koye, Mahmoud Hemmo; 2013
Kundenorientierung in Banken – Financial Service Design
Stefanie Auge-Dickhut, Bernhard Koye, Mahmoud Hemmo, Béatrice Sidler-Gisler,
Andreas Willimann; 2012
Banken und Social Media – Ergebnisse einer Befragung von potenziellen
Private Banking Kundinnen und Kunden in der Schweiz und in Deutschland
Stefanie Auge, Bernhard Koye, Andreas Nigg; 2012
Nachhaltigkeit bei Bankgeschäften in der Schweiz
Stefanie Auge, Annett Baumast, Christian Fichter, Bernhard Koye; 2012
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21.05.2015 14:53:16
Departement Wirtschaft
Schweizerisches Institut für Finanzausbildung (SIF)
Multi-Channel-Management im
Vertrieb bei Banken in der
Deutschschweiz und
Liechtenstein
Stefanie Auge-Dickhut
Bernhard Koye
Jürg Müller
Sascha Strazzer
Mai 2015
2
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
Management Summary
Ziel der Erhebung
Die
vorliegende
Studie
ist
die
erste
Pilotbefragung
von
Vertriebsleitern
oder
Vertriebskanalverantwortlichen Schweizer und Liechtensteiner Banken zum Stand des Multi-ChannelManagement in Bezug auf vier Kernthemen. Nachfolgend findet sich eine Zusammenfassung der
Kernresultate. Die Studie ist eine nicht repräsentative Pilotbefragung. Von 100 Befragten haben 17
Personen teilgenommen, dies entspricht einer Rücklaufquote von 17%.
Informations- und Vertriebskanäle
Die Filiale (16) und das Online-Banking (15) bilden die dominierenden Vertriebs- und Informationskanäle. Eine Mehrheit (12) der Banken der Befragten unterhält zudem einen Mobile-Banking Kanal.
Eine übergeordnete Koordination der Kanäle findet bei 12 Befragten statt und wird von allen bis auf
einen Befragten als wichtig erachtet. Die Hälfte der Befragten (9) bestätigen, dass das Kanalnutzungsverhalten der Kunden/Kundinnen erfasst und in den meisten Fällen (8) auch ausgewertet wird.
Ein vollständiges Einfliessen der ausgewerteten Daten in die CRM-Systeme wird nur von einem
Befragten bestätigt. Sechs Befragte geben an, dass die Daten teilweise in die CRM-Systeme übertragen werden. Der hauptsächliche Grund für die Nichterfassung ist die fehlende Priorisierung.
Erfassung und Auswertung des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden
Im Bereich der spezifischen Differenzierung innerhalb der Kanäle findet diese vor allem zwischen
Filiale und den digitalen Kanälen statt. Nur wenige Befragte bestätigen eine vollständige Differenzierung nach Art der angebotenen Produkte, der kanalspezifischen Preisgestaltung und der Art der
angebotenen Dienstleistung über sämtliche Kanäle. Mehr als die Hälfte der Befragten erachten die
Differenzierung innerhalb der Kanäle als wichtig, nur wenige Teilnehmende betrachten dies als nicht
notwendig.
Vertriebskanalspezifische Ertragszuordnung
Eine transparente Erfolgszuordnung im Sinne der Wirtschaftlichkeit über sämtliche Kanäle findet nur
in einem Fall statt. Als Gründe für die fehlende Erfolgszuordnung werden vor allem die fehlende
Priorisierung (10) sowie fehlende IT-Systeme (5) genannt. Hinsichtlich der Bedeutung der kanalspezifischen Erfolgszuordnung besteht Uneinigkeit.
Steuerung der Vertriebsaktivitäten
Die aktivitätsorientierte Mitarbeiterführung wird von 12 Befragten als Instrument für die Vertriebssteuerung genutzt. Dominierende Messgrössen bilden die Anzahl Verkaufsgespräche (11), Abschlussquoten (9) sowie Anzahl Folgekontakte aus Beratungsgesprächen (8). Die Teilnehmenden, die die aktivitätsorientierte Mitarbeiterführung nicht nutzen, nennen mehrheitlich fehlende Priorisierung (4) oder
mangelnden kulturellen „Fit“ (3) als Grund.
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
3
Handlungsempfehlungen
Aus den Kernerkenntnissen werden die folgenden Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Übergeordnete Koordination der unterschiedlichen Informations- und Vertriebskanäle
Eine Optimierung der Vertriebssteuerung wird durch eine übergeordnete Koordination der unterschiedlichen Informations- und Vertriebskanäle möglich. Dies verhindert die Bildung und Durchsetzung von kanalspezifischen Bereichsegoismen und erlaubt die Optimierung der Gesamtwirkung.
Schaffung von Differenzierungsmerkmalen innerhalb der Kanäle
Die Wirkung der Vertriebskanäle kann massgeblich optimiert werden, wenn es gelingt, durch klare
Differenzierungsmerkmale eine gegenseitige Kannibalisierung zu minimieren. Dies kann sowohl über
die Preisgestaltung als auch über die Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen pro Kanal
geschehen. Über die kostenintensive Filialstruktur können so z.B. vor allem wertschöpfungsintensive
Dienstleistungen angeboten werden. Die kanalspezifischen Kundenpräferenzen werden so effektiv
abgedeckt, interne Widerstände können minimiert werden. Differenzierung ermöglicht so die optimale
Ausschöpfung des Erfolgspotenzials pro Kunde.
Schaffung von Transparenz bezüglich des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden
Die Schaffung der Transparenz im kundenbezogenen Kanalnutzungsverhalten durch entsprechende
CRM-Systeme ermöglicht eine bedürfnisgerechte Kundenansprache und ist daher entscheidende
Voraussetzung für die Kundensegmentierung. Eine Definition von sinnvollen Messgrössen gibt nachhaltig Aufschluss über das Kundenkanalnutzungsverhalten. Systematische Messungen ermöglichen
die Erkennung von Trends als Grundlage für die Bestimmung der zukünftigen Vertriebsstrategie.
Schaffung von Transparenz hinsichtlich der kanalspezifischen Erfolgsallokation
Die Schaffung einer transparenten Erlösallokation nach Kanälen legitimiert oder delegitimiert hohe
Kostenblöcke in der Filialinfrastruktur. Kanalspezifische Investitionsentscheide können gezielter
getroffen werden. Die Mitarbeitenden erhalten Klarheit über die Wertschöpfung ihrer Aktivitäten.
Schaffung von Transparenz in den mitarbeiterbezogenen Vertriebsaktivitäten
Konsequente Vertriebsorientierung ist auch vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewerbs
immer bedeutsamer. Eine aktivitätsorientierte – im Unterschied zur rein ergebnisorientierten - Mitarbeiterführung ermöglicht die Ausschöpfung des Erfolgspotenzials für Neu- und Bestandskunden.
Durch die Definition von Steuergrössen - beispielsweise der Nettoberatungszeit - kann das Ausmass
der Vertriebsorientierung quantifiziert werden. Gleichzeigt gibt eine solche Datenbasis Aufschluss
über prozessuale oder administrative Effizienzpotenziale.
Kunden– und Marktbeobachtung
Um das übergreifende strategische Kanalmanagement optimal zu gestalten, empfiehlt sich die genaue Beobachtung und proaktive Diskussion der Entwicklungen der Kundenbedürfnisse und des
Kundenverhaltens sowie der Aktivitäten der Konkurrenz. Aus diesen Diskussion können einerseits
inkrementelle Optimierungen/Verbesserungen abgeleitet werden. Darüber hinaus ist eine solche
proaktive Diskussionskultur die Basis für die Entwicklung differenzierender Innovationen von innen
heraus.
Weiterentwicklung des zukünftigen Rollenprofils der Vertriebsmitarbeitenden
Das Verhalten der Kunden ändert sich in vielen Bereichen schneller als das Rollenverständnis der
Mitarbeitenden. Gründe hierfür sind u.a. das steigende Finanzfachwissen der Kunden/Kundinnen
sowie ihr Bedürfnis nach verstärkter finanzielle Eigenregie und nicht zuletzt das Aufkommen von
Social Trading Plattformen und Kommunikationsnetzwerken. Die Rolle der Vertriebsmitarbeitenden
wird daher sich wahrscheinlich in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Die stetige aktive
Weiterentwicklung der Rollenprofile im Vertrieb sowie die Einbindung der Mitarbeitenden in diesen
Veränderungsprozess ist daher ein wesentlicher Kernerfolgsfaktor.
4
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
INHALTSVERZEICHNIS
1.
Einführung ...................................................................................................... 6
1.1
Hintergrund.............................................................................................................................. 6
1.2
Forschungsfragen ................................................................................................................... 6
1.3
Forschungsdesign ................................................................................................................... 6
1.4
Industrialisierung von Banken ................................................................................................. 6
1.5
Multikanalmanagement bei Banken ........................................................................................ 7
2.
Studienergebnisse ......................................................................................... 9
2.1
Multi-Channel-Management .................................................................................................... 9
2.1.1
Informations- und Vertriebskanäle ...................................................................................... 9
2.1.2
Erfassung und Auswertung des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden ........................... 10
2.1.3
Vertriebskanalspezifische Ertragszuordnung .................................................................... 12
2.2
Steuerung der Vertriebsaktivitäten ........................................................................................ 12
3.
Anhang I: Demographie der Befragten ....................................................... 14
4.
Anhang II: Online-Befragung....................................................................... 16
5.
Literaturverzeichnis ..................................................................................... 23
6.
Impressum .................................................................................................... 24
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
5
1. Einführung
1.1
Hintergrund
Die Bankenbranche hat in den letzten Jahren einen starken ökonomischen Abschwung erlebt (vgl. zu
den Ausführungen dieses Absatzes Riese, 2006, S. 1-5). Trotz zwischenzeitlicher Erholungstendenzen bleiben die Banken mit der an Komplexität zunehmenden Herausforderung konfrontiert, sich im
Spannungsfeld von Kundenwünschen und Rentabilitätsanforderungen zu behaupten. Es lässt sich
feststellen, dass in der Bankenlandschaft zunehmend eine neue, industriell-geprägte Terminologie
verwendet wird. Erklärbar erscheint dieser begriffliche Verwendungszweck dadurch, dass gewisse
Eigenschaften eines industrialisierten Produktionsprozesses auf den Leistungserstellungsprozess für
Bankdienstleistungen zunehmend Anwendung findet. Mit dieser Transformation werden grosse
Hoffnungen mit der Banklandschaft verknüpft.
Im Bereich des Vertriebs stellen die Vertriebsziele ein Subzielsystem des Zielsystems der Gesamtbank dar (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Riese, 2006, S. 38). Im Vordergrund steht dabei
die Absetzung der Bankdienstleistung nach den Präferenzstrukturen der Kunden zu möglichst geringen Kosten. Im Industrialisierungskontext ergibt sich daraus ein gewinnbringendes Management des
Bankenkanalportfolios. Die Ausgestaltung der konkreten, kanalspezifischen oder –übergreifenden
Verkaufsprozesse bilden dabei das wesentliche Gestaltungsfeld.
1.2
Forschungsfragen
Im Rahmen der vorliegenden, nicht repräsentativen Pilotbefragung wurde der Umsetzungsstand
eines integrierten Multi-Channel-Managements, einschliesslich der Informationsbeschaffung von
Kundenverhalten über CRM-Systeme, bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein erforscht.
Abschliessend wird untersucht, inwiefern Banken spezifische Kennzahlen für die Messung der Vertriebsaktivitäten ihrer Vertriebsmitarbeitenden nutzen.
1.3
Forschungsdesign
Kern dieser Studie ist eine erste, nicht repräsentative Pilotbefragung von Vertriebsleitenden oder
Vertriebskanalverantwortlichen Schweizer und Liechtensteiner Banken zum Stand des Multi-ChannelManagement in ihren jeweiligen Banken, welche das Schweizerische Institut für Finanzausbildung
(SIF) im Rahmen seiner angewandten Forschung zu Trends des Finanzplatzes Schweiz durchführt.
Eine Literaturrecherche und anschliessende Experten Gespräche ermöglichten die Identifizierung von
thematischen Schwerpunkten. Auf dieser Grundlage wurden Items für ein quantitatives Erhebungsinstrument entwickelt. Dieses wurde in einem Pretest überprüft und optimiert. Die anschliessende
Datenerhebung wurde mittels einer standardisierten Online-Befragung mit zusätzlichen offenen
Antwortmöglichkeiten durchgeführt. An der Online-Befragung haben 17 Bankvertretende von 100
angeschriebenen Banken teilgenommen.
1.4
Industrialisierung von Banken
Die Industrialisierungsentwicklung im Bankensektor ist weitreichend und kann, basierend auf der
individuellen Unternehmensstrategie, im Grundsatz in die Dimension Abwicklung, Produktentwicklung
und Vertrieb unterteilt werden (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Deckers & Goeken, 2010,
S. 32, S. 60-64). Die Abwicklung umfasst die Standardisierung und Automatisierung der Abwicklung
sowie die Spezialisierung und Reduktion der Fertigungstiefe. Im Bereich der Produktentwicklung liegt
der Fokus primär auf der standardisierten Individualisierung des Dienstleistungsangebotes. Die
Dimension Vertrieb befasst sich mit der Diversifikation und Spezialisierung des Bankenkanalportfolios
sowie mit der Spezialisierung und Automatisierung von Vertrieb und Vertriebsunterstützung.
Seit einigen Jahren finden in der Bankenpraxis vor allem die Schlagworte "Bankenfabriken" oder
"Abwicklungsbanken" Anwendung (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Riese, 2006, S. 7583). Wie diese Worte schon sagen, wird dabei vor allem das Ziel verfolgt, die Produktivität durch
6
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
Standardisierung und Automatisierung zu verbessern. Grosse Potenziale werden vor allem in der
Wertpapierabwicklung, im Zahlungsverkehr oder auch in der Kreditabwicklung eingeräumt. Dabei wird
versucht die Abwicklungsprozesse mit möglichst wenigen Medienbrüchen zu gestalten, um so die so
genannte Straight Through Processing (STP) Rate zu erhöhen. Der Begriff STP umschreibt eine
Automatisierung, die im Wesentlichen zwei Prämissen folgt: Die nur einmalige, elektronische Erfassung von Transaktionsdaten sowie die automatisierte Verarbeitung dieser Daten bis an das Ende des
Transaktionszyklus unter konsequenter Vermeidung von Medienbrüchen. Das Bestreben nach automatisierter Abwicklung führt nicht nur zu kürzeren Durchlaufzeiten sondern auch zu erhöhter Datenqualität und reduzierter Fehlerquote.
Die Spezialisierung von Abwicklungsaktivitäten im Bankensektor weist eine starke Dynamik auf. Was
bis vor wenigen Jahren noch Zukunftsvision war, ist heute schon Realität. Die Wertschöpfungskette
im Banking beginnt aufzubrechen. Seit 1996 liegt das jährliche durchschnittliche Wachstum an Outsourcing-Dienstleistungen im Finanzdienstleistungsbereich bei 45% p.a. Outsourcing-Modelle versprechen nicht nur Kostensenkungspotenziale, sondern ermöglichen auch die Fokussierung auf die
Kerngeschäftsprozesse wie Kundenservice und Vertrieb (Deckers & Goeken, 2010, S. 38).
Die Industrialisierung mag allerdings auch der Verbesserung der Ertragsseite dienen, nämlich dann,
wenn durch industrielle Fertigungsprinzipien die Effizienz der Produktentwicklung gesteigert wird und
innovative Produkte früher auf den Markt gebracht werden (time-to-market) (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Deckers & Goeken, 2010, S. 29 – 30). Eine konsequente Modularisierung der
angebotenen Bankprodukte und Dienstleistungen ermöglichen eine Verbesserung der Effizienz und
kundenorientierten Innovationen.
Die Praxis zeigt, dass die Banken noch nicht alle Potenziale, sowohl im Vertrieb als auch in der
Produktentwicklung, ausschöpfen (Deckers & Goeken, 2010, S. 41). Der industrielle Kontext im
Bereich des Vertriebs findet Riese (2006, S. 70) zum einen in der Vertriebsorientierung, einschliesslich der Vertriebsaktivitäten, und zum anderen in der Gewinnung und Auswertung von Kundendaten.
Die Vertriebsorientierung umfasst eine gewinnbringende Steuerung der unterschiedlichen Vertriebskanäle, das Multi-Channel-Management sowie die Bestimmung von Ergebnisgrössen (Hientzsch &
Bocken, 2013, S. 2). Die Anwendung solcher Messgrössen kann nicht nur zur Ausschöpfung von
Erfolgspotenzialen führen, sondern geben auch Auskunft über die aufgewendete Zeit für Nebentätigkeiten, die nicht mit der originären vertrieblichen Funktion in Verbindung gebracht werden (Riese,
2006, S. 70-71). Diese Informationen können dazu genutzt werden, Prozesse zu straffen und bei
Bedarf Tätigkeiten, die nicht der originären Aufgabe des Vertriebes dienen, vom Vertrieb zu entkoppeln.
Die Bedeutung multimedialer Kommunikationskanäle im Kundenmanagement wächst stetig (Bearing
Point, 2012, S.1 - 2). Im Zuge des veränderten Marktumfelds steigen die Erwartungen von Kunden an
das Kanalangebot laufend. Diesem Umstand werden Banken durch ihr Filialnetz und ihren digitalen
Kommunikationskanälen bereits gerecht. So nutzen bereits Millionen Kunden die Online-BankingAngebote ihrer Banken, gleichzeitig erfahren die Nutzungszahlen von Mobile Banking-Lösungen ein
noch rasanteres Wachstum (Bearing Point, 2012, S.1).
1.5
Multikanalmanagement bei Banken
Die Entwicklung des Multi-Channel-Managements im Vertrieb im Bankensektor findet seinen Ursprung im industriellen Sektor (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Riese, 2006, S. 64-70;
Deckers, 2010, S.31-32; Rujner & Kietzmann, 2012, S. 3). Im Rahmen des Vertriebs industrieller
Güter herrschen traditionell diversifizierte, mehrstufige Vertriebssysteme vor. Der Anbieter nutzt
verschiedene Vertriebswege für den Absatz seiner Produkte. Nebst der intelligenten Verzahnung
dieser unterschiedlichen Vertriebswege werden verwaltende und produktionsunterstützende Aktivitäten weitgehend vom Vertrieb getrennt. Im Vertrieb wird der Fokus auf Vertriebsaktivitäten und eine
automatisierte Unterstützung von Vertriebsaktivitäten gelegt. Im Vordergrund stehen die Gewinnung
und Auswertung von Kundendaten über CRM-Systeme. Diese Systeme gewährleisten eine zielgenaue Ansprache der Kunden.
Im Bankensektor stellt die Filiale den traditionell dominierenden Vertriebstyp dar (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Riese, 2006, S. 69-71). Ein wesentliches Problemfeld in diesem Kontext ist
die Tatsache, dass die Vertriebsmitarbeitenden einen erheblichen Teil ihrer Zeit für nicht vertriebsbezogene Aktivitäten aufwenden. Im Hinblick auf den gesteigerten Wettbewerbsdruck, unter anderem
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
7
durch die Digitalisierung und den Markteintritt von neuen Wettbewerbern, ist eine konsequente Vertriebsorientierung mehr denn je gefragt. Nebst der Spezialisierung von Vertriebseinheiten auf ihre
originäre, vertriebliche Funktion ist zunehmend eine automatisierte Vertriebsunterstützung im Sinne
von intelligenten CRM-Systemen erforderlich. Notwendig sind spezifische Messgrössen, die das
Ausmass der Vertriebsorientierung zum Ausdruck bringen.
Die technologische Entwicklung und das daraus resultierende veränderte Kundenbedürfnis stellt die
Banken vor eine grosse Herausforderung (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes, KPMG, 2013,
S. 42-46). Insbesondere jüngere Generationen nutzen eine breite Auswahl an digitalen Kanälen zu
unterschiedlichen Zwecken. Während die traditionelle Kundensegmentierung mehrheitlich auf Elementen wie demographische Eigenschaften, Vermögensvolumen oder berufliche Ausbildung baut,
rückt im Zuge der Digitalisierung vermehrt die bedürfnisorientierte Kundensegmentierung in den
Vordergrund. Dies hat zur Folge, dass die Art und Weise der Informationsbeschaffung des Kundenverhaltens entscheidend ist, um die Vertriebskanäle den neuen Kundenbedürfnissen anzupassen.
Im Privatkundengeschäft ist der Kunde längst „hybrid“ (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes
Hientzsch & Bocken, 2013, S. 1-4; Mihm, 2014, S. 52). Er wechselt die Kanäle manchmal mehrmals.
Hybride Kunden nutzen je nach anstehender Kaufentscheidung den für sie optimal und situativ passenden Vertriebsweg und haben dabei keine starren Kanalpräferenzen. Dieses Kundenverhalten
determiniert die Gestaltung der Informations- und Vertriebskanäle der Banken. Das klassische Bild
des Kunden, der sämtliche Schritte einer Kaufentscheidung von der Information bis zum Abschluss
über die Filiale abwickelt, verliert mehr und mehr an Bedeutung. Hientzsch & Bocken (2013) erwarten, dass zukünftig 70% bis 85% der Kunden mehrere Vertriebskanäle parallel nutzen werden
Die digitale Kundenwelt betrifft nicht nur das Privatkundengeschäft. Auch im Private Banking wird die
Kundenbeziehung zunehmen digitaler (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Ferber, 2013).
Eine Studie von CapGemini und RBC Wealth Management (2014) zeigt, dass mittlerweile 70% der so
genannten "high net worth individuals" mehr digitalen Kontakt zu ihren Beratern wünschen. Rund 24%
wünschen sogar eine primär digitale Beziehung. Der Wunsch nach vermehrt digitaler Betreuung,
kombiniert mit dem Bedürfnis Tätigkeiten wie Portfolio- oder Risikoanalysen vermehrt in Eigenregie
durchzuführen, stellt auch in diesem Kundensegment hohe Anforderungen an die zukünftige Vertriebsstrategie. Für die jüngeren vermögenden Kunden ist digitale Kommunikation selbstverständlich.
Die gut informierten Selbstentscheider erwarten von der Bank entsprechende Angebote (Niklowitz,
2014).
Die Schaffung von ganzheitlicher Transparenz ermöglicht im Rahmen der Multi-Kanal-Exzellenz
weiter die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Kanäle zu messen (vgl. zu den Ausführungen dieses Absatzes Mihm, 2014, S. 54; Penkert & Krpanic, 2014, S. 10). Diese Informationen können für anstehende, kanalspezifische Investitionsentscheide genutzt werden. Gleichzeitig kann dieses Wissen als
Anstoss für eine Verhaltensänderung der Mitarbeitenden, die sich jahrelang in einem filialzentrierten
Modell bewegt haben, dienen. Wird das veränderte Kanalnutzungsverhalten der Kunden/Kundinnen
auch aus Sicht der Ertragsgenerierung betrachtet, können möglicherweise die Mitarbeitenden überzeugt werden, Massnahmen im Bereich der eigenen zukünftigen Rolle im Multi-Kanal-Vertrieb zu
definieren und sich selbst in die Entwicklung des Zielbilds einzubinden.
Die Umsetzung eines echten Multi-Channel-Managements wird darüber entscheiden, welche Bank in
den nächsten Jahren ein zeitgemässes Kundenerlebnis im Privatkundengeschäft realisiert (Hientzsch
& Bocken, 2013, S. 4).
8
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
2. Studienergebnisse
2.1
Multi-Channel-Management
Der erste Teil der Befragung befasst sich mit
dem Stand des Multi-Channel-Management
bei den befragten Banken. Im Kontext zu
diesem Bericht umfasst der Begriff „MultiChannel-Management“ das Zusammenspiel
und die Orchestrierung der unterschiedlichen
Informations- und Vertriebskanäle der Bank.
Im Rahmen einer Multi-Channel-Management
Strategie bilden die Ausgestaltung der Kanäle
nach den Kundenerwartungen, die Transparenz über das Verhalten der Kunden im Multikanalsystem und die Zurechnung der Kosten
und Erträge an die einzelnen Kanäle, zentrale
Elemente (vgl. zu den Ausführungen dieses
Absatzes Hientzsch & Bocken, 2013). Weitere
entscheidende Faktoren bilden die Realisierung eindeutiger USP‘s pro Kanal sowie die
klare Differenzierung der unterschiedlichen
Kanäle im Bereich des Dienstleistungsangebotes und der Preis- und Produktgestaltung. Die
eindeutige Differenzierung und Positionierung
minimiert die Angst vor Margenverlust durch
den Ausbau der elektronischen Kanäle und
verhindert gleichzeitig die gegenseitige Kannibalisierung der Kanäle.
Die Befragung umfasst die Themen der allgemeinen Koordination der Informations- und
Vertriebskanäle, der Gewinnung und Auswertung des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden/Kundinnen sowie der vertriebskanalspezifischen Ertragszuordnung.
2.1.1 Informations- und Vertriebskanäle
In einem ersten Schritt wurden die Institute
über ihr Kanalportfolio befragt. Dieser Schritt
zielt darauf ab, zu erfahren, welche Kanäle
angeboten werden, wie diese koordiniert
werden und wie sich die einzelnen Kanäle
positionieren und sich untereinander differenzieren. Diese Informationen dienen dazu, zu
bestimmen, inwiefern eine kanalübergreifende
Optimierung bereits stattgefunden hat und
inwieweit eine gegenseitige Kannibalisierung
bzw. ein "Silo"-Denken der individuellen Kanäle minimiert wird.
Die Filiale (16) sowie Online-Banking (15) und
Bancomat (14) stellen die dominierenden
Informations- und Vertriebskanäle dar. 12
Banken bieten auch Mobile-Banking Applikationen sowie Callcenter an. Vereinzelt sind auch
Social Media, Shop in Shop Konzepte und
Video Beratung im Angebot.
N = 17, Anzahl Nennungen
Bei 12 Befragten wird das kanalübergreifende
Management der unterschiedlichen Informations- und Vertriebskanäle zentral koordiniert.
Bei 5 Teilnehmenden ist keine zentrale Koordination vorhanden.
Die meisten der Befragten erachten es als
wichtig (3) oder sehr wichtig (13), dass das
kanalübergreifende Management der unterschiedlichen Informations- und Vertriebskanäle
zentral koordiniert wird. Lediglich ein Befragter
sieht diesen Punkt als unwichtig an.
N = 17, Anzahl Nennungen
Bei der Mehrheit der Befragten besteht eine
teilweise differenzierte Kanalgestaltung im
Bereich der Preisgestaltung sowie der Art der
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
9
angebotenen Dienstleistungen und angebotenen Produkte. Bei wenigen Banken erfolgt
entweder keine Differenzierung oder eine
vollumfängliche Differenzierung.
N = 17, Anzahl Nennungen
N = 17, Anzahl Nennungen
Eine geteilte Meinung besteht bei der Wichtigkeit der Differenzierung nach Preisgestaltung
und Art der angebotenen Dienstleistungen und
Produkte. Die Hälfte der Befragten erachtet
diese Differenzierung als sehr wichtig. Nur
wenige Teilnehmende betrachten diese Differenzierung als unwichtig.
N = 17, Anzahl Nennungen
Ein deutliches Bild zeigt sich bei Bestimmung
eines einzigartigen Nutzenversprechen (USP)
der Kanäle. 14 Teilnehmende bestätigen, dass
die Filiale im Vergleich zu den übrigen Kanälen mit einem USP ausgestattet ist. Bei 6
Befragten trifft dies auch auf den OnlineBanking Kanal zu. Nur vereinzelt sind die
übrigen Kanäle mit einem kanaldifferenzierenden USP ausgestattet.
10
2.1.2 Erfassung und Auswertung
des Kanalnutzungsverhaltens
der Kunden
Die Erwartungen von Kunden/Kundinnen an
das Kanalangebot steigen stetig. Kunden
wählen in Abhängigkeit der Situation und des
Bedarfs den für sie geeignetsten Kanalnutzen.
Die Befragung zeigt, dass die Banken grösstenteils Filiale und elektronische Kanäle anbieten. In einem nächsten Schritt der Befragung
wurde der Fokus auf die systematische Erfassung und Auswertung des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden/Kundinnen gelegt. Durch
die Erforschung des Kanalnutzungsverhaltens
der Kunden/Kundinnen lässt sich schlussendlich bestimmen, welche Präferenzen seitens
der Kunden bestehen. Auf dieser Basis kann
hergeleitet werden, welche Art von Dienstleistung die Kunden beispielsweise nicht mehr
über die Filiale, sondern gewollt online beziehen möchten. Diese Informationen determinieren schlussendlich auf welcher Basis die
Weiterentwicklungen der unterschiedlichen
Kanäle erfolgen sollen und tragen massgeblich
zu einer Realisierung einer Kanal-Exzellenz
bei. Weiter kann bestimmt werden, inwiefern
die Ausgestaltung der Kanäle den Kundenwünschen entspricht.
Bei 8 Banken wird das Kanalnutzungsverhalten der Kunden nicht erfasst und gleichzeitig
auch nicht als zu priorisierendes Thema aufgegriffen. In wenigen Fällen werden als Gründe auch nicht vorhandene Personalressourcen
oder fehlende IT-Systeme angegeben. Datenschutzbestimmungen oder fehlende Kapitalressourcen scheinen kein Hindernis für eine
Erfassung des Kanalnutzungsverhaltens zu
sein.
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
die Kundensegmentierung genutzt werden. Bei
5 der 8 Befragten fliessen diese Informationen
in die Kundensegmentierung ein. Insgesamt
beurteilen 10 Befragte die Berücksichtigung
des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden in
der Kundensegmentierung als wichtig bzw.
sehr wichtig. 5 Teilnehmende betrachten dies
als weniger bzw. unwichtig.
N = 8, Anzahl Nennungen
8 von 9 Befragten, die das Kanalnutzungsverhalten ihrer Kunden/Kundinnen erfassen,
werten diese Informationen auch systematisch
aus. Ein Institut hat Prozesse implementiert,
die die Informationen erfassen, jedoch aufgrund fehlender IT-Systeme und Personalressourcen aktuell nicht systematisch auswertet.
Für die Analyse dieser ausgewerteten Informationen über das Kanalnutzungsverhalten der
Kunden haben 5 der 8 Befragten, die die
Daten erfassen und auch auswerten, bestimmte Steuerungsgrössen (KPI) im Sinne eines
Kennzahlensteuerungssystems definiert. Die
Teilnehmenden dieser 5 Banken wurden
anschliessend über die Definition dieser Steuerungsgrössen befragt. Die Mehrheit stützt
sich dabei auf Ergebnisse aus Kundenbefragungen, Verkaufszahlen pro Kanal sowie
Kontaktzahlen pro Kanal ab. Einige Teilnehmende nutzen Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen, erfassen die Rücklaufquoten von
Kundenantworten oder ergreifen die Abbruchraten in den elektronischen Kanälen.
N = 17, Anzahl Nennungen
Abschliessend wurden die Teilnehmenden der
9 Banken, die das Kanalnutzungsverhalten
ihrer Kunden erfassen, befragt, ob dieses
Kanalnutzungsverhalten in den Customer
Relationship Management Systemen (CRM)
erfasst wird. Je nach Art des vom Kunden/Kundin präferierten Kanals kann darauf
aufbauend bestimmt werden, über welchen
Kanal die Kundenansprache erfolgen soll und
welche Art der Dienstleistung der Kunde/Kundin in Anspruch nehmen möchte. Das
Ergebnis zeigt, dass eine vollständige Informationsspeicherung in den CRM-Systemen nur
bei einer Bank erfolgt. Bei 6 Befragten erfolgt
dies teilweise. 2 Teilnehmende geben zur
Antwort, dass diese Informationen nicht in ihre
CRM-Systeme übertragen werden.
N = 9, Anzahl Nennungen
N = 5, Anzahl Nennungen
In einem nächsten Schritt wurden diejenigen 8
Teilnehmenden, bei denen das Kanalnutzungsverhalten
ihrer
Kunden/Kundinnen
erfasst wird befragt, ob diese Informationen für
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
11
2.1.3 Vertriebskanalspezifische
Ertragszuordnung
Der letzte Abschnitt im Bereich der Informations- und Vertriebskanäle betrifft die kanalspezifische Ertragszuordnung.
Zu Beginn wurde gefragt, ob die aus dem
Kundengeschäft generierten Erträge den
einzelnen Vertriebskanälen zugordnet werden.
Das Bild zeigt, dass nur bei einer Bank eine
vollständige, kanalspezifische Erfolgszuordnung erfolgt. Bei 5 Befragten erfolgt eine
teilweise Zuordnung und bei der Mehrheit der
Teilnehmenden erfolgt keine kanalspezifische
Erfolgszuordnung.
N = 16, Anzahl Nennungen
Ein unterschiedliches Bild zeigt sich bei der
Wichtigkeit der kanalspezifischen Erfolgszuordnung. 6 Teilnehmende beurteilen dies als
unwichtig oder weniger wichtig. 4 Teilnehmende beurteilen dies als mässig wichtig und 7
Befragte wiederum beurteilen dies als wichtig
oder sehr wichtig.
N = 17, Anzahl Nennungen
Diejenigen 16 Befragten, bei denen keine oder
nur eine teilweise Erfolgszuordnung erfolgt,
begründen dies mehrheitlich durch nicht
priorisiertes Thema oder durch fehlende ITSysteme. Vereinzelt wurden auch fehelende
Personalressourcen oder generell die Grösse
des Instituts genannt.
N = 17, Anzahl Nennungen
2.2
Steuerung der
Vertriebsaktivitäten
Der zweite Teil der Befragung befasst sich mit
dem Stand der aktivitätsorientierten Mitarbeiterführung als Instrument der Vertriebssteuerung zur optimierten Ausschöpfung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale.
12
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
Die zentrale Aufgabe der Vertriebssteuerung
im Gesamtkontext umfasst, dem richtigen
Kunden über den richtigen Weg zum richtigen
Zeitpunkt das richtige Produkt in der richtigen
Qualität zur Verfügung zu stellen (vgl. zu den
Ausführungen dieses Absatzes Riese, 2006,
S. 70-73). Die Vertriebsaktivität stellt dabei ein
zentrales Instrument zur tatsächlichen Ausschöpfung bestehender und zukünftiger Erfolgspotenziale dar. Im Zusammenhang mit
diesem Bericht umfasst der Begriff „Vertriebsaktivitäten“ die Bestimmung spezifischer
Messgrössen für die gezielte Steuerung der
Aktivitäten der Vertriebsmitarbeitenden im
Bereich der Vertriebsaktivität wie z.B. in Form
von Abschlussquoten, Anzahl qualifizierter
Kundenkontakte, der gezielten Einflussnahme
der Vorgesetzten sowie der laufenden Überwachung dieser Zielerreichungsgrade. Als
Abgrenzung dazu wird die Vertriebssteuerung
nach blosser Vorgabe von Zielwerten in Form
von Zahlen wie z.B. Bruttomarge oder Net
New Money verstanden.
Den Befragten wurde folgende Definition
gegeben:
Der Begriff aktivitätsorientierte Mitarbeiterführung umfasst die alltäglichen Vertriebsaktivitäten der Mitarbeitenden, das Setzen von Aktivitätszielen, die persönliche Einflussnahme des
Vorgesetzten sowie die laufende Überwachung der Zielerreichungsgrade. In Abgrenzung dazu verstehen wir unter ergebnisorientierter Mitarbeiterführung die blosse Vorgabe
von Ertrags- und Umsatzzielen wie z. B.
Bruttomarge, Net New Money, Net New Loan
etc.
Die Teilnehmenden wurden befragt, ob eine
aktivitätsorientierte Mitarbeiterführung zur
Steuerung der Vertriebsaktivitäten nach vorgegebenen Steuerungsgrössen (z.B. Anzahl
durchgeführte
Beratungsgespräche
oder
Abschlussquote) stattfindet. Bei 12 der Befragten wird dieses Instrument der Vertriebssteuerung aktiv genutzt. Bei 5 findet diese Art von
Mitarbeiterführung keine Anwendung.
Darauf aufbauend wurde bei denjenigen
Teilnehmenden, die die aktivitätsorientierte
Mitarbeiterführung anwenden, die Verwendung
spezifischer Messgrössen untersucht. Die
Mehrheit dieser 12 Befragten nutzen die
Anzahl Beratungsgespräche, Abschlussquoten
und die Anzahl Folgekontakte aus den Beratungsgesprächen. Auffallend ist, dass sich
lediglich 2 Befragte auf die NettoBeratungszeit, also diejenige Zeit der Ver-
triebsmitarbeitenden, die für die Kundenbetreuung im Verhältnis zur gesamten Zeitkapazität eingesetzt wird, als Messgrösse abstützen. Punktuell werden auch Anzahl Produktabschlüsse, Kundenbuchplanungsgespräche oder Potenzialkontakte genannt.
N = 12, Anzahl Nennungen
Bei den 5 Befragten, die die aktivitätsorientierte Mitarbeiterführung nicht anwenden, findet
das Thema mehrheitlich keine Priorisierung
oder das Thema entspricht generell nicht der
Kultur der Bank. Vereinzelt begründen dies die
Befragten auch mit der nicht vorhandenen
Messgrösse oder der Grösse des Instituts. Bei
keinem der Teilnehmenden finden sich die
Gründe in einer allfällig fehlenden Mitarbeiterbereitschaft.
N = 5, Anzahl Nennungen
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
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3. Anhang I: Demographie der Befragten
N = 17
N =17
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Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
N = 17
N = 17
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
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4. Anhang II: Online-Befragung
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Steuerung der Vertriebsaktivität
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Person und Unternehmung
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Sonderdruck. Die Bank - Zeitschrift für Bankpolitik und Praxis ,
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fileadmin/horvath-partners.com/assets/05_Publikationen/PDFs/deutsch/
Sonderdruck_diebank_08_12_Hovarth_Partner.pdf
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
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6. Impressum
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken
in der Deutschschweiz und Liechtenstein.
Download unter www.kalaidos-fh.ch/SIF/Forschung
Autorinnen und Autoren
Prof. Dr. Stefanie Auge-Dickhut
Prof. Dr. Bernhard Koye
Jürg Müller
Sascha Strazzer
Layout
Torben Stührmann
Kontakte
SIF - Schweizerisches Institut für Finanzausbildung
Kalaidos Fachhochschule
Jungholzstrasse 43
8050 Zürich
Prof. Dr. Stefanie Auge-Dickhut
Leiterin angewandte Forschung SIF
Tel.: +41 (0)44 200 19 43
E-Mail: [email protected]
Prof. Dr. Bernhard Koye
Institutsleiter SIF
Tel.: +41 (0)44 200 19 93
E-Mail:[email protected]
Jürg Müller
Oberi Breiti 3, 8500 Gerlikon
E-Mail: [email protected]
Sascha Strazzer
Bächliweg 15, 8854 Siebnen
E-Mail: [email protected]
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Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in der Deutschschweiz und Liechtenstein
compendio
Bildungsmedien
Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) hat die Vertriebsleiter von Schweizer und Liechtensteiner
Banken zum Stand des Multi-Channel-Managements in ihrer Organisation befragt. Die wesentlichen Erkenntnisse
aus dieser Trendstudie sind:
• Die Hälfte der Befragten bestätigt eine systematische Erfassung und Auswertung des Kanalnutzungsverhaltens der
Kunden. Hingegen steckt die Übertragung der entsprechenden Daten in ein integriertes CRM-System noch in den
Kinderschuhen.
• Eine Mehrheit der Befragten erachtet eine Differenzierung der Kanäle grundsätzlich als wichtig. Hingegen gibt nur
eine Minderheit der Befragten an, eine entsprechende Differenzierung – z.B. entlang einer kanalabhängigen Preisgestaltung oder der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen – bereits vorzunehmen.
• Nur ein Befragter gab an, bereits über eine integrierte Konzeption zur Erfolgs- und Wirtschaftlichkeitsmessung der
einzelnen Kanäle zu verfügen.
Diese Erkenntnisse lassen die folgenden Handlungsempfehlungen als adäquat erscheinen: Primärer Ansatzpunkt
ist die Optimierung der Wirkung der Vertriebskanäle durch die Differenzierung des Preis-/Leistungs-Mix pro Kanal.
Durch eine übergeordnete Gesamtsteuerung des Vertriebskanalmanagements können sodann die Partikularinteressen
im Sinne der Gesamtbank harmonisiert werden. Dritter empfohlener Fokuspunkt ist die Schaffung von Transparenz
hinsichtlich des Kanalnutzungsverhaltens der Kunden, woraus eine Erhöhung der Genauigkeit der Kundenansprache
resultiert. Die vierte Empfehlung ist die Schaffung einer transparenten kanalspezifischen Erfolgsallokation, um das
strategische Kanalmanagement optimal zu gestalten. Aus der Optik der Zukunftsfähigkeit der Organisation und der
Mitarbeitenden empfiehlt sich schliesslich die proaktive Beobachtung der Entwicklungen der Kundenbedürfnisse / des
Kundenverhaltens, der Konkurrenzaktivitäten sowie eine zukunftsgerichtete Konzeption zur Kompetenzentwicklung
der Vertriebsmitarbeitenden.
Schweizerisches Institut für Finanzausbildung (SIF)
Anwendungsorientierte Forschung Financial Services
Herausgegeben von: Prof. Dr. Stefanie Auge & Prof. Dr. Bernhard Koye
Multi-Channel-Management im Vertrieb bei Banken in
der Deutschschweiz und Liechtenstein
Stefanie Auge-Dickhut, Bernhard Koye, Jürg Müller, Sascha Strazzer
Praxisrelevante Weiterbildung für Banker – Forschung für die Finanzindustrie
Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) verzahnt praxisbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote
mit angewandten Forschungsdienstleistungen und garantiert damit für relevante und wirkungsvolle Ergebnisse bei
seinen Kunden.
Aus- und Weiterbildung
Wir sind der erfahrene Bildungspartner für die Entwicklung praxisrelevanter Handlungs- und Problemlösungskompetenzen – für eine erfolgreiche berufliche Zukunft im Finanzbereich. Als Verantwortungsträger im Banking erwerben
Studierende in unseren Weiterbildungslehrgängen praxisrelevante Management- und Fachkompetenzen für ihre
erfolgreiche berufliche Entwicklung im modernen Banking.
• Referenten und Teilnehmende verfügen über relevante Praxiserfahrung
• Flexible Kursorganisation, ausgerichtet auf Berufstätige
• Fachinputs und On-the-Job-Lernen mit individuellen Praxisprojekten
• Nutzbarmachung aktueller Erkenntnisse für die Praxis
• National und international anerkannte Fachhochschul-Abschlüsse
Angewandte Forschung
Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) ist der kompetente Partner für angewandte Forschungsstudien mit relevanten Resultaten für die erfolgreiche Entwicklung Ihres Unternehmens oder Geschäftsbereichs. Wir
identifizieren Veränderungstreiber und Trends unter Einbindung unseres Netzwerkes in der Finanzbranche. Auf dieser
Basis schneidern wir praxistaugliche Lösungsansätze unter Einbezug wissenschaftlicher Methoden. Zu unserem
Leistungskatalog gehören:
• Finanzmarktanalysen
• Bankspezifische Analysen
• Gutachten
• Empirische Studien (Interviews, Online-Umfragen)
ISBN 978-3-7155-7148-5
Cover_Studie_Multi_Channel_Banken.indd 1
21.05.2015 14:53:16