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GLOSSARY
BVI-METHODE: Die Wertentwicklungsberechnung nach der BVI-Methode beruht auf der „time weighted rate of return“-Methode. Diese international anerkannte Standard-Methode ermöglicht eine einfache, nachvollziehbare und exakte Berechnung. Die Wertentwicklung der Anlage ist die prozentuale Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen zu Beginn
des Anlagezeitraumes und seinem Wert am Ende des Anlagezeitraumes. Ausschüttungen werden rechnerisch umgehend
in neue Fondsanteile investiert. So ist die Vergleichbarkeit der Wertentwicklungen ausschüttender und thesaurierender
Fonds sichergestellt.
AUSGABEAUFSCHLAG: Der Ausgabeaufschlag wird von der Fondsgesellschaft einmalig beim Kauf von Fondsanteilen erhoben.
ALPHA: Alpha ist die Menge, um die ein Fonds die Wertentwicklung des Index übertroffen hat, unter Einbeziehung des
Marktrisikos, welches der Fonds eingegangen ist (wird durch Beta gemessen).
BETA: Der Betafaktor ist ein Gradmesser, der angibt, wie stark die Aktie im Vergleich zum Markt schwankt. Das Beta des
Marktes ist per Definition 1,0. Liegt der Wert unter 1, dann deutet dies auf eine geringere Schwankung der Aktie hin. Bei einem Wert von über 1,0 schwankt die Aktie stärker als der Durchschnitt. Ein negatives Beta bedeutet, dass sich die Rendite
des Vermögensgegenstandes gegenläufig zum Gesamtmarkt entwickelt.
R²: R² bezeichnet den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt
werden können. So bedeutet ein R² von 35, dass nur 35% der Bewegungen des Fonds durch die Veränderungen in seinem Vergleichsindex erklärbar sind. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto
signifikanter das Beta.
INFORMATION RATIO: Die Information Ratio ist eine Kennzahl zur Bewertung eines Investmentfonds und beschreibt die
zusätzliche Rendite des Fonds gegenüber der Benchmark im Verhältnis zum Tracking Error. Sie errechnet sich durch Division der Fondsrendite (ausgedrückt im Alpha) durch das Fondsrisiko (ausgedrückt im Tracking Error).
TRACKING ERROR: Tracking Error beschreibt die Volatilität des Renditeunterschiedes zwischen einem Fonds und seinem
Vergleichsindex. Auch aktives Risiko genannt. Er ist nützlich in der Wertentwicklungsbeurteilung: Je höher die Zusatzrendite (Outperformance) im Vergleich zum aktiven Risiko, desto besser.
SHARPE RATIO: Die Sharp-Ratio berechnet die Rendite pro Risikoeinheit, indem sie die Zusatzrendite durch die Standardabweichung teilt. Je höher die Sharpe Ratio, um so besser die risikoangepasste Rendite eines Fonds.
STANDARDABWEICHUNG: Die Standardabweichung eines Fonds misst, wie stark die Wertentwicklung eines Fonds in
der Vergangenheit geschwankt hat. Der Begriff Volatilität wird oft ersatzweise verwendet. Diese Kennzahl ist aus zwei
Gründen nützlich. Erstens, weil höhere Volatilität eines Fonds meist höheres Risiko bedeutet. Hierbei kann man Fonds
quer durch alle Kategorien vergleichen. Zweitens, weil Fonds, die in der Vergangenheit volatiler waren tendenziell auch in
Zukunft volatiler sein werden. Insofern ist die Standardabweichung ein nützliches Warnsignal.
NAV: Der Nettoinventarwert ist der Wert aller Anlagen in einem Fonds. Der NAV pro Anteil eines Investmentfonds entspricht
meist dem Rücknahmepreis, es sei denn eine Rücknahmegebühr wird erhoben.
UCITS: UCITS (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) ist eine EU-Direktive, die festgelegt hat unter
welchen Voraussetzungen Fonds, die in einem EU-Land domiziliert sind, in allen EU-Ländern vertrieben werden können.
PERFORMANCEGEBÜHR: Bei einigen Fonds fällt eine zusätzliche Performancegebühr an, wenn eine bestimmte Zielmarke in einem festgelegten Zeitraum überschritten wurde.
TER: Die Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote) umfasst alle Gebühren, mit denen ein Fonds im Laufe eines Geschäftsjahres belastet wird. Sie errechnet sich als Verhältnis zwischen Kosten und durchschnittlichem Fondsvermögen. Allerdings
gilt zu beachten: Üblicherweise berücksichtigt die TER (wie sie z.B. von deutschen Fondsgesellschaften errechnet wird)
nicht die Transaktionskosten, so dass es sich nicht um eine Gesamtkostenquote im engeren Sinne handelt. Enthalten sind:
Verwaltungs- und Depotbankvergütung, Veröffentlichungs- und Prüfungskosten, sowie Kosten für weitere Dienstleistungen.
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EMITTENTENRISIKO: Emittentenrisiko ist die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen oder Ausfall eines Emittenten oder
eines Referenzschuldners.
KONTRAHENTENRISIKO: Mit Kontrahentenrisiko wird das Risiko des Ausfalls eines professionellen Marktteilnehmers
(Kontrahent; der Begriff dient in diesem Zusammenhang als Gegenbegriff zu Kunde) bezeichnet. Dies umfasst neben dem
klassischen Kreditrisiko – z. B. aus Geldmarktgeschäften – insbesondere auch die Ausfallrisiken, die aus Derivatepositionen oder bei der Abwicklung von Finanztransaktionen entstehen.
LÄNDER- UND TRANSFERSTOPPRISIKO: Unter dem Länder- und Transferstopprisiko werden sämtliche Gefahren subsumiert, die den Ausfall oder das Moratorium eines Staates betreffen, in welchem ein Kreditnehmer seinen Rechtssitz hat.
Es kann bei grenzüberschreitenden Zahlungen infolge der Zahlungsunwilligkeit (politisches Risiko) und/oder der Zahlungsunfähigkeit (wirtschaftliches Risiko) eines Staates entstehen und bildet deshalb eine eigenständige, durch Gläubiger und
Kreditnehmer nicht zu beeinflussende, übergeordnete Risikosphäre.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE: Derivate ist ein Sammelbegriff für Wertpapiere, deren Kurs auf den Kursen anderer,
ihnen zugrundeliegender Wertpapiere (Basiswerte) beruht. Beispiele sind Futures, Optionen, Swaps und Warrants. Derivate dienen zur Verlagerung von Marktrisiken. Sie können zur Absicherung eingesetzt werden, um z.B. das Risiko möglicher
Verluste eines Aktienportfolios zu verringern. Sie bieten aber auch die Chance zur Renditeerzielung: Oft kann mit dem
Einsatz von nur wenig Kapital ein großer Betrag kontrolliert werden. Deshalb wirken sich Preisschwankungen im Basiswert
überproportional auf das Derivat aus. Dieser Hebeleffekt, genannt Leverage, bringt allerdings nicht nur hohe Gewinnchancen, sondern auch entsprechende Risiken mit sich.
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