Chamonix Heeresbergführer 2015

TRUPPE Heeresbergführer
Heeresbergführer TRUPPE .
Prüfungsstress hoch über den Dächern des Ski-Orts
Chamonix-Mont-Blanc: Beim Heeresbergführerlehrgang
im französischen Gebirge wird das Extreme zum
Normalzustand. Anders sind die Qualen auch nicht
auszuhalten. Unser Autor war mit auf Tour.
Fotos Anton Brey
S
Fotos: Bundeswehr/Anton Brey (2)
PRÜFUNG IN
DER EISWAND
tehen oder stürzen?
Darüber entscheiden
vier mal zehn Millimeter. So weit bohren
sich die vier vorderen
Zacken der Steigeisen in das harte Eis.
Ein Balanceakt in fast
4.000 Meter Höhe. Mit
tief ins Gesicht gezogener Kapuze steht
Oberfeldwebel Max Krauß frierend
am Standplatz. „Wenns ned hält, dann
stürzen wir beide ab“, sagt er mit einem
Augenzwinkern. Er ist einer von zwölf
Aspiranten beim Heeresbergführerlehrgang. Heute muss er seinem Prüfer,
Hauptfeldwebel Markus „Schubi“ Schubert, beweisen, dass er im steilen Eis in
der Lage ist, eine Seilschaft zu führen.
8.10 Uhr bei 8° Celsius: Eingequetscht
wie Streichhölzer in einer Schachtel
stehen Max und Schubi in der voll
besetzten Gondel zwischen fotografierenden Touristen. Die Seilbahntour
Das
Anstrengendste
am ganzen
Tag ist die
Bahnfahrt
Markus Schubert, Hauptfeldwebel und Ausbilder, nach der Fahrt
von 995 auf 3.842 Meter
hinauf zum Aiguille du Midi ist eine der
imposantesten Bergfahrten der Welt. In
weniger als 20 Minuten katapultiert uns
die Bahn von 995 auf 3.842 Meter hinauf
zur Felsnadel, ins Mekka der Bergsteiger. Schnappatmung ist spätestens beim
Aussteigen programmiert. „Die anstrengendste Übung am ganzen Tag ist die
Bahnfahrt“, sagt Schubi beim Aussteigen angesichts des Blitzlichtgewitters.
Was für die einen ein Vergnügen ist,
nehmen die anderen als Vorhof der
Hölle wahr.
9.15 UHR BEI – 4° CELSIUS: Im Tunnel unter
der Bergstation trennen sich die Wege
von Alpinisten und Touristen endgültig.
Wortlos trifft Max die letzten Vorbereitungen. Steigeisen anziehen, Knoten
knüpfen, Karabiner kontrollieren –
automatische Handgriffe eines angehenden Bergführers vor der Tour. Mit
einem oberbayerischen „Pack ma’s“ in
Richtung Schubi signalisiert Max seine
Bereitschaft.
„Da links pfeift’s 1.000 Meter runter
Richtung Chamonix. Und rechts siehst’
ja selber, dass d’ erst nach 400 Metern
aufm Gletscher zum Liegen kommst“,
erklärt Max uns lächelnd bei den ersten
Schritten. Er balanciert einen Meter hinter Schubi über den schmalen Grat,
Steil, kalt und
gefährlich – so sieht
der Alltag in der
Heeresberg füh rerausbildung aus
28
Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR
11 | 2 0 1 5
11 | 2 0 1 5
Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR
29
TRUPPE Heeresbergführer
Lehrgang
PARTNERSCHAFT
Erstmals findet der 50 Jahre alte Heeresbergführerlehrgang in binationaler
Kooperation statt. Spezialisten aus
Deutschland und Österreich bilden
gemeinsam die angehenden Heeresbergführer beider Nationen aus.
AUSBILDUNGSORTE
Der Lehrgang ist in fünf Ländern zu
Gast. An spektakulären Orten in den
Alpen: Sportklettern in der Fränkischen
Schweiz, alpine Klettertouren im Wilden
Kaiser in Österreich, steile Felswände am
Sellastock in den italienischen Dolomiten,
Hochtouren über 4.000 Meter im französischen Chamonix und Skihochtouren
in den Pulverschneehängen rund um
Andermatt in der Schweiz.
als Prüfungstour für Max die kombinierte Klettertour „Contamine-Grisolle“
am 3.970 Meter hohen Triangle du
Tacul ausgesucht. Sie ist benannt nach
den Erstbegehern.
Nach einem „Na, dann mach mal und
viel Glück!“ seines Prüfers steigt Max
wortlos in die Eiswand. Karabiner und
Eisschrauben hängen gut sortiert am
Klettergurt. Die breiten Schultern des
gelernten Zimmermanns aus Berchtesgaden werden vom voll gepackten
Rucksack verdeckt. Bewaffnet mit einem
Steileisgerät in der linken Hand und
Steigeisen an den schweren Bergstiefeln
bewegt sich Max elegant nach oben.
Fest umschlossen hält er in seiner rechten Hand das gespannte kurze Seil, an
dem er Schubi führt. Im schlimmsten Fall
verhindert es den Absturz. Heeresbergführer tragen nicht nur große Rucksäcke,
sondern vor allem viel Verantwortung.
steigt Max weiter nach
oben. Zügig, aber nicht hektisch wirken
seine Bewegungen. Schubi sichert ihn
vom Standplatz, der 30 Meter tiefer liegt.
Mit routinierten Handgriffen setzt Max
im Abstand von zehn Metern Zwischensicherungen. „Ein Sturz in diesem Gelände kann ganz schön blöd ausgehen“,
erklärt Max später. „Da fällst’ gleich
METER FÜR METER
Fotos: Bundeswehr/Anton Brey (3)
der an dieser Stelle nicht breiter ist
als ein DIN-A4-Blatt quer. Max hält das
gespannte kurze Seil, das die beiden
verbindet, fest in seiner rechten Hand.
Wie riesige schwarze Mäuler sehen die
Gletscherspalten rechts aus. Sie verschlingen alles, was einen Schritt vom
Grat abweicht. „Da vorne links gehen
wir hoch.“ Max deutet auf das vor uns
liegende Dreieck aus Eis und Granit.
„Rechts davon, zwischen den ganzen
Spalten, ist der Abstieg. Und dahinter
siehst du den Mont Blanc.“ Schubi hat
Stürzen verboten!
Schwer bepackt
steigt Max in der
55 Grad steilen
Eiswand voraus
Große Verant wortung:
Handgriffe entscheiden
über Leben und Tod
ZAHLEN
Der Lehrgang beginnt jedes Jahr im
Juni und dauert elf Monate. Mehr als 30
praktische und theoretische Prüfungen
müssen die Aspiranten absolvieren.
Wegen der hohen Sicherheitsrisiken
während des Lehrgangs kommen auf
einen Ausbilder lediglich drei Anwärter.
INHALTE
Neben theoretischem Unterricht in
Wetter- und Lawinenkunde, Medizin und
Materialkunde vermittelt der Lehrgang
praktische Kenntnisse in Felsklettern,
Eisklettern, Hochtouren, Skihochtouren,
Bergrettung, Hubschrauberausbildung,
Sanitätsausbildung und Gefechtsausbildung im Hochgebirge.
AKTUELL
Im Juni 2015 traten 24 Aspiranten an,
16 haben den Eingangstest bestanden
und den Lehrgang begonnen. Davon
sind derzeit noch zwölf dabei. Zwei
Teilnehmer mussten gesundheitsbedingt
abbrechen, zwei weitere wurden wegen
erheblicher Mängel beim Führen abgelöst. Die Gebirgsjägerbrigade 23 hat 94
Stellen für Heeresbergführer, 76 sind
besetzt. Bis dato haben zwei Frauen die
körperlich herausfordernde Ausbildung
erfolgreich absolviert.
Mit dem messerscharfen Eisgerät
hat Max Halt im Eis
mal 20 Meter runter, da schaust’ danach
nimma guad aus.“ Mit der Haue seines
Eisgerätes kratzt er den Schnee weg.
Dann nimmt er die Schraube vom Klettergurt, setzt sie mit etwas Druck auf das
freigelegte Eis auf und dreht sie rein.
„Die ersten drei Umdrehungen musst
aufpassen, sonst haut dir das Ding ab.
Und dann hast’ a Problem“, sagt er.
Wenig später klettert Schubi, an zwei
Seilen gesichert, hinterher. „Die Zwischensicherungen waren gut gelegt“,
hört Max von ihm. „Allerdings hab’
11 | 2 0 1 5
Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR
31
Heeresbergführer TRUPPE .
Fotos: Bundeswehr/Anton Brey (4)
Auf dem Weg zum 500 Meter
aufragenden Dreieck aus
Granit und Eis wird erst ein
Gletscher überquert
Die zeitliche
Belastung ist
brutal. Ich war
jede freie Minute
in den Bergen
Max Krauß, Oberfeld webel,
wird zum Heeresbergführer
ausgebildet
Seile und Klettermaterial werden
vor der Tour
kontrolliert und
geordnet
ich ganz schön viel Eisschlag von
oben abbekommen. Und lass deine Fersen beim Steigen besser hängen, sonst
zerreißt’s dir gleich die Waden.“ Ein
Lehrgespräch in 3.800 Meter Höhe.
MEHR ALS VIER STUNDEN kämpft sich Max
nun schon die Eiswand entlang. Wie
Nadelspitzen schlagen die vom heftigen
Wind verwehten Schneeflocken auf
unsere Gesichter ein. Wolken ziehen
von Westen heran. Mit schmerzverzerrtem Gesicht kreist Max seine Arme, um
sich ein bisschen aufzuwärmen. „Die
Finger brauchen wieder Blut, sonst sind
sie gleich ganz weg“, erklärt er. Der
kalte Wind bläst trotz Handschuhen
und dicker Jacken bis auf die Haut. Die
Handgriffe am Seil und an den Karabinern werden zur Qual. „Ich sage ja
nicht umsonst immer: Geschwindigkeit
32
Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR
11 | 2 0 1 5
ist Sicherheit! Wir machen noch eine
Seillänge und dann geht’s schnellstens
runter“, beschließt Schubi beim Anblick
des dunklen Himmels. Hier oben frieren
jetzt alle erbärmlich – egal, ob Prüfling
oder gestandener Bergführer.
Max bereitet alles für das Abseilen über
die steile Nordwand vor. Nach einer fast
wortlosen Stunde mit mehreren Abseilmanövern, viel Eis- und Steinschlag
von oben steht Max neben Schubi wieder am Wandfuß. Die Sicht reicht hier
gerade einmal 15 Meter weit. Die Fußspuren vom Vormittag sind zugeschneit.
16.17 Uhr bei –7° Celsius: Fast im Blindflug navigiert Max vorneweg über den
Gletscher in Richtung der wärmenden
Herberge. Orientierungspunkte im
Gelände gibt es kaum. Nach weiteren
60 langen Minuten taucht endlich die auf
3.613 Metern gelegene Hütte auf.
„Is scho a guades Gefühl, wenn die
Prüfung vorbei ist“, sagt Max, als wir
endlich ankommen. „Aber so ganz fällt
die Anspannung ned ab. Ich woas jetzt
scho, was mir morgen blüht.“ Nicht nur
unsere Finger, sondern auch der sonst
so ruhige Max tauen langsam auf: „Die
zeitliche Belastung ist schon vor dem
Lehrgang brutal. Ich war jede freie
Minute in den Bergen. Da kannst dir
vorstellen, dass die Beziehung und der
ganze Freundeskreis darunter leiden.
Und das Jahr auf Lehrgang bist ja auch
fast nicht zu Hause.“
Zwei Stunden später bei angenehmen
24° Celsius gibt Max zu: „Jetzt wird’s
auch höchste Zeit fürs Abendessen.“ Zusammen mit Hauptfeldwebel Schubert
und dem Leiter der Heeresbergführerausbildung, Oberstleutnant Robert
Grillhösl, der tagsüber eine andere
Prüfungstour begleitete und ebenfalls
hier mit seinen Leuten einkehrt, sitzen
wir am Tisch. „Bei so einer Tour ist
nicht viel Zeit zum Energietanken.
Schnell mal einen Bissen vom Riegel,
und dann geht’s weiter“, erklärt Max,
als wäre es selbstverständlich, den
ganzen Tag bei körperlicher Höchstleistung kaum zu essen und zu trinken.
„An der einen oder anderen Stelle hätte
ich mir mehr Tempo gewünscht, aber
insgesamt war das eine gute Tour von
dir“, fasst Schubi die Leistung von Max
zusammen. Der ist dankbar für das deutliche Feedback. „Schubi war schon auf
Expeditionen und ist seit Jahren in der
Bergführerausbildung“, sagt er. „Wenn
der was sagt, dann hat’s schon seinen
Grund – da kannst du nur dazulernen!“
die Wolkendecke
kurzzeitig öffnet, wird der Sonnenuntergang mit Blick auf den 4.810 Meter hohen Mont Blanc zum Naturspektakel. Die
untergehende Sonne lässt den Himmel
für wenige Minuten feuerrot erscheinen – Bergsteiger-Romantik. „Es ist ja
nicht nur die körperliche Belastung
beim Lehrgang: Das Lernen für die
theoretischen Prüfungen abends auf der
Hütte nach einer Zehn-Stunden-Führungstour kommt noch dazu. Und ein
Jahr lang Prüfungsstress zu haben
ALS SICH AM ABEND
Nachbesprechung der
Führungstour in der
Cosmiques-Hütte auf
3.600 Meter Höhe
11 | 2 0 1 5
Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR
33
Heeresbergführer TRUPPE .
Die letzten
Meterzurück in
die Zivilisation
setzen der
Gruppe noch
mal richtig zu
Robert Grillhösl „Es ist schon eine Mammutaufgabe“
Der 45-jährige Oberstleutnant ist seit 20 Jahren
Heeresbergführer. Er leitet seit drei Jahren die
Ausbildung und den ersten deutsch-österreichischen Lehrgang.
geht an niemandem spurlos vorbei“,
beschreibt Oberstleutnant Grillhösl die
Besonderheiten des wohl anspruchsvollsten Lehrgangs der Bundeswehr, als
die letzten Bissen des Desserts verzehrt
sind.
hat es in sich.
Max erklärt im Stakkato-BundeswehrTon den nächsten Tag: „Wecken um
4.45 Uhr. 6 Uhr Abmarsch.“ Ziel ist der
Midi-Plan-Grat. Die Gefahrenstellen
liegen im Abstieg aufgrund der tageszeitlichen Erwärmung. Rückkehr bis
spätestens 14.30 Uhr an der Aiguille
du Midi. Vor uns liegt aber erst einmal
eine Nacht im muffigen Matratzenlager.
20 verschwitzte Bergsteiger versuchen
hier, auf engstem Raum zu schlafen.
Der niedrige Sauerstoffgehalt auf 3.600
DER PLAN FÜR MORGEN
34
Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR
11 | 2 0 1 5
Metern sorgt für heftige Kopfschmerzen.
Ständig steht jemand auf, um auf Toilette
zu gehen, andere schnarchen die ganze
Nacht. „Ich hab’ das Gefühl, dass ich keine Sekunde geschlafen habe“, sagt Max
um 5.15 Uhr mit Zahnbürste im Mund.
Der anschließende Blick zur Tür hinaus
verheißt nichts Gutes: fünf Meter Sichtweite, 15 Zentimeter Neuschnee. „Bei so
einem Wetter bleibst’ besser dahoam“,
murmelt Max vor sich hin und schlappt
mit gesenktem Kopf zum Frühstück.
„Wir werden es um 7.30 Uhr noch einmal probieren“, sagt Oberstleutnant
Grillhösl. „Bis dahin könnt ihr euch
hinlegen. Bei diesem Wetter macht’s
einfach keinen Sinn, dass wir auf Tour
gehen – viel zu gefährlich.“
Als Max um 7.45 Uhr die Nase zur Tür
hinaussteckt, ist das Wetter kaum besser. Die Spur vom Vortag ist nicht mehr
zu erkennen. Nach zehn Metern ist die
große Hütte bereits verschwunden.
Ende in Sicht: Am
Eingang zur Seilbahnstation von Aiguille
du Midi endet die Tour
„Das gehört auch zu den Erfahrungswerten für einen Heeresbergführer:
Man muss schon wissen, wann man auf
Tour geht und wann nicht”, sagt Grillhösl. „Oberfeldwebel Krauß, übernehmen Sie und führen Sie uns zurück zur
Station Aiguille du Midi.“
„Ein ‚Sunshine-Lehrgang‘ ist das hier
mit Sicherheit nicht“, sagt Grillhösl, als
Max losmarschiert. „Matratzenlager.
Sie sind seit 20 Jahren
Heeresbergführer. Was hat
sich in dieser Zeit verändert?
Der wesentliche Unterschied zu früher ist
das Selbstverständnis der Aspiranten.
Damals waren sie jede freie Minute in den
Bergen. Heute sehe ich bei vielen ein enorm
hohes Anspruchsdenken gegenüber dem
Dienstherrn, was die Vorbereitung
auf den Lehrgang angeht. Das wäre
damals undenkbar gewesen. Umso
mehr begrüße ich das intensive
Fotos: Bundeswehr/Anton Brey (3), Privat
Wie sind Ihre Erfahrungen
mit den österreichischen
Partnern?
Es ist schon eine Mammutaufgabe,
zwei bewährte Ausbildungssysteme zusammenzuführen. Für beide
Seiten geht damit natürlich ein
enormer Erfahrungsgewinn
einher. Mir geht es vor
allem darum, dass wir
Synergien entwickeln und das Wissen beider
Nationen in der Ausbildung nutzen.
und umfangreiche Förderprogramm der
Gebirgsjägerbrigade 23. Es bietet die ideale
Vorbereitung auf den Lehrgang.
Es gibt ein Nachwuchsproblem
bei den Heeresbergführern. Wie
sieht Ihre Lösung aus?
Heeresbergführer sind eine Hochwertressource. Nicht nur für die Ausbildung im Inland,
sondern auch im Einsatz, in Krisen- und
Kriegsgebieten im schwierigsten Gelände, bei
jedem Wetter, in verschiedenen Klimazonen. Die
Frage ist, ob der Dienstherr diese Ressource
weiterhin haben will. Wenn ja, dann muss in ihre
Entwicklung Zeit und Geld investiert werden.
Den ganzen Tag draußen, egal, wie das
Wetter ist. Kaum zu Hause sein, und das
ein ganzes Jahr lang.“ Seine schwarzen
Augenringe zeigen, dass eine schlaflose
Nacht auf 3.600 Metern auch an einem
gestandenen Bergführer nicht spurlos
vorübergeht. Max führt die Seilschaft
wohlbehalten aus der gefährlichen Zone
hinauf zum Endpunkt der Tour, der
Bahn station Aiguille du Midi.
Die ruhige, allzeit souveräne und humorvolle Art der Heeresbergführer
wirkt ansteckend. Sie sind Risikomanager. Für sie ist das Außergewöhnliche
der Normalzustand. „Ich glaube, ein
guter Bergführer hat das Talent, der
Gefahr – egal, wo – mit einem Lächeln
in die Augen zu schauen. Sonst hältst du
das hier auf Dauer nicht aus“, sagt Grillhösl, als wir alle wieder in der Zivilisation sind.
Johannes Schmid war als
ehemaliger Gebirgsjäger und
begeisterter Bergsteiger in den
Bergen in seinem Element.
A N Z E I G E
„Performance Coaching for Special Forces“
Ausbildungsprogramm für Elitebeamte
von Polizei- und Militäreinheiten.
Kursstandorte: Düsseldorf & Wien.
Ausbildungsstart: 06.01.2016
MENTAL EXCELLENCE
Performance Coaching
for Special Forces
11 | 2 0 1 5
Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR
Weitere Informationen unter www.coachingspecialforces.com
35