Ist jeder an seinem Burnout selber schuld? - binz

„Ist jeder an seinem Burnout selber schuld?“ Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass das Thema Burnout aktueller denn je ist. Gerne möchte ich auf die meist gestellten Fragen eine persönliche Antwort geben. Was ist eigentlich ein „Burnout“? Burnout beschreibt den Zustand des körperlichen und emotionalen Ausgebrannt seins, sich erschöpft fühlen. Menschen die von einem Burnout betroffen sind klagen oft über Kraftlosigkeit, Müdigkeit und mögliche Angstzustände. Welche Konsequenzen hat ein „Burnout“? Durchschnittlich dauert es bis zu Eineinhalb Jahre, bis ein Mensch wegen Burnout wieder handlungs-­‐ und Arbeitsfähig ist. Durch die Abwesenheit des Betroffenen entstehen Mehraufwände im Betrieb/Team und nicht zu vergessen sind die Kosten für den Arbeitgeber. Die Rückkehrquote wird bei ca. 60% vermutet. Für den Burnout Patient beginnt in dieser Zeit ein langer Leidensweg. Das Selbstwertgefühl ist nicht mehr vorhanden, Konzentrationsfähigkeit sowie Wahrnehmung schwinden. Ohne professionelle Hilfe ist dies nicht zu bewältigen. Welche möglichen Elemente führen zu diesem Zustand? Stress, ausgelöst durch einen extremen und ständigen Zeit-­‐ und Leistungsdruck, Angst um seinen Arbeitsplatz, Finanzielle-­‐ und Existenzängste. Wie merke ich dass ich mich auf einen Burnout hin bewege? Burnout ist nicht wie eine Sommergrippe, ich stehe morgens auf habe Fieber/Husten und mit einer Tablette ist alles wieder gut. Burnout ist ein schleichender Prozess. Ständiger Zeit-­‐ und Leistungsdruck, Probleme im Privaten sowie im Business, Schlafprobleme, Lustlosigkeit usw. fördern diesen Prozess. 1. Der Wechsel zwischen Überaktivität und der totalen Erschöpfung 2. Nach der Arbeit nicht mehr abschalten können 3. Fehlende Regenerationsphasen auch nach dem Wochenende 4. Resignation, Motivationsverlust, fehlende Antriebskraft 5. Zugang zu Medikamente, Alkohol und sonstige Drogen (der Teufelskreis beginnt) Und was kann ich tun, welche Hilfsmittel/Werkzeuge können helfen? Jede Reise beginnt mit einem Schritt. Sich selber hinterfragen, wo stehe ich heute? Welchen der oben genannten Punkte treffen auf mich zu? Was bin ich bereit zu ändern? Was möchte ich ändern? Wo bekomme ich Hilfe/Antworten auf meine Fragen? • Stressquellen identifizieren •
Eigene Verhaltensmuster reflektieren •
Eigene Grenzen erkennen und kommunizieren (NEIN sagen können) •
Bewusste Ruhephasen in seinem Tagesablauf integrieren •
Entspannungsübungen wie „progressive Muskelentspannung“ oder Yoga sowie Tai Chi •
Begleitung durch einen Coach Über den Verfasser (René Marques, www.coaching4p.ch): Das Thema Burnout selber erlebt mit allen seinen Fassetten. Heute tätig als Coach mit dem Schwerpunkt „Burnout Prävention“