Schönste Wiese im westlichen Unterfranken gesucht

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Erscheinungsdatum: 11.06.2015 00:00 Uhr
Schönste Wiese im westlichen Unterfranken gesucht
Wettbewerb: 43 landwirtschaftliche Betriebe beteiligt - Weikertswiese bei Rechtenbach gehört zu fünf Favoriten - Rundreise
der Jury
Rechtenbach
Das Finale der Wiesenmeisterschaft, einem Wettbewerb um die schönste Wiese im Spessart und Odenwald, hat die
Jurymitglieder am Mittwoch unter anderem auf die Weikertswiese bei Rechtenbach geführt..
Hintergrundinfos
43 landwirtschaftliche Betriebe aus den Landkreisen Main-Spessart, Aschaffenburg und Miltenberg haben
sich an der vom Bund Naturschutz und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft heuer zum
siebten Mal ausgeschriebenen Meisterschaft beteiligt.
Jedes Jahr wird die Meisterschaft in einer anderen Region ausgeschrieben. In diesem Jahr waren
Spessart und Odenwald zum Wettbewerb um die arten- und blütenreichste Wiese im westlichen
Unterfranken aufgerufen. Jede einzelne der 43 Bewerbungen wurde in den vergangenen drei Wochen
einer fachkundlichen Bewertung unterzogen. Herausgefiltert wurden die besten fünf. Sie standen am
Mittwoch im Fokus der Besichtigungstour durch die Fachjury.
Biologe im Pech
Einer genauen Betrachtung
unterzog die Fachjury auch die
Weikertswiese bei Rechtenbach
im Main-Spessart-Kreis.
Landschaftsplanerin Inge Steidl
bestimmt die vorkommenden
Pflanzenarten. Fotos: Annette
Helfmann
Während das Entdecken und Bestimmen von Blumen- und anderen Pflanzen vom Wetter unbeeindruckt
stattfinden konnte, hatte der mitgereiste Biologe etwas Pech. Kältebedingt surrten keine Insekten über
die im Spessart höchstgelegene Rodungsinsel mit großflächigen Mager- und Feuchtwiesen, der
Weikertswiese.
Bei gefühlten zehn Grad Celsius am Mittwoch unternahmen die Insekten keine Ausflüge. Trotzdem gab
die Wiese den Fachleuten großen Aufschluss über ihre Bedeutung als »eine der Top-Flächen im
Artenschutz«, wie Landschaftsplanerin Inge Steidl feststellte. Unter den vorkommenden Pflanzenarten
fanden sich neben Waldhyazinthe auch Teufelskralle, kleiner Klappertopf und die Orber Wicke oder
Heidewicke.
Die von der Schäferei Kerstin und Werner Müller aus Partenstein seit fünf Jahren unter umweltgerechten Bedingungen beweidete
Teilfläche der Weikertswiese verdankt ihren Artenreichtum dieser Art der Beweidung, erklärte Agrarreferentin Marion Ruppaner vom
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Bund Naturschutz.
Die Meisterschaft hat das Ziel, die Leistungen der Landwirte für die Erhaltung der Artenvielfalt herauszustellen und auch Werbung für
diese Art der Beweidung zu machen. Denn bei seiner Beweidungsform verzichte der Landwirt auf einen bestimmten Teil der Erträge.
»Es ist wichtig, solche Landwirte zu haben«, sagte Ruppaner.
Die Bewertung der Wiesen und Weiden erfolgt nach festgelegten Kriterien. Dazu gehört beispielsweise auch, ob die Futternutzung
direkt im eigenen Betrieb erfolgt. Ebenso der Kulturlandschaftswert und die landwirtschaftlichen Besonderheiten sowie das Vorkommen
verschiedener Insekten und Pflanzen. Auch die Zukunftsfähigkeit der Fläche steht auf dem Prüfstand.
Der Sieger der fünf bestplatzierten wurde im Laufe der ganztägigen Besichtigungstour festgelegt. Bekannt gegeben wird er erst im
Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung am Mittwoch, 24. Juni auf der Burg Rothenfels. Annette Helfmann
Hintergrund: Jury und Teilnehmer der
Wiesenmeisterschaft
Die Jury bildeten Klaus Bernhart, Leiter des Landwirtschaftsamtes Karlstadt; Christian
Salomon von der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Unterfranken;
Karl-Heinrich-Weber, Landwirt aus dem Kreis Rhön-Grabfeld; Diplombiologe Holger
Loritz vom Netzwerk Blühende Landschaft; Sabine Heinz von der Bayerischen
Landesanstalt für Landwirtschaft und Marion Ruppaner, Agrarreferentin beim Bund
Naturschutz in Bayern.
Die besten fünf Teilnehmer der Wiesenmeisterschaft 2015 im Spessart und Odenwald
sind:
Im Landkreis Main-Spessart:
Mutterkuh- und Bullenmastbetrieb von Christian Fischer und Herbert Adrio in
Gräfendorf-Weickersgrüben mit der 0,65 Hektar großen und bewirtschafteten Wiese
»Betlesgrund«. - Schäferei Kerstin und Werner Müller in Partenstein mit ihrer 0,5 Hektar
beweideten Weikertswiese«. - Schäferei Tausch in Rothenfels-Bergrothenfels mit ihrer
12,5 Hektar großen »Hubertus-Bullenweide«.
Im Landkreis Aschaffenburg: Mit von der Partie ist der Betrieb von Christoph Bauer
in Dammbach mit seiner Schaf- und Ziegenhaltung auf der rund zwei Hektar großen,
beweideten Fläche »Knorrenhöhe«. Im Landkreis Miltenberg: Der Mutterkuhbetrieb
Michael Breunig aus Schneeberg mit der etwa 8,5 Hektar großen Wiese »Wolfsacker« im
Wasserschutzgebiet. (Annette Helfmann)
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