Zum Begriff „Harmonie“ anlässlich der 5. Jahrestagung der Carl Stumpf Gesellschaft vom 3.-5. Oktober 2015 in Wien Margret Kaiser-el-Safti „Sokrates: Was du [Simmias] Harmonie nennst, darfst du mit der Seele nicht vergleichen, denn die Leier und die Saiten und Töne sind zunächst ungestimmt gewesen, zuletzt erst entsteht die Harmonie und zuerst geht sie auch verloren. Wie kann also deine Anschauung mit jener stimmen?“ Aus Platons Paidon in deutscher Übertragung von Rudolf Kassner (S.66) „Es fügt sich auch besser, bei der Gesundheit und überhaupt bei körperlichen Vorzügen von Harmonie zu reden als bei der Seele. Das wird am deutlichsten, wenn einer versuchen sollte, die Affektionen und Leistungen der Seele einer Harmonie zuzuweisen“. Aus Aristoteles„ De Anima in der Übersetzung von Willy Theiler (S. 16). I. 1 Die 5. Jahrestagung der Carl Stumpf Gesellschaft hat mit dem Thema „Harmonie – musikalisch, philosophisch, psychologisch, neurologisch“ – ein weites Feld abgesteckt, das nach der Devise von Carl Stumpf interdisziplinär bearbeitet werden soll. Der folgende Text ist als Anregung und Orientierung zur Annäherung und zum Austausch der Standpunkte, der Erkenntnisinteressen und -ergebnissen gedacht, nicht als Vorschrift oder als Maßnahme in irgendeinem Sinn. Eine Bezugnahme auf den Namengeber der Gesellschaft ist zwar sehr erwünscht, denn Stumpf hat sich lebenslang mit wesentlichen Aspekten der Thematik auseinandergesetzt; die Bezugnahme auf Stumpf ist aber nicht ,conditio sine qua non„. Wenn im Folgenden der Fokus auf das historisch zu beobachtende Gefälle des Harmoniebegriffs gelegt wird, geschieht das hauptsächlich im Dienste des interdisziplinären Diskurses – als Ergänzung zu einem rein musikalischen Interesse an der Thematik. I. 2 Die dem Terminus ,Harmonie„ nachgesetzten Umschreibungen: ,musikalisch, philosophisch, psychologisch, neurologisch„ vermitteln Anhaltspunkte in Bezug auf das sehr weit reichende, ursprünglich kosmologisch-mythologisch verwendete, sodann historisch mehrfach gewandelte metaphysische Verständnis von ,Harmonie„ – zu einem musikalischen Grundbegriff des Organums im 9. Jahrhundert, zu einem philosophisch-weltanschaulichen Grundbegriff rationaler Philosophie und Teleologie im 17. Jahrhundert, zu einem Begriff der empirisch-psychologischen Ästhetik und als Richtschnur einer psychologischen Wert- und Emotionstheorie im 19. Jahrhundert; noch im 21. Jahrhundert erregt die musikalische Begrifflichkeit das neurologische Interesse. Die Wandlungsfähigkeit des Begriffs macht neugierig. Der Terminus impliziert zwar infolge seiner Vieldeutigkeit die Gefahr des Aneinander-Vorbei-Redens, er bietet aber auch die Chance, den interdisziplinären Diskurs zu einem Kernthema abendländischer Kultur herauszufordern. Das historische und theoretische Gefälle im Begriffsverständnis von Harmonie scheint auf die Abkehr von einer metaphysisch-ontologisch verstandenen Auffassung und Weltanschauung zu deuten, wie sie um 500 v. Ch. von dem Philosophen Pythagoras initiiert wurde, jedoch im Rahmen der akademischen Philosophie Platons und Aristoteles„ zurück gewiesen wurde, um zuletzt im Rahmen einer empirisch zu fundierenden psychologischen Wertlehre und Musikästhetik erneut diskutiert zu werden. Dennoch bietet dem Bemühen, dem Begriff eine empirische Basis zu sichern, die ontologisch-metaphysische Perspektive bis ins 19. Jahrhundert Widerstand; in der Musikästhetik Hermann Lotzes bewahrte und behauptete der Harmoniebegriff immer noch eine transzendente Bedeutung, mit der Carl Stumpfs auf der einen Seite sympathisierte, auf der anderen Seite aber auch dazu tendierte, mit seinen tonpsychologischen Untersuchungen eine säkulare Auffassung von Teleologie zu unterstützen. I. 3 Was veranlasste einen so nüchternen, an natur- und geisteswissenschaftlichem Fortschritt interessierten und auf Genauigkeit insistierenden Forscher wie Carl Stumpf, an dem ,alten„ pythagoreischen Begriff der Harmonie festzuhalten? Der Harmoniegedanke könnte von seinem inhaltlichen Kern her sogar richtungsweisende Kraft sowohl für den interdisziplinären Forschungsansatz als auch für Stumpfs originäre Begriffsbestimmung von ,Phänomenologie„ gehabt haben. In der 1907 verfassten programmatischen Schrift „Zur Einteilung der Wissenschaften“ zeichnet Stumpf Phänomenologie erkenntnistheoretisch im Sinne einer Propädeutik für Natur- und Geisteswissenschaften aus, deren Stellenwert für das ganz Werk noch zu entdecken ist. In derselben Schrift separiert Stumpf von der Phänomenologie die Eidologie als eine Gebilde- und Wertewissenschaft und unterstellt letztlich beide – 1 Phänomenologie und Eidologie – einer von zukünftiger Wissenschaftsentwicklung abhängig zu machenden Metaphysik unter teleologischen Gesichtspunkten. Was Letzteres für das Verständnis von Stumpf bedeutet, ist im Folgenden in historischer Perspektive etwas zu verdeutlich: I. 4 Der Begriff Harmonie, informiert Wikipedia, „wird in der Regel dort verwendet, wo man neben einer bestimmten Regelmäßigkeit in der Anordnung einzelner Objekte bzw. ihrer Teile noch einen Sinn, eine Wertbezogenheit, anzumerken glaubt.“ Dagegen insistierte im 19. Jahrhundert Hermann Lotze, Doktorvater von Carl Stumpf und renommiertester Philosoph seiner Zeit, in seiner „Geschichte der Ästhetik in Deutschland“ auf die eigentliche Quelle seiner originären Bedeutung: „Ueberblicken wir endlich die Welt im Ganzen und finden wir, daß sie nicht in principienlose Mannigfaltigkeit zerfällt, sondern daß feste Gattungen der Geschöpfe, in verschiedenen Graden der Verwandtschaft auf einander bezogen, jede in ihrer Weise sich entwickeln, und daß jede in ihrer Entwicklung in der umgebenden Außenwelt die hinlänglichen Bedingungen antrifft, so bleibt aus dieser Anschauung, wenn wir längst die einzelnen Puncte wieder vergessen haben, das Bild einer harmonischen Fülle zurück, in der jeder einzelne lebendige Trieb nicht allein und verlassen sich ins Leere hinein ausbreitet, sondern jeder darauf hoffen kann, begleitende Bewegungen zu finden, die ihn heben, stärken und zum Ziele führen. Und dieses große Bild können wir kaum aussprechen, ohne daß es sich für uns in Musik verwandelt; ohne daß wir sogleich inne würden, wie eben dies die Aufgabe der Tonkunst ist, das tiefe Glück auszudrücken, das in diesem Bau der Welt liegt, und von dem die Lust eines einzelnen empirischen Gefühls nur ein besonderer Widerschein ist“ (1868, S. 486). Lotze verwendete ,Harmonie„ sowohl metaphysisch-ontologisch oder teleologisch(wie in obigem Zitat) als auch phänomenal-musikalisch (wie in folgendem Zitat): „Nur die Consonanzen und Dissonanzen der Töne allein concentriren den Werth solcher Verhältnisse, und zwar jeden in seiner Eigenheit, zu einem characteristischen, unmittelbar erlebbaren Gefühl; von ihnen hat daher die Sprache stets die Ausdrücke der Harmonie und Disharmonie entlehnt, wenn sie den ähnlichen Werth analoger Verhältnisse zwischen Dingen oder Personen gleich ausdrucksvoll und ebenso unabhängig von aller Rücksicht auf Zwecke oder Objekte, an denen die verschiedenen Wirksamkeiten dieser zusammenstoßen, zu bezeichnen suchte“ (1868, 288). Das heißt, dass Lotze die Begriffe ,Harmonie„ und ,Disharmonie„ in eine originäre und eigentlich unverfügbare Nähe zur Musik rückt und weitere Verwendungen der Termini nur in einer, vom ursprünglichen Sinn abgeleiteten Bedeutung gelten lassen möchte. Carl Stumpf schreibt in der, dem Andenken seines ehemaligen Doktorvaters gewidmeten kleinen Schrift 1917 über Hermann Lotze: „Ich wüsste nicht, was besonders über Musik Tieferes geschrieben worden wäre“ (1917: 15). Stumpf paraphrasiert noch 1939 in seiner „Erkenntnislehre“, Lotzes ontologische Sicht der Dinge: „Die Dinge der Außenwelt selbst, die wir als Eigenschaftskomplexe fassen, sind untereinander [...] auch wieder zu höheren Einheiten und Ganzheiten verbunden, und zwar in verschiedenen Graden, angefangen von den Organen der höchsten Organismen, die nach Beschaffenheit und Funktion aufs engste zusammenhängen, bis zu den Teildingen bloßer Aggregate. Auch hierfür haben wir Urbilder in den Sinnesempfindungen, vor allem in den ,Verschmelzungsgraden„ der Tonempfindungen, angefangen von der Oktave, die dem Eindruck eines einzigen Tones am nächsten steht, über die unvollkommenen Konsonanzen bis zu den Dissonanzen. Ja man könnte sagen, es sei mehr als ein bloßes Gleichnis oder eine pythagoreische Phantasie, wenn wir einen Wesenszusammenhang zwischen Teildingen innerhalb eines größeren Ganzen auch als Harmonie bezeichnen. Es ist die Übertragung eines aus den Sinnesempfindungen abgezogenen Begriffes auf die Außenwelt, wobei er allerdings nur seine allgemeinsten Merkmale behält. Wir wären überhaupt nicht imstande, von Ganzheiten höheren oder geringeren Grades zu sprechen, wenn nicht solche Wahrnehmungen vorausgingen“ (193940/2011: 26-27). II. 1 Philosophisch: Über Pythagoras berichtet die Legende, er habe die musikalischen Intervalle „entdeckt“, sei für eine Harmonie zwischen Zahlengebilden (beispielsweise ,Tetraktys„) und einfache Zahlenverhältnisse bei musikalischen Intervallen eingetreten und habe eine, auf Ordnungsprinzipien basierende, leider nur ihm zugängliche planetarische Sphärenmusik als Zeichen metaphysischer Ordnung 2 vernommen. In Platons Dialog „Phaidon“ erfolgte aber bereits eine kritische Revision hinsichtlich der Aussagekraft von Harmonie in Bezug auf den Seelen- und den Kosmosbegriff. Platon definierte ,Seele„ als vorgeburtlich existierend und vornehmlich im Kontext moralischer Prämissen, während ,Harmonie„ nur als körperlich-medizinisch zu verstehender Ausdruck in Analogie zur Erzeugungsmöglichkeit von Musikinstrumenten und bestimmten Arten von Musik verwendet werden sollte. (1979: 80). Aristoteles schließt sich in seinem Buch „Über die Seele“ der Zurückweisung des Harmoniebegriffs für ,Seele„ an: „Es fügt sich auch besser, bei der Gesundheit und überhaupt bei körperlichen Vorzügen von Harmonie zu reden als bei der Seele“ (1979:16). Stumpf äußerte sich in seiner Recherche über einen nach-aristotelischen Text zum griechischen Musikverständnis, dem er die Qualität attestiert, der Text offenbare „einen tieferen Blick in die letzten musikalischen Principienfragen als in irgend eine andere Schrift des Altertums“ vorsichtig-zurückhaltend über mangelndes musikalisches Interesse bei Platon und Aristoteles und moniert die von ihnen behauptete rein sinnliche Wirkung der Musik (Stumpf 1899: 64). II. 2 Eine philosophisch relevante Erneuerung erfährt der Harmoniebegriff wieder im 17. Jahrhundert durch Gottfried Wilhelm Leibnitz in dessen Philosophie der „prästabilierten Harmonie“. ,Harmonie„ wird von Leibniz a) ontologisch gegen den Cartesianischen Dualismus zweier Substanzen eingeführt; b) plädiert Leibniz theologisch für Harmonie zwischen dem Schöpfer und dem von ihm Geschaffenen. Gottes Güte und Allmacht verdankten wir „die beste aller möglichen Welten“, erörtert Leibniz in seinen Essais de théodicée (1710). Auf metapsychologischer Basis vertritt Leibniz c) auch eine harmonische Interaktion zwischen Körper und Seele, unbewusster sinnlicher Perzeption und bewusster Apperzeption, wahrnehmender und strebender Seelenmonaden (in Leibniz 1985, Vorwort). Leibniz„ Philosophie war eine wichtige Quelle sowohl für den im 19. Jahrhundert in der deutschen Psychologie vorherrschenden Psychophysischen Parallelismus als auch für die philosophische und psychologische Apperzeptionslehre. In diesem weiten Kontext reflektiert Leibniz einerseits über die gefühlsmäßige Wirkung der Musik, was in der Konzeption des Pythagoras, die vornehmlich den Ordnungsgedanken ventilierte, noch nicht der Fall gewesen zu sein scheint. Andererseits verweist Leibniz aber auch auf die rational-mathematische Grundlage der Musik: „Die Musik entzückt uns, obschon ihre Schönheit in nichts anderem als in der Entsprechung von Zahlen und der uns unbewußten Zählung besteht, welche die Seele an den in gewissen Intervallen zusammentreffenden Schlägen und Schwingungen tönerner Körper vornimmt […]. Man kann in der nämlichen Weise sagen, daß die Gottesliebe uns schon jetzt einen Vorgeschmack der zukünftigen Glückseligkeit genießen läßt […]; denn sie verleiht uns ein vollkommenes Vertrauen in die Güte unseres Urhebers und Meisters, das eine wahre Ruhe des Geistes schafft, die nicht, wie bei den Stoikern, aus erzwungener Geduld stammt, sondern aus einer gegenwärtigen Zufriedenheit, die uns auch eines künftigen Glückes gewiß macht.“ Aus Vernunftprinzipien der Natur und der Gnade (1982: 24-25). II. 3 Die durchwegs optimistische weltanschauliche Seite des Leibnizschen Harmoniegedankens evozierte im 18. Jahrhundert Kritik von Seites des französischen Philosophen und Aufklärers Voltaire in dessen satirischem Roman „Candide oder der Optimismus“ (1759). Das Echo der polemischen Kritik an der „prästabilierten Harmonie“ wirkte bei Immanuel Kant weiter und beeinflusste im 19. Jahrhundert die pessimistische Philosophie Schopenhauers, dessen „Metaphysik der Musik“ sich aus nicht-christlichen Quellen (den Upanishaden des Hinduismus) speiste (Schopenhauer in 1977). Kant erklärte sich im Ganzen als Gegner der Philosophie Leibniz„, stellte Leibniz„ Philosophie auf eine Stufe mit den Träumen des Geistersehers Swedenborg. Eine Harmonie zwischen Gott und Menschen war für Kant, der das Gefälle zwischen dem göttlichen Schöpfer und dem elenden, physiologisch-moralischen Zustand der Menschen unterstrich, unannehmbar (Kant 1755 in 1968, 1: 379 f). In vorkritischer Zeit hatte Kant sich vehement gegen den teleologischen Gottesbeweis ausgesprochen (Kant 1763 in 1968, 2: 682) und in seiner letzten Kritik, der „Kritik der Urteilkraft“, räumte er lediglich einen Schein von Teleologie oder ein Also-Ob-Verständnis der teleologischen Urteilskraft ein (Kant 1890 in 1968, 8: 469). In derselben Schrift widersprach Kant, dass in der Perzeption von Musik etwas rational-mathematisch Vernehmbares festzustellen sei; der emotionalen Wirkung von Musik billigte er wiederum nur eine rein körperliche Erregung zu, bei der es nichts zu denken gäbe und die nichts zur Kultivierung der Menschen beitrage (1890 in 1968, 8: §53). Über den Pythagoreischen Gedanken einer Harmonie zwischen Zahl, musikalischen Intervallen und Seele hatte Kant sich in einer seiner letzten Schriften nochmals ablehnend geäußert (1896 in 1968, 5: 380). Allerdings konnte Kant freilich aus rein logischen Gründen und infolge seiner subjektivistischen 3 Erkenntnistheorie auch nur einer Projektion , einem Schein von Natur-Zweckmäßigkeit oder Teleologie beipflichten. Die interpretatorische Distanz zwischen den beiden Größen der deutschen Philosophie – Leibniz und Kant – exemplifiziert die Abhängigkeit des Teleologie- respektive Harmoniebegriffs von antagonistischen (optimistischen oder pessimistischen) weltanschaulichen (metaphysischen) Voraussetzungen und infolge eines heterogenen Verständnisses in puncto Rationalität. III. 1 Psychologisch: Eine durchgreifende und anhaltende Wiederbelebung erfuhr der ,alte„ Harmoniegedanke nach Kants Tod nochmals durch den Philosophen, Psychologen und Pädagogen Johann Friedrich Herbart, Nachfolger auf dem Kantischen Lehrstuhl in Königsberg. Herbart hatte sich im 19. Jahrhundert, mit Leibniz sympathisierend, in kritischer Auseinandersetzung mit der Kantischen Philosophie, vorgenommen, sowohl Kants ablehnende Einstellung der wissenschaftlichen Psychologie gegenüber als auch sein negative Verdikt über Musik zu korrigieren und beiden, in der Durchführung nicht ganz konsequent, wie das folgende Zitat demonstriert, eine empirisch vertretbare Basis zu eruieren: „Als Kant die Geometrie aus der reinen Anschauung des Raumes erklärte, da vergaß er die Musik mit ihren synthetischen Sätzen a priori von Intervallen und Akkorden; die er eben so aus der Tonlinie hätte erklären müssen […] Hatte von allen seinen zahlreichen Nachfolgern keiner eine hinlängliche Veranlassung, diese Lücke wahrzunehmen?“ (1824-25 in K VI: 165). Gut 50 Jahre später bezieht Carl Stumpf sich auf Herbarts Äußerung im Vorwort zum ersten Band der „Tonpsychologie” und übertrumpft die angezogene Stelle: „Man könnte in der Tat den ganzen ersten Teil der [Kantischen] transscendentalen Elementarlehre der Kritik der reinen Vernunft s.z.s. in Musik setzen” (1883: VIII). Stumpfs rekurriert mit dieser, nicht ganz leicht einzuordnenden Äußerung auf seine, zehn Jahre zuvor verfasste kritische Auseinandersetzung mit Kants ,transzendentaler Ästhetik„, insbesondere Kants Raumauffassung (Stumpf 1873: 12 f.), um anzudeuten, dass der von Kant und den Neukantianern dogmatisch vertretene Standpunkt, jegliche Gesetzlichkeit ließe sich nur mit den reinen Anschauungen von Raum und Zeit ausdrücken und nur sie hätten prinzipiell Vorrang vor irgendwelchen anderen Daten des Erscheinungsgebietes. Dagegen schlug Sumpf, indem er die von Herbart beanstandete Lücke füllt, eine wissenschaftlich relevante Alternative vor: Man könnte, macht er geltend, um die bloß symbolische (begriffliche), nicht anschauliche Beschaffenheit der räumlichen Vorstellungsweise zu unterstreichen, für die bereits Herbart plädiert hatte, an ihrer Stelle sehr wohl eine „akustische Weltanschauung“ postulieren oder konstruieren, in der alle Verhältnisse des physischen Geschehens als akustische Verhältnisse ausgedrückt würden, das heißt, dass die von Kant als einzig wissenschaftlich propagierte [quantitativ erfassbare] räumlich-kausal gedeutete Weltanschauung sich sehr wohl auch durch eine nicht-räumliche [dem elektrodynamischen Feld nachempfundene] und doch aufs feinste abgestufte strukturell gedeutete Tonwelt, (gewissermaßen ein tonotopes Feld) darstellen ließe (1907: 29). Stumpfs Unterscheidung zwischen Kausalwissenschaft und Strukturwissenschaft, die neue Begrifflichkeiten in Physik und Mathematik mit reflektierte und zu berücksichtigen suchte, um den Hiatus zwischen Natur- und Geisteswissenschaft zu überbrücken, ist für das ganze Werk konstitutiv, während Herbart noch einem älteren (mechanistischen und atomistischen) Wissenschaftsbild verhaftet blieb, das auch auf sein Seelenmodell abfärbte. Dennoch wirkte Herbarts Versuch durchaus progressiv, die empirische Psychologie auf den Grundlagen der Musik aufzubauen, weil allein die Musik sowohl über Elementares und Isolierbares als auch über grundlegende Prinzipien und berechenbare Verhältnisse verfügte, die, wenngleich nicht messbar, so doch schätz- und berechenbar, für den Aufbau der empirischen Psychologie verwendet werden konnten. In, „Psychologische Bemerkung zur Tonlehre“ (1811), dem Initial-Text der deutschen Tonpsychologie, heißt es: „Zu denjenigen psychologischen Gegenständen, welche, vor anderen, sich einer minder schwierigen Nachforschung darbieten, gehört ohne Zweifel die Tonlehre. Alle Musik lässt sich in einfache Töne rein auflösen, denen ihre Distanzen, so wie ihre Dauer, bestimmt zugemessen sind; und deren Stärke und Schwäche, wie sie der gute Vortrag verlangt, ebenfalls wenigstens der Größen-Schätzung, wenn auch nicht Messung, unterworfen ist; sodaß alle Elemente des Vorstellens, von denen die Gemüthszustände des Zuhörers abhängen, eine genaue Angabe gestatten“ (in 1888, 3: 99). 4 Indem Herbart – sowohl musikalisch hochbegabt als auch philosophisch und psychologisch eminent scharfsinnig – erstmals die musikalische Perzeption, das musikalische Denken und das musikalische Gefühl – einer professionellen Analyse unterzog, um dieses Procedere sodann auch der Rechnung zu unterwerfen, war er es, der einer wissenschaftlichen Psychologie im deutschsprachigen Raum gegen die antipsychologische Einstellung Kants und des Neukantianismus zum Durchbruch verhalf. Herbart ging erfolgreich gegen Kants Verdikt vor, die Psychologie könnte nie den Status einer rechnenden Wissenschaft erreichen und das Psychische nur in seiner qualitativen Natur beschrieben werden (vgl. dazu Kaiser-elSafti 2001), sodass sich nach Herbarts Tod ein neuer Typus sinnespsychologischer Forschung auf experimenteller Basis formierte – die von Heinrich Weber und Gustav Theodor Fechner initiierten Schwellenuntersuchungen der sinnlichen Wahrnehmung – aufgrund derer man zu psycho-physischer Grundgesetzlichkeit zu gelangen hoffte. Herbart trat erstmals energisch gegen Kant für wissenschaftstheoretisch relevante Differenzen zwischen dem Sehen und dem Hören ein und verteidigte die epistemische, psychologische und ästhetische Grundlage der auditiven Wahrnehmung, die nicht nur Kant, sondern die philosophische Tradition insgesamt mit ihrer Bevorzugung des visuellen Sinns und der ausschließlichen Präferenz einer Lichtmetaphorik im Ganzen vernachlässigt hatte. Obwohl die Pioniere der experimentellen Psychologie in Deutschland die Schubkraft Herbarts, in diese Richtung weiter zu forschen, würdigten, hatte Herbart selbst das Experiment aus ethischen Gründen abgelehnt und erlebte auch nicht mehr bedeutende Fortschritte in Physiologie und Psychoakustik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Wechsel von einer mathematischen Psychologie zu einer statistischen Daten- und Urteilserfassung erfolgte durch Stumpf im ersten Band der „Tonpsychologie“. Dafür inspirierte Herbart aber noch ein weiteres wichtiges Teilgebiet der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts, das nach der Auffassung von Kant für abgeschlossen zu gelten hatte und angeblich keiner Entwicklung mehr bedurfte: die Theorie des logischen und ästhetischen Urteils. Herbart setzte etwas in Gang, dessen Diskussion bis heute anhält – die Frage nach der erkenntnistheoretischen und psychologischen Basis des Werturteils in seinen beiden, durchaus nicht problemlos zu harmonisierenden kognitiven und emotionalen Komponenten, und zwar in Abgrenzung zu logischen Urteilen und theoretischen Urteilen über Sachverhalte. Schon 1808, in den „Hauptunkten der Metaphysik“, erklärt Herbart die Aufklärung des Werturteils als „vielleicht die größte Aufgabe der Psychologie“ (1887: 213). Herbarts Interesse an der Struktur des Urteils und der Klärung logischer Grundlagenfragen mag den Ausschlag dafür gegeben haben, dass er dem musikalischen Denken einen Vorrang vor dem musikalischen Gefühl einräumte. Wo immer Herbart hinter dem rasanten Wissenschaftsfortschritt im 19. Jahrhundert zurück geblieben sein mag – in puncto empirische Psychologie und besonders Grundlegung einer Musikpsychologie hat wohl kein deutscher Philosoph so innovativ gewirkt wie er. Was Stumpf im Vorwort der „Tonpsychologie“ programmatisch über die Reichweite tonpsychologischer Forschung im Hinblick auf methodische Grundlagen der allgemeinen Psychologie zum Ausdruck bringt, setzt mit einem nochmals erweiterten Schatz logischer, psychologischer und methodologischer Instrumente fort, wozu Herbart die Initialzündung geliefert hatte: „Vielleicht lassen sich überhaupt nirgends sämmtliche Hilfsmittel der psychologischen Forschung, Selbstbeobachtung und fremde Angaben, statistische Sammlung von Urteilsreihen, physiologische Thatsachen und Hypothesen, Vergleich der Völker und Zeiten, Biographisches u. s. w. in gleicher Vereinigung heranziehen“ (1883:VI). III. 3 Hermann Lotze, in jüngeren Jahren ein Anhänger Herbarts, profilierte sich in seinen psychologischen und ästhetischen Werken als Kritiker Herbarts, vornehmlich was die zwar angestoßene, aber nicht widerspruchsfrei zu Ende geführte Theorie der harmonischen Intervalle, den Stellenwert der Gefühle und Herbarts Rechenkünste in diesem Kontext anbelangt. Lotze, sowohl in Medizin (Physiologie) als auch Philosophie habilitiert, äußerte sich in seinem psychologischen Hauptwerk „Medicinische Psychologie oder Physiologie der Seele“ (1852) a) feinsinnig über das Wesen der Gefühle und zwar ausdrücklich in Zusammenhang mit der musikalischer Perzeption (2. Buch, 2. Kapitel), die die physiologische Grundlage der Gefühle, die Herbart noch weitgehend außer Acht gelassen hatte, von der psychologischen Seite unterschied, indem Lotze das Verhältnis der Gefühle zu den körperlichen Empfindungen unter die Lupe nahm. In diesem Kontext näherte er sich dem bis heute nicht gewürdigten ingeniösen Versuch, das Qualia-Problem am Beispiel des Tonhöhenhörens konkreter zu erfassen (l. c.: 211 f., auch 1868: 272 f.). In seiner „Geschichte der Ästhetik in Deutschland“ (1868) stellte Lotze wohl als erster die psychologische Konsonanzerklärung durch Hermann von Helmholtz in Frage, er distanzierte sich aber auch von Leibniz„ 5 Votum für ein unbewusstes Zählen als Grundlage der musikalischen Perzeption (1868: 275 ff.). Stumpf wird lebenslang an dem, was Herbart und Lotze auf den Weg gebracht hatten, vornehmlich an den Grundlagen seiner Verschmelzungstheorie, weiterarbeiten (vgl. Stumpf u. a. 1911 a, 1915). IV Phänomenologisch/Neurologisch: Eine Qualität der Arbeiten Carl Stumpfs resultiert aus seiner informierten Kenntnis und der akribischen Auseinandersetzung mit dem bereits zuvor Geleisteten. Stumpf trat mit seinem besonderen Erkenntnisinteresse an auditiven und musikalischen Grundlagenfragen viel mehr das Erbe Herbarts und Lotzes an, als er seinem verehrten Lehrer Franz Brentano gegenüber zugeben wollte, der diese Seite Stumpfs nicht billigte und sogar bekämpft (Brentano 1907/1979). Aus dem Briefwechsel mit Brentano ist ersichtlich, wie früh und wie durchgreifend Stumpf sich der Taxonomiefrage in Bezug auf empirische Psychologie und Seelenbegriff in engem Kontext mit wahrnehmungs- und werttheoretischen Fragen zuwandte (vgl. Kaiser-el-Safti, Einleitung in den Briefwechsel Brentano-Stumpf 2014). Stumpf geht erkenntnistheoretisch von einer holistischen Basis aus, die sowohl die strukturellen Differenzen in den sogenannten höheren Sinnen, Sehen und Hören, ernst nimmt als auch ihre Einbettung in ein ganzheitliches epistemisches Modell vorantreibt. Er erkennt in der bevorzugt analytisch verfahrenden, mehr zeitlich als räumlich strukturierten Grundlage des Hörens, eine Analogie zur Struktur des Seelischen und weiß sie für seine Funktionspsychologie zu nutzen. Ein geordnetes Zusammen als ein phänomenologisch gegebenes Ganzes von Verhältnissen ist nach Stumpf in elementarer Anlage von Anfang an gegeben, sowohl an Basisprämissen der visuellen Wahrnehmung (Stumpf 1873) als auch, und sogar noch ausgeprägter, an auditiv-musikalischen Grundlagen verifizierbar (Stumpf 1883: § 6 Analyse und Vergleichung). Das in beiden Fällen nativistisch Gegebene unterliegt in der Folge einem Entwicklungsprozess, der sich sowohl entwicklungspsychologisch und experimentell nachweisen (Stumpf 1883 und 1890) als auch anthropologisch und kulturpsychologisch überprüfen lässt (Stumpf 1885, 1897, 1911). Basale wissenschaftstheoretische und weltanschauliche Positionen vertritt Stumpf vornehmlich in den 1910 versammelten „Philosophischen Reden und Vorträgen“. Der Gedanke, dass die supervenienten (höheren) psychischen Funktionen sich nicht aus der biologischen Evolutionstheorie herleiten und ,erklären„ lassen, weil sie bereits vorhanden sein müssen, bevor sie sich geschlechtlich verbreiten, gezüchtet oder vererbt werden können, verweist auf eine, ihrer epistemischen Grundlage nach von der biologischen Evolutionstheorie zu trennende Entwicklungstheorie, die Prozesse der Emergenz berücksichtigt (Stumpf 1899: 113). Letzteres gilt auch für die kulturelle Entwicklung der emotional-ästhetischen Seite der Harmonie, die nach Stumpf physiologisch vorgegeben ist, aber in ihrer spezifischen Entfaltung ästhetisch zu hochkomplexen musikalischen Ausdrucksformen und historisch als das Produkt einer bestimmten kulturellen Entwicklung anzusehen ist (Stumpf 1897). Das heißt im Übrigen nicht, Stumpf habe sich von der Hypothese eines ontologisch verankerten teleologisch zu deutenden Weltordnungsprinzips verabschiedet (Stumpf 1907). Stumpfs Standpunkt vermittelt jedoch Hinweise auf einen, der traditionellen Auffassung gegenüber geänderten Begriff von Metaphysik; Stumpf hat verschiedentlich in radikaler, wenngleich nur schlaglichtartiger Weise zu Fragen der Metaphysik und einer „sozialen Ethik“, die er in einem Atemzug mit der Erwähnung einer neuen Metaphysik thematisiert, Stellung bezogen (1907: 85). Die Frage nach der besonderen Art der Verschmelzung oder Fusionierung ausgezeichneter Intervalle als harmonische Ur-Phänomene des Musikalischen spielte in Stumpfs Forschung lebenslang eine bedeutende Rolle; im 2. Band der „Tonpsychologie“ (1890) wird sie ausschließlich behandelt. Stumpfs Verschmelzungstheorie wurde von Zeitgenossen vielfach erwogen, bewundert, aber auch in Frage gestellt, kritisiert und bekämpft (vgl. Kaiser-el-Safti 2013). Von heute her gesehen ist das Maß an Vigilanz, das die Verschmelzungstheorie als primäre Grundlage einer auf Harmonie aufgebauten Musik und der Gestaltpsychologie, zu ihrer Zeit erregte, etwas verwunderlich, wenn man den metaphysischen Kontext ausblendet und außer Acht lässt, wie beispielsweise Brentano sich mit seiner oppositionellen Theorie „multipler Qualitäten“ gegen Stumpfs Verschmelzungstheorie zur Wehr setzte (Brentano 1907/1979: 66 ff.), aber auch die Schüler Stumpfs, die Berliner Gestaltpsychologen, dazu motivierte, angesichts der zunehmend positivistisch geprägten wissenschaftstheoretischen Diskussion im deutschsprachigen Raum zwischen den beiden Weltkriegen, der Psychologie ihrerseits eine positivistische und sogar physikalistische Grundlage zu verschaffen (vgl. Köhler 1920). Ist die Frage nach einer, wie immer zu interpretierenden harmonischen Grundlage der Musik, des Kosmos, der Seele, in der Frage nach dem Qualitativen, dem Zusammenstimmen des Guten und Schönen, heute obsolet geworden? Keineswegs – und hat sie sich nicht zu allen Zeiten gegen Skeptizismus, Materialismus und Nihilismus zu behaupten bemüht? Wenigsten in einer Fragestellung ist sie auch derzeit noch virulent– 6 sowohl in der Philosophie als auch in einer ,harten„ Naturwissenschaft, der Neurologie, – in der Behandlung des Qualia-Problems respektive des Wert-Problems. Noch kürzlich wurde sie von dem amerikanischen Philosophen Thomas Nagel, eingebettet und als Kern des Leib-Seele-Problems, in seiner Kritik an der neodarwinistischen Evolutionstheorie, ventiliert, die Nagel als falsch glaubt desavouieren zu müssen, weil Fragen nach dem Bewusstsein, der Intentionalität, den kulturellen Werten und dem Werterleben nicht rein biologisch herzuleiten und zu klären sind. Nagels Abhandlung „Geist und Kosmos Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist“ (2013) – exemplifiziert logisch-methodologisch relevante Überlegungen, die bereits Lotze und mehr noch Stumpf in Bezug auf das Qualia-Problem im Kontext materialistischer und darwinistisch-biologistischer Prämissen erwogen hatten. Wenn Nagel über eine Alternative zu Materialismus und Theismus (Kreationismus) nachdenkt, die eine teleologische Weltanschauung auch in Auseinandersetzung mit den modernen Varianten des Neodarwinismus zu verteidigen erlaubt, ,erinnert„ das an Stumpfs frühe Abgrenzung zu Brentanos Theismus und Kreationismus, die ihn zu alternativen Überlegungen motivierten. Bereits Stumpf votierte mit guten Gründen dafür, dass ,Emergenz„ in eine, die Evolutionstheorie ergänzende Entwicklungstheorie einzubeziehen sei (Stumpf 1896 und 1899 in 1910). Anders als Nagels anregende Konjektur einer auch heute vertretbaren Auffassung von Teleologie, die theistsche (kreationistische) Argumente würdigt, aber nicht gelten lässt, stützte Stumpf sich auf eine Basis, die sich freilich bei Nagel nicht findet – die Fundierung einer naturwissenschaftlich und teleologisch vertretbaren „akustischen Weltanschauung“. In dieser Perspektive wären dann auch, die Grundlagen des Harmonischen betreffend, die neuro-akustischen Untersuchungen von G. Langner und M. Ebeling zur Sprache zu bringen (Langner 1986, Langner 2013, Ebeling 2007). Sollte es gelingen, in Bezug auf die anhaltende Bedeutung des Harmoniebegriffs einen minimalen Konsens herzustellen, wären wir den Zielen der Gesellschaft, den interdisziplinären Diskurs mit der Lehre Stumpfs zu intensivieren, ein großes Stück näher gekommen. Literatur: Aristoteles (1979) Über die Seele. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Brentano, F. (1907/1979). Untersuchungen zur Sinnespsychologie. Hamburg: Meiner. Ebeling, M. (2007). Verschmelzung und neuronale Autokorrelation als Grundlage einer Konsonanztheorie. Frankfurt/M.: Peter Lang. Herbart, J. F. (1808). Hauptpuncte der Metaphysik. In, K. Kehrbach (Hrsg.) (1887) Sämtliche Werke, zweiter Band, 175-226, Langensalza: Beyer& Söhne. Herbart, J. F. (1811). Psychologische Bemerkungen zur Tonlehre. In, K. Kehrbach, (Hrsg.) (1890) Sämtliche Werke, dritter Band, 97-145. Langensalza: Beyer & Söhne. Kaiser-el-Safti, M. (2201) Die Idee der wissenschaftlichen Psychologie Immanuel Kants kritische Einwände und ihre konstruktive Widerlegung. Würzburg: Königshausen & Neumann. Kaiser-el-Safti, (2002). Artikel: „Herbart, Johann Friedrich“. Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik (MGG). Hg. v. L. Finsche, Personteil, Bd. VIII Kassel et al.: Bärenreiter und Metzler, 1355-1357. Kaiser-el-Safti (2011) Einleitung in Carl Stumpf, „Erkenntnislehre“. Lengerich: Pabst Science Publishers. Kaiser-el-Safti (2014) (Hrsg.) Franz Brentano-Carl Stumpf: Briefwechsel 1867-1917. Unter Mitarbeit von Th. Binder. Vorwort und Einleitung. Frankfurt/M.: Peter Lang. Kaiser-el-Safti, M. (2014) Historische Grundlagen der Gestaltpsychologie. In, A. Aschermann/M. Kaiser-el-Safti (Hrsg.) Gestalt und Gestaltung in interdisziplinärer Perspektive, (239-304) In, M. Kaiser-el-Safti/M. Ebeling (Hrsg.), Schriftenreihe der Carl Stumpf Gesellschaft, vierter Band, Frankfurt/M.: Peter Lang. Kaiser-el-Safti, M. (2015). Philosophische Grundlagen der empirischen Psychologie. In, Erwägen Wissen Ethik, hg. von Werner Loh et al., im Druck, erscheint voraussichtlich Juli 2015. Kant, I. (1755). Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels. In, W. Weischeld (Hrsg.) (1968) Immanuel Kant Werke in zehn Bänden, erster Band, 219-400. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft Kant, I. (1796) Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie. In, W. Weischeld (Hrsg.) 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