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Requirements-Fortbildung im Betrieblichen Alltag
> INFORMATIK 2015
Workshop SAG WAS 2015
1. Oktober 2015
Cottbus
Nikolai Stein-Cieslak
Requirements Manager & Geschäftsführer
> Seit 2002 im Bereich des RE&M mit DOORS im Automobilsektor tätig
> Seit 2007 Senior Consultant & Geschäftsführer der REQUISIS GmbH
> RE&M-Methoden und -Konzepte
> Aktuelles Thema: Beratung, Konzepte und Einführung von ReqIF
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© 2015 REQUISIS GmbH, Alle Rechte vorbehalten.
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REQUISIS GmbH
Outstanding in Engineering
> Bundesweit agierendes Unternehmen mit Standorten in
Berlin und Stuttgart
> Spezialist für toolunterstützes
Anforderungsmanagement
> Viele Projektkunden, z.B. im Automobilsektor
> Softwareprodukte:
> DoX – Document eXport
> ReX – Requirements eXchange
> MoRE – Mobile Requirements Editor
> SproX – Specification Proposal eXtractor
> Insight – Requirements Project Monitor
Vortragsaufbau
> Was braucht ein RE/RM-Engineer?
> Vorstellung erlebter Fortbildungs-Praktiken
> Darstellung eigener Vorstellungen und Konzepte
> Verschiedene Perspektiven
> Zum Einen: Sicht des Beraters auf die Aus-/Weiterbildung bei seinen Kunden
> Zum Andern: Sicht des Geschäftsführers auf die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter
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Inhalte der Aus-/Weiterbildung
Welche Fähigkeiten braucht ein RE/RM-Engineer ?
> Handwerkszeug
> Methoden zur Anforderungserhebung, Formulierung, Strukturierung etc.
> Verständnis von Zusammenhängen
> Zusammenhänge des Requirements-Modells
> Prozess-Verständnis und der damit zusammenhängenden Daten (Testfälle, OPL-Listen,
Abstimmungsattribute, Varianteninformationen…)
> Verständnis für Menschen
> Wir arbeiten intensiv mit Menschen. Jeder Mensch hat unterschiedliche Fähigkeiten und
Bedürfnisse . Nur wer die Menschen annimmt und Ihnen mit Wohlwollen begegnet, wird sie zur
Mitarbeit bewegen können.
> Verständnis für Organisationen
> Wir arbeiten im Umfeld von komplexen Organisationen.
> Wer die Abläufe und Strukturen nicht versteht, wird wenig erreichen können.
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Klassische Themen im RE/RM (Basis-Handwerkszeug)
> Requirements-Engineering
> Erheben
> Formulieren
> Strukturieren
> Requirements-Management
> Abstimmen (intern & extern)
> Datenaustausch (organisieren, durchführen, überwachen)
> Auswerten
> Pflegen
> Automatisierung (Scripting)
Wie wird RE/RM-Handwerkszeug vermittelt ?
> Erlebte Fortbildungs-Praktiken
> Gar nicht (leider wirklich zu oft!)
> Bücher (z.B. von den Sophisten)
> Schulungen (insb. im Hinblick auf die Zertifizierung vom IREB)
> Einsatz von Beratern (die teilweise auch die Arbeit des RE/RM-Engineers übernehmen)
> Gründe/Ausreden, warum Handwerkszeug nicht geschult wird
> Die Mitarbeiter sollen sich auf die fachliche (domänenspezifische) Arbeit konzentrieren.
> Formulierungsschablonen schränken den Mitarbeiter in der Freiheit ein.
> „Keine Zeit!“
> „Das geht auch ohne.“
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Verständnis für Zusammenhänge
> Die Struktur der Artefakte im Anforderungsmanagement kann komplex sein.
> Verbindungen mit Testfällen, Abstimmungsattributen, Offene Punkte-Listen,
Datenfestlegungen…
> Unbekannte weitere Artefakte auf der „anderen Seite“ (Kunde bzw. Auftraggeber)
> Eine Änderung kann das ganze Modell zum Einstürzen bringen.
> Jede Änderung am Modell erfordert vollen Überblick.
> Schwer erlernbar
> Vorstellungskraft muss vorhanden sein.
> Aber: Gute Dokumentation hilft
> Erlernen einer grafischen Notation ist hierbei enorm hilfreich.
Verständnis für Menschen
> Die Arbeit als RE/RM-Engineer bedeutet viel Kommunikation mit anderen.
> Kommunikation kostet Zeit.
> Wichtige Fragen, die man sich stellen sollte:
>
Was bringt mein Gegenüber dazu, mir Zeit zu widmen?
>
Was hat mein Gegenüber von meiner Arbeit?
>
Welche Vorbehalte/Befürchtungen hat mein Gegenüber?
> Kommunikation muss funktionieren.
> Sachebene / Emotionale Ebene
> Kommunikation auf Augenhöhe
> Persönliche, zielführende Sprache, die Bereitwilligkeit hervorruft (Bus-Beispiel)
> Auch ein „Nein“ ist möglich und manchmal erforderlich. -> Verlässlichkeit.
> Weiterbildung
> Kommunikationstrainings
> Austausch mit Kollegen
> Gute Arbeitsatmosphäre
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Verständnis für Organisationen
> Jede Organisation ist anders.
> Unterschiedliche Kultur, was Verantwortung, Entscheidungskompetenzen und
Gesprächskultur angeht.
> Die Arbeit des RE/RM-Engineers erfordert erfolgreiche Kommunikation und „gute Quellen“.
> Dafür muss er/sie gut vernetzt sein:
> Fachexperten für die Anforderungserhebung
> Entscheider für Abstimmung, Priorisierung von Anforderungen
> Weiterbildung
> Zu Projektbeginn sich genau die Kultur des Unternehmens erklären lassen
> „Gespräche auf dem Gang“
Verständnis für das Umfeld (Domäne)
> Bei der Arbeit als RE/RM-Engineer sollte man etwas vom Umfeld verstehen.
> Fehler in der Kommunikation können durch Branchenwissen schneller aufgedeckt werden.
> Fachbegriffe können schneller selbst im Glossar erklärt werden.
> Stark abgekürzter Input von Fachexperten kann besser in allgemeinverständlichen Text
umgesetzt werden.
> Die Kommunikation mit Fachexperten läuft schneller.
> Man wird von den Fachexperten und Entscheidern mehr ernst genommen.
> Weiterbildung
> Je nach Branche unterschiedliche Schulungen
> Patenschaft durch einen erfahrenen Kollegen
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Methoden der Aus-/Weiterbildung
Methoden in der Praxis durch externe Anbieter
> Schulungen
> Gut für den Einstieg
> Oft jedoch zu generisch
>
Viel Wissen, was nicht benötigt wird.
>
Wissen, was hilfreich oder gar notwendig wäre, fehlt.
> Wissen lässt nach, wenn länger nicht angewandt.
> Coaching on the Job / Supporting
> Gute Begleitung, um den Einstieg zu erleichtern
> Hilfreich bei komplexen Aufgaben
> Ständiger Zugriff auf Experten möglich
> Mitarbeiter fühlen sich nicht „allein“
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Beobachtete Schulungsvarianten
> Sich selbst um Schulungen bemühen
> Wird oft nicht wahrgenommen, da Organisation dem Mitarbeiter überlassen wird.
> Bei externen Schulungen wird weniger auf die Eigenheiten der eigenen Tätigkeit eingegangen.
> „Zwangsschulungen“ vor der Übernahme bestimmter Aufgaben
> Motivation und Lernwille meist gering – teilweise sogar „Ablehnung“
> Regelmäßige Inhouse-Schulungen mit freiwilliger Teilnahme
> Hürde für die Anmeldung kleiner
> Einbeziehung von Firmenspezifika (größere Motivation)
> Auch für Auffrischungen sinnvoll
Coaching on the Job / Supporting
> Begleitung der Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit
> Ad hoc oder regelmäßig
> Meist mit Support verbunden
> nicht alles wird vom Mitarbeiter selbst gemacht
> Vorteil:
> Sehr individuell, stets verfügbar
> Es wird Zeit gespart, wenn komplizierte Themen von Experten bearbeitet werden.
> Nachteil:
> Man erlernt schwierigere Themen nicht, da sie ja der Support machen kann.
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Firmeninterne Weiterbildung
> Regelmäßiger interner Austausch
> Von Erfolgen der Kollegen lernen
> Eigene Herausforderungen mit Kollegen besprechen
> Vorschläge annehmen
> Kurzschulungen / Präsentationen von Arbeitsergebnissen
> Fachbibliothek aufbauen
> Bibliotheken mit Arbeitshilfen schaffen
> Persönliche Fähigkeiten der Mitarbeiter fördern
> Fachliche Fähigkeiten nutzen
> Persönliche Fähigkeiten ausbauen
Fähigkeiten fördern
> Neben den rein fachlichen Themen unbedingt notwendig:
> Einfühlungsvermögen
>
Wissen, wie man mit einer Person umgehen muss, was ihm/ihr wichtig ist
> Unternehmensabläufe kennen
>
Wissen, wie man in einer Organisation etwas erreichen kann
> (Selbst-)Organisation
>
Nicht nur Anforderungen müssen strukturiert sein – auch das Arbeiten
> Domänenwissen vermitteln
>
Hilft, zwischen den Zeilen zu lesen
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Soft-Skills
> Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit
> Selbstverantwortung
> Was brauche ich, um die Aufgabe erfüllen zu können? Wie bekomme ich das? Von Wem? …
> Es ist wichtig, sich auch um die eigenen Bedürfnisse verantwortungsvoll zu kümmern, sonst kann
man sich nicht gut um andere kümmern und für sie mit seiner vollen Aufmerksamkeit da sein.
> Zeiteinteilung
> Pragmatismus und gesundes Augenmaß
> Überblick behalten: wissen, an welcher Stelle genau das Problem liegt (genaues analytisches
Denken) und nur dieses Lösen (nicht gleich alle Probleme der Welt)
> Lösung- und zielorientiertes Denken (statt Problemdenken), „think positiv“!
Weitere Aspekte
> Klima und Zusammenhalt in der Firma
> Einfluss auf: Bereitschaft, Einstellung und Lernwille
> Unbewusstes Lernen und „Wachsen“
> Verhältnis zum Vorgesetzten
> Vertrauen in den Arbeitgeber, eigene Dinge, Bedürfnisse, Problemstellungen ansprechen zu
können.
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Wirkung von Zertifizierungen
> Seit einigen Jahren werden Zertifizierungen zum Thema Requirements-Engineering angeboten.
> Zertifizierungen
> Schaffen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (Selbstbestätigung).
> Schaffen Vertrauen der Auftraggeber in die Fähigkeiten der eingesetzten Mitarbeiter.
> Sorgen für das Erlernen des nötigen Handwerkszeug.
> Zertifizierungen sind ähnlich wie ein Abitur keine Garantie für gute oder erfolgreiche Arbeit.
> Ich habe leider mehrfach erlebt, dass zertifizierte RE/RM-Engineers sich dadurch wichtiger
genommen haben und dadurch die Kommunikation auf Augenhöhe zerstört war.
Fazit
> Erlernen von Handwerkszeug ist ein Muss.
> Handwerkszeug allein reicht nicht aus.
> Nicht alle Regeln müssen immer strikt eingehalten werden. (Trifft nicht für regulierte Bereiche zu.)
> Gesunder Menschenverstand und Pragmatismus sind hierbei hilfreich.
> Die wichtigsten Erfolgsfaktoren liegen im Zwischenmenschlichen.
> Natürlich kann ein Projekt scheitern, wenn Anforderungen schlecht aufgeschrieben wurden. Es
scheitern aber mehr Projekte, weil zu wenig Anforderungen aufgeschrieben wurden oder nicht
ordentlich abgestimmt wurden, weil die Leute nicht miteinander reden.
> Sobald ein Mitarbeiter das Handwerkszeug erlernt hat, liegt mein Hauptaugenmerk daher immer
auf der persönlichen (Weiter-)Entwicklung des Mitarbeiters.
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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
> Fragen?
Wir suchen Verstärkung!
Interesse?
[email protected]
> Nikolai Stein
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[email protected]
+49 (30) 536506-711
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