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The Darkness II (PC)
17.02.2016
Kurzinfo
Releasedatum (Testversion): 10.02.2012
Entwickler: Digital Extremes
Publisher: 2K Games
Genre: First-Person Shooter
Unterstütze Plattformen: PC, PlayStation 3, Xbox 360, OS X
Erschienene Versionen: Standard Edition (Testversion), Limited Edition (2 Fähigkeiten, 1
Darklingskin)
USK Freigabe: Keine Jugendfreigabe, deutsche Edition zensiert.
PEGI Freigabe: Keine Jugendfreigabe, unzensiert (Testversion).
Die erste Spielstunde
Am Anfang war Dunkelheit- Sonst nichts. So erzählt es dir zumindest der ziemlich nervöse
Kollege zu Beginn des Spiels. Johnny Powell heißt er und er scheint eine ganze Menge über
die Herkunft der Dunkelheit zu wissen. Hektisch beschreibt er, wie langsam das Licht in die
Welt drang und die Dunkelheit ziemlich sauer darüber wurde. Just sucht sie sich über die
Jahrhunderte verschiedene Wirte: besessene Körper, die durch die Dunkelheit dazu
imstande sind unmenschliche (böse) Dinge zu tun. Doch so sehr sie versuchen, die
Dunkelheit zu beherrschen, alle sind zum Scheitern verurteilt. Nichts hält die Kraft der
Dunkelheit auf.
Sprung ins Jetzt: zum Gangsterboss Jackie Estacado. Der ist nicht nur von der Dunkelheit
besessen, sondern außerdem du. Und darum steigst du prompt aus einer Luxuslimousine,
um ein Abendessen in deinem Stammrestaurant zu genießen. Vor der Tür erwartet dich
bereits deine rechte Hand Vinny und begleitet dich zum üblichen Tisch. Dort warten bereits
zwei junge Damen auf deine Gesellschaft. Alles deutet auf einen guten Abend hin…
Bis eine Gewehrkugel ein Fenster durchschlägt und eine riesige Explosion deinen Stammtisch
in Stammasche verwandelt. Von da an geht es abwärts. Panisch rennt Vinny zu dir, um dich
in Sicherheit zu ziehen. Selber laufen ist aufgrund deines zerschmetterten Beines wohl keine
Option mehr. Selber schießen geht aber umso besser. Während Vinny dich durch das
brennende Restaurant schleift, kümmerst du dich um die bewaffneten Angreifer, die den
Laden von allen Seiten stürmen. Grade so schafft ihr es in die sichere Küche. Und Vinny
versucht verzweifelt die Tür zu öffnen. Aber… was zischt da? Ihr blickt auf einen
angeschossenen Behälter und schneller als ihr „Ich rieche Gas“ sagen könnt, segelt ein
brennendes Etwas in den Raum. Bumm.
Ihr wacht auf, halb in Trance blickst du auf die gebückte Person im Gang, die sich langsam
von dir abwendet. Und dir einen Handlanger dalässt, der dich erledigen soll. Du kriechst zu
ihm und die Stimme in deinem Hinterkopf wird immer lauter. „Gib dich der Dunkelheit hin,
Jackie…“. Eigentlich hast du dir geschworen, nie wieder nachzugeben. Aber freundlich sieht
der bewaffnete Handlanger auch nicht aus. Mithilfe deiner Dunkelheitstentakel (ja, wirklich!)
beginnt sich das Blatt langsam zu wenden. Die Horden von Handlangern sind Dunkel-Jackie
wohl doch nicht ganz gewachsen. Schwerer plagen dich die ständigen Halluzinationen von
deiner Freundin, deren Schicksal in „The Darkness“ erzählt wird. So langsam lernst du deine
Stärken kennen. Und auch deine Schwächen: Halte dich vom Licht fern, wenn du überleben
willst. Du kehrst in dein Loft zurück und erfährst von Jimmy „Der Traube“ über einen
möglichen Drahtzieher des Angriffs namens Swifty. Mit einer kleinen Armee machst du dich
zu einem Lagerhaus an den Docks auf, um Swifty ein paar ernste Fragen zu stellen. Das
erweist sich schwieriger als gedacht. Swifty hat eine Menge Leute unter sich, die für ihren
Boss erstaunlich viel einstecken. Und so kämpfst du dich durch einige finstere Lagerräume,
Billardhallen und einen kleinen Schrottplatz, bis du nach zirka 50 Minuten Spielzeit vor Swifty
höchstpersönlich stehst. Swifty und seiner Abrissbirne um genau zu sein. Dein erster Boss!
Mit einer Mischung aus Schwüngen mit einer riesigen Stahlkugel und stetigen
Handlagerwellen versucht Swifty seinem Schicksal zu entgehen. Das gelingt ihm nur nicht
lange. Nach einem kurzen, harten Kampf ist die Abrissbirne Altmetall. Du steigst in das
Wrack und: Kein Swifty. Wo ist er hin? Grade eben siehst du noch, wie Swifty in eine
Lagerhalle flüchtet. Nur noch ein paar Handlager trennen dich von den Antworten darauf,
was hier eigentlich los ist.
Das Spiel
„The Darkness 2“ umfasst, in der Standardversion, eine etwa fünfstündige
Einzelspielerkampagne und die „Vendettas“ Mehrspielerkampagne. Die Schwierigkeit des
Spiels kann in vier Stufen eingestellt werden.
Singleplayer
In „The Darkness 2“ spielt ihr den Gangsterboss Jackie Estacado, der sich, nach einem Angriff
auf sich und seine Leute, erneut dazu gezwungen sieht, die „Dunkelheit“ einzusetzen um die
Vorgänge ein für alle Mal aufzuklären. Doch die „Dunkelheit ist ein zweischneidiges Schwert.
Zum einen Macht sie den Nutzer übermenschlich. Wunden heilen schneller und mit zwei mit
Zähnen besetzten Tentakeln kann jeder Gegner überwältigt werden. Zum anderen Macht sie
den Nutzer unmenschlich. Denn um zu überleben, frisst die „Dunkelheit“ die Herzen der
Toten und gleißendes Licht verletzt den Nutzer. Während Jackie also versucht, Antworten zu
finden, hängt er stets zwischen Realität und Wahnsinn: Geplagt von Visionen seiner
Freundin, vergangenen Zeiten und unwirklichen Orten. Beim Spielen merkt man, dass „The
Darkness 2“ einen starken Fokus auf seine brillant inszenierte Geschichte legt. Auch wenn
diese mit einer Dauer von etwa fünf Stunden (ohne die Mehrspielerkampagne) nicht
sonderlich lange ausfällt, sind die spielbaren Dialoge, Wendungen und Zwischensequenzen
wirklich filmreif.
Das zweite Standbein von „The Darkness“ sind die Kämpfe, die den Löwenanteil der Spielzeit
ausmachen werden. Den Gegnermassen, die Jackie gegenüberstehen könnt ihr euch auf
verschiedenste Arten erwehren. So könnt ihr mit euren Tentakeln alles von Herumliegenden
Gegenständen bis hin zu Gegnern greifen und durch die Gegend werfen. Habt ihr euch einen
Gegner gepackt, könnt ihr diesen außerdem Hinrichten, um Gesundheit, Munition usw. zu
erhalten. Das ist nicht nur nützlich, sondern oft auch ziemlich brutal. In der europäischen
Version gehen den Gegnern dabei meistens Körperteile verloren.
Ihr könnt mit den Tentakeln aber nicht nur auf Distanz kämpfen. Steht ihr vor einem Gegner,
könnt ihr ihm mit eurem Tentakel kräftige Schläge verpassen. Diese können Gegner beim
ersten Treffer betäuben und beim Zweiten töten und zerteilen. Genauso könnt ihr mit
gezielten Schlägen Barrikaden zerstören und Kabel zerschneiden. Dabei wird zwischen
vertikalen und horizontalen Schlägen unterschieden, mehr dazu bei der Steuerung.
Zu guter Letzt könnt ihr auch noch eine ordentliche Auswahl an Waffen finden,
beispielsweise Handfeuerwaffen und Schrotflinten. Munition kriegt ihr durch Exekutionen
oder von Gegnerwaffen. Durch die vielen Möglichkeiten fühlen sich die Kämpfe erfrischend
neu an und bieten Spielern einige Möglichkeiten zur Taktik. Hat man allerdings eine Weile
gespielt, wiederholen sich Hinrichtungen und Angriffe schnell und Kämpfe verlieren schnell
ihre Innovation.
Während der Kämpfe und durch Sammelobjekte bekommt ihr Punkte, mit denen ihr an
Schreinen eure Dunkelheitsfähigkeiten neu erwerben und aufrüsten könnt. Das rundet den
Kampf und das Spiel rundum zwar gut ab, doch die Optionen in den drei Fähigkeitsbäumen
sind begrenzt.
Gesteuert wird in einem Tastatur/Maussetup klassisch über WASD-Tasten zur Bewegung
und die Maus zum Zielen, Space zum Springen. Über die Zahlentasten wechselt ihr durch
eure gefundenen Waffen. Interessant wird jedoch der Nahkampf. Denn statt durch einen
simplen Klick zuzuschlagen, haltet ihr das Mausrad gedrückt und bewegt eure Maus in die
Richtung des Schlages. In ruhigen Momenten macht das das Zerschlagen von Kabeln usw.
um einiges genauer. In hektischen Kampfsituationen werden die Bewegungsbasierten
Schläge jedoch sehr schnell sehr ungenau und stören eher als zu helfen. Neben der Maus
und Tastatur werden außerdem Gamepads unterstützt, deren Steuerung dann eher den
Konsolenversionen nachempfunden ist.
Multiplayer
Die Multiplayerkampagne „Vendettas“ lässt bis zu vier Spieler gleichzeitig in die Welt von
„The Darkness“ eintauchen. Gespielt wird ein Parallelstrang zur Einzelspielerkampagne, in
der vier Attentäter erst einen für die Hauptgeschichte relevanten Charakter befreien und
später den Kampf mit der Bruderschaft aufnehmen.
Die Spielercharaktere sind untereinander einzigartig und besitzen jeweils „Dunkelheit“fertigkeiten sowie eine eigene, persönliche Waffe um sich gegen die Bruderschaft zu
verteidigen.
Grafik
„The Darkness 2“ wurde von Digital Extremes von Grund auf in der eigenen Evolution Engine
entwickelt. Das Spiel präsentiert sich recht düster, in einem Cell-Shading Look der ein wenig
an Borderlands erinnert. Unterstützt werden Auflösungen bis 1920*1080.
Gewalt wird in „The Darkness 2“ sehr drastisch dargestellt, nicht nur durch einen sehr
exzessiven Gebrauch von Blut in Form von Texturen und während Kämpfen, sondern vor
allem durch selten gesehene Möglichkeiten zur Verstümmelung von Gegnern. In der
europäischen Version können Gegner durch Exekutionen und Schläge zerteilt, enthauptet
oder in zwei Teile gerissen werden. In der deutschen Version wurde die Gewaltdarstellung
stark zurückgeschraubt, dennoch hat das Spiel keine Jugendfreigabe.
Zum Einschätzen der Performance dokumentieren wir innerhalb der ersten Spielstunde in
einem Takt von 5 Minuten die Frames Per Second über die in den Steam-Client eingebaute
FPS- Anzeige. Die erfassten Daten werden anschließend in eine Exceltabelle eingetragen und
in der unten angezeigten Grafik dargestellt. Das dazugehörige Systemsetup findet ihr am
Ende der Rezension.
In unseren Grafiken wollen wir hauptsächlich dokumentieren, falls die Framerate instabil ist
oder einbricht. Darum haben die Werte eine Obergrenze von 60 FPS. Jedoch konnten wir im
Verlauf des Tests weitaus höhere Werte im Bereich von 130-150 FPS verzeichnen.
Zwischensequenzen (Jackie’s Monologe) liefen konstant mit 64 FPS. Das Spiel wurde unter
sehr hohen Grafikeinstellungen getestet.
Spielfehler konnten während der Testspielzeit nicht verzeichnet werden.
Sound
Der Soundtrack von „The Darkness 2“ bedient sich einiger Lieder bekannter Rock- und
Metalbands wie beispielsweise Deftones oder In Flames. Eigene Lieder wurden für das Spiel
soweit nicht komponiert. Positiv fällt jedoch auch die Soundqualität der Dialoge auf, die
professionell vertont sind und glaubwürdig erscheinen und so zum Fluss der Spielgeschichte
beitragen. Die Soundausgabe im Test ist über die im Laptop verbauten Stereolautsprecher
erfolgt, siehe das Testsetup weiter unten.
Soundfehler konnten werden der Testspielzeit nicht verzeichnet werden.
Zusatzinhalte (DLCs und Season Pass)
Für „The Darkness 2“ sind keine weiteren DLCs oder Erweiterungen erschienen, das Spiel
umfasst keinen Season Pass. Im Einzelhandel erschienene Versionen sind zum einen die
Standard Version und eine Limited Version. Letztere enthält, zusätzlich zum Basisspiel, ein
signiertes Artwork, digitale Comics, zwei exklusive Charakterupgrades und ein exklusives
Darklingoutfit. Außerdem hat die Limited Version ein Holocover.
Außerdem unterscheiden sich die deutsche USK-Version und die europäische PEGI-Version
durch unterschiedliche Grade der Gewaltdarstellung. Diese wurde in der deutschen Version
stark zurückgeschnitten. Die ungeschnittene Version ist in Deutschland indiziert und darf
nicht öffentlich zum Kauf beworben werden.
Als Teil der Serie
2007, „The Darkness“: Jackie Estacado wird an seinem 21.sten Geburtstag Opfer eines
Mordversuchs aus den eigenen Reihen. Von seinem Onkel verraten und beinahe getötet,
ergreift die „Dunkelheit“ von ihm Besitz. Ein blutiger Rachefeldzug gegen seinen Onkel und
alle seine Gefolgsleute beginnt, an dem einer von beiden an der Spitze stehen wird.
„The Darkness 2“ legt auf den ersten Blick ein paar Rückschritte ein. Beispielsweise stehen
euch im ersten Teil mehr Nebenmissionen zur Verfügung. Das Spiel wirkt dadurch etwas
breiter und nicht so direkt wie sein Nachfolger. Außerdem stehen euch im ersten Teil 4
Darklinge, daher Helfer zur Auswahl. Allerdings ist die Inszinierung der Hauptgeschichte im
zweiten Teil stärker als im Vorgänger. Auch die Charaktere wirken ausgereifter. Und statt4
durchschnittliche Helfer zu liefern, gibt es im zweiten Teil dafür einen, der deutlich
hilfreicher ist.
Der Multiplayer fällt im ersten Teil deutlich kompetitiver aus. Statt einer Kooperativen
Kampagne bekämpfen sich Spieler in unterschiedlichen Rollen in 4 Spielmodi auf
verschiedenen Maps. Das wirkt nicht besonders innovativ und ist dabei noch sehr
unausgeglichen. Hier wirkt der Multi Player im zweiten Teil deutlich ausgereifter.
Aussichten auf eine Fortsetzung
Zurzeit gibt es, bis auf Gerüchte, keine Hinweise auf einen Nachfolger zur „The Darkness“Reihe, obwohl beide Spiele sehr gute Rezensionen erhalten haben und ähnlich offene Enden
haben.
Testsetup, Technische Daten, Screenshots
bit-heart.de
Mindestanforderungen
Empfohlen:
Testsetup
Betriebssystem
Windows XP/Vista/7
Windows XP/Vista/7
Windows 8.1 64 Bit
Prozessor
Intel Core 2@ 2 GHz
2,4 GHz Quadcore
2,59 Ghz Quadcore
Arbeitsspeicher
1,5 GB RAM
2 GB RAM
8 GB RAM
Festplattenspeicher
10 GB
10 GB
500 GB
Grafikkarte
256 MB Nvidia GeForce 8600
512+ MB Nvidia Gefore 9800 GTX
4 GB Nvidia GeForce 960M GTX
Sound
Direct X Kompatibel
Direct X Kompatibel
Direct X Kompatibel
Soundgeräte
Controllerhardware
Anzeigegeräte
Eingebaute Stereolautsprecher
Tastatur-Maus/ Gampad
Tastatur-Maus/ Gamepad
MX Ultra Maus/ K560 Keyboard
16,5 Zoll Full HD Display
Erste Teststunde in 5min. FPS
00:05
00:10
00:15
00:20
00:25
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60
60
60
60
Indizes
Framerateindex
FPSE-Index
Systemindex
Performanceindex
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00:50
00:55
01:00
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60
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60
60
60
0 <-Wert von 0 bis (-1)
Framerateeinbrüche
00:00 -> 00:05
00:05 -> 00:10
00:10 -> 00:15
00:15 -> 00:20
00:20 -> 00:25
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00:55 -> 01:00
FPSE-Index
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+A(-)
A(-)
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Unwertbar
Systemstärke
Betierbssystem
Prozessor
Arbeitsspeicher
Grafikkarte
Systemindex
-
Mindestanfor.
Empf. Anf.
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1
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8
0
bit-heart.de
00:30
Framerateindex
Wertbereiche
Testwert
Wertbereich 0-(-1)
Wertbereich 0 - 2
Wertbereich 8-(-8)
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1 <-1;>+1;=+0
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