Gewaltfreie Kommunikation - Evangelische Akademie Bad Boll

Lebendig
In
Beziehung
„Gewaltfreie Kommunikation“
nach M. Rosenberg
Basisinformationen
Seminare zum Thema unter:
www.clar-trainings.de
Gewaltfreie Kommunikation - Grundlagen
www.clar-trainings.de
Gewaltfreie Kommunikation
Entstehung, Grundannahmen, Ziel
Ursprung Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) wird von Dr.
Marshall Rosenberg seit ca. 40 Jahren fortlaufend mit der Absicht
entwickelt, Entfremdung und Gewalt bereits im Denken und
Sprechen zu erkennen und zu verwandeln.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.gewaltfrei.de oder www.cnvc.org
Grundannahmen in der Gewaltfreien Kommunikation
1. jeder Mensch versucht zu jeder Zeit seine Bedürfnisse zu
erfüllen
2. wir tragen gerne zum Wohl anderer bei, wenn wir…
• dies freiwillig tun können
• unsere eigenen Bedürfnisse dabei berücksichtigt werden
Die Gewaltfreie Kommunikation unterstützt uns darin, nicht mehr
aus Angst, Schuld, Scham oder Verpflichtung etwas für andere zu
tun, sondern deshalb, weil wir selbstbestimmt und von Herzen
gerne zur Bereicherung des Lebens eines anderen beitragen
wollen.
Ziel der GFK ist daher, dass die Bedürfnisse der Beteiligten
erkannt, verstanden und wertgeschätzt werden.
Insbesonders als Weg zur friedvollen Konfliktlösungen hat sich die
GFK als sehr wirksam und nachhaltig erwiesen.
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Gewaltfreie Kommunikation
Die Einsatzbereiche
Wir können die GFK einsetzen
• im Umgang mit uns selbst
• im Dialog mit einem Gegenüber
• in Gruppen
Fokus Ich
Fokus Du
Fokus Wir
Ob in der Familie, mit Verwandten und Freunden, in der
Partnerschaft, in Kindergärten und Schulen genauso wie in
Organisationen und Unternehmen, überall wo Menschen in
Beziehung treten, geht es um die Bedürfnisse der Beteiligten,
und die stehen in der GFK im Mittelpunkt.
Fokus 1 - Ich - die Beziehung zu uns selbst
ICH
•
•
•
•
•
•
Klärung der eigenen Bedürfnisse
Entscheidungsfindung
Lösung innerer Konflikte
Verwandlung einschränkender
Glaubenssätze
Selbstachtung und Selbstliebe stärken
Entwicklung emotionaler Souveränität
Fokus 2 – Du – die Beziehung zu einem Partner
ICH
• Vertrauen, Verbindung und
Wertschätzung stärken
• Nachhaltige und effiziente
Lösung von Konflikten
• Beziehungsqualität bewusst
kultivieren
• Klare und tragfähige
Vereinbarungen treffen
DU
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Fokus 3 – Wir – Beziehungen in Gruppen
Offenerer Kommunikationsfluss in der Zusammenarbeit
Nachhaltige Lösung von Gruppenkonflikten, die auf
gegenseitiger Wahrnehmung und Achtung basieren
Effiziente Gruppenentscheidungen im Konsent treffen
Gemeinsame Werte und Ziele erarbeiten
Authentische Motivation und ehrliches Commitment
ICH
ICH
ICH
ICH
WIR
ICH
ICH
ICH
ICH
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´Was wir brauchen um die
Gewaltfreie Kommunikation
wirksam einzusetzen?
Haltung
Achtsamkeit
GFK
Werkzeug
& Wissen
GFK
Modelle
Prozesse
Modelle sind u.a.: Das GFK 4 Schritte Modell, das GFK 4 Ohren Modell
Prozesse sind u.a.: Selbstempathie, Empathie für andere, Ärgerprozess etc.
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Kommunikationssperren
nach Thomas Gordon
Befehlen, anordnen
Machen sie was ich sage und damit basta!
Beraten, vorschlagen, Lösungen liefern
Sie könnten jetzt doch einfach anrufen, sich entschuldigen, den Termin
neu vereinbaren – dann wird es schon klappen, meinen Sie nicht?
Belehren, überzeugen, sich auf fremde Autoritäten berufen
In dieser Schule gibt es Regeln an die sich alle halten!
Der Rektor hat das auch gesagt!
Warnen, drohen, mahnen
Ich warne Dich, das wird Folgen haben! Du hattest es doch zugesagt!
Belohnen, bestechen, taktisch loben, betteln
Wenn sie es machen, werde ich ihre Provision erhöhen!
Kommen sie schon, ich habe sie bisher immer als zuverlässig erlebt!
Urteilen, kritisieren, beschuldigen
Dein Verhalten ist völlig daneben!
Mit Ihrer Verantwortungslosigkeit setzen Sie alles aufs Spiel!
Ausweichen, sich zurückziehen
Na gut, dann halt nicht! Mir ist es letztlich egal, es ist ja Dein Problem!
Beschwichtigen, beruhigen
Das ist doch eigentlich gar kein Ding, das hast Du doch gleich erledigt!
Es gibt doch gar keinen Grund sich aufzuregen!
Forschen, verhören
Jetzt erkläre mir mal ganz genau, wieso Du das machst? Da steckt doch
was dahinter!
Beschimpfen, beschämen, bloßstellen
Da sieht man mal, was sie eigentlich für ein Mensch sind!
Schämen sie sich denn nicht, sich hier so gehen zu lassen?
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Das 4 Schritte Modell der GFK
1. Fakten
Was wir beobachten
und wahrnehmen
2. Gefühle
Unsere emotionalen
Reaktionen, Gefühle
& Empfindungen
3. Bedürfnisse / Werte
Was wir brauchen
Was uns wichtig ist
4. Strategien
Worum wir bitten
Ein konkretes Verhalten
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1. Wahrnehmung
Was ist das wahrnehmbare Verhalten, welches nicht im Einklang
steht mit meinen Bedürfnissen und Werten?
Eine Wahrnehmung im Sinne der GFK ist:
was wir
sinnlich wahrnehmen können
( hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen…)
frei von Bewertungen
Schlüsselunterscheidung 1
Beobachtungen – Bewertungen
Einer der beiden Sätze in einer Zeile drückt eine reine Beobachtung aus, der
andere eine Beobachtung vermischt mit einer Bewertung.
Bitte kreuzen Sie den Satz an, der eine reine Beobachtung ausdrückt.
Er spielt heute zum ersten Mal
Tennis
Er ist ein blutiger Anfänger
Ich habe gestern Ingo´s Geburtstag
vergessen
Ich hab nicht verstanden, was er
meint
Dieses Gemälde beeindruckt mich
sehr
Es regnet in Strömen und es stürmt
Sie trägt Minirock und Stöckelschuhe
Ich bin vergesslich
Er formuliert so umständlich
Dieses Gemälde ist sehr
beeindruckend
Das Wetter ist scheußlich
Sie ist aufreizend angezogen
Heute bist Du 10 min später
gekommen
Das ist völliger Blödsinn
Der Hund knurrt und fletscht die
Zähne
Immer bist Du unpünktlich
Das habe ich nicht verstanden
Der Hund ist aggressiv
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2. Gefühle
Im zweiten Schritt klären wir:
Was fühle ich, wenn ich das erlebe? Wie geht es mir dabei?
Gefühle sind:
was wir fühlen und spüren
frei von Denken
Unsere Gefühle signalisieren uns, ob und inwieweit unsere
Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht:
Sind Bedürfnisse erfüllt, empfinden wir ein angenehmes Gefühl
Sind Bedürfnisse nicht erfüllt empfinden wir ein unangenehmes
Gefühl.
Gefühle sind natürliche Signale
für den Erfüllungsgrad unserer Bedürfnisse!
Schlüsselunterscheidung 2
Gefühle – Gedanken
In einigen der folgenden Aussagen werden Gefühle ausgedrückt, in anderen
Denken(Interpretationen, Analysen, Urteile etc.)
Bitte markieren Sie die Aussagen, die nur Gefühle ausdrücken.
Ich fühle mich abgewertet
Ich bin glücklich
Ich bin erleichtert
Ich habe das Gefühl, an der Nase herumgeführt zu werden
Ich fühle mich einsam
Ich fühle mich unterdrückt
Ich fühle mich lustlos
Ich fühle mich unverstanden
Ich bin begeistert
Ich fühle mich ertappt
Ich fühle mich inkompetent
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3. Bedürfnisse & Werte
Im dritten Schritt klären wir:
Was brauche ich? Was ist mir wichtig? Worauf kommt`s
mir an?
Beispiele für Bedürfnisse: Bewegung, Schutz, Ehrlichkeit,
Klarheit, Wertschätzung, Liebe, Nähe, Entspannung,
Selbstbestimmung etc.
Bedürfnisse:
• sind universell - jeder Mensch kennt sie
• sind abstrakt (d.h. sie beinhalten kein Verhalten und
keine bestimmte Person)
• können durch verschiedene Möglichkeiten
(Strategien), erfüllt werden
Schlüsselunterscheidung 3
Bedürfnisse – Strategien
In welchen Sätzen wird ein Bedürfnis (B)ausdrückt,
in welchen eine Strategie(S)?
Bitte setzen Sie vor jeden Satz ein B oder ein S.
ich brauche jetzt einen Kaffee
Mir ist bei der Sache wichtig, dass ich mir selbst treu bleibe
ich hätte gerne zum Schnitzel zum Kartoffelsalat statt Pommes
Ich brauche, dass Sie sich aktiver beteiligen
Mir sind gerade Ruhe und Konzentration wichtig
Ich brauche Entspannung
Ich wünsche mir, dass wir einander grüßen
Mir ist wichtig, dass meine Arbeit Sinn macht
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4. Bitten / Strategien
Im vierten Schritt klären wir:
Welche konkrete Handlung würde mein Bedürfnis erfüllen?
Bitten sind am ehesten erfolgreich, wenn sie:
• positiv formuliert sind
• eine konkrete Handlung benennen
• dem Angesprochenen volle Entscheidungsfreiheit
lassen
Die 3 Arten von Bitten
Bedürfnis
1
2
Wie geht es Dir damit?
Was hast Du
verstanden?
Emotionale Reaktion auffangen
Sachinhalt angekommen?
3
Kannst Du bitte?
Bitte um konkrete Handlung
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In den 4 Schritten ausdrücken
was in uns selbst lebendig ist
Fakten
Was nehme ich wahr?
(sinnlich wahrnehmbar, frei von Bewertungen)
Wenn ich sehe, höre, erlebe...
Gefühle
Mit welchem Gefühl reagiere ich darauf?
Wie geht es mir damit?
...bin ich___
...fühle ich mich___
Bedürfnisse
Werte
Strategien
Was brauche ich? Was ist mir wichtig?
...weil ich___brauche ...weil mir___wichtig ist
Was hätte ich gerne, dass wer wann tut?
(Konkretes, beobachtbares Verhalten)
...und deshalb hätte ich gerne___
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Den Partner empathisch
abholen in den 4 Schritten
Fakten
Gefühle
Was konkret nimmt Ihr Gegenüber wahr?
Wenn Sie sehen, hören, erleben..…
Was empfindet / fühlt Ihr Gegenüber?
Sind Sie….? Fühlen Sie sich….?
Bedürfnisse
Werte
Was braucht Ihr Gesprächspartner?
Was ist ihr / ihm wichtig?
Strategien
Was hätte Ihr Gegenüber gerne, was
geschieht? (konkretes Verhalten)
...und deshalb hätten Sie gerne……?
weil Ihnen__wichtig ist? …weil Sie__ brauchen?
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Gewaltfreie Kommunikation - Grundlagen
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Die 2 Säulen der GFK
Verbindung schaffen durch Empathie
Erst die Verbindung - dann zur Lösung
Das Ziel:
Verstehen & Verstanden werden
Selbst –
Empathie
Empathie
mitfühlendes
Verständnis
für
mich selbst
mitfühlendes
mitfühlendes
Verständnis
für
den Partner
1
2
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Gewaltfreie Ko
ommunikation - Grundlagen
Das GFK
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4 Ohren Modell
4 Möglichkeiten eine Botschaft zu hören
- und entsprechend zu reagieren -
Schuld-Ohren außen
Mit dir stimmt etwas nicht!
Führt zu Ärger
Schuld-Ohren
Ohren innen
Mit mir stimmt etwas nicht!
n
Führt zu Schuld, Scham, Depression
Empathie-Ohren
Ohren außen
Was fühlt und braucht
der andere?
Führt zu:
Verständnis,, Kontakt, Verbindung
mit dem anderen
Empathie-Ohren
Ohren innen
Was fühle und brauche
ich selbst?
Führt zu:
Verständnis,, Kontakt, Verbindung
mit uns selbst
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Gewaltfreie Ko
ommunikation - Grundlagen
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Empathisches Zuhören
Empathisches Zuhören ist die zentrale Fähigkeit
ähigkeit für die
erfolgreiche Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation!
Kommunikation
Hier einige Anhaltspunkte, worauf es dabei ankommt:
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Gewaltfreie Kommunikation - Grundlagen
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Der Schlüsselmoment
Zwischen dem Zeitpunkt in dem wir etwas wahrnehmen, was uns
„emotional triggert“ (Auslöser) und dem Zeitpunkt zu dem wir reagieren
liegt eine Zeitspanne - der Schlüsselmoment.
In dieser Zeitspanne entscheiden wir, ob wir in dem Gespräch eine
weitere Entfremdung oder lieber Verbindung und Verständnis wollen…
Der Schlüsselmoment
Nutzen Sie diesen Moment, um sich auf Ihre eigentliche Absicht zu
besinnen und Ihrem Gespräch die entscheidende Wendung zu geben…
Auslöser
Den Auslöser wahrnehmen
z.B. was der andere sagt / tut
Gefühl
Meine erste Gefühlsreaktion
z.B. Ärger wahrnehmen
STOP
STOP
Innehalten - sich innerlich
„STOP“ zurufen, den
„Automatismus“ unterbrechen
Was will
ich
wirklich?
Sich besinnen ..…
Was ist mir jetzt in
dieser Begegnung wichtig?
Aus dieser Absicht heraus
das weitere Gespräch
bewusst gestalten
Mir ist
wichtig…
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Vorwürfen
einfühlsam begegnen
„Vorwürfe sind ein tragischer Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse“
Marshall Rosenberg
Vorwürfe, Beschuldigungen, Angriffe oder Urteile – all das hören wir nicht, wenn wir
unsere Empathie-Ohren aufhaben – wir hören einfach einen Ausdruck von
Bedürfnissen. Da will jemand gehört werden und ernstgenommen werden. Je mehr
jemand seine Stimme erhebt, umso stärker ist sein Wunsch endlich mit seinem
Anliegen verstanden zu werden.
Statt auf einen Vorwurf mit einem Gegenvorwurf zu reagieren oder aber klein
beizugeben, versuchen Sie zu erspüren, welche Bedürfnisse derjenige hat, der einen
Vorwurf, eine Beschuldigung etc. äußert.
Nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst und versuchen Sie wenn Sie antworten, die
Intensität und den Tonfall Ihres Gegenübers zu spiegeln – das bringt sie leichter auf
Augenhöhe und in Kontakt.
Verstricken Sie sich möglichst nicht in den Formulierungen die Sie hören, sondern
konzentrieren Sie sich einfach auf die Schritte 2(Gefühl) und 3 (Bedürfnis) – siehe
Beispiel unten.
Vorwurf
Gefühl
Verdammt noch mal,
Sie hören aber
auch nie zu !!!
Was empfindet / fühlt Ihr Gegenüber?
Sind Sie….? Fühlen Sie sich….?
Sind Sie sauer...
Was ist ihr / ihm wichtig?
Bedürfnis
weil Ihnen__wichtig ist? …weil Sie__ brauchen?
...weil sie gehört werden wollen?
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Einige Schlüsselunterscheidungen der „Gewaltfreien Kommunikation“
Bewertung
Wie ich über das Wahrgenommene urteile /
denke
Denken
2
Was wir denken, was andere mit uns tun:
Ich fühle mich veralbert, über den Tisch
gezogen, ausgenutzt etc.
Bitten / Strategien
3 Bedürfnisse / Werte
Allgemein, abstrakt, was ich brauche / mir Konkretes, spezifisches, beobachtbares
wichtig ist
Verhalten
Was ich brauche, mir wichtig ist
Was ich möchte, dass konkret getan wird
Forderung
4 Bitte
Aufmerksamkeit liegt auf den Bedürfnissen Aufmerksamkeit liegt auf den Strategien
Absicht: die Bedürfnisse aller Beteiligten
Absicht: der andere soll tun, was ich sage
werden erfüllt
Lässt Wahlmöglichkeiten – ein NEIN
Lässt keine Wahl – ein NEIN führt zu Urteilen
verändert nicht die Wertschätzung für den und weniger Wertschätzung
Menschen
Ich vertraue darauf, dass meine
Ich habe Angst, dass ich zu kurz komme
Bedürfnisse erfüllt werden
Macht über jemanden
6 Macht mit jemanden
Die Bedürfnisse aller Beteiligten sind
Meine Bedürfnisse sind wichtig
wichtig
Einsame Entscheidungen
Gemeinsame Entscheidungen
Hierarchisch, grenzt ab / aus
Partnerschaftlich, schließt ein
Angst davor, dass meine Bedürfnisse zu kurz
Vertrauen darauf, dass meine Bedürfnisse kommen
erfüllt werden
Wertschätzung / Würdigung
7 Lob / Anerkennung
Im Kontakt mit urteilendem Denken
Im Kontakt mit Gefühlen und Bedürfnissen
Absicht: ein bestimmtes Verhalten zu
Absicht: auszudrücken und mitzuteilen, was in
bewirken
mir lebendig ist
Schützender Einsatz von Macht
8 Lobender / bestrafender Einsatz von
Macht
Aufmerksamkeit liegt auf den Bedürfnissen
Aufmerksamkeit liegt auf moralischen
Absicht: Bedürfnisse zu erfüllen
Bewertungen
Absicht: das Verhalten zu steuern /
kontrollieren
Selbstmitleid
9 Mitgefühl (Empathie) mit mir selbst
Aufmerksamkeit auf dem „fühlen“
Aufmerksamkeit auf dem „bewerten“
Ich übernehme Verantwortung für meine
Ich lehne Verantwortung für meine Gefühle ab
Gefühle
(Opferhaltung)
Bereitschaft zu fühlen
Widerstand zu fühlen
Gibt Kraft / stärkt
Nimmt Kraft / schwächt
Einverstanden sein
10 Verstehen
Bezieht sich auf Gefühle und Bedürfnisse Bezieht sich auf Verhalten und Strategien
1
Wahrnehmung
Sinnliches Erleben, beschreibt, was ich
sehe, höre, fühle, rieche, schmecke
Fühlen
Was wir fühlen:
Ich freue mich, bin traurig etc
Ich verstehe, dass Dir Spaß und Lebendigkeit
wichtig sind?!
11 Moralische Urteile
Ich entscheide, was richtig/falsch bzw.
gut/böse ist Das ist unverschämt!
Ich bin nicht einverstanden, wenn jetzt in unserer
gemeinsamen Wohnung eine Party läuft!
Wert-Urteile
Ich entscheide, ob meine Bedürfnisse erfüllt
werden. Ich brauche Achtung!
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Bedürfnisse und Werte
Körperliches
Wohlbefinden
Kreativität
Kontakt
mit Menschen
Feiern &
Würdigen
Luft
Spiel
Lernen
Akzeptanz
Wasser
Entwicklung
Achtsamkeit
Nahrung
Schlaf
Kleidung
Integrität
Ästhetik
Spontaneität
Aufrichtigkeit
Ehrlichkeit
Einfühlung
Unterkunft
Schönheit
Geborgenheit
Bewegung
Ruhe
körperliche Nähe
Sexualität
Eigener Beitrag
zur Bereicherung
des Lebens
Geduld
Gemeinschaft
Herzlichkeit
Kontakt
Liebe
Praktische
Arbeit
Mitgefühl
All-Eins-Sein
Nähe
Offenheit
Respekt
Rücksichtnahme
Schutz
Unterstützung
Friede
Harmonie
Inspiration
Ordnung
Rückverbindung
Urvertrauen
Autonomie
die eigenen Träume
Werte und Ziele
selbst bestimmen
das eigene
Vorgehen
bestimmen
wie diese realisiert
werden können
Konzentration
Struktur
Achtsamkeit
Verantwortung
Unterstützung
Effizienz
Sinnhaftigkeit
Erfolg
Ruhe
Verlässlichkeit
die Gestaltung eines
erfüllten Lebens und
wahrgewordene
Träume feiern
Verluste und Abschiede
feierlich begehen
z.B. von geliebten
Menschen
Träumen etc.
Spiritualität
Verbundenheit
Verständnis
Freiheit
Sicherheit
Klarheit
Selbstwert
Zusammenarbeit
Kraft
Selbstbestimmung
Selbstverantwortung
Selbstverwirklichung
Zentrierung
Vertrauen
Und...
Zugehörigkeit
Wertschätzung
Ausgewogenheit
Balance
Beständigkeit
Lebensfreude
Natürlichkeit
Spaß
Vergnügen
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Idee und Design von Klaus Karstädt
www.k-training.de
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Literaturempfehlungen
zur „Gewaltfreien Kommunikation“ nach M. Rosenberg
Titel
Autor(en)
Verlag
Erziehung die das Leben bereichert
GFK im Schulalltag
Marshall Rosenberg
Junfermann
Empathie im Klassenzimmer
Gewaltfreie Kommunikation im Schulalltag
Kindle Hodson,
Victoria;Hart, Sura
Junfermann
Das respektvolle Klassenzimmer
Werkzeuge zur Förderung der Beziehungskompetenz
Hart, Sura;Kindle
Hodson, Victoria
Junfermann
Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt
Vier Schritte zu einer einfühlsamen Kommunikation
Serena Rust
Koha Verlag
Gewaltfreie Kommunikation
Eine Sprache des Lebens (Das Standardwerk)
Marshall Rosenberg
Junfermann
Die Sprache des Friedens sprechen
…in einer konfliktreichen Welt
Marshall Rosenberg
Junfermann
Praktische Selbst-Empathie
Herausfinden, was man fühlt und braucht. Gewaltfrei
mit sich selbst umgehen
Fritsch, Gerlinde R.
Junfermann
Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation.
Abwechslungsreiche Übungen für Selbststudium und
Seminare
Holler, Ingrid
Junfermann
Gewaltfreie Kommunikation: Das 13-WochenÜbungsprogramm Ein praktischer Leitfaden für
Übungsgruppen und GFK- Kurse
Lucy Leu
Junfermann
Erfolgsfaktor Menschlichkeit
Wertschätzend führen - wirksam kommunizieren
Gabriele Lindemann
Vera Heim
Junfermann
Gewaltfreie Kommunikation im Gesundheitswesen
Eine Kultur des Mitgefühls schaffen
Melanie Sears
Junfermann
Begegnung fördern
Mit Gewaltfreier Kommunikation vermitteln
Mediation in Theorie und Praxis
Larsson, Liv
Junfermann
Mit dir zu reden ist sinnlos! ... Oder?
Konflikte klären durch Mediation mit Schwerpunkt
GFK. Ein Mediationshandbuch mit DVD
Holler, Ingrid
Junfermann
Praxis der Gruppen- und Teammediation
Die besten Methoden & Visualisierungsvorschläge aus
langjähriger Mediationstätigkeit. Mit DVD
Weckert, Al;Bähner,
Christian;Oboth,
Monika;Schmidt, Jörg
Junfermann
In Frieden leben Tägliche Meditationen.
Gewaltfreie Kommunikation für jeden Tag
Mackenzie, Mary
Junfermann
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