Eine Million Euro investiert

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HILDESHEIMER LAND
| HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG
Besserer Schutz
für die Giesener
Teiche
Eine Million Euro investiert
Ronge nimmt neue Produktionsstraße für Fenster und Türen in Betrieb
von MarITa ZIMMErHof
von SEbaSTIan KnoPPIK
Kreis HildesHeim. Der Rat der Stadt
Hildesheim hat zur Bewahrung des europäischen Naturerbes beigetragen – zumindestens ein ganz kleines Stück. Er
hat die Vergrößerung des Naturschutzgebiets „Giesener Teiche“ abgesegnet,
das nun von elf auf 17,6 Hektar angewachsen ist. In der Praxis ändert sich allerdings nicht wirklich viel. Der Rat
kommt damit lediglich einer Verpflichtung nach, die sich aus der EU-Richtlinie
für Floren- und Faunen-Habitate (FFH)
ergibt. Ziel der Richtlinie ist es, unter
dem Namen „Natura 2000“ ein europaweites Netz von Schutzgebieten aufzubauen. FFH-Gebiet ist das Gelände
längst, nun ist es dank des Ratsbeschlusses auch Bestandteil des Naturschutzgebietes „Giesener Teiche“.
Das Schutzgebiet liegt am Südrand
der Giesener Berge: Hier schlängelt sich
seit Jahrtausenden ein Bach durch Buntsandstein und Muschelkalk, zudem gibt
es zwei Teiche. Das Gelände bietet vielen bedrohten Arten Lebensraum: Neuntöter und Zwergtaucher sind ebenso belegt wie Wildkatze, Kammmolch oder
seltene Falter. Verschiedene Lebensräume auf engstem Raum sorgen für eine
ungewöhnlich hohe Artenvielfalt.
Trelle feiert
Bistumsjubiläum
in Ottbergen
ottbergen/Kreis HildesHeim. Das
katholische Dekanat Borsum-Sarstedt
feiert an diesem Sonntag, 19. Juli, das
1200-jährige Bistumsjubiläum. Um
14.30 Uhr beginnt die Feier mit einem
Gottesdienst an der Kreuzkapelle in
Ottbergen. Bischof Norbert Trelle feiert
den Gottesdienst zusammen mit Besuchern aus dem Stifts- und Landkreisdekanat. Ab 16 Uhr geht es weiter mit
einer Feier in der Richard-von Weizsäcker-Schule mit Cafeteria, Grill, Infoständen und einem Musikprogramm
mit Gospel, Volksmusik und Pop aus
der Region. Alle, die mitfeiern möchten, sind eingeladen. Wer sich auf einen Pilgerweg nach Ottbergen begeben möchte, kann das mit dem Fahrrad
tun. Die Startzeiten und -orte für den
Radpilgerweg sind zu finden unter
www.katholische-kirche-borsum-sarstedt.de.
Hoher Sachschaden
durch Parkrempler
Alfeld. Ein Parkrempler hat auf einem
Parkplatz in Alfeld einen Schaden in
vierstelliger Höhe verursacht, sich
dann aber aus dem Staub gemacht. Wie
die Polizei berichtet, hatte eine 40-Jährige aus Delligsen ihren Opel Corsa am
Donnerstag zwischen 17.30 und 18.30
Uhr auf dem Parkplatz des Alfelder
Gymnasiums abgestellt – in der vorderen Reihe zur Straße Antonianger hin.
Vermutlich beim Ein- oder Ausparken
oder beim Rangieren mit einem Anhänger stieß ein bislang unbekannter Autofahrer gegen die linke Seite des Opel
Corsa und verursachte einen Sachschaden von rund 1500 Euro verursacht.
Mögliche Zeugen werden gebeten, sich
mit der Polizei Alfeld unter Telefon
0 51 81 / 9 11 60 in Verbindung zu setzen.
Randalierer in altem
Wienerberger-Haus
elze. Wieder Vandalismus im Gewerbegebiet am Elzer Bahnhof. Unbekannte
sind auf dem Gelände, auf dem früher
der Baustoffhändler Wienerberger seine
Niederlassung hatte, in das dortige
Wohnhaus eingebrochen. Sie warfen
eine Fensterscheibe ein, tobten durch
das Haus und warfen unter anderem
Schränke um. Die Randalierer müssen in
der Zeit vom 10. bis zum 16. Juli dort unterwegs gewesen sein. Der Sachschaden
beträgt rund 500 Euro. Die Polizei Elze
bittet mögliche Zeugen, sich unter der
Telefonnummer 0 50 68 / 93 03-0 zu melden. Ob ein Zusammenhang mit in
jüngster Zeit polizeilich gemeldeten versuchten Einbrüchen in alte Lagerhallen
auf dem Gelände bestehen, kann die Poabu
lizei zur Zeit nicht sagen.
In Hotteln wird’s heiß:
Drei Tage Feuerwehrfest
Doppel-Jubiläum: Viele Hottelner packen bei
Organisation und Vorbereitung mit an
Hildesheimer Rat setzt
Richtlinie der EU um
Das Esparsetten-Widderchen ist ein typischer Bewohner des Halbtrockenrasens
an den Giesener Teichen.
SONNABEND, 18. JULI 2015
Mirko Hartmann (Zweiter von links), Gesellschafterin Melanie Ronge sowie ihr Bruder und geschäftsführender Gesellschafter Matthias
Ronge (Vierter von links) erläutern die Technik in Fensterrahmenprofilen.
Foto: Stumpe
von HEIKo STUMPE
Alfeld. Wachstum mit größerer Produktpalette: Nach sechs Monaten Planung und zwei Monaten Bau- und Einrichtungszeit hat die Alfelder Ronge Metallbau GmbH eine neue Produktionsstraße
für
Fenster,
Türen
und
Pfosten-Riegelkonstruktionen aus Aluminium in Betrieb genommen. „Damit
ergänzen wir unser Angebot um ein
wichtiges Element“, sagt Gesellschafter
Matthias Ronge.
Mirko Hartmann, Geschäftsführer
dieses Unternehmensteils der RongeGruppe, erläuterte bei der feierlichen Inbetriebnahme, dass die Firma „die modernste und leistungsfähigste Produktionsstätte“ schaffen wollte. „Für uns ging
es darum, unseren Kunden alles aus einer Hand liefern zu können.“ Deshalb
sei die Erweiterung auf das Fenstersegment sinnvoll und logisch gewesen.
Beim umfangreichen neuen Maschinenpark hat sich das Ronge-Team auch
dazu entschieden, alles aus einer Hand
einrichten zu lassen. Das Bielefelder Unternehmen Schüco lieferte die Technik
für die Produktionsstraße, und auch das
Material kommt von den Ostwestfalen.
Erst beim Betrachten der zusammengefügten Profilrahmen wird klar, wie viel
Technik in einem Fensterrahmen steckt.
Ronge baut Gebäude mit Aluminiumfassaden meist für Industrieunternehmen und Gewerbe. „Dabei wird auf
Qualität und Haltbarkeit viel Wert gelegt“, erklärt Matthias Ronge. Was sein
Betrieb vorher von Nachunternehmern
zukaufen musste, kann das Alfelder Unternehmen jetzt selbst leisten. „Wir haben nicht mehr zwei getrennte Gewerke
auf einer Baustelle“, bilanzierte der geschäftsführende Gesellschafter gestern
Vormittag zufrieden.
Jetzt sei das Unternehmen ein „ganzheitlicher Hersteller“, der technisch und
wirtschaftlich optimale Lösungen bieten
könne, so Mirko Hartmann. Weil die
technischen Daten gleich in der Planung
aufeinander abgestimmt und später umgesetzt würden, steige die Genauigkeit.
Letztlich könne Ronge den Bau auch
günstiger anbieten.
Ronge Metallbau hat erst einmal eine
Million Euro in die neue Produktion investiert – Platz genug war in der ehemaligen Schlosserei und dem Materiallager
vorhanden. Dazu kommen später weitere 1,2 Millionen Euro für die Erweiterung des Bürotraktes. „Im Bereich der
Aluminiumfenster sind zehn Mitarbeiter
tätig, davon acht neu Eingestellte“, so
der Geschäftsführer zu dem neuen Betriebsfeld. „Wir sind bereits jetzt bis
Ende des Jahres ausgelastet“, freut sich
Firmenchef Matthias Ronge, der auch
darüber hinaus zusätzliche Mitarbeiter
einstellen will. In drei Firmenteilen sind
bisher 150 Mitarbeiter beschäftigt. Damit ist Ronge inzwischen einer der größten Arbeitgeber im Südkreis – und legt
Wert darauf, die meisten Bau- und Einrichtungsaufträge an lokale Handwerker
zu vergeben.
Hotteln. In Hotteln hat das Festkomitee Feuerwehr derzeit alle Hände voll zu
tun. Die letzten Vorbereitungen für das
große Feuerwehrfest am Wochenende
laufen. Gefeiert wird nicht nur das
120-jährige Bestehen der Feuerwehr,
sondern auch 35 Jahre Jugendfeuerwehr.
Es war der 24. April 1895, als sich 43
Hottelner zusammenschlossen und eine
eigene Feuerwehr gründeten. Seitdem
haben die Hottelner Feuerwehrleute unzählige Brände gelöscht, nach Unfällen
auf der Autobahn 7 geholfen oder Ölspuren abgestreut.
Aus Anlass des runden Geburtstags
blicken die Hottelner nun noch einmal
auf wichtige Daten ihrer Feuerwehr-Geschichte zurück: Im Jahr 1931 wurde in
Hotteln Hightech angeschafft – jedenfalls für damalige Verhältnisse. Die Feuerwehr kaufte eine Motorspritze, die erste im ganzen Umkreis.
Diese Investition bewährte sich bereits ein Jahr später beim Großbrand des
Hofes Schnabel. Alle Wirtschaftsgebäude des Bauernhofes wurden damals von
den Flammen erfasst. Aber die Feuerwehrleute konnten mit Hilfe der Motorspritze immerhin verhindern, dass das
Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen
wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs gab
es für die Hottelner Wehr zahllose Einsätze. Nach jedem Luftangriff wurden
die Hottelner Feuerwehrleute nach Hannover gerufen. Da allerdings die jungen
Feuerwehrmänner zum Wehrdienst einberufen waren, mussten ältere Feuerwehrleute die teilweise sehr langen Einsätze absolvieren. 1964 bekam die Hottelner Wehr ihr erstes Löschfahrzeug. Es
handelte sich um einen Wagen, den die
Feuerwehrschule Celle ausgemustert
hatte und der entsprechend günstig zu
kaufen war. Einen spektakulären Großeinsatz hatte die Hottelner Feuerwehr
1969. Eine Wohnung im Dachgeschoss
der ehemaligen Molkerei brannte. Feuerwehrmann Püschel rettete damals ein
Kind aus den Flammen – und erhielt dafür später das Feuerwehr-Ehrenkreuz.
1973 entsprach das Hottelner Feuerwehrfahrzeug nicht mehr den damaligen Anforderungen und wurde durch
ein Hilfeleistungsfahrzeug (HilLF 8) ersetzt. Das kam unter anderem zwei Jahre später beim Großbrand in der Lüneburger Heide zum Einsatz, an dem auch
die Hottelner Feuerwehrmänner beteiligt waren.
1980 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. 20 Jugendliche machten damals mit. Im gleichen Jahr wurde auch
das heutige Feuerwehrgerätehaus gebaut.
1991 wurde die Hottelner Wehr zur
Stützpunktfeuerwehr – wegen der Nähe
zur Autobahn 7 und den dortigen Einsätzen. Ein zweites Fahrzeug vom Typ
RW 1 wurde daher angeschafft.
1995 bekamen die Hottelner Blauröcke als Ersatz für ihr HiLF-8-Fahrzeug
einen neuen Wagen vom Typ LF8/6.
2001 werden die Löschteufel gegründet,
eine der ersten Kinderfeuerwehren im
Kreis Hildesheim. Heute hat die Feuerwehr 51 aktive Mitglieder, 23 sind in der
Jugendwehr und 21 bei den Löschteufeln Mitglied.
Das Festprogramm beginnt am Freitagabend mit der Kranzniederlegung am
Kriegerdenkmal und dem anschließenden Festkommers. Höhepunkte am Festwochenende sind dann das Austragen
der Scheiben und der Festball am Sonnabend sowie Festumzug und Tombola
am Sonnabend. Sowohl zum Ball als
auch zum Katerfrühstück werden rund
300 Besucher erwartet.
Die Vorbereitungen für das Feuerwehrfest laufen bereits seit dem 17. Oktober 2012. Damals tagte das 15-köpfige
Festkomitee zum ersten Mal. 34 mal hat
sich das Gremium nach Angaben von
Ortsbrandmeister Jens Klug seitdem getroffen. 933 Mannstunden sind dabei zusammengekommen. Die Vorbereitungen
außerhalb der Sitzungen sind dabei noch
gar nicht mitgezählt.
Der Feuerwehr-Chef freut sich besonders darauf, dass alle Vereine und die
Landwirte das Jubiläum unterstützen.
„Die kommen von selbst. Da muss man
nicht betteln“, sagt Klug: „Darauf bin
ich stolz.“
Die Mitglieder des Festkomitees freuen sich schon auf das Feuerwehrfest.
Foto: Knoppik
124 Grundschüler sitzen fest im Sattel
Kippwippe, Slalomstangen, Hindernisse auf dem Schulhof / Dritt- und Viertklässer absolvieren Fahrradprüfungen
HArsum. Um mit dem Fahrrad sicher
unterwegs zu sein, müssen besonders
auch die Grundschüler die Verkehrsregeln kennen und sich auf dem Rad entsprechend verhalten. Besonders das verkehrssichere Fahrrad spielt dabei eine
Rolle. Um ihre Geschicklichkeit im Umgang mit dem Rad zu trainieren, haben
die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Harsum im Unterricht intensiv
Theorie und Praxis geübt. Auf dem
Schulhof war ein anspruchsvoller Fahrradparcours mit Kippwippe, Slalomstangen und verschiedenen Hindernissen
aufgebaut. Dazu zählte auch einhändiges Fahren in engen Kurven. Schlusspunkt bildete ein Rundkurs auf öffentlichen Straßen durch den Ort. Da hieß es,
im aktiven Straßenverkehr auf Vorfahrt-,
Verbots- und Gebotsschilder zu achten.
Im Bereich des Mahnhofes galt das neue
Gebot „rechts vor links“. Erstmals waren
auch alle 63 Schüler des dritten Jahrganges mit dabei. Das freute besonders Polizeioberkommissar Holger Kreipe von
der Harsumer Polizeistation, der bei der
Prüfung die Oberaufsicht hatte. Vom
vierten Jahrgang waren es 61 Schüler.
An den kritischen Stellen beobachteten
einige Eltern das Verhalten der jungen
Radfahrer, die aber mit Bravour alle ihre
Prüfung bestanden und nun mit dem
Fahrrad zur Schule oder in die Ferien radeln können.
Klasse 3a mit lehrerin gesa Pickenpack:
Leni Burghardt, Joram Coers, Steffen
Fingas, Jeremy Graumann, Angelika
Hanesch, Mika Hennies, Felix Hesse,
Katharina-Helena Hogrefe, Lennart
Hunhoff, Leonie Jörrens, John Lich,
Charlotte Mensching, Mika Mumme,
Sydra Omar, Max Pulvermüller, Hannes
Röttger, Silas Schlemeyer, Christina Soller, Josephine Wiesner, Elle Wunnenberg und Enya Wunram.
Klasse 3b mit lehrerin birgit Alphei: Marlin Behrensdorf, Leonie Bettels, Katharina Busch, Vanessa Gleditzsch, Helena
Marie Holze, Luca Imme, Silas Kaufhold,
Svenja Klewitz, Tim Henrik Neumann,
Vanessa Niele, Lina Pohl, Julian Reich,
Jannik Schale, Charlotta Schellhorn,
Jan-Elias Schniggenfittig, Niklas Seidel,
Anton Steinmann und Cedric Ternschert.
3A
4A
3B
4B
3C
4C
Klasse 3c mit lehrerin martina thielen:
Paul Bendix, Lina Bettscheider, Muhammad Boneshta, Aaron Grebe, Nicholas
Raphael Grunenberg, Henry Heinemann, Shawna Ashley, Marlena Köpke,
Annika Linkogel, Kristina Müller, Melina Neißer, Justus Philipps, Timon Popien, Mariella Rosenkranz, Jannes Rudolph, Celina Schmitt, Andre Schubert,
Emilia Sonntag und Henry Wunram.
Klasse 4a mit lehrerin nicol overheu:
Emre Ak, Hendrica Bank, Ansgar Baule,
Tiara Bettels, Lea Sophie Blum, Merlin
Dönges, Marc Ellward, Amy Joy Froböse, Angelika Hartrich,Frederik Herzog,
Karl Jacob Höfer, Theo Jahn, Svenja Kobelt, Tomke Koch, Leni Kramer, Elias
Kreye, Jannis Krone, Meta Poth, Laura
Saust, Cimberly Schmidt und Birte
Schulze.
Klasse 4b mit lehrerin Karin Weise: Marvin Elias Achtermann, Lasse Alfus, Tessa
Alfus, Alexander Babitsch, Lukas Mencey Dehmel, Jannes Elixmann, Silas Hanesch, Marlene Kanngießer, Mika Kollmann, Amelie Kossler, Mirco Mispagel,
Jesan Naso, Renin Naso, Silas Papst,
Lara Ritter, Mairin Sander, Yanic Luca
Sander, Leonie Wolter, Nele Zahel und
Ameliy-Marie Zube.
Klasse 4c mit lehrerin nico stamme: Matteo Ciadamidaro, Arthur Elsesser, Raul
Garip, Davis Knauer, Quentin Kossler,
Lasse Krause, Adla Naso, Henin Naso,
Ruster Naso, Christoph Nguyen, Joey
Rabe, Selina Reichel, Sven Rode, Sandrine Salland, Tarja Sander, Bjarne Schumann, Jennifer Steinfurth, John Paul Töllhtw/Fotos: Wiechens
ner und Marie Wille.