Nachahmer GOTTES als geliebte Kinder

547 – Nachahmer GOTTES – Predigtbegleittext
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Nachahmer GOTTES als geliebte Kinder
Epheser 5,1-8
Werdet nun Nachahmer GOTTES, als geliebte Kinder,
und wandelt in Liebe,
gleichwie auch der CHRISTUS uns geliebt
und sich selbst für uns hingegeben hat
als Darbringung und Schlachtopfer,
GOTT zu einem duftenden Wohlgeruch.
Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht
werde nicht einmal unter euch genannt,
gleichwie es Heiligen geziemt;
auch Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei,
welche sich nicht geziemen,
sondern vielmehr Danksagung
Denn dieses wisset und erkennet ihr,
dass kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger,
(welcher ein Götzendiener ist)
ein Erbteil hat in dem Reiche Christi und Gottes.
Niemand verführe euch mit eitlen Worten,
denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes
über die Söhne des Ungehorsams.
Seid nun nicht ihre Mitteilhaber.
Denn einst waret ihr Finsternis,
jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn;
wandelt als Kinder des Lichts.
Vers 1: Werdet nun Nachahmer GOTTES als geliebte Kinder
Werdet nun – ginesthe oun – Es ist nicht mit einer einmaligen Entscheidung getan, sondern es
handelt sich um ein fortwährendes „Werden“.
Nachahmer GOTTES – mimētai tou theou – Nachahmen = Zuschauen – versuchen, es ebenso zu
machen
1.Korinther 4,16: Ich bitte euch nun, seid meine Nachahmer!
1.Korinther 11,1: Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi!
1.Thessalonicher 1,6: Und ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem ihr das Wort in viel Bedrängnis mit
Freude des Heiligen Geistes aufgenommen habt.
1.Thessalonicher 2,14: Denn, Brüder, ihr seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa sind in Christus Jesus,
weil auch ihr dasselbe von den eigenen Landsleuten erlitten habt wie auch sie von den Juden.
2.Thessalonicher 3,7: Denn ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll; denn wir haben unter euch nicht unordentlich gelebt.
2.Thessalonicher 3,9: Nicht, dass wir nicht das Recht <dazu> haben, sondern damit wir uns euch zum Vorbild gäben, damit ihr uns
nachahmt.
Hebräer 6,12: … damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen
erben.
als geliebte Kinder – ōs tekna agapētá – Weil wir geliebte Kinder sind;
es machen, wie es Kinder machen, die sich geliebt wissen.
Weil wir geliebte Kinder sind. Diese Tatsache gründet sich nicht auf unser Wohlverhalten, sondern
auf GOTTES Liebe.
Wir sind geliebte Kinder GOTTES.
Ich bin ein geliebtes Kind GOTTES!
Missionswerk CHRISTUS für Dich, Meierstr. 1, 26789 Leer, E-Mail: [email protected]
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1.Johannes 3,1-2: Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es.
Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht
offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir
werden ihn sehen, wie er ist.
Psalm 123,2: Siehe: Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Gebieterin, so
sind unsere Augen <gerichtet> auf den HERRN, unseren Gott, bis er uns gnädig ist.
Vers 2: und wandelt in Liebe, gleichwie auch der CHRISTUS uns geliebt und sich selbst für
uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, GOTT zu einem duftenden
Wohlgeruch.
Und – Das „und“ am Anfang von Vers 2 ist ein erklärendes „und“ (epexegetisches „und“ 1). Es
bestimmt den Punkt der Nachahmung, sagt uns, was besonders wir nachahmen sollen: Wir sollen in
Liebe wandeln. In Liebe, das ist GOTTES Charakter.
wandelt in Liebe – Das ist es, worin wir GOTT imitieren sollen. GOTT ist Liebe – und, indem wir
IHN anschauen, sollen wir Menschen der Liebe werden.
Wir wissen jetzt, worin wir GOTT nachahmen sollen. Jetzt wird uns gezeigt, wie weit das geht:
CHRISTUS ist der perfekte Mimētēs GOTTES.
gleichwie auch – in derselben Weise, genauso wie
CHRISTUS uns geliebt
und – wieder ein epexegetisches „und“
sich selbst für uns hingegeben hat – sich selbst – es war Sein persönlicher Entschluss:
Johannes 10,18a: Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe
Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen.
hingeben – paradídōmi = übergeben, überliefern, weitergeben, ausliefern, preisgeben, anbefehlen,
anheimstellen, erlauben, gestatten; ein sehr häufig vorkommendes Wort (120 mal), z. B. 2 mal in
1.Korinther 11,23. Das Wort ist zusammengesetzt aus didōmi = „geben“, aber auch „veranlassen,
verursachen, erlauben“ und para = gegen, beiseite, dahin.
Baader übersetzt paradídōmi meistens mit „danebengeben“, „in ein Danebensein hineingeben“.
als Darbringung und Schlachtopfer, GOTT zu einem duftenden Wohlgeruch
– der Opfersprache entnommen:
1.Mose 8,21: Und der HERR roch den wohlgefälligen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Nicht noch einmal will ich
den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an; und
nicht noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe.
3.Mose 1,17 :Und er soll sie an den Flügeln einreißen, er soll sie nicht zertrennen. Und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch
aufgehen lassen, auf dem Holz, das über dem Feuer ist: ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den
HERRN.
Philipper 4,18: Ich habe aber alles erhalten und habe Überfluss, ich habe die Fülle, da ich von Epaphroditus das von euch
<Gesandte> empfangen habe, einen duftenden Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, Gott wohlgefällig.
So zu lieben ist der Maßstab, das zu erreichende Ziel. Bis wir es erreicht haben, bleiben wir
Nachahmer.
Matthäus 5,44-45: Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters werdet,
der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
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Aufzählendes „und“: „Äpfel und Birnen“; „essen und trinken“
epexegetisches „und“: „Du, ich werde dir einen Gefallen tun und dir beim Tragen helfen“. Das Helfen bezeichnet den
Gefallen. Der Angeredete rechnet nicht mit zwei Zuwendungen (Gefallen und Hilfe beim Tragen).
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Zusammenfassung:
1. Wir sind geliebte Kinder GOTTES.
2. Als solche sollen wir Seine Nachahmer sein, …
3. … indem wir in Liebe wandeln.
4. CHRISTUS hat es uns als der wahre Nachahmer in vollkommener Weise gezeigt und in Seiner
Selbsthingabe zur Vollkommenheit gebracht.
Verse 3-8: Was nicht einmal unter uns genannt werden soll – Menge: „Zum Gegenstand der
Gespräche gemacht“.
Hurerei – Unzucht: porneia
alle Unreinigkeit – Unreinheit: akarthasia
Habsucht – „Mehr haben“ – pleonexía, auch „Habgier, Gewinnsucht, Begehrlichkeit“
Schändlichkeit – Schandbarkeit: aischrotēs
albernes Geschwätz – Torenworte: morologia
Witzelei – eutrapedia: zweideutige Witze, Gewandtheit im Scherzen, Possenreißerei
Warum nicht? Weil es sich für Heilige nicht geziemt.
Statt dessen?
vielmehr Danksagung
Was wir wissen sollen:
a.) Es gibt Menschen, die kein Erbteil haben an der Königsherrschaft CHRISTI und GOTTES.
b.) Bei den Söhnen des Ungehorsams findet sich viel Böses.
c.) Das bringt den Zorn GOTTES über sie.
d.) Wenn wir ihre Mitteilhaber werden, verlieren wir unsere Vollmacht (unseren Anteil an der
Regentschaft).
Um was handelt es sich?
Hurer, Unreine, Habsüchtige, (welche Götzendiener sind).
Wir haben mit diesen Menschen keine Gemeinschaft, weil wir jetzt Licht in dem HERRN sind,
nachdem wir früher (wie auch sie) Finsternis waren.
Darum wollen wir als Kinder des Lichts wandeln.
Nachahmen setzt Anschauen voraus.
2.Korinther 3,18 MüNT: Wir alle aber, mit enthülltem Gesicht den Glanz des HERRN spiegelnd, werden in dasselbe Bild
umgestaltet, von Glanz zu Glanz, gleichwie von des HERRN GEIST.
2.Korinther 3,18 EÜ: Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden <so> verwandelt
in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie <es> vom Herrn, dem Geist, <geschieht>.
2.Korinther 3,18 Schumacher: Wir alle aber, die wir mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des HERRN wie im Spiegel
schauen, werden (dadurch) umgestaltet nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom HERRN aus (geschieht),
dem GEIST.
2. Korinther 3,18 Jantzen: Wir aber, alle schauen mit entschleiertem Gesicht in ewinem Spiegel die Herrlichkeit des HERRN und
werden in dasselbe Bild umgestaltet von Herrlichkeit zu Herrlichkeit gleichwie vom HERRN her, dem GEIST.
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