Future Forum: Focus on Africa“ – Themenprogramm

Future Forum: Focus on Africa“ – Themenprogramm Afrika auf der Musikmesse Frankfurt
8. bis 9. April 2016, Messe Frankfurt, Halle 8.0, „Classic & Future Forum“ / Stand E 50 und Brotfabrik
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte richtet die Musikmesse Frankfurt mit dem „Future Forum“
ihren Blick auf die Kreativwirtschaft und das Musikleben in Afrika. Im Mittelpunkt stehen dabei
fünf Podiumsdiskussionen mit Vertretern namhafter Kulturinstitutionen, die die Themen
Kulturaustausch, Archivierung und Copyright sowie ökonomische Fragestellungen aufgreifen.
Ein Konzert mit der Band Macase aus Kamerun gemeinsam mit Musikern der Popakademie
Baden-Württemberg nimmt die Besucher mit auf eine musikalische Reise, die Kontinente
umspannt.
Das „Future Forum“ taucht ein in die facettenreiche aufstrebende Kreativindustrie Afrikas und zeigt
Möglichkeiten auf, die durch einen wechselseitigen Austausch mit der Musikszene dieses Kontinents
entstehen können. Inhaltliche Anregungen dafür liefert das von Siemens Stiftung und Goethe-Institut
initiierte Online-Portal „Music In Africa“, das seit einem Jahr aktuelle und qualitativ hochwertige
Informationen zum afrikanischen Musiksektor bietet und eine Plattform für die Vernetzung von
Musikern auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus bietet.
Das „Future Forum: Focus on Africa“ ist Teil des Programms des „Classic & Future Forum“ von
Deutschlandradio, neuer musikzeitung und Deutschem Musikrat. Das Programm wird gestaltet durch
die Music In Africa Foundation, Siemens Stiftung und neuer musikzeitung. Mit Beiträgen von GoetheInstitut, der Popakademie Mannheim, Afroton, Weltkulturen Museum und SAMRO Foundation. Programm: „Future Forum: Focus on Africa“
Präsentation: Die Musikwelt Afrikas auf einen Klick! Das Online-Portal „Music In Africa“
8. April, 13:30 –14:00 Uhr
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
Musik hat einen besonderen Stellenwert in Afrika. Sie ist nicht nur traditionell ein kultureller Faktor,
sondern bietet auch neue Geschäftsmöglichkeiten. Allerdings gibt es nur unzureichende Mittel für die
Bewahrung der Musik, für den Erfahrungsaustausch zwischen professionellen Musikern oder Orte, an
denen Künstler für ihre Musik werben können. Das von Siemens Stiftung, Goethe-Institut und Music In
Africa Foundation angestoßene Internetportal „Music In Africa“ (musicinafrica.net) lädt die Menschen
ein, die Musik des Kontinents kennen und schätzen zu lernen. Mit einem innovativen digitalen
Konzept stärkt es die öffentliche Wahrnehmung des Musiksektors in Afrika, baut Netzwerke auf und
trägt so zur Gestaltung einer lebendigen Zivilgesellschaft bei. Eddie Hatitye, der Direktor der Music In
Africa Foundation, gibt Einblicke in das Portal (in englischer Sprache).
Diskussion: Analog/Digital – Oral History und Musikarchive
8. April, 15:00 – 15:30 Uhr
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
In Afrika hat die mündliche Weitergabe von Wissen einen hohen Stellenwert. Doch langsam verliert
diese Tradition an Bedeutung. Das Internet bietet vielen Menschen einen neuen und umfangreichen
Zugang zu Informationen. Welche Auswirkung hat dies für den Musikbereich? Wie lassen sich bei der
Archivierung von Musik Traditionen bewahren und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung
nutzen? Dr. Hauke Dorsch vom Archiv für die Musik Afrikas in Mainz und Dr. Lars-Christian Koch vom
Deutschen Phonogram-Archiv diskutieren darüber mit nmz-Chefredakteur Juan Martin Koch.
Diskussion: Gar nicht so fremd! Kulturaustausch mit Afrika
8. April, 17:00 – 17:45 Uhr
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
Afrika rückt zunehmend ins Blickfeld Europas. Und es sind nicht nur Ängste vor dem für viele
Menschen Unbekannten, die uns nach Afrika blicken lassen. Es ist das Interesse an den vielfältigen
Kulturen, den neuen Rhythmen und dem unglaublichen Optimismus, den dieser Kontinent zu bieten
hat. Schon heute beschäftigen sich viele Vertreter deutscher Institutionen intensiv mit Politik,
Gesellschaft und Kultur in Afrika. Zu ihnen gehören Alya Sebti vom Institut für Auslandsbeziehungen,
der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, der Leiter des Afrika Festivals Würzburg Dr.
Stefan Oschmann und die Kuratorin Dr. Yvette Mutumba vom Weltkulturen Museum Frankfurt. In
einem Gespräch mit Jenny Friedrich-Freksa, Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“, geben
sie einen Einblick in ihre vielfältigen Aktivitäten.
Diskussion: TTIP und die Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung in Afrika
8. April, 17:45 – 18:30 Uhr
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
Über mögliche negative Auswirkungen des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) auf
Kultur und Bildung wurde in Deutschland bereits viel nachgedacht und auch dagegen protestiert. Doch
nicht nur Europa ist von TTIP betroffen. In unserer vernetzten Welt sind wichtige politische
Richtungsentscheidungen kaum mehr auf den nationalen oder europäischen Raum begrenzbar.
Vielmehr muss über die Grenzen hinaus gedacht werden. Christian Höppner, der Präsident des
Deutschen Kulturrates, Hans-Jürgen Blinn, der Beauftragte des Bundesrates im Handelspolitischen
Ausschuss des Europäischen Rates, und Boniface Mabanza von der Kirchlichen Arbeitsstelle
Südliches Afrika KASA werden gemeinsam mit Theo Geissler, Herausgeber der „neuen
musikzeitung“, mögliche Auswirkungen von TTIP auf Afrika diskutieren.
Diskussion: Live-Musik und Vernetzung in Afrika
8. April, 18:30 – 19:00 Uhr
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
Das musikalische Leben in Südafrika ist bunt und lebendig. Die SAMRO Foundation mit ihren
Initiativen zur Förderung der Live-Musik spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Beispielhaft sollen
Projekte zur Sprache kommen, die nicht nur in Südafrika vorbildlich sind, sondern, vermittelt über die
Informationsplattform „Music In Africa“, auch für den europäischen Raum von Interesse sein könnten.
Das Gespräch führen Andre Le Roux, der Direktor der Südafrikanischen SAMRO Foundation, und
Eddie Hatitye, der Direktor der Music In Africa Foundation gemeinsam mit Jens Cording, Projektleiter
im Bereich Musik bei der Siemens Stiftung (in englischer Sprache).
Konzert: Macase & friends
8. April, 20:30 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr)
Brotfabrik, Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt am Main
„Bantu Groove“: Makossa und Bikutsi, die urbane Musik Kameruns, kombiniert mit sehr viel poppigem
Drive – das ist Macase. Seit vielen Jahren begeistert die Band aus Yaoundé mit inspirierenden
Programmen und warmen, souligen Stimmen ihr Publikum in Zentralafrika und darüber hinaus – nun
auch erstmalig in Frankfurt am Main. Zu hören ist Macase in der Brotfabrik in einer ganz besonderen
Kombination: Neben ihrem klassischen Programm präsentieren sie die Ergebnisse eines Workshops
mit der Rap-Legende Krotal und der jungen Sängerin Danielle Eog sowie Studenten der Popakademie
Baden-Württemberg, der gemeinsam von Music In Africa Foundation und Siemens Stiftung im Vorfeld
des Konzertes in Mannheim durchgeführt wird. Und das ist typisch für Macase: In ihrer 20-jährigen
Geschichte hat sich die Band immer wieder neu erfunden und durch die Hinzunahme junger Musiker
Stile integriert, Neues ausprobiert und damit frische Impulse gesetzt: eine tanzbare musikalische
Reise, die Kontinente umspannt. Ein Konzert im Rahmen des Musikmesse Festivals.
Best practice: Chancen für die Kreativwirtschaft in Afrika
9. April, 12:15 – 12:45 Uhr
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
Die Wirtschaft in Afrika und somit auch das Interesse am Handel mit dem Kontinent wächst. Gerade
der Kreativwirtschaft trauen viele Strategen besondere Potentiale zu. Doch wie lässt sich eine für
beide Seiten gewinnbringende Handelsbeziehung aufbauen? Wie fängt man an? Welche
Vorgehensweise ist erfolgversprechend? Christoph Borkowsky von der World Music Expo (WOMEX),
Christoph Kannengießer, der Geschäftsführer des Afrikavereins der Deutschen Wirtschaft sowie der in
Afrika aktive Kulturmanager Jay Rutledge von Outhere Records widmen sich diesem Thema im
Gespräch mit Theo Geissler, Herausgeber der „neuen musikzeitung“.
Präsentation: Afroton präsentiert afrikanische Musikinstrumente
9. April, 18:00 – 19:00 Uhr
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
Afroton ist eine Musikinstrumentenmarke für Rhythmus-, Klang- und Melodieinstrumente aus aller
Welt mit Schwerpunkt Afrika. Als echte Spezialisten mit Liebe zum Detail und afrikanischem Spirit
haben sie viel Erfahrung mit originalen Instrumenten und werden Kostproben handwerklicher
Meisterschaft vorstellen.
Rahmenprogramm: Einzigartige Einblicke in die Kulturszenen Afrikas
7. – 10. April, ganztägig
Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50
Werke der zeitgenössischen bildenden Kunst aus der Sammlung des Weltkulturen Museums Frankfurt
und Musikvideos aus Afrika geben einen Eindruck von der Kreativität auf dem Kontinent.
Die Notensammlung der SAMRO-Foundation aus Johannesburg öffnet ihre Türen: Zu besichtigen sind
Noten afrikanischer Komponistinnen und Komponisten, die auf der Musikmesse noch nie zu finden
waren. Präsentiert werden einige Werke live am Flügel auf der Bühne von der Pianistin Caro
Gstädtner und einer Stipendiatin der SAMRO Foundation, der jungen Sopranistin Andiswa Makana.
Komplettes Programm des „Classic & Future Forums“:
http://musik.messefrankfurt.com/frankfurt/de/besucher/events/classic-future-forum.html
Eintrittskarten
Eintrittskarten Musikmesse/Future Forum (25 €):
www.musikmesse.de
Eintrittskarten Konzert (18 €), mit Eintrittskarte der Messe frei:
www.brotfabrik.de
Pressekontakt
Eva-Katharina Lang
Siemens Stiftung
Tel.: +49 / 89 / 54 04 87-3 15
[email protected]