Darmkrebsvorsorge kann Leben retten

Pressemitteilung
Vorbeugen, nicht rausreden!
Darmkrebsvorsorge kann Leben retten
STEYR. Der März steht hierzulande für das Ende des Winters und nicht selten für eine
abschließende Erkältung bevor der Frühling endlich einzieht. Aus medizinischer Sicht
begleitet diesen Monat aber ein noch viel elementareres Thema. Seit 15 Jahren steht
der März im Zeichen des Darmkrebses und der oft lebensnotwendigen Bedeutung der
Darmkrebsvorsorge. Auch Univ.-Doz. Prim. Dr. Christoph Ausch, Leiter der Chirurgie
der Landes-Krankenhäuser Steyr und Kirchdorf, möchte den Darmkrebsmonat zum
Anlass nehmen, um einmal mehr die Wichtigkeit der Darmspiegelung sowie den
bewussten Umgang mit diesem wichtigen Organ hervorzuheben.
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten überhaupt. Immer noch müssen sich pro Jahr
etwa 5.000 Österreicher/-innen neu mit dieser Diagnose auseinandersetzen. Trotz dieser
hohen Neuerkrankungszahl hat Darmkrebs heute relativ gute Heilungschancen –
Voraussetzung dafür sind frühzeitige Diagnose und Therapie. „Unter Darmkrebs versteht
man einen bösartigen Tumor, der sich zumeist im Dick- oder Mastdarm entwickelt“, sagt
Prim. Ausch, „ein bestehendes Karzinom muss entfernt werden. Man weiß heute aber, dass
sich fast 85 Prozent dieser Erkrankungen aus zunächst gutartigen Darmpolypen entwickeln,
die sich innerhalb von sieben bis zehn Jahren bösartig verändern.“ Dieser Umstand macht
deutlich, wie viel Einfluss eine regelmäßig durchgeführte Darmspiegelung haben kann.
Die Warnzeichen ernst nehmen
Trotz dieser mehrjährigen so genannten Adenom-Karzinom-Sequenz, also der Zeit in der
sich gutartige Darmpolypen zu einem bösartigen Karzinom entwickeln, wird Darmkrebs leider
häufig erst sehr spät entdeckt. Grund dafür sind oftmals unspezifische Symptome, wie
Leistungsabfall, leichtes Fieber oder Nachtschweiß.
Darüber hinaus gibt es aber auch sehr wesentliche Alarmsignale, die Betroffene unbedingt
medizinisch abklären sollten. Typisch sind veränderte Stuhlgewohnheiten, ein auffallender
Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung sowie veränderte Farbe und Konsistenz. Auch
Blut oder Schleim im Stuhl können ein Hinweis auf einen bösartigen Tumor sein. Bleibt ein
Karzinom über längere Zeit unentdeckt und entwickelt eine bestimmte Größe, so sind
krampfartige Bauchschmerzen oder sogar ein Darmverschluss eine mögliche Folge.
Letzteres kann mitunter lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. „Wenn ein tief sitzender
Tumor die Muskelspannung des analen Schließmuskels stört, kann es auch zu vermehrten
Darmwinden kommen, bei der Betroffene Stuhlkonsistenz verlieren“, so der Mediziner weiter
über ein weiteres Anzeichen. Im Zentrum für Schließmuskelerhaltende Rektumchirurgie, eine
in diesem Gebiet führende Institution, sind die Expert/-innen genau mit diesen Symptomen
und deren Behandlung vertraut.
Ausgewogen, bewusst und vorsorgend
Natürlich ist niemand vollends davor gefeit an Darmkrebs zu erkranken, jedoch lässt sich das
Risiko mit sehr einfachen Maßnahmen erheblich senken. In punkto Ernährung ist
Ausgewogenheit das Motto der Stunde. „Reduzieren Sie Alkohol und achten Sie darauf,
genügend Wasser zu trinken“, rät Prim. Ausch, „auch verarbeitete Wurstwaren und rotes
Fleisch sollte man mit Maß und Ziel konsumieren.“ Wer rauchfrei durchs Leben geht und
sich zudem ausreichend bewegt, legt außerdem wertvolle Grundsteine für einen gesunden
Darm und senkt nebenher sein eigenes Krebsrisiko. Ab dem 50. Lebensjahr ist es darüber
hinaus mehr als ratsam, sich etwa alle sieben bis zehn Jahre einer Vorsorgekoloskopie
(Darmspiegelung) zu unterziehen. Auch regelmäßige Stuhltests, die nach Blutspuren
untersucht werden, können gerade für Risikopatient/-innen ersten Aufschluss über die
Darmgesundheit geben.
Steyr, am 17. März 2016
Rückfragen bitte an:
Christine Dörfel, MSc
PR & Kommunikation
Landes-Krankenhaus Steyr
Tel.: 050 55466-22250
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