Verträglichkeitsuntersuchung und Ausnahmeprüfung zum FFH-Gebiet „Elbvorland“ (DE 3036 – 304) Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 28.04.2015 Bearbeitung durch: GUP GUP Dr. Glöss Umweltplanung Ehrlichstraße 10 10318 Berlin Im Auftrag des Landkreis Prignitz Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP Inhalt 1 Übersicht über das Schutzgebiet .................................................................................4 1.1 Allgemeine Angaben ................................................................................................4 1.2 Erhaltungsziele und für den Schutzzweck maßgebliche Bestandteile .......................4 2 Beschreibung des Vorhabens ......................................................................................5 3 Prognose der zu erwartenden Beeinträchtigungen des Gebietes in seinen für die EHZ oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen .............................................6 3.1 EHZ für die Beeinträchtigungen durch das Vorhaben ausgeschlossen werden können .................................................................................................................................6 3.2 EHZ für die Beeinträchtigungen durch das Vorhaben nicht ausgeschlossen werden können ........................................................................................................................7 4 Vorhabensbezogene Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ....................................8 5 Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des Schutzgebiets durch andere zusammenwirkende Pläne und Projekte......................................................................9 6 Zusammenfassung der Verträglichkeitsuntersuchung ............................................10 7 Alternativenprüfung ....................................................................................................11 7.1 Standortalternativen ...............................................................................................11 7.2 Ausführungsalternativen .........................................................................................11 8 Maßnahmen zur Kohärenzsicherung .........................................................................13 8.1 Darstellung von Art und Umfang der erheblichen Beeinträchtigungen des Erhaltungsziels Rotbauchunke ..................................................................................13 8.2 Ermittlung, Beschreibung von Art und Umfang der vorgesehenen Maßnahmen zur Kohärenzsicherung sowie deren Lage im Netz „Natura 2000“...................................16 9 Zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses .............................17 9.1 Darstellung der zwingenden Gründe des öffentlichen Interesses ...........................17 9.2 Darstellung der festgestellten zwingenden Gründe, die das Ausmaß der Beeinträchtigungen überwiegen ................................................................................18 10 Literatur ....................................................................................................................19 Anlagen ...............................................................................................................................21 2 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) Abkürzungsverzeichnis BArtSchV Bundesartenschutzverordnung BbgNatSchAG Brandenburgisches Naturschutzausführungsgesetzgesetz BNatSchG Bundesnaturschutzgesetz Ehz Erhaltungsziel EPS Eichenprozessionsspinner FFH-RL Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie NSG Naturschutzgebiet LRT Lebensraumtyp LSG Landschaftsschutzgebiet LUA Landesumweltamt LUGV Landesamt für Umwelt Gesundheit und Verbraucherschutz NSG Naturschutzgebiet SDB Standarddatenbogen Tab. Tabelle UNB Untere Naturschutzbehörde VU Verträglichkeitsuntersuchung VS-RL Vogelschutzrichtlinie 3 GUP Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 1 Übersicht über das Schutzgebiet 1.1 Allgemeine Angaben Lage Größe 1.2 Das FFH-Gebiet „Elbdeichvorland" liegt zwischen Cumlosen im Nordwesten und Quitzöbel im Südosten. Es besteht aus mehreren Teilflächen, die landseitig vom Deich und wasserseitig zum FFH-Gebiet „Elbe“ über. Das FFH-Gebiet befindet sich in der naturräumlichen Haupteinheit „Elbtalniederung" (D09, SSYMANK et al. 1998). 1.271,33 ha Erhaltungsziele und für den Schutzzweck maßgebliche Bestandteile EUBezeichnung Code Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-RL Dünen mit offenen Grasflächen mit Corynephorus und 2330 Agrostis (Dünen im Binnenland Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Mag3150 nopotamions oder Hydrocharitions 3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion 3270 Schlammige Flussufer mit Vegetation der Verbände Chenopodion rubri (p.p.) und Bidention (p.p.) 6120* Trockene, kalkreiche Sandrasen 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe 6440 Brenndolden-Auenwiesen (Cnidion dubii) Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, 6510 Sanguisorba officinalis) Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen mit Quer9190 cus robur 91E0* Erlen- und Eschenwälder und Weichholzauenwälder an Fließgewässern (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) Hartholzauewälder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ul91F0 mus minor, Fraxinus excelsior oder Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris) Arten nach Anhang II der FFH-RL Rotbauchunke (Bombina bombina) 1188 Biber (Castor fiber) 1337 Fischotter (Lutra lutra) 1355 Rapfen (Aspius aspius) 1130 Steinbeißer (Cobitis taenia) 1149 Flussneunauge (Lampetra fluviatilis) 1099 Gesamtbewer1 tung des EHZ Quelle C 1, 2 - 2 - 2 B 1, 2 B A 1, 2 1, 2 B B 1, 2 1, 2 - 2 B 1, 2 C 1, 2 C B B B C C 1 1 1 1 1 1 2 Erläuterungen: EU-Code: * kennzeichnet prioritäre LRT 1 Bewertung nach Standard Datenbogen Nr. DE 3036-304 Gesamt = Gesamtbewertung (A = sehr hoher Wert, B = hoher Wert, C = mittlerer Wert des Gebietes für die Erhaltung der Art, "-" = keine Angabe) 2 Quelle: 1: Standarddatenbogen zum FFH-Gebiet Nr. 3036-304 2: Daten zu den LRT (Kartierung von Biotopen, gesetzlich geschützten Biotopen (§ 30 BNatSchG in Verbindung mit § 18 BbgNatSchAG) und FFH-Lebensraumtypen im Land Brandenburg (Stand der Do kumentation 03.02.2015) 4 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 2 Beschreibung des Vorhabens Allgemeine Angaben Größe der zu behandelnden Fläche Kurzbeschreibung der Behandlungsflächen Anwendungsbestimmungen Der Landkreis Prignitz plant im Frühjahr 2015 die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Die Bekämpfung erfolgt mit dem Insektizid DIPEL ES, das per Hubschrauber appliziert wird. Die Ausbringung von Dipel ES erfolgt aus der Luft mit speziell ausgerüsteten Hubschraubern mit abdriftmindernder Technik. Die Ausbringmenge beträgt 3 l DIPEL ES in 50 l Wasser/ha. Lieferung von DIPEL ES, Herstellung der Spritzbrühe, Betankung und Entsorgung obliegt der auszuführenden Firma, die die entsprechenden geltenden Sicherheitsbestimmung einhalten muss. Das Anfliegen der Behandlungsflächen erfolgt GPS-gesteuert auf der Grundlage einer durch den Vorhabenträger erstellten Karte, in der die vorausgewählten Flächen verzeichnet sind (s. Kap. 3.3). Die Flugbahn und die Applikation werden elektronisch aufgezeichnet und protokolliert. 16,8 ha Bekämpfungsschwerunkte sind die flächigen Eichenbestände zwischen den Ortsteilen Sandkrug – Scharleuk – Hinzdorf und unmittelbar vor der Ortslage Müggendorf. Bei den Waldflächen handelt es sich meist um Hartholzauenwälder, die aufgrund des kontinuierlichen EPS-Befalls erhebliche Vitalitätseinbußen aufweisen. Des Weiteren handelt es sich bei dem Behandlungsflächen um Einzelbäume und Baumreihen, die sich unmittelbar parallel zum Elbedeich erstrecken. Die zu behandelnden Flächen liegen in der Nähe zu Siedlungen, am Elberadweg. Eine Behandlung der Flächen ist zudem zur Aufrechterhaltung der Deichsicherheit im Zuge von Unterhaltungsarbeiten sowie Personaleinsatz im Verteidigungsfall ist dringend geboten. Folgende Anwendungsbestimmungen (AWB) sind Projektbestandteil: AWB 1 Die Flugbahn des Hubschraubers muss mindestens 25 m zuzüglich seiner halben Arbeitsbreite von einem Oberflächengewässer – ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer – entfernt verlaufen. AWB 2 Die Anwendung des Pflanzenschutzmittels und anderer Insektizide innerhalb einer zusammenhängenden Waldfläche darf innerhalb eines Kalenderjahres nur auf höchstens der Hälfte dieser Fläche erfolgen. In die zusammenhängende Waldfläche können auch Teilflächen einbezogen werden, wenn diese weniger als 100 m entfernt liegen. AWB 3 Mit diesem Pflanzenschutzmittel dürfen bei Anwendung mit Luftfahrzeugen auf derselben Fläche maximal 5 Behandlungen in 10 Jahren stattfinden. 5 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 3 Prognose der zu erwartenden Beeinträchtigungen des Gebietes in seinen für die EHZ oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen 3.1 EHZ für die Beeinträchtigungen durch das Vorhaben ausgeschlossen werden können EHZ Begründung für den Ausschluss von Beeinträchtigungen Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-RL 2330 3150 3260 Aufgrund der Anwendungsbestimmungen (Mindestabstand zu Gewässern) und der Wirkspezifik von Dipel ES sind keine Auswirkungen auf Lebensraum3270 typen gemäß Anh. I der FFH-RL zu erwarten. 6120* Der Befall der Eichen durch den EPS führt zu einer Vitalitätsminderung der 6430 Bäume. Langfristig ist die Bewahrung des Erhaltungszustandes der Lebensräume mit Eichen als wertgebende Bestandsbildner nicht gesichert. Die Be6440 kämpfung des EPS stellt einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des 6510 Waldökosystems und zum langfristigen Erhalt der LRT dar. 9190 91E0* 91F0 Arten nach Anhang II der FFH-RL Biber Dipel ES ist ein Insektizid, dass im Verdauungstrakt von Lepidopteren-Larven (außer Eulen-Falter) wirkt (KAISER-ALEXNAT, R. 2012). Giftwirkungen auf Säugetiere werden ausgeschlossen. Fischotter Keine der beiden Arten ernährt sich von Schmetterlingsraupen. Der Biber lebt vegetarisch. Fischotter sind carnivor (am Boden) lebende Generalisten (PETERSEN ET AL 2004). Wirkungen auf die Nahrungskette treten nicht ein. Rapfen Bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit Dipel ES wird zu Gewässern ein Abstand von 37,5 m eingehalten. Aufgrund der aquatischen Lebensweise ernähren sich die genannten Fische und Rundmäuler nicht von Steinbeißer Schmetterlingen. Flussneunauge Eine Beeinträchtigung von Fischen und Rundmäulern durch die Bekämpfung des EPS wird ausgeschlossen. 6 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) 3.2 GUP EHZ für die Beeinträchtigungen durch das Vorhaben nicht ausgeschlossen werden können Rotbauchunke Wirkprozess Direkte und indirekte Beeinträchtigung durch toxische Wirkungen von Dipel ES in Gewässern Direkte Beeinträchtigung durch Hautkontakt mit DIPEL ES Indirekte Auswirkungen durch Veränderung der Nahrungskette Potentielle Beeinträchtigung Die Einsatzflächen weisen einen Abstand von 37,5 m zu Gewässern auf (s. AWB). Unabhängig davon ist nicht völlig auszuschließen, dass sich im Applikationsbereich einschließlich der Abdriftzone kleine, temporäre Reproduktionsgewässer befinden, die bei der Festlegung der Behandlungsflächen nicht bekannt waren. Rotbauchunken nutzen zur Reproduktion oft kleinere Temporärgewässer. Damit ist die Möglichkeit gegeben, dass DIPEL ES in derartige Gewässer gelangt und dort zu Schädigungen von Entwicklungsstadien der Rotbauchunke (Laich, Larven) führt. In welcher Konzentration Öl- oder andere Anteile des Sprühmittels toxische oder indirekte negative Auswirkungen auf Laich, Larven oder andere Entwicklungsstadien von Rotbauchunken haben, ist nicht untersucht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Rotbauchunken zum Zeitpunkt der Applikation im Behandlungsareal befinden und Hautkontakt mit DIPEL ES erfahren. Auf der Haut könnten bereits sehr geringe Konzentrationen an Lösungsmitteln, Wirkstoffen, Suspensionen u. s. w. lebenswichtige Funktionen (u. a. Hautatmung, Immunabwehr…) stören oder sogar außer Kraft setzen. Der Hautkontakt mit der Suspension kann die Atmungsaktivität einschränken und darüber hinaus Krankheitssymptome hervorrufen. Wesentliche Ursachen für das weltweite Amphibiensterben sind z. B. Pilzerkrankungen, die durch Körperkontakte mit Schadstoffen und Keimen induziert und durch Umweltstress begünstigt werden. Es nicht auszuschließen, dass infolge des DIPEL ES-Einsatzes Nichtzielarten getötet werden, die zum Nahrungsspektrum der Rotbauchunke gehören und infolge dessen als Nahrungskomponente ausfallen. Damit besteht die Gefahr, dass Nahrungsmangel entsteht, der die Fitness beeinträchtigt und die Überlebenswahrscheinlichkeit verringert. 7 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 4 Vorhabensbezogene Maßnahmen zur Schadensbegrenzung Minimierung der Behandlungsflächen beim Einsatz von DIPEL ES als Biozid Der Einsatz als Biozid erfolgt zur Bekämpfung des EPS, um dessen schädliche Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen (Wirkungen der Brennhaare) zu mindern. Die Behandlungsflächen innerhalb des FFH-Gebietes werden auf Bereiche reduziert, in denen sich Menschen aufhalten (müssen). Damit wird dem vorrangigen Ziel, dem Schutz der menschlichen Gesundheit, Rechnung getragen. Die Festlegung der Behandlungsflächen erfolgt durch den Vorhabensträger (LK Prignitz) nach folgenden Arbeitsschritten: 1. Erfassung der Befallssituation des Vorjahres: Sachkundige Mitarbeiter der Kommunen und der Verwaltung kartieren befallene Bäume und melden dies an die zentrale Erfassungsstelle des LK, wo die Meldungen GIS-gestützt erfasst werden. 2. GIS-gestützte Darstellung der Befallsflächen und Konzipierung der Behandlungsflächen: x Die Größe der gemeldeten und erfassten Befallsfläche innerhalb des FFH-Gebietes beträgt 36,04 ha. x Ausschluss der Befallsgebiete in Gewässernähe: Befallsflächen, die näher als 37,5 m zu Gewässern liegen, werden als Behandlungsflächen ausgeschlossen. Dies betrifft insbesondere die Gehölzbestände, die sich am Ufer der Elbe und im Umfeld von Qualmgewässern befinden. x Ausschluss der Gebiete, die nicht zwingend von Menschen frequentiert werden und sich außerhalb der Reichweite der Wirkung der Brennhaare (300 m gemäß SOBCZYK, 2014) befinden. Die verbleibenden Behandlungsflächen konzentrieren sich in der nördlichen Teilfläche. Gemeldete Befallsfläche im Gebiet 36,4 ha 8 Behandlungsfläche nach Berücksichtigung von Maßnahmen zur Schadensbegrenzung im Gebiet 16,8 ha Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 5 Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des Schutzgebiets durch andere zusammenwirkende Pläne und Projekte Gemäß § 34 Abs. 1 BNatSchG sind Projekte vor ihrer Zulassung oder Durchführung auf ihre Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen eines Natura 2000-Gebiets zu überprüfen, wenn sie einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Projekten oder Plänen geeignet sind, das Gebiet erheblich zu beeinträchtigen, und nicht unmittelbar der Verwaltung des Gebiets dienen. Deshalb werden auf der Grundlage vorliegender Informationen die Projekte ermittelt, die das FFH-Gebiet ebenfalls beeinträchtigen könnten. Dabei kann lediglich eine Abschätzung der Kumulationseffekte erfolgen. Für Erhaltungsziele, die durch das geplante Projekt nicht beeinträchtigt werden, kann es auch keine Kumulationseffekte geben. Kumulationseffekte sind somit nur für die Rotbauchunke zu betrachten, da für alle übrigen EHZ vorhabensbedingte Beeinträchtigungen bereits ausgeschlossen werden konnten. Folgende Projekte wurden geprüft: x Neubau der A 14 im Land Brandenburg, VKE 1153 Der hier zu betrachtende Planungsabschnitt der A 14 beginnt an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt (Strommitte der Elbe) und erstreckt sich bis zum Bauanfang der anschließenden VKE über 2 km. Für die Rotbauchunke wurde im Untersuchungsraum des genannten Projektes nicht nachgewiesen. Im Rahmen der Verträglichkeitsprüfung wurden keine Beeinträchtigung durch das Vorhaben „Neubau der A 14 im Land Brandenburg, VKE 1153“festgestellt (FÖA, 2009). Kumulative Effekte mit dem hier betrachteten Vorhaben der Bekämpfung des EPS sind somit ausgeschlossen. Gemäß Auskunft des LUGV sowie des LK Prignitz (Untere Naturschutzbehörde) sind darüber hinaus im betrachteten FFH-Gebiet keine weiteren Pläne bzw. Projekte mit gleichartigen Wirkprozessen sowie solche mit andersartigen, jedoch sich gegenseitig verstärkenden Wirkprozessen, bekannt. Daher können kumulative Wirkungen und weitere Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele ausgeschlossen werden. 9 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 6 Zusammenfassung der Verträglichkeitsuntersuchung Das geplante Vorhaben „Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) im Landkreis Prignitz in 2015“ führt nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen der folgenden EHZ des FFHGebietes „Elbdeichvorland“: x x x LRT Fische Säugetiere Bei der Analyse und Bewertung der Konflikte, die durch das Vorhaben ausgelöst werden können, konnten erhebliche Beeinträchtigungen für mehrere Erhaltungsziele nicht ausgeschlossen werden: x Rotbauchunke Zusammenfassend wird festgestellt, dass durch das betrachtete Vorhaben „Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) im Landkreis Prignitz in 2015“ Erhaltungsziele, die für das FFH-Gebiet „Elbdeichvorland“ formuliert wurden, trotz der Durchführung von Maßnahmen zur Schadensbegrenzung erheblich beeinträchtigt werden können. Es wird eine Prüfung der Ausnahmetatbestände erforderlich. 10 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 7 Alternativenprüfung Die FFH-Verträglichkeitsprüfung hat ergeben, dass sich erhebliche Beeinträchtigungen von einem Erhaltungsziel (Rotbauchunke) auch unter Berücksichtigung von projektspezifischen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung nicht vollständig ausschließen lassen. Aufgrund der prognostizierten nicht auszuschließenden Beeinträchtigungen des FFHGebietes in seinen für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen, ist das Vorhaben der EPS-Bekämpfung im Gebiet gemäß § 34 Abs. 2 BNatSchG zunächst nicht zulässig. Das Vorhaben kann in diesem Fall nur dann zugelassen werden, wenn die Tatbestände und Anforderungen gemäß § 34 Abs. 3 und 5 BNatSchG, die eine abweichende Zulassung des Projektes ermöglichen („Ausnahmeprüfung“), erfüllt werden. Ein Ausnahmetatbestand liegt vor, wenn 1. das Vorhaben aus zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art, notwendig ist (§ 34 Abs. 3 Nr. 1, BNatSchG), 2. zumutbare Alternativen, die den mit dem Vorhaben verfolgten Zweck an anderer Stelle ohne oder mit geringeren Beeinträchtigungen erreichen, nicht gegeben sind (§ 34 Abs. 3 Nr. 2 BNatSchG) und 3. die zur Sicherung des Zusammenhangs des Europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“ notwendigen Maßnahmen durchgeführt werden (§ 34 Abs. 5 BNatSchG). 7.1 Standortalternativen Standortalternativen scheiden grundsätzlich aus, da die Bekämpfung des EPS am Befallsort erfolgen muss. Anders ist das Maßnahmeziel nicht zu erreichen. Die Reduzierung der Behandlungsfläche wurde durch Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ausgeschöpft (s. Kap. 4). 7.2 Ausführungsalternativen Mechanische Alternativen (Absaugung) Der mechanischen Bekämpfung (Absaugen) werden zielgerichtet die Nester und Gespinste des Eichenprozessionsspinners entfernt. Das Absaugen erfolgt von Hand mit Hilfe von Industriestaubsaugern. Für das Erreichen hochgelegener Nester werden Hubsteiger eingesetzt. Obwohl dabei Nichtzielorganismen mitgefangen werden, wenn sie sich gerade an den Nestern befinden (SENSTADTUM 2014) wird eingeschätzt, dass bezogen auf das Erhaltungsziel Rotbauchunke geringere Auswirkungen entstehen. Durch das Absaugen ist insbesondere mit Störwirkungen (Lärm) zu rechnen, der für Amphibien nicht relevant ist. Das Absaugen ist jedoch aufgrund der Anzahl zu behandelnder Bäume und der Flächenleistung der Methode nicht geeignet, eine Bekämpfung erfolgreich zu gewährleisten, zu dem ist der zur Verfügung stehende Bekämpfungszeitraum beschränkt. Die Methode kommt bei gut erreichbaren kleinen Beständen in Betracht, scheidet jedoch als Alternative für die großflächige EPS-Bekämpfung im LK Prignitz aus. Zudem steht dem Ziel des Gesundheitsschutzes entgegen, dass sich die Gespinste und Nester erst nach Durchlaufen sämtlicher Häutungsphasen und der anschließenden Prozession im Zuge der Verpuppung bilden. Damit werden die Brennhaare über den gesamten Entwicklungszyklus des EPS emittiert, die Entwicklung des EPS erfolgt vollständig und wird in keiner Weise eingeschränkt (Gespinste und Nester sind leer) und die entwickelten Falter 11 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP können ihre Eier wieder ablegen. Weiterhin können mit dem Absaugen die fest an den Zweigen anhaftenden Eigelege nicht entfernt werden. Mittelwahl Im Vergleich mit anderen zur Verfügung stehenden Insektiziden (NEEMPOTECT, DIMILIN 80 WG, KARATE FORST) ist DIPEL ES das am stärksten selektiv wirkende Mittel, welches die geringsten Auswirkungen auf die Schutz- und Erhaltungsziele hat (NABU 2013, SenStadtUm 2014). Weitere zugelassene Insektizide stehen nicht zur Verfügung. Weitere Alternativen Weitere Bekämpfungsmethoden (Einsatz von Duftstoffen, Einsatz von Nematoden) befinden sich im Versuchsstadium und stehen für einen großflächigen Praxiseinsatz nicht zur Verfügung. Ebenso sind die Umweltauswirkungen nicht untersucht. 12 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 8 Maßnahmen zur Kohärenzsicherung 8.1 Darstellung von Art und Umfang der erheblichen Beeinträchtigungen des Erhaltungsziels Rotbauchunke Die FFH-Verträglichkeitsprüfung hat ergeben, dass sich erhebliche Beeinträchtigungen der Rotbauchunke auch unter Berücksichtigung von projektspezifischen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung nicht vollständig ausschließen lassen. Nachfolgend werden Angaben zu Art und Umfang der Beeinträchtigungen gemacht. Dabei werden die relevanten Wirkprozesse des Mitteleinsatzes näher untersucht. Wirkprozess: Direkte und indirekte Beeinträchtigung der Rotbauchunke und ihrer Entwicklungsstadien infolge toxischer Wirkungen von Dipel ES in Gewässern Nachfolgend wird untersucht, in wieweit die Möglichkeit besteht, dass RBU bzw. ihrer Entwicklungsstadien durch Wasserverunreinigungen mit DIPEL ES beeinträchtigt werden. In welcher Konzentration Öl- oder andere Anteile des Sprühmittels Auswirkungen auf Laich, Larven oder andere Entwicklungsstadien von RBU auslösen haben, ist im Rahmen der Mittelzulassung nicht untersucht worden. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass eine Gewässerverunreinigung toxische Wirkungen oder indirekte negative Symptome hervorruft. Parameter Abstand zu Gewässern im Applikationsgebiet Erläuterung Bei der Festlegung der Behandlungsflächen wird ein Abstand zu Gewässern von 37,5 m vorgesehen. Dies erfolgt unabhängig davon, ob Vorkommen von RBU im oder am Gewässer nachgewiesen wurden. Vorkommen potentieller Laichgewässer im Applikationsgebiet Dauerhafte und periodisch wasserführende Gewässer kommen im Applikationsgebiet nicht vor (s.o.). Viele für RBU geeignete temporäre Gewässerlebensräume (Sekundärgewässer, zeitweilig wasserführende Elemente etc.) sind vom Grundwasserstand und damit vom Wasserstand der Elbe abhängig. Die Wasserstände der Elbe lagen im gesamten Winterhalbjahr 2014/15 zwischen 2,00 m bis 2,50 m und so unter dem Mittelwasserstand (2,77 m am Pegel Wittenberge). Nach einem kurzen Anstieg auf 3,94 m (04.04.-09.04.2015) fällt der Wasserstand der Elbe seitdem kontinuierlich (2,76 m am 24.04.2015). Der Grundwasserstand im FFH-Gebiet „Werder Besandten“ war im gesamten Winterhalbjahr äußerst gering. Zudem ist die Witterung im Frühjahr 2015 äußerst trocken, so dass gesamten FFH-Gebiet fast keine wasserführenden Sekundärgewässer vorhanden sind und die dauerhaft wasserführenden Gewässer einen eher niedrigen Wasserstand aufweisen. Hohlformen und Geländerelief sind in der Elbtalaue nicht ausgeprägt (E-Mail der UNB LK Prignitz vom 24.04.2015). Es ist derzeit nicht von einem maßgeblichen Vorkommen temporärer Kleingewässer im FFHGebiet „Elbdeichvorrland“ auszugehen. Aufgrund generellen Abstandsvorgabe zu Gewässern und des Fehlens temporärer Kleingewässer im Applikationsgebiet, ist das Risiko der Gewässerverunreinigung mit DIPEL ES sehr gering. Zusammenfassende Bewertung Wirkprozess: Direkte Beeinträchtigung der Rotbauchunke durch Hautkontakt mit DIPEL ES Nachfolgend wird untersucht, in wieweit die Möglichkeit besteht, dass RBU direkten Hautkontakt mit DIPEL ES erlangt. Praxisversuche zu dieser Fragestellung liegen nicht vor bzw. sind nicht bekannt, so dass die Auswirkungsprognose auf der Grundlage der Biologie der RBU, der Behandlungsorte und –zeiten und der Applikationstechnik erfolgt. Auswirkungen von DIPEL ES auf die Haut der RBU sind im Rahmen der Mittelzulassung nicht untersucht worden. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass der Hautkontakt die Atmungsaktivität einschränkt und darüber hinaus Krankheitssymptome hervorrufen kann. 13 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) Parameter Erläuterung Art und zum Umfang der Beeinträchtigungen Mit DIPEL ES behandelte Fläche im FFH-Gebiet: Größe des FFH-Gebietes: GUP 16,8 ha 1.271,33 ha Gemäß der digitalen Daten des LUGV (LK Prignitz, 2015) ist das gesamte FFH-Gebiet als Lebensraum der Rotbauchunke ausgewiesen. Anteilig von der DIPEL ES-Behandlung betroffener pot. Lebensraum der RBU: 1,32 % Flächenumfang und anteil Auf 1,32 % der potentiellen Lebensraumfläche der RBU im Gebiet wird DIPEL ES appliziert. Die Applikation erfolgt mit Hubschraubern und durch Spritzung vom Bodenfahrzeugen aus. Wahrscheinlichkeit des Aufenthalts der RBU im Applikationsraum Die Behandlung erfolgt in Abhängigkeit von Austrieb der Eichen Ende April/Anfang Mai. Zu dieser Zeit halten sich Teile der Population im Gewässer auf, weitere Tiere wandern aus ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern, außerdem finden Wanderungen zwischen Gewässern statt, wobei hierbei insbesondere juvenile und subadulte Tiere anzutreffen sind. Juvenile und subadulte Tiere der Vorjahre bilden innerhalb der Population zahlenmäßig den größten Anteil. Die Jugendstadien halten sich kaum an den Gewässern, sondern in den Landlebensräumen auf. Die Verteilung terrestrischer Fundpunkte der Rotbauchunken auf verschiedene Biotoptypen gibt nachfolgende Übersicht wieder. Abb. 1: Verteilung terrestrischer Fundpunkte der Rotbauchunken auf verschiedene Biotoptypen (aus MLUV 2009) Bei den Behandlungsflächen konzentrieren sich im nördlichen Teilgebiet. Es werden bei Waldflächen bei Culmosen und Müggendorf behandelt. Weitere Behandlungsflächen stellen Gehölzstrukturen bei Klein Lüben und Hinzdorf dar. Die genannten Flächen bilden zwar einen Teillebensraum, gehören jedoch zu den eher weniger genutzten Biotoptypen der RBU, welche feuchte Gebiete bevorzugt (Abb. 1). Das Elbdeichvorland ist ein FFH-Gebiet, das durch ausgedehntes Auengrünland, zwischen Elbe und Elbdeich, gekennzeichnet ist. Diese Flächen werden nicht behandelt, stellen jedoch mit den eingestreuten Gewässern für die Rotbauchunke einen optimaleren Lebensraum dar, als ein 14 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) Parameter GUP Erläuterung Wald oder gar straßenbegleitende Gehölze in Deichnähe. Zudem bilden diese Strukturen auch für zahlreichen Arthropoden einen attraktiven Lebensraum und bieten der RBU ein reiches Nahrungsangebot, das weite Wanderungen zur Nahrungssuche nicht erforderlich macht. Aktivität der RBU zum Behandlungszeitpunkt Die Applizierung erfolgt zur Tagzeit bei trockener Witterung, auch die Eichenblätter müssen trocken sein. RBU bevorzugen bei Trockenheit den Aufenthalt in Gewässernähe oder zumindest in feuchten Verstecken, außerdem sind sie bei Trockenheit nachtaktiv (MLUV 2009). Tagaktive Phasen und ausgedehnte Wanderbewegungen werden durch Regenperioden begünstigt. Ausbringmenge Die Applikation erfolgt einmalig mit einer Ausbringmenge von 50 l/ ha Spritzlösung, in welcher 3 l DIPEL ES gelöst sind. Bezogen auf einen m² ergibt sich eine Ausbringmenge an Spritzlösung von 5 ml/m² bzw. 0,3 ml/m² DIPEL ES. Die Ausbringung erfolgt gezielt als Sprühnebel in den Kronenbereich der Eichen. Zusammenfassende Bewertung Aufgrund der Lage der Applikationsflächen, dem Zeitpunkt und der Zeitdauer der Ausbringung und der Biologie der RBU wird davon ausgegangen, dass nur für einen sehr geringen Teil der Population (< 1%) des Gebietes die Möglichkeit gegeben ist, Hautkontakt mit DIPEL ES zu erfahren. Wirkprozess: Indirekte Auswirkungen durch Veränderung der Nahrungskette Nachfolgend wird untersucht, in wieweit die Möglichkeit besteht, dass RBU durch eine Veränderung der Nahrungskette beeinträchtigt werden. Parameter Erläuterung Aufgrund der Wirkung von DIPEL ES betroffene Insekten DIPEL ES wirkt selektiv auf blattfressende Schmetterlingslarven (außer Eulen). Nahrungsspektrum landlebender RBU Während der Laichzeit machen aquatische lebende Insekten (vorwiegend Mückenlarven) einen Großteil der Beute aus. An Land erbeuten RBU Käfer, Wanzen, Ameisen, Regenwürmer und Spinnen (MLUV 2009, PETERSEN ET AL. 2004). In der Fachliteratur (ebd.) sind keine Angaben dazu enthalten, dass Falter zum Nahrungsspektrum der Rotbauchunke gehören. Da sich an Land lebende RBU maßgeblich von am Boden lebenden Wirbellosen ernähren, wird davon ausgegangen, dass Schmetterlinge nicht zu den typischen Beutetieren gehören. Zudem stellen die Frischwiesen und Gewässer, die sich über weite Teile des FFH-Gebietes erstrecken, für RBU ein reiches Nahrungsangebot zur Verfügung, so dass sie nicht auf eine Nahrungssuche innerhalb der zu behandelnden Gehölze angewiesen sind. Zusammenfassende Bewertung Da Schmetterlinge nicht zum typischen Beutespektrum der RBU gehören und auch außerhalb der Applikationsflächen ein reiches Nahrungsangebot zur Verfügung steht, ist die Gefahr, dass sich durch eine Veränderung der Nahrungskette die Fitness und die Überlebenswahrscheinlichkeit der RBU verringern, äußerst gering. 15 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) 8.2 GUP Ermittlung, Beschreibung von Art und Umfang der vorgesehenen Maßnahmen zur Kohärenzsicherung sowie deren Lage im Netz „Natura 2000“ Art und Umfang der Maßnahmen bemessen sich am Sinn und Zweck der Kohärenzsicherung. Sie haben die vom Vorhaben ausgehenden Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des betroffenen Schutzgebietes und daraus resultierenden Folgen für die Kohärenz des „Natura 2000“-Netzes aufzuwiegen und die damit verbundenen Lebensräume und Habitate wieder herzustellen und neu zu entwickeln (DE W ITT UND BARTHOLOMÈ 2014). Durch die nur kurzfristigen Projektwirkungen der einmaligen Biozidanwendung wird nur ein sehr geringer Anteil der Population der Rotbauchunke betroffen. Lebensräume und Habitate erfahren keine Veränderung, ihre Funktion im kohärenten Netz der biographischen Region bleibt erhalten. Nach JARASS (2007) und SPIETH U. APPEL (2009) zit. in FLAMME U. REICHENBACH 2012 ist nicht jede erhebliche Beeinträchtigung eines Lebensraumtyps oder einer Art auch eine Beeinträchtigung der globalen Kohärenz. Demzufolge können Kohärenzsicherungsmaßnahmen entfallen, wenn mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass eine erhebliche Beeinträchtigung der Population einer Art oder das Vorkommen eines Lebensraumtyps innerhalb der biogeographischen Region vorliegt. Da dies, bezogen auf die Population der Rotbauchunke der Fall ist, bleibt die Kohärenz des Schutzgebietssystems Natura 2000 ohne Durchführung gesonderter Maßnahmen zur Kohärenzsicherung gewahrt. 16 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 9 Zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses 9.1 Darstellung der zwingenden Gründe des öffentlichen Interesses Beschluss des Landtages Brandenburg Der Landtag Brandenburg hat in seiner 61. Sitzung am 30. August 2012 den Beschluss gefasst, Maßnahmen zur wirksamen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners einzuleiten (Landtag Brandenburg Drucksache 5/5852(ND)-B). Als Begründung werden angeführt: x die in den letzten Jahren und starke und anhaltende Ausbreitung des EPS, insbesondere im Nordwesten x Fraßschäden im Wald x Gesundheitliche Beeinträchtigungen von Anwohnern und Besuchern Des Weiteren enthält der Beschluss die konkrete Aufforderung an die Landesregierung, die Zulassung des Biozides DIPEL ES von Amtswegen in die Wege zu leiten. Gesundheitliche Wirkungen Im Schreiben der Amtsärztin des Landkreises Prignitz an die Kreisverwaltung 1 weist diese auf die erheblichen gesundheitlichen Folgen und die zunehmende Beeinträchtigung der Lebensqualität der Bürger hin. Der Haut- oder Atemwegskontakt durch Berührung oder Einatmen der Brennhaare der Raupe des EPS ist für die Anwohner in Befallsgebieten nicht vermeidbar. Zudem ist aufgrund der langen Persistenz und leichten Verbreitung durch die Luft auch mit Betroffenen in angrenzenden Bereichen zu rechnen. In der Folge sind durch das Nesselgift verursachte Erkrankungen wie z. B. starke Hautekzeme oder stärkere allergische Reaktionen (Nesselsucht), behandlungspflichtige Bindehautentzündungen der Augen, Atemprobleme und bei entsprechender Vorbelastung auch Asthmaanfälle oder sogar allergische Schockzustände zu befürchten. Im Landkreis Prignitz ergab sich 2014 folgendes Bild: x 28 % aller im Land Brandenburg gemeldeten Patienten mit EPS-assoziierten Erkrankungen leben im Landkreis Prignitz, x 270 Menschen mussten sich wegen schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigung ärztlich behandeln lassen. x Der größte Teil hiervon (173 Patienten) stammt aus Bereichen, in den keine Bekämpfung stattfand. x 82 Patienten waren wegen der EPS-assoziierten Gesundheitsstörungen arbeits- oder schulunfähig, wobei Rentner nicht miterfasst sind. Aus Gründen des Schutzes der Gesundheit der betroffenen Bevölkerung ist es aus Sicht der Amtsärztin unbedingt erforderlich, dass „im Jahr 2015 eine lückenlose Bekämpfung aller betroffenen Flächen aus der Luft mit „Dipel ES“ ohne Auslassung von Flächen in Naturschutzgebieten, in Gewässernähe und im forstlichen Bereich durchgeführt wird“. 1 Schreiben der Amtsärztin des Landkreises Prignitz vom 22.12.2014 17 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) 9.2 GUP Darstellung der festgestellten zwingenden Gründe, die das Ausmaß der Beeinträchtigungen überwiegen Hauptziel der FFH-RL ist die Förderung der biologischen Vielfalt. Die EU reagiert damit auf die Erkenntnisse, dass sich der Zustand der natürlichen Lebensräume unaufhörlich verschlechtert und bestimmte natürliche Lebensraumtypen und Arten dadurch bedroht sind. Damit leistet die Richtlinie einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. In diesem Kontext steht auch die Prüfung von Plänen und Projekten, wenn sie sich auf die Erhaltungsziele eines Gebietes wesentlich auswirken können (RL 92/43/EWG „FFH-RL“, Präambel). Mit der Durchführung der Biozid-Behandlung des Eichenprozessionsspinners erhebliche Beeinträchtigungen des FFH-Gebietes „Elbdeichvorland“ verbunden. Die Erheblichkeit resultiert aus der Beeinträchtigung der Rotbauchunke. Die ermittelten Beeinträchtigungen betreffen nur einen sehr geringen Teil der Population und wirken in einem kurzen Zeitraum. Die Möglichkeit zur Wiederherstellung eines guten Erhaltungszustandes im kohärenten ökologischen Netz Natura 2000 ist ohne Durchführung von Kohärenzmaßnahmen gegeben. Dem ermittelten Ausmaß der möglichen Beeinträchtigung des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 stehen die in Kap. 9.1 beschriebenen zwingenden Gründe des Gemeinwohlinteresses - der menschlichen Gesundheit – gegenüber. Aufgrund der anhaltenden invasiven und großflächigen Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners steht keine andere vergleichbar geeignete Lösung zur Verfügung. Aus den geschilderten Gründen überwiegt das öffentliche Interesse an dem Vorhaben „Flächendeckende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners“ zum Schutz der menschlichen Gesundheit gegenüber dem öffentlichen Interesse an einer intakten Kohärenz des europäischen ökologischen Netzes Natura 2000. Somit ist der Biozideinsatz trotz erheblicher Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des FFH-Gebietes „Elbdeichvorland“ zulässig. 18 Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) nach Biozidrecht im Landkreis Prignitz 2015 FFH-VU und Ausnahmeprüfung "Elbdeichvorland"(DE 3036-304) GUP 10 Literatur ARGE KIEL / TGP (ARBEITSGEMEINSCHAFT KIELER INSTITUT FÜR LANDSCHAFTSÖKOLOGIE / TRÜPER GONDESEN PARTNER) (2003): Gutachten zum Leitfaden für Bundesfernstraßen zum Ablauf der Verträglichkeits- und Ausnahmeprüfung nach §§ 34,35 BNatSchG. 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Januar 2014 (GVBl.II/14, [Nr. 05]) Elbtalaue“ S.592) Internet www.cheminova.de/de/__products/dipel-es_111111111111111111111111111128.htm Herstellerinformationen zu Dipel ES Zuletzt besucht am 15.04.2015 http://www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de/ffh-arten/de/arten/gruppe/amph_rept/ kurzbeschreibung/102343 Kammmolch – Informationen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen Zuletzt besucht am 15.04.2015 JKI (WWW .JKI.BUND.DE/FILEADMIN/DAM_UPLOADS/GF/FG_EPS/10_AKTIVITAETEN%20IM%20FORST20UND %20AMTSHILFEV.PDF, FOLIE: 23.) 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