LeDy 1/15 - Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e.V.

LEDY 01.2015
BVL aktuell
Ausgabe
01. 2015 01
LEDY
Das Mitgliedermagazin des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e. V.
Neu im BVL:
Junge Aktive (JA)
Fachtagung
Ausbildung, Studium
und Beruf
Lesestörung und
visuelles Crowding
Seite 04
Seite 10
Seite 16
02
LEDY 01.2015
Inhalt
Inhaltsverzeichnis
LEDY 01.2015
BVL aktuell
Liebe Mitglieder,
04
06
08
09
10
12
14
BVL-aktuell
• Junge Aktive – neue Jugendgruppe des BVL
• Ergebnis der Vorstandswahl
• Organisation BVL
• Homepage: Neue Rubrik Ausbildung, Studium und Beruf
• Fachtagung Legasthenie und Dyskalkulie in Ausbildung, Studium und Beruf
• WiB – Wegbereiter für individuelle Bildungschancen
•
16
Wissenschaft
• Zusammenhang zwischen Lesestörungen und visuellem Crowding
20
24
Aus der Praxis
• Häusliche Förderung – Arbeitsorganisation
• Noten – Zehn Tipps für Eltern
Zusammenhang von Lesestörungen und visuellem Crowding, in dem u. a. auf Untersuchungen zur Bedeutung der Auswahl von Schrifttypen und Textformatierung auf die
Leseleistung eingegangen wird.
Unsere Reihe „Häusliche Förderung“ wird in dieser Ausgabe fortgesetzt durch einen
Beitrag von Katharina Galuschka, der sich mit Arbeitsorganisation auseinandersetzt.
Und natürlich ist auch für unsere BVL-Kids etwas dabei: Die neue App der Bundes-
28
Bücher, Tipps und Arbeitshilfen
• Aktuelles Handbuch: Nachteilsausgleich für behinderte Auszubildende
• Legasthenie und Dyskalkulie: Neue Methoden zur Diagnostik und
Förderung
• Weiterbildung/Seminare für Eltern
30
32
34
BVL-Kids
• Die praktische Seite der Berufsorientierung
• Neue planet-beruf.de-App
• Mit Checker Can beim „ABC-Check“
38
44
47
51
52
55
59
Neues aus den Landesverbänden
• LVL Baden-Württemberg
• LVL Bayern
• LVL Berlin
• LVL Hamburg
• LVL Hessen
• LVL Niedersachsen
• LVL Nordrhein-Westfalen
68
77
80
81
82
83
Veranstaltungen und Termine BVL und LVL
Kontaktadressen
Ihre Ansprechpartner im BVL
Beitrittserklärung
Bestellformular
Impressum
27
27
wir freuen uns, dass sich mit dieser Ausgabe eine neue Gruppe im BVL präsentiert:
Die Jungen Aktiven (JA) stellen sich vor.
Neues gibt es auf unserer Homepage zu entdecken, die um den Menüpunkt „Ausbildung und Beruf“ erweitert wurde. Auch unsere diesjährige BVL-Tagung, die wir
gemeinsam mit KIS der Universität Würzburg veranstalten, greift dieses Thema auf.
Eine Anmeldung zur Tagung „Legasthenie und Dyskalkulie in Ausbildung, Studium
und Beruf“, ist noch bis 15.04.2015 möglich.
Wir wünschen Ihnen ein anregendes Lesevergnügen!
Ihr BVL-Team
Unsere Themen
•
•
•
Neu im BVL: Junge Aktive (JA)
Fachtagung Ausbildung, Studium und Beruf
Lesestörungen und visuelles Crowding
Passwort für den Mitgliederbereich der Homepage
Schule
Garten
gültig bis 15. 04. 2015
gültig bis 15. 07. 2015
03
04
BVL aktuell
Junge Aktive
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
Junge Aktive
Dabei sein!
Neue Jugendgr uppe des BVL
Wir sind die „Jungen Aktiven (JA)“, die
sich über ganz Deutschland verteilt zusammenschließen, um uns nicht unterkriegen zu lassen von Schwierigkeiten
beim Lesen, Rechnen und / oder Schreiben. Nach dem Motto „Gemeinsam sind
wir stark“ bietet unsere Jugendgruppe
die Möglichkeit, sich mit anderen jungen
betroffenen Menschen auszutauschen
und immer neue Alltagstipps zu bekommen, wie wir mit unserer „Schwäche“ den
Alltag gut meistern können.
Jede und jeder von uns weiß, was es
heißt, „anders“ zu sein. Bei den meisten
trat dieses „anders sein“ in der Grundschule auf, wo wir andere Methoden
und oftmals eine differenziertere Unterstützung brauchten, um das Rechnen,
Schreiben und Lesen erlernen zu können. Aber nur weil die Hürde „Schule“
bei vielen von uns geschafft ist, heißt es
leider nicht, dass das „anders sein“, beziehungsweise „anders angesehen werdung oder im Studium und im weiteren
Werdegang gibt es für viele von uns immer neue Hürden.
Unsere ganz eigene Verbindung zu Zahlen und Buchstaben bleibt ein Leben
lang, aber das muss und darf kein Grund
sein, Nachteile im Leben zu akzeptieren
und hinnehmen zu müssen. Wir als Jugendgruppe wollen helfen, dass sich in
Deutschland die Einstellung gegenüber
Lernschwächen ändert.
Deshalb bauen wir aktuell unsere Jugendgruppe auf und suchen fortlaufend neue
Mitglieder, die ihre eigene Geschichte
und Erlebnisse mitbringen und Lust auf
Austausch und gegenseitiges Informieren haben. In unserer Gruppe zählt das
Verschiedensein.
Zurzeit bestehen wir aus acht Mitgliedern,
die aus Baden-Württemberg (Tübingen),
Bayern (Nürnberg), Berlin, Hamburg,
Hessen (Frankfurt am Main), SchleswigHolstein (Kiel) und Thüringen (Erfurt)
kommen. Die Altersspanne in unserer
Gruppe liegt zwischen 19 und 27 Jahren.
Du als neues Mitglied darfst gerne auch
jünger sein. Sich früh zu informieren, wie
es nach der Schule weitergehen kann, ist
immer hilfreich und dieser Austausch soll
ein Schwerpunkt unserer Jugendgruppe
sein.
Wir sind immer offen für neue Ideen, Vorschläge und Wünsche.
Melde Dich einfach bei uns und fühle Dich
herzlich eingeladen bei den „Jungen Aktiven“ mit zu wirken!
Wir freuen uns auf Dich!
Das Junge Aktive (JA) Team
@
Kontakt-Email-Adresse:
[email protected]
BVL aktuell
05
06
BVL aktuell
LEDY 01.2015
Ergebnisse der Neuwahlen
BV L
intern
Ergebnisse der Neuwahlen
des Geschäftsführenden Vorstands
Im Rahmen der Delegiertenversammlung
des BVL am 15.11.2014 fanden Neuwahlen des Geschäftsführenden Vorstands
statt. Die Bundesvorsitzende Frau Christine Sczygiel, die stellvertretende Vorsitzende Frau Christel Hanke sowie der
Schatzmeister Herr Friedhelm Espeter
standen für die Wahl erneut zur Verfügung
und wurden in ihrem Amt bestätigt. Die
weiteren Vorstandsmitglieder, Frau Katrin
Marquardt und Frau Petra Dröse, erklärten, dass sie für eine Wiederwahl nicht
kandidieren. Die Bundesvorsitzende, Frau
Sczygiel, dankte den ausscheidenden
Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit.
LEDY 01.2015
Neue Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle
halb das Thema Legasthenie als zentralen Mittelpunkt. Ich arbeite derzeit an einer
Schule, die sich intensiv mit dem Thema Legasthenie beschäftigt. Daher konnte ich
mich auch mit schulischen und therapeutischen Fragestellungen rund um das Thema
Legasthenie beschäftigen.
Mein Schwerpunkt innerhalb des BVL-Vorstandes liegt daher in diesem Themenfeld.
Ich freue mich darauf, mir auch das Thema Dyskalkulie noch weiter zu erarbeiten.
Vorstellung
Als neue Beisitzer wurden Frau Tanja
vorgeschlagen und von den Mitgliedern
der Delegiertenversammlung gewählt.
Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder:
Tanja Scherle
Verheiratet, drei Kinder
Vor circa 10 Jahren wurde ich zum ersten Mal mit dem Thema Legasthenie konfrontiert. Die Lehrerin hatte bei meinem ältesten Sohn in der ersten Klasse Auffälligkeiten
beobachtet. Ende der zweiten Klasse stand dann die Diagnose Legasthenie. Wie es
die Genetik so will, sind alle meine drei Söhne davon betroffen. Aufgrund meiner Arbeit als Mathematiklehrerin habe ich mich in den letzten Jahren auch mit dem Thema
der Dyskalkulie intensiv beschäftigt. Seit 2012 bin ich im Vorstand des LVL Bayern
tätig. Neben der Beratung betroffener Familien, ist für mich die Aufklärung der Gesellschaft über Legasthenie und Dyskalkulie ein großes Anliegen, um die Bedingungen
für die Betroffenen zu verbessern.
Magnus von Kortzfleisch
Geboren bin ich 1966, ich bin verheiratet und habe zwei fast erwachsene Kinder. Zur
Zeit leben wir als Familie im Norden von Hessen.
Mein Diplom-Pädagogikstudium habe ich in Hannover absolviert. Zu dieser Zeit
herrschte bei einigen Professoren, eine aus meiner Sicht sehr ärgerliche Lehrmeinung zum Thema Legasthenie. „Das gibt es doch gar nicht.“ oder „Das ist wissenschaftlicher Humbug.“ Da hatte ich, als „Legi“, persönlich ganz andere Erfahrungen
-
Neue Mitarbeiterin in der
Geschäftsstelle
Ingrid Simonis
Mein Name ist Ingrid Simonis, ich wohne in Kammerstein (ca. 25 km südlich von
Nürnberg).
Im Anschluss an die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten war ich bis zur
Geburt meines Sohnes im Büro einer Nürnberger Anwaltskanzlei tätig. Nach einer
längeren Familienpause war ich weitere neun Jahre in meinem erlernten Beruf tätig.
Im BVL bin ich als Mutter eines Betroffenen seit mehreren Jahren Mitglied, mein
jüngster Sohn (heute 18 J.) ist Legastheniker. Durch die Mitgliedschaft habe ich viele
Informationen über Legasthenie erhalten und hilfreiche Beratung erfahren. Dadurch
habe ich – als Nicht-Betroffene – gelernt, meinen Sohn bzw. dessen Probleme beim
Lesen und Schreiben besser zu verstehen und für ihn hilfreiche Unterstützungsmaßnahmen zu wählen.
Seit dem 1. September 2014 bin ich in der BVL-Geschäftsstelle tätig. Meine Aufgabenbereiche können Sie dem Organigramm auf Seite 08 entnehmen.
Erreichen können Sie mich zu folgenden Zeiten:
Dienstags von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie
mittwochs bis freitags jeweils von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Tel. 09122-307 66 80 oder per Mail [email protected].
Ich freue mich darauf, den BVL und damit alle Mitglieder durch meine Mitarbeit zu
unterstützen.
BVL aktuell
07
08
BVL aktuell
LEDY 01.2015
Organisation BVL 2015
LEDY 01.2015
Neue Rubik Ausbildung, Studium und Beruf
BVL aktuell
09
Info
Organisation BVL 2015
Geschäftsführender Vorstand (GV)
Bundesvorsitzende
Christine Sczygiel
Stellv. Vorsitzende
Christel Hanke
Schatzmeister
Friedhelm Espeter
Beisitzerin
Tanja Scherle
Beisitzer
Magnus v. Kortzfleisch
•
Verbandsführung
•
Verbandsführung
•
Finanzplanung
•
•
•
Personal
•
Fortbildungen
•
Controlling
•
Redaktion LEDY
•
Unterstützung und
•
Jahresabschlüsse
•
Wiss. Beirat
Beratung LVL
•
Rechenschafts-
•
Politische Kontakte
•
Internat. Kontakte
•
Kongresse/Tagungen
Jugendarbeit
Schulpolitische
Fragestellungen
S.T.E.P.
•
•
Junge
Pädagogische
Fragestellungen
Erwachsene
berichte
Homepage
Neue Rubrik Ausbildung,
Studium und Beruf
Leiterin Verbandsmarketing
Annette Höinghaus
•
Presse- und
•
Öffentlichkeitsarbeit
•
Projekte
•
Lobbyarbeit
•
Ratgeber/Broschüren
•
Redaktion LEDY
•
•
Kongresse/Tagungen
•
Geschäftsstelle
Ingrid Simonis
Beratung
Inge Palme
Wissenschaftl. Mitarbeit
Katharina Galuschka
•
•
•
Administrative
E-Mail zu Legasthenie,
(Einladungen
Dyskalkulie, Schule,
Sitzungen; Protokolle)
Organisation und
Auskunft zu
Veranstaltungen
•
Erstellung LEDY
•
Ansprechpartner LVL
Förderung
•
Beratung zur Mitgliedschaft
•
Therapeuten
Unterstützung bei
EZB
•
Ein- und Austritte
wissenschaftl. Projekten
•
Lastschriften
•
Fortbildungen
•
Finanz- und
•
Ausarbeitung von
telefonisch und per
Unterstützung GV
•
Bundesweite Beratung
Mitgliederverwaltung
Lohnbuchhaltung
Fachbeiträgen
•
Betreuung Webshop
•
Erstellung von Ratgebern
•
Versand Infomaterial
•
Referententätigkeit
In den letzten Jahren haben sich immer
mehr Erwachsene an den BVL gewendet,
um sich zum Thema Ausbildung, Studium
und Beruf beraten zu lassen. Das zeigt
uns, dass hier immer mehr Beratungsbedarf besteht, da insbesondere junge
Erwachsene immer offener mit ihrer Legasthenie oder Dyskalkulie umgehen und
gezielt Hilfe suchen. Aber auch Eltern, deren Kinder sich in der Berufsorientierung
informieren, wie sie ihre Kinder bestmöglich unterstützen können.
Wir haben in den letzten Ausgaben der
LEDY das Thema immer mal wieder aufgegriffen, um aktuelle Informationen mit
Ihnen zu teilen. Auch auf unseren letzten Kongressen haben wir dem Thema
„Erwachsene“ ein Forum gegeben. Über
unsere beiden Filme haben wir ebenfalls
in der LEDY berichtet sowie unsere Fachtagung im April 2015.
Die neue Rubrik „Ausbildung, Studium
und Beruf“ ist nun eine Zusammenfassung all unserer Aktivitäten für Erwachsene und gibt einen guten Überblick über
alle Angebote. Weitere Informationen in
dieser Rubrik werden demnächst folgen,
aber der Startschuss ist jetzt erst einmal
gesetzt und zeigt, dass sich der BVL
immer breiter aufstellt. Der BVL möchte
mit dieser neuen Rubrik auch deutlich
machen, dass ein lebenslanges Lernen
im Mittelpunkt unserer Aktivitäten steht.
Egal ob Kindergarten, Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf – der BVL hilft!
Schauen Sie doch einfach einmal vorbei:
www.bvl-legasthenie.de/ausbildung-beruf.html
Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie einfach eine
E-Mail an: [email protected]
10
BVL aktuell
Fachtagung Ausbildung, Studium und Beruf
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
Fachtagung Ausbildung, Studium und Beruf
Zeit
Programm
10.00 – 10.30
Begrüßung
Einla
dung
Was verbirgt sich hinter Legasthenie und Dyskalkulie?
10.30 – 11.30
11.30 – 12.30
Prof. Dr. Romanos, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Psychosomatik u. Psychotherapie
Universität Würzburg
Auswirkungen der Legasthenie und Dyskalkulie im
Erwachsenenalter
-Diagnose/GutachtenProf. Dr. Tiemo Grimm, Medizinische Genetik, Universität Würzburg
Fachtagung Legasthenie und Dyskalkulie in
Ausbildung, Studium und Beruf
Wann
&
wo?
am 25. April 2015
Zeit: 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Ort: Universität Würzburg
Der BVL lädt gemeinsam mit der KIS
(Kontakt- und InformationsStelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung) der Universität Würzburg zu einer Fachtagung ein, um Wege
aufzuzeigen, wie es gelingen kann, Ausbildung oder Studium mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie erfolgreich abzuschließen.
Legasthenie und Dyskalkulie stellen für
viele Menschen auch noch im Erwachsenenalter eine Herausforderung dar, wenn
es darum geht, ihre Ausbildung oder ihr
Studium erfolgreich abzuschließen. Bereits in der Schulzeit mussten viele Hürden genommen werden und es bestehen
Zweifel und Ängste, wie die Ausbildung
und oder das Studium trotz noch bestehender Beeinträchtigung gelingen kann.
Insbesondere die Zahl der Studienabbrecher lässt vermuten, dass hier dringend
Hilfen notwendig sind.
Wir möchten im Rahmen der Fachtagung
die zielführenden Unterstützungsmög-
lichkeiten aufzeigen und den betroffenen
jungen Menschen Mut machen, sich nach
ihren Stärken auszurichten und einen
Beruf anzustreben, der ihren Neigungen
entspricht. Unnötige Barrieren können
durch anforderungsgerechte Nachteilsausgleiche oder technische Hilfsmittel
abgebaut werden, wenn alle Verantwortlichen die notwendigen Weichen stellen.
12.30 – 13.30
13.30 – 14.15
Mittagspause
Nachteilsausgleich in der Ausbildung bei Legasthenie und Dyskalkulie
Kirsten Vollmer, BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn
Nachteilsausgleich im Studium bei Legasthenie und Dyskalkulie
14.15 – 15.00
15.00 – 15.30
15.30 – 16.15
Sandra Ohlenforst, Leiterin KIS (Kontakt- und InformationsStelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung)
Universität Würzburg
Kaffeepause
Einsatz technischer Hilfsmittel und anderer Kompensationsstrategien
Annette Höinghaus, BVL
Podiumsdiskussion mit Auszubildenden und Studierenden
16.15 – 17.00
Es ist uns gelungen, zu dem Thema Referenten zu gewinnen, die die verschiedenen Blickwinkel beleuchten und praxisnahe Wege der Unterstützung aufzeigen.
Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion kommen Auszubildende und
Studenten zu Wort und berichten über
eigene Erfahrungen.
Zielgruppe dieser Fachtagung sind Schulen, Berufsschulen, Ausbildungsbetriebe,
Hochschulen sowie alle Stellen, die für
Ausbildung und Studium verantwortlich
sind. Ganz besonders möchten wir Auszubildende und Studenten motivieren, an
dieser Fachtagung teilzunehmen, um gut
informiert die eigene Zukunft in die Hand
zu nehmen.
Moderation: Annette Höinghaus, BVL
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis spätestens zum 15. April 2015 über die Homepage des BVL an.
www.bvl-legasthenie.de/tagung.html
Die Kosten der Teilnahme betragen 30,00 €. Darin sind die Bewirtungskosten enthalten. Auszubildende und Studenten zahlen bei Vorlage eines Nachweises 10,00 €
Eintritt. Eine Anmeldung ist in jedem Fall online erforderlich! Es gibt keine Tageskasse
vor Ort.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und frühzeitiges Buchen sichert eine Teilnahme.
Bei Fragen zur Veranstaltung senden Sie eine E-Mail an:
[email protected]
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch.
BVL aktuell
11
12
BVL aktuell
WiB – Wegbereiter für individuelle Bildungschancen
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
Profile von Menschen mit Legasthenie oder Dyskalkulie im Beruf
Menschen mit Legasthenie oder
Dyskalkulie im Beruf
WiB – Wegbereiter für individuelle
Bildungschancen
Mit dieser Initiative möchte sich der BVL dafür einsetzen, dass kein Mensch wegen
seiner Legasthenie oder Dyskalkulie diskriminiert wird. Es sollen alle Potenziale von
jungen heranwachsenden Menschen bestmöglich gefördert werden, um ihnen den
aktiv dazu beitragen, den Fachkräftemangel abzubauen und allen Betroffenen eine
Chancengleichheit zu geben.
Wenn Sie diese Initiative unterstützen und unser Siegel als Zeichen eines verbündeten Wegbereiters tragen möchten, dann schicken Sie uns Ihren Antrag zu.
Die Prüfung und Zustimmung erfolgt über den Geschäftsführenden Vorstand des
BVL. Erst nach der Zustimmung darf das Siegel öffentlich genutzt werden.
Wie sieht es eigentlich aus, wenn die
Schule und Ausbildung abgeschlossen
sind und Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie im Berufsleben
stehen? Auch das soll ein Teil unserer
Aufklärungsarbeit sein, um so Ideen und
Anregungen zu gewinnen, was helfen
kann und wie Unterstützung aussehen
sollte. Wichtig ist auch der motivatorische
fene ausgehen kann, denn schließlich
haben die meisten ihren Weg gefunden!
den Sie auf unserer Homepage www.
bvl-legasthenie.de/beratung-und-service/
downloads-links.html zum Download.
Es gibt hier keinen Termin, bis wann Sie
die Rückmeldung schicken sollten, sonsammeln, um die „Vielfalt“ zum Ausdruck
zu bringen.
Wir möchten daher alle bitten, uns mit
aber es sind noch immer viel zu wenige!
Bitte unterstützen Sie uns auch mit Ihrem
Selbstverständlich ist das auch anonym
voller Beitrag für unsere Arbeit. Auch die-
Eltern und jungen Menschen Mut, dass
man trotz einer Legasthenie oder Dyskalkulie seinen Weg gehen kann.
veröffentlichen bzw. auf die Homepage
stellen.
Der Antrag steht zum Download auf unserer Homepage
www.bvl-legasthenie.de/beratung-und-service/downloads-links.html
bereit.
Bitte senden Sie Ihr Profil an
[email protected]
Oder per Post an:
BVL
c/o EZB Bonn
Postfach 201338
53143 Bonn
BVL aktuell
13
14
BVL aktuell
Profile von Menschen mit Legasthenie oder Dyskalkulie im Beruf
LEDY 01.2015
Profile von Menschen mit Legasthenie oder Dyskalkulie im Beruf
wusstsein, „Ich werde das Abitur / die
Zulassung zum Studieren erreichen“, hat
mir sehr geholfen.
Ebenfalls hat mir die Zusammenarbeit mit
anderen Sonder- und FörderschülerInnen,
das Kämpfen für unsere Rechte in der
Schulpolitik und das Schreiben geholfen.
Aktueller Beruf:
Studentin des Studiengangs
„Soziale Arbeit“
Berufliche Stationen/mein Werdegang:
schwäche kein Hindernis nach der Schudass ich nicht so Lesen und Schreiben lern- le für ein Jahr nach Pretoria, Südafrika,
te, wie die anderen Kinder. Meine Grundschule war überfordert mit mir. Dank mei- aus den Townships zu arbeiten.
ner Eltern ist dann herausgekommen, dass
ich eine Lese- und Rechtschreibschwäche Nach diesem Jahr voller toller Erfahrunhabe. Mitte der vierten Klasse musste ich gen arbeitete ich ein Schuljahr als freivon der Regelschule in die Sprachheilschule (ein Zweig der Sonderschule in Hamburg) einen autistischen Jungen in der zweiten
wechseln, da ich auf Grund von Mobbing Klasse in seinem Schulalltag. Ja, ich, die
seitens meiner MitschülerInnen psychisch vor vielen Jahren aus dem Regelschulund körperlich geschwächt und mitgenom- wesen ausgeschlossen wurde, arbeitete
men war. Die Sprachheilschule musste ich auf einmal aktiv in der Inklusion mit.
erst lernen zu akzeptieren. Sie war es aber
mit den tollen, bemühten LehrerInnen, die Nun studiere ich im ersten Semster und
aus mir eine Schülerin formte, die einen gu- gehe weiter meinen Weg, lasse mich nicht
ten Realschulabschluss erreichte, ihre schu- aufhalten von meiner „Schwäche“. Im Gelische Ausbildung erfolgreich abschloss und genteil, ich habe sie gelernt zu akzeptieren
dann ihr lang ersehntes Ziel des Fachabiturs und dank meiner vielen Erfahrungen aus
verwirklichte.
den letzten Jahren weiß ich, dass es viel
schlimmere Dinge gibt, als meinen BuchFür mich war meine Lese-Rechtschreib- stabensalat im Kopf.
Mein Weg ans Ziel – wer oder was hat mir über die Jahre geholfen, meine aktuelle
berufliche Station zu erreichen?
Meinen Weg konnte ich nur Dank meiner
Eltern so gehen und nur Dank ihnen meine Ziele erreichen. Meine Eltern wussten für mich zu kämpfen und haben den
Glauben an mich nie verloren. Dank ihrer
Mühe, den abendlichen Übungen, der
teuren Lerntherapie und dem Willen zum
LEDY 01.2015
Ziel wurde die Prognose „Förderschule“
von seitens meiner GrundschullehrerInnen nie Wirklichkeit.
Geholfen hat mir mein Wille, mich nie
klein kriegen zu lassen und der Wunsch
allen zu beweisen, dass ich nicht dumm
bin. Auch das Wissen tief in meinem Be-
Eine wichtige Grundlage für das Erreichen meiner Ziele war auf jeden Fall die
Lerntherapie, die ich mehrere Jahre zum
großen Glück erhalten konnte und meine
engagierten LehrerInnen.
Wer oder was war für mich der wichtigste Unterstützungsfaktor oder Motivator?
Wichtigste Unterstützer waren für mich
immer meine Eltern. Ihre Liebe, Hoffnung
und ihr Vertrauen in mich hat mich immer wieder aufgebaut. Ich wusste immer,
dass ich Fehler machen darf und dass
ich nicht „unnormaler“ bin als alle andere Menschen auch. Den einen perfekten
Menschen gibt es nicht, sondern jeder ist
so perfekt, wie er / sie ist.
Motivation habe ich durch meine Geschwister und später auch durch meine
FreundInnen gewonnen.
Was sind meine persönlichen Erfolgsfaktoren?
Mein eigener Glaube an meine Stärken,
der Wille zu Lernen und die große Unterstützung durch meine Familie waren und
sind meine Erfolgsfaktoren.
Ich weiß, wie ich am besten Lernen kann
und dass wo ein Wille, auch ein Weg ist.
Kämpfen lohnt sich und nach Tiefen folgen immer auch wieder Höhen.
Erfolgsfaktoren sind auch immer wieder
die Bestätigungen, die ich von anderen
Menschen erhalte, die von meinen Werdegang beeindruckt sind. Zum Beispiel
habe ich in meiner letzten Schule den
Schulpreis gewonnen, mit einer Ausarbeitung, unter anderem über meinen Lebenslauf.
Was sind meine Wünsche für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass ich mein Studium
erfolgreich abschließen kann und dort eivermute. Ich möchte in einigen Jahren
mit Menschen arbeiten, die unbegründet
ebenfalls zu einer Randgruppe der Gesellschaft gehören.
Ebenfalls wünsche ich mir, dass meine
Familie weiterhin wohlauf ist und unser
Zusammenhalt uns alle Höhen und Tiefen des Lebens überwinden lässt.
Ich erhoffe mir, eines Tages noch einmal
an meiner Rechtschreibung zu arbeiten
und nie den Willen zu verlieren, meine
Ziele zu erreichen.
Nie werde ich aufgeben zu hoffen, dass
unsere Gesellschaft eines Tages jeden
Menschen mit offenen Armen empfängt
und keinen Unterschied auf Grund von
„Schwächen“ und „Stärken“ macht. So
dass jedes Individuum Chancengleichheit und individuelle Förderung erfährt.
BVL aktuell
15
16
Wissenschaft
Der Zusammenhang zwischen Lesestörungen und visuellem Crowding
LEDY 01.2015
Der Zusammenhang zwischen Lesestörungen
und visuellem Crowding
von Katharina Galuschka
Die Lesestörung ist eine multikausale Störung, an deren Entstehung die verschiedensten Bedingungsfaktoren beteiligt sind.
Insgesamt wird im Bereich der Ursachenforschung von einer kausalen Verbindung
zwischen Gen- und Hirnfunktion ausgegangen (Schlaggar & McCandliss, 2007).
Die genetisch bedingte Prädisposition führt
zu veränderten Hirnfunktionen des temporo-parietalen und okzipito-temporalen
Systems und wirkt sich auf eine verminderte auditive und visuelle Wahrnehmung
und -Verarbeitung aus. Dies resultiert dann
in reduzierten kognitiven Fähigkeiten im
phonologischen und orthographischen
Bereich, die sich in einer verringerten Lesefähigkeit zeigen (Brambati et al., 2004;
Richlan, Kronbichler, & Wimmer, 2009;
Scerri & Schulte-Körne, 2010).
Die Forschung der letzten Jahre konnte
fundierte Hinweise bezüglich des Bei-
rechts:
Abbildung 1
Beispiel für
visuelles Crowding
bei Buchstaben
(Levi, 2008)
trags von visueller Wahrnehmung und
Verarbeitung bei der Entwicklung von Leseschwächen liefern. So wurde erfasst,
dass Betroffene mit Lesestörung Schwächen in der Verarbeitung sich schnell bewegender visueller Reize zeigen (Boden
& Giaschi, 2007; Hari & Renvall, 2001;
etti, 2014; Schulte-Korne & Bruder, 2010),
samkeitsleistung aufweisen (Goswami,
& Pammer, 2010). Zusätzlich rückte die
Thematik zum Zusammenhang von Leseschwierigkeiten und visuellem Crowding
besonders in den Fokus der Forschung
(Bouma, 1970; Flom, 1991).
Visuelles Crowding bezeichnet die negative Auswirkung durch benachbarte Objekte auf die Wahrnehmung eines Zielobjektes. Genauer bedeutet dies, dass visuelle
Reize, die als einzelne Objekte sehr leicht
wahrgenommen werden können, nicht
mehr erkannt werden, wenn diese von
anderen Objekten umringt sind (Pelli &
Tillman, 2008; Whitney & Levi, 2011). Das
Phänomen tritt unter verschiedenen Bedingungen, als auch bei unterschiedlichen
Objekten (Symbole, Buchstaben, Gesichter, Menschen) auf und ist in natürlichen
Umgebungen (z.B. Straßenverkehr) ebenso zu beobachten, wie in künstlich erzeugten Laboruntersuchungen (Kouider,
Berthet, & Faivre, 2011; Levi, 2008)
LEDY 01.2015
Der Zusammenhang zwischen Lesestörungen und visuellem Crowding
Abbildung 1 zeigt anhand eines Beispiels,
hier mit Buchstaben, das Auftreten von
visuellem Crowding. Bei Fokussierung auf
den Punkt innerhalb der Quadrate kann
das R im Quadrat a noch sehr leicht, bei
b, c und d jedoch nur sehr erschwert /
beziehungsweise kaum mehr erkannt
werden (Levi, 2008)
Da sich, wie erwähnt, visuelles Crowding auch bei der Buchstabenerkennung
zeigt, tritt es auch beim Lesen auf. Der
Punkt, an dem sich visuelles Crowding
beim Lesen äußert, ist vorrangig vom
Abstand (von Mittelpunkt zu Mittelpunkt)
zwischen benachbarten Buchstaben abhängig. Dieser Abstand wird als der kritische Abstand (‚critical spacing‘) bezeichnet. Ist die Distanz zwischen Buchstaben
kleiner als der kritische Abstand, nimmt
die Lesegeschwindigkeit rapide ab (Gori
& Facoetti, 2015; Levi, 2011; Martelli, Di
Filippo, Spinelli, & Zoccolotti, 2009).
Es gibt mittlerweile Anhaltspunkte, die
vermuten lassen, dass Kinder und Jugendliche mit Lesestörung stärker unter
visuellem Crowding leiden, als Gleichaltrige mit durchschnittlichen Leseleistungen (Callens, Whitney, Tops, & Brysbaert, 2013; Crutch & Warrington, 2009;
Martelli et al., 2009; Moll & Jones, 2013;
Spinelli, De Luca, Judica, & Zoccolotti,
2002). Die Idee einer Reduktion visuellen
Crowdings durch Abstandsänderungen
führte zu der Annahme, dass größere
Abstände zwischen Schriftzeichen den
Crowdingeffekt reduzieren und eine sofortige Steigerung der Leseleistung bei
Betroffenen mit Lesestörung erwirken
könnten (Gori & Facoetti, 2015; Levi,
2008; Levi, 2011; Zorzi et al., 2012).
Zorzi et al. (2012) konnte durch eine Vergrößerung der Buchstaben- und Wortabstände um 2.5 pt eine erhebliche
Steigerung der Lesegenauigkeit und Lesegeschwindigkeit erwirken. Die Probanden / innen konnten mit dem Text um 0,3
Silben / Sekunde schneller lesen. Dies
entspricht einem Anstieg der Leseleistung von circa einem Schuljahr. Diese
Resultate bestätigen die Ergebnisse von
Spinelli et al. (2002) und Perea, Panadero, Moret-Tatay, und Gómez (2012), die
ebenfalls eine Steigerung der Leseleistung durch die Erweiterung von Buchstabenabständen nachweisen konnten.
Hinsichtlich der Reduzierung von Crowdingeffeken scheint die Auswahl der
Schrifttypen und die Textformatierung
haben (Kanvinde, Rello, & Baeza-Yates,
2012; Reid & Reid, 2004; Rello & Baeza-Yates, 2013). Nach aktuellen Untersuchungen wird davon ausgegangen,
dass serifenfreie Standardschriftarten,
wie Helvetica, Arial oder Verdana, sowie
Schriften mit fester Zeichenbreite (monospaced) das Lesen erleichtern. Kursivund Fettdruck setzen die Leseleistungen
hingegen herab (Bernard, Kumar, Junge,
& Chung, 2013; Rello & Baeza-Yates,
2013). Schneps et al. (2013) geht auch
von einer positiven Wirkung kurzer Textzeilen (d.h. ca. 3 bis 5 Wörter innerhalb
einer Zeile) auf die Leseleistung Betroffener mit Lesestörung aus. Durch diese
Textmanipulationen konnte Schneps et
al. (2013) eine Steigerung der Lesegeschwindigkeit der untersuchten Probanden um 27% nachweisen. Zudem zeigte
eine Untersuchung von O‘Brien, Mans-
Wissenschaft
17
18
Wissenschaft
Der Zusammenhang zwischen Lesestörungen und visuellem Crowding
schwachen Leseleistungen um ca. 32 %
größere Schriftgrößen benötigen, um
ihre höchst mögliche Lesegeschwindigkeit zu zeigen.
LEDY 01.2015
als auch die Auswahl von serifenfreien
ße Schriftgrößen und eine begrenzte Anzahl an Wörtern pro Zeile.
LEDY 01.2015
•
•
•
•
Zusammenfassend können Leseleistungen durch die richtigen Maßnahmen der
Schrift- und Textformatierung deutlich
verbessert werden. Positiv wirken Maßnahmen der Vergrößerung von Buchstaben-, Wort- und Zeilenabständen,
Dennoch können diese Maßnahmen eine
professionelle Legasthenie- und Leseförderung nicht ersetzen. Sie können diese
zen.
•
•
•
•
Tel. 089-440055926
[email protected]
•
•
•
•
•
•
•
•
Literatur:
•
Bernard, J. B., Kumar, G., Junge, J., & Chung, S. T. (2013). The effect of letter-stroke boldness on reading
speed in central and peripheral vision. Vision Res, 84, 33–42. doi: 10.1016/j.visres.2013.03.005
•
•
•
•
•
dyslexia. Psychological bulletin, 133(2), 346.
Bouma, H. (1970). Interaction effects in parafoveal letter recognition. Nature, 226, 177–178.
•
•
•
•
•
•
•
•
of gray matter volume in familial dyslexia. Neurology, 63(4), 742–745.
in dyslexia but evidence for enhanced visual crowding. Q J Exp Psychol (Hove), 66(9), 1803–1817. doi:
10.1080/17470218.2013.766898
Crutch, S. J., & Warrington, E. K. (2009). The relationship between visual crowding and letter confusability:
Towards an understanding of dyslexia in posterior cortical atrophy. Cognitive neuropsychology, 26(5), 471–
498.
Flom, M. (1991). Contour interaction and the crowding effect. Problems in optometry, 3(2), 237–257.
Gori, S., & Facoetti, A. (2015). How the visual aspects can be crucial in reading acquisition? The intriguing
case of crowding and developmental dyslexia. Journal of vision, 15(1), 8.
Goswami, U. (2015). Sensory theories of developmental dyslexia: three challenges for research. Nature Reviews Neuroscience, 16(1), 43–54.
Hari, R., & Renvall, H. (2001). Impaired processing of rapid stimulus sequences in dyslexia. Trends in cognitive
sciences, 5(12), 525–532.
Kanvinde, G., Rello, L., & Baeza-Yates, R. (2012). IDEAL: a dyslexic-friendly ebook reader. Paper presented
at the Proceedings of the 14th international ACM SIGACCESS conference on Computers and accessibility.
Kouider, S., Berthet, V., & Faivre, N. (2011). Preference is biased by crowded facial expressions. Psychol Sci,
22(2), 184–189. doi: 10.1177/0956797610396226
Levi, D. M. (2008). Crowding – an essential bottleneck for object recognition: a mini-review. Vision Res, 48(5),
635–654. doi: 10.1016/j.visres.2007.12.009
Levi, D. M. (2011). Visual crowding. Current Biology, 21(18), R678–R679. doi: http://dx.doi.org/10.1016/j.
cub.2011.07.025
Martelli, M., Di Filippo, G., Spinelli, D., & Zoccolotti, P. (2009). Crowding, reading, and developmental dyslexia.
J Vis, 9(4), 14 11–18. doi: 10.1167/9.4.14
sual crowding in foveal, parafoveal, and peripheral vision. Q J Exp Psychol (Hove), 66(11), 2085-2091. doi:
10.1080/17470218.2013.840852
•
Katharina Galuschka
Kontakt:
Der Zusammenhang zwischen Lesestörungen und visuellem Crowding
Journal of Research in Reading, 28(3), 332–349.
Pelli, D. G., & Tillman, K. A. (2008). The uncrowded window of object recognition. Nat Neurosci, 11(10), 1129–
1135.
Perea, M., Panadero, V., Moret-Tatay, C., & Gómez, P. (2012). The effects of inter-letter spacing in visual-word
recognition: Evidence with young normal readers and developmental dyslexics. Learning and Instruction,
22(6), 420–430.
Reid, L., & Reid, M. (2004). TOWARDS A READER-FRIENDLY FONT RATIONALE FOR DEVELOPING A TYPEFACE THAT IS FRIENDLY FOR BEGINNING READERS, PARTICULARLY THOSE LABELED DYSLEXIC.
Visible Language, 38(3), 246–259.
Rello, L., & Baeza-Yates, R. (2013). Good fonts for dyslexia. Paper presented at the Proceedings of the 15th
International ACM SIGACCESS Conference on Computers and Accessibility.
Richlan, F., Kronbichler, M., & Wimmer, H. (2009). Functional abnormalities in the dyslexic brain: A quantitative
meta-analysis of neuroimaging studies. Human brain mapping, 30(10), 3299–3308.
mental dyslexia. Frontiers in human neuroscience, 8.
Scerri, T. S., & Schulte-Körne, G. (2010). Genetics of developmental dyslexia. European Child & Adolescent
Psychiatry, 19(3), 179–197. doi: 10.1007/s00787-009-0081-0
Schlaggar, B. L., & McCandliss, B. D. (2007). Development of neural systems for reading. Annu. Rev. Neurosci., 30, 475–503.
Schneps, M. H., Thomson, J. M., Sonnert, G., Pomplun, M., Chen, C., & Heffner-Wong, A. (2013). Shorter lines
facilitate reading in those who struggle. PLoS One, 8(8), e71161. doi: 10.1371/journal.pone.0071161
Schulte-Korne, G., & Bruder, J. (2010). Clinical neurophysiology of visual and auditory processing in dyslexia:
a review. Clin Neurophysiol, 121(11), 1794-1809. doi: 10.1016/j.clinph.2010.04.028
mental dyslexia. Cortex, 38(2), 179–200.
cessing. Trends in cognitive sciences, 14(2), 57–63.
Whitney, D., & Levi, D. M. (2011). Visual crowding: a fundamental limit on conscious perception and object
recognition. Trends in Cognitive Sciences, 15(4), 160–168. doi: http://dx.doi.org/10.1016/j.tics.2011.02.005
Zorzi, M., Barbiero, C., Facoetti, A., Lonciari, I., Carrozzi, M., Montico, M., . . . Ziegler, J. C. (2012). Extra-large
letter spacing improves reading in dyslexia. PNAS Proceedings of the National Academy of Sciences of the
United States of America, 109(28), 11455-11459. doi: 10.1073/pnas.1205566109
Wissenschaft
19
20
LEDY 01.2015
Aus der Praxis Häusliche Förderung – Arbeitsorganisation
Häusliche Förderung – Arbeitsorganisation
Das Lernen durch ein
produktives
Arbeitsumfeld
erleichtern
Der Schulalltag stellt Kinder und Familien
vor große Aufgaben und Herausforderungen. Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie müssen, neben der regulären
Bewältigung der Schulanforderung, zusätzlich an der Kompensation ihrer spe-
Belastung. Die lernbezogene Belastung
steht direkt mit dem Lernen in Verbindung und bezeichnet den Aufwand, den
der Lernende zum Verständnis des Lernmaterials betreibt. Diese stellt somit den
Lernprozess selbst dar.
den Kindern die Konfrontation mit diesen Anforderungen erleichtert wird, können Sie einige Dinge beachten, um ein
produktives Arbeitsumfeld zu schaffen,
in dem Leistungsfortschritte begünstigt
werden können.
Die extrinsische Belastung bezeichnet
eine unnötige Verschwendung kognitiver
Ressourcen durch Ablenkungen im Lern-
Jedem Menschen steht beim Lernen nur
eine begrenzte Aufnahmekapazität zur
Verfügung. Aus diesem Grunde sollte so
wenig dieser Kapazität durch Unnötiges
abgezogen werden.
Nach der „Cognitive load theory“ (Sweller, 1994; Sweller, Ayres, & Kalyuga,
2011) setzen sich die kognitiven Belastungen beim Lernen aus drei Komponenten zusammen: der lernbezogenen,
der extrinsischen und der intrinsischen
(auch graphische) Darstellung des Lern-
LEDY 01.2015
Häusliche Förderung – Arbeitsorganisation Aus der Praxis
gung stehen muss, noch ausreichend
Fassungsvermögen für den Lernprozess
selbst vorhanden ist (Sweller et al., 2011).
gen, vermeiden Sie jedoch Materialien, die
in dieser Hinsicht überladen wirken (Sweller
et al., 2011).
Wenn Sie Ihr Kind beim
Lernen unterstützen möchten, achten Sie darauf möglichst einfache Erklärungen
zu verwenden, die nahe am
Lernstoff liegen oder dass
die Lernmaterialien möglichst Erklärungsansätze ohne schwierige Transferleistungen anbieten (Sweller,
1988; Van Merrienboer & Sweller, 2005).
Behalten Sie immer den Lernstand Ihres
Kindes im Blick. Bei sehr schwierigem
Lernmaterial sind kognitive Belastungen
durch ein stufenweises Vorgehen (vom
Leichten zum Schweren) zu reduzieren
(Van Merrienboer & Sweller, 2005).
Versuchen Sie zudem, eine optimale Aufmerksamkeitsfokussierung auch durch
einen aufgeräumten, strukturierten und
vor allem ruhigen Arbeitsplatz zu erwirken.
Viele Kinder mit Lernstörungen entwickeln eine Abwehrhaltung gegen die
Beschäftigung mit allem Schriftlichen
oder Mathematischen oder sogar allem
Schulischen (Bäcker & Neuhäuser, 2003;
Carroll, Maughan, Goodman, & Meltzer,
2005). Dies hat weniger etwas mit einer
fehlenden Anstrengungsbereitschaft,
sondern vielmehr etwas mit der Vermeidung unangenehmer Emotionen sowie
anderen psychischen und somatischen
Reaktionen im Zusammenhang mit dem
Lernen zu tun (Höcker, Engberding, Beißner, & Rist, 2009). Als Resultat führt dies
zen. Eine angemessene und strukturierte Organisation des Lernens kann dabei
helfen, die Lern- und Hausaufgabensituation zu entlasten und zu erleichtern.
Das Lernmaterial sollte so wenig wie möglich an Ablenkungen bereithalten. Das bedeutet konkret, auf eine möglichst einfache,
eindeutige und eingängige Präsentation des
Lernstoffes zu achten. Graphisch hochwertige und kindgerechte Lernmaterialien können durchaus auch zur Motivation beitra-
Erklärungen und Wiederholungen. Die
intrinsische Belastung ist nur schwer beinhalt selbst bedingt. Je schwerer der
Lernstoff, desto höher ist die intrinsische
Belastung.
Damit das Lernen so effektiv wie möglich gestaltet werden kann, ist es wichtig,
die extrinsische Belastung so niedrig wie
möglich zu halten, damit neben der Kapazität, die determiniert durch den Lernstoff (intrinsische Belastung) zur Verfü-
1. Pünktlicher Arbeitsbeginn: Um Ihrem Kind den pünktlichen Beginn der Lernsituation zu erleichtern, kann ein Ritual helfen, das den Arbeitsbeginn signalisiert. Dies
könnte zum Beispiel das Ordnen aller benötigten Materialien oder das Spitzen
wichtiger Stifte sein. Achten Sie zusätzlich darauf, dass Ihr Kind mit möglichst positiven, motivierenden Gedanken in die Lernsituation einsteigt. Auf dem Schreibtisch könnte beispielsweise ein nettes Gedicht oder ein schönes Bild, über das
sich Ihr Kind freuen wird, warten (Höcker et al., 2009; Höcker, Engberding, & Rist,
2013).
21
22
LEDY 01.2015
Aus der Praxis Häusliche Förderung – Arbeitsorganisation
2. Planung und Strukturierung der Lerneinheit: Helfen Sie Ihrem Kind bei der Planung der Lerneinheit. Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was und wie
lange gelernt und wie dabei vorgegangen werden soll. Achten Sie auch darauf,
dass zeitlich klar umschriebene Pausen eingelegt und eingehalten werden (Höcker, Engberding, Beißner, & Rist, 2008; Höcker et al., 2009; Höcker et al., 2013).
3. Festsetzung und Einhalten klarer Lernzeiten: Um Vermeidungsstrategien und Aufschiebetendenzen entgegen zu wirken, kann es hilfreich sein, klare Lern- und Arbeitszeiten festzusetzen, die dann auch strikt eingehalten werden. Dadurch könEine gute Orientierung, wie lange Kinder mit den Hausaufgaben brauchen dürfen,
können die Lehrpläne geben. Nach dem Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V. sollten Hausaufgaben in der Grundschule so bemessen sein,
dass ein durchschnittlich begabtes Kind maximal 60 Minuten für die Erledigung
benötigt. Wie lange Sie für die Hausaufgaben Ihres Kindes veranschlagen sollten,
besprechen Sie aber am besten mit der Klassenleitung, die Ihnen hier sicherlich
wichtige Hinweise geben kann (Engberding, Höcker, Nieroba, & Rist, 2011; Höcker, Engberding, Haferkamp, & Rist, 2012).
Achten Sie, wie auch beim Einstieg in
die Arbeitseinheit darauf, dass Ihr Kind
die Lernsituation mit einem möglichst
positiven Gefühl beendet. Loben Sie und
muntern Sie Ihr Kind auf, auch wenn vergleichsweise kleine Fortschritte gemacht
werden. Alle Menschen vermeiden verständlicherweise die Konfrontation mit
Misserfolgserlebnissen. Bei der Erledigung von Hausaufgaben oder dem Vorbereiten auf Prüfungssituationen sind
diese für Kinder mit Legasthenie und
Dyskalkulie vorprogrammiert. Für die
Überwindung, sich mit der Lernstörung
auseinanderzusetzen und an den eigenen Leistungen zu arbeiten, verdienen
die Kinder Lob und Anerkennung.
Zusammenfassung
Aufbereitung der Lerninhalte
•
•
•
Erklärungen sehr nahe am Lernstoff (auch Lösungsbeispiele)
Vom Leichten zum Schweren
Graphisch ansprechend aber nicht überladen
Arbeitsplatz
•
•
•
Aufgeräumt
Organisiert
Ruhig
LEDY 01.2015
Häusliche Förderung – Arbeitsorganisation Aus der Praxis
Arbeitsbeginn
•
•
Einstieg durch Ritual erleichtern
Positive Emotionen bei Lernbeginn
Lerneinheit vorher planen und Lernzeiten festsetzen
•
•
•
•
Was wird gelernt?
Wie viel Zeit darf dafür verwendet werden?
Wann werden Lernpausen eingelegt?
Wie lange sind die Lernpausen?
Abschluss
•
•
Vereinbarte Arbeitszeit strikt einhalten
Anerkennung vermitteln
Katharina Galuschka, M.A. (Päd.)
Tel.: 089-4400 55926
E-Mail: [email protected]
Literatur
•
Bäcker, A., & Neuhäuser, G. (2003). Internalisierende und externalisierende Syndrome bei Lese- und Rechtschreibstörungen. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 52(5), 329–337.
•
Evidence for comorbidity. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 46(5), 524–532. doi: 10.1111/j.1469–
7610.2004.00366.x
•
Engberding, M., Höcker, A., Nieroba, S., & Rist, F. (2011). Arbeitszeitrestriktion als Methode der Behandlung
von Prokrastination. Verhaltenstherapie, 21(4), 255–261.
•
Höcker, A., Engberding, M., Beißner, J., & Rist, F. (2008). Evaluation einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen
Intervention zur Reduktion von Prokrastination. Verhaltenstherapie, 18(4), 223-229.
•
Höcker, A., Engberding, M., Beißner, J., & Rist, F. (2009). Reduktion von Prokrastination: Module zum pünktlichen Beginnen und realistischen Planen. Verhaltenstherapie, 19(1), 28–32.
•
Höcker, A., Engberding, M., Haferkamp, R., & Rist, F. (2012). Wirksamkeit von Arbeitszeitrestriktion in der
Prokrastinationsbehandlung. Verhaltenstherapie, 22(1), 9–16.
•
Höcker, A., Engberding, M., & Rist, F. (2013). Prokrastination: ein Manual zur Behandlung des pathologischen
Aufschiebens (Vol. 69): Hogrefe Verlag.
•
Sweller, J. (1988). Cognitive load during problem solving: Effects on learning. Cognitive science, 12(2), 257–285.
•
•
Sweller, J., Ayres, P., & Kalyuga, S. (2011). Cognitive load theory (Vol. 1): Springer.
•
Van Merrienboer, J. J., & Sweller, J. (2005). Cognitive load theory and complex learning: Recent developments
and future directions. Educational psychology review, 17(2), 147–177.
23
24
Aus der Praxis
Wenn Ihr Kind mit den Noten nach Hause kommt – 10 Tipps für Eltern
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
Wenn Ihr Kind mit den Noten nach Hause kommt – 10 Tipps für Eltern
Wenn Ihr Kind mit den Noten nach Hause kommt
10
Tipps für Eltern
1
2
Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst
Ihr Kind kommt freudig oder traurig, selbstbewusst oder unsicher, stolz oder ängstlich, scheu oder offen mit seiner Note nach Hause. Helfen Sie ihm, indem Sie es
mit seinen Gefühlen annehmen.
• Reden Sie ihm die Angst nicht aus, wenn es ängstlich ist: „Da brauchst du
doch keine Angst haben!“ Lassen Sie das Kind die Angstgefühle mitteilen,
gehen Sie anteilnehmend darauf ein!
• Lenken Sie von seinem Ärger nicht ab, wenn es ärgerlich ist: „Das ist doch
nicht so schlimm!“
• Lassen Sie es seinen Ärger aussprechen, fühlen Sie verstehend mit!
• Dämpfen Sie seine Freude nicht, wenn es freudig ist: „Jetzt musst du halt auch
noch in Mathematik besser werden!“ Freuen Sie sich uneingeschränkt mit!
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Noten
Lassen Sie Ihr Kind erzählen, was es zu den Noten und Bemerkungen meint, wie
Fach macht, wie es die Beziehung zu Lehrerin oder Lehrer erlebt. Durch Gespräche können Sie erkennen, ob Ihr Kind überfordert ist und ob Sie vielleicht Ihre
Erwartung niedriger setzen müssten. Es gilt nicht, Schuldige zu suchen, sondern
zu überlegen: Wie können alle zusammenwirken, damit das Kind bessere Arbeitsergebnisse erreicht?
3
Reagieren Sie nicht mit Geldprämien oder Strafen
Wenn Sie Noten mit Geld bezahlen, besteht die Gefahr, dass das Eltern-Kind-Verhältnis zu einer Geschäftsbeziehung wird. Wenn Sie schimpfen oder strafen, bestärken Sie die Bedrückung des Kindes. Es fühlt sich in einer Situation allein gelassen, in der es Zuwendung und Aufmunterung braucht.
4
Stellen Sie die Wertschätzung Ihres Kindes höher als die Noten
Am schlimmsten ist es für ein Kind, wenn es wegen schlechter Noten befürchten muss, nicht mehr geliebt zu werden. Kann es dagegen sicher sein, dass Sie
immer zu ihm stehen, geht auch das Lernen leichter. Es tut den Kindern gut zu
spüren: Meine Eltern schätzen mich mehr als die Noten.
5
Vergleichen Sie die Noten nicht mit denen der Geschwister oder Mitschüler
Dieser „Konkurrenzvergleich“ verbittert mehr als dass er anspornt. Das Kind bekommt den Eindruck: Der andere wird mehr geschätzt. Das Gegeneinander-Ausspielen führt zur Rivalität.
6
Erkennen Sie den Lernfortschritt gegenüber früheren Leistungen an
Ein Kind, das seinen Lernfortschritt erlebt, kann ein positives Selbstwertgefühl
entwickeln. Deshalb ist es wichtig, seinen jetzigen Leistungsstand mit dem von
früher zu vergleichen und dabei anzuerkennen, wie es persönlich vorangekommen ist. Ziffernnoten drücken den Lernfortschritt nicht genügend aus.
Aus der Praxis
25
26
Aus der Praxis
7
Wenn Ihr Kind mit den Noten nach Hause kommt – 10 Tipps für Eltern
LEDY 01.2015
8
9
Sprechen Sie mit den Lehrerinnen und Lehrern – aber nicht nur über die Noten
Überlegen Sie mit Ihrem Kind und dem Lehrer, was schwierig ist und verändert
werden könnte. Lehrer wissen oft zu wenig über das außerschulische Leben der
Schüler, Eltern wissen oft zu wenig über die Schule und die Zwänge, denen Lehrer ausgesetzt sind. Mehr Wissen voneinander kann das Miteinander-Umgehen
Teilen Sie Ihrem Kind etwas von Ihren eigenen Notenerfahrungen mit
Ihrem Kind hilft es, wenn Sie erzählen, wie Sie mit guten oder schlechten Noten
zurechtkamen, welche Hoffnungen Ihre Eltern in Sie gesetzt, welche Gefühle Sie
als Schülerin oder Schüler gehabt hatten. Es wäre nicht hilfreich, eventuelle eigene frühere Notenprobleme zu verheimlichen oder gar gute Noten vorzutäuschen.
Eltern, die über eigene Notenerfahrungen nachdenken, können sich besser in die
Notensorgen ihrer Kinder einfühlen.
Aktion Humane Schule
Bundesgeschäftsstelle: Jonas Lanig,
Dutzendteichstr. 24
90478 Nürnberg
Tel.: 09 11-98 03 45 84
www.aktion-humane-schule.de
E-Mail: [email protected]
Wir sind Mitglied in der Initiative Länger gemeinsam lernen
www.laenger-gemeinsam-lernen.de
Überarbeitetes Handbuch | Neuerscheinung
Bücher, Tipps und Arbeitshilfen
Überarbeitetes Handbuch für die Praxis
Ermutigen Sie das Kind und heben Sie seine guten Seiten hervor
Ermutigung bekommen in der Regel die Kinder, die gute Noten nach Hause bringen. Aber was ist mit den Kindern, denen keine guten Leistungen gelingen? Nehmen Sie nicht nur die Noten wahr, sondern das, was das Kind in der Schule tatsächlich hinzugelernt hat. Berücksichtigen Sie auch die nicht benoteten Bereiche:
die besonderen Fähigkeiten, die persönlichen Neigungen, das Geschick im Sport
und Spiel, im Handwerklichen, im Musischen und im Mitmenschlichen.
Helfen Sie in schwierigen Lernbereichen nach
Nach einer schlechten Note soll Ihr Kind wieder Tritt fassen können. Dazu ist es
notwendig, an dem Punkt mit dem Lernen anzufangen, an dem es Erfolg haben
kann – und von da an gezielt aufzubauen. Das Nachhelfen soll nicht nur Lernlücken füllen, sondern dem Kind helfen, Hoffnung auf Erfolg zu bekommen.
10
LEDY 01.2015
Nachteilsausgleich für
behinderte Auszubildende
Handbuch für die Ausbildungs- und
Prüfungspraxis
ISBN: 978-3-7639-5407-0
Herausgeber: Vollmer, Kirsten; Frohnenberg, Claudia
Verlag: W.Bertelsmann Verlag
Erschienen: 2014
Gerd Schulte-Körne (Hg.)
Neun-ung
i
ersche
Legasthenie und Dyskalkulie:
Neue Methoden zur Diagnostik
und Förderung
Mit Beiträgen von Katharina Brandelik,
Corinna Christmann, Antje Ehlert, Barbara Estner, Uwe Findeisen, Andreas Fink,
Ursula Fischer, Annemarie Fritz, Alexander Geist, David Gerlach, Marion Grande,
Stefan Heim, Reinhard Kargl, Liane Kaufmann, Maria Klatte, Edeltraud Koschay,
Thomas Lachmann, Jens Holger Lorenz,
Claudia Mähler, Korbinian Moeller, Sandra Ohlenforst, Alexander Prölß, Christian
Purgstaller, Carola Reuter-Liehr, Martin
brink, Susanne Trauzettel-Klosinski
2014. 230 S.7 x 24 cm,
44 Abb., 21 Tab.
Kartonierte Ausgabe:
ISBN 978-3-89911-213-9,
€ 24,95
Ausgabe in Bibliotheksleinen:
ISBN 978-3-89911-228-3,
€ 42,95
Textauszüge im Internet:
www.winklerverlag.com/verlag/
v2139x/index.html
Zu bestellen im BVL-Webshop oder über das BVL-Bestellformular
auf Seite 82 in dieser Ausgabe.
27
28
Bücher, Tipps und Arbeitshilfen
Ankündigung aus der Praxis PfeiLL
LEDY 01.2015
Ankündigung aus der Praxis PfeiLL
Weiterbildung/Seminare für Eltern
Viele erfolgreiche Lerntherapeutinnen haben diesen Beruf
aus eigener Betroffenheit gewählt. Frau Hackethal, eine
der Entwicklerinnen des Kieler Leseaufbaus und des Kieler Rechtschreibaufbaus, arbeitete erfolgreich mit ihrem
Ziehsohn; Frau Firnhaber, Autorin des Buches „Legasthenie und andere Wahrnehmungsstörungen“, brachte ihre
beiden legasthenen Söhne erfolgreich zum Abitur. Birgit
Haecker und Dr. Tanja Clarkson-Grabs, Inhaberinnen der
Praxis PfeiLL in Pinneberg, haben legasthene Söhne.
Der ältere Sohn von Frau Haecker sollte im Grundschulalter auf die Sonderschule abgeschoben werden und ein
namhafter Psychologe erklärte der Mutter des damals
9-Jährigen, dieser würde niemals eine Fremdsprache erlernen können. Inzwischen hat er einen amerikanischen
Highschool-Abschluss mit Auszeichnung. Der jüngere
Sohn bekam eine Hauptschulempfehlung, hat inzwischen
das Abitur gemacht und gerade sein Studium erfolgreich
abgeschlossen. Der Sohn von Frau Dr. Clarkson-Grabs
besucht das 6. Schuljahr eines Gymnasiums und ist ein
guter sowie selbstbewusster Schüler.
Früher hieß es: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine
liebende und unterstützende Frau“. Dies können wir durchaus auf unsere Kinder übertragen. Viele Legastheniker leiden unter einem geringen Selbstwert, hinterfragen sich und
ihre mangelnden Leistungen im Fach Deutsch dank ihrer
Intelligenz. Hier können Eltern – zusätzlich zu ihrer positiven
Wertschätzung und Liebe des Kindes – mit entsprechendem
Know-how ein noch besseres Verständnis für die Legasthenie
entwickeln und damit eine Lerntherapie optimal ergänzen.
Da wir in unserer Praxis im Sinne des systemischen Ansatzes verstärkt die Eltern mit in die individuelle Lerntherapie
integrieren und auf unsere Eltern-Kind-Kurse sehr gute
Rückmeldungen erhalten haben, möchten wir nun unser
Fort- und Weiterbildungsangebot zum Dyslexietherapeuten nach BVL und/oder Kieler Lerntherapeuten durch eine
speziell an Eltern gerichtete Fortbildungsreihe ergänzen.
LEDY 01.2015
Ankündigung aus der Praxis PfeiLL
Bücher, Tipps und Arbeitshilfen
Die im Folgenden aufgeführten Seminare können sowohl als Einzelseminare als
auch im Rahmen einer gesamten Weiterbildung gebucht werden. Die Weiterbildung
schließt ab mit dem Titel:
•
Intelligenzdiagnostik (WISC-IV, K-ABC, CFT 20)
•
Rechtschreib- und Lese-Diagnostik (DBL, DRT, WRT, ZLT II, ELFE)
•
Frühkindliche Entwicklung
•
Frühförderung (BISC, Würzburger Training zur phonologischen Bewusstheit)
•
Kieler Leseaufbau
•
Kieler Rechtschreibaufbau
•
Aufmerksamkeitstraining 1 nach Lauth & Schlottke (Basis)
•
Aufmerksamkeitstraining 2 nach Lauth & Schlottke (Strategie)
•
AVWS (auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung)
•
Intervision/ Supervision
•
Kreativer Therapeutenalltag
Im Rahmen der Weiterbildung wird der theoretische Teil durch einen umfangreichen
praktischen Teil (Hospitation, Praktikum, praktische Arbeit unter Supervision) ergänzt.
Weitere Informationen können Sie der Website
www.ausbildung-kieler-lerntherapeut.de entnehmen oder
telefonisch Kontakt aufnehmen unter 04101-77 03 97
Postanschrift: Praxis PfeiLL – Praxis für eine individuelle Lerntherapie und
Lerntherapeutenausbildung, Fahltskamp 50, 25421 Pinneberg
29
30
BVL-Kids
LEDY 01.2015
Die praktische Seite der Berufsorientierung
Die praktische Seite der Berufsorientierung
BIBB stellt Modelle zur Organisation von
Praxiserfahrungen vor
LEDY 01.2015
Die praktische Seite der Berufsorientierung
•
die individuelle Begleitung von Schülerinnen und Schülern durch ältere Jugendliche, gezeigt anhand von zwei Beispielen zum Peer-Mentoring, sowie
•
die Einbeziehung der Eltern im Rahmen schulischer BO sowie in BO-Messen.
BVL-Kids
31
Was ist das Wichtigste bei der Berufsorientierung?
Fragt man Jugendliche, dann stehen
praktische Erfahrungsmöglichkeiten und
Einblicke in das Arbeitsleben an erster
Stelle. Auch Expertinnen und Experten
betonen, dass das „Erproben“ in Werkstätten und Betrieben die Kompetenzen
für die Berufswahl entscheidend stärkt.
Angesichts von rund 25 % vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge und hoher
Studienausstiegszahlen kommt der Berufsorientierung eine große Bedeutung
für gelingende Übergangsprozesse in
Ausbildung, Studium und Beruf zu.
Eine neue Veröffentlichung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt „Die
praktische Seite der Berufsorientierung“ und
Beispiele dafür, wie die Praxiserfahrungen
se erfolgreich organisiert werden können.
„Die Zielsetzung muss Prävention statt
Reparatur durch frühe praxisnahe Berufsorientierung lauten!“ betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. „Dabei ist
Schülerinnen und Schüler nötig, auch an
Gymnasien.“
Der Sammelband, der unter anderem
Beispiele für betriebliche Projekte, Praktikumskonzepte, die regionale Verankerung der Berufsorientierung (BO) und
eine individuelle Begleitung Jugendlicher beleuchtet, will die systematische
Organisation von Praxiserfahrungen im
Rahmen der Berufsorientierung voranbringen. Dabei stehen unterschiedliche
Aspekte im Vordergrund:
•
die Verbindung zwischen Potenzialanalyse, Werkstatttagen und der darauffolgenden individuellen Förderung durch die Schule – gezeigt am Beispiel des Berufsorientierungsprogramms (BOP) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
(BMBF). Das Programm wird vom BIBB administrativ und wissenschaftlich begleitet.
•
die Zusammenarbeit von Schule und Betrieb bei Konzeption und Umsetzung eines Praktikumskonzepts – dargestellt am Beispiel eines Patenschaftsmodells,
•
die Verankerung von BO in regionalen Netzwerken – hier beschrieben für eine
mittel- und eine großstädtische Region,
•
die Verbindung von betrieblichem Engagement bei der BO mit der Gewinnung von
Fachkräftenachwuchs – beispielhaft präsentiert von zwei Unternehmen,
Mit diesen beispielhaften Ansätzen lässt
sich BO als Teil schulischer Allgemeinbildung fortentwickeln – mit dem Ziel, dass
möglichst alle Schülerinnen und Schüler
die Kompetenzen erwerben können, die
ihnen helfen, sich für „ihre“ Ausbildung,
„ihr“ Studium und „ihren“ Beruf zu entscheiden. Erst durch die Verbindung
zwischen der Förderung individueller
Potenziale im Schulunterricht und kompetenzfördernden Angeboten zu berufsbezogenen Praxiserfahrungen wird die
Berufsorientierung tatsächlich zu einer
Brücke von der Schule in Ausbildung und
Beruf, so das Fazit der Autorinnen.
Andreas Pieper Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Die BIBB-Publikation
„Die praktische Seite der Berufsorientierung – Modelle und Aspekte
der Organisation von Praxiserfahrungen“ aus der Reihe
„Berichte zur beruflichen Bildung“
kann unter
www.bibb.de/veroeffentlichungen/
de/publication/show/id/7511
oder
beim W. Bertelsmann Verlag (wbv)
unter [email protected] zum Preis von
26,90 Euro bestellt werden.
32
BVL-Kids
Neue planetberuf.de-App
LEDY 01.2015
NEU
Jugendgruppe des BVL „Junge Aktive“
LEDY 01.2015
BVL-Kids
Die App „Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch“ ist Teil der Medienkombination
„planet-beruf.de – Mein Start in die Ausbildung“. Sie wird von der Bundesagentur für
Arbeit herausgegeben.
Technische Daten
Die mobile App „Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch“ ist für Smartphones und
Tablets mit Apples iOS und Android-Betriebssystemen geeignet.
Kontakt
Vorstellungsgespräch leicht gemacht
Neue planet-beruf.de-App
Wann ist der Termin für das Vorstellungsgespräch? Habe ich bei der Vorbereitung
an alles Wichtige gedacht? Wer sich solche Fragen stellt, hat nun die Antworten
schnell und mobil zur Hand: mit der neuen App der Bundesagentur für Arbeit „Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch“.
Die App aus der Medienkombination planet-beruf.de bringt alles Wissenswerte
rund um das Thema Vorstellungsgespräch direkt auf das Smartphone bzw.
Tablet. Sie richtet sich an Jugendliche
in der Bewerbungsphase und steht ab
sofort kostenlos in den App-Stores zum
Download bereit.
Gezielt mit Fragen, Tipps, Checklisten
und Videos vorbereiten – ab jetzt gibt‘s
dafür die App.
In der übersichtlich gestalteten Rubrik
„Termine“ der neuen planet-beruf.deApp werden Gesprächstermine schnell
und mobil über die Kalenderfunktion
angelegt und bearbeitet. Wichtige Daten wie Name des Unternehmens, Ansprechpartner/in oder Web-Adresse
können hier eingegeben werden. Die
praktische Erinnerungsfunktion sorgt
dafür, dass kein Termin vergessen
wird und hält Checklisten und Tipps
zur Vorbereitung auf den Beruf und
das Unternehmen bereit.
Die Rubrik „Typische Fragen“ listet
kompakt die wichtigsten „Fragen zu
meiner Person“, „Fragen zum Beruf“
und „Fragen zum Unternehmen“ auf
und erleichtert dadurch überall und jederzeit die Vorbereitung.
Die „Checklisten“ sind aufgeteilt in „14
Tage vor jedem Termin“, „3 Tage vor
jedem Termin“, „1 Tag vor jedem Termin“ und „Am Tag des Gespräches“.
Praxisnah helfen sie dabei, zu überprüfen, ob alle wesentlichen Punkte
vor dem Vorstellungsgespräch berücksichtigt bzw. erledigt wurden, wie
z.B. passende Kleidung auszuwählen.
„Videos“ halten nützliche Tipps z.B.
zum Thema „Körpersprache“ parat.
Von hier aus kann man sich auch
auf die Web-Anwendung des Bewerbungstrainings von planet-beruf.de
leiten lassen.
Redaktion planet-beruf.de
Tel.: 0911-9676-310
[email protected]
www.planet-beruf.de
Bildquelle Apps: www.planet-beruf.de/App-zum-Bewerbungstr.19885.0.html
M ach m
i t!
J, , u g e n d
g
J u n g e Ar u p p e d e s B
VL
k t i ve,,
Unser
e neu
e Jug
zwisc
endgr
hen 19
uppe
ist im
und 2
7 Jahr
Aufba
u. Die
en. Du
Alters
als ne
Vorsc
spann
ues M
hläge
e in u
itglied
und W
nsere
dar fst
ünsch
r Grup
e.
gerne
pe lieg
a
uch jü
Melde
t
nger s
Dich e
ein. N
infach
zu wir
ä
b
ei uns
ken.
und fü
hle Dic
h herz
lich ein
Wir fre
gelade
uen u
n bei d
ns auf
en „Ju
Dich!
ngen A
ktiven“
Das J
mit
unge
A
k
t
iv
ja@bv
e (JA)
l-lega
Team
sthenie
.de
33
34
BVL-Kids
Mit Checker Can beim „ABC-Check“
LEDY 01.2015
Die Benachrichtigung, dass ich für einen
Dreh einer Folge der Kinderwissenssendung „Checker Can“ (KIKA) ausgewählt
wurde, habe ich bereits im September
2014 erhalten. Als Drehort wurde von der
Produktionsgesellschaft die Stadtbibliothek Nürnberg und meine FOS (Fachoberschule) ausgewählt, da man u.a. zeigen wollte, wie ich als Legastheniker in
der Schule mit Unterstützung meines
Laptops im Unterricht arbeite. Die Mitteilung über den genauen Drehtag (08. Oktober) kam dann erst kurz vorher, was
aber für mich weniger ein Problem war,
da ich mich nicht vorbereiten musste.
Man hatte mir bewusst nicht mitgeteilt,
welche Fragen mir von Can Mansuroglu (so der richtige Name des „Checker
Can“) gestellt werden, da meine Antworten spontan kommen sollten. Einmal
abgesehen von den Orten, an denen gedreht werden sollte, wurde vorher nichts
mit mir abgesprochen.
Ein Bericht über die Dreh-Aufnahmen
Mit
Checker Can
beim
„ABC-Check“
Mit Checker Can beim „ABC-Check“
LEDY 01.2015
Ich vermute, den größeren Stress mit
dem Dreh hat sich mein Englischlehrer
gemacht, in dessen Stunden der Besuch
zuvor davon erfahren und sich dann bis
Mitternacht hingesetzt, um eine super
vorbereitete Doppelstunde Englisch zum
Thema „media“ zu präsentieren. Dabei gab er sich, ohne dass dies vorher
mit ihm abgesprochen war, wirklich alle
Mühe, möglichst viel hinein zu packen,
um Möglichkeiten für einen Nachteilsausgleich für Legastheniker auch gut zu präsentieren:
•
Den Text, den die Klasse im Unterricht zur Bearbeitung ausgeteilt bekam, hatte er für mich zusätzlich als
Audio-Datei vorbereitet, so dass ich
mir – als einziger in der Klasse – den
Text auch über Kopfhörer an meinem
Laptop anhören konnte.
•
Ein Arbeitsblatt, das meine Klassenkameraden zur Bearbeitung in Kopie
erhielten, sollte ich auf einem Stick
erhalten, um es direkt am PC zu bearbeiten.
•
Den Hefteintrag gestaltete er als Tabelle. Dadurch habe ich am Laptop
natürlich auch Vorteile, da diese wesentlich einfacher und schneller erstellt werden kann und ich so meinen
Zeitverlust des langsameren Lesens
wettmachen kann.
Etwas enttäuscht war mein Lehrer, als
bereits nach 45 (statt 90) Minuten das
Team seine Koffer packte und mit mir in
Richtung Nürnberg weiterzog.
Aber der Reihe nach: Der Unterrichtstag, an dem ich extra früher aufgestanden war, um auf jeden Fall rechtzeitig vor
Unterrichtsbeginn in meinem Klassenzimmer zu sein, begann zunächst damit,
dass vom Film-Team niemand zu sehen
war. So starteten wir den Schultag also
wie immer. Es dauerte aber nicht lange,
dann tauchten unsere Gäste doch noch
auf: Can, ein Kamera-Mann, ein Mann
für den Ton und die Aufnahmeleiterin.
Für diese hatte der Besuch in der Schule
zunächst damit begonnen, dass sie auf
dem Weg ins Sekretariat, wo sie sich
nach meinem Klassenzimmer erkundi-
BVL-Kids
35
36
BVL-Kids
Mit Checker Can beim „ABC-Check“
gen wollte, von einem Lehrer aufgehalten
wurde, warum sie so spät komme und
noch nicht im Unterricht sei (Er hatte sie
wohl für eine Schülerin gehalten). Nachdem man mich mit einem kleinen Mikro
ausgestattet hatte, ging’s los: Wir gingen
vor das Gebäude und drehten meinen
Gang ins Schulhaus. Anschließend gingen wir ins Klassenzimmer zurück, wo
das Film-Team die Anweisung erteilte,
ich müsse meinen Platz in der ersten
Reihe mit einem in der letzten Reihe tauschen, da dies für die Dreh-Arbeiten wesentlich günstiger wäre (für mich aber äußerst ungewohnt). „Checker Can“ nahm
neben mir Platz. Can stellte mir – während mein Lehrer vorne seinen Unterricht
hielt – eine Menge Fragen, so dass ich
im Grunde kaum eine Chance hatte, der
LEDY 01.2015
so sorgsam vorbereiteten Stunde zu folgen. Mit Sicherheit habe ich in meiner
bisherigen Schulzeit noch nie in einer
Englisch-Stunde so viel geredet wie in
diesen 45 Minuten! Zum Glück musste
ich wenigstens nicht Englisch sprechen.
Während dieser Stunde lief der Kameramann im Klassenzimmer herum, um aus
dahinter der Tontechniker (ausgestattet
mit einer portablen Empfangseinheit)
und die Aufnahmeleiterin, die an einem
Bildschirm die gemachten Aufnahmen
gleich überprüfte. Nachdem die Szenen
„im Kasten“ waren, fuhren wir gemeinsam ins gut 60 km entfernte Nürnberg.
In der dortigen Stadtbibliothek hatte das
Team die Erlaubnis, vor der regulären
Öffnungszeit die weiteren Dreh-Aufnahmen zu machen.
Durch den Hintereingang betraten wir
die Bibliothek und dann wurde zunächst
besprochen, welcher Raum fürs Fernsehen geeignet ist. Es wurden Bücherregale verschoben (wie gut, dass die in
Nürnberg alle auf Rollen sind!), Sitzgelegenheiten aus der Jugendbibliothek
geholt, mitgebrachte Buchstaben-Deko
und Scheinwerfer aufgebaut. Anschlie-
links:
Checker Can und Steffen beim Interview
in der Stadtbibliothek Nürnberg
Mit Checker Can beim „ABC-Check“
LEDY 01.2015
ßend gab’s erst mal eine Kaffee-Pause
fürs Team und dann ging’s in die nächste
Fragerunde.
Auch für diesen Dreh hielt Can seinen
Fragezettel gut versteckt in seiner Jackentasche, es sollte ja ein „normales“
Reden gab’s dann noch ein wenig Action:
Mit den Buchstaben, die als Deko vom
Team mitgebracht worden waren, sollten
Can und ich durchs Gebäude rennen,
wobei der Kameramann jeweils unterschiedliche Positionen einnahm und uns
Nachdem beim Fernsehen, wie euch sicher bekannt ist, manches anders ist als
in der Wirklichkeit, haben wir die Szene,
in der wir uns „Hallo“ sagen, dann als letztes gedreht. Unsere Begrüßung war der
Abschluss des Drehs und für mich damit
Zeit, mich auf den Heimweg zu machen.
Von dem Dreh, für den ich fünf Stunden
mit dem Film-Team zusammen war, wurden Ende Februar in der Sendung „Checker Can“ (KIKA) dann fünf Minuten gezeigt.
Steffen
BVL-Kids
37
38
§
LEDY 01.2015
LVL Baden-Württemberg – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
Aus den Landesverbänden – LVL Baden-Württemberg
Recht kurz gefasst
Zwei interessante Entscheidungen aus dem Hochschulbereich:
Das Verwaltungsgericht Freiburg (Beschluss vom 01. 09. 2014, Az.: 21
-6722.2-9/105) hat Zeitverlängerung
für die schriftliche Prüfung im Fach Geschichte der Wissenschaftlichen Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
bewilligt und sich sehr ausführlich mit der
Problematik auseinander gesetzt. Eine
Legasthenie beeinträchtige nicht die
durch die Prüfung zu ermittelnde Leistungsfähigkeit und auch in einer späteren
Tätigkeit als Geschichtslehrer könnten
die damit verbundenen Einschränkungen
durch entsprechende Hilfsmittel und Unterrichtsvorbereitungen kompensiert werden. Art und Umfang des Anspruchs auf
Nachteilsausgleich aus dem Recht des
Art. 3 GG seien allerdings abhängig von
den jeweiligen individuellen Einschränkungen.
„Legasthenie ist eine neurobiologische
Hirnfunktionsstörung; sie stellt sich – bei
hinreichender Intelligenz und ansonsten
normalem neurologischem Befund – als
Schwäche im Sinnverständnis des Lesens dar, durch die auch Rechtschreibschwierigkeiten mit Verwechseln von
Buchstaben, teilweise Reihenfolgeumstellungen, bedingt sind. Bei der Legasthenie handelt es sich, wenn auch nicht
um eine typische mechanische Beeinträchtigung des Schreibvorgangs, so
doch um eine Beeinträchtigung, die sich in
langsamerer Lesegeschwindigkeit sowie
einer erschwerten handschriftlichen Dar-
legung des gefundenen Ergebnisses und
somit in einer mangelnden technischen
Fähigkeit zur Darstellung des (vorhandenen) eigenen Wissens erschöpft… Dementsprechend ist in der Rechtsprechung
der Verwaltungsgerichte anerkannt, dass
das Vorliegen einer Legasthenie grundsätzlich eine prüfungsunabhängige Beeinträchtigung darstellt, die einen Andurch eine Schreibzeitverlängerung begründen kann…“
„…Dabei kann der Ansicht des Antragsgegners nicht gefolgt werden, wonach
vorliegend eine Beeinträchtigung der gerade durch die Prüfung zu ermittelnden
Leistungsfähigkeit – wie es bei der Quaund angesichts dieser Prüfungsrelevanz
ein Nachteilsausgleich nicht gewährt
werden dürfe. Zum einen verkennt der
Antragsgegner, dass die Wissenschaftliche Prüfung nicht nur den Zugang zu einem späteren Beruf im Lehramt ermögBetätigungsfelder eröffnet. Zum anderen
legt § 13 WPO i.V.m. der Anlage A (dort
Nr. 2) als Anforderungen der schriftlichen Prüfung im Hauptfach Geschichte
vorrangig u.a. die sichere Beherrschung
der historischen Methoden und des breiten Überblickswissens, das sich an den
Bedürfnissen des Geschichtsunterrichts
im Gymnasium orientiert, sowie die Sicherheit in der Anwendung historischer
Begriffe und klare geographische Vorstellungen fest. Es ist nicht ersichtlich,
dass die Legasthenie des Antragstellers
die Erfüllung dieser Anforderungen ausschließt...“
„Bestätigt wird dieses Ergebnis durch
die Kontrollüberlegung, inwieweit eine
Kompensationsmöglichkeit der Behinderung im späteren Berufsleben – auch als
Geschichtslehrer – besteht. Anders als
beispielsweise bei einem Deutschlehrer
kommt es im Rahmen des Geschichtsunterrichts wesentlich auf fachdidaktisches,
methodisch richtiges Arbeiten an. Dies
soll Schülern vermittelt werden. Die aus
der Legasthenie resultierenden Behinderungen können dabei überwiegend durch
den Einsatz von vorbereiteten Folien
oder anderen Hilfsmitteln – etwa von Leseprogrammen bzw. Spracherkennungsund Diktierprogrammen am PC oder von
Diktiergeräten – bei der Vorbereitung von
Arbeitsblättern für den Unterricht, der
Erstellung von Klassenarbeiten oder der
Korrektur von Klausuren ausgeglichen
werden. Eine herabgesetzte Lese- und
Schreib- Geschwindigkeit kommt dabei
nicht wesentlich zum Tragen.“
Bei dem Anspruch auf Nachteilsausgleich
in Form der Schreibverlängerung hänge
deren Dauer vom Grad der Benachteiliin dem Fall von einer durchschnittlichen
Legasthenie aus, die in anderen Fällen in
der Regel zu einer Schreibzeitverlänge-
rung von 10 von Hundert geführt habe.
Im Rahmen des gerichtlichen Ermessens
hält es bei einer Bearbeitungszeit von 4
Stunden daher eine Verlängerung um 30
Minuten für notwendig und angemessen.
Für eine darüber hinausgehende Verlängerung der Bearbeitungszeit fehlten ausreichende Anhaltspunkte.
Das Verwaltungsgericht Karlsruhe (Beschluss vom 30. 10. 2014, Az.: 19 B
1055/14) hält die Zugangsvoraussetzung
von sehr guten Englischkenntnissen
für einen Studiengang der Betriebswirtschaftslehre, bei dem die Unterrichtsveranstaltungen und Prüfungen zu einen
nicht unerheblichen Teil in Englisch abgehalten werden, für zulässig und hat
bei einer Legasthenikerin die nachträgliche Verbesserung der Englischnote abgelehnt. Es sei nur Nachteilsausgleich im
Rahmen der eigentlichen Leistungsfeststellung möglich.
„Das zwingende Erfordernis, bei Aufnahme des Studiums einen Nachweis über
sehr gute Kenntnisse der englischen
Sprache vorzulegen… verstößt insbesondere nicht gegen das Grundrecht
auf freie Berufswahl, Art. 12 Abs. 1 Satz
1 GG. Zwar wird durch das Erfordernis
sehr guter englischer Sprachkenntnisse die Zulassung zum Studium der Betriebswirtschaft bei der Antragsgegnerin
erschwert. Hierin liegt indes kein unverhältnismäßiger Eingriff in dieses Grundrecht…Ein entsprechender Nachweis ist
39
40
LVL Baden-Württemberg – Aus den Landesverbänden
aber nicht allgemein an allen Universitäten für das Studium der Betriebswirtschaftslehre vorgesehen, sondern nur
von der Antragsgegnerin wegen der internationalen Ausrichtung des bei ihr eingerichteten Studiengangs als zwingendes Immatrikulationshindernis festgelegt
worden...“
„Die Notwendigkeit, für den Studiengang
Betriebswirtschaftslehre bei der Antragsgegnerin sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache zu fordern, ergibt sich …
aus dem Umstand, dass in diesem Studiengang Veranstaltungen und Prüfungen
zu einem nicht unerheblichen Teil in englischer Sprache abgehalten werden. Das
Fehlen dieser Sprachkenntnisse als Immatrikulationshindernis auszugestalten,
dient angesichts dessen der Qualitätssicherung und ist zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Studiums sowohl
geeignet als auch erforderlich.“
„Ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot des Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG dürfte ebenfalls nicht vorliegen. Dabei kann
offen bleiben, ob es sich bei der Legasthenie des Antragstellers überhaupt um
eine Behinderung handelt. Denn selbst
unterstellt, dies wäre der Fall, stellte die
Forderung, einen Sprachtestnachweis
vorzulegen, keine unzulässige Benachteiligung wegen einer Behinderung dar…
Die Regelung knüpft zum einen nicht an
das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein dieser Behinderung an, da die
sehr guten englischen Sprachkenntnisse
sowohl von behinderten Menschen als
auch von nichtbehinderten verlangt werden…Sofern mit der Regelung eine mittelbare Ungleichbehandlung behinderter
LEDY 01.2015
Menschen verbunden sein sollte… weil
legasthene Studienbewerber in größerem Maße Schwierigkeiten haben könnten, den Sprachnachweis zu erbringen,
wäre diese angesichts der internationalen Ausrichtung des betroffenen Studiengangs jedenfalls durch ein rechtmäßiges
Ziel, nämlich die Gewährleistung eines
ordnungsgemäßen Studiums, sachlich
gerechtfertigt.“
„Zwar kann es im Einzelfall aus Gründen der Chancengleichheit erforderlich
sein, zum Ausgleich von in der Person
gen oder sonstigen Nachteilen spezielle
Prüfungsvergünstigungen zu gewähren... Aus diesem Grundsatz kann sich
daher ein Anspruch von Legasthenikern
auf Maßnahmen des Nachteilsausgleiches wie z.B. Schreibzeitverlängerung
oder Benutzung eines PCs ergeben …
Dies betrifft indes ausschließlich die Prüfungsverfahren, in denen die vorgelegten
Sprachnachweise erworben werden.“
„Zudem geht die Forderung des Antragseiner vorgelegten Sprachnachweise
über einen solchen Nachteilsausgleich
weit hinaus… Einen derartigen nachträglichen Nachteilsausgleich bzw. Notenschutz durch eine Behörde, die das betreffende Prüfungsverfahren nicht selbst
durchgeführt hat, kann der Antragsteller
nicht beanspruchen…Dies wäre allerzugung des von Legasthenie betroffenen
sprechenden Regelung vom geltenden
Recht nicht gedeckt sein dürfte. Der prüfungsrechtliche Grundsatz der Chancen-
LEDY 01.2015
gleichheit gebietet allein die Schaffung
von gleichen Ausgangsbedingungen für
nicht zu einer von der konkreten Behinderung losgelösten Bevorzugung.“
„Aus dem Benachteiligungsverbot wegen Behinderung des Art. 3 Abs. 3 Satz
2 GG kann ein unmittelbarer Leistungsanspruch ebenfalls nicht hergeleitet werden, da es sich hierbei um ein grundrechtliches Abwehrrecht handelt, dessen
Aktualisierung allein dem Gesetzgeber
obliegt … Auch die Regelungen in § 2
Abs. 4 HRG und § 32 Abs. 3 Satz 2 Nr.
4 LHG begründen einen solchen Leistungsanspruch nicht…“
Johanna Zier
Aus den Landesverbänden – LVL Baden-Württemberg
41
42
LEDY 01.2015
LVL Baden-Württemberg – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
Aus den Landesverbänden – LVL Baden-Württemberg
Vortrag
Das Geheimnis einer w ertschätzenden Beziehungskultur
Auch heute noch machen Kinder mit einer Teilleistungsstörung oft die Erfahrung, dass ihnen in der Schule mit wenig
Wertschätzung begegnet wird oder sie
sogar beschämt werden.
geben. Die Kreativität, die Forscherlust
und die Motivation, sich nützlich fühlen
zu wollen, stecken in jedem Kind, so lange es nicht durch eine Angstkultur und
eine Erziehung zu Konkurrenz in der
Schule demotiviert wird.
In Berlin-Mitte gibt es eine Schule, die
um allen Kindern mit Wertschätzung zu
begegnen und die Kompetenzen jedes
einzelnen Kindes für die Gemeinschaft
und für sich selbst anzuerkennen und zu
fördern.
Der Kreisverband Legasthenie und Dyskalkulie Freiburg hatte am 17.11.2014
Frau Margret Rasfeld, die Leiterin dieser Evangelischen Gemeinschaftsschule
(Ganztagesschule), zu Gast in der Aula
der Wenzinger-Realschule.
Ein zahlreich erschienenes Publikum erfuhr in diesem Vortrag, wie eine veränderte Schulstruktur und Schulkultur allen
Kindern Beziehung, Partizipation und
Verantwortung ermöglicht.
Die zahlreichen Herausforderungen des
21. Jahrhunderts machen es unumgänglich, dass alle Kinder, die heute eine
Schule besuchen, Erfahrungen machen,
die sie dazu befähigen, diese Herausforderungen zu bestehen. Demographischer Wandel, ökologische Krise, soziale Krise und eine allgemeine Sinnkrise
zwingen uns dazu, kein Kind verloren zu
In der Berliner Schule gibt es eine ganze Reihe von Besonderheiten, die eine
Erziehung zur/zum mündigen, demokratiefähigen Bürger/in ermöglichen. Diese
wurden von zwei Schülerinnen dieser
Schule souverän und kompetent vorgestellt.
Jedes Kind hat ein Logbuch, in welches
es seine Wochenziele in Absprache mit
einer/einem Tutor fest legt und am Ende
der Woche die Ergebnisse bespricht. Es
gibt auch eine „Stolz-Ecke“, in die jedes
Kind eintragen kann, worauf es in dieser
Woche besonders stolz ist. So werden
auch kleine Erfolge gewürdigt und Kinder übernehmen selbst Verantwortung
für ihren Lernerfolg. Es gibt gemeinsame
Stunden im Klassenverband, aber auch
täglich zwei Stunden für die eigenverantwortliche Arbeit am Schulpensum. Jede
Woche arbeiten die Kinder in Klasse 7
und 8 zwei Stunden in einem Betrieb,
z.B. in Senioreneinrichtungen, Naturschutzverbänden,
Kirchengemeinden,
Bibliotheken oder als Sprachbotschafter
in Grundschulen mit hohem Migrantenanteil. Die Kinder suchen sich ihr Engagement selbst, Lehrkräfte unterstützen.
Genauso ist es bei der Herausforderung,
die in Klasse 8–10 in den ersten drei
Schulwochen gemeistert werden muss.
Das kann das Entwickeln eines Theaterstückes oder eines Konzerts sein, eine
dreiwöchige Wanderung oder Radtour,
eine Arbeit in einem Museum oder der
Bau eines Spielgerätes für einen Kindergarten. Die Kinder erleben sich selbstwirksam und sind stolz auf ihre Leistung.
Eine weitere Besonderheit der Schule ist
die wöchentliche Vollversammlung, die
von Kindern vorbereitet und geleitet wird.
Kernpunkte sind das Besingen der aktuellen Geburtstagkinder, eine Lobe-Runde, eine Möglichkeit, Kritik und Anregungen anzubringen und Kinder können eine
Fürbitte für jemanden aussprechen. Dazwischen werden Lieder gesungen oder
ein Gedicht vorgetragen. In der Schule
sind von Kindern mit einer Behinderung
bis hochbegabte Kinder alle zusammen
und werden individuell gefördert und gefordert.
Frau Rasfeld hat das anwesende Publikum mit ihrer Begeisterung angesteckt.
Viele Schulen sind inzwischen ihrem
Kindern mit den unterschiedlichsten Potenzialen ermöglicht, sich zu entfalten.
Iris Friedmann
43
44
LVL Bayern – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
Hinweis
Personelle Veränderungen
im LVL Bayern
LEDY 01.2015
Aus den Landesverbänden – LVL Bayern
45
Einladung
Jeder hat Stärken 2015
Ein Wochenende für Kinder, Jugendliche und deren Eltern in der
Jugendherberge Creglingen, 25.– 27. September 2015
Liebe Mitglieder,
Vorläufiges Programm (Änderungen vorbehalten)
der Verwaltung des LVL Bayern beendet hat, möchten wir Sie um Verständnis für evtl.
Verzögerung bei der Bearbeitung Ihrer Anfragen in den vergangenen Wochen und
Monaten bitten.
Wir wollen an diesem Wochenende unsere jeweiligen Stärken entdecken, diese
gemeinsam in verschiedenen Projekten
ausbauen und Pläne schmieden, wie wir
sie in Zukunft sinnvoll einsetzen können.
Wir bedanken uns bei Frau Heindel recht herzlich für ihre große Einsatzbereitschaft
sowie ihre ausdauernde Arbeit für den LVL Bayern in den vergangenen Jahren. Im
Namen unserer Mitglieder bedanken wir uns für die hervorragende Beratungstätigkeit
und wünschen Frau Heindel für die Zukunft alles Gute.
Das Vorstandsteam des LVL Bayern
Die Themenschwerpunkte werden unter
fachkundiger Leitung in folgenden Aktionsgruppen gemeinsam erarbeitet:
Kids (6 bis 14 Jahre): Kreativ-Aktiv-AG & Theater-Musik-AG
Du hast Spaß beim Malen, Werken, Singen, Basteln, Tanzen, Spielen, Klettern und
vielem mehr? Dann lass Dich überraschen!
Wir werden in verschiedenen Gruppen unsere Talente kennenlernen und diese in einer gemeinsamen Präsentation am Ende des Wochenendes zum Ausdruck bringen.
Gemeinsam sind wir stark!!
Leitung: Studenten der Uni Würzburg
Teens (14 bis 17 Jahre): Reportage-AG & Bewerbungs-AG
Wie kann ich meine Stärken erkennen und in der Schule sinnvoll einsetzen?
und Vorstellungsgespräche sind die nächsten Hürden, wenn ein Schulabschluss erreicht wurde.
Wie setze ich meine Stärken bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ein?
Leitung: Studenten der Uni Würzburg
Eltern (Workshops und Vorträge):
Die Themen Nachteilsausgleich, Englisch und Legasthenie, häusliche Unterstützung
bei Dyskalkulie, Mut zum Umweg (Schulabschlüsse) und weitere werden gemeinsam
mit unseren Referenten erarbeitet.
>
Wann
&
wo?
46
LEDY 01.2015
LVL Bayern – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
Aus den Landesverbänden – LVL Berlin
Mit dabei sind:
Vorstellung der Volksinitiative
•
•
•
•
„Chancengleichheit für rechenschwache
Kinder in Berliner Grund- und Oberschulen“
StD. Alexander Geist (Staatlicher Schulpsychologe für Gymnasien)
Christine Pyczak (Dyskalkulie- u. Legasthenie-Therapeutin nach BVL, Lehrerin)
Petra Wildgruber (Heilpädagogin)
Dr. Petra Küspert (Dipl. Psychologin, Uni Würzburg)
Unterkunft und Verpflegung:
Ort der Veranstaltung:
Nicht nur das abwechslungsreiche Programm lädt Sie, liebe Familien, zu unserem gemeinsamen Wochenende 2015
ein, sondern auch die einmalige Unterbringung in der Jugendherberge Creglingen. Und dies erwartet uns dort:
Jugendherberge Creglingen, Erdbacher
Straße 30, 97993 Creglingen
Ein reichhaltiges Vitalbuffet wird uns im
Rahmen der Vollpension auf seine Weise
stark machen. Gerne werden Lebensmittelunverträglichkeiten bzw. -allergien und
sonstige Ernährungswünsche berücksichtigt und mit Sorgfalt umgesetzt.
Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern, wobei auf familiäre Zuteilung
geachtet wird. Die Jugendherberge
lich wunderschönen Taubertal. Dabei
lassen die vielen Freizeitmöglichkeiten
kaum Wünsche offen.
Liebe Berliner Mitglieder,
im Jahr 2015 haben wir vom Vorstand des LVL Berlin gemeinsam mit Ihnen viel zu tun!
Wie schon in unserem Programm beschrieben, möchten wir eine Volksinitiative starten, um auf die fehlende Chancengleichheit für Schüler mit Dyskalkulie in Schule und
Ausbildung hinzuweisen.
Kosten:
Preis für das gesamte Wochenende mit
Vollpension:
Unser Ziel: 20.000 Unterschriften in 6 Monaten für öffentliche Debatte im
Berliner Abgeordnetenhaus über Rechenstörungen in der Schule
Für Mitglieder:
66,00 € pro Person (ab 6 Jahre)
38,00 € für Kinder bis 6 Jahre
Für Nichtmitglieder:
90,00 € pro Person (ab 6 Jahre)
50,00 € für Kinder bis 6 Jahre
für Kinder ab 6 Jahren statt.
(Bei kurzfristiger Nicht-Teilnahme erheben wir eine Stornogebühr von 50 % des
Gesamtbetrages)
Anmeldung unter: www.legasthenie-bayern.de
Anmeldeschluss 15. Juni 2015
Für weitere Informationen und zur Klärung von Fragen wenden Sie sich bitte an:
[email protected]
Wir freuen uns auf Ihre / Eure Teilnahme!
Das Team des Landesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie Bayern
Aktuell können Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im
Rechnen nur bis zum Ende der 4. Klasse
von besonderer Förderung und NachAusführungsvorschrift Rechenstörungen
vor. Insbesondere Kindern, die von einer Rechenschwäche oder Dyskalkulie
betroffen sind, wird so dringend notwendige Hilfe versagt. Unnötige Frustrationserfahrungen haben oft schwerwiegende
psychische und soziale Folgeerschei-
nungen, unter denen die Kinder zu leiden
haben, die aber auch das schulische Umfeld treffen. Bildungskarrieren und Schulabschlüsse werden erschwert oder sogar
verhindert. Rechenschwache Kinder zu
stärken ist notwendig und möglich!
Die Volksinitiative „Chancengleichheit
für rechenschwache Kinder in Berliner
Grund- und Oberschulen“ will folgende
Ziele verwirklichen:
1. Förderung für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten im Rechnen
Lang anhaltende erhebliche Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens
(Rechenschwäche, Dyskalkulie) haben
vielfältige Ursachen, die erst zum Teil
wissenschaftlich aufgeklärt sind. Die
praktische Erfahrung zeigt aber, dass die
Betroffenen im Regelfall mit Hilfe geeigneter Förderung grundlegende Vorstellungen zu Zahlen, Rechenoperationen,
Größen usw. erwerben und dadurch ihre
Rechenfähigkeiten deutlich verbessern
können. Das Verständnis für Grundbegriffe der Mathematik hat eine ähnliche
Bedeutung wie die Fähigkeit, Texte lesen
zu können. Mathematisches Verständnis
eröffnet Kindern und Jugendlichen einen
Zugang zu vielen Wissensbereichen und
ist damit Grundbedingung für das Verfolgen des Unterrichts in Fächern wie
Sachkunde, Physik oder Biologie, aber
47
48
LVL Berlin – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
Aus den Landesverbänden – LVL Berlin
49
Einla
dung
auch für die Ausübung vieler Berufe – und
allgemein für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unabhängig vom Alter, der
Klassenstufe und der besuchten Schulform
müssen Kinder mit anhaltenden erheblichen Schwierigkeiten beim Erlernen des
Rechnens eine angemessene schulische
und außerschulische Förderung erfahren!
2. Pädagogisch verantwortungsvoller Umgang mit rechenschwachen Kindern
Besondere Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens führen unweigerlich
zu Frustrationserfahrungen: Die betroffeßig wie Gleichaltrige, erleben aber kaum
Erfolge. Warum gerade das Erlernen des
Rechnens ihnen so schwer fällt, können
rechenschwache Kinder in der Regel
nicht verstehen – oft bleibt ihnen nur die
Deutung: „Ich bin eben zu dumm für Mathe!“ Solche ungünstigen Zuschreibungen führen zunächst zu einer Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, später
aber nachweislich auch zu verschiedenen schwer wiegenden psychischen und
sozialen Auffälligkeiten wie depressivem
Rückzug, Schulängsten oder Unterrichtsstörungen. Zum pädagogisch verantwortungsvollen Umgang mit rechenschwa-
chen Kindern gehört, ihre Leistungen in
besonderer Weise zu bewerten und in
Prüfungssituationen Umfang und Niveau
des Aufgabenmaterials, die erlaubten
Hilfsmittel, die Bearbeitungszeit usw. an
die Voraussetzungen anzupassen, die
Kinder mitbringen. Das Ziel muss dabei
sein, Anstrengung zu belohnen und das
Kind auf die Verbesserung der eigenen
Fähigkeiten statt auf den Vergleich mit
Klassenkameraden zu orientieren.
„Chancengleichheit für
rechenschwache Kinder in
Berliner Grund- und Oberschulen“
Auftaktveranstaltung der Volksinitiative mit Beginn
der Unterschriftensammlung
am 14.04.2015
von 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr
Haus 8, Klinikum im Friedrichshain, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion:
Stefanie Remlinger
Ruby Mattig-Krone
Bündnis 90/Die Grünen
Qualitätsbeauftragte der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und
Forschung
Regina Kittler
Nachteilsausgleich muss rechenschwachen Kindern über die vierte Jahrgangsstufe hinaus, mindestens bis zum Erwerb
schlusses gewährt werden – wie dies bei
der Lese-Rechtschreib-Schwäche der
Fall ist.
Die Linke
Prof. Dr. Michael von Aster
Hildegard Bentele
CDU (angefragt)
Franziska Becker
Universität Potsdam, Fachbereich Klinische
Psychologie/Psychotherapie und Chefarzt
der Kinder- und Jugendpsychiatrie der
DRK Klinik Westend (angefragt)
SPD (angefragt)
Jacqueline Wißmann
3. Bildungskarrieren und Schulabschlüsse für rechenschwache Kinder
ermöglichen
Im Schuljahr 2013/2014 haben viele
Schülerinnen und Schüler die zentrale
Prüfung zur erweiterten Berufsbildungsreife in Mathematik nicht bestanden.
Es lässt sich nur mutmaßen, wie viele
darunter schon seit Beginn ihrer Schulzeit Schwierigkeiten beim Erlernen des
Rechnens hatten. Der Anteil dürfte aber
– bei Prävalenz der „Rechenstörung“ in
der Bevölkerung von ca. 5 Prozent – erheblich sein. Jede Bildungskarriere, die durch
Diskriminierung rechenschwacher Kinder
gebremst oder verhindert wird, ist eine zu
viel.
Mark Rackles
Staatssekretär der Senatsverwaltung
für Bildung, Wissenschaft und
Forschung (angefragt)
Dipl.-Psychologin und wissenschaftliche
Beraterin des LVL Berlin
Dr. Jürgen Schneider
Besondere Schwierigkeiten beim Erlernen
des Rechnens dürfen weder bei der Wahl
der weiterführenden Schule noch für das
Landesbeauftragter für Menschen mit
Behinderungen, Senatsverwaltung für
Gesundheit und Soziales
Abschlusses eine entscheidende Rolle
spielen. Dies ist durch adäquate Förderung und besondere Regeln für Übergänge und Prüfungen sicher zu stellen.
Durch die Veranstaltung führt André Nogossek, langjähriges Mitglied des Bezirkselternausschusses und der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf und des Landeselternausschusses Berlin.
Wann
&
wo?
LEDY 01.2015
LVL Berlin – Aus den Landesverbänden
Vorankündigung
Bärchenfest
am 09. Mai 2015
1 8 27 9
2
50
LVL Maskottchen Paul setzt sich in diesem Jahr besonders für alle Kinder und Jugendlichen mit Schwierigkeiten beim Rechnen ein, deshalb hat er seine Geburtstagsfeier vorverlegt. Er wird seinen Geburtstag mit Kindern, Jugendlichen und Eltern am
09.05.2015 von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr feiern. Das Programm stand bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht vollständig fest, die aktuellen Programmdetails
LEDY 01.2015
Aus den Landesverbänden – LVL Hamburg
Einladung
Ordentliche Mitgliederversammlung
des LVL Hamburg am 15. April 2015
(Diese Einladung gilt laut Satzung anstelle eines persönlichen Briefes. Eine gesonderte Einladung erfolgt nicht mehr.)
Wandsbeker Chaussee 8, 22089 Hamburg, Konferenzraum 3 im 1. OG (U-Bahn Wartenau, S-Bahn Landwehr) die ordentliche Mitgliederversammlung statt.
Die Tagesordnung wird wie folgt vorgeschlagen:
Bärchenfest 2015
Termin:
Zeit:
Wann
&
wo?
09.05.2015
11.00 Uhr – 17.00 Uhr
Programm
11.00 Uhr – 13.00 Uhr Thema: Nachteilsausgleich in der Grund- und Oberschule
13.00 Uhr – 15.00 Uhr Kaffeepause/ Imbiss
15.00 Uhr – 16.30 Uhr Christel Hanke, LVL Berlin
Thema
Wie können legasthene und dyskalkule Schüler „inklusiv“ beschult werden?
Aktion für Kids und Teens
Genaues erfahrt Ihr auf unserer Internetseite www.lvl-berlin.de
Ort
Selbsthilfetreffpunkt Siemensstadt, Wattstr. 13, 13629 Berlin (U7 Rohrdamm)
Anmeldung
ab sofort per E-Mail: [email protected] oder Tel. 030-4366 6333
Für Mitglieder des LVL Berlin ist diese Veranstaltung kostenlos.
Für Nicht-Mitglieder erheben wir einen Unkostenbeitrag in Höhe von 10,00 Euro.
Für Kinder: Unkostenbeitrag für die Aktion und BVG Fahrscheine für die Hin- und
Rückfahrt, sollten nicht genügend Gruppenkarten vorhanden sein.
Ich freue mich auf Sie und Ihre Kinder!
Tschüss Paulchen
51
1. Eröffnung und Begrüßung
2. Formalien
• Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung
• Feststellung der Beschlussfähigkeit
• Genehmigung des Protokolls der ordentlichen Mitgliederversammlung 2014
• Festlegung der Tagesordnung
3. Bericht des Vorstands
4. Kassenbericht der Schatzmeisterin nebst Prüfbericht der Kassenprüferinnen
5. Entlastung des Vorstands
6. Festlegung der Zahl der zu wählenden Vorstandsmitglieder
7. Wahl des neuen Vorstands
• Vorsitzende(r)
• Stellvertreter(in)
• Schatzmeister(in)
• 2 Beisitzer(innen)
8. Wahl der Kassenprüfer(innen)
9. Verschiedenes
Anträge und Wünsche teilen Sie uns bitte bis zum 08.04.2015 schriftlich mit.
Das Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 14.05.2014 liegt am 15.
April 2015 aus. Auf Wunsch wird Ihnen das Protokoll zugesandt.
Wir freuen uns auf Ihre rege Beteiligung.
Wenn Sie keine Gelegenheit haben, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen und
eine Email Adresse haben, bitten wir Sie recht herzlich, uns diese auf unserer Internetseite www.lvl-hamburg.de unter „Kontakte“ mitzuteilen. Wir werden Ihnen dann
gern das Protokoll der Versammlung und auch andere Informationen zu unserer Arbeit zusenden.
Für den Vorstand, Beate Nehring-Reimer, Vorsitzende
Wann
&
wo?
52
LVL Hessen – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
Rückblick
„Erfolgreich fördern mit Mut und
Kompetenz“
Die XIV. interdisziplinäre Fachtagung
war ein voller Erfolg!
Mit der Fachtagung am 08. November
2014 an der Justus-Liebig-Universität
Gießen hat der Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie in Hessen seine
überaus traditionsreiche Fachtagung
jetzt in Gießen am Philosophikum II. fortgesetzt.
Die XIV. Interdisziplinäre Fachtagung
Legasthenie und Dyskalkulie trug das
Motto: „Erfolgreich fördern mit Mut und
Kompetenz“ und konnte den Eltern, Betroffenen, Pädagogen, Ärzten und Psychologen, Lerntherapeuten ein gleichermaßen interessantes und lehrreiches
Programm bieten.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
wurden vom 1. Vorsitzenden Herrn Kehrmann und der 2. Vorsitzenden Frau Behrent begrüßt. Für die Justus-Liebig-Universität sprachen der Vizepräsident Herr
Prof. Dr. Dorresteijn und für das Institut
für Heil- und Sonderpädagogik Frau Prof.
Dr. von Stechow. Beide betonten die
Notwendigkeit dieser Fachtagung und
sprachen sich bereits hier für eine mögliche Fortführung eines solchen Fortbildungsangebots in Kooperation mit dem
Landesverband aus. Herr Prof. em. Dr.
Warnke konnte in seinem heiteren Grußwort an die Tradition der LVL-Fachtagungen anknüpfen. Für das hessische Kultusministerium betonte Frau Oertel die
positive Arbeit der Eltern von betroffenen
Kindern, die erst eine solche Fachtagung
ermöglichen konnten. Fördern mit Mut
und Kompetenz war allen Rednern ein
wichtiges Anliegen. Die Moderation der
Begrüßung hatte Frau Unterleider übernommen.
Am Vormittag konnten die Teilnehmer
und Teilnehmerinnen zwischen den Vorträgen von Prof. Dr. Andreas Warnke zu
„Legasthenie in Familie und Schule“oder
von Prof. Dr. Michaela Greisbach zur
„Lernfortschrittsmessung als förderdiagnostisches Instrument “ oder der Neurobiologin Dr.sc.nat. Karin Kucian aus Zürich zu „Was das Gehirn über Dyskalkulie
verrät“ entscheiden. Im zweiten Teil der
Vorträge dozierten die Juristin Dr. Gabriele Marwege über „Verfassungsrechtliche Vorgaben“, Prof. Dr. Dr. Albrecht
Beutelspacher über „Mathematik für Alle“
und Prof. Dr. Bernd Wollring sprach über
den „Zusammenhang von Sprache und
Mathematik“.
Während der Mittagspause mit einem gesunden Imbiss der LiLo, dem Küchenbetrieb der Lebenshilfe Gießen e. V., konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen
sich bei diversen Ausstellern über aktuelle Bücher, Spiele und päd. Arbeitsmaterial informieren.
Am Nachmittag fanden 8 Workshops zu
ausgewählten Themen zum erfolgrei-
LEDY 01.2015
Aus den Landesverbänden – LVL Hessen
chen Fördern mit Mut und Kompetenz
statt. Dabei bildeten sich die Anwesenden über neue Methoden zur Diagnose
und Förderung sowohl für die Problematik der Dyskalkulie und über die Legasthenie weiter. Ein Workshop befasste
sich mit dem hessischen Schulrecht.
Für die Lehrkräfte bestand die Möglichkeit, eine Akkreditierungsbescheinigung
zu erhalten.
Die Organisation der Fachtagung wäre
nicht möglich gewesen ohne die überaus
bereichernde Kooperation mit Frau Klocke von der Arbeitsstelle Inklusion und
Lernwerkstatt sowie mit Frau Huppert
vom Zentrum für Lehrerbildung der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Bericht
Aus dem Gießener Anzeiger vom 10.11.2014
Interdisziplinäre Tagung beschäftigt sich mit
Lese- und Rechtschreibschwäche
Kämpft für pädagogische Gerechtigkeit,
„damit kein Kind zurückgelassen wird“:
Andreas Warnke.
GIESSEN – (jem). „Es gibt keine Schule,
in der Platz für Sascha ist“: So urteilte vor
Jahren ein Lehrer über seinen Schüler,
der trotz entsprechenden Alters weder
richtig schreiben noch lesen konnte. Was
der Lehrer damals nicht wusste: Sascha
ist Legastheniker. „Es hat sich einiges
verbessert. Die Lernschwäche ist heute
anerkannt und Schüler mit dieser Behinderung werden unterstützt“, bewertete
Sabine Behrent vom Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie (LVL) Hessen
die Situation. Am Rande der gut besuchten 14. Interdisziplinären Fachtagung
der LVL fanden im Philosophikum II der
Justus-Liebig-Universität den gesamten
Samstag Vorträge und Workshops zu
Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwä-
che statt. Ziel sei es, so Behrent, Betroffenen, Eltern, Pädagogen und Therapeuten zu helfen, sich über die Fortschritte
des Krankheitsfeldes zu informieren und
aufzuklären.
Etwa fünf bis sieben Prozent der Schüler
sind von einer der Lernschwächen betroffen, mehrheitlich Jungen. Oft geht dies
mit schulischen und psychischen Problemen einher. Um diesen Kindern „ihre
Würde zurückzugeben und ihr Leben
lebenswerter zu machen“, dafür setzen
sich Wissenschaftler wie der Psychologe
Prof. Andreas Warnke ein. Er leitete 20
Jahre die Kinder- und Jugendpsychiatrie
am Würzburger Universitätsklinikum und
gilt im deutschsprachigen Raum als ei-
53
54
LEDY 01.2015
LVL Hessen – Aus den Landesverbänden
ner der führenden Experten auf dem Forschungsgebiet der Legasthenie. „Es geht
nicht um Schuldzuweisungen an Eltern
oder die Gesellschaft“, sagt Warnke. Vielmehr gehe es ums Erkennen, Verstehen
sowie den Umgang mit der Krankheit.
Sein Lehrstuhl wirkte entscheidend an
der bayerischen Gesetzgebung zum
„Legasthenie-Erlass“ mit. Dieser legt
fest, dass Kindern mit Lese- und Rechtschreibstörung ein Nachteilsausgleich in
der Schule gewährt werden muss.
Was das bedeutet, erklärt Warnke: „Folgender Fall: Eine Landkarte war vorgegeben und der Schüler sollte die Namen der
Städte angeben. Er wusste alle Städtenamen, nur hat er die meisten falsch geschrieben.“ Bei so einem Problem stelle
sich die Frage, ob der Schüler wegen der
Rechtschreibung die Note Sechs bekommt
oder ein „Sehr gut“, weil er alles wusste. Vor
dem Nachteilsausgleich hätte der Schüler
die Sechs bekommen, nun eine Eins.
Dieser drastische Unterschied zwischen
Gelerntem und der Fähigkeit, es zu ver-
schriftlichen, sei typisch für Schüler mit
Legasthenie. Mit mangelnder Intelligenz
habe die Schwäche nichts zu tun. Aber
oft lese er Notizen von Lehrern an korrigierten Klassenarbeiten, so Warnke, die
seien „erschütternd“, wie das Beispiel
von Sascha zeige. Das führe bei den
ist eine „ethische Entscheidung, dass
ein Kind die Chance des Nachteilsausgleichs bekommt“. Unter den Schülern
mit Legasthenie seien viele Schulverweigerer. „Vor 30 Jahren musste eine Drittklässlerin vor einer ersten Klasse vorlesen. Alle haben sie ausgelacht. Sie war
damals tief traumatisiert und hasste es,
zur Schule zu gehen.“ Doch die Krankheit wurde diagnostiziert und behandelt.
Heute ist sie Anästhesistin.
Warnkes Wunsch: Barrieren abbauen und
vor allem Lese- und Rechtschreibübungen.
Außerdem müsse der Betroffene lernen,
mit seiner Krankheit umzugehen, notfalls
mit einer Psychotherapie. Somit kämpft
der Psychologe über seine Pension hinaus
weiter für eine pädagogische Gerechtigkeit, „damit kein Kind zurückgelassen wird“.
Treffen der Ortsgruppe Legasthenie und Dyskalkulie Kreis Gießen
Einladung für das erste Halbjahr 2015: 23. April, 21. Mai, 16. Juni
Willkommen sind alle Eltern, Betroffene,
Lerntherapeutinnen, Lehrkräfte und
Interessierte, die neugierig auf eine Veränderung in unserem Schulsystem sind.
Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an
Gabriela Ludwig
[email protected]
Tel. 06404-40 70 168 oder 0176 84 10 81 60
oder schauen Sie auf die Homepage www.LVL-Hessen.de.
LEDY 01.2015
LVL Niedersachsen – Aus den Landesverbänden
55
Vorankündigung aus Wolfenbüttel:
Von Hochbegabung bis Dyskalkulie:
Mathematik für alle mit KUMON
Mathematik ist das unbeliebteste Fach
in Deutschland. Mehr als die Hälfte aller
Nachhilfeschüler versuchen in Mathematik mitzukommen. Ist Mathematik für
jeden erlernbar und wie kann man Mathematik für Schüler/innen aller Bega-
der 60 Jahre KUMON nachgehen. KUMON verwendet ein einziges Programm,
das von der Vorschule bis zum Abitur
reicht, für alles seine Schüler/innen, egal
ob diese hochbegabt sind oder mit Dyskalkulie zu kämpfen haben.
Fragen wollen wir vor dem Hintergrund
Vortrag zu Englisch mit KUMON statt.
Referent: Thomas Neumann
Ort: Cafeteria der Evangelischen Familienbildungsstätte,
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1, 38300 Wolfenbüttel
Zeit: Donnerstag 11.06.2015 um 18.00 Uhr bis voraussichtlich 19.30 Uhr
Wann
&
wo?
Anmeldung
Evangelische Familienbildungsstätte WF
Tel.
05331-802-450
Gebühr: 4,00 Euro
Vom Sprachgenie bis Legasthenie:
Englisch für alle mit KUMON
Referent: Thomas Neumann
Ort: Cafeteria der Evangelischen Familienbildungsstätte
ca. 21.30 Uhr in der Anna-Freud-Schule in
Lich statt.
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1, 38300 Wolfenbüttel
Zeit: Donnerstag 11.06.2015 um 20.00 Uhr bis voraussichtlich 21.30 Uhr
Adresse
Anmeldung
Erich-Kästner-Straße 14 in 35423 Lich.
Bitte beachten Sie die Wegbeschreibung
an der Tür.
Evangelische Familienbildungsstätte WF
Tel.
05331-802-450
Gebühr: 4,00 Euro
Wann
&
wo?
56
LVL Niedersachsen – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
ick
Rückbl and
r
e b
Kreisv genGöttin m
i
Nor the
LEDY 01.2015
abgrenzbaren Arbeitsgedächtnisproblemen zusammen und deren Diagnose hilft
Ursachen von Dyskalkulie und Legasthenie zu verstehen und somit bessere Therapiemöglichkeiten zu entwickeln.
Eingerahmt wurde der Kongress durch
die tollen Musikbeiträge des Schulorchesters, einem von der Schulküche gut
ausgerichteten Catering mit kalten und
warmen Speisen und Getränken, einem
pausenfüllenden witzigen Sketch-Duo
sowie verschiedenen Verlags- und Infoständen.
4. Göttinger Kongress
„Was ist nachhaltiger als Kinder?“
Der Kreisverband Göttingen-Northeim
rief am 10. und 11. Oktober 2014 zum 4.
Kongress und alle kamen: Mit 230 Teilnehmern und 24 Referenten in fast 40
Vorträgen und Workshops an der IGS
Göttingen, war dies die bisher erfolgreichste Göttinger Fachtagung zu den
Herausforderungen von Legasthenie und
Dyskalkulie.
Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der
Kreisverband in Form eines Appells an
die Göttinger Landtagsabgeordneten,
Bundestagsfraktionen und Niedersächsischen Landtagsfraktionen Forderungen in der öffentlichen Presse zur Unterschriftensammlung verfasst, welche
sich auf die Verbesserung bezüglich der
Gesetzgebung des § 35a KJHG, des zu
gewährenden Nachteilsausgleichs und
staatlichen Ausbildung für Lerntherapeuten bezogen.
Gleich am Freitag, den 10.10.14 im Eröffnungsvortrag von Herrn Prof. Dr. Gerd
Schulte-Körne, konnten sich die Besucher
dann über die aktuelle Expertise im BeFörderung des Lesens und Schreibens
informieren. Vor dem Hintergrund neurowissenschaftlicher Studien erläuterte Herr
Prof. Schulte-Körne sehr anschaulich den
Zusammenhang zwischen legasthenen
Problemen und den Abläufen in den Gehirnprozessen sowie deren Behandlungsevidenz. Auditive Förderprogramme und
Trainingskonzepte auf Silbenbasis bieten
hiernach die besten Erfolgsmöglichkeiten.
Der den Folgetag des Kongresses einführende Vortrag von Frau Prof. Dr. Claudia
Mähler informierte dann vor dem hochinteressierten Publikum über erstaunliche Zusammenhänge zwischen den
Leistungen des Arbeitsgedächtnisses
und Teilleistungsstörungen. Lernstörun-
Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns
nochmals sehr herzlich beim BVL für das
umfangreich und großzügig zur Verfügung gestellte Info-Material bedanken.
Fast alles konnte unter die interessierten
Besucher verteilt werden.
LVL Niedersachsen – Aus den Landesverbänden
Die ausgewerteten Evaluationsbögen
dokumentierten dann darüber hinaus
höchste Zufriedenheit über die dargebotenen Workshops und Vorträge bei allen
Teilnehmern, so dass der nächste Kongress in Göttingen für 2016 beim Vorstand bereits in Planung ist.
Ellen Prinz-Burghardt
57
58
LEDY 01.2015
LVL Niedersachsen – Aus den Landesverbänden
Brain-Gym®
Brain Gym® – wörtlich Gehirngymnastik –
wurde von dem amerikanischen Pädagogen
Dr. Paul Dennison entwickelt. Seine Übungen fördern – bei regelmäßiger Anwendung
– die gute Zusammenarbeit aller zentralen
Gehirnbereiche sowie die körperliche und
geistige Fitness. Dies ist u. a. die Grundlage
für optimales, leichtes Lernen und motiviertes,
klares Handeln. Fähigkeiten, die vielen Schülern und Schülerinnen heutzutage fehlen.
Aus diesem Grund organisierte der
Kreisverband Legasthenie Osterode e.V.
(KVLO), Brain-Gym®- Kurse für Kinder und
Jugendliche, um diese Fähigkeiten zu stärken. „Dank einer Spende des Lions Club
Südharz konnten wir diese Kurse anbieten.
Darüber sind wir sehr froh und danken dem
Lions Club für die Unterstützung“, erklärt
Thea Schunk, 1. Vorsitzende des KVLO.
In lockerer Atmosphäre lernten 12 Kids
bei Antje Merten, Lerntrainerin und BrainGym® -Instruktorin in Herzberg, die Grundlagen von Brain-Gym®.
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
59
Einladung
Damit das Lernen (wieder) mehr Spaß macht
Um welche neue, geheimnisvolle Sportart mag es sich wohl handeln, deren Übungen u. a. die Namen „Schwerkraftgleiter“,
„Hook-ups“, „Wadenpumpe“, „Erden“ oder
„Denkmütze“ haben?
LEDY 01.2015
„Die Kinder sind sehr daran interessiert,
was in ihrem Gehirn beim Lernen eigentlich
abläuft“, so Merten, „daher ist es mir wichtig, ihnen diese Informationen mitzugeben.
Wir besprechen darüber hinaus Situationen, in denen sie aufgeregt sind, z. B. beim
Vortragen von Gedichten, Referaten oder
bei Klassenarbeiten. Und vor allen Dingen
zeige ich ihnen, welche Brain-Gym®-Übungen ihnen in diesen Situation helfen können,
sich zu beruhigen und zu konzentrieren.“
Bereits am Ende des ersten Kurses gaben
die Kinder und Eltern ein positives Feedback.
Zum einen wurde festgestellt, dass sie die
Übungen aus eigenem Antrieb durchführen,
und zum anderen, dass dadurch z. B. die
Hausaufgaben schneller erledigt werden.
Robin, neun Jahre, erzählt, dass „Wasser
trinken“ zu seinen Lieblingsübungen gehört. Wasser hätte er auch vorher schon
gerne getrunken, aber nun, da er wüsste,
wie gut es ihm beim Lernen tue, trinke er
es noch viel lieber. Klasse fände er auch,
dass bei den Überkreuzübungen „mal richtig Bewegung in die Sache kommt“.
Damit hat Robin wohl Recht, denn „Überkreuzübungen von Armen und Beinen, am
„die neuronalen Bahnen und fördern die
bessere Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften. Täglich angewendet, bilden sich
neue Bahnen, die das Lernen erleichtern.“
Wer eher Entspannung benötigt, neue
Energie sammeln muss oder seine
Brain-Gym®-Repertoire auch für diese Aufgaben die entsprechenden Übungen.
Der KVLO hofft, auch 2015 Kurse in diesem Bereich anbieten zu können.
„LRS und Fremdsprachen (Englisch)“
Montag, 20. April 2015
um 19.30 Uhr
in der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn
als „Frühjahrsauftakt und gemeinsame Veranstaltung der Bonner LRS-, Legasthenie-,
Dyskalkulie- und Teilleistungsschwächen-Arbeitsgruppen“
Durchschnittlich 5–20 % aller mitteleuropäischen Schülerinnen und Schüler weisen
Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben auf. Dass sich diese Probleme auch
negativ auf das Erlernen der Fremdsprache Englisch auswirken können, ist mittlerweile erwiesen. In diesem Vortrag wird
den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
daher praxisorientiert gezeigt, wie sie im
Englischunterricht, der außerschulischen
Förderung oder im Elternhaus lese-/rechtschreibschwache Schülerinnen und Schü-
ler diagnostizieren, differenzieren und fördern können. An Beispielen wird gezeigt,
wie eine Förderung in Bezug auf Englisch
als Fremdsprache im Allgemeinen aussehen kann und welche wissenschaftlich
erprobten Methoden es gibt, betroffene
Fremdsprache zu begeistern.
Informationen zum Referenten:
Dr. David Gerlach, promovierter Schulpädagoge und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-Universität Marburg, hat im Rahmen seiner Forschung das Englisch-LRS-Förderkonzept „wordly“ entwickelt.
Weitere Informationen unter: www.legasthenie-englisch.de
Informationen zum Moderator:
Bert Kerstin (Bonn), Referent für Lehrerfortbildungen „Englischunterricht und LRS“.
Veranstaltungsort ist die vom BVL 2012 ausgezeichnete Bertolt-Brecht-Gesamtschule (1. Preis beim bundesweit ausgeschriebenen Schulwettbewerb „Legastheniefreundliche Schule“ des BVL ), Schlesienstraße 21–23, 53119 Bonn
Tel. 0228-777 23
www.bbgbonn.de
Zusammengestellt: Gerald Möller, Schriftführer LVLD NRW e.V.
[email protected] | Tel. 0228-33 606 77
Wann
&
wo?
60
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
•
•
•
•
Information LVL Nordrhein-Westfalen
Erklärungen zum LRS-Erlass und
einige Tipps
Der LRS-Erlass NRW ist eine schulrechtliche Vorschrift.
Hilfen für die Bewältigung der LRS, insbesondere für den Umgang mit angstauslösenden Situationen (Arbeiten u. Prüfungen), werden angesprochen.
Die konsequente positive Rückmeldung, auch über kleine Lernfortschritte, ist erforderlich!
Ist kein Lernzuwachs festzustellen, müssen die gewählte Methode und gegebenenfalls das Förderkonzept geändert werden.
Die FachlehrerInnen sollen in die Förderung einbezogen werden.
All diese Punkte können Eltern auch als
Argumente in die Gespräche mit Schulen
einbringen.
Kann-Bestimmungen im Erlass beziehen
sich z.B. auf Diktate und individuelle Förderung. (s.§ 4.1)
Das heißt:
Der Erlass gilt grundsätzlich für alle Schulen von Klasse 1 bis einschließlich Klasse
10 (bei G8 bis einschl. Kl. 9), falls die Kriterien für die Zielgruppe gem. § 3.1 vorliegen.
Einen Erlass kann man nicht beachten, sondern man muss ihn seiner Gesamtheit
beachten!
Und in diesen Fällen bedeutet das, dass die
Lehrerin/der Lehrer z.B. andere Aufgaben
stellen, mehr Zeit einräumen (s. §4.1) oder
Textaufgaben vorlesen kann. Auch kann
von einer Benotung abgesehen werden.
Er existiert seit 1991 und gilt nach wie vor!
(s. Homepage Schulministerium NRW LRS-Erlass)
Das Zeugnis kann mit einer Bemerkung
versehen werden, dass eine LRS vorliegt
oder eine LRS-Förderung erteilt wurde.
Die §§ 1 und 2 nehmen einen breiten Raum ein. Hier einige Punkte:
Der Lehrer oder die Lehrerin muss auf
Grundlage des Erlasses entscheiden,
was im jeweiligen Einzelfall sinnvoll im
Sinne einer Förderung ist. Er/sie ist verantwortlich.
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Das Lesen und Schreiben zu lehren wird als wesentliche Aufgabe der Grundschule benannt.
In diesen Bereichen müssen alle Kinder tragfähige Grundlagen erwerben.
Die Fremdsprachen sind eingeschlossen.
Im § 2 wird beschrieben, wie umfangreich eine Analyse der Lernsituation erhoben
werden soll und dass gezielt gefördert werden muss.
Die bloße Feststellung des Ausmaßes von Versagen genügt nicht.
Das Kennen des Bedingungsgefüges der LRS wird als hilfreich beschrieben, d.h.,
dass LehrerInnen sich über das Problem LRS kundig machen sollten.
Sind die LehrerInnen unsicher, sollen sie sich Rat bei Fachleuten holen.
Die Kinder sollen die Förderung insgesamt als Hilfe erleben.
Differenzierte Hausaufgaben sind möglich.
61
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
Der LRS-Erlass für NRW ist kein reiner
„Legasthenie“-Erlass, sondern ist immer
dann zu beachten, wenn ein Kind – egal
aus welchen Gründen – im Lesen und/
oder Rechtschreiben versagt.
Die Zuordnung zur Zielgruppe des Erlasses ist immer dann gegeben, wenn das
Lesen und/oder die Rechtschreibung über
drei Monate mit unter vier beurteilt wird!
nung geknüpft!
In den weiterführenden Schulen (alle
Schulen, die auf die Grundschule folgen)
steht auf dem Zeugnis in Deutsch nur
noch eine Gesamtnote. Hier müssen die
Eltern bei der Lehrerin oder dem Lehrer
die Beurteilung des Lesens und Rechtschreibens erfragen.
Denn manche LehrerInnen bewerten
„aus pädagogischen Gründen“ diese
Leistungen mit ausreichend und vermeiden damit die Anwendung des Erlasses.
§
Der § 4 ist besonders wichtig.
Hier ist festgehalten, dass der Erlass für
die Klassen 1 bis 6 und in besonders begründeten Einzelfällen auch für die Klassen 7 bis 10 (G8 bis einschl. Kl. 9) gilt.
Der § 4 ist
besonders
wichtig.
62
LEDY 01.2015
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
Was sind besonders begründete Einzelfälle?
Das sind all die Fälle, in denen Lesen
und/oder Rechtschreiben noch mit mangelhaft bewertet wird!
Mit „Schriftliche Arbeiten und Übungen
zur Bewertung der Rechtschreibleistung“
sind Diktate in Deutsch und/oder den
Fremdsprachen gemeint. Hier können
die Lehrer/Innen mehr Zeit geben, eine
ganz andere Aufgabe stellen, die sich
am Leistungsstand des Kindes orientiert,
oder von der Benotung absehen. Diese
Möglichkeiten sind Beispiele.
LEDY 01.2015
Und hier noch einige von den Schulen angeführte Gründe, warum sie den
Erlass nicht anwenden wollen:
>
>
Aber dieses Üben ist auch sinnlos. Man
erkennt es daran, dass das Kind nach
acht bis vierzehn Tagen das Diktat wieder
sehr fehlerhaft schreiben wird. Eins der
wichtigsten Kriterien einer guten Förderung ist, dass das Kind da abgeholt wird,
wo es steht. Es ist also wichtig, nicht auf
dem Niveau der Klasse zu üben, sondern
sich nach dem Lernstand des Kindes zu
richten. Ein Klassendiktat entspricht aber
dem Niveau der Klasse, auf dem sich das
Bei allen anderen Arbeiten (z.B. Aufsätzen,
Berichten, Hausaufgaben) in Deutsch und
oder anderen Fächern dürfen die Rechtschreibleistungen nicht bewertet werden.
„Der Erlass ist nur ein KANN-Erlass.“
Das stimmt so nicht, s.o.!
„Unser Kollegium hat beschlossen, dass an unserer Schule der Erlass nicht
angewendet wird.“
Jeder Lehrer und jede Lehrerin ist verantwortlich für die Anwendung des Erlasses. Er
bzw. sie muss sich an das halten, was das Ministerium für Schule und Weiterbildung
anweist und nicht an das, was das Kollegium beschließt.
„Legasthenie gibt es nicht mehr!“
Ratschlag an Eltern:
Falls der Text oder Teile des Textes für
ein Diktat zu Hause geübt werden sollen:
Bitte nicht wie verrückt üben! Manche
LehrerInnen nehmen dann diese Diktatleistungen, die nicht nachhaltig gekonnt
werden, als Grundlage für die Beurteilung der Rechtschreibnote. Das Kind bekommt dann zwar keine fünf, aber damit
entfällt die Grundlage für die Zuordnung
in die Zielgruppe des Erlasses.
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
Das heißt, es darf nur die inhaltliche Leistung bewertet werden und es darf wegen
schlechter Rechtschreibung kein Punktabzug erfolgen!
In den Fremdsprachen können Vokabelkenntnisse mündlich abgefragt werden.
>
>
Aber ja, es gibt sie noch, siehe ICD 10 der WHO. Ob eine Legasthenie oder ein anderer Grund vorliegt, die Schule muss den Erlass anwenden, sobald die Rechtschreibung und/oder das Lesen über drei Monate unter vier bewertet wird!
„Der Erlass ist abgeschafft!“
Nein, er ist er nicht abgeschafft. Lediglich redaktionelle Änderungen wurden vorgenommen.
„Ihr Kind ist zu faul, es übt nicht genug. Daher werde ich den Erlass nicht anwenden.“
Diese Möglichkeit sollte genutzt werden.
Verlangt der Lehrer oder die Lehrerin jedoch, dass Vokabeltests mitgeschrieben
werden, darf er oder sie logischerweise
die Rechtschreibfehler nicht negativ bewerten, sondern der Lehrer oder die Lehrerin kann nur überprüfen, ob das Kind
die Vokabeln im Prinzip kennt.
Eine Fünf in der Rechtschreibung und/
oder dem Lesen ist nicht versetzungsrelevant. Sie ist auch kein Grund, den Besuch
einer Realschule oder eines Gymnasiums
zu verweigern.
>
1. Steht ein Kind im Lesen und/oder Rechtschreiben auf fünf, ist der Erlass anzuwenden ohne Wenn und Aber.
2. Die Nichtanwendung als Druckmittel zu verwenden, beinhaltet die Gefahr, dass dadurch ein LRS-Kind völlig entmutigt wird! Ein LRS-Kind braucht aber mehr Zeit und
nicht mehr Druck – und schon gar nicht durch eventuell unberechtigte Vorwürfe.
In solchen Fällen berufen Sie sich in einem Gespräch auf die §§ 1 und 2.
„Ihr Kind hat nur im Rechtschreiben die Note mangelhaft, aber nicht im Lesen.
Wir haben aber einen Lese-Rechtschreib-Erlass! Daher können wir leider den
Erlass für ihr Kind nicht anwenden.“
>
Das ist nicht logisch.
Weil ein Kind im Lesen nicht versagt, werden ihm die Hilfen des Erlasses für die mangelhafte Rechtschreibung versagt?
Der Erlass besagt in § 2.1, dass es für eine gute Förderung hilfreich ist, das Bedingungsgefüge der LRS möglichst genau zu kennen, das heißt, dass sich Lehrer oder
Lehrerinnen über die LRS kundig machen sollten. Und dann wäre auch bekannt, dass
es bei einigen Kindern vorkommen kann, dass das Lesen schon sehr gut geht, aber
die Rechtschreibung mangelhaft ist. Umgekehrt kann aber auch in Einzelfällen nur
eine Leseschwäche vorliegen.
Diese Einzelfälle liegen in der Natur der LRS.
63
64
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
>
>
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
„Nur wenn Ihr Kind anhand eines Gutachtens nachweist, dass eine LRS vorliegt,
können wir den Erlass anwenden.“
Schulen fordern oft: „Üben Sie mehr mit ihrem Kind!“
Daran ist die Anwendung des Erlasses nicht gebunden.
Die Beurteilung der Rechtschreib- oder Lesekompetenz gehört zum Handwerkszeug
eines jeden Lehrers oder einer jeden Lehrerin.
Denn Eltern sind diejenigen, die am wenigsten eine gute, geschweige denn fachgerechte Förderung mit ihren Kindern durchführen können. Sie wissen meistens nicht,
was genau sie üben sollen, die Kriterien einer fachgerechten Förderung sind ihnen
nicht bekannt. Sorgen und Ängste der Eltern schleichen sich bei diesem Üben unbewusst ein und im schlimmsten Fall ist dann der gesamte Familienfrieden erheblich
gestört. In der LRS-Therapie erfahrene LehrerInnen und/oder LRS-Therapeuten sind
hier erfolgreicher.
>
„Nur wenn Ihr Kind an einer außerschulischen Förderung teilnimmt, können
wir den Erlass anwenden.“
Auch daran ist die Anwendung des Erlasses nicht gebunden.
Gehört das Kind zur Zielgruppe des Erlasses (§ 3.1.) muss der Erlass angewendet
werden.
„Ihr Kind muss am schulischen LRS-Förderkurs teilnehmen.“
Aussage der Schule bezüglich Arbeiten oder Tests:
„Ihr Kind schreibt so undeutlich, das kann ich nicht lesen und daher auch
nicht beurteilen. Also: Note mangelhaft.“
Oder: „Ihr Kind schreibt viel zu wenig Text.“
>
Dieses Verhalten der Kinder ist ein Vermeidungsverhalten und u.a. die Folge einer
Nichtanwendung des Erlasses. Wenn Rechtschreibfehler zu schlechten Noten führen,
wenden LRS-Kinder diese Taktiken an.
Würde dem Kind vor einer Arbeit gesagt, dass bei dieser Arbeit die Rechtschreibfehler nicht gewertet werden, hat die Erfahrung gezeigt, dass es seine Fehler nicht
„versteckt“ sondern deutlicher schreibt – und mehr Text erstellt.
Die Regelung der Rechtschreibnotenbefreiung ist keine „Verschonung“ des Kindes.
Denn nur so kann das Kind lernen, einigermaßen unbelastet von seiner LRS, Texte
zu erarbeiten.
„Wenn ich Ihr Kind anders behandele als die anderen Kinder, dann ist das
ungerecht! Das kann ich nicht verantworten!“
>
>
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
Unterschiedliche Kinder gleich zu behandeln ist ungerecht! Schönes Beispiel: Unsere
Kinder haben eine Teilleistungsstörung. Kinder, die eine Brille tragen müssen, haben
auch eine Teilleistungsstörung. Selbstverständlich wird dem Brillenträger die Brille
nicht verweigert, aber den LRS-Kindern die Hilfen bzw. der Nachteilsausgleich durch
den Erlass?
„Wollen Sie etwa, dass ich Ihrem Kind einen Stempel aufdrücke?“
Offenheit ist hier notwendig und hilfreicher. Unsere Kinder haben nun einmal die
LRS-Problematik. – Leider!
Es hat sich in langen Jahren der Beratung immer wieder gezeigt, dass es für die
Kinder viel leichter ist, wenn sie wissen, warum sie auf diesem Gebiet versagen und
wenn sie lernen, damit offen umzugehen. Wenn sie immer Angst haben müssen,
dass sie „entdeckt“ werden, sind sie – auch in ihrem späteren Leben – nicht in der
Lage, um Hilfe zu bitten. Vertuschen ist also kontraproduktiv!
>
Im Prinzip ist das richtig, aber manchmal nicht hilfreich.
Denn für ein besonders stark betroffenes Kind ist Einzelunterricht notwendig. Wenn
ein Kind den in einer außerschulischen Förderung bekommt, ist das effektiver als die
Teilnahme am schulischen LRS-Kurs. Daran nehmen im Allgemeinen mehrere Kinder
teil, auf deren unterschiedliche Lernstände sich ein solcher Kurs einrichten müsste,
was leider nur sehr selten vorkommt.
Falls dieser schulische Förderunterricht also nicht zielführend ist, wird die eh knappe
Zeit der Kinder unnötig verschwendet.
Eltern können also einen „deal“ anbieten: „Wir übernehmen die außerschulische,
fachgerechte Förderung und Sie sorgen sich um die Förderung in der inneren Differenzierung.“
Einige Tipps
Falls Gespräche mit den Schulen erfolglos sind, oder es sogar zu Auseinandersetzungen kommt ist es sehr hilfreich, sich von einer Schulrätin oder einem Schulrat
beraten zu lassen und um Vermittlung zu bitten.
Dem Schulrat oder der Schulrätin obliegt die Aufsicht von Grund- und Hauptschulen.
Die Telefonnummer steht unter Stadtverwaltung der jeweiligen Stadt, in der die Schule angesiedelt ist.
Bei allen anderen weiterführenden Schulen ist die Bezirksregierung für die Aufsicht
man bei google z.B. „Düsseldorf Bezirksregierung“ eingibt, dann „Schule“ oder „Kontakt“ o.ä. anklickt und sich dann mit dem zuständigen Referenten verbinden lässt und
um Hilfe bittet oder, bei komplexer Sachlage, um ein Beratungsgespräch.
Dieses Gespräch am besten zu zweit führen, da dann jemand vorhanden ist, mit dem
man das Gespräch eventuell auch noch einmal durchsprechen kann. Auch sind eine
65
66
LVL Nordrhein-Westfalen – Aus den Landesverbänden
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
Veranstaltungen und Termine
gute Vorbereitung durch eine Liste mit Stichpunkten und Notizen während des Gespräches zu empfehlen.
Und nun noch einige Worte zu den Hausaufgaben:
sie sich zu einem Zeitproblem aus. Die Stimmung ist irgendwann vergiftet.
Es können individuelle Hausaufgaben aufgegeben werden. Kann man das nicht mit
der Schule vereinbaren, hat sich folgender Ratschlag bewährt:
Hausaufgaben nicht für Lese- oder Rechtschreibübungen nutzen!
Das heißt: So weit wie möglich helfen!
Einige Beispiele, aber hier sind keine Grenzen gesetzt:
• Man kann Texte vorlesen.
•
Man kann Aufsätze o.ä. vom Kind diktieren lassen und selbst vorschreiben.
•
Bei der Frage: “Wie wird das geschrieben?“ bitte keine langen Regelerklärungen
geben. Einfach nur, wie ein Computer oder der Duden, Auskunft geben.
•
Oder z.B. nicht anmerken – und das vielleicht noch mit etwas genervtem Unterton:
„Das hast Du doch zwei Seiten vorher noch richtig geschrieben, sieh also nach!“
Veranstaltungen
und
Termine
Diese Vorschläge ersparen dem Kind nicht nur Zeit, die für dringend notwendige Freiauch eine psychische Dimension. Sie vermitteln damit ganz deutlich: Ich sage nicht
nur, dass ich Dir helfe, sondern ich tue es auch!
Einwände gegen diese Vorschläge sind verständlich. Üben ist sicherlich wichtig. Aber
alles zu seiner Zeit und auf dem richtigen Niveau.
Also nur zu, helfen Sie!
Zum Schluss möchte ich noch Folgendes betonen:
Ich kenne viele Lehrer und Lehrerinnen, die sich in besonders guter Weise um die
LRS-Kinder bemühen! Aber naturgemäß bin ich in der Beratung von Eltern mit den
Fällen konfrontiert, in denen es Schwierigkeiten gibt und betroffene Kinder und deren
Eltern verzweifeln.
Krista Hitzbleck
Tel. 02132-2945 | [email protected]
Mecklenburg-Vorpommern
LANDESVERBAND
Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
67
68
LEDY 01.2015
Veranstaltungen und Termine
LEDY 01.2015
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
www.legasthenie-lvl-bw.de
LVL Baden Württemberg
Region
06. – 11. April 2015 | Bad Hersfeld/Hessen
09. und 10. Mai 2015 | Heidelberg
Jugendprojekt S.T.E.P. 2015 des BVL
Starttermin Ausbildung in Heidelberg
KREISEL e.V. „…für das Leben mit Kindern“
Institut für Weiterbildung und Familienentwicklung
Ort: Ehrenbergstr. 25, 22767 Hamburg
Tel: 040-38 61 23 71
www.KreiselHH.de
10. April und 18. September 2015 | Hamburg
Starttermine der Ausbildungsgänge in Hamburg
KREISEL e.V. „…für das Leben mit Kindern“
Ort: Institut für Weiterbildung und Familienentwicklung
Ehrenbergstr. 25, 22767 Hamburg
Tel: 040-38 61 23 71
www.KreiselHH.de
20. April 2015 | Bonn
Vortrag „LRS und Fremdsprachen (Englisch)“
Ort: Bertold-Brecht-Gesamtschule,
Schlesienstr. 21–23, 53119 Bonn
Zeit: 19.30 Uhr
24. Mai 2015 | Essen
FIL Fachtagung Forschung und Praxis –
gemeinsam individuelle Förderangebote
gestalten
Universität Duisburg-Essen,
Campus Essen, Audimax (S04)
21. April 2015 | Frankfurt
20. Juni 2015 | Zürich
Vortrag „Bewältigung von Aufregung und
Prüfungsangst“
Ort: Entwicklungswerk,
Hanauerstr. 146, 60314 Frankfurt
Zeit: 18.00 Uhr
www.entwicklungs-werk.de
19. Tagung Verband Dyslexie Schweiz
Dyskalkulie, Dyslexie 2015:
Nachteilsausgleich und andere Tools
Eine Veranstaltung für Fachpersonen aus
Schule, Medizin, Berufsbildung, Behörden,
sowie für Eltern und Betroffene
Ort: Universität Zürich
Zeit: 9.15–17.15 Uhr
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.verband-dyslexie.ch
25. April 2015 | Würzburg
Fachtagung Legasthenie und Dyskalkulie in
Ausbildung, Studium und Beruf
(BVL in Zusammenarbeit mit KIS Universität
Würzburg)
Ort: Universität Würzburg,
Zentrales Hörsaal und Seminargebäude am
Hubland Süd, Hörsaal 0.002
Zeit: 10.00–17.00 Uhr
14. November 2015 | Kiel
7. Schleswig-Holsteiner Kongress
Legasthenie und Dyskalkulie
im Audimax-Gebäude der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Ort
69
Datum
Thema
Zeit
Leitung | Kontakt
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Christel Wieth
Tel. 07544-27 96
auf Anfrage
Telefon-Beratung,
Themenabende
(Informationen unter
www.kvl-freiburg.de)
auf Anfrage
I. Lienhart
Tel. 07641-48 324
[email protected]
Heidelberg /
auf Anfrage
Rhein-Neckar-Kreis
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Gabi Kopf
Tel. 06221-180 757
[email protected]
Heilbronn
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefonberatung
auf Anfrage
Barbara Kapp
Tel. 07131-3909958
[email protected]
Arbeitskreis
Karlsruhe
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Marion Bünger
Tel. 07253-270 151
Lörrach / Waldshut
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Mathias Thiedt
Tel. 07621-14 722
Fax 07621-168 331
[email protected]
Arbeitskreis
Mannheim e. V.
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Hanspeter Orth
Tel. 0621 - 473 985
[email protected]
Arbeitskreis Bodenauf Anfrage
see-Oberschwaben
Kreisverband
Freiburg,
Emmendingen/
Breisgau-Hochschwarzwald e. V.
auf Anfrage,
siehe Homepage
Arbeitskreis
Neckar-Odenwald
Gasthaus „Schwanen“,
Buchen
auf Anfrage
Gesprächskreis,
auch
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Claudia Huschke
Tel. 06292-15 11
Andrea Goldschmidt
Tel. 06286-12 36
Veronika Leist
Tel. 06281-39 04
[email protected]
Arbeitskreis
Ortenau e. V.
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Hedwig Jundt
Tel. 07802-5387
Arbeitskreis
Ostwürttemberg
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Almut Wild
Tel. 07366-2370
Pforzheim
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
auf Anfrage
Bärbel Kopp
Tel. 07231-56 42 26
auf Anfrage
Anneliese Sommer
Tel. 0791-83 23
[email protected]
Karin Deger
Tel. 0791-499 34 39
Schwäbisch Hall
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
SchwarzwaldBaar-Rottweil
auf Anfrage
auf Anfrage
Telefon-Beratung
zusätzliche Informationen un- auf Anfrage
ter www.arbeitskreis-lrs.de
Michaela Maurer
Tel. 07721-27 187 oder
07721-90 34 21
auf Anfrage,
vgl. www.legakv.de
am 3. Dienstag
im Monat
Beratung,
unterschiedliche
Gesprächsthemen
Harald Tattko
Tel. 07034-262 52
[email protected]
auf Anfrage
auf Anfrage
s. auch Homepage
auf Anfrage
www.legasthenie-zollernalb.de
08. und 09. Mai 2015 | Bad Honnef
FIL 24. Interdisziplinäre Fachtagung
Lernen & Lerntherapie
KSI in Bad Honnef
Kreisverband
Legasthenie und
Dyskalkulie
Tübingen, Reutlingen,
20.00 Uhr
Böblingen e. V.
Kreisverband
Zollernalb e. V.
Ingeborg Uhl
Tel.07432-12751 abends
Die Termine aller LV finden nicht in den Ferien statt.
70
LEDY 01.2015
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
LVL Bayern
LEDY 01.2015
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
www.legasthenie-bayern.de | [email protected]
LVL Berlin
Region
Ort
Fachvortrag/
Podiumsdiskussion
im Friedrichshain
Klinikum im Friedrichshain,
Landsberger Allee 49,
ACHTUNG anderer Veranstaltungsort: Haus 8
Region
Ort
Datum
Thema
Ansbach
Kiss, Jahnstr. 2, Ansbach
auf Anfrage
offene Gesprächsrunde
Zeit
Leitung | Kontakt
Iris Karakostas, Tel: 09827-860
71
www.lvl-berlin.de | [email protected]
Datum
Thema
Zeit
Leitung | Kontakt
14.04.2015
Podiumsdiskussion zum Auftakt
der Volksinitiative „Wege für
rechenschwache Kinder - Chan19.30 Uhr
cengleichheit in Berliner Grundund Sekundarschulen“, s.a.
Beitrag in der Rubrik Berlin
Herr Manfred Mickley
Psychologe
SPZ Friedrichshain
Frau Hanke
[email protected]
Tel. 030-43 666 333
Aschaffenburg/
Miltenberg
Ev. Gemeindehaus
Martin-Luther-Platz
Erlenbach am Main
Montag auf
Anfrage
offene Gesprächsrunde/
Vortrag
20.00 Uhr
Silvia Bischof
Tel: 09372-73 141
Susanne Bohlig
Tel. 09374-76 96
Augsburg
TSG Hochzoll im
Kellerstübchen
Wendelsteinstr. 16 a
jeden
4. Dienstag
im Monat
offene
Gesprächsrunde
19.30 Uhr
Marion Diekamp
Tel. 0821-70 14 19
Berlin-Heiligensee
Ellef-Ringnes Grundschule,
Standort Im Erpelgrund 11-17, 16.04.2015
13503 Berlin
Fachvortrag „Dyskalkulie
erkennen und verstehen“
Feuchtwangen
Haus am Kirchplatz
Kirchplatz 1
Feuchtwangen
jeden
3. Mittwoch
im Monat
offene
Gesprächsrunde
20.00 Uhr
Tanja Scherle
Tel. 09852-90 83 25
[email protected]
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Parkcafé,
Fehrbelliner Platz 8, 10707
Berlin, direkt an der U7/U3
20.04.2015
STAMMTISCH für Legastheniker/
Dyskalkuliker (auch junge
20.00 Uhr
Erwachsene) Thema: Nachteilsausgleich in der Berufsausbildung
Frau Kilian-Klass
[email protected]
Forchheim und
Oberfranken
auf Anfrage
Regionale
Ansprechpartnerin
Petra Jordan
Tel. 09134-90 96 331
[email protected]
Berlin-Steglitz/
Zehlendorf
Villa Folke Bernadotte,
Jungfernstieg 19
06.05.2015
Elterngruppe
Frau Höllig,
[email protected]
Fürth, Landkreis
auf Anfrage
Regionale
Ansprechpartnerin
Dagmar Schindler, Tel. 09102-524
jeden
2. Donnerstag
im Monat
offene
Gesprächsrunde
Barbara Hubert-Wiesner,
[email protected]
BerlinSiemensstadt
09.05.2015
Germering
Germeringer Insel
Planegger Str. 9
Germering
Selbsthilfetreffpunkt
Siemensstadt, Wattstr. 13,
13629 Berlin
Bärchenfest 2015 - für Eltern
mit Kindern/Jugendlichen,
für Mitglieder frei, ansonsten
11.00 Uhr bis
10 Euro (für Kinder/Jugendliche: 17.00 Uhr
Unkostenbeitrag für Aktion),
bitte anmelden
Frau Höllig
[email protected]
oder
[email protected]
Tel. 030-43 666 333
Ingolstadt
Bürgertreff
Kreuzstr. 12, Ingolstadt
auf Anfrage
offene
Gesprächsrunde
BerlinSiemensstadt
18.05.2015
Frau Kilkian-Klass
[email protected]
Schafbräu, Hinterer Anger
Landsberg am Lech
auf Anfrage
offene
Gesprächsrunde
Elterngruppe (für Eltern von
jugendlichen Legasthenikern)
Thema: Rechtschreibunterstützung per Computer
20.00 Uhr
Landsberg
am Lech
Selbsthilfetreffpunkt
Siemensstadt, Wattstr. 13,
13629 Berlin
Berlin-Charlottenburg- Wilmersdorf
Epiphaniengemeinde,
Knobelsdorffstr. 72
20.05.2015
Elterngruppe
20.00 Uhr
Frau Höllig
[email protected]
Berlin-Heiligensee
Ellef-Ringnes
Grundschule,
30.05.2015
Standort Im Erpelgrund 11-17,
13503 Berlin
Fachtag zur Dyskalkulie –
Was ist Dyskalkulie? Wie gehe
ich damit um? Wie übe ich?
Bitte anmelden unter:
[email protected] oder
[email protected]
19.00 Uhr
Frau Hanke
[email protected]
Tel. 030-43 666 333
Berlin-Charlottenburg- Wilmersdorf
Parkcafé,
Fehrbelliner Platz 8, 10707
Berlin, direkt an der U7/U3
STAMMTISCH für
Legastheniker/Dyskalkuliker
(auch junge Erwachsene)
20.00 Uhr
Frau Kilian-Klass
[email protected]
Berlin-Heiligensee
Ellef-Ringnes Grundschule,
Standort Im Erpelgrund 11-17, 16.06.2015
13503 Berlin
Elternabend
„Hilfe bei Lernschwierigkeiten“
19.00 Uhr
Frau Hanke
[email protected]
Tel. 030-43 666 333
Berlin-Steglitz Zehlendorf
Villa Folke Bernadotte,
Jungfernsteig 19
01.07.2015
Elterngruppe
20.00 Uhr
Frau Höllig
[email protected]
BerlinReinickendorf
Berlin-Reinickendorf
09.07.2015
Elterngruppe
19.00 Uhr
Frau Hanke
[email protected]
Tel. 030-43 666 333
18.09.2015
Abschlussveranstaltung
der Volksinitiative „Wege für
rechenschwache Kinder Chancengleichheit in Berliner
Grund- und Sekundarschulen“
(mit Fachvortrag) und
25 Jahre LVL Berlin
14.00 Uhr bis
18.00 Uhr
Frau Höllig
[email protected]
oder
[email protected]
Tel. 030-43 666 333
Landshut
auf Anfrage
auf Anfrage
20.00 Uhr
Birgit Forster
Tel. 08450-89 55
19.30 Uhr
Ulrike Cotterli
Tel. 08191-46 942
Petra Wildgruber
Tel. 08771-407 924
Regionale
Ansprechpartnerin
[email protected]
Lindau
auf Anfrage
auf Anfrage
offene Gesprächsrunde/
Vortrag
Roland Leuthe
Tel. 08388-92 07 46
Main-Spessart
Bürgertreff, Lindig-Siedlung
Heinz-Paulisch-Straße
Lohr am Main
jeden
2. Montag
im Monat
offene Gesprächsrunde/
Vortrag
Karoline Hergenröder
Tel. 09352-31 23
Linda Summer-Schlecht
[email protected]
Tel. 089-123 69 62
Di. 18.30 Uhr – 20.30 Uhr
Luise Echter-Ludwig
Tel. 089-333 784
München
auf Anfrage
auf Anfrage
Regionale
Ansprechpartnerin
München
Tröpferlbad,
Westendstr. 68
jeden 2. Mittwoch im Monat
offene Gesprächsrunde für
erwachsene Legastheniker
20.00 Uhr
Neustadt an
der Aisch
auf Anfrage
Regionale
Ansprechpartnerin
Beate Rauh
Tel. 09163-20 18 60
Oberallgäu
auf Anfrage
Regionale
Ansprechpartnerin
Stefanie Reichart
Tel. 08386-334 325
Ostallgäu
Nesselwang
auf Anfrage
offene Gesprächsrunde/
Vortag
Dorothea Rohr
Tel. 08361-922 720
Penzberg,
Peißenberg
Pfarrzentrum Christkönig,
Penzberg
oder Peißenberg
auf Anfrage
offene Gesprächsrunde/
Vortrag
Margarete Drexel
Tel. 08856-98 96
[email protected]
Rhön-Grabfeld
Caritas-Haus,
Kellereigasse 12,
Bad Neustadt
Bitte vormerken
BerlinCharlottenburg
Haus der Familie,
Schillerstr. 26, 10625 Berlin
(Charlottenburg)
U-Bahn Deutsche Oper
08.06.2015
offene Gesprächsrunde/
Vortrag
Angela Schaßberger
Tel. 09724-541
Rosenheim
Griesstätt
Regionale Ansprechpartnerin
Elke Ender, Tel. 08039-888
Schwabach/Roth
auf Anfrage
Regionale Ansprechpartnerin
Ingrid Simonis, Tel. 09122-12 179
Starnberg
Feldafing
Regionale
Ansprechpartnerin
Angelika Schrott
Tel. 08157-21 60
Trostberg,
Chiemgau
auf Anfrage
Regionale
Ansprechpartnerin
Waltraud Schlagberger
Tel. 08622-13 07
20.00 Uhr
www.lvl-hamburg.de | [email protected]
LVL Hamburg
auf Anfrage
19.00 Uhr
Ort
Datum
Thema
Zeit
Leitung | Kontakt
Alte Landstraße 284a
Diakonie Alstertal
Hamburg Poppenbüttel
jeden
1. Mittwoch
im Monat
Gesprächskreis
für Eltern
20.15 Uhr
Christa Klüfers-Berger
Tel. 600 7861
bitte telefonisch anmelden
Alte Landstraße 284a
Diakonie Alstertal
Hamburg Poppenbüttel
jeden letzten
Donnerstag
im Monat
Gesprächskreis für
betroffene Erwachsene
20.15 Uhr
Christa Klüfers-Berger
Tel. 600 7861
bitte telefonisch anmelden
Beratung für Lehrer und
andere Fachleute
Mi., Do., Fr.
ab 20.00 Uhr
Christa Klüfers-Berger
Tel. 600 7861
Selbsthilfegruppe für Eltern
von betroffenen Kindern mit
20.00 – 22.00 Uhr
Kathrin Borowski
Tel. 040-605 52 85
Jeden 3.
Mittwoch im
Monat
Legasthenie und/oder Dyskalkulie
Die Termine aller LV finden nicht in den Ferien statt.
72
LEDY 01.2015
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
www.lvl-hessen.de | [email protected]
LVL Hessen
Region
Bad Camberg/
Limburg
Marburg
Lich
Ort
auf Anfrage
auf Anfrage
Anna-Freud-Schule
Erich-Kästner-Straße 14
35423 Lich
Datum
Thema
Zeit
Leitung | Kontakt
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
G. Mühle
Tel. 06434-908 364
[email protected]
auf Anfrage
23.04.2015
21.05.2015
16.06.2015
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
Zur Erweiterung unserer
Kompetenzen und der
weiteren Vernetzung von
Fachkräften und Betroffenen werden in diesem Jahr
verschiedene Themenabende angeboten. Willkommen
sind alle Eltern, Betroffenen,
Lerntherapeuten, Lehrer und
Interessierte, die neugierig
auf eine Veränderung in unserem Schulsystem sind.
s.
Homepage
Reingard Schmidt-Rose
[email protected]
Tel. 06421-344 99
LEDY 01.2015
Region
Ort
Datum
Thema
Zeit
Leitung | Kontakt
Achim
Kulturhaus
„Alter Schützenhof“
Bergstraße 2
2. Donnerstag
im Monat auf
Anmeldung
Gesprächskreis
20.00 Uhr
Dorit Schmidt
Achim-Oyten
Tel. 04207-80 10 52
Elterntreff
nach
Anmeldung
1. Dienstag
i.M. 17.00–
19.00 Uhr
Harald Schmidt
Tel. 0551-770 22 25
Gesprächskreis
20.30 Uhr –
21.30 Uhr
Mariane Büngel
Tel. 05031-762 43
Gesprächskreis
auf Anfrage
H. Furche
Tel. 0441-30 35 72
Gesprächskreis
auf Anfrage
Thea Schunk
Tel. 05522-99 94 55
Gesprächskreis
19.30 Uhr
Marion Böhsl
Tel. 04252-798
Göttingen
19.30 –ca.
21.00 Uhr
Freizeitheim
Vahrenwalder Str. 92
Raum 13
siehe
Homepage
KV Hannover
Oldenburg
Osterode
Geschäftsstelle Abgunst
www.lvl-hessen.de
2. Dienstag
in ungeraden
Monaten
Syke
Vechta
Hauneck
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Barbara Schwalm
[email protected]
Tel. 06621-611 77
s.
Homepage
1. Vorsitzender
Kai-Sören Kehrmann, [email protected],
Tel. 069-61 49 47
Gerda Mählmann
Tel. 04442-49 16
Gesprächskreis
Verden/Rotenburg/ Niedersachsenhof
Soltau-Fallingbostel Verden
2. Donnerstag
im Monat auf
Anmeldung
Gesprächskreis
20.00 Uhr
Heike Martin
Dörte Meyer
Tel. 04231-8 27 37
Gesprächskreis
ab 19.30 Uhr
A. Weinberg-Büsing
Tel. 04421-50 11 12
20.30 Uhr
Mariane Büngel
Tel. 05031-762 43
auf Anfrage
St. Sahl,
A. Emmert
Tel. 05331-945 28 40
Wilhelmshaven
Im Hauptgebäude des
Abenteuerspielplatzes in
Voslapp, Flutstr. 135,
Wilhelmshavenl
immer letzter
Montag im
Monat
Wunstorf
Hölty-Gymnasium
Gebäude C, Raum 1004
Oswald-Boelcke-Straße
Wunstorf
zu entnehmen
auf Irswunstorf.de
Wolfenbüttel
Tagungshaus der Landeskirche
Dietr.-Bohnhoeffer-Str. 1
Frankfurt/M.
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte beim
Ansprechpartner erfragen
Frankfurt/M.
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Vera Bastian
[email protected],
Tel. 06109-37 484
Schöneck
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Claudia Kunath
[email protected],
Tel. 06187-910 854
Oberursel/HochTaunus-Kreis
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Sabine Behrent
[email protected]
s.
Homepage
Anke Schocke
[email protected],
Tel. 06151-933 521
Ort
Datum
Thema
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen,
www.Ledy-Darmstadt.de
Region
Darmstadt
Minden
Ort siehe LVL NRW
Homepage www.lvld.de
März / April
Tagung für Berater im März/
April Thema: Wie beraten wir?
Erfahrungsaustausch-Unterstützungsbedarf-Richtlinien
Bonn / Rhein Sieg
Nachbarschaftszentrum
Brüser Berg, 53125 Bonn
Fahrenheitstr. 49,
Eingang am großen Parkplatz und barrierefrei
auf Anfrage
Heusenstamm
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Elke John
[email protected],
Tel. 06104-14 36
Münster/
Eppertshausen
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Heike Unterleider
[email protected]
Main-Taunus-Kreis auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Anette Mahlau
Tel. 0151-12 000 124
Kassel
auf Anfrage
Bitte bei der
Ansprechpartnerin erfragen
s.
Homepage
Doris Nebel-Küchler
[email protected]
Wiesbaden/
Rheingau Kreis
auf Anfrage
auf Anfrage
auf Anfrage
Bitte beim
Ansprechpartner erfragen
s.
Homepage
Michael Mages
[email protected]
Gesprächskreis
www.lvld.de
LVL Nordrhein-Westfalen
Bonn / Köln
Rhein Sieg
73
www.legasthenie-verband.de
LVL Niedersachsen
Hannover
Gabriela Ludwig
[email protected]
Tel. 06404-40 70 168
mobil 0176-84 10 81 60
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
Zeit
LRS Bonn – Gesprächsabend
für Eltern, Lehrer, Betroffene
und Interessierte
donnerstags
ein- oder zweimal im Quartal
LRS Bonn Notruf
nach Absprache
Tel. 0151-6814 3675
[email protected]
Bertolt-Brecht-Gesamtschule 53119 Bonn Tannenbusch
20.04.2015
Schlesienstraße 21–23
Informationsveranstaltung zu
LRS und Englisch
Referent: Dr. David Gerlach
Moderation: Bert Kerstin
Leitung | Kontakt
Willi Wilking
Tel. 05743-933 69 38
[email protected]
20.00 Uhr bis
ca. 22.00 Uhr
Heidi Möller
Tel. 0228-33 606 77
[email protected]
Daphne Mertig-Feldmann
Tel. 0228-329 8796
[email protected]
19.00 Uhr
Dr. Hans Holtschmidt
Tel. 0228-633 803
[email protected]
Gerald Moeller
Tel. 0228-33 606 77
[email protected]
Die Termine aller LV finden nicht in den Ferien statt.
74
LEDY 01.2015
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
www.legasthenie-rlp.de
LVL Rheinland-Pfalz
Region
Ort
Koblenz
Bildungs- und Gästehaus
MARIENAU, Höhrer Str. 86,
jeden
56179 Vallendar-Schönstatt.
4. Donnerstag
Am Eingang bitte klingeln.
im Monat
Wegbeschreibung:
www.leben-an-der-quelle.de
Elterngesprächsabend
Telefonberatung
Auskunft und Beratung
Koblenz
Datum
Mo.– Fr.
Thema
Zeit
20.00 Uhr
Leitung | Kontakt
11.00 bis
12.00 Uhr
Elterngesprächsabend
20.00 Uhr
Frau Schäfer
Tel. 06591-98 24 25
Alzey
Bitte bei
Frau Straub-Jung erfragen
jeden
2. Mittwoch
im Monat
Elterngesprächsabend
19.30 Uhr
Frau Straub-Jung
Tel. 06731-94 13 85
Trier
Gasthaus Crames
Trier-Biewer
Biewerer Str. 70
Runder Tisch – Der „Runde
Tisch“ findet alle 3 Monate statt.
Den aktuellen Termin sowie die
Themenbereiche können Sie
unter www.legasthenie-rlp.de
erfahren.
Montags
alle 2 Monate
nächsten
Termin bitte
erfragen
Lega-Stammtisch
Austausch von Erfahrungen und
Informationen,
Unterstützung und Solidarität.
19.30 Uhr
18.30 Uhr
Frau Jarosch
Tel. 0261-624 58
Karsten Steil-Wilke
Tel. 0651-710 35 46
Winfried Dahm
Tel. 0651-99 520 48
www.lvl-sh.de | [email protected]
LVL Schleswig-Holstein
Region
Ort
Datum
Thema
Zeit
Leitung | Kontakt
Bordesholm
Gemeinde-Haus „Huus an’n
Markt“, Holstenstr. 28
bei Bedarf
Gesprächskreis
20.00 Uhr
Elsbeth Maaß
Tel. 04322 691795
Eiderstedt
Elmshorn
bitte nachfragen
Haus der Begegnung
Hainholzer Damm 11
25337 Elmshorn
Ort
Datum
Thema
Kiel
Max-Planck Schule,
Winterbeker Weg
bei Bedarf
Gesprächskreis
Zeit
Regine Lorenzen
Tel. 04347-708 940
Letzter Mittwoch im Monat
Gesprächskreis
19.30 Uhr
Anja Schmarje
[email protected]
1. Dienstag
im Monat
Gesprächskreis betroffener
Eltern trifft sich mit Lehrern
und Fachkräften, Legasthenieberatung, Gedankenaustausch,
Beratung bei Problemen, Tipps
für den Schulalltag und die
Hausaufgaben
Lübeck
Vorwerker Diakonie,
Festsaal,
Triftstr. 139–140
20.00 Uhr
Gertrud Westphal
Tel. 0451-398 2309
[email protected]
Katrin Sellin
Lübeck
Vorwerker Diakonie,
Festsaal,
Triftstr. 139–140
05.05.2015
Grammatik als Strukturhilfe
gestaltet von Katrin Sellin
20.00 Uhr
Gertrud Westphal
Tel. 0451-398 2309
Katrin Sellin
Lübeck
Vorwerker Diakonie,
Festsaal,
Triftstr. 139–140
02.06.2015
Gedächtnis und Lernstrategien
gestaltet von Katrin Sellin
20.00 Uhr
Gertrud Westphal
Tel. 0451-398 2309
Katrin Sellin
Lübeck
Vorwerker Diakonie,
Festsaal,
Triftstr. 139–140
07.07.2015
Legasthenie bei Erwachsenen,
Ausbildung/ Studium/
Arbeitsplatz
gestaltet von Katrin Sellin
20.00 Uhr
Gertrud Westphal
Tel. 0451-398 2309
Katrin Sellin
Marne
Elterngespräche und Termine
für den Gesprächskreis nach
Bedarf
Elke Loubier
Tel. 04851-4883
[email protected]
Niebüll
Termine für den Gesprächskreis
bitte nachfragen
Urte Rudolph
Tel. 04672-777483
[email protected]
Bad Oldesloe
Kleine Salinenstraße 6
1. Montag
im Monat
Gesprächskreis / Beratung für
Eltern
19.00 Uhr
Elke Raupach
Tel. 04531-66 88 90
[email protected]
Preetz
Wilhelminenschule Preetz,
Hufenweg 20
2. Dienstag im
Monat
Informationsabend zum Thema
Legasthenie und Dyskalkulie
20.00 Uhr
Barbara Seidel-Steffen
Tel. 04342-810 66
[email protected]
Preetz
Wilhelminenschule Preetz,
Hufenweg 20
09.06.2015
Vortrag: Förderansätze bei
Legasthenie
Barbara Seidel-Steffen
20.00 Uhr
Barbara Seidel-Steffen
Tel. 04342-810 66
Preetz
Wilhelminenschule Preetz,
Hufenweg 20
14.07.2015
Offener Gesprächskreis,
Thema nach Bedarf
gestaltet von
Barbara Seidel-Steffen
20.00 Uhr
Barbara Seidel-Steffen
Tel. 04342-810 66
Wedel
bitte nachfragen
1. Montag
im Monat
Gesprächskreis
20.00 Uhr
Silvia Gaitzsch
04103-864 22
[email protected]
bei Bedarf
3. Mittwoch
im Monat
Offene Gesprächsrunde /
Vortrag
Gesprächskreis
Ingrid Brill
[email protected]
20.00 Uhr
Ute Langer
Tel. 04121 76777
mo. u. fr. 09.30-12.30
Ursula Sigl-Fischer
Tel. 04122-967810
Föhr
bitte nachfragen
bitte
nachfragen
Gesprächskreis
bitte
nachfragen
Sandra Stammer
Tel. 04681-50523
[email protected]
HenstedtUlzburg
Schulzentrum,
Alstergymnasium
Maurepasstr. 67
bei Bedarf
Gesprächskreis
19.30 Uhr
Matthias Höinghaus
Tel. 04193-967605
[email protected]
Husum
VHS Husum,
Theodor-Storm Str. 2
1. Mittwoch im
Monat
Gesprächskreis
19.30 bis
21.00 Uhr
Antje Mueller-Guthof
Tel. 04884-1013
Kellinghusen/
Hohenlockstedt
Schulzentrum Danziger
Straße, Kellinghusen
bei Bedarf
Gesprächskreis
Leitung | Kontakt
[email protected]
Frau Jarosch
Tel. 0261-624 58
jeden
1. Freitag
im Monat
75
www.lvl-sh.de | [email protected]
Region
Leck
Lernzentrum
Sarresdorfer Str. 43
Gerolstein
Koblenz
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
LVL Schleswig-Holstein Fortsetzung
Frau Jarosch
Tel. 0261-624 58
Gerolstein
Heilpädagogisches
Therapeutisches Zentrum
Beverwijker Ring 2
56564 Neuwied
LEDY 01.2015
Ilse u. Wolf R. Sosnowski
Tel. 04893-3768 853
[email protected]
Die Termine aller LV finden nicht in den Ferien statt.
LEDY 01.2015
LEITBILD
Kontaktadressen
Kontaktadressen Landesverbände Legasthenie und Dyskalkulie
www.legasthenie-lvl-bw.de
Baden-Württemberg
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL)
Vielfalt ist gut – Legasthenie und
Dyskalkulie sind Teile dieser Vielfalt.
Kinder sind vielfältig – und wir Erwachsene ebenso.
Stell dir eine Welt vor, in der jeder ungehindert lesen, schreiben
und rechnen lernt.
In diesem Sinne versteht sich der BVL mit seinen Landesverbänden als Wegbereiter für
individuelle Bildungschancen.
Alemannenstr. 1c,
79312 Emmendingen-Wasser
Tel. 07641-483 24, Fax 07641-483 24
[email protected]
2. Vorsitzende, Legasthenie
Ingrid Psaridis
in den Fremdsprachen
Am Birkenhof 50,
79199 Kirchzarten
Tel. 07661-69 95, Fax 07661-98 95 88
[email protected]
Schul- und
Sozialrechtsfragen
Reiterstr. 7,
79100 Freiburg
Tel. 0761-402 150
[email protected]
1. Vorsitzende
Ina-Maria Lienhart
Johanna Zier
Bayern
www.legasthenie-bayern.de | [email protected]
1. Vorsitzende
Christine Sczygiel
Postanschrift LVL Bayern
Hallstattstr. 2, 97265 Hettstadt
Tel. 0931-46 76 110,
[email protected]
Stellv. Vorsitzende
Tanja Scherle
Lauerhecke 3 a
91555 Feuchtwangen
Tel: 09852-90 83 25
[email protected]
Tel. 0700-888 22 000 (12 Ct/min. aus den dt. FN)
siehe Homepage: www.legasthenie-bayern.de
[email protected]
Beratung
Berlin
Vorsitzende
Birgit Höllig
[email protected]
Kassenwartin
Annette Kilian-Klass
[email protected]
Geschäftsstelle
Christel Hanke
Tel. 030-43 666 333
[email protected]
Dambockstr. 72, 13503 Berlin
Brandenburg
Unser Weg hat drei Spuren:
1
2
3
Wir unterstützen Betroffene, Eltern, Lehrer, Therapeuten und
Lernende durch Rat und Tat.
• Individuelle Beratung
• Fachinformationen
• Fortbildungen/Fachtagungen/Kongresse
Wir setzen uns für ein Umfeld ein, das Stärken von Menschen
erkennt und sie fördert.
•
•
•
•
Förderung von Wissenschaft
Frühzeitige Diagnostik
Individuelle Förderung
Abbau von Barrieren in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf
Wir fördern die Akzeptanz der Vielfalt und sorgen für
Chancengleichheit.
• Lobbyarbeit
• Aktive Öffentlichkeitsarbeit
77
www.lvl-brandenburg.de
Vorsitzende
Annette Retzke
Wölmsdorf 48, 14913 Niedergörsdorf
Stellv. Vorsitzende
Madlen Habich
Kutteweg 4, 01979 Lauchhammer
Kassenwartin
Kerstin Blohm
Schwarzer Weg 6,
16775 Löwenberger Land
Schulzendorfer-Straße,
15732 Eichwalde
Tel. 030-707 614 52
Markus Matheja
Riensberger Str. 32 a,
28213 Bremen
Tel. 0421-217 643
[email protected]
Vorsitzende
Beate Nehring-Reimer
Volksdorfer Damm 157 f,
22359 Hamburg
Stellv. Vorsitzende
Annett Beckmann
[email protected]
Schatzmeisterin
Petra Beyrau
[email protected]
Geschäftsstelle
Bremen
Kontakt
Hamburg
www.lvl-hamburg.de | [email protected]
Hessen
[email protected]
www.lvl-hessen.de | [email protected]
1. Vorsitzender
Kai-Sören Kehrmann
Stresemannallee 65,
60596 Frankfurt a. M.
Stellv. Vorsitzende
Sabine Behrent
Oberursel
[email protected]
Schatzmeisterin
Heike Unterleider
[email protected]
Geschäftsstelle
Kai-Sören Kehrmann
Postfach 70 05 26
60555 Frankfurt am Main
Tel. 069-61 49 47, mobil 0176-72 12 58 65
[email protected]
Tel. erreichbar: Do 18.00–20.00 Uhr und nach
Vereinbarung, in den Schulferien nur nach
Vereinbarung per Mail: [email protected]
Schriftführerin
Doris Nebel-Küchler
Kassel
[email protected]
Beisitzer
Michael Mages
Wiesbaden
[email protected]
Tel. 038378-477 555
[email protected]
Mecklenburg-Vorpommern
www.lvl-mecklenburg-vorpommern.de
Vorsitzende
Ulrike Schilla-Harms
Labahnstr. 37,
17424 Seebad Heringsdorf
2. Vorsitzende
Regina Müller
Gustav-Adolf-Str. 51,
18435 Stralsund
Tel. 03831-29 80 57
[email protected]
Elternkreis Rostock
Dürten Schölens
An der Hasenbäk 1,
18057 Rostock
Tel. 0381-660 33 83
[email protected]
78
LEDY 01.2015
Kontaktadressen
Kontaktadressen Landesverbände Legasthenie und Dyskalkulie
Vorsitzender
Geschäftsstelle
Friedhelm Espeter
Helga Furche
Kontaktadressen
Am Bruche 41
31515 Wunstorf
Tel. 05031-97 18 28
[email protected]
Malvenweg 9
26125 Oldenburg
Tel. 0441-684 18 13
[email protected]
www.lvld.de
Nordrhein-Westfalen
Vorsitzender
Matthias Höinghaus
Hasselbusch 31
24558 Henstedt-Ulzburg
Tel. und Fax 0700-999 585 74 (0700 wwwlvlsh)
Telefonische Beratung: Di. u. Do. von 16–18 Uhr
1. stellv. Vorsitzende
Urte Rudolph
Doerpumer Weg 9
25842 Langenhorn
Tel. 04672-777483
[email protected]
Sozialrechtsfragen
Heinz Steffen
Wischkamp 41, 24211 Preetz
[email protected]
www.e3net.de
Thüringen
1. Vorsitzender
Martin Bünemann
Hindenburgstr. 36, 32289 Rödinghausen
[email protected]
Vorsitzende
Katrin Marquardt
Tel. 0361-34 686 54, [email protected]
2. Vorsitzender
Willi Wilking
Alsweder Landstr. 9, 32339 Espelkamp
Tel. 05743-933 69 38 | [email protected]
Beratung Legasthenie
Kerstin Prautsch
Tel. 036624-200 33, [email protected]
Schriftführer
Gerald Axel Moeller
Nipkowstr. 3, 53125 Bonn
Tel. 0228-3360677 | [email protected]
Beratung Dyskalkulie
Claudia Heber
Tel. 036376-52 330, [email protected]
Schatzmeisterin
Andrea Müller
Tel. 036482-856 852, [email protected]
Beratung
Christel Hanke
Telefonische Beratung
Mo, Di, Mi
10.00 –12.00 Uhr
15.00 – 17.00 Uhr
Martin Bünemann, Tel. 05226-9506-0
(Herr Bünemann ist Arzt für Allgemein-Medizin: aufgrund seiner Praxistätigkeit kann
es vorkommen, dass das Praxisteam Ihren Anruf zunächst nur entgegen nehmen kann)
20.30 – 22.00 Uhr
Fragen zum Erlass 1991
Ehrenvorsitzende
Bärbel Hahn
Tel. 05251-207 18 19
Frau Hitzbleck
Tel. 02132-29 45 | [email protected]
www.legasthenie-rlp.de
Rheinland-Pfalz
Vorsitzende
Renate Jarosch
Gutenbergstr. 5
56179 Vallendar
Tel. 0261-62 458
www.lvl-saarland.de
Saarland
Vorsitzende
Beratung Raum
Völklingen
Claudia Harbusch
2. Vorsitzender
Udo Ziegler
Tel. 06897-95 22 499
[email protected]
Beratung
Raum Merzig
Stefanie Meiers
Tel. 06861-99 29 33
[email protected]
Beratung
Anne Audier
Raum Saarbrücken
Montags 16.00 Uhr – 21.00 Uhr
Tel. 030-6220 46 30
Kontaktadressen Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie
Donnerstag
Karl-Peters-Str. 5
66333 Völklingen
3. Dienstag im Monat in SB, 20.00 Uhr
Tel. 06898-82 873
[email protected]
Tel. 0681-51 728
Beratungen auf Anfrage im Bereich St. Wendel und Saarlouis
Tel. 06898-82 873
Beratung
Tel. 030-6220 46 30
Carola Thole, Visbek
Ehrenmitglieder
Dr. Adolf Wedel (†)
Dr. Lisa Dummer-Smoch
Mechthild Firnhaber
Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne
(Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat und
Bundesbeauftragter für Kongresse)
Universität München
80336 München
[email protected]
Prof. Dr. Karin Landerl
Developmental Psychology
Department of Psychology
Universität Graz
8010 Graz, Österreich
Prof. Dr. Markus Nöthen
Institut für Humangenetik
Biomedizinisches Zentrum
Universitätsklinikum Bonn AöR
53105 Bonn
Dr. Petra Küspert
Würzburger Institut für
Lernförderung WIL
97070 Würzburg
[email protected]
Wissenschaftlicher Beirat
[email protected]
[email protected]
Geschäftsführender Vorstand
Christel Hanke
Montags 16.00 Uhr– 21.00 Uhr
www.lvl-sachsen.de
Sachsen
Vorsitzende
Beratung Region
Dresden
Stellv. Vorsitzende
Beratung Region
Leipzig
Beratung Region
Chemnitz
Marion Liebscher
Wilhelm-Weitling-Straße 29a
01259 Dresden
Beratungstelefon Region Dresden
Mittwoch 18.00 – 21.00 Uhr
[email protected]
Tel. 0351-33 21 71 95
Beratungstelefon Region Leipzig
Donnerstag 19.00 – 22.00 Uhr
[email protected]
Tel. 03437-710 9243
Bundesvorsitzende
Christine Sczygiel
Hettstadt
[email protected]
Stellv. Vorsitzende
Christel Hanke
Berlin
[email protected]
Schatzmeister
Friedhelm Espeter
Wunstorf
[email protected]
Beisitzerin
Tanja Scherle
Feuchtwangen
[email protected]
Beisitzer
Magnus von Kortzfleisch
Jesberg
[email protected]
Geschäftsstelle
Manuela Löschner
Simone Mörtl
Beratungstelefon Region Chemnitz
Donnerstag 16.00 – 20.00 Uhr
[email protected]
Tel. 037207-58 99 58
lvl-sachsen-anhalt.de
Sachsen-Anhalt
Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing. Torsten Kies
[email protected]
Stellv. Vorsitzende
Marion Günther
[email protected]
79
www.lvl-sh.de
Schleswig-Holstein
www.legasthenie-verband.de
Niedersachsen
LEDY 01.2015
Geschäftsstelle
Ingrid Simonis
BVL – Bundesverband
Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Tel. 09122 - 307 66 80
c/o EZB Bonn
Tel. 0700 - 285 285 285
Postfach 201338
[email protected]
53143 Bonn
Zeiten der persönlichen Erreichbarkeit
Dienstag
16.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch – Freitag 08.00 – 12.00 Uhr
BVL – Bundesverband
Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Tel. 02761 - 66 00 41
c/o EZB Bonn
Fax. 02761 - 60 69 230
Postfach 201338
[email protected]
53143 Bonn
Zeiten der persönlichen Erreichbarkeit
Montag
10.00 – 12.00 Uhr
Dienstag 10.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch 16.00 – 18.00 Uhr
Beratung
Beratung
Inge Palme
80
BEITRITTSERKLÄRUNG
Veranstaltungen und Termine der Landesverbände
LEDY 01.2015
LEDY 01.2015
Ihre Ansprechpartner im BVL
81
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL)
Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (LVL) 1
(auch online unter www.bvl-legasthenie.de)
Beratung
Mo und Di: 10.00–12.00 Uhr
Mittwoch: 16.00–18.00 Uhr
Postanschrift: BVL c/o EZB Bonn · Postfach 201338 · 53143 Bonn
Telefon 0228-37 64 04 · Telefax 0228-37 38 49 · E-Mail: [email protected]
Ihre Ansprechpartner im BVL
Ich beantrage hiermit meine Mitgliedschaft1) im BVL/LVL e. V. ab
1.
Beratung
Tel. 02761-66 00 41
Fax 02761-60 69 230
[email protected]
Geschäftsstelle
Di:
16.00 –18.00 Uhr
Mi bis Fr: 08.00–12.00 Uhr
Tel. 09122-30 76 680
Tel. 0700-285 285 285*
* Minutenpreis aus dem dt. FN
Frau Inge Palme engagiert sich für die kompetente Beratung von Eltern,
Betroffenen, Lehrern und Interessierten. Sie steht Ihnen mit ihrer langjährigen Erfahrung bei folgenden Themen mit Rat und Tat zur Seite:
• Legasthenie/Dyskalkulie
• Schule/Förderung
• Allgemeine Fragen zum BVL
• Fragen zu Informationsmaterialien
• Bereitstellung von Informationen zu Legasthenie und Dyskalkulie
Sie können sich auch direkt an die Landesverbände wenden, die Ansprechpartner in Ihrer Nähe haben. Die Telefonnummer bzw. Email-Adresse
zeitung oder auf unserer Homepage.
Mo–Fr: 09.00–18.00 Uhr = 12 Cent
Übrige Zeit
= 6 Cent
[email protected]
[email protected]
Marketing & PR
Tel. 04193-96 56 04
[email protected]
Keine festen Zeiten der
Erreichbarkeit.
Mitgliederverwaltung
Mo bis Fr: 8.00–13.00 Uhr
Tel. 0228-37 64 04
Fax 0228-37 38 49
[email protected]
Bei Ihrem Anruf meldet sich
die EZB Bonn!
BVL c/o EZB Bonn
Postfach 201338, 53143 Bonn
20
(Monat)
(Jahr)
Ich möchte Mitglied werden
Ich möchte Familienmitglied werden4)
4)
Name des Erstmitglieds
jährl. Mindestbeitrag2) € 60,–3)
jährl. Mindestbeitrag2) € 39,–3)
Therapeuten/Schulen/Institutionen
jährl. Mindestbeitrag2) € 120,–3)
Ich bin/Wir sind bereit, einen Beitrag1) in Höhe von €
zu zahlen.
(Wir danken für jeden höheren Beitrag, der uns hilft, noch mehr zu bewegen!)
Ich/wir interessiere(n) mich/uns für
Frau
Herr
Legasthenie.
Dyskalkulie.
für beide Themen.
Institution/Schule
Name Institution/Schule
Name:
Vorname:
Geburtsdatum:
Beruf:
Geschäftsstelle
Anschrift:
Frau Ingrid Simonis ist Ihre Ansprechpartnerin für folgende Bereiche:
• Betreuung der Landesverbände
• Verbandszeitung
• Betreuung und Planung von Tagungen
• Fragen zu Veranstaltungen
Bundesland:
Telefon:
E-Mail:
Ich/wir möchte(n) dem Kreis-/Ortsverband (sofern vorhanden)
zugeordnet werden.
Ort, Datum, Unterschrift:
Bei Minderjährigen eines Erziehungsberechtigten
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Frau Annette Höinghaus steht Ihnen bei folgenden Themen als Ansprechpartnerin zur Verfügung:
• Verbandsmarketing
• Öffentlichkeits-/Pressearbeit
• Verbandszeitung
•
Mitgliederverwaltung
Die EZB bearbeitet im Auftrag des BVL folgende Bereiche:
• Ein- und Austritte
• Adressänderungen, neue Bankverbindung
• Fragen zur Mitgliedschaft
• Versand von Info-Materialien
1) Im Beitrag enthalten sind die gleichzeitige Mitgliedschaft im BVL und im jeweiligen Landesverband sowie der 1/4jährliche Bezug der Mitgliederzeitschrift LEDY.
2) Der BVL hat versucht, den Mindestbeitrag möglichst niedrig anzusetzen, um vielen Personen die Mitgliedschaft zu ermöglichen. Wir würden uns sehr freuen, wenn
Sie unsere Arbeit mit einem höheren Beitrag unterstützen.
3) Der Betrag ist steuerbegünstigt und wird nur zu satzungsgemäßen Zwecken verwendet. Das Finanzamt erkennt bei Spenden/Mitgliedsbeiträgen bis zu 200,– € den
Abbuchungsbeleg bzw. den Überweisungsträger als Spendenbescheinigung (Zuwendungsnachweis) an.
4) Nur in Verbindung mit einer Erstmitgliedschaft eines Familienmitgliedes möglich.
Unsere Bitte an Sie: Nur vollständig ausgefüllte Mitgliedsanträge können zügig bearbeitet werden!
Schicken Sie den Antrag per Fax: 0228-37 38 49 oder per Post an uns. Vielen Dank!
SEPA-Lastschriftmandat
Gläubiger-Identifikationsnummer: DE 50 BVL 0000 0032 825
Mandatsreferenz (ist Ihre Mitgliedsnummer).
Ich ermächtige die EZB-Bonn widerruflich, den jährlichen Mitgliedsbeitrag zu Beginn eines jeden Kalenderjahres von
meinem/unserem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Der Beitrag für das laufende Jahr wird innerhalb eines Monats
nach Eingang der Beitrittserklärung abgebucht. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die der EZB-Bonn. auf mein
Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.
Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Name des Kreditinstituts
BIC
IBAN: DE
Kontoinhaber
Ort, Datum
Unterschrift
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL)
c/o EZB Bonn, Postfach 201338, 53143 Bonn
Telefax 0228-37 38 49 oder komfortabel per Internet unter www.shop.bvl-webshop.de
Bestellschein
Bezeichnung
LEDY 01.2015
LEDY – Das Mitgliedermagazin zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie
Herausgegeben vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
Einzelpreis /€
Flyer BVL
kostenlos
Flyer BVL-Kids
kostenlos
Stückzahl
Gesamtpreis/€
kostenloser
Download möglich
kostenloser
Download möglich
kostenloser
Download möglich
kostenloser
Download möglich
Legasthenie erkennen und verstehen
3,00
Dyskalkulie erkennen und verstehen
3,00
Ratgeber Fremdsprache „Englisch“
3,00
Ratgeber Fremdsprache „Französisch“
3,00
Ratgeber Fremdsprache „Latein“
3,00
Fremdsprachenwahl, Fragen und Antworten zum Fremdsprachenerwerb
3,00
Handreichungen für Lehrerinnen/Lehrer „Legasthenie in der Schule“
3,00
kostenloser
Download möglich
Handreichungen für Eltern von Kindern/Jugendlichen mit einer
Legasthenie
3,00
kostenloser
Download möglich
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Redaktionsschluss Ausgabe 2/2015: Ende April 2015
4/2015: Ende Oktober 2015
Erscheinungstermin Ausgabe 2/2015: Ende Juni 2015
4/2015: Ende Dezember 2015
ISSN 1866-3672
3/2015: Ende Juli 2015
1/2016: Ende Januar 2016
3/2015: Ende September 2015
1/2016: Ende März 2016
Impressum
Herausgeber und Verleger (Redaktionsanschrift)
Postfach 201338, 53143 Bonn
kostenloser
Download möglich
Aktueller Wissensstand zum Thema Dyskalkulie
DVD Legasthenie und Dyskalkulie –
Diagnose, Förderung, private und schulische Unterstützung
8,00
Zum Kennenlernen: Zeitschrift 4/2014
kostenlos
Sonderheft Recht:
Chancengleichheit herstellen, Diskriminierung vermeiden
kostenloser
Download möglich
kostenloser
Download möglich
Elterninformation zum Sonderheft Recht:
Chancengleichheit herstellen, Diskriminierung vermeiden
Nicht bestellbar,
im Mitgliederbereich kostenloser Download
E-Mail: [email protected]
Internet: www.bvl-legasthenie.de
Zuschriften bitte nur an den BVL. Bei schriftlichen Anfragen bitte frankierten Rückumschlag oder
Rückporto beifügen.
Redaktion ([email protected])
Legasthenie und Dyskalkulie: Stärken erkennen – Stärken fördern
Gerd Schulte-Körne (Hg.) 2011, 262 Seiten,
erschienen zum Kongress 2011
24,95
Legasthenie und Dyskalkulie:
Neue Methoden zur Diagnostik und Förderung
Gerd Schulte-Körne (Hg.) 2014. 230 S., 17 x 24 cm, 44 graph. Abb., 21
Tab.
24,95
Legasthenie, na und! Kinder- und Jugendbroschüre
3,00
Umschlagbild
photocase
CD mit dem Song: „Hey, nimm mich mit auf die Reise“
inkl. Gutschein für den Lernserver im Wert von 10 Euro
5,00
Mitteilungen der Redaktion
Sticker Dyskalkulie
0,70
Sticker Legasthenie
0,70
Satzung des BVL
Impressum
Christine Sczygiel (Bundesvorsitzende), Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne, Annette Höinghaus.
Editorial Design
ulrikerenner.DESIGN | [email protected] | www.ulrikerenner.de
kostenlos
Download möglich
Gesamtbetrag zuzüglich 3,– Euro Verpackungspauschale + Porto
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des BVL wieder.
Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplar erbeten.
Die Redaktion behält sich das Recht vor, über die Veröffentlichungen der eingesandten Beiträge zu entfentlichung von Beiträgen zu begründen.
Sparkasse Hannover, IBAN DE51 2505 0180 0000 7605 36 / BIC SPKHDE2HXXX
Bitte senden Sie die Bestellung an folgende Anschrift:
Name: _______________________________
Vorname: ____________________________
Straße: ______________________________
PLZ, Ort: ____________________________
Bestelldatum: __________________________
Unterschrift: ___________________________
Der monatliche Mindestbeitrag einschließlich des Bezugs der Mitteilungen beträgt 5,00 Euro,
für jedes weitere Familienmitglied 3,25 Euro.
Bankverbindung des BVL:
Sparkasse Hannover | IBAN DE51 2505 0180 0000 7605 36 | BIC SPKHDE2HXXX
Vereinsregister-Nummer 54 94, Amtsgericht Hannover
83
BVL c/o EZB Bonn . Pf 201338 . 53143 Bonn
PVST . Deutsche Post AG . Entgelt bezahlt
www.bvl-legasthenie.de