Was bedeutet oxidativer Stress und

Karl Hecht
Dr. med. Dr. med. habil. Professor für Neurophysiologie und emeritierter Professor für experimentelle und
klinische pathologische Physiologie der Humboldt-Universität (Charité) zu Berlin
Member of the International Academy of Astronautic
Mitglied der russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften
Ehrenpräsident der Europäischen Akademie für medizinische Prävention
Stress-, Schlaf- Chrono-, Umwelt-, Weltraummedizin
Antworten auf Fragen
Was bedeutet oxidativer Stress und Antioxidantienfunktion?
Die schleichende Vergiftung, wie David Servan-Schreiber die nachweisbaren Gifte im menschlichen Körper in seinem
Antikrebsbuch 2008] bezeichnet, betrifft heute die meisten Menschen auf unserem Planeten. Sie verursachen aber
nicht nur Entzündungen als Basis für Krebserkrankungen, sondern Sie verursachen des Weiteren den oxidativen
Stress, d. h. einen Überschuss von freien O2-Radikalen, die in dieser Form sehr aggressiv gegen die Zellen des
menschlichen Körpers bewirken können.
Was bewirken freie Radikale im menschlichen Körper beim ständigen Vorhandensein?
■■ beschleunigtes Altern
■■ degenerative Erkrankungen des Nervensystems
■■ Hemmung der Spermatogenese
■■ Arteriosklerose
■■ Mitochondrienpathien
■■ erhöhte Virusinfektanfälligkeit
■■ Zellschädigungen vielfältiger Art
■■ Autoimmunerkrankungen
■■ Hauterkrankungen, Ekzeme, Melanome
■■ Erkrankung der Atemwege
■■ Fehlfunktionen des Immunsystems
Als Hauptverursacher des oxidativen Stresses, der sich häufig mit nitrosativem Stress (NO-freie Radikale) verbindet
und infolgedessen noch aggressivere Wirkungen gegen diese Zellen des menschlichen Körpers bewirkt, sind
Umwelteinflüsse zu nennen. Das wurde in sehr vielen wissenschaftlichen Arbeiten nachgewiesen.
Als Beispiele sollen folgende Umweltverschmutzungen angeführt werden:
■■ Verbrennungsabgase: Rauch und Rußpartikel, Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NO und
NO2), Blei, Polychloride, Dioxin, Furane, Bisphenol A, Phthalate und viele andere.
■■ Strahlungen: zum Beispiel UV-Strahlung, radioaktive Strahlung, Radionuklide,
■■ Mikrowellenstrahlungen (Handy).
■■ Autointoxikation (selbst Vergiftung) des Menschen: Nikotin, Alkohol.
■■ Der oxidative Stress = permanente Überschuss an freien O2-Radikalen ist ein erheblicher Störfaktor der
Lebensprozesse. In normalem Ausmaß sind die Sauerstoffradikale lebensnotwendig. Dazu nachfolgend noch
eine kurze Erläuterung zum besseren Verständnis. 6 % des eingeatmeten molekularen Sauerstoffs werden in
den Mitochondrien in aktivierten Stufen und dabei auch in Radikale umgewandelt. [Bradford 1985; Engler 2004;
Ohlenschläger 1995].
Diese Sauerstoffradikale haben regulative Funktionen im menschlichen Organismus, wenn sie nicht im Überschuss
gebildet werden. Sie sind in normalen Mengen immer lebensnotwendig. Die Erhaltung und Sicherung der
Lebensfunktionen ist eigentlich ihre normale Aufgabe im menschlichen Körper.
■■ Abnorm veränderte Umweltbedingungen und ein unnatürlicher Lebensstil verursachen den gefährlichen
Überschuss an freien O2-Radikalen.
Das natürliche Sauerstoff-Radikal-Regulationssystem des Menschen
Die Sauerstoffradikale haben lebenswichtiger Funktionen zu erfüllen. Die Sauerstoffradikale beseitigen Gifte und
abgestorbene Zellen sowie Fremdstoffe, Viren, Bakterien, Allergene usw. Gleichzeitig gibt es noch ein weiteres
System im Organismus, welches den Überschuss an Radikalen beim gesunden Menschen verhindern kann.
Dieses wird als Antioxidantien oder Scavenger-System bezeichnet. Dieser Regulationsmechanismus funktioniert beim
Gesunden und bei biotischer, biotroper Atemluft außerordentlich gut und sicher. Leider haben aber vor allem die
Großstädte keine biotische Atemluft mehr.
Das Scavenger-(Antioxidantien-)System verhindert den Überschuss an freien Radikalen durch den Abbau und die neue
Synthese geschädigter Zellbestandteile sowie Steuerung der Apoptose. Mit der Apoptose werden Zellen vernichtet,
die der Organismus nicht braucht oder die schädliche Wirkungen entwickeln können.
So ist bekannt, dass sich bei jedem gesunden Menschen zu jeder Zeit auch einzelne entartete Zellen bilden
können, die den Krebszellen ähnlich sind. Mittels der Apoptose werden sie sofort vernichtet. Sie unterstützt die
Antioxidantienfunktion.
Abbildung 1: Natürliches Radikale-ScavengerSchutzsystem des Menschen [Archiv Hecht]
Wenn aber das Antioxidantien-(Scavenger-)system überfordert wird und die Steuerung der Radikalen nicht mehr
funktioniert, wie das bei der schleichenden Vergiftung geschieht, kann sich die Apoptose auch gegen die gesunden
Körperzellen richten und Zellen zerstören und die lebenswichtigen Funktionen der Mitochondrien außer Kraft setzen.
Das kann, wenn es die Herzmuskelzellen betrifft, zum Infarkt führen.
Die überschießende Bildung von O2-Radikalen wird freie Radikale oder oxidativer Stress genannt. Der oxidative
Stress und die Funktion des Antioxidantien Systems können gemessen werden. Die Messung des oxidativen
Stresses wird mit dem d-ROMs-Test vorgenommen. Die Funktion des Antioxidantiensystems wird mit dem BAP-Test
gemessen. Dabei wird die Antioxidantienkapazität angegeben, welche Aussagen über die Funktion des natürlichen
Antioxidantiensystems gestattet.
Das Erkennen der Gefahr einer schleichenden Vergiftung der Menschen auf unserem Planeten hat einschlägige
medizinische Wissenschaftszweige oder Einzelwissenschaftler stimuliert, Detoxhygienika zu suchen, zu entwickeln
und zu erproben. Bekannt und wissenschaftlich belegt ist z. B. die Entgiftung von Schwermetallen im menschlichen
Körper mit der Alge Chlorella.
Immer größer wird die Zahl der Antioxidantien, die auch als freie Radikalempfänger bezeichnet werden und gegen
oxidativen Stress wirksam eingesetzt werden. Als Beispiel möchte ich die Vitamine A, C und E und das Mineral Selen
nennen.
Diese Detoxhygienika haben aber nur Wirkeigenschaften für bestimmte spezifische Funktionen. Sie gewährleisten
nicht die Detoxikation des gesamten Körpers. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Klinoptilolith-Zeolith als ein sehr
gutes, vielfältig wirkendes Antioxidant erwiesen.
Klinoptilolith ist ein mikroporöses Tuffgestein mit einem hohen Anteil von Siliziumdioxid, welches nach der Einnahme
in den menschlichen Körper in die kolloidale Phase (Suspension) überführt wird. Außerdem erhält der KlinoptilolithZeolith durch ein spezielles Mikronisierungsverfahren ein breites Spektrum von Detoxikations- Wirkprinzipien mit
einer optimalen Bioverfügbarkeit. Die vielfältige Wirkung von Klinoptilolith-Zeolith ist auf folgende Grundfunktionen
des Klinoptilolith Zeoliths im menschlichen Körper zurückzuführen.
1. Selektiver Ionenaustausch, wodurch dem menschlichen Körper nur die und so viel Mineralien zugeführt werden,
wie er sie für die systemische Regulation benötigt. Andererseits werden Schadstoffe aus der extrazellulären
Matrix entfernt.
2. Adsorption, d. H. Bindung von Stoffen, z. B. Toxinen (Giften), die damit unschädlich gemacht werden. Beide
Funktionen wirken untrennbar zusammen
3. Zufuhr von kolloidalem Siliziumdioxid.
4. Detoxikation: Entgiftungsfunktion, die noch über die der Adsorptions- und Ionenaustauschfunktion hinausgeht.
5. Antioxidantienfunktion, d. h. Beseitigung überschüssiger freier Radikale.
6. Antibakterielle, antiviruelle und antimykotische Wirkungen, d. h. Bindung oder Zerstörung von Viren, Bakterien
und Pilzen.
7. Radioprotektive Wirkungen, d. h. Ausleitung und Bindung von Radionucliden und somit Verhinderung oder
Beseitigung der Strahlenkrankheit.
8. Molekularsiebfunktion und somit Unterstützung der Molekularsiebfunktion der Grundsubstanz der
extrazellulären Matrix.
9. Unterstützung des Immunsystems
Durch die regelmäßige täglich erfolgende Einnahme von Klinoptilolith-Zeolith können langzeitig alle angeführten
Funktionen integrativ wirksam werden. Zusätzlich ist ausreichend Flüssigkeitszufuhr (am günstigsten 2-3 l/Tag) zu
gewährleisten, um Gifte bzw. Restprodukte dieser aus dem Körper zu entfernen.
Den Antioxidantieneffekt des Klinoptilolith Zeoliths möchte ich an einigen Beispielen von neuesten Ergebnissen einer
noch laufenden Studie demonstrieren. Im ersten Abschnitt dieser Studie wurden elf Personen in höherem Alter (4890 Jahre), die 2-13 Jahre lang täglich Klinoptilolith-Zeolith eingenommen haben, untersucht. (Tabelle 1) In diesem
Zusammen ist zu vermerken, dass die hier getroffenen Aussagen über den Klinoptilolith-Zeolith nur für jene Präparate
gelten, die als Arzneimittelrezepturen oder Medizinprodukte ausgewiesen sind.
Abschließend möchte ich noch von mir sprechen. Ich habe seit Jahren mein Detoxhygieneprogramm und nehme
täglich Klinoptilolith-Zeolith ein. Mit nahezu 90 Jahren bin ich körperlich und geistig fit. Als Beispiel zeugen täglich
zwei Stunden flottes Nordic Walking und das Verfassen von vier Büchern (neben wissenschaftlichen Artikeln)
innerhalb der letzten eineinhalb Jahre.
Im letzten Jahrzehnt hatte ich keinen Infekt und Laboruntersuchungen belegen, dass ich eine normale
Antioxidantienkapazität ausweise und giftfrei bin. Das verdanke ich in erster Linie dem vielseitig wirkenden
Klinoptilolith-Zeolith.
Tabelle 1: Die Ergebnisse in Tabelle 1 zeigen, dass alle Untersuchten nach täglicher permanenter Einnahme von Klinoptilolith-Zeolith eine sehr
hohe Antioxidantienkapazität ausweisen.
Weitere Informationen über Klinoptilolith Zeolith in unseren Büchern:
Hecht, K.; E. Hecht-Savoley (2005/2008): Naturmineralien, Regulation und Gesundheit. Schibri Verlag, Berlin, Milow. 2. Auflage, 424 Seiten
ISBN 3-937895-05-1
Hecht, K.; E. Hecht-Savoley (2008): Klinoptilolith-Zeolith - Siliziummineralien und Gesundheit. Spurbuch Verlag, Baunach; 2. Auflage 2010, 3.
Auflage 2011 ISBN 987-3-88778-322-8
Literatur
Bradford, R. W. et al. (1985): Oxidology. The Study of reactive Oxygen Toxic Spezies (ROTS) and their Metabolism in Health and Disease. The
ROTS Theory of degenerative disease and the HLB Blood Test. Published by R. W. Bradford Foundation, Los Altos, California
Engler, I. (2004): Handbuch: Ionisierter Sauerstoff. Spurbuchverlag, Baunach
Ohlenschläger, G. (1995): Freie Radikale, oxidativer Stress und Antioxidantien. Ralf Reglin Verlag, Köln
Servan-Schreiber, D. (2008): Das Antikrebsbuch. Kapitel 9: Antikrebspsyche, Kapitel 10: Der Angst die Spitze nehmen.
Verlag Antje Kunstmann, München