Intelligente optische Sensorik - Baden

Ausschreibung
Photonik, Mikroelektronik, Informationstechnik:
Intelligente optische Sensorik
im April 2015
Inhalt
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Vorbemerkung............................................................................................... 2
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Ziel und Gegenstand der Ausschreibung ................................................... 2
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Teilnahmeberechtigung ............................................................................... 3
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Modalitäten .................................................................................................... 3
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Dienstweg ...................................................................................................... 4
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Fristen ............................................................................................................ 4
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Umfang und Inhalt der Anträge ................................................................... 4
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Projektträger ................................................................................................. 5
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Vorbemerkung
Sensoren spielen in praktisch allen Bereichen der Produktion eine zunehmend wichtige Rolle. Sie erfassen physikalische Größen oder chemische Effekte und liefern
Signale zur weiteren Verarbeitung. In der Fertigung tragen Sensoren dazu bei, Prozesse effizienter, kostengünstiger, flexibler und sicherer zu machen.
Die Zukunftsvision einer „Industrie 4.0“ umfasst hochflexible und hochproduktive,
selbstkoordinierende und selbstoptimierende Fertigungssysteme. Eine zentrale
Funktion übernehmen hierbei die sogenannten „cyber-physischen Systeme“, d.h.
Systeme aus mechanischen, elektronischen und informationstechnischen Komponenten, die über Sensoren und Aktoren verfügen und über digitale Netze bzw. das
Internet kommunizieren.
Bei der Realisierung solcher Fertigungssysteme entsteht ein dringender Entwicklungsbedarf an geeigneten Sensoren. Das Aufgabenspektrum umfasst dabei die
Produktionsüberwachung und -optimierung, die Qualitätssicherung und Dokumentation sowie die Gewährleistung der Sicherheit.
Insbesondere optische Sensoren bieten aufgrund der vielfältigen Messprinzipien bei
höchster Auflösung, kurzen Messzeiten, Berührungslosigkeit und guter Integrierbarkeit viele Vorteile sowie zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.
Für die Zukunft wird ein wachsender Bedarf an optischen Sensoren prognostiziert,
insbesondere an sogenannten „Smart Sensors“ mit hoher Integrationsdichte und eigener Intelligenz sowie Multifunktionalität.
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Ziel und Gegenstand der Ausschreibung
Das Forschungsprogramm zielt auf die vorwettbewerbliche, anwendungsorientierte
Grundlagen- und Vorlaufforschung. Die Projektergebnisse sollen insbesondere in
kleineren und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg umgesetzt
werden.
Gegenstand der Ausschreibung „Intelligente optische Sensorik“ ist aus diesen
Gründen die interdisziplinäre Entwicklung neuartiger optischer Sensoren in Kombination mit Elektronik und Software:
Die zu entwickelnden optischen Sensoren sollen Messgrößen erfassen und sich darüber hinaus durch eigene Intelligenz mittels integrierter Hardware sowie durch Auswerte-, Entscheidungs- und auch Optimierungsalgorithmen auszeichnen.
Für eine Regelung von Fertigungsprozessen sollen des Weiteren Prozessregelgrößen in Echtzeit über Standardschnittstellen angesprochen werden können.
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Über eine Selbstdiagnose und ggf. Selbstkalibration soll ein weitestgehend autarker
Betrieb möglich werden.
Eine weitere Anforderung soll die Robustheit gegenüber Mess-Störungen (Dämpfe
etc.), z.B. durch eine Störgrößenkompensation, sowie die Fehlertoleranz sein.
Schließlich müssen die Sensoren in der Lage sein, mit dem Gesamtsystem zu kommunizieren. In diesem Zusammenhang müssen sie vernetzungsfähig sein, um sich in
Prozessketten oder Automatisierungsnetzwerke integrieren zu lassen.
Die gewonnenen Daten sollen potenziell für eine Weiterverarbeitung und Dokumentation innerhalb der Prozess- bzw. Wertschöpfungskette geeignet sein.
Wünschenswert ist die Möglichkeit, vorhandene Maschinen bzw. Infrastruktur mit den
neuen intelligenten optischen Sensoren aufzurüsten. Als Fernziel ist eine möglichst
einfache Integration („Plug&Play“) anzustreben.
Der Projektantrag muss alle drei Felder „Photonik, Mikroelektronik und Informationstechnik“ adressieren und in Summe eine signifikante Verbesserung gegenüber dem
Stand der Technik aufweisen.
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Teilnahmeberechtigung
Zur Teilnahme berechtigt sind baden-württembergische Hochschulen und gemeinnützige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg.
Die Bildung von interdisziplinären Forschungsverbünden wird ausdrücklich begrüßt.
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Modalitäten
Die Forschung erfolgt im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH auf Basis
eines Auftragsvertrags mit der Forschungseinrichtung (Auftragsforschung). Die
Rechte an den Ergebnissen der Forschung stehen der Baden-Württemberg Stiftung
gGmbH zu.
Finanziert werden Personal- und Sachkosten und in besonders begründeten Ausnahmefällen Investitionskosten, beschränkt auf die in der Laufzeit des Projekts anfallenden Abschreibungen.
Das Ausschreibungsthema macht einen kooperativen Ansatz erforderlich. Entsprechende Kooperationen innerhalb einer Forschungseinrichtung oder mit anderen Forschungseinrichtungen sind daher ausdrücklich erwünscht.
Sind mehrere Forschungseinrichtungen beteiligt, so ist ein Koordinator bzw. Sprecher als Ansprechpartner für die Baden-Württemberg Stiftung zu benennen. Dieser
übernimmt die Koordination zwischen den Forschungseinrichtungen und ist für die
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Gesamtprojektabwicklung gegenüber der Baden-Württemberg Stiftung verantwortlich.
Es ist ein einstufiges Bewerbungsverfahren vorgesehen. Die zum nachgenannten
Zeitpunkt einzureichenden Anträge werden durch ein externes, unabhängiges Gutachtergremium bewertet, das der Baden-Württemberg Stiftung Empfehlungen unterbreitet.
Bewertet werden insbesondere die wissenschaftliche Exzellenz des Antrags bei
gleichzeitiger Erfüllung der im Ausschreibungstext genannten Vorgaben, die Abhebung gegenüber dem Stand der Technik sowie die Anwendungsrelevanz der Forschungsarbeiten für die baden-württembergische Wirtschaft.
Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Eine Ablehnung des Projektantrags wird
nicht begründet. Mit Einreichung der Vorhabensbeschreibung zeigen sich die Antragsteller mit den Modalitäten einverstanden.
Die Projekte sollen eine Laufzeit von 3 Jahren nicht überschreiten.
Für die Ausschreibung „Photonik, Mikroelektronik und Informationstechnik“ stehen
der Baden-Württemberg Stiftung 4 Mio. € zur Verfügung.
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Dienstweg
Alle Anträge der Hochschulen müssen über die Rektorate vorgelegt werden. Anträge
aus dem Bereich der außeruniversitären Forschungseinrichtungen müssen über die
Leitung der Einrichtungen erfolgen.
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Fristen
Der Antrag ist bis zum 30. Juni 2015 (Ausschlussfrist) schriftlich und in deutscher
Sprache beim Projektträger Photonics BW einzureichen.
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Umfang und Inhalt der Anträge
1. Allgemeine Angaben (Antragsteller, Institution, Titel und Akronym des Vorhabens,
Projektleiter bzw. Koordinator bei Kooperationen, rechtskräftige Unterschrift)
2. Zusammenfassung: kurze, allgemein verständliche Beschreibung des Vorhabens
3. Stand der Forschung und Abgrenzung des Antrags gegenüber dem derzeitigen
Stand, Patentsituation
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4. Detaillierte Darstellung des Projektvorhabens: Zielsetzung, wissenschaftlicher
und technischer Nutzen, Verbesserungspotenzial, Arbeitsprogramm, Methoden
und Anwendungsperspektiven
5. Eigene projektbezogene Vorarbeiten und Veröffentlichungen einschließlich Patente und Erfindungsmeldungen
6. Arbeits- und Zeitplan unter Angabe von halbjährlichen Meilensteinen
7. Nettokostenaufstellung nach Projektjahren mit Angabe der Mehrwertsteuer. Wird
keine Mehrwertsteuer angegeben, geht die Baden-Württemberg Stiftung davon
aus, dass es sich bei der Nennung um Bruttobeträge inkl. MwSt. handelt:
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Personalkosten mit Angabe der Personenmonate und der Eingruppierung.
Finanziert werden max. 65.000 €/a für Postdocs, 60.000 €/a für Doktoranden und 50.000 €/a für Techniker (jeweils zzgl. MwSt.)

Aufgeschlüsselte Sachkosten (Kleingeräte bis 5.000 €, Verbrauchsmaterialien, Reisekosten)

In begründeten Ausnahmefällen Investitionskosten (gilt für Neuinvestitionen ab 5.000 €, Abschreibungsdauer nach AfA-Tabelle, abrechenbare Abschreibung nur für die Nutzungsdauer im Projekt)

Zusammengefasste Gesamtkostenübersicht

Bei Kooperationen muss ein klar getrennter Finanzierungsplan vorliegen,
aus dem schlüssig hervorgeht, welche Stellen und Mittel für jeden Partner
vorgesehen sind
Ein ausfüllbares Antragsformular ist erhältlich unter
http://www.photonicsbw.de/formular-pmi2015.
Die Anträge sind in einfacher Ausfertigung in Papierform einzureichen und zusätzlich
als
elektronisches
Dokument
(Word-Datei)
an
den
Projektträger
([email protected]) zu übersenden.
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Projektträger
Die Baden-Württemberg Stiftung hat Photonics BW, das Innovationsnetz für Optische Technologien, mit der Projektträgerschaft beauftragt. Dieses ist für die organisatorische Abwicklung des Programms zuständig und zentraler Ansprechpartner für
die Antragsteller. Rückfragen sind ausschließlich an den Projektträger zu richten.
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Der Antrag ist einzureichen bei:
Photonics BW e.V.
Dr. Andreas Ehrhardt
Carl-Zeiss-Straße 1
73447 Oberkochen
Tel.:
Fax:
E-Mail:
07364 / 20 29 13
07364 / 20 49 03
[email protected]
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