Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung - LGL

MAGAZIN 2014
Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung
MAGAZIN 2014
THEMEN
Faszination Vermessung
Seite 4
Das schwäbische Meer
Seite 5
Deformationsmessung
Seite 6
LGL-Forum
Seite 7
Die Ausbildungsfilme
Seite 8
Gesundheitstag
Seite 9
Ausbildertag
Seite 10
EFRE in Schwäbisch Gmünd
Seite 13
Länder arbeiten zusammen
Seite 14
AK OGA tagt
Seite 15
Kartenwerk automatisiert
Seite 16
Mobile Kontrollpunkte
Seite 17
Präsdentenwechsel
Seite 18
EFRE Projekte im Land
Seite 23
Quiz - die Gewinner
Seite 23
Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung
Die Aufgabenstellungen beim Landesamt für Geoinformation und
Landentwicklung sind äußerst vielfältig. Die Tagesarbeit ist geprägt von
vielfältigen Einzelentscheidungen.
Einen besonderen Einblick in die Tätigkeiten der Abteilungen unseres
Landesamtes gibt auch dieses Jahr
die Hauszeitschrift unter dem neuen Namen „Magazin“. Neu ist auch
das Format, es soll noch handlicher
zu lesen und leichter aufzubewahren
sein. Denjenigen, die Beiträge verfasst haben und für das Erscheinen
dieser Ausgabe Verantwortung tragen, danke ich ganz herzlich.
tenzentrum sieht weiteren umfangreichen Aufträgen genauso entgegen
wie das mit EFRE- und LEADER-Aufgaben befasste Referat 25. Damit
organisatorisch wie personell alles
perfekt laufen kann, wird von den
Querschnitts-Verantwortlichen viel
Flexibilität abverlangt werden.
Was das LGL und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegt, ist in
diesem Magazin 2014 zusammengefasst. Ob es um fachliche Themen,
Veranstaltungen oder Erfahrungen
geht: Die Seiten füllen sich von allein, dank dem engagierten Einsatz
der Autorinnen und Autoren in unseAus dem breiten Aufgabenspektrum ren Referaten. So bildet das Magazin
des Landesamtes möchte ich im Be- ein buntes Potpourri an abwechssonderen auf folgende Trends und ak- lungsreichen Berichten.
tuelle Situationen hinweisen: Bei der
Landesvermessung gewinnt die 3. Allen Leserinnen und Lesern wünDimension bei den Geobasisdaten, sche ich, dass Ihnen das Magazin
also die Höhenangabe, eine immer wertvolle Anregungen für Ihre eigestärkere Bedeutung. Die Darstellung ne Arbeit gibt.
in den Karten des Landesamtes wird
Zug um Zug modernisiert, beispielsweise mit der neuen Aufmachung
der Landkreiskarten. Deren Druck
sowie viele meist kurzfristige Einzelaufträge fordern die Druckerei in besonderer Weise. Das vom LGL aufzustellende neue Arbeitsprogramm
der Flurneuordnung enthält in der
Vorschau wieder eine große Anzahl
neuer Flurneuordnungen. ALKIS hat
sich konsolidiert und ist bei der Arbeit im Liegenschaftskataster fester
Bestandteil geworden. Das GeodaIhr Luz Berendt
lich mit Hilfe von GNSS-Technik zum Schloss
Solitude gekommen, z.B. mit einem Navigationsgerät im Auto oder mittels SmartphoneNavigation. Die Erwachsenen konnten die
Positionsgenauigkeit ihres Smartphones oder
von sonstigen Navigationsgeräten auf einem
hochgenau bestimmten GNSS-Kontrollpunkt
im Schlosspark selbst überprüfen. Etliche Besucher waren überrascht, dass selbst einfache Empfänger in der Lage sind, die Position
auf 3 bis 10 Meter genau anzuzeigen.
Vor allem die Kinder und Jugendlichen waren
begeistert, dass sie an einer Schatzsuche mit
GNSS-Empfängern teilnehmen konnten. Hier
bot sich ihnen die Möglichkeit, Vermessung zu
erleben und selbst auf Schatzsuche zu gehen.
Eine mit Süßigkeiten gefüllte Schatztruhe winkte letztendlich als Belohnung. Da diese jedoch
verschlossen war, galt es zunächst, den da-
Das LGL präsentiert sich dort, wo 1820 die Basislinie der Württembergischen Landesvermessung festgelegt wurde:
auf Schloss Solitude
Melanie Geiger und Marco Hofmann
Faszination Vermessung live erleben
Am zweiten Sonntag im September findet
traditionell im gesamten Bundesgebiet der
„Tag des offenen Denkmals“ statt. Viele historische Bauten und Stätten öffnen an diesem Denkmaltag ihre Türen und ermöglichen
den Bürgerinnen und Bürger „Geschichte
zum Anfassen“.
Auch das Schloss Solitude in Stuttgart gewährte Einblicke in sonst nicht öffentlich zugängliche Bereiche. Dieses Schloss ist eng
mit der Geschichte der Württembergischen
Landesvermessung verbunden. Eine Gedenktafel unter der Kuppel erinnert an den
Ursprung der am 18. September 1820 begonnenen Messung der rund 13 km langen
Basislinie Solitude - Ludwigsburg. Professor
Dr. Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger (1765-1831) legte hier den Grundstein für
die Urvermessung. Die Besucher hatten die
Möglichkeit, sich selbst ein Bild der Basislinie
zu machen: Auf dem Anfangspunkt war ein
historischer Theodolit mit Blickrichtung
MAGAZIN
Ludwigsburg aufgebaut. Darüber hinaus präsentierte das LGL eine Kreuzscheibe, wie
sie bei der Landesvermessung verwendet
wurde und bis heute noch stellenweise im
Einsatz ist, sowie 5 m-Latten, die noch vor
wenigen Jahrzehnten eingesetzt wurden.
Professor Bohnenberger hätte wahrscheinlich staunend auf den terrestrischen Laserscanner geblickt, den das LGL der Öffentlichkeit vorstellte. Die Besucher konnten
live miterleben, wie der Laserstrahl des Instruments in Sekundenschnelle Millionen von
Objektpunkten erfasst. Im Vorfeld dieses Aktionstages hat das Team von Referat 54 das
Schloss mit dieser modernen und innovativen Methode erfasst, ein digitales 3D-Modell
des Schlosses erzeugt mit dem DGM, DOP
und den 3D-Gebäudedaten zusammengerechnet. Das Ergebnis konnte sich in zwei
Animationsvideos sehen lassen.
Das umfangreiche Angebot des LGL war
auf alle Altersgruppen abgestimmt und sollte Jung und Alt für Vermessung begeistern
und spielerisch an verschiedene Themen
heranführen. Viele der Besucher sind sicher-
zugehörigen Schlüssel zu finden. In Piratenmanier bekamen die Suchenden eine Schatzkarte mit Koordinaten der Stelle, an der der
Schlüssel verborgen war, ausgehändigt. Mit
Hilfe moderner präziser GNSS-Sensoren war
der Ort des Verstecks schnell zentimetergenau ausfindig gemacht und der Schlüssel
aufgefunden. Die erfolgreichen kleinen und
großen Schatzjägerinnen und -jäger wurden
schließlich reichlich mit Süßigkeiten belohnt
und erinnern sich sicherlich gerne an diesen
ereignisreichen Tag zurück. Und wer weiß,
vielleicht wird eine der Mädchen oder einer
der Jungen bei der späteren Berufswahl diesen Erlebnistag zum Anlass nehmen, um
selbst Geodät zu werden? F
Das schwäbische
Meer in 3D
Das LGL unterstützt die Qualitätssicherung bei der genauesten
Bodensee-Vermessung aller Zeiten
Melanie Geiger
Im Jahr 1990 wurde der Bodensee letztmals
komplett vermessen. 24 Jahre später wird
High-Tech genutzt, um ein detailgenaues 3DModell des Seebeckens und der Seerandzonen zu erstellen. Die Auflösung des Modells
erreicht das Hundert- bis Tausendfache der
letzten Messung. Das Projekt „Tiefenschärfe
– Hochauflösende Vermessung Bodensee“
wurde von der internationalen Gewässerkommission für den Bodensee (IGKB) im Mai
2012 ins Leben gerufen und wird von der EU
gefördert.
rund 150 km.
Die Laserscan-Messungen erreichen Genauigkeiten von 2 dm in der Lage und 1 dm in
der Höhe. Bei den Kontrollmessungen müssen diese Standardabweichungen übertroffen werden. Die Messteams von Referat 54
setzten für die Messungen ALTUS GNSSEmpfänger APS-3m sowie Trimble M3-Tachymeter ein. Die GNSS-Messungen erfolgten
in ETRS89 unter Nutzung des Korrekturdatendienstes SAPOS-HEPS. Zur Kontrolle
wurden amtliche Festpunkte herangezogen.
Das Team von Referat 54 legte entlang des
Ufers im Befliegungsbereich alle 2 bis 3 km
geeignete Referenzflächen und -profile (z.B.
Park- und Sportplätze, Anlegestege, Dachflächen) fest, die flächen- und linienförmig
erfasst wurden. Auf Parkplätzen und Sportflächen wurden in der Regel Punktraster mit
mindestens 30 Punkten gemessen. Zusätzlich wurden Bootsstege vollständig flächenförmig erfasst, wodurch sichergestellt ist,
dass auch anhand des Umrings ein Lagequalitätsvergleich möglich ist. An einzelnen
Stellen wurden über eine Länge von bis zu
200 m Referenzpunkte erfasst, hieraus sollen
Profile abgeleitet werden. Exakte Profile lie-
sungen des Echolots kombiniert, woraus bis
Mitte 2015 das genaueste 3D-Modell des Bodensees aller Zeiten berechnet wird.
Um zur Qualitätskontrolle ausreichend viele
und präzise Koordinaten zur Verfügung zu
stellen, wurden die Vermessungsverwaltungen der Anrainerstaaten mit der Messung
von Referenzflächen beauftragt. In ihren Gebieten waren baden-württembergische, bayerische, österreichische und schweizerische
Vermesser mit Messungen beschäftigt. Die fert auch die Erfassung von Treppenkanten
baden-württembergische Uferlänge beträgt im Bereich von Seeterrassen. Zusätzlich wurde von mehreren Gebäuden im Befliegungsgebiet die Dachfläche reflektorlos tachymeDas Institut für Seenforschung Langenartrisch aufgemessen.
gen, die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
Hervorzuheben bei diesem internationalen
(LUBW-ISF), startete von April bis August
Projekt ist die vorbildliche Zusammenarbeit
2013 die ersten Messungen mit der „Korder Vermessungsverwaltungen aller Anrainermoran“, einem Forschungsschiff mit Fächerstaaten, die insgesamt 99 Referenzflächen
echolot. Im März 2014 wurde der Flachaufgemessen haben. Das LGL-Team erfasste
wasserbereich sowie ein 200 m breiter
37 Kontrollgebiete mit rund 1.450 EinzelpunkUferstreifen von einem Flugzeug über Airten, aus denen Profile und Flächen abgeleiborne Laserscanning (ALS) mit einem grünen
tet wurden. Die Daten aller teilnehmenden
Laserstrahl erfasst. Damit liegen wertvolle
Länder werden für viele grundlegende FraDaten über die Wasserfläche und den Seegestellungen genutzt und wissenschaftlich
grund, die Vegetation und die Bauwerke vor.
angewandt. F
Alle Laserscandaten werden mit den Mes-
4/5
Die Heinrich-Hübsch-Berufsschule (HHS), das Geodätische Institut Karlsruhe am KIT
(GIK) und das LGL führen gemeinsam mit Auszubildenden
das Projekt „Deformationsmessung“ durch.
Reinhold Hummel
tionsmessungen zusammen 20 Stunden beanspruchen. Bei der theoretischen Einführung in das Thema ging Martin Vetter vom
GIK darauf ein, wie beispielsweise die Deformationsmessungen an der Staumauer der
Ein Projekt, drei Partner und motivierte Azubis: Deformationsmessungen an der Europahalle in Karlsruhe
Im
Zuge der Neustrukturierung des Lehrund Ausbildungsplans der Vermessungstechniker wurde von den Lehrkräften Dirk Lemp,
Birgit Bentel und Marco Benner der HeinrichHübsch-Berufsschule das Spezialthema „Deformationsmessung und Deformationsanalyse“ als Lernfeld im dritten Ausbildungsjahr
positioniert. Um den Auszubildenden dieses
komplexe Thema mit den erforderlichen theoretischen Grundlagen nahe zu bringen, wurde eine Kooperation mit dem GIK und dem
LGL vereinbart. An einem konkreten Objekt
soll den Jugendlichen der Lernstoff anschaulich und praxisnah vermittelt werden.
Am 21. September 2012 trafen sich alle Kooperationspartner erstmals. Neben der Definition der fachlichen Aufgabe galt es, die
gerätetechnische Ausstattung sowie etliche
logistische Fragen zu klären. Nachdem die
Karlsruher Kollegen des LGL bereits seit
Jahrzehnten Deformationsmessungen an
über 35 Bauwerken und Stauanlagen im Land
durchführen, lag es nahe, die Europahalle in
Karlsruhe als geeignetes Beobachtungsobjekt auszuwählen. Martins Krikis von Referat
54 Messverfahren führt dort in regelmäßigen
Zyklen ein umfassendes Deformationsmonitoring der Tragwerkskonstruktion der Europahalle durch. Das Dach wird von zwei Tragseilen gehalten, die über zwei Masten gelenkt
MAGAZIN
werden und an vier Halteankern fixiert sind.
Ein hochgenaues örtliches Überwachungsnetz von Lage- und Höhenpunkten ist eingerichtet. Sämtliche Punkte sind im Zuge der
Deformationsmessungen ständig zu überwachen. Die Analyse der Messungen erfolgt mit
der am GIK entwickelten Ausgleichungssoftware NetzCG.
Die Kooperationspartner verständigten sich
darauf, dass sich die Auszubildenden am Objekt Europahalle mit den drei Deformationsarten Verschiebung, Hebung oder Setzung
und Verformung auseinandersetzen und hierzu Messdaten über ein Feinnivellement und
mit Präzisionstachymetrie erfassen sollen.
Zusätzlich war das Gesamtobjekt mit dem
terrestrischen Laserscanner abzutasten, um
aus einer hochaufgelösten 3D-Punktwolke
aus über 10 Millionen Messpunkten ein 3DModell zu generieren.
Das LGL stellte Feinnivelliergeräte und seinen
terrestrischen Laserscanner zur Verfügung,
das GIK unterstützte die Aktion mit seinem
Präzisionstachymeter und einem zweiten Laserscanner, die HHS beteiligte sich mit ihrem
Präzisionstachymeter. Nivellierlatten, Prismen, Stative und weitere Kleingeräte stellten
LGL und GIK gemeinsam bereit.
Das Lernmodul umfasste drei Schultage.
Laut Lehrplan sollen Theorie und Deforma-
Linachtalsperre konzipiert wurden. Marta
Maul und Marco Hofmann vom LGL erläuterten das Laserscanverfahren.
Danach durften die Azubis unter Beweis
stellen, dass sie die Theorie in die Praxis
übertragen können. An drei Stationen rund
um die Europahalle waren Messungen in
Kleingruppen durchzuführen. Anschließend
wurden die Ergebnisse beim LGL und am
GIK ausgewertet und gemeinsam diskutiert.
Trotz extrem widriger Witterungsverhältnisse
brachten sich die künftigen Vermessungstechnikerinnen und –techniker begeistert
und hoch motiviert in das Projekt ein und
erreichten recht hohe Genauigkeiten (0,6 bis
0,9 mm).
Inzwischen wurde das Projekt bereits zum
dritten Mal durchgeführt und auch im Oktober 2014 gruppierten sich wieder Auszubildende um die Europahalle, um geodätisches
Deformationsmonitoring am konkreten Objekt erfolgreich zu praktizieren. Es bestätigte sich erneut, dass der Know-how-Transfer
durch Experten an einem Praxisobjekt besonders motivierend auf unseren Berufsnachwuchs wirkt. Insbesondere die Kooperation
Berufsschule, Hochschule/Universität und
LGL ist eine innovative Möglichkeit, um junge Menschen für den von ihnen ausgewählten Beruf zu begeistern und auch für ein weitergehendes Studium zu motivieren. F
LGL-Forum: Ein Fachkongress über Geodaten
und Landentwicklung im Stuttgarter Haus der
Wirtschaft
Stuttgart, 13. Mai 2014: Mehr als 200 Experten der Geodatenbranche tauschten sich im Haus der
Wirtschaft über Geodaten und Landentwicklung aus. Dabei verdeutlichten Workshops, Präsentationen und Praxisbeispiele, wie sich Geodaten heute nutzen lassen und was Flurneuordnungen
im ländlichen Raum bewegen können. Themen wie webfähige Technologien oder dreidimensionale Geoinformationen zeigten Trends und Perspektiven.
Redaktion
Die
Keynote hielt Professor Dieter Fritsch,
seit 1992 Direktor des Instituts für Photogrammetrie der Universität Stuttgart. Sein
Thema „Geoinformatik 2020 – Ein Blick in
die Zukunft“ war ein innovativer Fingerzeig,
dass Geobasisinformationen auch künftig ein
„Must Have“ für Wirtschaft und Gesellschaft
bleiben.
die Frage „Fachdaten versus Geobasisda- Geobasisdaten. Gleichzeitig waren die LGLten – zwei getrennte Welten?“, erörterten die Fachleute mit Bürgermeistern und Ortsvor„Möglichkeiten ländlicher Gemeinden auf stehern im Dialog über Flurneuordnungen.
dem Weg in die Zukunft“ und zeigten die
Funktionsweise und den Nutzen der Geoda- Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten
teninfrastruktur (GDI) in der täglichen Praxis sich begeistert darüber, dass sich wissenschaftliche Innovationen und Praxisbeispiele
auf.
sowohl aus der freien Wirtschaft als auch aus
Organisatorisch liefen die einzelnen Foren der Verwaltung informativ ergänzten.
In sechs verschiedenen Themenblöcken
zeigte das LGL eine Auswahl seiner Produkte und Dienstleistungen. Die Foren behandelten die Themen „ALKIS - Das neue Informationssystem des Liegenschaftskatasters“,
„Baden-Württemberg dreidimensional“ und
„Bürgerbeteiligung leicht gemacht“, klärten
zeitgleich ab und wurden am Nachmittag
wiederholt. So war es für die Besucherinnen Die Möglichkeit, sich hier unter Kollegen zu
und Besucher möglich, sich mit mehreren informieren und auszutauschen, Erfahrungswerte zu vergleichen und überhaupt mit dem
Themen auseinander zu setzen.
LGL als Lieferanten von Geobasisdaten und
Das LGL richtete sich mit dem LGL-Forum an Dienstleistungen ins Gespräch zu kommen,
die Anwender und Nutzer seiner amtlichen traf auf positive Resonanz. F
Geoinformation und Landentwicklung
Geoinformation und Landentwicklung
Forum I
Geoinfo
Forum II
ALKIS® – Das neue Informationssystem des Liegenschaftskatasters
Baden-Württemberg dreidimensional
Mit der Einführung des neuen Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystems
(ALKIS®) wurden die bisherigen Verfahrenslösungen Automatisierte Liegenschaftskarte
(ALK) und Automatisiertes Liegenschaftsbuch (ALB) in Baden-Württemberg ersetzt.
ALKIS® stellt nach bundesweit einheitlichem Standard den rechtlich maßgebenden Grenznachweis für mehr als acht Millionen Flurstücke dar. Neben den Koordinaten von rund
40 Millionen Grenzpunkten werden auch die Angaben von fünf Millionen Gebäuden und
drei Millionen Eigentümern objektstrukturiert geführt. Insgesamt enthält die Datenbank
über 230 Millionen Objekte.
Nach gut einem Jahr Praxiserfahrung werden die Vorteile und der sich abzeichnende Mehrwert der neuen Verfahrenslösung für die Verwaltungen und die Nutzer von Geodaten
aufgezeigt. Im Forum sollen daher neben den „Machern“ von ALKIS® vor allem auch die
Nutzer zu Wort kommen.
Die digitale dreidimensionale Modellierung der Landschaft gewinnt zunehmend Bedeutung für eine geordnete und nachhaltige Planung unseres Lebensraums. Das LGL hat sich
entsprechend seinem gesetzlichen Auftrag frühzeitig dieser Herausforderung gestellt und
bietet mit dem Digitalen Geländemodell (DGM) und dem Digitalen Oberflächenmodell
(DOM) dreidimensionale topographische Basisinformationen für vielerlei Anwendungen
an. Mit den derzeit im Aufbau befindlichen landesweiten 3D-Gebäudemodellen beginnt
das LGL die dreidimensionale Klassifizierung der Landschaftsobjekte.
Die Vorträge vermitteln aktuelle Entwicklungen in der 3D-Landschaftsmodellierung und
praxisorientierte Anwendungen für gesellschaftspolitisch relevante Themenstellungen.
Moderation: Manfred Zöllner, LGL
Moderation: Berthold Klauser, LGL
ALKIS® – warum? Intention und Komponenten
Referent: Peter Constantin, LGL
Datenerfassung mit UAS-Pilotprojekten am LGL
Referent: Dr.-Ing. Michael Cramer, Universität Stuttgart, ifp
ALKIS® – das Produkt! Bezugsmöglichkeiten, Formate, Kosten, Nutzungsbedingungen
Referent: Otmar Strietter, LGL
Automatisierte Erfassung von Landschaftselementen
Referent: Dr. Matthias Trapp, RLP AgroScience GmbH, ifa
ALKIS® - Erfahrungen eines Energieversorgers
Referent: Wolf Epple, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH
Energiebedarfssimulationen auf der Grundlage dreidimensionaler Stadtmodelle
Referent: Prof. Dr.-Ing. Volker Coors, HfT Stuttgart
ALKIS® – Grundlage für ein städtisches Informationsmanagement
Referent: Martin Noack, Stadtmessungsamt Stuttgart
Das 3D-Stadtmodell Stuttgart – aktueller Stand und Ausblick
Referent: Referent: Dipl.-Ing.(FH) Hans-Ulrich Mohl, Stadt Stuttgart
ALKIS® – Herzstück für GIS-Dienstleistungen für mittlere und kleine Kommunen
Referent: Dr.-Ing. Matthias Neureither, Vermessungsbüro Schwing und Dr. Neureither, ÖbVI, Mosbach
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LANDESAMT FÜR GEOINFORMATION UND LANDENTWICKLUNG
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6/7
Ausbildung hat Zukunft das LGL als Tatort
Videoclips zu den Ausbildungsberufen „Geomatiker/in“ und „Vermessungstechniker/in“
im Internet
Christoph Hermann und Helmut Hoss
Das
Projekt „Zukunft der Ausbildung in der
Vermessungs- und Flurneuordnungsverwaltung“ hat das Ziel, für die Ausbildungsberufe
„Geomatiker/in“ und „Vermessungstechniker/
in“ zu werben. Auf diese Weise soll dem drohenden Fachkräftemangel in diesen Berufen
begegnet werden. Das gleiche Ziel hat auch
die Internetplattform des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
www.gut-ausgebildet.de - Willkommen im
Ausbildungsland Baden-Württemberg, auf der
bereits ein großes Angebot an Videoclips über
die verschiedensten Ausbildungsberufe bereitgehalten wird. In einer flotten, jugendgerechten
Aufmachung vermitteln diese Filme interessante Einblicke in verschiedene Berufswelten. Alle
Filme haben eine gemeinsame Grundstruktur,
in der ein/eine Azubi auf sehr persönliche und
lockere Art und Weise sich und seinen/ihren
Ausbildungsberuf vorstellt.
notwendig, einen strengen Zeitplan einzuhalten
und die aufzunehmenden Szenen gut vorzubereiten. In zwei Arbeitsgruppen wurden die
notwendigen Vorbereitungen zur Herstellung
der Filme getroffen. Die Herausforderung für
die Umsetzung bestand darin, in zwei Minuten
Filmlänge das Wesentliche des jeweiligen Ausbildungsberufes herauszuarbeiten und szenisch
entlang eines Roten Fadens darzustellen. Als
Hauptdarsteller fanden sich schnell Auszubildende aus beiden Ausbildungsbereichen. Herzlichen Dank an Meret Fluhr für ihre Bereitschaft,
den Ausbildungsberuf „Geomatiker/in“ auf diese Weise ins Bild zu setzen. Vielen Dank auch
an die Referate 23 und 63 im Haus für deren
Unterstützung bei den Dreharbeiten.
Für den Videoclip des Ausbildungsberufs „Vermessungstechniker/in“ wurden die Außendienstarbeiten auf einer Baustelle bei Leonberg
und die Innendiensttätigkeit im Vermessungsbüro Hils gedreht.
Der gesamte Aufnahmetag für beide Ausbildungsberufe verlief dank der guten Vorarbeit,
des optimalen Wetters und des engagierten
Filmteams reibungslos in einer konzentrierten,
aber auch sehr lockeren Arbeitsatmosphäre.
Der Dreh für einen Film dauerte in der Realität
jeweils ca. 4 Stunden. Im Nachgang wurden
dann daraus vom Produktionsteam die Videoclips von jeweils ca. 2 Minuten Dauer zusamAm 27. Juni 2014 war es dann soweit! Das LGL mengeschnitten.
und seine unmittelbare Umgebung dienten
als Kulisse für die Filmaufnahmen zum Ausbil- Nun kann sich jeder auf www.gut-ausgebildet.
dungsberuf „Geomatiker/in“. Die benachbar- de oder der LGL-Internetseite „Ausbildung“
te Liederhalle, der LGL-Eingangsbereich und (www.lgl-bw.de Ausbildung) davon überzeuverschiedene Arbeitsplätze im LGL waren die gen, dass die beiden Ausbildungsberufe „VerTatorte, an denen die Hauptdarstellerin Meret messungstechniker/in“ und „Geomatiker/in“
Fluhr (Auszubildende im 3. Ausbildungsjahr) Ar- durch Marcel Bürkle (LRA Ludwigsburg) und
Meret Fluhr (LGL) hervorragend präsentiert
beitsszenen aus ihrem Berufsfeld vorstellte.
Thematischer Aufhänger des Films sind die werden.
Was liegt also näher, als dass auch die beiden Ausbildungsberufe „Geomatiker/in“ und
„Vermessungstechniker/in“ auf dieser öffentlichkeitswirksamen Plattform vertreten sein
müssen? Der DVW-Baden-Württemberg und
das LGL haben dazu eine gemeinsame Initiative gestartet, um dieses Ziel zu erreichen. Eine
Anfrage bei weiteren berufsnahen Verbänden
und Organisationen ist auf breiten Konsens
gestoßen, so dass die Gesamtfinanzierung von
ca. 8.000 € gemeinsam geschultert werden
konnte. Ein herzliches Dankeschön an die Beteiligten: DVW-Baden-Württemberg, LGL/MLR,
Landkreistag BW, Städtetag BW, Bund der
öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
(BDVI), Arbeitskreis Beratende Vermessungsingenieure (abv) und DGfK-Sektion Stuttgart.
alltäglich benutzen Apps auf Tablets und Smartphones zur Ortsbestimmung und als NavigatiDer vorgegebene Finanzierungsrahmen er- onshilfe, die hierzu Geodaten und Karten nutforderte es, dass beide Filme innerhalb eines zen. Der Videoclip gibt Antwort auf die Fragen:
Tages gedreht werden mussten. Dazu war es wer steckt eigentlich hinter diesen Daten und
wie werden sie aufbereitet? In stark verkürzter
MAGAZIN
werden, wie diese erfasst, aufbereitet und präsentiert werden.
Wir sind jetzt im Netz vertreten mit der Botschaft an junge Menschen, die auf der Suche
nach einem geeigneten Ausbildungsberuf sind:
„Vermessungstechniker/in“ und „Geomatiker/
in“ sind interessante und attraktive Berufe mit
Form wird angerissen, welche Daten benutzt guter Perspektive. F
Gesundsheitstag 2014
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im LGL
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21
Flurkarten als
Blickfang
Gesundheit ist dem LGL wichtig. Deshalb gibt es seit Oktober
2010 den Arbeitskreis „Gesundheitsmanagement“.
Jacqueline Naumann und Melanie von Kersten
94 Prozent haben den Mitarbeitertag mit gut
und sehr gut bewertet und sechs Prozent
mit befriedigend. Das ist ein hervorragendes
Ergebnis und zeigt sehr deutlich, dass der
Gesundheitstag am 21. Oktober 2014 im LGL
eine gute Resonanz gefunden hat. Veranstaltet wurde dieser 1. Gesundheitstag vom
Arbeitskreis Gesundheitsmanagement des
LGL in Kooperation mit dem BAD und der
AOK für die Kolleginnen und Kollegen an den
Standorten Stuttgart und Kornwestheim. Der
Gesundheitstag fand ganztägig unter dem
Motto „Herz-Kreislauf“ an der Dienststelle in
Stuttgart statt. Im Panoramasaal gab es Vorträge des BAD zu den Themen Gehirnfitness
und Herz-Kreislauf, sowie den Impulsvortrag
der Krankenkasse AOK „Leben Balance“
statt. Des Weiteren wurden drei verschiedene Messstationen, S 3-Check zur Messung
der Körperstabilität, In Body zur Messung
der Körperzusammensetzung und die ABIMessung zur Messung des Herzinfarktrisikos
angeboten. Im Anschluss an die Messungen
bestand die Möglichkeit, sich an Hand seiner
Ergebnisse beraten zu lassen.
Die Kolleginnen und Kollegen hatten zudem
ganztägig die Gelegenheit, sich in einer Fettund Zuckerausstellung anschaulich über
den Fett- und Zuckergehalt in ausgesuchten
Lebensmitteln zu informieren. Ergänzt wurde die Ausstellung durch einen Riech- und
Schmeckparcours, sowie einen Rauschparcours. Im Rauschparcours konnte man mit
drei verschiedenen Promillebrillen testen,
wie man mit entsprechenden Promille im
Blut reagiert.
Wer glaubt, ein Blick hinter diese Fassaden
offenbare ein öffentliches Gebäude oder
gar eine Vermessungsdienststelle, hat weit
gefehlt. Die Flurkarte ziert vielmehr ein Geschäftshaus mitten in Backnang. Die Homepage des Ladens „Etti [Taschen&Co.]“
beschreibt die vorgenommene Gebäudesanierung folgendermaßen: „Auch die Außenfassade des Gebäudes wurde verschönert
und mit Folien beklebt, die Backnanger Flurkarten aus dem Jahr 1831 zeigen. So ist aus
dem Betonbauwerk aus den 1960er Jahren
ein markanter Blickfang in der Innenstadt geworden.“
Entdeckt hat diese Kuriosität Kollege Claus
Guth, Referat 61 und heute im Ruhestand,
beim Stadtbummel.
Redaktion
Mit Hilfe von Feedback-Bögen hatten die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem die
Möglichkeit den Gesundheitstag zu bewerten. Die Ergebnisse der Feedback-Bögen
wurden vom BAD ausgewertet. Das oben
bereits genannte Ergebnis wurde dem Arbeitskreis Gesundheitsmanagement zur
Verfügung gestellt. Auf Grund der positiven
Resonanz ist beabsichtigt, eine ähnliche Veranstaltung wieder zu initiieren. F
8/9
Fachtagung Ausbildung und Ausbildertag
Ausbilderinnen und Ausbilder sind uns wichtig
Helmut Hoss
Ein
Schwerpunkt für Referat 14 bei der
Umsetzung des Projekts „Zukunft der Ausbildung in der Vermessungs- und Flurneuordnungsverwaltung Baden-Württemberg“ liegt
in der Berufswerbung, sowohl für die Ausbildungsberufe Vermessungstechniker/in und
Geomatiker/in als auch für die fachbezogenen Studiengänge und die entsprechenden
Vorbereitungsdienste. Dabei arbeitet Referat
14 eng mit den Berufsverbänden, dem MLR,
den unteren Vermessungs- und Flurneuordnungsbehörden, den Vermessungsbüros,
den Hochschulen und den Berufsschulen
zusammen.
Im Bereich Berufswerbung für die Ausbildungsberufe konnten im Jahr 2014 mit der
Herstellung von neuen Flyern und der gemeinsamen Produktion der Werbevideos für
die Ausbildungsberufe Vermessungstechniker/in und Geomatiker/in weitere wichtige
Schritte umgesetzt werden (siehe LGL-Internetseiten Ausbildung Publikationen). Die
bisher auf allen Ebenen durchgeführten Werbemaßnahmen scheinen - insbesondere bei
der Einstellung von Auszubildenden im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker - Wirkung zu zeigen. Nach einem Tiefststand im
Einstellungsjahr 2011 mit nur noch 85 Ausbildungsverhältnissen in Baden-Württemberg,
MAGAZIN
ist die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in und Ausbilder, diese Ziele entsprechend umden Folgejahren wieder kontinuierlich ange- zusetzen.
stiegen (Sept. 2012: 108, Sept. 2013: 116 und
Sept. 2014: 120 Ausbildungsverhältnisse).
Ein weiterer Schwerpunkt bei der Umsetzung des Projekts „Zukunft der Ausbildung“
Berufswerbung und die Gewinnung von im Referat 14 besteht daher auch darin, die
Nachwuchskräften für unser Berufsfeld sind Ausbilder/innen bei deren Arbeit in den beeine Seite einer Medaille. Die andere und hördlichen und privaten Ausbildungsbetrienicht weniger wichtige Seite ist die grund- ben so weit wie möglich zu unterstützen.
sätzliche Bereitschaft der Ausbildungsstellen, in Ausbildung zu investieren und die Der Ausbildungsberater beim LGL, der als
persönliche Bereitschaft der Ausbilderinnen ständiger Ansprechpartner für alle Ausbil-
her der Austausch von Erfahrungen aus den
vergangenen Lehrabschlussprüfungen, die
Beantwortung von allgemeinen Fragen aus
den Ausbildungsbetrieben und der Aspekt
nen Lehrabschlussprüfung darstellte.
„Ausbildung der Ausbilder/innen“.
Beim diesjährigen „Ausbildertag“ am 18. November 2014 im LGL referierte zunächst Herr Neue Wege bei der Gewinnung von NachSofka (Berufsschullehrer der Steinbeisschule wuchskräften zu gehen, kann Herr Bär für
sich und für das Landratsamt Hohenlohekreis
in Anspruch nehmen. Er berichtete über das
seit Herbst 2014 praktizierte Modellprojekt
„Studium mit vertiefter Praxis“.
Der Nachmittag war dem Thema „Ausbildung
der Ausbilder“ gewidmet. Referat 14 konnte
hierzu den Buchautor Marco Weißer als Referenten gewinnen, der mit seinem Buch „Die
selten beherrschte Kunst der guten Ausbildung“ Aufmerksamkeit hervorgerufen hatte.
In sehr lockerer Art und Weise ging Herr Weißer auf ein ganzes Bündel von Einzelaspekten ein, die von der Bewerberauswahl, über
mögliche Bindung zwischen Betrieb und
Azubi bereits vor Beginn der Ausbildung, der
Willkommenskultur im Ausbildungsbetrieb,
dem Beziehungsaufbau zwischen Ausbilder
und Azubi bis zu „Wie ticken heutzutage junge Menschen?“ reichten.
Seine Botschaft lautete zusammenfassend:
Die erfolgreiche Wissensvermittlung wird
weniger von einer ausgefeilten Didaktik, als
Ziel dieser beiden Veranstaltungen ist es, ein Stuttgart) über Erfahrungen aus der letzten vielmehr durch eine positive Beziehung zwiinformelles Netzwerk unter den Ausbildern/ Sommerprüfung in den Prüfungsbereichen schen Ausbilder/in und Azubi geprägt.
Rückmeldungen von Teilnehmern - wie die
innen zu schaffen. Das LGL bringt mit die- „Geodatenbearbeitung“ und „Öffentliche
sen Tagungen zum Ausdruck, dass die Arbeit
der Ausbilder/innen gewürdigt und in hohem
Maß anerkannt wird. Durch Vorträge und den
persönlichen Austausch untereinander wird
eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen,
die allen an der Ausbildung Beteiligten nützt.
dungsfragen der Ausbildungsbetriebe, der
Auszubildenden und der Berufsschulen fungiert, beruht auf der gesetzlichen Aufgabe
nach dem Berufsbildungsgesetz. Die „Fachtagung Ausbildung“ und der „Ausbildertag“,
die jeweils einmal jährlich durchgeführt werden, sind dagegen freiwillige unterstützende
Leistungen des LGL.
Die „Fachtagung Ausbildung“, die 2014 bereits zum dritten Mal beim Landratsamt
Ludwigsburg durchgeführt werden konnte,
beinhaltet ein Vortragsprogramm zu aktuellen Aspekten der Ausbildungsberufe und der
Beamtenausbildung in den Vorbereitungsdiensten. Sie richtet sich in erster Linie an
die Zuständigen, die in Fachbehörden, in privaten Vermessungsbüros und in Verbänden
Verantwortung für Ausbildungsfragen haben.
Das Programm und die Präsentationen der
letzten Fachtagung können auf den LGL-Internetseiten eingesehen werden (www.lgl-bw.
de Aktuelles Veranstaltungen Archiv
Fachtagung Ausbildung 2014).
Aufgaben und technische Vermessung“. Herr
Barth berichtete anschließend, in seiner
Funktion als Vorsitzender des Prüfungsausschusses, über entsprechende Erkenntnisse
bei der Genehmigung betrieblicher Aufträge
und bei der Durchführung der entsprechenden Fachgespräche.
Herr Draesner von der Stadt Ulm und Mitglied
im Prüfungsausschuss für Geomatiker/innen
Zielgruppe des „Ausbildertages“ sind dieje- hob zunächst die beruflichen Qualifikationen
nigen, die direkt als Ausbilder/in tätig sind. von ausgebildeten Geomatiker/innen hervor,
Schwerpunkte des „Ausbildertags“ sind da- bevor auch er Erfahrungen aus der vergange-
nachfolgende - bestätigen uns im Referat 14,
dass sich der Aufwand zur Durchführung dieser Veranstaltungen lohnt:
„Insgesamt war der Tag wieder sehr informativ. Es ist doch eine wichtige Bestätigung, die
Erfahrungen aus den Abschlussprüfungen zu
hören und mit der eigenen Vorgehensweise
abzugleichen. Der Nachmittag war sehr kurzweilig und hat stark zum Nachdenken angeregt; hier gibt es einiges an Verbesserungspotential, das umzusetzen wäre. Vielen Dank
für diese Anregungen“. F
10/11
men anbieten, so Abteilungsleiter Klauser. Eine
weitere Verbesserung in der Qualität sei manuell und interaktiv machbar, jedoch derzeit sehr
zeitintensiv. Gleichwohl beabsichtige das LGL,
die 100%ige Lösung auf Kundenanfrage herzustellen.
Nach Klauser enthält das 3D-Gebäudemodell
somit Informationen, die für Planungen, Analysen und Visualisierungen verwendet werden
können. Er skizziert die verschiedenen Szenarien, bei denen das 3D-Gebäudemodell als Basis
eingesetzt werden könnte, wie beispielsweise:
Stuttgart, 24.04.2014: LGL informiert Vertreter der kommunalen Spitzenverbände über das 3D-Gebäudemodell in BadenWürttemberg. Präsident Hansjörg Schönherr empfängt Jan-Ole
Langemack vom Landkreistag, Gerhard Mauch vom Städtetag,
Harald Burkhart vom Gemeindetag und Dr. Stephan Königer als
Vertreter der AG62.
Redaktion
• bei der Stadt- und Bauleitplanung für die anschauliche Präsentation von Planungen und deren Alternativen,
• für Sichtbarkeitsanalysen, um zu beurteilen,
wie prägend ein Bauvorhaben für das Landschafts- und Städte- oder Gemeindebild sein
wird,
• bei der Standortplanung, um die Auswirkungen auf das Landschaftsbild, des Schattenwurfs oder der Lärmausbreitung beurteilen zu
können,
• bei der Erarbeitung von Energiebedarfs- und
Solarpotenzialanalysen,
• für Luftschadstoffprognosen oder der Beurteilung von Frischluftschneisen,
Kommunale Spitzenverbände zu Gast beim LGL
Es sind die langjährigen erfolgreichen Kooperationen mit den Landkreisen, Städten und
Kommunen, die Präsident Hansjörg Schönherr
veranlassen, den kommunalen Spitzenverbänden ein weiteres Produkt seines Hauses vorzustellen: Das 3D-Gebäudemodell. Und er unterbreitet ein interessantes Angebot: Diejenigen
Kommunen, Städte und Landkreise, mit denen
das LGL Rahmen- und Generalvereinbarungen
zur Nutzung amtlicher Geobasisdaten abgeschlossen hat, sollen die 3D-Gebäudedaten als
kostenlose Testdaten für das restliche Kalenderjahr nutzen dürfen.
Zunächst erklärt Manfred Gültlinger, Referatsleiter 54 im LGL, welche Informationen in den
dreidimensionalen Daten stecken. Das Besondere des 3D-Gebäudemodells läge darin,
so Gültlinger, dass sich eigene Fachdaten der
Anwender mit den amtlichen Daten verknüpfen
ließen, und zwar in einer sehr hohen Genauigkeit und mit einer großen Aktualität.
Gültlinger führt aus, dass Baden-Württemberg
seit Ende 2013 über ein landesweites und digitales 3D-Gebäudemodell verfüge, das die geo-
MAGAZIN
metrische Form von nahezu 6 Millionen Gebäuden und Bauwerken im Land beschreibe.
Für den Grundriss der Gebäude werden die Daten aus dem Amtlichen Liegenschaftskataster
Informationssystem verwendet. Die dritte Dimension ist aus einer landesweiten Laserscanbefliegung und aus digitalen Luftbildern abgeleitet. Verknüpft mit dem Digitalen Geländemodell
und mit Digitalen Orthophotos des LGL stehen
die 3D-Gebäude wie echt im Gelände.
Der Fachmann erläutert außerdem, dass die
3D-Gebäudemodelle sich in ihren Qualitätsstufen, den sogenannten Detaillierungsgraden
„Level of Detail“ oder kurz LoD unterscheiden.
Im Modell LoD1 erscheinen die Gebäude als
Klötzchen mit Flachdächern. Für genaue Analysen oder Simulationen braucht es jedoch differenziertere Dachformen. Mit dem Ende 2013
fertig gestellten Modell LoD2 ist es dem LGL
in einer ersten Qualitätsstufe gelungen, für
60 % der Gebäudemodelle automationsgesteuert eine Standarddachform zu generieren.
Das Gebäudemodell unterscheidet dabei in
Sattel-, Walm-, Mansarden-, Pult- und Zeltdach.
Bis Ende 2014 könne das LGL landesweit für
ca. 80% der Gebäude standardisierte Dachfor-
• bei der Erarbeitung eines Katastrophenmanagements,
• im Versicherungs-, Immobilien- und Finanzwesen und
• nach gewissen Veredelungsprozessen im Tourismus und im Marketing für einen virtuellen
Rundgang.
Der anschließende Dialog unterstreicht die Einschätzung des LGL zu seinem Produkt 3D. Alle
kommunalen Spitzenverbände erachten das
3D-Gebäudemodell als wichtige Grundlage für
Analysen, Bewertungen, Simulationen oder Visualisierungen und begrüßen es, die dreidimensionalen Daten vor Ort von ihren Spezialisten
testen zu lassen.
Zwischenzeitlich haben rund 10 % der Kommunen und Städte, 25 % der Städte mit eigenem
Stadtmessungsamt und 50 % Landkreise ihre
Testdaten abgerufen. Anfang Februar 2015 plant
das LGL eine Informationsveranstaltung mit
den Anwendern. Das LGL erhofft sich daraus
Anregungen und Erkenntnisse, um das Produkt
LoD kundenorientiert weiterentwickeln zu können. F
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Nichts für schwache Nerven: Der Thriller
„Fünf“ von Ursula Poznanski
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vor
Ort in Schwäbisch Gmünd
Julian Meier
Informatiker
und Ingenieure sind gesuchte Fachkräfte, aber der Nachwuchs fehlt
auch hier in vielen Bereichen. Kinder und Jugendliche müssen daher für technische und
naturwissenschaftliche Themen interessiert
und gewonnen werden. Durch eigenes Tun,
Experimentieren, Forschen, Erleben und Begreifen können sie für Handwerk, Technik und
Naturwissenschaften begeistert werden. Die
„eule gmünder wissenswerkstatt“ in Schwäbisch Gmünd will genau dies erreichen.
Die „eule gmünder wissenswerkstatt“ ist ein
EU-Leuchtturmprojekt (EULE) zur innovativen
Kommunalentwicklung. Das Modellprojekt
EULE ist Bestandteil des EU-Strukturförderprogramms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit
und Beschäftigung“ (RWB) in Baden-Württemberg 2007-2013 und wird aus Mitteln des
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
(EFRE) sowie des Landes im Rahmen des
Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum
(ELR) gefördert.
„Die regionale Wirtschaft, mit vielen leistungsfähigen kleinen und mittelständischen
Unternehmen, bildet das Rückgrat des Ländlichen Raums in Baden-Württemberg. Eine
zentrale Voraussetzung für die Stärke in der
Fläche sind dezentrale Ausbildungsmöglichkeiten, die die Europäische Union und das
Land mit dem Modellprojekt EULE gezielt
fördern“, sagte Alexander Bonde, Minister
für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz,
anlässlich der Eröffnung der „eule gmünder
wissenswerkstatt“ im Rahmen der Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014.
Das Referat 25 „Regionalentwicklung und
Strukturförderung“ des LGL ist an der Umsetzung dieses und weiterer interessanter Vorhaben beteiligt.
Im Rahmen der Umsetzung des EFRE-Programms in Baden-Württemberg unterstützt
das Referat 25 die EFRE-Verwaltungsbehörde
im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bei der Weiterentwicklung
des Verwaltungs- und Kontrollsystems, bei der
Durchführung des Prüf- und Berichtswesens
und bei der Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit. F
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte
Koordinaten. An der bezeichneten Stelle
wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in
Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel,
dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer
besonders perfiden Form des Geocachings
jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger
von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder
Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf
getötet, und die Morde geschehen immer
schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon,
sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer
Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird...
N47°50.738´
E013°15.547´| N47°022´ ...
- gebannt folgt man den Koordinaten, versucht mit den Kriminalisten, die richtige Spur
zu finden. Der Wettlauf mit der Zeit endet bei
N47°28.275´ E013°10.296´ und einem überraschenden Schluss!
Die Autorin, Ursula Poznanski, versteht es
meisterhaft, eine fesselnde Spannung aufzubauen und 380 Seiten lang zu halten. Die
erste Auflage erschien im Februar 2012 im
Rowohlt Verlag.
Poznanski ist eine bekannte Jugendbuchautorin. 2011 erhielt sie beispielsweise für Ihren
Thriller „EREBOS“ den Jugendliteraturpreis.
Christiane Dworak
12/13
Seit nahezu drei Jahrzehnten besteht zwischen der „Region Rhône-Alpes“ und Baden-Württemberg eine Kooperationsgemeinschaft mit dem Ziel eines vielfältigen und
vielschichtigen Austauschs. Später schlossen sich mit der Region Katalonien und der
Region Lombardei jeweils eine spanische
und eine italienische Region an. Bekannt
wurde diese multilaterale Arbeitsgemeinschaft unter dem Schlagwort „Vier Motoren
für Europa“.
Länderübergreifende Verbundenheit der Vermessungsfachleute
in Baden-Württemberg und der französischen Partnerregion
Rhône-Alpes
Hartmut Unger
Der deutsche Gegenbesuch fand am Hauptsitz des für die Region Rhône-Alpes zuständigen OGE Landesverbandes in Lyon statt.
Herr Präsident Schönherr als Repräsentant
des LGL wurde von Herrn Traub (RL 45),
Herrn Mann (Ref. 14) und Herrn Unger (Ref.
41) begleitet.
Außer den Gästen aus Baden-Württemberg
waren vom OGE u.a. jeweils ein Referent
von der französischen Finanzverwaltung,
der französischen Katasterverwaltung, ein
Berufskollege des angrenzenden schweizerischen Kantons Genf, die Präsidentin der
Notarkammer sowie der deutsche General-
Länderübergreifende Zusammenarbeit
Die Einheit Europas ist keinesfalls nur eine
Angelegenheit formalpolitischer Deklarationen. Vielmehr entwickelt sich ein europäisches Selbstverständnis zu allererst aus der
unmittelbaren Begegnung von Menschen,
aus dem Erkennen von Gemeinsamkeiten
- seien es ähnliche Herausforderungen, Entwicklungen, Veränderungen - oder eben berufliche Interessen.
Ein treffendes Beispiel für das Erkennen einer
solchen identitätsstiftenden und länderübergreifenden Verbundenheit ist die Begegnung
zwischen französischen Vermessungsfachleuten aus der „Region Rhône-Alpes“ und
Der OGE ist ein Zusammenschluss solcher
Vermessungsfachleuten des LGL.
Vermessungsingenieure, die zur DurchfühNach einem ersten Kontakt im Februar 2013 rung von Liegenschaftsvermessungen behatte eine vierköpfige Abordnung des fran- rechtigt sind.
zösischen Berufsverbandes „Ordre des Abgesehen davon, dass die zentralistische
Géomètres-Experts“ (OGE) aus der Region Gliederung Frankreichs einen direkten VerRhône-Alpes das LGL in Stuttgart besucht. gleich mit dem föderalistischen Aufbau der
Am 28. Mai 2014 kam es zur zweiten Begeg- Bundesrepublik nicht erlaubt, kann die Bedeutung des französischen Begriffs „Reginung – diesmal in Frankreich.
on“ dennoch in etwa mit unserem Begriff
„Bundesland“ verglichen werden.
MAGAZIN
konsul eingeladen worden.
In fachlich hochinteressanten Beiträgen wurde von französischer Seite der Aufbau und
die Gliederung sowohl des OGE als auch der
staatlichen Katasterverwaltung und die Aufgabenzuteilung an private und an staatliche
Stellen umrissen und dargestellt.
Mit den beiden deutschen Beiträgen wurde den französischen Gastgebern der Aufbau, die Gliederung und die vielfältigen
gesetzlichen Aufgaben der Vermessungsverwaltung aufgezeigt, sowie das in Baden-Württemberg nahezu flächendeckend
verwirklichte 3-A Datenmodell vorgestellt,
wobei aber mit Rücksicht auf das spezielle berufliche Interesse der französischen
Gastgeber ALKIS klar im Vordergrund stand.
Ausgehend von dem Umstand, dass in
Frankreich, außer der Durchführung von
Liegenschaftsvermessungen, auch der
Aufbau und der Erhalt des für GNSS- Messungen erforderlichen Netzes von Referenzstationen grundsätzlich durch private
Vermessungsingenieure bzw. durch den
OGE ausgeführt wird, war für die französischen Gastgeber die durch das VermG für
Baden-Württemberg geregelte Definition
hoheitlicher Vermessungsaufgaben und die
jeweilige Zuweisung dieser Aufgaben an
verschiedene Vermessungsstellen von besonderem Interesse.
AK OGA tagt
Spannend für alle Anwesenden war dann
der während des Vortrags „in Echtzeit“
durchgeführte Abruf von 3-A-Daten.
Abschluss und Höhepunkt des fachlichen
Teils bildete die beidseitige Unterzeichnung
des vom OGE unterbreiteten Vorschlags einer Partnerschaft zwischen dem OGE und
dem LGL durch den Präsidenten des französischen OGE, Herrn Piegay, und durch
Präsident Schönherr. Vor der Unterzeichnung hatte Präsident Schönherr deutlich
auf die Notwendigkeit hingewiesen, die in
Baden-Württemberg mit hoheitlichen Vermessungsaufgaben befassten ÖbVI in diese Partnerschaft einzubeziehen.
Im Hinblick auf den künftigen Austausch
gehen beide Partner davon aus, dass der
BDVI als der Vertreter einer Mehrheit der
ÖbVI bei der Verwirklichung der vorgeschlagenen Partnerschaft eingebunden wird.
Der unstrittigen Tatsache, dass sich für die
Teilnehmer an Fachtagungen, Kongressen
oder Seminaren der größere Nutzen sehr
oft aus den „am Rande“ geführten direkten Gesprächen ergibt, wurde ebenfalls
Rechnung getragen. Außerhalb des rein
fachbezogenen Rahmens bot sich nämlich
am Spätnachmittag während einer Bootsrundfahrt nicht nur die Möglichkeit das alte
und das moderne Lyon vom Wasser aus
kennenzulernen, sondern es ergaben sich
auch genügend Gelegenheiten zum direkten gegenseitigen Austausch. F
Sitzung des AK OGA am 29./30.Oktober 2014
beim LGL in Karlsruhe
Monika von Budberg
Der
Arbeitskreis der Gutachterausschüsse
und Oberen Gutachterausschüsse in der Bundesrepublik Deutschland (AK OGA) setzt sich
aus Vertretern des amtlichen Gutachterachterausschusswesens der Länder zusammen und
hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt, eine
bundesweite Transparenz des Immobilienmarktes zu schaffen. Alle zwei Jahre werden vor
allem die vorliegenden Daten der Gutachterausschüsse aller Bundesländer zusammengeführt
und in einem Immobilienmarktbericht Deutschland veröffentlicht, zuletzt im Frühjahr 2014.
Themen der Grundstückswertermittlung in den
Ländern konnten mit Gastvorträgen vom BBSR
(Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) und DESTATIS (Statistisches Bundesamt) auch aktuelle Entwicklungen und Tendenzen auf Bundesebene beleuchtet und deren
Auswirkungen diskutiert werden.
Natürlich wurde auch ein kleines Rahmenprogramm angeboten: Gemeinsam wurde das
Zentrum für Kunst und Medientechnologie
(ZKM) besichtigt und abends traf man sich zu
einem gemütlichen Beisammensein.
Zu seiner Herbstsitzung war der AK OGA nun
das erste Mal in Baden-Württemberg zu Gast Die positive Resonanz aus dem Gremium lässt
und tagte beim LGL in Karlsruhe. Neben einem darauf schließen, dass dies nicht die letzte Sitallgemeinen Erfahrungsaustausch über aktuelle zung in Baden-Württemberg bleiben wird. F
14/15
entstehen kann.
Seit Januar 2014 ist eine Neuauflage der Straßennetzkarte
1:100.000 (SNK100) verfügbar, die das LGL in Zusammenarbeit
mit der Landesstelle für Straßentechnik (LST) herstellt.
Philipp Speicher
Steckbrief SNK100:
• Grundkarte: Verkehrs- und Wegenetz, Flugverkehr, politische Grenzen, Siedlung, Vegetation, Gewässer, Relief (Höhenlinien), Schrift
• im Bereich von Baden-Württemberg abgeleitet aus dem Digitalen Landschaftsmodell
1:50.000 (DLM50, AAA-Modell) vom LGL;
automatisch kartographisch generalisiert
• Flugverkehr und Relief übernommen aus
der Vorgängerversion
• Gebietsanteile der benachbarten Bundesländer entstammen dem Digitalen Landschaftsmodell 1:250.000 (DLM250) und
teilweise dem Digitalen Landschaftsmodell
1:1.000.000 (DLM1000) vom Bundesamt für
Kartographie und Geodäsie (BKG)
• ausländische Gebietsanteile werden durch
eigens erfasste Datensätze abgedeckt
• Darstellung des Blattschnitts der Topographischen Karte 1:25.000 (TK25)
• Thematik: Tank- und Rastanlagen, Betriebsumfahrten, Kilometerangaben, Abschnittslängen, Netzknoten, Stationierungsrichtungen,
Straßenbau-Dienstsitzgrenzen, Straßen- und
Autobahnmeisterei-Grenzen, Dienstsitze (In-
Kartenwerk aktualisiert Straßen des
Landes in repräsentabler Form
Als
primäre Datengrundlage dienten, wie
bereits in der Vorgängerversion von 2008, die
Geometrien aus dem Digitalen Landschaftsmodell 1:50.000 (DLM50), sowie thematische Informationen der Straßenbauverwaltung.
Erstmalig wurde für ein thematisches Kartenwerk die Automatische Kartographische
Generalisierung (AKG) eingesetzt, welche
bislang für die Produktion der Digitalen Topographischen Karten (DTK) im Referat 61
Verwendung fand. Ziel war es, insbesondere
grafische Konflikte (beispielsweise Überlagerungen von zwei parallel verlaufenden Straßensignaturen), welche bei der Präsentation
lagerichtiger Geometrien entstehen können,
weitestgehend zu lösen und somit eine besser interpretierbare Kartenpräsentation sicherzustellen.
MAGAZIN
Entsprechend der SNK100 wurde hierzu die
AKG-Software modifiziert und deren Möglichkeiten soweit ausgeschöpft, dass im
Ergebnis erfolgreich ein landesweit kartographisch generalisierter Datenbestand prozessiert werden konnte. Im nächsten Schritt
erfolgte die Wandlung der Daten im AAAModell in Shapefiles. Für die weitere Bearbeitung wurde auf GIS- und DTP-Software
zurückgegriffen. Abschließend erfolgte die
Einspeicherung in den Rasterdatenserver,
wo die SNK100 nun in landesweiter Ausdehnung zur weiteren Verfügung steht.
Die erfolgreiche Neuauflage dieses Kartenwerks zeigt ein weiteres Mal, wie wertvoll
und vielfältig die Einsatzmöglichkeiten unserer vorgehaltenen Geoinformationen sind.
Überdies wird ersichtlich, wie durch deren
zielgerichtete Veredelung sowie dem Zusammenwirken verschiedenster Techniken ein
zukunftsfähiges, kundenorientiertes Produkt
formationen erhalten von der Straßenbauverwaltung, teilweise aus der Straßeninformationsbank SIB)
• Abgabe als Farbkombination möglich (georeferenzierte Rasterdaten im Format TIFF,
200 L/cm, 508 dpi); abrufbar über GeobasisIntern bzw. als Voransicht in WEGA 2011 F
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Redaktion
Das LGL im Gespräch mit den Unteren Vermessungsbehörden über die landesweite Einrichtung
von Kontrollpunkten für mobile Empfangsgeräte
Stuttgart, 20.Mai 2014: Das LGL erarbeitete mit den unteren Vermessungsbehörden
eine Strategie, um in ganz Baden-Württemberg Kontrollpunkte für Navigationsgeräte
einzurichten. Damit soll künftig erreicht wer-
den, dass die Punkte einheitliche und korrekte geodätische Angaben sowie ein ähnliches
Erscheinungsbild haben. Ziel der Aktion ist
es, der Bevölkerung fast spielerisch den Zusammenhang zur Vermessung, zu den Koor-
dinaten, deren Bestimmung und Genauigkeit
und zu den Vermessungsbehörden selbst
nahe zu bringen.
Nähere Informationen und Empfehlungen
sind auf der Internetseite des LGL unter:
http://www.lgl-bw.de/Produkte und Dienstleistungen/Tipps und Kostenloses/Mobile Navigation mit GNNS
F
Geodäsie in der Philatelie
Markus Wydera, Vermessungsingenieur aus Borken in Westfalen, interessiert sich bereits seit Jahren für dieses Thema und hat hierfür
eigens die folgende Internetseite aufgebaut:
Redaktion
Eines seiner Kapitel widmet er den Landesvermessungsbehörden und ihren Absenderfreistempeln http://www.wydera.de/
vermessung. Markus Wydera meldet sich
deshalb in regelmäßigen Abständen beim
LGL und bittet nach dem jeweils aktuellen
Freistempel .
Werfen Sie doch selbst auch einmal einen
Blick auf den Link! Für das LGL hält Wydera
folgende Information bereit:
Baden-Württemberg:
Das Landesvermessungsamt Baden-Württemberg wurde am 9. Februar 1953 gegründet. Dieses wurde am 1. März 1996
zusammen mit den 35 staatlichen Vermessungsämtern in einen Landesbetrieb umgewandelt. Mit Wirkung vom 1. Januar 2009
wurde das Landesvermessungsamt mit dem
Landesamt für Flurneuordnung und Landentwicklung zum „Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung“ (LGL) zusammengelegt. F
16/17
bis 2014 des LGL – aus dem Amt. Ihn wird
heute der Minister für den Ländlichen Raum
und Verbraucherschutz, Alexander Bonde im
Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof
verabschieden und seinen Nachfolger Ministerialrat Luz Berendt als neuen Präsidenten
ins Amt einführen.
Das LGL bekommt einen neuen Präsidenten
Luz Berendt übernimmt die Führung des Landesamtes
Robert Jakob
Betritt man an diesem Freitagmorgen den
Hospitalhof, sieht und spürt man sofort, dass
in diesem Haus, an diesem Freitag nicht
Alltag herrscht, sondern ein besonderes Ereignis bevorsteht. Das Bildungszentrum ist
festlich geschmückt, besonders der PaulLechler-Saal ist dem Anlass entsprechend
dekoriert. Die Frauen und Männer des Vorbereitungs- und Cateringteams des LGL treffen
letzte Vorbereitungen für die Begrüßung der
Gäste und den anschließenden Empfang.
Die Zeit schreitet voran, es ist vor 9 Uhr, alles
ist gerichtet, die Akteure wirken entspannt,
man hat den Eindruck, die Gäste können
kommen. Die ersten Gäste treffen auch ein
und werden vom Begrüßungskomitee des
LGL freundlich empfangen, die Ehrengäste werden zu ihren Plätzen geleitet. Nach 9
Uhr nimmt die Zahl der Gäste rasch zu und
Hunderte strömen in den Hospitalhof. Viele
sind gekommen, um den scheidenden Präsident Hansjörg Schönherr zu verabschieden
und den neuen Präsidenten Luz Berendt zu
begrüßen. Allen voran die Beschäftigten des
LGL, Abgeordnete des Bundestags und des
Präsidentenwechsel im Landesamt für
Es ist Freitag, Freitag der 29. August, der
letzte Freitag im August 2014, 8 Uhr, am frühen Vormittag. Auf den ersten Blick scheint
es ein ganz normaler Freitag in den Sommerferien zu werden. Auch auf der Büchsenstraße zwischen dem Landesamt für
Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, kurz LGL genannt, und
dem Hospitalhof, dem neuen Evangelischen
Bildungszentrum in Stuttgart, geht auf den
ersten Blick alles seinen gewohnten Gang.
Doch betritt man das LGL an diesem frühen
Freitagvormittag, spürt man, hier liegt etwas
in der Luft, das ist kein gewöhnlicher Freitag.
Die Frauen und Männer des LGL wirken anders als sonst, wenn sie täglich souverän und
MAGAZIN
pflichtbewusst ihren Aufgaben nachgehen.
Ja, man meint eine gewisse gespannte Erwartungshaltung „was der Tag wohl bringen
mag“ spüren zu können.
Der amtierende Präsident Hansjörg Schönherr dagegen gibt sich auch an diesem, letzten Freitag im August 2014 wie immer, so
wie man ihn schon 20 Jahre als Präsident
kennt, geschäftig und doch gelassen, als
wäre es ein Tag wie jeder andere. Doch diese Beflissenheit und auch die Gelassenheit
will man ihm nicht so recht abnehmen. Denn
Präsident Hansjörg Schönherr hat heute seinen letzten Arbeitstag und scheidet kurz vor
seinem 65. Geburtstag, nach genau 20 Jahren Präsident – in den Jahren 1994 bis 2008
des Landesvermessungsamts und von 2009
ferats 46, Landentwicklung im Ministerium
Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Ministerialrat Luz Berendt vornehmen und ihn
zum Präsidenten des LGL bestellen könne,
so der Minister weiter. „Lieber Herr Berendt,“
fährt der Minister in seiner Rede fort, „Sie
bringen neben großer fachlicher und sozialer
Kompetenz, starkem Einfühlungsvermögen,
einem großen Erfahrungsschatz für die interdisziplinäre Zusammenarbeit auch eine außergewöhnliche Leistungsbereitschaft mit. Wie
ich Sie kenne, Herr Berendt, sind Sie bereits
jetzt voller Energie und sprudelnder Tatkraft,
um die zukunftsträchtigen Ideen im neuen
Landtags, Präsidenten und Kolleginnen und
Kollegen aus der Schweiz und Österreich,
von Bundesbehörden und aus anderen Bundesländern, Vertreter der Universitäten und
Hochschulen, Kolleginnen und Kollegen aus
dem Ministerium für Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz und anderen Landesministerien, Kolleginnen und Kollegen von den
Landratsämtern, den Poolteams, den Vermessungsbüros sowie Vertreter der Firmen
und Verbände.
Freitag, 29. August 2014, 9.30 Uhr, Minister
Alexander Bonde trifft ein und der Festakt beginnt mit dem 1. Satz des italienischen
Konzerts von Johann Sebastian Bach. Am
Flügel der 1. Sieger des Bundeswettbewerbs
„Jugend musiziert“ Leonard Gramm, der die
Feierstunde musikalisch umrahmt. Ministerialdirigent Hartmut Alker, Leiter der Abteilung
4 im Ministerium, begrüßt Gäste sowie Ehrengäste und führt durch das Programm.
Minister Alexander Bonde geht ans Rednerpult, er hält die Festrede und sagt zu Präsident Schönherr gewandt: „An der Spitze
des Landesamtes waren Sie, Herr Präsident
Hansjörg Schönherr, stets ein verlässlicher
Kooperationspartner, Netzwerker und Vor-
Geoinformation und Landentwicklung
Amt erfolgreich umzusetzen. Ich wünsche
Ihnen daher einen guten Start und viel Glück
bei all Ihren künftigen Aktivitäten.“ AnschlieFür Ihren unermüdlichen Einsatz danke ich Ih- ßend händigte Minister Alexander Bonde Luz
nen herzlich und spreche meine höchste An- Berendt die Bestellungsurkunde zum Präsierkennung aus.“ Ausdrücklich stellt Minister denten des LGL aus.
Bonde weiter fest: „Ich weiß, dass es ein besonderes Anliegen der Mitarbeiterinnen und Am Ende seiner Rede richtet der Minister
Mitarbeitern war, Sie heute in diesem Rah- noch persönliche Worte an die Beschäftigten
men zu verabschieden. Daher möchte ich an des LGL und dankt Ihnen für ihre Mitarbeit
dieser Stelle auch die Beschäftigten des LGL und ihr Verständnis. Ihre Tätigkeit, ihr techniausdrücklich in meinen Dank einbeziehen.“ sches Know-how, ihre Leitung und vor allem
Anschließend überreicht er dem scheiden- ihr Engagement seien die bestimmenden
den Präsidenten Hansjörg Schönherr die Ur- Faktoren im Landesamt. „Wir brauchen Sie!
Das LGL braucht Sie“, so Minister Alexander
kunde für die Versetzung in den Ruhestand.
Besonders freue er sich, dass er heute auch Bonde.
denker. Sie sind von Herzen Geodät, der seinen Beruf gerne mit Hingabe ausübte.
die Übergabe der Amtsgeschäfte an den
Nachfolger, den bisherigen Leiter des Re-
Als nächstes betritt der Personalratsvorsit-
18/19
Präsidentenwechsel im LGL
Robert Jakob
zende Manfred Wengle das Podium. Er hat
sich schon bei der Gestaltung des Festsaals
etwas Besonderes einfallen lassen und dies
setzt sich nun in seiner auflockernden, launigen Rede fort. Er wünscht im Namen der
Belegschaft dem scheidenden Präsidenten
nur das Allerbeste. Ein Modell des LGL - Logos und ein Gäste-Fotobuch dieser Veran-
staltung seien die Geschenke für den scheidenden Präsidenten, eine LGL - Mütze für
den neuen Präsidenten. Die LGL - Torte, extra gebacken für diesen Tag, sei nicht nur eine
süße Verlockung sondern ein Geschenk, von
dem alle etwas haben, die nachher ein Stück
abbekämen, so Wengle. Nun schreiten Minister Bonde und der scheidende sowie der
künftige Präsident sofort zur Tat und schneiden die LGL - Torte an.
Jean-Philippe Amstein, der ebenfalls kurz
vor dem Ruhestand stehende Direktor von
swisstopo in der Schweiz, tritt nun ans Rednerpult. Präsident Schönherr und Direktor
Amstein sind langjährige geodätische Weggefährten. Dass beide mehr verbindet als
der Beruf und die gemeinsame Bodenseekonferenz drückt Jean-Philippe Amstein in
seiner bisweilen persönlichen Ansprache
sehr gekonnt aus. Direktor Amstein spricht
auch im Namen aller Präsidenten sowie der
Kolleginnen und Kollegen von außerhalb
MAGAZIN
Ärger in jedem Fall seien es Jahre gewesen,
die immer mit so viel Arbeit verbunden waren, dass es ihm nie langweilig geworden sei,
führte Präsident Schönherr aus.
Baden-Württembergs und seine guten Wünsche an den neuen Präsidenten Luz Berendt Er stellt fest, dass es 20 Jahre der Reformen
überbringt er ebenfalls in gekonnter Manier. und des Umbruchs gewesen seien. Demnach sei es ein großer Wunsch von ihm, dass
Der Vizepräsident des Landkreistages, Land- wir positiv über unsere beruflichen Möglichrat Heinz Eininger aus Esslingen, beschließt keiten und die Ausbildung reden und somit
die Runde der Gastredner. Ihm sei es ein be- eine Wohlfühlatmosphäre schafften.
sonderes Anliegen, die positive Entwicklung
der Zusammenarbeit zwischen den Landratsämtern und dem LGL unter der Ära Schönherr hervorzuheben und Präsident Schönherr
dafür zu danken. Er sei sich sicher, dass diese unter der Präsidentschaft Berendt fortgesetzt werde. Ihm, dem neuen Präsidenten
überbringe er die besten Grüße der Landkreise und wünsche viel Erfolg und Freude im
neuen Amt.
Als nun das Musikstück „Dream a little
dream of me“ von Fabian Andree verklingt,
wird es wieder sehr still, ja man glaubt fast,
eine gewisse Spannung im Paul-Lechler-Saal
zu verspüren, denn nun geht Präsident Hansjörg Schönherr nach vorne. Er bedankt sich
bei Minister Bonde für die nicht nur wohlklingenden, sondern auch wohltuenden Worte.
Er wolle die Gelegenheit nutzen, dieses Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzugeben. 20 Jahre Präsident
seien ausnahmslos gute Jahre gewesen, an
die er sich immer gerne erinnern werde. Es
seien erlebnisreiche, spannende Jahre, gespickt mit mancher Überraschung, auch mit
An die Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewandt, sagt Präsident Hansjörg
Schönherr: „Sie alle waren es, die unmittelbar oder mittelbar dazu beigetragen haben,
dass ich mich die vergangenen 20 Jahre in
der Funktion des Präsidenten verstanden
fühlte, gehört wurde, meine mir zugedachte
Arbeit erledigen konnte und die mir übertragene Verantwortung einigermaßen in der
Lage war anzunehmen. Kurz gesagt, Sie
waren es, die es mir ermöglicht haben, 20
Jahre dieses verantwortungsvolle Amt ausüben zu können. Für dieses Ihr wohlwollendes Verhalten, Ihre Unterstützung bedanke
ich mich recht herzlich bei jeder und bei jedem von Ihnen. Ohne jeglichen Zweifel bin
ich allerdings, dass das größte Dankeschön
des heutigen Tages an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht. Ohne Sie alle wäre
das LGL ein Nichts. Ihnen gebührt für all‘ Ihre
Leistungen in mitunter auch schwierigen
Zeiten mein herzlichstes Danke, mein voller
Respekt, meine höchste Anerkennung.“ Abschließend bat er die Beschäftigten, dass Sie
künftig Ihre Arbeit mit Freude, motiviert und
engagiert, mit gewohnter hoher Qualität, im
Sinne des Artikel 77 Abs. 2 der Landesverfassung, in jedem Fall aber ohne ihn erledigen mögen. Nach lang anhaltendem Applaus
wird es nun nochmals spannend.
Der zum 1. September neu bestellte Präsident Luz Berendt betritt das Podium, was
wird er wohl sagen! Zunächst dankt Luz
Berendt Minister Bonde für die Bestellung
zum Präsidenten des LGL und die überaus
freundlichen Worte sowie das ihm sowohl
vom Minister als auch von Ministerialdirektor Reimer entgegengebrachte Vertrauen.
Dies täte gut, sei natürlich zugleich auch eine
große Verpflichtung. Seinem Vorgänger Präsident Schönherr dankt er für das Geleistete
und Erreichte, ihm wünsche er alles erdenklich Gute für die Zukunft. Zusammen mit den
Kolleginnen und Kollegen im Landesamt werSoftwareentwicklung für alle dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zugeordneten Fachbereichen. Unsere
sich schnell wandelnde Gesellschaft wird
uns dabei ein hohes Maß an Flexibilität abverlangen.“ Wichtig sei ihm dabei die Zusammenarbeit mit dem Ministerium und unteren
Behörden bei den Landratsämtern sowie
den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieuren. Mit einem lang
anhaltenden Applaus wird nun der neue Präsident nach seiner Rede freundlich begrüßt.
verdrängt. Man hat den Eindruck, die Festgäste wirken noch heiterer und der Empfang
erhält einen gewissen Glanz. Geschenke
werden überreicht, gute Wünsche werden
überbracht und Einladungen ausgesprochen. Wobei die Einladungen an das Ehepaar
Schönherr so zahlreich gewesen sein sollen,
dass eine überschlägige Hochrechnung von
Hansjörg Schönherr ergibt, dass er und seine
Frau weit in das Jahr 2015 hinein unterwegs
sein müssten, wenn Sie diesen Einladungen
zeitnah folgen wollten.
Bei strahlendem Sonnenschein und guter
Stimmung geht die feierliche Amtsübergabe
von Präsident Hansjörg Schönherr an Präsident Luz Berendt an diesem letzten Freitag
im August 2014, dem 29. August zu Ende.
Die Anspannungen vom frühen Vormittag
sind verflogen, ja haben sich gar in eine gelöste, heitere, freundliche Stimmung gewandelt und man ist mit der Gewissheit ins LGL
zurückgekehrt:
Das letzte Musikstück „Les callines
d’Anacapri“ von C. Debussy verklingt und
eine gelöste, heitere, freundliche Stimmung
verbreitet sich im Paul-Lechler-Saal. Es ist
inzwischen nach 11.30 Uhr und die Festgesellschaft begibt sich ins Foyer und den Innenhof des Hospitalhofs zum Stehempfang.
Fleißige Hände, das Cateringteam des LGL,
einheitlich in schwarz-weiß gekleidet, hat
alles perfekt gerichtet und reicht Getränke
sowie Gebäck.
Nun ist auch Zeit für die Beiträge außerhalb
des Protokolls und so formiert sich der „LGLChor“. Er trägt unter der Leitung seines Dirigenten Hartmut Unger, das von Simone
König-Kössler arrangierte Lied „Heut noch
hier, morgen fort, andre Zeit, andrer Ort“ vor.
Zeit ist jetzt aber auch dafür, dem alten und
neuen Präsidenten zu gratulieren, ein paar
persönliche Worte mit ihnen zu wechseln
und auf die Zukunft anzustoßen.
de es nunmehr ihm eine Freude sein, Neues
zu entwerfen und Lösungen zu entwickeln.
Der neue Präsident fährt fort: „Mit Blick auf
die Situation in Baden-Württemberg sehe
ich drei Schwerpunkte in der Arbeit des Landesamtes. Erstens: Den ländlichen Raum
vornehmlich mit Flurneuordnung, aber auch
mit anderen unserem Tätigkeitsfeld zuzurechnenden Möglichkeiten effizient auf die
Zukunft auszurichten. Zweitens: Geobasisinformationen und damit zusammenhängende raumbedeutsame Informationen ständig
bestmöglich zu aktualisieren. Drittens: Ein
Die Jahre des LGL, die bisher gute Jahre waverlässlicher Dienstleister zu sein bei der Die Sonne hat mittlerweile auch die Wolken ren, werden auch weiter gute Jahre sein. F
20/21
Referat 23, Team Strietter, recherchierte
im ALKIS-Datenbestand mit folgenden
Ergebnissen: Der Spitzenreiter mit 22
Grenzabgängen liegt in der Gemeinde
und Gemarkung Aldingen im Bereich des
Flurstücks 4966!
Anzahl der
Grenzabgänge
22
19
19
17
16
15
15
Gemeinde/ Stadt
Aldingen
Grosselfingen
Leopoldshafen
Zaberfeld
Großrindersfeld
Aichhalden
Killer
lungsmerkmale und grüße Sie herzlich aus
Stuttgart.
„Referat 21“
Von: „Ein Bürger“
Gesendet: Samstag, 1. Februar 2014 21:48
An: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung BW
(LGL) (Poststelle)
Betreff: Allgemeine Auskunft über Grenzpunkte
in Baden Württemberg
Guten Tag „Referat 21“,
vielen herzlichen Dank für Ihre in kürzester
Zeit erstellte „Top 10 - Liste der Grenzabgänge in BaWü“. Der Grenzpunkt, weshalb ich
mich an Sie gewandt habe, liegt hier zwar
„nur“ auf Platz 6, was aber doch auch be-
Ein interessanter E-Mail-Wechsel
Guten Tag,
im Rahmen meiner heimatgeschichtlichen
Forschungen in Aichhalden bin ich auf den
Grenzpunkt mit der Nummer 5830/694/24
gestoßen (im Bereich der Flurstücke 590/2
bis 615 der Gemarkung 5830 Aichhalden),
der heute noch 15 Grenzabgänge aufweist.
Zu Zeiten der württembergischen Landesvermessung 1836 liefen 26 Grenzen auf diesen
Grenzpunkt.
Meine Frage an Sie: ist es Ihnen möglich, auf
einfache Art (in Ihrem ALKIS-Datenbestand
oder sonst wie) festzustellen, ob es im Land
einen Grenzpunkt mit mehr als 15 Grenzabgängen gibt? Falls ja, wäre es für mich interessant zu wissen, wie viele Grenzpunkte
mehr als 15 Grenzabgänge aufweisen, wie
viele Grenzabgänge dies sind und auf welcher Gemarkung diese Grenzpunkte liegen
(ich gehe davon aus, dass es sehr wenige
sind. Sollte es sich um eine größere Anzahl
handeln, wären die ersten drei für mich von
Interesse).
„Ein Bürger“
MAGAZIN
Sehr geehrter „Bürger“,
ich muss Sie leider enttäuschen. Wir waren
selbst gespannt, ob „Ihr“ Grenzstein Spitzenreiter in Baden-Württemberg bleibt, aber es
gibt doch noch einige Grenzsteine im Ländle,
die mehr als 15 Grenzabgänge aufweisen.
Auffällig dabei ist, dass diese Steine meist im
Wald liegen.
Ich sende Ihnen die Gauß-Krüger-Koordinaten in einer Hitliste mit.
Kennen Sie unser Geoportal? Dort könnten
Sie sich die Lage der Punkte alle kostenlos
anschauen.
Unter www.geoportal-bw.de/geoportal können Sie Flurstücke nach Koordinaten suchen.
Bevor Sie auf die Suche gehen, klicken Sie
bitte rechts die kleine Weltkugel mit dem
kleinen Pluszeichen an und wählen als Dienst
„Liegenschaftskarte“ und anschließend die
Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK)
aus. Jetzt kann die Suche nach Koordinaten
beginnen!
merkenswert ist, zumal ich jetzt auch weiß,
dass es zumindest im Landkreis Rottweil keinen Grenzpunkt mit mehr Abgängen gibt.
Ich habe übrigens mal die ersten Punkte Ihrer
Liste in den Urkarten der württembergischen
Landesvermessung 1818-1840 angesehen
(www.leo-bw.de/kartenbasierte-suche), ich
habe jedoch keinen Grenzpunkt gefunden,
der in dieser Zeit 26 Grenzabgänge (wie der
Grenzpunkt in Aichhalden) oder mehr hatte.
Der Spitzenreiter Ihrer Liste (in Aldingen) hatte damals 22, der Zweitplatzierte in Grosselfingen 19, der Vierte (Zaberfeld) 14 Grenzabgänge. Platz drei und fünf liegen im ehemals
badischen Landesteil, hier sind im Internet
leider keine Karten zu finden (wie auch für
den ehemals hohenzollerischen Teil). Ich vermute fast, dass der Grenzpunkt in Aichhalden im damaligen Königreich Württemberg
derjenige war, der die meisten Grenzabgängen hatte, dies festzustellen wird aber (außer
durch die Sichtung von fast 16.000 württembergischen Flurkarten) nicht möglich sein.
Ich bedanke mich nochmals herzlich und
Ich hoffe, Sie finden in Ihren heimatge- wünsche Ihnen einen schönen Tag
schichtlichen Forschungen andere Alleinstel „Ein Bürger“ F
Europäische Kommision
besucht EFRE-Projekte
ternehmen nicht nur die Fläche seines Firmensitzes verdoppeln, sondern auch die seiner Verwaltungsräume verdreifachen.
Europäische Kommission in
Calw, Pforzheim und Heilbronn
Julian Meier
Europa
ist nicht so weit weg, wie viele
glauben. Zum Beispiel fördert die EU direkt
vor der Haustür Projekte, die Arbeitsplätze
schaffen. So auch in Calw, Pforzheim und
Heilbronn.
Was mit den Geldern der EU vor Ort passiert
und wie diese eingesetzt werden, wollten
der Leiter des Referats „Deutschland und
Niederlande“, Michel-Eric Dufeil und seine
Mitarbeiterin Eva Lieber von der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen
Kommission genauer wissen und machten
sich deshalb am 09.10. und 10.10.2014 auf
den Weg nach Baden-Württemberg.
In Baden-Württemberg angekommen, erwartete die Gäste aus Brüssel ein umfangreiches Programm, das von der Planung bis
zur Umsetzung von Referat 25 „Regionalentwicklung und Strukturförderung“ des LGL
mitgestaltet wurde.
Startpunkt des Besuchs war Calw. Die Delegation machte sich dort ein Bild von dem
Unternehmen „PERROT Turmuhren und Läuteanlagen“, welches seit 150 Jahren in Calw
ansässig ist und mit seinen Produkten nicht
nur das Stadtbild von Calw, sondern Stadtbilder auf der ganzen Welt geprägt hat. Für
den Neubau seines Firmensitzes hat das
Unternehmen 100.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
(EFRE) sowie Landesmittel in gleicher Höhe
erhalten. Durch den Neubau konnte das Un-
Das Unternehmen Perrot ist ein führender
Hersteller von Turmuhren, elektrischen Glockenläuteanlagen, Glockenspielen sowie
Spezialuhren und agiert weltweit. Besonders
interessiert zeigte sich die Delegation aus
Brüssel für die „Makkah Clock“. Die „Makkah Clock“ ist die weltweit größte Turmuhr,
welche bis 2011 vier Jahre lang von dem Unternehmen Perrot entwickelt und auf über
426 Meter Höhe auf dem Turm des weltweit
größten Gebäudekomplexes in Mekka montiert wurde.
Michel-Eric Dufeil und seine Mitarbeiterin
Eva Lieber waren von dem Besuch in Calw
sichtlich beeindruckt und machten sich am
gleichen Tag noch auf den Weg nach Pforzheim. Dort wurde im früheren „Volksbad“
das EMMA-Kreativzentrum besichtigt. Ziel
des EMMA ist es, die zentrale Plattform für
die Pforzheimer Kreativwirtschaft zu werden
und dieses zu einem lebendigen Ort des kreativen Arbeitens und des Netzwerkens zu
machen. Für den Umbau vom ehemaligen
Volksbad zum Kreativzentrum hatte die EU
über 3 Millionen an EFRE-Mitteln und das
Land über 1 Million Euro beigesteuert.
Am nächsten Tag ging es für die Gäste aus
Brüssel nach Heilbronn. Dort entsteht, im mit
über 6,9 Millionen Euro an EFRE-Geldern und
2,3 Millionen Euro an Landesmitteln geförderten Zukunftspark Wohlgelegen, das „Wissenschafts- und Technologiezentrum (WTZ)“.
Das WTZ richtet sich an den Bedürfnissen
von produktionsorientierten Wachstumsunternehmen aus Zukunftsbranchen (z.B. Medizintechnik, Biotechnologie/Pharmazie etc.)
aus und bietet kleinen und mittleren Unternehmen moderne Büro- und Laborflächen
sowie umfangreiche Infrastruktur- und Gemeinschaftseinrichtungen.
Für den gebürtigen Franzosen Michel-Eric
Dufeil war nach seinem zweitägigen Besuch
im Ländle jedenfalls klar: „Baden-Württemberg ist europaweiter Spitzenreiter bei den
Innovationen“. F
TATORT im ARD
Folge: Winternebel
TK25 und DTK10 unterstützen
die Ermittler
Sonntag, 5. Oktober 2014, ARD: Winternebel - zwei verzwickte Todesfälle und stimmungsvolle Bilder rund um Konstanz sorgten für spannende Unterhaltung. Dennoch
entging es den aufmerksamen Zuschauerinnen Susanne Reichstetter und Silke
Wahl, beide im Referat 61 LGL, nicht, dass
auch die LGL-Kartenprodukte DTK10 und
TK25 im TATORT eine Rolle spielten. Haben
Sie´s auch bemerkt? F
LGL Quiz
Auflösung der letzten Folge
Das Luftbild zeigte:
Die Klosteranlage Maulbronn
1. Preis Rainer Hermann
Landratsamt Tuttlingen
2. Preis Werner Vetter
Landratsamt Raststatt
3. Preis Markus Muhler
Landratsamt BreisgauHochschwarzwald
Wir gratulieren den Gewinnern!
22/23
© Landesamt für Geoinformation Landentwicklung Baden-Württemberg - Büchsenstraße 54 - 70174 Stuttgart - www.lgl-bw.de - 1/15
MAGAZIN 2014
Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung