RQP - Dr. Pulz & Partner Managementberatung

RQP-Info
Ausgabe 01/März 2015
Liebe Leserinnen und Leser,
Mittelständler kommen auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft heute kaum noch ohne den Sachverstand
externer Experten aus. Denn ein Unternehmen zu
führen ist Vielfalt pur: Organisation, Produktentwicklung, Kundenakquise, Werbung, Qualitätssicherung,
Mitarbeiterführung oder Vertragsverhandlungen. Firmenlenker müssen mit unzähligen Themen auf allerhöchstem Niveau vertraut sein. Lücken rächen sich.
Informationsdefizite sind laut Bundeswirtschaftsministerium in Deutschland die zweithäufigste Ursache für
das betriebliche Aus.
Zugleich werden die Rahmenbedingungen immer
schwieriger. Selbst kleine Betriebe auf dem „flachen
Land“ müssen sich zunehmend gegen eine internationale Konkurrenz durchsetzen. Verschärfte EigenkapiChristiane Tiemann und
Tanja Werner
talrichtlinien setzen die Daumenschrauben massiv an
und erschweren die Finanzierung innovativer Ideen. Unsere dringende Empfehlung: Rechtzeitig Rat von
kompetenten Fachleuten holen, auch wenn es im Unternehmen noch rund läuft.
Unsere RQP-Berater kennen als Navigator durch den Förderdschungel viele Wege, wie sich innovative
Ideen oder Investitionsvorhaben über Zuschüsse finanzieren lassen. Weitreichende Erstinformationen
bieten zu diesem Thema auch die Investitions- und Förderbanken wie die Investitionsbank SchleswigHolstein (IB.SH), die NBank in Niedersachsen sowie die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB
Hamburg), die wir in diesem Newsletter näher vorstellen.
Bisher lassen viele Unternehmer aus Norddeutschland attraktive Fördermittel und Innovationshilfen links
liegen. Offensichtlich herrschen im Zusammenhang mit staatlichen Zuschüssen immer noch die Angst vor
Bürokratie und hohen Nebenkosten sowie die Unsicherheit im Umgang mit Beratern an den Schaltstellen
der Betriebe. Die Angst ist unbegründet. RQP sucht genau die Experten aus, die wirklich zum Unternehmen passen. Diese können dann nicht nur beurteilen, welche öffentlichen Gelder in Anspruch genommen
werden, sondern sie bringen für ihre Beratungstätigkeit oft gleich finanzielle Unterstützung in Form von
geeigneten Beratungskostenzuschüssen mit. Dadurch werden viele Projekte finanzierbar, die sonst nicht
angepackt worden wären.
Die Finanzierung von Zukunftsinvestitionen ist ein wichtiges Element für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Norddeutschland. Nutzen Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Kunden die Kompetenz und Erfahrung unserer Berater und des gesamten RQP-Netzwerks. Verschenken Sie kein Geld, das in den Fördertöpfen darauf wartet, in Unternehmen Impulse auszulösen, durch die sich unsere Wirtschaft im internationalen Wettbewerb besser positionieren kann. Dieser Newsletter liefert Ihnen vielleicht einige Anregungen.
Viel Spaß beim Lesen und ein frohes Osterfest
Herzliche Grüße
© RQP Schleswig-Holstein GmbH
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27.03.2015
RQP Info 1/2015: Für Sie zusammengestellt
1. Neues von RQP
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Netzwerk gestärkt: Neue RQP-Expertenakademie bündelt und vermittelt Experten-Know-how
für Mittelständler, Kreditinstitute und Unternehmensberater

Start der RQP-Expertenakademie:
Workshop-Reihe „Von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit“

Kolibri Kindermoden lässt mit RQP-Beratungsgutschein kompletten Online-Shop kreieren
2. Experten-News
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Richtlinien zur Förderung von Unternehmensberatungen verlängert

Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch“ neu aufgelegt:
Zuschussmöglichkeiten für Mittelständler vereinfacht – Hürden für Berater
deutlich höher gehängt
3. Investitions- und Förderbanken in Norddeutschland

Kompetenz für Förderberatung:
Die norddeutschen Investitions- und Förderbanken
4. „Förderprojekte sind viel besser als ihr Ruf“
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Interview mit RQP-Berater Dr. Ralf Siegbert Pulz
5. Augenblick mal

Gastbeitrag Reinhard Meier, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes
Schleswig-Holstein
Impressum:
Herausgeber:
RQP Schleswig-Holstein GmbH
Fraunhoferstraße 13, 24118 Kiel
Telefon 0431 / 666 564-0
Telefax 0431 / 666 564-29
www.rqp-beratung.de
[email protected]
Geschäftsführerinnen:
Tanja Werner, Christiane Tiemann
HRB 15309 KI Amtsgericht Kiel
Steuernummer: 19/292/18399
Texte:
Jörg Manthei, SK medienconsult GmbH
© RQP Schleswig-Holstein GmbH
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27.03.2015
1. Neues von der RQP
Netzwerk gestärkt:
Neue RQP-Expertenakademie bündelt und vermittelt Experten-Know-how
für Mittelständler, Kreditinstitute und Unternehmensberater
© Marco2811 – Fotolia.com
Kiel. Unzählige Unternehmensberater sind in Norddeutschland unterwegs, um mit ihren Kunden
zum Beispiel Zukunftsstrategien zu entwickeln. Jeder einzelne von ihnen verfügt über ein umfangreiches Wissen und viele Erfahrungen. RQP will dieses Know-how nun bündeln und Kompetenzen unter anderem für Führungskräfte und Mitarbeiter von mittelständischen Unternehmen
und Kredit- und Förderinstituten sowie RQP-Berater, aber auch Unternehmensgründer und weitere Netzwerkpartner verfügbar machen. Dafür wird in diesen Tagen die RQP-Expertenakademie
aus
der
Taufe
gehoben.
Die
Internetseite
des
neuen
Forums
lautet
http://rqp-expertenakademie.de.
„Zu unserem Beraterpool gehören über 200 Experten“, erläutert RQP-Geschäftsführerin Tanja Werner.
„Bei der Planung und Umsetzung nachhaltiger Zukunftsstrategien als auch bei der Lösung betrieblicher
Alltagsaufgaben und Finanzierungsfragen greifen die Spezialisten aus dem RQP-Netzwerk auf einen
breiten Erfahrungsschatz und ein umfangreiches Wissen zurück. Mit unserer neuen RQPExpertenakademie bündeln wir dieses anspruchsvolle Know-how und machen es zielgruppenspezifisch
allen Netzwerkpartnern zugänglich“, so Werner.
Die RQP-Expertenakademie versteht sich als Ergänzung zu bestehenden Fortbildungseinrichtungen für
die mittelständische Wirtschaft. Das Alleinstellungsmerkmal: „Unser Programm wird von unseren Experten und anderen Netzwerkpartnern selbst entwickelt“, sagt Christiane Thiemann, ebenfalls Geschäftsführerin bei RQP. „Die Veranstaltungen entstehen aus den Erfahrungen der Beratungsprojekte und der
intensiven Zusammenarbeit im Netzwerk. Auf diese Weise treffen wir genau den Bedarf und hoffen,
bereits vorhandenes Wissen möglichst vielen Netzwerkpartnern verfügbar zu machen.“
Die RQP-Expertenakademie bietet unterschiedliche Fach- und Branchenvorträge, Seminare, Workshops und Diskussionsforen an. Sie ist damit ein Treffpunkt und eine Diskussionsplattform für Themen
der mittelständischen Wirtschaft. Den Auftakt macht Anfang Mai ein bewährtes, mehrteiliges Ausbildungs- und Entwicklungsprogramm zum Thema „Von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit“.
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27.03.2015
Start der RQP-Expertenakademie:
Workshop-Reihe „Von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit“
Kiel. Mit der Übernahme von Personalverantwortung rücken bei den
„neuen Chefs“ Themen in den Vordergrund, die nicht mehr allein
rein fachlich zu lösen sind. Für die Bewältigung dieser zusätzlichen
Herausforderungen benötigen sie ein ganz besonderes Spezialwissen. Ingenieure, Kaufleute oder Handwerksmeister müssen sich auf
einmal aufs Glatteis der Kommunikation und Psychologie begeben. Der Premieren-Workshop
der neu ins Leben gerufenen RQP-Expertenakademie bietet Lösungen für diese Herausforderungen. Sichern Sie sich am besten gleich heute einen der limitierten Plätze. Buchung telefonisch unter (0431) 666 564 11 oder per Email an [email protected].
„Im Mittelpunkt der Workshop-Reihe steht das
Verstehen, dass sich die eigene Persönlichkeit
und das eigene Führungsverhalten maßgeblich
auf das Ergebnis des Verantwortungsbereichs
auswirken“, erläutert Workshop-Leiter Jobst Heinemann. „Ein Wechselspiel zwischen praxisorientierter Wissensvermittlung und die Anwendung
des erworbenen Wissens anhand von Übungen
ermöglicht in den Workshops eine fortlaufende
Reflektion persönlicher Führungssituationen“, so
der Führungs-Coach. Heinemann hat selbst in
Konzernen wie BASF, Bertelsmann und RTL sowie bei mittelständischen Familienunternehmen
weitreichende Führungserfahrungen sammeln
Workshop-Termine notieren und anmelden
08./09.05.15
Erfolgreich delegieren – gute Führungsergebnisse erzielen
03./04.07.15
Beziehungen kooperativ und stabil
managen
02./03.10.15
Mitarbeiter erfolgreich auswählen und
motivieren
08./09.01.16
Veränderungsprozesse effektiv zum
Erfolg führen
können.
Die RQP-Expertenakademie bietet zunächst vier Workshops in der Personalentwicklungsreihe an. Im
Workshop 1 geht es um erfolgreiches Delegieren und gute Führungsergebnisse. Unter anderem befassen sich die Teilnehmer mit den Einflussfaktoren auf den Delegationserfolg und auf Arbeitsergebnisse von Mitarbeitern. Sie lernen darüber hinaus, ihr eigenes Führungsverhalten zu optimieren.
„Beziehungen kooperativ und stabil managen“ lautet das Thema von Workshop 2. Inhaltlich geht es
unter anderen um das pragmatische Managen von Beziehungen als wesentlicher Bestandteil der Führungsaufgabe, um objektive Kriterien für eine gute Beziehungsqualität und um Beziehungsprobleme als
Kern von Sachproblemen.
Workshop 3 bietet Erfahrungswissen und Übungen zur erfolgreichen Auswahl und Motivation von Mitarbeitern. Die Reihe endet mit Workshop 4 „Veränderungsprozesse effektiv zum Erfolg führen“. Hier
lernen die Teilnehmer unter anderem Art und Ausmaß von Veränderungsprozessen richtig einzuschätzen und auf relevante Einflussfaktoren gestaltend einzuwirken.

Kosten: pro Workshop (zwei Tage) 1.040 Euro, für RQP-Netzwerkpartner 780 Euro (alle Beträge zzgl. MwSt.). 25 Prozent Ermäßigung bei verbindlicher Buchung aller Workshops dieser
Reihe

Zielgruppe: Unternehmer und Geschäftsführer sowie Führungskräfte oder Führungsnachwuchskräfte

Tagungsort: RQP, Fraunhoferstr. 13, 24118Kiel
Eine weitere Veranstaltung für die RQP-Expertenakademie wird
derzeit von Dr. Pulz & Partner Managementberatung aus Groß
Grönau bei Lübeck vorbereitet. Das Thema „Den Förderdschungel
lichten“. KMU-Förderprogramm werden häufig nicht genutzt, weil sie
unbekannt sind, als kompliziert und bürokratisch gelten oder der Aufwand für die Beantragung zu hoch erscheint. In drei Schritten will das
Seminar dazu beitragen, diese Hemmnisse abzubauen: Die Förderlandschaft wird klar strukturiert, ausgewählte Förderprogramme werden vorgestellt und kritische Erfolgsfaktoren mit bewährten Praxistipps
vermittelt.
Workshop-Reihe
„Von der Führungskraft zur
Führungspersönlichkeit“:
Am besten sofort Platz sichern.
Buchung telefonisch unter
(0431) 666 564 11 oder per
Email an [email protected].
Weitere Informationen unter http://rqp-expertenakademie.de.
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27.03.2015
Kolibri Kindermoden lässt mit RQP-Beratungsgutschein kompletten OnlineShop kreieren
Kiel. Mit frischem Schwung kann das Kieler Familienunternehmen Kolibri Kindermoden e. K. in
die Zukunft starten. Thomas Ott und Holger Pergande von der Investitionsbank SchleswigHolstein (IB.SH) haben dem Inhaberehepaar Karin und Andreas Wellnitz einen Gutschein für
externe Beratungsdienstleistungen in Höhe von 2.500 Euro überreicht. Der Gutschein stammt
von RQP. Tanja Werner und Christiane Tiemann hatten den Wertscheck für eine professionelle
Beratung bei einer Aktion für Kunden ausgelobt. Geschäftspartner und Hausbanken durften
Vorschläge abgeben. Die Förderbank IB.SH hatte sich beteiligt und ihren Kunden Kolibri
Kindermoden für ein Beratungsprojekt vorgeschlagen.
Die IB.SH habe Kolibri Kindermoden für den
Gutschein ausgesucht, um zu verdeutlichen,
dass eine professionelle Beratung auch kleineren Unternehmen erhebliche Mehrwerte bringe, erläutert Holger Pergande. „RQP ist als
anerkannt neutrale Institution für diese Kundengruppe eine bewährte Ansprechpartnerin.
Die von ihr ausgewählten Spezialisten haben
tiefe Branchenkenntnisse und beraten unternehmensindividuell auf hohem Niveau."
RQP-Berater Christian Polensky von Everest
Consulting Partners aus Hamburg wird den
Shop für Kolibri Kindermoden bauen. „Dafür ist
es wichtig, zunächst eine schlüssige Strategie
zu entwickeln“, erläutert der Experte. Schließlich müsse man beim Online-Handel mit Bekleidung gegen übermächtige Wettbewerber
ankommen, die über Werbe-Etats in Millionenhöhe verfügen. Christian Polensky: „Wir haben
schon viele Webseiten und Shops gesehen,
die zwar optisch ansprechend waren, denen
aber die strategische Grundüberlegung fehlte.
Diese Online-Shops waren allesamt erfolglos.“
„Wir freuen uns sehr über diese Überraschung“, sagt Karin Wellnitz. „Als kleines mittelständisches Unternehmen traut man sich
aus Angst vor hohen Kosten und einem unübersichtlichen Beratermarkt nicht so schnell
an externe Experten heran“, so die Kauffrau.
Der Berater will die Erfolgschancen für die
Seite von Kolibri Kindermoden daher nicht nur
mit einer Strategie verbessern, sondern das
Geschäft bekommt von ihm auch eine detaillierte Anleitung an die Hand, wie sie ihren Online-Shop später auch selbständig im Web
auffindbar machen und aktiv vermarkten können.
Dennoch präsentierte das engagierte Unternehmerpaar Wellnitz schnell eine Idee, wie das
Geld investiert werden soll: Kolibri Kindermoden möchten sich mit einem Online-Shop weitere Märkte erschließen.
Familienunternehmerin Karin Wellnitz (li.) und RQP-Geschäftsführerin Christiane Tiemann, eingerahmt von Thomas Ott (re.) und
Holger Pergande von der IB.SH. (Foto: RQP)
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27.03.2015
2. Experten-News
Richtlinien zur Förderung von Unternehmensberatungen verlängert
Berlin/Kiel. Das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die
Richtlinien zur Förderung von Unternehmensberatungen bis Ende 2015 verlängert. Mit dem Förderprogramm soll
ein Anreiz für die stärkere Inanspruchnahme von fachkundigem, externem Rat
gegeben werden. Kleine und mittelständische Unternehmen erhalten Beratungskostenzuschüsse, damit sie ihre
Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit
verbessern können. Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA). RQP unterstützt ihre Netzwerkpartner bei der Antragsstellung und vermittelt Experten.
Eine Akkreditierung für das Förderprogramm konnte RQP aufgrund der besonderen Qualität des Beraterauswahlverfahrens und der qualifizierten Projektbegleitung und –evaluierung mit
dem Fördergeber abstimmen.
© Jeanette Dietl - Fotolia.com
„Das Förderprogramm ist eine sehr gute Chance für Unternehmen, die zum Beispiel ihre Strategien auf
den Prüfstand stellen lassen wollen, Unterstützung beim Marketing oder für Finanzierungslösungen
benötigen, Antworten auf organisatorische Fragen der Unternehmensführung suchen oder eine Nachfolgeregelung auf den Weg bringen wollen“, erläutert Jan Theden, der das Förderprogramm bei RQP
betreut. „Wir helfen unseren Partnern dabei, sowohl den Beratungsbedarf zu ermitteln, als auch die
Zuschussanträge zu stellen und die passenden Berater für die Projekte zu vermitteln.“
Allein im vergangenen Jahr wurden mit dem aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanzierten Förderprogramms nahezu 14.000 Beratungen bezuschusst. Unterstützt werden nach den Bestimmungen sogenannte konzeptionelle Beratungsleistungen. Konzeptionell ist eine Beratung, wenn sie
dem Unternehmer Entscheidungshilfe bietet. Das ist der Fall, wenn der Berater eine Analyse im Rahmen des Beratungsauftrages durchführt, Schwachstellen und deren Ursachen feststellt sowie Vorschläge zur Verbesserung und Umsetzungsanleitungen vorlegt.
Beantragen können die Zuschüsse kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Sie dürfen nicht
mehr als 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften und maximal 250 Mitarbeiter beschäftigen.
Auch müssen sie schon seit einem Jahr am Markt bestehen. Innerhalb von drei Jahren dürfen sogar
zwei Anträge für verschiedene Themen gestellt werden. Der Zuschuss zu den Kosten einer Beratung
beträgt 50 Prozent, maximal aber 1.500 Euro.
RQP prüft für das Unternehmen zunächst die Förderfähigkeit eines Vorhabens. Das Beratungsprojekt
kann nach Abschluss einer vertraglichen Vereinbarung sofort gestartet werden. Auch bei der Antragsstellung – spätestens drei Monate nach Projektende – greift RQP ihren Kunden hilfreich unter die Arme
und stellt alle erforderlichen Unterlagen sowie eine detaillierte Anleitung zur Beantragung zur Verfügung. Der Antrag selbst wird dann online über eine spezielle Software gestellt. Jan Theden: „Sensationell sind die Bearbeitungszeiten. In der Regel warten wir nach der Antragsstellung nur fünf oder sechs
Tage bis eine Bewilligung vorliegt – kurze Zeit später folgt dann das Fördergeld.“
Weitere Infos unter www.beratungsfoerderung.info
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27.03.2015
Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch“ neu aufgelegt:
Zuschussmöglichkeiten für Mittelständler vereinfacht – Hürden für Berater
deutlich höher gehängt
Berlin/Kiel. Mittelständische Unternehmer müssen sich wie nie zuvor den Herausforderungen
einer nachhaltigen Personalpolitik stellen. Demografischer Wandel, Fachkräfte- und Nachwuchsmangel oder krankheitsbedingte Engpässe erfordern einen massiven Zeit- und Ressourceneinsatz, aber auch spezielles Know-how. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
(BMAS) hat daher mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) das Förderprogramm
‚unternehmensWert: Mensch‘ neu aufgelegt. Start ist im August 2015. Ziel des Programms für
eine moderne Personalpolitik im Mittelstand ist es, Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen
(KMU) bei der Entwicklung von zukunftsfähigen und mitarbeiterorientierten Personalstrategien
zu unterstützen.
schecks in den bundesweit errichteten Erstberatungsstellen beantragt werden. Neu ist in
dem Verfahren ein Ergebnisgespräch, in dem
Erstberatungsstellen und Unternehmen nach
Abschluss der Prozessberatung gemeinsam
Bilanz ziehen und mögliche nächste Schritte
besprechen.
Förderfähige Handlungsfelder
unternehmensWert: Mensch
Personalführung



Entwicklung eines
strategischen Personalmanagements
Förderung der Motivation der Beschäftigten
Verbesserung der
internen Kommunikation und Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungsprozesse
Gesundheit




Gesunde Führung
Ausbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagement
Sensibilisierung für
physische und psychische Gesundheit
im Arbeitsalltag
Entwicklung der
individuellen Fähigkeit zur Krisenbewältigung
Chancengleichheit &
Diversity




Modelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Innovationssteigerung durch Förderung von Vielfalt
Nutzung verschiedener Kompetenzen & Fähigkeiten
Umfassendere
Förderung von
weiblichen Beschäftigten
Während sich für Antragssteller vieles vereinfacht hat, wurden die Hürden für Berater höher
gelegt. RQP-Experten, die von dem Programm
profitieren wollen, müssen sich ab Mai einem
Autorisierungsverfahren unterziehen und weitreichende Bedingungen erfüllen. Mitmachen
lohnt sich aber!
Als Kompetenzprofil müssen die „Prozessberater“ künftig unter anderem einen akademischen Abschluss oder eine abgeschlossene
Berufsausbildung sowie fünf Jahre Berufserfahrung vorweisen. Zusätzlich müssen eine
dreijährige Tätigkeit als Berater, Erfahrungen
in der Prozessberatung und Fachkompetenzen
in mindestens einem der Handlungsfelder des
Programms nachgewiesen werden. Dafür werden zum Beispiel Zertifikate für die Bereiche
Organisationsentwicklung,
Mediation,
Coaching oder Change-Management sowie
entsprechende Weiterbildungsmodule und
Kundenreferenzen erwartet.
Wissen & Kompetenz




Lebensphasenorientierte Personalentwicklung
Generationsübergreifender Wissenstransfer im Betrieb
Förderung lebenslangen Lernens
Sicherung von
Wissensnachschub
„Die
Anforderungen
des
ESF-Förderprogramms ‚unternehmensWert: Mensch‘ sind
für Berater deutlich gestiegen“, bewertet RQPGeschäftsführerin Tanja Werner die Neuauflage des Förderprogramms. „Zu unserem RQPBeraterpool zählen jedoch viele Experten, die
ausreichend qualifiziert sind. Sie sollten die
Chancen auf jeden Fall nutzen, die ihnen das
Programm bietet und sich um eine Autorisierung bewerben. Wir unterstützen gern dabei.“
Die Bewerbung erfolgt voraussichtlich ab Mai
über
die
Programm-Webseite
www.unternehmens-wert-mensch.de.
Das Programm ist auf zunächst drei Jahre
angelegt und umfasst ein Budget von rund 43
Millionen Euro. Gefördert werden Beratungsleistungen in den vier zentralen personalpolitischen Handlungsfeldern: Personalführung,
Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz. Beantragt
werden können maximal zehn Beratertage, die
je nach Unternehmensgröße von 50 bis zu 80
Prozent gefördert werden. Bei dem geförderten
Tagessatz von 1.000 Euro bedeutet das eine
Bezuschussung von bis zu 5.000 bzw. 8.000
Euro. Dafür können ab August Beratungs-
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27.03.2015
3. Investitions- und Förderbanken in Norddeutschland
Kompetenz für Förderberatung:
Die norddeutschen Investitions- und Förderbanken
Kiel/Hamburg/Hannover. Die Europäische Union, der Bund, aber
auch die Bundesländer stellen viel Geld zur Verfügung, um
Existenzgründungen zu ermöglichen und Unternehmen bei ihren Investitionen oder Innovationen zu fördern. Auch die Hilfe
für strukturschwache Regionen gehört zu den Zielen. Die erste
Anlaufstelle, um einen Überblick über die sehr vielseitige Förderlandschaft zu erhalten, sind in Norddeutschland unter anderem die IB.SH (Investitionsbank Schleswig-Holstein), NBank
(Niedersachsen) und IFB Hamburg (Hamburg). Der klare Vorteil:
Aus einer Hand beraten und fördern die Fachleute umfassend,
unabhängig und individuell und sichern dadurch eine hohe
Qualität. Unternehmen erhalten weitreichende Erstinformationen, Tipps und Handlungsvorschläge für das weitere Verfahren,
bevor RQP-Berater kompetent unterstützen können, dass durch
Unternehmensberatungen Fördergelder fließen.
Zentrales Förderinstitut des Landes Schleswig-Holstein ist die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH). Die 1991 als Anstalt öffentlichen
Rechts gegründete Einrichtung verfügt über eine Bilanzsumme von 18,3
Mrd. Euro und beschäftigt rund 570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Aus einer 1994 gegründeten „Beratungsstelle für ExistenzgründerInnen“
hat sich ein Team von vier Förderlotsen als eine Säule der Wirtschaftsförderung in Schleswig-Holstein entwickelt. Sie sind Bankkaufleute mit
weitergehenden Qualifikationen und langjähriger praktischer Erfahrung
im Firmenkunden- und Fördergeschäft. Als Berater lotsen sie jährlich
mehr als 2.200 Existenzgründungsinteressierte und Unternehmen durch
den Förderdschungel – im Kieler „Haus der Wirtschaft“ oder landesweit
bei rund 150 Veranstaltungen.
IB.SH-Förderbilanz (2014)


375 Mio. Euro Finanzierungsmittel für die Wirtschaft
davon 350 Mio. Euro Konsortialkredite
und 25 Mio. Euro Zuschüsse
zur Stärkung der regionalen
Wirtschaft
Förderberatung für mehr als
2.200 Gründungsinteressierte
und Unternehmen
Die IB.SH-Förderlotsen sind eng eingebunden in ein landesweites Netzwerk zum Beispiel mit anderen
Förderinstituten, den Kammern, Wirtschaftsfördergesellschaften und weiteren regionalen Partnern. Sie
beraten schleswig-holsteinische Existenzgründer und -gründerInnen sowie Unternehmen und Freiberufler
nicht nur zu Fördermöglichkeiten (Zuschüsse, Förderdarlehen, Bürgschaften oder Beteiligungskapital),
sondern auch zu Antragswegen und Voraussetzungen, Eigenkapitalanforderungen und Sicherheiten sowie Anforderungen an Gründungs- und Unternehmenskonzepte.
Das Beratungsgespräch ist unentgeltlich und neutral. Neben Unternehmensvertretern und Gründungsinteressierten können sich auch Verbände und Kreditinstitute für ihre Kunden beraten lassen.
Kontakt:
IB.SH Förderlotsen
Tel.: (0431) 9905-3365
Email: [email protected]
www.ib-sh.de/foerderlotse
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27.03.2015
„Wir führen Sie durch den Förderdschungel“
Förderlotsin Ulrike Kiehne von der IB.SH im Gespräch mit RQP-Info
RQP-Info: Ihre Dienstleistung wird sehr stark nachgefragt. Gibt es ein Rezept für diesen Erfolg?
Ulrike Kiehne
(Foto: IB.SH)
Kiehne: Zunächst einmal ist es in unserer vielseitigen Förderlandschaft schwierig und aufwändig, sich als
Unternehmen die relevanten Informationen allein herauszufiltern. Dies übernehmen wir für unsere Kunden
in einem individuellen persönlichen Gespräch. Ein Vorteil ist sicherlich, dass wir unsere Beratungsfunktion
unabhängig und neutral ausüben: Wir nehmen keine Anträge entgegen, entscheiden auch nicht darüber
und wollen auch nichts verkaufen. Wir beraten im Sinne der gründungsinteressierten Person oder des
gründungsinteressierten Unternehmers über Programme, Wege, Voraussetzungen und Möglichkeiten und
bereiten auf Wunsch auch auf Bankengespräche vor.
RQP-Info: Wie gehen Sie bei Ihrer Beratung vor?
Kiehne: Zunächst erfragen wir, wer wieviel Geld wofür braucht. Es gibt ja viele Anlässe für den Kapitalbedarf: Existenzgründungen oder -festigungen, Betriebsübernahmen, Investitionen, Liquiditätsbedarf, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben,
Energieeffizienzmaßnahmen, und, und, und. Außerdem brauchen wir Informationen über das jeweilige Vorhaben, den Antragsteller und die Höhe des Kapitalbedarfs. Dann beraten wir den Kunden über die in Frage kommenden Programme – egal
ob es sich um Programme der schleswig-holsteinischen Förderinstitute oder um Bundesprogramme handelt. Für Programme
auf EU-Ebene arbeiten wir eng mit den Spezialisten aus dem Bereich IB.SH Europa zusammen.
RQP-Info: Sie raten dem Kunden auch manchmal von dem Projekt ab?
Kiehne: Wir versuchen, dem Kunden in der Beratung die Bankerbrille aufzusetzen und kritische Punkte aufzuzeigen. Was ist
beispielsweise, wenn die Planumsätze nicht nachvollziehbar oder die Kapitaldienstfähigkeit oder Antragsvoraussetzung nicht
gegeben ist? Was ist, wenn er nicht genügend Eigenmittel mitbringen kann, Negativmerkmale bei der Schufa hat oder nicht
über die erforderliche Qualifikation verfügt. Alles kann ganz offen besprochen werden. Am Ende bleibt es aber seine Entscheidung, was er mit den Informationen anfängt und welchen Weg er geht.
RQP-Info: Nun tummeln sich viele Akteure auf diesem Beratungsfeld …
Kiehne: …mit denen wir in der Regel sehr eng kooperieren, beispielsweise mit RQP, den Kammern und Wirtschaftsfördergesellschaften. Wir arbeiten aber auch sehr eng mit anderen schleswig-holsteinischen Förderinstitutionen zusammen, etwa der
Bürgschaftsbank, der MBG und der WTSH.
RQP-Info: Was empfehlen Sie Unternehmen und Gründungsinteressierten?
Kiehne: Vorbereitung ist alles! Je besser Unternehmen und Gründungsinteressierte ihr Vorhaben beschreiben können, desto
gezielter können wir hier unsere Förderempfehlung aussprechen.
RQP-Info: Frau Kiehne, vielen Dank für das Gespräch.
IFB Hamburg gesamt Förderbilanz (2013)




Fördervolumen: 431,1 Mio. Euro, davon
325,8 Mio. Darlehen und 105,3 Mio. Euro
Zuschüsse
10.550 Tonnen CO2-Einsparung durch
Förderung erreicht
7,0 Mio. Euro Investitionen in innovative
Projekte ermöglicht
115 Unternehmen in den Bereichen Wirtschaft und Innovation gefördert
In Hamburg bietet die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) Orientierung in Förderfragen. Die IFB
wurde 1953 als Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt gegründet. 2013 erhielt das Förderinstitut der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen einer Aufgabenerweiterung ihren
heutigen Namen. Die Anstalt öffentlichen Rechts ist vollständig
im Besitz der Stadt Hamburg, verfügt über eine Bilanzsumme von
rund 4,8 Mrd. Euro und beschäftigt rund 230 Mitarbeiter Stand
2013. Im staatlichen Auftrag werden Vorhaben durch die Gewährung von Darlehen oder Zuschüssen, Beteiligungen sowie die
Übernahme von Sicherheitsleistungen gefördert.
Mitte 2013 hat auch das IFB Beratungscenter Wirtschaft seinen Betrieb aufgenommen: Die Beratung zu
bestehenden Förderangeboten wurde hier in einer zentralen Anlaufstelle für Förderfragen gebündelt,
Prozesse vereinfacht und mit kompetenten Personal und vielen Kooperationen die Effizienz sowie Effektivität der Förderung erhöht.
Im Beratungscenter Wirtschaft führen Förderlotsen Unternehmer und Existenzgründer unabhängig, individuell und umfassend durch die Förderlandschaft. In den Bereichen Wirtschaft, Innovation und Umwelt
bieten sie nicht nur Informationen und Beratung zu den Förderprogrammen der IFB Hamburg, sondern
auch zu anderen Landes- oder Bundesprogrammen. Als Partner des Enterprise Europe Network (EEN)
bietet das Beratungscenter Wirtschaft eine besondere Kompetenz in den EU-Förderthemen. Das EEN ist
mit Vertretungen in mehr als 50 Ländern das größte europäische Netzwerk von Informations- und Beratungsstellen für kleine und mittelständische Unternehmen.
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27.03.2015
Hamburger Existenzgründer, Unternehmen und Freiberufler werden auf der
Suche nach Fördermöglichkeiten unter anderem für die Themen Existenzgründungen, Betriebsübernahme, Investitionen und Wachstum, Forschung,
Entwicklung und Innovation, Umweltschutzmaßnahmen und außenwirtschaftliche Aktivitäten beraten.
Innovationsberatung bietet darüber hinaus die Innovationsagentur der IFB HH.
Jedes Hamburger Unternehmen und jeder Hamburger Existenzgründer kann
hier seine Projektidee einreichen und auf Förderfähigkeit prüfen lassen, damit
aus innovativen Ideen erfolgreiche Produkte werden. Für Umwelt- und Energiefragen von Unternehmen und entsprechende Fördermöglichkeiten stehen
ebenfalls Fachberater der Förderbank zur Verfügung.
Kontakt:
IFB-Förderlotsen
Beratungscenter Wirtschaft
Tel.: (040) 24846-511 oder -533
[email protected]
www.ifbhh.de/beratungscenter/ifbberatungscenter-wirtschaft
Ansprechpartner in Niedersachsen für Förderprogramme ist die
Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank). Sie wurde
2004 gegründet und gehört zu 100 Prozent dem Land Niedersachsen. Derzeit beschäftigt sie etwa 400 Mitarbeiter und weist
eine Bilanzsumme von 5,8 Mrd. Euro aus. Der verantwortliche
Kompetenzbereich heißt „Beratung und Dienstleistungen“. Er ist
in zwei regionale Teams aufgeteilt, die sich auf fünf Beratungsstellen verteilen: Neben dem Hauptsitz in Hannover sind dies
Braunschweig, Oldenburg, Lüneburg und Osnabrück.
Die Berater bieten umfassende und wettbewerbsneutrale Beratungen, helfen kleinen und mittleren Unternehmen mit einem
allgemeinen Check der Unternehmenslage und bereiten Gespräche mit der Hausbank vor. Dabei wird auch auf das enge internationale Netzwerk zurückgegriffen. Denn der niedersächsische
Mittelstand ist weltweit präsent – in Branchen wie Mobilität, Energie, Gesundheit, Werkstoffe, Maschinenbau. Über das in die
NBank integrierte Enterprise Europe Network (EEN) werden Unternehmen europaweit vernetzt und an Erfolg versprechende
Kooperationen vermittelt.
NBank-Förderbilanz (2013)
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Fördervolumen: 849 Mio. Euro, davon
469 Mio. Förderbankprodukte und 380
Mio. Euro Zuschüsse
2.362 Arbeitsplätze und 250 Ausbildungsplätze geschaffen
2.975 Unternehmen gefördert, davon
1.546 mit weniger als 10 Beschäftigten
Dienstleistungen des IFB
Beratungscenter Wirtschaft
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Unterstützung bei Wahl
passender Fördermöglichkeiten
Aufklärung über Antragswege und Voraussetzungen
Beratung zu Eigenmittel
und Sicherheiten
Vorbereitende Hinweise
für Gespräche mit Kreditinstituten und Fördereinrichtungen
Wer kann sich an die NBank wenden?
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Diejenigen, die eine gute Idee in die Tat
umsetzen wollen und Hilfe bei der Existenzgründung brauchen
Unternehmerinnen und Unternehmer, die
wachsen und wettbewerbsfähig bleiben
wollen
Menschen in der Ausbildung, die finanzielle Hilfen über das Meister-BAföG oder ein
Studienbeitragsdarlehen benötigen
Bildungsträger, die die Förderung ihrer
Maßnahmen finanzieren, organisieren und
verwalten
Städte, Kommunen und Gemeinden, die
an Attraktivität gewinnen und im Wettbewerb um Einwohner punkten wollen
Akteure der Wohnungsmärkte wie Wohnungsbauunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Mietervereine und Eigentümer
Um Unternehmen in Niedersachsen künftig noch besser unterstützen zu können, hat die NBank gerade eine Akquisitionsoffensive für
EU-Gelder gestartet. Dafür wurde mit Dr. Heinrich Kopp ein erfahrener Mitarbeiter eingestellt, der zuvor die Interessen Sachsens in
Brüssel vertreten hat. Dr. Klopp soll direkt EU-Mittel für niedersächsische Unternehmen akquirieren. Zum Beispiel stehen in der laufenden Förderperiode im Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“
neben Wissenschaftsexzellenz mit ca. 24 Milliarden Euro weitere 17
Milliarden Euro für die führende Rolle der Industrie zur Verfügung.
Diese Mittel sollen noch stärker nach Niedersachsen geholt werden.
Kontakt:
NBank Niedersachsen
Beratung und Dienstleistungen
Tel.: (0511) 30031-333
Email: [email protected]
www.nbank.de/Foerderberatung
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4. „Förderprojekte sind oft besser als ihr Ruf“
RQP-Berater Dr. Ralf Siegbert Pulz im Gespräch mit der RQP-Info
Groß Grönau. – Es ist ein Problem: Millionen
Euro an Förderzuschüssen stehen für Beratungsleistungen in unzähligen Töpfen zu Verfügung. In Norddeutschland werden viele davon nicht abgerufen. Entweder kennen die
Betriebe die Möglichkeiten der Bezuschussung von Beratungsprojekten nicht oder sie
scheuen sich davor, externe Experten in das
Unternehmen zu holen. RQP hat es sich daher
auf die Fahnen geschrieben, Vertrauen zu
Beratern aufzubauen. Einer der Experten aus
dem RQP-Beraterpool ist Dr. Ralf Siegbert
Pulz, Partner der Pulz & Partner Managementberatung aus Groß Grönau im Kreis Herzogtum Lauenburg. Dr. Pulz kennt sich im Förderdschungel ganz genau aus und hat gemeinsam mit seinen Kunden schon viele Fördermittel erfolgreich an Land gezogen, wie er
in einem Interview mit RQP-Info-Redakteur
Jörg Manthei erläutert.
RQP-Berater Dr. Ralf Siegbert Pulz (Foto: privat)
RQP-Info: Herr Dr. Pulz, Ihr Leitspruch ist
ziemlich simpel: Von der Idee zum Erfolg …
Dr. Pulz: … denn das entscheidende in unserem Geschäft sind die Umsetzungspotenziale. Bei vielen
Unternehmen sind Ideen, Kreativität und Engagement da. Sie wissen aber nicht, was sie tun müssen, um
die Innovationen auf die Straße zu bekommen und sind manchmal von Anfang an nicht richtig aufgestellt.
Das zu ändern, ist unser Job.
RQP-Info: Zeichnen Sie doch bitte mal ein Bild von diesem Job, damit ich mir das besser vorstellen kann!
Dr. Pulz: Gern mit einem Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit. Ein Unternehmer wollte einen mobilen Roboter für eine neuartige Anwendung entwickeln und herstellen und dafür Fördermittel beantragen.
In einem ersten Schritt führe ich für so ein Projekt eine Markt- und Wettbewerbsuntersuchung durch und
stelle in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern auch aus dem RQP-Netzwerk fest, ob in diesem Bereich schon Ideen patentiert sind und der Markt noch Potenziale hergibt. Dann sehe ich mir Stärken,
Schwächen und vor allem die betriebswirtschaftlichen Daten des Unternehmens an: Hat es die nötigen
Mittel? Erwirtschaftet es ein ausreichendes Betriebsergebnis, um den Eigenanteil für das Förderprogramm zu leisten? Hat es das notwendige Know-how und die Fachkräfte vor Ort oder benötigt es noch
Partner? Dann sehe ich zum Beispiel in Fachhochschulen oder Technologiezentren nach, welche Leistungen hier integriert werden können – was Förderprogramme oft ausdrücklich vorsehen. Schließlich
entwickele ich ein Realisierungskonzept, inklusive Finanzierung und Fördermöglichkeiten. Wenn der
Kunde es wünscht, begleiten wir ihn anschließend bei der Projektumsetzung – bis hin zur Markteinführung. Für kleinere Unternehmen habe ich sogar schon als Interimsmanager alle anfallenden Aufgaben
gelöst.
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RQP-Info: Nun bieten ja Förderbanken oder die Kammern Beratungen zu Förderthemen. Mit welchen Alleinstellungsmerkmalen unterscheiden Sie sich von diesen kostenlosen Angeboten?
Dr. Pulz: Das ist ganz klar. Die Kammern, Organisationen wie die WTSH oder die Förderbanken informieren ihre Kunden umfassend über die Vielfalt der Fördermöglichkeiten und geben Tipps für die Antragsstellung. Was sie in der Regel nicht machen, ist für die tatsächliche detaillierte Ausarbeitung in diese
Projekte einzusteigen. Da fehlt oft die Kapazität. Da kommen wir dann als Umsetzungspartner zum Zuge.
RQP-Info: Und auf welche Schwierigkeiten stoßen Sie dabei?
Dr. Pulz: Zunächst gibt es in Norddeutschland leider eine gewisse Scheu, sich externen Fachleuten anzuvertrauen. Das ist eine ganz große Schwierigkeit. Oft sind Projekte schon ohne Beratung falsch aufgesetzt worden und es ist viel verbrannte Erde entstanden.
RQP-Info: Was kann konkret falsch laufen?
Dr. Pulz: Zum Beispiel wurde vorher keine Marktanalyse durchgeführt. Dem bereits erwähnten Kunden
mit den Robotern war zum Beispiel nicht bewusst, dass es in dem Bereich schon zwölf Patente gibt. Außerdem gab es schon wirtschaftlichere Lösungen für die angedachte Anwendung. Das habe ich ebenfalls
herausgefunden. Da hat er – wie man so schön sagt – verdutzt geguckt und realisiert, dass sein Projekt
so nicht durchführbar ist. Das war Gott sei Dank zu einem frühen Zeitpunkt und er hatte noch nicht so viel
Geld in die Hand genommen. Die typische Schwierigkeit ist also, dass die Kunden zu spät oder überhaupt nicht kommen. Viele haben ja auch nur gehört, dass Fördermittelanträge bürokratisch sowie kompliziert sind und nichts bringen. Das stimmt aber meistens nicht, und wir können hier helfen.
RQP-Info: Wie bürokratisch ist so eine Antragsstellung denn?
Dr. Pulz: Das ist extrem unterschiedlich. Es gibt sehr schlanke Programme, die wirklich so mittelstandsgerecht aufgelegt wurden, dass man sie allein anpacken kann. Es gibt aber auch wirklich welche, die so
umfangreich und kompliziert sind, dass man sich fragen muss, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt…
RQP-Info: …vor allem wenn die Erfolgsquote, am Ende tatsächlich Geld zu bekommen, nicht so
hoch ist?
Dr. Pulz: Das kann ich Ihnen aber vorher ganz klar sagen. Wer uns
einsetzt, bekommt in der Regel auch Fördermittel. Denn wir füllen ja
nicht einfach nur Anträge aus, sondern überprüfen eingehend die Förderfähigkeit. Wir kennen die Richtlinien, die manchmal viele Seiten in
bestem Beamtendeutsch umfassen. Und wir haben Erfahrungen mit
den richtigen Wordings.
RQP-Info: Was meinen Sie damit?
Dr. Pulz: Das sehr wichtige Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand
(ZIM) lässt zum Beispiel keine Auftragsforschung zu. Wer also ein Produkt für einen Kunden weiterentwickeln möchte, kann das nicht einsetzen. Um zu vermeiden, Anträge umsonst zu stellen, muss man die Regeln sehr gut kennen.
RQP-Info: F&E, also Forschung und Entwicklung ist ein Förderthema. Was gibt es eigentlich noch? Bringen Sie mal etwas
Licht in das Dickicht!
Dr. Pulz: Was wirklich nicht einfach ist. F&E ist das eine. Gefördert
werden aber auch Investitionen, also die Beschaffung von Anlagen oder
der Bau einer Halle. Hierbei stehen in der Regel die Regionalförderung
und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt. Dann kommt der
Bereich Personal. Wenn Sie als Mittelständler innovative Ideen und
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Top-Tipps
für Fördermittelanträge
Tipp 1: Rechtzeitig informieren,
etwa bei den Förderbanken und
Kammern. Es gibt viele Veranstaltungen, auf denen gute Praxistipps
vorgestellt werden.
Tipp 2: Vorurteile ablegen und
Projekte rational bewerten. Die
Beantragung von Fördergeldern
und Zuschüssen ist nicht per se
bürokratisch und aufwendig. Das
Geld wird Unternehmen von der
öffentlichen Hand zur Verfügung
gestellt, damit sie Ideen realisieren,
die sonst nicht umgesetzt würden.
Daher einfach nüchtern prüfen,
welche Fördermöglichkeiten in
Frage kommen.
Tipp 3: Niemals Arbeit in Projekte
stecken, die zuvor nicht sorgsam
auf Erfolgswahrscheinlichkeit abgeklopft wurden. Erst Förderprozesse
und -instrumente prüfen, Gelegenheiten nutzen, die Erfolgswahrscheinlichkeit zu steigern und dann
die eigentliche Arbeit starten.
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Know-how an Bord holen wollen, können Sie junge Hochschulabsolventen als Innovationsassistenten, so
heißt das Programm, einstellen. Von der Agentur für Arbeit gibt es ebenfalls diverse Zuschussprogramme
für neue Mitarbeiter, die lange arbeitslos waren oder gering qualifiziert sind. Relativ neu ist schließlich das
Thema Investitionen im Zusammenhang mit Energieeinsparung. Hier wird neue Technik gefördert, die
besonders energieeffizient arbeitet. Einige Maschinenhersteller überlegen deshalb, die Energieeffizienz
ihrer Produkte mit dem Programm als Produktvorteil zu verbinden. Das war jetzt aber nur ein kleiner, für
den Mittelstand wichtiger, Pfad durch das Förderdickicht. Insgesamt gibt es in Deutschland um die 1.000
Förderprogramme.
RQP-Info: Wie behalten Sie da den Überblick?
Dr. Pulz: Man kann seriös eigentlich nur eine bestimmte Anzahl von Themen überschauen, zumal sich
die Dinge ständig ändern. Ich konzentriere mich auf die Schwerpunkte Investition, Innovation und Personal. Das reicht, denn unsere Kunden machen ja auch nicht zehn Fässer gleichzeitig auf. Alles, was in
meinen Bereich fällt, kann ich dann aber mit viel Wissen und Erfahrung von Anfang bis Ende betreuen.
RQP-Info: Herr Dr. Pulz, vielen Dank für das Gespräch.
RQP-Beraterprofil: Ralf Siegbert Pulz (Dr. Pulz & Partner Managementberatung)
Der promovierte Biologe und Betriebswirt (Bachelor of Business Administration) hat 2004 die Dr. Pulz &
Partner Managementberatung in Groß Grönau gegründet. Seiner Beratertätigkeit sind knapp 20 Jahre
Industrieerfahrung vorausgegangen. In namhaften mittelständischen Technologieunternehmen und Konzerntochtergesellschaften hat er die Themen Produktmanagement, Marketing, Vertrieb und Entwicklung
von der Pike auf gelernt und als Führungskraft in Managementpositionen verantwortet. Als Berater bietet
er heute mittelständischen Unternehmen, aber auch Start-ups, strategische, konzeptionelle und operative
Unterstützung bei der praktischen Umsetzung von Innovationen. Dabei hat er sich aufgrund seiner Erfahrung und Vorbildung vor allem auf technologiebasierte und wissensorientierte Märkte spezialisiert. Seine
Kompetenzfelder: Innovationsmanagement, Innovationsfinanzierung, Innovationsförderung, Fördermittel,
strategische und operative Unternehmensplanung. Der Leitspruch seiner Beratungsagentur mit insgesamt drei Partnern: Von der Idee zum Erfolg. Weitere Informationen unter www.mehrinnovationserfolg.de.
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www.rqp-beratung.de
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5. Moment mal!
Liebe Leserinnen und Leser der RQP-Info,
von den rund 128.000 Unternehmen in SchleswigHolstein sind über 99 Prozent kleine und mittlere
Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten. Im Mittelstand arbeiten über 675.000 Menschen, das sind
mehr als drei Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Schleswig-Holstein. Der Mittelstand stellt das Rückgrat der schleswigholsteinischen Wirtschaft dar. Allein im Handwerk
werden in rund 31.000 Betrieben ca. 159.000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Umsatz von rund 16,6
Milliarden Euro erwirtschaften. Das Land unterstützt
ansässige Firmen sowie Unternehmen, die sich in
Schleswig-Holstein ansiedeln wollen, bei Investitions- und Innovationsvorhaben und trägt zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Bei
erkennbaren Perspektiven und wirtschaftlich tragfähigen Konzepten stehen für Unternehmensfinanzierungen eine breite Palette von Instrumenten, die auf
Darlehen, Bürgschaften und Beteiligungen basieren, sowie verschiedene Fördermöglichkeiten zur
Verfügung.
Maßgebliches Ziel der Investitionsförderung ist die
Unterstützung von Unternehmen, um sozialversiReinhard Meyer (Foto: Land Schleswig-Holstein
cherungspflichtige Dauerarbeitsplätze zu schaffen
oder zu sichern. Die Zuschüsse werden in erster
Linie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in strukturschwachen Gebieten des Landes gewährt. Die
Höhe der jeweiligen Zuschüsse hängt vom Einzelfall ab, in dessen Bewertung eine Vielzahl von Faktoren
(z.B. Unternehmensgröße, Lage der Betriebsstätte) einfließt. Mit der Innovationsförderung unterstützt das
Land Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein bei innovativen Forschungs- und
Entwicklungsvorhaben, bei Prozess- und Organisationsinnovationen und bei der Einstellung von Hochschulabsolventen, um den Wissenstransfer zu sichern.
Neben den Fördermöglichkeiten bietet das Land Finanzierungsinstrumente an, die insbesondere auf die
Bedürfnisse von KMU zugeschnitten sind. Alle Finanzierungsinstrumente zielen auf die Erhöhung der
Wertschöpfung, wirtschaftliches Wachstum, Innovation und positive Beschäftigungseffekte. Die drei Finanzierungsinstitute des Landes setzen die verschiedenen Finanzierungsprogramme um. So gewährt die
Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) bei Finanzierungslücken Darlehen, die Bürgschaftsbank
Schleswig-Holstein GmbH (BB-SH) bietet bei fehlenden Sicherheiten Bürgschaften oder Garantien an
und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein GmbH (MBG) hilft bei fehlendem
Eigenkapital mit Beteiligungskapital.
Im März 2015 hat das Land zusammen mit der IB.SH und der MBG einen Beteiligungsfonds für KMU mit
einem Volumen von 44 Millionen Euro aufgelegt, der zur Hälfte aus Mitteln des operationellen Programms EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und zu weiteren Teilen von der IB.SH und
der MBG finanziert wird. Der Fonds kommt ohne Haushaltsmittel des Landes aus und von den 22 Millio-
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nen Euro eingesetzten EFRE-Mitteln werden etwa 16 bis 17 Millionen Euro nach Liquidation des Fonds
erhalten bleiben und wieder für wirtschaftsfördernde Zwecke zur Verfügung stehen. Im Sommer 2015
wird darüber hinaus der Seed- und Start-up-Fonds mit besonderem Fokus auf Ausgründungen aus
Hochschulen und Forschungseinrichtungen starten. Er umfasst ein Beteiligungsvolumen von 12 Millionen
Euro.
Mit der Kombination von Zuschüssen und revolvierenden Finanzierungen unterstützen die Förderinstitute
des Landes insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sehr erfolgreich. Im Jahr 2014 haben
sich 147 Unternehmen für den Aufbau eines neuen Standortes in Schleswig-Holstein entschieden und
1728 Arbeitsplätze neu geschaffen.
Das Land Schleswig-Holstein wird mittelständische Unternehmen auch weiterhin unterstützen und dazu
beitragen, Arbeitsplätze zu sicher, die Wertschöpfung zu erhöhen und Innovationen „Made in SchleswigHolstein“ zu generieren. Im echten Norden!
Herzliche Grüße
Ihr
Reinhard Meyer
Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie
des Landes Schleswig-Holstein
Profil:
Reinhard Meyer ist seit Juni 2012 Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes
Schleswig-Holstein. Der Diplom-Politologe mit Verwaltungswissenschaftlichem Aufbaustudium wurde
1959 geboren. Seine berufliche Karriere hat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter begonnen, dann Verwaltungslaufbahn in Mecklenburg-Vorpommern mit verschiedenen Leitungspositionen. Von 2001 bis 2005
war Meyer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern, anschließend bis
2012 Chef der dortigen Staatskanzlei.
Frohe Ostern wünscht Ihnen das Team von RQP!
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