Lehramt studieren in Frankfurt - Akademie für Bildungsforschung

Lehramt
studieren in Frankfurt
Impressum
Herausgeber
Goethe-Universität Frankfurt
Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung
Senckenberganlage 31 (HPF 153)
10. Stock, Juridicum
60325 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 798-23282
Fax: (069) 798-23841
E-Mail: [email protected]
V.i.S.d.P.: Prof. Dr. Udo Rauin
Redaktionsleitung
Jette Horstmeyer
Tel.: (069) 798-23280
E-Mail: [email protected]
Redaktion
Johannes Appel, Nora Boutaoui, Silke Hennen, Arthur Klose
AUFLAGE März 2015
1000 Exemplare
Layout & Satz
Anne Bulian, Rebecca Röhrich, Rebecca Weber
Druck
Saxoprint
FOTOS & GRAFIKEN
Titel: Fotolia: contrastwerkstatt/Goethe-Universität: Jette
Horstmeyer; Goethe-Universität: Arne Laloi; Goethe-Universität: Rebecca Weber (4), Fotolia (26), Uwe Dettmar (6), Jürgen
Lecher, Goethe-Universität Frankfurt (8)
STATISTIK QUELLEN:
Deutsches Studentenwerk in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (Juni 2013): Die
wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2012, 20. Sozialerhebung; Studentenwerk der GoetheUniversität Frankfurt; Stadt Frankfurt; Goethe-Universität
Frankfurt
© Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL)
Stand: März 2015
VORWORT
Liebe Lehramtsstudierende,
Liebe Schülerinnen und Schüler,
Sie haben Ihre Wahl für ein Lehramtsstudium an der Goethe-Universität bereits getroffen? Möchten Sie mehr über den Studienaufbau, Stundenplan oder einzelne Studienanteile erfahren? Oder
sind Sie sich noch unsicher und haben Informations- und Beratungsbedarf, was Ihnen ein Lehramtsstudium an der Goethe-Universität für Möglichkeiten bietet?
Für all diese Fragen und noch viel mehr haben wir Ihnen in dieser Broschüre Informationen, Beratungs- und Anlaufstellen zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, sich so früh wie möglich
über die Voraussetzungen, Inhalte und Chancen eines Lehramtsstudiums zu informieren und
Ihnen einen erfolgreichen Studienstart in Frankfurt zu ermöglichen. Das Lehramtsstudium ist
traditionsgemäß an der Goethe-Universität verankert. Seit 1914 werden Lehrer/innen ausgebildet und jedes Jahr rund 600 Studierende examiniert.
Als zentrale Einrichtung der Lehrerbildung an der Goethe-Universität wird Sie die Akademie
für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) auf Ihrem Weg durch das Studium begleiten.
Aber auch schon vor Studienbeginn bietet die ABL Ihnen im Rahmen von Informations- und
Beratungsveranstaltungen Gelegenheiten, sich mit den Möglichkeiten und Chancen eines Lehramtsstudiums vertraut zu machen! Der Beruf der Lehrerin oder des Lehrers ist sehr anspruchsvoll. Er verlangt von den Ausübenden ein äußerst verantwortungsbewusstes Handeln. Um dieser
Verpflichtung nachkommen zu können, werden von den zukünftigen Lehrer(inne)n viele persönliche Kompetenzen und ein umfangreiches Wissen verlangt, die in einer soliden und gewissenhaften Ausbildung von höchster Qualität vermittelt, gefördert und gefestigt werden müssen.
Die Lehrerausbildung praxisnah zu gestalten und eine präzise Vorbereitung für den Berufsalltag
zu gewährleisten, ist Ziel der Arbeit der ABL. An unserer Universität stehen Bildung und wissenschaftliche Qualität an erster Stelle. Hier erhalten Sie die Ausbildung, die Sie für die Ausübung
Ihres späteren Berufs benötigen und mit der Sie den täglichen Anforderungen, die an eine/n Lehrer/in gestellt werden, offen und selbstbewusst gegenüber treten können. Die ABL ist Ansprechpartner für alle Lehramtsstudierenden an der Goethe-Universität. Sie bietet Ihnen vielfältige Orientierungshilfen für das Studium, Beratungsmöglichkeiten sowie Zusatzqualifikationsangebote.
Bei Fragen, Anregungen und Schwierigkeiten im Studium sind wir gerne für Sie da.
Wir wünschen Ihnen für Ihr Studium an unserer Universität viel Freude und Erfolg!
Prof‘in. Dr. Tanja Brühl
Vizepräsidentin
Goethe-Universität
Prof. Dr. Udo Rauin
Geschäftsführender Direktor
ABL
Inhalt
6 Lehrer/in werden - Die richtige Wahl?!
Ihre Bewerbung an der Goethe-Universität
10
N.C. ­- Die Note zählt
11
Nachrückverfahren & Losverfahren
12Lehramtsstufen
13Praktika
13
Ihre Fächerwahl
15
Struktur der Lehramtsstudiengänge
16
Eignungs-, Aufnahmeprüfungen und Zulassungsvoraussetzungen
17
Anerkennung bereits erbrachter Studien- und Prüfungsleistungen
17Orientierungspraktikum
17Betriebspraktikum
18
Lehrer/in werden mit Migrationshintergrund?
Lehramt studieren an der Goethe-Universität
20
Wo ist was? - Standorte der Universität
22
Studium in Zahlen
23
Frankfurt in Zahlen
24
Lehramt studieren an der Goethe-Universität
25
Wie erstelle ich meinen Stundenplan?
26
Erstes Semester - To Do
27
Beratungsstellen der ABL
28
Studienfinanzierung
30Fachdidaktik
31Bildungswissenschaften
32
Die Schulpraktischen Studien - Schule von der anderen Seite kennenlernen
35Unterstützungsangebote
36
Erste Staatsprüfung
37
Fachschaft der Lehramtsstudierenden (L-Netz)
38 ABL Wegweiser
40
Der pädagogische Vorbereitungsdienst
44Glossar
Lehrer/in werden
die richtige Wahl?!
V
Der Studiengang Berufsschullehramt wird
durch den BA/MA
Wirtschaftspädagogik des Fachbereichs
Wirtschaftswissenschaften abgedeckt.
iele Abiturient(inn)en, die einen Lehramtsstudiengang in Betracht ziehen, sind sich bei einer Reihe von Aspekten unsicher, haben aber
nicht immer die Gelegenheit, sich mit
ihren Fragen ausreichend auseinanderzusetzen – bis auf einmal nach dem
Abitur sehr schnell konkrete Entscheidungen anstehen: Lehramt oder etwas anderes? Welche Schulform?
Welche Fächer? Und vor allem: An
welcher Universität soll ich studieren?
Zu diesen Fragen haben wir Ihnen alle
relevanten Informationen rund um den
Entscheidungsprozess zu Ihrer Studienwahl Lehramt zusammengestellt.
An der Goethe-Universität Frankfurt haben Sie die Möglichkeit, sich in vier unterschiedlichen Studiengängen auf den Beruf
der Lehrerin/des Lehrers vorzubereiten:
• L1 (Lehramt an Grundschulen)
• L2 (Lehramt an Haupt- und
Realschulen)
• L3 (Lehramt an Gymnasien)
• L5 (Lehramt an Förderschulen)
Erwünscht, erwartet!
Engagement und Kompetenz
An die Tätigkeit von Lehrer/innen werden hohe Ansprüche gestellt. Ein/e Lehrer/in sollte idealerweise spannenden und
anschaulichen Unterricht gestalten, motivieren und neugierig machen. Außerdem
muss er/sie den Lernstand der Schüler/innen diagnostizieren und beurteilen, Konflikte lösen können – und über alledem
auch flexibel und belastbar sein.
© fotolia: olly
Nicht zu unterschätzen ist auch die Fähigkeit zu einem offenen Umgang mit ganz
unterschiedlichen Menschen. Man trifft
als Lehrer/in nicht nur auf verschiedene Personengruppen wie Schüler/innen,
Lehrerkolleg(inn)en, Eltern, Mitarbeiter/
innen aus der Verwaltung, die Schulleitung usw., diese Menschen kommen zudem aus ganz unterschiedlichen sozialen
und kulturellen Kontexten. Vor allem mit
Blick auf die Schüler/innen, von denen
mittlerweile in allen Schulformen viele einen Migrationshintergrund haben, kann
man sagen, dass Schule ein interkulturelles Arbeitsfeld ist und man als Lehrer/in
sich dieser sozialen und kulturellen Heterogenität bewusst sein sollte.
Obgleich man diese Liste beliebig weiterführen könnte, wird deutlich, dass ein erfolgreiches Arbeiten in der Schule neben
6
didaktischem und fachwissenschaftlichem
Wissen, pädagogisches Können und Persönlichkeit erfordert. Das soll nicht abschrecken, sondern aufzeigen, dass ein
Lehramtsstudium keine Verlegenheitswahl sein sollte und sich auch nur schlecht
als Zwischenlösung anbietet, um zum Beispiel auf einen Platz im Wunschstudium
zu warten.
verschiedene Initiativen aus der Politik,
von großen Stiftungen und aus der Wirtschaft gibt, mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund für den Schuldienst zu gewinnen. Der Hintergrund ist, dass es zwar
viele Schüler/innen, aber noch immer sehr
wenige Lehrkräfte mit Migrationshintergrund gibt – das soll sich ändern und Sie
können dazu beitragen!
Warum kommen trotzdem Leute auf die
Idee, wenn sie sich generell in ihrer Wahl
nicht so sicher sind, ausgerechnet Lehramt zu wählen? Viele scheinen zu unterschätzen, was es bedeutet, Lehrer/in zu
sein. Unter dem Titel „Halbtagsjobber?“
wurden in der „Potsdamer Lehrerstudie“
Lehrer/innen mit Personen verschiedener
anderer Berufsgruppen auf ihre berufliche Beanspruchung hin verglichen. Das
Ergebnis: Lehrer/innen sind ganz gewiss
keine „Halbtagsjobber“ oder „Faulenzer“,
sondern haben einen der anspruchsvollsten Berufe und sind überdurchschnittlich
oft gestresst!
Zwar geht es dabei auch darum, die gesellschaftliche Realität Deutschlands ebenfalls
in den Lehrerzimmern abzubilden, viel
wichtiger ist jedoch, dass Sie für Kinder
mit Migrationshintergrund ein Vorbild sein
können.
Lehrer/in: Die richtige Entscheidung?
Falls Sie sich mit Ihrer Studienentscheidung noch unsicher sind bzw. vor Studienbeginn mit dieser Frage beschäftigen
wollen, möchten wir Ihnen gerne ein paar
Hinweise mit auf den Weg geben, die Sie in
Ihrer Entscheidungsfindung unterstützen
und bestärken sollen.
Vor Ihrer Entscheidung, ein Lehramtsstudium anzutreten, sollten Sie in Ruhe abwägen, ob das berufliche Profil und die damit
verbundenen vielseitigen Anforderungen
und Aufgaben in Schule und Unterricht zu
Ihren eigenen Interessen passen.
Wenn Sie selbst einen Migrationshintergrund haben, sollten Sie wissen, dass es
Mehr Infos über Zugangsmöglichkeiten
ohne Abitur unter:
www.uni-frankfurt.de/hzb
CCT - Sich online beraten lassen!
Unterstützung bei der Entscheidungsfindung gibt es auf der interaktiven Beratungsplattform von CCT (Career Counselling for Teachers).
Sie möchten CCT
ausprobieren?
www.cctgermany.de
Bei CCT, einem wissenschaftlich erprobten Online-Beratungsangebot, haben Sie
die Möglichkeit, sich umfassend über den
Lehrer(innen)beruf zu informieren. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, studienrelevante
Interessen, Stärken und Schwächen zu erkunden und sich ernsthaft mit den Anforderungen des Studiums und Berufs auseinanderzusetzen.
Zur Auswahl stehen Ihnen zudem unterschiedlich aufbereitete Materialien:
• A
llgemeine Informationen zum
Lehramtsstudium und über den
Lehrerberuf,
• Reportagen aus dem Leben von
Lehramtsstudierenden und Lehrer/innen,
• Links zu wichtigen Beratungsein-
richtungen, Institutionen der Lehrer-
bildung und Behörden.
7
Infos zum Thema
„Back to School?“
www.abl.unifrankfurt.de/
backtoschool
Das Herzstück von CCT bildet das sogenannte Selbsterkundungsverfahren („SelfAssessment“), mit dessen Hilfe Sie Ihre
Fähigkeiten mit den beruflichen Anforderungen abstimmen und mehr Klarheit
über Ihr Berufsziel als angehende/r Lehrer/in gewinnen können. Die Rückmeldung aus den Selbsterkundungsverfahren
ist nur dann zuverlässig und aussagekräftig, wenn Sie die Fragebögen und Checklisten ehrlich bearbeiten. Nur dann werden Sie besser abschätzen können, ob der
Lehrer(innen)beruf zu Ihnen passt.
Eine weitere Möglichkeit, die Ergebnisse
auf ihre Aussagekraft hin zu überprüfen,
ist, sie mit einer dritten, Ihnen nahestehenden Person durchzusprechen.
Wenn Sie über Ihre Studienwahl nachdenken, bietet Ihnen CCT verschiedene
Einstiegsmöglichkeiten, sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Studiums
und Berufs Rückmeldung zu holen.
Sollten Sie sich bereits für ein Lehramtsstudium an der Goethe-Universität entschieden haben, ist Ihnen mit den Bewerbungsunterlagen der Hinweis zur Teilnahme an
CCT übermittelt worden.
Mehr Infos zum
„Schülercampus
- Mehr Migranten
werden Lehrer“ unter:
www.mehr-migrantenwerden-lehrer.de
in ihrer Studienwahl noch unsicher sind
oder sich eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit dem Lehramtsstudium oder
dem Beruf wünschen, bieten wir im Rahmen der Veranstaltung „Back to School?“
die Möglichkeit, sich einen Eindruck vom
Lehramtsstudium und dem Lehrerberuf zu verschaffen und mit Personen aus
verschiedenen Phasen der Lehrerbildung
über ihre Fragen zu sprechen.
Ähnliche Ziele verfolgt auch der „Schülercampus – Mehr Migranten werden Lehrer“ der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd
Bucerius, mit dem Unterschied, dass sich
diese mehrtägige Veranstaltung gezielt an
Oberstufenschüler/innen mit Migrationshintergrund richtet. Sollten Sie noch am
Anfang Ihrer Studien- und Berufswahl
stehen oder möchten nähere Informationen über ein bestimmtes Studienfach erhalten, dann können Sie bei diesen Veranstaltungen aus dem Vollen schöpfen.
Informationsveranstaltungen an der
Goethe-Universität
Für einen vielseitigen Einblick in verschiedene Studien- und Berufsfelder empfehlen
wir Ihnen die Infotage der Hochschulen
der Region Frankfurt. Neben Vorträgen zu
Fächern und Studiengängen oder Führungen erhalten Sie hier auch übergreifende
Informationen zu Entscheidungsfindung
und Überbrückungsmöglichkeiten zwischen Abitur und Studium.
Vor der Aufnahme Ihres Studiums bieten
wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten,
sich grundlegend über das Wunschstudium zu informieren.
Berufseinstieg in Hessen –
Ihre Einstellungschancen
Die zentrale Anlaufstelle der Goethe-Universität (Zentrale Studienberatung: http://
www.uni-frankfurt.de/studieninteressierte) berät insbesondere zu Studienmöglichkeiten, Inhalte, Aufbau und Anforderungen eines Studiums.
Für Oberstufenschüler/innen, Abiturient(inn)en und Studieninteressierte, die sich
Nach erfolgreichem Studium und pädagogischem Vorbereitungsdienst beginnt
der Ernst des Lebens: Sie wollen sich als
Lehrer/in an einer Schule bewerben. Spätestens hier werden Sie mit der Frage konfrontiert, welche Berufschancen Sie mit
Ihrer Fächerkombination und dem gewählten Lehramtsstudium haben.
Vielleicht stellen Sie sich diese Frage aber
8
auch schon zu Studienbeginn und möchten wissen, wie Ihre Wunschfächer die Berufschancen beeinflussen und wie sich der
Bedarf an Lehrer/innen entwickelt.
Wie viele Lehrer/innen in Zukunft genau
benötigt werden, ist dabei nur schwer
planbar und lässt sich nicht exakt vorausberechnen. Dies liegt vor allem daran, dass
neben demografischen Parametern auch
finanzielle Planungen der Landespolitik
nicht absehbar sind. Einige Hinweise zum
Thema erhalten Sie auf den Seiten des
Hessischen Kultusministeriums.
Grundsätzlich sollten Sie aber die Einstellungschancen nicht vor Ihren Studien- und
Berufswunsch stellen. Eine Fächer- oder
Studiengangwahl, die nach Prognosen
ausgerichtet ist und nicht nach Ihrer Neigung, macht Sie sicher nicht glücklich.
Denn für ein Fach, das man uninteressant
findet, kann man im Beruf schwerlich eine
ganze Klasse begeistern.
Hessisches Kultusministerium
http://kultusministerium.hessen.de
Back to school
Als ich mich über das Lehramtsstudium bei der Universität Frankfurt informiert hatte, hat mir „Back
to School?“ eine gute Gelegenheit gegeben, Fragen
rund um das Studium zu stellen und mich gleichzeitig mit aktiven Lehrern über ihren Schulalltag zu unterhalten. Verschiedene Kurse, die einzelne Facetten
des Berufs zeigen, rundeten diese Veranstaltung ab.
Schließlich war sie für mich eine letzte Bestätigung,
dass ich sowohl in Frankfurt studieren als auch wirklich Lehrer werden möchte.
Patrick Fuglsang
L3 Geschichte, Latein
Ein erfolgreicher Start sowie die Gestaltung
Ihres Lehramtsstudiums besteht nicht nur
darin, auf fachdidaktischer, pädagogischer
und fachwissenschaftlicher Ebene kompetent zu sein. Vielmehr sollte die wohlüberlegte Entscheidung zu Beginn der Grundstein für ein Studium mit viel Leidenschaft
und Freude sein, die Sie im Idealfall mit in
Ihr Berufsleben tragen.
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Ihre Bewerbung
an der Goethe-Universität
N.C. - Die Note zählt
Die Bewerbungszeit naht und damit auch die Entscheidung, für welchen Studiengang Sie sich bewerben möchten. Sie wissen, dass es Lehramt sein
soll? Das freut uns! Sie wissen bereits, für welches
Lehramt Sie sich bewerben möchten? Wunderbar!
Wenn Sie noch schwanken, so nutzen Sie doch die
Möglichkeit, sich gleichzeitig für bis zu drei Studiengänge zu bewerben. Bereits bei der Bewerbung
geben Sie Ihre gewünschte Fächerkombination an.
Damit die Vielzahl an Entscheidungen, die bei einer
Studienbewerbung anstehen, etwas übersichtlicher
wird, stellen wir im Folgenden relevante Aspekte für
Sie zusammen.
D
ie Lehramtsstudiengänge sind allesamt zulassungsbeschränkt. Man
kann auch sagen, der Studiengang ist einem Numerus Clausus (N.C.) unterworfen. N.C. bedeutet kurz zusammengefasst,
dass es mehr Bewerber/innen als freie
Studienplätze gibt und diese begrenzten
Plätze nach der Note im Abitur vergeben
werden. Ein gutes Abitur kann hier also
direkte Auswirkungen auf den Bewerbungserfolg haben.
Die N.C.-Frage gestaltet sich jedoch noch
komplizierter. Wie bereits erwähnt, bezieht
sie sich im Grunde auf eine begrenzte Anzahl zur Verfügung stehender Studienplätze. Das tatsächliche Zulassungskriterium
wird jedoch auch aus einer zweiten Komponente errechnet: den Wartesemestern.
Als Wartesemester bezeichnet man die
Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn.
In dieser Zeit können Sie eine Ausbildung
absolvieren, eine Weltreise machen oder
einfach nur auf dem Sofa sitzen. Sie dürfen sich in diesem Zeitraum nur nicht an
einer Hochschule immatrikulieren, denn
sonst wird Ihnen die Zeit nicht als Wartesemester anerkannt. Jedes Semester wird
neu errechnet, welche Abiturnote und
wieviele Wartesemester für eine Zulassung
benötigt werden.
Die zur Verfügung stehenden Studienplätze im Lehramt werden allerdings
nicht gleichmäßig auf Abiturnote und
Wartesemester verteilt, sondern in einem
80/20-Verhältnis. Einfach erklärt: 80% der
Studienplätze werden nach dem Kriterium Note vergeben, 20% nach Wartezeit.
Stehen nun 100 Studienplätze zur Verfügung, werden 80 davon nach Note auf die
Bewerber/innen verteilt.
10
Begonnen wird mit der besten Note. Der
Abiturdurchschnitt der Person, deren Note
gerade noch für den letzten Platz reicht,
bildet den sogenannten „Grenzrang“. Stehen mehrere Bewerber/innen mit derselben Note zur Auswahl, so greift hier die
Wartezeit als zweitrangiges Kriterium.
Nehmen wir an, der 79. Platz ging an den/
die letzte/n Bewerber/in mit der Note 2,3.
Für Platz 80 gibt es aber noch zehn Bewerber/innen mit der Note 2,4. Hier wird
nun zuerst der-/diejenige berücksichtigt,
der/die die Note 2,4 und zugleich die
meisten Wartesemester hat. Die verbleibenden 20 Studienplätze der insgesamt
100 werden nun nach Wartezeit vergeben:
Wer die meisten Wartesemester gesammelt
hat, steht hier an erster Stelle. Daher sind
leider keine zuverlässigen Voraussagen zu
Ihren Zulassungschancen zu treffen! Gerne können Sie aber einen Blick auf die
Werte vergangener Semester werfen.
Die Fächer sind übrigens in der Regel
nicht zulassungsbeschränkt (mit den derzeitigen Ausnahmen Biologie, Politik und
Wirtschaft, Sport, Chemie und Deutsch).
Wenn Sie hier die „Hürde“ der Zulassung
für die Lehramtsstufe genommen haben,
haben Sie Ihren Studienplatz! Weisen die
Bewerber/innen die gleiche Anzahl an
Wartesemestern auf, so kommt hier wiederum als zweitrangiges Kriterium die
Note ins Spiel.
Weitere Infos zu den
Zulassungswerten
unter:
www.uni-frankfurt.
de/zulassungswerte
Das Auswahlkriterium „Abiturnote“ ist
also auch immer abhängig von der Bewerber/innenzahl und den Noten der anderen Bewerber/innen.
Nachrückverfahren & Losverfahren
D
em Bewerbungsverfahren folgt das
Zulassungs- und Annahmeverfahren.
Hierzu gibt es einige wichtige Informationen, welche die Universität ausführlich
auf ihren Webseiten zur Verfügung stellt.
Im Hauptverfahren werden diejenigen
Bewerber/innen
angeschrieben
(Zulassungsbescheid), die aufgrund ihrer
Durchschnittsnote oder ihrer Anzahl an
Wartesemestern einen Studienplatz angeboten bekommen können (siehe Kapitel zu N.C.). Innerhalb von zwei Wochen
müssen die Bewerber/innen den angebotenen Studienplatz annehmen.
Nicht angenommene Plätze werden in einem Nachrückverfahren auf die weiteren
Bewerber/innen mit schlechteren Abschlussnoten und geringerer Wartesemesteranzahl der Reihe nach verteilt. Wieder
werden Zulassungsbescheide versandt und
wieder stehen zwei Wochen Zeit zur Verfügung, den Studienplatz anzunehmen.
Sollten dann noch immer nicht alle Plätze
besetzt werden können, gibt es ein Losverfahren. Am Losverfahren nehmen Sie
nicht automatisch teil – hierfür ist eine gesonderte Bewerbung nötig. Somit können
sich auch Personen bewerben, die vorher
am Bewerbungsverfahren nicht teilgenommen haben! Es handelt sich hierbei
tatsächlich um eine Auslosung der Plätze.
Die Zulassungskriterien Note oder Wartesemester greifen also nicht mehr. Natürlich
bleiben Zulassungskriterien wie die Allgemeine Hochschulreife davon unberührt.
Bitte informieren Sie sich auf der Webseite
unserer Universität, ob und wann genau
es ein Losverfahren geben wird.
Weitere Infos
zum Losverfahren
unter:
www.uni-frankfurt.
de/losverfahren
11
Lehramtsstufen
Die Goethe-Universität bildet in vier Lehramsstudiengängen aus. Das Berufsschullehramt wird durch den Studiengang
BA/MA Wirtschaftspädagogik des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften abgedeckt. Eine Übersicht der Lehrämter finden Sie sowohl auf den Informationsseiten der Universität als auch in der Bewerbungsmaske ganz einfach unter
„Lehramt“.
Lehramt an Grundschulen
Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich des Prüfungssemesters sieben Semester. Sie studieren neben den Bildungswissenschaften drei Fächer. Mathematik und Deutsch sind dabei Pflicht, das dritte
Fach können Sie aus einem begrenzten Fächerkanon (evangelische oder katholische Religion,
Sport, Kunst, Musik, Englisch oder Sachunterricht)
auswählen. Sie erwerben mit Ihrem Studium eine
Unterrichtsbefähigung bis zur Klasse 6. Das Studium kann zum Sommer- und Wintersemester aufgenommen werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass
einige Fächer nur zum Wintersemester begonnen
werden können.
Lehramt an Gymnasien
Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich des Prüfungssemesters neun Semester. Sie studieren neben
den Bildungswissenschaften zwei Fächer, die Sie
frei aus einem umfangreichen Fächerkanon wählen können: Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Sport, Kunst, Musik, Politik und Wirtschaft, Latein, Spanisch, Italienisch, Griechisch,
Erdkunde, Geschichte, evangelische oder katholische Religion, Chemie, Physik, Philosophie, Biologie oder Informatik. Sie erwerben die Unterrichtsbefähigung für die Klassen 5 bis 13. Das Studium
kann zum Sommer- und Wintersemester aufgenommen werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass
auch hier einige Fächer nur zum Wintersemester
begonnen werden können.
Lehramt an
Haupt- und Realschulen
Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich des Prüfungssemesters sieben Semester. Sie studieren neben den Bildungswissenschaften zwei Fächer, die
Sie frei aus einem Fächerkanon wählen können:
Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Sport,
Kunst, Musik, Politik und Wirtschaft, Erdkunde,
Geschichte, evangelische oder katholische Religion,
Chemie, Physik, Informatik oder Biologie. Sie erwerben die Unterrichtsbefähigung für die Klassen 5
bis 10. Das Studium kann zum Sommer- und Wintersemester aufgenommen werden. Bitte beachten
Sie jedoch, dass einige Fächer nur im Wintersemester begonnen werden können.
Lehramt an Förderschulen
Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich des Prüfungssemesters neuen Semester. Sie studieren neben
den Bildungswissenschaften ein Fach und Sonderpädagogik mit zwei Fachrichtungen. Das Fach können Sie frei wählen aus Deutsch, Mathematik, Französisch, Sport, Kunst, Musik, Politik und Wirtschaft,
Erdkunde, Informatik, Geschichte, evangelische oder
katholische Religion, Chemie oder Physik. Die zwei
sonderpädagogischen Fachrichtungen wählen Sie
aus Praktisch Bildbare, Lernhilfe und Erziehungshilfe. Sie erwerben eine Unterrichtsbefähigung für die
Klassen 5 bis 10. Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.
12
Praktika
Die Studiengänge aller Lehramtsstufen
beinhalten auch Praxiserfahrungen:
S
ie absolvieren zwei fünfwöchige
Schulpraktika, die von der Universität
begleitet werden. Hierbei wird darauf geachtet, dass mindestens eines in der Schulform abgelegt wird, für die Sie später tatsächlich Ihren Abschluss erwerben. Dies
sollten Sie z.B. bedenken, wenn Sie sich
entscheiden, doch zu einer anderen Lehramtsstufe wechseln zu wollen.
Wie soll man sich nun für die passende
Lehramtsstufe entscheiden? Es kann dabei z.B. hilfreich sein, die Altersstufe ein-
zugrenzen, mit der Sie später arbeiten
möchten. Können Sie mit Jugendlichen
besser kommunizieren als mit kleinen
Kindern? Wollen Sie Kindern das Lesen
und Schreiben von Grund auf beibringen
oder möchten Sie lieber einen Leistungskurs unterrichten? Das sind nur einige
Fragen, die eine zentrale Rolle spielen,
bis Sie Ihre Bewerbung abgeschickt haben. Es kann sehr hilfreich sein, sich mit
Ihren eigenen Lehrer(inne)n zu unterhalten oder mit Freunden und Eltern
auszutauschen. Eine Studienentscheidung ist zwar nicht endgültig, will aber
wohlüberlegt sein!
Ihre Fächerwahl
D
ie Fächerwahl im Lehramtsstudium kann und sollte in der Orientierungsphase vor Studienbeginn neben der
Frage nach der passenden Schulform eine
große Rolle spielen.
Hier haben Sie die Möglichkeit, Fächer
zu wählen, die Ihren Interessen entsprechen. Im Idealfall bilden diese auch
den tatsächlichen Bedarf auf dem Arbeitsmarkt ab. In unserem einführenden
Kapitel sind wir auf die Einstellungsprognosen des Kultusministeriums eingegangen. Dies ist sicherlich eine zentrale Informationsquelle, jedoch sollten bei
Ihrer Entscheidungsfindung die Einstellungschancen den Spaß am Fach nicht
verdrängen!
Geben Sie Ihrem ersten Interesse doch
einfach mal Vorrang und verschaffen
sich dann einen Überblick, was tatsächlich hinter dem Studium dieser Fächer
steht: Welche Inhalte erwarten Sie ei-
Studienordnungen
zu allen Fächern und
Lehramtsstufen unter:
www.abl.uni-frankfurt.de/
studienordnungen
Weitere Infos über
die unterschiedlichen
Lehramtsstufen haben
wir für Sie auf unserer
Internetseite hinterlegt
- klicken Sie sich unbedingt mal durch!
www.abl.uni-frankfurt.de
Bitte beachten Sie
die Hinweise zu den
Änderungen im Studiengang Lehramt an
Gymnasien auf S. 17
und S. 34.
gentlich im Studium? Decken sich diese
mit Ihren Interessen? Auch ein Blick
in die Lehrpläne der Länder kann
die Inhalte, die Sie schließlich später vermitteln müssen, ein wenig bewusster machen.
Eine weitere Möglichkeit,
um einen Einblick in das
tatsächliche Studium
eines Faches zu erhalten, sind die Studienordnungen. Diese
beinhalten die
Beschreibung aller
Module und Prüfungen, die Sie im
Laufe Ihres Studiums belegen werden. Module sind
Sinneinheiten, die
mehrere Lehrveranstaltungen
13
© Uwe Dettmar
Fächerwahl
Ich bin zurzeit in der Examensphase und rückblickend kann
ich sagen, dass ich froh bin mich vor einigen Jahren für das
Lehramtsstudium entschieden zu haben. Die Veranstaltungen
können sehr abwechslungsreich ausfallen, z.B. in Form von großen Einführungsvorlesungen, spezifischen Seminaren, Schulpraktischen Studien,
Blockseminaren oder Exkursionen. Auch die Inhalte setzen sich aus einer
Fülle von verschiedenen Fachbereichen zusammen. So waren pädagogische Psychologie und Soziologie Teile des Grundstudiums. Meine Fächerkombination aus Philosophie sowie Politik und Wirtschaft ergänzen sich
Arthur Klose, L3 Philosophie,
teilweise thematisch, was mir besonders gut gefiel. Es lassen sich aber
Politik und Wirtschaft
auch völlig unterschiedliche persönliche Interessen vereinen: Kombinationen, wie z.B. Mathematik und Kunst oder Chemie und Religion, sind ohne weiteres möglich. Gerade
diese Vielfalt ist meiner Meinung nach eine Stärke des Lehramtsstudiums.
zu einem gemeinsamen Themenbereich
zusammenfassen. In den Studienordnungen werden diese Module, ihre Inhalte und
Ziele umfassend erläutert. Dies ist eine gute
Möglichkeit, die eigenen Erwartungen ein
wenig mit den tatsächlichen Inhalten abzustimmen.
Entsprechen Ihre favorisierten Fächer auch
hinsichtlich der Studieninhalte Ihren Vorstellungen? Sicherlich lohnt sich dieser
Blick auch für die Fächer, die nicht Ihre
erste Wahl wären.
14
© fotolia: womue
struktur der
Lehramtsstudiengänge
Lehramt an Grundschulen (L1)
6 Semester + 1 Prüfungssemester
Gesamt: 180 CP
Bildungswissenschaften1
36CP
Allg. Grundschuldidaktik
Ästhetische Erziehung
14 CP
6 CP
Schulpraktische Studien (2x 14 CP)
28 CP
Deutsch
32 CP
Mathematik
32 CP
3. Unterrichtsfach
32 CP
Praktika: Orientierungspraktikum (4 Wochen), Betriebspraktikum (8 Wochen)
Lehramt an Haupt- und Realschulen (L2)
Gesamt: 180 CP
6 Semester + 1 Prüfungssemester
Bildungswissenschaften1
Schulpraktische Studien (2x 14 CP)
46 CP
28 CP
1. Unterrichtsfach
53 CP
2. Unterrichtsfach
53 CP
Praktika: Orientierungspraktikum (4 Wochen), Betriebspraktikum (8 Wochen)
Lehramt an Gymnasien (L3)
Gesamt: 240 CP
8 Semester + 1 Prüfungssemester
Bildungswissenschaften1
Praxissemester2
36 CP
30 CP
1. Unterrichtsfach
88 CP
2. Unterrichtsfach
88 CP
2 CP aus den Bildungswissenschaften fließen in das Praxissemester ein. Das Praxissemester gilt für alle Studienanfänger ab dem
WS 2014/2015. Für alle anderen gilt die Ordnung der Schulpraktischen Studien.
2
Lehramt an Förderschulen (L5)
Gesamt: 240 CP
8 Semester + 1 Prüfungssemester
Bildungswissenschaften1
Schulpraktische Studien (2x 14 CP)
1. Unterrichtsfach
Sonderpädagogische Fachrichtungen
46 CP
28 CP
53 CP
113 CP
Praktika: Orientierungspraktikum (4 Wochen), Betriebspraktikum (8 Wochen)
1
1ehem.
ehem.Grundwissenschaften
Grundwissenschaften
15
Kunsteignungsprüfung
Eignungs-, Aufnahmeprüfungen und
Zulassungsvoraussetzungen
Infos zum Thema Voraussetzungen unter:
www.uni-frankfurt.de/
voraussetzungen
Bewerbungsfristen für
zulassungsbeschränkte
Studiengänge: 15.1. für
ein Sommersemester,
15.7. für ein Wintersemester!
W
ir haben bereits beschrieben, dass
die Lehramtsstudiengänge generell
zulassungsbeschränkt sind, die Vergabe
also nach Abiturnote und Wartesemestern
erfolgt. Aufgrund der hohen Nachfrage
stellen einige Fächer aber weitere Anforderungen an ihre Bewerber/innen:
Es gibt zudem in einigen Fächern Anforderungen neben den regulären Studienleistungen, die im Laufe des Studiums erfüllt
werden müssen – z.B. das Latinum für das
Fach Geschichte im Gymnasiallehramt,
welches spätestens zur Zwischenprüfung
nachgewiesen werden muss.
Eignungs- und Aufnahmeprüfungen, die
zur Immatrikulation berechtigen und damit zur Annahme des Studienplatzes zwingend nachgewiesen werden müssen. Derzeit betrifft das die Fächer Englisch, Kunst,
Musik und Sport. Diese Eignungs- und
Aufnahmeprüfungen sind jeweils eigenen
Zeitfenstern (unter Umständen deutlich
vor dem Bewerbungszeitraum) unterworfen, die Sie bei Ihrer Bewerbungsplanung
unbedingt beachten müssen.
Über genaue Termine und Inhalte der Prüfungen informieren die Fachbereiche auf
ihren jeweiligen Webseiten.
16
© Uwe Dettmarr
Um für das Fach Kunst an der Goethe-Universität genommen zu werden, müssen 20 Werke zu einem bearbeiteten Thema oder einem erprobten Medium erstellt werden. Ich hatte mich für ein Thema entschieden
und mich mit diesem intensiv auseinander gesetzt. Die Medien
und Techniken kennen dabei keine Grenzen. So können Fotos,
Malerei, Skizzen, Plastiken, Collagen und vieles mehr für das
Ausleben der Kreativität verwendet werden. Wenn man sich in
Diana Zeller, L3 Kunst, Chemie, Geschichte
seiner Auswahl für die Mappe unsicher ist, wird von der Goethe-Universität eine Mappenberatung angeboten. Zur Aufnahmeprüfung musste ich mich anmelden
und ich war total nervös an diesem Tag. Nachdem ich meine Mappe abgegeben hatte, bekamen
wir unsere Aufgaben ausgeteilt und hatten nun zwei Stunden Zeit diese zu bearbeiten. Wir durften
uns zwischen Zeichnen und Fotografieren entscheiden. Wie viele andere, die mit dem Zeichnen begonnen hatten, wurde auch ich nicht fertig und war deswegen etwas beunruhigt. Aber nun musste
ich, wie auch die anderen Kandidaten, erst einmal auf den Tag der Ergebnisse warten. Die Aufnahmeprüfung scheint auf den ersten Blick oftmals ein großes Hindernis. Doch wenn man Spaß an
dem Fach hat und dieses gerne studieren möchte, lohnt es sich das Wagnis einzugehen. Letztlich ist
es weniger schlimm als erwartet.
Anerkennung bereits erbrachter
Studien- und Prüfungsleistungen
S
ie haben bereits studiert? Sie wechseln von einer anderen Universität nach
Frankfurt? Unter Umständen können bereits erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen auf das Lehramtsstudium in
Frankfurt angerechnet werden. Dabei ist
es nicht relevant, ob Sie zwischen den
Lehramtsstudiengängen wechseln, aus
einem Bachelor-, Master- oder Magisterstudiengang kommen oder vielleicht ein
bereits abgeschlossenes Studium haben.
Auch im Ausland erbrachte Studienleistungen können angerechnet werden. Natürlich müssen die Studiengänge in einem
inhaltlichen Zusammenhang stehen –
wie beispielsweise ein Magisterstudium in
Anglistik und das Unterrichtsfach Englisch.
Anerkennende Stelle ist immer das Landesschulamt (LSA), welches Ihnen eine
Fachsemestereinstufung ausstellt. Bitte
beachten Sie: Die Antragstellung auf Anerkennung beim LSA ersetzt nicht die Bewerbung auf einen Studienplatz an der
Goethe-Universität. Sie sollten unbedingt
die Bewerbungsfristen und etwaige Aufnahmeprüfungen der Universität beachten und die Antragstellung auf Anerkennung beim LSA deutlich vor Ablauf dieser
Fristen einplanen. Sofern Sie die Absicht
haben, an die Goethe-Universität zu
wechseln, raten wir Ihnen, frühzeitig die
Studienberatung aufzusuchen.
Landesschulamt
(LSA):
www.lehrerbildung.
lsa.hessen.de
Anerkennung von
Studienleistungen
aus dem Ausland
unter „Internationales“
Orientierungspraktikum
F
ür das Lehramt in Hessen ist ein Orientierungspraktikum obligatorisch.
Ausgenommen sind derzeit nur L3 Studierende. Es wird empfohlen, das Orientierungspraktikum in der Kinder- und
Jugendhilfe, im Jugendsport oder in ähnlichen Einrichtungen zu absolvieren. Es
soll mindestens vier Wochen dauern, insgesamt müssen 120 Stunden nachgewiesen werden. Der Praktikumsgeber muss
Ihnen auf einem Formblatt die Stun-
den bescheinigen. Erwartet wird zudem
die Anfertigung eines kurzen Portfolios.
Wichtig: Die Vorlage des unterschriebenen und gestempelten Formulars erfolgt im Rahmen der Anmeldung zu den
Schulpraktischen Studien (1. Semester).
Deshalb bietet es sich an, das Praktikum
schon vor Studienbeginn zu absolvieren.
Alle relevanten
Informationen und
Formulare finden Sie
unter: www.abl.unifrankfurt.de
Für das Studium Lehramt an Gymnasien
gelten ab dem Wintersemester 2014/15
neue Regelungen:
Weitere Infos gibt es
auf unserer Webseite
www.abl.unifrankfurt.de
Betriebspraktikum
N
eben dem Orientierungspraktikum
muss im Laufe eines Lehramtsstudiums ein Betriebspraktikum absolviert
werden. Es muss mindestens acht Wochen dauern und sollte in einem Produktions-, Weiterverarbeitungs-, Handelsoder Dienstleistungsbetrieb stattfinden. Es
kann auch im Ausland absolviert werden,
jedoch nicht in einem pädagogisch-sozi-
alen Kontext. Ziel ist es, Einblicke in die
Arbeitswelt jenseits vom Schulbetrieb zu
erhalten.
Die Dokumentation erfolgt ebenfalls über
ein Studienportfolio. Dieses muss neben
dem Nachweis über das Praktikum spätestens bis zur Ersten Staatsprüfung vorliegen und anerkannt sein.
17
Lehrer/in werden mit Migrationshintergrund?
International Office
www2.uni-frankfurt.de/io
Die Goethe Universität
lässt alle Bewerbungen von Studieninteressierten, die ihre
Hochschulzugangsberechtigung nicht in
Deutschland oder an
einer deutschen Schule
im Ausland erworben
haben, über uniassist e.V. vorprüfen.
Hochschulzugangsberechtigungen sind z.B.
das Abitur, A-Levels,
High School Diploma,
Baccalauréat, Lise
Diplomasi und viele
andere.
www.uni-assist.de
W
ir begrüßen es sehr, wenn sich junge
Menschen mit Migrationshintergrund
dazu entscheiden, Lehrer/in zu werden. Nicht
weil wir glauben, sie könnten zwangsläufig irgendetwas besser oder benötigten in besonderem Maße Unterstützung – keineswegs! Wie
in unserem einführenden Artikel beschrieben, gibt es verschiedene Initiativen, mehr
Lehrkräfte mit Migrationshintergrund für den
Schuldienst zu gewinnen. Wir unterstützen
diese, weil wir glauben, dass sie wichtige Vorbilder für Kinder mit Migrationshintergrund
sein können, und weil wir finden, dass sich die
kulturelle Diversität Deutschlands mehr in den
Lehrerzimmern abbilden sollte. Denn noch
immer gibt es prozentual sehr wenige Lehrkräfte mit Migrationshintergrund im Vergleich
zu den vielen Kindern und Jugendlichen, deren Familien eine Migrationsgeschichte haben. Einige Dinge gilt es zu beachten, wenn
man z.B. keine deutsche Staatsbürgerschaft
besitzt, kein deutsches Abitur oder bereits einen Studienabschluss – auch im Lehramt – im
Ausland gemacht hat.
Hochschulzugangsberechtigung
www.rv.hessenrecht.
hessen.de unter dem
Stichwort „Beamtengesetz“ oder die kommentierten Gesetzestexte
über die Seiten der
Gewerkschaften wie
DGB oder GEW.
Grundsätzlich kann man auch mit einer nichtdeutschen
Hochschulzugangsberechtigung
(Abitur) an der Goethe-Universität studieren,
wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Zudem ändert sich der Bewerbungsweg.
Sie müssen sich über das Portal uni-assist bewerben, dort werden Ihre Unterlagen geprüft.
Zudem müssen Sie für ein Studium an der
Goethe-Universität Deutschkenntnisse nach-
weisen – dies kann über eine sogenannte
DSH-Prüfung erfolgen. Es werden aber auch
eine Reihe anderer Sprachzertifikate anerkannt. Auskunft darüber gibt das International
Office, die zentrale Anlaufstelle für Studierende aus dem Ausland.
Nicht-deutsche Staatsbürgerschaften
Die Frage nach der Staatsbürgerschaft ist vor
allem hinsichtlich des Beamtenstatus wichtig.
Hier wird es knifflig, denn es wird zwischen
EU-, Nicht-EU-Staatsbürgerschaften und den
zu erwartenden Sonderfällen unterschieden.
Kurz zusammengefasst: Mit einer EU-Staatsbürgerschaft kann man unter bestimmen Voraussetzungen auch verbeamtet werden. Bei
nicht EU-Bürgern gilt dies nur für die Länder Norwegen, Lichtenstein, Island und die
Schweiz.* Für verlässliche Aussagen ist jedoch
ein Blick in die Gesetzestexte hilfreich. Auch
das LSA hilft hier weiter.
Ausländischer Lehramtsabschluss
Hier ist das LSA der erste Ansprechpartner, es
übernimmt die Anerkennung ausländischer
Abschlüsse. Hierzu finden Sie weitere Informationen in der Beschreibung „Anrechnung
von Studien- und Prüfungsleistungen“ vom
LSA. Natürlich können wir hier nicht alle Sonderfälle auflisten. Sollten Sie weitere Fragen
haben, unser ABL-Beratungsteam hilft Ihnen
gerne weiter!
*) DGB, Magazin für Beamtinnen und Beamten. http://
www.beamten-magazin.de/beamtenverhaeltnis_beamten_magazin (letzter Abruf 21.02.2013)
Vorbild sein
18
© Uwe Dettmar
Warum soll ich Lehrerin werden? Diese Frage konnte ich mir ziemlich schnell
beantworten: Unsere Schulen sind gefüllt mit kulturellem Reichtum, doch vermisse
ich diesen in manch einem Lehrerzimmer. In meiner eigenen Schulzeit wünschte ich
mir oft Lehrer/innen, die auch einen Migrationshintergrund haben und meine Erfahrungen mit mir teilen können. Leider gab es kaum eine/n, die/der dieses Bedürfnis erfüllen
konnte. Deshalb stand für mich der Entschluss fest, an diesem Bedarf anzuknüpfen und
für meine zukünftigen Schüler/innen als Bezugsperson zu fungieren. Abgesehen davon
habe ich u.a. in meinem Schulpraktikum erleben können, wie interessant und abwechslungsreich der Lehrerberuf ist, und ich habe gemerkt, wie viel Spaß mir der Umgang mit
Schüler(inne)n bereitet. Diese Erfahrung hat meine Entscheidung nur noch bekräftigt und
ich bin froh, mich dafür entschieden zu haben!
Sher Javaid, L2 Geschichte,
Politik und Wirtschaft
Wo ist was?
standorte der Universität
SPORTCAMPUS
GINNHEIM
© Goethe-Universität
schulsport findet hier ebensfalls statt. Übrigens: In unmittelbarer Nähe zum Sportcampus befinden sich zwei
große Studentenwohnheime.
Ca. 20 Minuten vom Campus Bockenheim entfernt
befindet sich der Sportcampus Ginnheim. Alle Lehramtsstudierenden, die Sport
als Fach belegen, finden
hier Sport-, Kletter- und
Schwimmhallen sowie Hörsaalgebäude. Ein Großteil
der ca. 100 Sportangebote
des Zentrums für Hoch-
CAMPUS BOCKENHEIM
© Goethe-Universität
Zwischen Grüneburgpark und
Messe befindet sich der Gründungsstandort der GoetheUniversität. Der Großteil der
Einrichtungen und Institute
dieses Campus ist 2013 an
den Campus Westend umgezogen. Dennoch finden
sich für Lehramtsstudierende hier wichtige Adressen.
Neben der Zentralbibliothek befindet sich dort u.a.
das Institut für Didaktik der
Mathematik und Informatik
sowie das Institut für Kunstpädagogik und die Lehramtsfachschaft. Als zentrale
Anlaufstelle für alle Lehr-
amtsstudierenden hat die
ABL ebenfalls ihren Sitz am
Campus Bockenheim. Hier
finden Sie die Allgemeine
Studien- und Prüfungsberatung, das Zentrale Prüfungsamt für Lehramtsstudierende (ZPL) sowie die Abteilung
für Schulpraktische Studien
(SPS).
20
LSA
Die HfMDK bildet im Studienfach Musik in allen vier
Lehramtsstufen aus und ist
vom Campus Bockenheim
mit dem Rad in
zehn Minuten, vom Campus Westend
zu Fuß in zehn Minuten erreichbar.
CAMPUS RIEDBERG
„SCIENCE CITY“
Am Campus Riedberg werden künftig alle naturwissenschaftlichen
Studiengänge ihren Platz finden.
Für Lehramtsstudierende,
die ein naturwissenschaftliches Fach studieren, bedeutet das zunächst einmal
zwischen den Campi pendeln zu müssen. Zugleich
hat man das Glück auf einem hochmodernen Campus untergebracht zu sein
und neben namhaften
Forschungseinrichtungen wie dem Max Planck
Institut für Biophysik und
dem Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie
zu studieren.
CAMPUS WESTEND
In Frankfurts zentraler Lage
befindet sich der Campus
Westend. Hier sind zehn
der insgesamt 16 Fachbereiche der Goethe-Universität untergebracht. Studiert
und gearbeitet wird in historischen wie modernen
Gebäuden. Rund um das
geschichtsträchtige IG Farben-Haus gibt es zahlreiche
Grünflächen und moderne
Hörsaal- und Fakultätsgebäude, wie z.B. das der Psychologie, Erziehungswisenschaften,
Gesellschaftswissenschaften
© Goethe-Unversität
© Goethe-Universität
Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst
(HfMDK)
und Humangeographie (abgekürzt PEG). Wer Lehramt
studiert, wird sich für die
Veranstaltungen in den Bildungswissenschaften oder
den dort angesiedelten Studienfächern häufig auf diesem Campus aufhalten.
21
Studium in Zahlen
Die
der
208 Mitarbeiter/innen
Mensabetriebe sorgen mit
10.000 warmen Speisen täglich,
135.000 Flaschen Apfelsaft oder
190.000 Flaschen Wasser
Nicht zu vergessen:
Für den Kaffeekonsum stehen
pro Jahr für das
leibliche Wohl.
14.193
Tassen im Schrank.
Jeder dritte
Lehramtsstudierende
ist männlich.
Etwa
340,00 €
In einer der
7
Bibliotheken
der Goethe-Universität oder in den
kostet der
Semesterbeitrag.
28,7 Millionen
Einheiten der Deutschen Nationalbibliothek ist sicherlich
das passende Buch dabei.
43.635
Studierende
Im Lehramtsstudium können Sie aus
22 Fächern
wählen.
waren im Sommersemester 2014
an der Goethe-Universität eingeschrieben.
An einem der
3.821
Arbeitsplätze
der Unibibliotheken
kann man sich in Bücher
vertiefen.
Ausgleich zum
Unistress
findet man z.B. in den ca.
102
Angeboten des Unisports oder den
426
Sportvereinen in Frankfurt.
Quellen: Studentenwerk Uni-Frankfurt; Uni-Frankfurt; Stadt Frankfurt; Ministerium für Bildung von Forschung (Juni 2013); Fotolia: Matthias Enter, sharpnose, spiral media
22
Frankfurt in Zahlen
Durchschnittliche monatliche
7KRÄUTER
Sie
Kosten für
in Frankfurt:
337,00 €
Warmmiete
165,00 €
Ernährung
Freizeit
gehören in die „Grie Soß“.
68,00 €
85%
1.794
Einwohner
der
leben gerne in der Stadt Frankfurt.
Sonnenstunden
im Jahr.
120 Gramm
4.564 Meter
wiegt die Frankfurter
„Rindsworscht“.
messen die 28
größten Gebäude Frankfurts
zusammen.
5,5%
Alkoholgehalt hat der
„Ebbelwoi“.
60
Museen
und Austellungshäuser
sowie11 Kinos
zum Ausgehen.
Der
grüne Daumen von Frankfurt
50 Grünflächen
kommt u.a. auf den
oder den
63 km
GrünGürtel-Radweg
zum Vorschein.
Quellen: Studentenwerk Uni-Frankfurt; Uni-Frankfurt; Stadt Frankfurt; Ministerium für Bildung von Forschung (Juni 2013); Fotolia: Matthias Enter, sharpnose, spiral media
23
Lehramt studieren
an der Goethe-Universität
Lehramtsorientierungsveranstaltung
Alle Termine und
etwaige
Anmeldemöglichkeiten
finden Sie unter:
www.abl.unifrankfurt.de/
infoveranstaltungen
Infos zum Beratungsangebot der ABL
finden Sie hier:
www.abl.uni-frankfurt.de/beratung
I
n der Regel erfahren Sie einige Wochen vor
Vorlesungsstart, dass Sie einen Studienplatz
erhalten. Nun heißt es, sich mit Strukturen,
Studieninhalten und der Universität vertraut
zu machen. Das ist nicht immer einfach - eine
schiere Flut an Informationen stürzt auf Sie
ein, viele Fragen kommen auf, und der erste Stundenplan ist zu erstellen. Wir, die ABL,
möchten Sie zu Studienbeginn bestmöglich
unterstützen. Daher heißen wir Sie schon
vor Vorlesungsstart an der Goethe-Universität willkommen. Die Lehramtsorientierungsveranstaltung (LOV) bietet Raum und
Möglichkeit, sich zu informieren, Fragen zu
stellen und Ihre künftigen Kommilitonen/innen kennenzulernen. Wir informieren Sie
über wichtige Anmeldungen und Fristen im
ersten Semester, helfen Ihnen bei der Stundenplanerstellung und möchten Ansprechpartner für Ihre Fragen sein. Gemeinsam
mit den Fachbereichen und der Fachschaft
bieten wir Ihnen ein umfangreiches Programm.
Zunächst beginnen wir circa vier Wochen
vor Vorlesungsbeginn (also in der Regel Mitte März bzw. Mitte September) mit einer sich
wöchentlich wiederholenden allgemeinen
Einführung in das Lehramtsstudium.
Innerhalb von etwa vier Stunden präsentiert Ihnen unsere Studienberatung alle
Grundlagen, die Sie für einen erfolgreichen
Studienstart benötigen. Selbstverständlich brauchen Sie die Veranstaltung nur
einmal besuchen. Da es jedoch immer
Nachrücker oder Terminkollisionen gibt,
ermöglichen wir jede Woche, bis zum
Vorlesungsstart an dieser Veranstaltung
teilzunehmen.
Die allgemeine Einführung wird begleitet von einem umfangreichen
Sprechstundenangebot. An mehreren
Tagen bieten unsere Studienberatung und
geschulte Tutor(inn)en Sprechstunden zur
Stundenplanerstellung an und stehen für
all Ihre Fragen zur Verfügung. Zögern Sie
nicht, diese Sprechstunden zu besuchen!
Der vorherige Besuch der Einführungsveranstaltung wird jedoch unbedingt empfohlen.
Die Fachschaft „L-Netz“ organisiert ein
Fachschaftsfrühstück und eine mehrtägige
studentische Orientierungseinheit. Hier haben
Sie die Gelegenheit, Ihre Kommiliton(inn)en
besser kennenzulernen und sich bei Studierenden aus höheren Semestern einige Tipps
zu holen. Auch eine Campusführung steht
auf dem Programm. In der Regel ist das Fachschaftsfrühstück in der ersten Woche der Einführungsveranstaltung geplant, die studentischen Orientierungstage dagegen kurz vor
Vorlesungsstart.
Der Fachberatertag koordiniert an einem Tag
Berater/innen aus Ihren einzelnen Studienfächern. In einstündigen Veranstaltungen haben Sie die Möglichkeit, fachspezifische und
offengebliebene Fragen zu stellen. Der Fachberatertag liegt zwischen Einführungsveranstaltung und Vorlesungsstart.
24
Wie erstelle ich meinen Stundenplan?
© Silke Hennen/Goethe-Universität
J
edes Semester müssen Sie sich spätestens bis zum Vorlesungsbeginn
einen eigenen Stundenplan erstellt
haben. Dabei müssen Veranstaltungen
aus den Fächern und den Bildungswissenschaften koordiniert werden. Das ist
im ersten Semester sicherlich ein wenig
kompliziert, lässt sich aber mit den folgenden Schritten und etwas Zeit und
Geduld gut lösen.
Schritt 1:
Sie benötigen zunächst die Sie betreffenden Studienordnungen für Ihre Fächer (Fachspezifische Anhänge) – hierin
finden Sie den sogenannten Studienverlaufsplan, welcher ein Vorschlag für
einen idealen Studienverlauf ist. Diese
Vorgabe ist nicht zwingend, sie berücksichtigt aber empfohlene oder vorgeschriebene Abfolgen von Lehrveranstaltungen. Viele Module können auch erst
besucht werden, wenn grundlegende
Module zuvor erfolgreich abgeschlossen
wurden. Suchen Sie sich die Veranstaltungen heraus, die Sie im ersten Semester belegen sollten.
Schritt 2:
Als nächstes benötigen Sie das Vorlesungsverzeichnis, um sich Ihren Stundenplan zusammenzustellen. Wählen Sie den Zugang
„Lehrveranstaltungen für Lehramtsstudiengänge“. Suchen Sie die Veranstaltungen
heraus, die für Sie laut den Studienverlaufsplänen relevant sind. Einige Veranstaltungen sind genau festgelegt (z.B. Vorlesungen), bei anderen (z.B. Seminaren) gibt
es eine Vielzahl von Angeboten, zwischen
denen Sie wählen können.
Schritt 3:
Falls Sie Veranstaltungen z.B. aufgrund von
Überschneidungen nicht belegen können,
besteht die Möglichkeit, Veranstaltungen
zu besuchen, die laut Studienverlaufsplan
in einem anderen Semester zu absolvieren
sind. Prüfen Sie in den Fachspezifischen
Anhängen, ob Sie die formalen und inhaltlichen Teilnahmevoraussetzungen erfüllen, und belegen Sie ggf. diese Lehrveranstaltungen. Überprüfen Sie zum Schluss
den Umfang Ihres Stundenplans. Sie sollten in einem Semester circa 30 CP sammeln, um Ihr Studium in Regelstudienzeit
zu absolvieren.
Falls Sie Schwierigkeiten bei der Stundenplanerstellung haben,
stehen Ihnen die
Studienberatung der
ABL und die Studienfachberatungen als
Ansprechpartner/innen
zur Verfügung.
Oder besuchen Sie
die Homepage der
ABL: Unter dem
Bereich „Lehramt
studieren“ finden Sie
die „Checkliste 1.
Semester“, wo wir ein
Stundenplan-Tutorial
in Form eines Videos
zur Verfügung stellen.
Schauen Sie mal rein!
25
Erstes Semester - To DO
© Goethe-Universität: Elke Födisch
CHECKLISTE
Wenn Sie Ihr Lehramtsstudium an
der Goethe-Universität aufnehmen,
ist es wichtig, dass Sie sich mit einigen Abläufen vertraut machen.
Für die meisten organisatorischen
Angelegenheiten sind Sie selbst
verantwortlich. Das heißt, Sie müssen sich über Termine, Fristen und
Abläufe selbst informieren, um Ihren Studienstart erfolgreich vorzubereiten. Die folgende Checkliste
gibt Ihnen einen Überblick über die
wichtigsten Punkte, die Sie zu Studienbeginn organisieren müssen:
Rechtzeitige Abgabe der nötigen Unterlagen für die Bescheinigung des Orientierungspraktikums (vor Vorlesungsbeginn).
Mit Ihrer Immatrikulation erhalten Sie ein eigenes E-MailKonto. Die Login-Daten sind die Daten Ihres HRZ-Accounts.
Nutzen Sie diesen E-Mail-Account von Beginn an, da Sie
z.B. die Anmeldung zu den SPS nur über diesen Account
tätigen können.
Besuchen Sie die Lehramtsorientierungsveranstaltung und
ggf. weitere Orientierungsveranstaltungen in Ihren Fächern
(vor Vorlesungsbeginn).
Lesen Sie die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung
für das Lehramt (SPoL) und die Studienordnungen Ihrer
Fächer (Fachspezifische Anhänge zur SPoL).
Erstellen Sie Ihren Stundenplan und machen Sie sich mit
dem Vorlesungsverzeichnis vertraut. Bitte beachten Sie
hierzu die Anmeldefristen.
Fristgerechte Anmeldung zum ersten Modul SPS (Schulpraktische Studien) – Termine finden Sie auf den Webseiten
des Büros für SPS.
Anmeldung zur Zwischenprüfung beim ZPL (Vorlesungsbeginn).
Mit wichtigen Institutionen, Beratungsstellen, Webseiten,
Abkürzungen und den Lageplänen der universitären Einrichtungen vertraut machen.
26
Beratungsstellen der Abl
Allgemeine Studienund Prüfungsberatung
Lehramt
Beratung bei der
sprachlichen Gestaltung
Ihrer Studienaufgaben
Die ABL berät zu allen Fragen rund um
das Lehramtsstudium in Frankfurt vom
Studienstart bis zur Studienausgangsphase, Planung des ersten Semesters,
Fachwechsel, Erweiterungsfächer oder die
Planung der Ersten Staatsprüfung. Auch
bei Problemen mit Dozent(inne)n können
Sie gerne in die Sprechstunde kommen.
Ihrem Anliegen kann auch jederzeit anonym nachgegangen werden.
Wie schreibe ich eine Hausarbeit, einen
Essay oder einen Praktikumsbericht? Wie
argumentiere ich überzeugend? Wie halte
ich ein Referat?
Solche und andere Fragen stellen sich im
Verlauf des Studiums. Die Beratung bietet Unterstützung bei Fragen rund um die
Bewältigung mündlicher und schriftlicher
Studienanforderungen. Außerdem erhalten Sie Informationen zu weiteren Unterstützungsangeboten, wie z.B. Kurse und
Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben.
Beratung für
Studierende mit
Migrationshintergrund
Wir bieten umfangreiche Sprechzeiten,
schauen Sie vorbei!
Sprechstunden in der
Vorlesungsfreien Zeit
unter www.abl.unifrankfurt.de/beratung
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit
einer individuellen Feedbackberatung zur
sprachlichen und formalen Gestaltung Ihrer eigenen schriftlichen Studienarbeiten.
Die ABL möchte Lehramtsstudierende mit
Migrationshintergrund bei all ihren Anliegen auf dem Weg in ein erfolgreiches Studium und darüber hinaus unterstützen.
Ob Fragen zur Studiengestaltung, Hilfe bei
einer Bewerbung für ein Stipendium, generelle Informationen zu Fördermöglichkeiten, Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder rechtlichen Fragestellungen,
z.B. zum Referendariat oder Beamtenstatus – wir unterstützen Sie gerne!
© Goethe-Universität: Uwe Dettmar
Auch bei Fragen zur Berufswahl oder anderen persönlichen Anliegen sind wir gerne für Sie da.
27
Studienfinanzierung
Weitere Informationen
finden Sie unter:
BAföG
www.studentenwerkfrankfurt.de/
studienfinanzierung/bafoeg
www.abl.uni-frankfurt.de/zpl
Stipendien
sdw-Stipendium für Lehramtsstudierende
www.abl.uni-frankfurt.de/sdw
A
lle Studierenden kennen das: Wer in
der Vorlesung sitzt, eine Hausarbeit
schreibt oder für Prüfungen lernt, verdient
in dieser Zeit kein Geld.
Gleichzeitig hat man eine Reihe von Kosten: Semesterbeitrag, Kopien, den eigenen
Lebensunterhalt und den obligatorischen
Kaffee für zwischendurch! An dieser Stelle
wollen wir neben allgemeinen Möglichkeiten der Finanzierung auch solche vorstellen, die in besonderer Weise auf das
Lehramtsstudium zutreffen.
1. BAföG
FundaMINT - Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Lehrernachwuchses der Telekom-Stiftung
www.telekom-stiftung.de/dtag/cms/
content/Telekom-Stiftung/un/fundamint
Deutschland Stipendium
www.deutschland-stipendium.unifrankfurt.de/38933905/
deutschland_stipendium
Informationen zu weiteren Stipendien
finden Sie unter diesen Weblinks:
www.uni-frankfurt.de/finanz
www.stipendiumplus.de
www.stipendienlotse.de
www.frankfurter-stiftungen.de
Der „Klassiker“ der Studienfinanzierung
besteht in einer staatlichen Förderung, zu
deren Inanspruchnahme jede/r berechtigt ist, die/der bestimmte formale Kriterien erfüllt. An der Goethe-Universität ist
für die Durchführung das Studentenwerk
zuständig. Dort sind alle notwendigen Informationen und die entsprechende Beratung zu erhalten. Lehramtsstudierende
benötigen bspw. für BAföG-Folgeanträge
ab dem 3. Semester eine Bescheinigung
zu ihrem Studienfortschritt vom Zentralen
Prüfungsamt für Lehramtsstudiengänge
(ZPL).
2. Stipendien
Stipendien werden zumeist von Stiftungen, Verbänden, politischen Parteien oderUnternehmen vergeben, wobei sich die
Höhe der Förderung und Auswahl der Stipendiaten nach den Kriterien des jeweiligen Stipendienprogramms richten. Darunter gibt es auch Programme, die sich direkt
an Lehramtsstudierende richten.
28
© Goethe-Universität
3. Kredite
bereichen oder dem L-Newsletter der ABL
(s.u.) zu finden.
Kommen BAföG oder Stipendien nicht
in Frage, kann man die Beantragung von
Krediten in Betracht ziehen, die speziell
auf Ausbildung und Studium ausgerichtet
sind. Diese Angebote bieten Darlehen mit
vergünstigten Zinskonditionen für Studierende. Informationen und Beratung dazu
liefert das Studentenwerk.
Hinweis: Bei Jobs neben dem Studium
unbedingt auf Verdienstgrenzen, Besteuerung, Versicherungsstatus, Unterscheidung zwischen Mini-Job und Werksstudent usw. achten! Infos dazu gibt es beim
Studentenwerk, der Krankenversicherung
oder der Minijob-Zentrale.
Mehr Infos unter:
www.studentenwerkfrankfurt.de/
studienfinanzierung/finanzierung.html
4. Jobs
Stellenangebote sind über die Online-Jobbörse des Studentenwerks (s.u.), über aktuelle Aushänge in den relevanten Fach-
Mehr Infos unter:
• http://stellenmarkt.studentenwerkfrankfurt.de
• http://dlist.server.uni-frankfurt.de/mailman/listinfo/l-newsletter
• http://www.minijob-zentrale.de
© Goethe-Universität: Uwe Dettmar
Die genannten Finanzierungsmöglichkeiten kommen nicht immer für jeden in
Betracht. In vielen Fällen reicht die Höhe
der Bezüge schlicht nicht aus, um den finanziellen Bedarf zu decken. Dann ist
eine Erwerbstätigkeit – ein „Neben-Job“
oder „Studi-Job“ – die beste Variante, um
seine Kasse aufzubessern. Für Lehramtsstudierende sind Stellenangebote im pädagogischen Bereich (Betreuungstätigkeiten, Jugendarbeit etc.) bzw. direkt in der
Schule besonders interessant (z.B. Vertretungstätigkeit im Rahmen der „Verlässlichen Schule“). Ebenso gibt es regelmäßig
Stellen als studentische Hilfskraft in verschiedensten Bereichen der Universität zu
vergeben. Diese umfassen meist die Unterstützung in Forschung und Lehre des jeweiligen Instituts, können darüber hinaus
aber auch sehr vielfältig sein. Der Vorteil
ist dabei der fachliche Bezug der Arbeitsinhalte zum eigenen Studium.
Stipendienverleihung im Rahmen des Deutschland-Stipendiums 2012
29
© Goethe-Universität
Fachdidaktik
Literatur:
Jank, Werner; Meyer,
Hilbert (1994):
Didaktische Modelle.
Berlin: Cornelsen.
Meyer, Meinert A.,
Meyer, H. (2007).:
Wolfgang Klafki. Eine
Didaktik für das 21.
Jahrhundert?, Beltz
Verlag, Weinheim,
Basel.
U
nabhängig davon, welche Schulform
oder Fächer Sie belegen, ist die Fachdidaktik ein wichtiger Bestandteil Ihres Lehramtsstudiums. Bevor wir den Studienanteil
der Fachdidaktik beschreiben, möchten wir
kurz auf den Begriff der Didaktik eingehen,
aus dem sich die Fachdidaktik ableitet. Nach
Wolfgang Klafki sind die Ziele, Inhalte, Methoden und Organisationsformen des Unterrichts zentrale Dimensionen der allgemeinen Didaktik (vgl. Meyer/Meyer 2007).
Dabei sucht die Didaktik Antworten auf
die Frage, wer, was, mit wem, warum und
wozu, wo, wann, wie und womit man lernen soll (vgl. Jank/Meyer 1994). Oder wie
es der Duden sagt: Didaktik ist die Lehre
vom Lehren und Lernen! Die Fachdidak-
tik ist gewissermaßen die Präzisierung der
Didaktik auf ein bestimmtes (Schul-)Fach
bzw. Fächergruppen und der Schulform. Sie
bemüht sich um die Vermittlung zwischen
Fachwissenschaft, z.B. zwischen Germanistik und dem schulischen Lernen und Lehren, also darum, wie man das Fach Deutsch
unterrichtet. In diesem Studienanteil lernen
Sie, wie Sie die Inhalte Ihrer Studienfächer
im Unterricht vermitteln können. Diese Methodik variiert nicht nur, je nachdem, ob
Sie Mathematik oder Französisch studieren,
sondern auch im Hinblick darauf, auf welche Schulform hin Sie diese Fächer studieren, da Sie bei Grundschüler(inne)n andere
Methoden nutzen, um Inhalte zu vermitteln, als etwa bei Oberstufenschüler(inne)n.
Fachdidaktik
30
© Goethe-Universität
Für Physiklehrer/innen ist es wichtig, zu erkennen, wie Schüler/innen und
die Physik zusammenkommen. Für manches kann man ein Gespür haben
– vieles aber kann und muss man erlernen, und hierfür sind die fachdidaktischen Studienanteile gedacht. Die fachdidaktische Kompetenz basiert
auf einer fachlichen – ein guter Überblick über die Inhalte und Methoden
der Physik – und berücksichtigt eine Vielzahl von Aspekten, angefangen
vom Bildungswert des Physikunterrichts über die Kenntnis typischer Schülervorstellungen bis hin zu Fragen der Motivation: Was etwa interessiert SchüProf. Dr. Roger Erb, Professur für Didaktik der
ler/innen eigentlich am Experimentieren? In den Lehrveranstaltungen wird Physik an der Goethe-Universität Frankfurt
dies sowohl theoriebezogen, etwa auf der Basis aktueller fachdidaktischer
Forschungsergebnisse, als auch praxisnah durch Anknüpfen an Unterrichtssituationen und immer in Verbindung mit
Fachinhalten erarbeitet und diskutiert. Zusätzlich zu den für den späteren Beruf erforderlichen Fähigkeiten erleben
die Studierenden dabei auch einen neuen Blick auf ihr eigenes physikalisches Denken, wie zum Beispiel: Habe ich
eigentlich verstanden, weshalb ein Regenbogen rund ist?
Bildungswissenschaften
I
m Studienanteil Bildungswissenschaften werden Lehramtsstudierende auf
ihre pädagogisch-praktische Aufgabe als
Lehrer(innen) vorbereitet. Dies wird erreicht, indem Lehramtsstudierende Wissen über gesellschaftliche, psychologische
sowie pädagogische Rahmenbedingungen
von Lehr- und Lernprozessen erwerben.
Dieser Studienanteil wird parallel zu den
gewählten Fächern studiert und ist Pflicht
für Studierende aller Schularten und Fächerkombinationen. Der Studienanteil
Bildungswissenschaften hat, je nach Studiengang, einen Umfang von 50 oder 60CP,
verteilt auf sechs Pflichtmodule.
Im ersten Semester wird ein Einführungsmodul besucht, in dem die Studierenden
sich mit den Grundlagen des Studienan-
teils auseinandersetzen.
Ab dem zweiten Semester werden vier
Vertiefungsmodule namens Unterrichten, Erziehen, Beurteilen und Innovieren
studiert. In den Schulpraktischen Studien
sammeln die Studierenden erste Praxiserfahrungen und haben Gelegenheit ihre
bildungswissenschaftlichen Fachkenntnisse zu reflektieren.
Mehr Infos gibt es
unter:
www.abl.unifrankfurt.de/
bildungswissenschaften
Die Lehrveranstaltungen zu den Bildungswissenschaften werden von den
Fachbereichen Gesellschaftswissenschaften (03), Erziehungswissenschaften (04)
sowie Psychologie und Sport (05) angeboten. Je nach Studiengang werden drei
oder vier Prüfungsergebnisse in die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung eingebracht.
Perspektivwechsel
Wie lernen Kinder? Wie kann man in einer Klasse von 25 Schüler(inne)n
jedem/r Einzelnen gerecht werden? Welche Unterrichtsmethoden sind hilfreich,
welche Möglichkeiten gibt es zur Optimierung ihrer Umsetzung? Ist Gruppenarbeit wirklich lernförderlich? Wozu brauchen wir überhaupt eine Individualdiagnostik
und was hat diese mit individueller Förderung und Unterrichtsqualität zu tun? Welchen
Zweck haben Vergleichsarbeiten und wie werden die Ergebnisse aus diesen interpretiert? Dies sind nur einige der Fragen, denen sich die Bildungswissenschaften widmen
und die für den Unterricht mit jeglichen Altersgruppen in unserem Bildungssystem eine
wichtige Rolle spielen. Die Bildungswissenschaften werfen einen Blick auf Unterricht und
Schule aus verschiedenen Richtungen – jede dient dazu, Schule als Organisation, als
Lern- und Entwicklungsort, als Ort professionellen Handelns von Lehrpersonen besser zu
verstehen und Lehramtsstudierende auf ihre zukünftigen Aufgaben im Bildungssystem
vorzubereiten. In den Bildungswissenschaften werden in vier verschiedenen Schwerpunkten die zentralen Aufgaben des Lehrerberufs fach- und stufenübergreifend behandelt. Das Schöne ist, dass man durch das gemeinsame Lernen von Studierenden
unterschiedlicher Fächerkombinationen und Lehramtsstudiengänge eine Vielfalt an
Blickwinkeln auch in den einzelnen Lehrveranstaltungen herstellen kann.
Prof. Dr. Ilonca Hardy, Professur
für Grundschulpädagogik, Schwerpunkt Empirische Bildungsforschung an der Goethe-Universität
© Jürgen Lecher
Beispielsweise kann eine Veranstaltung zur Leistungsmessung aus förderdiagnostischer Sicht zusammen
mit der Frage der Gültigkeit von Noten und Zeugnissen beim Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen besonders gut grundlegende Dilemmata der Leistungsbeurteilung darstellen. Dabei
profitieren Studierende voneinander, indem sie Spezifika ihrer Lerngruppen und Fachinhalte einbringen,
Vergleiche herstellen und nach und nach einen professionellen Blick auf Aspekte wie Lern- und Leistungsdiagnostik oder Unterrichtsgestaltung entwickeln. Die Bildungswissenschaften vermitteln also keine Rezepte, sondern theorie- und forschungsbasierte Einsichten, die zur Entwicklung professionellen Handelns im
komplexen Geschehen Schule und Unterricht beitragen sollen.
31
© fotolia: Kzenon
Die Schulpraktischen Studien
Schule von der anderen Seite kennenlernen
D
as vielleicht wichtigste Element eines
jeden Lehramtsstudiums sind die beiden Schulpraktika, auch Schulpraktische
Studien (SPS) genannt. Dabei verbringen
Sie jeweils fünf Wochen an einer Schule und können vielleicht zum ersten Mal
seit Ihrem Abitur Schule von der anderen Seite, nämlich aus der Lehrer(innen)perspektive, kennenlernen. Im Grunde ist es ein zweifacher Rollenwechsel:
Von der Schülerin/vom Schüler über den/
die Studierende/n hin zur Rolle der Lehrerin/des Lehrers.
Da dies kein einfacher Prozess ist,
werden Sie dabei von universitären
Dozent(inn)en auf Ihre Begegnungen mit
dem Praxisfeld Schule vorbereitet. So wird
es möglich, dass Sie Ihre Erfahrungen und
Reflexion über das zukünftige Berufsfeld
Schule theoriegeleitet und professionell
durchführen können. Die Studieninhalte
können mit schulischer Praxis verknüpft
werden. Sie werden Unterrichtsversuche
selbst durchführen, 30 Augenpaare aushalten und somit das eigene Unterrichtshandeln erproben. Sie bekommen die
Möglichkeit, Analysen von Lernprozessen
und Unterrichtsverläufen durchzuführen.
Mentor(inn)en (Lehrkräfte in den Praktikumsschulen) begleiten Sie während des
Schulpraktikums und unterstützen Sie bei
der Planung, Durchführung und Auswer-
tung Ihrer eigenen Unterrichtsversuche. Zu
diesen selbstständig oder im Team durchgeführten Unterrichtsphasen oder -stunden
erhalten Sie ein professionelles Feedback
von den Mentor(inn)en und Dozent(inn)en
der Goethe-Universität.
Ziel ist dabei auch, diese ersten Begegnungen mit der Schulrealität als Möglichkeit zu nutzen, Ihren Berufswunsch
Lehrer/in zu werden, kritisch zu überprüfen und mit Hilfe der Einschätzung Ihres/r
Mentors/in sowie Ihres/r Dozenten/in die
Anforderungen des Lehrerberufs sowie Ihre
Entwicklungsmöglichkeiten zu diskutieren.
Ablauf der Schulpraktischen Studien
am Beispiel des 1. Moduls
Die Schulpraktischen Studien setzen sich
aus zwei Modulen (SPS I und II) zusammen. Fachlich wird das erste Modul von
den Grund- bzw. Bildungswissenschaften
und das zweite Modul von einer der beiden studierten Fachdidaktiken vorbereitet,
während des Praktikums betreut und in
einer anschließenden Nachbereitungsveranstaltung im darauffolgenden Semester
ausgewertet. Diesen Ablauf stellen wir am
Beispiel des 1. Moduls (SPS I) vor:
Das Modul besteht aus drei zusammenhängenden Teilen und wird mit einem
Workload von 14 CP bemessen:
32
IM VORBEREITUNGSDIENST
1. Das Modul beginnt mit einer einsemestrigen Vorbereitungsveranstaltung.
2. In der daran anschließenden vorlesungsfreien Zeit findet das fünfwöchige
Schulpraktikum statt.
3. Im anschließenden Semester erfolgt die
Nachbereitung der SPS, inkl. dem Verfassen des Praktikumsberichts.
Das grundwissenschaftliche bzw. bildungswissenschaftliche Praktikum wird in zwei
fachlichen Schwerpunkten durchgeführt.
In der Ordnung für die Schulpraktischen
Studien (SPSO) werden beide Schwerpunkte ausführlich dargestellt.
Die Anmeldung zu den SPS
Die Anmeldung zu den Schulpraktischen
Studien ist gleichzeitig die verbindliche
Anmeldung zu einer Modulabschlussprüfung.
Die Anmeldung für das 1. Modul SPS findet direkt zu Beginn des 1. Semesters statt.
Die Anmeldung für das 2. Modul SPS ist
für L1- und L2-Studierende ab dem 3.
Fachsemester und für L3- und L5-Studierende ab dem 4. Fachsemester möglich.
Für die Anmeldung zum 1. Modul der
Schulpraktischen Studien benötigen Sie
die bestätigte Bescheinigung über das Orientierungspraktikum. Lesen Sie dazu detaillierter auch unser Kapitel zum Orientierungspraktikum.
1. Semester:
© Anne Bulian
Seit Mai 2013 bin ich Lehrerin im Vorbereitungsdienst am Studienseminar Offenbach und unterrichte eigenverantwortlich in verschiedenen Jahrgangsstufen. Bevor ich das Lehramtsstudium an der
Goethe-Universität begann, habe ich eine Ausbildung als Kauffrau für Marketingkommunikation in einer Werbeagentur absolviert. Die Erfahrungen
während meiner beruflichen Ausbildung beflügelten mich, das Studium gewissenhaft, engagiert und mit dem benötigten Ehrgeiz zügig und erfolgreich
abzuschließen. Im Rahmen meines Studiums konnte ich neben einer Tätigkeit
als Vertretungslehrerin zusätzlich auch während der zwei 5-wöchigen Schulpraktika einen informativen Einblick in die Schulwelt gewinnen. Insbesondere
das fachspezifische Praktikum im Fach Biologie ermöglichte es mir einen
praktischen Bezug zu den im Studium gelernten Inhalten herzustellen und die
Aufgabenbereiche einer Biologielehrerin näher kennenzulernen.
Anne Bulian, Lehrerin im Vorbereitungsdienst,
L3 Biologie, Französisch
Anmeldung
2. Semester:
Vorbereitungsveranstaltung
Teilnahmenachweis
Vorlesungsfreie Zeit: Schulpraktikum
Fünf Wochen tägliche Anwesenheit,
insg. 100 Zeitstunden
Leistungsnachweis
3. Semester: Nachbereitungsveranstaltung
Teilnahmenachweis
Praktikumsbericht = Modulabschlussprüfung
Sie können online auf unserer Homepage
das Anmeldeformular zu den SPS ausfüllen. Die Anmeldung selbst erfolgt persönlich im Büro für Schulpraktische Studien –
das ausgedruckte Anmeldeformular nicht
vergessen! Auf Ihrem Anmeldeschein
können Sie Wünsche zur Vorbereitungsveranstaltung und dem Ort der Schule
eintragen. Sie sollten wissen, dass Sie keinen Rechtsanspruch auf eine Einteilung
in ein bestimmtes Fach, einen bestimmten
Schwerpunkt, eine bestimmte Schule oder
einen bestimmten Schulaufsichtsbezirk
haben.
Vorbereitungsveranstaltung
Sie werden vom Büro für SPS in eine der
Vorbereitungsveranstaltungen
eingeteilt.
Diese finden in der Regel zu folgenden Zeiten statt: dienstags 8-10 Uhr, mittwochs
8-10 Uhr, freitags 12-14 Uhr und 14-16 Uhr.
33
PILOTPROJEKT: Praxissemester für den Lehramtsstudiengang an Gymnasien
Zum Wintersemester 2014/2015 (nach HLbG 2013) wird das fünfmonatige Praxissemester im
Rahmen eines Pilotprojekts im Lehramtsstudiengang an Gymnasien probeweise eingeführt. Das Praxissemester beginnt frühestens nach dem Ende der Vorlesungszeit des zweiten Semesters und hat
zum Ziel, die im Studium erworbenen fachlichen, fachdidaktischen und pädagogischen Kenntnisse
zu vertiefen und zu intensivieren. Über die Verzahnung von Theorie und Praxis soll zudem eine frühe
Berufswahlorientierung und -überprüfung ermöglicht werden. Das Orientierungspraktikum ist für die
Anmeldung zum Praxissemester nicht erforderlich.
Nähere Informationen hierzu finden Sie zum Semesterstart unter: www.abl.uni-frankfurt.de
In welche Veranstaltung Sie eingeteilt
wurden, erfahren Sie in der letzten Semesterwoche nach der Anmeldung durch
Bekanntgabe auf der Homepage der ABL.
Die Einteilung in die Vorbereitungsveranstaltung ist eine verbindliche Einteilung in
eine Pflichtveranstaltung.
Mehr Infos unter:
www.abl.uni-frankfurt.
de/sps
Ein Rücktritt von der Anmeldung zu den
Modulen der Schulpraktischen Studien ist
nur bis zwei Wochen vor Beginn der Vorbereitungsveranstaltung und später nur mit
triftigem Grund möglich.
Schulpraktikum
Auch die Einteilung in
die Schulen wird vom
Büro für SPS vorgenommen. Sie können
sich also nicht selbst
eine Schule suchen.
Das Blockpraktikum
dauert fünf Wochen.
Es besteht Anwesenheitspflicht an allen
Schultagen (tägliche
Präsenz). Insgesamt
müssen 100 Präsenzstunden
absolviert
werden, dabei handelt
es sich um Zeitstunden (= 60 Minuten).
Nachbereitungsveranstaltung
Die Nachbereitungsveranstaltung findet in
der Regel bei der gleichen Person statt wie
die Vorbereitungsveranstaltung.
In der Nachbereitungsveranstaltung wird
Ihnen der genaue Abgabetermin für Ihren Praktikumsbericht bekannt gegeben.
Sollten Sie diesen nicht einhalten, haben
Sie das gesamte Modul Schulpraktische
Studien nicht bestanden.
Praktikumsbericht
Der Praktikumsbericht stellt die benotete
Abschlussprüfung des Moduls der Schulpraktischen Studien dar.
Weitere Informationen
Fragen, z.B. nach dem genauen Ablauf
eines Moduls der SPS, wo und wann die
Anmeldung stattfindet oder welche Fristen es zu beachten gilt, werden Ihnen
auch auf unserer Homepage beantwortet.
Dort finden Sie neben Checklisten zu den
SPS auch die Ordnung für die Schulpraktischen Studien (SPSO), die Ihnen genaue
Auskunft über die Regelung der SPS gibt.
© fotolia: Stefan Merkle
34
Unterstützungsangebote
Pro-L Workshops
Im Lehramtsstudium können manche Aspekte trotz ihrer Bedeutung für den späteren Berufsalltag nicht in angemessener
Weise berücksichtigt werden. Daher soll
Lehramtsstudierenden die Möglichkeit gegeben werden, sich auf einen souveränen
und umsichtigen Umgang mit den Anforderungen des Berufsfelds vorzubereiten.
Zu diesem Zweck bietet die ABL mit den
Pro-L Workshops ein kostenloses Workshopprogramm an, das auf die spezifischen
Eigenschaften des Lehrer(innen)berufs
und das Berufsfeld Schule ausgerichtet
ist und Themen wie beispielsweise Stimme und Sprechen, Auftreten im Klassenraum oder Umgang mit ‚Neuen Medien‘ in
Schule und Unterricht aufgreift. Auf diese
Weise wird eine gezielte Unterstützung bei
den ersten Praxiserfahrungen ermöglicht.
Außerdem können Erfahrungen, die die
Studierenden bei Self-Assessments, wie
etwa dem Career Counselling for Teachers
(CCT) oder durch Rückmeldungen im
Schulpraktikum gewonnen haben, direkt
in konkrete Entwicklungsperspektiven
überführt werden.
Angebote zum Schreiben und Sprechen
im wissenschaftlichen Kontext
Programm „Zwischen den Sprachen“
für mehrsprachige Lehramtsstudierende:
Wie schreibe ich eine Hausarbeit, einen
Essay oder einen Praktikumsbericht? Wie
argumentiere ich überzeugend? Wie halte
ich ein Referat? Solche und andere Fragen
stellen sich im Verlauf des Studiums.
In Kursen und Workshops können sich
Lehramtsstudierende über die Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens
informieren, lernen hilfreiche Arbeitsstrategien und Schreibtechniken kennen
und wenden diese an. Die individuelle
Beratung bietet Unterstützung bei Fragen
rund um die Bewältigung mündlicher und
schriftlicher Studienaufgaben. Dazu gehört die Rückmeldung zu eigenen Schreibprojekten – von der ersten Idee bis zur
Überarbeitung von Texten. Mehrsprachige
Lehramtsstudierende haben außerdem die
Möglichkeit, sich zu sprachlichen Aspekten ihres Schreibens beraten zu lassen.
Auf der Online-Lernplattform finden Sie Informationstexte und Links zu Themen rund
um das Schreiben und Sprechen im Studium. Darüber hinaus können Sie Tests und
Übungen nutzen, um Ihren Kenntnisstand
zu überprüfen und Gelerntes zu vertiefen.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.abl.uni-frankfurt.
de/beratung
www.zwischendensprachen.de
Das aktuelle Pro-L
Workshopprogramm
finden Sie unter:
www.abl.uni-frankfurt.
de/workshops
Lernplattform:
www.moodle.abl.unifrankfurt.de
TRAINING FÜR DEN BERUF
Für mich ist es einfach schön mitzuerleben, wie die Teilnehmer/
innen bereits nach einem Trainingstag präsenter, kraftvoller und
konsequenter als Lehrer/in auftreten.
© Frank Hielscher
In meinen Trainings möchten Lehramtsstudierende vor allem wissen, wie sie ihrer Führungsrolle als Lehrer/in im
Klassenraum gerecht werden können. Im Austausch mit
anderen wird meist schnell klar, dass sie mit ihren Fragen nicht
alleine sind – schon das ist sehr hilfreich! Durch praktisches Training können sie viele wichtige Aspekte ausprobieren. Konstruktive
Rückmeldungen zeigen die Stärken jeder/jedes einzelnen auf und
individuelles Live-Coaching macht es leicht, die eigene Komfortzone zu verlassen und Neues auszuprobieren.
Frank Hielscher, Trainer, Coach und Systemischer Berater,
leitet die Pro-L Workshops: Classroom Management,
Gesprächsführung, Zeit- und Selbstmanagement
35
© Goethe-Universität: Uwe Dettmar
Erste Staatsprüfung
Die ABL und das LSA
bieten einmal im Semester eine Infoveranstaltung zum Thema
Erste Staatsprüfung an.
Wichtige und aktuelle
Eckdaten zur WHA
sowie Antragsunterlagen finden Sie auf den
Webseiten des LSA.
http://lehrerbildung.
lsa.hessen.de/
F
ür die Organisation und Durchführung
der Ersten Staatsprüfung ist nicht die
Universität, sondern das Landesschulamt
(LSA) zuständig. Verbindliche Auskünfte
zur Ersten Staatsprüfung kann daher nur
das LSA erteilen. Die Universität stellt Ihnen nach bestem Wissen dennoch Informationen bereit.
Die Erste Staatsprüfung steht am Ende
Ihres Studiums. Sie ist eine Abschlussprüfung und die Voraussetzung für den
Beginn des pädagogischen Vorbereitungsdienstes als zweiten Abschnitt der Lehrerausbildung. Sie umfasst Klausuren, eine
Wissenschaftliche Hausarbeit (WHA),
mündliche Prüfungen und, soweit für
einzelne Unterrichtsfächer vorgeschrieben,
auch praktische Prüfungsteile.
60% der Abschlussnote bilden bereits die
Ergebnisse der in den Fachspezifischen
Anhängen festgelegten Modulprüfungen
in Ihren Fächern und den Bildungswissenschaften. 10% zählt die WHA und weitere 30% ergeben sich aus den schriftlichen
und mündlichen Prüfungen.
Die Erste Staatsprüfung wird zwar durch
das Landesschulamt abgenommen, Ihre
Prüfer/innen sind aber natürlich die (prüfungsberechtigten) Dozent(inn)en an der
Goethe-Universität. Für die Organisation
dieser Prüfungsphase müssen Sie einige
grundlegende organisatorische Hinweise
beachten, die Semester für Semester auf
den Webseiten des Landesschulamtes für
Sie aufbereitet werden. Diese beschreiben
die Abfolge der Prüfungen und Anmeldezeiträume und stellen aktuelle Prüferlisten zur Verfügung – die Prüfersuche und
Sicherstellung, alle Voraussetzungen zu
erfüllen, liegt bei Ihnen. Bitte informieren Sie sich frühzeitig auf den Webseiten
des LSA und ggf. bei der Studienberatung!
Die Wissenschaftliche Hausarbeit
Die WHA dient der umfassenden schriftlichen Auseinandersetzung mit einem
Thema, welches Sie nach eigenem Interesse und in Absprache mit Ihrem/Ihrer Prüfer/in entwickeln. Sie ist Zulassungsvoraussetzungen für die restlichen Prüfungen
der Ersten Staatsprüfung. Sie muss bei der
Meldung für diese Prüfungen bereits benotet vorliegen. Sie können die WHA bereits
ab der Zwischenprüfung anmelden, die
Bearbeitungszeit beträgt ca. drei Monate. Hier ist also eine bedachte und frühzeitige zeitliche Koordination notwendig.
Schriftliche und mündliche Prüfungen
Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen verteilen sich auf die Bildungswissenschaften und Ihre Fächer. Für jedes
Lehramt ist dies im Hessischen Lehrerbildungsgesetz festgelegt. Das LSA informiert
auf seinen Seiten auch hierzu umfassend
und immer aktuell.
36
Fachschaft der Lehramtsstudierenden (L-Netz)
W
ir sind das L-Netz: Eure Fachschaft
und Anlaufstelle bei Problemen
und Fragen rund um das Lehramtsstudium. Das L-Netz ist eine fachbereichsübergreifende Fachschaft, die sich für die Interessen aller Lehramtsstudierenden der
Goethe-Universität einsetzt.
Netz
Weitere Informationen findet Ihr unter:
www.l-netz.info
www.facebook.com/l.netz
www.twitter.com/lnetz_ffm
http://ophase.jimdo.com/
Gerne könnt Ihr uns auch eine E-Mail schreiben:
[email protected]
© Goethe-Universität
Wir vertreten Eure Interessen in verschiedenen Gremien der Goethe-Universität.
Beispielsweise in der ABL, im Prüfungsausschuss des ZPL sowie in der Fachschaftenkonferenz. Weiterhin vernetzen wir
uns mit vielen anderen Organen an der
Uni. Zudem bieten wir regelmäßige Veranstaltungen an, damit Ihr uns als Fachschaft
sowie andere Lehramtsstudenten/-innen
kennenlernen könnt. Für Erstis bieten wir
jedes Semester ein Ersti-Frühstück, Fragestunden sowie eine Kneipentour an.
Außerdem veranstalten wir im Sommersemester immer ein Grillfest und im Wintersemester eine Weihnachtsfeier.
© L-
Ihr könnt Euch aber nicht nur im L-Netz,
sondern auch in den Fachschaften der jeweiligen Fachbereiche engagieren. Das LNetz sowie die Fachschaften in den Fachbereichen könnt Ihr einmal jährlich im
Januar wählen. Auf dem Blatt mit den
Studienbescheinigungen findet Ihr unten
rechts eine Wahlbenachrichtigung, auf der
steht, welchem Fachbereich Ihr zugeordnet seid. In diesem Fachbereich seid Ihr
wahlberechtigt.
Wie jede Fachschaft und jede
Gruppe an der Uni lebt auch
das L-Netz von engagierten und motivierten Studierenden.
Deshalb kommt
bei
Interesse
oder wenn Ihr
uns kennenlernen wollt einfach
mal zu einem unserer regelmäßigen Treffen oder kontaktiert
uns. Unsere aktuellen
Termine findet Ihr auf
unserer Homepage.
37
Abl
Wegweiser
Akademie für Bildungsforschung
und Lehrerbildung (ABL)
Die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) ist die zentrale Einrichtung
der Lehrerbildung an der Goethe-Universität.
Die ABL gestaltet die Lehrerbildung mit klarem Professionsbezug, verzahnt Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften und fördert die Forschung im
Bereich der empirischen Bildungsforschung.
Senckenberganlage 31 (Juridicum, 10. OG)
60325 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 798 - 23282
Fax: (069) 798 - 23841
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.abl.uni-frankfurt.de
Schulpraktische Studien (SPS)
Organisiert die Schulpraktischen Studien.
Senckenberganlage 31(Juridicum,
10. OG, R. 1063-65)
60325 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 798 - 28034
Fax: (069) 798 - 28022
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.abl.uni-frankfurt.de/sps
Zentrales Prüfungsamt für Lehramtsstudiengänge (ZPL)
Das ZPL ist für die universitären Prüfungsangelegenheiten in den Lehramtstudiengängen
zuständig, betreut das Verfahren zur Zwischenprüfung, stellt die Meldebescheinigung
zur Ersten Staatsprüfung aus.
Senckenberganlage 31 (Juridicum, 10. OG)
60325 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 798 - 22206
Fax: (069) 798 - 22880
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.abl.uni-frankfurt.de/zpl
38
Externe
Institutionen
Landesschulamt und Lehrkräfteakademie:
Lehrerbildung und Personalentwicklung (LSA)
Organisiert die Prüfungen im Rahmen der
Ersten Staatsprüfung und ist für Anrechnungen bei Studiengang/-fachwechsel zuständig.
Das LSA ist keine Einrichtung der Universität,
sondern eine dem Kultusministerium unterstellte Behörde.
Stuttgarter Str. 18-24 (B-Trakt, Parterre)
60329 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 38989 - 00
Fax: (069) 38989 - 607
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.lehrerbildung.lsa.hessen.de
Hessisches Kultusministerium (HKM)
Zuständig für die Koordination der Politik von
Kultur, einschließlich Schule und Hochschule, in Hessen. Auf seiner Internetseite veröffentlicht das HKM regelmäßig Lehrerbedarfprognosen.
Luisenplatz 10
65185 Wiesbaden
Tel.: (06 11) 368 - 0
Fax: (06 11) 368 2099
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.kultusministerium.hessen.de
39
Der pädagogische
Vorbereitungsdienst
1. Allgemeines zum pädagogischen
Vorbereitungsdienst
In der pädagogischen Ausbildung sollen
die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst
(LiV) befähigt werden, den Bildungs- und
Erziehungsauftrag der Schule und die besonderen Aufgaben der Bildungsgänge,
Schulformen und Schulstufen zu erfüllen
(§ 35 Abs. 1 HLbG). Die Rechtsgrundlagen
für den Vorbereitungsdienst bilden
• das Hessische Lehrerbildungsgesetz (HLbG) vom 28.09.2011, zuletzt geän-
dert durch Art. 1 des Gesetzes vom
27. Juni 2013 (GVBI. S. 450), und
www.kultusministerium.
hessen.de
• die Verordnung zur Durchführung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes (HbGDV) vom 28.09.2011, zuletzt
geändert durch Art. 3 des Gesetzes
vom 27. Juni 2013 (GVBl. S. 450).
Einstellungstermine sind jeweils der 1. Mai
und der 1. November eines jeden Jahres.
Der Bewerbungsschluss ist immer der 1.
Januar (für den Einstellungstermin 01.05.)
und der 1. Juli (für den Einstellungstermin
01.11.). Die Bewerbungsunterlagen müssen spätestens jeweils zu den angegebenen
Bewerbungsschlussterminen beim Landesschulamt – Zulassung zum pädagogischen Vorbereitungsdienst – in Kassel eingegangen sein. Die Formulare können von
der Internetseite des Hessischen Kultusministeriums herunter geladen werden.
Der Vorbereitungsdienst erfolgt an Studienseminaren und Ausbildungsschulen.
Die Standorte der Studienseminare sind
nach Lehrämtern gegliedert – Lehramt an
Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen (GHRF) und Lehramt an Gymnasien
(Gym). Bewerber/innen für den Vorbereitungsdienst können bei der Bewerbung
Wünsche bezüglich der Studienseminarzuweisung angeben. Die Zuweisung an
die Ausbildungsschulen erfolgt durch das
jeweilige Studienseminar. Dabei sind beispielsweise Unterrichtsschwerpunkte, pädagogisches Profil oder Ausstattung der
Schule entscheidungsrelevant.
Der aktuelle Anwärtergrundbetrag, sprich
die Höhe des Einkommens als LiV, kann
auf der Seite der Hessischen Bezügestelle
eingesehen werden.
© fotolia: contrastwerkstatt
2. Die Gestaltung des pädagogischen
Vorbereitungsdienstes
Der Vorbereitungsdienst dauert 21 Monate und gliedert sich in eine dreimonatige
bewertungsfreie Einführungsphase, zwei
Hauptsemester und ein Prüfungssemester.
Er umfasst acht Module, Ausbildungsveranstaltungen, Unterrichtsverpflichtungen
und weitere schulische Belange (z.B. Ge-
40
samt- und Teilkonferenzen, Elternabende,
Elternbesuche, Wandertage, Studienfahrten, Sportveranstaltungen, kulturelle Veranstaltungen und besondere Projekte).
Der Vorbereitungsdienst erstreckt sich auf
Unterrichtsfächer oder Fachrichtungen,
in denen die Erste Staatsprüfung abgelegt
wird, für das
• Lehramt an Grundschulen im Unter- richtsfach Deutsch, Mathematik und in einem weiteren Unterrichtsfach,
• Lehramt an HR sowie Gym in zwei Unterrichtsfächern,
• Lehramt an FöS in einem Unterrichts- fach und in einer förderpädagogischen Fachrichtung.
2.1 Module und
Ausbildungsveranstaltungen
Jedes Modul erstreckt sich über die Dauer
eines Semesters. Es finden grundsätzlich
in jedem Modul zwei Unterrichtsbesuche statt, die auch als gemeinsame Unterrichtsbesuche von Ausbilder(inne)n für
mehrere Module durchgeführt werden
können. Grundlage der Modulbewertung
ist die Planung, Durchführung und Reflexion dieser Unterrichtsbesuche.
Die acht bewerteten Module setzen sich
folgendermaßen zusammen:
• vier Module zum Kompetenzbereich Unterrichten in den Fächern oder Fachrichtungen,
© Goethe-Universität: Uwe Dettmar
Ausbildungsveranstaltungen bereiten die
Arbeit in den Modulen vor oder ergänzen
diese und sind nicht bewertet. Hier können z.B. auch beratende Unterrichtsbesuche durchgeführt werden.
Verbindliche Ausbildungsveranstaltungen
sind:
• eine Einführungsveranstaltung in der Einführungsphase,
• eine Veranstaltung „Beratung und Reflexion der Berufsrolle“ über die ge- samte Dauer des Vorbereitungsdienstes,
• eine Veranstaltung zur Unterrichts- und Schulentwicklung mit dem Schwerpunkt Mitgestaltung der Selbst- ständigkeit von Schule.
• ein Modul Erziehen, Beraten, Betreuen,
• ein Modul Diagnostizieren, Fördern, Beurteilen,
• zwei lehramtsspezifische Module.
41
Einführungsphase
Dauer:3 Monate
Wochenstunden:
10 Stunden
Unterrichtspraxis:
Hospitationen und angeleiteter Unterricht
1. und 2. Semester
(Hauptsemester):
stellungen innerhalb und außerhalb von
Unterricht. Sie werden dabei im Rückgriff
auf erziehungs- und gesellschaftswissenschaftliche sowie fachdidaktische und
fachmethodische Fachliteratur im Kontext
der Praxis erörtert.
Dauer: 12 Monate
Wochenstunden:
12-14 Stunden
Unterrichtspraxis:
10-12 Stunden eigenverantwortlicher
Unterricht plus 2 Hospitationsstunden
Prüfungssemester:
Dauer: 6 Monate
Wochenstunden:
8-10 Stunden
Unterrichtspraxis:
6-8 Stunden eigenverantwortlicher
Unterricht plus 2 Hospitationsstunden
Tabelle: Wochenstunden
2.2 Modulprüfung
Ist ein Modul nicht bestanden, so findet
eine Modulprüfung (§41Abs.6 HLbG) in
Form einer Lehrprobe statt. Der Ausgleich
ist erfolgt, wenn die Summe der Bewertungen von Modul und Modulprüfung
mindestens zehn Punkte beträgt.
3. Pädagogische Facharbeit
Bei der Wahl und Eingrenzung des Themas und während der Anfertigung der pädagogischen Facharbeit berät ein/e Ausbilder/in die LiV.
Die Beratung konzentriert sich auf die
Eingrenzung des Themas im Hinblick auf
die Bearbeitung und Darstellung auf 20 bis
höchstens 40 Seiten inkl. Anhang. Thema
und Ausgangspunkt der pädagogischen
Facharbeit sind von der LiV beobachtete und festgestellte pädagogische Frage-
4. Ausbildungsunterricht
4.1 Mentor(inn)en
In der Schule werden die LiV von
Mentor(inn)en betreut, die möglichst das
entsprechende Unterrichtsfach bzw. die
entsprechende Fachrichtung vertreten.
Aufgaben der Mentor(inn)en können sein:
• Beratung in schul- und
unterrichtspraktischen Fragen,
• Erteilung von Unterricht als
Hospitationsangebot,
• Teilnahme an Unterrichtsbesuchen,
• Zusammenarbeit mit dem
Studienseminar.
4.2 Wochenstunden
Die unterrichtspraktische Ausbildung an
den Schulen umfasst in den einzelnen Semestern folgende Wochenstundenzahlen
(siehe Tabelle).
5. Beratung und Betreuung
Jede LiV wird von einer/einem Ausbilder/in
kontinuierlich während des gesamten Vorbereitungsdienstes beraten und betreut. Die
Beratung bezieht sich auf den Fortgang der
pädagogischen Ausbildung, die Dokumentation des Lernprozesses, das Belegen der
Module, die Führung des Portfolios und
auf die Teile der Zweiten Staatsprüfung.
42
In einem Portfolio dokumentiert die LiV
die Teilnahme an den Modulen, deren Bewertung und die Teilnahme an den Ausbildungsveranstaltungen (§ 41 Abs. 5 HLbG).
6. Die Zweite Staatsprüfung
Die Zweite Staatsprüfung besteht aus einer
unterrichtspraktischen Prüfung (zwei Prüfungslehrproben in den Fächern bzw. der
Fachrichtungen, in denen der/die LiV ausgebildet wurde) sowie einer mündlichen
Prüfung.
7. Webadressen
Vorbereitungsdienst
http://lehrerbildung.lsa.hessen.de
http://www.kultusministerium.hessen.de
ERFAHRUNGEN SCHÄRFEN
Im pädagogischen Vorbereitungsdienst sollte man nicht etwa
„vergessen“, was man im Studium gelernt hat, sondern eben
das erproben, dabei sicher auch mal etwas verwerfen, präzisieren, anpassen, und zwar ohne Ideale über Bord zu werfen,
sondern diese durch die neuen Erfahrungen noch zu schärfen.
© Christof Schreiber
Als Lehrerbildner ist mir wichtig, das Lernen für den Beruf als
lebenslanges Lernen zu sehen. Besonders am Herzen liegt mir
dabei die Verbindung der Phasen, die auch das Theorie-PraxisVerhältnis in das Zentrum des Lernens stellt. - Davon brauchen
wir mehr!
Prof. Dr. Christof Schreiber,
Professur für Didaktik der
Mathematik in der Primarstufe
an der JLU Gießen
43
Glossar
BW (Bildungswissenschaften)
HRZ (Hochschulrechenzentrum)
Die BW, ehemals Grundwissenschaften,
sind ein wesentlicher und integrierter Bestandteil des Lehramtsstudiums. Die Lehre zu den BW wird von verschiedenen
Fachbereichen getragen. Zu den BW zählen: Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften sowie Psychologie und Sport.
Das HRZ ist ein Dienstleistungszentrum
für die Goethe-Universität Frankfurt. Es
betreibt das Netz für Sprach- und Datenkommunikation, die zentralen DV-Services (z.B. E-Mail, Internet-Services, ELearning, Computer-Services) sowie die
öffentlichen Rechnersysteme in Windowsund Linux-basierten PC-Poolräumen.
CP (Credit Point)
Jedem Modul und jeder Lehrveranstaltung (LV) werden in den Modulbeschreibungen Kreditpunkte (nachfolgend CP)
auf der Basis des European Credit Transfer System (ECTS) zugeordnet. CP kennzeichnen den studentischen Arbeitsaufwand für ein Modul, der in der Regel
notwendig ist, um die Anforderungen zu
erfüllen. Die CP umfassen die Teilnahme
an den zu einem Modul gehörenden LV,
die gesamte Vor- und Nachbereitung des
Lehrstoffs, die Vorbereitung und Ausarbeitung eigener Beiträge sowie die Vorbereitung auf und die Teilnahme an den
Prüfungen bzw. den Leistungskontrollen.
Ein CP entspricht einem durchschnittlichen, studentischen Arbeitsaufwand von
30 Zeitstunden.
c.t. (lat.: cum tempore = „mit Zeit“)
Beachten Sie die „akademische Viertelstunde“. Veranstaltungen, die im Vorlesungsverzeichnis z.B. mit 8.00 Uhr bis
10.00 Uhr c.t. angegeben sind, dauern
in der Regel nur 90 Minuten und gehen
dann von 8.15 Uhr bis 9.45 Uhr. Dadurch
haben Sie zwischen den Veranstaltungen
immer 30 Minuten Pause.
LN (Leistungsnachweis)
Für einen LN ist i.d.R. eine umfangreichere Studienleistung anzufertigen (Referat,
Portfolio etc.). Ziel des LN ist es, eine besondere Beteiligung der Studierenden am
Seminarbetrieb zu erreichen. Die Ausstellung eines LN kann verweigert werden,
wenn die Leistungen den Anforderungen
nicht entsprechen. Allerdings ist in jedem
Fall die Möglichkeit der Nachbesserung
einzuräumen. Der LN gilt als erbracht,
wenn eine regelmäßige Teilnahme gegeben war und (je nach Vorgabe) eine oder
mehrere positiv bewertete Leistungen vorlagen.
L-Netz
Das L-Netz ist die fachbereichsübergreifende Fachschaft für Lehramtsstudierende,
zusammengesetzt aus Lehramtsstudent(inn)en, die sich für die Interessen ihrer
Mitstudent(inn)en sowie eine generelle Verbesserung von Studienbedingungen einsetzen und helfen, wenn es Probleme gibt.
LSA (Landesschulamt
und Lehrkräfteakademie)
Das LSA ist in den verschiedenen Phasen
und für verschiedene Aspekte der Lehrerbildung zuständig. Die drei Phasen der
Lehrerbildung sind:
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1. Wissenschaftliche Ausbildung an
der Hochschule (Studium)
2. Vorbereitungsdienst in Schulen
und Studienseminaren (Referendariat)
3. Fort- und Weiterbildung von
Lehrer(inne)n während des
Berufslebens
LSF (Universitäres Informationssystem
Lehre - Studium - Forschung)
LSF ist das Online-Informationssystem der
Goethe-Universität. Es enthält ein Personen- und Einrichtungsverzeichnis mit den
jeweiligen Kontaktdaten, ein Raumverzeichnis, den Veranstaltungskalender und
vor allem das Vorlesungsverzeichnis. Hier
finden Sie alle relevanten Informationen
über Veranstaltungen der einzelnen Fachbereiche während eines Semesters. Im LSF
sind die Lehrveranstaltungen inhaltlich
beschrieben, es finden sich auch Zeit- und
Ortsangaben sowie Literaturhinweise und
weitere Informationen. Das LSF bietet Ihnen die Möglichkeit, einen Stundenplan
in elektronischer Form zu erstellen, indem
Sie, nachdem Sie die Veranstaltung angeklickt haben, unter „vormerken“ ein Häkchen setzen.
SPS (Schulpraktische Studien)
Für ein Lehramtsstudium sind zwei Module SPS verpflichtend: das bildungs- bzw.
grundwissenschaftliche und das fachdidaktische Praktikum. In beiden Modulen
soll eine durch die Universität organisierte
und angeleitete Begegnung mit der Schulpraxis stattfinden. Ziel der SPS ist es u.a.,
Theorie und Praxis der Lehrerbildung zu
verbinden. Das erste Modul wird i.d.R. im
zweiten und dritten Semester im Rahmen
der Bildungswissenschaften, das zweite
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Modul wird i.d.R. in der Fachdidaktik in
einem der gewählten Unterrichtsfächer
absolviert. Zu beachten ist die Anmeldung,
die jeweils ein Semester vorher zu erfolgen hat.
SSC (Studien-Service-Center)
Dem SSC zugeordnete Einrichtungen sind
u.a. das Studierendensekretariat und die
Zentrale Studienberatung. Das Studierendensekretariat ist Ihr Ansprechpartner
rund um die Verwaltung Ihres Studierendenstatus. Die Zentrale Studienberatung
unterrichtet insbesondere über Studienmöglichkeiten, Inhalte, Aufbau und Anforderungen eines Studiums.
s.t. (lat.: sine tempore = „ohne Zeit“)
Wenn eine Veranstaltung mit den Buchstaben „s.t.“ gekennzeichnet ist, dann gibt
es keine akademische Viertelstunde, sondern die Veranstaltung findet genauso
statt wie angegeben.
SWS (Semesterwochenstunden)
digt, wenn die betreffende LV regelmäßig
besucht (mind. 80% Anwesenheit) wurde, ggf. aktiv Beiträge geleistet und / oder
ggf. kleinere Aufgaben bearbeitet wurden.
Der TN gilt als erbracht, wenn eine aktive Teilnahme gegeben war, also z.B. ein
Protokoll angefertigt wurde, auch wenn
dieses inhaltlich mangelhaft war. Der TN
kann nur verweigert werden, wenn die
Teilnahme nicht angemessen war (häufiges Fehlen) oder eine aktive Teilnahme gar
nicht stattgefunden hat.
ZPL (Zentrales Prüfungsamt für
Lehramtsstudiengänge)
Das ZPL ist für die universitären Prüfungsangelegenheiten in den modularisierten
Lehramtsstudiengängen zuständig. Zu den
Aufgabengebieten zählen u.a. die Verbuchung von Studienleistungen (Leistungsund Teilnahmenachweise, Modulprüfungen und Kreditpunkte), die Betreuung des
Verfahrens zur Zwischenprüfung und die
Ausstellung der Meldebescheinigungen
zur Ersten Staatsprüfung. Das ZPL berät zu
allen die Prüfungen bzw. die Studiennachweise betreffenden Fragen.
Die Einheit der SWS wird an Hochschulen
benutzt, um den zeitlichen Umfang einer
Lehrveranstaltung anzugeben. Dabei entspricht eine SWS 45 Minuten. Heißt es z.B.
in einer Studienordnung, ein bestimmtes
Fachgebiet müsse durch vier SWS abgedeckt werden, bedeutet dies, es müssen
ein Semester lang Vorlesungen, Seminare
o.ä. mit insgesamt drei Stunden pro Woche besucht werden.
TN (Teilnahmenachweis)
Ein Teilnahmenachweis dient der Kontrolle der regelmäßigen Teilnahme an einer
Lehrveranstaltung. Ein TN wird ausgehän-
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