01/2015 Category Management Umsatz und Gewinn kundenorientiert und kooperativ fördern I n f o r m a t i o n e n • W i s s e n • E r f a h r u n g e n • I m p u l s e M_MC0115_R_Titel.indd 1 17.03.15 16:35 Die EMV-OnlineStrategie... ...für mehr Frequenz am Point of Sale! Nutzen Sie den ROPO-Effekt! Sich im Netz als aktiver und attraktiver Händler darzustellen und so den suchenden Kunden in den stationären Handel auf die Fläche zu bringen... das ist es, was der heutige Markt verlangt und was das EMV-Online-Konzept perfekt umsetzt. Bereits mehr als 100 Händler nutzen dieses innovative EMV-Angebot und profitieren damit vom ROPO-Effekt. ROPO (research online purchase offline) beschreibt das Phänomen, dass die Kunden sich zunehmend vorab im Internet informieren bevor sie das Geschäft aufsuchen. Das EMV-Online-Konzept basiert auf den zwei Säulen „Online-Shop“ und „Showroom“ - beides in trendigem Design – in dem der EMV einen großen Teil der Sortiments-Artikel automatisiert und onlinegerecht zur Verfügung stellt. Und das alles zu einem unschlagbar günstigen Preis! Informieren Sie sich! Ampertal 8 · 85777 Fahrenzhausen Tel.: 08133 89-0 · [email protected] · www.emverbund.de M_MC0115_Anz_EMV.indd 1 18.03.15 17:07 Lior I. Yarom, Projekt- und Redaktionsleiter MÖBELMARKT mulitchannel. Editorial Wer schafft die Orientierung: Konkurrent oder Kunde? Eigentlich müssten die deutschen Verbraucher zufrieden sein, im europäischen Vergleich zahlen sie die niedrigsten Preise für Lebensmittel. Nahezu alle Umfragen zeigen jedoch das Gegenteil – sie sind unzufrieden. Was wollen Kunden denn mehr als nur niedrige Preise? Händler und Lieferanten, die über dieses Wissen verfügen und es nutzen, können sich klare Wettbewerbsvorteile erarbeiten. Es ist nicht einfach nur hip, sich hinsichtlich der Vermarktungsaktivitäten vom Volumen weg und hin zur Wertschöpfung zu orientieren. Es lohnt sich ganz konkret in Form von Erlösen, Erträgen und Kundenloyalität. Seit den 1990er-Jahren leben nahezu alle anderen Branchen vor, wie unter dem Stichwort Category Management Industrie und Handel kundenorientierte und kooperative Wege gehen. Davor fehlten nicht nur Ansatz und Methodik, sondern vor allem die notwendige ITInfrastruktur sowie Datenbasis. Die hohe Komplexität stellt die größte Herausforderung dar. Insbesondere das Ermitteln der erforderlichen Daten und das Analysieren sowie Interpretieren der vielen benötigten Kennzahlen und Einflussfaktoren, gemeinschaftlich, aus üblicher Weise getrennten Unternehmensbereichen, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Wird dies nur halbherzig verfolgt, entsteht mit hohem Aufwand schnell ein ungenutzter Datenfriedhof. Zwar hinkt die Datenversorgung unserer Branche noch weit hinter der anderer Branchen hinterher, aber die aktuellen Investitionen des Möbelhandels in E-Commerce-Aktivitäten sorgen langsam für die notwendige Aufrüstung der ITLandschaften und Daten. Darüber hinaus schaffen Online-Shops auch die Erfordernis, sich anders als bisher mit der Vermarktung zu beschäftigen. Denn sind stationär die Flächen begrenzt, sind es in eShops die Bildschirme. Und in beiden Kanälen sind Geduld und Verständnis der Kunden für die Produktsuche begrenzt. Will man mehr erreichen als nur preisorientiert den Kundenbedarf zu erfüllen, muss proaktiv zum Impulskauf inspiriert und animiert werden. Zur gelungenen Verkaufsförderung ist das perfekte Zusammenspiel zwischen Kampagnen, Produktplatzierung, Sortiments- und Preisgestaltung gefragt – auf möglichst individueller Ebene. Es geht nicht nur darum, eine Warengruppe beieinander zu platzieren, sondern Produkte, die ein Kunde zusammen kaufen möchte, an einer Stelle zu platzieren. Das klingt banal, erfordert aber ein exaktes Wissen über Zielgruppen, deren Gewohnheiten und Wünsche. Sich an Mitbewerbern zu orientieren, schafft nur Gleichförmigkeit – sich am Kunden zu orientieren, produziert Zufriedenheit auf allen Seiten. Inhalt Editorial Seite 3 Exklusive Studie Stationärer Möbelhandel kann im Web nicht punkten Seite 4 Fachforum Logimat 2015 MÖBELMARKT multichannelFachforum „Kundenansprache – kanalübergreifend im Fokus“ auf der TradeWorld Seite 15 Lösungen Kunden-Analyse aus der Cloud Seite 7 Impressum/Inserentenverzeichnis Seite 12 Mobilität EuroCIS setzt IT-Trends im Handel Seite 8 Titelthema Category Management – Erlöse und Erträge kundenorientiert und kooperativ fördern Seite 10 DCC-Podium Neues IDM Polster mit Baukasten-Systematik Seite 13 Titelbild: Zielgruppenorientiert Umsatz und Gewinn mittels Category Management kooperativ fördern. Foto: Fotolia/kebox 01/2015 M_MC0115_R_Inhalt_Editorial.indd 3 17.03.15 17:27 Exklusive Studie Stationärer Möbelhandel kann im Web nicht punkten Exklusiv präsentiert MÖBELMARKT multichannel ausgewählte Ergebnisse der Studie „Black Box Online Shopping – Möbel, Wohnaccessoires“ von Konzept & Markt. Stationäre Geschäfte sind laut der MÖBELMARKT multichannel exklusiv vorliegenden Studie „Black Box Online Shopping – Möbel, Wohnaccessoires“ deutschen Möbelshoppern als bevorzugter Einkaufsort wichtiger als das Internet. Dies liegt vor allem an der Möglichkeit des sinnlichen und haptischen Erlebens der Produkte im Geschäft vor Ort. Kaufen die Deutschen hingegen Möbel im Netz, nutzen sie laut der Untersuchung des Marktforschungs-Unternehmens Konzept & Markt bevorzugt die Online-Marktplätze Amazon und Ebay sowie Ikea und Otto. Auch bei der Kundenzufriedenheit haben die Fachhändler laut der Studie allerdings noch Nachholbedarf (Grafik 3). 4 M_MC0115_R_Ecommerce_Studie.indd 4 Ein angemessenes Preisniveau, attraktive Angebote und die Zahlungsmethode sind die wichtigsten Merkmale, auf die Möbelkunden bei der Wahl des Onlineshops achten (Grafik 4). Das günstige Preisniveau ist dabei mit 57% nicht so wichtig wie für die Onlineshopper insgesamt. Dr. Ottmar Franzen: „Offenkundig gelingt es dem Möbelfachhandel nicht, seine Beratungskompetenz auch auf das Internet zu übertragen.“ 1% 1% Sonstiges 4% 4% Sicherheit beim Bezahlen Attraktive 8% Teilzahlungs möglichkeiten 2% 9% Einfache Rück gabe/Umtausch Gute Such-/ Vergleichs möglichkeiten Günstige Preise Einkaufsmöglichkeit rund um die Uhr Große Auswahl 7% 35% 32% 56% 38% 39% 38% 43% 40% 50% 48% 45% 53% Grafik 1: Kauftreiber für den Online-Handel gegenüber dem Einkauf im stationären Geschäft (in Prozent) Bequemes Einkaufen von zu Hause aus Fachhandel hat auch bei Kunden- Zufriedenheit Nachholbedarf Preisniveau, Angebote und Zahlungsmethode wichtigste Erfolgsfaktoren Lieferung nach Hause Mit 27% legte über ein Viertel der Deutschen, die in den letzten zwölf Monaten im Netz gekauft haben, Möbel und Wohnaccessoires in ihren Warenkorb. 69% davon waren Frauen. Sie schätzen dabei vor allem die Option, große und schwere Möbel nach Hause geliefert zu bekommen, bequemes Einkaufen rund um die Uhr sowie die große Auswahl (Grafik 1). Fachhandels-Kompetenz scheinen Möbelshopper hingegen im Netz seltener zu suchen, nutzen sie für ihre Onlinekäufe doch bevorzugt große Web-Konzerne (Grafik 2). 58% bestellten in den vergangenen zwölf Monaten bei Amazon, 44% bei Ebay. Auch weitere sortimentsübergreifende Händler werden oft genutzt: 27% kauften bei Otto, 19% bei Tchibo und 12% bei Bonprix. Reine Einrichtungs-Fachhändler stehen dahinter dagegen deutlich zurück – außer Ikea, wo 36% online bestellt haben. Es folgten Roller mit 13%, Depot mit 12% und Moebel.de mit 7%. „Der klassische Möbelhandel nutzt mit Ausnahme von Ikea das Potenzial des ECommerce noch nicht ausreichend. Damit überlässt er das Feld den Wettbewerbern“, bilanziert Dr. Ottmar Franzen, Geschäftsführer von Konzept & Markt. Denn bei den Kundenbewertungen liegt Otto mit Abstand an der Spitze, gefolgt von Amazon und Tchibo. Schlusslichter sind Depot, H&M und Roller. Auch Moebel.de, Ebay, Ikea und Butlers werden unterdurchschnittlich bewertet. Depot z. B. werden keine angemessenen Versandkosten und keine gute Preis-Leistung bescheinigt. Zudem fehlen hilfreiche Kundenbewertungen. Ähnliche Kritikpunkte gibt es bei Moebel.de. Auch bei Roller erscheinen vielen die Versandkosten nicht angemessen, zudem sind die Produkte aus Kundensicht von geringerer Qualität und es fehlen aussagekräftige und hochwertige Produktfotos. ■ Onlineaffine Möbel-Shopper ■ Onlineaffine Shopper gesamt Basis: Onlineaffine Möbel-Shopper, die bevorzugt im Internet einkaufen (n=253) Mehrfachnennungen möglich 01/2015 17.03.15 11:22 Exklusive Studie Grafik 2: Bevorzugte Anbieter beim Online-Kauf von Möbeln und Wohnaccessoires (in Prozent) 58% Amazon 44% Ebay 36% Ikea 27% Otto 19% Tchibo 13% Roller Bonprix 12% Depot 12% Dafür sind attraktive Rabatte für 50% der Möbelshopper relevant, im Vergleich zu 44% insgesamt. Auf der Startseite ihres präferierten Shops erwarten 50% der Möbelkäufer Informationen über Rabatte und jeweils 45% Angaben zu Versandkosten und Zahlungsmöglichkeiten. 11% Weltbild 10% Baur Butlers 8% H&M 8% 7% Moebel.de 6% Galeria Kaufhof Quelle 2% Plus 2% Auswahl der Händler im Netz über Google und Amazon 12% Sonstige Basis: Onlineaffine Möbel-Shopper (n=1.002) Mehrfachnennungen möglich Grafik 3: Ranking nach Erfolgsindex1 über alle Leistungsfaktoren2 1. Otto 1.686 4. Bonprix 1.643 2. Amazon 1.666 5. Weltbild 1.643 3. Tchibo 1.646 6. Baur 1.638 7. Galeria Kaufhof 1.620 Mittelwert: 1.603 8. Butlers 1.602 11. Moebel.de 1.577 14. Depot 9. Ikea 1.598 12. Roller 1.539 10. Ebay 1.582 13. H&M 1.530 1.479 Erfolgsindex = Kumulation der multiplikativen Verknüpfung von Wichtigkeit und Leistungsbeurteilung der jeweiligen Image-Items 2 Aufgrund einer zu geringen Fallzahl (n<30) können Plus und Quelle nicht ausgewiesen werden 1 Grafik 4: Entscheidende Kriterien bei der Wahl des Online-Shops (in Prozent) Onlineaffine Shopper gesamt 1. Günstiges Preisniveau 57% 63% 2. Attraktive Angebote/Rabatte 50% 44% 3. Zahlungsmethoden 48% 45% 4. Einfacher Bestellvorgang 43% 46% 5. Vertrauen in den Anbieter 40% 43% 6. Kostenlose Retoure 39% 30% 7. Übersichtlichkeit des Angebots 37% 34% 8. Erfahrung mit dem Online-Shop 21% 28% 9. SSL-Verschlüsselung 15% 16% 10. Expresslieferung 6% 7% Sonstiges 3% 4% Basis: Onlineaffine Möbel-Shopper (n=1.002) Mehrfachnennungen möglich Wenn Einrichtungs-Shopper im Netz auf die Suche gehen, dominieren als erste Anlaufstelle die Web-Konzerne. 68% der onlineaffinen Shopper von Möbeln und Wohnaccessoires nutzen Google oft bis sehr oft. 56% schauen sich häufig bei Amazon und 46% bei Ebay um. „Auch bei der Suche erstaunt, dass die Websites von spezialisierten Händlern ins Hintertreffen geraten. Nur 8% nutzen diese sehr oft und 22% oft. Die spezialisierten Anbieter sollten doch eigentlich die Stil- und Angebotskompetenz ausstrahlen und diese auch deutlich vermitteln“, unterstreicht Franzen. Gute Beratung kaum Argument für stationären Möbelhandel Um Kompetenz zu vermitteln, müssen Onlineshops auf die Produktpräsentation achten. Denn eine möglichst genaue Ansicht der Möbel ist für 71% das Hauptargument für den Kauf im stationären Handel (Grafik 5). Dieser Punkt ist ihnen mit 71% deutlich wichtiger als den Onlinekäufern anderer Kategorien. Aber nur 26% der Möbelkäufer bevorzugen stationäre Geschäfte wegen eines attraktiven Einkaufserlebnisses, in anderen Sparten sind es noch weniger. Geradezu ein Paukenschlag ist, dass nur für 18% gute Beratung ein Argument für den stationären Fachhandel ist – womit diese Quote bei Möbeln noch niedriger liegt, als im Schnitt über alle Sparten. „Offenkundig gelingt es dem Möbelfachhandel nicht, seine Beratungskompetenz im Bereich Möbel und Wohnaccessoires auch auf das Internet zu übertragen“, erläutert Franzen. „Wenn es den OnlineShops gelingt, eine direkte Bemusterung der Ware zu ermöglichen oder Ersatzlösungen zu schaffen, können sie daraus Die Studie kann bestellt werden unter: www.konzept-und-markt. com/studien.html. 01/2015 M_MC0115_R_Ecommerce_Studie.indd 5 17.03.15 11:22 Grafik 5: Kauftreiber für den stationären Handel gegenüber dem Online-Shopping (in Prozent) Bis 100 Euro Ausgaben pro Jahr hat das Netz die Nase vorn Die durchschnittlichen jährlichen ProKopf-Ausgaben für Einrichtung liegen bei 311 Euro in Onlineshops und 442 Euro in stationären Geschäften (Grafik 7). Während das Internet bei Ausgaben pro Jahr bis 100 Euro klar die Nase vorne hat, liegt der stationäre Fachhandel in allen höheren Ausgabe-Kategorien vorne, insbesondere bei Ausgaben über 600 Euro. Die Möglichkeit, Möbel per Click & Collect im Netz zu bestellen und in der Filiale abzuholen, ist nur bei einer Minderheit bekannt. Zudem haben nur 9% Interesse an derartigen Lösungen. Bindung der Möbelshopper an Händler unterdurchschnittlich Die Bindung der Möbelshopper an bestimmte Händler ist unterdurchschnittlich, stöbern 46% doch gerne in neuen unbekannten Shops, während es im Schnitt aller Internetkäufer nur 34% sind. Gute Möbelshops im Netz haben somit das Potenzial, zum neuen Stammshop der Einrichtungskunden zu werden. Für die Studie wurden 1.000 Online-Käufer von Möbeln und Accessoires befragt, die mindestens einmal in den letzten zwölf Monaten im Netz Produkte dieser Kategorie gekauft haben. Die Befragten wurden repräsentativ ausgewählt. Zum Vergleich wurden branchenübergreifende Ergebnisse einer Befragung von 8.134 OnlineKäufern herangezogen. Konzept & Markt ist ein Beratungsinstitut für individuelle Marktforschungskonzepte mit Kernkompetenz in Ursachen-, Wirkungs- und Treiberanalysen für die Marketing-Kernbereiche Kunde und Marke. Gerald Schultheiß 6 M_MC0115_R_Ecommerce_Studie.indd 6 ■ Onlineaffine Möbel-Shopper ■ Onlineaffine Shopper gesamt Basis: Onlineaffine Möbel-Shopper (n=709) 5% 7% 7% 2% Sonstiges Günstige Preise Werde auf Neuigkeiten aufmerksam gemacht 12% 9% 11% 9% Sicherheit beim Bezahlen 14% Große Auswahl 12% 27% 18% Gute Beratung 20% 19% Einfache Rückgabe/ Umtausch 26% Attraktives Einkaufserlebnis Obwohl sie in den letzten zwölf Monaten im Internet gekauft haben, bevorzugen nach wie vor 40% der Online-Möbelshopper den Einkauf bei stationären Fachhändlern wie XXXL, Roller oder Ikea (Grafik 6). Aber bereits 25% kaufen ihre Einrichtung lieber im Netz. Bei den Onlineshoppern anderer Kategorien sind es mit 47% bereits deutlich mehr. Bei onlineaffinen Möbel-Shoppern überwiegt der stationäre Handel mit 61% der Einkäufe im Vergleich zu 39% online. Sparen von Versandkosten Ein Viertel bevorzugt Online-Kauf von Möbeln und Wohnaccesoires Man kann die Ware direkt mitnehmen einen strategischen Wettbewerbsvorteil aufbauen.“ Man kann die Ware anschauen 14% 33% 32% 61% 55% 56% 71% Exklusive Studie Mehrfachnennungen möglich Grafik 6: Nutzung der Einkaufskanäle – gelegentlicher und bevorzugter Einkauf (in Prozent) Gelegentlicher Einkauf* Internet 100% Möbelmärkte 59% Bau- und Heimwerkermärkte Fachgeschäfte für Wohnen und Deko 52% (wie z.B. Depot, Butlers, Nanu-Nana) 46% Discounter Versandhandel 40% Super-/Verbrauchermarkt 35% Kaufhaus Sonstige 25% 71% (z. B. XXXL-Möbelhäuser, Roller, Ikea) TV-Shop Bevorzugter Einkauf ➜ Onlineaffine Shopper gesamt: 47% 40% 4% 12% 3% 8% 1% 2% 30% 0% 6% 1% 2% Basis: Onlineaffine Möbel-Shopper (n=1.002) * Mehrfachnennungen möglich Grafik 7: Ausgaben in Online-Shops vs. stationären Geschäften (in Prozent) Ausgaben in OnlineShops im Jahr 51% 46% Bis 100 Euro 101 bis 200 Euro 201 bis 300 Euro Ausgaben in stationären Geschäften im Jahr 17% 19% 35% 51% 18% 15% 9% 10% 12% 9% 301 bis 600 Euro 13% 13% 18% 12% 600 Euro und mehr 10% 12% 18% 14% Ø jährliche Ausgaben 311 Euro 360 Euro ■ Onlineaffine Möbel-Shopper ■ Onlineaffine Shopper gesamt Basis: Onlineaffine Möbel-Shopper (n=1.002) Quelle für Grafiken: Konzept & Markt 442 Euro 428 Euro Durchschnittliche Ausgaben 01/2015 17.03.15 11:22 Lösungen Kunden-Analyse aus der Cloud Store Analytics bietet lokalen Händlern als Cloud-basierte Analyse-Plattform die technische Basis für Omnipräsenz, Kundenzufriedenheit und Erlebniseinkauf. Dabei stützt sich das Start-up auf innovative Technologien und entwickelt Konzepte und Lösungen für den Handel von morgen. Omnipräsenz – Einkaufen rund um die Uhr egal wo und über welchen Kanal – ist nur einer der Ansprüche der heutigen Konsumenten. Zugleich gehören Kundenzufriedenheit und erlebnisorientiertes Einkaufen mehr denn je zu den wichtigsten Disziplinen und bieten Möbelhändlern viel Potenzial, um über Service, Beratung und individuelle Kundenansprache deutlich stärker auf ihre Klientel zuzugehen. Store Analytics bietet die technische Grundlage, um Kunden im Geschäft, über das Web, mobil und über soziale Kanäle neu zu begegnen. Das Framework besteht aus einem Basissystem mit Dashboard, ERP-Basis, CRM, Kalender und Nutzerverwaltung, das mit entsprechenden Komponenten aus den Bereichen „Mobile“, „Analytics“, „Multichannel“ und „Payment“ modular erweitert wird. Dieses System richtet sich an der bestehenden IT-Infrastruktur des jeweiligen Händlers aus und macht Insellösungen somit überflüssig. Dazu wird es an die bestehenden ERP- und Warenwirtschaftssysteme angebunden und über entsprechende Module skaliert. „Wir haben uns bereits im letzten Jahr entschieden, mit dem führenden ERPund Warenwirtschaftsanbieter im Möbelhandel, der SHD AG, eine langfristige Kooperation einzugehen. Somit bieten wir gemeinsam mit SHD eine ganzheitliche Lösung, um die Multichannel-Herausforderung zu adressieren“, führt Geschäftsführer Marcel Florian aus. Denn entscheidend sei, seine Kunden zu verstehen und ihre Bedürfnisse zu erkennen – noch bevor sie dies selbst tun. Dabei gehe es nicht nur darum, nachzuvollziehen, dass Kunden dies oder jenes tun, sondern zu ergründen, warum sie so handeln und was sie dabei antreibt. Dieses datenbasierte Kennen der eigenen Kunden und die quantitative Analyse ihres Kaufverhaltens seien entscheidende Kriterien für eine langfristig erfolgreiche Kundenansprache und -bindung. „Die gewonnenen Erkenntnisse nutzt Store Analytics, um Kunden auf einer zeitgemäßen Ebene neu zu begegnen und bietet Entscheidern valide Grundlagen für erfolgreiche Strategien“, so Florian. Beispielsweise werden durch das Modul Marcel Florian stellte in Köln auf dem Stand von SHD u. a. die Heatmap zur iBeacon-basierten Analyse der Laufwege und der Interessen der Kunden vor. Foto: Schultheiß „Push“ personalisierte Angebote über Beacons auf das Smartphone des Kunden im Laden gesendet. Über „Map“ lassen sich die Laufwege von Kunden analysieren und grafisch darstellen, über „Pay“ können Kunden ihre Ware direkt beim Berater mit EC-, Kreditkarte oder selbstständig am Self-Check-out bezahlen. Dabei greift eine Komponente in die andere: „Daten aus dem Nutzungsverhalten der App oder Website, den bisherigen Käufen und dem Verhaltensmuster im Laden lassen Schlüsse auf für den Kun- den interessante Produkte zu“, erläutert der Gründer des Würzburger Start-ups. „Die Analysen und Berechnungen dieser Opportunitäten erfolgen in Millisekunden – jedes Mal, bevor das System eine Aktion vornimmt. Es wägt automatisch ab, ob der Kunde als potenzieller Käufer für ein Produkt infrage kommt, und bietet ihm dieses dann über ,Push‘ als personalisiertes Angebot zum Kauf an. Keine Rabattschlacht mehr und keine genervten Kunden,“ unterstreicht Florian. Dabei überträgt Store Analytics Mechanismen in das lokale Geschäft, die online längst Anwendung finden. So soll über Cross-Selling- und Recommender-Systeme die Rate der Impuls- und Spontankäufe deutlich gesteigert werden. „Alle wesentlichen Entscheidungen fallen emotional, 70 bis 80% aller Kaufentscheidungen treffen wir unbewusst – und auch die restlichen 20 bis 30% sind nicht so rational, wie man vermuten mag“, unterstreicht Florian. Aktuell arbeitet das Start-up an einem Piloten, bei dem mehrere der Komponenten live getestet und weiterentwickelt werden sollen. „Wir suchen für die weitere Zusammenarbeit nicht nur Big-Player, sondern auch innovative Möbelhändler, die erst am Anfang ihrer Online-Aktivitäten stehen“, appelliert Florian. Gerald Schultheiß 01/2015 M_MC0115_R_StoreAnalytics.indd 7 17.03.15 11:26 Mobilität EuroCIS setzt IT-Trends im Handel Mobile Lösungen und Multichannel stehen im Mittelpunkt der Fachmesse Shopping 4.0 – das bedeutet, dem Kunden ist es egal, ob er von zu Hause aus oder direkt im Geschäft einkauft, ob onoder offline. Die Hauptsache ist, dass das Shoppingerlebnis bequem ist, smart und voll vernetzt. Es gibt nicht mehr den Online-Käufer oder den Traditionalisten, der ins Ladengeschäft geht, der normale Kunde kauft auf allen Kanälen ein und entscheidet sich von Fall zu Fall für den Kanal, der ihm gerade zusagt. Diesen Trend zum Multichanneling hat auch die EuroCIS 2015 noch einmal eindrucksvoll bestätigt. Die EuroCIS beschäftigt sich als Ableger der alle drei Jahre stattfindenden EuroShop jedes Jahr mit Produkten, Lösungen und Trends in Sachen IT für den Handel. In diesem Jahr kamen mehr als 8.800 Fachbesucher aus mehr als 60 Ländern, um sich bei den 318 internationalen Ausstellern auf 9.130 qm Ausstellungsfläche über die neuesten Errungenschaften zu informieren. Die Messeleitung zeigte sich dementsprechend mit der Entwicklung der EuroCIS sehr zufrieden, konnte sie doch sowohl auf Besucher- als auch auf Ausstellerseite stark zulegen: „Die Erfolgsstory der EuroCIS wurde damit um ein Kapitel erweitert. Sie ist mit ihrem hoch spezialisierten Angebot einzigartig. 8 M_MC0115_R_EuroCIS.indd 8 Dies schlägt sich auch in der hohen Zahl an Top-Entscheidern des Handels auf Besucherseite nieder. Für viele ist der jährliche EuroCIS-Termin in Düsseldorf gesetzt“, resümiert Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, und ergänzt: „Besonders freut uns, dass die EuroCIS in diesem Jahr auch eine deutliche Steigerung an Fachbesuchern aus dem außereuropäischen Ausland verzeichnen konnte.“ Mobile Endgeräte erobern den Handel, wobei neben dem Smartphone des Kunden auch spezielle Endgeräte für den Verkäufer zum Einsatz kommen. Foto: Messe Düsseldorf Mobile Power für den Händler Dass die Zukunft im Handel mobil sein soll, sagen die Zukunftsforscher ja schon länger voraus. Allerdings war hier bisher immer gemeint, dass der Kunde über mobile Endgeräte von überall aus einkaufen will. Und ja, auch das bestätigt die EuroCIS, dieser Trend ist weiter ungebrochen. Die Mobilität im Handel bekommt allerdings eine neue, für das Tagesgeschäft ebenso spannende Komponente. Denn auch der Händler selbst soll künftig viel Russell Younghusband, General Manager Diagnostic Sales bei Panasonic, stellt das neue Spezial-Tablet FZ-R1 für den Handel vor. Foto: Schwarze 01/2015 17.03.15 10:59 Mobilität mobiler in seinem Geschäft unterwegs sein. Die Anwendungsgebiete hierfür sind so vielfältig wie die hierfür angebotenen Geräte. Im einfacheren Fall werden Consumer-Endgeräte, also Tablets wie das iPad oder das Samsung Galaxy, mit Anwendungen und Zubehör für den professionellen Einsatz bestückt, um sie beispielsweise als Kassensystem nutzen zu können. Allerdings sind die Geräte nicht für die Belastungen im professionellen Einsatz ausgelegt und solche Lösungen sind oftmals in Sachen Funktion und Datensicherheit Kompromisse. Die weitaus vielseitigere und zumeist auch bessere Variante sind spezielle mobile Endgeräte, die für den Einsatz in Handel und Gastronomie entwickelt wurden. Diese auch „Rugged Tablets“ oder „Rugged Laptops“ genannten Geräte (rugged bedeutet im Englischen so viel wie robust) sind durch spezielle Gehäuse vor Beschädigungen durch Sturz, Wasser, Staub oder extreme Temperaturen geschützt und können eine ganze Menge. Branchenriese Panasonic nutzte die Gelegenheit, auf der EuroCIS mit dem „Toughpad FZ-R1“ eine neue Gerätekategorie vorzustellen, die für den Handel zur berühmten „Eier legenden Wollmilchsau“ werden soll. Das 7-Zoll-Tablet arbeitet mit Windows Mobile 8.1 als Betriebssystem und verfügt über ein spezielles Display, das bei Tageslicht problemlos ablesbar ist, mit den bloßen Fingern, einem Stylus-Stift und sogar mit behandschuhten Fingern bedient werden kann – was sich in kalten Lagern und sogar in der Kühllogistik bewähren soll. Gleichzeitig ist in das Gerät ein Tastenfeld für die Eingabe von PIN-Nummern ebenso integriert wie Chip-Karten- und Magnetstreifen-Leser und NFC (Near Field Communication), sodass alle in näherer Zukunft denkbaren Bezahlmethoden abgedeckt sein sollten. Die hierfür benötigte Datenanbindung über UMTS- und LTE-Mobilfunk ist natürlich auch an Bord, sodass das Gerät standortunabhängig und auch außerhalb des WLAN-Netzes voll einsatzfähig ist. Zu guter Letzt sind auch ein Barcode-Leser sowie eine Kamera mit verbaut, was den Einsatzbereich noch einmal erweitert. So kann das Gerät am Regal im Geschäft genutzt werden, um Warenbestände zu prüfen und gegebenenfalls direkt nachzubestellen. Mit speziellen Augmented-Reality-Apps kann der Mitarbeiter bei Aktionsflächen oder -tischen überprüfen, ob der Aufbau im Geschäft mit dem Dekorationsvorschlag von Hersteller oder Geschäftsleitung übereinstimmt. Zu Stoßzeiten kann direkt in der Shopfläche mit den Geräten elektronisch kassiert werden oder Kundenorders aufgenommen werden … die denkbaren Anwendungen erscheinen endlos. Vieles wird allerdings davon abhängen, wie gut die Softwareanbindung an die eigenen Systeme gelingt. Hier, davon ist auszugehen, werden die großen Supermarkt-Ketten und Mode-Filialisten wohl den Vorreiter spielen. Labeling und stumme Verkäufer Während die Verkäufer oder Sortimentsverantwortlichen künftig also mit mobilen Endgeräten statt mit Klemmbrett und Papier im Geschäft unterwegs sind, müssen hier auch die Regale, Preisschilder und das POS-Marketing mitziehen. So stellte das Unternehmen Pricer beispielsweise Lösungen vor, die den Kunden dabei helfen können, bestimmte Produkte oder auch einfach den Verkäufer im Geschäft zu finden. Die elektronischen Etiketten können dann beispielsweise dem Kunden per Signal-LED verraten, welches Leuchtmittel für seine Lampe geeignet ist. Mit der französischen Supermarktkette Carefour hat man zudem eine App entwickelt, mit der man den Einkauf zu Hause planen kann und dann im Geschäft die passenden Laufwege angezeigt bekommt. Omnichannel überall Dass die verschiedenen Vertriebswege weiter miteinander verschmelzen, ist längst kein Geheimnis mehr und deswegen war auch „Multichannel“/„Omnichannel“ eines der zentralen Themen auf der EuroCIS. Das EHI Retail-Institut stellte im Rahmen der Messe seine Studie „IT-Trends im Handel“ vor. In den vergangenen zwei Jahren sind die IT-Kosten im Handel weiter gestiegen auf voraussichtlich 1,24% des Jahresumsatzes in 2015. Und 63% der Teilnehmer an der Befragung sehen im Bereich „Omnichannel“ den bedeutendsten technologischen Trend im Handel. Dabei sehen die meisten Teilnehmer Optimierung der Kanalintegration aus organisatorischer Sicht als wichtigste Herausforderung an, gefolgt von technischer Systemverknüpfung, Realtime-Anbindung und Stammdatenmanagement. Aber auch in praktischer Hinsicht hatte die EuroCis für dieses Themenfeld spannende Lösungen zu bieten. So beeindruckte das Unternehmen Xplace mit einem Multichannel-Terminal für den POS, das die Grenzen zwischen stationärem Geschäft und Online-Kauf verschmelzen lässt. Ist ein Produkt gerade nicht vorrätig, wird das Terminal zum virtuellen Regal des Online-Shops, das zu dem gesuchten Produkt beispielsweise einen QR-Code generiert, über den der Kunde dann noch vor Ort per Smartphone den gesuchten Artikel bestellen kann. Trends verschmelzen Und damit verschmelzen dann auch wieder die beiden Mega-Trends Ominichannel und Mobile Shopping miteinander. Es wird spannend bleiben, welche konkreten Lösungen sich kurz-, mittel- und langfristig durchsetzen werden und welche eher ein Nischenprodukt bleiben oder gar wieder ganz verschwinden. Klar ist dabei nur eines: Der Handel wird sich weiter verändern und die Entwicklungsgeschwindigkeit für neue Lösungen wird weiter ansteigen. Online und Offline wachsen zusammen und die Verkaufsförderung am POS wird immer öfter digital. So ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Foto: Schwarze 01/2015 M_MC0115_R_EuroCIS.indd 9 17.03.15 11:00 Titelthema Category Management Erlöse und Erträge kundenorientiert und kooperativ fördern Eine gut geplante Sortimentsgestaltung ist eine der zentralen Leistungen des Einzelhandels. Denn der Konsument bevorzugt diejenigen Handelsunternehmen, die seinen Einkaufs- und Konsumbedürfnissen am besten entsprechen. Category Management (CM) oder auch Warengruppen-Management heißt die nachfragerseitige Dimension des Efficient Consumer Response (ECR), die sich mit der Sortimentierung im Handel beschäftigt. Kooperativ zum Erfolg ECR betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette, von der Produktion bis zur Kaufentscheidung der Verbraucher im Handel, als ganzheitlichen Prozess. ECR bezeichnet ein kooperatives Konzept zwischen Herstellern und Händlern, denn im Idealfall werden die vertikale Kompetenz des Herstellers hinsichtlich der jeweiligen Produktwelten mit der horizontalen Kompetenz des Handels zur optimalen Aussteuerung der Warengruppen untereinander kombiniert. Der Händler hat im Idealfall sehr viel Wissen über den Kunden als Shopper, während die Industrie bessere Daten über den Kunden als Verwender der Produkte besitzt. Win-win-win-Situation Gemeinsames Ziel von ECR ist einerseits die Aufdeckung logistikseitiger Optimie- 10 M_MC0115_R_CategoryManagement.indd 10 rungs- und Rationalisierungspotenziale zur Kostenreduktion sowie Effizienzsteigerung bei gleichzeitigem Marktwachstum durch konsequente Orientierung an Konsumentenbedürfnissen und Maximierung des Kundennutzens andererseits. Die Kooperation zwischen Industrie und Handel soll Verbraucherwünsche aufgreifen sowie den Nutzen für den Kunden erhöhen. Sie soll dabei Potenziale aufdecken und eine Ergebnisoptimierung realisieren, die durch eine isolierte Betrachtung nicht möglich gewesen wären. Und zwar in der Form, dass alle Beteiligten, Industrie, Handel und Endkunde, davon profitieren. Verbesserte Ergebnisse durch höheren Kundennutzen CM setzt dies methodisch auf der Vermarktungsseite um und bildet damit das Pendant zum Supply Chain Management (SCM). Als strategischen Ansatz überträgt Category Management die Kundenorientierung systematisch auf die Sortimentspolitik, um Kundenzufriedenheit und -loyalität zu sichern sowie parallel die Erträge zu steigern. Die Philosophie ist, Unternehmen auf der Basis strategischer Geschäftseinheiten zu organisieren und zu managen, die auf Warengruppen beruhen. Grundlage ist, dass Handel und Industrie gemeinsam und ge- zielt Produktgruppen, die der MarketingExperte “Categories” nennt, nach Kundenbedürfnissen zusammenstellen und optimal präsentieren. Nicht mehr nur in Marken oder Produkten, sondern in Kategorien denken Category Management zielt nicht auf den Einzelartikel, sondern immer auf den Erfolgsbeitrag definierter Warengruppen beziehungsweise Kategorien. Die Zusammensetzung der Sortimente verknüpft bewusst Produkte unterschiedlicher Produktsparten zu einer zielgruppengerechten Kategorie. Das einzelne Produkt und die einzelne Marke wird Baustein zur Optimierung einer neuen Warengruppenstruktur sowie der Ertragsmaximierung einer Kategorie. Eine gemeinsam verbesserte Sortimentsstruktur und Produktpräsentation, ausgerichtet an Verbraucher- und Shopperwünschen, befriedigt die Wünsche der Kunden besser, erhöht die Wertschöpfung und steigert Erlöse und Erträge von Handel sowie Industrie. Kurze Wege und Impulskäufe Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, herauszufinden, welche Produkte aus Sicht welcher Kunden in welcher Kaufsituation zusammengehören. Der Kunde soll die Produkte zum einen dort finden, wo er sie 01/2015 18.03.15 12:36 Titelthema intuitiv erwartet. Und zwar stationär, online oder mobil. Dies verkürzt die Wege beim Einkauf, reduziert die Ablenkung und schafft mehr Sicherheit bei der Kaufentscheidung. Produkt, Produktnutzen oder Marke können aber auch dort attraktiv inszeniert werden, wo der Kunde Relevanz durch einen sinnvollen oder emotionalen Kontext empfindet. Dies ermöglicht Begehrlichkeiten zu wecken und Impulskäufe auszulösen. Im Zentrum steht immer wieder die Frage: Was würde welcher Kunde zu welchem Zeitpunkt, in welchem Kontext und an welchem Ort beziehungsweise Kanal noch kaufen wollen? CM fragt konsequent nach den Kundenbedürfnissen und stellt die gewonnenen Erkenntnisse immer wieder neu infrage. Systematik, aber auch Agilität in der Warensortierung stellen die klassische Einkaufs- und Verkaufsgliederung im Handel auf den Kopf. Das gilt gleichermaßen für den klassischen Einzelhandel, den Versandhandel wie E-Commerce. Im Tankstellenshop, dem Supermarkt oder Online-Shops sind die Beispiele für jeden offensichtlich: • Teenager, die „Young-Care-Produkte“ wie Anti-Pickel-Creme kaufen, bekommen direkt daneben Modeschmuck oder Merchandise-Artikel einschlägiger TVSoaps oder Boygroups angeboten. • Spielzeugregale werden neben Tierfutterregalen positioniert, da junge Familien besonders häufig Haustiere haben. • Windeln werden nicht nur im Babyregal, sondern auch neben der Palette mit dem Wochenangebot für Bier drapiert. Denn Papa nimmt sich gerne auch was mit, wenn Mama ihn losschickt für den Nachwuchs einzukaufen. • Abends werden auf der Event-Fläche, auf der morgens noch Kaffee und Brötchen standen, Grillwürstchen, Holzkohle und Bier für den Feierabend präsentiert. • Am Promotionstand werden ausgewählte Personen zu bestimmten Tagen und Tageszeiten und am optimalen Standort in überlegter Art und Weise zum Probieren neuer Produkte oder anderen Interaktionen animiert. • Im Online-Shop wird das Cross-SellingAngebot aus der passenden Kategorie darüber hinaus noch vom sozialen Faktor flankiert, denn es wird dem Kunden als Empfehlung anderer Kunden mit ähnlichen Interessen dargestellt, im besten Fall sogar ganz konkreter Freunde oder Bekannter. Kunden im Fokus Mit der systematischen Bewertung der einzelnen Kategorien können Ladenbaukonzepte, Produktpräsentationen, Marketing- und Verkaufsförderungsaktivitäten zielgruppenspezifischer und effizienter gestaltet werden. Eng verbunden mit dem ganzheitlichen Ansatz des Customer Relationship Managements (CRM) stellt Category Management den Kunden in den Mittelpunkt sämtlicher Unternehmensaktivitäten. Durch eine effizienter gestaltete – konsequent an den Erwartungen der Kunden orientierte – Anordnung der Sortimente und Warengruppen können Verbraucherwünsche besser erfüllt und die Kundenloyalität aufgebaut werden. Die zielgruppengerechte Strukturierung und Inszenierung der Kategorien sorgt für Profilierung im Wettbewerb, denn sie verschafft dem Kunden das Wohlgefühl, sich verstanden und beheimatet zu fühlen. Er findet sich einerseits intuitiv zurecht und entdeckt dennoch seine Produktwelten situativ immer wieder neu, auf seine Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten. Das schafft Kaufanreize aber auch Loyalität, denn aus Kundensicht ist es bewährt und bequem, aber veränderlich und spannend zugleich. Herausforderung Daten und Technologien Auch in der Möbelbranche gibt es viele sehr erfolgreiche Beispiele von Konzepten, die durch eine enge und kooperative Zusammenarbeit von Hersteller, Verband und Handel zum Teil sehr gute erste Ansätze von CM-Grundgedanken verfolgen. Sie bleiben bislang jedoch noch sehr an der Oberfläche und sind in die Beziehungen und Prozesse zwischen Handel und Industrie nicht wirklich implementiert. Ein Grund liegt in der Infrastruktur und Prozesslandschaft unserer Branche. Die Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung eines modernen Category Managements ist die permanente Analyse der eigenen Verkäufe sowie der Bedürfnisse und des Verhaltens der Kunden. Der Category Manager typologisiert und modularisiert bei seinen Kauf- und Marktanalysen bis ins Detail und analysiert, wer, wann, wie, wo, warum und in welchem Zusammenhang ein bestimmtes Produkt erwirbt. Im optimalen Fall bezieht er sogar die gesamte Customer Journey über verschiedene Stadien des Kaufent- scheidungsprozesses ein. So kann er systematisch nach Potenzialen suchen, die Wünsche der Kunden früher und besser zu erkennen. Er wird simulieren, interpretieren und kategorisieren, um an jedem Touchpoint situativ das individuell optimale Angebot für Information, Kommunikation, Interaktion oder Transaktion zu servieren: kundengerecht, mediengerecht und bedarfsgerecht, allerdings auch prozess- und ertragsoptimiert für das Unternehmen. Gerade im Möbelhandel, wo es um komplexe, beratungsintensive sowie aus Verbrauchersicht auch investive Gebrauchsgüter geht, kann die Customer Journey bis zur endgültigen Kaufentscheidung lang und von vielen Kanalsprüngen geprägt sein. Der Prozess der Kategorisierung geeigneter Produkte und Warengruppen sowie deren Analyse und die Optimierung aus Konsumentensicht ist komplex und stützt sich auf eine faktenbasierte Methodik. Sie bezieht neben möglichst detaillierten innerbetrieblichen Daten z.B. über Abverkäufe, qualitativ hochwertige Kundendaten, Kundenzufriedenheitsanalysen, auch wettbewerbsspezifische Daten anderer Händler sowie Marktforschungsdaten aus Panels oder Haushaltsumfragen ein. Category Management erfordert somit neben einer entsprechend strategischen kundenorientierten Ausrichtung und einer gelebten Partnerschaft mit Lieferanten auch eine zeitgemäße, vernetzte IT-Infrastruktur, Prozesslandschaft und Datenhaltung. Stichworte wie BusinessIntelligence (BI) oder BigData liefern Hinweise darauf, wo andere Branchen bereits längst stehen. Leistungsfähige Frontend-, Middleware- und Backendsysteme bilden die leistungsfähige Architektur, stellen Daten, Funktionalitäten, Verknüpfungen sowie Workflows zur Verfügung und vernetzen Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette. Schaffung einheitlicher Standards Identifikations-, Kommunikations- und Prozessstandards bilden die Basis für versorgungskettenübergreifende Maßnahmen zur Rationalisierung, verbunden mit solchen zur Realisierung von Marktwachstumspotenzialen. Sie regeln, dass in den Prozessen alle Schritte und die Kommunikation einheitlich und unmissverständlich erfolgen. Auch wenn es nicht gerne gehört wird, zur Optimierung strategischer und ope- 01/2015 M_MC0115_R_CategoryManagement.indd 11 18.03.15 12:36 Titelthema rativer Maßnahmen zur Erhöhungen des Kundennutzens, zur Steigerung von Erlösen und Erträgen sowie für Effizienz- und Imageverbesserungen geht, ist Technologiekompetenz inzwischen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Neue Impulse aus dem Category Management sind in der Einrichtungsbranche daher vor allem durch neue Player zu erwarten. Beispielsweise Handelsunternehmen anderer Branchen, für die professionelles Category Management seit den 1990erJahren eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Sie wollen mit neuen Kategorien bestehende und neue Zielgruppen besser erreichen und damit in die rentablen Produktwelten unserer Branche wachsen. Deutlicher werden Ansätze aber voraussichtlich aus dem Distanz- sowie Onlinehandel erkennbar sein. Zum einen verfügen diese Unternehmen über Know-how und Infrastruktur in den Segmenten Technologie, Daten und Prozesse, organisch gewachsen aus ihrem Kerngeschäft. Zum anderen stehen viele erfolgreiche Anbieter, getrieben von den Potenzialen und Herausforderungen des E-Commerce, der konsequenten Orientierung am Kunden kulturell deutlich näher als viele stationäre Möbelhändler. Und drittens wird sich die Online-Vermarktung im Einrichtungsmarkt zukünftig wandeln. Die Konversion aus preisorientierten Trefferlisten zielgerichteter Produktsuche und dafür generierten Produktdetailseiten wird abnehmen. Zunehmend entwickeln sich technologische, methodische und gestalterische Instrumente, um die digitale Inszenierung komplexer, variantenreicher Produktwelten an allen Touchpoints zu perfektionieren – sta- Impressum MÖBELMARKT multichannel Erscheint im: Verlag Matthias Ritthammer GmbH Andernacher Straße 5a, 90411 Nürnberg, Deutschland Postfach 3850, 90019 Nürnberg, Deutschland Telefon: +49 911 95578-0 Fax: +49 911 95578-11 E-Mail: [email protected] www.ritthammer-verlag.de, www.moebelmarkt.de Herausgeber und Verleger: Klaus Ritthammer, Franz Schäfer und Andreas Müller-Buck M_MC0115_R_CategoryManagement.indd 12 tionär, online und mobil. Die Verbraucher zu inspirieren und zu einem Impulskauf zu verführen, sollte in unseren emotionalen Produktwelten kein grundsätzliches Problem sein. Inserentenverzeichnis Verantwortlich für Konzeption & Inhalt: emagine! UG (haftungsbeschränkt) Europa Möbel-Verbund GmbH & Co. KG, D-Fahrenzhausen 2. Umschlagseite Projekt- und Redaktionsleitung: Lior I. Yarom Telefon: +49 521 95960681 Fax: +49 521 95960682 Mobil: +49 152 34362882 E-Mail: [email protected] Einrichtungspartnerring VME GmbH & Co. KG, D-Bielefeld 4. Umschlagseite Kommissarische Chefredaktion: Gerald Schultheiß Redaktion: Lior I. Yarom, Gerald Schultheiß, Arnd Schwarze Bildhinweise: Bei allen Bildern handelt es sich, wenn nicht anders bezeichnet, um Firmenabbildungen; Titelmotiv: Fotolia/kebox 12 Fotos: Fotolia/psdesign1, Fotolia/Style Media & Design Grafik: Jürgen Kroll (Leitung), Manfred Krompaß, Uta Fischer-Kroll, Tanja Schwarz Anzeigen: Gerrith B. Horndasch, Tanja Voigt Vertrieb: Johanna Schreiter 01/2015 18.03.15 12:37 DCC PODIUM Neues IDM Polster mit Baukastensystematik DCC-Fachbeirat Polster startet Version 2.5 zum 1. September. Das Treffen des Fachbeirats Polster im Daten Competence Center (DCC e.V.), Herford, in der deutschen Polsterdomäne Oberfranken endete mit einem überraschenden Paukenschlag. Die angereisten Spezialisten aus den Unternehmen sowie den Software-Häusern einigten sich nach relativ kurzer intensiver Diskussion, auf eine detaillierte Weiterentwicklung des bestehenden Formats 2.4 zu verzichten und stattdessen einen großen Wurf zu wagen: Bis zum Spätsommer 2015 soll das neue IDM Polster 2.5 an den Start gehen. Der Clou: Erstmalig für die Möbelbranche kann die Baukasten-Systematik vom Format umgesetzt werden. Das ist ein Novum, auch für die historisch am längsten mit dem DCC verbundene Küchenmöbelindustrie. Bedeutende Branchenplayer im Segment Küche hatten bereits kommuniziert, im nächsten Jahr mit Baukastensystemen arbeiten zu wollen. Dieser Ansatz muss samt den erforderlichen Stücklisten natürlich im IDM Küche/ Bad gespiegelt werden. Nun, wie DCCGeschäftsführer Dr. Olaf Plümer befriedigt feststellen konnte, sind die Polstermöbelhersteller vorangeprescht und setzen das Vorhaben nach kurzer Entwicklungszeit um. Diesem außerordentlichen Ergebnis der jüngsten Sitzung auf Einladung der Willi Schillig Polstermöbelwerke GmbH & Co. KG, Ebersdorf-Frohnlach, waren traditionell ein Meinungs- und Gedankenaustausch sowie zwei interessante Gastvorträge vorangegangen. Am auffälligsten im Diskurs der Tagungsteilnehmer im Unterschied zu vorangegangenen Veranstaltungen war, dass nicht mehr Detail-Fragen nach dem „wie“ bei der Umsetzung des IDM Polster in den Unternehmen im Fokus standen, sondern Anregungen zur Optimierung und Beschleunigung der Beiratsarbeit. Von Sterling „Silver“ und Hummer „im Netz“ Die IBM-Vertreter Thomas Gill und Burkhard Schulte berichteten dem Fachbeirat umfassend über das omni-channel Auftragsmanagement-System „IBM Sterling Order Managements“ für die Möbelindustrie. Diese Cloud-Lösung kommuniziert die jeweiligen Aufträge zwischen Händler bzw. Kunde, Hersteller, der Logistik und der Montage. In der folgenden Diskussion wurde der Nutzen dieses eher auf LagerLogistik orientierten Systems intensiv für die überwiegend kommissionsweise gehandelten Produkte der Polstermöbelindustrie hinterfragt. Erfrischend nach Form und Inhalt anschließend der Vortrag von Mario Oswald von der Lobster GmbH. Die Mittelstandssoftware Lobster_data gewährleistet ein Zu Gast bei Polstermöbler Willi Schillig – der Fachbeirat Polster des DCC tagt in Ebersdorf-Frohnlach und gibt „grünes Licht“ für IDM Polster 2.5. effizientes E-Fulfilment durch die Vernetzung der Bausteine Datenmanagement, Verkaufs- und Logistikprozess. Sie unterstützt bzw. kommuniziert mit EDI (Elektronische Datenintegration), EAI (Enterprise Application Integration), die Datenkonvertierung, das Data Mapping, die Datenmanipulation sowie den Datentransport. Fazit: Nur ein System managt das komplexe Thema interner und externer Datenaustausch bzw. Kommunikation (EDI, EAI, ESP, ETL u.a.m.). Pluspunkte sind hohe Kosteneinsparungen bei der Umsetzung von Schnittstellen, kurze Fristen für die Neuerstellung von Schnittstellen und last but not least: Bestehende Prozesse können einfach kopiert werden, sodass kaum Folgekosten entstehen. Diese Ausführun- 01/2015 M_MC0115_R_DCC_Podium.indd 13 17.03.15 16:31 DCC PODIUM gen fielen auf fruchtbaren Boden, zumal Lobster mit Poco eine für die Polstermöbelindustrie interessante Referenz vorweist. Statement Auch in der Möbel- und Einrichtungsbranche drängen viele neue Akteure auf den Markt des Online-Handels. Diese modernen Händler unmittelbar sowie die Endkonsumenten mit deutlich verändertem Kommunikations- und Kaufverhalten mittelbar, konfrontieren Hersteller, Lieferanten sowie deren Dienstleister jedoch zunehmend mit neuen Geschäftsmodellen, Prozessen, Bedürfnissen und Erwartungen. Lieferanten, die sich mit ihren Vermarktungskonzepten an den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen und Erwartungen ihrer Kunden orientieren, können sich weitreichende Wettbewerbsvorteile bis hin zu Alleinstellungsmerkmalen verschaffen. Nicht nur sogenannte PurePlayer bewerten Prozesskostenvorteile inzwischen deutlich höher als der traditionelle Möbeleinzelhandel. Moderne stationäre Händler sind interessiert an effizientem digitalem und automatisiertem Datenaustausch ohne Medienbrüche und benötigen kontinuierlich korrekte, vollständige und aktuelle kunden-, medien- und bedarfsgerecht aufbereitete Produktstammdaten – und zwar für alle Kontaktwege. Dies bedeutet die Zulieferung z. B. aussagefähiger, kategorisierter, verschlagworteter kundenorientierter und suchmaschinenoptimierter Produktinformationen, Beschreibungsund Marketingtexte sowie insbesondere mehr, anderer und vielfältigerer Multimedia-Informationen. Gerade komplexe, planungsgsintensive und variantenreiche Konfigurationsartikel sind das zentrale Branchenspezifikum. Zunehmend werden 2D- oder sogar 3D-Daten auf höchstem grafischen Niveau inklusive aller erforderlichen Konfigurations-, Planungs- und Preisregelwerke vom Hersteller erwartet, um sie in Lösungen auf möglichst offenen Plattformen und integrierten Systemlandschaften einsetzbar zu machen. Dies wird ein wesentlicher Beitrag, um komplexe, individualisierbare Produkte mit hohem 14 M_MC0115_R_DCC_Podium.indd 14 „Wem der große Wurf gelungen…“ – DCC-Chef Dr. Olaf Plümer sichtlich erleichtert über das klare Votum und die anvisierte Pionierarbeit zur Baukasten-Systematik. In der Multichannel-Welt ist der automatisierte Datenverkehr das „A und O“, so Thomas Gill von IBM. Die Abwicklung von Multikanal-Bestellungen erfordert eine permanente Statusansicht aller Aufträge, wie Burkhard Schulte (IBM) betont. Mario Oswald (Lobster): Lobster-data vernetzt interne Systeme (EAI) und kommuniziert mit allen gängigen EDIFormaten. Fotos: Müller Beratungsanspruch einfach verkäuflich, schnell und fotorealistisch visualisierbar sowie fehler- und nachfragefrei bestellbar zu machen. Auch was Transaktionsdaten und deren Austausch betrifft sowie die Zurverfügungstellung dynamischer, prozessbegleitender Daten über die gesamte Zulieferkette – und zwar auf allen Kommunikationswegen – sehen sich Hersteller, Lieferanten und deren Dienstleister vor stetig steigende Erwartungen gestellt. 01/2015 17.03.15 16:31 Fachforum Logimat 2015 Kundenansprache – kanalübergreifend im Fokus MÖBELMARKT multichannel-Fachforum auf der TradeWorld 2015 in Stuttgart. Als Medienpartner der TradeWorld veranstaltete MÖBELMARKT multichannel am 11. Februar das Fachforum „Erfolgsfaktor Kundenansprache“. Der Projekt- und Redaktionsleiter von MÖBELMARKT multichannel und Moderator Lior Yarom zeigte im Vortrag „Kunden – kanalübergreifend im Fokus“ die gewaltigen Potenziale zur Entwicklung von Differenzierungsmerkmalen, Wettbewerbsvorteilen und Wachstum auf. Ebenso die großen Herausforderungen bei der kundenorientierten Bewältigung aller Geschäftsprozesse und deren Integration über alle Kanäle. Klaus Bröhl, Geschäftsführender Gesellschafter von Iwofurn, verdichtete die Bedürfnisse aus Verbraucher- und Vermarktungssicht im Referat zum Anforderungsprofil und Lösungsangebot aus B2B-Sicht: „Aufgabe ist es, alle unternehmensübergreifenden Prozesse von der Geschäftsanbahnung über die Bereitstellung von Produktinformationen, den Geschäftstransaktionen bis zum Endkunden elektronisch zu unterstützen. Dabei gilt es, vorhandene Infrastruktur und Software miteinander zu vernetzen und nachhaltig auf offene Standards zu setzen.“ Beeindruckende Zahlen durch lückenlose Überprüfung des Lieferprozesses präsentierte Wolfgang Kammhuber, Geschäftsführer Himolla Transporte bzw. Logistik: „90% weniger Rückfragen und 70% weniger Wartezeiten für Kunden am Telefon. Messbare quantitative sowie qualitative Ergebnisse bei der Optimierung des Lieferprozesses durch die lückenlose, elektronische Dokumentation: Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Kundenzufriedenheit.“ Alexander Fuchs von Wanko betonte bei der Diskussion, dass zuverlässige Lieferung ein Steuerungssystem erfordert, mit dem sich Transport und Lagerbewegungen perfekt planen, steuern und überwachen lassen. Konsumentin Susanna Thomas formulierte die Erwartung: „Möbel kosten viel Geld. Ich möchte sicher sein, das Richtige zu finden und pünktlich und unbeschädigt zu bekommen. Egal ob ich online oder im Laden kaufe, ich muss vertrauen können.“ Den Bericht zur Logimat lesen Sie in der März-Ausgabe des MÖBELMARKT. „Große Herausforderungen bei der Bewältigung und Integration aller Prozesse über alle Kanäle“. „Aufgabe ist es, alle übergreifenden Prozesse elektronisch zu unterstützen.“ „Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Kundenzufriedenheit.“ „Transporte und Lagerbewegungen müssen sich perfekt planen, steuern und überwachen lassen.“ Lior Yarom, MÖBELMARKT multichannel Klaus Bröhl, Iwofurn Service GmbH Wolfgang Kammhuber, Himolla Transport & Logistik Alexander Fuchs, Wanko Informationslogistik 01/2015 M_MC0115_R_Logimat.indd 15 18.03.15 08:48 Wie unsere 400 Mitglieder von unserer Einkaufsgemeinschaft profitieren? Durch exklusive Modelle, in breiter Auswahl und zu Spitzenkonditionen! Wussten Sie schon, dass... ... unsere Gesellschafter von einer strukturierten, kundenorientierten Einkaufsgemeinschaft profitieren? Unser umfassendes Warengruppenmanagement fördert den Umsatz und Gewinn. Wollen Sie uns näher kennenlernen? Weitere Informationen erhalten Sie unter www.einrichtungspartnerring.com VME_EPR_xxxxxx_ImageAnz_210x287_neu.indd 1 M_MC0115_Anz_VME.indd 1 03.03.15 08:23 09:27 09.03.15
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