Kreiszeitung Wesermarsch

STADT NORDENHAM 앚 11
Montag, 18. Mai 2015
Ein halbes
Jahrhundert im
Flugzeugwerk
Abbehausen im Ausnahmezustand
Mallorca-Party und Oktoberfest-Gaudi ein voller Erfolg – Rund 1000 Besucher täglich – Stimmung auf dem Siedepunkt
VON CHRISTOPH REIPRICH
EINSWARDEN. Bei Premium Aerotec in Nordenham sind im
April und bisherigen Verlauf
des Mais mehrere Betriebsjubiläen gefeiert worden. Die Jubilare werden heute in einer Feierstunde von der Standortleitung, Personalabteilung, Vorgesetzten und dem Betriebsrat geehrt.
Auf seine 50jährige Betriebszugehörigkeit kann Günther
Schoon zurückblicken. Seit 40
Jahren arbeiten Werner Grawunder, Klaus Heimann, Egon
Holste, Jürgen Jacofsky, Günter
Nüß, Thomas Riemann und
Hergen Spiekermann in dem
Flugzeugwerk. (kzw)
ABBEHAUSEN. Was Udo Venema gemeinsam mit seinem Team anlässlich
des 30-jährigen Jubiläums des Maibaums auf die Beine gestellt hat,
werden die Besucher so schnell nicht
vergessen. Sowohl bei der MallorcaParty am Freitagabend als auch bei
der Oktoberfest-Gaudi am Sonnabend herrschte in Abbehausen Ausnahmezustand. An beiden Tagen fanden sich rund 1000 Besucher im Festzelt ein, die ein mitreißendes Unterhaltungsprogramm genossen.
Die Mallorca-Stars Jürgen Milski
und Tim Toupet lockten am Freitag überwiegend das junge Publikum nach Abbehausen. Bereits
vor den Auftritten der beiden
Sänger war die Tanzfläche gut gefüllt. Als dann Jürgen Milski die
Bühne betrat, kochte die Stimmung über. Die Besucher tanzten
auf den Tischen und grölten
Songs wie „Heute fährt die 18 bis
nach Istanbul“ lautstark mit.
Der Entertainer versuchte sich
sogar als Partnervermittler. Als er
die Nordenhamerin Mandy Gehrmann auf die Bühne bat, stellte
sich jedoch schnell heraus, dass
sie keinen neuen Freund suchte.
Nichtsdestotrotz sang Jürgen
Milski „Ich bin solo“ und fegte
mit Mandy Gehrmann über das
Parkett.
Bei KiWi
sind Töne
das Thema
Zelt ist proppevoll
Kurze Zeit später betrat Tim Toupet das Festzelt. Der gelernte Frisör sang von schönen Haaren,
und beim Song „So ein schöner
Tag“ stand die Menge Kopf. „Ich
hatte das Gefühl, das Zelt könnte
aus allen NähWir waren
ten
platzen“,
vor 30 Jahren
brachte es eine
dabei, als der
Besucherin auf
erste Maibaum
den Punkt.
in Abbehausen
Als um 2 Uhr
aufgestellt
die Musik verwurde
stummte, war
die Party noch
HANS PEIS,
BÜRGERMEISTER
lange nicht beDER GEMEINDE
endet. Es wurNEUCHING
den noch zahlreiche Maß getrunken, ehe es auf den Heimweg
ging.
Der nächste Tag begann mit
Kopfschmerzen, Aspirin und dem
Vorsatz, es am Sonnabend ruhiger angehen zu lassen. „Gestern
war das letzte Bier schlecht“,
»
«
Jürgen Milski (rechts) heizte der Menge am Freitag richtig ein. Rund 1000 Besucher fanden den Weg zur Mallorca-Party.
scherzte der Abbehauser Sascha
von Minden, den man wie viele
andere auch am Sonnabend wieder im Festzelt antraf. Und Udo
Venema hatte nach dem Auftritt
der Mallorca-Stars versprochen:
„Morgen wird es noch besser.“
Striptease auf der Bühne
Das Publikum am Sonnabend
war im Schnitt zwar älter als das
am Freitag. Doch an der großartigen Stimmung änderte sich
nichts. Die Jetzendorfer Hinterhof-Musikanten zeigten ihr breites Repertoire und schlüpften in
verschiedene Kostüme. Höhepunkt war ein Striptease der
Band zu Joe Cockers „You can
leave your head on“.
Während einer Pause ergriff
Hans Peis, Bürgermeister der Gemeinde Neuching in Bayern, das
Wort. Er überreichte Udo Vene-
ma als Zeichen der 30-jährigen
Freundschaft einen Löwen aus
Porzellan. „Wir waren vor 30 Jahren dabei, als der erste Maibaum
in Abbehausen aufgestellt wurde“, freute sich Hans Peis.
Die Party nahm nach vier Stunden guter Musik ein recht abruptes Ende. Die Jetzendorfer Hinterhof-Musikanten hatten ihr
Programm abgeschlossen, sodass
es keine Musik mehr gab. Also
musste die Partymeute ab 0.15
Uhr ohne musikalische Untermalung weiter feiern. „Das ist unglücklich gelaufen“, sagte Udo
Venema. Einen weiteren Wermutstropfen gab es tief in der
Nacht, als Besucher aus den Niederlanden in der Kneipe des Hotels randalierten. Die Polizei sorgte schließlich dafür, dass sich die
Situation beruhigte.
Davon hatten die meisten Gäs-
5000 Liter Bier ausgeschenkt
Gestern um 12 Uhr schloss eine
Verlosung die Veranstaltung ab.
Wer sich eine VIP-Karte gekauft
hatte, konnte seine Lose in eine
große Trommel werfen. Bereits im
Vorfeld wurden Gutscheine –
zum Beispiel ein Kegelnachmittag
oder Übernachtungen im Hotel –
verlost. Am Sonntag hatte dann
ein Besucher die Chance, 10 000
Euro zu gewinnen. Mandy Antons wurde ermittelt und musste
sich aus 30 Umschlägen für einen
entscheiden. „In 26 Umschlägen
stecken 100 Euro, in dreien 1000
Euro und in einem 10 000 Euro“,
erklärte Udo Venema. Der große
Gewinn blieb aus: Mandy Antons
durfte sich aber immerhin über
100 Euro freuen.
Nach
dem
Partymarathon
blickte Udo Venema zufrieden
zurück. „Abgesehen von ein paar
Kleinigkeiten ist alles glatt gelaufen“, so der Gastronom, der vor
zwei Jahren mit den Planungen
begonnen hatte. Eine beeindruckende Zahl hatte er auch noch
parat: Rund 5000 Liter Bier wurden ausgeschenkt.
Eine Bildergalerie finden Sie auf
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Pfingstbäume:
Gleich zwei
in Einswarden
EINSWARDEN. Die Interessengemeinschaft der Eigentümer im
Sanierungsgebiet Einswarden
(IGESE) veranstaltet am kommenden Sonnabend, 23. Mai,
ab 17 Uhr ein Pfingstbaumsetzen beim Saunabetrieb Einswarden. Alle Bürger des Stadtnordens und Freunde der Einswarder sind eingeladen.
Am selben Tag und zur selben Zeit lädt auch der Einswarder Kleingartenverein Sonnenblume zu einem Pfingstbaumsetzen ein. Für das leibliche
Wohl der Besucher wird gesorgt. (kzw)
Wahlen bei
Frauen-Union
Am Sonnabend herrschte in Abbehausen Oktoberfest-Stimmung. Die Besucherinnen und Besucher warfen sich
in Schale und tanzten im Dirndl oder in Lederhosen im Festzelt.
Hatte die Chance, 10 000 Euro zu gewinnen: Mandy Antons (links) zog
aber einen Umschlag, der 100 Euro enthielt.
te jedoch nichts mehr mitbekommen. Diejenigen, die es auch
noch am Sonntag zum Frühschoppen geschafft haben, waren
rundum begeistert. „Wahnsinn,
was in einem Dorf wie Abbehausen auf die Beine gestellt werden
kann“, sagte ein Besucher. „Man
braucht nicht in eine Großstadt
zu ziehen, um Spaß zu haben.
Das waren tolle Tage“, ergänzte
der Abbehauser Sönke Busch.
Fotos Reiprich
NORDENHAM. Auf der Erde
macht fast alles Geräusche. Die
Geräusche können laut oder
leise, lang oder kurz und angenehm oder unangenehm
sein. Musik besteht aus vielen
Geräuschen,
die zusammen
angenehm
klingen.
Wie
Foto Archiv
wird Musik eigentlich künstlich wiedergegeben? Wie funktioniert ein
Lautsprecher? Das erklärt Rolf
Wilkens (Foto) am Mittwoch,
20. Mai, bei der nächsten KiWi-Veranstaltung. Er kennt
sich bestens aus mit Elektroakustik. Rolf Wilkens arbeitet
bei dem Hifi-Spezialisten Abacus in Nordenham. Die Vorlesung beginnt um 16 Uhr im
großen Hörsaal des Nordenhamer Gymnasiums. Es gibt bei
NMT für 3 Euro noch Karten
für dieses KiWi-Vorlesung. (kzw)
Nicht nur zum Song „It‘s raining men“ hatten die Jetzendorfer Hinterhofmusikanten das passende Outfit parat.
NORDENHAM. Die Frauen-Union kommt am heutigen Montag
zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem
die Wahl einer Vorsitzenden.
Die Christdemokratinnen treffen sich um 19.30 Uhr im Hotel
am Markt. (kzw)
HERZLICHEN
GLÜCKWUNSCH
Bereits 1994 waren die Jetzendorfer Hinterhofmusikanten in Abbehausen zu Gast. 21 Jahre später traten sie
erneut auf und brachten ein abwechslungsreiches Programm mit nach Abbehausen.
ABBEHAUSERGRODEN. An der
Seefelder Straße wird am heutigen Montag Gerhard Fürstenberg
85 Jahre alt. Der Jubilar wohnt
hier mit seiner Ehefrau AnneLene, die er im Mai 1960 geheiratet hat. Im Kreis der Familie
wird dieser besondere Geburtstag gefeiert.
*
NORDENHAM. Auf 87 Lebensjahre blickt am heutigen Montag
Friedrich Kaiser zurück. Der Senior ist an der Bahnhofstraße
zu Hause. (erg)