25. Jahrgang / Nr. 290 / Januar 2006 Umweltinitiative Pfaffenwinkel e.V. Seite 7 TU WAS! Tipps für eine bessere Welt (aus dem Greenpeace-Magazin 1/06) 10.000 Schritte am Tag und ihr bleibt fit! Das rät der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU). Und es stimmt trotzdem: Gehen Sie spazieren (eine halbe Stunde bringt 3.000 Schritte). Laufen Sie zum Einkaufen. Steigen Sie eine Bushaltestelle früher aus. Und lassen Sie den Fahrstuhl stehen – das spart, wenn Sie im vierten Stock wohnen, 1.000 Kilowattstunden im Jahr. Hering statt Scholle! „Ich esse jeden Tag einen Hering und trinke wegen der Vitamine ein Glas Orangensaft“, verriet die Holländerin Hendrijke van AndelSchipper ihr Fitness-Rezept – an ihrem 114. Geburtstag im Juni 2004. Heringe sind aber nicht nur gesund, sie haben noch einen weiteren Vorteil: Es schwimmen noch genug von ihnen im Meer – im Gegensatz zu Kabeljau und Scholle. Rettet die Wälder Fahr Bahn Sagen wir mal, Sie brauchen 40 Blatt am Tag. Das macht, wenn Sie 90 Jahre alt werden, mehr als 6.500 Rollen Toilettenpapier im Laufe Ihres Lebens – eine knappe Tonne. Wenn Sie Klopapier aus Primärfasern benutzen, fallen dafür im Laufe der Jahre rund zehn Bäume. Wenn Sie dagegen Recycling-Toilettenpapier benutzen, bleiben diese Bäume stehen. Und nun stellen Sie sich den Wald vor, der weiter wachsen kann, wenn Sie auch alle Ihre Freunde und Verwandte überzeugen! Steigen Sie ein! Lehnen Sie sich zurück! Entspannen Sie sich – auch bei ein paar Minuten Verspätung (denken Sie an den Stau!) Lesen Sie ein Buch! Träumen Sie! Beobachten Sie andere Leute! Erfreuen Sie sich an dem Gedanken, im umweltfreundlichsten Verkehrsmittel (für längere Strecken) zu sitzen! Und im sichersten! Kurz: Im besten. Schön sein ohne leiden Für Cremes, Lidschatten und Duschgel muss kein Versuchskaninchen mehr leiden – wenn Sie Naturkosmetik kaufen. Das schont nicht nur die Versuchstiere (von denen jährlich in Europa immer noch 38.000 für Kosmetika ihr Leben lassen müssen), sondern auch Ihre Haut und die Umwelt. Ruhe sanft Überlegen Sie einmal, wie Sie diese Welt verlassen möchten. Ob im hochglanzpolierten Eichensarg oder für exorbitante 11.000 Euro ins Weltall: Jede Beerdigung sagt auch etwas über unseren Lebensstil aus. Da können Sie mit einem unlackierten Sarg ohne Metallbeschläge, einem Spendenaufruf statt Grabschmuck oder der Beisetzung in einem Friedwald ein nachhaltiges Zeichen setzen. Und noch ein Tipp, der nicht im Greenpeace-Magazin stand: Alles, was warm ist, wärmt Ihre Wohnung. © Erik Liebermann (für alle drei Cartoons) Schütten Sie nie Flüssigkeiten weg, solange sie noch Wärme abgeben (das heißt eine Temperatur von mehr als 20 Grad haben). Das Dusch- oder Badewasser hält Ihr Badezimmer noch eine Weile warm. Dadurch kühlt das Wasser im Heizkörper oder in der Fußbodenheizung nicht so schnell aus. Auch das Abspülwasser hat noch so viel Energie, dass es schade wäre, es sofort an die Kläranlage zu übergeben. Ist Kaffee (oder Tee) übrig geblieben? Lassen Sie ihn kalt werden. Dann macht er nicht nur schön, sondern auch warm.
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