EU kündigt 18 Mio. EUR an humanitärer Hilfe für die

Europäische Kommission - Pressemitteilung
EU kündigt 18 Mio. EUR an humanitärer Hilfe für die Ukraine an
Brüssel, 20. Februar 2017
Bei seinem heutigen Besuch in der Ukraine hat der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und
Krisenmanagement, Christos Stylianides, die Bereitstellung zusätzlicher Finanzmittel
zugunsten der vom Konflikt im Osten des Landes betroffenen Menschen angekündigt.
Bei seinem heutigen Besuch in der Ukraine hat der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und
Krisenmanagement, Christos Stylianides, die Bereitstellung zusätzlicher Finanzmittel zugunsten der
vom Konflikt im Osten des Landes betroffenen Menschen angekündigt.
„Die jüngste Eskalation der Gewalt in der Ostukraine und deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung
geben Anlass zu großer Besorgnis. Heute hier in Bakhmut möchte ich den Menschen in der Ukraine
sagen – Sie stehen nicht alleine da. Allen Zivilisten – auf beiden Seiten der Kontaktlinie – muss
geholfen werden. Dieses neue Hilfepaket wird unsere humanitären Partner in der Ostukraine in die
Lage versetzen, den dringenden Bedarf in Bezug auf Gesundheitsfürsorge, Unterbringung sowie
Wasser- und Sanitärversorgung zu decken. Es kommt entscheidend darauf an, dass alle vom Konflikt
betroffenen Menschen rasch, sicher und auf unparteiische Weise humanitäre Hilfe erhalten“,sagte EUKommissar Christos Stylianides.
Die Europäische Kommission leistet humanitäre Hilfe für die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften
ungeachtet des Gebiets, in dem sie leben oder in das sie geflohen sind. Etwa 50 % der von der
Kommission geleisteten humanitären Hilfe richtet sich an Menschen in Not in den nicht von der
Regierung kontrollierten Gebieten.
Seit Anfang 2014 hat die EU zusammen mit den direkt von den Mitgliedstaaten bereitgestellten
Hilfsgeldern insgesamt mehr als 399 Mio. EUR an humanitärer und Aufbauhilfe für die Opfer des
Konflikts bereitgestellt.
Hintergrund:
Schätzungsweise 2,8 Millionen Vertriebene in der Ukraine und den Nachbarländern sind nach wie vor
auf Hilfe angewiesen.
Die komplexe Krise in der Ostukraine hat dramatische Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung –
mit negativen Folgen auch für die Nachbarländer. Die jüngste Eskalation der Gewalt im Donezbecken
zeigt, dass der Konflikt noch lange nicht gelöst ist. Infolge der schweren Kämpfe in der Nähe von
Awdiiwka zwischen dem 29. Januar und dem 5. Februar blieben 17 000 Menschen fast eine Woche lang
ohne Wasser, Strom und Heizung.
Seit dem Wiederaufflammen der Gewalt leistet die EU über ihre humanitären Partner Unterstützung für
die Einwohner von Awdiiwka und für Menschen in anderen in jüngster Zeit betroffenen Gebieten. Die
Hilfe umfasst Trinkwasser, Kraftstoff, Kerzen, Taschenlampen, Matratzen, Winterkleidung, Baustoffe,
Arzneimittel und medizinische Geräte.
Darüber hinaus unterstützt die Kommission auch die ukrainischen Flüchtlinge in Belarus und Russland
durch die nationalen Gesellschaften des Roten Kreuzes in den jeweiligen Ländern. Die humanitäre Hilfe
der EU beruht ausschließlich auf dem Bedarf der betroffenen Bevölkerungsgruppen.
Humanitärer Bedarf: Den Einwohnern der von der Regierung nicht kontrollierten Gebieten beiderseits
der Kontaktlinie sowie den Rückkehrern, Flüchtlingen und Binnenvertriebenen mangelt es an
Nahrungsmitteln, medizinischer und gesundheitlicher Versorgung, elementaren Haushaltsartikeln,
sauberem Wasser und Unterkünften. Die Grundversorgung ist aufgrund der beschädigten
Infrastrukturen und Strom- und Wasserversorgungssysteme sowie der gestiegenen Marktpreise nicht in
allen Gebieten gegeben.
Wer sind die Empfänger? Die humanitäre Hilfe der EU richtet sich an die vom Konflikt betroffenen
Menschen, die in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten auf beiden Seiten der
Kontaktlinie leben, an Flüchtlinge und Binnenvertriebene, die aus den Konfliktgebieten geflohen sind,
sowie an Rückkehrer. Sie wird häufig in Form von Bargeld oder Gutscheinen verteilt, wodurch es
möglich ist, ein Höchstmaß an Effizienz zu gewährleisten und die Würde der betroffenen Menschen zu
wahren. Die Empfänger können in lokalen Geschäften und Märkten Grundversorgungsartikel erwerben,
wodurch gleichzeitig die lokale Wirtschaft unterstützt wird.
Weitere Informationen
Humanitäre Hilfe der EU für die Ukraine:
http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/ukraine_en.pdf
IP/17/288
Kontakt für die Medien:
Carlos MARTIN RUIZ DE GORDEJUELA (+32 2 296 53 22)
Daniel PUGLISI (+32 2 296 91 40)
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