Vereinsnachrichten 1. HJ 2016 für Homepage - Blinden

[email protected]
[email protected]
www.bsvsb.org
www.bsvsb.org
2008
1.
2.
1. Halbjahr
Halbjahr 2014
2016
Bankverbindung: des BSVSB
Bankverbindung
Foto: privat
Botanischer Garten Wuppertal Foto: privat
SparkasseFreiburg-Nördl.
Freiburg-Nördl.Breisgau,
Breisgau,IBAN:
IBAN: DE96680501010002052001
DE96680501010002052001 BIC:
Sparkasse
BIC: FRSPDE66XXX
FRSPDE66XXX
Volksbank Freiburg,
IBAN: DE36680900000001340018
BIC: GENODE61FR1
Zuwendung
an die Blindenund Sehbehindertenstiftung Südbaden:
Postbank
Karlsruhe,
DE82660100750007660754
BIC: PBNKDEFF
Bank
im Bistum
Essen IBAN:
eG, IBAN:
DE74 3606 0295 0032 3350
12 BIC: GENODED1BBE
Inhalt
Grußwort des Vorsitzenden
7
Unsere neuen Mitglieder
8
Infos aus der Geschäftsstelle
10
––Wahlen in den Bezirksgruppen
––Baustelle in der Wölflinstraße
––Unsere nächsten Termine ––Newsletter LBSV-BW
––Dienstleistungs-Samstag
––Augen-Bus in Südbaden ––Stellenangebote für Akademiker
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13
15
15
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Ausgaben für Blinde 2015
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Informationen aus der Region
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––Barrierefrei ins Städtische Schwimmbad
––Das Leitsystem am Freiburger Hauptbahnhof
Recht
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24
26
––Teilhabegesetz – Blinde Menschen sollen schlechter gestellt werden26
Reisen
32
––Erholung – Aura all Inklusive
––Blindenverein Straßburg zu Gast
Berichte und Informationen für Jedermann
––Frau Ammel und Anton
32
35
37
37
Wissenswertes für Smart- und iPhone-Nutzer
39
––Kurse für Smartphoneschulungen
39
Unsere Bezirks- und Fachgruppen
42
––Stammtische in den Bezirksgruppen
44
3
Wanderung durch die Bezirks- und Fachgruppen
––Bezirksgruppe Oberrhein
• Stammtisch für Blinde und Sehbehinderte
––Bezirksgruppe Mittelbaden
• Gelungene Weihnachtsfeier 2015
• Wahlen der Bezirksgruppenleitung
• Kunterbunter Kinderspaß
• Inklusion: OB will Hürden beseitigen
––Bürofachgruppe
• Fachgruppentagung 2015
Sportecke
46
46
46
48
48
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53
55
57
57
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––Blindentennis erobert Deutschland
––Ausschreibung Skatturnier in Altenburg
––Ausschreibung Skatturnier in Dresden
Hilfsmittelecke
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63
65
––Neues Blutzuckermessgerät
65
––Digital Funkarmbanduhr mit Sprachausgabe
68
––Armbanduhr mit großem Zifferblatt und deutlicher Sprachausgabe68
––Neue Personenwaagemit Glasoberfläche
69
––Daisy zum Download
70
In stiller Trauer
73
4
Die Vereinsnachrichten erscheinen in Schwarz- und
Blindenschrift sowie als DAISY-CD und über die Seite www.bsvsb.org
als PDF-Dokument im Download.
Wir bitten um Verständnis, dass uns eingereichte Beiträge
aus Platzgründen ggf. gekürzt wurden.
Bitte beachten Sie:
Wenn sich Ihre Adresse, Telefonnummer und insbesondere
Ihre Bankdaten ändern, teilen Sie dies bitte der Geschäftsstelle mit. Sie
helfen uns damit, Fehler zu vermeiden.
Information für die CD-Ausgabe:
Wenn Sie die Halbjahresnachrichten als DAISY-CD erhalten, beachten Sie bitte
folgendes: Die DAISY-CD ist eine Leih-CD. Bitte senden Sie die CD bis spätestens
acht Wochen nach Erhalt an die Geschäftsstelle des BSVSB e.V. zurück. Drehen
Sie hierzu das Adresskärtchen im vorderen Teil der Versand-Box um.
Das Kunststofffenster öffnen Sie durch das Verschieben der beiden
Verriegelungen nach außen. Achten Sie beim wenden des Kärtchens bitte
darauf, ob Ihre Adresse noch stimmt.
Wichtiger Hinweis: Sollten Sie vergessen die CD zurück zu senden, sind Sie nicht
mehr im Verteiler für die nächste Ausgabe der Vereinsnachrichten.
Sollten Sie die Vereinsnachrichten als „Buch 4“ über DBSV-Inform anhören,
brauchen Sie die CD nicht zurück zu senden.
5
  
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der
01.11.2015
  
Einleitung
Allen Freunden und Förderern sowie den zuständigen Behörden danken wir für
die uns erwiesene Hilfe und Unterstützung recht herzlich.
  
6
Grußwort des Vorsitzenden
Liebe Mitglieder, Angehörige, Förderer und Freunde des
Blinden- und Sehbehindertenvereins Südbaden e.V.!
Der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. bietet seinen Mitgliedern
verschiedene Schulungen im Bereich der Nutzung der digitalen Techniken.
Viele handelsübliche Smartphones sind bereits mit erleichterten
Bedienungshilfen ausgestattet, dies bezieht sich auch auf Tablets und Appel PC.
Schon eine Anzahl von Mitgliedern hat dieses Angebot in Anspruch genommen,
wenn auch Sie gerne mehr darüber wissen möchten, fragen Sie doch bei der
nächsten Veranstaltung in Ihrer Bezirksgruppe nach. Äußern Sie Ihre Wünsche
und Bedürfnisse in Bezug auf die modernen Techniken, wir werden schauen, was
wir tun können, um Ihnen die Hilfen zukommen zu lassen, welche Sie benötigen.
Allerdings geht es nicht, dass man mit den Schulungen zu jedem Einzelnen ins
Haus kommen kann. Die Unterrichte und Schulungen finden in kleinen Gruppen
an zentralen Orten statt. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie von den
Angeboten Gebrauch machen würden.
Ein weiteres großes Projekt ist nun in einer 2jährigen Arbeitsgruppe zwischen
der Uni-Augenklinik und dem Netzwerk der Augenärzte in Südbaden sowie
dem Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. auf den Weg gebracht
worden. Ab dem Herbst 2016 wird in regelmäßigen Abständen der Augen Bus
durch die ländlichen Gebiete von Südbaden fahren. An Bord sind:
Ein Augenarzt, ein Berater für den Bereich der Hilfsmittel sowie für die s
oziale Beratung. Das Projekt ist auf 3 Jahre angelegt und wird vom Ministerium
für den ländlichen Raum bezuschusst. Eine wissenschaftliche Begleitung des
Projektes soll zeigen, wie die Versorgung im ländlichen Raum sichergestellt
werden kann. Wir werden auch Sie weiterhin über das laufende Projekt
informieren. Nun möchte ich Ihnen auf diesem Wege eine schöne Sommerzeit
und einen erholsamen Urlaub wünschen, bleiben Sie gesund, oder werden Sie
es wieder. Gerne begrüße ich Sie bei einer der nächsten Veranstaltungen.
Es grüßt Sie freundlich Ihr
Gerd Schäfers
Vorsitzender
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Wir freuen uns als neue Mitglieder recht herzlich begrüßen
zu dürfen
November 2015
Brachmann, Jörg
VS-Schwenningen
Bodensee
Freiburg
Badenweile
Freiburg
Lahr
Offenburg
Freiburg
Muggensturm
Breisgau
Breisgau
Breisgau
Ortenau
Ortenau
Breisgau
Mittelbaden
Halslach
Baden-Baden
Ortenau
Mittelba-
Bad Krozingen
Freiburg
Breisgau
Breisgau
Wegener, Almut
Trapp, Petra
Schwarzwälder, Hans-Berthold Liehr, Gisela Julier, Michael Heisch, Ottmar Rowe, Helena Gengenbach
Lahr
Königsfeld Staufen Freiburg Freiburg Häusern Ortenau
Ortenau
Bodensee
Breisgau
Breisgau
Breisgau
Oberrhein
Kornprobst, Ernst-Georg Steinen Oberrhein
Januar 2016
Luczkowski, Ursula
Schmidt, Elfriede
Hauser, Pius
Schwab, Elfriede
Mäntele, Ingrid
Dietsche, Birgit
Knapp, Eugen
Februar 2016
Thoma-Jakob, Edith
Bader, Jörg
den
Streil, Günther Ludwig, Renate
März 2016
8
April 2016
Wubs, Hendrik Sauter, Christa Ludwig, Renate Rottweil VS-Schwenningen
Freiburg Bodensee
Bodensee
Breisgau
Freiburg Breisgau
Gaggenau Freiburg Mittelbaden
Breisgau
Gaggenau Mittelbaden
Mai 2016
Heusel, Gertrude Juni 2016
Brandenburg, Brigitte
Biermann, Ursula
Juli 2016
Moser, Anneliese 9
Infos aus der Geschäftsstelle
Wahlen in den Bezirksgruppen
Bei den Frühjahrsversammlungen innerhalb der Bezirksgruppen wurde in
diesem Jahr gewählt. Zur Wahl standen die Ämter der Bezirksgruppenleitung,
deren Stellvertreter sowie die Ämter der Delegierten. Die Vereinssatzung
schreibt vor, dass die Anzahl der Delegierten in jeder Bezirksgruppe nach der
Größe der jeweiligen Gruppe ausgerichtet ist. Je angefangene
25-er-Mitgliederzahl wird ein Delegiertenposten fällig.
Besteht eine Bezirksgruppe z.B. aus 110 Mitgliedern, werden fünf
Delegiertnplätze gewählt.
Bei den diesjährigen Wahlen wurden folgende Personen gewählt.
Bezirksgruppe Bodensee:
Herr Michael Haaga
wurde per Akklamation zum
Bezirksgruppenleiter gewählt.
Für das Amt der stellvertretenden
Bezirksgruppenleitung wurde
Herr Manuel Binder per Akklamtion gewählt.
10
Zur Wahl als Delegierte für die Generalversammlung des BSVSB
wurden folgende Personen gewählt:Gerhard Jauch, Gerd Schäfers,
Inge Fromme, Ursula Kunzmann, und Eugen Schmied.
Als Ersatzdelegierte wurde Gretel Haller gewählt.
Bezirksgruppe Breisgau:
Für das Amt des Bezirksgruppenleiters wurde Herr Hans-Georg Fischer im Amt
bestätigt.
Für das Amt der stellvertretenden Bezirksgruppenleitung wurde
Herr Dieter Nutto gewählt.
Als Delegierte für die neue Wahlperiode wurden gewählt:
Anita Dehm, Heinrich Mauch, Ingrid Asal, Angelika Fischer,Helga Mauch,
Christa Bing, Christoph Sekulla, Wolfgang Knoll, Peter Schuster, Matthias Peitz,
Linda Gungl.
Ersatzdelegierte sind:
Daniel Schauenburg, Viktoria Tiselj, Elvira Armbruster.
Bezirksgruppe Oberrhein:
Zur Bezirksgruppenleiterin wurde Barbara Büche per Akklamation gewählt.
Frau Bastianelli stellte sich für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung.
Foto: Frau Neumann und Frau Büche
Als stellvertretende Bezirksgruppenleiterin wurde Frau Sonja Neumann
per Akklamation wieder gewählt.
Als Delegierte für die neue Wahlperiode wurden gewählt: Werner Müller,
Isle Fischer, Ulrike Seis und Sabine Bastianelli.
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Ersatzdelegierte sind:
Dirk Furtwängler und Jürgen Stoll.
Bezirksgruppe Mittelbaden:
Für das Amt des Bezirksgruppenleiters wurde Herr Hans Kühn im Amt bestätigt.
Als stellvertretende Bezirksgruppenleiterin wurde Frau Petra Traub gewählt.
Herr Claus Klüglich stellte sich für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung.
Als Delegierte für die neue Wahlperiode wurden gewählt:
Edith Rittler, Christiane Huck, Edith König und Marianne Meinzer.
Ersatzdelegierter ist Lars Kichhoff.
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Bezirksgruppe Ortenau:
Für das Amt des Bezirksgruppenleiters wurde Herr Hubert Rauber
im Amt bestätigt.
Für das Amt der stellvertretenden Bezirksgruppenleitung
stellte sich niemand zur Wahl.
Da auch nur 3 Delegierte ihre Benennung bejaht haben, aber 4 Delegierte
benötigt werden, wurde 14.45 Uhr wegen mangelnder Wahlbereitschaft der
Hinweis gegeben, das sowohl Bezirksgruppenleitung wie auch Delegierte
solange im Amt bleiben, bis eine Neuwahl stattgefunden hat.
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Baustelle in der Wölflinstraße
Seit Ende Juni diesen Jahres gibt es in der Wölflinstraße eine umfangreiche
Baumaßnahme. Dieses rührt daher, dass die Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW), deren Geschäftsstelle sich in unmittelbarer Nachbarschaft
zur Geschäftsstelle des BSVSB e.V. befindet, ihr Gebäude komplett abbrechen
und danach neu aufbauen lässt.
Es handelt sich bei dieser Grossbaustelle um das Grundstück der GEW in der
Wölflinstraße 11. Von der Habsburgerstraße aus gesehen, ist der Bürgersteig
auf der rechten Seite der Wölflinstraße während der Bauphase nicht begehbar.
Um Unfallgefahren vorzubeugen, empfehlen wir den Besuchern unserer
Vereinsgeschäftsstelle, die aus Richtung Stadtmitte ankommen, an der
Habsburger Straße in Richtung stadtauswärts die Wölflinstraße zu überqueren
und auf der linken Seite der Wölflinstraße weiter zu gehen. Die dazu
notwendige Ampelanlage ist mit taktil/akustischen Zusatzausstattungen
versehen.
13
Besuchern, die aus Richtung Stadtmitte über die Karlstraße die
Geschäftsstelle aufsuchen, empfehlen wir, an der Kreuzung
Karlstraße / Wölflinstraße die Wölflinstraße zu queren und ebenfalls auf der
linken Seite der Wölflinstraße bis auf Höhe der Geschäftsstelle weiter zu gehen.
Für Personen, die aus der Richtung des Blindenheimes über die Karlstraße
ankommen, empfehlen wir, bei der Kreuzung Karlstraße/ Wölflinstraße auf der
linken Seite der Wölflinstraße zu bleiben.
Auf der linken Seite der Wölflinstraße können Sie geradeaus auf Höhe der
Geschäftsstelle queren, wenn Sie sich an der weißen, circa 60 Zentimeter
hohen Mauer orientieren. Diese Mauer beginnt auf Höhe der Baustelle und
endet schräg gegenüber der Geschäftsstelle des BSVSB e.V. auf Höhe der
Grundstücksgrenze zwischen dem Haus Wölflinstraße 13 und Wölflinstraße 11
b. Am Ende der Mauer können Sie die Wölflinstraße queren und stehen vor
dem Vorgartengelände des Hauses Wölflinstraße 13. Jetzt orientieren Sie sich
nach dem Tacker oder nach dem weißen Aufmerksamkeitsfeld vor dem Hoftor.
Von dort aus führt Sie ein optisch/taktil erfassbares Leitsystem auf dem Boden
zum Eingang der Geschäftsstelle.
Diese Hinweise betreffen nicht die Besucher, die aus der Weiherhofstraße
in die Wölflinstraße einbiegen. Von der Weiherhofstraße aus ist der Zugang zur
Geschäftsstelle frei.
Derzeit sind wir mit der Stadt Freiburg im Gespräch, um als Querungshilfe an
der rechten Seite der Kreuzung Karlstraße / Wölflinstraße ein
Aufmerksamkeitsfeld zu installieren, das als Orientierungshilfe für ein sicheres
Queren der Wölflinstraße dienen soll.
Das Ende der Bauphase wird aller Voraussicht nach im dritten Quartal des kommenden Jahres erreicht sein.
  
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Unsere nächsten Termine
10.09.2016 11.09.2016 17.09.2016 17.09.2016 24. und 25.09.2016 02.10.2016 08.10.2016 13. bis 15.10.2016 16.10.2016 26.11.2016 04.12.2016 10.12.2016 11.12.2016 17.12.2016 Herbstversammlung Bezirksgruppe Bodensee
Sensomobil Gewerbepark Breisgau/Bremgarten
Herbstversammlung Bezirksgruppe Oberrhein
Herbstversammlung Bezirksgruppe Ortenau
Gesundheitsmesse Bad Krozingen
Herbstversammlung Bezirksgruppe Mittelbaden
Infotag in Gaggenau
Science Days im Europa-Park Rust
Selbsthilfetag in Haslach i. K.
Adventsfeier Bezirksgruppe Breisgau
Adventsfeier Bezirksgruppe Mittelbaden
Adventsfeier Bezirksgruppe Ortenau
Adventsfeier Bezirksgruppe Oberrhein
Adventsfeier Bezirksgruppe Bodensee
Newsletter LBSV-BW und Informationen per E-Mail
An dieser Stelle bittet die Geschäftsstelle die Mitglieder des Vereins und sonstig
interessierte Personen, die seit dem letzten Erscheinen der Vereinsnachrichten
einen E-Mail-Anschluss erhalten haben, uns diese Adresse mitzuteilen, damit wir
Sie zukünftig zeitnah mit aktuellen Informationen beliefern können.
Gleichfalls möchten wir Ihnen den Bezug des Newsletters LBSV-BW-Aktuell
ans Herz legen. Bitte melden Sie sich in der Vereinsgeschäftsstelle für den Bezug
unseres Newsletters an.
Der Newsletter nennt sich: Informationsdienst des Landesblindenund -sehbehindertenverband Baden-Württemberg e.V.
Über diesen Informationsdienst werden aktuelle Meldungen zum Blinden- und
Sehbehindertenwesen verschickt, wie z.B.: Welche Veranstaltungen finden wo
statt?
Welche rechtlichen Neuerungen gibt es?
Welche neuen Hilfsmittel gibt es?
Schwerpunkt des Newsletters ist das Geschehen und die Entwicklung speziell
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in Baden-Württemberg. In diesem Newsletter werden vor allem Informationen
verschickt, die durch ihre Aktualität zu kurzfristig gehalten sind, um sie in
unseren vereinseigenen Zeitschriften zu veröffentlichen.
Der Informationsdienst wird über einen Mailserver verschickt.
Der Name unserer Mailingliste lautet:
Baden-Wuerttemberg-Aktuell.
Wenn Sie sich selbst anmelden möchten, senden Sie eine E-Mail an
[email protected].
Abbestellen können Sie den Newsletter mit einer Email an:
[email protected].
Das Feld für den Betreff und das Textfeld der Mail müssen beide leer bleiben.
Sollten Sie bei der Anmeldung nicht weiter kommen, wenden Sie sich bitte an
unsere Vereinsgeschäftsstelle.
Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre Anmeldung zu unserem
E-Mail-Newsletter Baden-Württemberg-Aktuell.
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Dienstleistungs-Samstag
Der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. veranstaltet auch im
zweiten Halbjahr 2016 wieder einen Dienstleistungs-Samstag.
Termin hierfür ist der
12.11.2016
von 09.00 bis 15.30 Uhr
An diesem Samstag bietet der Verein in der Geschäftsstelle Beratungen rund
um die Themen Hilfsmittel sowie rechtliche Fragen an. Gerade Personen,
die berufstätig sind oder Mühe haben, an Wochentagen entsprechende
Begleitpersonen zu finden, sollten diese Gelegenheit am
Samstag, den 12.11.2016
nutzen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
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Modellprojekt Augen-Bus startet in Südbaden / Bonde:
„Verbessert wohnortnahe Versorgung Sehbehinderter
im Ländlichen Raum“
Nicht überall im Ländlichen Raum sind Einrichtungen zur augenärztlichen
Versorgung, insbesondere für ältere Menschen, gut erreichbar. „Wir wollen, dass
Menschen, die unter einer Sehbehinderung oder Erblindung leiden,
sozialmedizinisch und augenärztlich noch besser versorgt werden - gerade im
Ländlichen Raum. Über die medizinische Versorgung hinaus sollen Betroffene
durch eine Beratung unterstützt werden, die gezielt über verfügbare Hilfe und
Hilfsmittel informiert.
Ich freue mich, dass wir mit der Förderung des Modellprojekts Augen-Bus einen
Beitrag zur Verbesserung der wohnortnahen Versorgung in der Fläche
leisten können“, sagte der Minister für Ländlichen Raum, Alexander Bonde am
Donnerstag (21. April).
Angestoßen hat das Vorzeigeprojekt der Blinden- und Sehbehindertenverein
Südbaden e.V., der den Augen-Bus nun gemeinsam mit den Augenärzten
des Augennetz Südbaden und der Augenärzteschaft aus der Freiburger
Sehhilfen-Ambulanz betreibt. Das Land unterstützt das Modellprojekt im Bereich
Südbaden in den Jahren 2016 bis 2018 mit insgesamt 202.500 Euro.
Eine ausreichende Versorgung kann vermeidbare Schmerzen wirksam
behandeln und zu einer hinreichenden kurativen oder palliativen Behandlung
und letztendlich zu einer verbesserten Lebensqualität der Betroffenen führen.
„Kernpunkt des Projektes ist die ambulante Behandlung von Personen, die von
einer Sehbehinderung oder Erblindung bedroht sind und durch ihren Wohnort
in entlegenen Regionen keine Möglichkeit haben, eine zeitnahe Behandlung in
einem Fachzentrum für Augenheilkunde durchführen zu lassen“,
erklärt der Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V.,
Gerd Schäfers.
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Hintergrundinformationen:
Das Info- und Diagnostik-Mobil soll in einem Rotationsverfahren Menschen an
zentralen Punkten in Ortschaften für jeweils einen Tag zur Verfügung stehen, um
dort Anlaufstelle für Menschen mit Augenerkrankungen/Sehbehinderung oder
Neuerblindung zu sein.
Betreut wird der Augen-Bus von drei fachlich kompetenten
Personen: einem Augenarzt aus dem Augennetzwerk Südbaden, einem
Low-Vision-Optiker und einem im Blinden- und Sehbehindertenwesen
erfahrenen Mitarbeiter bzw. ehrenamtlichen Berater des Blinden- und
Sehbehindertenvereins.
Das langfristige Ziel des Projektes besteht in der dauerhaften Etablierung des
Augen-Busses zum Zweck einer vorbeugenden
Diagnostik zur Vermeidung schwerer Augenerkrankungen und zur Erleichterung
des Alltags für Betroffene.
Quelle: http://mlr.baden-wuerttemberg.de
  
Stellenangebote für Arbeitssuchende Akademiker
Der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker der Bundesagentur
für Arbeit (ZAV) versendet regelmäßig alle eins bis zwei Wochen nach
Berufsfeldern sortierte Stellenausschreibung an Interessierte.
Falls Sie sie abonnieren möchten, genügt eine kurze Mail an
[email protected] (bitte Mail-Adresse angeben,
an die, die Stellenangebote gesendet werden sollen). Ansprechpartner bei der
ZAV ist Christina Stabel, Beraterin Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte
Akademiker
Telefon: 0 228/ 713 - 1106
Telefax: 0 228/ 713 – 270 – 1375
E-Mail: [email protected]
18
Ausgaben an und für Blinde und Sehbehinderte 2015
Zuwendungen an Bezirksgruppen, für Versammlungen, kulturelle
Veranstaltungen, Kontaktpflege, Erfahrungsaustausch, Ermutigung
und Information.
Zuwend. Bezirksgruppe Bodensee
3.650,11 e
Zuwend. Bezirksgruppe Breisgau
6.526,10 e
Zuwend. Bezirksgruppe Ortenau
4.080,42 e
Zuwend. Bezirksgruppe Mittelbaden
4.062,56 e
Zuwend. Bezirksgruppe Oberrhein
3.248,14 e
Zuwend. Fachgruppen
1.018,66 e
Zuwend. Geburtstage und Todesfälle
2.764,40 e
Beihilfen zur Erholung
2.200,00 e
Zuschuss Blindenhilfsmittel 1.070,16 e
Aufw. f. Dienstreisen und Hausbesuche 5.545,63 e
Kfz-Kosten hierfür 5.297,42 e 10.843,05 e
Aufw. f. Blindenversammlungen, Gruppenbetreuung
auf Vereinsebene, überregionale Aufgaben 7.332,30 e
Aufw. f. Blindenzeitschriften u. -bücher,
Vereinsnachrichten und Infomaterial, Kosten Aufleser 8.634,69 e
Aufw. f. öffentliche Information,
Sensomobiltag, Messe 19.665,55 e
Spendensammelaktionen 58.033,54 e
Beitrag Deutscher Blindenverband 16.325,00 e
Beitrag Bay. Blindenhörbücherei 1.000,00 e
Beitrag Landesarbeitsgemeinschaft 400,00 e
Beitrag Landesblindenverband 1.500,00 e152.354,68 e
19
Kosten der Geschäftsstelle - notwendig für Beratung,
Betreuung und Dienstleistung
Ausbau-/Ausstattungskosten Lehrküche und Schulungsräume,
Instandhaltung Einrichtung und BGA 26.354,52 e
Reinigung und Nebenkosten Geschäftsräume 16.712,94 e
Büromaterial 4.032,55 e
Porto 8.240,21 e
Bankspesen 2.085,29 e
Kosten Buchhaltung, Lohn und Jahresabschluss 12.870,20 e
Kosten Rechtsberatung 3.427,13 e
Telefon, Fax, Interne
5.638,73 e
Versicherungen
3.572,84 e
Berufsgenossenschaft
1.246,09 e
Sonstige Verwaltungskosten
863,68 e 85.044,18e
237.398,86 e
Personalkosten 149.417,82 e
386.816,68 e
  
20
Informationen aus der Region
Barrierefrei ins Städtische Schwimmbad
Im Hallenbad Haslach im Freiburger Stadtteil Haslach fand am Donnerstag,
17.03.2016 mit der Geschäftsleitung, dem Freiburger Beirat für Menschen mit
Behinderung und dem Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenverein
Südbaden e.V. eine Begehung statt.
Das Hallenbad Freiburg-Haslach befindet sich unmittelbar an der
Straßenbahnhaltestelle „Haslach-Bad“, zu erreichen mit der Stadtbahnlinie 5
vom Stadtzentrum aus Richtung Rieselfeld.
Im Eingangsbereich gelangt der Badegast direkt an einen Informationsschalter,
gegenüber des Einganges gelegen. Dort können die Eintrittskarten gekauft
werden. Personen mit einen GdB von mindestens 80 zahlen 1,80 EUR Eintritt.
Die Begleitperson zahlt denselben Preis, sofern das Merkzeichen „B“ im
Schwerbehindertenausweis eingetragen ist.
Zusätzlich zum Schwimmbad gibt es einen kleinen Bereich für Sauna & Solarium.
Für diesen Bereich fallen zusätzliche Kosten an.
Für Badegäste mit Behinderung gibt es separate Umkleide- und Duschkabinen.
Dort fühlt sich der Besucher fast wie ein Privatgast erster Klasse. Die regulären
Mehrfachduschen brauchen nicht benutzt zu werden. Die Spezialduschen sind
Einzelduschkabinen.
Quelle: Regio Bäder GmbH
21
In der Schwimmhalle gibt es drei Becken: Das Becken links ist ein
Nichtschwimmer-Becken. In der Mitte der Schwimmhalle gibt es ein
Schwimmerbecken und auf der rechten Seite ein extra Sprung- und
Tauchbecken. Das Sprung- und Tauchbecken verfügt über drei Türme von
je einem, drei und fünf Metern Höhe. Die Springer kommen weder mit den
Schwimmern, noch mit den Nichtschwimmern in Verbindung, da die drei Becken
voneinander getrennt sind.
Zwischen den Schwimmbecken und an drei der vier Wänden in der
Schwimmhalle befinden sich beheizte Sitzbänke. Die gesamte Schwimmhalle
verfügt seit ihrer aufwändigen Sanierung im Jahre 2009 über eine
Fußbodenheizung.
Genaue Angaben finden sich unter dem Punkt „Ausstattung“ auf der
Internetseite www.badeninfreiburg.de wie folgt:
25 m-Schwimmerbecken mit 27 Grad Wassertemperatur
12,5 m-Nichtschwimmerbecken mit 30 Grad Wassertemperatur
Springerbecken mit 30 Grad Wassertemperatur
1 Saunarium mit 60 Grad.
1 Finnische Sauna mit 90 Grad.
1 Dampfbad mit 45 Grad.
In der Schwimmhalle gibt es eine Reihe von Liegestühlen. Auf der im
Außenbereich befindlichen Liegewiese können es sich die Badegäste bei
sommerlichen Temperaturen gemütlich machen.
Im Eingangsbereich befinden sich WCs und dem gegenüber ein Bistro mit
Straßenverkauf. Es gibt vor dem Bad zwei Behinderten-Parkplätze vor dem
Eingang.
Seitens der Geschäftsleitung und der vor Ort tätigen Schwimmmeister wurde
großes Entgegenkommen für Badegäste mit Behinderung signalisiert.
Die Geschäftsleitung betonte ausdrücklich, dass blinde oder sehbehinderte
22
Gäste auch gerne ohne Begleitung das Bad und die Sauna besuchen dürfen.
Die Information gegenüber des Einganges ist während der Öffnungszeiten
immer besetzt, so dass dort dann im persönlichen Gespräch - neben dem
Kartenkauf - auch der notwendige Hilfebedarf besprochen werden kann.
Die offene Atmosphäre macht Lust auf Schwimmen.
Hat Ihnen dieser Artikel zugesagt? Können Sie selbst auch über ein positives
Beispiel berichten, das für eine gute Eingliederung blinder und
sehbehinderter Menschen steht? Dann informieren Sie uns hierüber.
Sollten Sie in Ihrem Freizeitleben mit einer öffentlichen Einrichtung in Berührung
gekommen sein, bei der Sie auf Widerstände bei Ihrer Teilnahme gestoßen sind,
dann informieren Sie uns bitte gleichfalls. Oftmals kann in solchen Fällen ein
freundliches Gespräch mit einem unparteiischen Mitarbeiter des BSVSB e.V. das
Eis zum Schmelzen bringen.
Nachfolgend finden Sie die Öffnungszeiten des Bades (Stand April 2016):
Hallenbad Haslach, Carl-Kistner-Straße 67, 79115 Freiburg
Telefon: 0761 / 2105-520
Montags: geschlossen
Dienstags bis freitags: 14.00 bis 21.00 Uhr.
Samstags und sonntags: 9.00 bis 20.00 Uhr
Sonderzeiten in den Schulferien:
Montags bis freitags: 10.00 bis 21.00 Uhr
Samstags und sonntags: von 9.00 bis 20.00 Uhr.
Die Öffnungszeiten an Feiertagen erfragen Sie bitte telefonisch oder Sie finden
diese unter:
http://www.badeninfreiburg.de/baeder-saunen/hallenbad-haslach
Öffnungszeiten Sauna:
Montags bis freitags: 10.00 bis 21.00 Uhr
Samstags und sonntags: 10.00 bis 20.00 Uhr.
Mittwochs und freitags ist ganztags Frauen-Sauna.
  
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Das Leitsystem für Blinde am Freiburger
Hauptbahnhof hat Lücken
BZ v. 08.06.2016 von: Bettina Gröber Am Tag der Sehbehinderten haben
Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins den Verantwortlichen der
Deutschen Bahn am Freiburger Hauptbahnhof gezeigt, wo Handlungsbedarf
besteht. Und die beiden Seiten haben diskutiert.
Foto: Ingo Schneider, Die hellen, gerillten Streifen leiten Sehbehinderte und Blinde im
Hauptbahnhof – allerdings nicht überall. Die Lücken, beispielsweise zum Reisezentrum, will
die Bahn schließen.
Im Gewusel des Freiburger Hauptbahnhofs den Überblick zu behalten, ist nicht
immer leicht. Was bei regem Betrieb schon für Otto Normalverbraucher Stress
bedeuten kann, ist für Blinde und Sehbehinderte eine Herausforderung, die zu
ihrem Alltag gehört. Barrierefreiheit für Menschen, die nicht oder nur
eingeschränkt sehen können: Sie ist daher ein zentrales Anliegen des Blindenund Sehbehindertenvereins Südbaden. Am Tag der Sehbehinderten trafen sich
Vertreter des Vereins am Montag mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn
im Hauptbahnhof, um vor Ort auf diejenigen Punkte hinzuweisen, an denen in
puncto Leitsysteme, Kontraste und Lesbarkeit für Blinde und Sehbehinderte noch
Handlungsbedarf besteht. Bei Leitsystemen handelt es sich um die hellen,
gerillten Streifen, die sich durch die Bahnhofshalle und entlang der Gleise eins
bis drei ziehen. Auch im DB-Reisezentrum sind sie zu finden. Mischa Knebel,
Geschäftsführer des Blinden-und Sehbehindertenvereins Südbaden, wies am
Montag auf das größte Manko in diesem Bereich hin: Das Leitsystem führt zwar
zu den Aufzügen und zu den Gleisen, nicht aber zum Reisezentrum. Diese Lücke,
so Knebel gegenüber den DB-Vertretern, müsse geschlossen werden.
Wolf-Dieter Sutter, Leiter des Bahnhofsmanagements in Freiburg, und
Michael Groh, Leiter des Regionalbereichs Südwest bei der
24
DB Station & Service AG, sagten dies auch prompt zu: Bei einem weiteren
Ortstermin sollen mit dem Verein noch die Details abgestimmt werden und im
September oder Oktober soll das Leitsystem zum Reisezentrum ergänzt werden.
Zudem soll auch eine Verbindung zur Rolltreppe ins Untergeschoss gelegt
werden. Auch Positives kam im Gespräch zwischen den Interessenvertretern und
den Bahn-Verantwortlichen zur Sprache. So lobte Daniela Schmid, die als
Vorsitzende des Freiburger Behindertenbeirats und Sprecherin von dessen AG
Bau und Verkehr dabei war, die automatischen Eingangstüren der
Bahnhofshalle: „Sie sind für alle Arten von Behinderung am besten geeignet.“
Speziell für Sehbehinderte seien die roten Markierungen mit dem Bahnlogo am
besten zu erkennen. An den Eingangstüren sei die Gestaltung in grauer Farbe
allerdings „sehr dezent“. Schmid bat darum, auch dort die roten Markierungen
anzubringen. Wolf-Dieter Sutter sagte zu, dies zu prüfen.
Schwache Beleuchtung im Untergeschoss
Ein großes Manko sieht Daniela Schmid auch in der Beleuchtung beim
Haupteingang und im Untergeschoss des Bahnhofs. Sie sei zu dunkel. Laut
Sutter bemüht sich die Bahn bereits darum, die Beleuchtung in diesen Bereichen
zu verbessern. Derzeit liefen Prüfung und Planung. Ziel ist es laut Hans Stiene,
Arbeitsgebietsleiter für die Anlagentechnik bei der DB Station & Service AG,
dass bis Ende des Jahres für mehr Licht gesorgt wird. Einiges von dem, was sich
die Blinde und Sehbehinderte für den Freiburger Bahnhof wünschen, dürfte
also recht zügig Wirklichkeit werden. Bei anderen Problemen wird es allerdings
noch einige Geduld brauchen, ehe sich etwas tut. So sind etwa Leitsysteme auch
für die Gleise vier bis acht, wie sie Mischa Knebel anregte, in den Planungen
der Bahn frühestens in einigen Jahren vorgesehen. Und wieder andere Ideen
erscheinen zwar smart, bleiben aber zunächst einmal nur Ideen – so etwa die
Indoor-Navigation, die mittels Smartphone und kleinen Sendern (sogenannten
Beacons) Blinde und Sehbehinderte durch den Bahnhof lotsen könnte.
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Recht
Teilhabegesetz:
Blinde Menschen sollen schlechter gestellt werden
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) plant im Rahmen des
Bundesteilhabegesetzes, die Eingliederungshilfe zu reformieren. Hier sollen die
engen Regelungen zur Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen
verbessert werden. Die von der Zweckbestimmung her vergleichbare
Blindenhilfe dagegen soll nach wie vor nur denjenigen gewährt werden, die
sozialhilfebedürftig sind. Damit würde die Blindenhilfe zu einer Leistung zweiter
Klasse degradiert werden (dbsv-direkt berichtete am 17. Dezember 2015).
Inzwischen kursiert ein Arbeitsentwurf des Bundesteilhabegesetzes. Immer
deutlicher wird, wie gravierend das Vorhaben sich - neben zahlreichen
Enttäuschungen in anderen Bereichen - insbesondere auf die Teilhabeleistungen
für blinde Menschen auswirken würde. Deshalb wenden sich nun der Deutsche
Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV), der Deutsche Verein der
Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) und PRO RETINA
Deutschland e.V. in einem gemeinsamen Newsletter an ihre Mitglieder. Der Text
basiert auf einem längeren Artikel im DBSV-Verbandsmagazin „Gegenwart“.
Das Bundesteilhabegesetz sollte einen Systemwechsel bringen, weg von der
Sozialhilfe, hin zur gleichberechtigten Teilhabe für Menschen mit Behinderungen.
Wir haben von Anfang an unmissverständlich klargestellt, dass die
Teilhaberechtsreform genutzt werden muss, um eine bundeseinheitliche
Blindengeldlösung zu etablieren, die auch hochgradig sehbehinderte und
taubblinde Menschen einbezieht. Ausgangspunkt war das ursprünglich geplante
Teilhabegeld für alle Menschen mit wesentlichen Behinderungen. Aber anstatt das
bestehende Blindengeldsystem als Vorlage für ein modernes,
menschenrechtsbasiertes Teilhaberecht zu nutzen, werden bewährte Strukturen aufs
Spiel gesetzt.
26
In § 72 SGB XII wird die Blindenhilfe festgelegt, also der Betrag, der nach den
engen sozialhilferechtlichen Regelungen nötig ist, um den blindheitsbedingten
Mehraufwand auszugleichen. Die Blindenhilfe und die Landesblindengeldgesetze
stehen in enger Beziehung zueinander. Wer Leistungen nach einem
Landesblindengeldgesetz bekommt und sozialhilfeberechtigt ist, hat zusätzlich
Anspruchauf den Differenzbetrag zwischen Landesblindengeld und Blindenhilfe.
Der Hilfebedarf bei Blindheit ist höchst komplex und betrifft alle Lebensbereiche.
Die erforderlichen Leistungen, angefangen bei der individuellen Unterstützung
im Alltag, sei es beim Vorlesen, beim Kochen, Putzen oder Einkaufen, über die
Begleitung zum Arzt, zum Sport oder zu Kulturveranstaltungen, bis hin
zu Taxifahrten oder Hilfsmitteln, lassen sich, wenn überhaupt,
nur mit unverhältnismäßigem Verwaltungsaufwand definieren und abrechnen.
Diese Problematik war schon bei Einführung des Blindengeldrechts bekannt und
genau deshalb hat sich der Gesetzgeber für eine pauschalierte Geldleistung
entschieden, die den Beziehern die notwendigen Handlungsspielräume eröffnet.
Das System war damals zukunftsweisend und ist bis heute zeitgemäß im Sinne
der Behindertenrechtskonvention, weil es eine selbstbestimmte Lebensführung
unterstützt und auf unnötige Einblicke und Eingriffe in die Privatsphäre verzichtet.
Die Eingliederungshilfe ist bislang wie die Blindenhilfe im Sozialhilferecht,
dem SGB XII, geregelt und wird abhängig von Einkommen und Vermögen
gewährt. Sie soll nun neu in einem zweiten Teil des SGB IX, das die Vorschriften
zur Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen zusammenfasst, geregelt
werden. Beim Einsatz des eigenen Einkommens und Vermögens sind deutliche
Verbesserungen geplant. Nach wie vor soll die Eingliederungshilfe den
individuell festgestellten Bedarf an behinderungsbedingt notwendigen
Teilhabeleistungen abdecken. Das ist für blinde Menschen insbesondere dann
sinnvoll, wenn es um spezifische und klar abgrenzbare Bedarfe geht, etwa einen
Kurs zum Erlernen der Brailleschrift oder die Unterstützung im Bildungsbereich.
Der Antragsteller muss zunächst darlegen, in welchem Umfang er welche Hilfen
im Alltag benötigt. Je nach Unterstützungsbedarf - und leider auch
Durchsetzungsfähigkeit - bekommt er eine bestimmte Leistung zuerkannt,
deren Inanspruchnahme er durch Quittungen etc. nachweisen muss.
27
Dass hinsichtlich ihrer Zweckbestimmung zwischen Eingliederungshilfe auf der
einen Seite und Blindenhilfe bzw. Landesblindengeldern auf der anderen Seite
große Schnittmengen bestehen, ist offensichtlich. Umso mehr irritiert es, dass
das BMAS die Blindenhilfe - anders als die Eingliederungshilfe - nicht bei der
Teilhaberechtsreform berücksichtigen will. Damit haben blinde Menschen
weiterhin nur dann Anspruch auf ergänzende Blindenhilfe, wenn sie nicht mehr
als 2.600 Euro angespart haben. Von den geplanten Verbesserungen
der Eingliederungshilfe bei der Berücksichtigung von Einkommen und
Vermögen profitieren sie nicht. Dies ist eine Schlechterstellung blinder Menschen,
die wir nicht hinnehmen werden. Darin bestätigen uns auch die Reaktionen aus
dem Kreis der anderen Behindertenverbände.
Blinde Menschen, die aufstockend zu ihrem Landesblindengeld weitere
Leistungen benötigen und von den verbesserten Einkommens- und
Vermögensgrenzen profitieren wollen, müssten auf die Blindenhilfe verzichten
und stattdessen Eingliederungshilfe beantragen. Dazu müssten sie ein dezidiertes
Bedarfsfeststellungsverfahren durchlaufen und über die gewährten Leistungen
einen Verwendungsnachweis führen. Abgesehen davon, dass überhaupt nicht
vorstellbar ist, wie die durch Blindheit verursachten umfassenden
Mehraufwendungen auf Heller und Cent belegt werden könnten, wird blinden
Menschen damit ein unverhältnismäßig hohes Maß an Bürokratie zugemutet.
Darüber hinaus würden die Selbstbestimmungsmöglichkeiten über die eigene
Lebensführung und damit die Autonomie massiv eingeschränkt werden.
Das hat mit einem Nachteilsausgleich im menschenrechtlichen Sinne nichts zu
tun, sondern führt uns zurück zum sozialhilferechtlich geprägten Bittstelleransatz.
Die Signalwirkung, die von einem Verbleib der Blindenhilfe im SGB XII
ausgehen würde, wäre fatal. Alle Länder orientieren sich in ihren
Landesblindengeldgesetzen an der Blindenhilfe. Das betrifft unter anderem
die Zweckbestimmung der Leistung, die Ausgestaltung als Pauschalleistung
und die Definition von Blindheit zur Feststellung des berechtigten
Personenkreises. Wenn der Bund den Bedarf blinder Menschen nicht mehr
in Form einer eigenen Teilhabeleistung anerkennt, die mit der Eingliederungshilfe
gleichgestellt ist, besteht die Gefahr, dass die Landesblindengelder einem noch
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stärkeren Druck als bisher ausgesetzt werden. In letzter Konsequenz müssen wir
sogar die Abschaffung unseres unverzichtbaren Nachteilsausgleichs befürchten.
Der Gesetzgeber ist auf dem besten Wege, die historische Chance für die
Etablierung echter Nachteilsausgleiche zu verpassen und erste zarte Pflänzchen,
die in diese Richtung weisen, auszureißen. Das Blindengeld ist eine erprobte und
langjährig bewährte Leistung, mit der Selbstbestimmung, Deinstitutionalisierung
und damit Personenzentrierung gelebt werden. Statt sich das Blindengeldsystem
zum Vorbild zu nehmen und dieses weiterzuentwickeln, wählt der Gesetzgeber
den entgegengesetzten Weg, indem er auch für blinde Menschen auf minutiöse
Darlegungen von Unterstützungsbedarfen mit ständigen Kontrollen der
Mittelverwendung setzt. Das ist Sozialhilfe pur und hat nichts mit modernem
Teilhaberecht im Sinne der Behindertenrechtskonvention zu tun.
Das Bundesteilhabegesetz eröffnet Chancen für mehr Teilhabe, birgt aber auch
Risiken, dass bewährte Strukturen im Strudel des Reformvorhabens rücksichtslos
zerschlagen werden. Deshalb müssen wir uns gemeinsam auf Bundes*und Landesebene für einen zeitgemäßen Nachteilsausgleich stark machen.
Die Politik muss begreifen, dass wir mit allen uns zur Verfügung stehenden
Mitteln für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben kämpfen
werden. Es darf nicht passieren, dass wir blinde Menschen von
den vorgesehenen Verbesserungen abgehängt werden.
Diese Meldung entstand auf Basis eines Artikels im DBSV-Verbandsmagazin
„Gegenwart“, Ausgabe März 2016.
Vollständiger Artikel unter www.teilhabegesetz.dbsv.org
Weitere Informationen zur Blindenhilfe und den Blindengeldleistungen in den
Bundesländern unter www.blindengeld.dbsv.org
Teilhabegesetz: Blinde Menschen sollen schlechter gestellt werden - Teil 2
Ergänzend zum voran gegangenen Artikel eine Meldung aus dem Newsletter
DBSV Direkt Nr. 37 / 2016
29
Am Dienstag, 28.06.2016 hat das Bundeskabinett zum Teilhabegesetz beraten.
Im Anschluss wurde der Regierungsentwurf des Gesetzes veröffentlicht,
der jetzt ins parlamentarische Verfahren geht. Wird nun ein modernes
Teilhaberecht auf den Weg gebracht? Keineswegs, findet DBSV-Geschäftsführer
Andreas Bethke: „Die Regierung plant bei der Eingliederungshilfe nach wie vor
ein restriktives Fürsorgesystem, das sehr klar unsere Leistungsgesellschaft betont.
Wer wegen der Behinderung nicht mithalten kann oder schon in Rente ist,
wird abgeschrieben.“
Beim Thema „Taubblindheit“ dagegen hat sich der Protest der Selbsthilfe
definitiv gelohnt, denn nun ist die Einführung des Merkzeichens „TBl“
im Schwerbehindertenausweis geplant. Für taubblinde Menschen
ist das ein wichtiger Schritt zu mehr Teilhabe.
Auch im Bereich der Assistenzleistungen wurde ein Schritt in die richtige
Richtung gegangen, da Unterstützung bei der Kommunikation hier nun
ausdrücklich dazugehört.
Überhaupt nichts getan hat sich dagegen bei der Blindenhilfe - unverständlich
für Andreas Bethke: „Wir reden hier von einer bewährten Leistung, die für eine
selbstbestimmte Teilhabe blinder Menschen sorgt und in vielen Fällen
Institutionalisierung verhindert. Trotzdem wird die Blindenhilfe von der
Bundesregierung absolut stiefmütterlich behandelt.“ Der DBSV bleibt bei seiner
Forderung, die Einkommens- und Vermögensgrenzen bei der Blindenhilfe so
anzuheben, wie es bei der Eingliederungshilfe geplant ist.
Was den Bildungsbereich anbelangt, sind im Vergleich zum Referentenentwurf
kleine Fortschritte erkennbar. So wird der offene Ganztagsunterricht jetzt durch
Unterstützungsleistungen auch für behinderte Kinder zugänglich.
Auf der anderen Seite sind Hilfen für Jugendliche, die über die Schulpflicht
hinaus weiterführende Schulen besuchen, nun plötzlich aus dem
Gesetzestext verschwunden - eine klare Verschlechterung im Vergleich
zu den jetzigen Regelungen.
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Auch an vielen anderen Punkten des Regierungsentwurfs besteht aus Sicht der
Selbsthilfe akuter Handlungsbedarf. Der DBSV wird den Sommer nutzen, um die
382 Seiten mit dem feinen Kamm durchzugehen und sich auf den Herbst und
das parlamentarische Verfahren vorzubereiten. dbsv-direkt wird Sie auf dem
Laufenden halten.
Ergänzung: Bezug des Newsletters „DBSV-Direkt“
Der Newsletter DBSV-Direkt kann wie folgt bezogen werden:senden Sie bitte
eine leere E-Mail ohne Betreff an [email protected].
Um den Newsletter zu verlassen, schreiben Sie eine Mail an:
[email protected]
  
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Reisen
Erholung für die Sinne bieten die Aura-Pensionen blinden
und sehbehinderten Menschen in ganz Deutschland und über
die Grenzen hinaus.
Gönnen Sie sich und Ihrem Partner einige Tage Erholung in einem Hotel, das
speziell auf blinde und sehbehinderte Personen zugeschnitten ist.
Nachfolgend eine Liste mit Adressen der Aura-Pensionen. Darüber hinaus listen
wir Häuser auf, die zwar nicht unter die Aura-Pensionen fallen, jedoch trotzdem
ein gutes Ambiente für blinde und sehbehinderte Menschen bieten.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Aura-Hotel Timmendorfer Strand
Strandallee 196
23669 Timmendorfer Strand
Telefon 0 45 03 / 600 20
Telefax 0 45 03 / 600 272
E-Mail [email protected]
Internet www.aura-timmendorf.de
Aura-Hotel „Ostseeperlen“ Boltenhagen
Strandpromenade 53
23946 Ostseebad Boltenhagen
Telefon 03 88 25 / 37 0 - 0
Telefax 03 88 25 / 3 70 43
E-Mail [email protected]
Internet www.ostseeperlen.de
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Aura-Hotel Kur- und Begegnungszentrum Saulgrub
Alte Römerstraße 41 - 43
83442 Saulgrub
Telefon 0 88 45 / 99 - 0
Telefax 0 88 45 / 99 - 121
E-Mail [email protected]
Internet www.aura-hotel.de
Aura-Pension Haus „Grünes Herz“
Schwimmbachstraße 4
99887 Georgenthal
Telefon 03 62 53 / 3050 oder 30538
Telefax 03 62 53 / 30536
E-Mail [email protected]
Internet www.aura-pension-georgenthal.de
Aura-Pension „Villa Rochsburg“
Bildungs- und Erholungseinrichtung des Blindenund Sehbehindertenverbandes Sachsen e.V. (BSVS)
Schlossstraße 17
09328 Lunzenau / OT Rochsburg
Telefon 03 73 83 / 83 80 0
Telefax 03 73 83 / 83 80 25
E-Mail [email protected]
Internet www.villa-rochsburg.de
Aura-Pension „Brockenblick“
Amelungsweg 8
38855 Wernigerode
Telefon 0 39 43 / 26 21 - 0
Telefax 0 39 43 / 26 21 26
E-Mail [email protected]
Internet www.blindenfoerderungswerk.de/ind-aura.htm
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Hotel-Residenz Aura gGmbH Bad Meinberg
Oberförster-Feige-Weg 1
32805 Horn-Bad Meinberg
Telefon 0 52 34 / 9 04 - 0
Telefax 0 52 34 / 9 04 - 284
E-Mail info(at)aura-zentrum.de
Internet www.aura-zentrum.de
Blindenzentrum St. Raphael
Schießstandweg Nr. 36
I - 39100 Bozen (Italien - Südtirol)
Telefon 0039 471 / 44 23 23
Fax 0039 471 / 44 23 00
E-Mail [email protected]
Internet www.blindenzentrum.bz.it
Internationales Blindenzentrum
Gebhardshöhe
Alte Landstraße 265
CH - 8597 Landschlacht (Schweiz)
Telefon 0041 71 / 694 61 61
Fax 0041 71 / 694 61 35
E-Mail [email protected]
Internet www.ibzlandschlacht.ch
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Blindenverein Straßburg zu Gast
Wir pflegen Kontakte zu unseren Nachbarn: Unter diesem Motto fand am
04.07.2016 ein Besuch der Straßburger Bezirksgruppe des Blindenvereins Elsass,
in Freiburg statt. Circa 10 blinde und sehbehinderte Mitglieder der „Association
des Aveugles et Handicapés Visuels d‘Alsace et Lorraine, Strasbourg“ besuchten
die Geschäftsstelle des BSVSB e.V. in Freiburg und ließen sich über den
aktuellen Stand der Hilfsmitteltechnik beraten. Daneben fanden zahlreiche
kleinen und großen Alltagshelfer wie sprechende Uhren, Markierungspunkte
und Blindenabzeichen großes Interesse. Auch fanden
einige Blindenlangstöcke und viele Stockspitzen eine neue Heimat jenseits
unserer Landesgrenze.
Die Veranstaltung wurde abgerundet durch ein gemeinsames Mittagessen im
Blindenheim Freiburg. Hier wurde uns durch unsere französischen Gäste das
Kompliment gemacht, dass auch die deutsche Küche nicht zu verachten sei und
dass man ausnehmend gut gegessen habe.
Zum Schluss des Informationstages wurde der BSVSB e.V. zu einem
Gegenbesuch nach Straßburg eingeladen. Schwerpunkt soll bei diesem
Gegenbesuch ein gemeinsamer Austausch unserer Vereinsmitglieder mit
den Mitgliedern der Bezirksgruppe Straßburg sein.
Das gemeinsame Treffen soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr stattfinden.
Aller Wahrscheinlichkeit nach soll dies an einem Samstag geschehen,
weil einmal monatlich in Straßburg das Bezirksgruppentreffen
Samstags stattfindet.
Es wäre durchaus erwünscht, dass hier ein dauerhafter Kontakt zu Stande
kommt. Daher möchten wir bei Ihnen anfragen, ob Sie an einem ersten
Austauschtreff in Straßburg Interesse haben.
Bitte melden Sie Ihr Interesse telefonisch, schriftlich per Post oder
E-Mail in der Geschäftsstelle an.
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Natürlich beschränkt sich die Anfrage nach Interesse nicht nur
auf die grenznahen Regionen unseres Vereins,
sondern auf das gesamte Vereinsgebiet des BSVSB e.V..
Die gemeinsame Teilnahme am Straßburger Weihnachtsmarkt mit einem
anschließenden gemeinsamen Ausklang in einem Restaurant wäre sicherlich
ein guter Anlass für einen ersten Besuch bei unseren Nachbarn.
Wenn durch dieses Treffen ein grenzüberschreitender, regelmäßiger Austausch
angestoßen würde, wäre dies sehr zu begrüßen.
Wir freuen uns über Ihre diesbezügliche Interessensbekundung.
Bitte melden Sie sich bis Ende August in der Vereinsgeschäftsstelle.
Mischa Knebel
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Berichte und Informationen für Jedermann
Mittelbadische Presse: Zeitung der Ortenau vom 31.10.2015
Blindenhund Anton: »Nicht streicheln – ich arbeite«
Antons Macken und Vorlieben
Name: Anton
Alter: drei Jahre
Rasse: Labrado
Züchter: Ja
Lieblingsfutter: Erdbeeren
Lieblingsschlafplatz: Auf der Eckbank in der Küche
Macken: Sehr anhänglich und posiert gerne
Lieblingsspielzeug: Kuscheltiermaus
Verborgene Talente: Weiß den Weg ganz genau
Bester Hundefreund: Pudeldame Annabelle
Der Hund gilt als bester Freund des Menschen.
Wenn er vor Freude mit dem Schwanz wedelt
oder in schwierigen Momenten mit Herrchen
oder Frauchen leidet, scheint er für viele mehr
als nur ein Tier zu sein.
In unserer neuen Serie »Mein Hund und ich«
verraten acht Hundebesitzer, warum ihr
Vierbeiner so besonders ist. Heute: Christel Ammel und Anton aus Offenburg.
Er ist weit mehr als ein Haustier oder nur ein guter Spielgefährte. Der braune
Labrador ist ein Wegweiser für sein Frauchen, denn Rentnerin
Christel Ammel (73) ist blind. Sie leidet unter der erblichen
Augenerkrankung »Retinitis pigmentosa«. »Vor ein paar Jahren konnte ich sogar
noch Fahrrad fahren«, erzählt sie stolz in ihrer Küche in Offenburg. Die Lichter
sind aus, und ohne das Bellen des Labrador‘s könnte man meinen, die Besitzer
seien verreist. Seit August 2014 lebt der drei Jahre alte Anton bei ihr.
Es ist bereits ihr dritter Führhund.
Sie hatte ihn aus der Blindenführhundschule Neuburg bekommen.
Obwohl Anton als Führhund ausgebildet wurde,
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spielt sie auch mit ihm und behandelt ihn wie ein Haustier. »Du bist keine richtige
Führhundhalterin« haben schon andere Führhundhalter zu ihr gesagt. Denn für
manche sei solch ein Hund oft nur ein Hilfsmittel im Alltag. Christel Ammel indes
streichelt ihren Hund liebevoll und sagt: »Er ist auch ein guter Kamerad in
einsamen Stunden. « Dabei wackelt Anton mit dem Schwanz.
Bevor ein Führhund jedoch länger bei seinem neuen Herrchen bleibt, müssen
beide eine Prüfung absolvieren. Zehn Tage hatten Anton und Christel Ammel
Zeit, um sich im August auf den Test vorzubereiten. »Die Krankenkasse
übernimmt die Kosten für den Hund, und da muss es schon zwischen beiden
passen«, erzählt die Rentnerin. Jede Strecke kann individuell ausgesucht werden,
doch ein paar Dinge müssen beachtet werden. Bus fahren, ein Zebrastreifen,
eine Ampel, ein Bahnhof und ein Kaufhaus müssen auf in der Prüfstrecke
enthalten sein. Eine Stunde unterwegs sein und sehen, ob es zwischen Mensch
und Tier funktioniere, darum gehe es bei der Prüfung. Jeden Tag habe sie mit
Anton geübt. »Ich konnte den Weg nicht mehr ausstehen«, erzählt die
73-Jährige und lacht. Irgendwann nach zehn Tagen habe sie einen Anruf vom
Prüfer bekommen. »Frau Ammel, wir stehen draußen. Sie können die Strecke
nun laufen. « Nach einer Stunde habe ihr ein Mann auf die Schulter
geklopft und gesagt: »Das haben sie beide gut gemacht! «
Das Umfeld reagiert positiv auf Anton. »Viele wollen ihn sogar streicheln,
obwohl das nicht immer das Beste für mich ist«, verrät sie, denn der Hund müsse
sich schließlich konzentrieren – auf den Verkehr und auf die Umgebung seines
Frauchens. Wenn es zwischen Hundehalter und Führhund nicht passt, gäbe es
immer die Möglichkeiten den Hund wieder einzutauschen. »Das könnte ich aber
nicht, er IST mir JA mit der Zeit ans Herz gewachsen«, sagt sie und drückt ihren
Vierbeiner fest an sich.
Ob zur Kinzig, durch den Park oder einfach nur Bus fahren – Anton ist immer
dabei. Und obwohl er manchmal noch ein wenig unbeholfen ist, muss sich die
73-Jährige auf ihn verlassen. »Es braucht immer ein paar Monate bis sich beide
aneinander gewöhnt haben«, erklärt Ammel. Im Schlafzimmer hat Anton eine
Hundehütte. Ins Bett darf er nicht, da bleibt die Herrin des Hauses streng.
Nur manchmal macht sie eine Ausnahme: »Bei Gewitter hat er furchtbare Angst
und hüpft zu mir.« Egal ob Christel Ammel schnell zum Supermarkt geht oder
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einen Spaziergang macht, der braune Labrador bekommt immer sein Geschirr
übergezogen. »Nicht streicheln – ich arbeite« steht mit gut leserlichen Schrift
drauf. Denn das Streicheln von Fremden könnte ihn ablenken und sein Frauchen
in Gefahr bringen. Anton ist nun mal mehr als nur ein Haustier – er kennt den
sicheren Weg.
Autor: Antonia Höft
Wissenswertes für Smart- und iPhone-Nutzer
Liebe Leserinnen und Leser,
Der BSVSB e.V. bietet seinen Vereinsmitgliedern weiterhin Schulungen für den
Umgang mit iPhone und iPad sowie Smart-Phones und Kindle-Readern an.
Bitte erkundigen Sie sich in der Vereinsgeschäftsstelle nach den aktuellen
Kursterminen und Kursangeboten. Gerne führen wir Ihnen unverbindlich
die verschiedenen Geräte der neuen Generation mit Touch-Screen im
Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräches vor.
Folgende Kurse können wir derzeit anbieten:
Grundkurs für iPhone und iPad
In dem Grundkurs wird zunächst der Umgang und die Bedienung des
iPhones mit den Bedienungshilfen ausführlich erklärt. Danach werden erste
Schritte mit der virtuellen Tastatur unternommen. Im Anschluss wird mit der
virtuellen Tastatur einen WLAN Zugang eingerichtet und erlernt,
welche Möglichkeiten das iPhone beim Telefonieren bietet.
Aufbaukurs für iPhone und iPad
Erlernt werden weitere Fingergesten für die Bedienung von iPhone und iPad
mit Voice Over. Außerdem wird auf die Möglichkeit, Text zu korrigieren
und zu bearbeiten, eingegangen. Anschließend wird gezeigt,
wie Kontakte und Termine richtig erstellt werden.
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Einsteigerkurs für Android Smartphones und Tablets
Dieser Kurs beinhaltet die Einführung in den Umgang mit den integrierten
Bedienungshilfen von Android, sowie den Umgang mit der virtuellen Tastatur.
Anschließend wird dann ein WLAN Zugang eingerichtet, sowie die
Telefonfunktion erklärt und ausprobiert.
Aufbaukurs für Android Smartphones und Tablets
Das Erstellen von Kontakten und Terminen ist ebenso Bestandteil des Kurses
als auch das Installieren von Programmen - so genannter Apps.
Anschließend wird das Einrichten eines E-Mail-Kontos und Surfen im Internet
vermittelt.
Themenspezifische Kurse:
Navigation mit dem iPhone
Unterschiede von Apple Karten und Google Maps werden in diesem Kurs
erklärt.
Anschließend planen wir Routen, und machen in einem praktischen Teil einen
Spaziergang mit Navigation von Apple Karten und Google Maps.
Das iPhone, iPad und den iPod für weltweiten Radioempfang nutzen
In diesem Kurs werden Radio-Apps vorgestellt, wodurch das iPhone, das iPad
oder ein iPod zum Internetradio gemacht werden.
Blinden-Navigationshilfe Blindsquare
Einführung in die Funktionen und Möglichkeiten von Blindsquare. Anschließend
machen wir einen Spaziergang um den praktischen Nutzen kennenzulernen.
Navigation mit myWay Auch sehr gut für alle die gerne wandern gehen!
In diesem Kurs erlernen Sie die Funktionen und Einstellungen von myWay.
Auch erfahren Sie den praktischen Nutzen einer Offline-Karten-Navigation,
die auch sehr gut für Wanderungen abseits von normalen Straßen geeignet ist.
Um zu erfahren, wie diese Navigations-App sich unterwegs verhält, ist im
Anschluss ein Spaziergang mit einer zuvor gespeicherten Route eingeplant.
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Reisen mit dem iPhone
In diesem Kurs wird gezeigt, wie man mit dem iPhone oder iPad eine Reise mit
verschiedenen Apps im Vorfeld plant, und wie man mit dem Gerät Zugtickets
kaufen kann.
Hierzu gehören folgende Apps: Bus und Bahn, VAG mobil, Abfahrt,
und der DB Navigator.
Das iPhone und iPad als Hilfsmittel:
Das iPhone als mobiles Vorlesegerät
Mit der App KNFB Reader ist es möglich, immer ein Vorlese Gerät in der Tasche
dabei zu haben. Mit diesem Programm können immer und überall
Briefe, Speisekarten, Plakate und Flyer gescannt, und vorgelesen werden.
Wie dies genau funktioniert, und welche Möglichkeiten diese App noch bietet,
wird in diesem Kurs gezeigt.
Kleine Alltagshelfer
Für das iPhone gibt es einige kleine nützliche Helfer wie Farberkennung,
Geldschein-Leser, Gegenstandserkennung, Kamera und Strichcodeprogramme.
Mit diesen und ein paar anderen Apps wird gezeigt, wie verschiedene
Alltagssituationen mit dem iPhone vereinfacht werden können.
Musik und Hörbücher auf dem iPhone und iPad
Auch einen MP3-Player, Daisy Player und ein Radio können das iPhone und
iPad ersetzen. Wie das genau funktioniert, und mit welchen Apps dies möglich
ist, wird in diesem Kurs gezeigt. Das iPhone ist danach immer in der Tasche mit
dabei, genauso wie die eigene Musik und Hörbücher.
Tipps und Tricks für iPhone und iPad
In diesem Kurs werden kleine Tipps und Tricks gezeigt, die den Umgang mit dem
iPhone erleichtern. Es werden auch neue Möglichkeiten aufgezeigt,
beispielsweise wie gedruckt werden kann, wie Dateien ausgetauscht werden,
usw.
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Unsere Bezirks- und Fachgruppen
Bezirksgruppe Bodensee
Bezirksleiter: Michael Haaga,
Untertorstr. 5, 78315 Radolfzell
Telefon: 0 77 32 – 9 42 33 30,
E-Mail: [email protected]
Bezirksgruppe Oberrhein
Bezirksgruppenleiterin: Barbara Büche,
Mittlishardt 10, 79848 Bonndorf
Telefon: 07703 - 79 73,
E-Mail: [email protected]
Bezirksgruppe Breisgau
Bezirksgruppenleiter: Hans-Georg Fischer,
Auwaldstr. 7, 79110 Freiburg i. Br.
Telefon: 07 61 - 1 56 08 36,
E-Mail [email protected]
Bezirksgruppe Ortenau
Bezirksgruppenleiter: Hubert Rauber,
Wolftalstraße 20, 77709 Wolfach
Telefon: 0 78 34 – 5 46,
E-Mail: [email protected]
Bezirksgruppe Mittelbaden
Bezirksgruppenleiter: Hans Kühn,
Dreherstraße 1, 76470 Ötigheim
Telefon: 0 72 22 – 2 92 21,
E-Mail: [email protected]
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Bürofachgruppe
Fachgruppenleiterin: Simone Fröhle,
Florastraße 8, 76437 Rastatt
Telefon: 0 72 22 - 1518 34,
E-Mail: [email protected]
Frauenfachgruppe
Fachgruppenleiterin: Cornelia Isenmann,
Hauptstraße 89, 77756 Hausach
Telefon: 0 78 31 – 96 93 01,
E-Mail: [email protected]
Fachgruppe der Führhundehalter
Fachgruppenleiterin: Helga Mauch,
Mundinger Straße 42, 79312 Emmendingen
Telefon: 0 76 41 – 5 34 04,
E-Mail: [email protected]
Fachgruppe der medizinisch-therapeutischen Berufe
für Blinde und Sehbehinderte
Fachgruppenleiter: Gerd Schäfers,
Am Posthalterswäldle 28, 78224 Singen/Hohentwiel
Telefon: 0 77 31 - 4 11 25,
E-Mail: [email protected]
  
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Stammtische in den Bezirksgruppen
Der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. bietet unter anderem
Veranstaltungen an, auf denen sich Betroffene in „lockerer“ Atmosphäre über
den täglichen Umgang mit ihrer Behinderung austauschen können.
Offenburg
Finden derzeit kein Stammtisch statt
Baden-Baden
Herr Hans Kühn
Tel.: (07222) 29 221
E-Mail: [email protected]
AWO Seniorenwohnanlage, Olga-Haebler-Haus,
Rheinstraße 164 – 170, 76532 Baden-Baden
Jeden 2. Dienstag im Monat, 14.00 Uhr, Ende: 17.00 Uhr
VS-Schwenningen
Frau Inge Fromme
Telefon (07721) 8 78 73 11
Cafe Leute, Riettor 2, Villingen-Schwenningen
jeden 2. Dienstag im Monat, 14.30 Uhr
Singen
Der Stammtisch in Singen wurde mit dem Stammtisch in Villingen zusammen
gelegt. Das Lokal in Villingen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln
gut zu erreichen.
Freiburg i. Br.
Bezirksgruppenstammtisch
Herr Hans-Georg Fischer
Telefon (0761) 1 56 08 36
Gasthaus Zum rauhen Mann, Insel 4
jeden 1. Donnerstag im Monat, ab 17.00 Uhr
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DVBS-Stammtisch in Freiburg
Terminanfragen und Anmeldungen über die Vereinsgeschäftsstelle
(Anschrift s. Impressum)
Wir treffen uns an jedem zweiten Mittwoch im Quartal (Januar, April, Juli,
Oktober) um 18 Uhr in der Weinstube „Casanova“ in der
Eisenbahnstraße 43 in 79098 Freiburg.
Stammtisch für jüngere Leute
Daniel Schauenburg
Telefon: (0761) 15 15 49 84
E-Mail: [email protected]
Internet: http://baechle-blus.de
(Link öffnet in separatem Fenster).
Veranstaltungsort bitte erfragen. Es gibt einmal im Monat ein offenes Treffen,
das regelmäßig immer am zweiten Dienstag im Monat stattfindet.
Tiengen
Frau Sabine Bastianelli,
Telefon und Telefax (0 77 41) 6 37 58
Kaffee „Flair“, Bahnhofstraße (in der neuen Seniorenresidenz)
jeden 2. Freitag im Monat, ab 15.00 Uhr
Bad Krozingen / Staufen
Herr Wolfgang Knoll
Telefon (0761) 13 12 24
RESTAURANT / STEAKHAUS BECKER, Feldmesser Straße 3 a Bad Krozingen
jeden 1. Freitag im Monat, ab 15.00 Uhr
Hundestammtisch
Frau Helga Mauch Telefon (07641) 5 34 04
Treffpunkt Freiburg Hauptbahnhof - Stadtbahnbrücke
Datum und Veranstaltungsbeginn bitte bei Frau Mauch erfragen. Es folgt die
Wanderung
45
Es folgt die Wanderung
durch unsere Bezirks- und Fachgruppen
Bezirksgruppe Oberrhein
Bezirksgruppenleiterin: Barbara Büche, Mittlishardt 10,
79848 Bonndorf
Südkurier vom 07.01.2016
Stammtisch für Blinde und Sehbehinderte
Ziel ist neben der Auszeit vom Alltag der Austausch von Erfahrungen und
Informationen
Bild: Ursula Freudig
Austausch und Information in ungezwungener Atmosphäre bietet der
Stammtisch der Blinden- und Sehbehindertengruppe Oberrhein im Café Flair in
Tiengen – hier ein Teil der Besucher beim vergangenen Treffen.
Selbstständig den Haushalt erledigen und draußen seiner Wege gehen –
was denkbar selbstverständlich klingt, ist für Menschen mit eingeschränkten oder
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verlorenen Sehvermögen Herausforderung pur. Betroffenen eine kleine Auszeit
vom Alltag mit Austausch und Informationen zu bieten und Mut zu machen,
das eigene Leben wieder in die Hand zu nehmen, gehört nach Aussage von
Sabine Bastianelli zu den Zielen des Stammtisches der Blinden- und
Sehbehindertengruppe Oberrhein.
Seit 1989 gibt es ihn, seit 2001 hat er unter ihrer Leitung im Café Flair in
Tiengen sein Domizil. Viele der Besucher kommen seit vielen Jahren regelmäßig
und möchten auf das ungezwungene Beisammensein nicht mehr verzichten.
„Es ist lebendig bei uns, es wird nicht gejammert, sondern geht oft fröhlich zu,
wir sind Menschen, die mitten im Leben stehen“, beschreibt Sabine Bastianelli
die Atmosphäre. Sie hat engen Kontakt zur Geschäftsstelle des Blinden- und
Sehbehindertenvereins Südbaden in Freiburg und hält die Besucher über
relevante Entwicklungen und die Angebote des Vereins, beispielsweise im
Hinblick auf Hilfsmittel, auf dem Laufenden. „Viele sind einfach zu ängstlich und
getrauen sich nicht zu fragen und Hilfe zu beantragen“, meint die
Gruppenleiterin. Hilfsmittel, wie beispielsweise im Haushalt
sprechende Küchenwaagen oder Markierungshilfen für Herde, würden aber
vieles möglich machen. Sabine Bastianelli kennt beispielsweise Frauen,
die trotz Erblindung selbstständig den Haushalt schmeißen.
Weiterhin für unverzichtbar hält sie Mobilitätstraining mit dem Langstock
durch Reha-Trainer. Rund zehn bis 15 blinde und sehbehinderte Menschen
zuzüglich ihrer Begleitpersonen kommen im Schnitt zu den Treffen im Café Flair.
95 Mitglieder zählt die Bezirksgruppe Oberrhein insgesamt, die mit vier
weiteren Bezirksgruppen im Verein Südbaden zusammengeschlossen ist. Laut
Sabine Bastianelli sind höchstens 30 Prozent aller Blinden und Sehbehinderten in
Vereinen organisiert. Schade findet sie das, denn je mehr Mitglieder, desto
größer wäre der Einfluss. Leichteres Einsteigen in Züge, Ampeln mit akustischen
Signalen und eine Tageszeitung, die „abgehört“ werden kann, sind unter
anderem Wünsche von Stammtischbesuchern.
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Die Treffen
Der Stammtisch der Blinden- und Sehbehinderten-Bezirksgruppe Oberrhein
(Landkreis Waldshut und Lörrach) findet jeden zweiten Freitag im Monat ab 15
Uhr im Café Flair in Tiengen, Bahnhofstraße 3, statt.
Auskünfte gibt Sabine Bastianelli unter der Telefonnummer 07741/ 637 58,
E-Mail: [email protected]
Weitere Infos im Internet:
www.bsv-suedbaden.org www.selbsthilfe-hilft.de
Anmerkung der Geschäftsstelle:
Die Internetadresse www.bsv-suedbaden.org ist nicht mehr gültig. Beim Öffnen
dieser Seite erfolgt eine automatische Weiterleitung auf die jetzt aktuelle
Internetseite des Vereins unter: www.bsvsb.org
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Bezirksgruppe Mittelbaden
Bezirksgruppenleiter: Hans Kühn, Dreherstr. 1, 76470 Ötigheim
Gelungene Adventsfeier für blinde und sehbehinderte Menschen
OB Mergen weiterhin für Stärkung der Selbsthilfe und Umsetzung von Inklusion
in Baden-Baden
Am vergangenen Sonntag, den 6. Dezember 2015 fand die diesjährige
Adventsfeier der Bezirksgruppe Mittelbaden des Blinden- und
Sehbehindertenvereins Südbaden im festlich geschmückten Saal des
Gasthauses zur Blume in Baden-Baden/Balg statt.
t
Insgesamt 64 Personen, davon 41 Blinde und Sehbehinderte mit
ihren Begleitpersonen konnte der Bezirksgruppenleiter Hans Kühn am
Vormittag begrüßen. Vor einem gemeinsamen Mittagessen erhielten die
Teilnehmer behindertenspezifische Informationen sowie eine Terminvorschau
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für das kommende Jahr, und konnten sich außerdem mit unterschiedlichen
Hilfsmitteln zur besseren Bewältigung des Alltags versorgen.
Um 14 Uhr eröffnete im Rahmen dieser Adventsfeier der Handharmonikaclub
Haueneberstein unter der Leitung von Melanie Fischer mit einer weihnachtlichen
Weise eine adventliche Feierstunde. Hierzu konnte der Bezirksgruppenleiter als
Gäste die Oberbürgermeisterin der Stadt Baden-Baden, Frau Margret Mergen,
den Kreisverwaltungsdirektor Hubert Schmidutz in Vertretung des kurzfristig
verhinderten Landrates Jürgen Bäuerle, sowie den stellv. Vorsitzenden des BSV
Südbaden Hans-Georg Fischer willkommen heißen.
In seiner Begrüßung thematisierte der Bezirksgruppenleiter die
Seheinschränkungen im Alter und wies auf die überproportional steigende
Anzahl von Augenerkrankungen auf Grund der demographischen Entwicklung
hin. „Seniorenalter ist ja zunächst nichts anderes als eine Lebensphase, so Kühn,
aber eine eventuelle Sehbehinderung kommt dann zu allen anderen
altersspizifischen Beeinträchtigungen hinzu, und diese anderen Faktoren
wirken sich meist sehr viel stärker aus, wenn man schlecht oder gar nicht sieht“.
„Deshalb müssen wir in unserer Selbsthilfeberatung manchmal auch mehrfache
Beeinträchtigungen konstatieren und darauf reagieren, wenn in
fortgeschrittenem Alter gesundheitliche oder Mobilitätsprobleme mit
Seheinschränkungen zusammentreffen und den Alltag erschweren“, so Kühn weiter
und wies in diesem Zusammenhang auf vielfältige Probleme bei
der Alltagsbewältigung oder gesellschaftlichen Teilhabe hin.
Oberbürgermeisterin Mergen lobte in ihrem Grußwort den in keiner Statistik
erfassten Wert der ehrenamtlichen Tätigkeit der Selbsthilfegruppen und erklärte
die Bereitschaft der Stadt Baden-Baden, die Selbsthilfe auch in Zukunft
im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten nach Kräften zu unterstützen.
Der Runde Tisch für Menschen mit Behinderung bietet mit seinen regelmäßigen
Treffen dafür eine sinnvolle Plattform. Dabei verwies sie auch auf
die Besetzung der Stelle einer ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten
durch Frau Beate Wirth, um damit die Umsetzung von Inklusion noch
effektiver in der Stadt gestalten zu können.
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Ähnlich äußerte sich auch Hubert Schmidutz für den Landkreis Rastatt und
erklärte, dass mit der Kontaktstelle der Selbsthilfegruppen im Landratsamt eine
wichtige Schnittstelle zwischen Selbsthilfe, Ehrenamt und Behörde besteht, die
auch weiterhin gefördert werden soll. World-Café, Projektgruppensitzungen im
Selbsthilfe-Netzwerk oder Vorbereitungstreffen für den Infotag der
Selbsthilfegruppen in 2016 in Gaggenau finden regelmäßig in den Räumen
des Landratsamtes statt.
Der stellv. Vorsitzende des BSVSB gab die Geschichte eines
schwarzen Schafes, dessen Schurwolle sich in einem gewebten Teppich
zusammen mit anderen freundlicher gefärbten Wollteilen durchaus sehen lassen
kann, zum Besten. Kühn bedankte sich bei den Gästen für ihr Kommen sowie
jegliche Art von Unterstützung und der Handharmonikaclub Haueneberstein
beschloss mit weiteren Musikalischen Darbietungen diese Feierstunde.
Nach Kaffee und Kuchen konnte dann diese durchaus gelungene Veranstaltung
gegen 17 Uhr beendet werden.
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Quadrat heißt Ja, Dreieck Nein
Blinde und Sehbehinderte wählen Hans Kühn erneut zum
Vorsitzenden
Hans Kühn (vorne, dunkle Brille) bleibt Vorsitzender, Petra Traub (Zweite
von links) ist die neue Stellvertreterin. Eingerahmt werden Sie von den
gewählten Delegierten. Foto: Philipp von Ulrich Philipp
Baden-Baden Hans Kühn bleibt im Bezirk Mittelbaden Vorsitzender im Blindenund Sehbehindertenverein Südbaden. Der Mann aus Ötigheim wurde
am Sonntag in Balg einstimmig wiedergewählt und ist damit vier
weitere Jahre im Amt. Als Stellvertreterin fungiert in Zukunft Petra
Traub aus Gaggenau. Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder setzte sich in
geheimer Wahl gegen Lars Kirchhoff aus Karlsruhe durch. Traub übernimmt ihr
Amt von Claus Klüglich, der aus gesundheitlichen Gründen nicht antrat.
Außerdem bestimmten die 26 Wahlberechtigten vier neue Delegierte, die
die 99 Mitglieder im Bezirk bei Konferenzen offiziell vertreten.
Gewählt wurden: Edith Rittler, Christiane Huck, Marianne Meinzer und Edith
König. Ersatzkandidat wurde Lars Kirchhoff aus Karlsruhe. Um alle Wahlen in
geheimer Abstimmung durchführen zu können, erhielt jeder Stimmberechtigte
für jeden Wahlgang ein Quadrat von etwa fünf Zentimetern Seitenlänge, ein
ähnlich großes Dreieck, sowie einen Briefumschlag. Wer das Quadrat in den
Umschlag steckte, nachdem der Name eines Kandidaten genannt worden war,
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stimmte damit für ihn. Das Dreieck im Umschlag bedeutete Nein und ein leerer
Umschlag war eine Stimmenthaltung. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende
Hans-Georg Fischer übernahme die Rolle des Wahlleiters. Und drei
normalsehende Teilnehmer der Versammlung teilten die notwendigen Utensilien
aus, und übernahmen auch die Auszählung der Stimmen.
Nach rund 90 Minuten standen die Wahlergebnisse fest.
Zuvor hatte Kühn seinen Bericht über das vergangene Jahr vorgetragen. Jeden
zweiten Dienstag fanden von 14 bis 16.30 Uhr Stammtische im Olga-Hebler-Haus
in der Rheinstraße 164 statt. Sie werden auch in Zukunft durchgeführt,
bekräftigte Kühn. Hier treffen sich Betroffene, um sich zu
unterstützen, wenn die Sehkraft aus welchen Gründen auch immer nachlässt.
„Die wenigsten beherrschen die Brailleschrift für Blinde und Sehbehinderte“
erklärte Kühn im BT-Gespräch, „aber es gibt zahlreiche andere Hilfsmittel wie
zum Beispiel sprechende Uhren, Markierungshilfen für Waschmaschinen oder
Herde, Geldscheintester oder auch Eingießhilfen, die mittels eines Pieptones
anzeigen, wann die Kaffeetasse oder andere Behältnisse gefüllt sind.
Am wichtigsten sind aber unsere sehenden menschlichen Begleiter“, betonte
Kühn und erntete starken Beifall, als er allen Helfern für
ihre Unterstützung dankte.
Insgesamt zeigte sich der alte und neue Vorsitzende zufrieden mit
dem vergangenen Jahr. „Mir fällt nichts ein, das 2015 nicht funktioniert hätte“,
stellte er fest. Fischer ergänzte, der Verein berate seine Mitglieder auch,
etwa in Rechtsfragen. Zudem werden Kurse angeboten, zuletzt konnten
Sehbehinderte lernen, wie man mit einem Smartphone umgeht.
Infos : (0761) 36122
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Kunterbunter Kinderspaß in Baden-Baden
Am Samstag, den 30. April 2016 beteiligte sich die Bezirksgruppe Mittelbaden
zum 10. Mal beim Kinderfest der Stadt Baden-Baden. Unter dem Motto
„Kunterbunter Kinderspaß“ wird dieses Event jährlich von der Bürgerstiftung
Baden-Baden organisiert und im Kurpark durchgeführt.
Vieles was Kindern Spaß macht wird dabei angeboten. Spielmobil,
Kinderschminken, Malwettbewerb, Pflanzen eintopfen, Hüpfburg,
Luftballonwettbewerb und vieles mehr lässt Kinderherzen höher schlagen.
tMit einer Laufkarte besuchen die Kinder die unterschiedlichen Angebote
und erhalten nach absolvierter Teilnahme einen Stempel auf die Karte.
Mit 8 Stempeln können die Laufkarten dann an einem Glücksrad in einen
Preis eingetauscht werden.
Die Wetterprognose war äußerst ungünstig, und mit der Aussicht auf
70% Regenwahrscheinlichkeit mit Gewittern und Starkregen hatten wir
ein ungutes Gefühl, zumal bereits bei der Anfahrt erste Tropfen fielen.
Der Anhänger von Andrea und Claus Klüglich war schon am Vortag mit
allen notwendigen Utensilien vollgepackt. Ein großer Baldachin, Campingtisch
mit Sonnenschirm und Stühlen, unterschiedliche Bodenbeläge mit einer
Holzrampe für den Blindenparcours waren ebenso vorhanden wie frisch
gebrühter Kaffee und Kaltgetränke. Aufbau und Vorbereitung konnten dann
mit Hilfe von Andrea, Edith Rittler, meiner Ehefrau Carmelita und mir selbst aber
wieder bei trockenem Wetter durchgeführt werden, und da wir relativ frühzeitig
fertig waren, blieb noch etwas Zeit. Mittlerweile war auch Edith König als
zusätzliche Helferin mit dem obligatorischen und frisch gebackenen Nusszopf
eingetroffen. Und so gab es eine Kaffeepause, bevor es kurz vor 13 Uhr schon
mit den ersten Besuchern und mit Christiane Huck als weitere Unterstützerin für
den Simulationsparcours an unserem Stand los ging.
Auf der Tischgarnitur unter dem Baldachin standen links und rechts jeweils 3
Fühlboxen und dazwischen Punktschriftalphabete, Lineale und Broschüren sowie
Süßigkeiten und die Laufkarten für die Kinder. Zwischenzeitlich kam sogar ab
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Zwischenzeitlich kam sogar ab und zu längere Zeit die Sonne durch, und so kam
es zu dem, laut Veranstalter stärksten Besucherandrang der jemals bei dieser
Veranstaltung festgestellt wurde.
Natürlich machte sich dies auch an unserem Stand überaus positiv bemerkbar,
so dass sich am Parcours Warteschlangen bildeten und es bei den Fühlboxen
genauso zu Wartezeiten kam. Die Punktschrift weckte ebenfalls das Interesse
der Besucher und so war ich selbst neben den Fühlboxen mit den Erklärungen
über das System der 6 Punkte gut beschäftigt. Wenn ich dann die Namen der
interessierten Kinder mit der Sticheltafel auf die Alphabete schrieb, war dies
nicht nur für die Kinder spannend, wie so etwas auch noch seitenverkehrt
geschrieben werden kann.
Für die Standbesetzung blieb kaum Zeit, sich für die anderen Aktivitäten im
Kurpark durch einen kleinen Rundgang zu informieren und so waren wir sehr
dankbar, dass uns auch Mitglieder aus unserer Bezirksgruppe als Besucher
kurzfristig bis zum Abbau aushelfen konnten. Vor Ende der Veranstaltung
um 17 Uhr zog sich der Himmel zu und als alles verstaut und der Platz
wieder leergeräumt war kam kurz danach auch schon der vorhergesagte
Gewitterregen. Aber das konnte uns zu diesem Zeitpunkt relativ egal sein.
Alles in Allem war es wieder einmal eine gelungene Aktion und wir konnten
sowohl unsere Bezirksgruppe, als auch unsere Selbsthilfegemeinschaft insgesamt
positiv in der Öffentlichkeit repräsentieren.
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Auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken die zu
diesem Erfolg beigetragen haben. Neben den hier bereits namentlich
benannten Helfern darf ich doch noch einen besonderen Dank an Andrea
aussprechen. Ohne ihren selbstlosen und unermüdlichen Einsatz könnten wir
solche Aktionen gar nicht durchführen. Dies betrifft nicht nur das
Heranschaffen der Materialen, sondern auch die Organisation und den
Überblick mit dem Auge auf das Notwendige. Der Dank ist natürlich verbunden
mit der Hoffnung, dass wir auf diese Unterstützung noch eine ganze Weile
bauen können.
Für alle Helfer und Unterstützer.
Hans Kühn, Bezirksgruppe Mittelbaden
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Badische Neueste Nachrichten 28.06.2016
Von Joachim Kocher
Inklusion: OB will Hürden beseitigen
Blindenverband und Stadt treffen sich
Gaggenau: Der Blinden- und Sehbehindertenverband Südbaden,
Bezirksgruppe Mittelbaden, veranstaltete am Wochenende im Unimogmuseum
sein traditionelles Sommertreffen, zu dem der Vorsitzende Hans Kühn auch in
diesem Jahr Oberbürgermeister Christof Florus begrüßen konnte.
Hans Kühn ging zu Beginn der Versammlung auf das Thema Inklusion ein,
deren rechtliche Bedeutung er beispielhaft aufzeigte. Im Anschluss an den
offiziellen Teil stand der Nachmittag für den persönlichen Erfahrungsaustausch
zur Verfügung. Außerdem stellte eine Firma Produkte für blinde
und Sehbehinderte Menschen vor.
Inklusion bedeute Zugehörigkeit und sei das Gegenteil von Ausgrenzung,
so Kühn. „Ganz selbstverständlich miteinander leben, wohnen und arbeiten,
das ist Inklusion.“ Mit der Umsetzung der Inklusion befinden wir uns noch am
Anfang eines sehr langen Prozesses“, sagte Kühn. Es geht nicht mehr
als um ein Menschenrecht, betonte der Vorsitzende der Bezirksgruppe
Mittelbaden.
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Zehn Prozent aller Deutschen haben eine Behinderung. Die Dunkelziffer könnte
sogar noch höher sein, sagte Kühn. Der Weg in ein inklusives Leben ist für viele
Behinderte heute noch schwer. Kühn machte auch deutlich, dass Menschen mit
Behinderung selbst entscheiden, wie sie am Leben teilhaben wollen.
Der Vorsitzende informierte auch darüber, dass Kommunen seit einiger Zeit
Behindertenbeauftragte einsetzen müssen. Er selbst habe im März des
vergangenen Jahres ein sehr intensives Gespräch mit Judith Feuerer geführt.
Hans Kühn erinnerte auch daran, dass der Blinden- und
Sehbehindertenverband Südbaden, Bezirksgruppe Mittelbaden, erstmals 1973
ein Sommertreffen in Gaggenau durchführte. Dies kam damals durch Günther
Warth und dem damaligen Oberbürgermeister Helmut Dahringer zustande.
Man könne daher von einer guten Tradition sprechen, sagte er.
Oberbürgermeister Christof Florus betonte, dass er dem Thema Inklusion einen
besonderen Stellenwert einräume. Das geht soweit, dass er ein neues Amt
„Gesellschaft und Bildung“ geschaffen habe, das Inklusion als eines seiner
primären Ziele verfolgt und dessen Amtsleiter er selbst sei. „Ich habe mir als Ziel
gesetzt, Hindernisse im öffentlichen Raum soweit wie möglich zu beseitigen.
In den nächsten zehn Jahren wird dies eine der wichtigsten Aufgaben sein“,
sagte OB Florus. „Bei der Neugestaltung unseres Bahnhofsplatzes haben wir
darauf sehr geachtet und auch den fachkundigen Rat Ihres Vereins eingeholt.
Es geht letzlich um Teilhabe am öffentlichen Leben, und dieser Zugang
soll Blinden und Sehbehinderten so gut wie möglich offen sein.“
Wer sehbehindert oder gar blind ist, brauche guten Rat und nützliche Impulse,
die helfen, den Alltag leichter zu gestalten und das sei ganz wichtig, Hilfe zur
Selbsthilfe, lautet die Devise beim Blinden- und Sehbehindertenverein, erinnerte
Oberbürgermeister Christof Florus, der auf rund 150 000 blinde und
schätzungsweise vier Millionen sehbehinderten Menschen in Deutschland
verwies.
Im Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden haben sich rund
650 Mitglieder zusammengefunden, und die Bezirksgruppe Mittelbaden,
die den Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden umfasst, zählt
circa 100 Mitglieder in ihren Reihen.
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Bürofachgruppe
Fachgruppenleiterin: Simone Fröhle, Florastr. 8, 76437 Rastatt
Bürofachgruppentagung 2015
Die Bürofachgruppentagung 2015 der 3 baden-württembergischen
Blindenvereine - Nordbaden, Südbaden, Württemberg - fand vom
20.11. bis 22.11. wieder im KVJS-Haus in Gültstein statt. Bis 18 Uhr
zum Abendessen sind 38 Teilnehmer angereist.
Pünktlich um 19 Uhr begann der offizielle Teil mit einer Vorstellungsrunde der
Teilnehmer. Hiernach berichtet Herr Gerd Weimer Behindertenbeauftragter
der Landesregierung über seine Arbeit. Zunächst ging er auf die Möglichkeit
der Eltern von behinderten Kindern zur freien Schulwahl, also auch inklusive
Beschulung, ein, er verwies auf die novellierte Landesbauordnung.
Der Schwerpunkt seiner Ausführungen war das neugefasste
Landes-Behindertengleichstellungsgesetz das seit 01.01.2015 in Kraft ist.
Hierbei verwies er darauf, dass das neugefasste Gesetz die Kommunen
einbezieht. So gibt es die Möglichkeit hauptamtliche Behindertenbeauftragte
einzustellen, diese Maßnahme wird vom Land finanziell gefördert.
Auch in der Informationstechnologie ist das Gesetz für Kommunen verbindlich,
so müssen beispielsweise Internetauftritte der Gemeinden barrierefrei sein.
Das Hauptproblem im Behindertenbereich ist die nach wie vor hohe Zahl
der arbeitslosen Menschen mit Behinderung, insbesondere die
Langzeitarbeitslosen und dies trotz guter wirtschaftlicher Situation.
Herr Weimer hat seinen Vortrag sehr engagiert dargeboten. Herr Robin Sanwald
von der Deutschen Rentenversicherung referierte am Samstag Vormittag über
das Rentenrecht. Basis einer jeden Rentenberechnung ist der Rentenverlauf,
dieser muss ab dem 17. Lebensjahr lückenlos und vollständig sein. Herr Sanwald
ging auf die verschiedenen Rentenarten ein, auch auf die vorzeitige Verrentung
und welche Abschläge hierbei in Kauf genommen werden müssen.
Grundsätzlich gilt, sich vor Antragsstellung individuell und detailliert beraten zu
lassen, da doch die persönliche Situation ausschlaggebend ist.
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Am Nachmittag erläuterte uns Herr Kurt Gläser vom Landesgesundheitsamt das
betriebliche Gesundheitsmanagement. Basis hierfür ist die Gefährdungsanalyse.
Da die psychischen Erkrankungen stark zunahmen, haben wir versucht Ursachen
hierfür zu ermitteln. Es entstand eine rege Beteiligung der Teilnehmer.
Herr Glaser ging noch auf das betriebliche Eingliederungsmanagement ein.
Fazit seiner Ausführungen war, dass die Arbeitgeber das betriebliche
Gesundheitsmanagement mittragen und mit umsetzen müssen, damit es zum
Erfolg führen kann.
Am Sonntag Morgen standen die turnusmäßigen Wahlen auf dem Programm.
Es galt eine Bürofachgruppenleiter/in und eine Stellvertretung für jeden der 3
Vereine zu Wählen. Die Wahl war sehr gut vorbereitet so dass Herr Winfried
Specht als Wahlleiter die Wahlen zügig und ohne Probleme durchführte, ein
herzliches Dankeschön hierfür. das Votum brachte folgendes Resultat:
Nordbaden: Leiter Herr Stefan Jansen,
Stellvertretung Herr Walter Hämmerle
Südbaden: Leiterin Frau Simone Fröhle,
Stellvertretung Herr Werner Sänger
Württemberg: Leiterin Frau Simone Degler,
Stellvertretung Frau Tanja Mader
Wir gratulieren dem neugewählten Leitungsteam und Wünschen gute Ideen und
Erfolg bei dessen Umsetzung.
Hiernach gab es noch eine Feedbackrunde, Konsens war, dass die Vorträge als
interessant und informativ bezeichnet, das Haus und der Service des Personals
gelobt und dass die abendlichen Gespräche und Erfahrungsaustausch als
wichtig empfunden wurden. Für die kommenden Jahre wurde angeregt wieder
eine Infofahrt zu organisieren mit Bezug zur Bürofachgruppe.
Wir bedanken uns bei den Organisatoren dieser Veranstaltung, auch bei Herrn
Robert Berres dem Leiter des Hauses und seinem Team für den guten Service.
In diesem Jahr findet die landesweite Bürofachgruppentagung vom 25.11. bis
27.11.2016 wieder in Gültstein statt.
G. Nadj
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Sportecke
Blindentennis erobert Deutschland
Pressemitteilung des DBSV zum ersten Deutschen Blindentennis-Workshop
Köln, 9. Mai 2016. Der Tennissport öffnet sich jetzt auch in Deutschland für
Menschen mit Seheinschränkung und blinde Menschen. Beim 1. Deutschen
Blindentennis-Workshop stellten der Deutsche Blinden- und
Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) und die Gold-Kraemer-Stiftung die
außergewöhnliche Sportart vor. 40 begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer
im Alter zwischen 12 und 50 Jahren kamen dazu Ende April nach Köln.
Die blinden und sehbehinderten Sportinteressierten konnten erstmals
Blindentennis kennenlernen und ausprobieren. Mit Odette Battarel und
Amanda Green waren zwei erfahrene sehbehinderte Spielerinnen aus London
angereist, die 2007 die Sportart in England eingeführt und
seither ständig weiterentwickelt haben.
Blindentennis - wie funktioniert das? Beim Blindentennis können blinde,
sehbehinderte und sehende Spielerinnen und Spieler gegeneinander antreten.
Dafür sind Regel-Anpassungen nötig. Das Feld ist kleiner und entspricht einem
Junioren-Court. Die Linien sind mit einer Schnur überklebt, so dass sie mit den
Füßen ertastet werden können. Dank einer Schaumstoffhülle ist der Ball etwas
langsamer, zudem rasselt er gut hörbar. Bei blinden Spielern darf der Ball
dreimal im eigenen Feld aufspringen, ehe er returniert werden muss, bei
hochgradig Sehbehinderten zweimal und bei sehbehinderten und sehenden
Spielern muss er wie beim regulären Tennis nach der ersten Bodenberührung
wieder übers Netz geschlagen werden. Um das Treffen des Balles zu erleichtern,
werden verkürzte Juniorenschläger benutzt.
Die Spielerinnen Odette Battarel und Amanda Green sind inzwischen auch
Trainerinnen für ihre Sportart. „Es gab schlicht niemanden, der uns das Spielen
hätte beibringen können“, erklären sie. Mit großem Interesse verfolgten auch die
beiden Veranstalter, der DBSV und die Gold-Kraemer-Stiftung,
die Einführung in das Blindentennis. „Es war großartig zu sehen, wie mit ganz
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einfachen didaktischen Schritten jeder Spielerin und jedem Spieler beigebracht
wurde, sich auf den Ball zu konzentrieren, ihn zunächst zu fangen und zu
werfen, um dann schon nach wenigen Übungen den Schläger mit einzusetzen“,
berichtet Niklas Höfken, Projektleiter „Tennis für Alle“ bei der
Gold-Kraemer-Stiftung. „Wir hoffen, mit dem ersten Blindentennis-Workshop
auch langfristig in der deutschen Tennislandschaft zu punkten. Wir erleben an
diesem Wochenende nicht nur eine große Begeisterung der Teilnehmer, sondern
auch eine große Bereitschaft aller, sich jeweils vor Ort für Blindentennis
einzusetzen“, so die Vertreterin des DBSV, Eva Cambeiro Andrade. Aus diesem
Grund fand die Veranstaltung auch in Kooperation mit dem Deutschen Tennis
Bund, der International Blind Tennis Association (IBTA) und dem Deutschen
Behindertensportverband statt. Zusammen mit ihnen wollen die Partner in
Deutschland neue Strukturen aufbauen.
Blindentennis wurde vor rund 30 Jahren in Japan entwickelt und ist inzwischen
auch in vielen europäischen Ländern, Kanada und Australien verbreitet. 2014
wurde die International Blind Tennis Association gegründet. Im englischen
Tennisverband ist Blindentennis eine offizielle Sportart. Es gibt inzwischen lokale,
regionale und nationale Wettkämpfe. Langfristiges Ziel der Tennisverbände in
England, Japan und Australien ist die Anerkennung des Blindentennis als neue
paralympische Sportart.
„Wir freuen uns, dass durch den DBSV und die Gold-Kraemer-Stiftung nun auch
in Deutschland eine Initiative für Blindentennis begonnen hat und wir sind sicher,
dass sich diese Sportart auch hier weiter ausbreiten und etablieren wird“, so
Amanda Green, die an diesem Wochenende auch in ihrer Funktion als
Vize-Präsidentin der IBTA gekommen war.
Bildnachweis: Aktion Mensch/Bause
http://www.dbsv.org/infothek/sport/
tennis/#c4968
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Der DBSV und die Stiftung bieten einen Kurzfilm über den
Blindentennis-Workshop mit Erläuterungen an. Für die Aktion Mensch hat die
Autorin und Workshop-Teilnehmerin Ute Mansion einen
Selbsterfahrungsbericht geschrieben.
Unter www.blindentennis.de finden Sie den Kurzfilm,
Bilder und Hintergrundinformationen zu Blindentennis
sowie den Link zum Selbsterfahrungsbericht.
Über die Veranstaltungspartner:
Für Menschen mit Seheinschränkung ist Sport besonders wichtig. Daher setzt sich
der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. für Sportmöglichkeiten
für blinde und sehbehinderte Menschen ein. Der Verband hat vor zehn Jahren
Blindenfußball und vor sieben Jahren Showdown (Blindentischtennis) in
Deutschland etabliert. Informationen unter http://sport.dbsv.org
Die Gold-Kraemer-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung privater Initiative.
Sie ist das Lebenswerk des Unternehmerehepaares Paul R. und
Katharina Kraemer. Die 1972 gegründete Stiftung fördert unter anderem durch
Sport die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung in der
Gesellschaft. Seit fünf Jahren bietet sie im Rahmen ihres Programms
„Tennis für Alle“ Tennis-Training und -Wettkämpfe für Menschen im Rollstuhl,
Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen und jetzt auch
blinde und sehbehinderte Menschen an. www.gold-kraemer-stiftung.de
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Ausschreibung zur 8. Deutschen Mannschaftsmeisterschaft
des DBSV im Skat für blinde, sehbehinderte und sehende
Skatfreunde vom 11. -13.11.2016 in Altenburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Skatfreundinnen und -freunde,
wir laden Sie zu o. g. Skatturnier ein.
Spielort: `Hotel Astor,
Bahnhofstraße 4,
04600 Altenburg,
Tel.: 03447 587 0,
Fax: 03447 587 444,
E-Mail: [email protected]
Kosten: E Z mit Frühstück 53,00 pro Nacht,
DZ mit Frühstück 79,00 pro Nacht
Anmeldungen für die Zimmerreservierung richten Sie bitte spätestens bis
27.10.2016 an Rolf Strycharz, Telefon: 040 / 18071607, E-Mail [email protected]
Mit der Zimmerreservierung ist die Mannschaftszusammenstellung anzugeben.
Gespielt wird nach den Regeln des DSkV.
Spielmodus:4er-Mannschaften. In jeder Mannschaft darf nur ein voll
Sehender Spieler sein. Jede Mannschaft stellt einen
Listenführer. 48 Spiele am Vierertisch. Gewertet
werden pro Serie jeweils die drei besten Ergebnisse
der Mannschaft.
Mannschaftszusammensetzung:
Zugrunde gelegt wird ausschließlich die aktuelle Jahresliste der Saison
01.11.2015 bis 31.10.2016 mit Stand nach der Deutschen Meisterschaft des
DSkV in Duisburg, die vom 29. bis 30. 7.2016 ausgetragen wird.
Um ein Höchstmass an Chancengleichheit zu erreichen, werden
drei Leistungsklassen der Jahresliste analog der Mannschaftszusammenstellung
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im Behindertensport mit Handicap-Punkten gewertet.
- Platz 1 - 20 = 1 Punkt
- Platz 21 - 40
= 2 Punkte
- ab Platz 41 = 3 Punkte
Teilnahmeberechtigt sind auch alle Skatspieler(innen), die nicht in der Liste
aufgeführt sind, sie werden ebenfalls mit 3 Punkten gewertet.
Eine Mannschaft muss mindestens 7 Handicap-Punkte erreichen.
Dies ist für alle gut überschaubar und bietet reichhaltige
Variationsmöglichkeiten.
Die ersten drei Mannschaften erhalten Medaillen oder ähnliche Präsente.
Wir wünschen bei der Zusammenstellung der Mannschaft eine glückliche Hand
und dem Turnier einen guten Verlauf.
Gut Blatt und eine gute Anreise wünschen Aloys Herbers und Rolf Strycharz
DBSV-Skatwarte sowie Reiner Delgado, Sozialreferent
Ausschreibung zum 20. Offenen Skat-Marathon des DBSV für
blinde, sehbehinderte und sehende Skatfreunde vom
5. - 12. März 2017 in Dresden
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Skatfreundinnen und -freunde,
wir laden Sie heute zu unserem bedeutendsten Integrationsturnier im Skat ein.
Wann? Sonntag 05.3. bis Sonntag 12.3.2017
Wo? Mercure Elbpromenade Dresden,
Hamburger Straße 64,
01154 Dresden,
Tel. 0351 4252-0, E-Mail [email protected]
Reservierungen bitte direkt im Hotel unter Angabe „Skatmarathon“ –
möglichst bis 5.2.2017 vornehmen.
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Kosten: 48,00 € pro Tag / Person für Übernachtung mit Halbpension es gibt
abends 2 Gerichte zur Auswahl.
Diese Konditionen gelten auch für frühere Anreise.
Hunde sind erlaubt: Für Blindenführhunde wird eine Pauschale von 10,00 Euro
berechnet. Für andere Hunde ist pro Tag und Hund 10,00 Euro zu zahlen.
Die Stadt Dresden erhebt eine Beherbergungssteuer. Schwerbehinderte
mit einem GdB von 80 und mehr sind hiervon befreit, bei einem geringeren
GdB und dem Merkzeichen „B“ ist nur die Begleitperson frei.
Der Schwerbehindertenausweis ist beim Check-In vorzulegen, es wird eine Kopie
erstellt.
Startgeld: 50,00 Euro.
Verlorene Spiele: 1. bis 3. je Serie 0,50 Euro, alle weiteren 1,00 Euro.
Wie fast alle Hotels ist auch dieses Haus grundsätzlich „rauchfrei“.
Haftung: Für persönliche und materielle Schäden wird keine Haftung
übernommen.
Anreise mit der Bahn: Von Dresden Hbf. fährt stündlich auf Minute 08 eine
RB Richtung Elsterwerda. An der 2. Station Dresden-Cotta aussteigen. 2 Minuten
Fußweg zum Hotel.
Anreise mit der Straßenbahn: Dresden Hbf den Bahnsteig verlassen, über
die Treppe gehen, dann nach links bis zum Ausgang. Dabei durchqueren sie
die Mittelhalle. Blindenleitstreifen ist vorhanden. An der Straßenbahnhaltestelle
Überqueren sie die Gleise und fahren von dort
mit der Linie 10 (Messe Dresden) bis zur Haltestelle Bahnhof Mitte.
Dort die Bahn verlassen und auf die Linie 1 warten (Gleiche Haltestelle).
Sie fährt nach Leutewitz. An der Haltestelle „Flügelweg“ die Bahn verlassen und
in Fahrtrichtung ca. 3 min. laufen. Achtung! Hier ist eine Große Kreuzung
zu überqueren!
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Spielmodus: Gespielt wird nach den internationalen Regeln des DSkV und der
ISPA. Es werden 48 Spiele am Vierertisch bzw. 36 Spiele am Dreiertisch gespielt.
Begründete Ausfallserien werden mit der Durchschnittspunktzahl der
nichtmitgespielten Serie bewertet.
Preise: 1. Preis 300,00 Euro, die Höhe weiterer Geldpreise richtet sich nach der
Teilnehmerzahl; außerdem gibt es Serienpreise und Ehrenpreise.
Über eine zahlreiche Teilnahme an diesem Turnier würden wir uns sehr freuen.
Gut Blatt!
Und eine gute Anreise wünschen
Aloys Herbers und Rolf Strycharz , DBSV-Skatwarte sowie Reiner Delgado,
Sozialreferent
Hilfsmittelecke
Blutzuckermessgerät Wellion CALLA Dialog
In der Vereinsgeschäftsstelle ist ein neues Blutzuckermessgerät mit Sprachausgabe
erhältlich. Für das bisherige Modell gibt es keine Teststreifen mehr.
Das neue Gerät „Modell Wellion CALLA Dialog“ verfügt über eine
Sprachausgabe. Wahlweise ist die Sprachausgabe zwischen deutsch oder
englisch einstellbar. Das Gerät sagt die Messergebnisse in der ausgewählten
Sprache an. Auf der Herstellerseite finden sich im Internet ergänzend folgende
Angaben, die hier ohne Gewähr für deren Richtigkeit abgedruckt werden:
Mit dem Wellion CALLA Dialog können Durchschnittswerte von 7, 14 und
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30 Tagen angezeigt werden. Durch diese Informationen wird Patienten und
medizinischem Fachpersonal eine genauere Beurteilung der Diabetes-Einstellung
ermöglicht.
Messdauer in Sekunden: Wertespeicher: Durchschnittswerte: Einstellbare Alarme:
Blutmenge (Mikroliter): benötigte Batterie(n): Batterielebensdauer: 6
300
7, 14 und 30 Tage
3
0,6
2 Alkaline AAA Batterien
1000 Messungen
PC-Schnittstelle: Eine Schnittstelle ist vorhanden. Zur Verbindung mit dem
Computer ist ein optional erhältliches Zusatzkabel zum Preis von 30,00 EUR zzgl.
Versandkosten erforderlich.
Messtechnik: Biosensor
Größe (mm): 90 x 53 x 20, Gewicht: 80 gramm.
Messbereich (mg/dl): 20 - 600
Messparameter: Glukose
Datum und Uhrzeit: Für den Einstellungsvorgang gibt es keine akustische
Rückmeldung. Datum und Uhrzeit werden nicht gemeinsam mit dem
Messergebnis angesagt.
Teststreifen: Eigene Streifen für Wellion CALLA-Geräte
PC-Programm: Diabass (kann von der Seite des Herstellers herunter geladen
werden. Ob das Programm barrierefrei zugänglich ist, konnte nicht getestet
werden).
Wenn einmal die wichtigsten Grundeinstellungen, wie Sprache und Lautstärke,
eingestellt sind, kann das Gerät direkt nach dem Einschalten verwendet werden.
Das Gerät verfügt über die Möglichkeit, sich per Alarmfunktion
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wecken zu lassen. Natürlich kann die Alarmfunktion auch verwendet werden,
um sich an den Zeitpunkt für die nächste Messung erinnern zu lassen. Wie oben
beschrieben, gibt es drei voneinander unabhängig einstellbare Alarmzeiten.
Die Bedienungsanleitung kann als DAISY-Handbuch zum Preis von 9,90 Euro
(zuzüglich Versandkosten) erworben werden.
Im Lieferumfang befinden sich:
1 Gerät Wellion CALLA Dialog
1 Tasche, 1 Stechhilfe, 10 Lanzetten und 10 Teststreifen.
Weitere Fragen und Informationen sind zu erfragen bei:
MED TRUST GmbH, Zur Wetterwarte 50/Haus 337L, D-01109 Dresden
Tel: 0351 / 253 887 - 0, Fax: 0351 / 253 887 - 19
e-Mail: [email protected]
Quelle: www.medtrust.at
Das Gerät kann in der Vereinsgeschäftsstelle angesehen werden. Da wir in der
Geschäftsstelle über keine examinierte Fachkraft verfügen, steht das Gerät nur
zur Ansicht zur Verfügung. Testmessungen können nicht durchgeführt werden.
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Digital Funkarmbanduhr mit Sprachausgabe
Diese Uhr mit Kunststoffgehäuse und Kunststoffarmband ist genau so
geschaffen, wie die bisher bekannte Armbanduhr mit grünem Knopf.
Diese Uhr ist aber nur in schwarz erhältlich. Sie verfügt ebenso über
den großen grünen Sprachknopf.
Weitere Funktionen sind:
• Automatischer Empfang des DCF Funksignals
• Zeitansage, Datumansage und Weckfunktion
• Batteriesparfunktion
Preis: 30,00 EUR
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Armbanduhr mit kontrastreichem Zifferblatt
Viele von Ihnen suchen schon seit langem eine schöne robuste Uhr mit deutlicher
Sprachausgabe. Diese Uhr vereint nun alles miteinander. Besonders deutliche
Ansage von Uhrzeit und Wochentag und umschaltbar zwischen Deutsch,
Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Niederländisch.
Weiterhin kann die Uhr in 12- oder 24 Stunden-Ansage eingestellt werden.
Diese Uhr hat ein weißes Zifferblatt mit großen schwarzen Ziffern und
verstärkten Zeigern für exzellenten Kontrast, anthrazit-farbig lackiertes,
glänzendes Metallgehäuse, Durchmesser ca. 44 mm, schwarzes Lederarmband
Preis ca. 79,00 €
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Neue Personenwaage "Sonja" von KORONA mit Glasoberfläche
und stufenloser Lautstärkenregelung
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Gut ablesbares LCD-Display
Step-on Anschalttechnik, Abschaltautomatik
Lautstärke regulierbar und ausschaltbar
Sprachausgabe in deutsch, englisch, griechisch, ungarisch oder spanisch
Automatische Umschaltung kg, lb
180 kg Tragkraft
100 g Einteilung
Produktmaße 31 x 31 x 2,5 cm
3 x AAA Batterien
Einzelpreis: 35,00 EUR
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DAISY-Bücher jetzt Online zum Download
Die Blindenhörbüchereien im deutschsprachigen Raum haben in der ersten
Hälfte diesen Jahres den Startschuss für die Möglichkeit des Online-Downloads
von Hörbüchern gegeben.
Zusätzlich zu dem herkömmlichen Versand von Hörbüchern auf DAISY-CD i
st es nun auch möglich, die Hörbücher einer Blindenhörbücherei direkt aus dem
Internet herunter zu laden. Wenn Sie hierüber nähere Informationen wünschen,
können wir Ihnen in der Geschäftsstelle eine Vorführung dieser
Download-Möglichkeit von DAISY-Büchern geben.
Der BSVSB e.V. hat hierfür ein neuartiges DAISY-Abspielgerät angeschafft,
womit Hörbücher im DAISY-Format direkt auf das Gerät herunter geladen
werden können, ohne dafür einen Computer zu benutzen. Neben dem direkten
Download von DAISY-Büchern aus dem Internet direkt auf das
DAISY-Abspielgerät können mit diesem Gerät auch Radiosender im Internet
gesucht werden, ohne einen Computer dazwischen zu schalten.
Wenn wir Sie neugierig gemacht haben, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.
Was ist DAISY?
Für unsere neuen Mitglieder geben wir an dieser Stelle eine kurze Erklärung des
Begriffes DAISY:
DAISY bedeutet ausgeschrieben: Digital Accessible Online Information-System
und steht für Hörbücher, welche digital zur Verfügung stehen. Mit einem
speziellen DAISY-Abspielgerät sind die Hörbücher abspielbar und navigierbar.
Die speziellen DAISY-Abspielgeräte erlauben es zudem, das Hörbuch an
derselben Stelle fortzusetzen, an der das Abspielen zuletzt gestoppt wurde.
Somit wird das lästige Wiederauffinden der letzten Position im Hörbuch
unterbunden. Der BSVSB e.V. berät Sie gerne hinsichtlich eines für Sie
geeigneten DAISY-Abspielgerätes. Bislang wurden die DAISY-Bücher von den
Blindenhörbüchereien im deutschsprachigen Raum ausschließlich auf
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ausleihbaren DAISY-CDs zur Verfügung gestellt. Die CDs werden portofrei als
Blindensendung verschickt. Nach Ende der Ausleihfrist muss der Entleiher die
CD an seine Blindenhörbücherei zurück senden. Derzeit sind in allen acht
Hörbüchereien im deutschsprachigen Raum circa 70.000 Titel als
DAISY-Hörbücher ausleihbar.
Bei Interesse senden wir Ihnen gerne eine Liste mit Adressen der
Hörbüchereihen zu. Im Internet findet sich ein Gesamtverzeichnis unter der
Adresse www.medibus.info.
DAISY-Bücher auf USB-Stick oder SD-Karte
Die Westdeutsche Blindenhörbücherei e.V. in Münster / Westfalen beschreitet zusätzlich zu der neuen Möglichkeit des Hörbuch-Downloads - einen
weiteren neuen Weg, speziell für diejenigen Hörer, die über keinen I
nternetanschluss verfügen. Die Westdeutsche Blindenhörbücherei e.V. bietet die
Möglichkeit, Hörbücher auf einer SD-Karte oder einem USB-Stick zu
versenden. Hierzu ist es notwendig, dass die Hörer ihre eigenen Sticks oder
Karten in einem Versandumschlag an die Hörbücherei senden. Es werden dann
bis zu maximal neun Titel auf den Datenträger kopiert. Dabei wird eine
vorhandene Bestellliste der Reihe nach abgearbeitet. Sollte der Hörer keine
Bestellliste bei der Hörbücherei vorliegen haben, kann dem Stick im selben
Umschlag eine Liste mit Wunschtiteln beigelegt werden. Der Datenträger und
die Bestellliste können portofrei als Blindensendung an die Westdeutsche
Hörbücherei gesendet werden.
Um an diesem Versandverfahren teilzunehmen, ist als Voraussetzung die
Anmeldung bei der Westdeutschen Blindenhörbücherei als Hörer notwendig.
Die Mitgliedschaft in einer anderen Hörbücherei berechtigt nicht zur
Inanspruchnahme dieses neuen Angebotes.
Da alle aktuell erhältlichen DAISY-Abspielgeräte - wie beispielsweise der
Plextalk PTN 2 - über die Möglichkeit verfügen, DAISY-Bücher von SD-Karte
oder von einem USB-Stick abzuspielen, erachten wir dieses Angebot der
Westdeutschen Blindenhörbücherei als eine gute Alternative zu der
Möglichkeit eines Hörbuch-Downloads.
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Wenn Sie beispielsweise eine Urlaubsreise planen und sich dafür mit
entsprechend viel Lesestoff eindecken wollen, ist es äußerst praktisch, an Stelle
von neun CDs mit neun Versandboxen einfach einen kleinen Stick oder eine
kleine SD-Karte mit sich führen zu können, auf dem dann alle neun Titel auf
einmal vorrätig gespeichert sind.
Auch bei diesem neuen Angebot bietet Ihnen die Geschäftsstelle des BSVSB e.V.
an, dass wir Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch den Umgang mit
SD-Karten und USB-Sticks auf Ihrem DAISY-Abspielgerät zeigen. Gerne können
Sie diesbezüglich auf unsere Hilfe zurück greifen.
Die Westdeutsche Blindenhörbücherei e.V. weist in ihrer Veröffentlichung noch
darauf hin, dass sie keine Verantwortung für verloren gegangene Datenträger
oder Versandmaterialien übernimmt. Den Hörern wird daher empfohlen,
preiswerte Datenträger zu verschicken.
Mischa Knebel
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Wir gedenken in stiller Trauer
Nachruf auf Hugo Glunz
Am 14.03.2016 verstarb Herr Hugo Glunz aus Freiburg.
Herr Glunz war bis Mitte des Jahres 1998 annähernd dreißig Jahre in der
Vereinsgeschäftsstelle des BSVSB e.V. tätig. Herr Glunz trug durch sein
verbindliches und immer freundliches Auftreten entscheidend zum Gelingen der
täglichen Aufgaben der Vereinsgeschäftsstelle bei.
Er pflegte fortwährend ein verbindliches und umgängliches Wesen zu den
Vereinsmitgliedern und dürfte vielen älteren Mitgliedern des BSVSB e.V. durch
sein freundschaftliches Verhalten noch in guter Erinnerung sein.
Wir gedenken seines Todes und werden Herrn Glunz ein ehrendes Andenken
bewahren.
Mischa Knebel
Nachruf für Frau Christel Schäfers
Am 20. Dezember 2015 verstarb Frau Christel Schäfers, die Ehefrau unseres
Vereinsvorsitzenden, Herrn Gerd Schäfers.
Der Tod von Christel Schäfers hat uns mit tiefer Trauer und Betroffenheit erfüllt.
Vielen von uns wurde sie bekannt durch ihre Teilnahme an fast allen größeren
Veranstaltungen des BSV als Begleitung von Herrn Schäfers.
Ob bei Vereinssitzungen, Bezirksgruppenversammlungen oder Infofahrten:
Sie war stets präsent, wenn Hilfe und Unterstützung nötig war.
Wir haben ihre Hilfe sehr geschätzt. Vor allem bei größeren Events wie der
Südwestmesse oder dem Tag der offenen Tür, wo sie immer mit Freude
mitgewirkt hat.
Uns allen wird ihr unermüdlicher Einsatz, ihr Organisationstalent,
ihr aufgeschlossenes, pfiffiges Wesen sehr fehlen.
Wir alle, die Christel Schäfers kennen und schätzen gelernt haben, vermissen sie
sehr, und wir werden ihr ein dankbares, ehrenvolles Andenken bewahren!
der Vorstand ...
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unserer verstorbenen Mitglieder
August 2015
Henke, Walter MIT - Rastatt Geb. 1957
September 2015
Brengartner, Adolf Mitzel, Rita BRE - Ehrenkirchen MIT - Baden-Baden Geb. 1923
Geb. 1931
Oktober 2015
Sillmann, Sven BRE - Herbolzheim Geb. 1977
November 2015
Schindler, Siegfried BRE - Waldkirch Geb. 1943
Dezember 2015
Speck, Emma Strohmeier, Bruno BOD - VS-Villingen BRE - Freiburg Geb. 1927
Geb. 1949
Januar 2016
Bührer, Klaus Gerold, Hedwig BRE - Kenzingen BRE - Ehrenkirchen Geb. 1939
Geb. 1925
März 2016
Matzkuhn, Emil MIT - Baden-Baden Geb. 1913
April 2016
Birmelin, Maria Fritz, Hermann BRE - Freiburg MIT - Kuppenheim Geb. 1938
Geb. 1930
Mai 2016
Mirowsky, Luise Schwartz, Eugenie BRE - Freiburg ORT - Offenburg Geb. 1935
Geb. 1931
Juni 2016
Schmidt, Renate BRE - Hartheim Geb. 1939
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Foto: privat
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