Faktencheck zur Solarstromerzeugung

Pressemitteilung
Stuttgart, 20. September 2016
Faktencheck zur Solarstromerzeugung aktualisiert
Zweite, überarbeitete Auflage der Solar-Cluster-Broschüre
erschienen.
Die Broschüre „Fakten zur Photovoltaik“ gibt seit einem Jahr sachliche Antworten auf die
wichtigsten Fragen zur Solarstromerzeugung. Im September 2016 ist die zweite, aktualisierte
Auflage erschienen. In der Publikation hat die Branchenvereinigung Solar Cluster BadenWürttemberg aktuelle Daten und Zusammenhänge für Laien verständlich aufbereitet. Die
Veröffentlichung soll mit Mythen und Missverständnissen um die Solarenergie aufräumen. Die
Broschüre ist kostenfrei unter www.solarcluster-bw.de, Rubrik Downloads/Broschüren,
erhältlich – Printexemplare können in der Geschäftsstelle angefordert werden.
Themen der Broschüre sind unter anderem die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen, ihr Anteil
an der Stromversorgung in Deutschland und ihr Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus zeigt die
Broschüre auch, um wie viel die Stromkosten durch die EEG-Umlage wirklich gestiegen sind und ob
finanzschwache Mieter die PV-Anlage des wohlhabenden Hauseigentümers subventionieren. Der
Grund für die Erstellung der Publikation: Der Photovoltaik wird in Deutschland seit einigen Jahren
vorgehalten, den Strom immer teurer zu machen, nichts zum Klimaschutz beizutragen und sich auch
wirtschaftlich nicht zu lohnen. Und das sind nur einige der Vorwürfe. Anlass genug für die Mitglieder
des Solar Clusters Baden Württemberg, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen.
Kritik unter die Lupe genommen
Das Ergebnis lässt sich im Flyer nachlesen: Die Photovoltaik trägt nachgewiesenermaßen zum
Klimaschutz bei und ist für den Erfolg der Energiewende unerlässlich. Solarstromanlagen benötigen
rund zwei Jahre, um die zu ihrer Herstellung benötigte Energie zu erzeugen. Ab diesem Zeitpunkt
tragen sie zur Vermeidung von Treibhausgasen bei. Im Jahr 2015 konnten durch die Photovoltaik
bundesweit fast 24 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Das entspricht dem
Treibhausgasausstoß von etwa 560.000 Vierpersonenhaushalten. Dass derzeit in Deutschland der
CO2-Ausstoß steigt, hat andere Gründe, unter anderem der nicht funktionierende Emissionshandel,
der die Stromerzeugung aus Kohle gegenüber der aus Gaskraftwerken attraktiver macht. Soll die
Energiewende gelingen, ist in Deutschland ein Solarstromanteil von mindestens 20 Prozent nötig –
dreimal so viel wie derzeit.
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Solarstrom vom eigenen Dach rechnet sich auch in fast allen Fällen finanziell. Derzeit ist er sogar
deutlich lukrativer als die meisten anderen Anlageformen. Die Investitionskosten sind in den letzten
zwei Jahren noch einmal um bis zu 10 Prozent gesunken. Selbst kleine Systeme für private
Wohnhäuser produzieren mittlerweile Strom für 11 bis 13 Cent pro Kilowattstunde. Sonnige
Aussichten also für private wie gewerbliche Eigentümer von neu installierten Solaranlagen. Bei einer
guten Planung und erhöhtem Eigenverbrauch sind Renditen von fünf bis sechs Prozent möglich –
deutlich mehr, als jede Festgeldanlage oder Lebensversicherung derzeit bringen.
Photovoltaik spart Kosten und schützt das Klima
Thema Stromkosten: Die Photovoltaik führt schon seit einigen Jahren zu sinkenden
Börsenstrompreisen. In den nächsten Jahrzehnten wird sie mit der Windenergie die günstigste
Energieform überhaupt sein. Wer jetzt weiterhin auf fossile Energien bei der Stromerzeugung setzt,
wird dann mit höheren Stromkosten zu kämpfen haben. Derzeit ist der Kostensenkungseffekt der
Photovoltaik nur deshalb noch nicht zu spüren, weil nur die wenigsten Stromversorger die gesunkenen
Einkaufspreise an die Kunden weitergeben. Zwar müssen Stromkunden die EEG-Umlage von 6,4
Cent pro Kilowattstunde entrichten. Nur ein geringer Teil davon entfällt jedoch auf den Ausbau der
Solarstromerzeugung, der weitaus größere Anteil hat mit den EEG-Ausnahmen für stromintensive
Unternehmen und weiteren Faktoren zu tun.
Der anfallende Cent-Betrag für die Photovoltaik ist eine Investition in die Zukunft. Erste Erfolge sind
bereits zu sehen: Mittlerweile sind die Kosten für Photovoltaikanlagen so stark gesunken, dass weitere
Solaranlagen, auch ein drastischer Ausbau, praktisch keinen Einfluss mehr auf die Strompreise haben
werden. Unter Kostengesichtspunkten besteht also kein Grund, den Ausbau der Photovoltaik
auszubremsen – im Gegenteil: gerade jetzt, wo sie so günstig ist, sollte der Ausbau beschleunigt
werden, damit die Klimaziele erreicht werden und die Strompreise sinken können.
Aktuelle Informationen zur Solarenergie gibt es auch auf https://twitter.com/SolarClusterBW.
Über das Solar Cluster
Das Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. will den finanziellen, ökologischen, industriepolitischen und
volkswirtschaftlichen Nutzen der Solarenergie stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Ziel der
südwestdeutschen Branchenvereinigung ist zudem das Mitwirken an gesetzlichen Rahmenbedingungen zum
weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und die Schaffung eines dauerhaften Marktes für die Solarenergie. Auch
sollen Forschung und Ausbildung sowie neue Technologien zur Stromspeicherung und Netzintegration
vorangebracht werden. Das Solar Cluster vertritt rund 40 Mitglieder, neben Industrie und Handwerk der
Solarbranche auch Energieunternehmen, Forschungsinstitute und Stadtwerke.
Pressekontakt:
Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.
Dr.-Ing. Carsten Tschamber
Tel. +49 (0)711 7870 309
Fax: +49 (0)711 7870 230
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E-Mail: [email protected]
Web: www.solarcluster-bw.de
PR-Agentur Solar Consulting GmbH
Axel Vartmann
Tel. +49 (0)761 38 09 68-23
Fax: +49 (0)761 38 09 68-11
E-Mail: [email protected]
Web: www.solar-consulting.de
Fakten zur Photovoltaik bietet die aktualisierte Broschüre des Solar Clusters Baden-Württemberg.
Foto: Solar Cluster Baden-Württemberg.
Fotos in Druckqualität und weitere Informationen zum Thema bekommen Sie bei: Solar Consulting
GmbH
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