Ausstellungen und Veranstaltungen 2016 - März bis

Ausstellungen
und Veranstaltungen
September 2016
bis Februar 2017
Stadtarchiv
Bochumer Zentrum
für Stadtgeschichte
Ein Krimi-Autor, zwei Gefängnisseelsorger, ein Prälat, zwei Richter, zwei
Historiker und ein belgischer Soziologe – das sind die Referenten einer
Vortragsreihe über die Opfer von Justiz und Polizei im „Dritten Reich“.
Beide waren tragende Säulen des NS-Regimes und hatten wesentlichen
Anteil an dessen Gewalt- und Vernichtungspolitik. Die Reihe möchte den
historischen Kontext zu der Ausstellung „Schicksalsort Gefängnis. Opfer
der NS-Justiz in der Krümmede“ erhellen, auf die sie sich direkt bezieht.
Sie findet in Kooperation mit der Dokumentations- und Forschungsstelle
„Justiz und Nationalsozialismus NRW“ in der Justizakademie NordrheinWestfalen statt.
Während die Gefängnisse im NS lange Zeit ein ‚weißer Fleck‘ in der
Geschichte waren, sind die Konzentrations- und Vernichtungslager gut
erforscht. Auch von Bochum aus setzten sich Deportationszüge in Bewegung. Viele hatten ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Bochum-Nord,
der der einzige noch erhaltene authentische Ort von Deportationen in
Bochum ist. In Kooperation mit mehreren Partnern soll am 8. November
die Geschichte des Nordbahnhofs erzählt und nach den Chancen gefragt
werden, dort einen Lern- und Erinnerungsort zu etablieren.
1933 wurde Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bochum
verliehen (und 1984 wieder entzogen), Paul von Hindenburg nach dem
Ersten Weltkrieg. Das Ehrenbürgerrecht erlischt mit dem Tod. Darüber,
ob es trotzdem formal aberkannt werden sollte, wird vielerorts gestritten.
So bleibt zum Beispiel der Ehrenbürger Hindenburg im Gedächtnis,
während andere längst vergessen sind. Über diese und weitere Fragen
rund um das Thema Bochumer Ehrenbürger im 20. Jahrhundert soll auf
einem Symposium in Kooperation mit der Kortum-Gesellschaft Bochum
e.V. diskutiert werden.
Fragen ganz anderer Art geht die gemeinsame Vortragsreihe des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte, des Katholischen Forums und
der Evangelischen Stadtakademie Bochum „Die Reformation in Bochum
und der Grafschaft Mark“ nach, die die lokalen und regionalen Eigenheiten der Konfessionsgeschichte untersucht. Zwar finden die großen
Jubiläen zur Reformation vor 500 Jahren erst 2017 statt, doch kann ein
Blick voraus nicht schaden.
Weiter finden Sie einen Vortrag zur Wattenscheider Geschichte, archivund museumspädagogische Angebote, die seit langem etablierten Filmveranstaltungen im Archivkino, Ausstellungsführungen und natürlich
die Ausstellungen zur Stadtgeschichte in diesem Programm. Aktuelles
unter: www.bochum.de/stadtarchiv.
Wir laden sie herzlich ins Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte ein
– sei es zum Besuch der Ausstellungen, zur Teilnahme an den Veranstaltungen oder zur Benutzung stadtgeschichtlicher Quellen im Lesesaal
des Stadtarchivs.
Dr. Ingrid Wölk
und das Team des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte
Ausstellungen
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Vorwort
Weiter im Programm
Zwischen Heimat und Front – Bochum
im Ersten Weltkrieg
Eigenproduktion
1916 war das Jahr der Großschlachten: vor Verdun und an
der Somme. Die Schlacht vor Verdun war die längste des
Ersten Weltkriegs, die Schlacht an der Somme die größte
und zugleich verlustreichste. Soldaten aus Bochum kamen
in allen Frontabschnitten zum Einsatz (und ums Leben).
Viele von ihnen bekamen einen Grabstein in der Fremde: auf
Soldatenfriedhöfen nahe der ehemaligen Schlachtfelder.
Auch auf einem deutsch-französischen Soldatenfriedhof vor
den Toren der belgischen Stadt Virton sind Soldaten aus Bochum bestattet. Bei Virton wurde, im August 1914, eine der
ersten großen Schlachten im Ersten Weltkrieg geschlagen.
Dabei starben nicht nur Soldaten, sondern auch belgische
Zivilisten. Im Umfeld der Schlacht fiel fast die gesamte
männliche Bevölkerung des kleinen Ortes Latour einem von
Deutschen verübten Massaker zum Opfer. Dank der Kooperation mit dem Musée de la guerre en Gaume in Latour kann
auch dieser Aspekt des großen Krieges vor hundert Jahren
beleuchtet werden.
Die Ausstellung ist chronologisch angelegt: von der
Vorkriegs-‚Begeisterung‘ und dem Kriegsbeginn bis zum
Kriegsende 1918. Im Zentrum steht die Bochumer „Heimatfront“, die alle Ressourcen in den Dienst des Krieges stellen
musste und am Ende kriegsmüde war.
Ausstellungen
Ausstellungen
ankömmlinge, die in Deutschland Asyl suchen, begleitet
durch Menschenverachtung, Fremdenhass und Gefühlskälte einiger Rechtsradikaler.
Mit Überspitzung und Komik lassen sich Unvermögen
und widersinnige Handlungsweisen der einzelnen EULänderregierungen entlarven und bloßlegen. So trägt der
Humor dazu bei, das hilflose und planlose Reagieren der
Politik aufzudecken. Die zeichnerischen Pointen lassen ein
Lächeln im Gesicht des Betrachters erstarren und zwingen
zur Nachdenklichkeit.
Weiter im Programm
Bochum – das fremde und das eigene
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Eigenproduktion
Bis 18. September 2016
Krieg – Hunger – Flucht
Karikaturen-Ausstellung von Waldemar Mandzel
Vor den aktuellen Ereignissen des gewaltigen Stroms der
legalen und illegalen Zuwanderer, der von Schrecken
heimgesuchten Kriegsflüchtlinge und der von Hunger und
Elend gezeichneten Menschen, die Geborgenheit suchen,
kann sich kein Bleistift oder Farbpinsel eines Cartoonisten
wegducken. Zu allgegenwärtig sind die Probleme der Neu-
Hoffnung auf Zukunft – Flüchtlinge in Bochum
Eigenproduktion
In Kooperation mit der Gewerkstatt gGmbH Bochum
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Die Ausstellung zu Migration und Fremdheit eröffnet einen
besonderen Zugang zur Stadtgeschichte. In acht eigenständigen Abteilungen verdeutlicht sie, dass Migration kein
Sonderfall war, sondern der ‚Normalfall‘ ist. Denn Migranten oder ‚Fremde‘ kamen zu allen Zeiten und hinterließen
ihre Spuren. Manche kamen um zu bleiben, andere zogen
weiter. Wie keine andere deutsche Region hat sich das Ruhrgebiet erst durch Zuwanderung konstituiert (Klaus Tenfelde). Die Zuwanderer haben den Wandel der Stadt und der
Region forciert und ihr Gesicht verändert. So wurde denen,
die schon da waren, als die Neuen kamen, Wohlbekanntes
fremd und Fremdes vertraut. Nicht allein die Migration ist
das Thema der Ausstellung, sondern das Wechselspiel von
Zuwanderung und Abwanderung – sei es freiwillig oder aus
Zwang –, von Vertrautheit und Fremdheit, von Identität und
Alterität, von fremd und eigen. Die Ausstellung lädt zur
Erkundung auf eigene Faust ein. Auch Führungen werden
angeboten.
Bis 26. Februar 2017
Die Ausstellung fußt auf den Ergebnissen eines Projektes
des Bildungsträgers Gewerkstatt gGmbH Bochum. Dort
lernten junge Geflüchtete aus zehn verschiedenen Ländern
praxisorientiert die deutsche Sprache kennen. Sie absolvierten einen Computerkurs und Berufspraktika, wurden
von einer Köchin aktiv in die deutsche Küche eingeführt und
beschäftigten sich mit Kunst. Die Ausstellung zeigt die in
dem Projekt entstandenen künstlerischen Arbeiten. Diese
verweisen auf traumatisierende Erlebnisse der Akteure und
zeugen gleichzeitig von einer tiefen Hoffnung: der Hoffnung auf Zukunft. Die Exponate werden von Video-Aufnahmen ergänzt, die sechs Teilnehmer/innen der Gruppe – vier
Männer und zwei Frauen – im Interview zeigen. Hier stellen
sie sich Fragen nach Herkunft und Flucht und äußern ihre
Zukunftserwartungen. Selbstbewusst beziehen sie Position
– trotz noch bestehender Sprachprobleme.
Ausstellungen
Ausstellungen
Bis 26. Februar 2017
Schicksalsort Gefängnis.
Opfer der NS-Justiz in der Krümmede
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Eine Ausstellung von Alfons Zimmer
Während der NS-Diktatur saßen im damaligen Strafgefängnis „Krümmede“, der heutigen JVA Bochum, nicht nur
kriminelle Gefangene ein. Zahlreiche Bürgerinnen und
Bürger wurden von den Sondergerichten aus politischen
Gründen zu Haftstrafen, auch zur Todesstrafe, verurteilt.
Über tausend so genannte Nacht-und-Nebel-(„NN“)-Gefangene aus dem Widerstand besetzter Länder wie Belgien,
den Niederlanden, Frankreich waren allein 1943 in der Bochumer Strafanstalt mit ihren Außenkommandos inhaftiert.
Hinzu kamen Kommunisten, Sozialdemokraten, Zentrumspolitiker, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und andere,
nicht zuletzt auch eine Reihe von vor allem katholischen
Geistlichen. Nicht wenige der „Politischen“ verstarben an
den Haftfolgen. Die Ausstellung zeigt sechzig Gesichter,
Porträts von politischen Gefangenen, die in den Jahren
1933 bis 1945 in der „Krümmede“ einsaßen. Diese sechzig
stehen für eine viel größere Zahl von unbekannten und
vergessenen politischen Gefangenen des Hitlerregimes.
Alfons Zimmer ist Pastoralreferent in den Justizvollzugsanstalten Bochum.
Ab November 2016 bietet das Bochumer Zentrum für
Stadtgeschichte in Kooperation mit der Dokumentationsund Forschungsstelle „Justiz und Nationalsozialismus
NRW“ in der Justizakademie Nordrhein-Westfalen die
Vortragsreihe „Schicksalsort Gefängnis. Justiz und Polizei
im ‚Dritten Reich‘“ an.
Öffentliche Führungen durch die Ausstellungen
des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte.
Treffpunkt im Foyer.
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© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
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Donnerstag, 25. August 2016, 18:00 Uhr
„Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“
Donnerstag, 29. September 2016, 18:00 Uhr
„Bochum – das fremde und das eigene“
Donnerstag, 13. Oktober 2016, 17:00 Uhr
„Hoffnung auf Zukunft. Flüchtlinge in Bochum“
Die Führung übernimmt Sabine Gemba,
Gewerkstatt Bochum gGmbH
Donnerstag, 27. Oktober 2016, 18:00 Uhr
„Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“
Donnerstag, 17. November 2016, 17:00 Uhr
„Hoffnung auf Zukunft. Flüchtlinge in Bochum“
Die Führung übernimmt Sabine Gemba,
Gewerkstatt Bochum gGmbH
Donnerstag, 24. November 2016, 18:00 Uhr
„Bochum – das fremde und das eigene“
Donnerstag, 22. Dezember 2016, 18:00 Uhr
„Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“
Donnerstag, 5. Januar 2017, 17:00 Uhr
„Hoffnung auf Zukunft. Flüchtlinge in Bochum“
Die Führung übernimmt Sabine Gemba,
Gewerkstatt Bochum gGmbH
Donnerstag, 26. Januar 2017, 18:00 Uhr
„Bochum – das fremde und das eigene“
Donnerstag, 16. Februar 2017, 17:00 Uhr
„Hoffnung auf Zukunft. Flüchtlinge in Bochum“
Die Führung übernimmt Sabine Gemba,
Gewerkstatt Bochum gGmbH
Donnerstag, 23. Februar 2017, 18:00 Uhr
„Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“
Veranstaltungen
Veranstaltungen
8. September bis 3. November 2016
Donnerstag, 29. September 2016, 18:00 Uhr
Die landesherrliche Kirchenpolitik und die Anfänge der
Reformation im Amt Bochum
Prof. Dr. Dieter Scheler, Ruhr-Universität Bochum
Die Reformation in Bochum und der Grafschaft Mark
Vortragsreihe in Kooperation mit dem Katholischen Forum
und der Evangelischen Stadtakademie Bochum
Das Reformationsjahr 2017 wirft seine Schatten voraus. Deshalb soll bereits jetzt nach dem Verlauf und den Eigenheiten
der Reformation in der Region gefragt werden. Freilich dauerte
es lange, bis reformatorisches Gedankengut in Bochum und
der Grafschaft Mark etabliert war. Am Ende dieses Vorgangs,
der sich über das 16. und 17. Jahrhundert erstreckte, herrschte
dort allerdings keineswegs protestantisches Theologie- und
Liturgieverständnis vor, vielmehr war eine außergewöhnliche
„mehrkonfessionelle Kultur“ (Dieter Scheler) entstanden. Wie
es dazu kam, soll in mehreren Vorträgen namhafter Historiker
sowie einer Busexkursion erkundet werden.
Donnerstag, 3. November 2016, 18:00 Uhr
„Sey zwar catholisch, allein administrire das
Sakrament in beiderlei Gestalt“. Zeugenbefragungen
zu den Konfessionen in der Grafschaft Mark
im Dreißigjährigen Krieg
Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs, Universität Duisburg-Essen
Donnerstag, 8. September 2016, 18:00 Uhr
Die Reformation in Bochum und der Grafschaft Mark
Eröffnungsvortrag:
Prof. Dr. Michael Basse, Dortmund
Begrüßung:
Superintendent Dr. Gerald Hagmann, Bochum
Dienstag, 4. Oktober 2016, 18:30 Uhr
Wattenscheid vor 50 Jahren
Andreas Halwer, Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
In Kooperation mit der Volkshochschule Bochum
Donnerstag, 15. September 2016, 18:00 Uhr
Gute Zeiten – schlechte Zeiten. Bochum während
der Reformationszeit
Dr. Stefan Pätzold, Stadtarchiv – Bochumer Zentrum
für Stadtgeschichte
Freitag, 23. September 2016, 13:00 bis 18:00 Uhr
Busexkursion „Orte der Reformation in Bochum“
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Leitung:
Peter Luthe,
Katholisches Forum Bochum
 Vorgesehene Stationen:
Pauluskirche, Bochum-Mitte;
Evangelischer Friedhof Ümmingen;
Alte Dorfkirche Stiepel (Friedhof);
Sylvesterkapelle Haus Weitmar;
Evangelische Kirche am
Alten Markt, Wattenscheid
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Treffpunkt:
13:00 Uhr, Pauluskirche, Pariser Str. 4-6
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Gebühr:
EUR 14,00
 Eine Anmeldung ist erforderlich:
Tel.: 0234 / 950 89 23
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Veranstaltungsort:
Evangelische Stadtakademie, Bochum, Westring 26 c
Das Jahr 1966 steht im Zeichen
der wirtschaftlichen Umstrukturierung. Gleichzeitig wird die
Innenstadt umgestaltet. Der
Rat der Stadt unternimmt eine
Studienfahrt nach Berlin und
informiert sich dort über die
Stadtplanung und Industrieansiedlung. Dort beschließen
die Ratsmitglieder den Namen
Berliner Straße für die neue
Nord-Süd-Verbindung. Horten
eröffnet sein großes Kaufhaus am Alten Markt und Aldi
zieht es in die Innenstadt. Die neu erbaute Kirche St. Marien
in Höntrop wird konsekriert, die Friedenskirche in der City
umgestaltet. Neue Schulen und Sportstätten werden gebaut.
Diese und andere Ereignisse werden in einem bebilderten
und durch kurze Filme ergänzten Vortrag erläutert.
Veranstaltungsort:
Gertrudiscenter Wattenscheid, Eingang Weststraße
Veranstaltungen
© Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
Veranstaltungen
Zur Zukunft des Bochumer Nordbahnhofs –
mit Gedenkort für die Opfer der Shoa?
Dr. Hans H. Hanke, Kortum-Gesellschaft Bochum e.V.
In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Bochum, dem
Evangelischen Forum Westfalen, der Initiative Nordbahnhof, dem
Katholischen Forum Bochum, der Kortum-Gesellschaft Bochum e.V.,
dem Verein Erinnern für die Zukunft e.V.
Der in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts als „Rheinischer Bahnhof“ gebaute Nordbahnhof ist ein wirtschaftsund verkehrsgeschichtlich wichtiges Gebäude unserer
Stadt. Zwar hat er im Zweiten Weltkrieg das oberste
Stockwerk eingebüßt, doch ist seine Architektur sonst
weitgehend erhalten geblieben, was insbesondere für die
bemerkenswerte Schalterhalle gilt. So zeigt das Gebäude noch heute wesentliche Züge seines ursprünglichen
Aussehens und seiner Ausgestaltung. Aber nicht nur aus
architektonischen Gründen ist der Nordbahnhof stadtgeschichtlich bedeutsam. Hier begann für viele Bochumer
Opfer des NS die schlimmste Phase ihres Leidensweges.
Nach heutiger Kenntnis wurden 517 jüdische Menschen aus
Bochum und 87 aus Wattenscheid in den Konzentrationsund Vernichtungslagern der Nationalsozialisten ermordet.
Sammelstellen für die Deportationen in Bochum waren
der Hauptbahnhof, der früher an der Viktoriastraße lag und
im Krieg zerstört wurde, und der Nordbahnhof. Auch eine
nicht bekannte Zahl von Sinti und Roma wurde vom Bahnhof Bochum-Nord aus deportiert. Dieser ist als einziger
authentischer Ort von Deportationen in Bochum erhalten
geblieben und wurde somit zum „Haftpunkt der kollektiven
Erinnerung an die Deportationen in die Vernichtungslager“
(Hubert Schneider). Die Veranstaltung verbindet den Rückblick auf die Geschichte des Gebäudes mit Überlegungen
zu seiner künftigen Nutzung.
Bochumer Ehrenbürger im 20. Jahrhundert.
Aspekte kommunaler Ehrung
Symposium in Kooperation mit der Kortum-Gesellschaft Bochum e.V.
Ehrenbürger sind inzwischen zumeist vor allem dann im
Gespräch, wenn über eine posthume Aberkennung ihrer Ehrenbürgerschaft diskutiert oder beschlossen wird. Ansonsten
sind sie und ihr Wirken für eine Kommune, das in der Regel
den Anlass für die Verleihung von deren höchster Auszeichnung gab, oft in Vergessenheit geraten. Dabei spiegeln
sich in ihren Biographien
und im Akt ihrer Ehrung
auf interessante Weise die
Entwicklung einer Gemeinde
und die Zeitumstände wider.
So lässt die Verleihung
von Ehrenbürgerschaften
und anderer kommunaler
Ehrungen auch Rückschlüsse über diejenigen zu,
die sie betreiben und beschließen. Neben der Vorstellung
verschiedener Ehrenbürger soll daher die Handhabung
und Ausdifferenzierung der kommunalen Ehrung bis in die
Gegenwart hinein am Beispiel der Stadt Bochum das Thema
des Symposiums sein.
Die Veranstaltung bildet zugleich den Abschluss einer Vortragsreihe der Kortum-Gesellschaft Bochum e.V., in deren Rahmen in
den vergangenen zwei Jahren ein großer Teil der Bochumer und
Wattenscheider Ehrenbürger vorgestellt wurde.
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Dienstag, 8. November 2016, 19:30 Uhr
Freitag, 18. November 2016, 14:00 bis 18:00 Uhr
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Anmeldung erbeten unter:
Tel. 0234-9109501 oder [email protected]
Aktuelle Informationen unter:
www.bochum.de/Stadtarchiv
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Begrüßung
Dr. Ingrid Wölk, Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Dr. Hans Hanke, Kortum-Gesellschaft Bochum e.V.
Aspekte kommunaler Ehrung. Ein Überblick
Dr. Marco Rudzinski, Kortum-Gesellschaft Bochum e.V.
Bochumer Ehrenbürger als
Ehrenbürger der Ruhr-Universität:
Fritz Heinemann und Gerhard Petschelt
Katrin Klimetzek, M.A., Ruhr-Universität Bochum
Ehrenbürger der NS-Zeit und der Umgang mit ihnen:
Das Beispiel Josef Wagner
Dr. Ralf Blank, Historisches Centrum Hagen
Der Fall Hindenburg
Prof. em. Dr. Hans-Ulrich Thamer, Westfälische
Wilhelms-Universität in Münster
Aktuelle Praxis städtischer Ehrung in Bochum
Ulrich Kreutz, Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
Der Ehrenbürger – eine ausgestorbene
städtische Ehrung?
Podiumsdiskussion
Veranstaltungen
© Alfons Zimmer
Veranstaltungen
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Donnerstag, 10. November 2016, 18:00 Uhr
Justiz und Gewaltverbrechen im NS und
deren verspätete strafrechtliche Aufarbeitung
Eröffnungsvortrag
Dirk Frenking, Richter am Oberlandesgericht,
Leiter der Dokumentations- und Forschungsstelle „Justiz
und Nationalsozialismus NRW“ in der Justizakademie NRW,
Recklinghausen
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Donnerstag, 17. November 2016, 18:00 Uhr
Die Polizei im Ruhrgebiet während der Zeit des
Nationalsozialismus
Dr. Daniel Schmidt, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen
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Donnerstag, 1. Dezember 2016
– 17:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
„Schicksalsort Gefängnis. Opfer der
NS-Justiz in der Krümmede“
Alfons Zimmer, Pastoralreferent, Bochum
– 18:00 Uhr
„Bochum, ich saß in dir“. Zwischen KZ und
Emigration in der Bochumer Krümmede.
Aus den Lebenserinnerungen des Dortmunder
Kommunisten Heinz Junge (1914 bis 2004)
Reinhard Junge, Lehrer und Krimi-Autor, Bochum
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Donnerstag, 8. Dezember 2016
– 17:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
„Schicksalsort Gefängnis. Opfer der
NS-Justiz in der Krümmede“
Alfons Zimmer, Pastoralreferent, Bochum
– 18:00 Uhr
Vergessene Zeiten. Schicksal der
hingerichteten und überlebenden Nacht-und
Nebel-Gefangenen
Jan Hertogen, Soziologe, Löwen-Heverlee (Belgien)
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Donnerstag, 15. Dezember 2016
– 17:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
„Schicksalsort Gefängnis. Opfer der
NS-Justiz in der Krümmede“
Alfons Zimmer, Pastoralreferent, Bochum
– 18:00 Uhr
Christliche Geistliche als Opfer der NS-Justiz in
der Krümmede
Prof. Dr. Helmut Moll
Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das
Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Köln
10. November 2016 bis 2. Februar 2017
Schicksalsort Gefängnis.
Justiz und Polizei im „Dritten Reich“
Vortragsreihe in Kooperation mit der Dokumentationsund Forschungsstelle „Justiz und Nationalsozialismus NRW“
in der Justizakademie Nordrhein-Westfalen
Die Ausstellung „Schicksalsort Gefängnis. Opfer der NSJustiz in der Krümmede“ von Alfons Zimmer, die noch bis
Februar 2017 im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
zu sehen ist, bildet den Ausgangspunkt für die Vortragsreihe. Zwischen 1933 und 1945 durchzog eine Vielzahl von
Haftstätten das Deutsche Reich: von den Konzentrationslagern über Zwangsarbeiterlager und Arbeitserziehungslager
bis zu den Gefängnissen, die zwar keine ‚Erfindung‘ der
Nationalsozialisten waren, nach 1933 aber Teil des NS-Terrorapparates wurden. In den Justizvollzugsanstalten waren zwischen 1933 und 1945 mehrere Millionen Menschen inhaftiert,
viele von ihnen aus politischen Gründen. Im Unterschied zu
den Gefangenen der Polizei lag ihrer Haft eine gerichtliche
Verurteilung zugrunde, denn die Fassade des Rechtsstaates
sollte aufrechterhalten werden. Mit Kriegsbeginn wurden
zahlreiche Ausländer in deutsche Gefängnisse eingewiesen;
eine große Gruppe bildeten die sogenannten Nacht-undNebel-Gefangenen aus den besetzten westeuropäischen
Ländern. In der Kriegsendphase wuchs der Terror. Immer
mehr Todesurteile wurden ausgesprochen und vollstreckt.
Als die Alliierten sich näherten, kam es auch in Bochum zu
mehreren der vielerorts verübten „Kriegsendverbrechen“.
Die Veranstaltungsreihe widmet sich den Gefängnis-Opfern
des NS und richtet dabei den Fokus auf Bochum. Sie fragt
nach der Rolle von Justiz und Polizei und nimmt auch die
strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in der
Nachkriegszeit und das Bemühen der Opfer um „Wiedergutmachung“ in den Blick.
Veranstaltungen
Veranstaltungen
Montag, 30. Januar 2017
Verlegung neuer Stolpersteine in Bochum
Aktuelle Informationen unter www.bochum.de/stadtarchiv
© National Archives Washington
Mittwoch, 8. Februar 2017, 17:30 Uhr
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Vorstellung der Stolpersteine 2017
Das Projekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig
dient der Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit. Dabei handelt
es sich um kleine Gedenktafeln aus Messing, die der Künstler
selbst vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort ins Trottoir
einlässt. Inzwischen liegen mehr als 60.000 Stolpersteine in
1.700 Orten in ganz Europa. In Bochum wurde der erste Stolperstein 2004 verlegt. Bis Ende 2016 waren es 214 an 108
Stellen im Stadtgebiet. Für die Herstellung und Verlegung
eines Stolpersteins werden Patenschaften übernommen.
Damit verbunden ist die Recherche zu den Verfolgungsgeschichten der NS-Opfer. Am Veranstaltungsabend stellen
die Paten der am 30. Januar verlegten Stolpersteine die
Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Eine Dokumentation des Projektes „Stolpersteine in Bochum“ findet sich im Internet: www.
bochum.de/stolpersteine. Neue Patenschaften für Stolpersteine in Bochum können unter Tel. 0234/910-9501 oder
[email protected] angemeldet werden.
Donnerstag, 12. Januar 2017
– 18:00 Uhr
Führung durch die Dauerausstellung
„Justiz und Nationalsozialismus“
in der Justizakademie NRW in Recklinghausen
Dirk Frenking, Richter am Oberlandesgericht,
Leiter der Dokumentations- und Forschungsstelle „Justiz
und Nationalsozialismus NRW“ in der Justizakademie NRW
– 19:00 Uhr
„Üble Staatsfeinde“ kommen ins Zuchthaus.
Die Lebenswege von NS-Opfern während der Haft, am
Beispiel der Bochumer Otto Gehrke und Karl Rostek
Dieter Wever, Gefängnisdekan i.R., Münster
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Donnerstag, 19. Januar 2017, 18:00 Uhr
„Um starke Gemütsbewegungen der
Ausführenden zu vermeiden …“
Täter und Opfer der Kriegsendverbrechen
im Bochumer Gestapo-Gefängnis
Dr. Ingrid Wölk, Stadtarchiv – Bochumer Zentrum
für Stadtgeschichte
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Donnerstag, 2. Februar 2017, 18:00 Uhr
Verfolgt – und danach? Wie ist unser
demokratischer Rechtsstaat mit
den Verfolgungsopfern umgegangen?
Manfred Schmitz-Berg, Richter am Oberlandesgericht
Düsseldorf a.D.
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Veranstaltungsort: Justizakademie Nordrhein-Westfalen,
August-Schmidt-Ring 20, 45665 Recklinghausen
Veranstaltungen
Veranstaltungen
 Angebote für Schulen
 Angebote für Schulen
Weiter im Programm
Weiter im Programm
In Kooperation mit dem Alfried Krupp-Schülerlabor, Bereich Geisteswissenschaften, und der Fakultät für Geschichte, Lehrstuhl Didaktik
der Geschichte, Dirk Urbach
In Kooperation mit dem Alfried Krupp-Schülerlabor, Bereich Geisteswissenschaften, und der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, Lehrstuhl für Sozialgeschichte des Aufwachsens und
der Erziehung
Bochum im Ersten Weltkrieg.
Schüler arbeiten im Museum
Zwischen „Heimat“ und „Front“.
Bochumer Schulen im Ersten Weltkrieg
Im „Jubiläumsjahr“ 2014 war der Erste Weltkrieg das zentrale Thema
in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Geschichte. 2016 rücken
die Großschlachten des Kriegs vor 100 Jahren in den Fokus. Wie
haben die einfachen Menschen diesen Krieg erlebt? Welche Erfahrungen haben Bochumer und Bochumerinnen an der Front und in
der Heimat gemacht? Welche Spuren hat der Krieg in den Köpfen der
Menschen und im Bochumer Stadtbild hinterlassen? Antworten auf
diese Fragen können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe
I und II durch die angeleitete Arbeit in der Ausstellung „Zwischen
Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“ finden. Anhand
von sechs Themenschwerpunkten – vom Fronterlebnis in Belgien
bis zur lokalen Erinnerungskultur – werden die Schüler/-innen von
Geschichtsstudierenden der Ruhr-Universität Bochum durch die
Ausstellung geführt. In handlungsorientierter Auseinandersetzung
mit Quellen und Ausstellungsstücken gewinnen sie verschiedene
Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg und erhalten die Gelegenheit,
dieses zeitlich entfernte und dadurch fremde Phänomen durch den
regionalgeschichtlichen Zugang mit ihrer eigenen Lebenswelt in Verbindung zu bringen. Die didaktische Konzeption zu diesem Projekt
wurde durch Geschichtsstudierende der RUB in Zusammenarbeit mit
dem Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte entwickelt.
Die Ausstellung „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten
Weltkrieg“ fragt danach, auf welche Weise Bochumerinnen und Bochumer in den Ersten Weltkrieg verwickelt waren und wie der Krieg sich
auf ihr alltägliches Leben auswirkte. Aber auch Kinder und Jugendliche
waren vom Kriegsgeschehen betroffen. Wie erlebten sie den Krieg, der
für sie zugleich weit entfernt und doch stets gegenwärtig war? In dem
Projekt wird nach Antworten auf die Frage gesucht, wie sich Schulbesuch und Schulalltag an ausgewählten Bochumer Schulen in den
Jahren 1914 bis 1918 veränderten. Wie wurde der Krieg in den Schulen
zum Thema und zur alltäglichen Erfahrung? Konnten die Kinder zum
Beispiel weiterhin wie gewohnt zur Volksschule gehen? Änderten sich
die Unterrichtsinhalte unter den Einwirkungen des Krieges? Auf welche
Weise wurden Schüler zugleich ideologisch für den Krieg in Dienst
genommen und unterstützten sie ihn auch praktisch?
Der Projekttag beginnt mit dem Besuch der Ausstellung. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der eigenständigen Untersuchung zeitgenössischer Dokumente (v.a. Schulchroniken aus Bochumer Schulen). Das
Projekt bietet eine curriculare Anbindung an das Inhaltsfeld 4 („Die
moderne Industriegesellschaft zwischen Fortschritt und Krise“) des
Kernlehrplans Geschichte sowie an das Inhaltsfeld 5 („Werte, Normen
und Ziele in Erziehung und Bildung“) des Kernlehrplans Erziehungswissenschaft.
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe
im Schulfach Geschichte.
Vorkenntnisse: Eine erste Bearbeitung der Thematik (mindestens im
Sinne eines Überblicks über Ausbruch und Verlauf des Krieges)
sollte bereits erfolgt sein.
Wann? Das Projekt findet jeweils von 10 bis etwa 16 Uhr statt,
Termine nach Vereinbarung.
Wo? Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte,
Wittener Straße 47, Bochum.
Kosten: Keine. Anreise- und Verpflegungskosten tragen die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst.
Infos: www.rub.de/schuelerlabor
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in den
Schulfächern Geschichte und Pädagogik.
Wann? Das Projekt findet jeweils von 10:00 bis etwa 16:00 Uhr statt,
Termine nach Vereinbarung.
Wo? Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte,
Wittener Straße 47, Bochum.
Kosten: Keine. Anreise- und Verpflegungskosten tragen die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst.
Infos: www.rub.de/schuelerlabor
Nähere Informationen, Terminabfrage und Anmeldung:
Koordinationsbüro GG, Telefon: 0234/32-24723
E-Mail: [email protected]
Nähere Informationen, Terminabfrage und Anmeldung:
Koordinationsbüro GG, Telefon: 0234/32-24723
E-Mail: [email protected]
Archivkino
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Archivkino
Sternenhimmel und schuf in Bochum eine Volkssternwarte.
Weil aber der Himmel über der Ruhr so dunstig war, installierte
Kaminski im Einkochkeller seines Hauses eine Anlage, mit der
er Radiosignale aus dem All empfangen konnte. 1957 startete
der Sputnik – und ausgerechnet der Keller in Bochum hatte
als einziger Ort Europas Kontakt zu ihm. Als 1969 erstmals
Menschen in einem Raumschiff den Mond ansteuerten, war es
wieder diese Volkssternwarte, die als einzige Station außerhalb
der NASA die Signale aus 350.000 km Entfernung direkt empfangen konnte. Die Menschen im Revier waren stolz auf ihre
Sternwarte und Kaminski war ihr „Mann im Mond“.
Donnerstag, 29. September 2016, 19:00 Uhr
Donnerstag, 22. Dezember 2016, 19:00 Uhr
Autoren u. Regie: Emil Stratmann, Joseph Grosche, Joseph Wilzoch
Prod.: Feierabendgemeinde Querenburg, 1931-33.- Schwarzweiß,
Stumm, 45 Min.
Prod.: Presseamt der Stadt Bochum, 1966.- Schwarzweiß, Ton, 52 Min.
Querenburg-Laerheide – der Querenburger Heimatfilm
Privatleute hatten 1931 die Idee zu diesem Film, der am
25.11.1933 seine Premierenaufführung in der „Hahne’schen
Gaststätte” (Buscheystraße 119) hatte. Der Film zeigt das
Leben im damals noch sehr ländlichen Querenburg.
Im Anschluss wird Herr Lutter, Referat für Kommunikation
der Stadt Bochum, den alten Ansichten aus dem Film heutige Querenburger Bilder gegenüberstellen.
Bochum vor 50 Jahren: die Jahresschau 1966
Bochum wird Millionär: Der 1.000.000ste Kadett verlässt das
Werk. Ein Ideenwettbewerb für den geplanten Ruhr-Stausee
wird ausgeschrieben und Bochum geht ins Weltall: Der amerikanische Astronaut John Glenn besucht Bochum. Eine Boeing
707 wird auf den Namen ‚Bochum‘ getauft. Die Kammerspiele
werden eröffnet. Weitere Themen sind die Großbaustelle RuhrUniversität und die Grünflächen der Stadt.
Donnerstag, 26. Januar 2017, 19:00 Uhr
Donnerstag, 27. Oktober 2016, 19:00 Uhr
Bomben auf Bochum
Autor u. Regie: Johannes Volker Wagner
Prod.: Stadtarchiv Bochum, 1978.- Schwarzweiß, Farbe, 49 Min.
Exemplarischer, 1979 vom WDR in Koproduktion mit dem
Stadtarchiv Bochum produzierter, Dokumentarfilm. Er zeigt
die Realität des Krieges, wie er sich in den deutschen Städten
seit 1942/43 abgespielt hat. Die zahlreichen Zeitzeugeninterviews, die Johannes Volker Wagner, der damalige Leiter
des Bochumer Stadtarchivs, führt, sowie die einzigartigen
Aufnahmen von Camillo Fischer, der trotz zahlreicher Verbote die Kriegsgreuel während und kurz nach den Luftangriffen
dokumentierte, lassen diesen Film aus der Reihe der lokalhistorischen Dokumentarfilme heraustreten. Gezeigt wird die
ursprüngliche Langfassung.
Bochumer Chronik 1953–62
Prod.: Presseamt der Stadt Bochum, 1963.- Schwarzweiß, Ton, 102 Min.
Die Wiederaufbauleistung Bochums nach dem Zweiten
Weltkrieg steht im Mittelpunkt dieses Dokumentarfilms. Die
Filmpremiere fand am 25.11.1963 im Bochumer Rathaus statt.
Ausgehend von Fotoaufnahmen aus der Vorkriegszeit entwickelt sich die Bochumer Chronik zu einer „Dokumentation der
Wiedergeburt“ Bochums, so der damalige Presseamtsleiter
Günter Meister. Über 10.000 Zuschauer hatte dieser Film zum
Jahreswechsel 1963/64. Heute, nach 50 Jahren, haben die
Aufnahmen eine neue Qualität gewonnen: Die ‚legendäre’ Aufbauzeit der 50er-Jahre wird für uns Nachgeborene greifbar.
Donnerstag, 23. Februar 2017, 19:00 Uhr
Premiere: Bochumer Themen 2016
Prod.: Referat für Kommunikation der Stadt Bochum, 2017.Farbe, Ton, 40 Min.
Donnerstag, 24. November 2016, 19:00 Uhr
Wie der Mond nach Bochum kam
Autoren: Martin Herzog, Gabriele Jakobi
Prod.: WDR, 2009.- Farbe.- 45 Min.
Heinz Kaminski, Hobbyastronom und Amateurfunker, begeisterte nach dem Krieg die Kumpels und Stahlarbeiter für den
Das Jahr 2016 in Bochum im Überblick.
Seit 1953 erstellt das städtische Presse- und Informationsamt
eine filmische Dokumentation eines jeden Kalenderjahres – als
einzige Stadt Deutschlands. Die Kamera bannt starke Momente
aus Kultur, Sport, Politik und Wirtschaft auf Band.
Archivkino
© Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Archivkino
Weiter im Programm
Begleitfilme zur Ausstellung „Zwischen Heimat
und Front. Bochum im Ersten Weltkrieg“
Vorführung jeden dritten Sonntag im Monat, jeweils 15:00 Uhr:
Auf zu den Waffen
Regie: Irmgard von zur Mühlen
Sprecher: Hans-Eckart Eckhardt, Carl Martin Spengler
Prod.: Chronos, 2004. Farbe u. Schwarzweiß, 59 Min.
Der Film spannt den Bogen von der Kaiserzeit (1913) bis zum
Versailler Vertrag. Filmaufnahmen von Ost- und Westfront,
See- und Luftkrieg sowie von der „Heimatfront“ stellen das
Ausmaß des Ersten Weltkriegs dar. Leid und Alltag werden
durch Tagebücher und Briefe als individuelles Erleben
geschildert.
An der „Heimatfront“.
Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg
Autor: Markus Schröder
Prod.: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 2014
Farbe u. Schwarzweiß, 36 Min.
Der Film beleuchtet die Geschehnisse der Jahre 1914 bis 1918
aus regionaler Perspektive und dem Blickwinkel der Zivilbevölkerung. In seiner Dokumentation nimmt der Autor das
Leben an der westfälischen „Heimatfront“ in all seinen Facetten in den Blick: von Hurrapatriotismus und Spionagehysterie
am Kriegsbeginn über den zunehmenden Arbeitseinsatz von
Frauen und Kriegsgefangenen bis zu Versorgungsengpässen
und Hungerrevolten gegen Kriegsende. Schröder verbindet
historisches Bild- und Textmaterial mit den Aussagen von
Zeitzeugen. Sechs Kapitel beleuchten die Aspekte Kriegsbeginn, Aktivierung der Heimatfront, Arbeitswelt, Versorgungslage, Verwundete, Kriegsversehrte und Tote sowie den langen
Weg zum Kriegsende. Drei Protagonisten – eine Schülerin,
eine Mutter und Ehefrau sowie der münsterische Stadtarchivar Eduard Schulte – lassen mit ihren biographischen
Tagebuch- und Chronikaufzeichnungen die Archivalien und
Fotografien lebendig werden und machen die Lebenswirklichkeit und Kriegserfahrungen der Menschen in WestfalenLippe nachvollziehbar.
 Angebote für Schulen
Vorführung nach Vereinbarung:
Verdun: auf den Spuren einer Schlacht
Buch u. Regie: Rudolf Schweiger
Prod.: Kaleidoskop Film, 2013, 21 Min.
Zehn Monate lang – vom 21. Februar bis 19. Dezember 1916
– lieferten sich Deutsche und Franzosen die längste und eine
der brutalsten Schlachten im Ersten Weltkrieg. Im Verlauf der
erbitterten Kämpfe rund um Verdun vor 100 Jahren ließen
Hunderttausende ihr Leben für ein paar Meter Geländegewinn. In der „Hölle von Verdun“ kamen moderne Waffen
zum Einsatz: Maschinengewehre, Giftgas, Flammenwerfer.
Der Film zeigt, wie Verdun zum Symbol für die Sinnlosigkeit
des Krieges wurde. Thematische Arbeitsblätter stehen zur
Verfügung.
Im Felde unbesiegt: die Dolchstoßlegende
Autor u. Regie: Anne Roerkohl
Prod.: dokumentARfilm GmbH, 1998, 44 Min.
Nach dem Ersten Weltkrieg verbreitete sich die Legende, die
deutschen Truppen seien „im Felde unbesiegt“ geblieben und
lediglich der „Dolchstoß“ der Heimat habe zur Niederlage
geführt. In den innenpolitischen Debatten der Weimarer Republik und beim Aufstieg des Nationalsozialismus spielte diese
Verschwörungstheorie eine bedeutende Rolle – mit schwerwiegenden Folgen für die weitere Entwicklung. Seltene Originalaufnahmen, Karikaturen der Zeit, Spielfilmszenen, Interviews
mit Zeitzeugen und Historikern zeigen die fatale Wirkung der
Dolchstoßlegende.
Im Westen nichts Neues
Nach dem Roman von Erich Maria Remarque
Regie: Delbert Mann
Produktion: Norman Rosemont, 1979, 122 Min., Neuverfilmung
Paul Bäumer und seine Klassenkameraden melden sich 1914
freiwillig an die Front. Zu spät erkennen sie die Unmenschlichkeit des kollektiven Tötens. Nachdem all seine Kameraden gefallen sind, wird auch Paul tödlich getroffen – „an
einem Tag, der so ruhig und so still war, dass der Heeresbericht sich auf den Satz beschränkte: Im Westen nichts Neues.“ Am Beispiel einer Abiturklasse zeigt der Film, wie junge
Menschen von ihrem Lehrer manipuliert und durch
die allgemeine Kriegsbegeisterung fehlgeleitet werden.
Auszeichnungen: Golden Globe, Emmy 1980
Impressum
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ist in der Regel frei
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- Kostenpflichtige Gruppenführungen durch
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Herausgeber: Stadt Bochum, Der Oberbürgermeister,
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