Orgelkonzert zum Benediktusfest

PROGRAMM
PROGRAMM
17.07.
2016
14.00 Uhr
Orgelkonzert zum
Benediktusfest
in der Klosterkirche St. Ottilien
mit Werken von:
Johann Sebastian Bach, Nicolaus Bruhns
und Max Reger
Wolfgang Görner (Orgel)
Eintritt frei – Spenden erbeten
Einige Gedanken zu Johann Sebastian Bach
Anstatt Bachs musikgeschichtliches
Wirken in Zahlen und Fakten anzuführen werden hier Zitate berühmter Menschen aufgeführt:
„Bach ist Anfang und Ende aller
Max Reger
Musik.“ „Das ist d och einmal etwas, aus dem sich etwas lernen lässt.“ -
Wolfgang Amadeus Mozart
„Ich sprach mir‘s aus: als wenn die ewige Harmonie sich mit sich
selbst unterhielte, wie sich‘s etwa in Gottes Busen, kurz vor der Weltschöpfung, möchte zugetragen haben, so bewegte sich‘s auch in meinem
Innern, und es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten
Augen und weiter keine übrigen Sinne besäße noch brauchte.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Urvater der Harmonie.“ - Ludwig van Beethoven
„Was ich zu Bachs Lebenswerk zu sagen habe: Hören, spielen, lieben,
Albert Einstein
verehren und - das Maul halten!“ - „Wir sind alle Stümper gegen ihn.“ - Robert Schumann
Das Programm
Das Orgelkonzert zum Benediktusfest bietet ein buntes und kurzweiliges Programm, welches wie in den letzten beiden Jahren
stark von der Musik Johann Sebastian Bachs beeinflusst ist.
In diesem Jahr spielt der Komponist Antonio Vivaldi eine Rolle –
nicht durch ein Orgelwerk, sondern dadurch, dass Johann Sebastian Bach auf Vivaldis Themen ein Orgelkonzert aufbaute.
Als erstes Werk nun dieser Klassiker:
Johann Sebastian Bach: Orgelkonzert nach Vivaldi BWV 596
1. Satz:
(Introduction) – Grave – Fuga
2. Satz:
Largo e spiccato
3. Satz: (Allegro)
Das zweite Werk:
Nicolaus Bruhns: Praeludium
e-moll
Hier handelt es sich um ein
mehrteiliges Werk, bestehend
aus Eingangs-Präludium, einem
Echo-Teil, einer Fuge (Vivace)
und einer Coda, die mit einem
Fugato eingeleitet wird (Allegro).
Nicolaus Bruhns entstammte einer schleswig-holsteinischen Musikerfamilie. Er wurde zum Lieblingsschüler Dietrich Buxtehudes,
bei dem er Komposition studierte und sein Orgelspiel vervollkommnete. Im Werk Präludium e-moll zeigt Bruhns bereits virtuose Tendenzen, die für die damalige Zeit eher unüblich waren.
Der dritte Teil des Konzerts
2 Choralvorspiele J.S. Bachs:
„Christ lag in Todesbanden“
und „Ich ruf´ zu Dir Herr Jesu
Christ“
Die beiden Choralvorspiele (aus
dem Orgelbüchlein) bilden im
Programm einen meditativen
Mittelpunkt, an den sich das
virtuose vierte Werk anschließt:
Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge D-Dur BWV 532
Präludium – Alla breve – Adagio – Fuga
Die Herausforderung hierbei bildet das schnelle Fugenthema
in Sechzehntelnoten, welches gleichwohl in beiden Händen wie
auch im Pedal mit den Füßen gespielt wird.
Mit seinem – Sequenzcharakter bildet es ein Pendent zum Eingangswerk.
Das Präludium erinnert sehr stark an Bachs Klaviertoccata D-Dur,
die Fuge zeigt Verwandtschaft mit einer D-Dur-Fuge von Pachelbel (…also wieder geklaut…)
Das Schlusswerk:
Max Reger: Toccata d-moll (aus
Orgelstücke Op. 59).
Hier zeigt sich deutlich die Weiterentwicklung der Harmonik
– Reger baut auf Bach auf und
wird Meister der Akkordumdeutungen.
Dieses kleine und feine Stück
bietet die Möglichkeit, die Orgel vom Pianissimo bis hin zum
Tutti erklingen zu lassen und
hat das Zeug dazu, dem Zuhörer wie ein eiskalter Schauer
über den Rücken zu fahren.
Der Künstler
Wolfgang Görner
Am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg und
an der Hochschule für Musik
Saarbrücken studierte ich Klavier, Orgel und Kirchenmusik.
Prägend war der Orgelunterricht bei meinem geschätzten
Lehrer Karl Maureen in Augsburg und der Klavierunterricht bei Prof. Walter Blankenheim in Saarbrücken, der sich
selbst als „Anwalt Bachs“ sah,
was Interpretation und Textauslegung Bach´scher Werke
betraf. Fast sein ganzes Leben
hat er in den Dienst Bachs Klaviermusik gestellt, was natürlich auf mich abfärbte. Nicht zu vergessen ist der grandiose (wenn
auch pädagogisch umstrittene) Kompositionsunterricht bei Karl
Erhard in Augsburg.
Der Schritt ins eigentliche musikalische Leben bestand nun darin,
sich aus den langjährigen Studien eine Meinung und letztlich einen Stil zu bilden. Dieser „eigene Stil“, der sich etwa so beschreiben lässt: „Spiele (mache) nur das, was dir Freude bereitet“ beschränkte sich bei mir nicht auf die Musik, sondern beeinflusst
alle Bereiche meines Lebens, was sowohl Fluch als auch Segen
sein kann. Am heutigen Tag nehmen sie an den Tagen des „Segens“ teil…