2/2016 - BDB Bayern

2/2016
Landesverband
Bayern
BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V.
Nachrichten München
왎 Landesverbandstag Bayern in Regensburg
왎 Spitzenteam für die Kammerwahlen 2016
der Bayerischen Ingenieurekammer
Vorwort
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach einem konstruktiven und zugleich wunderschönen
BDB-Landesverbandstag in meiner Heimatstadt Regensburg
möchte ich mich zunächst bei den verantwortlichen Ausrichtern, der Bezirksgruppe Regensburg – allen voran Silke Bausenwein und Stefan Vogl, bedanken.
nicht nur auf Landesebene standen im Mai 2016 Wahlen an.
Auch die Bezirksgruppe München hat am 09.05.2016 die Vorstandsvorsitzenden und die Berater sowie die Delegierten
gewählt.
Den großen Zuspruch für uns als neu gewählten Landesverbandsvorstand nehme ich mit meinen Kollegen Alexander
Lyssoudis und Walter von Wittke gerne dankend und als Motivation für die kommende Periode an.
Mein persönlicher Dank gilt vor allem meiner als Vorsitzende
ausscheidenden Kollegin Marion Bartl für die konstruktive und
freundschaftliche Zusammenarbeit über die letzten Jahre sowie für ihr außerordentliches Engagement insgesamt für den
Landesverband.
Ausserdem freue ich mich, dass Alexander Lyssoudis neu in
den Landesvorstand aufrückt und seine nun 8-jährige Erfahrung als Vorstandsmitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau mit in die berufspolitische Arbeit des Landesverbandes einbringt.
Zusammen mit der hohen Kontinuität im Erweiterten Landesvorstand sind wir personell stark besetzt für die kommenden
berufsständischen Herausforderungen.
Mario Mirbach
Landesvorsitzender
Im Namen der Vorstandschaft der BG München bedanke ich
mich für das erneuerte Vertrauen und bitte weiterhin um rege Teilnahme am Verbandsleben – so können wir uns fachlich
austauschen und unseren Berufsstand nach außen vertreten.
Nachdem wir in den letzten Jahren einige Umstellungen im
Verband erfolgreich durchgeführt haben heißt es jetzt wieder,
sich intensiver auf die Bezirksgruppenebene zu konzentrieren
– Vorschläge für Weiterbildungen und Geselliges nimmt Ihr
Vorstand gerne entgegen.
Auch dem neu gewählten und in Teilbereichen neu zusammengefügten Landesverband wünscht die BG München künftig gutes Gelingen und genügend Ausdauer.
Neben den organisatorischen Verpflichtungen stehen im Landesverband auch einige Aufgaben auf berufspolitischer Ebene an.
So müssen die Wahl in der Ingenieurekammer Bau noch erfolgreich durchgeführt werden und die Gremien und Ausschüsse in Architektenkammer und Ingenieurekammer Bau
bestmöglich besetzt werden.
Die Diskussionen unter anderem um HOAI, Versorgungswerkzugehörigkeit und Ausbildungsziele sind weiter zu führen und
nach außen zu tragen – sicherlich keine einfachen Aufgaben
in Zeiten, wo sich Nachrichten nur in reißerischer Form verkaufen lassen.
Ich wünsche uns allen einen regen Austausch miteinander, eine zielorientierte und zukunftsweisende Berufspolitik und gesellige Zeiten in der Bezirksgruppe.
In diesem Sinne,
Ihr Christoph Messow
BDB-Nachrichten 2/2016
3
Inhalt
Herausgeber:
BDB-Nachrichten München
Matthias Manghofer
Verlag:
Gebr. Geiselberger Mediengesellsch. mbH
Anzeigenabteilung
Tel.: 0 89 / 36 04 74-10
E-Mail: [email protected]
Redaktion BDB-Nachrichten:
Dipl.-Ing. Georg Gaßner
Tel.: 0 81 31 / 53 93 50
[email protected]
Architekt Christoph Messow
Architektin Christa Schicker
Redaktion Landesverband:
Architekt Dipl.-Ing. (FH) Mario Mirbach
Bernadette Lwowski,
Dipl. Kommunikationswirt BAW
10
11
Freie Redakteure:
Architekt David Meuer
Dipl.-Ing. (FH) Milko Falke
Dipl.-Ing. Franz Sogerer
Architekt Heinz Künzer
Dipl.-Ing. Klaus Schneider
Juan Pedro Nardi
Erscheinungsweise: vierteljährlich
13
Redaktionsschluss für nächste Ausgabe:
15.08.2016
Titelbild: Smarte Helfer der Fassadentechnik –
I-SYS® Edelstahlseile
Produktprogramm von Carl Stahl ARC GmbH
Bildrechte: CARL STAHL GmbH –
Fotograf: HGEsch, Hennef
17
20
29
4
BDB-Nachrichten 2/2016
Inhalt
3
Vorwort
6
Ehrenvorsitzender Heinz Künzer
Sobald eine Idee zur Ideologie wird, ist sie gefährlich
7
BDB Bayern – Weiterbildung
8
Welche Vorteile bietet eine BDB-Mitgliedschaft?
9
BDB Bayern – Bezirksgruppentermine
BG Bayreuth
10
Landesverband Bayern:
Landesverbandstag 2016 in Regensburg – Neuwahlen des Vorstandes
Festabend auf der Donau
14
Ressort Ingenieure
Kandidaten für die Neuwahlen zur VII. Vertreterversammlung der
Bayerischen Ingenieurekammer Bayern
16
Besuch der OTH Regensburg in der Geschäftsstelle des BDB München
und der Bayerischen Architektenkammer
17
Beiträge der Bayerischen Bezirksgruppen:
BG Bayreuth
BG Ingolstadt
BG München
BG Regensburg
31
Hochschule Augsburg:
Fassade 16 – Opake Fassadenflächen –
Konstruktion, Bauphysik, Abwicklung
33
Fachbericht: Neues Dachbahnsystem mit hoher Witterungs- und
Temperaturbeständigkeit der Fa. Würth
BDB-Nachrichten 2/2016
34
Impressum
35
BDB-Nachrichten Journal
5
Landesverband Bayern
Sobald eine Idee zur Ideologie wird, ist sie gefährlich.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
eine der Ideen des geeinten Europas
war das Leitbild eines Gemeinsamen
Marktes, wie es im EG-Vertrag vorgesehen ist. Das beinhaltet auch das
freie grenzüberschreitende Erbringen
von Dienstleistungen, geregelt durch
die Dienstleistungsrichtlinie mit dem
großen Ziel bürokratische Hemmnisse
abzubauen. In ihrem Bericht zum
„Stand des Binnenmarktes für Dienstleistungen“ hat die EU-Kommission
Hindernisse benannt, welche die
Dienstleistungstätigkeit zwischen den
Mitgliedstaaten behindern oder auch
bremsen. Insbesondere Klein- und
Mittelbetriebe (KMB), die im Dienstleistungsgewerbe vorherrschen, seien
betroffen. Die Kommission sieht leider
die freien Berufe als Dienstleister.
Unter diesem Thema strebt die EUKommission nun mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen die HOAI
die Beseitigung jeglicher Honorarordnungen der freien Berufe an, im
Glauben, damit das freie Niederlassungsrecht in Europa für Freiberufler
besser gewährleisten zu können.
Ist dieser Glaube reinen Herzens,
dann halte ich der Kommission Irrtum
zugute. Ich denke aber, hier wird eine
Idee zur Ideologie und der politische
Wille soll rücksichtslos durchgesetzt
werden. Anders ist es mir nicht
erklärlich, dass alle Argumente von
deutscher Seite bisher ohne sachliche
Würdigung blieben.
Die Bundes-Architektenkammer, die
Bundes-Ingenieurkammer und AHO,
sowie Berufsverbände der Architekten
und Ingenieure bemühen sich seit
Jahren der EU-Kommission und der
Öffentlichkeit den Gedanken der HOAI
zu erklären. Erst kürzlich wieder in der
Stellungnahme zum Schreiben der
EU-Kommission zur Einleitung eines
Vertragsverletzungsverfahrens gegen
6
die HOAI 2013 wegen Verstoßes
gegen Art. 15 Abs. 1, Abs. 2 g und
Abs. 3 der Dienstleistungsrichtlinie.
Gründlich und sehr ausführlich
beantwortet diese Stellungnahme alle
Vorwürfe der EU-Kommission. Die
Bundesregierung teilt die Argumente
der Kammern und Verbände und hat
sie in ihre Antwort an die Kommission
aufgenommen. Ich glaube nicht, dass
es was nützt. Die EU-Kommission will
insbesondere auch Preiswettbewerb.
Honorarordnungen der freien Berufe
ermöglichen vorrangig Wettbewerb mit
Leistung und Qualität. Der Konflikt ist
damit schon benannt.
Die Stellungnahme der Verbände ist
veröffentlicht, das Lesen lohnt sich.
Die Antwort der Bundesregierung an
die EU-Kommission steht uns bisher
leider nicht zur Verfügung. Ich möchte
nicht denken, dass es hier die gerne
geübte „politische Entscheidung“ wird,
wo etwas gewollt wird obwohl es nicht
richtig ist. Was richtig ist wurde schon
vielfach geklärt, dabei soll es bleiben.
Freiberufliche „Dienstleister“ sind in
Deutschland meist kleine bis mittelgroße Büros (KMB). Die Kommission
will denen gerade mehr Spielraum
geben. Sie dürfte Honorarordnungen
dann nicht bekämpfen sondern eher
fördern. Deren Mindestsätze sollen
insbesondere dazu dienen, den vom
Gesetzgeber gewollten Qualitätswettbewerb zu fördern und einen ruinösen
Preiswettbewerb zu unterbinden.
Auch das Bundesverfassungsgericht
stellte fest, dass die Sicherung der
Qualität der Tätigkeit eines Architekten
ein legitimes Ziel des Gesetzgebers
sei. Dazu seien verbindliche Mindesthonorarsätze geeignet, weil sie den
Architekten jenseits von der Preiskonkurrenz den Freiraum schaffen,
hochwertige Arbeit zu erbringen, die
sich im Leistungswettbewerb der
Architekten bewähren muss.
Das freie Niederlassungsrecht in
Europa für Freiberufler ist mit den
Honorarordnungen nicht behindert, es
könnte sogar so besser gesichert sein.
Ich sehe den politischen Willen der
EU-Kommission das in Deutschland
bewährte System zu zerstören um den
deutschen Markt für Planer zu öffnen,
die hauptsächlich im Preiswettbewerb
bestehen können. Wenn sich unsere
Bundesregierung jetzt nicht dagegen
durchsetzen kann und ihre eigene
Gesetzgebung verteidigt, wird sich die
EU-Kommission künftig ständig bei
uns einmischen. Das ist Machtkampf.
Das ignorierte Subsidiaritätsprinzip
muss wieder beachtet werden. Es war
uns in Artikel 5 des Vertrages über die
Arbeitsweise der Europäischen Union
versprochen. Der politische Anspruch
auf hoher Ebene der EU zu regulieren
um so scheinbare Gerechtigkeit zu
schaffen wird auf Dauer nicht tragen,
es wird an der Verschiedenheit der
Völker der EU scheitern.
Es zeigt immer deutlicher, dass die
Gemeinschaft Europas noch nicht im
Gleichgewicht ist. Die Politik sollte
vermeiden, dass die Harmonisierung
der unterschiedlichen Standards und
Leistungsfähigkeiten in Europa zur
Nivellierung auf Mittelmäßigkeit wird.
Ich hatte im Jahre 2009 zu diesem
Thema geschrieben: Ich glaube, das
Subsidiaritätsprinzip bestimmt künftig
das Verhältnis der Mitgliedsstaaten in
der EU. Von unten nach oben regeln
die Kommunen, die Regionen, die
Länder jeweils ihre eigenen Belange,
der EU bleiben die gemeinschaftlich
wichtigen Regelungen. Anders wird
die europäische Gemeinschaft nicht
zu regieren sein. Dieses Prinzip der
Arbeitsteilung muss endlich anerkannt
werden, damit die Europaverwaltung
nicht weiterhin ständig in unserer
tägliches Leben und Wirtschaften
eingreift. Wie krumm die Gurken in
unserem Garten sein dürfen, wollen
wir selbst entscheiden und ob wir eine
HOAI brauchen erst recht.
Die Gegner der Honorarordnungen
sind aber auch im eigenen Lande zu
vermuten. Eine Politik, die von innen
befeuert um von außen über die EU
die Regeln des eigenen Landes
anzugreifen, ist ein Skandal. Aber wie
so oft, bleiben diese Interessen und
deren Vertreter im Hintergrund. Es ist
unverständlich, wie wenig Widerstand
deutsche Politiker der Einmischung
aus der EU entgegensetzen. Es ist mir
aber sehr verständlich, warum sich die
EU-Kommission so verbissen an den
Honorarordnungen der freien Berufe in
Deutschland abarbeitet. Es ist ein
Verteilungskampf um den Markt im gut
organisierten vermeintlich zu reichen
Deutschland. Was will man von uns?
Die Pflichterfüllung oder Aufopferung?
Zum Beispiel wie Rührei mit Speck:
Das Huhn, dass Eier legt, tut seine
Pflicht. Das Schwein, dass den Speck
liefert, opfert sich auf.
In der Komfort-Zone spielen sich
Leistungen leider nicht ab.
Heinz Künzer
[email protected]
BDB-Nachrichten 2/2016
BDB Bayern – Weiterbildung
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BDB-Nachrichten 2/2016
7
Welche Vorteile bietet eine BDB-Mitgliedschaft?
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Geldwerte Vorteile
Konditionen für Mitglieder
BDB Bayern
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Vergünstigte Weiterbildungen des IBI
der Hochschule Augsburg
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Rund 40 € Rabatt bei Tagungen (z.B. Fassade, AusBau + Immobilie, etc.)
Vergünstigungen bei der Mitgliedschaft
Ermäßigung auf Aufnahmegebühr für den ersten
von Planer am Bau
Standort von 500 € (490 € statt 990 €)
Günstige und stetig wechselnde Weiterbildungsangebote des Baumeisterseminars in Nördlingen (Bildungswerk
des BDB Bayern)
Geldwerte Vorteile
Je nach Seminar bis zu 150 € günstiger als für
Externe
Konditionen für Mitglieder
BDB Bund (u.a.)*)
UNITA Versicherungen: BerufshaftSÀLFKW
SOFTTECH Planungssoftware
mb AEC Software GmbH
Sonderkonditionen für Mitglieder bei den Produkten:
‡ Basisrente & Berufsunfähigkeitsversicherung
‡ Betriebliche Altersversorgung
‡ Versicherungen für Technik & Sachwerte des
Büros, Inhaber/Geschäftsführer & Private Risiken
‡ Bürokostenvergleich
U.a. besondere Konditionen für Neumitglieder & Existenzgründer
Bestimmte Produkte mit bis zu 15% Rabatt (nicht
Dienst- und Serviceleistungen, Aktionspreise und
Einführungspreise).
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Zusätzlich dazu bietet der BDB:
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BDB-Nachrichten 2/2016
BDB Bayern – Bezirksgruppentermine
Bayreuth
Bei Interesse Kontaktaufnahme mit Dr.-Ing. Hans-Günter Schneider, Tel.: 0921/33399,
siehe auch www.bdb-bayreuth.de
22.07.2016
Freitag, 13.30 Uhr
Bustransfer ab
Volksfestplatz/Bayreuth
Brauereiführung mit Verkostung im „Drossenfelder Bräuwerck“ in Neudrossenfeld.
Treffpunkt für Selbstfahrer in Neudrossenfeld 14:00 Uhr;
Kostenbeitrag für Bierprobe und Bustransfer 10,00 €
Für alle BG´s
09.-11.09.2016
Studienfahrt mit Architekturschwerpunkten nach Stuttgart
Programmausschnitt: Übersicht ‚Stuttgart im Wandel‘, Turmforum-Führung im Hbf.,
Stadtrundgang, Daimler-Benz-Museum, Weißenhofsiedlung, Schloss Ludwigsburg.
Weiteres unter www.bdb-bayreuth.de. Reisekosten für zwei Übernachtungen, Frühstück, Führungen und Eintritte 349,00 € p. P. im DZ, für Nichtmitglieder 369,00 € p.P.
im DZ, Einzelzimmerzuschlag 100,00 €
Bewerbungsfrist für den „Exportpreis Bayern 2016“ läuft
Der „Exportpreis Bayern 2016“ feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Dieser richtet sich an alle bayerischen Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Dienstleistungen und Handel, die bis zu 50 Vollzeitbeschäftigte (ohne Azubis) haben.
Er möchte besonders kleine Unternehmen belohnen, die im
Ausland neue Märkte erschließen, und andere Unternehmen
dafür gewinnen, dasselbe zu wagen.
Dazu gehören natürlich auch viele Architektur- und Ingenieurbüros. Auch sie sind dazu aufgerufen, sich in einer der vier
Kategorien Industrie, Handwerk, Dienstleistung und Handel
zu bewerben. Das Hauptkriterium für die Jury ist hierbei nicht
die Unternehmensgröße oder der Exportumsatz, sondern eine
originelle und interessante Marketingstrategie im Ausland. Die
bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie
und Technologie, Ilse Aigner, übergibt den Preis am 23.11.16
am Vorabend des „Exporttages Bayern 2016“ in München.
Als Würdigung erhalten die Preisträger einen kunsthandwerklich hergestellten Pokal, eine Urkunde, sowie ein bis zu 2-minütiges Firmenvideo auf deutsch und englisch über seine Erfolgsgeschichte. Dieses wird bei der Preisverleihung gezeigt
und kann danach zu Werbezwecken verwendet werden.
Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie,
des Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern und
in Zusammenarbeit mit Bayern International bereits zum 10.
Mal ausgelobt.
Die Teilnahme lohnt sich dabei allemal: Als besonderes
Schmankerl erhält jeder Teilnehmer ein Ticket zum Exporttag
Bayern 2016 (www.exporttag-bayern.de) und damit die Möglichkeit für eine kostenlose Exportberatung.
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 31.07.16. Auf der
Webseite www.exportpreis-bayern.de können Sie sich informieren und direkt bewerben.
Auf der Webseite des BDB Bayern finden Sie ständig aktualisierte
Informationen, Seminartermine, Veranstaltungen und vieles mehr:
>> www.bdb-bayern.de <<
BDB-Nachrichten 2/2016
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Landesverband Bayern
„Alles Neue macht der Mai“ – Neuwahlen des Vorstandes
während des Landesverbandstags 2016 in Regensburg
Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands und gehört seit fast 10 Jahren zum UNESCO-Kulturerbe. Damit ist sie
eine Stadt, in der Geschichte geschrieben wurde ... diesmal
auch im Mai 2016 für den BDB Landesverband (LV) Bayern.
88 steile Treppen ging es hinauf in den Veranstaltungssaal
des Andreas-Stadels, in dem sich die Delegierten und Gäste
trafen und tagten. Insgesamt gab es 33 Stimmen, davon 27
Direkte und 6 Übertragungen. Zu Anfang der Delegiertentagung, die sich über den 6. und 7. Mai 2016 erstreckte, wurde
einstimmig beschlossen, dass alle Anwesenden auch über ein
Rederecht verfügen sollten.
launch der Homepage war der Landesverband Bayern stets
Ideengeber und auch Vorreiter in der Umsetzung der Reform
der Verbandsstruktur.
Ein wichtiger Meilenstein war die Einrichtung der Geschäftsstelle im Januar 2014 im forum baucultur in München. In der
Geschäftsstelle kümmern sich Lioba Gieles und Bernadette
Lwowski um Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederbetreuung, Unterstützung der Bezirksgruppen und stehen gerne
als Ansprechpartner zur Verfügung.
In den repräsentativen Räumlichkeiten des forum baucultur
finden zahlreiche Veranstaltungen statt, z. B. das Neujahrsforum mit anschließendem Empfang und namhaften Gästen
aus Politik und Wirtschaft, wie z. B. dieses Jahr Dr. Günther
Beckstein. Mit weiteren Veranstaltungen wie den Foren zum
Jahresleitthema und „Speednetworking“ wurden auch neue
Veranstaltungsformate getestet und weiterentwickelt. Hier
trifft sich aber auch der Landesvorstand zu seinen Arbeitssitzungen und den verschiedenen Besetzungen. Auch interessierte BDB Mitglieder können die Räumlichkeiten nach Voranmeldung gerne nutzen.
Landesvorsitzende Marion Bartl begrüßte die Delegierten und
die Gäste. Anschließend sprach Joachim Wolbergs, Oberbürgermeister der Stadt Regensburg, ein Grußwort endend mit
dem Wunsch, den BDB Landesverband Bayern gerne öfters
in „seiner“ Stadt zu Gast zu haben. Christine Schimpfermann,
Planungs- und Baureferentin der Stadt Regensburg, stellte in
ihrem hochinteressanten Vortrag die Entwicklung der Stadt
Regensburg bis zum UNESCO Welterbe vor.
Zu Beginn der Delegiertentagung am Nachmittag ließ Mario
Mirbach im Bericht des Landesvorstandes die letzten 4 Jahre im BDB Revue passieren. Angefangen bei der Skizzierung
des „Wunschverbandes“ 2009 in der AG Zukunft BDB, über
den Entwurf der neuen BDB-Verbandsstruktur bis hin zum Re-
Im Anschluss präsentierte Mirbach die neue Mitglieder-Werbung des BDB Bundesverbandes „10 Gründe für eine Mitgliedschaft beim BDB“. (Nähere Infos entnehmen Sie bitte der
Webseite: www.12000profis.de)
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit war der BDB auf der BAU
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BDB-Nachrichten 2/2016
Landesverband Bayern
2016 und der IKOM 2016 präsent. Auch Studentenbesuche in
der Geschäftsstelle, Anzeigen in den BDB-Nachrichten und
Informationen via Social Media sind fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit und repräsentieren den BDB nach außen.
Ein Schwerpunkt der zukünftigen berufspolitischen Arbeit
wird in der Intensivierung der Kontakte zu Politikern und Entscheidungsträgern auf Europa-, Landes- und Regionalebene
und zu Vertretern der Obersten Baubehörde liegen, um frühzeitig die berufspolitischen Anliegen des BDB an die Entscheider heranzutragen. In jüngster Zeit fanden bereits Gespräche
mit Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brands zum Thema neue
Vergabeverordnung sowie mit dem Vorstand der FDP zu berufspolitischen Themen statt.
In kurzen Berichten stellen die Ressortleiter ihre Tätigkeit der
letzten zwei Jahre vor.
Klaus Schneider, Präsidiumsmitglied, bedankte sich im Namen des BDB Präsidiums beim scheidenden Landesvorstand
der BDB für die gute Arbeit und wünschte dem neuen Vorstand Mut und Erfolg.
Zum Abschluss ihrer Amtszeit als Landesvorsitzende zeigte
sich Marion Bartl mit der gemeinsam geleisteten Arbeit in den
letzten 4 Jahren zufrieden und bedankte sich bei ihren Vorstandskollegen Mario Mirbach und Walter von Wittke sowie
dem erweitertem Landesvorstand und den Delegierten für das
Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.
Die anschließenden Neuwahlen des Vorstands ergaben folgende Ergebnisse:
Landesvorsitzender Bayern:
Mario Mirbach
Stellv. Landesvorsitzender Bayern:
Alexander Lyssoudis
Vorstandsmitglied für Finanzen:
Walter von Wittke
Ressortleiter f. Architekten:
David M. Meuer
Ressortleiter f. Ingenieure:
Ulrike Steinbach
Ressortleiter f.
Öffentlichkeitsarbeit:
Silke Bausenwein
Ressortleiter f. Studium u.
Weiterbildung:
Ludwig Vanderpoorten
Die stellvertretenden Ressortleiter sind:
stellv. Ressortleiter Architekten:
Klaus Neisser
stellv. Ressortleiter Architekten:
Dr. Michael Glodschei
BDB-Nachrichten 2/2016
stellv. Ressortleiter Ingenieure:
Milko Falke
stellv. Ressortleiter Ingenieure:
Wolfgang Kugler
stellv. Ressortleiter Ingenieure:
Josef Goldbrunner
stellv. Ressortleiter
Öffentlichkeitsarbeit:
Stefan Vogl
stellv. Ressortleiter
Öffentlichkeitsarbeit:
Volker Schmidt
stellv. Ressortleiter Studium
u. Weiterbildung:
Thomas Traut
Folgende Berater-Stellen wurden besetzt:
Berater für Vorstandsangelegenheiten:
Marion Bartl
Berater für techn. Regelungen
u. Normungen:
Rudolf Scherzer
Berater für Europaangelegenheiten:
Dr. Dietrich Kappler
Berater für das
Baumeisterseminar:
Alban Faußner
Bezirksgruppen-Vertreter sind:
BG-Vertreter Nord:
Dr. Hans-Günter Schneider
BG-Vertreter West
(Schwaben):
Reiner Schlientz
BG-Vertreter Ost:
Stefan Vogl
BG-Vertreter Süd:
Christoph Messow
Zum diesjährigen Jahresleitthema „Menschen ein Zuhause
bauen“ fand bereits in der Technischen Hochschule Ingolstadt
eine Veranstaltung statt. Initiatorin war Ulrike Steinbach, Vorsitzende der BG Ingolstadt. Auch wenn die Flüchtlingszahlen
derzeit rückläufig sind, werden weiterhin 400.000 neue Wohnungen im Jahr benötigt. Weitere Veranstaltungen zum Jahresleitthema sind geplant und werden im forum bauculur stattfinden. Sobald nähere Termine feststehen, werden Sie über
die BDB-Webseite und von Ihrem BG-Vorsitzenden informiert.
Der BDB Landesverband Bayern bedankt sich herzlich bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren Fa. WÜRTH aus
Künzelsau und Fa. Rödl & Herdegen aus Regensburg.
Kurzum: Regensburg war für alle Beteiligten anregend, aufregend und bewegend.
Marion Bartl und Bernadette Lwowski
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Landesverbandstag Bayern
Festabend auf der Donau
„Wir sitzen alle im selben Boot!“ Was für ein passendes und
schönes Bild für den BDB, seine Mitglieder, Ressortleiter, BGVorsitzenden und den Landesvorstand.
Kaum legte die MS Fürstin Gloria ab, gingen die fast 70 Gäste
auf das Sonnendeck und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Wenn man nicht wüsste, dass man auf der Donau ist, hätte es gefühlt auch eine Kreuzfahrt auf dem Nil sein können. Ein
Hauch von Urlaubsgefühl kam bei den Gästen auf.
Immer wieder ging man unter Deck, um sich den kulinarischen
Gaumenfreuden hinzugeben. Aufgetischt wurde zu den einzelnen Gängen u. a.: Ziegenkäse-Feigenterrine im Pumpernicklmantel, Filet vom Duroc Schwein im Kräutercrepes und
halbflüssiges Schokoladensoufflee.
Frau Julia Mirbach, Frau Michaela von Wittke und Noemi Mindel erhielten Blumensträuße. „Diese drei Frauen stehen stellvertretend für viele andere Ehefrauen und Lebenspartner, die
hinter ihren Partnern stehen, ihnen helfen und sie unterstützen“, so Mario Mirbach.
Für ihr langjähriges Engagement für den BDB wurden teils
mit einer silbernen BDB-Bundesnadel und einer BDB-Uhr folgende Personen geehrt (in alphabetischer Reihenfolge des
Nachnamens):
Silke Bausenwein (Ressortleiterin für Öffentlichkeitsarbeit),
Alban Faußner (Leiter des Baumeisterseminars), Christoph
Messow (BG-Vorsitzender von München und Bezirksgruppenvertreter Süd), David Meuer (Ressortleiter der Architekten), Dr.
Hans-Günter Schneider (BG-Vorsitzender von Bayreuth und
Bezirksgruppenvertreter Nord), Ulrike Steinbach (Ressortleiterin der Ingenieure), Reiner Schlientz (Bezirksgruppenverteter
West) und Stefan Vogl (BG-Vorsitzender von Regensburg).
Letzterer hat mit seiner Bezirksgruppe das gesamte Rahmenprogramm organisiert und geplant. Vielen herzlichen Dank an
alle Beteiligten hierfür.
Herr Schwögler und sein Team verwöhnten mit ihren kulinarischen Genüssen unsere Geschmacksknospen und die Band
„Le Bang Bang“ untermalte die entspannte Atmosphäre mit
ihrer breiten musikalischen Palette.
Auch bei den Ehrungen herrschte auf dem ganzen Schiff eine
stimmige Atmosphäre. Den Anfang machten Marion Bartl und
Mario Mirbach mit den Ehefrauen, die, bedingt durch das Engagement ihrer Männer im BDB vieles ertragen und entbehren
müssen.
12
BDB-Nachrichten 2/2016
Landesverbandstag Bayern
Marion Bartl ehrte außerdem zwei Männer, auf die sie beim
BDB in den letzten vier Jahren als Vorstandsvorsitzende immer zählen konnte:
Mario Mirbach, der neue Vorstandsvorsitzende vom BDB LV
Bayern und Walter von Wittke, der sich abermals zum Finanzvorstand hat wählen lassen.
Regensburg war zweifelsohne aufregend. Das spiegelte sich
auch in den Stadt- und Schlossführungen (Thurn und Taxis)
wider. Während der Mini-Exkursion zur „Steinernen Brücke“
beispielsweise konnten wir erfahren, dass hier aus Alt wieder
Neu gemacht wird, indem die Steine zuerst abgetragen und
dann erneut eingesetzt werden.
Im Grunde verhält es sich im BDB ähnlich, denn auch hier werden Wissen und Erfahrungsschatz der älteren BDB-Mitglieder
mit Elan und Neugier der jüngeren BDB-Mitglieder verbunden.
Wir dürfen also gespannt sein, welche Symbiosen und Synergien im BDB LV Bayern in Zukunft entstehen.
Bernadette Lwowski
200 Planungsbüros setzen auf Qualitätsmanagement mit
Planer am Bau
Informationen über das QualitätsZertifikat Planer am Bau und
die Mitgliedschaft gibt es unter www.planer-am-bau.de oder
[email protected].
Dr.-Ing. E. Rüdiger Weng und Dr.-Ing. Knut Marhold –
die Initiatoren des Zertifikats „Planer am Bau“
BDB-Nachrichten 2/2016
13
Ressort Ingenieure
12.000 Profis - 1 Netzwerk
Ihre Kandidaten für die Wahlen zur VII. Vertreterversammlung
der Bayerischen Ingenieurekammer
Josef
Goldbrunner
1
Oberbayern
Alexander
Lyssoudis
2
Oberbayern
Norbert
Nieder
3
Schwaben
Walter
von Wittke
4
Mittelfranken
Klaus
Schneider
5
Oberbayern
Reiner
Back
6
Unterfranken
Wolfgang
Kugler
7
Niederbayern
Milko
Falke
8
Oberbayern
Edda
Heinz
9
Oberbayern
Dieter
Vogel
10
Unterfranken
Hans
Siegmüller
11
Oberpfalz
Erwin
Drexler
12
14
Niederbayern
Büroinhaber, Ingenieurbau, Tiefbau
BDB seit 1990, BG Ingolstadt, Stellvertr. Ingenieure im LV Bayern
BayIka Bau, VV, Stellv. Vors. Rechnungsprüfungs-AS, Vors. AK Nachhaltigkeit Kom. Infrastruktur,
„Die Kammer muss sich für alle Mitglieder in den verschiedensten Aufgabenfeldern einsetzen“.
Geschäftsführer allwärme GmbH, SV nach ZVEnEV, öbuv SV für Heizungstechnik
BayIka Bau Vorstandsmitglied Schwerpunkt TGA, Vizepräsident VfB, BDB seit 2009,
seit 2016 Stellvertretender Vorsitzender im LV Bayern
„Ich trete ein für die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen unseres Berufsstandes“.
Inhaber Ingenieurbüro für Tragwerksplanung und konstruktiven Ingenieurbau in Kempten,
Prüfingenieur, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger,
Mitglied BDB Bezirksgruppe Kempten
„Ich trete ein für die Vereinfachung des EU-Vergaberechts“.
Büroinhaber, Beratender Ingenieur,
Vors. BDB BG Nürnberg, Vorst. f. Finanzen im LV und BV BDB,
Mitglied Vertreterversammlung Bayerische Ingenieurekammer
„Gemeinsam sind wir stark!“.
Ing.-Büro seit 1979; Verantw. Sachverständ. ZVEnEV; Nachweisber. Standsicherheit,
vorb. Brandschutz; Mitglied VV seit 1994; Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit ab 2002,
BDB: Bundesvorstand seit 2000, Präsidium seit 2011 (Bayern, AHO, BIM), „Für eine VV mit Weitsicht braucht die BayIKa viele Mitglieder eines politisch aktiven Berufsverbands wie dem BDB“.
Beratender Ingenieur, Berater für Ingenieure u. Delegierter der BDB BG Würzburg,
Mitglied der VI. VV BayIka, AK„Energetische Infrastruktur“ und Eintragungsausschuss in die Liste
der Koordinatoren nach BaustellV,
„Ich setze mich für eine leistungsgerechte Vergütung der Ingenieure in allen Fachgebieten ein“.
Seit 2006 im BDB, Ressortleiter Ingenieure BG Regensburg, Organisator Baumeistertag Regensburg,
Beratender Ingenieur, freiberuflicher Tragwerksplaner mit Schwerpunkt „Sanierung historischer
Tragkonstruktionen in Holz und Stein“
„Ich engagiere mich in der Nachwuchsförderung - vor Abschluss des Studiums“.
Ing.-Büro f. Tragwerksplanung seit 2003; Beratender Ingenieur;
Mitglied VV Bayika seit 2011; AK Ausrichtung und Struktur von Ingenieurbüros;
BDB Berater f. Ingenieure BG München und stellv. Berater Ing. LV Bayern
„Mir ist wichtig, die Zukunft kleiner und mittelständiger Büros in Bayern zu stärken“.
Beratende Ingenieurin öbuv. SV der IHK Bayreuth, VV der BayIK seit 2011; Ausschuss Baurecht
und Sachverständigenwesen, Mitgliedschaften im BDB, Bauhütte Hof e.V., LVS Bayern, BVS
„Ingenieur zu sein bedeutet Leidenschaft - damit werde ich mich für unseren Berufsstand
einsetzen“.
Beratender Ingenieur, seit 2004 Büroinhaber,
Schwerpunkt Metall- und Fassadenbau, Sanierung und Sonderkonstruktionen
Mitglied BayIka-Bau, BDB sowie Deutsch-Japanischer Wirtschaftskreis (DJW) e.V.
„Die Eigenständigkeit unserer Fassadengestaltung zu bewahren ist gelebte Baukultur“.
Ing.-Büro f. Tragwerksplanung Regensburg, Beratender Ingenieur,
Mitglied der Bayerischen Ingenieurekammer Bau, Mitglied in der DGNB,
BDB Mitglied der Bezirksgruppe Regensburg
„Den kleinen und mittelgroßen Büros verpflichtet“.
Büroinhaber, Beratender Ingenieur, BDB Mitglied Bezirksgruppe Regensburg,
lange Zeit 2. Vorsitzender, seit ihrer Gründung Mitglied der BayIka Bau,
Mitglied Vertreterversammlung
„Eine Generation soll sich um die nächste kümmern, dazu gibt es unseren Verband“.
BDB-Nachrichten 2/2016
Ressort Ingenieure
Liste Pflichtmitglieder
Liste freiwillige Mitglieder
Rudolf
Baumruck
13
Niederbayern
Klemens
Kerschbaum
14
Niederbayern
Lothar
Hanisch
15
Oberfranken
Thomas
Grad
16
Oberbayern
Ulrike
Steinbach
1
Oberbayern
Friedrich
Hornik
2
Niederbayern
Max
Schießl
3
Oberpfalz
Hans-Günther
Schneider
4
Oberfranken
Ewald
Penzenstadler
5
Oberbayern
Mario
Malter
6
Schwaben
Walter
Muck
7
Oberbayern
Bernhard
Heilmeier
8
Oberbayern
BDB-Nachrichten 2/2016
Tragwerksplaner, Beratender Ingenieur seit mehr als 20 Jahren,
weiterer beruflicher Interessenschwerpunkt: Honorarordnung,
Seit ca. 20 Jahren ehrenamtlicher Trainer / Betreuer im Juniorenfußball
„Mir ist die Qualitätssicherung am Bau wichtig“.
Baustellen “duften” für mich seit mind. 20 Jahren nach Beton - ich gehe verantwortungsvoll
und wirtschaftlich damit um. Beratender Ingenieur, freiberuflicher Tragwerksplaner,
Betreuung Nachwuchsingenieure
„Mein Motto: „Bestehende Massivbauwerke sicher in die Zukunft bringen“.
Seit24 Jahren selbstständig, seit 23 Jahren Mitglied Bayerische Ingenieurkammer Bau,
1. Vorsitzender BDB BG Hof/Saale, seit 38 Jahren BDB - Mitglied
„Ich setze mich gegen den immer weiter zunehmenden “Vergabeunsinn” der öffentlichen
Hand ein - und damit für kleine und mittlere Büros“.
Büroinhaber, Tragwerksplanung Neubau und Denkmalpflege,
BDB seit 1989, Mitglied BG Ingolstadt,
Mitglied Bayerische Ingenieurekammer
„Der Aufwand für Vergabeverfahren muss wieder niedriger werden“.
Angestellt, Tragwerksplanung in der Denkmalpflege,
BDB seit 2008, Vorsitzende BG Ingolstadt, Ressortleiterin Ingenieure im LV,
Vorstandsmitglied im Förderverein Museum Zeit + Raum in Germering
„Wir brauchen wieder etwas mehr Bescheidenheit der Ansprüche an Gebäude“.
Sachverst. Baustellenbetrieb u. Arbeitsschutz Hoch- u. Tiefbau, Koord. nach BaustV
BayIka Bau, VV, Vorsitzender AS Fachgruppenarbeit, Akademieausschuss,
BDB Mitglied BG Deggendorf, Geschäftsstelle
„Der Arbeitsschutz betrifft alle am Bau beteiligten!“
Bis 2012 Technischer Prüfer bei der Stadt Straubing, seither Altersteilzeit / Pension,
Kammermitglied seit 1991, VV seit 1995, Mitglied im Ausschuss angestellte und beamtete
Ingenieure seit 1995, Mitglied im ZVI- Bayern,
„Ich kümmere mich um die Werbung freiwilliger Mitglieder“.
Dr. Hans-Günter Schneider, Dozent an der HWK Bayreuth,
BDB Vorsitzender BG Bayreuth, BG-Vertreter Region Nord,
BayIka: VV, Ausschuss Satzung u. Wahlordnung, Regionalbeauftragter Oberfranken
„Zukünftige Berufsfelder sollen für alle Ingenieure offen bleiben“.
Beamter i.R., bis 2015 Leiter der Abt. Vorbeugender Brand- u. Gefahrenschutz,
Branddir. München, Sachverständiger beim DIfB,
Mitglied mehrerer VV, Zentralverband Ingenieure im öffentl. Dienst Bayern (ZVI)
„Ich trete für ein vernünftiges Maß der Baustandards ein“.
Beamtet seit 1985, Kammermitglied seit 1991, Mitglied der III. Vertretervers., Mitglied gf.
Vorstand Bezirk Südbayern IfKom (Ingenieure f. Kommunikation e.V.),
Mitglied Deutsche Gesellschaft f. Sonnenenergie e.V., Mittelstandsforum Bayern
„Erreichung des gesetzlichen Berufausübungsrechtes für Ingenieure für unseren Berufstand“.
1. Vorsitzender der BDB BG Ingolstadt 2008-2016, dort Kassenprüfer seit 2016,
Mitglied BayIka Bau seit 1995, dort in der Vertretervers., Mitglied der DGNB e.V.,
Fördermitglied „Ingenieure ohne Grenzen“, Mitglied des Lions Club Eichstätt
„BIM – die Zukunft der Bauplanung, realisierbar für alle Bauschaffenden“.
Angestellt, Entwicklung von Softwarelösungen in der Baubranche, Fertigteile,
BIM Koordinator Firmengruppe Klebl, Mitarbeit bei der VDI Richtlinie 2552 Blatt 8:
BIM Qualifikation Mitglied der Bayerischen Ingenieurekammer Bau
„Verbesserung der Nutzbarkeit von BIM zur Vermeidung von Fehlern und Verschwendung“.
15
Ressort Studium und Weiterbildung
Besuch der OTH Regensburg in der Geschäftsstelle des
BDB München und der Bayerischen Architektenkammer
Im Rahmen des Studienfachs „Berufspraxis“, das Ludwig
Vanderpoorten – Ressortleiter für Studium und Weiterbildung – betreut, organisierte er eine Mini-Exkursion seiner
Studenten und Studentinnen nach München.
Vanderpoorten unterrichtet als BDB-Lehrbeauftragter an der
an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg
(OTH) und schafft anschauliche Querbezüge zum Berufsleben
des Architekten. Somit ist es wichtig sich ein Netzwerk aus
Berufsständlern anzulegen, auf das die Studenten nach ihrem
Studium zurückgreifen können. Außerdem ist es essenziell
wichtig zu wissen, welche Vertretungen der Berufsstand der
Architekten hat. Im Rahmen des Studienmoduls lud der BDB
daher am 12. Mai 2016 eine Gruppe von interessierten Studenten nach München ein.
Diese Exkursion begann mit einem Besuch an der Bayerischen
Architektenkammer (ByAK). David Meuer, Ressortleiter für Architekten im BDB Landesverband Bayern, sowie Oliver Heiss,
Geschäftsführer der Akademie für Fort- und Weiterbildung an
der ByAK nahmen die Gruppe in Empfang. Danach erläuterte
Heiss die Funktion der ByAK in der heutigen Zeit, sowie deren Entstehung im Laufe der Geschichte. Bei einer Führung
durch das Haus der Architektur wurden die Studenten nicht
nur auf die hochwertige architektonische
Gestaltung des Gebäudes, sondern auch auf
das zahlreiche Angebot an Veranstaltungen
in der Architektenkammer, aufmerksam gemacht. Ziel sollte sein,
so ergänzte Meuer, die
Architektenkammer als
Ansprechpartner wahrzunehmen und sie gerade beim Einstieg ins
Berufsleben – was für
die Studenten bald bevorstehen wird – als verbindende Anlaufstelle zu verstehen. Herr Heiss verabschiedete die Gruppe und
begrüßte es, diese Veranstaltung zukünftig zu wiederholen.
Die nächste Station war der Besuch der BDB-Geschäftsstelle
in München. Als Vertreter des BDB begrüßten Ludwig Vanderpoorten, David Meuer und Bernadette Lwowski die Studenten. In einer kurzen Einführung betonte man die Funktion
der Geschäftsstelle als einen zentral-gemeinsamen Dreh- und
Angelpunkt des BDB in Bayern, sowie den damit verbundenen Nutzen der BDB-Mitlieder. Denn Fakt ist, dass jedes BDBMitglied diese Räumlichkeiten der Geschäftsstelle (nach Anmeldung) auch für eigene Belange nutzen kann. Dies ist eine
Tatsache, um die uns andere Verbände beneiden und ein absoluter Mehrwert für jedes einzelne BDB-Mitglied.
Danach wurde in einer Präsentation die Funktion des BDB
als Berufsverband erläutert, sowie die Strukturen und Gremien vorgestellt. Auch die aktuelle Kammerwahl und was diese
mit dem BDB zu tun hat wurde den Studenten von Herrn Meuer erläutert. Wichtig war uns dabei, den Studenten zu vermitteln, dass ein Berufsverband sich am besten aus aktiven Mitgliedern zusammensetzt, welche aktiv den Berufsstand und
-verband mitgestalten.
Den Studenten wurde angeboten sich auch gerne innerhalb
der Bezirksgruppe wieder zu treffen, um somit ihr eigenes
Netzwerk weiter ausbauen zu können.
Nach der Präsentation verblieben wir noch kurz in der Geschäftsstelle, bevor man zum Nachmittagsprogramm, einem Besuch im Architekturmuseum der TU München (KEINE
ANGST VOR PARTIZIPATION! – WOHNEN HEUTE), überging.
Ludwig Vanderpoorten
BDB-Ressortleiter Studium und Weiterbildung
16
BDB-Nachrichten 2/2016
BG Bayreuth
BG Bayreuth berichtet
Am 22. Februar 2016 fand die diesjährige Mitgliederversammlung der BG Bayreuth statt, an der 16 stimmberechtigte Mitglieder teilgenommen haben. Die
Wahlen zum erweiterten Vorstand haben nur eine Veränderung ergeben: Mahela Bär-Frisch, neue Ressortleiterin für
Architektur. Die goldene Ehrennadel für
50-jährige Mitgliedschaft erhielt Hans
Wurdack, für 40-jährige Mitgliedschaft
wurden Hans Stenglein und HansGünter Schneider geehrt. Die silberne
Ehrennadel erhielten Roland Burges,
Norbert Höflich, Berthold Just und Pe-
Bild oben: Mitgliederehrung: von links Hans Wurdack, Hans-Günter Schneider,
Peter Marschall, Berthold Just – Bild unten: Teilnehmer Mitgliederversammlung
Das zunächst für November letzten
Jahres vorgesehene Baufachseminar
hat am 17. März 2016 stattgefunden.
Mit 30 Teilnehmern hatten wir für das
Thema „Bauvertragsrecht in der Praxis“
eine erfreuliche Resonanz. Die beiden
Architekt Detlef Stephan
ter Marschall. Im Anschluss an das gemeinsame Abendessen mit Damen und
weiteren Gästen gab uns Architekt Detlef Stephan einen informativen Einblick
in die Restaurierungsarbeiten des Bayreuther Festspielhauses. Dank der detaillierten Vorplanung sind mittlerweile
die Arbeiten an den Sichtfassaden des
Gebäudes pünktlich und im Kostenrahmen liegend abgeschlossen, sodass
zur Eröffnung der Festspiele im Juli kein
Gerüst mehr vorhanden ist. Die Fassade erstrahlt nunmehr in neuem Glanze!
BDB-Nachrichten 2/2016
Referenten Baufachseminar RA Thomas Mronz und Johannes Schlegel
17
BG Bayreuth
des Sparkassenvorgängerbaus. Interessantes Gestaltungsmerkmal sind die verdrehten Gebäudefassaden. Der Rohbau
ist fertiggestellt, der Ausbau auch schon
weit fortgeschritten. Die Verkleidung der
Fassaden erfolgt mit Sandsteinplatten –
einem in Bayreuth sowohl historisch als
auch im Neubau weitverbreitet eingesetzten Material. Der Bauleiter des Büros BAURCONSULT, Herr Munke, hat uns
über die Baustelle geführt und alle unsere
Fragen geduldig beantwortet. An dieser
Stelle noch einmal herzlichen Dank!
Teilnehmer Baufachseminar
vortragenden Rechtsanwälte aus Bayreuth, Dr. jur. Thomas Mronz und Johannes Schlegel, sind bei den Teilnehmern
gut angekommen. Sie haben anhand
von neueren Gerichtsurteilen den rechtlichen Rahmen von der Gestaltung des
Bauvertrags über die Bauausführung bis
zur Abnahme und Gewährleistung dargestellt. Es fand ein reger Austausch mit
den Seminarteilnehmern statt. Im Hinblick auf die vermutlich 2018 kommende
Novellierung des Bauvertragsrechts ist
eine Fortsetzung der Zusammenarbeit
mit den Referenten angesagt.
Die erste Baustelle in diesem Jahr haben
wir am 29. April besichtigt: den Neubau
des Sparkassenkundenhauses in Bayreuth, den uns der Architekt Peter Kuhn
bei der Mitgliederversammlung im letz-
Teilnehmer Baustellenbesichtigung Sparkassenkundenhaus
ten Jahr vorgestellt hatte. Das Gebäude
entsteht an prominenter Stelle am Luitpoldplatz in Bayreuth auf dem Gelände
In meiner Eigenschaft als Regionalbeauftragter für Oberfranken der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau hatte
ich für den 11. Mai 2016 einen Vortrag
über den Bau der Sundsvall Brücke in
Schweden organisiert. Mit diesem Vortrag zur Baukultur sollten die Leistungen
der Ingenieure des Bauwesens öffentlich
dargestellt werden. Rund 30 Teilnehmer
sind der Einladung gefolgt und haben
sich vom Preisträger des Ingenieurpreises des Deutschen Stahlbaus 2015,
Dipl.-Ing. (FH) Stephan Lüttger, den Bau
der Brücke, ca. 400 km nördlich Stockholm, erläutern lassen. Der 1.400 m lange Brückenüberbau aus Stahl wurde im
Werk in der Oberpfalz in 640 Segmenten hergestellt, die gerade noch für den
Transport über Land geeignet waren.
Diese Teilstücke wurden dann über den
Rhein-Main-Donau-Kanal nach Rotter-
Sparkassenkundenhaus Fassadenplatten aus Sandstein
18
dam und weiter nach Stettin verschifft.
BDB-Nachrichten 2/2016
BG Bayreuth
Landesgartenschau BT 2016
Vortrag Sundsvallbrücke – v. l.: Hans-Günter Schneider und Referent
Stephan Lüttger
Hier wurden die Segmente zu bis zu 170 m langen Brückenelementen zusammengeschweißt und dann ca. 1.100 km über die
Ostsee zum Einbauort transportiert. – Eine logistische Meisterleistung! Die ansprechend gestaltete Autobahn-Brücke wurde
im Jahre 2015 dem Verkehr übergeben. Grußworte seitens des
Hausherrn, der HWK Bayreuth, und unseres Kammerpräsidenten Dr. Schroeter umrahmten die Veranstaltung.
Am 13. Mai haben wir mit 23 BDBlern und Gästen die Landesgartenschau 2016 in Bayreuth besucht. Im Rahmen einer
Führung wurden uns von Frau Lenz die einzelnen Gestaltungsschwerpunkte der Ausstellung erläutert. In dem weitläufigen Park sind mehrere sogenannte Kabinette entstanden,
deren Stützmauern aus mehrfarbig eingefärbten Beton errichtet sind. Diese Kabinette, wie auch Sportgeräte u. ä., werden
auch im Sinne der Nachhaltigkeit weiterhin bestehen – hierdurch bleibt der Stadt Bayreuth ein vielfältig nutzbarer Park in
der Zukunft. Ein Rundgang über das gesamte Gelände nimmt
mehrere Stunden Zeit in Anspruch, eine Zwischenstation war
die von der BG Bayreuth in der Nähe des Gourmetkabinetts
am Hauptweg gestiftete Sitzbank, auf der zehn Personen
Platz finden. Die Landesgartenschau dauert noch bis zum 09.
Oktober. Sie lohnt sich! Falls andere Bezirksgruppen einen
Besuch planen, begrüßen wir sie gerne in Bayreuth!
LGS Kabinette
Auf eine weitere Veranstaltung möchte ich Sie aufmerksam machen: Vom 09. – 11. September 2016 wollen wir eine Studienfahrt mit Architekturschwerpunkten nach Stuttgart
durchführen. Der Reisebus startet am Freitag um 07:00 Uhr
in Bayreuth. Die Anreise führt über Bamberg und Würzburg
nach Stuttgart – Zustiegsmöglichkeiten können mit uns vereinbart werden. Die ausführliche Reisebeschreibung sowie
die Anmeldung mit den Reisekosten finden Sie auf unserer
Homepage unter www.bdb-bayreuth.de. Ich würde mich freuen, wenn wir auch Mitglieder und Gäste aus anderen Bezirksgruppen zu der Reise begrüßen dürfen!
Die aktuellen Veranstaltungshinweise finden Sie hier im Heft
unter „Bezirksgruppentermine“ und natürlich auch auf unserer
Homepage unter „Veranstaltungen“.
Bereits am 21. Februar 2016 ist im Alter von 79 Jahren unser
langjähriges Mitglied Lothar Peschel verstorben. Wir werden
ihm ein ehrendes Andenken bewahren!
Dr. Hans-Günter Schneider
LGS Teilnehmer mit Bank
BDB-Nachrichten 2/2016
19
BG Ingolstadt
Vortragsabend „Menschen ein Zuhause bauen“ in der
TH Ingolstadt
Für unsere diesjährige Auftaktveranstaltung haben wir uns in der BG Ingolstadt
das Jahresleitthema als Motto genommen. Wir konnten drei hochkarätige
Referenten für unseren Vortragsabend
„Menschen ein Zuhause bauen“ gewinnen. Ort des Geschehens war die
THI, für viele Besucher schon alleine ein
Highlight.
Den Beginn machte BDB-Kollege David
Meuer aus München in seiner charmanten und überzeugenden Vortragsweise.
Er bewies anhand zahlreicher eigener
Objekte, dass man auch in Modulbauweise anständige und einfache, aber
gut nutzbare Gebäude erstellen kann.
Das Münchener Preisgefüge führte allerdings beim Publikum aus der Großregion Ingolstadt doch zu hörbarem
Luftschnappen.
Unser nächster Redner war Alexander
Bendzko, Technischer Leiter und Prokurist der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt. Er bot einen beeindruckenden Überblick über
die vielfältigen Wohnanlagen der „Gemeinnützigen“. Die GWG legt bei ihren
herausragenden, oft preisgekrönten
Objekten auf vier Aspekte besonderes
Augenmerk, nämlich hohe Qualität bei
Gestaltung und Städtebau, technischer
Ausführung, Baubiologie und -ökologie
sowie angenehmer Bewohnbarkeit.
Das Finale Furioso der Vorträge bildete
die sehr lebhafte Darstellung des vielbeachteten Reihenhausprojektes von
Markus Gildner. Er zeigte, dass man
auch mit „normaler“ Bauweise einfache, aber gute Wohngebäude zu einem
günstigen Preis in einem halben Jahr
Bauzeit ohne Probleme erstellen kann.
Die bei den drei Kurzvorträgen gewonnen Eindrücke wurden dann noch bei
Canapees und Getränken von einem erfreulich großen Teil der Gäste untereinander und mit den Referenten diskutiert.
Besonders gefreut hat uns, dass auch
zahlreiche Vertreter des Staatlichen
Bauamtes Ingolstadt, des Stadtplanungsamtes Ingolstadt sowie aus der
Kommunalpolitik der weiteren Region
gekommen sind und eine sehr positive
Resonanz gegeben haben.
Ulrike Steinbach
20
BDB-Nachrichten 2/2016
BG Ingolstadt
Besuch des BIMiD-Referenzobjektes OfficeCenter Ingolstadt
Ich mache BIM – aber welches?
Dieser Frage gingen wir in Ingolstadt beim Besuch des OfficeCenters Ende April nach. BDB-Kollege Franz Madl setzt in
seinem Planungsbüro BIM seit Jahren um und ist darum prädestiniert für die Beteiligung an dem Pilotprojekt OfficeCenter.
Wegen der Vielzahl an interessierten Besuchern, darunter eine
Studentengruppe der Jade Hochschule Oldenburg, wurden
vier Gruppen gebildet, die durch die beeindruckende Baustelle geführt wurden.
Die großen Spannweiten unter hohen Lasten sowie die geforderte enorme Präzision im Bereich der Fassadenelemente sind schon ganz beachtlich. Hier zeigt sich ein Vorteil der
BIM-Baustelle, da durch die lückenlose Kontrolle und den laufenden Vergleich von Soll- und Ist-Zustand der Bauteile fatale
Maßungenauigkeiten verhindert werden.
Im Anschluss an die Begehung gab es im benachbarten Oldtimermuseum einen kleinen Sektempfang und drei Kurzvorträge zum Thema BIM. Franz Madl schilderte seine Erfahrungen
aus Sicht des Generalplaners, Peter Noisten vom Fraunhoferinstitut berichtete, wie das Projekt wissenschaftlich begleitet
und ausgewertet wird und Bernhard Heilmeier beschrieb mit
viel Verve BIM aus dem Blickwinkel der ausführenden Bauunternehmung Klebl.
Zusammenfassend lassen sich drei Punkte festhalten:
• BIM – aber welches?
Da jeder unter dem Akronym etwas anderes versteht, ist es
sehr wichtig, für sich selbst als erstes zu definieren, was
man durch die Anwendung von BIM erreichen will. Für den
Einstieg sollte man zunächst nur wenige Attribute auf die
3D-Pläne aufsatteln, um nicht den Überblick zu verlieren
und das Modell schwerfällig zu machen.
BDB-Nachrichten 2/2016
• BIM-Software gibt es nicht.
Obwohl jeder Softwäre-Hersteller behauptet, sein CAD-,
Statik- oder sonstiges Programm sei BIM-fähig, scheitert
der Einsatz in einem BIM-Projekt an den nicht vorhandenen
Schnittstellen. Diese hat sich Franz Madl daher kurzerhand
selbst geschaffen und dazu in seinem Planungsbüro eine
eigene Programmierabteilung eingerichtet.
• BIM funktioniert nur in einer Gemeinschaft aus leistungsfähigen und vertrauensvoll zusammenwirkenden Partnern.
Durch den ständigen Vergleich von geplanter und gebauter
Wirklichkeit können mögliche Diskrepanzen frühzeitig entdeckt und gemeinsam ausgeräumt werden, statt später den
schwarzen Peter hin und her zu schieben.
21
BG Ingolstadt
Somit stellt die Planung, Umsetzung und Betrieb eines Gebäudes mit BIM erst einmal einen deutlichen Mehraufwand
auf der Planer- und Firmenseite dar. Andererseits ergeben sich
Einsparungen durch Optimierung von Bauabläufen und geringeren Mängeln sowie beim Betrieb. Die dadurch nötigen Verschiebungen der Leistungen und Kosten (mehr für Planung,
weniger für Änderungen und vermiedene „Reibungsverluste“)
müssen aber erst noch in der Vertrags- und Honorargestaltung abgebildet werden.
Insgesamt ist also BIM vielversprechend, noch längst nicht so
weit gediehen, wie mancher glauben machen will und bietet
uns Planern und Bauschaffenden noch einen großen Gestaltungsspielraum. Diesen sollten wir gemeinsam aufgreifen und
in unserem Sinne gestalten.
Ulrike Steinbach
Jahresprogramm 2016
Jahresleitthema 2016: „Menschen ein Zuhause bauen“
Vortragsabend „Menschen ein Zuhause bauen“
Technische Hochschule Ingolstadt, Hörsaal E101, Beginn 19.00 Uhr
7. April
Objektbesichtigung Office-Center, BIMiD-Pilotprojekt
Beginn 16.00 Uhr
26. April
Vortrag „Betoninstandsetzung“
Technische Hochschule Ingolstadt, Beginn 19.00 Uhr
12. Mai
Espace + Goût mit Fachvortrag Haustechnik „Küche und Strom“
Gasthaus Stark, Wolkertshofen, Beginn 18.00 Uhr
24. Juni
Ausflug zur Landesgartenschau nach Bayreuth
Treffpunkt 7.40 Uhr am Hauptbahnhof Ingolstadt
23. Juli
Biergartenbesuch
Biergarten am Künettegraben, Beginn 18.00 Uhr
4. Aug.
Foren Kammerpolitik und Berufspolitik
13.30 – 18.00 Uhr in der Geschäftsstelle München
23. Sept.
Besuch einer Baustelle
Treffpunkt wird noch bekanntgegeben
6. Okt.
Vortragsabend „Ressourcenschonendes Bauen“
Technische Hochschule Ingolstadt, Beginn 19.00 Uhr
10. Nov.
Weihnachtsessen
Lokal und Uhrzeit werden noch bekanntgegeben
1. Dez.
Außerdem wird es in diesem Jahr ein Seminar „Zeitmanagement“ geben.
Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.
22
BDB-Nachrichten 2/2016
BG Ingolstadt
Vortragsabend „Betoninstandsetzung“ in der TH Ingolstadt
Bei unserer dritten Veranstaltung dieses Jahr ging es um Betoninstandsetzung jenseits der technischen Richtlinien. Bei
älteren Betongebäuden steht man ja häufig vor der Herausforderung, die oft kunstvoll gestaltete Oberfläche erhalten
zu sollen. Die aufwendige Schaltechnik zeichnet sich in der
Oberflächenstruktur ab und bestimmt das Erscheinungsbild.
Bei einer Sanierung gemäß RILI-SIB müsste jedoch gerade
die Oberfläche bis auf die Bewehrung entfernt oder mit einer dicken CO2-dichten Beschichtung überdeckt werden. Das
einzigartige Aussehen des Bauwerkes wäre dann unwiederbringlich verloren.
Es gibt aber in vielen Fällen auch noch andere Wege, das Bauwerk in seinem Gefüge und äußerem Gepräge zu erhalten.
Grundlage für eine erfolgversprechende Instandsetzung ist
dabei eine eingehende Voruntersuchung. Dabei wird eruiert,
wie weit der Karbonatisierungshorizont ins Innere des Betons
gewandert ist.
Liegt er noch weit außerhalb der Bewehrung und ist der Beton
bereits etwas älter, so sind an intakten Bereichen keine Maßnahmen notwendig. Nach etwa 40 Jahren stoppt nämlich das
Vordringen des Karbonatisierungshorizontes, da durch die
Karbonatisierung der Beton härter wird und das CO2 aus der
Luft nicht weiter ins Bauteil eindringen kann. Lediglich punktuelle Reparaturmaßnahmen an Stellen mit Schäden, z. B. infolge einzelner weiter außen liegender Stahlteile, sind dann
erforderlich.
Ist der Karbonatisierungshorizont bereits hinter die Bewehrung gewandert, so besteht Rostgefahr bei Wasserzutritt. Hier
ist es für eine CO2-Abdichtung schon zu spät und man kann
sie sich sparen. Der Stahl wird ja nicht durch das CO2 angegriffen, sondern durch Wasser im nichtalkalischen Milieu. Um
Rostbildung zu verhindern, reicht es deshalb aus, Wasserzutritt zu verhindern. Dies kann man durch eine Hydrophobierung erreichen, die das Erscheinungsbild wesentlich weniger
beeinträchtigt und zudem deutlich kostengünstiger ist als eine
CO2-Abdichtung.
Grenzwertig ist die Situation, wenn der Karbonatisierungshorizont knapp außerhalb der Bewehrung liegt. Dann ist sorgfältig
abzuwägen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Beton noch bis zur Bewehrung durchkarbonatisiert und welche
Maßnahmen bei schlechter Prognose ergriffen werden sollen.
Je größer die Betonfestigkeit ist (die bei der Voruntersuchung
zerstörungsfrei geprüft werden kann), desto langsamer schreitet die Karbonatisierung fort. Entscheidend ist also Alter und
Festigkeit des Betons, um abschätzen zu können, ob die Gefahr besteht, dass die Bewehrung durch die Karbonatisierung
erreicht werden wird. Man kann in diesem Fall entweder CO2dicht beschichten oder das Gebäude weiter beobachten und
nötigenfalls später hydrophobieren.
BDB-Nachrichten 2/2016
Als gelungenes Instandsetzungsbeispiel stellte Frau Hamacher das Kongresszentrum Augsburg vor. Aufgrund der exzellenten Betonqualität und des bemerkenswerten Einsatzes der
äußerst sorgfältig ausgeführten Brettschalung als Schmuckelement einigten sich Planer, Bauherr und Denkmalschützer
darauf, die Oberfläche so weit wie möglich zu erhalten. Lediglich punktuell wurden Schadstellen durch Freilegen und
Entrosten der Bewehrung mit anschließendem Ergänzungsmörtelauftrag saniert und danach retuschiert. Dann wurde die
trotz allem unterschiedliche Färbung der bearbeiteten und der
originalen Flächen durch eine vollflächige mineralische Lasur
angeglichen. Zuletzt wurde sicherheitshalber die gesamte
Oberfläche hydrophobiert, obwohl dies wegen guter Betondeckung und hoher Betonfestigkeit nicht nötig gewesen wäre.
Zu beachten ist, dass sowohl eine CO2-dichte Beschichtung
als auch eine Hydrophobierung nach einiger Zeit gewartet
bzw. erneuert werden müssen. Eine wiederholte Kontrolle ist
deshalb in jedem Falle nötig und die Erstellung eines Wartungsplanes unbedingt zu empfehlen.
Das zweite Beispiel war die Einfriedung eines Realschulhofes
in Passau, Baujahr 1907 – auch aus dieser Zeit sind Beton23
BG Ingolstadt
bauten vorhanden. Damals steckte freilich die Betontechnik
noch in den Anfängen und dementsprechend vielfältig sind die
Bauweisen. Im vorliegenden Fall war die Einfriedung bereits
teilweise stark abgewittert und die ursprünglich handwerklich bearbeitete naturstein-imitierende Oberfläche großenteils
sehr rau. Bei dieser Hofeinfassung wurde eine genaue Schadenskartierung erstellt und auch die vorhandene Bauweise
und die Materialien analysiert. Es zeigte sich dabei, dass nur
ganz wenig Bewehrung gezielt eingesetzt worden war. Verwendet wurde Stampfbeton, der naturgemäß nur eine geringe Festigkeit besitzt und dementsprechend Rostschäden an
der Bewehrung aufwies. Es zeigte sich, dass im oberflächennahen Bereich Zuschläge mit feinerer Sieblinie und innen eher
grober Beton eingebaut wurde. Vermeintliche Horizontalrisse
entpuppten sich als Arbeitsfugen des Betoniervorganges.
Derzeit wird ein detaillierter Instandsetzungsplan erstellt, um
mit möglichst geringem Aufwand die Umfassungsmauer zu
erhalten, das Erscheinungsbild in dem jetzigen gealterten
Zustand zu bewahren und weitere Schäden zu vermeiden.
Wichtig ist dabei, dass die eingesetzten Reparaturmörtel von
ihrer chemischen Zusammensetzung und Festigkeitseigenschaften zum Bestandsbeton passen, um Schäden im Übergangsbereich zu vermeiden. Auch wird wie oben schon erwähnt, ein Wartungsplan ausgearbeitet, um die Dauerhaftigkeit sicherzustellen.
Diese Beispiele für eigenständig geplante Instandsetzungen
eines bedeutenden Betonbauwerkes aus den 1950er Jahren
sowie eines historischen Betonbauteiles boten für die anwesenden Architekten, Ingenieure und Unternehmer etliche neue
Erkenntnisse und eröffneten teilweise eine neue Sicht auf alte Betonbauwerke. Die Resonanz an diesem Abend war jedenfalls sehr positiv und beim anschließenden Imbiss konnten die Teilnehmer auch Kontakte knüpfen und Erfahrungen
austauschen.
Ulrike Steinbach
Auf der Webseite des BDB Bayern finden Sie ständig aktualisierte
Informationen, Seminartermine, Veranstaltungen und vieles mehr:
>> www.bdb-bayern.de <<
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BDB-Nachrichten 2/2016
BG München
Alles beim Alten – und doch Vieles neu
Zwei Tage nach dem diesjährigen Landesverbandstag (LVT) in
Regensburg, trafen sich ca. 20 Mitglieder der BG München im
Hofbräuhaus am Platzl zur Jahreshauptversammlung.
David M. Meuer als Ressortleiter Architekten (Land)
Milko Falke als stellv. Ressortleiter Ingenieure (Land)
Christoph Messow als BG-Regionalverterter Süd (Land)
Der erste Vorsitzende der BG München – Christoph Messow –
begrüßte alle Gäste recht herzlich und berichtete über die Bezirksgruppe und die Neuerungen, die auf dem LVT beschlossen wurden. Unter Anderem wurde ein Antrag gestellt, indem
der Delegiertenschlüssel von 50 Mitgliedern verändert werden
solle. Hintergrund ist, bei abnehmenden Mitgliederzahlen eine
ausgewogene Diskussionskultur beibehalten zu können.
Christoph Messow berichtete über die Veranstaltungen, Verbandsarbeit, Messen und Events der BG München in der Vergangenheit und über in Vorbereitung bestehende Aktivitäten.
Dies ist zum Beispiel das Seminar über Feuchtschutz und
Bauabdichtung am 20.10.2016 in München – für Mitglieder
der BG München tragen die Seminarkosten die BG München.
Bei einem Delegiertenschlüssel von 40 Mitgliedern wären es
für die BG München somit dann 6 Delegierte, bei einem Delegiertenschlüssel von 35 7 und bei einem Delegiertenschlüssel
von 30 sogar 8 Delegierte.
Im Anschluss folgten die Berichte des Schatzmeisters (Dieter Schacherl), der Kassenbericht und der Bericht vom Bund
durch Klaus Schneider als Präsidiumsmitglied des BDB Bund.
Neu ist auch die Broschüre „10 gute Gründe für Ihre Mitgliedschaft im BDB“, die bei der JHV verteilt wurde. Nähere Infos
finden Sie auch auf www.12000profis.de.
Seit Januar 2016 ist Bernadette Lwowski in der Geschäftsstelle tätig, da Lioba Gieles kurz vor Ostern Mutter einer kleinen
Tochter geworden ist und künftig nur noch in Teilzeit zur Verfügung steht.
Es sind von der BG und dem Landesverband auch noch einige Veranstaltungen geplant, wie z. B. zum diesjährigen BDBJahresleitthema „Menschen ein Zuhause bauen“.
Vieles wurde auf Landesebene gemäß den zurückliegenden
Baumeistertagen umgesetzt. Seien es die regelmäßigen Kammerarbeits- und Berufspolitiktreffen, der jährliche Neujahrsempfang (beides in München) oder Exkursionen, wie z. B.
nach Innsbruck, die BG-übergreifend angeboten wurden.
Auf dem LVT in Regensburg wurden einige Vorstandsposten
neu gewählt. Marion Bartl trat nicht erneut zur Wahl der Vorstandsvorsitzenden an.
Anschließend folgten die Wahlen in der JHV mit folgenden
Ergebnissen:
Vorstandsitz: Christoph Messow und Christa Schicker
Berater:
David M. Meuer (Beisitzer Architekten)
Milko Falke (Beisitzer Ingenieure)
Franz Sogerer (Beisitzer Homepage)
Der neue erste Landesvorsitzende des LV Bayern ist Mario
Mirbach (Architekt), als stellv. Landesvorsitzender wurde Alexander Lyssoudis (Ingenieur) gewählt.
Walter von Wittke bleibt weiterhin der Vorsitzende für Finanzen und auch fast alle anderen Positionen (Ressortleiter/Innen) sind auf Landesebene gleich besetzt geblieben.
Zwei Neuerungen gibt es hier allerdings: Marion Bartl als Beraterin für Vorstandsangelegenheiten und Rudolf Scherzer als
Berater für techn. Regelungen und Normungen.
Die BG München ist im Landesverband sehr stark vertreten,
u. a. durch:
Klaus Schneider als Präsidiumsmitglied (Bund)
Alexander Lyssoudis als stellv. Vorsitzender (Land)
BDB-Nachrichten 2/2016
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BG München
Folgende Delegierte wurden gewählt: Christoph Messow,
Christa Schicker, David M. Meuer, Milko Falke
40 J. Wilhelm Batz
40 J. Hans Baumann
und als Nachrücker: Franz Sogerer, Willi Batz, Georg Gaßner
50 J. Albert Gruber
50 J. Mac Kneissl
50 J. Joachim Liehe
Willi Batz wurde als einziger Anwesender von Christoph
Messow auch und insbesonders für seine höchst engagierte Mitgliedschaft beim BDB geehrt. Letztlich war Batz früher
u. a. auch Vorstandsvorsitzender der BG München, der seinen
Nachfolger Messow aber stets mit großem Vertrauen nach der
Amtszeit von Batz „einfach mal machen hat lassen“, wofür
sich Messow bei ihm herzlich bedankte.
Ab 19:30 Uhr wurde für die Mitglieder der Bezirksgruppe
München und deren Gäste im Erkersaal zur Baumeistertafel
aufgetischt.
Es war ein geselliges und amüsantes Beisammensein von ungefähr 35 Personen.
Während der Baumeistertafel wurden folgende Mitglieder für
ihre Treue zum Verband geehrt:
25 J. Sabine Hartlich-Lindauer
25 J. Georg Gaßner
25 J. Markus Rickerl
Postlerheim im Stadtteil München-Solln
Bilder: Fotografie Reiner Pohl
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BDB-Nachrichten 2/2016
BG München
Wir brennen fürs Grillen
oder: wie aus Baumeistern (angehende) Grillmeister wurden
Ein paar Mitglieder der Bezirksgruppe München brennen für
das Grillen. Deshalb trafen sie sich am letzten Aprilwochenende zu einem Grillkurs in München-Waldperlach.
Erwin Bauer lud in seinen Garten, wo er seit über neun Jahren
mit seiner „1. Münchner Grillschule - Chilli & Chill“, allen Grillfreunden ein Wissen und Können vermittelt.
Denn ihm ist wichtig, dass dieses Lernen mit Spaß verbunden
ist, und genau das merkt man ihm auch an.
Mit viel Lachen, lustigen Gesprächen und einem Urbayern als
Lehrer ging´s für jeden direkt zur Sache.
Mit Speck fängt man ja bekanntlich Mäuse. Doch dass dieser Speck bzw. dieses Fett als Geschmacksverstärker dient,
war vielen von uns neu und zündete ein Feuerwerk in unseren
Mündern.
Wir schnitten beinahe mit chirurgischer Sorgfalt ein wenig in
unsere rohen Rheinischen Würstl, füllten sie mit Frischkäse,
Pflaumen und umwickelten sie mit Speck. Wir fühlten uns wie
Chefärzte während einer siebenstündigen OP. Das Ergebnis:
Einfach nur lecker.
Wir bemerkten sehr schnell, dass man gar nicht so viele Soßen oder Gewürze benutzen muss, um wirklich gutes Grillessen zu kreieren.
Lachs, Gemüsepfanne, Lammkotelett, Pizza und Steak – alles
Dinge, die wir noch so grillten. Aber lassen wir die Bilder für
sich sprechen:
BDB-Nachrichten 2/2016
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BG München
Natürlich gab es auch etwas Süßes auf den Grill, wie z. B.
die mit Toffifee gefüllten Blätterteigtaschen! Was für ein Nachtisch! Oder für diejenigen, die es eher herzhaft wollen, kann
man diese Blätterteigtaschen auch mit Feta füllen. Wichtig dabei ist zu wissen, dass Rohes am Ende auch roh bleibt.
Zudem verblüfften uns völlig neue Erkenntnisse und ließen so
manchem Mann Angstschweiß aus allen Poren auf die Stirn
treten. Ich spreche von denen, die als „Dauer-Wender“ des
Fleisches bekannt sind. Und wer kennt sie nicht!?
Sie sagen immer, dass sie am Grill stehen bleiben müssen,
damit nichts anbrennt und sie sich bedienen lassen können.
Doch das, liebe Männer, muss nicht wirklich so sein. Denn,
wie wir lernten, ist Fleisch nichts anderes als ein Muskel, der
sich zuerst zusammenzieht und sich später wieder ausdehnt.
Auch lernten wir, dass es mit Puderzucker keine Zuckernester
gibt und dass die amerikanischen Anschlüsse eines Gasgrills
nicht auf unsere passen. Wow! Zudem erfuhren wir, dass man
zum Überprüfen der Schläuche Seifenlauge nimmt, und dass
alle brennbaren Dinge ein Links-Gewinde besitzen.
Weiteres Insider-Wissen will ich nicht verraten! Denn offene
Fragen bleiben: Wo kann ich was (vom Fleisch bis zum Messer) am besten einkaufen? Welche leckeren Dips hat Herr
Bauer selbst erfunden und wie lauten seine Rezepte? Auch
das soll hier nicht verraten werden. Dieses Wissen bekommen
nämlich nur diejenigen (ausführlich nachgereicht), die auch
dabei waren. Also, vielleicht sieht man sich ja zum nächsten
Mal, wenn die BG München wieder einen Grillkurs anbietet …
es wird sicher nicht der letzte sein.
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BDB-Nachrichten 2/2016
BG Regensburg
Auf den Spuren von Zaha Hadid, David Chipperfield
und Ben van Berkel.
Exkursion nach Innsbruck, am 15. bis 17.04.2016
Die Stadt Innsbruck entwickelte sich in den letzten Jahren
zu einem wahren Sammelbecken moderner Architektur, mit
berühmten Bauwerken von Zaha Hadid, Dominique Perrault,
Heinz Tesar, David Chipperfield und viele weitere. Somit boten
sich hier für uns jede Menge Gründe, der Stadt mal einen Besuch abzustatten.
Die Reise begann Freitag, früh morgens am Regensburger
Hauptbahnhof, wo wir uns zunächst noch als kleine Gruppe
trafen. Weitere Mitglieder aus anderen Bezirksgruppen stießen dann in München zu uns, bis wir auf insgesamt 14 Teilnehmer gewachsen waren und die Fahrt Richtung Süden fortsetzten. Unser Verkehrsmittel, die Bahn erlaubte es uns, dass
die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Richtungen aus
anreisen konnten.
In Innsbruck angekommen wurden wir sogleich von Shirley,
unserer ortskundigen Exkursionsbegleiterin, empfangen. Am
Innsbrucker Bahnhof, geplant von Riegler Riewe Architekten,
standen wir schon mitten in unserer ersten Besichtigung. Es
folgte ein kleiner Spaziergang zum Hotel Central, um dort unser Gepäck zu verstauen. Dann ging es sofort weiter im Programm mit der Besichtigung der Innenstadt. Unsere nächsten Ziele waren das BTV von Tesar, Kaufhaus Tyrol von Chipperfield, Buchandlung Wiederin von Köberl, Rathausgalerien
von Perrault, Höttinger Friedhof, Landhausplatz und das Umspannwerk von UN Studio.
Am späten Nachmittag trafen wir uns mit Arno Ritter dem Leiter des „aut“ (Architektur und Tirol), einem Architekturforum
mit unterschiedlichsten Aktivitäten rund um das Thema Architektur. Als Zentrum des „aut“ gilt das in den 20er Jahren
gebaute Sudhaus der Brauerei Adambräu. Das Gebäude erfuhr vor kurzem einen Umbau zum Ausstellungsgebäude für
Baukunst, Fotografie und eben auch als Architekturforum für
diverse Veranstaltungen. Ohne die bisherige Struktur zu zerstören wurde das Industriedenkmal von den Innsbrucker Architekten Köberl, Giner, Wucherer und Pfeifer zu diesem neuen Nutzungskonzept transformiert.
Ein weiteres Projekt von Arno Ritter ist eine Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche, genannt „Bilding“.
Dieses futuristisch anmutende Gebäude stellte sich bei näherer
Betrachtung als simple Holzbaukonstruktion heraus, die mit
einfachsten Mitteln errichtet wurde und eher experimentellen
Charakter besitzt. Wir waren tief beeindruckt über die Entstehungsgeschichte dieses Projekts, das an einem sozialen Brennpunkt der Stadt steht. Das Gebäude dient nun zum einen als
Initiator zur Ortsaufwertung, aber vor Allem seiner eigentlichen
Funktion der Baukulturvermittlung an Kinder und Jugendliche.
BDB-Nachrichten 2/2016
Diskussionsrunde mit Arno Ritter im Adambräu
„Bilding“, entworfen und gebaut von den Studierenden des Studio3,
Institut für experimentelle Architektur der Universität Innsbruck
Rathaus Galerien, Dominique Perrault
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BG Regensburg
Gruppenfoto auf dem Hafelekar
Hungerburgbahn, Zaha Hadid – Fotos: Silke Bausenwein
Am Samstag starteten wir früh morgens mit der Hungerburgbahn, einer neu gebauten Standseilbahn, von der Innenstadt
aus zu den nahegelegenen Bergen. Die Stationen der Bahn
wurden von Zaha Hadid in Anlehnung an Gletschereisformen
gestaltet.
Mit einer weiteren Seilbahn fuhren wir dann bis an den Gipfel Hafelekar, hoch über Innsbruck. Plötzlich fanden wir uns
winterlichen Bedingungen ausgesetzt. Neben uns kamen
immer wieder Wintersportler mit Snowboards oder Fiegel, einem typischen Innsbrucker Wintersportgerät, vorbei. Ein ziemliches Kontrastprogramm zu unseren gestrigen
Architekturbesichtigungen.
Am Nachmittag, wieder zurück auf niederen Höhen und bei
herrlichsten Wetter begaben wir uns auf einen Almspaziergang bis zur neu errichteten Almhütte Umbrüggleralm, einem
interessanten Holzbau mit gelungener Kombination von traditioneller Holzbearbeitung und moderner Architektursprache.
Umbrüggler Alm, LAAC Architekten
Das wohl berühmteste Bauwerk der Stadt, die Skisprungschanze, geplant von Zaha Hadid, war letzter Programmpunkt
für diesen Tag.
Der Sonntag, unser letzter Exkursionstag, stand den Teilnehmern zur freien Verfügung, z. B. um das nahegelegene Svarovsky Museum zu besuchen, für einen Bummel durch die Altstadt oder zur weiteren Erkundung auf eigene Faust.
Nach diesem Wochenende kann man nur erstaunt sein über
diese vielfältige Stadt. Auch im Namen aller Teilnehmer möchte ich mich nochmal bei Silke Bausenwein für die gelungene
Organisation der Exkursion und ein äußerst abwechslungsreiches Programm bedanken.
Volker Schmidt
BDB Regensburg
Skisprungschanze, Zaha Hadid
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BDB-Nachrichten 2/2016
Hochschule Augsburg
Fassade 16: Opake Fassadenflächen – Konstruktion,
Bauphysik, Abwicklung
Tagung des Instituts für Bau und Immobilie der Hochschule Augsburg
Die Tagung Fassade 16 des Instituts für Bau und Immobilie
der Hochschule Augsburg fand am 25. Februar 2016 in der
Handwerkskammer für Schwaben statt.
Das Tagungsgremium Prof. Werner Jager, Prof. Dr. Elisabeth Krön, Prof. Dr. Timo Schmidt, Prof. Manfred Schnell und
Prof. Dr. Armin Schwab hatten wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Zum Schwerpunkt „Opake Fassadenflächen – Konstruktion, Bauphysik, Abwicklung“
leisteten die Referenten ihre Beiträge aus Entwurf und Gestaltung, Forschung und Planung, sowie Ausschreibung und
Fassadenmontage.
Nach der Begrüßung der über 230 anwesenden Fassadenexperten durch Vizepräsident Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair und Moderator Prof. Dr. Timo Schmidt (beide Hochschule Augsburg) starteten die Architekten Matthias Haber
und Markus Schubert (HildundK Architekten, München und
Berlin) mit ihrem Vortrag „Kleidungsstücke“. Sie schilderten
die Übertragung textiler Strukturen auf Gebäudefassaden anhand verschiedener Projekte und zeigten zum Beispiel das
AGFA Hochhaus in München, dessen Fassade der Struktur
von Flecht- oder Webarbeiten gleicht. Prof. Dr. Philipp Leistner (Universität Stuttgart) erläuterte anschließend den Zusammenhang zwischen Fassaden und Akustik im urbanen Raum.
Er machte deutlich, dass Fassaden entscheidend zur Reduzierung des Lärmpegels in Städten beitragen können, wenn
schallabsorbierende Materialien – zum Beispiel eine offenporöse Schicht wie Holzwolle mit entsprechender Beplankung
– an Fassaden zum Einsatz kämen. Leistner appellierte daran,
Prof. Timo Schmidt (links), Hochschule Augsburg, moderierte die
Tagung Fassade 16, Prof. Philip Leistner (rechts) von der Universität
Stuttgart sprach zu Fassade und Akustik im urbanen Raum.
Referenten und Moderatoren
BDB-Nachrichten 2/2016
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Hochschule Augsburg
Fassade 16 im ausverkauften Auditorium der Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg
das Thema Akustik nicht zu vernachlässigen, sondern frühzeitig in die Gebäude- und Fassadenplanung einzubeziehen.
Prof. Dr. Werner Jager (Hochschule Augsburg) referierte über
die thermische Wirkung von Fassaden im urbanen Raum und
Innenraum. Er machte deutlich, dass Fassaden aktiv dazu beitragen können, Überhitzungen in Städten zu reduzieren. Der
Schüssel hierfür ist die Verringerung der Oberflächentemperaturen von Fassaden durch Farbgebung, Einsatz von Phasenwechselmaterialien oder Begrünung. Zusätzliches Potenzial entfalten geschlossene Fassaden mit photokatalytischen
Oberflächen bei der Erhaltung bzw. Verbesserung der Luftqualität. Dr. Nobert Rehle (Rehle Ingenieure, Stuttgart) schilderte aus der Sicht des Tragwerksplaners das Thema „Standsicherheit von VHF“ und zeigte verschiedene Befestigungslösungen für schwere, vorgehängte Betonelemente.
Nach der Mittagspause stand der Praxisbezug im Vordergrund.
Christian Dworski (JH Development GmbH, München), schilderte seine Erfahrungen bei Ausschreibung und Vergabe von
Fassadenleistungen und wies anhand des Referenzobjekts
Schwabinger Tor in München auf Fallstricke und Lösungsmöglichkeiten hin. Markus Erhardt (Hemmerlein Ingenieurbau
GmbH, Bodenwöhr) zeigte ausgeklügelte Montagetechniken
tonnenschwerer Fassadenelemente aus Sichtbeton. Dr.-Ing.
Martien Teich (seele GmbH, Gersthofen) stellte Opake Fassadenanteile im integrativen Glas-Sandwichelement vor, und
Prof. Dr.-Ing. Christian Schuler (Hochschule München) bereicherte den Beitrag mit neuesten Ergebnissen aus dem Testlabor. Abschließend zeigte Thomas Toepfer (Rieder Smart Elements GmbH, A-Maishofen) Einbauoptionen von Faserbeton
als Gebäudehülle im vorgehängten hinterlüfteten System.
Weiterbildung zum Fachingenieur Fassade
Für Interessenten des einjährigen weiterbildenden Zertifikatsstudiums Fachingenieur Fassade (nächster Start am 26. September 2016) bieten die Offenen Seminare am 15. und 16. April sowie 14. Mai 2016 Gelegenheit zur detaillierten Information. Die neu erschienenen Studienunterlagen können jederzeit
angefordert werden.
Anmeldung zu den Offenen Seminaren sowie Info unter
www.hs-augsburg.de/ibi/
Matthias Haber (links), HildundK Architekten Berlin - München, mit
Prof. Timo Schmidt (rechts), Hochschule Augsburg, im Gespräch.
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BDB-Nachrichten 2/2016
Fachbericht
Neues Dachbahnsystem mit hoher Witterungs- und
Temperaturbeständigkeit für Temperaturen bis 120 °C
in der Klasse 3 nach ZVDH-Fachregel
Mit der neuen Dachunterspannbahn WÜTOP THERMO
ND PLUS 2SK, dem ebenfalls neuen Klebeband EURASOL
THERMO HT sowie dem Anschlusskleber WÜTOP WRD bietet Würth eine Systemlösung zur Dachabdichtung mit zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen.
Bei der WÜTOP THERMO ND PLUS 2SK handelt es sich um
eine hoch diffusionsoffene Unterdeck- und Unterspannbahn
auf Polyesterbasis. Sie verfügt über eine spezielle Beschichtung zur Direktauflage auf die Wärmedämmung bzw. Schalung bei belüfteten sowie unbelüfteten Steildächern. Wesentliche Produkteigenschaften sind die hohe Beständigkeit gegen
Witterungseinflüsse und ultraviolette Strahlung, das selbstständige Dichtverhalten bei Durchnagelung auf druckfester
Unterlage (Perforationssicherheit) sowie die hohe Temperaturbeständigkeit im Bereich von -40 bis 120 °C. Ein weiterer
wichtiger Vorteil liegt in der einfachen und schnellen Verlegung mit Hilfe der integrierten Selbstklebestreifen. In Verbindung mit dem Anschlusskleber WÜTOP WRD und dem Klebeband EURASOL THERMO HT steht dem Fachhandwerk
damit erstmals eine einfach anzuwendende Systemlösung zur
professionellen Dachabdichtung zur Verfügung, die eine Temperaturbeständigkeit bis zu 120 °C gewährleistet. Außerdem
erfüllt das Dachbahnsystem die Anforderungen der Klasse 3
(naht- und perforationsgesicherte Unterdeckung bzw. Unterspannung) des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und lässt sich somit auch sicher bei allen Dachkonstruktionen einsetzen, die die Regeldachneigung
unterschreiten.
gen nach ZVDH-Produktdatenblatt der Klasse UDB-A/USB-A
in vollem Umfang entspricht. Zudem eignet sich das Produkt
hervorragend als Vordeckung für Schiefer.
Zur sicheren Verklebung der Dachunterspannbahnen untereinander sowie die Verklebung mit WÜTOP Dampfsperren oder
-bremsen hat Würth das neue Klebeband EURASOL THERMO HT entwickelt. Es ist aus einer hochwertigen Spezialfolie gefertigt, die ein Fadengelege integriert und so zuverlässig
vor einer Überdehnung schützt. Der Klebstofffilm des EURASOL THERMO HT basiert auf einer speziellen lösemittelfreien Rezeptur. Sie bietet eine besonders hohe Anfangs- und
Dauerklebekraft und ermöglicht sichere Verklebungen bereits
bei niedrigen Temperaturen ab -10 °C bei einer Temperaturbeständigkeit bis 120°C. Zur wind- und regendichten Verklebung
der Dachunterspannbahn WÜTOP THERMO ND PLUS 2SK
mit der Dachkonstruktion dient der Anschlusskleber WÜTOP
WRD. Er besitzt eine lösemittelfreie und natursteinverträgliche
Formulierung, die bei der Verarbeitung leicht aufschäumt und
somit auch Nagel- und Tackerstellen sicher abdichtet.
Weiter Informationen finden Sie unter:
www.wuerth.de/ingenieure
Das innovative Dachbahnsystem gewährleistet bei Kombination mit einer WÜTOP Dampfbremse bzw. -sperre die
schnelle und einfache Herstellung luft- und winddichter Dachkonstruktionen gemäß den Vorschriften der Energieeinsparverordnung 2014. Dank der zehnjährigen Systemgarantie
hat der Anwender auch langfristig die Gewähr einer hohen
Funktionssicherheit.
Die neue Unterdeck- und Unterspannbahn WÜTOP THERMO ND PLUS 2SK als Herzstück des Dachbahnsystems von
Würth bietet dem Anwender weitreichende Vorteile. So gilt
sie im Sinne der gültigen ZVDH-Fachregeln als perforationssicher (nageldicht) sowie schlagregensicher. Dies bestätigen
ein Prüfzeugnis der Technischen Universität Berlin sowie zwei
Prüfberichte des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. Sämtliche
Prüfungen erfolgten in Anlehnung an die DIN EN 13111:200108. Weiterhin ist die WÜTOP THERMO ND PLUS 2SK problemlos als Behelfsdeckung einsetzbar, da sie den AnforderunBDB-Nachrichten 2/2016
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