Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf

INKLUSION: U-Bahnhöfe
bleiben vorerst ohne
Aufzug. S. 4
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KULTUR: Wie aus 15.000
Münzen ein Kunstwerk
entsteht. S. 7
Marzahn-Hellersdorfer
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Bezirks-Journal
Größte kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf – mit Lokalnachrichten von Ahrensfelde bis Mahlsdorf für 256.173 Menschen
www.bezirks-journal.de | www.lichtenbergmarzahnplus.de | www.facebook.de/bezirksjournalberlin | www.twitter.com/bezirks_journal | 3. Jhg. | Ausgabe 8 | 11. Aug. 2016
Zahl der Straftaten
geht zurück
STATISTIK: Im vergangenen Jahr vermeldete die Polizei
weniger Delikte. Ausruhen kann sie sich aber nicht.
B
erlin bleibt weiter ein Schwerpunkt der Kriminalität, wie aus
den jüngsten Zahlen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) hervorgeht. Aber: Während stadtweit die
Zahl der Straftaten um 4,9 Prozent auf
569.549 Delikte stieg, ging sie in Marzahn-Hellersdorf geringfügig zurück: Im
Bezirk sank die Zahl auf 23.245 (-1.040).
Am häufigsten musste die Polizei in den
Großsiedlungen tätig werden, während
in den gutbürgerlichen Kiezen – mit
Ausnahme von Einbruchsdelikten – die
wenigsten Straftaten registriert wurden.
In einigen Kiezen steigen die Fallzahlen sogar an. So lag der Fokus 2015 auf
Marzahn-Mitte, wo die meisten Straftaten (4.762) verübt wurden. Die wenigsten Delikte hingegen registrierten die Sicherheitsbehörden in Kaulsdorf (1.095).
Deutlich gesunken ist die Zahl der Delikte in Mahlsdorf um 39,9 Prozent.
Interessant ist ein Blick auf die sogenannten kiezbezogenen Straftaten:
Dabei handelt es sich nach Lesart der
Ermittlungsbehörden um Straftaten mit
einem regionalen Bezug des Täters. Im
Klartext heißt dies, dass der oder die Beschuldigte aus dem näheren Umfeld des
Tatortes stammt. Bei den sogenannten
kiezbezogenen Straftaten ist in MarzahnHellersdorf der Stadtteil HellersdorfNord mit 1.254 Straften Spitzenreiter,
wobei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent zurückging. Die wenigsten Fälle wurden in Kaulsdorf (168)
registriert. Stark rückläufig waren die
Zahlen in Mahlsdorf. Dort ging die Zahl
der Delikte von 225 auf 182 zurück – das
sind 19,1 Prozent weniger.
Seite 3
Eine ungewöhnliche Familie
Nazir Ahmad Samim floh vor den Taliban in Afghanistan und startet nun ein
neues Leben in Berlin. Dabei helfen ihm die beiden Marzahner Rentner Ulrich
und Bärbel Uffrecht, die den 27-Jährigen quasi als Enkelkind adoptiert haben.
Gemeinsam verbringen sie ihre Freizeit oder bewältigen die eine oder andere bürokratische Hürde. Die ganze Geschichte: Seite 6.
FOTO: M. GÄDING
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Bezirks-Leben
N AC H R I C H T E N
Möbelmarkt schafft
300 Arbeitsplätze
MAHLSDORF. An der Ecke Mahlsdorfer Straße und Pilgramer Straße haben
die Bauarbeiten für ein neues Porta-Einrichtungszentrum begonnen. Bis zum
Frühjahr 2017 entsteht für mehr als 50
Millionen Euro ein neues Möbelhaus,
das gleichzeitig 300 neue Arbeitsplätze
garantiert, wie die Unternehmensgruppe
Porta mitteilte. Es ist bundesweit das 23.
Porta-Einrichtungshaus mit separater
Küchenwelt. Nebenan entsteht ein Möbelmarkt der Marke BOSS Möbel. Auf
dem rund 120.000 Quadratmeter großen
Gelände wird es außerdem einen Hammer Heimtex-Markt, einen Fliesenmarkt
Keramundo sowie einen Markt der Firma Fliesen Discount geben.
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Nähcafé eröffnet im
Stadtteilzentrum
MARZAHN. Die Volkssolidarität hat
im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte ein
Interkulturelles Nähcafé eröffnet. Es soll
als Raum der Begegnung für neue und
alte Nachbarn dienen, teilte der Sozialverband mit. Im Nähcafé können sich
Frauen über gemeinsame Handarbeiten
bei einer Tasse Tee oder Kaffee besser
kennenlernen und austauschen. Das
Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte befindet sich in der Marzahner Promenade 38
in 12679 Berlin. Öffnungszeiten: Mo/ Di
10-16.30 Uhr, Do/ Fr 10-18 Uhr.
IGA-Projekte stellen
sich in Broschüre vor
MARZAHN-HELLERSDORF. Die an
der Internationalen Gartenschau 2017
teilnehmenden Projekte werden ab sofort in einer Broschüre vorgestellt. Das
30 Seiten starke Heft ist in einer ersten
Auflage von 7.500 Stück erschienen, teilte die IGA mit. Sie ist kostenfrei in der
bezirklichen Tourist-Info, in der IGAMarkthalle, bei den Projektpartnern sowie auf ausgewählten Messen, bei denen
sich der Bezirk präsentiert, erhältlich.
An einem Aufruf hatten sich insgesamt
59 Vereine, Institutionen und Einzelpersonen mit ihren Ideen für einen IGA-Ort
beteiligt. Inzwischen haben die prämierten Projekte mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen.
August 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf
Ein Weltacker zum Mitmachen
IGA 2017: Kleine und große Besucher können auf 2.000 Quadratmetern viel über
die Landwirtschaft lernen.
von Steffi Bey
W
er zum Weltacker will, muss
zunächst ein Stück wandern.
Ungefähr zehn Minuten dauert es vom U-Bahnhof Neue Grottkauer
Straße. Zunächst geht es über den Feldberger Ring, dann den Wuhlewanderweg
entlang bis zum grünen Metalltor. Dahinter beginnt die 2.000 Quadratmeter
große Fläche.
Auf den ersten Blick ist es ein Feld wie
andere auch: mit Getreide und Gemüse,
Futterpflanzen, Kräutern und Blumen.
Doch was auf diesem Marzahner Boden
wächst, wurde von Gerd Carlsson und
seinen Helfern vorher ganz genau berechnet. „Wir haben im gleichen Verhältnis das angebaut, was weltweit kultiviert
wird“, sagt der freundliche Gärtner.
Das bedeutet: Auf etwa einem Drittel
des Ackers wächst Getreide, auf dem
weitaus größeren Teil Soja und Mais.
Für Gemüse bleiben gerade einmal 84
Quadratmeter übrig, ganze 4,2 Prozent.
Wie kommt es zu so einer Aufteilung?
Der besondere Acker auf dem Gelände
der Internationalen Gartenausstellung
(IGA) zeigt, wie viel Ackerfläche jedem
Menschen rechnerisch zur Verfügung
steht. „Bei weltweit 1,4 Milliarden Hektar sind das rund 2.000 Quadratmeter
für jeden“, erklärt Luise Körner von der
Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Reicht
das? Mit dieser Ausgangsfrage wurde
vor drei Jahren das Projekt bereits in
Kladow gestartet. Mit dem Ergebnis: es
reicht. Ein Feld dieser Größe macht sogar mehr als einen Menschen ein ganzes
Jahr lang satt. „Wir wollen mit unserem
Projekt die Endlichkeit aller Ressourcen
und die vielschichtigen Zusammenhänge
anschaulich machen“, betont Luise Körner. Besucher können den eigenen „Flächenabdruck“ reflektieren und ihr Konsumverhalten in einen globalen Kontext
setzen.
Seit Anfang Mai ist das in Marzahn
möglich, denn die Initiatoren siedelten an
den östlichen Stadtrand um. Inzwischen
wächst und sprießt es auf dem langgezogenen Feld. Reichlich einen Meter hoch
zeigt sich der Bantam-Mais – eine alte
Sorte, genfrei natürlich. Überrascht ist
Gerd der Gärtner, aber vor allem vom
Gerd Carlsson ist der Gärtner auf dem Weltacker in Marzahn, das eine der Attraktionen
zur IGA 2017 in Berlin werden soll.
FALKO HOFFMANN
Reis, der auf dem frischen Boden gut
gedeiht. Ganz anders sieht es beim Weizen aus, gelbe Blätter und kleine Stiele
zeugen vom „Unwohlsein“, wie es der
Fachmann formuliert. Ursache sei der
neue, verdichtete Boden, der den Wurzeln nicht die Chance gibt, tief genug
vorzudringen. Deshalb soll nun Mulch
aufgebracht werden. Carlsson will Teile des Feldes mit Grünschnitt bedecken
und den Untergrund „lebendiger“ machen. Helfer sind dabei willkommen. Jeden dritten Donnerstag im Monat öffnet
derzeit der Weltacker für Besucher – zum
Mitmachen und Schauen.
In den Sommerferien gibt es spezielle
Workshops: Sie reichen vom Flächenbuffet über die Jagd auf Boden und den
langen Weg der Tomate vom spanischen
Gewächshaus bis auf den eigenen Teller.
Es gibt auch eine Ackerrallye, bei der geschätzt werden darf, wie viel Anbaufläche es beispielsweise für eine Spinatpizza
braucht.
Auf unterschiedlich großen Parzellen
demonstriert das Team zudem einige
Lieblingsspeisen von Kindern. So wachsen auf wenigen Quadratmetern unter
anderem die „Zutaten“ für Currywurst
mit Pommes: Futter für die Schweine,
Sonnenblumen für das Öl, Tomaten für
die Sauce und Kartoffeln für die Pommes.
Viele Kinder und Jugendliche waren
bereits in den zurückliegenden Wochen
auf dem Acker. „Die Marzahner sind
recht offen“, stellt Luise Körner fest.
Zwar würden sich anfangs einige vor
Regenwürmern und Käfern ekeln und
auch beim Messen der Erdfeuchtigkeit
zieren, doch das gebe sich schnell. Ein
Höhepunkt sei es für die Mädchen und
Jungen jedes Mal, wenn in der mobilen
Ackerküche gekocht und dann gemeinsam gegessen wird.
Weitere Infos über Workshops für Kinder und
Erwachsene unter Telefon: 030 28482324
oder www.2000m2.eu/de.
Bezirks-Leben
Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | August 2016
3
In Marzahn-Mitte ist es am gefährlichsten
STATISTIK: Die Zahl der Straftaten nimmt in der Menge ab. Aber es gibt Unterschiede in den Kiezen.
Fortsetzung von Seite 1
Schwerpunkt bei den Raubtaten
in Marzahn-Hellersdorf ist ebenfalls
Marzahn-Mitte mit 51 Fällen, gefolgt
von Marzahn-Süd mit 39 Fällen und
Hellersdorf Nord mit 33 Fällen. Am
wenigsten betroffen waren Kaulsdorf (3
Fälle), gefolgt von Mahlsdorf (4 Fälle).
Bei den Delikten wie Handatschenraub
oder Straßenraub belegte 2015 ebenfalls
Marzahn-Mitte mit 27 Straftaten den
ersten Platz, die wenigsten wurden in
Kaulsdorf gemeldet (1).
Rückläufig ist in Marzahn-Hellersdorf die Zahl der Körperverletzungsvergehen. In Marzahn-Mitte gab es mit
668 Fällen die meisten Delikte, während
Mahlsdorf mit 77 Fällen die wenigsten
Straftaten meldete.
Einen leichten Anstieg gibt es in Marzahn-Hellersdorf beim Thema Diebstahl: Die Zahl der Delikte stieg 2015
von 9.507 Fällen auf 9.624 Fälle. Spitzenreiter ist auch hier Marzahn-Mitte
(1.851 Fälle), gefolgt von Marzahn-Süd
(1.739 Fälle) und Hellersdorf Nord
(1.589 Fälle). Markant sind die Zahlen
aus Biesdorf, wo 1.288 Delikte – 15,8
Prozent mehr als 2014 – gemeldet wurden.
Die Nähe von Marzahn-Hellersdorf
zu Osteuropa ist ein Grund dafür, warum auch im vergangenen Jahr der Autoklau Hochkonjunktur hatte. Die Innenverwaltung meldet steigende Zahlen.
In Marzahn-Hellersdorf schnellte die
Zahl der registrierten Fälle von 477 auf
584 hoch. Ähnlich ist der Trend bei den
Fahrraddiebstählen: Dahingegen sank
die Zahl der gestohlenen Fahrräder von
1.173 auf 995. In Marzahn-Mitte gab es
sogar einen Rückgang um 31 Prozent.
Bei den Wohnraumeinbrüchen sind
die Einfamilienhausgebiete von Marzahn-Hellersdorf (Biesdorf, Mahlsdorf,
Kaulsdorf) am stärksten belastet. In
Biesdorf verdoppelten sich die Fälle um
Die Marzahner Promenade ist in mehrfacher Hinsicht ein Kriminalitätsschwerpunkt, während der Autoklau in allen Stadtteilen angeFOTOS: MARCEL GÄDING
stiegen ist.
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107 Prozent auf 169. Im gesamten Bezirk wurden 684 Fälle erfasst, 303 mehr
als im Vorjahr.
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Berlinweit konnten 2015 mit 150.434
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Tatverdächtigen 6.318 Beschuldigte
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mehr ermittelt werden, heißt es in der
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Statistik. Die Aufklärungsquote bei den
Straftaten lag bei 43,9 Prozent (2014:
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9
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Zhou‘s Five
4
Bezirks-Leben
August 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf
Plötzlich barrierefrei
INKLUSION: Um die U-Bahnhöfe im Bezirk mit einem Rollstuhl oder Rollator zu passieren, braucht es nicht
unbedingt einen Aufzug. Die BVG meint, es reichen auch die Rampen aus DDR-Zeiten.
von Birgitt Eltzel
I
n den neun oberirdisch liegenden
Bahnhöfen der U-Bahnlinie 5 ist bisher kein Umbau der noch aus DDRZeiten stammenden Fußgängerrampen
vorgesehen. Auch der Einbau von Aufzügen ist derzeit dort nicht geplant..
Obwohl die Rampen nicht der gültigen DIN-Norm entsprechen, wurden
sie in Abstimmung zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
inzwischen als „barrierefrei“ eingestuft.
Nur eine Ausnahme gibt es auf dem
Streckenabschnitt zwischen BiesdorfSüd und Hönow: Die Station Neue
Grottkauer Straße (ab 11. Dezember
Kienberg – Gärten der Welt), der künftige Hauptbahnhof zur Internationalen
Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017,
bekommt sowohl sanierte Rampen als
auch einen Aufzug. Die BVG hatte angekündigt, bis 2020 alle 173 U-Bahnhöfe in
Berlin barrierefrei auszubauen.
Dass die BVG die U-Bahnhöfe in
Marzahn-Hellersdorf mittlerweile als
barrierefrei betrachtet, wurde durch die
Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Alexander B. Herrmann (CDU)
publik. Herrmann, der seinen Wahlkreis
in Kaulsdorf-Nord und Hellersdorf-Süd
hat, hatte das Unternehmen um Auskunft gebeten. In seiner Bürgersprechstunde hatten sich zahlreiche Menschen
über die alten Rampen beschwert. Diese
haben einen höheren Neigungswinkel als
es nach der geltenden DIN-Norm 180241 erlaubt ist und sind insbesondere für
Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen oftmals nur schwer zu bewältigen. Zudem erreichte den Politiker wiederholt Kritik an der Sauberkeit dieser
Rampensysteme, die häufig als Toiletten
missbraucht werden und entsprechend
„duften“.
Noch im Herbst 2015 hatte der Bauleiter der BVG, Uwe Kutscher, bei einer
öffentlichen Vorstellung der Sanierungs-
Über Rampen geht es stufenlos auf den Bahnsteig.
FOTOS: BIRGITT ELTZEL
Die Zugänge der U-Bahnhöfe stammen noch aus DDR-Zeiten.
maßnahmen für die Station Neue Grottkauer Straße darüber informiert, dass die
Rampe dort – gebaut wie auch die auf
den anderen U-Bahnhöfen des Bezirks –
mit einem Neigungswinkel von 10 Prozent nicht mehr den heutigen Ansprü-
chen an Barrierefreiheit entspricht. Sie
soll nach Sanierung dennoch erhalten
bleiben – als Alternative zum Aufzug,
wenn es vor diesem während der IGA
zum Stau kommt.
Auf Anfrage bestätigt die Stadtent-
wicklungsverwaltung die Einigung mit
der BVG. „In Abstimmung mit dem
Landesbeauftragten für Menschen mit
Behinderung (LfB) und der in der bei der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt angesiedelten AG ‚Bauen und Verkehr – barrierefrei‘ wurden
die neun mit Rampen ausgestatteten
U-Bahnhöfe auf der U-Bahnlinie 5 bei
der Aufstellung der Prioritätenlisten für
den barrierefreien Ausbau der U-Bahnhöfe nicht berücksichtigt. Sie wurden
im Rahmen der Diskussionen über die
Prioritätenlisten einvernehmlich als barrierefreie U-Bahnhöfe angenommen“,
sagt Pressesprecherin Petra Rohland.
Die vorhandenen Rampen an den U5Bahnhöfen entsprächen zwar nicht den
aktuellen DIN-Vorschriften für die Barrierefreiheit, weil die Neigung mehr als 6
Prozent betrage, so Rohland. Dafür seien
sie aber wartungsfrei und vandalismussicher, sodass sie den Fahrgästen jederzeit
zur Verfügung stünden. „Es ist das Ziel
des Landes Berlin bis 2020 zunächst einmal alle U-Bahnhöfe, die bisher weder
über Aufzug noch Rampe verfügen, barrierefrei auszubauen.“ Die verkehrliche
Bedeutung des U-Bahnhofs Neue Grottkauer Straße werde zukünftig durch die
Internationale Gartenausstellung 2017
und danach durch die dort befindliche
Seilbahnstation erheblich an Bedeutung
gewinnen, sagt die Sprecherin. „Deshalb
wird im Zusammenhang mit der grundhaften Erneuerung des U-Bahnhofes
dort bis 2017 auch ein Aufzug miterrichtet.“
Alexander J. Herrmann stellt das nicht
zufrieden: „Auch die mit Rampen versehenen U-Bahnhöfe müssen entsprechend
den geltenden Vorschriften spätestens
ab 2020 barrierefrei umgebaut werden.
Bis dahin muss die BVG die Sauberkeit
durch zusätzliche Maßnahmen deutlich
verbessern. Die Rampen werden leider
häufig als öffentliche Bedürfnisanstalt
oder Müllkippe genutzt. Dies ist den auf
die Benutzung der Rampe angewiesenen
Fahrgästen nicht zumutbar.“
Vortrag zur Kunst
in der DDR
BIESDORF. „Kunst aus der DDR und
das kollektive Gedächtnis – Perspektiven
für ein dynamisches Erinnern“ lautet
der Titel eines Vortrages am 22. August
um 18 Uhr. Zu Gast ist die Kunstwissenschaftlerin und Buchautorin Dr.
Marlene Heidel. Anlass für den Informationsabend ist die Wiedereröffnung
von Schloss Biesdorf im September als
ein Ort der Kunst. Mit diesem Vortrag
setzt der Verein Stiftung OST-WESTBEGEGNUNGSSTÄTTE seine Bemühungen fort, das Kunstarchiv Beeskow
und das Thema der in der DDR entstandenen Kunst der Öffentlichkeit vorzustellen. In der Galerie des Schlosses
werden Kunstwerke aus Beeskow künftig
zu sehen sein. Adresse: Alt-Biesdorf 15,
12683 Berlin. Der Eintritt kostet 4 Euro.
Informationen Ihres Jobcenters
Marzahn-Hellersdorf
Rechtsänderungen treten in Kraft
In den vergangenen Wochen sind einige
Rechtsänderungen in Kraft getreten:
ERHÖHUNGEN BEI DEM KINDERZUSCHLAG UND DEM WOHNGELD:
Wie Sie vielleicht bereits den Medien entnommen haben, erhöht sich für alle Elternpaare und Alleinerziehende, die Anspruch
auf Kinderzuschlag haben, ab dem 1. Juli
2016 der Kinderzuschlag um monatlich bis
zu 20 Euro auf 160 Euro.
Kinderzuschlag können Elternpaare und
Alleinerziehende auf Antrag pro Kind erhalten, wenn dieses Kind unverheiratet und unter 25 Jahre alt ist, in ihrem Haushalt lebt, sie
für dieses Kind Kindergeld beziehen und die
weiteren Voraussetzungen erfüllt sind.
Neben dem Kinderzuschlag ist vor kurzem auch das Wohngeld erhöht worden. Für
Familien, die ein geringes Einkommen haben, kann dies eine Veränderung bedeuten:
durch die höheren Leistungen bei Wohngeld
und Kinderzuschlag kann es sein, dass sie
künftig keine Leistungen vom Jobcenter
mehr benötigen.
Ob dies der Fall ist, kann am besten in einem Beratungsgespräch mit der Familienkasse vor Ort bzw. dem Wohnungsamt des
Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf von Berlin geklärt werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie
im Internet unter www.familienkasse.de
bzw. www.kinderzuschlag.de
RECHTSVEREINFACHUNG SGB II:
Eine umfassende Gesetzesänderung des
Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II)
ist zum 01. August 2016 in Kraft getreten.
Empfänger von Arbeitslosengeld II werden
zukünftig schneller und einfacher Klarheit
über ihre Ansprüche erhalten. Die Änderungen sollen zudem die teils sehr komplexen
Verfahrensvorschriften und Abläufe für die
Mitarbeiter in den Jobcentern vereinfachen.
Die Regelungen zur Anrechnung von
Einkommen und Ermittlung der Kosten der
Eltern dürfen sich ab sofort über einen
höheren Kinderzuschlag freuen.
Foto: pixabay.com
Unterkunft und Heizung wurden angepasst
und festgelegt, dass Leistungen in der Regel
für ein Jahr statt wie bisher für sechs Monate bewilligt werden.
Eine wesentliche Änderung gab es auch
bei den Arbeitsgelegenheiten (sog. Ein-EuroJobs). Bisher darf in diese Arbeitsgelegenheiten innerhalb von fünf Jahren nicht länger
als für einen Zeitraum von 24 Monaten zugewiesen werden. Die Höchstgrenze für die
Zuweisungsdauer wurde nun auf 36 Monate
verlängert.
Die Änderungen im Überblick:
 Einführung von umfassenden Beratungspflichten durch das Jobcenter
 Änderungen im Bereich der Eingliederungsvereinbarung
 Flexibilisierung der Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit
 Erweiterung der Eingliederungsleistungen für Leistungsbeziehende des Arbeitslosengeldes
 Erweiterung des förderfähigen Personenkreises beim Einstiegsgeld
 Neue Fördermöglichkeiten zur nachhaltigen Eingliederung (Betreuung nach
Beschäftigungsaufnahme)
 Neue Fördermöglichkeiten schwer zu
erreichender junger Menschen
 Lösung der Schnittstellenproblematik der
Grundsicherung für Arbeitssuchende und
Ausbildungsförderung
 Neue Anrechnungsregeln von Einkommen (Einkommen und Freibeträge des
Auszubildenden, Überbrückungsgeld bei
Haftentlassung)
 Änderungen bei der Einkommensberechnung (Absetzungsbeträge bei Einkommen
aus Erwerbstätigkeit, Nachzahlung von
Arbeitsentgelt oder Sozialleistungen)
 Neuregelung der Zuschüsse zur Krankenund Pflegeversicherung
 Neuregelungen bei den Kosten der
Unterkunft, insbesondere Einführung einer
Gesamtangemessenheitsgrenze
 Einführung eines Herausgabe- bzw. Erstattungsanspruchs bei Doppelleistungen
 Einführung eines Wahlrechts zwischen
vorzeitiger Auszahlung und Darlehen in
Höhe von maximal 100 Euro, wenn in einem
Monat ein zusätzlicher Leistungsbetrag
benötigt wird
 Übertragung der Regelung zur Unpfändbarkeit des Anspruchs auf das SGB II
 Wegfall der aufschiebenden Wirkung bei
Widerspruch und Anfechtungsklage bei
einer Leistungsentziehung
 Aufnahme von Regelungen zu vorläufigen
Entscheidungen
 Verlängerung des (Regel-)Bewilligungszeitraums auf zwölf Monate
 Änderungen bei den Regelungen zur
Aufrechnung
Gezielte Hilfe für geflüchtete Menschen
Das diesjährige Motto des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen heißt: „Wir
stehen zusammen #With Refugees“ (wörtlich
übersetzt: #mit Flüchtlingen). Nichts anderes
trifft auf die Arbeitsweise der Beschäftigten
im Jobcenter Berlin Marzahn-Hellersdorf zu.
Ca. 800 Menschen mit Fluchthintergrund
beziehen derzeit in Marzahn-Hellersdorf
Leistungen der Grundsicherung. Die Schutzsuchenden kommen zum überwiegenden
Teil aus Syrien. Ca. 65% der Antragsteller sind
männlich. Zudem sind ca. 25% der Antragsteller unter 25 Jahre alt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Leistungsbereich und in der Vermittlung haben
sich daher spezialisiert, um der besonderen
Hauptsitz:
Allee der Kosmonauten 29, 12681 Berlin
Weitere Dienststelle: Rhinstr. 88, 12681 Berlin
Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr 8.00-12.30 Uhr,
Do 8.00-18.00 Uhr (ab 12.30 Uhr nur
Berufstätige und Maßnahmeteilnehmer)
Telefonservice: (0 30) 55 55 48 22 22*
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Telefonbetreibers
Situation von Menschen mit Fluchterfahrung gerecht zu werden. In der Beratungsund Vermittlungsarbeit sind diese Personen
von individuellen Lebensläufen geprägt.
Dennoch gibt es viele Gemeinsamkeiten.
Eine Integration in die Gesellschaft und den
Arbeitsmarkt wird nur erfolgreich sein, wenn
die deutsche Sprache erlernt wird. Hierfür
gibt es unzählige Integrationskurse. Erfahrungen zeigen, dass eine hohe Motivation
zum Erlernen der deutschen Sprache besteht.
Parallel zur Verbesserung der Sprachkompetenz wird eine Kompetenzfeststellung mitgebrachter beruflich verwertbarer Abschlüsse
und Erfahrungen durchgeführt. Hierfür
haben wir im Jobcenter diverse Angebote,
wo praktische Erfahrungen im beruflichen
Alltag in Deutschland erworben werden können. So nahmen bereits einige eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf und
erreichten damit das Ziel, unabhängig von
staatlichen Leistungen der Grundsicherung
in Deutschland zu leben.
Bedenkt man, dass laut Bundesamt für
Migration im Bundesgebiet noch ca. 459.000
Asylverfahren anhängig sind und davon bis
Mai allein ca. 19.900 in Berlin gestellt wurden,
erwarten wir im Jobcenter weiterhin mehr
Asylberechtigte, die nach Erhalt ihres Aufenthaltstitels einen Antrag auf Leistungen
der Grundsicherung stellen. Im Jobcenter
sind wir darauf gut vorbereitet!
Jugendberufsagentur Berlin
Standort Marzahn-Hellersdorf
Rhinstr. 86, 12681 Berlin
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi 8.00-16.00 Uhr,
Do 8.00-18.00 Uhr, Fr 8.00-12.30 Uhr
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Hilfe bei der
Suche nach
einer Ausbildung
Wer sich jetzt bemüht, steht nicht alleine da! Es gibt viele Möglichkeiten
um einen Ausbildungsplatz zu finden.
Die Jugendberufsagentur (JBA) Berlin,
Standort Marzahn-Hellersdorf, hält viele
Angebote vor, schließlich wollen wir uns
die künftigen Fachkräfte für die Region
sichern und viele Ausbildungsplatzangebote sind noch unbesetzt.
In Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit werden
Jugendliche kompetent beraten und
beim Einstieg in das Berufsleben begleitet. Ob es um die perfekte Erstellung von
Bewerbungsunterlagen, die Erprobung
in Arbeitsbereichen oder um eine berufliche Orientierung geht – die JBA Berlin
Standort Marzahn-Hellersdorf hilft.
Um den Einstieg ins Berufsleben zu realisieren, werden auch in Zukunft noch
weitere Veranstaltungen stattfinden:
 JOBAKTIV-Messe (vorrangig für Migranten) vom 12.September -13.September
2016
 Last Minute Ausbildungsplatzbörse)
vom 14. September – 15. September 2016.
Beide Veranstaltungen werden in der
„Arena Berlin“, Eichenstraße 4, 12435
Berlin, durchgeführt.
Wer bis zum September noch keinen
Ausbildungsplatz gefunden hat, kann
die Nachvermittlungsbörse am 20. Oktober 2016 nutzen. Für Jugendliche
ohne Schulabschluss ist die Aufnahme
einer Ausbildung selbstverständlich
auch möglich. Diese können an einer
berufsvorbereitenden
Bildungsmaßnahme teilnehmen und sich dort beruflich orientieren, ausprobieren und
sogar den Schulabschluss nachholen.
Einstiegsqualifizierungen bieten jungen
Menschen die Möglichkeit, sich direkt in
einem Betrieb auszuprobieren und sich
so auf die Aufnahme einer Ausbildung
vorzubereiten. Gegebenenfalls ist der
Einstieg über eine Berufsausbildung in
einer außerbetrieblichen Einrichtung
oder über das Ausbildungsplatzprogramm Berlin möglich.
Alternativ kann der Weg in die betriebliche Ausbildung ebenso durch die
assistierte Ausbildung gelingen – hier
gibt es individuelle Unterstützung für
Auszubildende und Arbeitgeber. Das Ziel
der „Assistierten Ausbildung“ ist es, das
Berufsausbildungsverhältnis zu stabilisieren.
Neben den dargestellten Messen, Beratungsstellen, Aktionstagen usw., gibt
es unzählige Internetseiten, die Angebote und Hilfestellungen bieten, zum Beispiel der Ausbildungsatlas der Bezirke
oder die Seite „Meine Stadt.de“.
Wir, die JBA Berlin Marzahn-Hellersdorf, beraten und helfen gern. Damit
die Ausbildungssuche jedoch ein Erfolg
wird, benötigen wir das Engagement
jedes einzelnen Bewerbers/jeder einzelnen Bewerberin. Nutzen Sie die vielfältigen Beratungs- und Hilfsangebote, es
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6
Bezirks-Leben
August 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf
Wie ein Enkelkind
EHRENAMT: Ein Marzahner Ehepaar verbindet Nächstenliebe und Flüchtlingshilfe: Bärbel und Ulrich Uffrecht
unterstützen einen geflüchteten Afghanen dabei, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen.
zimmer verlegt. Viele ihrer „Schüler“
sprachen meist nur die eigene Sprache,
nur wenige konnten auch etwas Englisch – wie Nazir Ahmad Samim. Der
Afghane half mit einem syrischen Mitbewohner, die von Uffrechts ins Englische übersetzten Begriffe in die Heimatsprache der Flüchtlinge zu übertragen.
Schnell freundete sich das Marzahner
Ehepaar mit dem 27-jährigen Flüchtling
an. „Die Chemie zwischen uns stimmte
irgendwie.“
von Marcel Gäding
E
igentlich sollte der Umzug längst
Vergangenheit sein. Der Keller
von Uffrechts, beide 70 Jahre
alt, ist voller Sachspenden: Handtücher,
Geschirr, Besteck. Was man eben so
braucht für die erste eigene Wohnung.
Doch Nazir Ahmad Samim muss sich
noch ein paar Tage gedulden. Der eigentliche Umzugstermin wurde verschoben, weil er erst zum 1. September
einen Mietvertrag bekommt. 30 Quadratmeter, Küche, Flur und Bad werden
dann das eigene Reich des jungen Mannes sein, das ihm Bärbel und Ulrich Uffrecht mit Hilfe vieler anderer besorgt
haben. Das Ehepaar aus Marzahn hat
sogar eine Mietbürgschaft übernommen
und auch die notwendigen Genossenschaftsanteile gezahlt – für einen für sie
im Grunde genommen völlig fremden
Menschen.
Keine neun Monate ist es her, dass
Nazir Ahmad Samim in das Leben der
Uffrechts trat. Begonnen hatte alles im
Dezember 2015, als die beiden Rentner
mit dem Leid und den Schicksalen geAnzeige
Ein Gästezimmer zum Abschalten
Nazir Ahmad Samim mit Bärbel und Ulrich Uffrecht in deren Garten in Marzahn. Hier
fühlt sich der junge Mann heimisch.
FOTO: MARCEL GÄDING
flüchteter Menschen konfrontiert wurden. Damals hatten sie davon erfahren,
dass in einer Turnhalle unweit ihres kleinen Eigenheimes eine Notunterkunft
für Flüchtlinge eröffnet wurde. „Da wir
von Natur aus neugierige Menschen
sind, haben wir uns mal auf den Weg
dorthin gemacht“, erinnert sich Ulrich
Uffrecht. Bis dato hatten sie lediglich
über die täglichen Fernsehbilder eine
Vorstellung davon, was die massenhafte Flucht aus Kriegsgebieten betrifft.
Nun aber war das Problem fast direkt
vor ihrer Tür. Was sie vor Ort jedoch
zu sehen bekamen, erschreckte sie dann
doch: „Plötzlich standen wir in einer
Halle voller Doppelstockbetten aus Metall, zugehängt mit Tüchern und Bettlaken“, sagt Bärbel Uffrecht. Viel schlimmer aber fand das Paar, dass die in der
Turnhalle untergebrachten Menschen
weitestgehend auf sich allein gestellt
waren. „Morgens wurden sie von einem
Bus zum Landesamt für Gesundheit
und Soziales zur Turmstraße gebracht,
um sich dort registrieren zu lassen“, sagt
Ulrich Uffrecht. Doch um die Rückfahrt
mussten sich die geflüchteten Menschen
selbst kümmern. „Wie sie zurückkommen, wussten sie nicht, weil sie ja unsere Sprache nicht sprechen.“ Und so kam
der frühere Deutschlehrer schnell auf
die Idee, den Bewohnern der Notunterkunft wenigstens die gängigsten Begriffe
zu vermitteln, damit sie sich einigermaßen selbstständig durch Berlin bewegen
konnten.
Mehrmals in der Woche gingen Bärbel und Ulrich Uffrecht also in die Notunterkunft. Im Gepäck handgemalte
Zettel mit Begriffen. Anfangs saßen bis
zu 30 Flüchtlinge auf der Bettkante und
verfolgten wissbegierig, was ihnen die
Uffrechts beibrachten. Später wurde der
Unterricht in ein improvisiertes Klassen-
Es hat nicht lange gedauert, bis die Uffrechts merkten, dass Nazir in der voll
besetzten Notunterkunft leidet. „Das Leben dort ist nicht ohne Konflikte“, weiß
Ulrich Uffrecht. So richtig zur Ruhe
kam der Afghane, dessen Flucht über
den Iran, die Türkei, Griechenland, den
Balkan und Österreich fast zwei Monate
dauerte, nicht. „Und so boten wir ihm
an, gelegentlich unser Gästezimmer zu
nutzen, um sich mal richtig auszuschlafen und abzuschalten.“ Abends saßen
sie dann oft zusammen, lauschten ihrem
neuen Freund zu, der von einer abenteuerlichen Flucht zu erzählen wusste und
der sagt, dass sein Name auf der Todesliste der Taliban stand. Nazir musste mit
ansehen, wie Menschen seines Alters
ohne Grund erschossen wurden. Er berichtete von Repressalien, denen er nur
durch seine Flucht nach Deutschland
entkommen konnte. „Niemand verlässt
sein Heimatland freiwillig“, sagt Nazir
Ahmad Samim heute.
Uffrechts unternahmen mit Samim
und seinem syrischen Freund Ausflüge,
unter anderem zum Werbellinsee, zeigten ihnen Berlin und halfen dabei, mit
den Widrigkeiten der Bürokratie klarzukommen. Zwischendurch verbrachten
Ulrich Uffrecht, der seit vielen Jahren
auch als Künstler arbeitet, und Nazir
Zeit im Atelier, wo der junge Afghane
auch schon das eine oder andere Bild
gemalt hat. „Bärbel und Uli sind wie
Großeltern für mich“, sagt Nazir auf
Englisch.
Man kann das Verhältnis zwischen
den Uffrechts, die vor Kurzem für ihr
Engagement einen Preis erhielten, und
Nazir als familiär bezeichnen. Wo es
geht, binden sie ihren neuen, jungen
Freund aus Afghanistan in ihren Tagesablauf ein. Helfen ihm beim Besuch von
Behörden, sammeln Möbel und andere
nützliche Dinge für die neue Wohnung
und unterstützen ihn dabei, in der neuen
Heimat Fuß zu fassen. Nachdem es ihnen über ihr Netzwerk gelungen ist, eine
Wohnung in Marzahn aufzutreiben, soll
nun erst einmal der Umzug über die
Bühne gebracht werden. Danach wollen
Uffrechts sehen, ob Nazir Ahmad Samim eine Ausbildung in der Hotellerie
antreten kann. Der junge Mann ist von
dieser Warmherzigkeit ganz berührt,
muss aber immer wieder an das Schicksal der unzähligen anderen Flüchtlinge
denken, denen es mehr schlecht als recht
geht.
STANDORT OST
MAGAZIN FÜR ARBEIT, WIRTSCHAFT, WOHNEN & KULTUR IN DER METROPOLENREGION BERLIN-EASTSIDE | 08/2016
E
xakt 3,4 Kilogramm bringt der
fast 600 Seiten starke Band „Heino Schmieden“, Untertitel „Leben
und Werk des Architekten und
Baumeisters “, auf die Waage. Doch nicht
nur deshalb ist die Publikation von Dr.
Oleg Peters gewichtig. Denn der 55-jährige diplomierte Historiker und zum Dr.-Ing
promovierte Peters entriss mit seinen Forschungen innerhalb seiner 2014 mit summa
cum laude verteidigten Dissertation einen
der großen Berliner Baumeister dem Vergessen. Jetzt stellt der Biesdorfer mit dem
reich mit historischen Fotos und Dokumenten versehenen Buch, das im Lukas Verlag
erschien, die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit vor.
Der Berliner Landeskonservator Jörg
Haspel würdigt die umfangreiche Arbeit
im Vorwort: „Oleg Peters hat mit einer imponierenden Arbeitsleistung eine gründlich bearbeitete Monographie zum Leben
und Schaffen eines der bedeutendsten
Vertreter der von Schinkel geprägten Berliner Schule vorgelegt.“ Damit habe er eine
Forschungslücke geschlossen, die auch der
Berliner Denkmalpflege bewusst gewesen
sei. Peters Arbeit liefere „wertvolle Entscheidungshilfen für die konservatorische
Arbeit an den Berliner Baudenkmälern von
Heino Schmieden“. Allein 15 denkmalgeschützte Bauten von Schmieden gibt es in
der Hauptstadt. Von seinen insgesamt 165
realisierten Projekten weltweit sind noch
108 erhalten, davon stehen 61 unter Denkmalschutz.
Heino Schmieden (1835-1913) zählte im
19./Anfang des 20. Jahrhunderts zu den
meistbeschäftigten Architekten in Berlin.
Er war Partner und Freund von Martin
Gropius (1824-1880), mit dem er 14 Jahre lang in einer Bürogemeinschaft wirkte.
Dabei entstanden u.a. zahlreiche Krankenhausbauten wie das erste städtische Berliner Krankenhaus Friedrichshain, aber auch
das Königliche Kunstgewerbemuseum (der
heutige Martin-Gropius-Bau an der Niederkirchnerstraße), dessen Bau Schmieden
nach dem Tod seines Kompagnons im Jahr
1880 vollendete. Beim Wettbewerb um den
Reichstag nahe des Brandenburger Tores
landeten sie nach Paul Wallot auf dem
zweiten Platz. Nach dem Tod von Gropius
DER WIEDERENTDECKTE
BAUMEISTER
ARCHITEKTUR: In seinem neuen Buch würdigt
Dr. Oleg Peters Wirken und Schaffen von Heino
Schmieden, Architekt von Schloss Biesdorf.
Oleg Peters vor dem sanierten Schloss Biesdorf. Sein 600 Seiten starker Band über Heino
Schmieden findet in der Fachwelt Anerkennung.
Foto: Birgitt Eltzel
arbeitete Schmieden mit anderen Büropartnern, darunter Viktor von Weltzien und
Rudolph Speer.
Schloss Biesdorf, wo derzeit die letzten
Arbeiten für die Wiedereröffnung nach Sanierung am 9. September laufen, war der
Ausgangspunkt für Peters Forschungen. Ursprünglich wurde das Gebäude der Bürogemeinschaft Schmiedens mit Martin Gropius
zugeschrieben. Peters konnte jedoch nachweisen, dass der 1868 eröffnete Bau allein
auf Heino Schmieden zurückgeht. Dass er
sich so intensiv mit dem Baumeister befasste, hängt auch mit seinem Vater zusammen.
Denn Dr. Günter Peters (1928-2013), Architekt und promovierter Ökonom, war nicht
nur (Ost)Berliner Baudirektor und erster
Aufbauleiter von Marzahn sondern quasi
auch der Retter des Biesdorfer Schlosses.
Vor allem ihm und seinen Mitstreitern ist
es zu verdanken, dass das historisch wertvolle Kleinod vor dem Verfall bewahrt und
denkmalgerecht rekonstruiert wurde. Mit
dem eigens dafür gegründeten Verein OstWest-Begegnungsstätte, der im September
sein 15. Jubiläum feiert, gelang es Günter
Peters unter dem Motto „Biesdorf braucht
sein Schloss“, Spenden dafür zu sammeln,
Fördermittel zu akquirieren und die anfangs zögernde Bezirksverwaltung zum
Handeln zu bewegen.
Oleg Peters, seit 2012 Leiter des Standortmarketings in Marzahn-Hellersdorf, das bei
der bezirklichen Wirtschaftsförderung angesiedelt ist, forschte ab Anfang der 1990erJahre gemeinsam mit seinem Vater zur Berliner Baugeschichte. Für den Schloss-Verein
übernahm er die Abrechnung der Finanzen
und verfasste ebenfalls mehrere kleinere
Publikationen. „Ursprünglich dachte ich
eigentlich nur an ein Heftchen über Heino Schmieden“, erzählt der Autor. Dass es
dann doch ein derart schwergewichtiges
Werk wurde, ist auch dem Landeskonservator zu verdanken. Jörg Haspel hatte
nämlich 2003/2004 im Zuge des Gutachterverfahrens für den vorgesehenen Aufbau
des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Obergeschosses von Schloss Biesdorf bedauert,
dass sehr wenig über dessen Architekten
bekannt ist. Dieser war trotz seines umfangreichen Schaffens als Vertreter der sogenannten Schinkel-Enkelgeneration im 20.
Jahrhundert in Vergessenheit geraten.
Das weckte die Neugier des Historikers.
In Archiven, Bibliotheken und bei Privatpersonen spürte Peters bis dato unbekannte oder vergessene Dokumente und Belege
über das Schaffen von Schmieden auf. „Anfangs war das nicht einfach, die Quellenlage war sehr dürftig.“ Begonnen hatte Peters
Werk-Recherche mit 40 Objekten, nach
fünfjähriger Forschungsarbeit konnte er
194 Bauwerke und Projekte Schmiedens
nachweisen. „Mein Anspruch war immer,
einen möglichst vollständigen Werkkatalog
vorzulegen“, sagt Oleg Peters. Dass dieser
nun mit der Dissertation und dem Buch
existiert, bezeichnet er als seinen „größten
persönlichen Erfolg“. Dieser gelang nur,
weil der Autor jahrelang viel Freizeit darangab. Zunächst forschte er nach Feierabend
und an den Wochenenden während seiner
Tätigkeit als früherer Leiter der Geschäftsstelle des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises. 2012 nahm er sich eine Auszeit zum Schreiben der Dissertation. „Selbst
im Urlaub habe ich immer das eine oder
andere Bauwerk von Schmieden besichtigt.“
Die Forschungsarbeit brachte einen
ganz persönlichen Bezug zur Familie des
Architekten, die auch den größten Teil der
Finanzierung des Buches übernahm. Die
Schmieden-Nachfahren halten dessen Erbe
in Ehren und treffen sich im über ganz
Deutschland verstreuten Familienverband
jedes Jahr einmal vor einem Bauwerk des
Architekten. Seit einiger Zeit ist auch Oleg
Peters immer mit dabei – inzwischen ein
Familienmitglied ehrenhalber.
BIRGITT ELTZEL
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2
E
in neuer Eingang, eine sanierte
Caféteria und mehr Platz für die
Schwarzschwanz-Präriehunde:
Allmählich werden im Tierpark
Berlin die lange angekündigten Veränderungen sichtbar. Vor Kurzem wurde der
neue Eingangsbereich von Europas größtem Landschaftstierpark eröffnet – mit
holzverkleideten Kassenhäuschen und gemalerter Fassade. Gut 326.000 Euro investierte der Tierpark in den kaum wieder zu
erkennenden Eingangsbereich, der nach
den Pläem des Architekten Kieran Stanley
gestaltet wurde.
Für Tierpark-Chef Dr. Andreas Knieriem
hat der neu gestaltete Eingang starke Symbolkraft: Immerhin befindet sich das Entreé
an der vielbefahrenen Straße Am Tierpark.
Spätestens seit Donnerstag fällt auch dem
unbedarften Autofahrer auf, dass sich der
1955 eröffnete Landschaftstiergarten im
Umbruch befindet. Knieriem spricht daher
auch von einem „Tor der Zukunft“. „Der alte
Eingang hatte den Charme einer Tankstelle“, sagt Knieriem. Und in der Tat: Jahrzehnte passierte nichts an den Kassenhäuschen
am Bärenschaufenster. Lediglich ein elektronisches Kassensystem wurde installiert.
Wenig einladend sei das alles gewesen, sagt
Knieriem. Jetzt erstrahlen die Ticketschalter in neuem Glanz. Die Mitarbeiter hinter
den Scheiben und am Einlass haben neue,
attraktive Dienstbekleidung bekommen.
„Außerdem konnten wir die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern“, sagt Knieriem.
Die Fassade des Eingangs erhielt eine neue
Optik mit naturnahen Bildern, alles wird
von einer Holzkonstruktion überdacht.
Für den Tierpark-Chef, der im April 2014
sein Amt antrat, soll das der Eingang zum
„größten Nationalpark Berlins“ sein. Gleich
dahinter entstand eine schöne, naturnahe
Anlage für Präriehunde, die jetzt auf einer
Fläche von 250 Quadratmetern Platz haben.
Der neugestaltete Eingangsbereich ist
der Auftakt für ein millionenschweres Investitionsprogramm. Zunächst werden fünf
Millionen Euro Sonderzuschuss des Landes
Berlin verbaut. Wenige Tage nach dem Eingangsbereich wurde die sanierte, ebenfalls
in die Jahre gekommene Caféteria eröffnet.
Auch die neuen beiden Spielplätze, darunter
die reaktivierte Plansche, sind fertig. Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss kündigte
an, dass ab Herbst auf der dann sanierten
Freilichtbühne Greifvogelshows stattfinden werden. Der geplante Umbau des Alfred-Brehm-Hauses als Teil der künftigen
08/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal
DER BERLINER TIERPARK
STARTET IN DIE ZUKUNFT
FREIZEIT: Im einst lange vernachlässigten Areal sind
die ersten Neuerungen sichtbar. Das Land gibt
Millionen für das Gelände in Friedrichsfelde.
nern, sollen der Vergangenheit angehören.
Die Arbeiten werden sich mehrere Jahre
bei laufendem Betrieb hinziehen. Um Platz
für einzelne Tierarten zu schaffen, ist angedacht, den Tierbestand in bestimmten Bereichen zu verkleinern. Unterdessen kann
sich Tierpark-Chef Andreas Knieriem über
weitere Mittel vom Land Berlin freuen. Maximal 15 Millionen Euro stellt der Berliner
Senat jeweils für Zoo und Tierpark Berlin
innerhalb der nächsten drei Jahre zusätzlich zur Verfügung. Das Geld stammt aus
Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“
(GRW).
Besucherschwund wurde gestoppt
Tor zum größten „Nationalpark Berlins“: der neue Eingang des Tierparks.
Foto: Marcel Gäding
Eine neue Attraktion: der Wasserspielplatz im
Tierpark.
Foto: Tierpark Berlin
Kaum wiederzuerkennen: die Caféteria wurde
neu gestaltet.
Foto: Tierpark Berlin
asiatischen Dschungellandschaft soll dem
Vernehmen nach Ende des Jahres beginnen. Mindestens 18 Millionen Euro fließen
im Rahmen eines Zukunfts- und Entwicklungskonzepts in die Umgestaltung. Künf-
tig will der Tierpark Berlin mit Erlebniszonen mehr Besucher anlocken. Die gesamte
Anlage orientiert sich an Kontinenten, von
denen die Vorfahren der Tiere stammen.
Kleine Gehege, deren Gitter an Käfige erin-
Der größte Umbau in der Geschichte des
Tierparks Berlin ist dringend notwendig.
Zuletzt litt die Einrichtung in Friedrichsfelde unter Besucherschwund. Als Knieriem, der auch Direktor des Zoologischen
Gartens und des Aquariums ist, den Tierpark von seinem umstrittenen Vorgänger
übernahm, fand er eine marode Anlage vor
und hielt auch nicht hinterm Berg mit einer
möglichen Insolvenz des beliebten Landschaftstiergartens – nicht zuletzt durch sinkende Einnahmen und wegbleibende Besucher. Diese Entwicklung konnte inzwischen
gestoppt werden. 2015 wurden mit 1,2 Millionen Besuchern so viele wie lange nicht
mehr begrüßt. Lobende Worte kommen
sodann auch von Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU):
„Herr Knieriem denkt bei seinen Projekten
an die Besucher.“ Thomas Ziolko, Vorsitzender der Fördergemeinschaft von Tierpark
Berlin und Zoo Berlin e. V., sagt, dass die
Anlagen deutlich attraktiver für Tiere und
Besucher werden. „Vor allem sieht man
jetzt Veränderungen“, erklärt Ziolko. In der
Summe würden das die Stammbesucher
auch honorieren. „Wir merken allein an
den Neueintritten, dass sich viele Berliner
eng mit ihrem Tierpark verbunden fühlen.“
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres
registrierte die Fördergemeinschaft bereits
600 Neuaufnahmen, inzwischen liegt die
Zahl der Unterstützer bei 3.800. „Innerhalb von zwei Jahren haben wir die Zahl
der Mitglieder verdoppelt“, lautet Ziolkos
Bilanz. Und die zahlt sich auch für den
Tierpark Berlin aus: Im Jahr spendet die
Fördergemeinschaft rund 200.000 Euro für
Investitionen in Gehege und Anlagen.
MARCEL GÄDING
ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG
LEHRSTELLE IN LETZTER MINUTE
AUSBILDUNG | WEITERBILDUNG | QUALIFIKATION
E
s tut sich einiges auf dem Ausbildungsmarkt: Allein 2015 boten
die Berliner Betriebe etwa 1.000
Ausbildungsplätze mehr an als im
Vorjahr. Eine durchaus spektakuläre Entwicklung. Jedoch lässt das Interesse der Jugendlichen an einer dualen Ausbildung immer mehr nach – trotz der hervorragenden
Karrieremöglichkeiten. Die Neuauflage der
Broschüre „Berliner Bildung in Zahlen“ von
IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin
fasst als Gesamtwerk aktuelle Daten und
Fakten zum Ausbildungsmarkt zusammen.
Die Broschüre zeigt, dass in der Hauptstadt immer weniger Jugendliche den direkten Weg in die Ausbildungsbetriebe finden.
Hier muss insbesondere die Berufsorientierung frühzeitig gestärkt werden. Denn insbesondere Praktika werden bei der Suche
nach Ausbildungsstellen immer wichtiger:
Jeder vierte Auszubildende fand so seine
aktuelle Stelle.
IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin setzen auf eine bessere Berufsorientierung, um insbesondere die gesellschaftliche
Wahrnehmung der Ausbildung und damit
auch das Interesse der Jugendlichen wieder
zu stärken. Das Praktikum spielt dabei beispielsweise eine zentrale Rolle, ist es doch
meist der erste direkte Kontakt zur Arbeitswelt. Das Spektrum ist groß: von Schnupperpraktika in der schulischen Berufsori-
PRAKTIKA WERDEN
IMMER WICHTIGER
AUSBILDUNG: Die Zahl der Ausbildungsverträge
steigt. Allerdings bleiben viele Lehrstellen unbesetzt.
entierung über Einstiegsqualifizierungen
oder mehrmonatige Betriebspraktika zur
Erlangung der Fachhochschulreife bis hin
zu Studierendenpraktika. Entsprechend
vielfältig sind die Zielgruppen – so bietet
beispielsweise eine Einstiegsqualifizierung
gute Voraussetzungen für die Integration von Geflüchteten bzw. Asylbewerbern.
Die Lehrstellen- und Praktikabörsen unter
www.ihk-lehrstellenboerse.de und www.
hwk-berlin.de/praktikumsboerse
bieten
Plätze an. Auch Unternehmen, die noch auf
der Suche nach Auszubildenden sind, werden hier fündig.
„Karriere mit Lehre ist seit Jahrzehnten ein Erfolgsmodell“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer
Berlin, Jürgen Wittke. „Deshalb setzen wir
auch künftig darauf. Immer mehr Handwerksbetriebe in Berlin bilden aus. In diesem Frühjahr haben wir 8,7 Prozent mehr
Anzeige
QUALIFIKATION: Ein privater Bildungsträger bietet
jungen Menschen eine Perspektive.
D
Die neue Broschüre.
Foto: IHK Berlin
Anzeige
EINE CHANCE FÜR ANGEHENDE
TRIEBFAHRZEUGFÜHRER
ie dispo-Tf Education GmbH
bietet geflüchteten Menschen,
EU-Ausländern und Deutschen
mit
Migrationshintergrund
eine berufliche Perspektive. Das Konzept
Spezialkurs Deutsch in Kombination mit
einer Triebfahrzeugführerausbildung wird
Migranten bereits nach drei Jahren in den
ersten Arbeitsmarkt integrieren. Das Angebot richtet sich an interessierte Teilnehmer, die mindestens das Sprachniveau B1
vorweisen können. Bevor diese an der Ausbildung zum Triebfahrzeugführer teilnehmen dürfen, müssen sie einen Fachsprachkurs Deutsch für Berufe im Verkehrswesen,
absolvieren. Dieser Spezialkurs Deutsch
im Verkehrswesen dauert insgesamt 600
Stunden. Die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer beläuft sich auf rund 1700
Stunden. Die gesamte Ausbildungsdauer
beträgt somit 15 Monate in Vollzeit.
Während des Fachsprachkurses Deutsch
werden die sprachlichen Voraussetzungen
erworben, die benötigt werden, um sich
während der Ausbildung und in konkreten Situationen am Arbeitsplatz sprachlich
angemessen verständigen zu können. Die
Kursteilnehmer schließen die kombinierte
Ausbildung mit der europaweit anerkannten Zertifikatsprüfung Deutsch B2 oder
C1 sowie mit dem anerkannten Berufsabschluss als Triebfahrzeugführer ab.
Den Teilnehmern wird bereits bei Be-
abgeschlossene betriebliche Ausbildungsverträge als im Vorjahr verzeichnet. Das
ist bundesweit ein Spitzenplatz. Diese Zahl
bestätigt nicht nur die positive Einstellung
unserer Betriebe zum Thema Ausbildung,
sondern auch, wie gut die Zukunftsaussichten im Handwerk sind.“
„Das Ausbildungsplatzangebot befindet
sich in Berlin auf Rekordniveau. Leider
steigt auch die Zahl der unbesetzten Plätze“,
sagt IHK-Bildungsgeschäftsführer Dr. Thilo
Pahl. „Den Jugendlichen sind oft die Vielfalt und die Möglichkeiten einer betrieblichen Ausbildung unbekannt. Wir setzen
deshalb auf stärkere Berufsorientierung in
den Schulen.“ Ein Praktikum könne dabei
eine wichtige Orientierungshilfe bieten
und den ersten Kontakt zur Arbeitswelt ermöglichen. „Denn nur wer merkt, dass er
mit einer Ausbildung zum Berufseinstieg
alles erreichen kann, fängt wirklich Feuer.“
In der IHK-Lehrstellenbörse stünden in diesem Jahr erstmals auch Praktikumsplätze
zur Verfügung – aktuell mehr als 300.
Die Broschüre „Berliner Bildung in Zahlen 2016“ – auch mit den stärksten Ausbildungsberufen Berlins 2015 – als E-Book
und zum Herunterladen unter www.ihkberlin.de/biz2016. (IHK)
ginn der Kombiausbildung nach erfolgreichem Abschluss eine Festanstellung
zugesagt. Die Finanzierung ist über einen
Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit
oder über die deutsche Rentenversicherung möglich. Der erste Kurs wird am 04.
Oktober in Berlin unter der Leitung einer
erfahrenen Triebfahrzeugführerin starten,
die zugleich über jahrzehntelange Praxis
als Dozentin und Prüferin für Deutsch als
Fremdsprache verfügt.
Ausbildung an vier Standorten
Die dispo-Tf Education GmbH ist einer
der größten Ausbilder im Eisenbahnverkehrswesen. An insgesamt vier Standorten in Deutschland werden hauptsächlich
Triebfahrzeugführer und Wagenmeister
ausgebildet. Der Firmenhauptsitz befindet
sich in Berlin-Marzahn direkt am S-Bahnhof Mehrower Allee. Die Firma wurde 2013
vom Geschäftsführer Dirk Vogel gegründet
und ist von der DEKRA ISO 9001:2008 und
AZAV zertifiziert. Die dispo-Tf Education GmbH ist Teil der dispo-Tf Holding
GmbH, die deutschlandweit mehr als 170
Mitarbeiter hauptsächlich im Eisenbahnverkehrswesen beschäftigt. Bis Ende des
Jahres wird die dispo-Tf Holding GmbH
voraussichtlich 200 Mitarbeiter beschäftigen. Weitere Informationen erhalten Sie
auf www.dipo-tf.de
4
I
nternationale Ideen für Kunst entlang
der U-Bahnlinie 5 sind noch bis zum 10.
September in der Station urbaner Kulturen, der Projektwerkstatt der Neuen
Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) am
Cecilienplatz 5 zu sehen. Der Kunstverein
hatte bereits in den Jahren 2014/2015 unter
dem Motto „Was ist draußen?“ für aufsehenerregende Arbeiten im Umfeld der U5
zwischen U-Bahnhof Tierpark und Hönow
gesorgt.
Bis zum Jahr 2008 war die NGBK vor
allem durch künstlerische, zum Nachdenken provozierende Großplakate auf dem
U-Bahnhof Alexanderplatz bekannt. 2013
formierte sich das langjährige Programm
„Kunst im Untergrund“ neu – und ging aus
der Stadtmitte an die Peripherie. Im September wird das neueste Projekt des aus
Kreuzberg stammenden Kunstvereins gestartet: „Mitte in der Pampa“.
Was es damit auf sich hat, ist derzeit
in der Station urbaner Kulturen am Cecilienplatz 5 in Kaulsdorf-Nord, zu erfahren. Diese Projekträume befinden sich
in einem ehemaligen Ladengeschäft im
Erdgeschoss eines zehngeschossigen Plattenbaus. 65 internationale Künstler hatten
sich an einem offenen Kunstwettbewerb
der NGBK beteiligt, der Projekte an drei
Berliner Orten vorsieht: am Hauptbahnhof,
in der sogenannten Stummel-U-Bahn U 55
(Hauptbahnhof – Brandenburger Tor), die
künftig die verlängerte U 5 sein wird, und
in Hellersdorf. „Der Titel und das Thema
sind gewollt mehrdeutig“, hebt Adam Page
08/2016 | STANDORT OST | Bezirks-Journal
AUS DER STADTMITTE IN
DIE PERIPHERIE
wird dann auch viele Kulturinteressierte
aus der Innenstadt nach Hellersdorf bringen“, ist sich Page sicher.
Die neue Gesellschaft für bildende Kunst
wurde 1969 mit basisdemokratischer Struktur gegründet und ist nach eigener Aussage
einer der bedeutendsten und mitgliederstärksten Kunstvereine in Deutschland.
Ausstellungen, Interventionen, Rechercheprojekte, Veranstaltungsreihen und
Publikationen werden von Mitgliedern in
interdisziplinären Projektgruppen entwickelt und von der Idee bis zur Realisierung
Die acht von der Jury ausgewählten Pro- betreut. Das Programm „Kunst im Unterjekte treffen sich bis 2017 (natürlich zeit- grund“, das derzeit von der BVG, dem Beversetzt) alle auf einer großen Grünfläche zirksamt Marzahn-Hellersdorf (Abteilung
nahe des U-Bahnhofs Cottbusser Platz – Kultur) und dem Senat unterstützt wird,
ungefähr dort, wo seit 2006 ein Kunstwerk hatte seinen Ausgangspunkt 1958 am U2aus Edelstahlsäulen an den historischen Ort Bahnsteig Alexanderplatz mit Plakaten für
Hellersdorf erinnert. Das Areal wurde den den Frieden. 2008 endete es dort – um dann
Künstlern vom Bezirksamt zur zeitweiligen auf anderen U-Bahnhöfen und seit 2014
Nutzung zur Verfügung gestellt, berich- (mit dem Hellersdorf-Projekt) auch oberirtet Page. Dort soll es dann beispielsweise disch fortgeführt zu werden. Denn nach der
einen „Garten ohne Zaun“ als Gegenent- Station Tierpark verläuft die Strecke der U
wurf zur kostenpflichtigen Internationalen 5 nicht mehr im Tunnel.
Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 geben,
Wer mehr über „Mitte in der Pampa“ erder mit Anwohnern und Menschen aus Un- fahren will, wird in der „Station urbaner
terkünften für Geflüchtete entstehen soll. Kulturen“, Cecilienplatz 5, fündig. Der Ein„Vorbild ist das Allmende-Kontor auf dem tritt ist frei, geöffnet ist donnerstags, freiTempelhofer Feld“, erzählt Page. Aber auch tags und sonnabends von 15 bis 19 Uhr. Gespektakuläre Aktionen sind geplant, unter rade erschienen ist auch der Band „Was ist
anderem mit einem Pappmaché-Denkmal draußen? Kunst im Untergrund zwischen
von Marx und Engels, das von einer Dampf- Hönow und Tierpark“ über die Projekte
walze plattgemacht wird. Los geht es auf 2014/15, Preis 18 Euro. Zu bestellen über die
der Wiese jedenfalls am 18. September, dem NGBK: www.ngbk.de.
letzten Tag der Berliner Art Week. „Das
LINNA SCHERERZ
KUNST: Nahe dem U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord sind
Vorschläge für Kunst entlang der U-Bahnlinie 5 zu
sehen.
(49) hervor, einer der Sprecher des Vereins.
Der Engländer lebt seit Jahren mit seiner
deutschen Lebensgefährtin, ebenfalls einer
NGBK-Künstlerin, in Berlin. Er sagt, dass
dem Hauptbahnhof schließlich auch wegen
der angrenzenden Brachflächen das Attribut „Pampa“ zugeschrieben wird. Und das
an der Peripherie der Hauptstadt liegende
Hellersdorf sei für seine Bewohner schließlich die Mitte ihres Lebens, für viele Heimat
seit Jahrzehnten.
Eines der Projekte, „Endlich zu Hause“ von der in Paris lebenden Künstlerin
Anna Kowalska, bezieht sich ganz direkt
darauf. In zwei Wochen im Herbst dieses
Jahres, das genaue Datum steht noch nicht
fest, will sie mit Anwohnern über einen
Architektur-Wettbewerb aus den 1990erJahren für die Alte Hellersdorfer Straße ins
Gespräch kommen, Interviews, Fotos und
Exkursionen machen. Daraus soll dann ein
Plakat und ein Entwurf für ein temporäres
Objekt im öffentlichen Raum entstehen.
Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | August 2016
Bezirks-Kultur
Atlas trägt die neue Welt
KULTUR: Eine junge Künstlerin lässt aus 15.000 Geldmünzen ein Kunstwerk entstehen.
von Volkmar Eltzel
E
in beeindruckendes Werk der
aus Frankreich stammenden
Künstlerin Kerta von Kubin steht
kurz vor seiner Fertigstellung. In ihrer
„Kunstwerkstatt Marzahn“ (KWM )
auf dem Gelände der Alten Börse Marzahn führte die 26-Jährige vor wenigen
Tagen die letzten Arbeiten aus.
Die 2,20 Meter hohe Stahl-Skulptur
steht im Zentrum des Ateliers auf Betonfüßen. Ein alter Mann ächzt unter
der Last, die er sich – einem Kreuz
gleich – auf den Rücken geladen hat.
Noch ist es eine Halbkugel. Die zweite Hälfte kann erst aufgesetzt werden,
wenn der alte Mann das Atelier verlässt.
Denn die Deckenhöhe reicht nicht aus.
Nach der Fertigstellung entsteht eine
Kugel von über einem Meter Durchmesser, bestehend aus unzähligen kleinen
Münzen. „Es sind rund 15.000 Einund Zwei- Cent-Stücke“, sagt die kreative, junge Frau. „Alles Spenden von
Freunden und Bekannten.“ Über 30.000
Schweißpunkte musste sie setzen, damit
sich Cent an Cent reihte und das Gebilde formte. Zwei Jahre hat sie daran
gearbeitet, mit Unterbrechungen natürlich, „je nachdem wie der Nachschub an
Münzen hereinkam“.
Die Skulptur selbst schuf sie dann
innerhalb von knapp drei Monaten aus
zwei bis drei Millimeter dicken Stahlplatten. Die lavaartige, feine Oberflächenstruktur erzeugte die Künstlerin
durch punktuelle Metallverflüssigung
mithilfe eines Plasma-Gerätes, das sonst
als Schneidwerkzeug eingesetzt wird.
„Das Bild hatte ich schon von Anfang
an im Kopf“, sagt Frau von Kubin. Die
Ideen für die Kunstwerke entstünden
meist nach einem nächtlichen Traum
und seien oft der Mythologie entlehnt,
denn darin liege viel Wahrheit. „Ich
versuche aber immer, einen zeitgenössischen Bezug herzustellen“, erklärt sie
und nennt das Kunstwerk: „Atlas trägt
die neue Welt“. Eine Vorab-Zeichnung
gebe es nicht, die Vorstellungen würden
sozusagen live vom Kopf in die Realität
umgesetzt. „Ich kann nämlich gar nicht
gut zeichnen“, gesteht die Künstlerin bescheiden lächelnd. Dafür hätte sie während der Entstehungsphase oft zu dem
alten Mann gesprochen, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu. Wo der Atlas einmal stehen soll, weiß Kerta noch
Kerta von Kubin an ihrem neuen Kunstwerk.
FOTO: VOLKMAR ELTZEL
nicht. Ein weiteres Kunstwerk ist bereits
in Arbeit. Eine Hand, die aus einem
Baum „herauswächst“ hält – gleich der
Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit, Justitia, – eine Waage, auf der böse
Wörter gegeneinander abgewogen werden. Jedoch muss die Fertigstellung erst
einmal warten. Denn die Künstlerin, die
2013 vom damals geräumten Künstlerhaus „Tacheles“ an der Oranienburger
Straße zur Alten Börse Marzahn kam,
Vital
& gesund
Kopfschmerzen
ernstnehmen
Auch Männerhaut
braucht Pflege
Ältere Menschen sollten Kopfschmerzen
nicht einfach hinnehmen. „Leider denkt
die Mehrheit der Älteren, man könne
nichts gegen die Beschwerden tun und
findet sich damit ab“, beklagt die Präsidentin der Deutschen Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft, Privatdozentin
Stefanie Förderreuther, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. „Dabei
kann jedem gut geholfen werden.“ Besonders bei neu auftretenden, ungewohnt
heftigen Beschwerden sei eine ärztliche
Abklärung wichtig. Denn mit dem Alter
steige die Wahrscheinlichkeit, dass eine
ernste Erkrankung dahinterstecke. In
den meisten Fällen seien Kopfschmerzen
aber harmlos. Bei milden Beschwerden
helfen oft schon einfache Tricks, wie
schnell einen Espresso mit Zitronensaft
zu trinken. (ots)
Auch wenn ihre Haut später altert, sollten Männer ihre Pflegeroutine regelmäßig hinterfragen. „Mit zunehmendem
Alter ändert sich die Hautphysiologie, da
muss auch die Pflege angepasst werden“,
erklärt Dr. Hans-Ulrich Voigt, Dermatologe aus München, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Ab 30
sollten sich Männer beispielsweise um
ausreichende Feuchtigkeitszufuhr kümmern. „Ideal sind ölfreie oder fettarme
Lotions mit Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure oder Glyzerin“, sagt die Apothekerin Ines Esser aus Aschheim. Ab dem
50., spätestens ab dem 60. Geburtstag
schlägt sich die hormonelle Umstellung
auf die Männerhaut nieder, sie wird trockener. Wer bis dahin Gel oder Fluid
benutzt hat, sollte jetzt auf eine Lotion
umsteigen. (ots)
7
reist erst einmal für zwei Wochen in die
Toskana. Nicht um Urlaub zu machen,
sondern um im Rahmen eines Kulturaustausches der Gesellschaft, Fondazione Grosseto Cultura, unter italienischer
Sonne mit anderen Kollegen Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam
an einem Kunstwerk zu arbeiten. Von
Kubin hofft, dass sie dort ihren italienischen Künstlerkollegen Claudio Greco
wiedertrifft, mit dem sie lange Zeit in
ihrer Werkstatt zusammenarbeitete. Ihr
Traum ist, dass ihre vielen großen und
kleinen Kunstwerke einmal zusammen
in einem großen Raum „vielleicht zunächst in der City und dann in MarzahnHellersdorf“ ausgestellt werden können
und dass sich dann das ein oder andere auch verkauft. Die mittlerweile weit
über den Bezirk hinaus bekannte, kreative Frau, verdient sich ihren Lebensunterhalt zu einem großen Teil mit Kunstkursen für Kinder, mit dem Verkauf von
selbst hergestelltem Metallschmuck sowie mit in Auftrag gegebenen stählernen
Gebrauchsgegenständen.
Weitere Informationen unter kunstwerkstattmarzahn.de und kertavonkubin.com
Anzeigensonderveröffentlichung
Foto: fotolia.de/ drubig-photo
8
Wahlen 2016
August 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf
Im Guinness-Buch der Rekorde
Der Wahlkreis 6 bildet einen Kontrast aus sozial schwierigen Gebieten und Einfamilienhaussiedlungen
von Birgitt Eltzel
V
on hier kommen Weltrekordler,
denn auf dem Boulevard Kastanienallee wurde am 18. Dezember 2015 ein Guinness-Rekord geknackt.
Mit insgesamt 173,54 Metern entstand
dort ein Never-Ending-Table, der bis
dato längste Picknicktisch der Welt. Das
brachte einen Eintrag ins Buch der Rekorde – und
ziemlich viel
Spaß. Nicht
nur beim gemeinsamen
Kaffeetrinken
bei recht frostigen Temperaturen, sondern
schon
beim
Bauen der einzelnen Tischteile, die zusammengesteckt
eine lange Tafel ergeben. Mit der Aktion
sollten auch die Menschen im Quartier
einander näher gebracht werden.
Denn dort liegt etliches im Argen. Marode Gebäude wie ein seit vielen Jahren
leerstehender Kaufhallen-Komplex am
zentralen Platz des Wohngebiets, Geschäftsleerstand, Vandalismus werden
Anzeige
Der Boulevard Kastanienallee an der Stollberger Straße gibt (noch) ein sehr trostloses
Bild ab.
FOTO: BIRGITT ELTZEL
beklagt. Ebenso bemängelt wird, dass
es zu wenige Möglichkeiten zum Treffen der Bewohner gibt. Dabei hat sich
durchaus schon etwas getan. Die Deutsche Wohnen, Vermieter der meisten
Wohnungen im Viertel, hat leerstehende Ladengeschäfte günstig an Künstler
gegeben und andere für soziale Zwecke
zur Verfügung gestellt. Am 1. April startete ein Quartiersmanagement, das sich
um die Bewohner des Viertels kümmern
wird. Denn diese zählen zu den sozial
Schwächsten nicht nur im Bezirk, sondern auch im Berlin-Vergleich. Ähnlich
sieht es im „Gelben Viertel“ aus.
Die schlechten Sozialwerte haben
nicht nur mit vielen Arbeitslosen in den
Vierteln zu tun, sondern auch etwas
mit der Gemeinschaftsunterkunft für
geflüchtete Menschen, die 2013 im ehemaligen Max-Reinhardt-Gymnasium an
der Carola-Neher-/Maxi-Wander-Straße
entstand. Denn dort beziehen viele Menschen Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz – die Bezüge von
Flüchtlingen (wenn sie eine Erstaufnahmeeinrichtung verlassen haben, wo es
nur Taschengeld gibt) entsprechen annähernd den Hartz-IV-Regelsätzen.
Gegen die Einrichtung tobte 2013 im
Wohngebiet und darüber hinaus ein regelrechter Kampf. Eine nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes von
Rechtsextremisten gesteuerte sogenannte Bürgerinitiative Hellersdorf (später
Bürgerbewegung Marzahn-Hellersdorf)
heizte die Stimmung in den sozialen
Netzwerken an, veranstaltete Demos
und Kundgebungen.
Der Wahlkreis ist gewissermaßen
zweigeteilt: An die Ende der 1980er,
teilweise sogar erst 1990 fertiggestellten
fünf- und sechsgeschossigen Plattenbau-
ten schließen sich die Häuser des schon
länger bestehenden Kleinsiedlungsgebietes an. Auch hier gilt: Wer im Eigenheim
wohnt, zumal einem neueren, ist meist
sozial besser gestellt. Im Siedlungsgebiet
von Kaulsdorf-Nord beträgt die Quote
von Hartz-IV-Beziehern 8,7 Prozent,
während im Sozialraum Boulevard Kastanienallee 43,1 Prozent aller Einwohner
unter 65 Jahren von den Leistungen des
Amts leben.
Seit 2011 konnte die rechtsextreme
NPD insbesondere um die Stollberger
Straße (Postadresse für Boulevard Kastanienallee) zulegen. Erzielte sie zur
Abgeordnetenhauswahl vor fünf Jahren
im Stimmbezirk 617 bei den Zweitstimmen noch 7,5 Prozent der Zweitstimmen
(Wahlkreis insgesamt 4,2), waren es zur
Bundestagswahl am 22. September 2013
schon 10,1 Prozent (gesamter Wahlkreis 4,2). Zur Europawahl 2014 kam
die NPD dort auf 10,9 Prozent (Bezirk
Marzahn-Hellersdorf 2,7), die AfD auf
11,2 Prozent (Bezirk 11,7).
Insgesamt aber ging der Wahlkreis
2011 an die SPD. Diese erzielte 28,2 Prozent der Zweitstimmen (Linke zweitplatziert mit 27,4 Prozent). Das Direktmandat holte Sven Kohlmeier (SPD) äußerst
knapp vor seinem Linke-Kontrahenten
Klaus-Jürgen Dahler. Diesem fehlten lediglich 26 Stimmen, um gleichzuziehen.
Ob es bei der Auszählung der Stimmen
am 18. September hier wieder ähnlich
spannend wird, bleibt abzuwarten.
Noch mehr Zahlen, Grafiken & Fakten:
www.lichtenbergmarzahnplus.de
DIREKTKANDIDATEN
Mit Ihrer Erststimme entscheiden
Sie am 18. September, welche(r) der
Kandidat-innen/ -en direkt in das
Abgeordnetenhaus gewählt werden.
Die Linke: Kristian Ronneburg
SPD: Sven Kohlmeier
CDU: Alexander J. Herrmann
Grüne: Stefan Ziller
FDP: Eric Wehner
AfD: Rolf Keßler
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Anzeigensonderveröffentlichung
Unsere eigenen vier Wände
präsentiert von
Hausbau | Finanzierung | Energieeffizienz | Handwerk | Grundstückssuche
Hausbau: Berlins
größte Immobilienmesse
DAS EIGENE HAUS & ENERGIE: 130 Aussteller
präsentieren sich im Postbahnhof am Ostbahnhof
S
teigende Mieten, niedrige Bauzinsen und kaum noch freie Wohnungen in der Hauptstadtregion:
Immer mehr Berliner und Brandenburger spielen mit dem Gedanken, in
ein eigenes Heim zu ziehen. Auf dem
Weg zum Traumhaus können Interessierte am 3. und 4.
September auf der
größten
Berliner
Immobilienmesse
„Das eigene Haus
& Energie“ mit führenden Anbietern
der Hausbaubranche ins Gespräch
kommen.
Von jeweils 11 bis
18 Uhr präsentieren
Hausbaufirmen,
Energiedienstleister,
Verbraucherschützer, Hausplaner und
Immobilienfinanzierer im Postbahnhof
am Ostbahnhof die ganze Vielfalt des
Hausbaus. „Wer noch ganz am Anfang
steht, ist gut beraten, unsere Immobilienmesse für eine erste Orientierung zu
nutzen und sich über die vielfältigen
Hauskonzepte zu informieren“, sagt
Messeveranstalter Jan Schwalme vom
euro messe team schwalme.
Auf zwei Etagen informieren 130
namhafte Vertreter der Hausbaubranche die Besucher unverbindlich über
Haustypen, Baustoffe, Energieeffizienz,
Verbraucherschutz und Baufinanzie-
rungsfragen. Vor Ort geben die Aussteller einen Einblick in Hausbaukonzepte,
die vom klassischen Einfamilienhaus
über die geräumige Doppelhaushälfte
bis hin zur exklusiven Stadtvilla reichen.
Immobilienfinanzierer informieren über
aktuelle Konditionen zu Baukrediten,
während Verbraucherschutzorganisationen wie der
Bauherren-Schutzbund Tipps geben, worauf man
rechtlich beim Bau
eines eigenen Hauses achten muss.
Vor Ort ist auch
das
Onlineportal „Bauratgeber
Deutschland“ vertreten, das eine Fülle
kostenloser Checklisten zum Hausbau
bereithält. An beiden Messetagen gibt
es wieder ein kostenfreies Vortragsprogramm, das Experten aus der Branche
gestalten. Fachlich und neutral gehen
die Referenten auf die unterschiedlichen
Themen rund um den Hausbau ein.
Für Verschnaufpausen steht ein
Messe-Café zur Verfügung. Besucher
können zudem den Messekindergarten
nutzen und erhalten einen kostenlosen,
umfangreichen Messekatalog. Der Eintritt kostet 10 Euro, bei Onlinebuchung
über http://messe-hausbau.de gibt es
zudem 20 Prozent Nachlass.
Haus des Jahres gesucht
AWARD: Bauherren und künftige Hausbesitzer können
interessante Hauskonzepte in vier Kategorien wählen.
D
er beliebte bundesweite Award
„Haus des Jahres 2016“ geht
in die nächste Runde: Vom 1.
September an haben die Nutzer des Onlineportals „Bauratgeber Deutschland“
Gelegenheit, für ihre Favoriten zu stimmen. Vergeben werden zwölf Preise in
vier Kategorien, wie Veranstalter Jan
Schwalme mitteilt. Dabei stellen sich
die Hausbauunternehmen in den Kategorien „Massivhaus“, „Fertighaus“,
„Energieeffienz“ und „Juryhaus“ dem
Wettbewerb..
„Mit dem Award Haus des Jahres
2016 würdigen wir innovative, interessante und nachhaltige Hauskonzepte“,
kündigt Jan Schwalme an. Deutschlandweit findet der Wettbewerb hohe
Beachtung, da die meisten Hausbauunternehmen Konzepte einreichen, die
sich stark am Bedürfnis der Kunden
orientieren und auch aktuelle Trends
berücksichtigen. Dazu gehören nicht
nur interessante architektonische Ansätze, sondern auch ressourcenschonende
Ausstattungsvarianten im Bereich der
Energieeffizienz.
Der Startschuss zur Abstimmung fällt
am 1. September auf www.bauratgeberdeutschland.de sowie parallel auf der
Immobilienmesse „Das eigene Haus &
Energie“ am 3. und 4. September im
Berliner Postbahnhof am Ostbahnhof.
Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit,
wertvolle Preise zu gewinnen, darunter
Reisen und Gutscheine.
Das Portal für Bauherren: www.berliner-bauen.de
10 Bezirks-Sport
August 2016 | Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf
Der Kampf um Anerkennung
FRAUENFUSSBALL: Beim 1. FFC Berlin können sich weibliche Fußballerinnen fernab von männlicher
Konkurrenz nach ihren Bedürfnissen entwickeln.
von Benedikt Paetzholdt
D
ie Mädchen auf dem Fußballplatz an der Cecilienstraße sind
top ausgerüstet: Vom Trikot
über die Hosen bis hin zu den Stutzen
tragen sie das Outfit ihrer Lieblingsklubs: Bayern München, Borussia Dortmund, 1. FC Union. Obwohl hier beim
FFC Berlin nur Frauen spielen und das
Vereinsmotto „Mit uns ist der Fußball
weiblich!“ heißt, eifern die Spielerinnen
beim Sommertraining den hochbezahlten männlichen Kickern nach, die sie aus
dem Fernsehen oder vom Stadionbesuch
kennen.
Die Club-Vorsitzende Yvonne Schumann stört das überhaupt nicht. Ihr und
den Mitstreitern geht es beim einzigen
Frauen-Fußballklub im Bezirk nicht darum, mit dem männlichen Geschlecht
zu konkurrieren. Vielmehr sollen sich
die Mädchen und Frauen voll entfalten
können. „Wenn sie mit Jungs spielen,
gehen sie meist unter“, weiß Schumann,
die den Verein seit 2015 anführt. Bei den
Biesdorferinnen hingegen kommen alle
zum Zug, die Lust auf Fußball haben.
Das oft praktizierte Leistungsprinzip
steht hier nicht ganz so im Vordergrund.
Das Gründungsdatum des Termins ist
der 15. März 2004, zuvor verteilten sich
die Spielerinnen auf andere Klubs in
Ostberlin. Selten fühlten sie sich richtig
aufgehoben. Es sollte also ein Verein entstehen, in dem Sponsorengelder auch bei
den Frauen und Mädchen – die jüngste
Spielerin heute ist drei, die älteste 47
– ankommen und nicht auf dem Weg
zwischen 1. Herren, Alt-Herren und FJugend versickern; die Sponsorensuche
in Berlin ist ohnehin sehr schwierig. Zudem sollten bei Feierlichkeiten auch Erfolge des weiblichen Geschlechts Beachtung finden. Was in gemischten Vereinen
Yvonne Schumann ist die Chefin des FFC.
FOTO: BENEDIKT PAETZHOLDT
häufig zu kurz kommt. 170 Spielerinnen
kicken mittlerweile für den FFC Berlin –
Tendenz steigend. „Ich würde mich freuen, wenn wir diese Zahl halten können“,
sagt Schumann, die früher selbst in dem
Verein spielte. Sechs Jugendmannschaften plus ein Frauenteam zählt der Klub
in der kommenden Saison. Man ist stolz
darauf, dass trotz des begrenzten Platzes
alle Altersklassen berücksichtigt werden
können. In den Schulen und Kitas der
näheren Umgebung finden sich immer
wieder interessierte Nachwuchsspielerinnen, die sich dem FFC anschließen.
Was auch allerhand Herausforderungen mit sich bringt. „Der Verein platzt
aus allen Nähten. Wir haben schon den
Anspruch, uns mit jeder einzelnen Spielerin zu beschäftigen.“ Glücklicherweise
finden sich immer wieder Eltern und andere Freiwillige, die beim Training aushelfen. Drei Trainer haben eine Lizenz,
die übrigen sind sogenannte Übungsleiter. Auch muss der Klub mit dem wachsenden Platzmangel kämpfen. „Bei aller
Wohnungsnot in der Stadt sollte man die
Sportanlagen nicht vergessen“, mahnt
die Mikrosystemtechnikerin aus Hellersdorf an. Besonders im Winter wird es
eng, wenn harte Konkurrenz um Hallenzeiten besteht.
Bislang konnte der FFC vor allem
auch mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung punkten. Obwohl Biesdorf
nicht gerade zu den sozialen Brennpunkten zählt, wurde bei der Gründung
Wert darauf gelegt, dass sozial schwache Familien nicht vom Fußballspielen
abgeschreckt werden. So zahlen Kinder
und Jugendliche, aber auch Schüler, Studenten und Arbeitslose nur 7,50 Euro im
Monat.
Dass dieses Angebot von vielen angenommen wird, liegt nach Ansicht Schumanns auch daran, dass sich Frauenfußball mittlerweile fest etabliert hat. Auch
wenn der Frauenfußball immer Lichtjahre von der Popularität des Männerkickens entfernt sein wird, spürt die Vorsitzende immer noch einen Aufwärtstrend,
der sich durch die Heim-WM 2011 noch
mal verstärkt hat – obwohl das Turnier
für Deutschland damals überraschend
früh im Viertelfinale endete. Und auch
in diesen Tagen findet der Frauenfußball
Beachtung. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gehört das deutsche
Team zu den Mitfavoriten.
Was nichts daran ändert, dass die
weiblichen Fußballerinnen immer noch
um Anerkennung kämpfen müssen. Viele Vereine, gerade auch im Bezirk, haben
keinen Platz für Mädchen und Frauen.
„Für uns ist das einerseits ganz gut, wir
kriegen dann diese Spielerinnen“, sagt
Schumann. Immer mal wieder spielen
besonders talentierte Mädchen auch
mal bei größeren Vereinen vor, die sich
dem Leistungssport verschrieben haben. Aber es sei schon schade, dass viele Klubs nach wie vor keinen Wert auf
weibliche Gesellschaft legten. Den jungen Mädchen im Sommertrainingslager
ist das egal. Sie wirken glücklich, dass sie
hier in Ruhe trainieren können.
Infos für interessierte Fußballerinnen:
 www.ffc-berlin.de
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Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf | August 2016
Bezirks-Kulturkalender
15, 12683 Berlin, Tel. 030 526784593.
MUSIK & KONZERT
Illustre Kriminal- und andere Fälle: Buchlesung mit Buchautor und Kriminalrat a. D.
Hans Weise am 11. September um 15 Uhr.
Eintritt: 6 Euro. erzählt, von Bildern untermalt, authentische und spannende Kriminalfälle. Ort: Theater am Park, Frankenholzer
Weg 4, 12683 Berlin, Tel. 030 5143714.
Gassenhauer aus Ballhäusern Berlins: „Im
Grunewald, im Grunewald ist Holzauktion“
- dieses und weitere Altberliner Lieder sind
am 15. August um 15.30 Uhr von Hartmut
Gohlke im Rohrpfuhltreff zu hören. Eintritt:
1,50 Euro. Ort: Florastraße 1, 12623 Berlin,
Tel. 030 54707070.
Herzklopfen kostenlos: Petra Quermann
erinnert am 16. August um 14 Uhr an ihren
Vater, den legendären DDR-Unterhaltungskünstler Heinz Quermann. Eintritt frei. Anmeldungen unter Tel. 030 5630993 erbeten.
Ort: Klub 74, Nachbarschaftszentrum Hellersdorf, Am Baltenring 74, 12619 Berlin.
KINDER & FAMILIE
Der Traumzauberbaum und Mimmelitt: Das
Reinhard-Lakomy-Ensemble ist am 21. August zu Gast. Um 15 Uhr präsentiert es seine
Mitmach- und Tanzveranstaltung. Eintritt:
20, erm. 15 Euro. Ort: Biesdorfer Parkbühne, Nordpromenade 5, 12683 Berlin, Tel. 030
9987481.
In the Summertime – eine erfrischende
Sommerprise: Mungo Jerry präsentiert am
20. August um 18 Uhr einen Querschnitt
seines musikalischen Wirkens, darunter seinen Welthit „In the Summertime“. Eintritt: 25
Euro. Ort: Biesdorfer Parkbühne, Nordpromenade 5, 12683 Berlin, Tel. 030 9987481.
Schlager des Ostens: Schlagerpapst Siegfried „Siggi“ Trzoß präsentiert am 24. August
um 14.30 Uhr Musik und unterhaltsame Anekdoten. Eintritt: 10 Euro. Ort: Stadtteilzentrum und Nachbarschaftshaus „Kiek in“,
Rosenbecker Straße 25/27, 12689 Berlin, Tel.
030 93492656.
Open Air Klassik-Konzert: Musik vom Barock bis hin zur Berliner Operette präsentieren Ute Beckert (Sopran) und Maxim Shagaev (Bajan) gibt es am 28. August um 17
Uhr auf dem Barnimplatz in der Havemannstraße zu erleben. Titel: „Ein Märchenglück,
ein Sommertraum“. Eintritt frei.
„Herbsteskommen“: Liederabend mit Frank
Viehweg am 7. September um 19 Uhr. Der
Dichtersänger, wie sich der Liedermacher
und Textautor selbst nennt, präsentiert
Verse von Louis Fürnberg und eigene Vertonungen. Veranstaltung im Rahmen der
Reihe „Brauer lädt ein“ des Abgeordneten
Wolfgang Brauer, DIE LINKE. Eintritt frei.
Ort: Berliner Tschechow-Theater, Märkische
Allee 410, 12689 Berlin. Weitere Infos: Tel.
030 97891950.
„Johann Strauß und seine musikalischen
Zeitgenossen“: Musikalischer Salon am
17. September um 15 Uhr mit Werken von
Strauß, Offenbach, Brahms, Wagner, Liszt
u.a. Künstlerische Leitung und Moderation:
Hans-Joachim Scheitzbach. Eintritt: 13 Euro.
Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel.
030 5427091.
„Berliner Lieder – Dialekt und jutet Liedjut“: Liedernachmittag am 25. September,
16 Uhr, mit Asuka Tovazzi als Hans-Werner
Palutzke und Annette Kittlas am Klavier mit
einer Prise Erich Kästner und einer Schippe
Volksmund mittenmang! Text und Regie: Birgit Letze-Funke. Eintritt: 8 Euro. Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55,
12679 Berlin. Tickets unter Tel. 030 5427091.
FÜHRUNG & EXKURSION
Exkursion nach Biesenthal: Der Heimatverein Marzahn-Hellersdorf e.V. lädt am 24.
September zur Exkursion nach Biesenthal
ein. Es geht unter anderem in den historischen Altstadtkern. Los geht es um 8.45 Uhr
mit eigenen Autos vom Parkplatz der Mühle
in Alt-Marzahn. Interessenten müssen sich
daher unbedingt unter Tel. 030 54376997
oder 67896442 anmelden. Teilnahmebetrag:
3 Euro.
11
Viva la musica in den Gärten der Welt
Am 10. September um 19.30 Uhr heißt es zum sechsten Mal „Viva la musica“ in den Gärten der Welt. Unter der Leitung von Stefano Salvatori spielt das Grande Orchestra Reale G.O.R. aus Italien Werke von Bizet, Puccini, Rossini, Tschaikowsky, Verdi und anderen
internationalen Komponisten. Karten an allen Vorverkaufsstellen für 28 bis 32 Euro zzg.
Vorverkaufsgebühren. Ort: Eisenacher Str. 99, 12685 Berlin. FOTO: HOLGER KOPPATSCH
MALEREI/ FOTOGRAFIE
Werkschau - Berliner Amateuraktfotografie: Der Film- und Videoamateure Berlin e. V.
(FiViA) präsentiert am 3. und 4. September
jeweils um 14 Uhr die Werkschau der Berliner Amateueraktfotografie. Eintritt zur Ausstellung: 6,00 Euro. Zutritt erst ab 18 Jahren.
Ort: Theater am Park e. V., Frankenholzer
Weg 4, 12683 Berlin, Tel. 030 5143714.
Anaarestan & Erdbeerland: Je 16 Illustratorinnen und Illustratoren aus dem Iran und
Deutschland zeigen bis zum 6. September
Originalillustrationen aus ihren Bilderbüchern. Ort: Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin, Tel. 030
902934132. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr.
„Denn es sind Menschen wie du und ich“:
Vernissage am 10. September, 14 Uhr. Zu
sehen sind Zeichnungen von Flüchtlingskindern und Porträtfotos junger Künstler.
Ausstellung bis zum 6. Oktober. Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade
55, 12679 Berlin. Eintritt frei.
„Die Farbe sucht eine Sprache“: Ausstellung mit Bildern von Matthias Hartje in der
Artothek. Zu sehen bis zum 30. August.
Bilder von Matthias Hartje stellen abstrahierte Szenen dar, die seinen Gedanken
entspringen. Er gibt den Farben freien Raum
und versucht mit vielen Details das eigentlich Unsichtbare sichtbar zu machen... Ort:
Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“, Marzahner Promenade 52-54, 12679 Berlin, Tel.
030 54704142. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do,
Fr 9-19.30 Uhr, Mi 14-19.30 Uhr, Sa 10-14 Uhr.
„IM INNERN“: Ausstellung in der Krankenhauskirche, zu sehen bis zum 11. September. Zwei junge Künstler des inklusorischen
Ateliers Farbklang in Berlin-Mitte, Sina
Gummich, geb. 1990 und Fabian Mettin, geb.
1987, präsentieren ihrem Publikum Malerei
und Zeichnungen, Werke, die in den vergangenen Jahren in eben diesem Atelier
entstanden sind. Ort: Krankenhauskirche
im Wuhlgarten, Wuhlgarten e.V., Brebacher
Weg 15, 12683 Berlin, Tel. 030 562969423.
Öffnungszeiten: tgl. 14-17 Uhr.
GESCHICHTE
MenschenLeben – Lebenswerke: Sonderausstellung des Bezirksmuseums MarzahnHellersdorf Dauer: bis 2. Oktober 2016. Ort:
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus
1, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin, Tel. 030
54790921, Internet: www.museum-marzahnhellersdorf.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17
Uhr, So 11-17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
VORTRAG & LESUNG
Meine Heimat - Das Salzburger Land: Informationsnachmittag über das Nachbarland
Österreich mit Juliane Laubichler am 16.
August um 15 Uhr. Der Vortrag, der Informationen über Land und Leute bietet, wird
untermalt von idyllischen Berg- und Landschaftsfotos. Danach werden Kaffee und
eine kleine Auswahl an landestypischen
Leckereien geboten. Ort: Stadtteilzentrum
Kaulsdorf, Brodauer Straße 27-29, 12621
Berlin, Voranmeldungen unter Tel. 030
56588762.
Olympische Spiele 1972 - München im Banne des Sports und der Weltpolitik: Filmvorführung und Podiumsdiskussion am 23.
August um 18.30 Uhr. Das Haus des Sports
stellt erstmals eine digitalisierte Fassung
der DEFA-Aufzeichnungen über das sportliche Großereignis vor 44 Jahren vor. In der
anschließenden Gesprächsrunde werden
Medaillengewinner und andere Teilnehmer
über ihre Erlebnisse berichten und die Fragen der Besucher beantworten. Ort: Haus
des Sports, Eisenacher Straße 121, 12685
Berlin. Anmeldungen sind erforderlich bis
16. August unter Tel. 030 56497032 oder unter [email protected]
Erinnerungen an Rudolf Herrnstadt: Um
das Leben und Wirken von Rudolf Herrnstadt geht es am 24. August um 18 Uhr bei
einem Vortrag. Der Journalist (1903-1966)
war der erste Chefredakteur der 1945 gegründeten „Berliner Zeitung“. Der Historiker
Lutz Heuer erinnert an ihn. Eintritt: 3 Euro.
Ort: Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt Biesdorf
„Zebrastreifen“: Ein Theaterstück für kleine
Menschen ab 5 Jahren, die sich im großen
Straßenverkehr zurecht finden sollen, am
28. September um 9 Uhr. In diesem Stück
werden viele Situationen des alltäglichen
Straßenverkehrs dargestellt und es wird auf
Gefahren hingewiesen. Eintritt: 4,50 Euro.
Ort: Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin. Tickets unter Tel.
030 5427091.
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erreichen Sie jeden Monat bis zu
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Gern beraten wir Sie über Werbung in der
größten Monatszeitung für Marzahn UND
Hellersdorf. Rufen Sie uns an:
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Bezirks-Journal
IMPRESSUM
Bezirks-Journal
Unabhängige Monatszeitung für
die Berliner Bezirke. In Kooperation mit
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Das Bezirks-Journal erscheint einmal im Monat und liegt
derzeit an ca. 300 Orten in den Bezirken Lichtenberg sowie
Marzahn-Hellersdorf kostenlos zur Mitnahme aus. Die
Zeitung finanziert sich ausschließlich durch Werbung.
Herausgeber/ Chefredakteur:
Marcel Gäding (V.i.S.d.P.)
Verlag:
Medienbüro Gäding | Marcel Gäding
im Medienzentrum Marzahn
Zur Alten Börse 77 | 12681 Berlin
Telefon: 030 55 49-43 60
Telefax: 030 55 49-43 69
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freie Mitarbeit: Steffi Bey, Benedikt Paetzholdt,
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Vertrieb & Verteilung:
Detlef Matzki, Eckhard Kietzmann
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Druck:
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Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam
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Deutschen Journalistenverband e.V.
Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
Gesamtauflage: 100.000 Exemplare
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3/2015.
Das nächste Bezirks-Journal erscheint am 08.09.2016
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Nur ein Bahnhof
mit WiFi
HELLERSDORF. In der ersten Ausbaustufe des Wlan-Netzes auf Berliner UBahnhöfen ist Marzahn-Hellersdorf nur
mit einem Bahnhof dabei: Neue Grottkauer Straße (Hellersdorf). Die BVG will
bis Ende 2016 insgesamt 76 U-Bahnhöfe
mit kostenlosem WiFi ausrüsten, mehr
als ein Drittel der insgesamt 173 Berliner
U-Bahnstationen. 25 Bahnhöfe wurden
bereits umgerüstet. 4,9 Millionen Euro
sind für diese Ausbaustufe vorgesehen.
Weil insbesondere Besucher aus dem
Ausland von dem Service profitieren,
fördert die Wirtschaftsverwaltung des Senats an sieben stark touristisch genutzten
Bahnhöfen das Projekt mit rund 190.000
Euro aus der City Tax. Auf den ausgebauten Bahnhöfen wird mindestens der
größte Teil des Bahnsteigs mit schnellem
Internet versorgt, zum Teil auch die Zugänge und Zwischenebenen. Der WlanAusbau hatte im vergangenen Monat
begonnen. Der Zugang zum „BVG WiFi“ kommt ohne vorherige Anmeldung,
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das „BVG Wi-Fi“ nutzen möchte, muss
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Erntereif
Goldgelb steht das Getreide in Kaulsdorf auf dem sogenannten Berliner Balkon.
Auf dem Plateau mit Blick bis zum Müggelturm finden sich noch viele landwirtschaftliche Flächen, die auch heute noch bewirtschaftet werden. Aufgenommen
wurde dieser Moment von Gisela Graehn-Baumann von der Fotogruppe des
Deutschen Senioren-Computerclubs. Die Hobbyfotografen ziehen mehrmals im
Monat mit ihren Kameras durch die Bezirke.
FOTO: GISELA GRAEHN-BAUMANN
Honigernte auf dem Rathausdach
HELLERSDORF. Hoch über dem
Alice-Salomon-Platz, auf dem Dach
des Rathauses, stand kürzlich ein besonderer Termin an: Bezirksbürgermeister
Stefan Komoß (SPD) traf sich mit dem
Imker Andreas Krüger vom örtlichen
Imkerverein „Wuhletal 1864“ zur diesjährigen Honigernte an den Bienenstöcken, die dort als Botschafter der Kampagne „Berlin summt!“ aufgestellt sind.
Der Bürgermeister ist ein großer Freund
der Rathausbienen. Er freut sich immer
wieder über erstaunte Nachfragen, woher der Honig kommt, wenn er bei verschiedenen Anlässen Honig vom Rathausdach verschenkt. „Es ist eine gute
Gelegenheit, um über Vorurteile, Mar-
zahn-Hellersdorf sei vor allem grau und
betoniert, ins Gespräch zu kommen“,
bestätigt Komoß. Marzahn-Hellersdorf
sei eben oft „ganz anders als erwartet“
– so wie der Honig, der dieses Jahr bei
einer ersten Verkostung mit einer dunklen Farbe und Malzaromen aufwartete.
„Das liegt am hohen Anteil von Blattoder Tauhonig“, erklärte Imker Andreas Krüger, der für den Verein auch
Bienenschwärme im Bezirk einfängt.
Dank zunehmendem Interesses an der
Stadtnatur und an der Bienenhaltung
gibt es in Marzahn-Hellersdorf davon
in den letzten Jahren immer mehr – die
Rathausbienen stehen bereits seit 2011
auf dem Rathausdach.
MARZAHN. Das Stadtteilzentrum
Marzahn-Mitte (Marzahner Promenade
38, 12679 Berlin) und der Migrationssozialdienst der Volkssolidarität bieten
jeden Montag von 19 bis 20 Uhr ein kostenloses Bewerbungscoaching an. Neben
allgemeinen Tipps und Tricks werden
Fragen beantwortet wie: Warum ist das
Motivationsschreiben so wichtig, und
worauf kommt es an? Wie können Sie
Ihre Stärken dem Job entsprechend am
besten darstellen? Wie strukturieren Sie
den Lebenslauf, und was heben Sie auf
Basis der Stellenbeschreibung hervor? Im
Rahmen von Einzel- oder Gruppenberatungen unterstützen die Trainerinnen
und Trainer die Besucher/innen auch
beim Erstellen oder Überarbeiten der eigenen Bewerbungsunterlagen. Ein eigener Computer ist nicht erforderlich. Um
die Termine abstimmen zu können, ist
eine rechtzeitige Anmeldung vorab unter
Tel. 030 93023815 notwendig.
Musikinstrumente
ausprobieren
MARZAHN-HELLERSDORF.
Die
Hans-Werner-Henze-Musikschule bietet neue Plätze für das Instrumentenkarussell zum kommenden Schuljahr
an. Kinder ab fünf Jahren, aber auch
Erwachsene können je drei Wochen
lang verschiedene Instrumente in kleinen Gruppen bis zu vier Personen
ausprobieren und kennenlernen. Eine
überraschend große Vielfalt von elf unterschiedlichen Instrumenten wird vorgestellt. Fachkundige Lehrer beraten
und unterstützen Interessierte dabei, die
richtige Wahl zu treffen. Jedes der Instrumente kann im Anschluss an den Kurs
erlernt werden. Das Karussell startet am
12. September und findet montags um
16.15 Uhr und um 17 Uhr in der Maratstraße 182 statt, der Kostenanteil beträgt
monatlich 27,50 Euro. Anmeldung unter
Tel. 030 90293-5752.
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Unser Team berät Sie gern!
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E-Mail: [email protected]
Florian Münter
Bestattungen
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Tag & Nacht
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