Stadt richtet Koordinierungsgruppe

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21. Juni 2016
pld – Pressedienst der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Nach dem Brand in Flüchtlingsunterkunft
Herausgegeben vom
Amt für Kommunikation
Rathaus - Marktplatz 2
Stadt richtet Koordinierungsgruppe
für Notunterkünfte ein
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Zum Stichtag bis Ende Mai sind insgesamt 7.260 Flüchtlinge und
Asylsuchende in Einrichtungen der Stadt Düsseldorf untergebracht.
Wurden der Landeshauptstadt Düsseldorf in diesem Jahr bisher rund
170 Flüchtlinge wöchentlich zugewiesen, hat die Bezirksregierung
Arnsberg dies für 2 bis 3 Wochen ausgesetzt. Grund für den genannten
Zuweisungsstopp ist der Brand der Lagerhalle am Messegelände an der
Straße Stockumer Höfe, welche bisher als Notunterkunft für Flüchtlinge
diente.
Aufgrund des Wegfalls einer kompletten Unterbringungsmöglichkeit
sind andere Kommunen in NRW auf die Stadt Düsseldorf zugegangen,
um freistehende Unterkünfte anzubieten. Derzeit finden Gespräche mit
der Stadt Grevenbroich statt, die eventuell 100 Plätze für die
Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung stellen könnte. Dazu
Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Ich danke den anderen Kommunen
für ihre spontane Bereitschaft, uns zu helfen. Davon erhoffe ich mir für
die Landeshauptstadt Düsseldorf eine Atempause und eine Entlastung
angesichts der derzeitig angespannten Situation."
Als weitere Reaktion auf den Brand in der Lagerhalle auf dem
Messegelände ist eine Koordinierungsgruppe Flüchtlinge eingerichtet
worden, die sich speziell auf ausgewählte Notunterkünfte konzentriert.
Mitglieder dieser Koordinierungsgruppe Flüchtlinge sind unter anderem
Polizei und Wohlfahrtsverbände, sowie Feuerwehr, das Amt für
Gebäudemanagement, das Bauaufsichtsamt und das Amt für soziale
Sicherung und Integration.
"Aufgrund der Vorfälle in der Lagerhalle am Messegelände, die als
Notlösung bei der Flüchtlingsunterbringung genutzt wurde, müssen
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Stadt richtet Koordinierungsgruppe
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zukünftig andere problematische Unterbringungsmöglichkeiten
regelmäßig auf bestimmte Kriterien, überprüft werden", teilt Miriam
Koch, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf, mit. Dazu wird ein
Maßnahmenkatalog erstellt, welcher bei der Prüfung der jeweiligen
Unterkunft abgearbeitet wird. Dazu zählen unter anderem die
Bewertung des jeweiligen Gebäudes und deren Nutzung. Ziel ist aber
auch, die Reaktionsfähigkeit bei kritischen Situationen und die
Handlungsfähigkeit des Personals zu erhöhen.
Aktuell hat das Land NRW in Düsseldorf in seinen Einrichtungen an der
Rossstraße und am Mannesmannufer keine weiteren asylsuchenden
Personen und Flüchtlinge untergebracht, da die Stadt Düsseldorf diese
übernommen hat. Weil Mietverträge auslaufen, werden im Jahr 2016
voraussichtlich 1.738 Plätze sowie im Jahr 2017 noch einmal 1.735 Plätze
verloren gehen. Der Druck, weitere neue Unterbringungsmöglichkeiten
für Flüchtling zu schaffen, bleibt also unverändert hoch.
(mb)