Natternbach: Gemeindezeitung 01/2016

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P fa r r z e n t
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im hausgarten
Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als wahrscheinlich
krebserregend eingestuft.
In einer 2013 durchgeführten Studie
der Umweltschutzorganisation GLOBAL
2000 wurden Urin-Proben von insgesamt 182 StadtbewohnerInnen aus 18
europäischen Ländern auf Rückstände
des giftigen Unkrautvernichtungsmittels
Glyphosat analysiert. Das alarmierende
Ergebnis: Über 50 Prozent der Proben
waren belastet. Bei 30 Prozent der
österreichischen StudienteilnehmerInnen
konnte Glyphosat oder das GlyphosatAbbauprodukt AMPA festgestellt werden.
Das umstrittene Pestizid Glyphosat lässt
sich auch in deutschem Bier nachwei-
tt
Freier Eintri
sen. Das Umweltinstitut München hat 14
Biermarken mit dem höchsten Absatz in
Deutschland untersucht. In allen Fällen
stießen die Tester dabei auf Glyphosat.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO
geht davon aus, dass der Wirkstoff Glyphosat und weitere Zusatzstoffe sowie deren
Abbauprodukte nicht nur für die Pflanzen
und Umwelt (Grundwasservergiftung), sondern auch für Menschen und Tiere gefährlicher sind als bisher angenommen. Konkret
stehen sie im Verdacht, das menschliche
Hormonsystem bereits in winzigen Mengen zu beeinflussen und so bei Tieren und
Menschen die Fortpflanzung und Embryonal- bzw. Fötal-Entwicklung zu stören,
sowie bestimmte Krebserkrankungen zu
begünstigen.
Eine Tabelle der gängigen Gifte im Hausgarten findet ihr auf Seite 3.
n Rudolf Harasek
Der schon vor Millionen von Jahren
geschlossene Pakt der Bienen mit den
Blütenpflanzen sichert uns auch noch
heute eine blühende und fruchtbare
Heimat. Die Blütenpflanzen ernähren die
Bienen mit energiereichem Nektar – die
Bienen tragen den Blütenstaub von Blüte
zu Blüte und sichern damit die neue
Pflanzengeneration. Die meisten Wildund Kulturpflanzen werden von der
Honigbiene bestäubt, ohne Bestäubung
keine Früchte. Zahlreiche Wildbienenund Hummelsorten, Fliegen und andere
Insekten unterstützen die Honigbiene bei
ihrer Arbeit.
Bienen sind Vegetarier und brauchen
Blütenpollen für ihre Eiweißversorgung
und Nektar sowie Honigtau als Energiequelle. Ein reiches Angebot an blühenden
Pflanzen über die gesamte Vegetationsperiode sichert ihre Nahrungsgrundlage. Im zeitigen Frühjahr und nach dem
Verblühen der Obstbäume kann es zu
Nahrungsengpässen kommen. Der Anbau
von heimischen Blütenpflanzen in Gärten, auf Balkonen und Terrassen hilft den
Bienen. Heimische Hecken sind aufgrund
ihrer Blütenfülle von besonders großem
Nutzen und helfen, diese nahrungsarme
Zeit zu überbrücken.
Insektizide und Herbizide haben
in einem bienenfreundlichen
Haus und Garten keinen Platz.
Jeder und jede kann dazu beitragen, dass
unsere Bienen überleben und wir unsere
Nahrung mit gesundem Honig bereichern
können. Schont die natürlichen Nahrungsquellen der Bienen, pflanzt lieber
Blumen mit einfachen Blüten und verwendet keine Insektizide und Herbizide!
Im Imkerverein Natternbach betreuen 27
Mitglieder ca. 315 Bienenvölker. Der von
ImkerInnen gewonnene Honig aus der
Region bietet Natur, Regionalität und
Heimat. n Alfred Panhölzl
EditorialDie Welt der Bienen
Der Antrag für eine gerechte Wirtschaftsförderung wurde mehrheitlich
angenommen. Ohne ein vernünftiges
Miteinander wäre das natürlich nicht
möglich gewesen. Dank gebührt daher
ebenfalls den anderen Fraktionen für
ihren Zuspruch bei unseren Ideen und
die Zusammenarbeit der ersten Monate.
Liebe Natternbacherinnen,
seit Oktober letzten Jahres sind wir als
Grüne Fraktion im Gemeinderat vertreten und haben unsere Arbeit dort aufgenommen. Danke an alle, die uns ihre
Stimme gegeben haben! Dass wir mit
unseren zwei Mandaten Entscheidungen beeinflussen und Ideen umsetzen
können, haben wir bereits bewiesen.
Neben der Arbeit im Gemeinderat
haben wir als Grüne Ortsgruppe schon
einige Veranstaltungen organisiert. Den
Auftakt bildete unser gut besuchtes
Grünes Frühstück. Aktuell haben wir
durch das Seminar zum Thema Herbergssuche die Bildung eines Flüchtlingshelferkreises angestoßen. Auch
hierfür ein herzliches Dankeschön an
alle helfenden Händen für euer Interesse und Engagement!
bienenhilfe
Warum sind Bienen wichtig?
Bienen und andere Insekten sind unverzichtbar, um unseren Hunger zu stillen.
Denn trotz des technischen Fortschritts
hängt unsere Landwirtschaft von den
kleinen Bestäubern ab: Drei Viertel aller
weltweit landwirtschaftlich angebauten
Pflanzen ist auf die Bestäubung durch
Insekten angewiesen.
Keine Bienen, keine Nahrung?
Stell dir vor, es gibt morgen keine Äpfel
mehr. Keine Gurken. Keine Zwetschken.
Keine Himbeeren.
Keine Marillen. Und keinen Honig. Klingt
wie ein Endzeitszenario, ist aber drohende Realität.
Denn die Bienen sterben. Nicht eine,
sondern Milliarden. Sterben die Bienen
aus, ist unsere Lebensmittelversorgung
bedroht.
So kannst du den Bienen helfen:
n Im eigenen Garten solltest du keine
Insekten oder Unkrautvernichtungsmittel benutzen, da sie den Bestäubern schaden könnten.
Im
n Garten kannst du eine Wild-
02
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blumenwiese anlegen und darauf
achten, dass auf deinem Rasen
nicht nur Gras, sondern auch Klee
und Gänseblümchen wachsen –
diese Pflanzen bieten Wildbienen
Nahrung.
Wenn du Bienen einen besonderen
Gefallen tun willst, pflanze Kräuter
wie Oregano oder Lavendel – sie
produzieren viel Nektar, genauso
wie Obstbäume.
Sommerblüher pflanzen: Achte
darauf, dass du nicht nur Pflanzen
hast, die im Frühling blühen – auch
im Sommer suchen Bienen noch
nach Nahrung.
Kauf Honig von ImkerInnen aus der
Region
Kaufe Bio-Lebensmittel! Bei der
Herstellung von Bio-Lebensmitteln
werden keine chemisch-synthetischen Pestizide verwendet. Das hilft
nicht nur den Bienen, sondern auch
dir, da du weniger belastete Nahrungsmittel zu dir nimmst.
Außerdem gibt es einige Pflanzen,
auf die du verzichten solltest. Dazu
gehören Forsythien und Geranien, die weder Pollen noch Nektar
bilden.
n Rudolf Harasek
GRÜNE NATTERNBACH 01/2016
Hervorheben möchte ich zudem die Initiativen von Angela Panhölzl, die schon
zwei Grüne Kochkurse organisiert hat
und eine Gruppe von jungen Flüchtlingen in Peuerbach beim Kennenlernen
unserer Kultur und Erlernen der deutschen Sprache unterstützt.
Bezüglich Bundespräsidenten-Stichwahl richte ich folgenden Appell an
euch: Entscheiden wir uns für ein weltoffenes Österreich und ein Europa ohne
Grenzen, für soziale Sicherheit und
die Einhaltung der Menschenrechte!
Alexander van der Bellen!
Ich wünsche allen NatternbacherInnen
einen schönen Sommer.
n Johann Schauer
kontakt
Wenn auch in deiner Brust ein
„Grünes Herz“ schlägt, oder du
uns einfach einmal kennenlernen
möchtest: Ein Mail an
[email protected] oder ein
Anruf unter 0664/73475900
genügt, wir freuen uns auf dich!
,
impressum
Grundlegende Richtung:
Information der Grünen
über das Gemeindegeschehen
Natternbach
M. H. V. :
Die GRÜNEN NATtERNBACH
Sonnenhang 24
4723 Natternbach
Redaktion:
Rudolf Harasek
Layout: Martina Eigner
Druck: Gaisbauer Druckservice
Auflage: 900 Stück
gift/giftfrei
so hältst du deinen Garten Giftfrei!
Giftfreie
Alternativen
• Krebserregend
• Erbgutschädigend
• Plazentaschädigend
• Mulchen
• Ringelblumen
• Flämmen
• Fugenkratzer
Agritox
Calypso
• GiftigfürBienen,
Vögel,Regenwürmer
undWasserorganismen
• BegünstigtEntstehung
vonADHS->
nervenschädigend
• Erbgutschädigend
• Beeinträchtigtden
Hormonhaushalt
• Xentari–biologisches
Spritzmittelgegenden
Buchsbaumzünsler,
Frostspannerund
Kohlweißling
Ceraflor
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Bienen
• hochgiftigfürWasserorganismen
• Krebserregend
• Allergieauslösend
• PflanzenvonLavendel,
Thymian,Mayoranoder
Knoblauch
• Gewürznelkenoder
Backpulverals
StreumittelaufTerrassenundimHaus
Lizetan
Mesurol
• HochBienengefährlich
• giftigfürRegenwürmer
• sehrgiftigfürWasserorganismen
• Leberschädigend
• Krebserregend
• Allergieauslösend
• GefahrderSterilität
• ImFreiland:
Knoblauch,Lavendel,
Koriander,Bohnenkraut,Ringelblumen
• AnBäumen:
Gelbtafeln,
umgedrehteTontöpfe
gefülltmitHolzwolle
Schneckenkorn
• TötetkleineSäugetiere
sowieVögel
• sehrgefärlichfür
Kinder
• Sägemehl,Fichtennadeln,Kaffeesud
• Ringelblumen,Ferramel
• Nematoden
(Fadenwürmer)
• Kupferdrahtum
Gemüsebeete
Blaukorn
• Wasserschädigend
• Nierenschädigend
durchdieenthaltenen
• Igel,Eichhörnchenusw.
Schwermetalle
(durchAbleckenihrer
Pfotenvergiftet)
• Verändertden
pH-WertdesBodens
• Zahlreichebiologische
Düngermittel
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Banvel Compo
• JenachZusammensetzungundInhaltsstoffen:Gefährlichfür
HaustiereundWasserorganismen
• Hornmehl
• Abdeckenmitdunkler
Folieüber4Wochen
Rasenunkrautvernichter
VolldÜnGer
Zierpflanzenspray
gegen Blattläuse
fiPronil
Streumittel
gegen Ameisen
Spritzmittel
bei Blattfressern
ClorPhYrilus
GlYPhosat
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Wasserorganismen
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ProzesseimBoden
• Bienengefährlich
Unkrautvernichter
Roundup
Vorox
Quex Total Combi
Ustinex
Florissa UnkrautKo
• GefährlichfürKinder
GRÜNE NATTERNBACH 01/2016
Impressum: Die Grünen Burgenland, 7000 Eisenstadt, Hauptstraße 16
Auswirkungen
auf den Menschen
MethioCarB
Auswirkungen
auf die Umwelt
MetaldehYd
Handelsbezeichnung
03
flucht und integration
herbergssuchE
Wer hätte gedacht, dass nicht europäische Staaten, sondern Pakistan die
meisten Flüchtlinge aufnimmt? Hätte
man vermutet, dass weltweit etwa
60 Millionen Menschen auf der Flucht
sind?
Bei der Veranstaltung „Herbergssuche“
der Grünen Natternbach wurde das
Augenmerk nicht nur auf die aktuelle
europäische Flüchtlingswelle gelegt,
sondern auch auf die Fluchtbewegungen weltweit.
Claudia Hauschildt-Buschberger,
Rechtsberaterin bei der Volkshilfe und
Gemeinderätin der Grünen Seewalchen
teilte mit dem Publikum nicht nur viel
Wissenswertes zum Thema Flucht, sondern berichtete auch Interessantes von
ihrer Arbeit mit den Flüchtlingen.
Sehr wertvoll ist für sie die Arbeit der
freiwilligen Helferinnen und Helfer, die
all jenes machen, wozu die Organisationen wie die Volkshilfe nicht mehr die
Ressourcen haben. Besonders schön ist
zu sehen, dass an diesem Abend sich
viele aus dem Publikum bereit erklärten, mitzuhelfen, wenn in Natternbach
Flüchtlinge eine neue Heimat bekommen sollten.
Die Begegnung der Menschen ist der
Schlüssel einer gelebten Gemeinschaft.
Mit Deutschkursen und Angeboten zur
Freizeitgestaltung soll dem Rechnung
getragen werden.
Aufgrund der positiven Rückmeldungen
und der Hilfsbereitschaft der Veranstaltungsteilnehmer und -innen wäre für ein
gutes Miteinander in Natternbach bereits
gesorgt. Man würde sich freuen, Menschen eine neue Heimat zu schenken.
Um mit den Worten Goethes zu
sprechen: „Das Land, das die
Fremden nicht beschützt, geht
bald unter!“
n Doris Amersberger
04
interview
zum thema asyl
Am 11. Februar durften wir Claudia
Hauschildt-Buschberger bei uns in
Natternbach begrüßen.
In ihrem Vortrag sprach sie sowohl über
die weltweite Fluchtbewegung als auch
über die Flüchtlingsdebatte in Europa. Wir haben sie für diese Ausgabe
zu einem Interview gebeten um über
ihre Arbeit und die Flüchtlingswelle in
Österreich/Europa zu sprechen.
Welche schönen Seiten hat dein Beruf
und mit welchen schwierigen Situationen bist du konfrontiert?
Das Schönste an meinen Beruf ist der
Kontakt zu so vielen verschiedenen
Menschen mit verschiedenen kulturellen
und persönlichen Hintergründen und
Geschichten.
Die schwierigen Situationen entstehen
durch die Ungewissheit der Flüchtlinge
um ihre Zukunft.
Sie fliehen vor Krieg, Folter, Hunger und
Elend und geben ihre Heimat auf. Sie
wissen oftmals nicht, was sie in Österreich erwartet. Die Vorstellung unterscheidet sich oftmals von dem was
hier bei uns Realität ist. Im guten und
im schlechten Sinne. Zurückgebliebene
Familienmitglieder, Familienangehörige, die während des Aufenthaltes in
Österreich zuhause sterben, belasten
die Situation sehr. Die derzeit größte
Herausforderung in der täglichen Betreuung sind die langen Wartezeiten auf
die Entscheidungen der Asylbehörde.
Wenn man mit Menschen spricht, spürt
man oft eine gewisse Angst davor,
wenn „Fremde“ in die Gemeinde
„kommen“. Diese Angst wird noch damit genährt, dass in den Medien, den
sozialen Netzwerken oftmals Lügenmärchen von kriminellen Flüchtlingen
kursieren. Was entgegnest du darauf,
wenn du an deine tägliche Arbeit mit
Flüchtlingen denkst?
Die Wahrheit ist, dass unter den Flüchtlingen die Kriminalitätsrate wesentlich
geringer ist als im Vergleich zur durchGRÜNE NATTERNBACH 01/2016
schnittlichen Ö-Bevölkerung.
Natürlich gibt es auch straffällige
Flüchtlinge, sowie es auch straffällige
InländerInnen gibt. Die Ängste rühren
oft von Des- oder Nichtinformation her.
Da hilft es nur gute Informationsarbeit
zu leisten, damit sich die Ängste – oftmals nur vor dem Unbekannten- abbauen. Lügenmärchen lassen sich sehr
schnell verbreiten. Was der Mensch
glauben will, das glaubt er. Am besten
ist es, die „einheimische“ Bevölkerung
mit den Flüchtlingen in Kontakt und
Austausch zu bringen, dann stellt sich
sehr schnell heraus, dass die meisten
Ängste unbegründet sind.
Gibt es wirklich ein so hohes Aggressionspotential zwischen syrischen und
afghanischen Flüchtlingen?
Das gibt es nach meiner Einschätzung
nicht. Ganz im Gegenteil: Betrachtet
man die Bedingungen unter denen die
Flüchtlinge oft leben bzw. ihre Geschichten, ist es für mich unglaublich,
wie viel Geduld und Ruhe die Flüchtlinge haben.
Wenn es in der Frage zum Beispiel um
die Massenschlägerei in einem Grossquartier geht, könnte ich ganz salopp
nachfragen, ob es nicht auch bei uns
regelmäßig! bei Zeltfesten und anderen
Gelegenheiten zu ähnlichen Situationen kommt. Das soll natürlich solche
Situationen nicht entschuldigen, aber
doch ansprechen, dass so etwas „in den
besten Familien“ vorkommt.
Warum kommen hauptsächlich
Männer?
Die Flucht ist kein „Sonntagsspaziergang“, sondern sehr gefährlich und
strapaziös. Viele Menschen sterben auf
der Flucht. Männer haben die besseren
Chancen eine Flucht zu überstehen.
Denken wir nur an die vielen Toten am
Mittelmeer, die Toten in SchlepperLKWs, tagelange Fußmärsche über die
Balkanroute oder durch die Wüsten
Afrikas. Das könnten weder Frauen
flucht und integration
ERSTE ERFOLGE
IN DER FLÜCHTLINGSBETREUUNG:
noch Kinder schaffen und so harren sie
solange an einem vermeintlich sicheren Ort aus, bis ein geregelter Familiennachzug möglich ist. Ein weiterer
Aspekt ist, dass die Männer als erstes
zum Kriegsdienst bzw. von Terrorgruppen gezwungen werden zu kämpfen,
daher fliehen sie zuerst. Abschließend
sei noch bemerkt, dass eine Flucht sehr
teuer ist und das Geld manchmal nur
für einen Familienangehörigen reicht.
Seit Oktober 2015 leben ca. 50 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Irak und Somalia in Peuerbach. Zahlreiche freiwillige HelferInnen betreuen seither die jungen
Menschen im Deutschunterricht, in sinnvoller Freizeitgestaltung und beim Kennenlernen unserer Kultur. Erste Erfolge zeigen sich bereits. 18 Asylwerber haben die
A1-Prüfung in Deutsch mit gutem Erfolg bestanden.
Einer von Ihnen hat seiner Betreuerin aus Dankbarkeit folgenden Brief geschrieben:
Viele freiwillige Helferinnen und Helfer
wollen unterstützen. Was können diese
konkret tun?
Auf die Menschen zugehen und ihnen
ohne Vorurteile Freundlichkeit und
Gastfreundschaft entgegen bringen.
Das Erlernen der deutschen Sprache
und eine Annäherung an unser Alltagsleben in Österreich wären für mich die
ersten Schritte, die zu einem dauerhaften und guten Miteinander führen.
Gemeinsame Aktivitäten, wie z.B Ausflüge oder einfach nur zusammensitzen
und reden oder gemeinsam spielen.
Den Flüchtlingskindern bei den Hausübungen helfen. Es gibt so viele ganz
einfache Dinge, die für uns selbstverständlich sind, aber für einen Menschen
aus einem fremden Kultur- und Lebensumfeld eine große oder gar unüberwindbare Herausforderung darstellen
(Ticketkauf beim ÖBB Automaten ,
das Verstehen der Hausordnung in der
Schule; warum läuten bei uns am Samstagmittag die Sirenen? Wie trennt man
Müll und vor allem warum?)
Foto: news channel online 24/24 (2015 )
Danke für das Interview
Ich glaube, dass es unsere Christenpflicht ist, Menschen in Not zu helfen.
Öffnet eure Herzen und es kommt viel Vertrauen und Dankbarkeit zurück!
n Angela Panhölzl
GRÜNE NATTERNBACH 01/2016
05
Aufgabenverteilung
funktionen und
aufgabenbereiche
Aufgabenbereich
MITGLIED
Ersatzmitglied
Fraktionsobmensch
Schauer Johann
Panhölzl Angela
Prüfungsausschuss
Harasek Rudolf
Schauer Johann
Ausschuss für Schule-, Kindergarten-,
Kultur- und Jugendangelegenheiten
Fellinger Claudia
Amersberger Doris
Ausschuss für Bau-, Straßenbau, örtliche
Raumplanung und Wirtschaftsangelegenheiten
Hauser Franz
Harasek Rudolf
Ausschuss für Umwelt-, Familie-, Senioren- und Freizeitangelegenheiten
Panhölzl Angela
Stadlbauer Rita
Ausschuss für Gesundheit-, Sport- und
Integrationsangelegenheiten
Amersberger Doris
Fellinger Claudia
Verbandsversammlung Wasserband
Schauer Johann
Hauser Franz
Tourismusvollversammlung
Panhölzl Angela
Fellinger Claudia
unsere
website
Die schwarze
Johannisbeere
Ein Universalgenie aus dem
Beerengarten
Die schwarzen Ribisel, die während des
ganzen Jahres wirksam und gesund
sind, sollten in keinem Garten fehlen!
Verwendete Pflanzenteile:
Knospen, Blüten, Blätter, Rinde, Beeren;
Am bekanntesten ist die Verwendung
der Beeren:
Beeren enthalten zahlreiche basische
Mineralstoffe - sie wirken der Übersäuerung entgegen. Unter den einheimischen Beeren hat die schwarze Johannisbeere einen der höchsten Vitamin
C-Gehalte. Dieses wird durch Erhitzen
weitgehend nicht zerstört.
06
Die schwarze Johannisbeere hat zudem eine seit langem bekannte „AntiAging“-Wirkung - sie ist ein Lebenselixier.
Die Beeren enthalten das Lungen Vitamin J, das stark antibakteriell wirkt.
Sie enthalten auch Anthocyane = Farbstoff, der sich positiv auf die Aktivität
der Blutgefäße auswirkt und die Zellatmung und Zellregeneration fördert.
Verwendung der Beeren:
Saft, Marmeladen, Gelees, Likör, …..
Roher Beerensaft: vitaminisierend,
immunstärkend, antioxidativ;
Warmer Beerensaft: bei geschwollenen
Mandeln, Halsschmerzen;
Verwendung der Blätter:
TEE: bewährtes Mittel gegen Gelenksentzündungen, Rheuma, Arthritis und
Gicht; Tee aus Blättern und frischer
Beerensaft bauen die Abwehrkräfte
wieder auf.
TINKTUR: Einreibung bei Gicht
Die Wirkung der schwarzen Ribisel als
natürliches Kortison ist sanft und nebenwirkungsfrei.
n Angela Panhölzl
GRÜNE NATTERNBACH 01/2016
Alle Leserinnen und Leser sind
herzlichst eingeladen unsere neue
Homepage zu besuchen. Hier werden
spannende Artikel und Berichte über
kommende oder vergangene Veranstaltungen veröffentlicht. Zudem stehen
die digitalen Ausgaben unserer
Gemeindezeitung zum Download bereit. Einfach zu finden unter:
www.natternbach.gruene.at
n Johann Schauer
grüne haube in natternbach
ikuna
und der weg zur regionalität
Wir begrüßen es sehr, dass das Restaurant des IKUNA Natternbach einen
großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit macht. Deshalb haben wir einmal
genauer nachgefragt, wie der neue
kulinarische Schwerpunkt der IKUNAKüche aussieht und mit welchen Besonderheiten die Speisekarte in dieser
Saison aufwarten wird.
Albert Schmidbauer: Das IKUNA
Restaurant wird demnächst mit der
„Grünen Haube“ ausgezeichnet, dies
verlangt zum einen eine Bio-Zertifizierung und zum anderen, dass es in jeder
Speisenkategorie auch vollwertige und
vegetarisch/vegane Angebote gibt. Zudem haben wir alle Getränke großer
Konzerne aus der Karte verbannt und
ein sehr großes Angebot an Bio-Getränken geschaffen.
Wie kam es zu dieser Änderung?
A.S.: Die Biogena Unternehmensgruppe hat sich dem 3. Nachhaltigen
Entwicklungsziel der UN „Gesundheit
und Wohlergehen“ verschrieben. Wir
haben bereits in unserem Wiener Restaurant „Zum Wohl“ die Zertifizierungsschritte zur „Grünen Haube“ eingeleitet
und möchten das natürlich konsequent
in allen unseren Gastronomiebetrieben
umsetzen. Auch für unsere Firmenbistros in Salzburg und Freilassing, wo wir
täglich über 100 MitarbeiterInnen mit
gesundem Mittagessen versorgen, gelten die gleichen Zielvorgaben: regional,
saisonal, hohe vegetarische Anteile, bio
dort wo sinnvoll und möglich, Fleisch
und Fisch von regionalen Partnern und
ohne Fertigprodukte.
Was ist bei der Auswahl der Gerichte
bzw. Zutaten wichtig?
A.S.: „Grüne Haube“ muss schmecken,
nachhaltig alleine reicht nicht. Wir
haben mit Hubert Kügerl einen erfahrenen Küchenchef bei IKUNA, dessen
Leidenschaft es ist, wohlschmeckende
Naturküche anzubieten. Kräuter und
saisonales Gemüse spielen eine große
Rolle.
Was bedeutet Regionalität?
A.S.: Regionalität bedeutet möglichst
aus der näheren Umgebung, d.h. für
uns zum Beispiel Gemüse aus dem
Eferdinger Becken, Sauwalderdäpfel,
Ziegenkäse aus Enzenkirchen, Blunzn
von der Hofmann´schen Forstverwaltung, Kräuter aus dem eigenen Garten
vor dem IKUNA Restaurant. Was wir
nicht aus der unmittelbaren Umgebung
beziehen können, ist zumindest aus
Österreich oder Süddeutschland.
Welche Herausforderungen gibt es
bezüglich Qualität und Regionalität,
Innovation? Wie schwierig ist es Produkte aus der Region zu finden?
A.S.: Die meisten regionalen BioBauern sind noch nicht ganz so gut auf
die Direktbelieferung der Gastronomie
eingestellt. Die Logistik ist oft noch
herausfordernd, aber es wird immer
besser.
Auch Gastronomie sowie Lieferanten
müssen beim Direktbezug noch lernen
– aber wenn sich beide Seiten bemühen, ist vieles möglich.
A.S.: Jeder, der ein attraktives Angebot
hat und regelmäßig liefern kann, ist
eingeladen uns anzusprechen.
Wodurch wird der Begriff Bio strapaziert?
A.S.: Wenn die Produkte aus China,
Argentinien oder Südamerika kommen,
hilft bio auch nichts mehr. Bio ohne
Regionalität macht für uns keinen Sinn,
der ökologische Fußabdruck stimmt
nicht. Für uns ist daher Bio eher eine
Frage der Haltung als der Zertifizierung.
Flusskrebse aus Kanada, argentinisches
Rindfleisch oder Wein aus Australien
würden für uns nie in Frage kommen,
egal ob diese bio sind oder nicht.
Mit welchen Maßnahmen wird sanfter
Tourismus noch gefördert?
A.S.: Wenn die Menschen einen naturnahen Familienurlaub in Österreich
verbringen, und dabei Hunderte Flugmeilen sparen, macht das aus unserer
Sicht Sinn, zum anderen macht es Sinn,
dass Eltern mit ihren Kindern Zeit in
der Natur verbringen, diese dadurch
besser schätzen lernen und vielleicht
auch schonender mit der Natur umgegangen wird. Mit dem geplanten,
sehr attraktiven Seminarhotel können
künftig die Betriebe aus dem Inn- und
Hausruckviertel auch regional Seminare
abhalten, ohne große Strecken in die
Steiermark oder nach Salzburg fahren
zu müssen.
Danke für das Interview
Werden noch bestimmte Produkte
gesucht?
GRÜNE NATTERNBACH 01/2016
07
VAN DER BELLEN 2016
„ICH GLAUBE AN
UNSER ÖSTERREICH “
Die Wahl am 22. Mai wird eine grundlegende Entscheidung zwischen zwei
sehr unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen sein. Entscheiden wir uns
für mehr Zuversicht und Miteinander.
Entscheiden wir uns für Alexander
Van der Bellen.
D
er erste Wahldurchgang am
24. April war für viele ein Pro­
test – ein Protest gegen die
Regierung, ein Protest gegen Faymann
und Mitterlehner. Jetzt, am 22. Mai, geht
es einzig und allein darum, wer der
nächste österreichische Bundespräsi­
dent wird. Entweder Norbert Hofer, der
als Kandidat der FPÖ voll auf Parteilinie
ist, lächelnd Öl ins Feuer gießt und
mit seinem Europa zerstörenden Kurs
massiven Schaden für Wirtschaft und
Arbeitsmarkt bedeuten würde. Oder
Alexander Van der Bellen, der – seinem
besten Wissen und Gewissen verpflich­
tet – Österreich in der Welt würdig
vertritt, nach innen mit Mut, Verstand,
Haltung und Zuversicht verbindet und
tragfähige Lösungen einmahnt.
werden. Das ist nicht nur meine Über­
zeugung, sondern meine persönliche
Erfahrung“, sagt Alexander Van der
Bellen. „Ich bin vor 72 Jahren in Öster­
reich als Flüchtlingskind zur Welt ge­
kommen und habe mit eigenen Augen
miterlebt, wie sich unsere Heimat aus
den Trümmern, in die uns ein nationa­
ler Wahn gebracht hat, befreit hat und
über sich selbst hinausgewachsen ist.
Der wichtigste Baustein dazu war: Der
Wille zur Zusammenarbeit. Ich glaube
an unser Österreich.“
„ICH WILL DER OBERSTE BOTSCHAFTER
UNSERER WIRTSCHAFT SEIN“
Die Lösung unserer aktuellen Probleme
und Schwierigkeiten liegt sicher nicht
in den extremen Antworten, sondern in
„Ich bin davon überzeugt, dass es eine
große Sehnsucht der Österreicherinnen
und Österreicher gibt, dass die Ab­
wärtsspirale endlich gestoppt wird. Und
ich bin überzeugt, dass wir das schaffen
WEBTIPPS
 www.vanderbellen.at
/alexandervanderbellen
08
02
GRÜNE LANDESSEITE 04/2016
Foto: Gemeinsam für Van der Bellen
Vernunft und Augenmaß. Ja, wir brau­
chen Veränderung, aber keine Zerstö­
rung der gegenwärtigen Verhältnisse.
Ja, wir brauchen einen neuen Aufbau.
Aber bestimmt kein Chaos.
Die Zukunft jedes zweiten Arbeits­
platzes in Österreich hängt direkt oder
indirekt von internationalen Aufträgen
und Exporterfolgen ab. Vom Touris­
mus ganz abgesehen. „Ich möchte der
Wirtschaft die Türen in der ganzen
Welt öffnen und damit Jobs schaffen“,
sagt Alexander Van der Bellen.
1,9 Millionen Menschen und ihre Fa­
milien sind vom Erfolg der Exportwirt­
schaft abhängig: ArbeiterInnen und
Angestellte in der Großindustrie wie
auch in tausenden Klein­ und Mittelbe­
trieben. Sie sind das Rückgrat unseres
Wohlstandes und sie alle will Alexander
Van der Bellen unterstützen.
EINE EINLADUNG AN ALLE
Für den kommenden Wahlsonntag
muss klar sein: Wer weiß wählt oder
nicht wählen geht, wählt gegen Öster­
reich. Deswegen ist diese Wahl eine
Einladung an alle Österreicherinnen und
Österreicher, die einen Bundespräsiden­
ten wollen, der Österreich im Ausland
besser repräsentiert und im Inland ver­
binden kann. Wer Österreichs Ansehen
in Europa und der Welt stärken will,
wählt am 22. Mai Van der Bellen.