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Unlegierter Vergütungsstahl
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Cf53
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Cf53
Normenzuordnung
Hauptanwendung
Technischer
Lieferzustand
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Unlegierter Vergütungsstahl
C 0,50 – 0,57 Si 0,15 – 0,35 Mn 0,40 – 0,70
DIN 17212
ISO 683-12
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Cf53
Cf53
Der Stahl Cf53 zählt zu der Gruppe der Stähle für Flamm- und Induktionshärtung. Er wird
hauptsächlich in der Automobilindustrie, z. B. für Achsteile verwendet.
Vergütet
Weichgeglüht
Normalgeglüht
640 – 880 MPa
Max. 223 HB
610 – 760 MPa
Schweißen
Cf53 ist in der Regel nicht schweißbar und sollte daher in Schweißkonstruktionen nicht eingesetzt werden.
Warmumformung
Cf53 wird bei 1050 °C – 850 °C warm umgeformt und soll anschließend langsam abgekühlt
werden.
Physikalische
Eigenschaften
Mechanische
Eigenschaften
Dichte (kg/dm3)
Elastizitätsmodul (103 MPa)
Elektr. Widerstand bei 20 °C (Ω mm2/m)
Wärmeleitfähigkeit bei 20 °C (W/m K)
Spez. Wärmekapazität bei 20 °C (J/kg K)
Wärmeausdehnung
im weichgeglühten Zustand (10-6 K-1)
20 – 100 °C
20 – 200 °C
20 – 300 °C
20 – 400 °C
7,69
210
0,19
42,6
470
11,5
12,5
13,3
13,9
Im vergüteten Zustand bei Raumtemperatur:
Durchmesser (mm)
Streckgrenze (MPa)
Zugfestigkeit (MPa)
Bruchdehnung (L0 = 5 d0) [%]
Brucheinschnürung (%)
≤ 16
510
740 – 880
12
25
> 16 ≤ 40
430
690 – 830
14
35
> 40 ≤ 100
400
640 – 780
15
14
Hinweis: Diese typischen Werte gelten für Längsproben, die bis 25 mm Durchmesser aus dem
Kern, über 25 mm aus der Randzone, und zwar mit einem Randabstand von 12,5 mm
herausgearbeitet werden. Abweichende Anforderungen können auf Anfrage berücksichtigt werden.
Wärmebehandlung
Ms: 265 °C
AC1: 725 °C
AC3: 755 °C
Normalglühen:
Das Normalglühen sollte bei Temperaturen zwischen 830 °C und 860 °C mit anschließender
Luftabkühlung durchgeführt werden.
Weichglühen:
Weichglühen erfolgt bei Temperaturen von 650 °C – 700 °C mit einer sich anschließenden
langsamen Abkühlung.
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Cf53
Vergüten:
Die Art des Härtens ist abhängig von der Geometrie des Bauteils. Das Härten kann bei Temperaturen von 805 °C – 835 °C und anschließender Wasserabschreckung erfolgen. Eine weitere Möglichkeit ist das Härten bei Temperaturen von 815 °C – 845 °C und anschließendem
Abschrecken in Öl oder einer wässrigen Polymerlösung mit vergleichbarer Abschreckwirkung.
Bei der Polymerabschreckung ist eine höhere Maßhaltigkeit als bei der Ölabschreckung zu
beobachten.
Die Anlassbehandlung sollte unmittelbar nach dem Härten stattfinden, um das Auftreten von
Rissen möglichst zu vermeiden. Das Anlassen sollte bei Temperaturen zwischen 550 °C und
660 °C erfolgen und die Haltedauer mindestens eine Stunde betragen. Die anschließende
Abkühlung sollte zur Vermeidung von Anlasssprödigkeit in Öl, Polymerlösung oder Wasser
erfolgen.
Auestraße 4
58452 Witten
www.dew-stahl.com
[email protected]
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08.2011
DEUTSCHE EDELSTAHLWERKE GMBH