Unsere Klosterkirche ist ein Ort, an dem seit Generationen

Unsere Klosterkirche ist ein Ort,
an dem seit Generationen Menschen zusammenkommen,
um Dank zu sagen für großes Glück
oder überschäumende Freude.
Sie ist ein Ort der Geborgenheit.
Menschen bringen hier vor Gott,
was sie belastet,
was sie zu Boden drückt,
was ihnen Angst macht.
Sie bringen ihre Trauer und ihre Tränen zu Gott
und auch das, was sie falsch gemacht haben.
Sie ist ein Ort, an dem man sich ausruhen kann
vom Alltag, von Belastungen,
von Stress oder Unruhe.
Sie – und besonders die Menschen,
die zu ihr gehören –
ist so etwas wie ein Teil eines weltweiten Netzes.
Ihr habt hier und dort angedockt,
vielleicht auch neue Kontakte geknüpft.
Ihr habt Eure Erfahrungen gemacht.
Erfahrungen mit Menschen,
die auf Gott vertrauen und sich ihm anvertrauen,
die aber immer auch Menschen sein werden,
mit ihren Ecken und Kanten,
mit ihren Fehlern und Schwächen,
wie sie auch alle anderen haben.
Ihr werdet auch weiterhin
eure Erfahrungen machen –
mit den Menschen und auch mit Gott.
Ihr seid dabei,
das Netz eures Glaubens auszuspannen,
es für das Leben tragfähig zu machen.
Ich wünsche euch,
dass ihr euren Platz findet.
Den Platz für euch
mit euren je eigenen Begabungen,
mit euren Stärken und euren Fähigkeiten.
Ihr seid, wie es in einem Lied heißt,
jeder und jede ein genialer Gedanke Gottes.
Ihr seid gewollt, wichtig und wertvoll.
Ihr seid toll – so wie ihr seid –
jeder und jede von euch.
Ich wünsche euch, dass ihr einen Punkt findet,
der euch Ruhe und Gelassenheit schenkt.
Ich wünsche euch, dass ihr anknüpfen könnt
an dem Netz des Glaubens,
der Liebe und der Hoffnung.
Und ich wünsche unserer Kirche,
dass ihr den Staffelstab aufnehmen werdet.
Dass Ihr weitertragt,
was Generationen vor euch getröstet hat,
was Generationen vor euch
Hoffnung und Mut geschenkt hat.
Ich wünsche unserer Kirche,
dass ihr mit euren Stärken und Schwächen,
mit euren Fähigkeiten und Begabungen
auch in Zukunft von Gott erzählt,
der diese Welt geschaffen hat und sie erhält.
Dass ihr von Jesus Christus erzählt,
der uns befreit von Schuld
und uns Hoffnung auf zukünftiges Leben schenkt.
Dass ihr vom Heiligen Geist erzählt,
der Mut macht und Hoffnung schenkt.
Ich wünsche euch und unserer Kirche,
dass ihr vorlebt,
was eure und unsere Hoffnung ist.
Dass Gott da ist heute und morgen
und jeden neuen Tag.