Geringfügige Korrosionsspuren an Fass mit Bauschutt

Pressemitteilung
21.04.2016
Geringfügige Korrosionsspuren an Fass mit Bauschutt in Brunsbüttel
An einem 400-Liter-Fass mit Bauschutt sind im Kernkraftwerk Brunsbüttel geringfügige
Korrosionsspuren festgestellt worden (siehe beigefügtes Bild). Das Fass mit dem schwach
radioaktiven Bauschutt befand sich seit seiner Einlagerung 1983 in einer der beiden so genannten
Transportbereitstellungshallen (TBH) auf dem Kraftwerksgelände und sollte zusammen mit insgesamt
20 Fässern zur Neuverpackung an eine Konditionierungsanlage für radioaktive Stoffe der Gesellschaft
für Nuklearservice (GNS) in Duisburg geliefert werden.
Eine gesundheitsgefährdende Strahlung geht von dem Gebinde nicht aus, die Ortsdosisleistung wurde
mit deutlich weniger als einem Mikrosievert pro Stunde an dessen Oberfläche gemessen. (Zum
Vergleich: Pro Flug Frankfurt – New York beträgt nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz
die Strahlendosis durch Höhenstrahlung zwischen 32 und 75 Mikrosievert, beim Flug Frankfurt – Gran
Canaria sind es immerhin noch zehn bis 18 Mikrosievert.)
Vattenfall hat nach der Feststellung der Korrosion die Arbeiten eingestellt und von sich aus die
Aufsichtsbehörde in Kiel informiert.
Anschließend wurde in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde das betroffene Fass zusammen mit
weiteren drei Fässern, die bereits zuvor inspiziert worden waren und die unauffällig waren, in einem
Container verpackt und in das Kraftwerksgebäude verbracht.
Vattenfall geht davon aus, dass trotz der Korrosion die Handhabbarkeit auch des Fasses mit
Korrosionsspuren nicht beeinträchtigt ist.
Die TBH 1, in der sich das Fass befand, wurde zuletzt Ende 2015 von Vattenfall, Vertretern der
Aufsichtsbehörde und Gutachtern visuell inspiziert. Dabei waren keine Auffälligkeiten verzeichnet
worden.
Vattenfall arbeitet derzeit an einem Konzept zur weiteren Behandlung der insgesamt 171 Fässer mit
vergleichbarem Inhalt in der TBH 1, das sowohl mit der Aufsichtsbehörde als auch mit externen
Gutachtern abgestimmt werden wird. Darüber hinaus wird ein Untersuchungsprogramm abgestimmt.
Die Fässer befinden sich noch in der Transportbereitstellunghalle beim Kernkraftwerk Brunsbüttel, weil
der bisher vorgesehene Zielort Schacht Konrad, das Bundesendlager für schwach- und mittelradioaktive
Stoffe, weiterhin nicht zur Verfügung steht. Seine Eröffnung verzögert sich seit den 1990er Jahren und
ist momentan für das Jahr 2022 vorgesehen.
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sieht vor, ein nachhaltiges und breit gefächertes europäisches Energieportfolio aufzubauen und eines der Unternehmen zu
sein, die die Entwicklung hin zu einem unter Umweltaspekten nachhaltigen Energiesystem anführen.