B213 + B402 + B72 = E233 - vce

B213 + B402 + B72 = E233
E233-Ausbau
verhindern!
Aber wie?
Heute:
Einwendungen gegen den
Referentenentwurf des
Bundesverkehrswegeplans
schreiben
Deadline:
2. Mai
2016
Kleine Begriffskunde:
BVWP = Bundesverkehrswegeplan
NKV
= Nutzen-Kosten-Verhältnis
VWU
= Verkehrswirtschaftlichkeitsuntersuchung
UVS
= Umweltverträglichkeitsstudie
UB
= Umweltbericht (zum BVWP 2030)
E233
Um wen geht es
beim geplanten Ausbau?
Um uns?
klassische Route über A30 - A1
Maut-Ausweichroute über E233
Routen-Vergleich
Differenz: 13 km
Ausweich: 235 km
klassisch: 248 km
Es geht nicht um uns, sondern um Transit-Lkw!
Wirtschaftlich
unnötig.
Ein finanzielles
Desaster.
Wir wollen den
vierstreifigen
Ausbau der E233
verhindern.
Rückblick
2010
Ursprüngliche
Planungskosten-Verteilung:
EU-Mittel von der EDR
Niedersachsen
NL
Landkreise CLP + EL
Städtering Zwolle-Emsland
Spenden IHK OL + OS
= 6.000.000 €
Rückblick
2010
Durch die NL geänderte
Planungskosten-Verteilung:
EU-Mittel von der EDR
Niedersachsen
NL
Landkreise CLP + EL
Städtering Zwolle-Emsland
Spenden IHK OL + OS
= 6.000.000 €
Stand
Oktober 2013
Kostensteigerungen - neue
Planungskosten-Verteilung:
EU-Mittel von der EDR
Niedersachsen
NL
Landkreise CLP + EL
Städtering Zwolle-Emsland
Spenden IHK OL + OS
= 8.000.000 €
Stand
März 2016
Kostensteigerungen - neue
Planungskosten-Verteilung:
EU-Mittel von der EDR
Niedersachsen
NL
Landkreise CLP + EL
Städtering Zwolle-Emsland
Spenden IHK OL + OS
12.500.000 €
E233-Planung = außer Kontrolle
E233-Planung = außer Kontrolle
Steigerung der benannten (!)
Planungskosten bisher:
+ 108,3 %
+ 6.500.000 €
E233-Ausbau = Fass ohne Boden
E233-Ausbau = Fass ohne Boden
Steigerung der benannten (!)
Ausbaukosten bisher:
+ 380,4 %
+ 612,1 Mio €
Zahlen
Daten
Fakten
Kosten
• Planung: von 6 Millionen € auf jetzt 12,5 Millionen € angestiegen
• Baukosten: von ursprünglich 218,3 Mio. € auf derzeit
830,4 Mio. € angestiegen
• Umweltschäden: mit 111,3 Mio. € beziffert
• Folgekosten und Folgeschäden unbeziffert
Verkehr
• 2003: 16.800 Fahrzeuge pro Tag (Kfz/24h)
• 2014: B213-Zählst. Herzlake: 8.437 Kfz/24h
B213-Zählst. Stapelfeld: 19.898 Kfz/24h
B402-Zählst. Hebelermeer: 10.333 Kfz/24h
[BASt: Automatische Zählstellen]
• 2016:
im Bezugsfall 2030: 13.000 Kfz/24h
im Planfall 2030: 15.000 Kfz/24h
[Projektdossier]
NKV
• 2003: 0,2
• 2004: 1,0 (radiert!)
• 2008: 4,6 (schöngerechnet)
• 2013: 1,03 (Prof. Dr.-Ing. Gert Marte)
• 2014: 0,49 (E233-Kostenuhr)
• 2016: 2,1 (BVWP-Entwurf)
• 2016: 0,41… (E233-Kostenuhr)
Fläche
• In der Vergangenheit keine konkreten
Aussagen seitens der Planer und Politik
• April 2016 Meppen: über 500 ha Fläche
allein im Landkreis EL benötigt (in CLP
vermutlich mindestens dasselbe nochmal)
Vermutlich ca. 1.000-1.200 ha
Flächenverbrauch
Wo schreibt
man eine
Einwendung?
Bundes-
Ministerium für
Verkehr und digitale
Infrastruktur
www.bmvi.de
Keine Fantasie-Adressen!
Diese Webseite führt direkt
auf die BMVI-Seite, auf der
man seine Stellungnahme
abgeben kann:
www.verkehrswende.eu/
bvwp-einwendungen.php
Bitte zur Info eine E-Mail an
[email protected]
Gern auch mit dem
Text der Einwendung.
Wie schreibt
man eine
Einwendung?
Formale Anforderungen
• Die Einwendung muss individuell und auf
das Projekt zugeschnitten sein.
• Sie darf sich nicht im Klein-Klein verlieren
und zu detailliert werden.
• Sie muss aktuell sein und sich auf den
aktuellen Stand beziehen (z.B. bei den
Verkehrsdaten).
• Der Bezug zum Gesamtplan ist wichtig.
7 generelle Kritikpunkte
1. Der BVWP-Entwurf ist unvollständig.
Der Gesamtplan-Entwurf ist nicht fertig
und daher nicht beweisbar. Weil eine
Netzplanung fehlt, werden die Emissionen
des Gesamtplans nur geschätzt.
2. Der BVWP ist intransparent.
Verkehrsprognosen sind oft nicht
nachvollziehbar. Wirtschaftlichkeit daher
nicht nachprüfbar. Lkw-Maut ab 2018 ist
im Bezugsfall 2030 nicht eingerechnet.
7 generelle Kritikpunkte
3. Umweltziele komplett verfehlt:
Keine Reduzierung der Treibhausgabe.
Keine Grenze zusätzlichen Flächenverbrauchs.
Keine Vermeidung der Zerschneidung.
Neubau vor Ausbau statt Ausbau/
Instandhaltung.
4. Unausgegorene Bewertung: Hohe
Umweltbetroffenheit führt nicht zur
Abwertung. NKV und raumordnerische
Beurteilung haben überragendes Gewicht.
7 generelle Kritikpunkte
5. Die gesetzlichen Umweltschutz-Vorgaben
(Strategische Umweltprüfung und UVPGesetz), alle vernünftigen Alternativen zu
ermitteln, zu beschreiben und zu bewerten,
werden in keinem einzigen Fall voll erfüllt.
6. Stau-Abbau aufgrund von Ausbau der
Straßenkapazität und Erzeugung von
Neuverkehr nicht möglich. Kein
Verkehrsträger-übergreifendes Management.
7 generelle Kritikpunkte
7. Der BVWP ist unzureichend periodisiert und
umfinanzierbar. Rechnet man
Baukostensteigerungen ein, fehlen
100 Milliarden Euro. Die sogenannte Schleppe
des BVWP nach 2030 ist fast so groß wie der
Vordringliche Bedarf!
[Generelle Kritikpunkte des BUND am BVWP.]
Am Projekt orientieren
• Projektdossiers ansehen! Das Gesamtprojekt lautet
B213-G10-NI
• Das Dossier begründet die
.
Vordringlichkeit damit, dass es sich um
einen Netzschluss (A1 - NL) handelt.
PRINS:
PRojekt-INformationsSystem
www.bvwp-projekte.de
Was ist zu kritisieren?
• unkorrekte oder unvollständige Fakten
und Berechnungsergebnisse
• Widersprüche, Schönrechnereien, z.B. im NKV
• problematische Gewichtungen und
Schlussfolgerungen
• hohe Umweltbelastung durch Ausbau
• Fehlende Alternativvorschläge (Schiene?)
Alternativen vorschlagen
• Dieses Projekt soll Netzschluss zwischen
der A1 und den Niederlanden bewirken.
Alternative: die bestehende Verbindung über A1 + A30.
• Entlastung des Streckennetzes: Es kann
immer noch ein Durchfahrverbot für
Transit-Lkw eingeführt werden!
Persönliche Betroffenheit
• Entwertung von Grundstücken und
Immobilien
• erhöhte Belastung durch Lärm, Abgase,
Feinstaub-Emissionen, längere Wege
• zertrennte Dörfer und isolierte Gebäude
• wesentlich weniger Anbindungen
• Gefahr echter Staus
(Folge: »Gefangensein« im Stau)
Persönliche Betroffenheit
• Nachteile für die boomende TourismusBranche
• wertvolle Ackerflächen gehen der
Landwirtschaft verloren (über 1.000 ha)
• mehr als doppelt so viel Verkehr wie jetzt
• Risiko für noch mehr Unfälle
• keine Vorteile für die Region
• usw.
Nächste Schritte
Nächste Schritte
Erzählen Sie allen, dass
jeder bis um 2. Mai 2016
Einwendungen gegen
das E233-Ausbauprojekt
schreiben kann.
Nächste Schritte
Reden Sie mit Ihren Nachbarn,
Bekannten und Politikern
darüber, dass der geplante
E233-Ausbau noch nicht »in
trockenen Tüchern« ist und
noch verhindert werden kann.
Nächste Schritte
Wir haben begonnen, entlang der Strecke
rote Xe
aufzustellen und wollen so gegen den
geplanten Ausbau
Zeichen setzen.
Nächste Schritte
Bitte beteiligen Sie sich an der Aktion
»
X-233 mal quer«
und stellen Sie rote Xe an der Strecke auf.
Nächste Schritte
Wenn die Planungsabschnitte
planfestgestellt sind, werden die uns
bekannten Klagewilligen dagegen
klagen.
Der VCE unterstützt die Klagen,
auch finanziell. Details zu einem
späteren Zeitpunkt.
PS: Bitte Mitgliedsantrag ausfüllen.
Oder spenden Sie.
Vielen Dank. Ihr VCE.
E233
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!