pankr_kimu_programm_paulus_151010_na

Oratorium von
Felix Mendelssohn Bartholdy
Miriam Meyer [Sopran] - Mareike Morr [Alt]
Hans Jörg Mammel [Tenor] - Sebastian Klein [Bass]
Burgdorfer Kantorei
Frauenstimmen aus Canticum Novum
Kammer Sinfonie Bremen
Leitung: Martin Burzeya
Samstag, 10.10.2015 - 18.00 Uhr
St. Pankratius-Kirche Burgdorf
Freundeskreis zur Förderung
der Kirchenmusik
an St. Pankratius e.V.
Musik - Landschaft Kirchenkreis Burgdorf
Paulus
lefon:
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Felix Mendelssohn Bartholdy
(1809-1847)
Paulus
Oratorium in zwei Teilen
Text:
Julius Schubring
(1700/01 - 1773)
1. Overture
ERSTER TEIL
2. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): Herr, der du bist der Gott, der Himmel und Erde und
das Meer gemacht hat. Die Heiden lehnen sich auf, Herr, wider dich und deinen Christ.
Und nun, Herr, siehe an ihr Droh‘n, und gib deinen Knechten mit aller Freudigkeit
zu reden dein Wort.
3. Choral
Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum, dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ganz unermess‘n ist seine Macht, nur das
geschieht, was er bedacht. Wohl uns, wohl uns des Herren!
4. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Stephanus
aber, voll Glauben und Kräften, tat Wunder vor dem Volk, und die Schriftgelehrten
vermochten nicht zu widersteh‘n der Weisheit und dem Geist, aus welchem er redete.
Da richteten sie zu etliche Männer, die da sprachen:
Zwei falsche Zeugen (Bass I&II): Wir haben ihn gehört Lästerworte reden wider diese
heil‘ge Stätte und das Gesetz.
Erzähler (Sopran): Und bewegten das Volk und die Ältesten und traten hinzu und
rissen ihn hin und führten ihn vor den Rat und sprachen:
5. Chor
Die Juden (Chor): Dieser Mensch hört nicht auf zu reden Lästerworte wider Mosen
und wider Gott. Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, dass ihr nicht solltet lehren
3
in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre. Denn wir
haben ihn hören sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und ändern
die Sitten, die uns Mose gegeben hat.
6. Rezitativ und Chor
Erzähler (Sopran): Und sie sahen auf ihn, alle, die im Rat saßen, und sahen sein
Angesicht wie eines Engels Angesicht. Da sprach der Hohepriester: „Ist dem also?“
Stephanus sprach:
Stephanus (Tenor): Lieben Brüder und Väter, höret zu: Gott der Herrlichkeit erschien
unsern Vätern, errettete das Volk aus aller Trübsal und gab ihnen Heil. Aber sie vernahmen es nicht. Er sandte Moses in Ägypten, da er ihr Leiden sah und hörete ihr
Seufzen. Aber sie verleugneten ihn und wollten ihm nicht gehorsam werden und
stießen ihn von sich und opferten den Götzen Opfer. Salomo baute ihm ein Haus,
aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Der
Himmel ist sein Stuhl und die Erde seiner Füße Schemel. Hat nicht seine Hand das
alles gemacht? Ihr Halsstarrigen, ihr widerstrebt allezeit dem Heil‘gen Geist! Wie eure
Väter, also auch ihr. Welche Propheten haben eure Väter nicht verfolgt, die da zuvor
verkündigten die Zukunft des Gerechten, dessen Mörder ihr geworden seid. Ihr habt
das Gesetz empfangen durch der Engel Geschäfte und habt es nicht gehalten.
Die Juden (Chor): Weg, weg mit dem! Er lästert Gott, und wer Gott lästert, der soll
sterben!
Stephanus (Tenor): Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur
Rechten Gottes steh‘n!
7. Arie
Stimme Jesu (Sopran): Jerusalem, die du tötest die Propheten, die du steinigest, die
zu dir gesandt. Wie oft hab ich nicht deine Kinder versammeln wollen, und ihr habt
nicht gewollt!
8. Rezitativ
Erzähler (Tenor): Sie aber stürmten auf ihn ein und stießen ihn zur Stadt hinaus und
steinigten ihn und schrien laut:
Die Juden: Steiniget ihn! Er lästert Gott, und wer Gott lästert, der soll sterben!
9. Rezitativ
Erzähler (Tenor): Und sie steinigten ihn. Er kniete nieder und schrie laut: „Herr,
behalte ihnen diese Sünde nicht! Herr Jesu, nimm meinen Geist auf!“ Und als er das
gesagt, entschlief er.
Choral
Dir, Herr, dir will ich mich ergeben, dir, dessen Eigentum ich bin. Du nur allein, du
bist mein Leben, und Sterben wird mir dann Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir,
sei du nur mein, so g‘nügt es mir.
4
10. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus. Der hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es beschickten aber
Stephanum gottesfürchtige Männer und hielten eine große Klage über ihn.
11. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): Siehe! Wir preisen selig, die erduldet haben. Denn
ob der Leib gleich stirbt, doch wird die Seele leben.
12. Rezitativ und Arie
Erzähler (Tenor): Saulus aber zerstörte die Gemeinde und wütete mit Drohen und
Morden wider die Jünger und lästerte sie und sprach:
Paulus (Bass): Vertilge sie, Herr Zebaoth, wie Stoppeln vor dem Feuer! Sie wollen
nicht erkennen, dass du mit deinem Namen heißest Herr allein, der Höchste in aller
Welt. Lass deinen Zorn sie treffen, verstummen müssen sie!
13. Rezitativ und Arioso
Erzähler (Alt): Und zog mit einer Schar gen Damaskus und hatte Macht und Befehl
von den Hohepriestern, Männer und Weiber gebunden zu führen gen Jerusalem.
Stimme der Christenheit (Alt): Doch der Herr vergisst die seinen nicht, er gedenkt
seiner Kinder. Fallt vor ihm nieder, ihr Stolzen, denn der Herr ist nahe!
14. Rezitativ
Erzähler (Tenor): Und als er auf dem Wege war und nahe zu Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel, und er fiel auf die Erde und hörte eine
Stimme, die sprach zu ihm:
Stimme Jesu (Frauenchor): Saul, was verfolgst du mich?
Erzähler (Tenor): Er aber sprach: „Herr, wer bist du?“ Der Herr sprach zu ihm:
Stimme Jesu (Frauenchor): Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst!
Erzähler (Tenor): Und er sprach mit Zittern und Zagen: „Herr, was willst du, das ich
tun soll?“ Der Herr sprach zu ihm:
Stimme Jesu (Frauenchor): Stehe auf und gehe in die Stadt, da wird man dir sagen,
was du tun sollst.
15. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt das
Erdreich und Dunkel die Völker. Aber über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dir.
5
16. Choral
„Wachet auf!“, ruft uns die Stimme der Wächter, sehr hoch auf der Zinne, „Wach auf,
du Stadt Jerusalem! Wacht auf, der Bräut‘gam kommt, steht auf, die Lampen nehmt,
Hallelujah! Macht euch bereit zur Ewigkeit! Ihr müsset ihm entgegengeh‘n.“
17. Rezitativ
Erzähler (Tenor): Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen und waren
erstarrt, denn sie hörten eine Stimme und sahen niemand. Saulus aber richtete sich
auf von der Erde, und da er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber
bei der Hand und führten ihn gen Damaskus, und war drei Tage nicht sehend und
aß nicht und trank nicht.
18. Arie
Paulus (Bass): Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach
deiner großen Barmherzigkeit. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm
deinen Heiligen Geist nicht von mir. Ein geängstetes und zerschlagenes Herz wirst
du, Gott, nicht verachten. Denn ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich
die Sünder zu dir bekehren. Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen
Ruhm verkündige.
19. Rezitativ
Erzähler (Tenor): Es war aber ein Jünger zu Damaskus mit Namen Ananias, zu dem
sprach der Herr:
Stimme Jesu (Sopran): Ananias, stehe auf und frage nach Saul von Tarse, denn siehe,
er betet! Dieser ist mir ein ausgewähltes Rüstzeug. Ich will ihm zeigen, wie viel er
leiden muss um meines Namens willen.
20. Arie mit Chor
Paulus (Bass): Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen ewiglich. Denn
deine Güte ist groß über mich und hast meine Seele errettet aus der tiefen Hölle.
Stimme der Christenheit (Chor): Der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern
abwischen, denn der Herr hat es gesagt.
21. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände
auf ihn und sprach:
Ananias (Tenor): Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, der dir erschienen
ist auf dem Wege, da du herkamst, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen
Geist erfüllet werdest.
Erzähler (Sopran): Und alsbald fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er ward
wieder sehend und stand auf und ließ sich taufen. Und alsbald predigte er Christum
in den Schulen und bewährte es, dass dieser ist der Christ.
6
22. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): O, welch eine Tiefe des Reichtums der Weisheit und
Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine
Wege! Ihm sei Ehre in Ewigkeit, Amen!
—
KURZE PAUSE —
ZWEITER TEIL
23. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): Der Erdkreis ist nun des Herrn und seines Christ,
denn alle Heiden werden kommen, denn deine Herrlichkeit ist offenbar geworden,
denn alle Heiden werden anbeten vor dir.
24. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Und Paulus kam zu der Gemeinde und predigte den Namen des
Herrn Jesu frei. Da sprach der Heilige Geist: „Sendet mir aus Barnabas und Paulus
zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe.“ Da fasteten sie und beteten und legten
die Hände auf sie und ließen sie gehen.
25. Duettino
Barnabas und Paulus (Tenor, Bass): So sind wir nun Botschafter an Christi Statt,
denn Gott vermahnet durch uns.
26. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): Wie lieblich sind die Boten, die den Frieden verkündigen. In alle Lande ist ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte.
27. Rezitativ und Arioso
Erzähler (Sopran): Und wie sie ausgesandt von dem Heil‘gen Geist, so schifften sie
von dannen und verkündigten das Wort Gottes mit Freudigkeit. Lasst uns singen
von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Wahrheit verkündigen.
28. Rezitativ und Chor
Erzähler (Tenor): Da aber die Juden das Volk sah‘n, wie es zusammenkam, um Paulus zu hören, wurden sie voll Neid und widersprachen dem, das von Paulus gesagt
ward, und lästerten und sprachen:
Die Juden (Chor): So spricht der Herr: Ich bin der Herr, und ist außer mir kein
Heiland.
Erzähler (Tenor): Und sie stellten Paulus nach und hielten einen Rat zusammen,
dass sie ihn töteten, und sprachen zueinander:
7
29. Chor
Die Juden (Chor): Ist das nicht, der zu Jerusalem verstörte alle, die diesen Namen
anrufen? Verstummen müssen alle Lügner! Weg, weg mit ihm!
Choral
O Jesu Christe, wahres Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu
deiner Herd, dass ihre Seel‘ auch selig werd.
Erleuchte, die da sind verblendt, bring her, die sich von uns getrennt, versammle,
die zerstreuet geh‘n, mach fester, die im Zweifel steh‘n.
30. Rezitativ
Erzähler (Tenor): Paulus aber und Barnabas sprachen frei und öffentlich:
Paulus (Bass): Euch musste zuerst das Wort Gottes gepredigt werden. Nun ihr es
aber von euch stoßet und achtet euch selbst nicht wert des ewigen Lebens, siehe, so
wenden wir uns zu den Heiden.
31. Duett
Barnabas und Paulus (Tenor, Bass): Denn also hat uns der Herr geboten: Ich habe
dich den Heiden zum Licht gesetzet, dass du das Heil seist bis an das Ende der
Erde. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, der soll selig werden.
32. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Und es war ein Mann zu Lystra, der war lahm und hatte noch
nie gewandelt. Der hörte Paulus reden, und als er ihn ansah, sprach er mit lauter
Stimme: „Stehe auf, auf deine Füße!“ Und er stand auf und wandelte und lobete
Gott. Da aber die Heiden sah‘n, was Paulus getan, hoben sie ihre Stimmen auf und
sprachen zueinander:
33. Chor
Die Heiden (Chor): Die Götter sind den Menschen gleich geworden und sind zu uns
hernieder gekommen.
34. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Und nannten Barnabas Jupiter und Paulus Merkurius. Der Priester aber Jupiters, der vor ihrer Stadt war, brachte Rinder und Kränze vor das Tor
und wollte opfern samt dem Volk, und beteten sie an.
35. Chor
Die Heiden (Chor): Seid uns gnädig, hohe Götter! Seht herab auf unser Opfer!
36. Rezitativ und Chor
Erzähler (Tenor): Da das die Apostel hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen
unter das Volk, schrien und sprachen:
8
Paulus (Bass): Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen,
gleich wie ihr, und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von
diesem falschen zu dem lebendigen Gott, welcher gemacht hat Himmel und Erde
und das Meer. Wie der Prophet spricht: All eure Götzen sind Trügerei, sind eitel
Nichts und haben kein Leben. Sie müssen fallen, wenn sie heimgesuchet werden.
Gott wohnet nicht in Tempeln, mit Menschenhänden gemacht. Wisset ihr nicht,
dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand
den Tempel Gottes verderben wird, den wird Gott verderben. Denn der Tempel
Gottes ist heilig, der seid ihr! Aber unser Gott ist im Himmel, er schaffet alles, was
er will.
Stimme der Christenheit (Chor): Aber unser Gott ist im Himmel, er schaffet alles,
was er will.
37. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Da ward das Volk erreget wider sie, und es erhob sich ein Sturm
der Juden und Heiden, und wurden voller Zorn und riefen gegen ihn:
38. Chor
Die Juden und Heiden (Chor): Hier ist des Herren Tempel! Ihr Männer von Israel
helfet! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an allen Enden lehret wider dies
Volk, wider das Gesetz und wider diese heil‘ge Stätte! Steiniget ihn!
39. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Und sie alle verfolgten Paulus auf seinem Wege, aber der Herr
stand ihm bei und stärkte ihn, auf dass durch ihn die Predigt bestätigt würde, und
alle Heiden höreten.
40. Cavatine
Stimme Jesu (Tenor): Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens
geben. Fürchte dich nicht, ich bin bei dir.
41. Rezitativ
Erzähler (Sopran): Paulus sandte hin und ließ fordern die Ältesten von der Gemeinde zu Ephesus und sprach zu ihnen.
Paulus (Bass): Ihr wisset, wie ich allezeit bin bei euch gewesen und dem Herrn
gedient mit aller Demut und mit vielen Tränen und habe bezeuget den Glauben
an unsern Herrn Jesum Christum. Und nun siehe, ich, im Geist gebunden, fahre
hin gen Jerusalem. Trübsal und Bande harren mein daselbst. Ihr werdet nie mein
Angesicht wiedersehen.
Erzähler (Sopran): Sie weineten und sprachen:
9
42. Rezitativ und Chor
Die Gemeinde in Ephesus (Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor): Schone doch deiner
selbst! Das widerfahre dir nur nicht!
Paulus (Bass): Was machet ihr, dass ihr weinet und brechet mir mein Herz? Denn
ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben zu Jerusalem, um des Namens willen des Herren Jesu.
Erzähler (Tenor): Und als er das gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen allen,
und sie geleiteten ihn an das Schiff und sahen sein Angesicht nicht mehr.
43. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget,
dass wir sollen Gottes Kinder heißen.
44. Rezitativ
Stimme der Christenheit (Sopran): Und wenn er gleich geopfert wird über dem
Opfer unsers Glaubens, so hat er einen guten Kampf gekämpft. Er hat den Lauf
vollendet, er hat Glauben gehalten. Hinfort ist ihm beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, die ihm der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird.
45. Chor
Stimme der Christenheit (Chor): Nicht aber ihm allein, sondern allen, die seine Erscheinung lieben. Der Herr denket an uns und segnet uns. Lobe den Herrn, meine
Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Ihr, seine Engel, lobet den Herrn!
Gefördert durch die
Impressum
Ev.-luth. Krchenkreiskantorat Burgdorf | Kirchenkreiskantor Martin Burzeya | Spittaplatz 1 - 31303 Burgdorf | Tel. 05136 - 88 89 22
Email: [email protected] | Gestaltung: W. Hornig, Burgdorf
10
Einführung zum Oratorium „Paulus“
F
elix Mendelssohn Bartholdy wurde
am 3. Februar 1809 in Hamburg als
Sohn des Bankiers Abraham Mendelssohn und Enkel des angesehenen Philosophen Moses Mendelssohn geboren.
1811 übersiedelte die Familie nach Berlin.
Felix und seine drei Geschwister wurden
von Beginn an christlich erzogen und
schließlich im Jahr 1816 protestantisch
getauft. Die Eltern konvertierten sechs
Jahre später.
Seinen ersten Klavierunterricht erhielt
Felix von seiner Mutter, später wurden
Ludwig Berger im Klavierspiel, Carl Wilhelm Henning und Eduard Rietz auf der
Violine und Carl Friedrich Zelter in Komposition seine Lehrer. Zwischenzeitlich
bildete er sich auf dem Klavier auch bei
Johann Nepomuk Hummel, einem der
führenden Virtuosen seiner Zeit, fort.
Im großbürgerlichen Haus der Mendelssohns verkehrten viele Berühmtheiten
aus Handel, Kunst und Wissenschaft.
Jeden Sonntag wurden dort Konzerte
veranstaltet, zu denen eigens eine kleine
Kapelle engagiert wurde. Hier bot sich
Felix schon früh die Gelegenheit, eigene
Kompositionen praktisch zu erproben.
1820 trat er der Berliner Singakademie
bei, deren Leiter Carl Friedrich Zelter
war. Dieser pflegte hier eine für diese
Zeit seltene Aufführungstradition von
Werken Johann Sebastian Bachs. Im Jahr
1822 wurden die ersten Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy öffentlich
aufgeführt. 1824 schrieb er seine erste
Symphonie, 1826 die Ouvertüre zu Shakespeares „Sommernachtstraum“. Gerade
diese beiden sehr frühen Werke sorgten
für einen beispiellosen Triumph während
seiner ersten Reise nach England 1829;
von dort verbreitete sich sein Ruhm als
Komponist zurück auf das Festland.
Nach weiteren ausgedehnten Reisen
– nach Italien, Frankreich und England – übernahm er 1833 die Leitung
der Niederrheinischen Musikfeste
und den Posten des Musikdirektors in
Düsseldorf. Schon im folgenden Jahr
wechselte er dann als Gewandhauskapellmeister nach Leipzig, wo er bis zu
seinem Tod blieb. Zwischenzeitliche
Abwerbungsversuche durch den preußischen König, der Mendelssohn nach
Berlin holen wollte, blieben erfolglos.
Ein Meilenstein seines Leipziger Wirkens war – gemeinsam mit Ferdinand
David, Moritz Hauptmann und Robert
Schumann – die Gründung des Leipziger Konservatoriums, aus dem in den
11
12
Folgejahren viele bedeutende Musiker
hervorgegangen sind.
Als Felix Mendelssohn Bartholdy am 4.
November 1847 in Leipzig starb, war er
vielleicht der berühmteste Musiker und
Komponist Deutschlands und auch international hoch angesehen. „Paulus“ ist das
erste von drei geplanten Oratorien über
zentrale Figuren der Bibel. Den zweiten
dieser „Trilogie“ bildet mit dem „Elias“
das bis heute bekannteste Oratorium des
19. Jahrhunderts, der dritte Teil, „Christus“, blieb unvollendet.
Angeregt durch den Leiter des Frankfurter Cäcilienvereins beschäftigte sich
Felix Mendelssohn Bartholdy ab dem
Jahr 1833, er war damals 24 Jahre alt,
mit seinem ersten abendfüllenden geistlichen Werk. Zur Uraufführung brachte
er das Stück am 22. Mai 1836 beim 17.
Niederrheinischen Musikfest in Düsseldorf. Wie bei solchen musikalischen
Festen damals üblich, waren die äußeren
Bedingungen gigantisch: Auf der Bühne
standen insgesamt 536 Musiker, davon
364 Chorsänger.
Die Aufführung wurde ein einzigartiger
Erfolg. Das Oratorium des noch jungen
Komponisten erlebte in nur eineinhalb
Jahren über 50 Aufführungen, vor allem
in Deutschland und England, im Jahr 1837
aber auch schon in den Vereinigten Staaten von Amerika. Robert Schumann und
Richard Wagner äußerten sich begeistert
über das Werk. Einige wenige Kritiker
bemängelten nicht den musikalischen
Gehalt, sondern in erster Linie die äußere
Form des „Paulus“, in der sie zu große
Anleihen bei den barocken Meistern
Bach und Händel sahen. Dies hielten
sie (z.B. Louis Spohr und Carl Loewe)
für nicht zeitgemäß. Aus heutiger Sicht
sind es hingegen vielleicht gerade diese
Anleihen bei den großen Meistern, die
zu einer zeitlosen Wirkungsmacht des
Werkes beitragen.
Michael Meyer-Frerichs
A
ls Texte verwendet Mendelssohn
ähnlich wie in den barocken Oratorien nur biblische Texte (bis auf die Choräle
und einen Chor). Diese stammen zum
größten Teil aus der Apostelgeschichte
und der hebräischen Bibel. Mit Blick auf
die Funktion eines Oratoriums erscheint
das nur allzu verständlich, sollte darin
doch ein konkretes, nachzuverfolgendes Geschehen geschildert werden. An
Hand der zum Teil schwer verständlichen und theologisch hoch komplexen
Aussagen der Paulus-Briefe scheint das
schlichtweg unmöglich. Schauen wir
uns den konkreten Handlungsverlauf
unter Zuhilfenahme von thematischen
Überschriften an:
Teil 1
Szene 1 (Nr. 2 u. 3)
Aus dem Leben der Urgemeinde
Szene 2 (Nr. 4-11)
Steinigung des Stephanus
Szene 3 (Nr. 12-21)
Berufung und Taufe des Paulus
Teil 2
Szene 4 (Nr. 24-27)
Aussendung des Barnabas und Paulus
Szene 5 (Nr. 28-31)
Verfolgung durch die Juden und Hinwendung
zu den Heiden
Szene 6 (Nr. 32-36)
Paulus und Barnabas in Lystra
13
Szene 7 (Nr. 37-40)
Verfolgung durch Juden und Heiden
Szene 8 (Nr. 41-43)
Abschied des Paulus von der Gemeinde zu
Ephesus
Szene 9 (Nr. 44 u. 45)
Vorausblick auf Tod und Vollendung des
Paulus
Eine bestimmende Szene des ersten Teils
ist Szene 2 (Steinigung des Stephanus).
Hier spielt Paulus eine Nebenrolle. Die
Szene wirkt aber gewissermaßen als eine
Exposition für das gesamte Handlungsgeschehen, da das Martyrium des Stephanus eine Parallele zu dem des Paulus
bildet. Mendelssohn nimmt dies auf,
indem er zwei ähnliche Chöre komponiert („Steiniget ihn“ in Nr. 8 und Nr. 38).
Einer der eindrücklichsten Momente der
dritten Szene stellt der zentrale Moment
der Berufung dar (Nr. 14). Hier werden
die Christusworte, die bei Bach beispielsweise der Bass-Solo-Partie zugeordnet
sind, von einem Frauenchor gesungen.
Vielleicht ein Indiz dafür, dass Mendelssohn die Rolle Jesu und damit die
christologische Deutung der Handlung
nicht hervorheben wollte. Auch die instrumentale Begleitung der Szene spricht
dafür: Hohe, sphärische Bläserklänge,
die an Licht erinnern. Licht als Symbol
aufklärerischen Denkens, das Mendelssohn geprägt hat und welches auch im
darauffolgenden Chor eine zentrale Rolle
spielt: „Mache dich auf, werde Licht“.
Ein Aufruf an uns alle?
Ein weiterer Hinweis für Mendelssohns
theologische Deutungsabsichten können
wir an der Auswahl und Platzierung der
Choräle ablesen, die er bewusst in das
14
Erzählte einbindet. Den Rahmen der
insgesamt fünf Choräle bilden „Allein
Gott in der Höh sei Ehr“ (Nr. 3) und
„Wir glauben all an einen Gott“ (Nr.
36). Deutlich wird in beiden Texten die
Zentrierung auf Gott hin. Auch die vielen
Bezüge auf das Alte Testament lassen
darauf schließen, dass Mendelssohn sich
seiner religiösen Wurzeln sehr bewusst
ist. Fast könnte man meinen, dass er ganz
im Sinne der Philosophie seines Großvaters empfunden hat, der keiner Religion
einen Absolutheitsanspruch zugebilligt
hat. Und mehr noch: Das Ziel der Ästhetik des Moses Mendelssohn war die
Eintracht zwischen Herz und Vernunft.
Sollte seinem Enkel das mit seiner Musik
gelungen sein, so kann man dem Dichter
von Psalm 89 nur recht geben: „Lasst uns
singen von der Gnade des Herrn, und
seine Gnade verkündigen! Ewiglich!“
Martin Burzeya
F
elix Mendelssohn- Bartholdy widmet
sein Oratorium einer der zentralen
Figuren der frühen Christenheit. Es wird
gewiss kein Zufall gewesen sein, dass er,
selbst getaufter Jude, sich so eingehend
mit dem getauften Juden Paulus beschäftigt hat. Dabei war ihm, das macht die
Textauswohl des Oratoriums sehr deutlich, sehr daran gelegen, die gemeinsame
Grundlage von Christentum und Judentum zu betonen, das Verbindende. An
entscheidenden Stellen werden deshalb
Texte aus der hebräischen Bibel vertont,
so betet etwa der nach seiner Begegnung
mit dem auferstandenen Jesus erblindete
Paulus mit Worten aus den Psalmen.
Was das Leben des Paulus betrifft, so
orientiert sich Mendelssohn an der Dar-
stellung der Apostelgeschichte des Lukas
– die keine historische Darstellung bietet,
sondern eigene theologische Schwerpunkte setzt und erst ca. 40 Jahre nach
dem Tod des Paulus entstanden ist. An
dieser Stelle seien einige Bemerkungen
zum Verständnis der Person des Paulus
und seiner Geschichte gemacht: Paulus ist
für das Christentum von entscheidender
Bedeutung: Seine Briefe sind die ältesten
christlichen Schriftzeugnisse, geben uns
Einblick in sein missionarisches Wirken,
seine Theologie und in die Situation der
jungen Gemeinden, an die er schreibt.
Er hat die Öffnung des Glaubens an den
Gott Israels durch Christus für alle Menschen, nicht nur für die Juden, betrieben
und theologisch bedacht. Er ist der Heidenmissionar – (und Heiden meint in
der Bibel und auch im Oratorium nicht
besonders ungläubige Menschen, sondern einfach alle Völker außer Israel).
Ohne ihn gäbe es die weltumspannende
christliche Kirche so vielleicht gar nicht.
Zugleich wird in Paulus und seiner z.T.
polemisch geäußerten Theologie manches Mal ein Grund gesehen, warum
sich Juden und Christen so auseinander
entwickelt haben mit allen Verwerfungen
und schrecklichen Folgen, die das in der
Geschichte gehabt hat.
Von zentraler Bedeutung für das Leben
des Paulus ist seine Berufung, die den
Zielpunkt des ersten Teils des Oratoriums darstellt.
Oft lässt sich lesen, Paulus sei bei seiner
„Bekehrung“ vom Christenverfolger zum
christlichen Heidenmissionar geworden,
vom Juden Saulus zum Christen Paulus.
Diese Sicht ist historisch und inhaltlich
nicht zutreffend. Zum einen hat Paulus
wohl beide Namen, Saulus und Paulus,
sein ganzes Leben über getragen: Nicht
untypisch für Juden, die in der Diaspora (also nicht in Israel) lebten, hatte er
zwei Namen: einen jüdischen (Saulus
- in Bezug auf König Saul) und einen
lateinischen Beinamen (Paulus), der in
der Umwelt verstanden wurde.
Zurzeit als Paulus in Jerusalem wirkte,
gab es noch keine von den Juden institutionell getrennte christliche Gemeinde.
Die, die später als Christen bezeichnet
wurden, waren in Jerusalem damals
Juden mit einer Messias-, bzw. einer
Christus-Erfahrung. D.h.: Paulus hat
nicht Christen verfolgt, sondern Juden,
die aus seiner Sicht fälschlicher Weise
Jesus für den Messias hielten und von der
Auferstehungserfahrung geprägt waren.
In seiner Lebenswende nun begegnet
ihm eben dieser Jesus und eröffnet ihm
einen neuen Zugang zum Gott Israels,
dem Schöpfer der Welt (vgl. Nr. 36), dem
liebenden Vater (vgl. Nr. 43). Dieser Zugang ist auch für Nicht-Juden offen. So
wird Paulus beauftragt, diese Botschaft
in die Welt, zu den Heiden zu tragen.
Es geht in seiner Lebenswende also nicht
um einen Religionswechsel („vom Juden
zum Christen“), sondern um einen neuen
Zugang zum Gott Israels, der allen Menschen ob Juden oder Heiden, offen steht.
Diesen neuen Zugang zu Gott bringt
Mendelssohn u.a. mit seiner Lichtmetaphorik in der Vertonung des Jesaja-Zitats
„Mache dich auf und werde Licht“ in
bewegender Weise zum Ausdruck.
Annette Charbonnier
15
Miriam Meyer
Miriam Meyer, Sopran, wurde in Osterode am Harz geboren. Nach dem Abitur
begann sie zunächst ein Medizinstudium in Hannover, wenig später parallel
dazu ein Gesangstudium an der dortigen
Hochschule für Musik und Theater bei W.
Reimer. Bald darauf wechselte sie an die
Musikhochschule Lübeck zu U. Bästlein,
wo sie im Frühjahr 2002 ihr Diplom mit
Auszeichnung ablegte.
Wichtige Impulse ihrer Ausbildung erhielt sie zusätzlich durch die Teilnahme
an verschiedenen Meisterkursen z.B.
bei Renata Scotto, Irwin Gage, Charles
Spencer, Kai Wessel und Esther de Bros.
2000-2002, noch während Ihres Studiums,
war Miriam Meyer festes Ensemblemitglied am Stadttheater Hildesheim, von
2002/03 bis 2007/08 gehörte die Sopranistin dem Ensemble der Komischen Oper
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Berlin an. Inzwischen arbeitet Miriam
Meyer freiberuflich.
Noch während des Studiums erfolgte
ihr erstes Engagement ans Stadttheater
Hildesheim, von dort verpflichtete sie
Kirill Petrenko ins Solistenensemble der
Komischen Oper Berlin, wo sie über mehrere Jahre viele wichtige Partien wie z. B.
Susanna in „Die Hochzeit des Figaro“,
Musetta in „La Bohème“, Ännchen in
„Der Freischütz“, Marzelline in „Fidelio“
oder Adele in „Die Fledermaus“ sang.
Zusätzlich rege internationale Konzerttätigkeit mit Dirigenten wie Ton Koopman, Reinhard Göbel, Konrad Junghänel,
Hans-Christoph Rademann, Enoch zu
Guttenberg oder Wolfgang Katschner.
Radio-, CD- und DVD-Produktionen, u.
a. bei der Buxtehude-Gesamtaufnahme
unter Ton Koopman.
Mareike Morr
Mareike Morr, Mezzosopran, wurde in
Rotenburg/Fulda geboren. Mit 4 Jahren
erhielt sie ihren ersten Klavier- und Flötenunterricht. Regelmäßig nahm sie an
den Wettbewerben „Jugend musiziert“
teil und wurde mehrmals Bundespreisträgerin in den Fächern Klavier solo und
Klavierkammermusik.
Nach dem Abitur begann sie 1996 das
Klavierstudium im Fach Instrumentalpädagogik bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling
an der Hochschule für Musik, Theater und
Medien in Hannover. Im Jahr 2000 machte
sie ihr Diplom und legte 2001 im Rahmen
der Ausbildungsklasse ihre Kammermusikprüfung im Bereich Liedbegleitung ab.
2000 begann sie ihr Gesangstudium bei
Prof. Carol Richardson-Smith ebenfalls in
Hannover. Von 2003 - 2006 studierte sie
in der Klasse von Prof. Christiane Iven
und arbeitete anschließend mit Sylvia
Bleimund. Während des Studiums besuchte sie die Liedklassen von Prof. Jan
Philip Schulze, Graìnne Dunne und Justus
Zeyen. 2007 schloss sie ihr Studium mit
zwei weiteren Diplomen ab (Operngesang
und Gesanglehrer) und arbeitet seitdem
mit Charlotte Lehmann zusammen. Außerdem arbeitet sie für die stimmliche
und künstlerische Weiterentwicklung im
Rahmen von “ensemble artists” mit Axel
Heil zusammen.
Zahlreiche Meisterkurse u. a. bei Judith
und Irving Beckmann, Ingeborg Danz,
Rudolf Piernay, Eugen Rabine, Aribert Reimann, Jacques Schwarz, Norman Shetler,
Kurt Widmer und bei der Internationalen
Bachakademie in Stuttgart runden ihre
Ausbildung ab.
Mareike Morr war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Richard-Wagner-Verbandes und der Organisation Yehudi-Menuhin „LiveMusicNow
e.V.“. 2007 erhielt sie den SOPHIA-Preis
für ihr hervorragendes Operngesangsdiplom. An der Staatsoper Hannover war sie
in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08
als Gast verpflichtet. Seit der Spielzeit
2008/09 gehört sie zum festen Ensemble
der Staatsoper Hannover.
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Hans Jörg Mammel
Hans Jörg Mammel erhielt seine erste
musikalische Ausbildung in seiner Geburtsstadt Stuttgart und bekam ersten
Gesangsunterricht bei den Stuttgarter
Hymnus-Chorknaben.
Zunächst studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg und ging dann an
die Musikhochschule, wo er Gesang bei
Winfried Toll, Prof. Werner Hollweg und
Prof. Ingeborg Most studierte. Er absolvierte Meisterkurse bei Barbara Schlick,
Elisabeth Schwarzkopf und James Wagner
sowie bei Reinhard Goebel für historische
Aufführungspraxis.
Hans Jörg Mammel ist vor allem als Konzert- und Liedsänger in Deutschland und
dem benachbarten Ausland bekannt. Er
sang bei bedeutenden Festivals in Utrecht,
Schwetzingen, Schleswig-Holstein, Jerusalem, Breslau, Brügge und Wien. Dabei
arbeitet er mit Dirigenten wie Thomas
Hengelbrock, Sigiswald Kuijken, Ivan
Fischer, Hans Zender, Daniel Reuss, HansChristoph Rademann, Marcus Creed, Philipp Herreweghe, Ivor Bolton, FrancoisXavier Roth und Masaaki Suzuki.
Sein Repertoire reicht dabei von der Renaissance über die grossen Komponisten
des Barock, der Klassik und der Romantik
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bis zu zeitgenössischen Kompositionen.
Neben Konzerten ist Hans Jörg Mammel
als Gesangspädagoge tätig; zusätzlich
zu der privaten Tätigkeit als Pädagoge
wird er regelmäßig für Gesangskurse
und Meisterklassen eingeladen. Zuletzt
leitete eine Meisterklasse für Gesang bei
der Bach-Akademie in Antwerpen unter
der künstlerischen Leitung von Philippe
Herreweghe und eine Klasse bei der CarlFriedrich-Zelter-Singakademie in Berlin.
Neben Konzert und Oper widmet er sich
dem Lied. Außer den großen Liederzyklen der Romantik gilt hier sein Interesse
besonders den Komponisten der Zweiten
Berliner Liederschule. In Liederabenden
stellt er dem Publikum immer wieder
unbekannte Werke zum Beispiel von Carl
Friedrich Zelter, Johann Friedrich Reichardt, Johann Abraham Peter Schulz oder
auch Robert Franz vor. Daneben ist er
natürlich auch mit Liedern der großen
Liedkomponisten des 19. Jahrhundert
zu hören.
Hans Jörg Mammel ist Mitglied bei Cantus
Cölln unter der künstlerischen Leitung
von Konrad Junghänel.
Sebastian Klein
Sebastian Klein wurde in Freudenberg/
Westfalen geboren. Nach dem Abitur
studierte er zunächst Ev. Kirchenmusik
(A-Examen) an der Robert-SchumannHochschule Düsseldorf. Seit Sommer
2003 ist Sebastian Klein Kantor an der
Neanderkirche in Düsseldorf.
Darüber hinaus setzte er seine Studien im
Hauptfach Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule bei Prof. Werner Lechte
und Martin Ackermann fort. Nach dem
Diplom im Sommer 2008 vervollständigte
Sebastian Klein seine sängerische Ausbildung im Aufbaustudiengang Konzertexamen bei Boris Statsenko. Diese Ausbildung
schloss er im Juni 2011 erfolreich ab.
Sebastian Klein ist Stipendiat des RichardWagner-Verbandes Siegen. Er trat u. a. in
der Thomaskirche Leipzig, der Frauenkirche Dresden, der Tonhalle Düsseldorf,
der Kölner Philharmonie und im Rahmen
des Rheingau-Musikfestivals auf. In einem Opernszenenprojekt der Hochschule
wirkte Sebastian Klein mit als „Ford“ in
„Falstaff“, „Fritz“ in „Die tote Stadt“ und
„Barbier“ in „Die schweigsame Frau“.
Im Jahr 2008 sang er in der Tonhalle Düsseldorf ein Konzert unter der Leitung
von Prof. Helmuth Rilling. Konzertreisen
führten ihn nach Frankreich, Ungarn und
Amerika.
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20
Kammer Sinfonie Bremen
Musiker/innen aus ganz Deutschland
finden sich regelmäßig zum Konzertorchester Kammer Sinfonie Bremen zusammen, dessen künstlerisches Profil sich
durch den betont stilsicheren Umgang
mit musikalischer Literatur verschiedenster Epochen auszeichnet. Das Orchester
setzt im norddeutschen Raum besondere
kirchenmusikalische Akzente: durch eine
spürbar motivierte Zusammenarbeit mit
den Kantoreien entstehen bedeutsame
Ergebnisse.
Das seit ca. siebenundzwanzig Jahren
andauernde intensive musikalische Zusammenwirken mit dem St. Petri Dom
Bremen (Prof. Wolfgang Helbich, Dr. Tobias Gravenhorst ) zeigt in Verbindung mit
Konzertreisen nach Frankreich, Italien,
Amerika und Japan, sowie Rundfunkmitschnitten u. CD – Produktionen eine
nachhaltige musikalische Wirkung. Einen wesentlichen Anteil der Aktivitäten
des Orchesters stellt das Musizieren auf
historischen Instrumenten dar: In der
Formation Concerto Bremen kommt in
Verbindung mit der hohen Motivation
der „historisch informierten“ Instumentalist/innen ein von großer Lebendigkeit
erfülltes Klangbild zustande.
Joachim Kluge
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DANKE
Der Freundeskreis zur Förderung der
Kirchenmusik an St. Pankratius e. V.
hat es sich seit Längerem zur Aufgabe
gemacht, den kirchenmusikalischen
Schwerpunkt der Kirchengemeinde
St. Pankratius durch beträchtliche
Zuwendungen zu unterstützen. Für
diese Aufführung des Oratoriums
„Paulus“ zeichnet der Verein verantwortlich. Daher hier und heute
Dank für zahlreichen Spenden, Bei-
träge, Zuschüsse sowie besondere
Zuwendungen, die diese Aufführung
möglich machen. Herzlich danken
wir seitens des Vorstands auch Martin
Burzeya, dem Kirchenkreiskantor, für
die unermüdliche und qualifizierte
Probenarbeit, dessen Ergebnis Sie
heute in der Aufführung genießen
können.
Hans-Dieter Pauli
1. Vorsitzender
Veranstaltungsvorschau
Sonntag, 08.11., 18.00 Uhr, St. Pankratius-Kirche Burgdorf
10 Jahre Benefizz
Andacht mit den Kinderchören CampusMusik
Mittwoch, 11.11., 17.00 Uhr, St. Pankratius-Kirche Burgdorf
Andacht mit St. Martin-Musical
Kinderchöre CampusMusik
Samstag, 21.11., 15.00 Uhr, Friedhofskapelle am Niedersachsenring
Benefiz-Konzert für die Paulus-Stiftung
Texte und Chormusik a cappella
Joachim Kannegießer (Rezitationen)
„Canticum Novum“ Kammerchor des Kirchenkreises Burgdorf
Samstag, 28.11., 18.00 Uhr, St. Pankratius-Kirche Burgdorf
Quempassingen
Samstag, 12.12., 15.00 Uhr, St. Pankratius-Kirche Burgdorf
Maxim Kowalew Don Kosaken
Samstag, 26.12., 2. Weihnachtstag, 10.00 Uhr, St. Pankratius-Kirche Burgdorf
Gottesdienst mit der I. Kantate aus dem Weihnachts-Oratorium von J.S. Bach
Burgdorfer Kantorei, Kantatenorchester, Solisten
Sonntag, 27.12., 18.00 Uhr, St. Pankratius-Kirche Burgdorf
Singegottesdienst
Ein Gottesdienst mit vielen bekannten Weihnachtsliedern zum Mitsingen
Samstag, 23.01. 2016, 20.00 Uhr, St. Pankratius-Kirche Burgdorf
Konzert bei Kerzenschein mit dem Orfeo-Ensemble
Musik für Holzbläser und Orgel
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✃
Freundeskreis zur Förderung
der Kirchenmusik
an St. Pankratius e.V.
An den
Freundeskreis zur Förderung der Kirchenmusik
an St. Pankratius e. V.
Vorsitzender Hans-Dieter Pauli
Mönkeburgstr. 59
31303 Burgdorf
Beitrittserklärung
Hiermit erkläre ich, dass ich Mitglied des Freundeskreis zur Förderung der
Kirchenmusik an St. Pankratius e. V. werden möchte.
Vor- und Zuname ____________________________________________________
Straße
____________________________________________________
PLZ / Ort
___________ /_______________________________________
Telefon:
________________ eMail: _____________________________
✃
Ich bin bereit, dem Verein jährlich einen Betrag von _________ € zur Verfügung
zu stellen (Der Mindestbetrag beträgt 20,00 €).
Ort, Datum
____________________ , ______________________________
Unterschrift
____________________________________________________
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