Hörspiele im Radio im Dezember

1
Hörspiele im Radio – Die Programmübersicht
Hier findet ihr die monatliche Übersicht über die Hörspiele im Radioprogramm. Daran schließen sich die
alphabetische Liste mit den Sendezeiten und die auch die Informationen zu den einzelnen Hörspielen an.
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
Dienstag, 1.
Dezember
2015
19:20
SWR 2
Der letzte Mensch auf
dem Mars
Christiane
Kalss
SWR
2015
ca.
25
Min.
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
Ursendung
Dienstag, 1.
Dezember
2015
20:05
WDR 5
Das Nuba Pergament
krok &
petschinka
WDR
2015
ca.
54
Min.
Dienstag, 1.
Dezember
2015
20:10
DLF
Mein Ein und Alles
Dawn King
SWR
2015
48
Min.
Dienstag, 1.
Dezember
2015
21:00
Ö1
Die Mauern waren hier
dick
Esther
Dischereit
EIG
2014
26
Min.
Dienstag, 1.
Dezember
2015
23:03
SWR 2
Die Magnetin - Musikbild
einer gefährlichen Liebe
Dietmar Dath
und Thomas
Weber
SWR
2015
ca.
55
Min.
Mittwoch, 2.
Dezember
2015
20:00
NDR
Kultur
Abrahams Stunde
Doron
Rabinovici
hr /
ORF
2014
58
Min.
Mittwoch, 2.
Dezember
2015
20:00
SRF 2
Kultur
Timegünden und das
wunscherfüllende Juwel
Ettore Cella
DRS
1988
52
Min.
Downloadmöglichkeit
Francis
Durbridge
WDR
/
SWR
2014
54
Min.
+++++
Karl-SczukaPreis 2015
Mittwoch, 2.
Dezember
2015
20:03
BR 2
Bastian Pastewka und
Komplizen in:
Paul Temple und der Fall
Gregory Teil 1
Mittwoch, 2.
Dezember
2015
21:00
hr 2
Hugo Wolf und drei
Grazien, letzter Akt
Gerhard
Rühm
WDR
/ hr
2015
40
Min.
Mittwoch, 2.
Dezember
2015
21:05
NDR
90,3
De Staat is lecker
Dietrich
Kayser
RB /
NDR
1982
49
Min.
Mittwoch, 2.
Dezember
2015
21:30
DLR
Irgendwann entdeckt eine
Tunte Kaloderma
Adolf
Schröder
RB
1982
43
Min.
Downloadmöglichkeit
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
2
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
Donnerstag, 3.
Dezember
2015
22:03
SWR 2
Mit anderen Augen
Helmut
Oehring
SWR
2015
ca.
55
Min.
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
ca.
40
Min.
++++
Freitag, 4.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
Die Schule der
Weihnachtsmänner Teil 1
Karlheinz
Koinegg
WDR
2013
/ der
hörve
rlag
2014
Freitag, 4.
Dezember
2015
20:00
SRF 1
Grimmsalabim
Elfie Riegler
DRS
2000
45
Min.
Freitag, 4.
Dezember
2015
21:05
NDR
WN
De Staat is lecker
Dietrich
Kayser
RB /
NDR
1982
49
Min.
SWR 2
Maulausséne-Trilogie Teil
2 Wenn alte Damen
schießen
Daniel Pennac
SWR
2015
ca.
55
Min.
Im Anschluss Gespräch
mit Andreas Meyer über
sein Buch Hörspiel
Vademecum.
Horst Bienek
hr
1960
34
Min.
++++
Freitag, 4.
Dezember
2015
22:03
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
Sechs Gramm Caratillo
Freitag, 4.
Dezember
2015
22:04
rbb
kultur
Samstag, 5.
Dezember
2015
00:05
DLF
Das vierte Skalpell Teil 1
Hans Gruhl
SFB/
WDR
1967
39
Min.
+++++
Samstag, 5.
Dezember
2015
14:00
Ö1
Play
Bernhard
Aichner
ORF
2015
ca.
59
Min.
Ursendung
Samstag, 5.
Dezember
2015
15:05
BR 2
Träume
Günter Eich
BR
1964
70
Min.
FALKNER
WDR
2015
ca.
54
Min.
Fred Vargas
WDR
/
Lübb
e
Audi
o
2012
54
Min.
Ursendung
Samstag, 5.
Dezember
2015
Samstag, 5.
Dezember
2015
15:05
17:05
WDR 3
WDR 5
Draußen unter freiem
Himmel - Manifest 49
Die Nacht des Zorns Teil 2
Downloadmöglichkeit
3
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Samstag, 5.
Dezember
2015
20:05
DLF
Dshan
Lothar Trolle
SWR
2015
77
Min.
Samstag, 5.
Dezember
2015
21:00
SRF 2
Kultur
Prinzessin Turandot
Wolfgang
Hildesheimer
DRS
1954
64
Min.
Samstag, 5.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Die ehrenwerte
Gesellschaft Teil 1
Dominique
Manotti &
DOA
SWR
2013
55
Min.
Samstag, 5.
Dezember
2015
23:05
WDR 3
Draußen unter freiem
Himmel - Manifest 49
FALKNER
WDR
2015
ca.
54
Min.
54
Min.
Samstag, 5.
Dezember
2015
23:05
WDR 5
Die Nacht des Zorns Teil 2
Fred Vargas
WDR
/
Lübb
e
Audi
o
2012
Sonntag, 6.
Dezember
2015
07:05
mdr
Figaro
Schneeweißchen und
Rosenrot
Gebr. Grimm
LITE
RA
1987
28
Min.
Ulla Illerhaus
nach Gottfried
August
Bünger
BR /
RB /
rbb /
NDR
/
SWR
/
WDR
2015
ca.
54
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
08:05
DLR
Der Baron von
Münchhausen
Sonntag, 6.
Dezember
2015
11:10
SRF 3
Philip Maloney
Roger Graf
NN
ca.
30
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
14:05
hr 2
Die schönen Tage von
Aranjuez
Peter Handke
hr /
ORF
2012
83
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
NN
NN
NN
NN
BR 2
Leben und Ansichten von
Tristram Shandy,
Gentleman Teil 8
Laurence
Sterne
BR
2015
ca.
53
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
15:00
Bemerkungen
Downloadmöglichkeit
Ursendung
Downloadmöglichkeit
4
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
John von
Düffel
RB /
SR
2015
ca.
85
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
17:04
SR 2
Wasserspiele Hörspieltrilogie in zwei
Teilen: Der Kreuzfahrer Die Vorschwimmerin - Der
Fetzenfisch
Sonntag, 6.
Dezember
2015
17:05
nord
west
radio
Die Bauernhochzeit
NN
RB
1946
21
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
18:00
mdr
Figaro
Mann außer Haus
Werner Buhss
DLR
2002
47
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
18:20
SWR 2
Cordoba oder Die Kunst
des Badens
Melchior
Schedler
SDR
1983
65
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
18:30
DLR
Ich, Feuerbach
Tankred Dorst
SDR
1986
75
Min.
Sonntag, 6.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Heinrich, Vorname
Hauptfeldwebel
Robert Weber
DLR
2014
52
Min.
51
Min.
Bemerkungen
++++
Hörspiel des
Monats April
1986
Montag, 7.
Dezember
2015
00:05
DLR
Nordlichter
Christina
Baron
Bauh
aus
Univ
ersitä
t
Wei
mar
2015
Montag, 7.
Dezember
2015
14:00
SRF 1
Die Schneekönigin
Hans
Christian
Andersen
WDR
1962
50
Min.
Montag, 7.
Dezember
2015
20:03
BR 2
Leben und Ansichten von
Tristram Shandy,
Gentleman Teil 8
Laurence
Sterne
BR
2015
ca.
53
Min.
Montag, 7.
Dezember
2015
21:05
NDR
NS
De Staat is lecker
Dietrich
Kayser
RB /
NDR
1982
49
Min.
Montag, 7.
Dezember
2015
21:05
nord
west
radio
Die Bauernhochzeit
NN
RB
1946
21
Min.
Montag, 7.
Dezember
2015
21:30
DLR
Mörder ohne Waffe
Ross
MacDonald
DLR
2001
55
Min.
++++
Montag, 7.
Dezember
2015
22:00
mdr
Figaro
Bumelux - Zu alt, um jung
zu sterben
Werner
Heinrich
EIG
2015
70
Min.
Ursendung
Ursendung
Downloadmöglichkeit
5
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
Montag, 7.
Dezember
2015
23:00
SRF 1
Schreckmümpfeli
NN
NN
ca.
10
Min.
Nachhörmöglichkeit
WDR
2007
53
Min.
+++++
Montag, 7.
Dezember
2015
23:05
WDR 3
Walk of Fame
Ulrich
Bassenge
Dienstag, 8.
Dezember
2015
19:20
SWR 2
Dinge, die dringend
geändert werden müssen
Serotonin
SWR
2013
22
Min.
Dienstag, 8.
Dezember
2015
20:05
WDR 5
Severina
Rodrigo Rey
Rosa
WDR
2012
54
Min.
Downloadmöglichkeit
Dienstag, 8.
Dezember
2015
20:10
DLF
Mädchenzimmer mit
Soldaten
Anna Pein
WDR
2006
49
Min.
+++
WDR
2007
53
Min.
+++++
Dienstag, 8.
Dezember
2015
23:00
1Live
Walk of Fame
Ulrich
Bassenge
Mittwoch, 9.
Dezember
2015
20:00
NDR
Kultur
Errötende Mörder
Brigitte
Kronauer
NDR
2008
74
Min.
20:00
SRF 2
Kultur
Gebr. Grimm
SRF
2015
ca.
70
Min.
Mittwoch, 9.
Dezember
2015
Mittwoch, 9.
Dezember
2015
Downloadmöglichkeit
20:03
BR 2
Bruder Lustig - live erzählt
Bastian Pastewka und
Komplizen in:
Paul Temple und der Fall
Gregory Teil 2
Francis
Durbridge
WDR
/
SWR
2014
54
Min.
19
Min.
40
Min.
Mittwoch, 9.
Dezember
2015
21:30
DLR
Vulkan
David
Gieselmann
DLR
/
Stück
emar
kt
2013
Donnerstag,
10. Dezember
2015
22:03
SWR 2
Hugo Wolf und drei
Grazien, letzter Akt
Gerhard
Rühm
WDR
/ hr
2015
Downloadmöglichkeit
Downloadmöglichkeit
Live-Performance
+++++
6
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
sh. links
Div /
DLR
2015
59
Min.
ca.
40
Min.
Bemerkungen
Kurzstrecke 44
Darin:
Analoge Meditationen
von Julie Bräuning
Freitag, 11.
Dezember
2015
00:05
DLR
Weekend feat. Der
Weihnachtsmann
Stefanie Heim
Schnitt Etüde
von Simone Müller
Gehobener
Werkstattbestand
Frank Schültge
Freitag, 11.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
Die Schule der
Weihnachtsmänner Teil 2
Karlheinz
Koinegg
WDR
2013
/ der
hörve
rlag
2014
Freitag, 11.
Dezember
2015
20:00
SRF 1
Soviel Dorn' ein
Rosenstock
Kerstin Rech
DRS
1993
47
Min.
22:04
rbb
kultur
Das Verschwinden des
Philip S.
Ulrike
Edschmid
rbb
2015
ca.
54
Min.
Daniel Pennac
SWR
2015
ca.
55
Min.
Freitag, 11.
Dezember
2015
++++
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
Ursendung
Freitag, 11.
Dezember
2015
22:33
SWR 2
Maulausséne-Trilogie Teil
3 Sündenbock im
Bücherdschungel
Samstag, 12.
Dezember
2015
00:05
DLF
Das vierte Skalpell Teil 2
Hans Gruhl
SFB/
WDR
1967
44
Min.
+++++
Samstag, 12.
Dezember
2015
14:00
Ö1
Dürre Jahre
Helene Flöss
ORF
2015
ca.
59
Min.
Ursendung
Samstag, 12.
Dezember
2015
14:05
hr 2
Ein Ding namens Pawlak
Hartmut El
Kurdi
WDR
2014
40
Min.
Samstag, 12.
Dezember
2015
15:05
BR 2
Der beinahe
unaufhaltsame Aufstieg
des Mathias Grüneisl
Walter
Netzsch
BR
1969
87
Min.
Nachhörmöglichkeit
7
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
54
Min.
Samstag, 12.
Dezember
2015
15:05
WDR 3
Gespräche mit Lebenden
und Toten
Swetlana
Alexijewitsch
SR/N
DR/S
FBORB/
WDR
1998
/ der
hörve
rlag
2011
Samstag, 12.
Dezember
2015
17:05
WDR 5
Limassol
Yishai Sarid
WDR
2011
54
Min.
Samstag, 12.
Dezember
2015
20:05
DLF
Die Panne
Friedrich
Dürrenmatt
NDR
1956
69
Min.
Samstag, 12.
Dezember
2015
21:00
SRF 2
Kultur
Abendstunde im
Spätherbst oder Herr
Korbes empfängt
Friedrich
Dürrenmatt
DRS
1958
45
Min.
Susanne
Hinkelbein
SWR
2015
ca.
45
Min.
Dominique
Manotti &
DOA
SWR
2013
55
Min.
54
Min.
Samstag, 12.
Dezember
2015
21:03
SWR 4
Vier Schwaben auf
Welttournee
Samstag, 12.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Die ehrenwerte
Gesellschaft Teil 2
Samstag, 12.
Dezember
2015
23:05
WDR 3
Gespräche mit Lebenden
und Toten
Swetlana
Alexijewitsch
SR/N
DR/S
FBORB/
WDR
1998
/ der
hörve
rlag
2011
Samstag, 12.
Dezember
2015
23:05
WDR 5
Limassol
Yishai Sarid
WDR
2011
54
Min.
Rund
funk
der
DDR
1984
53
Min.
mdr
2014
46
Min.
Sonntag, 13.
Dezember
2015
07:05
mdr
Figaro
Die Schneekönigin
Hans
Christian
Andersen
Sonntag, 13.
Dezember
2015
08:05
DLR
Vierundzwanzig
Wunschzettel
Uta
Ackermann
Bemerkungen
++++
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
8
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Sonntag, 13.
Dezember
2015
11:10
SRF 3
Philip Maloney
Roger Graf
NN
ca.
30
Min.
Sonntag, 13.
Dezember
2015
14:05
hr 2
Writing through Genesis
Klaus Reichert
hr
2015
ca.
55
Min.
Ursendung
Sonntag, 13.
Dezember
2015
14:05
NDR
Info
Hauptsache geheim!
Jörgpeter von
Clarenau
NDR
2015
52
Min.
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
Laurence
Sterne
BR
2015
ca.
53
Min.
Bemerkungen
Ursendung
Sonntag, 13.
Dezember
2015
15:00
BR 2
Leben und Ansichten von
Tristram Shandy,
Gentleman Teil 9
Sonntag, 13.
Dezember
2015
17:04
SR 2
Dieses Kind
Joël
Pommerat
SR /
RB
2006
69
Min.
Sonntag, 13.
Dezember
2015
17:05
nord
west
radio
Das Projekt bin ich
Ulrike Müller
rbb
2014
ca.
55
Min.
Hörspielpreis
der ARD 2015
Sonntag, 13.
Dezember
2015
18:00
mdr
Figaro
Schattenspur
Bev Marshall
DLR
2005
54
Min.
+/-
Sonntag, 13.
Dezember
2015
18:20
SWR 2
Harrys Kopf
Tankred Dorst
und Ursula
Ehler
SDR
1998
78
Min.
Sonntag, 13.
Dezember
2015
18:30
DLR
Ich soll den eingebildet
Kranken spielen
Tankred Dorst
DLR
2010
55
Min.
SDR
/ FH
Berli
n
1991
75
Min.
Sonntag, 13.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Fernando Krapp hat einen
Brief geschrieben
Tankred Dorst
und Ursula
Ehler nach
Miguel de
Unamuno
Sonntag, 13.
Dezember
2015
21:05
NDR
MV
Wunnerwarken - Drei
niederdeutsche
Kurzhörspiele
Wolfgang Sieg
RB /
NDR
2000
54
Min.
Montag, 14.
Dezember
2015
00:05
DLR
Diskurs: Freispiel
Katrin Moll
DLR
2008
55
Mn.
Montag, 14.
Dezember
2015
14:00
SRF 1
Mondfinsternis
Friedrich
Dürrenmatt
DRS
1996
45
Min
Downloadmöglichkeit
9
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
Montag, 14.
Dezember
2015
20:03
BR 2
Leben und Ansichten von
Tristram Shandy,
Gentleman Teil 9
Laurence
Sterne
BR
2015
ca.
53
Min.
Downloadmöglichkeit
Montag, 14.
Dezember
2015
21:05
nord
west
radio
Das Projekt bin ich
Ulrike Müller
rbb
2014
ca.
55
Min.
Hörspielpreis
der ARD 2015
Montag, 14.
Dezember
2015
21:30
DLR
Verräter
Dirk Josczok
DLR
2015
59
Min.
Ursendung
Montag, 14.
Dezember
2015
22:00
mdr
Figaro
Herr Hagenbeck hirtet
Brigitte
Kronauer
hr /
NDR
2014
67
Min.
Montag, 14.
Dezember
2015
23:00
SRF 1
Schreckmümpfeli
NN
NN
ca.
10
Min.
SWR
2015
ca.
25
Min.
Dienstag, 15.
Dezember
2015
19:20
SWR 2
Mich mir merken
Ruth Johanna
Benrath
Dienstag, 15.
Dezember
2015
20:05
WDR 5
Dumala Teil 1
Eduard von
Keyserling
WDR
2011
54
Min.
Dienstag, 15.
Dezember
2015
20:10
DLF
Der Fliegenforscher
möchte Madame Celestine
kennen lernen
Fritz Sauter
SRF
2014
50
Min.
WDR
2013
ca.
55
Min.
Dienstag, 15.
Dezember
2015
21:00
Ö1
On Air
Christos
Dassios und
Robert
Nacken
Mittwoch, 16.
Dezember
2015
20:00
NDR
Kultur
Dr. Alzheimer bittet zu
Tisch
Ria Endres
SWF
/ BR
1993
49
Min.
Judith
Schalansky
SRF
/
WDR
/
Scha
uspie
l
Hann
over
2015
50
Min.
Mittwoch, 16.
Dezember
2015
20:00
SRF 2
Kultur
Atlas der abgelegenen
Inseln
Nachhörmöglichkeit
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
Downloadmöglichkeit
+++
Ursendung
Downloadmöglichkeit
10
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
ca.
54
Min.
Mittwoch, 16.
Dezember
2015
20:03
BR 2
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
Mittwoch, 16.
Dezember
2015
21:00
hr 2
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Mittwoch, 16.
Dezember
2015
21:05
NDR
90,3
Wunnerwarken - Drei
niederdeutsche
Kurzhörspiele
Wolfgang Sieg
RB /
NDR
2000
54
Min.
DLR
Seifenblasen oder Wie
Kurt Tucholsky ein
Drehbuch schrieb
Chrsta
Maerker
DLR
2002
49
Min.
Johannes s.
Sitermanns
nach Paul
Auster
SWR
2015
in
Koop
eratio
n mit
dem
Staat
l.
Instit
ut für
Musi
kfors
chun
g
Berli
n
ca.
55
Min.
Ken Bruen
WDR
1999
55
Min.
ca.
40
Min.
Mittwoch, 16.
Dezember
2015
21:30
Donnerstag,
17. Dezember
2015
22:03
SWR 2
White Spaces / Weiße
Räume
Donnerstag,
17. Dezember
2015
23:00
1Live
Rilke on black
Freitag, 18.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
Die Schule der
Weihnachtsmänner Teil 3
Karlheinz
Koinegg
WDR
2013
/ der
hörve
rlag
2014
Freitag, 18.
Dezember
2015
20:00
SRF 1
New Yorker
Weihnachtsplätzchen
Gene Mars
ORF
2000
46
Min.
Freitag, 18.
Dezember
2015
21:05
NDR
WN
Wunnerwarken - Drei
niederdeutsche
Kurzhörspiele
Wolfgang Sieg
RB /
NDR
2000
54
Min.
Bemerkungen
Ursendung
Downloadmöglichkeit
Downloadmöglichkeit
Hörspiel des
Monats
Dezember
2002
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
++++
11
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
Freitag, 18.
Dezember
2015
22:03
SWR 2
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Downloadmöglichkeit
Freitag, 18.
Dezember
2015
22:04
rbb
kultur
Das verlorene Paradies
Tim Staffel
WDR
2011
54
Min.
Samstag, 19.
Dezember
2015
00:05
DLF
Das vierte Skalpell Teil 3
Hans Gruhl
SFB/
WDR
1967
51
Min.
+++++
Samstag, 19.
Dezember
2015
14:00
Ö1
Neues Leben im falschen
Robert Woelfl
ORF
2015
ca.
59
Min.
Ursendung
Samstag, 19.
Dezember
2015
15:05
BR 2
Auf der Suche nach Dr. Q:
Der Chinese am Fenster
Ror Wolf
WDR
/ hr
1971
43
Min.
Samstag, 19.
Dezember
2015
15:05
WDR 3
Ich schreibe bald - du wirst
staunen
Lorenz
Schröter
WDR
2008
54
Min.
Samstag, 19.
Dezember
2015
15:48
BR 2
Auf der Suche nach Dr. Q:
Die überzeugenden
Vorteile des Abends
Ror Wolf
WDR
/ BR
1973
45
Min.
Samstag, 19.
Dezember
2015
17:05
WDR 5
Tödlicher Stachel
Gabrielle
Wolff
WDR
2009
48
Min.
++
Samstag, 19.
Dezember
2015
20:05
DLF
orgie mit mir selber
Hartmut
Geerken
DLF
2015
62
Min.
Ursendung
Samstag, 19.
Dezember
2015
21:00
SRF 2
Kultur
Der Hals der Giraffe
Judith
Schalansky
SWR
2012
74
Min.
++
Samstag, 19.
Dezember
2015
21:03
SWR 4
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Downloadmöglichkeit
Samstag, 19.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Downloadmöglichkeit
Samstag, 19.
Dezember
2015
23:05
WDR 3
Ich schreibe bald - du wirst
staunen
Lorenz
Schröter
WDR
2008
54
Min.
Samstag, 19.
Dezember
2015
23:05
WDR 5
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Downloadmöglichkeit
12
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
44
Min.
+++++
Sonntag, 20.
Dezember
2015
07:05
mdr
Figaro
Hilfe, die Herdmanns
kommen
Barbara
Robinson
NDR
1975
/ Dt.
Gram
moph
on
Sonntag, 20.
Dezember
2015
08:05
DLR
Ein Ding namens Pawlak
Hartmut El
Kurdi
WDR
2014
39
Min.
Sonntag, 20.
Dezember
2015
11:10
SRF 3
Philip Maloney
Roger Graf
NN
ca.
30
Min.
Sonntag, 20.
Dezember
2015
14:05
NDR
Info
Ein Ding namens Pawlak
Hartmut El
Kurdi
WDR
2014
39
Min.
Sonntag, 20.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
NN
NN
NN
NN
58
Min.
Sonntag, 20.
Dezember
2015
15:00
BR 2
Der Mentor
Daniel
Kehlmann
mdr /
WDR
/
ORF
2014
/
DAV
2015
Sonntag, 20.
Dezember
2015
17:04
SR 2
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Sonntag, 20.
Dezember
2015
17:05
nord
west
radio
Radiotatort (94) Queenie
Sonntag, 20.
Dezember
2015
18:00
mdr
Figaro
Dr. Alzheimer bittet zu
Tisch
Ria Endres
SWF
/ BR
1993
49
Min.
SWR 2
Die letzten Tage von
Lissabon
Günter Eich
SWF
/ BR /
RB
1956
91
Min.
DLR
Die Verfolgung und
Ermordung Jean Paul
Marats, dargestellt durch
die Schauspieltruppe des
Hospizes zu Charenton
unter der Leitung des
Marquis des Sade
Peter Weis
SFB /
NDR
1964
75
Min.
Sonntag, 20.
Dezember
2015
Sonntag, 20.
Dezember
2015
18:20
18:30
Downloadmöglichkeit
Nachhörmöglichkeit
13
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
54
Min.
Sonntag, 20.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Stille Nacht (Ruhe 3)
Paul Plamper
WDR
/
hoers
pielp
ark
2013
Montag, 21.
Dezember
2015
00:05
DLR
H2OdH
Paul Plamper
WDR
/ SR
2003
36
Min.
Montag, 21.
Dezember
2015
14:00
SRF 1
Weihnachtsstaub
Margrit Staub
DRS
2000
42
Min.
58
Min.
Bemerkungen
Downloadmöglichkeit
Montag, 21.
Dezember
2015
20:03
BR 2
Der Mentor
Daniel
Kehlmann
mdr /
WDR
/
ORF
2014
/
DAV
2015
Montag, 21.
Dezember
2015
21:05
NDR
NS
Wunnerwarken - Drei
niederdeutsche
Kurzhörspiele
Wolfgang Sieg
RB /
NDR
2000
54
Min.
Montag, 21.
Dezember
2015
21:05
nord
west
radio
Radiotatort (94) Queenie
Montag, 21.
Dezember
2015
21:30
DLR
Prof. van Dusen und der
schreckliche
Schneemensch
Michael Koser
RIAS
1982
58
Min.
Montag, 21.
Dezember
2015
22:00
mdr
Figaro
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Downloadmöglichkeit
Montag, 21.
Dezember
2015
22:04
rbb
kultur
Radiotatort (94) Queenie
Sabine Stein
NDR
2015
ca.
54
Min.
Downloadmöglichkeit
Montag, 21.
Dezember
2015
23:00
SRF 1
Schreckmümpfeli
NN
NN
ca.
10
Min.
Nachhörmöglichkeit
Montag, 21.
Dezember
2015
23:05
WDR 3
Das Babäm-Prinzip
Andrea Halter
und Philip
Stegers
WDR
2015
ca.
54
Min.
Ursendung
Dienstag, 22.
Dezember
2015
20:05
WDR 5
Dumala Teil 2
Eduard von
Keyserling
WDR
2011
54
Min.
Downloadmöglichkeit
Dienstag, 22.
Dezember
2015
20:10
DLF
Schneelandschaften,
Schneestimmen,
Schneegespenster
Dieter
Wellershoff
WDR
1985
42
Min.
14
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
Dienstag, 22.
Dezember
2015
21:00
Ö1
Schlusslichter - Ein
Weihnachtsblues
Russel
Graves
ORF
1998
48
Min.
++++
Dienstag, 22.
Dezember
2015
23:00
1Live
Das Babäm-Prinzip
Andrea Halter
und Philip
Stegers
WDR
2015
ca.
54
Min.
Mittwoch, 23.
Dezember
2015
20:00
NDR
Kultur
Der Allesforscher Teil 1
Heinrich
Steinfest
NDR
2015
Mittwoch, 23.
Dezember
2015
20:00
SRF 2
Kultur
Ickelsamers Alphabet
Liquid
Penguin
Ensemble
EIG
für
SR
2014
58
Min.
Mittwoch, 23.
Dezember
2015
20:03
BR 2
In Zeitung gewickelt
Anton
Tschechow
mdr
1994
52
Min.
Mittwoch, 23.
Dezember
2015
21:00
hr 2
Die Stille um Maja
Abramovwna
Margarita
Chemlin
rbb
2014
54
Min.
+
53
Min.
Hörspielpreis
der
Kriegsblinden
1975
Mittwoch, 23.
Dezember
2015
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
21:30
DLR
Goldberg Variationen
Dieter Kühn
BR /
hr
1974
Donnerstag,
24. Dezember
2015
14:04
rbb
kultur
Leonardo und die Kunst
zu fliegen, auch wenn man
kein Überflieger ist
Susanne
Friedmann
rbb
2015
ca.
54
Min.
Donnerstag,
24. Dezember
2015
14:05
hr 2
Der vergessene Wichtel
ca.
54
Min.
55
Min.
Donnerstag,
24. Dezember
2015
Donnerstag,
24. Dezember
2015
14:05
14:05
nord
west
radio
Der Baron von
Münchhausen
Ulla Illerhaus
nach Gottfried
August
Bünger
BR /
RB /
rbb /
NDR
/
SWR
/
WDR
2015
SWR 2
Großer Tiger und Christian
- In geheimer Mission
durch die Wüste Gobi
Teil 1
Großer Tiger und
Kompass-Berg
Fritz
Mühlenweg
SWR
2008
+/-
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
+++
15
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
99
Min.
Bemerkungen
Donnerstag,
24. Dezember
2015
14:05
WDR 5
Das Dschungelbuch
Rudyard
Kipling
WDR
2007
/
DAV
2008
Freitag, 25.
Dezember
2015
07:05
mdr
Figaro
Der kleine Mann
Erich Kästner
Polyd
or
1967
50
Min.
DLR
Ein Tannenbaum träumt
Mario Göpfert
nach Hans
Christian
Andersen
DLR
2015
ca.
50
Min.
Ursendung
Fritz
Mühlenweg
SWR
2008
55
Min.
+++
Freitag, 25.
Dezember
2015
08:05
Freitag, 25.
Dezember
2015
14:05
SWR 2
Großer Tiger und Christian
- In geheimer Mission
durch die Wüste Gobi
Teil 2
Null Uhr fünf in Urumitschi
Freitag, 25.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
Hilfe, die Herdmanns
kommen
Barbara
Robinson
NDR
2012
ca.
55
Min.
Freitag, 25.
Dezember
2015
14:05
rbb
kultur
Winnetou I
Teil 1
Das Greenhorn
Karl May
rbb /
RB
2011
ca.
54
Min.
+++
Freitag, 25.
Dezember
2015
16:00
Ö1
Aus meinem Leben
Franz Michael
Felder
ORF
2015
ca.58
Min.
Ursendung
Freitag, 25.
Dezember
2015
17:05
nord
west
radio
Nicht genug
Chris
Ohnemus
SR
2014
54
Min.
Charles
Dickens
Rund
funk
Rund
funk
der
DDR
1979
45
Min.
90
Min.
Freitag, 25.
Dezember
2015
18:00
mdr
Figaro
Der ungebetene Gast
Alfred Döblin
SWR
/
NDR
2015
Freitag, 25.
Dezember
2015
18:20
SWR 2
November 1918
Karl und Rosa
Teil 1
Freitag, 25.
Dezember
2015
20:00
SRF 1
Nussknacker und
Mäusekönig
E. T. A.
Hoffmann
SRF
2015
80
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
Samstag, 26.
Dezember
2015
00:05
DLF
Das vierte Skalpell Teil 4
Hans Gruhl
SFB/
WDR
1967
54
Min.
+++++
16
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Samstag, 26.
Dezember
2015
07:05
mdr
Figaro
Der kleine Mann und die
kleine Miss
Erich Kästner
DGR
1976
57
Min.
Die Schneekönigin
Raimund
Frentzel und
Rainer
Schwarz nach
Hans
Christian
Andersen
DSB
1983
52
Min.
54
Min.
Samstag, 26.
Dezember
2015
Samstag, 26.
Dezember
2015
08:05
14:05
DLR
Bemerkungen
NDR
Info
Miesel und die
Hexerverschwörung Teil 1
Ian Ogilvy
NDR
2007
/
Jumb
o
2007
Fritz
Mühlenweg
SWR
2008
55
Min.
+++
Samstag, 26.
Dezember
2015
14:05
SWR 2
Großer Tiger und Christian
- In geheimer Mission
durch die Wüste Gobi
Teil 3
Das Geheimnis von Herrn
Grünmantel
Samstag, 26.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
Herr Röslein
Silke Lambeck
WDR
2008
50
Min.
++++
Samstag, 26.
Dezember
2015
16:00
Ö1
Kaiser Joseph II. und die
Bahnwärterstochter
Fritz von
Herzmanovsk
y-Orlando
ORF
2015
ca.
58
Min.
Ursendung
RB /
mdr
2015
54
Min.
Samstag, 26.
Dezember
2015
17:05
nord
west
radio
Die Geschichte meines
Lebens - Die Tagebücher
Ferdinand Benekes
Charlotte
DrewsBernstein
nach
Ferdinand
Benekes
Samstag, 26.
Dezember
2015
18:00
mdr
Figaro
Schlusslichter - Ein
Weihnachtsblues
Russel
Graves
ORF
1998
48
Min.
Alfred Döblin
SWR
/
NDR
2015
90
Min.
Uwe Dick
BR
2012
54
Min.
Samstag, 26.
Dezember
2015
18:20
SWR 2
November 1918
Kalr und Rosa
Teil 2
Samstag, 26.
Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 1
++++
17
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
83
Min.
++++
+++
Samstag, 26.
Dezember
2015
21:00
SRF 2
Kultur
Alles über Sally
Arno Geiger
SWR
/
Hörb
uch
Ham
burg
2012
Samstag, 26.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Der untröstliche Witwer
von Montparnasse
Fred Vargas
SWR
2003
52
Min.
Div.
Div.
480
Min.
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste
aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian
Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der
Familie"
"Gänsehaut vor
Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von
Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
Samstag, 26.
Dezember
2015
22:05
nord
west
radio
Sonntag, 27.
Dezember
2015
07:05
mdr
Figaro
Ein Mond für Prinzessin
Leonore
James
Thurber
mdr
1993
20
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
11:10
SRF 3
Philip Maloney
Roger Graf
NN
ca.
30
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
14:04
rbb
kultur
Winnetou I
Teil 2
Die Blutsbrüder
Karl May
rbb /
RB
2011
ca.
54
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
14:05
hr 2
Der ewige Gatte
Fjodor M.
Dostojewski
hr
1960
89
Min.
52
Min.
ca.
50
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
14:05
NDR
Info
Miesel und die
Hexerverschwörung Teil 2
Ian Ogilvy
NDR
2007
/
Jumb
o
2007
Sonntag, 27.
Dezember
2015
14:05
WDR 5
Buch der Verwandlungen
(5) Orpheus und Eurydike
Karlheinz
Koinegg nach
Ovid
WDR
2015
+++
18
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
Sonntag, 27.
Dezember
2015
17:04
SR 2
Der Wunderheiler
Brian Friel
SR
1996
90
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
17:05
nord
west
radio
Wunnerwarken - Drei
niederdeutsche
Kurzhörspiele
Wolfgang Sieg
RB /
NDR
2000
54
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
18:00
mdr
Figaro
Nackt in Berlin
Hans Helge
Ott, Gottfried
von Einem
mdr
2006
48
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
18:20
SWR 2
Wiedersehen mit
Brideshead
Evelyn Waugh
hr /
RB
1956
90
Min.
Rund
funk
der
DDR
1969
86
Min.
Bemerkungen
+++
Sonntag, 27.
Dezember
2015
18:30
DLR
Der Frieden
Peter Hacks
nach
Aristophanes
Sonntag, 27.
Dezember
2015
20:05
WDR 3
Das Unternehmen der
Wega
Friedrich
Dürrenmatt
DRS
1968
63
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 2
Uwe Dick
BR
2012
54
Min.
76
Min.
Sonntag, 27.
Dezember
2015
21:05
NDR
Info
Bekenntnisse des
Hochstaplers Felix Krull
Teil 1
Thomas Mann
NDR
2008
/ der
hörve
rlag
2009
Sonntag, 27.
Dezember
2015
21:05
NDR
MV
NN
NN
NN
NN
sh. links
Div /
DLR
2015
59
Min.
Nachhörmöglichkeit
++++
Kurzstrecke 45
Darin:
Montag, 28.
Dezember
2015
00:05
DLR
Interview mit schießenden
Mädchen
von Lena Demke
Ursendung
Der Schneekugelmacher
von Claudia Weber
Schall und Rauch
von Sebastian Peter
19
Autor
Produktion
Dauer
Bemerkungen
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
20
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (2)
Grit & Kid
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
20
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
BR 2
Sauwaldprosa Teil 3
Uwe Dick
BR
2012
54
Min.
21:05
nord
west
radio
Wunnerwarken - Drei
niederdeutsche
Kurzhörspiele
Wolfgang Sieg
RB /
NDR
2000
54
Min.
21:30
DLR
Blindband
Gilbert Adair
WDR
2000
53
Min.
Heiner Müller
Egob
ar
Reco
rding
s
2007
12
Min.
14
Min.
Uhrzeit
Sender
Titel
13:10
mdr
Figaro
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (1)
Mel & Kai
Montag, 28.
Dezember
2015
17:40
mdr
Figaro
Montag, 28.
Dezember
2015
21:00
Montag, 28.
Dezember
2015
Montag, 28.
Dezember
2015
Datum
Montag, 28.
Dezember
2015
Montag, 28.
Dezember
2015
22:23
mdr
Figaro
Ajax zum Beispiel
++++
Montag, 28.
Dezember
2015
22:25
mdr
Figaro
Fahrstuhl-Monolog
Heiner Müller
Rund
funk
der
DDR
1981
Montag, 28.
Dezember
2015
23:00
SRF 1
Schreckmümpfeli
NN
NN
ca.
10
Min.
Nachhörmöglichkeit
23:05
WDR 3
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
55
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
13:10
mdr
Figaro
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (3)
Jo & Jo
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
20
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
17:40
mdr
Figaro
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (4)
Anna & Paul
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
20
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
Montag, 28.
Dezember
2015
Dienstag, 29.
Dezember
2015
Dienstag, 29.
Dezember
2015
20
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
31
Min.
Bemerkungen
Dienstag, 29.
Dezember
2015
19:20
SWR 2
Berlin, hier trennen sich
unsere Wege
N. J. Lehmann
Exku
rs
Zwis
chenr
aum
2013
/
2014
Dienstag, 29.
Dezember
2015
20:05
WDR 5
Die schönste Geschichte
der Welt
Rudyard
Kipling
NDR
1956
43
Min.
Dienstag, 29.
Dezember
2015
20:10
DLF
Kapitäns Nacht
Johannes
Schenk
SFB
1993
50
Min.
Dienstag, 29.
Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 4
Uwe Dick
BR
2012
54
Min.
Dienstag, 29.
Dezember
2015
21:00
Ö1
Wer bist du?
Dieter Sperl
ORF
2015
ca.
59
Min.
23:00
1Live
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
55
Min.
Downloadmöglichkeit
13:10
mdr
Figaro
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (5)
Tessa & Ganesh
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
20
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
17:40
mdr
Figaro
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (6)
Jonas & Kim
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
ca.
20
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
20:00
NDR
Kultur
Der Allesforscher Teil 2
Heinrich
Steinfest
NDR
2015
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
20:00
SRF 2
Kultur
Ich ist ein Zoo
Birgit
Kempker
DRS
1996
38
Min.
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 5
Uwe Dick
BR
2012
54
Min.
Dienstag, 29.
Dezember
2015
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
Ursendung
Nachhörmöglichkeit
Downloadmöglichkeit
21
Datum
Uhrzeit
Sender
Titel
Autor
Produktion
Dauer
89
Min.
Bemerkungen
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
21:00
hr 2
Der geheimnisvolle
Fremde
Mark Twain
DLR
2013
/
Hörb
uch
Ham
burg
/
Oster
wold
2014
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
21:05
NDR
90,3
NN
NN
NN
NN
Div.
RIAS
/
Rund
funk
der
DDR
/
DRa
dio
59
Min.
ca.
20
Min.
Ursendung
Downloadmöglichkeit
+/-
Mittwoch, 30.
Dezember
2015
21:30
DLR
Familie in Serie 3
Donnerstag,
31. Dezember
2015
13:10
mdr
Figaro
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (7)
Lena & Maik
Martin Gülich
SWR
/
ARD
2015
Donnerstag,
31. Dezember
2015
19:05
DLR
Hab und Gier
Ingrid Noll
DLR
2015
55
Min.
Donnerstag,
31. Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 6
Uwe Dick
BR
2012
54
Min.
Donnerstag,
31. Dezember
2015
19.
Mai
WDR 5
Die Reise zum Schnee
Karlheinz
Koinegg
WDR
2009
5
Min.
22
Hörspiele im Radioprogramm nach Titeln sortiert
Hier könnt ihr nachsehen, wann und wo ein bestimmtes Hörspiel gesendet wird.
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Abendstunde im Spätherbst oder Herr Korbes
empfängt
Samstag, 12. Dezember
2015
21:00
SRF 2 Kultur
Abrahams Stunde
Mittwoch, 2. Dezember 2015
20:00
NDR Kultur
Ajax zum Beispiel
Montag, 28. Dezember 2015
22:23
mdr Figaro
Alles über Sally
Samstag, 26. Dezember
2015
21:00
SRF 2 Kultur
Analoge Mditationen
Freitag, 11. Dezember 2015
00:05
DLR
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
Atlas der abgelegenen Inseln
Mittwoch, 16. Dezember
2015
20:00
SRF 2 Kultur
Auf der Suche nach Dr. Q: Der Chinese am Fenster
Samstag, 19. Dezember
2015
15:05
BR 2
Auf der Suche nach Dr. Q: Die überzeugenden
Vorteile des Abends
Samstag, 19. Dezember
2015
15:48
BR 2
Aus meinem Leben
Freitag, 25. Dezember 2015
16:00
Ö1
Mittwoch, 2. Dezember 2015
20:03
BR 2
Mittwoch, 9. Dezember 2015
20:03
BR 2
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
Bastian Pastewka und Komplizen in:
Paul Temple und der Fall Gregory Teil 1
Bastian Pastewka und Komplizen in:
Paul Temple und der Fall Gregory Teil 2
23
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull Teil 1
Sonntag, 27. Dezember
2015
21:05
NDR Info
Berlin, hier trennen sich unsere Wege
Dienstag, 29. Dezember
2015
19:20
SWR 2
Blindband
Montag, 28. Dezember 2015
21:30
DLR
Bruder Lustig - live erzählt
Mittwoch, 9. Dezember 2015
20:00
SRF 2 Kultur
Bumelux - Zu alt, um jung zu sterben
Montag, 7. Dezember 2015
22:00
mdr Figaro
Cordoba oder Die Kunst des Badens
Sonntag, 6. Dezember 2015
18:20
SWR 2
Das Babäm-Prinzip
Montag, 21. Dezember 2015
23:05
WDR 3
Das Babäm-Prinzip
Dienstag, 22. Dezember
2015
23:00
1Live
Das Dschungelbuch
Donnerstag, 24. Dezember
2015
14:05
WDR 5
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
Das Nuba Pergament
Dienstag, 1. Dezember 2015
20:05
WDR 5
Das Projekt bin ich
Sonntag, 13. Dezember
2015
17:05
nordwestradio
Das Projekt bin ich
Montag, 14. Dezember 2015
21:05
nordwestradio
Das Unternehmen der Wega
Sonntag, 27. Dezember
2015
20:05
WDR 3
Das verlorene Paradies
Freitag, 18. Dezember 2015
22:04
rbb kultur
Das Verschwinden des Philip S.
Freitag, 11. Dezember 2015
22:04
rbb kultur
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
24
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Das vierte Skalpell Teil 1
Samstag, 5. Dezember 2015
00:05
DLF
Das vierte Skalpell Teil 2
Samstag, 12. Dezember
2015
00:05
DLF
Das vierte Skalpell Teil 3
Samstag, 19. Dezember
2015
00:05
DLF
Das vierte Skalpell Teil 4
Samstag, 26. Dezember
2015
00:05
DLF
De Staat is lecker
Mittwoch, 2. Dezember 2015
21:05
NDR 90,3
De Staat is lecker
Freitag, 4. Dezember 2015
21:05
NDR WN
De Staat is lecker
Montag, 7. Dezember 2015
21:05
NDR NS
Der Allesforscher Teil 1
Mittwoch, 23. Dezember
2015
20:00
NDR Kultur
Der Allesforscher Teil 2
Mittwoch, 30. Dezember
2015
20:00
NDR Kultur
Der Baron von Münchhausen
Sonntag, 6. Dezember 2015
08:05
DLR
Der Baron von Münchhausen
Donnerstag, 24. Dezember
2015
14:05
nordwestradio
Der beinahe unaufhaltsame Aufstieg des Mathias
Grüneisl
Samstag, 12. Dezember
2015
15:05
BR 2
Der ewige Gatte
Sonntag, 27. Dezember
2015
14:05
hr 2
Der Fliegenforscher möchte Madame Celestine
kennen lernen
Dienstag, 15. Dezember
2015
20:10
DLF
Der Frieden
Sonntag, 27. Dezember
2015
18:30
DLR
Der geheimnisvolle Fremde
Mittwoch, 30. Dezember
2015
21:00
hr 2
Der Hals der Giraffe
Samstag, 19. Dezember
2015
21:00
SRF 2 Kultur
Der kleine Mann
Freitag, 25. Dezember 2015
07:05
mdr Figaro
Der kleine Mann und die kleine Miss
Samstag, 26. Dezember
2015
07:05
mdr Figaro
Der letzte Mensch auf dem Mars
Dienstag, 1. Dezember 2015
19:20
SWR 2
25
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Der Mentor
Sonntag, 20. Dezember
2015
15:00
BR 2
Der Mentor
Montag, 21. Dezember 2015
20:03
BR 2
Der Schneekugelmacher
Montag, 28. Dezember 2015
00:05
DLR
Der ungebetene Gast
Freitag, 25. Dezember 2015
18:00
mdr Figaro
Der untröstliche Witwer von Montparnasse
Samstag, 26. Dezember
2015
21:05
NDR Info
Der vergessene Wichtel
Donnerstag, 24. Dezember
2015
14:05
hr 2
Der Wunderheiler
Sonntag, 27. Dezember
2015
17:04
SR 2
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
Die Bauernhochzeit
Sonntag, 6. Dezember 2015
17:05
nordwestradio
Die Bauernhochzeit
Montag, 7. Dezember 2015
21:05
nordwestradio
Die ehrenwerte Gesellschaft Teil 1
Samstag, 5. Dezember 2015
21:05
NDR Info
Die ehrenwerte Gesellschaft Teil 2
Samstag, 12. Dezember
2015
21:05
NDR Info
Die Geschichte meines Lebens - Die Tagebücher
Ferdinand Benekes
Samstag, 26. Dezember
2015
17:05
nordwestradio
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
26
Datum
Uhrzeit
Sender
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
Die letzten Tage von Lissabon
Sonntag, 20. Dezember
2015
18:20
SWR 2
Die Magnetin - Musikbild einer gefährlichen Liebe
Dienstag, 1. Dezember 2015
23:03
SWR 2
Die Mauern waren hier dick
Dienstag, 1. Dezember 2015
21:00
Ö1
Die Nacht des Zorns Teil 2
Samstag, 5. Dezember 2015
17:05
WDR 5
Die Nacht des Zorns Teil 2
Samstag, 5. Dezember 2015
23:05
WDR 5
Die Panne
Samstag, 12. Dezember
2015
20:05
DLF
Die Reise zum Schnee
Donnerstag, 31. Dezember
2015
19. Mai
WDR 5
Die Schneekönigin
Montag, 7. Dezember 2015
14:00
SRF 1
Die Schneekönigin
Sonntag, 13. Dezember
2015
07:05
mdr Figaro
Die Schneekönigin
Samstag, 26. Dezember
2015
08:05
DLR
Die schönen Tage von Aranjuez
Sonntag, 6. Dezember 2015
14:05
hr 2
Die schönste Geschichte der Welt
Dienstag, 29. Dezember
2015
20:05
WDR 5
Die Schule der Weihnachtsmänner Teil 1
Freitag, 4. Dezember 2015
14:05
WDR 5
Titel
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
27
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Die Schule der Weihnachtsmänner Teil 2
Freitag, 11. Dezember 2015
14:05
WDR 5
Die Schule der Weihnachtsmänner Teil 3
Freitag, 18. Dezember 2015
14:05
WDR 5
Die Stille um Maja Abramovwna
Mittwoch, 23. Dezember
2015
21:00
hr 2
Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats,
dargestellt durch die Schauspieltruppe des
Hospizes zu Charenton unter der Leitung des
Marquis des Sade
Sonntag, 20. Dezember
2015
18:30
DLR
Dieses Kind
Sonntag, 13. Dezember
2015
17:04
SR 2
Dinge, die dringend geändert werden müssen
Dienstag, 8. Dezember 2015
19:20
SWR 2
Diskurs: Freispiel
Montag, 14. Dezember 2015
00:05
DLR
Dr. Alzheimer bittet zu Tisch
Mittwoch, 16. Dezember
2015
20:00
NDR Kultur
Dr. Alzheimer bittet zu Tisch
Sonntag, 20. Dezember
2015
18:00
mdr Figaro
Draußen unter freiem Himmel - Manifest 49
Samstag, 5. Dezember 2015
15:05
WDR 3
Draußen unter freiem Himmel - Manifest 49
Samstag, 5. Dezember 2015
23:05
WDR 3
Dshan
Samstag, 5. Dezember 2015
20:05
DLF
Dumala Teil 1
Dienstag, 15. Dezember
2015
20:05
WDR 5
Dumala Teil 2
Dienstag, 22. Dezember
2015
20:05
WDR 5
Dürre Jahre
Samstag, 12. Dezember
2015
14:00
Ö1
Ein Ding namens Pawlak
Samstag, 12. Dezember
2015
14:05
hr 2
Ein Ding namens Pawlak
Sonntag, 20. Dezember
2015
08:05
DLR
Ein Ding namens Pawlak
Sonntag, 20. Dezember
2015
14:05
NDR Info
Ein Mond für Prinzessin Leonore
Sonntag, 27. Dezember
2015
07:05
mdr Figaro
Ein Tannenbaum träumt
Freitag, 25. Dezember 2015
08:05
DLR
28
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Errötende Mörder
Mittwoch, 9. Dezember 2015
20:00
NDR Kultur
Fahrstuhl-Monolog
Montag, 28. Dezember 2015
22:25
mdr Figaro
Familie in Serie 3
Mittwoch, 30. Dezember
2015
21:30
DLR
Fernando Krapp hat einen Brief geschrieben
Sonntag, 13. Dezember
2015
21:05
NDR Info
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
Gehobener Werkstattbestand
Freitag, 11. Dezember 2015
00:05
DLR
Gespräche mit Lebenden und Toten
Samstag, 12. Dezember
2015
15:05
WDR 3
Gespräche mit Lebenden und Toten
Samstag, 12. Dezember
2015
23:05
WDR 3
Goldberg Variationen
Mittwoch, 23. Dezember
2015
21:30
DLR
Grimmsalabim
Freitag, 4. Dezember 2015
20:00
SRF 1
Donnerstag, 24. Dezember
2015
14:05
SWR 2
Freitag, 25. Dezember 2015
14:05
SWR 2
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
Großer Tiger und Christian - In geheimer Mission
durch die Wüste Gobi
Teil 1
Großer Tiger und Kompass-Berg
Großer Tiger und Christian - In geheimer Mission
durch die Wüste Gobi
Teil 2
Null Uhr fünf in Urumitschi
29
Datum
Uhrzeit
Sender
Samstag, 26. Dezember
2015
14:05
SWR 2
H2OdH
Montag, 21. Dezember 2015
00:05
DLR
Hab und Gier
Donnerstag, 31. Dezember
2015
19:05
DLR
Harrys Kopf
Sonntag, 13. Dezember
2015
18:20
SWR 2
Hauptsache geheim!
Sonntag, 13. Dezember
2015
14:05
NDR Info
Heinrich, Vorname Hauptfeldwebel
Sonntag, 6. Dezember 2015
21:05
NDR Info
Herr Hagenbeck hirtet
Montag, 14. Dezember 2015
22:00
mdr Figaro
Herr Röslein
Samstag, 26. Dezember
2015
14:05
WDR 5
Hilfe, die Herdmanns kommen
Sonntag, 20. Dezember
2015
07:05
mdr Figaro
Hilfe, die Herdmanns kommen
Freitag, 25. Dezember 2015
14:05
WDR 5
Hugo Wolf und drei Grazien, letzter Akt
Mittwoch, 2. Dezember 2015
21:00
hr 2
Hugo Wolf und drei Grazien, letzter Akt
Donnerstag, 10. Dezember
2015
22:03
SWR 2
Ich ist ein Zoo
Mittwoch, 30. Dezember
2015
20:00
SRF 2 Kultur
Ich schreibe bald - du wirst staunen
Samstag, 19. Dezember
2015
15:05
WDR 3
Ich schreibe bald - du wirst staunen
Samstag, 19. Dezember
2015
23:05
WDR 3
Ich soll den eingebildet Kranken spielen
Sonntag, 13. Dezember
2015
18:30
DLR
Ich, Feuerbach
Sonntag, 6. Dezember 2015
18:30
DLR
Ickelsamers Alphabet
Mittwoch, 23. Dezember
2015
20:00
SRF 2 Kultur
In Zeitung gewickelt
Mittwoch, 23. Dezember
2015
20:03
BR 2
Titel
Großer Tiger und Christian - In geheimer Mission
durch die Wüste Gobi
Teil 3
Das Geheimnis von Herrn Grünmantel
30
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Interview mit schießenden Mädchen
Montag, 28. Dezember 2015
00:05
DLR
Irgendwann entdeckt eine Tunte Kaloderma
Mittwoch, 2. Dezember 2015
21:30
DLR
Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter
Samstag, 26. Dezember
2015
16:00
Ö1
Kapitäns Nacht
Dienstag, 29. Dezember
2015
20:10
DLF
Kurzstrecke 44
Freitag, 11. Dezember 2015
00:05
DLR
Kurzstrecke 45
Montag, 28. Dezember 2015
00:05
DLR
Leben und Ansichten von Tristram Shandy,
Gentleman Teil 8
Sonntag, 6. Dezember 2015
15:00
BR 2
Leben und Ansichten von Tristram Shandy,
Gentleman Teil 8
Montag, 7. Dezember 2015
20:03
BR 2
Leben und Ansichten von Tristram Shandy,
Gentleman Teil 9
Sonntag, 13. Dezember
2015
15:00
BR 2
Leben und Ansichten von Tristram Shandy,
Gentleman Teil 9
Montag, 14. Dezember 2015
20:03
BR 2
Leonardo und die Kunst zu fliegen, auch wenn man
kein Überflieger ist
Donnerstag, 24. Dezember
2015
14:04
rbb kultur
Limassol
Samstag, 12. Dezember
2015
17:05
WDR 5
Limassol
Samstag, 12. Dezember
2015
23:05
WDR 5
Mädchenzimmer mit Soldaten
Dienstag, 8. Dezember 2015
20:10
DLF
Mann außer Haus
Sonntag, 6. Dezember 2015
18:00
mdr Figaro
Maulausséne-Trilogie Teil 2 Wenn alte Damen
schießen
Freitag, 4. Dezember 2015
22:03
SWR 2
Maulausséne-Trilogie Teil 3 Sündenbock im
Bücherdschungel
Freitag, 11. Dezember 2015
22:33
SWR 2
Mein Ein und Alles
Dienstag, 1. Dezember 2015
20:10
DLF
Mich mir merken
Dienstag, 15. Dezember
2015
19:20
SWR 2
Miesel und die Hexerverschwörung Teil 1
Samstag, 26. Dezember
2015
14:05
NDR Info
31
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Miesel und die Hexerverschwörung Teil 2
Sonntag, 27. Dezember
2015
14:05
NDR Info
Mit anderen Augen
Donnerstag, 3. Dezember
2015
22:03
SWR 2
Mondfinsternis
Montag, 14. Dezember 2015
14:00
SRF 1
Mörder ohne Waffe
Montag, 7. Dezember 2015
21:30
DLR
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
Nackt in Berlin
Sonntag, 27. Dezember
2015
18:00
mdr Figaro
Neues Leben im falschen
Samstag, 19. Dezember
2015
14:00
Ö1
New Yorker Weihnachtsplätzchen
Freitag, 18. Dezember 2015
20:00
SRF 1
Nicht genug
Freitag, 25. Dezember 2015
17:05
nordwestradio
Nordlichter
Montag, 7. Dezember 2015
00:05
DLR
November 1918 –Karl und Rosa Teil 1
Freitag, 25. Dezember 2015
18:20
SWR 2
November 1918 – Karl und Rosa Teil 2
Samstag, 26. Dezember
2015
18:20
SWR 2
Nussknacker und Mäusekönig
Freitag, 25. Dezember 2015
20:00
SRF 1
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
32
Datum
Uhrzeit
Sender
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
On Air
Dienstag, 15. Dezember
2015
21:00
Ö1
orgie mit mir selber
Samstag, 19. Dezember
2015
20:05
DLF
Orpheus und Eurydike
Freitag, 25. Dezember 2015
14:05
WDR 5
Philip Maloney
Sonntag, 6. Dezember 2015
11:10
SRF 3
Philip Maloney
Sonntag, 13. Dezember
2015
11:10
SRF 3
Philip Maloney
Sonntag, 20. Dezember
2015
11:10
SRF 3
Philip Maloney
Sonntag, 27. Dezember
2015
11:10
SRF 3
Play
Samstag, 5. Dezember 2015
14:00
Ö1
Prinzessin Turandot
Samstag, 5. Dezember 2015
21:00
SRF 2 Kultur
Prof. van Dusen und der schreckliche
Schneemensch
Montag, 21. Dezember 2015
21:30
DLR
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten
Montag, 28. Dezember 2015
23:05
WDR 3
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten
Dienstag, 29. Dezember
2015
23:00
1Live
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (1) Mel & Kai
Montag, 28. Dezember 2015
13:10
mdr Figaro
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (2) Grit & Kid
Montag, 28. Dezember 2015
17:40
mdr Figaro
Titel
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
33
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (3) Jo & Jo
Dienstag, 29. Dezember
2015
13:10
mdr Figaro
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (4) Anna &
Paul
Dienstag, 29. Dezember
2015
17:40
mdr Figaro
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (5) Tessa &
Ganesh
Mittwoch, 30. Dezember
2015
13:10
mdr Figaro
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (6) Jonas &
Kim
Mittwoch, 30. Dezember
2015
17:40
mdr Figaro
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (7) Lena &
Maik
Donnerstag, 31. Dezember
2015
13:10
mdr Figaro
Radiotatort (94) Queenie
Mittwoch, 16. Dezember
2015
20:03
BR 2
Radiotatort (94) Queenie
Mittwoch, 16. Dezember
2015
21:00
hr 2
Radiotatort (94) Queenie
Freitag, 18. Dezember 2015
22:03
SWR 2
Radiotatort (94) Queenie
Samstag, 19. Dezember
2015
21:03
SWR 4
Radiotatort (94) Queenie
Samstag, 19. Dezember
2015
21:05
NDR Info
Radiotatort (94) Queenie
Samstag, 19. Dezember
2015
23:05
WDR 5
Radiotatort (94) Queenie
Sonntag, 20. Dezember
2015
17:04
SR 2
Radiotatort (94) Queenie
Sonntag, 20. Dezember
2015
17:05
nordwestradio
Radiotatort (94) Queenie
Montag, 21. Dezember 2015
21:05
nordwestradio
Radiotatort (94) Queenie
Montag, 21. Dezember 2015
22:00
mdr Figaro
Radiotatort (94) Queenie
Montag, 21. Dezember 2015
22:04
rbb kultur
Rilke on black
Donnerstag, 17. Dezember
2015
23:00
1Live
Sauwaldprosa Teil 1
Samstag, 26. Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 2
Sonntag, 27. Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 3
Montag, 28. Dezember 2015
21:00
BR 2
34
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Sauwaldprosa Teil 4
Dienstag, 29. Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 5
Mittwoch, 30. Dezember
2015
21:00
BR 2
Sauwaldprosa Teil 6
Donnerstag, 31. Dezember
2015
21:00
BR 2
Schall und Rauch
Montag, 28. Dezember 2015
00:05
DLR
Schattenspur
Sonntag, 13. Dezember
2015
18:00
mdr Figaro
Schlusslichter - Ein Weihnachtsblues
Dienstag, 22. Dezember
2015
21:00
Ö1
Schlusslichter - Ein Weihnachtsblues
Samstag, 26. Dezember
2015
18:00
mdr Figaro
Schneelandschaften, Schneestimmen,
Schneegespenster
Dienstag, 22. Dezember
2015
20:10
DLF
Schneeweißchen und Rosenrot
Sonntag, 6. Dezember 2015
07:05
mdr Figaro
Schnitt Etüde
Freitag, 11. Dezember 2015
00:05
DLR
Schreckmümpfeli
Montag, 7. Dezember 2015
23:00
SRF 1
Schreckmümpfeli
Montag, 14. Dezember 2015
23:00
SRF 1
Schreckmümpfeli
Montag, 21. Dezember 2015
23:00
SRF 1
Schreckmümpfeli
Montag, 28. Dezember 2015
23:00
SRF 1
Sechs Gramm Caratillo
Freitag, 4. Dezember 2015
22:04
rbb kultur
Seifenblasen oder Wie Kurt Tucholsky ein Drehbuch
schrieb
Mittwoch, 16. Dezember
2015
21:30
DLR
Severina
Dienstag, 8. Dezember 2015
20:05
WDR 5
Soviel Dorn' ein Rosenstock
Freitag, 11. Dezember 2015
20:00
SRF 1
Stille Nacht (Ruhe 3)
Sonntag, 20. Dezember
2015
21:05
NDR Info
Timegünden und das wunscherfüllende Juwel
Mittwoch, 2. Dezember 2015
20:00
SRF 2 Kultur
Tödlicher Stachel
Samstag, 19. Dezember
2015
17:05
WDR 5
Träume
Samstag, 5. Dezember 2015
15:05
BR 2
35
Titel
Datum
Uhrzeit
Sender
Verräter
Montag, 14. Dezember 2015
21:30
DLR
Vier Schwaben auf Welttournee
Samstag, 12. Dezember
2015
21:03
SWR 4
Samstag, 26. Dezember
2015
22:05
nordwestradio
Vierundzwanzig Wunschzettel
Sonntag, 13. Dezember
2015
08:05
DLR
Vulkan
Mittwoch, 9. Dezember 2015
21:30
DLR
Walk of Fame
Montag, 7. Dezember 2015
23:05
WDR 3
Walk of Fame
Dienstag, 8. Dezember 2015
23:00
1Live
Wasserspiele - Hörspieltrilogie in zwei Teilen: Der
Kreuzfahrer - Die Vorschwimmerin - Der Fetzenfisch
Sonntag, 6. Dezember 2015
17:04
SR 2
Weekend feat. Der Weihnachtsmann
Freitag, 11. Dezember 2015
00:05
DLR
Weihnachtsstaub
Montag, 21. Dezember 2015
14:00
SRF 1
Wer bist du?
Dienstag, 29. Dezember
2015
21:00
Ö1
White Spaces / Weiße Räume
Donnerstag, 17. Dezember
2015
22:03
SWR 2
Wiedersehen mit Brideshead
Sonntag, 27. Dezember
2015
18:20
SWR 2
Freitag, 25. Dezember 2015
14:40
rbb kultur
Die lange Kriminacht:
"Kein Mucks" - Das Beste aus 70 Jahren Radio
Bremen mit Bastian Pastewka
Darin:
"Dickie Dick Dickens"
"Oh,George!"
"Mord bleibt in der Familie"
"Gänsehaut vor Mitternacht"
"Vier schwarze Seelen"
"Das Geheimnis von Schloß Greifenklau"
"Anruf nachts um drei"
u.v.m..
Winnetou I
Teil 1
Das Greenhorn
36
Datum
Uhrzeit
Sender
Sonntag, 27. Dezember
2015
14:04
rbb kultur
Writing through Genesis
Sonntag, 13. Dezember
2015
14:05
hr 2
Wunnerwarken - Drei niederdeutsche Kurzhörspiele
Sonntag, 13. Dezember
2015
21:05
NDR MV
Wunnerwarken - Drei niederdeutsche Kurzhörspiele
Mittwoch, 16. Dezember
2015
21:05
NDR 90,3
Wunnerwarken - Drei niederdeutsche Kurzhörspiele
Freitag, 18. Dezember 2015
21:05
NDR WN
Wunnerwarken - Drei niederdeutsche Kurzhörspiele
Montag, 21. Dezember 2015
21:05
NDR NS
Wunnerwarken - Drei niederdeutsche Kurzhörspiele
Sonntag, 27. Dezember
2015
17:05
nordwestradio
Wunnerwarken - Drei niederdeutsche Kurzhörspiele
Montag, 28. Dezember 2015
21:05
nordwestradio
Titel
Winnetou I
Teil 2
Die Blutsbrüder
37
Alle Hörspiele des Radioprogramms im Überblick
Hier findet ihr nähere Angaben zu den Hörspielen. Die Produktionen, die nur im Radio zu hören sind oder zum
Nachhören zur Verfügung stehen, haben das „hoerspieltipps“-Radio als Logo. Steht das Hörspiel nach der
Ausstrahlung zum Download zur Verfügung wird das Senderlogo verwendet. Bei Hörspielen, die im Handel erhältlich
sind, ist das Cover abgebildet.
Abendstunde im
Spätherbst oder Herr
Korbes empfängt
(Friedrich Dürrenmatt)
DRS 1958
DRS 1958 Regie: Kurt
Bürgin
Mit:
Maximilian Friedrich Korbes: Carl Kuhlmann
Fürchtegott Hofer: Walter Roderer
Sebastian: Herbert Dardel
Hoteldirektion: Alfons Hoffmann
eine Junge Dame: Nuri Neva
eine Filmdiva aus Amerika: Regula Briner
Maximilian Friedrich Korbes, Schriftsteller von
Weltruhm und Nobelpreisträger, bewohnt z. Z. das
oberste Stockwerk eines Schweizer Grandhotels mit
luxuriösem See- und Alpenblick. Nach zweiundzwanzig
in alle Sprachen übersetzten Romanen, grandiosen
Abenteuer- und Mordgeschichten, ist er gerade
wieder auf Stoffsuche, als unversehens ein
schüchtern-neugieriger Mann vor ihm steht, der sich
als Fürchtegott Hofer, pensionierter Buchhalter der
Firma Oechslin und Trost in Ennetwyl bei Horck
vorstellt. Korbes, anfangs einen simplen
Autogrammjäger oder Journalisten vermutend, horcht
auf, als Hofer sich nicht nur als profunder Kenner
seiner Werke, sondern als 'literarischer Kriminalist' zu
erkennen gibt. Mit buchhalterischer Akribie beweist
er ihm jetzt: alle in seinen Romanen vorkommenden
Morde seien nicht erfunden, sondern der Autor habe
sie jedes Mal selbst begangen - als Anregung und
Bestätigung für seine Phantasie.
hoerspielTIPPs.net:
Von den nunmehr vier Hörspielumsetzungen von
"Abendstunde im Spätherbst" hat mir diese hier am
Besten gefallen. Regisseur Kurt Bürgin bringt seine
Inszenierung soweit, dass sie den hintergründigen
Witz dieser Geschichte, sehr unterhaltsam nach außen
stellt, ohne die Geschichte als bloße Kommödie
darzustellen. Die leichte und lockere Art, wie hier
insbesondere der junge Walter Roderer und Carl
Kuhlmann miteinander agieren, lässt das Spiel sehr
kurzweilig wirken.
Das Stück ist ein gelungenes Krimi-Kammerspiel mit
den dafür interessanten Wendungen und
überraschenden Entwicklungen. Der Kampf Hofer
gegen Korbes ist auch deshalb interessant, weil
Dürrenmatt das Stück durch die Einleitung von Korbes
als Ich-Erzähler auf die Metaebene hebt.
An "Abendstunde im Spätherbst" kommt der Krimifan
ohnehin nicht vorbei. Diese DRS-Fassung bietet die
meines Erachtens die unterhaltsamste Alternative,
sich dem Stoff zu nähern.
Abrahams Stunde (Doron
Rabinovici) hr / ORF 2014
hr / ORF 2014 Regie: Götz
Fritsch
Musik: Klaus Burger
Mit:
Abraham: Michael Altmann
Sara: Gudrun Ritter
Hagar: Bibiana Beglau
Therapeut: Werner Wölbern
Es ist schon viel, was Gott von Abraham verlangt. Er
soll seine Heimat verlassen, mit seiner Frau Sarah in
eine ungewisse Zukunft aufbrechen. In Ägypten kann
er nur zusehen, wie Sarah zur Geliebten des Pharaos
auserkoren wird.
Seine Sklavin Hagar, die ihm endlich einen Sohn
geboren hat, soll er mit dem Jungen in die Wüste
schicken. Und schließlich Isaak: Seinen lang ersehnten
Nachkommen mit Sarah soll er Gott zu Ehren opfern!
Kein Wunder, dass all das nicht spurlos an Abraham
vorübergeht. Und erst recht nicht an seinen Frauen
Sarah und Hagar. Die beiden fühlen sich als
Leidtragende der Beziehung Abrahams zu Gott:
38
zurückgesetzt, zerstritten, verbittert, missbraucht.
Und nun – eine Paartherapie zu dritt?
Doron Rabinovicis Hörspiel erzählt die Geschichte des
großen Stammvaters der Religionen aus der Sicht
ihrer Protagonisten und wendet sich schonungslos
ihrer menschlichen Dimension zu. Doch wie wichtig ist
das individuelle Seelenheil, wenn sich ein göttlicher
Plan offenbart? Der Therapeut jedenfalls stößt schon
bald an seine Grenzen.
Ajax zum Beispiel (Heiner
Müller) Egobar Recordings
2007
Egobar Recordings 2007
Mit:
Blixa Bargeld, Joachim Witt, Sibylle Berg, Gregor Gysi
Alles über Sally (Arno
Geiger) SWR / Hörbuch
Hamburg 2012
SWR / Hörbuch Hamburg
2012
Alfred und Sally sind schon lange verheiratet. Das
Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally
fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien
heimsuchen, ist nicht nur die häusliche Ordnung
dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger
beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem
Freund. Und Alfred stellt sich endlich die
entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau,
nach dreißig gemeinsamen Jahren? Ein Hörspiel von
Leonhard Koppelmann mit Stephanie Eidt, Matthias
Brandt, Ernst Konarek und anderen.
(Sally (Stephanie
Eidt) und Alfred
(Matthias
Brandt); Bild:
SWR/Monika
Maier)
"Lese Sophokles AJAX zum Beispiel
Beschreibung/Eines Tierversuchs vergilbte
Tragödie/Eines Mannes mit dem eine launische
Göttin/Blindekuh spielt vor Troja im Abgrund der
Zeiten/Arnold Schwarzenegger im
WÜSTENSTURM/Um mich heutigen Lesern
verständlich zu machen/ICH AJAX OPFER ZWEIFACHEN
BETRUGS ..."
Der Text, geschrieben als mehrseitiges Gedicht, ist die
sehr persönliche Auseinandersetzung Heiner Müllers
mit deutscher Geschichte. Gleichzeitig schildert er die
Schwierigkeiten beim Schreiben seines letzten Dramas
"Germania 3".
Die Kunstformation EGOBAR, die aus Eppendorf in
Sachsen stammt, dem Geburtsort Heiner Müllers, hat
"Ajax zum Beispiel" vertont und mit Percussion durch
den legendären und in Literaturvertonungen
erfahrenen Jazzschlagzeuger Günter "Baby" Sommer
veredelt. Auf diesem avantgardistischen Stück
tummeln sich als Sprecher eine Reihe illustrer Gäste
wie Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten,
die Autorin Sibylle Berg, der Müller-Freund Gregor
Gysi und (sehr beeindruckend) Joachim Witt.
hoerspielTIPPs.net:
Die Geschichte von Sally und Alfred wirkt auf den
ersten Blick nur leidlich originell. Aber Arno Geiger
gelingt es, aus dieser einfachen Geschichte eine
wundervolle Darstellung einer Liebe zu machen.
Gerade die Schlichtheit, die Unaufdringlichkeit macht
aus "Alles über Sally" etwas Besonderes. Leonhard
Koppelmann ist es gelungen, die Stimmung Arno
Geigers Geschichte ins Hörspiel zu transportieren. Die
bedachte Besetzung -insbesondere der Hauptrollen
mit Stephanie Eidt und Matthias Brandt – sorgt für viel
Authentizität. "Alles über Sally" ist ein stilles, aber
kluges Hörspiel, dank einer gelungenen Mischung aus
Klischee und Originalität, einer unaufdringlichen, aber
höchst stimmigen Inszenierung und einem
großartigen Sprecherensemble.
Vorstellung im OhrCast
39
Analoge Meditationen
(Julie Bräuning) EIG 2015
EIG 2015
Handbetrieb bleibt
Handbetrieb - Vorgestellt in der Kurzstrecke 44 des
Deutschlandradios
Atlas der abgelegenen
Inseln (Judith Schalansky)
SRF / WDR / Schauspiel
Hannover 2015
SRF / WDR / Schauspiel
Hannover 2015 Regie: Thom Luz
Bearbeitung: Thom Luz
Musik: Mathias Weibel
Mit:
Beatrice Frey, Günther Harder, Sophie Krauss, Oscar
Olivo, sowie Iris Maron (Violine), Maria Pache (Viola),
Mikael Rudolfsson (Posaune), Karoline Steidl (Violine)
Der Zürcher Thom Luz gehört derzeit zu den am
meisten beachteten Regisseuren auf
deutschsprachigen Theaterbühnen. Sein szenischmusikalischer Abend «Atlas der abgelegenen Inseln»
am Schauspiel Hannover wurde zum letzten
Theatertreffen eingeladen. Jetzt hat Thom Luz eine
Radioversion erarbeitet.
Vor ein paar Jahren hat sich die Schriftstellerin und
Buchgestalterin Judith Schalansky aufgemacht, die
Welt zu entdecken. In früheren Zeiten hätte sie dafür
ein Schiff besteigen müssen, beseelt vom Wunsch,
unversehens irgendwo auf terra incognita zu stossen.
Heute jedoch gibt es rund um den Globus kein
Fleckchen Erde mehr, dass unentdeckt geblieben
wäre. Jede Küste, jedes Eiland ist betreten, vermessen
und in Besitz genommen worden. Aber Judith
Schalansky ist aufgewachsen als «Atlas-Kind», ihre
Liebe gilt den kartografischen Werken, die uns in
Form einer ebenso abstrakten wie ästhetischen
Darstellung die fernen Welten nahe zu bringen
versuchen. In ihnen, den erdkundlichen Folianten und
Atlanten, hat Judith Schalansky ihre Forschungsreisen
unternommen. Und ist dabei bis an die Ränder des
Erdkreises vorgestossen, zu fünfzig abgelegenen
Inseln: «Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein
werde». Inseln, die sich – weit entfernt von jeder
Bounty-Romantik – aus der rauen See erheben,
abweisend und karg die allermeisten. Und es haben
sich auf ihnen schreckliche Begebenheiten
zugetragen. Denn die Faszination der Entdecker
verkehrte sich nur allzu oft in Entsetzen. «Das
Paradies mag eine Insel sein», schreibt Judith
Schalansky. «Die Hölle ist es auch.»
Thom Luz hat diese Ambivalenz aufgenommen und sie
in eine faszinierende musik-theatralische Installation
übersetzt. Spielort war ein Jugendstil-Treppenhaus,
die sogenannte «Cumberlandsche Galerie» im
Schauspielhaus Hannover. Hier sassen die Zuschauer
auf drei Stockwerke verteilt, wie im Innern eines
Luxusliners von vor hundert Jahren. Und sie wurden
mitgenommen auf eine Reise, die vor allem auch eine
Klang- und Hörreise war. Eine vielschichtige
Komposition aus Stimmen, Geräuschen und
musikalischen Fragmenten – wie nicht von dieser
Welt. Nun hat Thom Luz (der seit neuestem auch als
Hausregisseur am Theater Basel tätig ist) seine
Inszenierung als reines Hörstück eingerichtet – für all
diejenigen, denen das Reisen im Kopf noch immer am
nächsten liegt.
Auf der Suche nach Dr. Q Der Chinese am Fenster
(Ror Wolf) WDR/hr 1971
WDR/hr 1971 Regie: Raoul
Wolfgang Schnell
Mit:
Christoph Bantzer, Michael Thomas, Ludwig Thiesen,
Alf Marholm, Eva Garg, Matthias Ponnier, Maria
Barring, Alois Garg, Alwin Joachim Meyer, Rudolf
Jürgen Bartsch, Giselheid Hänsch, Maria Barring,
Irmgard Först, Kurt Postel, Klaus Wirbitzky, Gisela
Claudius, Günter Dybus
"Es geht um die Kombination von Kleinstszenen: um
die Bündelung von Idyllen und Katastrophen, wobei
das eine bruchlos in das andere umschlagen kann; um
ein Spiel mit Aktionen, von denen einige auf winzige
Details zusammengeschrumpfte Großhandlungen
sind. In einer Wort- und Geräuschwelt von
erfundenen, zitierten, original aufgenommenen,
vorgeschlagenen und wieder verworfenen
40
Bruchstücken ist der Chinese zunächst eine Art
Katalysator. Er taucht auf, wenn er gebraucht
wird.(...)Der Chinese ist eine Figur, die sich in jedem
Moment verändern und in ihr Gegenteil umstülpen
kann. Der Chinese am Fenster ist keine Metapher,
sondern der Chinese am Fenster. Aber da er immer
auch das Gegenteil von allem ist, ist er natürlich auch
eine Metapher". Ror Wolf zu seinem ersten Hörspiel,
das Raoul Wolfgang Schnell (für damalige
Verhältnisse) als waghalsig geschnittene, absurde
Wort-Geräusch-Collage inszeniert hat. Worum es
geht? Um den Chinesen, der am Fenster auf- und
abtaucht, der für den Hörer roter Faden und
Störfaktor zugleich ist.
Auf der Suche nach Dr. Q Die überzeugenden
Vorteile (Ror Wolf)
WDR/BR 1973
WDR/BR 1973 Regie: Heinz
Hostnig
Mit:
Elisabeth Opitz, Walter Bluhm, Peter Lieck, Alf
Marholm, Arnold Marquis, Heiner Schmidt, Kurt
Schmidtchen, Hans Timerding
Im Gewächshaus des bekannten Reisenden Doktor Q.
warten ungefähr vierzig Botaniker auf das Erscheinen
des Gastgebers. Für Zerstreuung ist gesorgt. Man
tauscht Erfahrungen aus, man erinnert sich an
rätselhafte, beunruhigende, an grauenvolle
Entdeckungen, die man in der letzten Zeit gemacht
hat. Diese Erinnerungen führen - rasch aufgeblasen zu
winzigen Szenenfolgen - in andere Gegenden, sie
konkurrieren miteinander, überstürzen und
durchkreuzen sich und schnappen immer wieder
zurück in das Gewächshaus von Doktor Q. Der
Gastgeber ist noch nicht erschienen. Er hat einen
furchtbaren Plan. Worauf wartet er? Er wartet auf die
überzeugenden Vorteile des Abends: eines
erbarmungslosen knisternden krachenden
allesfressenden Abends, den die Beteiligten nicht so
bald vergessen werden.
Aus meinem Leben (Franz
Michael Felder) ORF 2015
ORF 2015 Regie: Philip
Scheiner
Bearbeitung: Helmut Peschina
Musik: Philipp Lingg
Mit:
Michael Dangl
Er war ein Bauernbub, aber ein lesender. Er wurde
keine dreißig Jahre alt, war aber einer der
berühmtesten Vorarlberger seines, des 19.
Jahrhunderts. In seinen Zwanzigern sollte er die
Abhängigkeiten der Bauern von Handelsmonopolen
und die Rückwärtsgewandtheit der Kirche kritisieren hier erzählt er aus seinen frühen Jahren. Er entdeckte
bald das Lesen als seine Leidenschaft, er verdiente
sich schon als Kind als Weber und Schindelmacher
sein Geld, um Bücher zu kaufen. Im Dorf wurde er
dafür als Sonderling beargwöhnt, später sollte ihm
seine Neigung zur Literatur zugutekommen. In "Aus
meinem Leben" schreibt Franz Michael Felder auch
über seine große Liebe, die er am Ende der Erzählung
heiratet. Ein Stück Heimatliteratur mit einem scharfen
Blick auf die Verhältnisse des Bauernstandes seiner
Zeit.
Bekenntnisse des
Hochstaplers Felix Krull
(Thomas Mann) NDR 2008
/ der hörverlag 2009
NDR 2008 / der hörverlag
2009 Regie: Sven Stricker
Bearbeitung: Sven Stricker
Musik: Jan-Peter Pflug
Mit:
Barnaby Metschurat, Klaus Herm, Vladimir Pavic,
Sandra Borgmann, Gerd Baltus, Peter Weiß, Michael
Prelle, Peter Fricke, Teresa Harder, Friederike
Kempter, Jürgen Uter, Konstantin Graudus, Hans Löw,
Felix Knopp, Michael Griem, Hendrick Heutmann, Thor
W. Müller, Wolf Frass und andere
Erzählt wird die amüsante Lebensgeschichte eines
weltgewandten Lebenskünstlers, böse Zungen
sprechen gar von einem Betrüger: Bereits in seiner
Kindheit simuliert der Sohn eines bankrotten
41
Sektfabrikanten erfolgreich, um dem Schulbesuch zu
entgehen. Kleine Diebstähle, frühe erotische
Abenteuer und seine schauspielerische
Meisterleistung, um dem Militärdienst zu entfl iehen,
sind erst der Auftakt seiner kriminellen Karriere . Der
charmante Felix Krull, die liebestolle Diane Houpfl é,
Marquis de Venosta, Professor Kuckuck – hier
beginnen sie zu leben: Hörspiel macher Sven Stricker
gibt dem prallen Meisterwerk Thomas Manns
Stimmen, Geräusche und Atmosphäre. Ein
augenzwinkerndes Festspiel der Ironie beginnt!
hoerspielTIPPs.net:
Mit den "Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull"
wagt sich der NDR, bzw. Sven Stricker an die
Umsetzung dieses unvollendeten Werks von Thomas
Mann. Dieser biografische Rückblick in Form des
Schelmenromans bekommt in Sven Strickers
Umsetzung den passenden lockeren Unterton. Es
gelingt aber, inhaltlich und sprachlich dicht an der
Vorlage zu bleiben, was dieses Hörspiel zu einer
adäquaten Umsetzung des Werkes macht.
Mit der im Genre unverbrauchten Stimme Barnaby
Metschurats ist ein Glücksgriff gelungen. Er agiert in
seiner Rolle als Felix Krull erstklassig. Alle Facetten,
die diese Rolle verlangt, sind in der Darstellung
gelungen. Seine Performance ist ein Grundstein für
diese Produktion.
Durch die Darstellung in Episoden verkommen nahezu
allen weiteren Rollen zu reinen Nebenrollen. Dennoch
hat man diese hochkarätig besetzt, was sich in der
Sprecherleistung insgesamt auch sehr positiv
niederschlägt. In diesem Punkt ist diese Produktion
wirklich eine "Ohrenweide".
Für die musikalische Begleitung des Stückes zeichnet
sich, wie bei Hörspielen von Sven Stricker gewohnt,
Jan-Peter Pflug verantwortlich. Er schafft mit den
eingesetzten Stücken, nicht nur eine glaubwürdige
Szenerie der Handlungszeit, sondern sorgt auch für
eine stimmungsvolle Untermalung der jeweiligen
Sequenzen.
Wieder einmal eine gelungene Produktion vom Team
um Sven Stricker. Es ist ihm gelungen, eine sehr
würdige und hörbare Umsetzung des letzten Werkes
Thomas Manns zu erstellen.
Berlin, hier trennen sich
unsere Wege (N. J.
Lehmann) Exkurs
Zwischenraum 2013 /
2014
Exkurs Zwischenraum 2013 / 2014 Regie: Nick-Julian
Lehmann
Mit:
Til Großmann und Marie-Charlott Schube
Ein Silvesterabend in Berlin. Jan wird wegziehen, feiert
sich selbst und blickt zurück. Zwischen all den
Anrufen, in denen er nach seinen Plänen für den
Jahreswechsel gefragt wird, den Gedanken an
verflossene Liebschaften und an das, was die Zukunft
bringen könnte, ist es immer noch seine Exfreundin
Ina, die ihn am meisten interessiert. Ein imaginärer
Dialog entspinnt sich, in Selbstgesprächen, Flashbacks
und Mutmaßungen darüber, was die letzten Jahre
beim jeweils Anderen so passiert ist, zwischen den
Jahren, zwischen ihm und Ina. Er will sie zurück, sie
ihn nicht. Doch je später es wird, desto mehr klingen
ihre Stimmen wie Berlin am Neujahrstag: dreckig,
verkatert und lebensuntauglich auf der Suche nach ein
klein wenig Nähe.
Blindband (Gilbert Adair)
WDR 2000
WDR 2000 Regie: Angeli
Backhausen
Bearbeitung: Klaus Arriens
Mit:
Hans Peter Hallwachs, Andreas Fröhlich, Heinrich
Giskes und Peter Nottmeier
Ein nach einem Unfall erblindeter und vereinsamter
Autor sucht einen Gehilfen, der ihn bei der Erstellung
seines neuen Romans unterstützt. Der von Phobien
geplagte Schriftsteller wird fündig. Der junge Mr.
Rider scheint ein idealer Kandidat zu sein. Doch kurze
Zeit später kommt die geordnete Welt des Autors ins
Wanken...
Gilbert Adair, geboren 1944, arbeitet als Schriftsteller,
Filmkritiker und Kolumnist (The Independent on
Sunday) in London. Sein Roman 'Liebestod auf Long
Island' wurde mit John Hurt verfilmt. Zuletzt erschien
42
von ihm 'Mord auf ffolkes Manor' (2006).
hoerspielTIPPs.net:
Dieser Krimi nutzt die für ein Hörspiel perfekte Idee,
die Hauptfigur Paul dem Hörer quasi gleichzustellen.
Auch er ist hier nur auf sein Gehör angewiesen.
Hieraus hat Gilbert Adair einen perfekten Thriller
gestrickt, der von Hans Peter Hallwachs und Andreas
Fröhlich quasi im Alleingang bestritten wird. Beide
Sprecher sind hier in einer exzellenten Form und es
macht einfach Spaß ihnen bei diesem spannenden
Hörspiel zuzuhören.
Bruder Lustig - live erzählt
(Gebr. Grimm) SRF 2015
SRF 2015 Regie: Margret
Nonhoff
Bearbeitung: Margret
Nonhoff
Musik: Joy Frempong
Die Gebrüder Grimm haben das Märchen «Bruder
Lustig» 1819 in die zweite Auflage der «Kinder- und
Hausmärchen» aufgenommen. Bei ihnen ist der
Gegenspieler des Titelhelden der heilige Petrus. In der
leicht überarbeiteten Version der deutschen
Schriftstellerin Karen Duve übernimmt Jesus selbst
den Part seines Stellvertreters. Dieser Jesus ist zwar
ein Super-Heiler, aber auch ein Super-Rechthaber und
ein Super-Dickschädel. Doch zu guter Letzt überlistet
ihn Bruder Lustig, dessen Uniform nicht zufällig an ein
Arlecchino-Kostüm erinnert.
Das komödiantisch unzimperliche Märchen «Bruder
Lustig» ist eine ideale Vorlage für die
ghanaischschweizerische Vokalkünstlerin Joy
Frempong. Sie interveniert in die Live-Lesung und
improvisiert ganz märchenhaft dazu.
Bumelux - Zu alt, um jung
zu sterben (Werner
Heinrich) EIG 2015
EIG 2015 Regie: Gabriele
Hänel
Musik: Jens Evans
Mit:
Werner Hennrich
Ein kleiner Junge, dessen Eltern am Ende des Zweiten
Weltkrieges von Böhmen nach Mecklenburg
umgesiedelt werden, kompensiert die Angstfantasien
der Nachkriegszeit mit seinem komischen Talent, das
ihn seelisch überlebensfähig macht. Das Theater wird
sein Leben bestimmen. Ein Weg, der über Wittenberg,
Halle/Saale und Zwickau nach Ost-Berlin führt, wo er
sich in der von den DDR-Behörden beargwöhnten und
diskreditierten ersten freien Theatergruppe
"Zinnober" öffentlich outet und in langen Jahren
künstlerischer Arbeit das Paradox von Leben und Spiel
erlebt.
Cordoba oder Die Kunst
des Badens (Melchior
Schedler) SDR 1983
SDR 1983 Regie: Otto
Düben
Musik: Peter Zwetkoff
Mit:
Esteban: Peter Fitz
Yehuda: Wolfgang Reichmann
Jussug: Martin Benrath
Prediger: Hans-Michael Rehberg
1.Landsknecht: Rainer Basedow
2.Landsknecht: Thilo Prückner
ein Ritter: Thomas Holtzmann
Donna Elvira: Brigitte Horney
(Regisseur Otto
Düben; Bild:
SWR/Hugo Jehle)
Es ist ein exquisites
Hobby, dem drei
Männer im
mittelalterlichen
Cordoba frönen: das
gemeinsame Bad zur
Steigerung des
körperlichen und
geistigen
Wohlbefindens,
zubereitet von
Esteban, dem Badekünstler, christlicher Dichter und
Mönch, belebt nicht nur die Haut; seine geradezu
aphrodisische Wirkung erregt den ganzen Körper und
beflügelt den Geist zum überaus sinnlichen Begreifen
43
der Welt: das Baden wird zum lustvollen Symbol, das
Glauben und Phantasie, Leben und Poesie einbezieht.
Theologische Streitgespräche mit seinen Freunden,
dem jüdische Bader Yehuda und dem Araber Jussuf,
Imam der großen Moschee, verschaffen ebenso viel
Genuss wie poetische Schwärmereien und körperliche
Lustbarkeiten.
Die Idylle endet jäh, als im Jahre 1236 die
"Reconquista", die christliche Rückeroberung der
iberischen Halbinsel einsetzt. Die Freunde werden
verschleppt und versklavt - und bewahren sich
dennoch ihren heiteren Blick auf das Leben - selbst als
man sie blendet. Zum Schluß verführen sie gar ihre
greise Gebieterin Dona Elvira zu ihren nun wahrhaft
atemberaubenden Badekünsten.
"Cordoba oder Die Kunst des Badens", ein pointiertes
Plädoyer für Toleranz, war das wohl meistdiskutierte
Hörspiel der 80er Jahre. Sein Autor Melchior Schedler
erhielt mehrere Auszeichnungen, da es ihm gelang so eine Jury - "komisch und beklemmend, aufklärend
und unterhaltsam" von den fundamentalen
Glaubensfragen unserer Zeit zu erzählen.
(Hörspiel des Monats Juni 1984, Hörspiel des Jahres
und Hörspiel des Jahrzehnts)
Das Babäm-Prinzip
(Andrea Halter und Philip
Stegers) WDR 2015
WDR 2015
Babäm, ein Underdog mit großem Herz, will
mindestens so berühmt werden wie sein Cousin und
großes Vorbild, der Schauspieler Denis Moschitto.
Doch was tun, wenn man talentfrei ist? Klar, man wird
YouTuber.
Babäm will das ganz große Rad drehen. Gegen
hysterische Teenager und einen monatlichen Scheck
von YouTube hätte er nichts einzuwenden. Also
besucht er einen Online-Kurs für angehende YouTuber
und lädt jede Woche neue Videos auf seinen Kanal
„Babäm.TV” hoch. Doch wie baut man seine eigene
Fan-Community auf? Was funktioniert auf YouTube
und warum? Babäm sucht Rat bei YouTube-Stars und
Businessgrößen, macht bei Fan-Veranstaltungen
schamlos Werbung für sich. Auf dem Weg zum Star ist
ihm fast jedes Mittel recht. Selbst sein Cousin Denis
Moschitto soll dabei helfen.
Das Buch der
Verwandlungen (5)
Orpheus und Eurydike
(Karlheinz Koinegg nach
Ovid) WDR 2015
WDR 2015
(Natalie Spinell; Bild: WDR/Fahri Sahin Sarimese)
"Alles wandelt sich – die Zeit, die Götter, sogar unsere
eigene Gestalt" ...
fröhlich singt der
Dichter Orpheus
von den
Abenteuern dieser
Welt. Aber als der
Tod ihm seine schöne Frau Eurydike entreisst, wagt
sich Orpheus in das größte Abenteuer überhaupt:
todesmutig steigt er in die Unterwelt hinab, um
Eurydike zurückzuholen ...
"Das Buch der Verwandlungen" ist 2000 Jahre alt. Der
römische Dichter Ovid hat es geschrieben. Und
obwohl das Alte Rom schon längst zu Staub zerfallen
ist, sind die Geschichten des Ovid noch immer jung
und spannend wie am ersten Tag ...
Das Dschungelbuch
(Rudyard Kipling) WDR
2007 / DAV 2008
WDR 2007 / DAV 2008
Regie: Frank Erich Hübner
Bearbeitung: Karlheinz
Koinegg
Musik: Wim Wollner
Mit:
Erzählerin: Regina Lemnitz
Mowgli: Luca Kemmer
Balu: Traugott Buhre
Baghira: Christian Redl
Vater Wolf: Jens Wachholz
Mutter Wolf: Tanja Haller
Shir Khan: Wolfgang Hess
Kabaki: Jens Wawrczeck
Attila: Gerd Mayen
Ka: Horst Mendroch
Affenführer: Hanns Jörg Krumpholz
Hans Schulze, Vittorio Alfieri, Jürgen Schüller, Heinz
Baumeister, Isis Krüger, Benny Hogenacker
44
(Luca Kämmer und
Hanns Jörg
Krumpholz; Bild:
WDR/Sibylle
Anneck)
1. Das
Menschenjunge
2. Die vergessene
Stadt
3. Der Tanz der Elefanten
'Denkt euch das heiße, dunkle Herz des Dschungels!
Denkt euch die Moos bewachsenen Ruinen einer
längst vergessenen Stadt! Denkt euch das Schwarz des
Panthers, das Silbergrau der Wölfe und das Gelb des
Tigers, der noch keine Streifen hat! Denkt euch den
Jungen Mogli, der unter Wölfen aufgewachsen ist und
an Balu, den Bären, der ihn lehrt, wie man von
Bäumen Honig stiehlt und seinen Tag in ihrem
Blätterdach verschläft. Hört ihr sie wachsen? Hört
genau hin! Denn was da wispert, raschelt und im
Unterholz rumort, sind die Geschichten, die euch nur
das Dschungelbuch erzählt ...'
Vorstellung im OhrCast
Das Geheimnis von Schloß
Greifenklau (Gerd
Angermann) RB 1962
RB 1962 Regie: Günter
Siebert
Mit:
Werner Bruhns, Gustav Rothe, Herbert Steinmetz,
Eberhard von Gagern, Jo Hanns Müller u.v.a.
Naumann und sein Assistent Bob, die beiden
freiberuflich tätigen, und daher an eine feste
Arbeitszeit gebundenen Detektive, sind per "SteinBriefwurf" zur Sprechstunde um Mitternacht bei
einem Zahnarzt geladen. Die gutgemeinten
Warnungen des Landgendarms Wurmser schlagen sie
in den Wind, ihre Kragen hoch und so machen sie sich
auf den Weg. Im Kohlenkeller des verdächtigen
Zahnarztes finden die beiden die Leiche von Daniel
O'Murphy, Reisender in Hosenträgern Marke
"Bombensicher". Zwischen dessen Schneidezähne
eingeklemmt, entdecken sie Frauenhaare: blond,
ohne Kaltwellle und mit gespaltenen Haarspitzen. Sie
schließen daraus sofort: der Tote muß bei einer
Blondine angebissen gehabt haben, und nur die kesse
Lu aus Jimmy's Bar trägt dieses reingoldblonde Haar.
Die wollen sie nun aushorchen. Aber daraus wird
nichts, denn inzwischen hat der Zahnarzt einen Panzer
vor die Kellertür gestellt. Ein typischer Fall von
zunehmender Verwilderung der Parksitten ...
Das Nuba Pergament
(krok & petschinka) WDR
2015
WDR 2015
(Andre Jung bei;
Bild:
WDR/Petschinka)
Leni Riefenstahl
hat die
sudanesische
Volksgruppe der Nuba in den 1970er Jahren mit ihrer
Kamera besucht und tausende kunstvolle Fotos
gemacht. Im Laufe der vergangenen 50 Jahre wurden
die Nuba fast ausgerottet. Bevor sie in den Tiefen der
Geschichte verschwinden, wollen sie in diesem
Hörspiel ihre Genesis notieren.
Sie wollen ihre Geschichte wie in den alten Tagen mit
einer Vogelfeder auf der Haut eines lebenden
Menschen niederschreiben. Dieses spezielle
Pergament wollen die Nubas von der Human Skin
Corporation erwerben, die ihren Sitz in der Schweiz
hat. Zu aller Überraschung lässt auch Leni Riefenstahl
dort ihre Haut zu Pergament verarbeiten.
Als die von dem Nuba-Projekt hört, will sie, dass die
ihre Genesis auf ihre Haut geschrieben wird. Sie
organisiert, dass das Nuba–Pergament zum
Weltkulturerbe erklärt und in Genf festlich präsentiert
wird. Zu dumm nur, dass die Haut der Riefenstahl
einer Qualitätskontrolle nicht standhält. Ersatz muss
her – und das ohne diplomatische Verwicklungen.
Das Projekt bin ich (Ulrike
Müller) rbb 2014
rbb 2014 Regie: Ulrike
Müller
Mit:
Martina Hesse, Franziska Kleinert, Katrin Steinke,
45
Ernestine Tzavaras und Alexander Schroeder
In einer Zeit, in der es zu wenig bezahlte Arbeit für zu
viele Künstler gibt, geben fünf Schauspieler darüber
Auskunft, wie es ist, in einer hochflexiblen
Gesellschaft finanziell, familiär und beruflich zu
überleben. Sie reden über sich – über ihre Träume
und Hoffnungen, über ihre Probleme und ihre
Niederlagen. Als „Experten des Alltags“ reden sie
ungeschminkt, machen auch vor unangenehmen
Wahrheiten nicht Halt. Und es gelingt ihnen, von der
eigenen Biografie ausgehend, in eine
Allgemeingültigkeit zu finden. „Ich fühle mich wie ein
Hamster im Laufrad: Ich will eine gute Schauspielerin
sein, ich will eine gute Mutter sein, ich will attraktiv
bleiben für meinen Mann ... aber ich weiß nicht, wie
ich das alles schaffen soll!“
Das Unternehmen der
Wega (Friedrich
Dürrenmatt) DRS 1968
DRS 1968 Regie: Hans
Hausmann
Mit:
Mannerheim: Matthias Habich
Sir Horace Wood: Walter Kiesler
Kapitän Lee: Maximilian Wolters
Oberst Camille Roi: Horst Christian Beckmann
Der Kriegsminister: Walter Richter
Minister für außerirdische Gebiete: Peter Matić
Der Staatssekretär: Adolph Spalinger
John Smith: Wolfgang Reinbacher
Petersen: Klaus Henner Russius
Irene: Katharina Tüschen
Bonstetten: Joachim Ernst
Präsident: Kurt Fischer-Fehling
Eine Zukunftsvision von böser Ironie. Verbrecher und
politische Häftlinge wurden auf der Venus interniert.
Eine Delegation der westlichen Weltregierung reist
nun in einem Raumschiff zur Venus, um die Kolonie
für ihre Machtinteressen einzuspannen.
Die Venusbewohner erweisen sich als resistent gegen
totalitäre Vorstellungen von Volksbeglückung. Auch
die Drohung mit dem Abwurf einer
Wasserstoffbombe, die sich an Bord des Raumschiffes
befindet, lässt die Strafkolonisten kalt. Die Furcht vor
der Erde, dem „Paradies, das eine Hölle ist“, erweist
sich als stärker als die Furcht vor der eigenen
Auslöschung.
Das verlorene Paradies
(Tim Staffel) WDR 2011
WDR 2011 Regie: Tim
Staffel
Bearbeitung: Jochen Jezussek (Sounddesign)
Musik: Alexandra Holtsch
Mit:
Christoph Bach u. a.
(Christoph Bach;
Bild: WDR / S.
Anneck)
Halim hat alles
verloren - seine
Familie, sein
Zuhause, seinen
Job. Um zu überleben geht er anschaffen, bis er
entscheidet, dass Überleben kein Leben ist. Nur mit
John Miltons Buch „Paradise Lost“ im Gepäck geht er
auf Wanderschaft; er will herausfinden, ob irgendwo
noch etwas anderes als Schuld und Verlust existiert,
ob auf ihn noch etwas anderes wartet als der Tod.
Mitten in einer Wald- und Seenlandschaft trifft er auf
Zoe. Ohne viele Worte spüren die beiden eine tiefe
Verbundenheit. Als Zoes Mann Simon auftaucht,
erkennen er und Halim sich sofort wieder. Die nichts
ahnende Zoe überredet die beiden zu einem Ausflug.
Doch je tiefer sie in die Wildnis eindringen, desto
mehr wird ihr Trip zu einer existenziellen
Auseinandersetzung. Das Klangdesign des Hörspiels,
aufgenommen an Originalschauplätzen, zeichnet die
Seelenlandschaften der Figuren in ihren Bewegungen
zwischen Zivilisation und Wildnis nach.
Das Verschwinden des
Philip S. (Ulrike Edschmid)
rbb 2015
rbb 2015 Regie: Nikolai
von Koslowski
Mit:
Inka Friedrich und Matthias Ponnier
Im Mai 1975 stirbt der als Terrorist ge-suchte Philip
46
Sauber bei einem Schusswechsel mit derPolizei. Fast
40 Jahre später erzählt seine ehemalige
Lebensgefährtin Ulrike Edschmid die Geschichte ihrer
gemeinsamen Jahre, Jahre eines großen
gesellschaftlichen Umbruchs. Sie erzählt vom
kollektiven Leben in der Fabriketage in Schöneberg,
von Anti-Vietnam-Demonstrationen, von
konspirativen politischen Aktionen und der ersten
gemeinsamen Inhaftierung. Es ist die Geschichte eines
schleichenden, aber unaufhaltsamen Verlustes eines
geliebten Menschen, der schließlich den Weg in den
Untergrund wählt.
De Staat is lecker (Dietrich
Kayser) RB / NDR 1982
RB / NDR 1982 Regie:
Jochen Schütt
Das Hörspiel handelt von
einem Kernkraftwerk in dem es brennt, von einer
Familie, die genau weiß, dass Kernkraftwerke sicher
sind, aber trotzdem einen Schutzkeller angelegt hat
und von einem kleinen Häuflein aufrechter
Terroristen, die ohne Rücksicht auf die eigene Person
die Tradition ihres Handwerks hochhalten. Das Ganze
ist sowohl im Text als auch in der Inszenierung so
ironisch, dass es auch heute noch ein ganz besonderes
Hörvergnügen bietet.
Das vierte Skalpell (Hans Gruhl) SFB/WDR 1967
SFB/WDR 1967 Regie: Curt Goetz-Pflug
Bearbeitung: Hans-Georg Berthold
Mit:
Martin Hirthe, Arnold Marquis, Gert Haucke, Enzi
Fuchs, Günther Tabor, Elisabeth Hitzenberger, Käte
Jöken-König, Paul Wagner, Heinz Welzel, Sigrid Pein
u.v.a.
Dr. Johannes Thomsen ist aus Hamburg angereist, um
eine Stelle als Röntgenarzt in Köln anzutreten und
macht sich daher auf die Suche nach einer Wohnung.
Ein Inserat führt ihn zu dem Medizinstudenten Klaus
Wildbold. Bei der Ankunft des Doktors ist dieser
allerdings tot erstochen mit einem Skalpell! Wer
könnte Interesse daran gehabt haben, den jungen
Mann zu ermorden? Und wer ist die hübsche junge
Frau auf dem Foto, das auf dem Schreibtisch des
Opfers steht? Thomsen soll es bald erfahren, denn die
Dame arbeitet im selben Krankenhaus, in dem er
soeben seine Arbeit aufgenommen hat. Ausgerechnet
dort geschieht ein weiterer Mord: Klinikchef Prof.
Stickhahn hat ebenfalls ein Skalpell im Rücken. Als sich
schließlich herausstellt, dass die Tatwaffen aus dem
Klinik-OP stammen und dort ingesamt vier Skalpelle
verschwunden sind, wird klar, dass es nicht bei zwei
Toten bleiben wird. In alten Operationsprotokollen
stößt Thomsen auf eine heiße Spur...
Der Allesforscher
(Heinrich Steinfest) NDR
2015
NDR 2015 Regie: Leonhard
Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Sixten Brauns vollkommen normales Managerleben
implodiert, als in Taiwan ein Wal explodiert und Sixten
von einem Teil des Wals getroffen wird. Kaum aus
dem Krankenhaus entlassen, stürzt er mit dem
nächstbesten Flugzeug ab - und überlebt abermals.
Aber nicht ohne zwischendurch die große Liebe erlebt
zu haben. So kommt er Jahre später, Sixten hat sich
vom Manager zum Bademeister gewandelt, zu einem
Kind, das schon wegsen seines asiatischen Aussehens
nicht sein eigenes sein kann, es dann aber doch
plötzlich ist.
Der auf die "Shortlist des Deutschen Buchpreises
2014" gelangte Roman begeisterte die Literaturkritik:
"Eine befreiende Geschichte, in der ein Mann das
Leben zu umarmen lernt", befand die FAZ.
47
Der Baron von
Münchhausen (Ulla
Illerhaus nach Gottfried
August Bünger) BR / RB /
rbb / NDR / SWR / WDR
2015
BR / RB / rbb / NDR / SWR / WDR 2015 Regie: Hans
Helge Ott
Bearbeitung: Ulla Illerhaus
Mit der Wahrheit nimmt es der Baron von
Münchhausen nicht ganz genau, und so tischt er
seinem Publikum eine Lügengeschichte nach der
anderen auf. Man könnte fast glauben, die
Erzählungen seien wahr, denn niemand kann so gut
fabulieren wie er. Der berühmte Ritt auf der
Kanonenkugel ist dabei nur ein Abenteuer des
Lügenbarons, denn er kann sich auch an den eigenen
Haaren aus dem Sumpf ziehen und mit einer Bohne
auf den Mond klettern.
Der beinahe
unaufhaltsame Aufstieg
des Mathias Grüneisl
(Walter Netzsch) BR 1969
BR 1969 Regie: Hellmuth
Kirchammer
Musik: Rolf Wilhelm
Mit:
Mathias Grüneisl: Gustl Bayrhammer
Minna, seine Frau: Maria Singer
Traudl, seine Tochter: Christiane Blumhoff
Sedler: Hans Stadtmüller
Holzer: Maxl Graf
Bayerwieser: Ludwig Wühr
Karin: Erika Blumberger
Raimund: Karl Obermayr
Dr. Graumann, Vorsitzender der DPFC: Anton Raimer
Herrschl: Erich Kleiber
Dr. Schomburg, Kybernetiker: Fritz Strassner
Kronau, Vorsitzender der CDFP: Edmund Steinberger
Hochberger, Abgeordneter der CDFP: Wolf Euba
Der Pfarrer von Grammling: Walter Holten
sowie Vera Rheingold, Dieter Busch, Norbert Gastell,
Ulrich Holler, Reinhardt Lentz, Franz Loskarn,
Alexander Malachovsky, Wolf Rahtjen
Mathias Grüneisl hält eine so zündende Rede gegen
einen in der Nähe seines Landgasthofes geplanten
Großflughafen, dass ihn alle seine Freunde
bestürmen, in die Politik zu gehen. Er zeigt sich diesen
Plänen auch nicht abgeneigt, fährt in die Stadt zur
Parteizentrale – und wird zunächst höflich aber
bestimmt vertröstet. Durch einen Vortrag über
moderne Kybernetik erkennt er unheimliche
Möglichkeiten für seine politische Zukunft. Grüneisl
kommt in kürzester Zeit auf der politischen
Erfolgsleiter ganz nach oben, wird zum Volksidol – bis
ein neuer Zufall alles in Frage stellt.
Der ewige Gatte (Fjodor
M. Dostojewski) hr 1960
hr 1960 Regie: Theodor
Steiner
Bearbeitung: Palma
Mit:
Siegfried Wischnewski, Willy Trenk-Trebitsch, Lola
Müthel u.v.a.
Nach Der Idiot beabsichtigte Dostojewski einen
weiteren Roman in Angriff zu nehmen, der seinem
Vorgänger in Art und Umfang ähnlich sein sollte. In
den Herbst- und Wintermonaten 1869-1870 entstand
in Windeseile der Romanentwurf zu Der ewige Gatte.
Jedoch bestanden bereits andersartige
Vertragsverpflichtungen und der Entwurf wurde 1870
als Erzählung veröffentlicht.
Dostojewski beschreibt hier den Prototyp eines
Mannes, der geboren wird und heranwächst mit dem
einzigen Zweck zu heiraten und sich als Beiwerk zu
seiner Frau zu betrachten: der ewige Gatte. Er wird
betrogen werden, aber er wird es nie wissen, weil er
es nicht wissen will. Pawel Pawlowitsch Trussotzki
sucht nach dem Tode seiner Frau - von Schmerz
zerfressen, von Eifersucht zernagt - die einstigen
Liebhaber der Verstorbenen auf. Er setzt ihnen zu mit
peinlichen Schmeicheleien und krankhafter
Selbsterniedrigung, mit leidenschaftlicher Zuneigung
und plötzlichem Mordgelüste, und das alles nur, um
sich - gegen sein besseres Wissen - zu bestätigen, dass
seine Frau ihm treu war. Am Ende wird er wieder
heiraten und wieder die Liebhaber seiner Frau als
Hausfreunde empfangen.
48
Der Fliegenforscher
möchte Madame Celestine
kennen lernen (Fritz
Sauter) SRF 2014
Hörspiel nach der gleichnamigen Komödie von
Aristophanes in der Bearbeitung von Peter Hacks.
Der geheimnisvolle
Fremde (Mark Twain) DLR
2013 / Hörbuch Hamburg /
Osterwold 2014
SRF 2014 Regie: Buschi
Luginbühl
Musik: Roger Girod
Mit:
2. Frau / Gastgeberin / Haushälterin / Josefina /
Mutter: Ulrike Krumbiegel
1. Frau / Ludmilla / Tochter: Julia Jentsch
2. Mann / Professor / Dr. Panzer / Beethoven /
Direktor: Hanspeter Müller-Drossaart
1. Mann / Gast / Poet / Der Gehörnte: Siegfried
Terpoorten
Moderator: Gottfried Breitfuss
Was ist eine "Summa vola terra"? Kann eine Fliege
gähnen? Warum schwebt Herr Boris in der Luft? Was
macht Madame Celestine mit einem Gast, der auf der
Schwelle festgefroren ist? Kommen Sie mit in Fritz
Sauters faszinierendes akustisches Panoptikum von
Schein und Sein und fragen sich: Was ist Wirklichkeit?
Der Schaffhauser Autor und Gestalter Fritz Sauter ist
ein Humorist ganz eigenständiger Art, nicht in
irgendwelche gängige Schemen einzuordnen. So ist er,
wie zum Beispiel Kaspar Fischer, bis heute ein
Geheimtyp geblieben. 2001 hat Regisseur Fritz Zaugg
bereits einmal eine Hörcollage von Sauter kongenial
umgesetzt. Er schrieb damals: "Skurril und
absonderlich sind die Geschichten Fritz Sauters.
Manchmal stehen einem die Haare zu Berge, wenn die
bizarren Geschichten ins rabenschwarze Dunkel
kippen". Dem ist nichts beizufügen, höchstens noch:
Ein subversiver Versuch, mit der Gegenwart
umzugehen.
DLR 2013 / Hörbuch
Hamburg / Osterwold 2014
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn; Ana Maria Brock
(Übersetzung)
Musik: Tarwater
Mit:
Jannik Schümann, Alexander Fehling, Robert Gwisdek,
Sebastian Urzendowsky, Paula Beer, Bärbel Bolle, Jule
Böwe, Jürgen Holtz, Christian Grashoff, Felix von
Manteuffel, Christoph Letkowski, Andreas Schmidt, Uli
Plessmann, Claudia Graue, Christopher Nell, Marcus
Melzwig
Im Winter des Jahres 1590 kommt ein junger,
sympathischer Fremder in das österreichische
Eseldorf. Es handelt sich um Satan, genauer: den
Neffen des alten Teufels, der sich um die Freundschaft
von drei 16-jährigen Jungen aus dem Dorf bemüht.
Ich-Erzähler Theodor Fischer und seine beiden
Freunde Nikolaus Baumannund Seppi Wohlmeyer sind
begeistert von den interessanten Gesprächen und
fasziniert von den magischen Kräften des
geheimnisvollen Fremden. Sie erfahren viel über die
Verderbtheit, Missgunst, Rohheit und Überheblichkeit
der Menschen und nicht zuletzt darüber, wie viele
Grausamkeiten im Namen Gottes geschehen.
Vorstellung im OhrCast
Der Frieden (Peter Hacks
nach Aristophanes)
Rundfunk der DDR 1969
Der Hals der Giraffe
(Judith Schalansky) SWR
2012
Rundfunk der DDR 1969
Regie: Wolf Dieter Panse
Musik: Andre Asriel
Mit:
Fred Düren, Klaus Piontek, Reimer Johannes Baur u. a.
SWR 2012 Regie: Beate
Andres
Bearbeitung: Beate Andres
Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich
unterrichtet sie seit mehr als 30 Jahren Biologie. Dass
ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist
49
nicht zu ändern – in der schrumpfenden Kreisstadt im
vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern.
Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat,
züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor
Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder
in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf
der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht
beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9.
Klasse entwickelt, die über ihre übliche Hassliebe für
die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches
Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren
Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu
retten ist.
Der kleine Mann (Erich
Kästner) Polydor 1967
Polydor 1967
Bearbeitung: Gertrud Loos
Tief im Böhmerwald liegt das kleine Dorf Pichelstein.
Dort sind selbst die erwachsenen Leute gerademal 51
Zentimeter groß. Wen wundert es da, dass ein Kind
wie Max nur ganze fünf Zentimeter misst. Als es ihn in
hiesige Gefilde verschlägt, wird ihm sein Bett in einer
Streichholzschachtel gemacht, sein Reisegefährt ist
die Jackettasche seines Freundes und Lehrers
Professor Jokus von Pokus. Für dessen Auftritte in der
Manege des Zirkus' Stilke ist so ein winziger
Zauberlehrling natürlich von großem Nutzen. Aber
auch Gefährlicher Bernhard und Kahler Otto
interessieren sich für das kleine Mäxchen. Dem
Kriminalkommissar Steinbeiß sind diese beiden
Gestalten durchaus keine Unbekannten.
Der kleine Mann und die
kleine Miss (Erich Kästner)
DGR 1976
DGR 1976 Regie: Reiner
Timm
Bearbeitung: Petra Schmidt-Decker
Musik: Peter Thomas
Mit:
Martin Held, Lutz Mackensy, Petra Schmidt-Decker,
Günter König, Friedrich Schütter, Sigmund Cohen und
Henry König
Kriminalkommissar Steinbeiß geht dem Diebstahl des
kleinen daumengroßen Mannes namens Max
Pichelsteiner auf den Grund. Mäxchen hatte den
beiden Verbrechern zwar entfliehen können, warum
ihnen aber der undurchsichtige Senior Lopez aus
Übersee den Auftrag zur Entführung Mäxchens gab,
bleibt rätselhaft. Eine geheimnisvolle Filmexpedition
wird geplant, Professor Jokus von Pokus heiratet sein
geliebtes Fräulein Rosa Marzipan. Es gibt eine
seltsame Weihnachtsbescherung und ein
Ferngespräch nach Alaska führt Mäxchen Pichelstein
zur kleinen Miss, die auch nur 5 Zentimeter groß ist.
Der letzte Mensch auf dem
Mars (Christiane Kalss)
SWR 2015
SWR 2015 Regie: Judith
Lorentz
Eine junge Frau sieht sich in ihrem Leben mit vielerlei
Problemen konfrontiert. Der Job verschwindet, das
Geld verschwindet und der Mann, in den sie verliebt
ist, verschwindet auch, und zwar mit ihrer besten
Freundin. Kurzentschlossen bewirbt sie sich für eine
Mission zum Mars und wird tatsächlich ausgewählt. Es
könnte alles gut werden. Der Mars bietet echte
Vorteile, auch wenn die Atmosphäre dort eher
unkuschelig ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass man auf
dem Mars von einem Tiger angefallen wird, ist
praktisch null. Die Angst vor Tigerangriffen kann man
also schon mal komplett aus seinem Leben streichen.
Ähnlich verhält es sich mit Insektenbissen, Tollwut,
Atombombenangriffen, Einkaufszentren,
Schiffsunglücken, Flutwellen, Füllfedern,
Menschenmengen und Kindergruppen. Alles nicht da.
Paradies quasi. Aber eben doch nur fast. Denn noch
nicht einmal der Mars ist weit genug weg, um einen
vor allen irdischen Problemen zu schützen.
Der Mentor (Daniel
Kehlmann) mdr / WDR /
ORF 2014 / DAV 2015
mdr / WDR / ORF 2014 /
DAV 2015 Regie: Götz
Fritsch
Im Rahmen des sogenannten „Mentor“-Projekts - von
der ausrichtenden Stiftung bestens bezahlt - sollen
der einst gefeierte Dramatiker Benjamin Rubin und
50
der Nachwuchsautor Martin Wegner eine Woche lang
an Wegners neuem Stück arbeiten. Rubin, seine
Allüren pflegend und wenig umgänglich, missbehagt
die „Literaturförderung“, er kann jedoch das Honorar
mehr als gebrauchen. Auch Wegner verspricht sich
vom Zutun des „Altmeisters“ nicht allzu viel,
bestenfalls Protektion. Dafür ist seine Frau Gina umso
eher bereit, dem „großen alten Mann“ die
Bewunderung zu zollen, derer er dringend bedarf.
Dass er am Stück ihres Mannes kein gutes Haar lässt,
bringt sie in eine Zwickmühle. Martin verlangt den
Offenbarungseid: ob sie an ihn als Schriftsteller glaubt
oder nicht. Und dann reist er auch noch ab, gekränkt,
wie er ist. Rubin könnte triumphieren, hätten die
Peinlichkeiten in dieser Literaturbetriebskomödie
nicht einen sehr ernsten Grund: die existentielle
Abhängigkeit davon, anerkannt, nein: geliebt zu
werden.
DDR 1979 Regie: Horst Liepach
Vorstellung im OhrCast
Dem alten Scrooge, einem hartherzigen
Pfandverleiher und unbeliebten Einzelgänger,
erscheint am Weihnachtsabend der Geist seines
verstorbenen Teilhabers Marley. Der Geist fuhrt
Scrooge noch einmal an den Ort seiner Kindheit, lässt
ihn die Armut seines Kanzlisten miterleben und führt
ihm schließlich seinen von niemandem beachteten
Tod vor Augen. Gleichsam in einen Spiegel schauend,
erkennt Scrooge die Sinnlosigkeit seines bisherigen
Lebens.
Der Schneekugelmacher
(Claudia Weber) SWR 2014
SWR 2014
Er ist Schneekugelmacher.
In Anführungszeichen, denn seine Schneekugeln
dienen nur zur Tarnung. In Wahrheit kann er die Zeit
zurückdrehen und die Menschen zu dem einen
perfekten Moment ihres Lebens zurückbringen: so, als
wäre keine Sekunde seitdem vergangen. Das
verspricht zumindest der Text auf seinem
Werbeplakat, und eine potentielle Kundin sitzt schon
in seiner Werkstatt. Aber was, wann und wo war der
eine perfekte Moment ihres Lebens? Das wird, je
greifbarer dieser Moment werden sollte, immer
unklarer. Viel klarer dagegen wird, dass der
Schneekugelmacher wohl eher in Metaphern spricht.
”Der Schneekugelmacher” ist ein abenteuerlicher
Versuch, der eigenen Vergangenheit zu entkommen.
Nicht nur metaphorisch.
Der ungebetene Gast
(Charles Dickens)
Rundfunk Rundfunk der
DDR 1979
Bearbeitung: Dagmar Römisch
Musik: Herwart Höpfner
Mit:
Scrooge: Wolfgang Brunecker
Marleys Geist: Jürgen Hentsch
Wilkins: Horst Lebinsky
Smith: Adolf-Peter Hoffmann
Mrs. Walker: Annemone Haase
Cratchit: Dietmar Obst
Lina: Monica Bielenstein
Fanny: Iris Bohnau
Scrooges Vater: Berko Acker
Mrs. Cratchit: Doris Abeßer
Mrs. Ditcher: Hilde Kneip
Peter Dommisch, Johannes Maus, Achim Petry, Sven,
Ulf, Dirk, Kai aus dem Ensemble der Sprecherkinder
hoerspielTIPPs.net:
Was wäre Weihnachten ohne Charles Dickens
Weihnachtsmärchen. Die Geschichte ist wert, immer
wieder erzählt zu werden. Entsprechend viele
Vertonungen des Stoffes gibt es auch. Die vorliegende
stammt vom Rundfunk der DDR aus dem Jahr 1979
und kommt mit einem etwas spröden Charme daher.
Das passt aber exzellent zu dieser Geschichte,
zumindest solange die düstere Atmosphäre aufrecht
erhalten werden muss. Beim Happy End bekommt
man da allerdings etwas Schwierigkeiten, da auch der
Wechsel von Düsteren zum Heiteren etwas zu schnell
kommt. Hier zollt man vielleicht an der falschen Stelle
etwas Tribut an die kurze Spielzeit.
Dennoch kann die gute Geschichte so schnell nichts
entstellen und so bleibt auch 'Der ungebetene Gast'
durchaus hörenswert - und das nicht nur zu
Weihnachten.
Rundfunk Rundfunk der
51
Der untröstliche Witwer
von Montparnasse (Fred
Vargas) SWR 2003
SWR 2003 Regie: Ulrich
Lampen
Bearbeitung: Andrea Otte
Mit:
Sophie von Kessel, Felix von Manteuffel, Matthias
Matschke, Jens Wawrczeck, Gisela Trowe, Matthias
Habich, Daniel Morgenroth, Heinrich Giskes, Bodo
Primus, Nicole Boguth, Wolfgang Höper, Karl Rudolf
Menke, Charles Wirths, Helmut Wöstmann
Mathias, Marc und Lucien, die drei "Evangelisten" aus
der "Schönen Diva von Saint-Jacques", die der Zufall
zu Kriminalisten gemacht hat, haben einige Monate
später ihren nächsten Fall am Hals. Ihr Freund Louis
Kehrweiler, Ex-Inspektor beim Pariser
Innenministerium, der mit seinen alten Visitenkarten
noch immer heimlich recherchiert, versteckt einen
mutmaßlichen Frauenmörder in ihrem Haus. Was
zunächst reine Gefälligkeit gegenüber der netten alten
Hure Marthe war, die nicht an die Schuld des jungen
Clement glaubt, wird ein Wettlauf mit der Zeit. Denn
schon am nächsten Morgen steht das Phantombild
des Mörders in allen Zeitungen...
hoerspielTIPPs.net:
Was soll man zu diesem Hörspiel sagen? Eigentlich
reicht schon die Besetzungsliste und man sieht, dass
man hier keinen Schund vorgesetzt bekommt.
Und tatsächlich wird man hier fast eine Stunde lang
vortrefflich unterhalten. Die Frage nach Schuld oder
Unschuld des etwas zurückgebliebenen Clement hat
ebenso Charme, wie die leicht verschrobenen
Charaktere, die 'Evangelisten', Louis, Marthe und vor
allem Clement. Letztgenannter wird von Jens
Wawrczeck sehr gut interpretiert, viel besser, als man
es aufgrund der übermächtigen Festlegung als 'Peter'
vermutet hätte.
Obwohl französische Krimis nicht unbedingt meine
Leidenschaft sind, kann ich den 'untröstlichen Witwer'
allen Krimifans ans Herz legen.
Der vergessene Wichtel
(Lorrie Moore) hr 2005
hr 2005 Regie: Marlene
Breuer
Bearbeitung: Gudrun Hartmann
Mit:
Erzähler: Philipp Schepmann
Aben: Walter Renneisen
Eva: Clara Breuer
Weihnachtsmann: Wolfgang Gorks
Wichtel: Schauspieler der Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst Frankfurt/M.
Der Wichtel Aben ist der beste Spielzeugbauer in der
geheimen Werkstatt des Weihnachtsmanns, aber
leider auch sehr frech. Deshalb muss er an
Heiligabend zur Strafe draußen die Rentiere
beaufsichtigen, während die anderen Wichtel drinnen
die Geschenke verteilen. Beim letzten Haus schleicht
Aben ihnen jedoch heimlich hinterher - und verpasst
die Abfahrt. Nun muss er ein Jahr warten, bis er
vielleicht wieder mit zurück zum Nordpol darf - aber
nur, wenn es ihm gelingt, die freche Eva in ein artiges
kleines Mädchen zu verwandeln.
Der Wunderheiler (Brian
Friel) SR 1996
SR 1996 Regie: Stefan Dutt
Bearbeitung: Stefan Dutt
Übersetzung: Ingrid Rencher
Mit:
Otto Sander, Monika Hansen, Gerd Wameling
Vier Monologe, vier sehr unterschiedliche Facetten
des Lebens von Frank, der mit Grace und seinem
Manager Teddy als "Phantastischer Heiler" durch
England, Schottland und Wales tingelt. Drei Leben, so
eng miteinander verwoben wie nur denkbar und doch
Welten voneinander entfernt. Das ambulante
Gewerbe des Wunderheilens geht seit einiger Zeit
mehr schlecht als recht: Franks Erfolgsquote - immer
schon vom Zufall bestimmt - sinkt in gleichem Maß,
wie er an seinen Fähigkeiten zweifelt. Ihn zieht es
zurück nach Irland, in seine Heimat, von der er
insgeheim hofft, daß sie ihm neue Kraft schenken
wird. Dort angekommen stellt er sich der
Herausforderung: Er nimmt einen aussichtslosen Fall
52
an, obwohl oder vielleicht gerade weil er ahnt, wie es
enden wird.
Die Bauernhochzeit (NN)
RB 1946
RB 1946
Ein Ehepaar fährt mit dem
Auto über Land – aber 1946 sind nicht viele Autos in
gutem Zustand: Der Wagen bleibt liegen. Das Paar
macht sich zu Fuß auf den Weg und gerät so zufällig in
eine Hochzeitsfeier. Für eine kurze Zeit vergessen sie
ihren Ärger und ihre Sorgen und feiern mit den
Bauern.
Wir wissen nicht mehr, wer dies Hörspiel geschrieben
und inszeniert hat, wir kennen die Sprecher nicht
mehr – und die vordergründige Geschichte ist wohl
auch nichts, was beim heutigen Hörer große
Begeisterung auslöst. Aber dieses Hörstück scheint
das erste Radio-Bremen-Hörspiel zu sein, in dem die
Niederdeutsche Sprache vorkommt, und abseits der
eigentlichen Handlung erzählt es eine Menge über
diese so verzweifelte und gleichzeitig hoffnungsvolle
Zeit.
Industrie, will der voraussichtliche neue Präsident
seinen Förderern die Privatisierung der französischen
Atomindustrie auf dem Silbertablett servieren. Von
der Polizei als Mörder ihres Kollegen von der CEA
verdächtigt, ziehen sich die Ökoaktivisten zurück, um
ihren Coup nicht zu gefährden. Doch das Spiel beginnt
für sie lebensgefährlich zu werden, denn nicht nur die
ermittelnde Kriminalpolizei ist ihnen auf den Fersen,
sondern auch die Schergen der Atommafia, die die
Aufdeckung ihres Komplotts befürchtet. Fesselnd,
präzise und schnörkellos werden hier die Korruptheit,
die Intrigen und inzestuösen Machtverflechtungen der
herrschenden Klasse aufgefächert. Ein mitreißend
schneller Rhythmus, sich atemlos überschlagende
Ereignisse und packende Dialoge sorgen für höchste
Spannung. Eine düstere Affäre, fiktiv und doch so
nahe an der Realität, dass es einen frösteln lässt.
Die Geschichte meines
Lebens - Die Tagebücher
Ferdinand Benekes
(Charlotte DrewsBernstein nach Ferdinand
Benekes) RB / mdr 2015
RB / mdr 2015
Die ehrenwerte
Gesellschaft (Dominique
Manotti & DOA) SWR 2013
SWR 2013 Regie: Ulrich
Lampen
Bearbeitung: Ulrich Lampen
Eine Gruppe junger Ökoaktivisten plant einen
spektakulären Coup gegen die französische
Atompolitik und hackt den Rechner eines Ermittlers
des Kommissariats für Atomenergie CEA. Sie
übernimmt die Kontrolle der Webcam und wird
zufällig Zeuge eines Kampfes zwischen dem Polizisten
und zwei Geheimagenten, bei dem der Polizist zu
Tode kommt. Ein Zwischenfall zu einem denkbar
schlechten Zeitpunkt, kurz vor dem ersten Wahlgang
zur Präsidentschaftswahl. Gegenüber stehen sich der
blasse Kandidat der Linken, Eugène Schneider, und
der zynische, machtbesessene Pierre Guérin,
Finanzminister und Kandidat der Rechten, wenig
zufällig an einen gewissen Nicolas S. erinnernd. Tief
verstrickt in ein Machtgeflecht aus Politik,
Geheimdiensten und den Eliten der französischen
Mit:
Matthias Brandt, Lisa Hrdina, Katharina Matz; Stephan
Schad, Friedhelm Ptok, Verena von Behr,Otto Mellies,
Theodor Holländer
1774 war das Geburtsjahr des Bremer
Kaufmannssohns Ferdinand Beneke. In Halle und
Göttingen studierte er Jura. Um dem kleingeistigen
Preußen zu entgehen, ließ er sich in Hamburg nieder,
angezogenen von dem gesellschaftlichen Klima der
freien hanseatischen Stadtrepublik. Hier wurde er "ein
nützlicher Bürger unter Hamburgs Volk", gründete
eine Familie, bekleidete zahlreiche Ehrenämter und
wichtige Funktionen in Politik und Gesellschaft. Er war
ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen.
Und er wurde Chronist seiner Zeit: Von 1792 bis in
sein Todesjahr 1848 schrieb er auf, was er erlebte,
dachte und fühlte – und das Tag für Tag. Hinterlassen
hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von
insgesamt 5000 handschriftlichen Aufzeichnungen
und weitere 7000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte,
Rechnungen, Zeichnungen. Er dokumentierte nicht
nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die
53
Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener
Kongress etc.); seine gewissenhaften
Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso
detailfreudig wie originell die privaten
Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom
Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Arno
Schmidt bezeichnete die Erinnerungen "dieses
eigenartigen Mannes" begeistert als "unschätzbares
Buch". Die ersten vier der auf 20 Bände angelegten
Lebensgeschichte Ferdinand Benekes wurden 2013 im
Wallstein-Verlag ediert.
Die letzten Tage von
Lissabon (Günter Eich)
SWF / BR / RB 1956
SWF / BR / RB 1956 Regie:
Friedrich Carl Kobbe
Musik: Siegfried Franz
Mit:
Kurt Horwitz, Paul Hofmann, Maria Becker, Lina
Carstens u.a.
Am 31. Oktober 1755, am Vorabend jenes
Allerheiligentages, an dem die Stadt Lissabon über
Gerechte und Ungerechte zusammenstürzen wird,
wartet ein Geistlicher auf die Vollstreckung seines
Urteils. Die Inquisition hat ihn wegen angeblicher
Gotteslästerung zum Verbrennungstod auf dem
Scheiterhaufen verurteilt. In der Einsamkeit der Zelle
ist sein einziger Gesprächspartner der
Gefängniswärter. Ihm erzählt er Geschichten, die von
einer Welt handeln, in der sich die menschlichen
Kreaturen mit dem Versuch quälen, ihr sie
peinigendes Leben zu meistern. Aber sie alle
scheitern. Sie sind Gestalten ohne Hoffnung, ohne
Zukunft – und so entsprechen sie dem Schicksal des
Priesters, den der Augenblick der Zerstörung wie eine
Erlösung überkommt.
Die Magnetin - Musikbild
einer gefährlichen Liebe
(Dietmar Dath und
Thomas Weber) SWR 2015
SWR 2015 Regie: Iris
Drögekamp / Thomas
Weber
Musik: Kammerflimmer Kollektief
(Effi Rabsilber; Bild:
SWR/Monika Maier)
Liebe ist sowieso nichts
Irdisches, man kann sich also
auch gleich in eine Göttin
verlieben. Die
Schwierigkeiten, die man sich so einhandelt,
verlangen, dass man mit dem dritten Ohr hinhört und wenn das Ewige auf Sendung geht, wird jeder Ton
zum Segen, jeder Sound zum Gebet.
Drei Personen, zwei diesseitige, eine jenseitige. Die
Unterschiede sind glasklar: das Jenseits ist eine Frau.
Die beiden Männer, die man ebenfalls sofort
unterscheiden kann, weil der eine jung und
ungeduldig ist, der andere alt und listig, scheinen klar
verteilte Positionen einzunehmen: Kunde und
Dienstleister, Suchender und Priester, Kranker und
Arzt. In Wirklichkeit benutzt der eine den andern, und
zwar im Auftrag des Jenseits. Drei gegen einen: Die
vierte Figur in diesem Hörtheater ist die Musik
persönlich, und am Ende ist sie es, die zeigt, dass
Lügen religiös reichhaltiger und wichtiger ist als
Beichten. Die Geschichte geht, genau wie der
Weltuntergang in jedem besseren Glauben, natürlich
gut aus: Gerettet sind wir, wenn es uns in der
gewohnten Form endlich nicht mehr gibt.
Die Mauern waren hier
dick (Esther Dischereit) EIG
2014
EIG 2014 Regie: Stefanie
Hoster
Musik: Frank Wingold
Mit:
Markus Meyer
"In den Fluren roch es nach Desinfektionsmitteln. Die
steinernen Treppauf- und abgänge schluckten
Kinderfüße wie unbewegte Zeugen. Sie wiesen jede
Spur ab, so sehr standen sie für sich selbst und die, die
sie kommen und hatten gehen sehen." Esther
Dischereits Hörtext in 19 Partikeln führt zurück in die
frühen 60er-Jahre, ins Innere einer Psychiatrie,
gesehen mit den Augen eines traurigen Kindes. Ihre
Prosa zum selben Thema erschien im November 2014:
"Großgesichtiges Kind".
54
Die Nacht des Zorns (Fred
Vargas) WDR / Lübbe
Audio 2012
WDR / Lübbe Audio 2012
Regie: Jörg Schlüter
Bearbeitung: Jörg Schlüter
Mit:
Adamsberg: Ulrich Gebauer
Danglard: Felix von Manteuffel
Lina: Angelika Richter
Hippolyte: Martin Bross
Martin: Matthias Kiel
Antonin: Frank Musekamp
(Florian von
Manteuffel, Ulrich
Gebauer und
Angelika Richter;
Bild: WDR/Sibylle
Anneck )
Glühend steht die
Sonne über Paris, als eine verängstigte ältere Dame
Kommissar Adamsberg aufsucht: Ihre Tochter Lina hat
das "Wütende Heer" gesehen - der Legende nach
kündigt dieser Geisterzug kommende Todesfälle an.
Vier Opfer sah Lina in dem Heer, und als der erste
Mann spurlos verschwindet, zögert Adamsberg nicht
lange. Er bricht in die Wälder der Normandie auf,
geleitet allein von seiner Intuition. Bevor er die Fährte
jedoch aufnehmen kann, ruft man ihn nach Paris
zurück. Kaum aber hat er Ordebec verlassen, erfüllt
sich Linas Vision erneut. Adamsberg ist sicher: Jemand
bedient sich des mittelalterlichen Mythos, um
ungestört zu morden. Für den Kommissar beginnt ein
Wettlauf gegen die Zeit ...
Vorstellung im OhrCast
Die Panne (Friedrich
Dürrenmatt) NDR 1956
Richter: Albert Florath
Staatsanwalt: Paul Bildt
Verteidiger: Günther Hadank
Pilet: Ludwig Linkmann
Simone: Ruth Poelzig
Garagenbesitzer: Joseph Offenbach
Das Auto des Generalvertreters Traps hat eine Panne.
Er muss im Dorf übernachten, aber alle Gasthöfe sind
belegt. So verweist man ihn an eine abgelegene Villa,
in der gelegentlich auch Gäste unterkommen. Dort
findet er vier alte Herren vor, die ihn zu einem
opulenten Mahl mit gepflegten Weinen einladen unter der Bedingung, dass er nach dem Essen am Spiel
der vier Herren teilnimmt. Die vier Alten erweisen sich
als pensionierte Juristen und passionierte Praktiker
des Justizvollzugs. Zweimal in der Woche spielen die
vier 'Verhandlung', und sie brauchen dazu natürlich
auch einen 'Angeklagten'. Und Traps, der sich in
selbstbewusster Naivität unschuldig wähnt, steht
plötzlich unter Mordverdacht.
Die Reise zum Schnee
(Karlheinz Koinegg) WDR
2009
WDR 2009 Regie: Petra
Feldhoff
Musik: Mike Herting
Mit:
Ulrich Noethen, Benny Hogenacker, Thomas Balou
Martin
"Was ist Schnee? Wo kommt er her?" fragt Jonathan.
Er macht das Radio an und findet dort die Antwort,
denn im Radio kann er den Schnee rauschen hören.
Der Große Weiße Bär Arktos kommt im
Radiosilberwald auf ihn zu und nimmt ihn mit auf eine
Reise. In Arktos dichtes, weißes Fell gekuschelt fliegt
Jonathan auf pulverweißen Radiowellen. Er kann "die
Sterne zählen und mit seinem Flüstern jede Richtung
wählen".
NDR 1956 Regie: Gustav
Burmester
Mit:
Alfredo Traps: Kurt Meister
55
Die Schneekönigin (Hans
Christian Andersen)
Rundfunk der DDR 1984
Rundfunk der DDR 1984
Regie: Uwe Haacke
Bearbeitung: Stephan Göritz
Musik: Gunther Erdmann
Mit:
Blanche Kommerell, Jochaim Kaps, Hans Oldenbürger,
Gisela Morgen u. a.
Die Freundschaft zwischen Kay und Gerda ist so
sanftmütig und zart wie die Lieblingsblume der
beiden, die Rose. Zusammen mit Gerdas Großmutter
können sie stundenlang unterm Dach sitzen und sich
Geschichten erzählen. Dann aber verändert sich Kay.
Sein Herz scheint zu erkalten, er wird grob und
unnahbar, und eines Tages dann ist er nicht mehr da.
Gerda will nicht glauben, dass er tot ist. Sie macht sich
auf eine lange Reise in den tiefen Norden, zum
kältesten Ende der Welt. Dorthin, in ihr Schloss aus
Schnee und Eis, hat die Schneekönigin Kay
verschleppt. Er soll ihr Sohn, der Prinz über ihr kaltes
Reich werden.
Die Schneekönigin (Hans
Christian Andersen) WDR
1962
WDR 1962 Regie: Claire
Schimmel
Bearbeitung: Klaus Steiger
Musik: Enno Dugend
Mit:
Gustl Halenke (Gerda), Peter Fricke (Kay), Irmgard
Först (Schneekönigin), Ida Ehre (Grossmutter), Helmut
Peine (Troll), Gerda Maurus (Alte), Harry Grüneke
(Rabe), Friedl Münzer (Krähe), Gudrun Thieme
(Prinzessin), Christoph Bantzer (Prinz), Lilly Towska
(Räuberweib), Maria Häussler (Katinka), Johanna
Koch-Bauer (Lappin), Grete Wurm (Finnin), sowie Mira
Hinterkausen, Ursula Langrock
Gerda und Kay, Kay und Gerda. Beste Freunde sind die
zwei, spielen miteinander, wachsen zusammen auf.
Bis Kay eines Tages nicht mehr mit Gerda spricht.
Unbegreiflich. Und dann ist er plötzlich
verschwunden.
Die Freundschaft zwischen Kay und Gerda ist so
sanftmütig und zart wie ihre Lieblingsblume: die Rose.
Doch plötzlich verändert sich Kay, wird kalt, grob und
unnahbar, und eines Tages ist er nicht mehr da. Gerda
will nicht glauben, dass er tot ist, sie macht sich auf
eine lange Reise in den tiefen Norden, zum kältesten
Ende der Welt. Dorthin hat die Schneekönigin Kay
verschleppt, in ihr Schloss aus Schnee und Eis, wo Kay
der Prinz über ihr kaltes Reich werden soll. Gerda
durchlebt viele angsteinflössende Abenteuer, wird
von Angst zu Angst mutiger und befreit Kay am Ende
aus seinem eisigen Gefängnis.
Die menschliche Natur siegt über eine
lebensfeindliche Vernunft. Diese anrührende,
allegorische Geschichte gilt als besonders gelungenes
Beispiel für die Versuche des dänischen Dichters Hans
Christian Andersen, seine Weltanschauung in einem
Märchen auszudrücken. «Die Schneekönigin» ist
spannend und zugleich poetisch vielschichtig. Die
weltberühmte Geschichte wurde in zahlreichen
Filmen, Opern, Hörspielen und Musicals verarbeitet.
Die Schneekönigin
(Raimund Frentzel und
Rainer Schwarz nach Hans
Christian Andersen) DSB
1983
DSB 1983 Regie: Rainer Schwarz
Musik: Christian Steyer
Mit:
Klaus Piontek, Juliane Koren, Walter Plathe u. a.
Die Freundschaft zwischen Kay und Gerda ist so
sanftmütig und zart wie die Lieblingsblume der
beiden: die Rose. Zusammen mit Gerdas Großmutter
können sie stundenlang unterm Dach sitzen und sich
Geschichten erzählen. Dann aber verändert sich Kay.
Sein Herz scheint zu erkalten, er wird grob und
unnahbar, und eines Tages ist er nicht mehr da. Gerda
will nicht glauben, dass er tot ist. Sie macht sich auf
eine lange Reise in den tiefen Norden, zum kältesten
Ende der Welt. Dorthin, in ihr Schloss aus Schnee und
Eis, hat die Schneekönigin Kay verschleppt. Er soll ihr
Sohn, der Prinz über ihr kaltes Reich werden. "Die
56
Schneekönigin" gilt als ein besonders gelungenes
Beispiel für die Versuche des dänischen Dichters,
seine Weltanschauung in einem Märchen
auszudrücken. Die Idee vom Sieg der menschlichen,
mit Gott verbündeten Natur über eine
lebensfeindliche Vernunft, die sich Selbstzweck ist,
kleidet der Autor in eine anrührende, allegorische
Geschichte.
Die schönen Tage von
Aranjuez (Peter Handke)
hr / ORF 2012
hr / ORF 2012 Regie:
Harald Krewer
(Stephanie Eidt,
Rüdiger Vogler; Bild:
HR/Benjamin Knabe)
"Und wieder ein
Sommer. Und wieder
ein schöner
Sommertag. Und
wieder eine Frau und
ein Mann an einem
Tisch im Freien, unter
dem Himmel. Ein
Garten." So beginnt
Peter Handkes
neuestes Stück,
dessen
anspielungsreicher Text einem Prosagedicht gleicht.
Doch was an eine Rohmersche Sommeridylle erinnert
und als ein Sommerdialog untertitelt ist, birgt
Abgründe, heißt es im Don Carlos nicht, "die schönen
Tage in Aranjuez sind nun zu Ende"? Ein Mann und
eine Frau – ein Paar? Vielleicht. Liebende? Gewiss. Sie
treffen sich, um über die Liebe zu reden, was gewesen
ist, wie es gewesen ist – auch in Form von
herausfordernden, provokanten Selbstbefragungen.
"Das erste Mal, du mit einem Mann, wie ist das
gewesen?" Während die Frau aus ihrem Vorleben
erzählt, sich dies und das erinnernd vergegenwärtigt,
flüchtet der Mann in poetisch-träumerische Naturund Landschaftsbeschreibungen; selbst eigene
Erlebnisse mit Frauen erfahren wir nur aus ihrem
Mund. Und wenn er am Ende schließlich resümiert:
"Es gibt keine glückliche Liebe", antwortet die Frau:
"Du mit deinen ewigen Apfelzaubermärchen,
Fernando. Schau, da: die andere Ewigkeit."
Die schönste Geschichte
der Welt (Rudyard Kipling)
NDR 1956
NDR 1956 Regie: Hans
Rosenhauer
Bearbeitung: Günter Eich
Mit:
Hans Paetsch, Jürgen Goslar, Hermann Stelter
Charlie Mears ist ein unscheinbarer, junger
Bankangestellter. Aber er fühlt sich zum Dichter
berufen, auch wenn er nur „Herz“ auf „Schmerz“
reimt und „Liebe“ auf „Triebe“. Doch eines Tages
berichtet er Rudyard Kipling von seiner Idee zur
„schönsten Geschichte der Welt“. Sobald Charlie zu
erzählen beginnt, ist Kipling fasziniert. Charlie
schildert das Leben eines griechischen
Galeerensklaven in den lebhaftesten und
verblüffendsten Details. Es ist, als habe er sie selbst
erlebt. Bald kommt Kipling zu der Überzeugung:
Charlie hat diese Geschichte selbst erlebt, in einem
früheren Leben. Und er will diese Geschichte
unbedingt erfahren, um sie selbst nieder zu schreiben.
Die Schule der
Weihnachtsmänner
(Karlheinz Koinegg) WDR
2013 / der hörverlag 2014
WDR 2013 / der hörverlag
2014
(Benny
Hogenacker, Jens
Wawrczeck,
Helmut Krauss,
Dante Selke und
Burak Yigit; Bild:
WDR/SibAuf der
Schule der Weihnachtsmänner geht es sehr streng zu:
nur perfekte Weihnachtsmänner können dort etwas
werden. Mehr lesen Die Schule der
Weihnachtsmänner ist kein Ort für Waisenknaben:
Wer stottert oder kleiner als ein Sack voller
Geschenke ist, wer nicht perfekt fünf Sprachen spricht
und wem - vor allen Dingen - kein gelockter Echtbart
sprießt, hat nichts auf dem geheimnisvollen
57
Nebelberg verloren. Denn die Schule der
Weihnachtsmänner ist keine gewöhnliche Schule: Hier
wird die Elite der Weihnachtsmänner ausgebildet schnurrbärtig, schneetauglich und schneidig. Wieso
ausgerechnet der schüchterne Maurelio Porcellani,
genannt Mücke, in die phantastische Welt der
Weihnachtsmänner-Schule gerät, obwohl er völlig
bartfrei, winzig und natürlich doch ein echter
Waisenknabe ist - das ist nur das erste Wunder der
Geschichte. Denn am Fuß des Nebelbergs erstrecken
sich die undurchdringlichen Gehölze des Sauwalds eines Waldes, der so alt ist, dass sogar die Zeit
vergessen hat, welche Wunder in ihm hausen ...
Vorstellung im OhrCast
Die Stille um Maja
Abramovwna (Margarita
Chemlin) rbb 2014
rbb 2014 Regie: Andrea
Getto
Bearbeitung: Andrea Getto
Mit:
Gisela Schneeberger
Ich heiße Maja Abramowna, mit Mädchennamen
Klozwog, Jahrgang 1930, und wie alle in meiner
Generation habe ich mehr gesehen als guttut.
Geboren bin ich in Ostjor, einem Städtchen im Bezirk
Koselez, Gebiet Tschernigow. Heute kennt den Ort
kaum noch jemand, aber damals war er ein wichtiges
jüdisches Zentrum.“ Es ist ihre jüdische Identität, mit
der Maja Abramowna ihr Leben lang ringt. Sie
überlebt Krieg und Holocaust, aber als Jüdin ist sie
auch in der Sowjetunion der Stalin-Ära noch in Gefahr.
Da hilft in ihren Augen nur eines: diese Identität so gut
wie möglich zu verstecken. Ihren Kindern verbietet sie
die jiddische Sprache, die sie bei der jüdischen
Großmutter aufschnappen. Vor allem aber muss ein
Mann her, der ihr und ihren Kindern einen
ukrainischen Nachnamen verschafft und damit alle
Zweifel ein für alle Mal ausräumt. So verbringt sie ihr
Leben immer auf der Suche und voller Unrast.
Die Verfolgung und
Ermordung Jean Paul
Marats, dargestellt durch
die Schauspieltruppe des
Hospizes zu Charenton
unter der Leitung des
Marquis des Sade (Peter Weis) SFB / NDR 1964
SFB / NDR 1964 Regie: Konrad Swinarski
Mit:
Wolfgang Kühne, Ernst Schröder, Peter Mosbacher,
Lieselotte Rau, Else Reuss, Stefan Wigger, Klaus Herm
u.a.
Die historische Situation ist verbürgt: Ein Jahrzehnt
nach dem Ausbruch der Französischen Revolution
veranstaltete der berüchtigte Marquis de Sade
Theatervorstellungen in der Irrenanstalt von
Charenton, in die er ein gewiesen worden war. Die
Darsteller waren Insassen der Anstalt, Paranoiker,
Depressive, Erotomanen. Die Veranstaltungen fanden
mit Zustimmung des Direktors statt und waren sogar
öffentlich. Das Bühnenstück ist ein Spiel im Spiel, in
dem die Figuren Marat und de Sade einen Diskurs
über das Für und Wider der Revolution führen.
Dieses Kind (Joël
Pommerat) SR / RB 2006
SR / RB 2006
Musik: Michael Riessler
Mit:
Felix von Manteuffel, Maja Schöne, Judith Engel u. a.
In seinem Stück „Dieses Kind“ lotet Joël Pommerat die
Beziehung zwischen Eltern und Kindern in zehn
beeindruckenden Szenen aus. Zahlreiche Gespräche,
die Pommerat im Vorfeld mit Bewohnern einer „Cité“
(Plattenbausiedlung) im Norden Frankreichs geführt
hat, sind darin eingeflossen. Trotzdem schreibt
Pommerat kein Dokumentar-Theater, sondern er
verdichtet menschliche Erfahrungen sprachlich genau
und mit Sinn fürs Absurde zu einem Kaleidoskop der
Gefühle.
Vorstellung im OhrCast
58
Dr. Alzheimer bittet zu
Tisch (Ria Endres) SWF /
BR 1993
Dinge, die dringend
geändert werden müssen
(Serotonin) SWR 2013
SWF / BR 1993 Regie: Hans
Gerd Krogmann
SWR 2013
Die Welt ist nicht in
Ordnung und muss geändert werden. Das ist schon
mal klar. Die umgekehrte Wagenreihung bei der
Deutschen Bahn – ein Unding! Das Design vom
Apfelsaft-Tetrapak – geht gar nicht! Höchste Zeit, dass
der Bürger Verantwortung übernimmt und sich darum
kümmert, dass die Dinge geändert werden, die
geändert werden müssen. Bloß wie? Ausweitung der
Kampfzone des Volksbegehrens? Petitionen
unterschreiben? Sitzblockaden organisieren? Wie viel
Zeit frisst das alles eigentlich? Wie soll man sich da
noch anständig informieren?
Diskurs: Freispiel (Katrin
Moll) DLR 2008
DLR 2008
Mit:
René Pollesch, Berit Stumpf, Rimini Protokoll, Patrick
Wengenroth, David Lindemann, Hofmann & Lindholm
u.a.
Seit 1998 kann man im ›Freispiel‹ zu nächtlicher
Stunde Experimentierfreudiges hören. Manche
Künstler haben hier ihre ersten Schritte in die
Radiowelt gemacht und mit ihren Arbeiten das Profil
von ›Freispiel‹ geprägt. Das Kollektiv Rimini Protokoll
untersuchte in ›O-Ton Ü-Tek‹ die Bedingungen von
Radio mit den Mitteln des Radios. René Polleschs
›Heidi-Hoh‹ ließ die Sätze Amok laufen und entlarvte
die Wirklichkeit in einem intelligenten und zugleich
komödiantischen Diskurs über unsere Gesellschaft.
Katrin Moll sprach 2008, zum zehnjährigen Jubiläum,
mit Autoren, Produzenten und Experten und wollte
wissen, ob es das postdramatische Hörspiel gibt.
Mit:
Fritz Lichtenhahn, Rolf Schult, Nina Danzeisen,
Marianne Rogée
Dr. Alois Alzheimer (1864-1915) veröffentlichte 1906
seine Studie "Über die eigenartige Erkrankung der
Hirnrinde", die sein Lehrer Ernst Kraepelin "Morbus
Alzheimer" (Alzheimersche Krankheit) genannt hat.
Dr. Alzheimer feiert den Jahrestag seiner Fallstudie.
Rosi, seine Haushälterin, hat wie jedes Jahr zu diesem
Anlaß ein köstliches Essen vorbereitet. Dr. Alzheimer
ist irritiert, daß die von ihm entdeckte
"Vergessenskrankheit" in einem merkwürdigen
Zusammenhang mit der Tatsache steht, daß auch er
zu Lebzeiten bereits vergessen ist. Plötzlich hat sich
ein Gast eingefunden, der von Rosi unbemerkt bleibt,
aber keineswegs von Dr. Alzheimer: Emil Kraepelin,
der zu Lebzeiten weltberühmte Psychiater. Er bringt
Dr. Alzheimer dazu, die tote Patientin, deren Gehirn er
obduziert hat, und deren Krankheit er behandelt hat,
als sie noch am Leben war, noch einmal einer
gemeinsamen Untersuchung zu unterziehen.
Draußen unter freiem
Himmel - Manifest 49
(FALKNER) WDR 2015
WDR 2015 Regie: Hannah
Georgi
Musik: Andreas Bick
Die Welt gerät aus den Fugen, aber niemand will es
wahrhaben. Ida und Ivan sind die einzigen, die
verzweifelt versuchen etwas zu retten. Sei es nur die
Erinnerung an das, was gewesen ist. Doch die
Erinnerung, die Ida in sich trägt, ist
selbstzerstörerisch. Schwere Stürme ziehen über
Nordeuropa, es ist unerträglich heiß. Menschen
drängen ins Landesinnere. Bürgerkrieg droht. Ida will
unbedingt nach draußen, aber Ivan lässt sie nicht
hinaus. Denn noch gefährlicher als die Welt da
draußen ist die Vergangenheit, die Ida buchstäblich
verkörpert. Sie wurde gefoltert, seelisch und
körperlich gebrochen. Jetzt sucht sie verzweifelt
59
etwas da draußen. Reste der Welt, wie sie sie kannte.
Aber die Welt da draußen ist vor allem mit der
Auslöschung all dessen beschäftigt, was gewesen ist,
einem absoluten, rücksichtslosen Vergessen. Und Ida,
ihr Anblick, ihr Wissen, stören die Menschen bei
diesem Vergessen.
Dshan (Lothar Trolle) SWR
2015
SWR 2015 Regie: Walter
Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Übersetzung: Alfred Frank
Musik: Pierre Oser
Mit:
Hans Michael Rehberg, Matthias Habich, Florian
Lukas, Angela Winkler
(Aidym (Gloria
Endres de
Oliveira), Nasar
(Florian Lukas);
Bild: SWR/Monika
Maier)
Um den
sowjetischen Schriftsteller Platonow (1899–1951) ist
es in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren sehr
still geworden. Als »glühendsten Anhänger einer
revolutionären Eschatologie und zugleich traurigsten
Entlarver des Staatssozialismus Stalinscher Prägung,
Schriftsteller des Mitgefühls und der luziden
Resignation, melancholischer Zukunftsutopien und
düster-grotesker Gegenwarttableaus« würdigte ihn
Ilma Rakusa 1990 in der »ZEIT«. Platonow, dessen
prägendes Grunderlebnis die große Dürre und
anschließende Hungerkatastrophe des Jahres 1921
war, arbeitete von 1922 bis 1926 als Leitender
Meliorator und setzte sich mit den Ursachen der
Wüstenbildung auseinander. Wüsten waren für ihn
das Ergebnis einer verheerenden Wirtschaft, die ihre
eigenen Lebensgrundlagen vernichtete, insbesondere
durch die Zerstörung des Wasserkreislaufs. Ziel des
Kommunismus müsse es sein, dem Raubbau des
Menschen an der Natur ein Ende zu setzen. Lothar
Trolle hat sich Andrej Platonows 1935 entstandene
Novelle »Dshan« anverwandelt und sie
überschrieben. In seinem Hörspiel verschmelzen Hölle
und Paradies, archaischer Mythos und minutiöse
Dokumentation, Utopie und Leid, Seele und Blindheit,
Leben und Sterben zu einem sprachgewaltigen
Erzählstrom. Im Zentrum steht der junge Ingenieur
Nasar Tschagatajew, der den Auftrag übernommen
hat, ein kleines nomadisierendes Wüstenvolk zu
retten, das sich »Dshan« – »Seele« – nennt und dem
er selbst entstammt. Er soll es aus der SarykamyschSenke in der Ustjurt-Steppe heim in den Schoß der
Sowjetmacht führen. Die Rückführung der Waisen,
Heimatlosen und Ausgestoßenen gelingt nicht, dafür
aber ihre Verlebendigung aus dem ›Zustand des
Todes‹.
Dumala (Eduard von
Keyserling) WDR 2011
WDR 2011 Regie: Claudia
Johanna Leist
Mit:
Reiner Schöne, Rüdiger Vogler, Chris Pichler, Susanne
Barth, Natalie Spinell, Matthias Bundschuh, Josef
Quadflieg u. a.
(Reiner Schöne
und Rüdiger
Vogler; Bild:
WDR/Sibylle
Anneck)
Die Winter in
Dumala, einem kleinen baltischen Gutsherrensitz, sind
hart zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Draußen liegt die
Welt in Schnee und Eis erstarrt, drinnen, im Gutshof,
freut sich der Baron auf ein wenig Abwechslung, die
die Besuche des Pfarrers ihm bringen. Der Pastor
kommt gern, sehr zum Leidwesen seiner Frau, die
eifersüchtig auf die Baronin ist. Die lebenshungrige
Gattin des kranken Barons wartet auf eine Initiative,
die sie aus ihrem bedrückenden Dasein reißen soll. Sie
kommt schließlich von dritter Seite - von einem
benachbarten Adeligen, Baron von Rast, einem
Lebemann, der gewohnt ist, sich zu nehmen, was er
will. Es sind nicht nur moralische Bedenken, die den
Pastor gegen diese Affäre aufbringen. In glühender
Eifersucht schmiedet er Mordpläne gegen den
draufgängerischen Nebenbuhler.
60
Dürre Jahre (Helene Flöss)
ORF 2015
den Unfall vergessen, wer sie ist. In der Tasche ihres
Overalls fi ndet sie so etwas wie Visitenkarten, auf der
ein Name steht: Pawlak.
ORF 2015 Regie: Martin Sailer
Ein Mond für Prinzessin
Leonore (James Thurber)
mdr 1993
Mit:
Gerti Drassl, Brigitte Jaufenthaler und Sophie Wendt
In diesem Text fühlt sich die in Wien und Eisenstadt
lebende freie Autorin tief in die Seele einer kranken
jungen Frau ein.
"Ein Bauch wie ein Brett. Flach und hart. Die Jean so
eng, dass sie im Schritt schneidet und die Schenkel
walzenrund formt. Kugelpopo. Minus vier Kilo. Minus
zwei Löcher im Jeansgürtel. Das Mädchen schleicht ins
Badezimmer der Gräfin. Eine verstaubte Körperwaage
unter dem Boiler. Fünfundfünfzig Kilo im Nachthemd.
Dali küsst die Waage. Fünfundfünfzig. Ei, dolcezza!"
Um der von ihr angebeteten Gräfin Francesca ähnlich
zu werden, hat das Mädchen Dali beschlossen, radikal
an Gewicht zu verlieren. Immer tiefer gerät sie in die
Magersucht, immer unwahrscheinlicher wird es, dass
sie ihr entrinnen kann. Doch Dali stellt sich ihrer
Krankheit auf einem langen, mühevollen Weg.
Es ist kein aussichtsloses Bild, das die Autorin
zeichnet, es ist das einer erwachsen werdenden,
sensiblen Seele.
Ein Ding namens Pawlak
(Hartmut El Kurdi) WDR
2014
WDR 2014 Regie: Thomas
Werner
Es ist der Frühabend des 24. Dezember: Während die
anderen Kinder zuhause im Fernsehen das
Weihnachtsprogramm anschauen und sich auf die
Bescherung freuen, schlawinert Lilly mit ihrem besten
Freund Karim durch die Straßen ihres Viertels. Weil
ihre Eltern Claudia und der dicke Frank – sich mal
wieder streiten. Plötzlich biegt ein Motorroller um die
Ecke und rast auf Lilly zu. Lilly kann gerade noch
ausweichen und in einen Schneehaufen springen. Der
Motorroller knallt gegen die Laterne. Der Fahrer ist
eine Fahrerin: Eine wilde junge Frau mit strubbeligen
Haaren und Sommersprossen. Leider hat sie durch
mdr 1993 Regie: Walter
Niklaus
Bearbeitung: Klaus Schmitz
Mit:
Joachim Bliese, Jürgen Hentsch, Susann Thiede,
Wolfgang Sörgel, Lutz Jahoda, Gert Gütschow,
Michael Schweighöfer
Prinzessin Leonore ist krank. Sie hat nämlich zu viele
Himbeertörtchen gegessen. Ihr Vater, der König,
macht sich große Sorgen. Und er beschließt, ihr jeden
Wunsch zu erfüllen - wenn sie bloß wieder gesund
wird. Prinzessin Leonore wünschte sich den Mond.
Aber der Großkämmerer, er hatte zuverlässig
Elefanten, blaue Pudel, Engelsfedern,
Franzbranntwein und Troubadoure beschafft, konnte
den Mond nicht besorgen. Und der Königliche
Zauberer, der jederzeit mit Siebenmeilenstiefeln,
Wünschelruten und einer Mixtur gegen Dinge, die
nachts rumpeln, aufzuwarten bereit war, konnte den
Mond ebenfalls nicht herbeihexen. Und der Königliche
Mathematiker war auch bloß unschlagbar, wenn es
galt, die Länge der Seeschlange oder den Preis des
Unbezahlbaren auszurechnen oder wie viele Vögel
man mit dem Salz der Meere fangen kann. Vor dem
Mond musste auch er kapitulieren.
Das alles machte den König sehr traurig. Er klingelte
nach dem Hofnarren, um sich ein gleichfalls sehr
trauriges Lied vorspielen zu lassen. So erfuhr der
Hofnarr von seinem Kummer. Er fing an, lange
nachzudenken. Und dann kam ihm eine Idee ...
Ein Tannenbaum träumt
(Mario Göpfert nach Hans
Christian Andersen) DLR
2015
DLR 2015 Regie: KlausMichael Klingsporn
Bearbeitung: Mario Göpfert
61
Musik: Wolfgang van Ackeren
Mit:
Markus Meyer, Annette Strasser, Lisa Hrdina, Roman
Knizka, Florian Lukas und Tonio Arango
Auf einem Dachboden treffen sich ein Tannenbaum,
eine Hausmaus und ein verlorener Handschuh. Eben
hat der kleine Tannenbaum noch in der warmen Stube
gestanden und geglitzert und gefunkelt. Jetzt sind die
Festtage vorbei und er ist auf dem dunklen
Dachboden gelandet. Wie wird es für ihn
weitergehen? Kommt er zurück in den Wald? Wird er
wieder geschmückt? Die Hausmaus hat es sich über
die Weihnachtstage mit ihrer Cousine Feldmaus
gutgehen lassen. Leider ist sie darüber zu dick
geworden und passt nicht mehr durch ihr Mauseloch.
Auf dem Dachboden versteckt sie sich vor dem Kater.
Und noch einer ist auf dem Dachboden: der faule
Fäustling - Bruder Linkshand, er ging verloren und
liegt nun zufrieden in einer Ecke. Er hofft, dass alles so
bleibt wie es ist. Soll sich sein Bruder Rechtshand
allein abrackern. Hier auf dem Dachboden begegnen
sie sich. Jeder hat seine Hoffnungen und Träume. Ob
sie sich wohl am Ende erfüllen?
Errötende Mörder
(Brigitte Kronauer) NDR
2008
höchst unterhaltsam behandelt die Schriftstellerin in
ihrem Roman (2007) die ebenso brisante wie aktuelle
Thematik einer alternden Gesellschaft.
Fahrstuhl-Monolog
(Heiner Müller) Rundfunk
der DDR 1981
Rundfunk der DDR 1981
Regie: Alexander Stillmark
Mit:
Jürgen Holtz
Der Auftrag, gegeben vom Konvent in Paris im Jahre
1798 an drei Männer, lautet: Im Namen der Republik
Frankreich auf Jamaika einen Sklavenaufstand gegen
die Kolonialherrschaft der englischen Krone zu
organisieren. Die Nachricht vom Staatsstreich des
Generals Bonaparte stellt den Auftrag in Frage. Die
drei Emissäre reagieren unterschiedlich: Debuisson,
Erbe von einer Plantage mit 400 Sklaven auf Jamaika,
kehrt in den Schoß der Familie zurück. Galloudec,
Bauer aus Frankreich, und Sasportas, ehemaliger
Negersklave, geben den Kampf nicht auf, denn:
"Solange es Herren und Sklaven gibt, sind wir aus
unserem Auftrag nicht entlassen."
NDR 2008 Regie: Hans
Gerd Krogmann
Bearbeitung: Hans Gerd Krogmann
Mit:
Ingo Hülsmann, Christian Redl, Gerd Baltus u. a.
Eine ausgelassene Greisengesellschaft ist auf einer
Ausflugsfahrt zu den Rapsfeldern auf Fehmarn. Sven
Strör, ein in Lederkluft gekleideter und vor Virilität
strotzender jüngerer Mann, hat sich, in der Annahme,
es handele sich um einen Linienbus, in die fidele
Runde verirrt. Er will sein neues Motorrad abholen.
Außerdem ist er frisch verliebt. Die schrulligen Alten
machen Andeutungen, lächeln weise über seine der
Jugend geschuldete Überheblichkeit. Strör fühlt sich
wie im falschen Film und altert - ohne es zu bemerken
- wie im Zeitraffer mit. Am Ende erwartet den
Newcomer in der wissenden Runde Gevatter Tod.
Schwarzhumorig, satirisch überzeichnet und dabei
Familie in Serie (Thierry /
Div.) RIAS ab 1957 /
Rundfunk der DDR ab
1968 / DLR
RIAS ab 1957 / Rundfunk
der DDR ab 1968 / DLR
Mit:
Clarisse Cossais - Die Moderatorin des
Deutschlandradios stellt je eine Folge der
Familienserien aus Ost und West vor.
Zwei Familienserien, produziert in Ost- und
Westberlin in den 50er und 60er Jahren, kommen
unter dem Dach "Familie in Serie" zusammen. Wie
war das - Modellfamilie Ost und West? Ein Bild der
real existierenden Figuren in Serienform, also
alltagswitzig normiert?
"Kleine Geschichten im großen Berlin" - so lautet der
Untertitel, den Thierry seiner Serie "Pension
62
Spreewitz" gegeben hat. Sie startete 1957 und hat 150
Folgen erlebt.
"Neumann, zweimal klingeln" ist ein Titel, der bei
DDR-Radio-Hörern ein Lächeln hervorruft. Familie
Neumann startete 1968 und hatte ein langes Leben:
Über 600 Folgen sind erhalten.
Fernando Krapp hat einen
Brief geschrieben (Tankred
Dorst und Ursula Ehler
nach Miguel de Unamuno)
SDR / FH Berlin 1991
SDR / FH Berlin 1991 Regie: Hans-Gerd Krogmann
Mit:
Otto Sander, Katharina Palm, Peter Fricke, Leo
Bardischewski
Seit Fernando Krapp mit einem angeblichen
Riesenvermögen aus Amerika zurückgekommen ist in
seine spanische Heimat, gilt er als sehr begehrter
Mann; es wird überall von ihm geredet, und sein
Energiereichtum bewegt die Gemüter. Denn allgemein
bekannt ist, daß "Fernando Krapp alles erreicht, was
er sich vornimmt". Die Heirat mit Julia, der schönsten
Frau der Stadt, ist dabei nur Teil seines
Gesamtkonzeptes. Daß dabei Ehre, Moral und gar
noch menschliche Gefühle auf der Strecke bleiben,
gehört schon beinahe zum guten Ton.
Gehobener
Werkstattbestand (Frank
Schültge) EIG 2018
EIG 2018
Aus dem Werkzeugkasten eines Klangtüftlers Vorgestellt in der Kurzstrecke 44 des
Deutschlandradios
Gespräche mit Lebenden
und Toten (Swetlana
Alexijewitsch)
SR/NDR/SFB-ORB/WDR 1998 / der hörverlag 2011
SR/NDR/SFB-ORB/WDR 1998 / der hörverlag 2011
Regie: Ulrich Gerhardt
Bearbeitung: Frank Werner
Mit:
Konstantin
Graudus, Peter
Gavajda, Ilse
Strambowski, Viola
Morlinghaus
(Schriftstellerin
Swetlana Alexijewitsch; Bild: WDR/dpa/Ulf Mauder)
Nach dem Roman 'Tschernobyl - Eine Chronik der
Zukunft'
Das Erlebnis der Tschernobyl-Katastrophe ist, so
Swetlana Alexijewitsch, etwas, 'wofür wir noch kein
System von Vorstellungen, noch keine Analogien oder
Erfahrungen haben, wofür nicht einmal unser
bisheriger Sprachschatz ausreicht.'
Über mehrere Jahre hat sie mit Menschen
gesprochen, für die der GAU vom 26. April 1986 zum
zentralen Ereignis ihres Lebens wurde. Der von ihr
zusammengefaßte 'Chor lebendiger Stimmen'
verzichtet auf jegliches Pathos und ist vielleicht
gerade deshalb das eindrucksvollste Dokument eines
Ereignisses, das 'uns aus einer Zeit in eine andere'
versetzt hat.
Erzählt wird von Liebe, die stärker ist als die Angst vor
Krankheit oder Tod. Erzählt wird von Menschen, die
alles verloren haben, was bisher ihr Leben bestimmte:
Heimat, Familie, Herkunft, Geschichte. Die Menschen
richten sich im Aussichtslosen ein, ohne verstehen zu
können, was mit ihnen geschehen ist. Ihre Gespräche
zeigen die Auswirkungen der sozialen Katastrophe,
den Verlust aller Koordinaten, die bisher ihr Leben
bestimmt haben. Aufmerksam beobachten die
Menschen die Veränderungen ihrer Umwelt, den
Zerfall ihres Lebensraumes und ihrer Körper, sie
bemühen sich um das Verstehen des Unbegreiflichen.
Hörspiel des Jahres 1999
Goldberg Variationen
(Dieter Kühn) BR / hr 1974
63
BR / hr 1974 Regie: Heinz von Cramer
Musik: Heinz von Cramer
Mit:
Ernst Jacoby
Der Komponist und Cembalist Johann Gottlieb
Goldberg kam in der ersten Hälfte des 18.
Jahrhunderts in Diensten des russischen Gesandten
Graf von Keyserlingk nach Dresden. Zeitweilig war er
Schüler von Johann Sebastian Bach. Dieser schrieb auf
Bestellung des Grafen Keyserlingk für Goldberg die
"Clavier Übung bestehend in einer Arie mit
verschiedenen Veränderungen vors Clavicimbal mit
zwei Manualen", die sogenannten "GoldbergVariationen". - Der Autor schildert die Beziehung
zwischen Goldberg und seinem Dienstherrn nicht in
Form eines historischen Tatsachenberichts. Vielmehr
wird modellartig durchgespielt, wie weit Musik - und
Kunst überhaupt - dienstbar gemacht werden kann;
wie weit sie gesellschaftlichen Einflüssen, Pressionen,
Verfälschungen unterliegt. Oder wie weit Kunst sich
angesichts dieser Eingrenzungen einen Freiheitsraum
erhält, wieweit sie historische Umgebung zu
beeinflussen vermag.
Grimmsalabim (Elfie
Riegler) DRS 2000
DRS 2000 Regie: Geri Dillier
Mit:
Désirée Meiser
Grimm und Salabim bedeuten: «verzauberte
Märchen». Frech und frei werden alte
Bekanntschaften aus den Grimm-Märchen in neue
Allianzen verstrickt. Da rivalisieren zum Beispiel
Schneewittchen und das Rotkäppchen im
märchenhaften Dialog um einen extravaganten
Liebhaber.
Die Märchenwelt ist ausser Rand und Band geraten,
ihre Figuren entwickeln ganz neue Seiten. Parodien
auf die Märchen der Brüder Grimm – verfremdet und
in aktualisierter Form neu erzählt. Schneewittchen
und Rotkäppchen sind befreundet, der böse Wolf wird
wegen guter Führung vorzeitig aus dem Knast
entlassen und verdreht Schneewittchen den Kopf.
Gibt's im Märchenland Anstand, Sitte und Moral?
Ferner: Neues von
Schneeweisschen und
Rosenrot sowie
unbestätigte Gerüchte
über das Verschwinden
der sieben Geisslein. Elfie
Riegler stellt
überraschende Fragen
nach der heilen Märchenwelt von Grimmsala.
Großer Tiger und Christian - In geheimer Mission
durch die Wüste Gobi (Fritz Mühlenweg) SWR 2008
SWR 2008 Regie: Eberhard Klasse
Bearbeitung: Eberhard Klasse
Musik: Klaus Burger und Matthias Schneider-Hollek
Mit:
Erzähler: Christian Brückner
Christian (Kompass-Berg): Alfons Rau
Großer Tiger: Timur Khalid Bokari
Glück: Gottfried Breitfuß
Grünmantel: Hans-Peter Hallwachs
General: Matthias Ponnier
Hauptmann: Frank Stöckle
1. Soldat, Ungemach: Michael Tregor
2. Soldat, Schlagenfrühling: Tobias Lelle
3. Soldat: Andreas Schlager
4. Soldat: Marius Marx
5. Soldat: Bernd Gnann
6. Soldat: Sebastian Nakajew
Schneevogel: Pauline Heim
Wirt: Michael Habeck
Lo-Tjang: Sophie Lochmann
Hagelkorn: Ernst Konarek
Bator: Peter Sikorski
Lama: Hans Diehl
Mondschein: Achim Hall
Siebenstern: Stefanie Kämmer
Naidang: Axel Gottschick
Mateh: Betold Toetzke
Seidenlampe: Lilo von Plüskow
Dampignak: Jürg Löw
Kao-Scheng: Walter Renneisen
Wui-Hung-Weng: Hubertus Gertzen
Yang: Wolfgang Höper
sowie
Helga Grimme, Rudolf Guckelsberger, Andrea HörnkeTrieß, Barbara Stoll, Andrea Szerda, Emma Thiel
64
(Grünmantel
(Hans-Peter
Hallwachs),
Großer-Tiger
(Timur Khalid
Bokari), Glück
(GottfriKompassBerg (Christian) ist
als deutscher Junge in China aufgewachsen und gerät
in einen Bürgerkrieg. Er und sein Freund Großer-Tiger
werden beim Drachensteigen von Soldaten in einen
Zug verfrachtet und an einem fremden Ort ausgesetzt.
Als Gefangene müssen sie eine lange Reise durch die
Mongolei antreten, erst mit einem LKW, dann auf
Pferden und Kamelen. Die Kinder haben als
unverdächtige Kuriere einen wichtigen
Geheimauftrag, von dem niemand wissen darf, schon
gar nicht ihre Reisebegleiter: Grünmantel, ein
betrügerischer Kaufmann, ist ein durch und durch
schlechter Mensch, aber auch ihr Reiseführer, der
Soldat Glück, hat eine dunkle Vergangenheit.
Unterwegs begegnen sie Nomaden und Wegelagerern
- viele gefährliche Situationen können sie nur durch
Klugheit und Witz meistern.
Fritz Mühlenweg
(1898-1961), aufgewachsen in Konstanz, geriet gegen
Ende des Ersten Weltkriegs in französische
Kriegsgefangenschaft; war danach mehrere Jahre als
Drogist tätig, bevor er als Angestellter der neu
gegründeten 'Luft Hansa' an der Mongolei-Expedition
Sven Hedins teilnahm. Zwischen 1927 und 1932
verbrachte Mühlenweg auf Forschungsreisen viele
Monate in der Wüste Gobi. Danach studierte er
Malerei in Wien, heiratete die österreichische Malerin
Elisabeth Kopriva und lebte mit ihr und schließlich
sieben gemeinsamen Kindern als Maler und
Schriftsteller in Allensbach am Bodensee.
hoerspielTIPPs.net:
Die Vorlage zu diesem Hörspiel ist Fritz Mühlenwegs
größter Bucherfolg. Für das Werk, das heute
hauptsächlich unter dem Titel 'Großer Tiger und
Christian' bekannt ist, erhielt er auch 1955 den
Friedrich-Gerstäcker-Preis der Stadt Braunschweig.
Die Geschichte ist grundsätzlich eine typische
Abenteuererzählung, so wie es sie in den fünfziger
Jahren für Jungendliche mehrfach gab. Allerdings hat
sie, im Gegensatz zum Gros der Konkurrenz,
Besonderheiten. Zum einen ist der Stil sehr auf den
Inhalt zugeschnitten, zum anderen wird die uns
fremde Kultur sehr fundiert nahegebracht.
Mühlenweg ließ viel der Erfahrungen über das Land
und die Menschen, die er während seiner langjährigen
Reisen machen durfte, in das Buch einfließen.
All das führt dazu, dass trotz fiktivem Inhalt die
Figuren sehr glaubwürdig bleiben. Grade die
asiatischen Charaktere sind - ohne dabei zu
klischeehaft zu wirken - sehr gelungen.
All das bleibt auch in der Hörspielumsetzung erhalten.
Wenngleich man dies hier nicht konsequent bei allen
Figuren beibehält. Sehr auffallend ist das bei 'Großer
Tiger', der den am deutlichsten asiatisch gefärbten
Charakter innehat.
Insgesamt ist die Besetzung durch die Bank
erstklassig. Insbesondere Christian Brückner als
Erzähler und Hans-Peter Hallwachs als Herr
Grünmantel sorgen für die deutlichsten Akzente.
Die Geschichte wird auch im Hörspiel gut erzählt.
Neben dem großen Handlungsrahmen gibt es immer
wieder kleinere Episoden, die den Hörer immer
wieder mit neuen interessanten Geschichten
versorgen und das Hörspiel insgesamt sehr
unterhaltsam machen.
Die Umsetzung ist gelungen, Musik und Geräusche
lassen die Kulisse der Vorlage sehr lebendig und
glaubhaft wirken.
Ein schönes, großes Abenteuerhörspiel, das aufgrund
der gelungenen Umsetzung eine Empfehlung wert ist.
H2OdH (Paul Plamper
nach Heiner Müller) WDR
/ SR 2003
WDR / SR 2003 Regie: Paul
Plamper
Mit:
Timmy: Robert Andelkovic
65
Timmys Freundin: Franziska Seeck
Timmys Freund 1: David Wargin
Timmys Freund 2: Volkan Eren
Timmys Freund 3: Demian Brandt
Professionelle: Margarita Broich
Eva Müller: Eleonore Zetsche
Dr. Henschel: Stefan Kurt
Schwester Renate: Cristin König
Thilo Seiffert: Milan Peschel
Arbeitsamt: Petra-Maria Cammin
Teamleiter Thomas Schmerz: Albrecht Arthur
Telefonstimme 1: Julian Kamphausen
Telefonstimme 2: Cristin König
Herakles 2 oder die Diva: Volker Spengler
Sie laufen durch die Stadt, und es werden immer
mehr: Menschen, die von einem rätselhaften Virus
befallen zu sein scheinen - H2OdH. Plötzlich sieht ihr
Alltag anders aus: Er scheint eine eigene Intelligenz zu
entwickeln, das Leben zu durchdringen,
vorauszuahnen und zu manipulieren. Warum tauchen
diese Sätze auf, die keiner gesagt haben will: "Sich
anpassen und nicht anpassen. Sich durch
Nichtanpassen anpassen. Angreifend ausweichen.
Ausweichend angreifen ..."? Worte verselbstständigen
sich, infizieren das Sprechen und Denken der
Beteiligten, springen vom einen zum anderen über. Ist
H2OdH die geheimnisvolle Formel eines Flash Mobs?
Oder vielmehr eine Droge, ein Mittel, das endlich
"Hoffnung auf das Nichts" macht, auf "die unendliche
Pause", wie sie uns Heiner Müller wünscht? H2OdH,
das Kürzel für Müllers Text "Herakles 2 oder die
Hydra", verdichtet die Realität zu einer rhythmischen
Collage. In episodischen Geschichten werden eine
Reihe von Randexistenzen und Strippenziehern des
heutigen Berlins verfolgt. Sie fügen sich zu einem
Chor, einer Vielfalt von Stimmen, die alle auf
unterschiedlichste Weise zu derselben Erkenntnis
kommen: Sie selbst sind die Maschine, die sie zu
bekämpfen glauben.Grundlage des Hörspiels ist der
Text "Herakles 2 oder die Hydra" des Dramatikers
Heiner Müller.
Witwer Wolfram Kempner hat Krebs. Der Bibliothekar
hockt in der stolzen Fabrikantenvilla seiner
verstorbenen Frau und wartet auf den Tod. Karla soll
helfen, dafür will er seine frühere Kollegin belohnen:
Umbringen und beerdigen soll sie ihn, der Zeitpunkt
ist noch festzulegen. Großzügige Erbschaft winkt als
Lohn und Dank.
Karla ist bestürzt, Judith, ihre jüngere Freundin, findet
das ganz wunderbar. Mehr noch, sie beginnt um die
Gunst des todkranken Wolfram zu buhlen, der
plötzlich aufblüht. Seine Ehe war ein Desaster, Villa,
Geld und Schmuck, alles gehörte seiner Frau
Bernadette. Nun soll auch Judith erben, das passt
Karla nicht. Eine rabenschwarze Komödie, ein Poker
um Testamente, Geld und Leben.
Vorstellung im OhrCast
Harrys Kopf (Tankred
Dorst und Ursula Ehler)
SDR 1998
SDR 1998 Regie: Hans Gerd
Krogmann
Mit:
Heine: Christian Berkel
Mister Cokker: Felix von Manteuffel
Nasenstern: Michael Evers
Balzac: Heinrich Giskes
Rothschild: Ehlert Bode
Mathilde: Angelika Thomas
Mouche: Dagmar Sitte
Seraphim: Karl Friedrich Seraphim
Börne: Rainer Bock
Hortense: Christine Schönfeld
Besucher/Gast: Bernhard Baier
Besucher/Gast: Bernd Gnann
Besucherin/Gast: Sabine Hahn
Besucher/Gast: Markus Hoffmann
Hab und Gier (Ingrid Noll)
DLR 2015
DLR 2015 Regie: Judith
Lorentz
Bearbeitung: Andrea
Czesienski
66
(Christian Berkel; Bild:
SWR/Monka Maier)
Später wollen es immer
alle besser gewußt
haben. Und so eröffnet
Tankred Dorst auch sein
neues Stück mit den
zwar authentischen, aber
auch recht grotesken,
albernen, teilweise
höchst
widersprüchlichen
Aussagen derer, die den
Dichter Heinrich Heine noch vor seinem Tode
besuchsweise kennengelernt hatten. Danach
allerdings entsteht aus einer Szenenfolge voll heiterer
Melancholie, bissiger Komik, zynischer Bösartigkeit
und zarter Poesie die Annäherung an einen Dichter,
dessen vielerlei Masken brüchig geworden sind,
dessen Verzweiflung durch diese Brüche schimmert,
und der dennoch und trotzdem versucht, seine Würde
und Fassung bis zum bitteren Ende zu bewahren.
"Wer von seinem Herzen rühmt, es sei ganz
geblieben, der gesteht nur, daß er ein prosaisches
weitabgelegenes Winkelherz hat, durch das meinige
aber ging der große Weltriß." (Heinrich Heine)
Hauptsache geheim!
(Jörgpeter von Clarenau)
NDR 2015
NDR 2015 Regie: Wird
nicht verraten
Musik: Ein Künstler, der ungenannt bleibt
Mit:
Die Namen sind streng vertraulich!
Etwas Aufregendes geschieht. Kinder sind die
Hauptpersonen. Doch worum geht es? Strengste
Geheimhaltung! Moment mal - genau genommen ist
gerade übler Verdacht geschehen: Wer hat erlaubt,
dass dieses Hörspiel hier überhaupt erwähnt wird?
Alle hatten doch striktes Stillschweigen versprochen.
Ja, kann man sich denn auf nichts mehr verlassen?
Heinrich, Vorname
Hauptfeldwebel (Robert
Weber) DLR 2014
DLR 2014 Regie: Giuseppe
Maio
Mit:
Oliver Urbanski, Hansjürgen Hürrig, Thomas Schendel,
Gerd Grasse, Karim Cherif, Susanne Bormann, Ingo
Hülsmann, Uli Plessmann, Sebastian Becker
2014. Der Krieg in Afghanistan ist für die NATO vorbei.
Bis auf ein Restkontingent haben die ISAF-Truppen
das Land verlassen. Auch die Soldaten der
Bundeswehr sind nach Hause zurück gekehrt.
Heinrich, Mitglied des Kommando Spezialkräfte, gilt
als vermisst. Als er sich den afghanischen Behörden
stellt, hat er über 100 Menschen getötet. Heinrich ist
der erste Bundeswehrsoldat, der wegen Kriegs
verbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof
in Den Haag angeklagt wird. Wann hat der
Scharfschütze den schmalen Grat zwischen Töten auf
Befehl und Morden auf eigene Faust überschritten?
Robert Webers Hörspiel schildert die
Gerichtsverhandlung und zeichnet das Psychogramm
eines Soldaten, "der selbst zum Krieg geworden ist".
Herr Hagenbeck hirtet
(Brigitte Kronauer) hr /
NDR 2014
hr / NDR 2014 Regie: Hans
Gerd Krogmann
Mit:
Dörte Lyssewski, Ulrich Noethen, Wolfgang HInze,
Heinrich Giskes, Hedi Kriegeskotte, Christian Redl,
Marianne Rogée, Nina Danzeisen
Die Tiere auf dem Grabower Altar blicken seit über
600 Jahren auf ihre Betrachter herunter. Sie haben
schon viel gesehen. Da ist dieses Paar, das gerade das
Hauptwerk von Bertram von Minden in der
Hamburger Kunsthalle besichtigt, eigentlich nichts
Außergewöhnliches. Doch ärgern kann man sich
immer wieder, gerade über die Menschen. Wie war
das doch gleich, damals am Anfang? Gott schuf
Himmel und Erde, Wasser und Luft, Tag und Nacht.
Gott schuf die Tiere und Pflanzen. Er sah, dass es gut
war. Aber dann geschah es: Gott beging seinen
67
einzigen Fehler. Er schuf den Menschen. Und der
brachte das Übel in die Welt. Ribbelt die Schöpfung
bis zur letzten Masche auf, und versucht doch
verzweifelt, sie festzuhalten: Bei Tag in Bildern und
Versen, des Nachts als plüschgewordene Wacht gegen
böse Träume. „Herr Hagenbeck hirtet“ fragt nach
heutigen Perspektiven auf die Schöpfung und dreht
dazu den Blick kurzerhand um. Der Mensch: brauchen
wir ihn überhaupt – oder kann der weg?
Herr Röslein (Silke
Lambeck) WDR / DAV
2008
WDR / DAV 2008 Regie:
Martin Zylka
Bearbeitung: Conny
Frühauf
Mit:
Erzählerin: Astrid Meyerfeldt
Herr Röslein: Jürgen Thormann
Moritz: Oskar Köppen
Mama: Sascha Icks
Papa: Jan-Gregor Kremp
sowie: Patrick Mölleken, Tim Schneider, Mariann
Schneider, Luca Kämmer, Anja Niederfahrenhorst,
Michael Habeck, Sigrid Burkholder, Thomas Gimbel,
Tatjana clasing, Walter Gontermann, Wolfgang Rüter
Mit dem Umzug in eine neue Stadt gibt es für Moritz
einige Probleme. Doch dann trifft er einen älteren
Mann namens Röslein. Der kann nicht nur mit
Elefanten sprechen, er kann auch Mamas Chef
verwandeln - wie genau, das verrät dieses Hörspiel.
Seit Moritz in die neue Stadt gezogen ist, gibt es einige
Probleme in seinem Leben. Da trifft er eines Tages
Herrn Röslein im Treppenhaus. Der freundliche ältere
Mann mit dem grauen Zopf ist kein gewöhnlicher
Nachbar.
Er kann die besten Orangenkekse backen, weiß, wo
man im Park Regenschirme erntet und wie man mit
Elefanten spricht - und er schafft es sogar, Mamas
Chef in einen freundlichen Menschen zu verwandeln.
hoerspielTIPPs.net:
Herr Röslein ist ein bezauberndes Hörspiel, das mit
einer sehr fantasievollen Geschichte aufwartet und -
wie für ein Kinderhörspiel des WDR üblich - mit ganz
viel hörbarem Herzblut produziert wurde. Viel zur
Qualität trägt hier die Besetzung des Herrn Röslein mit
Jürgen Thormann bei. Er sorgt für den perfekten Ton
dieser sagenhaften Figur, die dem Hörer von Minute
zu Minuten mehr ans Herz wächst. Alltagsängste der
Kinder werden hier thematisiert und auf originelle Art
gelöst. Dabei sind diese Lösungen manchmal gar nicht
so fantastisch, wie es den Anschein hat.
Ich kann diese wunderschöne Geschichte nur jedem
ans Herz legen, der fantasievolle Geschichten für
Kinder mag.
Herr Röslein wächst ans Herz und zum Glück darf man
sich auf eine baldige Fortsetzung freuen.
Hilfe, die Herdmanns
kommen (Barbara
Robinson) NDR 1975 / Dt.
Grammophon
NDR 1975 / Dt.
Grammophon Regie:
Gerlach Fiedler
Bearbeitung: Rose-Marie Schwerin
Mit:
Henning Venske
Was um alles in der Welt bewegt nur die Kinder der
schrecklich ungehobelten Familie Herdmann, beim
weihnachtlichen Krippenspiel mitmachen zu wollen?
Die noblen Vorstadtbürger befürchten das
Schlimmste, als sich die HERDMANN-Geschwister alle
zu besetzenden Rollen, sogar die der Maria, unter den
Nagel reißen. Eines ist allen klar: so festlich und
süßlich wie sonst immer wird der Heiligabend diesmal
nicht verlaufen!
hoerspielTIPPs.net:
Was "Dinner for one" an Silvester und für das
Fernsehen, sind die "Herdmanns" an Weihnachten
und fürs Radio. Kein Jahr vergeht, ohne dass an
Heiligabend um kurz nach 14.00 Uhr die Stimme
Henning Venskes im NDR ertönt und die Geschichte
der schrecklichen Herdmann-Kinder erzählt, die im
weihnachtlichen Krippenspiel alle Hauptrollen an sich
gerissen haben.
68
Die Geschichte hat nicht nur ordentlichen Witz,
sondern auch den notwendigen weihnachtlichen
Tiefgang, ohne auch nur im Ansatz oberlehrerhaft zu
wirken.
Henning Venske erweist sich hier als exzellenter
Erzähler, er schlägt hier den Hörer in seinen Bann und
gibt der Geschichte durch seine lockere Art des
Vortrags noch den letzten Feinschliff.
Die CD-Ausgabe enthält neben der HermannGeschichte noch Erzählungen "Superhunds
Weihnachtsgeschenk" und "Warten auf Weihnachten"
von David Henry Wilson, die zwar ebenfalls
unterhaltsam sind, allerdings im direkten Vergleich
etwas abfallen und hauptsächlich durch ihre Pointe
glänzen können.
Die Herdmanns sind zu Recht ein Klassiker, der in
einer vergnüglichen dreiviertel Stunde für beste
Weihnachtsstimmung sorgt. Die ideale
Hintergrundkulisse zum Schmücken des
Weihnachtsbaums - wer dafür länger braucht, darf
gerne zur CD-Ausgabe greifen.
Hilfe, die Herdmanns
kommen (Barbara
Robinson) NDR 2012
NDR 2012 Regie: Jörgpeter
Ahlers
Bearbeitung: Jörgpeter
Ahlers
Die Herdmann-Kinder sind die schlimmsten Kinder
aller Zeiten. Sie lügen, klauen, rauchen Zigarren und
bringen alle ihre Nachbarn zur Verzweiflung. Jetzt
planen sie offenbar eine neue Gemeinheit, die alles
Bisherige in den Schatten stellt: Vollzählig tauchen die
Geschwister zur Vorbesprechung des weihnachtlichen
Krippenspiels auf und reißen sich sämtliche Rollen
unter den Nagel.
Charlies Mutter, die alles organisiert, versucht die
Nerven zu behalten. Doch so wie die Proben
verlaufen, erwartet sie wie viele andere das
schlimmste Krippenspiel aller Zeiten. Doch es kommt
ganz anders, denn die Herdmanns rufen mit ihrer
Version der Weihnachtsgeschichte bei den
Zuschauern eine ganz neue Sichtweise hervor.
Hugo Wolf und drei
Grazien, letzter Akt
(Gerhard Rühm) WDR / hr
2015
WDR / hr 2015 Regie:
Gerhard Rühm
Musik: Gerhard Rühm
Hugo Wolf verbrachte seine letzten Jahre in der
Niederösterreichischen Landesirrenanstalt. Das
tragische Finale eines Komponistenlebens, in dessen
Verlauf es drei intensive Liebesbeziehungen gab: Mit
Vally Franck, mit Melanie Köchert-Lang und mit der
Sängerin Frida Zerny. Diese biographische
Konstellation wäre andernorts die Basis für ein
Melodram oder realistisch- psychologisierendes
Hörspiel. Nicht so beim Pionier des intermedialen
Spiels mit Texten. Gerhard Rühm überträgt sein lang
gehegtes Vorhaben eines Sprechstücks für fünf
Stimmen, von denen jede nur Wörter mit einem der
Vokale U, O, A, E oder I spricht, auf die Situation des
späten Wolf. »Wolfs Gedanken kreisen im »Letzten
Akt« obsessiv um dieselben Begriffe, um drei
emotional zentrale Bezugspersonen seines Lebens
(die drei »Grazien «) - ein psychopathologisches
Verhalten, das unter die von Schizophrenen
bekannten Sprachphänomene fällt: Verbigeration, das
stereotype Repetieren aus dem Zusammenhang
gerissener Wörter und Satzfragmente und ihre
Begriffsverwischung sowie Agglutination, die zeitliche
Isolierung einzelner Wörter, der Zerfall des
Redeflusses bis hin zum totalen Sprachverlust.«
[Gerhard Rühm]
Ich ist ein Zoo (Birgit
Kempker) DRS 1996
DRS 1996 Regie: Claude
Pierre Salmony
Mit:
Anatol, Birgit, Paula und Pia Kempker und mit
Marianne Schuppe
Ein Herr aus Basel rennt in der Silvesternacht durch
Berlin, Topflappen unter den Füssen; der Schnee
knirscht. Jahreswechsel ist angesagt, Silvesterlärm
und Bilanz: Da gibt es Kräfte und Schwächen, Fragen,
69
Gefühle, ein ganzer Zoo von Innereien! – Eine Familie
feiert vor dem Mikrofon den Menschen.
Löst sich der Herr in seine Bestandteile auf, machen
sich seine Knochen selbständig, zerbröselt er in ein
halb Dutzend verschiedener Ichs, die Rabe, Vogel,
Fischotter heissen? Oder hält ihn gerade das
zusammen, dass der Zoo, aus dem er besteht, sich
nämlich zu einer fröhlichen Zankrunde
zusammengefunden hat und mit Frotzeln, Sticheln,
Blödeln sich und der Welt kundtut: Ich rede, also bin
ich?
In Birgit Kempkers Hörspiel wird keine lineare
Geschichte erzählt, sondern ein Mensch zerlegt und in
immer neuen Kombinationen wieder
zusammengesetzt. Und immer liegt er im Widerstreit
mit sich selbst, keift der Vogel mit dem Knochen, legt
der Fischotter sich mit dem Raben an. Hier ist die
Rede vom Befinden des Menschen, von seinen
Ambivalenzen, seinen Gründen, Abgründen und
Klüften. Aber trotz aller Tiere wird es nie tierisch
ernst: Das Stück zeichne sich durch «heiligen
Nonsens» aus.
Und der ist heiter.
Ich schreibe bald - du wirst
staunen (Lorenz Schröter)
WDR 2008
WDR 2008 Regie: Detlef
Meißner
Mit:
Peter Kurth und Arno Frisch
(Peter Kurt; Bild:
WDR/Sibylle
Anneck)
Avantgardistischer
Komponist,
Flugpionier,
Anarchist,
Universalgelehrter,
Übersetzer aus 100 Sprachen, Wanderer über 20.000
Kilometer und vor allem Schriftsteller - aber ohne zu
veröffentlichen. Hans-Jürgen von der Wense gäbe
eine gute Romanfigur ab. Doch vermutlich hat der
seltsame Heilige, der sein eigentliches Werk über
Jahrzehnte ankündigte und nebenbei selbst zum
Kunstwerk wurde, wirklich gelebt. Ihm ging es nicht
um Ruhm und Veröffentlichung, Hans-Jürgen von der
Wense schrieb für eine andere Zeit und eine höhere
Instanz. Und das verdammt gut.
Ich soll den eingebildet
Kranken spielen (Tankred
Dorst) DLR 2010
DLR 2010 Regie: Harald
Krewer
Musik: Martin Fekl, Christian Mevs
Mit:
Friedhelm Ptok, Falk Rockstroh, Felix Goeser, Michael
Rotschopf, Meike Droste, Felix von Manteuffel, Leslie
Malton, Inka Löwendorf, Ursula Ehlers
Ein Schauspieler, seit Jahren auf der Bühne, soll
Molières Eingebildet(en) Kranken spielen. Seine Frau
hat sich unterdessen einem Heiler verschrieben, der
ihr zur Freude und dem Ehemann zum Verdruss von
"Krankheit als dem moralischen Resultat eines
verfehlten Lebens" spricht. In einer unerbittlichen
Auseinandersetzung mit dem Heiler, seiner Frau,
seiner Tochter, seinem "verkommenen" alternativen
Bruder und schließlich Molière selbst, spielt der
Schauspieler seine selbstzerstörerische Rolle im Leben
statt auf der Bühne.
Ich, Feuerbach (Tankred
Dorst) SDR 1986
SDR 1986 Regie: Hans Gerd
Krogmann
Mit:
Christian Berkel, Erika Wackernagel, Gerd Baltus
Ein Theater nach der Probe: die leere Bühne, der leere
Zuschauerraum. Diesen Raum betritt ein Schauspieler.
Er ist zu einem Vorsprechen bestellt, will sich um eine
Rolle in der nächsten Inszenierung bewerben. Man
bittet ihn um Geduld: Der Regisseur, zugleich
Intendant, habe noch andere Verpflichtungen. Eine
alltägliche Theatersituation, so scheint es. Doch es
geht um mehr: Feuerbach, einst berühmt, hat die
vergangenen sieben Jahre in der Psychiatrie verbracht
und setzt alle Hoffnung auf den Regisseur, mit dem er
seine früheren Erfolge errungen hat. So steigert er
70
sich in eine große Schimpf- und Rechtfertigungstirade
hinein und endet in einem halbirrsinnig
vorgetragenen Tasso-Monolog, ohne zu bemerken,
daß der Regisseur gar nicht gekommen ist. Tankred
Dorst, geboren 1925 in Sonneberg (Thüringen) und
seit 1952 in München ansässig, ist - ausgezeichnet mit
dem "Gerhart Hauptmann-Preis 1964" - vor allem als
Dramatiker hervorgetreten. Sein 1968 in Stuttgart
uraufgeführtes Stück "Toller" wurde zu einem großen
internationalen Erfolg. Es folgten "Eiszeit" (1972), "Auf
dem Chibborazo" (1975), "Die Villa" (1980), "Merlin
oder Das wüste Land" (1981), "Heinrich oder Die
Schmerzen der Phantasie" (1985) und zahlreiche
andere Stücke. "Der verbotene Garten", vom SDR als
Hörspiel uraufgeführt, gelangte als ARD-Beitrag beim
internationalen Wettbewerb um den "Prix Italia 1984"
in die engste Auswahl.
Ickelsamers Alphabet
(Liquid Penguin Ensemble)
EIG für SR 2014
EIG für SR 2014 Regie:
Liquid Penguin Ensemble
Bearbeitung: Katharina Bihler
Musik: Stefan Scheib
Vor bald 500 Jahren erschien die erste "Teütsche
Grammatica" von Valentinus Ickelsamer, darin
unterweist er in der subtilen Kunst, "die Buochstaben
recht nennen (...) und wie man’s mit den natürlichen
Organis und Gerüst im Mund machet". Zum Trost:
Laut ausgesprochen, ist Ickelsamers Deutsch auch für
unsere Ohren gleich viel verständlicher. Einen Schritt
weiter ging der französische Grammatiker Louis
Meigret, Ickelsamers Zeitgenosse wollte nämlich die
französische Orthographie der Aussprache anpassen.
Doch das ist nur eine der Verbindungen, die das Liquid
Penguin Ensemble auf seiner jüngsten deutschfranzösischen Sprach- und Klangexpedition
herausgefunden hat...
Vorstellung im OhrCast
In Zeitung gewickelt
(Anton Tschechow) mdr
1994
mdr 1994 Regie: Klaus
Zippel
Bearbeitung: Jochen Hauser
Mit:
Nikolai: Rolf Hoppe
Djukowski: Siemen Rühaak
Mascha: Marylu Poolman
Dostschenko: Erik Schumann
Jefrem: Günter Zschäckel
Dunja: Andrea Solter
Maria Iwanowna: Ursula Sukup
Kolja: Bert Franzke
Olga Petrowna: Franziska Troegner
Kljausow: Hans-Joachim Hegewald
Der Gutsbesitzer Kljausow ist verschwunden, das
Fenster seines Schlafzimmers ist eingeschlagen, am
Deckenbalken klebt Blut. Doch Untersuchungsrichter
Tschassow tut so, als hätte er die bevorstehende
Pensionierung bereits hinter sich, auch ein
offenkundiger Mordanschlag kann ihn nicht aus der
Ruhe bringen. Er trinkt lieber Tee, teils mit
Marmelade, teils mit Wodka verrührt. - Sein künftiger
Nachfolger allerdings, frisch von einer deutschen
Universität und voll Elan, den dumpf vor sich hin
vegetierenden Hinterwäldlern in der Provinz
wenigstens ein bißchen kriminalistisches Know how
beizubringen, gedenkt dem Fall mit beispielhafter
Konsequenz auf den Grund zu gehen. Er verhört das
Personal, er fördert Indizien zu Tage, Motivationen
und Verdächtige, er analysiert ihren Charakter und
sieht ihnen dank der probaten Kombination von
Schädeltheorie und Iris-Diagnostik bis auf den Grund
ihrer verkommenen Seele. Der Herr
Untersuchungsrichter dagegen scheint sich nur an
diese seltsame Flasche "Krimgeflüster" halten zu
wollen, und an die Zeitung, in die sie gewickelt war.
Männer nämlich, so meint er, Männer könnten dieses
süße Zeug gar nicht trinken. Frauen dagegen schon ...
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Kaiser Joseph II. und die
Bahnwärterstochter (Fritz
von HerzmanovskyOrlando) ORF 2015
Interview mit schießenden
Mädchen (Lena Demke)
EIG 2015
EIG 2015
Weddinger Schüler und das Radio - vorgestellt in
Kurzstrecke 45 bei DRadio Kultur
Irgendwann entdeckt eine
Tunte Kaloderma (Adolf
Schröder) RB 1982
RB 1982 Regie: Gottfried
von Einem
Musik: Dr. Freia Hoffmann
Mit:
Peter Fricke, Marco Nola, Rolf Becker, Klaus Nelhiebel,
Andrea Grosske, Katharina Grimpe, Wilfried Grimpe,
Colin Sinclair, Herbert Leonhardt, Walter Bäumer,
Brigitte Röttgers, Ruth Pense, Gudrun Daube, Suzanne
von Borsody
Adolf Schröder, dessen sowohl poetische wie
zeitkritische Hörspiele in früheren Jahren häufig bei
RB zu hören waren, hat nach einer langen Zeit des
Schweigens ein neues Stück geschrieben. Es handelt
von Einsamkeit in der Großstadt, von Schwierigkeiten
mancher verzweifelter Menschen, sich den geltenden
gesellschaftlichen Normen anzupassen und von der
noch immer geächteten Randgruppe der
HomosexueIlen. Rolf, der schwermütige "Held" dieser
Geschichte, verdient seinen Unterhalt als Taxifahrer in
der Millionenstadt Hamburg. Er kämpft seit Jahren
gegen psychische Erkrankungen an, die er sich - ein
Opfer seiner zu dünnen Haut - zugezogen hat. Er fühlt
Ängste der verschiedensten Art "wie flatternde
Tauben" in seiner Brust: ihn bedrückt der politische
Zustand unserer Welt genau so, wie persönliche
Todes- und Verfolgungsängste. In seinem Kopf trägt er
das gesamte Instrumentarium der Psychoanalyse mit
sich herum - seine Schwierigkeiten konnten damit
nicht gebannt werden. Während einer Nachtschicht
im Taxi begegnet er einer jungen Frau, die sich
gleichfalls nicht mehr zurechtfindet. Wir werden zu
Zeugen einer ergreifenden, unmöglichen
Liebesgeschichte.
ORF 2015 Regie: Philip
Scheiner
Musik: Christian Bakanic
Mit:
Wolfram Berger
An der Bahnstation Wutzelwang am Wutzel spiegeln
sich die letzten Jahre des alten Kaisers. Hier leben
Bahnwärter Zwölfaxinger und seine lockige Tochter
Innozentia, genannt Nozerl. Das Dasein geht
beschaulich vonstatten, täglich passiert nur ein Zug,
wenngleich auch nicht zu festgelegten Zeiten, der
Zwölfuhrzug kommt gerne einmal um halb acht am
Abend. Dennoch: Die Belegschaft hat wenig zu tun ein Umstand, den das männliche Personal nicht selten
nutzt, um in den umliegenden Wäldern wildern zu
gehen. Eines schönen Tages fährt ein "schlichter, doch
vornehmer Reisender" per Sonderzug ein. Schon bald
entwickelt sich ein gewisses Naheverhältnis zwischen
Nozerl und dem Herrn. Es handelt sich um den Kaiser
persönlich, von Nozerl unerkannt. Jener stellt die
heimkehrenden Wilderer zur Rede, er bezichtigt sie,
"adlige Jagdlust zu verhöhnen". Schließlich trifft auch
noch der britische Botschafter ein - mit einer für
Österreich bedeutsamen Mitteilung.
Das zu Lebzeiten seines Autors nicht veröffentlichte
Stück wurde postum am 10. Jänner 1957 in den
Münchner Kammerspielen in der Bearbeitung von
Friedrich Torberg uraufgeführt. Wolfram Berger hat
nun für Ö1 eine Hörspielfassung erarbeitet, in der er,
musikalisch begleitet von Christian Bakanic, alle Rollen
verkörpert.
Leben und Ansichten von
Tristram Shandy,
Gentleman (Laurence
Sterne) BR 2015 / der
hörverlag
BR 2015 / der hörverlag
Regie: Karl Bruckmaier
Bearbeitung: Karl Bruckmaier
Übersetzung: Michael Walter
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Musik: Robert Forster, Rober Coyne, Chris Cutler
Mit:
Stefan Merki, Peter Fricke, Anna Drexler, Hans Kremer
u. v. a.
Dieses Buch beginnt mit der liebevoll und langwierig
geschilderten Zeugung Tristram Shandys und endet
vier Jahre vor dessen Geburt – der Rest sind
Abschweifungen: Es geht hier um das Aufziehen von
Uhren, die Bedeutung von Vornamen, von Nasen und
Brüsten, um Festungsbau, Beschneidung, Hebammen,
Ärzte, die Liebe, Witwen, den gerechten Krieg,
Verwundungen, Zangengeburt, Knopflöcher,
Schlüssellöcher und vieles mehr, was auch heutige
Hörer interessieren dürfte. Vor allem wenn es so
charmant, klug und lustig daherkommt wie dieses
Meisterwerk der englischen Literatur, das wie fürs
Hören gemacht ist – sind wir nicht alle ein bisschen
Tristram Shandy?
Limassol (Yishai Sarid)
WDR 2011
WDR 2011 Regie: Christoph
Kalkowski
Bearbeitung: Christoph Kalkowski
Mit:
Axel Wandtke, Johanna-Julia Spitzer, Jürgen
Thormann u. a.
Ein Ermittler des Shabak, des israelischen InlandGeheimdienstes, ist spezialisiert auf die Verhinderung
von Selbstmordattentaten. Bei seinen Verhören von
Verdächtigen wendet er auch Folter an. Als ein Mann
dabei stirbt, wird er abgezogen und undercover
eingesetzt: Er wird in die israelischpalästinensische
Literatenszene eingeschleust, um das Vertrauen eines
alten palästinensischen Dichters zu gewinnen. Dessen
Sohn ist ein Drahtzieher des islamistischen
Terrorismus. Mit Hilfe des todkranken Vaters soll er
nach Limassol auf Zypern gelockt und dort eliminiert
werden. Ebenso zerrissen wie besessen verfolgt der
Ermittler sein Ziel. Sein Auftrag wird zu einem
persönlichen Verrat – an denen, die ihm vertrauen,
und an sich selbst.
hoerspielTIPPs.net:
"Limassol" sticht aus dem Krimi-bzw. Thriller-Alltag
heraus, weil es zum einen einen im Genre
ungewöhnlichen Handlungsort nutzt. Der Krieg
zwischen Israelis und Palästinensern ist ein
schwieriges Pflaster, da hier gängige Genre-Klischees
kaum glaubwürdig funktionieren. So ist dann auch
hier der Protagonist nicht in übliche Schubladen
einzuordnen. Er ist beim israelischen Geheimdienst
und "kümmert" sich um verdächtige Palästinenser.
Dann wird er aber auf die Mutter eines Terroristen
angesetzt. Er begegnet Menschen, die sich in sein klar
strukturiertes Weltbild nicht so ohne Weiteres
einfügen lassen.
Ein spannendes Hörspiel mit viel Ungewohntem - auch
deshalb ist es ein Ohr wert!
Mädchenzimmer mit
Soldaten (Anna Pein) WDR
2006
WDR 2006 Regie: Oliver
Sturm
Mit:
Laura Maire, Mira Partecke, Cathlen Gawlich, Michael
Cirpici u.a.
Zweiter Weltkrieg. Die Schwestern Elfriede und
Hannelore haben sich nachts im Kinderzimmer ein
gruseliges Spiel ausgedacht: Sie fantasieren sich in ein
Lazarett und spielen mit verstellten Stimmen sechs
verletzte Soldaten. Das Zimmer verwandeln sie in
einen männlichen Kosmos von Schmerz, Heimweh,
Erotik, Tapferkeit und Schuld. Mit Empathie, Aberwitz
und Boshaftigkeit wehren sie sich gegen die Schrecken
des Krieges. Ihre Mutter glaubt, dass die Töchter
schlafen, und empfängt im Wohnzimmer einen
Liebhaber. Im Laufe des Spiels liefern die Schwestern
ihren eigenen Vater in ihr Lazarett ein und rechnen in
der Fantasie mit ihm ab - mit Hilfe von „Schwester
Kunigunde“, einer Spiegelgestalt ihrer Mutter, und
ihren lebendig werdenden Puppen. Eine bizarre
Gratwanderung zwischen Groteske und Grauen,
Komik und Anrührung.
hoerspielTIPPs.net:
Ein Hörspiel, das sich zunächst als Alberei zweier
Mädchen darstellt, die statt einzuschlafen, lieber noch
etwas spielen wollen; es entpuppt sich dann als eine
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Aufarbeitung der familiären Situation unter den
Bedingungen des 2. Weltkrieges und des Naziregimes.
Die Abgründe, die sich auftun, sind erschreckend und
so wird die Harmlosigkeit sehr schnell durch das
Bedrückende ersetzt. Hoffnung keimt in Form des
Liebhabers der Mutter, dem netten Herrn "Josef" auf.
Allerdings wird diese schnell wieder zu Nichte
gemacht.
Die Erzählung lebt vom großartigen Spiel von Laura
Maire und Mira Partecke, die das emotionale Auf und
Ab der Geschichte sehr gut mitgehen und die beiden
Mädchen sehr glabuhaft verkörpern. Unterstützung
erhalten sie beim Spiel der Puppen u. a. durch Jens
Wawrczek. Eine erstklassige Performance liefert auch
Cathleen Gawlich ab.
Ein Hörspiel, das sich zunächst etwas seltsam und
verkünstelt präsentiert, rasch aber den geneigten
Hörer gefangen nimmt und mit einer
beeindruckenden Performance der Akteure bis zum
Ende fesselt. Ein hörenswertes Hörspiel aus der Feder
von Anna Pein!
Malausséne-Trilogie
(Daniel Pennac) SWR 2015
SWR 2015 Regie: Philippe
Bruehl
Bearbeitung: Sabine Grimkowski
Mit:
Benjamin Malaussène: Patrick Güldenberg
Thérèse Malaussène: Lilith Häßle
Clara Malaussène: Laura Maire
Louna Malaussène: Natalie Spinell
Le Petit Malaussène: Linus Treue
Jérémy Malaussène: Moritz Treue
Maman Malaussène: Barbara Stoll
Caregga : Wolf-Dietrich Sprenger
Van Thian: Jens Harzer
Lehmann: Ernst Konarek
Kundin: Rahel Ohm
Kunde: Andreas Klaue
Flic: Folkert Dücker
Spielzeugverkäuferin: Sandra Gerling
Heuschrecke: Bernd Tauber
Théo: Michael Tregor
Risson / Opa Racine: Walter Schultheiß
Simon: Aron Keleta
Mo der Mossi: Felix Kama
Hadouch: Nico Eleftheriadis
Stojil: Bertold Toetzke
Alte Dame (mit Text): Johanna Hanke
Alte Dame (Statistin): Eva Michel
Alte Dame (Statistin): Hede Beck
Alte Dame (Statistin): Verena Buss
Alte Dame (Statistin): Elke Twiesselmann
Kommandant: Wolfgang Michalek
Dr. Marty: Klaus Hemmerle
Cazenueve: Udo Rau
Semelle: Martin Schley
Pflegerin: Andrea Hörnke-Trieß
Cercaire: Ueli Jäggi
Julia: Linda Olsansky
Königin Zabo: Irm Hermann
Krämer (Mörder): Andreas Klaue
Chabotte: Peter Davor
Loussa: Reinhold Weiser
Calignac: Marcus Michalski
Interviewer: Matti Krause
Autor (ein Riese): Horst Kotterba
Bürgermeister: Boris Burgstaller
Le Capelier: Sebastian Schwab
Lautsprecherstimme: Johanna Zehendner
Stimme Radio: Rudolf Guckelsberger
Mme Chabotte: Elke Twiesselmann
Statisten: Philipp Sommer, Rudy Orlovius, Mark Ortel,
Frederic Soltow, Sebastiano Jopek, Michael Ranft,
Stefanie Peyk, Bettina Gebhard-Weber, Margarete
Koch , Petra Kettner , Ute Raudies , Petra Schuchart
(Regisseur
Philippe Bruehl,
Linda Olansky,
Patrick
Güldenberg, Irm
Hermann, Andreas
Leupold; Bild:
SWR/AlexandePennacs »Saga Malaussène« ist in
Frankreich seit dreissig Jahren ein Bestseller – und in
Deutschland Kult. Er trifft den Nerv der Zeit: Von Beruf
ist Benjamin Malaussène Sündenbock. Aber auch
großer Bruder und Ernährer zahlreicher
Halbgeschwister: Die ganze Sippschaft wohnt in einem
alten Laden im bunten Pariser Stadtteil Belleville.
Väter gibt es nicht, und Maman ist ständig in
Liebesabenteuern unterwegs. Benjamin arbeitet in
einem großen Pariser Kaufhaus in der
Reklamationsabteilung, hält für alle Pannen seinen
Kopf hin. Aber man will ihm noch mehr anhängen:
74
eine Serie geheimnisvoller Bombenexplosionen im
Kaufhaus, deren Opfer sich ausgerechnet immer in
seiner Nähe aufhielten. Auch zu Hause geht dauernd
etwas schief: Jeremy bastelt in der Schule erfolgreich
eine Bombe, Louna kriegt Zwillinge, Julius, der Hund,
erleidet seinen ersten epileptischen Anfall. Und in all
dem Trubel verliebt sich Benjamin unsterblich in die
überwältigende Journalistin »Tante Julia«.
Und dann: Vier Morde an alten Frauen innerhalb eines
Monats! Außerdem erwischt‘s noch einen Polizisten.
Belleville ist in Aufruhr. Die Polizei ermittelt
fieberhaft, denn es geht um Drogenkriminalität,
Korruption und kapitales Verbrechen. Eine der vielen
verdächtigen Spuren führt zu den Malaussènes, wo
einige alte Männer als »Großväter« Familienanschluss
gefunden haben. Benjamin Malaussène, der geborene
Sündenbock, wird von der Polizei verfolgt, und Julia,
seine große Liebe, gerät bei ihrer journalistischen
Arbeit in tödliche Gefahr. Doch zum bitteren Ende
kommt es noch schlimmer. Als Verlagslektor und
Sündenbock vom Dienst in den Editions Tallion hat
Benjamin Malaussène schon immer riskant gelebt,
wenn sich die Enttäuschung abgelehnter MöchtegernDichter bei ihm entlud. Im Auftrag der strengen
Verlegerin Reine Zabo muss er in die Rolle des
unglaublich erfolgreichen Bestsellerautors J.L.B.
schlüpfen, der inkognito bleiben möchte und
öffentliche Auftritte scheut. So gibt Benjamin als
Double professionell Interviews und erträgt sein Bild
als J.L.B. auf Postern in der Stadt. Und dann wird
Benjamin während einer Lesung von einer Kugel
getroffen. Zufall? Gibt es nicht. Nicht in Belleville.
Vorfreude auf die Nacht mit Doktor Kaltwasser, dem
Kollegen ihres Mannes, nicht nehmen. Während
Schneider dem Entführer eine Lektion in
Betriebswirtschaft erteilt, gerät Kaltwasser in Panik,
denn die Firma ist pleite und ohne das spekulative
Denken Schneiders verloren. Wie ihn retten, wenn
keiner weiß, wo die Millionen stecken? Es beginnt ein
Spiel ums Geld, das schließlich blutig endet.
Mann außer Haus (Werner
Buhss) DLR 2002
Mein Ein und Alles (Dawn
King) SWR 2015
DLR 2002 Regie: Karlheinz
Liefers
SWR 2015 Regie: Heike
Tauch
Mit:
Schneider: Rolf Hoppe
Kunz: Martin Seifert
Hildegard: Astrid Meyerfeldt
Kaltwasser: Klaus-Dieter Klebsch
Norbert: Bernhard Schütz
Herbert Schneider, Chef der Firma 'Luft und Wasser',
wird entführt. Fünf Millionen fordert der Entführer.
Schneiders Frau Hildegard reagiert eher gleichgültig
auf die Lösegeldforderung. Auch lässt sie sich ihre
hoerspielTIPPs.net:
Werner Buhss hat hier ein bitterböses Hörspiel
geschrieben, das zwar ungewöhnlich, aber nicht
uninteressant ist. Das Spiel um den entführten
Firmenchef, bei dem nichts zu holen ist und so für alle
Beteiligten ganz andere Voraussetzungen entstehen,
als man sie eigentlich vermuten würde, kann sich
durchweg hören lassen. Mit dem letztlich bitterbösen
Ende schafft man zudem einen würdigen Abschluss
diese "Dreiviertelstünders".
Die überschaubare Sprecherriege allein ist schon eine
Klasse für sich. Ein Rolf Hoppe oder ein Klaus Dieter
Klebsch könnten auch das Vorlesen des Telefonbuchs
zu einem Fest für die Ohren machen. Hier dürfen sie
in dieser guten Geschichte glänzen. Sie ragen damit
aus dem ohnehin guten Sprecherfeld noch heraus.
Trotz - oder gerade wegen - der eingeschränkten
Szenerie ist dieses Hörspiel gut gelungen. Es macht
einfach Spaß dieser rabenschwarzen Geschichte zu
lauschen. Ein vielleicht ungewöhnlicher, aber immer
noch ein guter "Buhss".
Nur einmal ist Layla mit Noah ausgegangen. Und das
auch nur, um ihren Freund, den verheirateten Ben,
eifersüchtig zu machen. Doch ihre unverbindliche
Nacht mit der Internetbekanntschaft Noah entpuppt
sich schon am nächsten Morgen als Fehler. Als
schwerer Fehler, der sich stündlich zu Laylas
schlimmstem Albtraum auswächst. Denn ihr
Trostpflaster ist offenkundig ein obsessiver Charakter,
ein Stalker, der ihr seit dieser Nacht ununterbrochen
nachstellt. Mehrmals am Tag ruft er Layla an, schickt
ihr Blumen ins Büro, observiert ihre Wohnung. Layla
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ist zunächst freundlich, dann irritiert, genervt,
wütend, verängstigt und schließlich panisch. Doch seit
Ben ihr den Laufpass gegeben hat, ist sie nicht nur
Opfer, sondern auch Täterin. »Mein Ein und Alles« ist
eine doppelbödige Studie über obsessive Liebe,
ausschließlich über Telefonanrufe erzählt.
Mich mir merken (Ruth
Johanna Benrath) SWR
2015
SWR 2015 Regie: Judith
Lorentz
Eine Tochter besucht ihre Mutter im Pflegeheim und
verwickelt sie in ein Gespräch über früher. Sie will das
Erinnerungsvermögen der Mutter anregen, indem sie
ihr Geschichten über das einstige Familienleben
entlockt. Dabei kommt es zu einer spiegelbildlichen
Identitätsvergewisserung: Die Mutter erzählt der
Tochter Geschichten aus ihrem Vorleben, die diese
nicht kennt, ebenso wie die Tochter die Mutter an
Geschichten aus der gemeinsamen Vergangenheit
erinnert, die diese mehr und mehr zu vergessen
droht. Die Erinnerungsarbeit, die Mutter und Tochter
in ihrem Gespräch leisten, stellt nicht nur den Versuch
dar, den Gedächtnisverlust der Mutter wenn nicht
aufzuhalten, so doch vielleicht abzumildern, sondern
auch das Bemühen der Tochter, sich der eigenen
Kindheitserinnerungen zu vergewissern, deren Garant
einst die Mutter war. »Das Hörspiel MICH MIR
MERKEN ist der Versuch, das Thema Demenz anhand
einer Mutter-Tochter-Begegnung zu inszenieren.
Dabei interessiert mich am meisten, wie Erkenntnis
und Sprache einer dementen Person funktionieren.
Sowohl die Verengung als auch die Erweiterung der
mütterlichen Wahrnehmung, die gerade in ihrer
Fehlleistung eine erstaunliche Poetizität entfaltet,
habe ich versucht, in der Kommunikation zwischen
den beiden Figuren abzubilden, denen jeweils eine
innere Stimme beigesellt ist«, schreibt die Autorin zu
ihrem Hörspiel.
Miesel und die
Hexerverschwörung (Ian
Ogilvy) NDR 2007 / Jumbo
2007
NDR 2007 / Jumbo 2007
Regie: Hans Helge Ott
Bearbeitung: Achim Schmidt-Carstens
Übersetzung: Cornelia Schmidt-Carstens
Musik: Bernd Keul
Mit:
Miesel: Robert Köhler
Iggy: Benjamin Utzerath
Mum/Tilly: Susanne Schrader
Dad: Lutz Herkenrath
Nanny: Renate Delfs
Toby Jugg: Monty Arnold
Justin Bucket: Konstantin Graudus
Ermintrude Bacon: Marion Breckwoldt
Sir Peregrin: Thomas Kylau
Lord Octavio: Joachim Bliese
Grimling: Frank Jordan
Buford Knüttel: Horst Ahrenthold
Griswold Gristle: Nils Owe Krack
Wachtmeister: Oskar Ketelhut
Absage: Tobias Persiel
Warum nur gerät Miesel, ein kleiner Junge, der alles
andere als ein Held sein will, immer in haarsträubende
Abenteuer hinein? Durch dumme Zufälle und aus
reiner Notwehr hat er sich mit den "schwarzen
Hexern" angelegt, üblen und boshaften Gesellen, die
heimlich die Gilde der guten Zauberer unterwandern
wollen. Die Hexer haben es auf Miesels kleines
Schwesterchen Mathilda und ihre beeindruckenden
magischen Fähigkeiten abgesehen. Sie ist zwar erst 18
Monate alt, aber sie kann durch bloßes Denken
zaubern. Eine so kraftvolle Zauberin wäre für die
finsteren Pläne der schwarzen Hexer überaus nützlich.
Nachdem es ihnen gelingt, die Eltern außer Gefecht zu
setzen, hängt alles am armen Miesel, der nicht die
geringsten zauberischen Fähigkeiten, dafür aber in
den gefährlichsten Momenten die genialsten Ideen
hat.
Mit anderen Augen
(Helmut Oehring) SWR
2015
SWR 2015 Regie: Torsten
Ottersbert / GOGH
surround music production
Mit:
Hagen Kleinert als Sprecher, Maler, Grafiker, den
gehörlosen Solisten Jurek und Anton, Mia und Joscha,
76
den Gebärdendolmetschern Christina und Uwe
Schönfeld sowie Daniel Göritz an der Gitarre
(Helmut Oehring;
Bild:
SWR/Alexander
Kluge)
2011 erschien die
Autobiografie »Mit
anderen Augen«
des Komponisten
Helmut Oehring.
Als Kind gehörloser
Eltern
aufgewachsen,
absolvierte er nach
zehn Schulklassen
eine Ausbildung
zum
Baufacharbeiter und arbeitete als Friedhofsgärtner,
Forstarbeiter, Altenpfleger und Heizer, bevor er
Profimusiker und Komponist wurde. Seine Geschichte
und seine Geschichten umkreisen Gehörlose und
Hörende in der ehemaligen DDR sowie seine eigene
Person: als Gitarrist und Autodidakt, der nie eine Uni
von innen gesehen hat, als Meisterschüler und
Akademie-Mitglied, als DDR-Wehrdienstverweigerer
und dann politischer Künstler und einer der
interessantesten Komponisten heutiger Musik. Das
Hörstück rekonstruiert diese Bildungsgeschichte nicht
als »Bio-Pic«. Vielmehr nutzt es ausgewählte Texte
der Autobiografie, die assoziativ Stationen seines
Lebens und Schaffens sowie soziale, kulturelle und
politische Prozesse anspielen, um sie in einen
musikalischen Ausdruck zu überführen. Dabei
beschwört Oehring vor allem die Stationen, in denen
die Rebellion wider das Establishment, die Fremdheit
in der Gesellschaft und der absolute Wille, Eigenes
hinzuzusetzen, im Zentrum stehen. Oehrings
Radioarbeit bewegt sich entlang der Bruchstellen
zwischen Jam-Session, Konzeption/Improvisation,
Trash, ausgefeilter Collage und Komposition.
Mondfinsternis (Friedrich
Dürrenmatt) DRS 1996
DRS 1996 Regie: Buschi
Luginbühl
Bearbeitung: Buschi Luginbühl
Musik: Hans Hassler
Mit:
ERZÄHLER: Frank Hoffmann
WALT LOTCHER: Peter Arens
SEPP SCHLAGINHAUF: Wirt: Paul-Felix Binz
SÄMU: sein Sohn: Piero Betschen
ANNI: seine Tochter: Sonja Gertsch
FRIEDA: Serviertochter: Regula Siegfried
HEGU HINTERKRACHEN: Dieter Stoll
DÖUFU MANI: Max Begert
KLÄRI MANI: Silvia Jost
ALEX: Marco Morelli
JÖGGU: Daniel Kasztura
HERRMÄNNLI ZURBRÜGGEN: Franz Matter
MÄXU OCHSENBLUTT: Andreas Löffel
NOBI GEISSGRASER: Ueli Eichenberger
LUDI GEISSGRASER: Peter Glauser
GRABER: Georges Wettstein
HACKER MIGU: Charles Benoit
WIRTIN: Christine Elsässer
Weitere Titel: : Der Besuch der alten Dame
'Tief im Winter, kurz vor Neujahr, fährt ein immenser
Cadillac durchs Dorf, pflügt sich mühsam durch die
verschneite Dorfstrasse ...' Die Geschichte steht im
ersten Band der 'Stoffe' von Friedrich Dürrenmatt, es
ist die erste Fassung des später so erfolgreichen
Theaterstücks 'Der Besuch der alten Dame'. Claire
Zachanassian heisst in dieser Urfassung noch Walt
Locher. Vierzehn Millionen bietet er den Flötigern für
den Mord an Mani. Bei Vollmond soll es geschehen, so
fordert es der steinreiche Heimkehrer. Die Flötiger
machen sich ans fröhliche Morden, aber dann ...
Mord bleibt in der Familie
(Herbert Leger) RB 1974
RB 1974 Regie: Klaus Groth
Mit:
Werner Bruhns, Edith Heerdegen, Eva Fiebig
Belinda Muddleton ist es im Laufe ihres langen Lebens
gelungen, vierzehn Erbscahften anzutreten. Grund
genug für Neffe Single, ebenfalls durch
Erbschaftssegen nicht unbegütert geblieben, seiner
Tante einmal einen Besuch auf ihrem Landsitz in
Yorkshire abzustatten. Das verbissene Ringen zweier
77
"Erbschafts-Spezialisten" um das letzte Vermächtnis
des anderen kann beginnen.
Mörder ohne Waffe (Ross
MacDonald) DLR 2001
DLR 2001 Regie: Bärbel
Jarchow
Bearbeitung: Hans Bräunlich
Musik: Peter Kaizar
Mit:
Staatsanwalt: Frank Arnold
Lew Archer: Christian Brückner
Janie Kilpatrick: Linda Henke
Janet Kilpatrick: Corinna Kirchhoff
Frank Kilpatrick: Hans Walter Klein
Männerstimme: Michael Ludwig
Glenway Cave: Michael Maertens
Frauenstimme: Solveig Müller
Rhea Harvey: Katharina Palm
Richter: Werner Rehm
Rodney Harvey: Christian Steyer
Glenway Cave ist wegen Mordes an seiner Frau
angeklagt. Mögliches Motiv: eine Erbschaft von zwei
Millionen Dollar. Der Privatdetektiv Lew Archer
verfolgt den Fall zunächst in der Presse, bis er von
Janet Kilpatrick beauftragt wird, die Unschuld Caves
zu beweisen. Sie war mit Cave in der Mordnacht
zusammen. Gespräche mit dem Verteidiger Harvey
und mit Cave selbst bringen Archer nicht weiter. Als
auch Janet umgebracht wird, stößt Archer auf eine
neue Spur, die einen lang gehegten Plan offenbart.
hoerspielTIPPs.net:
Auch wer eigentlich diese TrenchcoatDetektivgeschichten nicht mag, sollte hier mal ein Ohr
riskieren. Der Fall ist nämlich jenseits der üblichen
Erwartungen durchaus durchdacht und hat einen
originellen Hintergrund. Die Klischees halten sich hier
doch eher im Hintergrund und so bekommt man einen
durchweg guten Krimi geboten.
Mit Christian Brückner als Lew Archer ist die
Hauptrolle nahezu perfekt besetzt, allerdings sind hier
ein paar kleine Schnitzer enthalten, die der Regie
durchgegangen sind. Das schmälert den Hörgenuss
zwar nur bedingt, fällt aber bei einer solchen Größe
doch auf.
Der restliche Sprechercast geht hinter der glänzenden
Story unter, was aber auf jeden Fall besser ist, als
umgekehrt.
Nackt in Berlin (Hans
Helge Ott, Gottfried von
Einem) mdr 2006
mdr 2006 Regie: Gottfried
von Einem
Musik: Marc Nola
Mit:
Schröck: Hilmar Eichhorn
Dietmar Schulz: Peter Kaempfe
Dr. Müller-Bruchsiepen: Herbert Fritsch
Kosanke: Reinhard Straube
Chrissy: Gabriele Blum
H & A: Thomas Kylau
Portier: Wolf-Dieter Rammler
Keeper: Hendrik Duryn
Marlen: Conny Wolter
Empfangsdame: Anja Pahl
u.a.
Als der Dresdener Kriminalkommissar und
bekennende Belcanto-Liebhaber Schröck vom
Polizeipräsidenten Dr. Müller-Bruchsiepen
ausgerechnet in den Leipziger Hauptbahnhof
einbestellt wird, ahnt er noch nicht, dass einer der
seltsamsten Fälle seiner Ermittlerlaufbahn auf ihn
zukommt. Denn das Opfer der aufzuklärenden Straftat
ist niemand anderes als der Herr Polizeipräsident
himself. Im geliehenen Smoking, einen Hut auf dem
Kopf, den abzunehmen er sich beharrlich weigert, ist
er gerade aus Berlin angereist, wo er am Morgen in
seinem Hotelzimmer mit grauenvollen
Kopfschmerzen, seiner sämtlichen Kleidungsstücke
beraubt und, schlimmer noch, ohne ein einziges Haar
am Leibe erwacht ist. Und selbstverständlich auch
ohne den Hauch einer Ahnung, wie ihm das
widerfahren konnte! Gebraucht wird folglich nicht nur
ein erstklassiger Kriminalist, sondern auch ein Mann
von verlässlicher Diskretion - Schröck eben. Zumal die
Berliner Polizei aus dem Spiel bleiben muss - könnte
es sich bei diesem ungeheuerlichen Anschlag doch um
ein Komplott eben dieser handeln! Dienstlich
gefordert und willens, sich des in ihn gesetzten
Vertrauens würdig zu erweisen, wenn auch ein klein
wenig amüsiert, begibt sich der Kommissar stante
pede zum Tatort ins Arcadia Palace, Suite Nr. 422,
78
bezieht Posten und studiert mit einem Auge die
Berliner Halbwelt, mit dem anderen jedoch den
Berliner Opernspielplan.
hoerspielTIPPs.net:
Gottfried von Einem und Hans Helge Ott erzählen eine
skurillen Kriminalfall, bei dem die Opfer des Morgens
nackt und von Kopf bis Fuß rasiert in ihrem Hotelbett
wiederfinden. Obwohl die meisten aus Scham
schweigen, muss Kommissar Schröck ermitteln, als
dem Polizeichef eben solches widerfährt.
Es beginnt eine eher ruhige Ermittlung nach dem
Täter, bei der sich Kröck selbst als Opfer anbietet. Die
Geschichte beeinhaltet einen angenehmen leichten
Humor, der ohne Holzhammerpointen auskommt und
so eine unterhaltsame Krimistunde bietet.
In der Inszenierung setzt man auf ein gut agierendes
Schauspielerensemble, das die groteske Geschichte
zwar mit prägnanten Figuren auskleidet, aber dabei
nicht auf Albernheiten setzt. Sehr überzeugend spielt
hier insbesondere Hilmar Eichhorn als Kommissar
Schröck.
Ein unterhaltsamer, unaufgeregter Krimi mit einer
feinen Spur grostektem Humor. Eine
empfehlenswerte Krimistunde.
man aus Gedächtnisverlust Kapital schlagen? Ist es
unmöglich, das Leben zu verändern, außer man wird
regelrecht dazu gezwungen? Und warum
interessieren sich jetzt alle für das Innere des Anderen
statt für dessen Äußeres?"
(Robert Woelfl)
New Yorker
Weihnachtsplätzchen
(Gene Mars) ORF 2000
ORF 2000 Regie: Renate
Pittroff
Mit:
Eduard Wildner, Branko Samarovski, Toni Böhm u. a.
In der amerikanischen Metropole New York kommt es
vor Weihnachten zu den gewohnten Turbulenzen:
Familienväter prügeln sich in den Kaufhäusern um die
letzten Geschenke, entnervte Bürger suchen Rat beim
Analytiker oder stürzen sich reihenweise von der
Manhattan Bridge. Selbst "Santa Claus", der
Weihnachtsmann, leidet und sehnt sich nach einem
bürgerlichen Leben als Taxifahrer.
Nicht genug (Chris
Ohnemus) SR 2014
Neues Leben im falschen
(Robert Woelfl) ORF 2015
ORF 2015 Regie: Götz
Fritsch
Musik: Martin Zrost
Mit:
Gerti Drassl, Markus Meyer, Petra Morzé, Peter
Knaack
"Die Menschen in diesem Stück träumen davon, ein
neues Leben zu beginnen und die Chance zu haben,
noch einmal ganz neu starten zu können. Aber sobald
sie versuchen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen,
scheitern sie. Sie scheitern an ihrer eigenen
Mutlosigkeit, an ihrer Untreue, an ihrem Zaudern,
aber auch daran, dass wichtige Fragen nicht geklärt
werden können. Und diese Fragen lauten: Ist
Gedächtnisverlust ein Fluch oder ein Segen? Kann
SR 2014 Regie: Martin
Zylka
Familientreffen sind eine heikle Angelegenheit: Eltern
und Kinder an einem Tisch – wie früher und doch auch
nicht. Denn in der Regel führen die Kinder ihr eigenes
Leben fernab der Eltern. So auch Beate. Jetzt fährt die
verheiratete Mutter einer Tochter im Zug quer durch
die Republik: vom östlichen Norden zum südlichen
Westen, um ihre Eltern zu besuchen – der Vater liegt
im Sterben. Chris Ohnemus fängt anrührend, ohne
jedes Pathos, die letzten Stunden einer Tochter-VaterBeziehung ein. Dabei erzählt sie auch von der Macht
der Erinnerungen, auf die wir trotz aller Unsicherheit
angewiesen sind, wenn geliebte Menschen von uns
gehen.
Vorstellung im OhrCast
79
Nordlichter (Christina
Baron) Bauhaus
Universität Weimar 2015
Bauhaus Universität
Weimar 2015 Regie:
Christina Baron
Mit:
Christina Baron, Gesa Luisa Bering, Ludwig Müller
Vielleicht ist sie der letzte Mensch. Sie weiß es nicht.
Sie beschließt sich in einem Radiostudio einzurichten
und eine Radiosendung zu machen. Woher kann sie
wissen, ob sie gehört wird oder nicht?
Utopie zu verwirklichen. Der Schwerpunkt liegt dabei
auf Rosa Luxemburg, die Döblin nicht nur als
Revolutionärin, sondern auch als Mensch zeigt, mit
ihrer Trauer und ihrem Verlorensein und ihrer
blühenden Phantasie.Demonstration in
Wilhelmshaven am 10. November 1918. Der
Jahrhundertroman, Döblins Hauptwerk, entstand in
den Jahren 1937 bis 1943, auf der Flucht vor den
Nationalsozialisten, im französischen und
amerikanischen Exil. In Deutschland blieb er lange
unbeachtet. Erst im Jahr 1978, zum 100. Geburtstag
des Schriftstellers, 21 Jahre nach dessen Tod, lag
"November 1918" zum ersten Mal vollständig
gedruckt vor.
Vorstellung im OhrCast
November 1918 (Alfred
Döblin) SWR / NDR 2015
Regie: Iris Drögekamp
Bearbeitung: Norbert
Schaeffer
Musik: Martina Eisenreich
(Wolf-Dietrich Sprenger, Judith Hofmann; Bild:
SWR/Monika Maier)
In seinem Erzählwerk »November 1918« untersucht
Alfred Döblin,
Schriftsteller und
Arzt, einen
chronisch
erkrankten
Patienten – das
Deutsche Reich. In vier Bänden berichtet Döblin vom
Ende des Ersten Weltkriegs in Erwartung des Zweiten.
Was geschah in Deutschland, als sich im November
1918 die militärische Niederlage nicht länger leugnen
ließ? Als – für einen kurzen Augenblick – alles möglich
schien: Eine Revolution des Proletariats ebenso wie
eine Diktatur des Militärs? Döblins Hauptwerk
entstand in den Jahren 1937 bis 1943, auf der Flucht
vor den Nationalsozialisten, im französischen und
amerikanischen Exil. Die bereits vorliegende
Hörspielfassung der ersten drei Bände dieses
Jahrhundertromans wird nun mit der zweiteiligen
Hörspielfassung des vierten Bandes komplettiert: Im
Abschluss seiner Tetralogie entwirft Döblin ein Porträt
der Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa
Luxemburg. Ihr politisches Scheitern und ihr
gewaltsamer Tod stehen paradigmatisch für den
missglückten Versuch, eine deutsche sozialistische
Nussknacker und
Mäusekönig (E. T. A.
Hoffmann) SRF 2015
SRF 2015 Regie: Karin Berri
Bearbeitung: Karin Berri
Musik: Duke Ellington und Billy Strayhorn
Mit:
Thomas Sarbacher
Die kleine Marie Stahlbaum bekommt an Heiligabend
von ihrem Paten einen Nussknacker geschenkt. Dieser
wird in einen unheimlichen Kampf mit dem
Mausekönig verwickelt. Marie gerät unbeabsichtigt
zwischen die Fronten und steht ihrem Nussknacker
bei.
Duke Ellington und Peter Ilich Tchaikovsky treffen sich
in Las Vegas und Ellington beschliesst, zum ersten Mal
ein ganzes Album mit Stücken eines anderen
Komponisten aufzunehmen: Tchaikovskys
«Nussknacker Suite». Zu dieser illustren Runde stösst
nun noch der fantastische Übermut des E.T.A.
Hoffmann und seines Märchens «Nussknacker und
Mausekönig» und schon eröffnet sich eine Welt aus
funkelnden Weihnachtswäldern und durchsichtigen
Marzipanschlössern, in der man die wunderbarsten
Dinge erblickt, wenn man nur die Augen und Ohren
dafür hat. Frohe Weihnachten!
80
DLF 2015 Regie: Hartmut Geerken
Oh, George (Hans Helge
Ott) RB 1998
RB 1998 Regie: Hans Helge
Ott
Mit:
Gerd Duwner, Claus Jurichs, Friedrich W. Bauschulte,
Tilly Lauenstein, Janina Richter
Leider liegt uns hierzu keine Inhaltsangabe vor
On Air (Christos Dassios
und Robert Nacken) WDR
2013
WDR 2013 Regie: Robert
Dassios
Griechenland ist bedroht. Der Euro ist bedroht. Die
Kunst, der Film, die Musik und das Kulturradio sind
bedroht. Und alles, weil es angeblich kein Geld mehr
gibt. Christos und Robert wollen sich Gehör
verschaffen. Was bietet sich mehr an, als das im
öffentlichrechtlichen Kulturradio zu tun: Das ist
schließlich öffentlich (gehört also auch ihnen), und sie
(vor allem Christos) haben Recht (also die richtige
Meinung). Und es geht um Kultur. Und Radio. Da kann
doch keiner was dagegen haben. Oder? Die beiden
entführen eine Livesendung, um endlich mal "die
Wahrheit" zu sagen. So einfach wie gedacht ist es
dann allerdings doch nicht - wie immer. Die Autoren
und Hauptdarsteller haben mit ihrem letzten Kurzfilm
"Underground Odyssey" den Deutschen Kurzfilmpreis
in Gold gewonnen. Unter anderem ihre Erlebnisse bei
der Preisverleihung inspirierten sie zu "On Air".
Zusammen mit dem Hörspiel entsteht ein KinoKurzspielfilm.
Mit:
Volker Risch, Hartmut Geerken
"der baum ist die uralte metapher für etwas
gewachsenes. so wie liebespaare die biografischen
daten ihrer begegnungen in seine rinde ritzen,
schreibe ich die jahreszahlen meines 'lebenslaufs nach
aufsteigender linie' (theodor gottlieb von hippel) in
die rinde der parititur. durch simultaneität,
superimpositionen, konglomerierung & kontraktion
wird die sonst ausufernde autobiografie gestaucht &
der radiozeit angepasst. von den frühkindlichen
erinnerungen aus entwickelt sich eine sich selbst
organisierende wort- & klanglandschaft ohne
dramaturgisch aufgezwungene spannungsbögen. aus
dieser nicht-erzählenden form heraus entsteht
unwillkürlich & zwangsläufig eine art chronik aus den
mehr oder weniger zufällig wiederentdeckten
aufnahmen eines längst vernachlässigten privaten
tonarchivs. wie weit sich die autobiografie erschliesst,
hängt mindestens genauso vom mündigen hörer ab
wie vom wissenden autor." (Hartmut Geerken)
Paul Temple - Paul Temple
und der Fall Gregory
(Bastian Pastewka nach
Francis Durbridge) WDR /
SWR 2014 / der hörverlag
2014
WDR / SWR 2014 / der
hörverlag 2014 Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Bastian Pastewka und Leonhard
Koppelmann
Mit:
Inga Busch, Janina Sachau, Alexis Kara, Kai Magnus
Sting und Bastian Pastewka
Vorstellung im OhrCast
orgie mit mir selber - eine
radioautobiografie nach
aufsteigender linie
(Hartmut Geerken) DLF
2015
Die Wiederauferstehung eines Krimi-Mythos! Der
verschollene erste Temple-Fall „Gregory“ von Francis
Durbridge in einer Radio-Neuinszenierung! Als wohl
größter und lebender Durbridge-Fan geht Bastian
Pastewka in der Rolle des Paul Temple mit seinen
Komplizen auch auf Bühnen-Tour durch NRW!
London im Nebel des Jahres 1949. Scotland Yard ist
verzweifelt. Wer ist der ominöse Drahtzieher der
81
schrecklichen Mädchenmord-Serie, die die Stadt im
Würgegriff hält? Nur ein Mann kann jetzt
übernehmen: der Meisterdetektiv Paul Temple. Der
sich mit seiner unkonventionellen Art auf die Spur der
rätselhaften Botschaften, über die dunklen Straßen
des East Ends in den schmierigen Nachtclub Brazil
begibt, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Vorstellung im OhrCast
Play (Bernhard Aichner)
ORF 2015
ORF 2015 Regie: Martin
Sailer
Mit:
Gerhard Kasal, Ute Heidorn und Bettina Redlich
Ein junger Chirurg in Innsbruck findet im Auto seines
Großvaters eine alte Tonbandkassette, die zu seiner
Überraschung brisantes Material birgt: Ein Interview,
in dem die Witwe eines Arztes einer Journalistin den
Mord an ihrem Mann gesteht, ein Mord, für den es
keinerlei Beweise gibt. Was treibt sie zum Geständnis?
Ist die Frau geisteskrank? Oder will ihr nur niemand
glauben, was sie offenbar schon seit Jahren glaubhaft
machen will? Immer tiefer wird der junge Arzt in den
Sog des seltsamen Interviews gerissen, das
unerwartete Wendungen nimmt.
Prinzessin Turandot
(Wolfgang Hildesheimer)
DRS 1954
DRS 1954 Regie: Werner
Hausmann
Musik: Hans Haug
Mit:
Blanche Aubry (Prinzessin Turandot), Alma Wallé
(Liang, alte Sklavin), Milena von Eckardt (Pnina, junge
Sklavin), Alfred Schlageter (Kaiser von China), Robert
Tessen (Kanzler), James Mayer (Zeremonienmeister),
Dietrich Haugk (falscher Prinz von Astrachan), Joseph
Scheidegger (echter Prinz von Astrachan)
In diesem ironischen Hörspiel wandelt Wolfgang
Hildesheimer ein Märchen aus Tausendundeiner
Nacht ab. Es geht nicht mehr um Rätsel, die gelöst
werden müssen, sondern um ein Wortgefecht auf
Leben und Tod, bei dem unterliegt, wer zuerst den
Faden verliert.
Reihum tötet Prinzessin Turandot ihre adeligen Freier,
wenn sie bei einer Befragung versagen. Doch einem
falschen Prinzen glückt es, die stolze Prinzessin in
Diskussion und Liebe zu besiegen. Der Prinz, der
Turandot nach neunzehn hingerichteten Freiern
endlich besiegt, ist in Wirklichkeit ein Abenteurer,
genauer: ein Hochstapler. Der Sieger verschmäht die
schöne Prinzessin. Liebe und Macht sind für ihn
unvereinbar. Was er zurückweist, heimst ein anderer
mühelos ein – und diesmal bleibt Turandot nichts
übrig, als sich darein zu fügen. Sie ist Opfer ihres
Hochmuts und der Politik geworden. Bei Hildesheimer
steht der gescheite Kopf mit Phantasie über dem
Geburtsadel.
Prof. van Dusen und der
schreckliche
Schneemensch (Michael
Koser) RIAS 1982
RIAS 1982
Mit:
Friedrich W. Bauschulte, Klaus Herm, Hans Putz,
Joachim Bliese, Alexander Herzog, Joachim Pukaß,
Joachim Kerzel
Hinter einem Mord vor den Toren des Klosters
Kumbum vermutet Professor van Dusen ein
kriminologisches Abenteuer, das in einer Politaffäre
sein Ende findet.
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (1)
Mel & Kai (Martin Gülich)
SWR für die ARD 2015
SWR für die ARD 2015
Regie: Leonhard
Koppelmann
Musik: Bonaparte
Mit:
Serdar Somuncu und Susanne Pätzold
Geht das: am Ende einer Beziehung zu sagen, „Wir
82
sind quitt“ - und alles ist in Butter? Wenn Paare
auseinandergehen, kochen in der Regel die Emotionen
hoch und Verletzungen brechen auf. Dann wird
abgerechnet und manchmal heftig nachgetreten.
Sieben Paare lässt der Stuttgarter Autor Martin Gülich
in seiner Kurzhörspielreihe „Quitt!“ zu Wort kommen.
Sieben Paare, junge und ältere, und sieben Mal
beginnen ihre Geschichten mit dem gleichen Satz „Wir
sind quitt!“. Kann das denn wirklich wahr sein? Mel
und Kai beteuern, dass es stimmt: „Freundschaft
Plus“, Sex inklusive, sei eine prima Lösung für sie. Blöd
nur, dass jeder über den anderen weiter herzieht.
Tessa, die junge Heldin der nächsten Story, schildert
ihre Gefühlsnot einem Night-Talker im Radio. Der ist
schon angenervt und würde Tessa am liebsten aus der
Leitung werfen. Doch so leicht lässt das Mädchen
nicht locker. Sie besteht auf ihrem Liebesschmerz,
obwohl die Liebe erst drei Tage alt ist. In einer Kneipe
hockt Kid und wettert gegen seine Ex. Immer wusste
sie alles besser, immer war sie ihm überlegen. Bis er
eines Tages Schluss macht - kurz und bündig per SMS.
Doch die Verflossene kann’s noch knapper und stellt
ihn zudem in Facebook bloß. Das ist wirklich das
Letzte. Jo und Jo hingegen mimten nur ein Liebespaar
in einer Fernsehsoap. Nach vielen Jahren soll für einen
nun Schluss sein: zu alt, zu viele Falten. Es trifft, na
klar, Johanna. Jost bleibt ziemlich ungerührt: „So ist
das Business“. Sollte wenigstens in der letzten Story
das Motto aufgehen? Lena und Maik scheinen ihre
Trennung wirklich im Griff zu haben. Jetzt zahlt sich
aus, dass sie penibel Buch führten über ihre
Beziehung. Da bleibt keine Rechnung offen. Für den
Schlussstrich fehlt nur die Beglaubigung eines
Fachmanns. Ihr Paartherapeut hatte solche
Buchhalter der Liebe allerdings noch nie auf seiner
Couch.
Martin Gülichs kurze Paar-Dialoge stecken voller Witz
und Ironie. „Versucht man“, schreibt der Autor, „die
Trennungsgeschichten eines Paares in Einklang zu
bringen, so schimmert in ihnen die ganze Komik und
Absurdität unseres menschlichen Miteinanders auf.
Keiner der beiden Partner will an seiner Version der
Trennungsgeschichte rütteln lassen, einer Version, die
nur für einen einzigen Menschen wahr ist: Für den,
der sie erzählt.“
SWR für die ARD 2015
Regie: Leonhard
Koppelmann
Musik: Bonaparte
Mit:
Marc Hosemann und Boris
Aljinovic
sh. Teil 1
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (3)
Jo & Jo (Martin Gülich)
SWR für die ARD 2015
SWR für die ARD 2015
Regie: Leonhard
Koppelmann
Musik: Bonaparte
Mit:
Bastian Pastewka und Annette Frier
sh. Teil 1
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (4)
Anna & Paul (Martin
Gülich) SWR für die ARD
2015
SWR für die ARD 2015
Regie: Leonhard
Koppelmann
Musik: Bonaparte
Mit:
Maren Eggert und Peter Jordan
sh. Teil 1
Quitt! Sieben Trennungsgeschichten (2) Grit & Kid
(Martin Gülich) SWR für die ARD 2015
83
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (5)
Tessa & Ganesh (Martin
Gülich) SWR für die ARD
2015
SWR für die ARD 2015
Regie: Leonhard
Koppelmann
Musik: Bonaparte
Mit:
Jürgen und Joelina Drews
sh. Teil 1
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (6)
Jonas & Kim (Martin
Gülich) SWR für die ARD
2015
SWR für die ARD 2015
Regie: Leonhard
Koppelmann
Musik: Bonaparte
Mit:
Richy Müller & Karoline Eichhorn
sh. Teil 1
Quitt! Sieben
Trennungsgeschichten (7)
Lena & Maik (Martin
Gülich) SWR für die ARD
2015
Radiotatort (94) Queenie
(Sabine Stein) NDR 2015
NDR 2015 Regie: Andrea
Getto
Mit:
Bettina Breuer: Sandra
Borgmann
Jac Garthmann: Martin Reinke
Justus Döring: Matthias Bundschuh
Zoe Eickhoff: Mathilde Bundschuh
Alina Pabst: Birte Schnöink
Regina Eickhoff: Anke Sevenich
Maren Pabst: Judith Engel
Sören Bott: Jörn Knebel
Volker Maschmann: Max Herbrechter
Leon: Steffen Siegmund
An- und Absage: Sonja Szylowicki
(Martin Reinke,
Sandra Borgmann
und Matthias
Bundschuh; Bild:
SWR/NDR/Jann
Wilken)
Eine entsetzte Mutter erstattet Anzeige, weil sie durch
einen Privatdetektiv herausgefunden hat, dass ihre
16-jährige Tochter Zoe in einer Wohnung, die von
einem Kleinkriminellen angemietet wurde, der
Prostitution nachgeht. Hauptkommissarin Bettina
Breuer vermutet, dass dieser nur ein kleiner Fisch ist;
es gilt, die eigentlichen Drahtzieher zu erwischen. Jac
Garthmann lässt sich zur Mithilfe breitschlagen und
gibt im Internet den interessierten Freier ab.
Garthmann und Breuer sind überzeugt: Dieses junge
Mädchen ist in etwas hineingeraten, das ihm über den
Kopf gewachsen ist. Der Fall scheint klar zu liegen.
Doch bald werden alle ihre Annahmen gründlich
durcheinander gewirbelt.
SWR für die ARD 2015
Regie: Leonhard
Koppelmann
Rilke on black (Ken Bruen)
WDR 1999
WDR 1999 Regie: Fabian
von Freier
Bearbeitung: Fabian von
Musik: Bonaparte
Mit:
Friedrich Liechtenstein und Lisa Martinek
Freier
sh. Teil 1
Er ist 1,93 Meter groß, bringt 100 Kilo auf die Waage,
und seine Nase sieht gebrochen aus. So, als hätte sie
84
es verdient. Er ist eigentlich kein Verbrecher, auch
wenn er schon den einen oder anderen nicht ganz
legalen Deal hinter sich hat.
Er tut es für eine Frau. Ohne zu wissen, ob er sie
wirklich mag. Nick lässt sich von der Dame mit zu viel
Sexappeal und zu wenig Skrupel in eine Entführung
verwickeln. Ein reicher Nachtclubbesitzer soll
gekidnappt werden. Das Ende aller Geldsorgen.
Baldwin, der Entführte, entpuppt sich als gebildeter
Mann, der sich Lektüre von Rilke für sein Kellerverlies
wünscht. Damit trifft er eine verborgene Leidenschaft
von Nick, der immer schon versucht hat, durch Lesen
seinem Dasein mehr Würde zu geben. Aber seine
Komplizen zeigen wenig Verständnis für Nicks
Geiselpflege.
Sauwaldprosa (Uwe Dick)
BR 2012
BR 2012 Regie: Michael
Lentz
Musik: Gunnar Geise
Mit:
Marisa Burger, Uwe Dick,
Peter Fricke, Eisi Gulp,
Hanns Zischler, Sophia Siebert, Branco Vukovic, Arnulf
Schumacher, Jerzy May
Im „Land der Panzerpratzenkrebse―, „Hinter den
sieben mal sieben Hügeln― und „drei Fahrradstunden
hinter den Messerbrechern des Töginger
Waldschnacks Gustl―, „drobm überm unterm Inn―,
da steht der Sauwald. Sauen gibt es dort keine mehr,
die „gingen zurück, man schoß sie ab, bis auf ein paar
überlebende Glücksschweine – die Sauen gingen …
und die Namen blieben―. So klar Uwe Dicks Sauwald
topographisch zu verorten ist – er liegt im bayerischösterreichischen Grenzgebiet hinter Passau am Inn –
so unergründbar ist er als Ort der Sagen, Mythen und
der Vergangenheit. Und wie die Säue als sprachliche
Spuren im Namen des Ortes weiterleben, so ist auch
der Wald vor allem eins: ein Raum der Sprache und
des Klangs – Sauwaldprosa. Die Sauwaldprosa von
Uwe Dick erschien erstmals 1976 und wurde in den
folgenden Jahren in sechs weiteren Ausgaben als work
in progress vom Autor ständig erweitert und
ausgebaut. Das Wortwurzelwerk eines poetischen
Rebellen wider alle Hierarchien – Dichtung des Zorns
und Lachstaunen, Grobiansidiotikon und subtile
Wortkunst – speist eine Waldkabbala, deren
Magischer Surrealismus das Innviertel zum Inniversum
potenziert. Uwe Dick steht für Sprache, nicht für
Schreibe. Er glaubt an die Optimierung des Denkens
durch Witz, sucht und erreicht – stets auf der Lauer
nach dem Unvorhersehbaren – die Radikalisierung des
Augenblicks, und denkt – bildmächtig von kindauf – in
Stimmen. Insofern ist das Radio der ideale Raum für
seine unverwechselbaren AudioVisionen. Dass die
Sauwaldprosa so gut wie alle literarischen Genres –
Roman, Essay, Krimi, Märchen, Reportage,
Stachelrede, Poly-, Dia- und Monolog, Brief, Tag- und
Nachtbuch, Epigramm pp. – vereinigt, ist eine
Konsequenz der Maxime: „Vielfalt statt Einfalt,
bitte!― Wem das – im Hörspiel wie im Buche – „zu
viel― ist, dem gilt Uwe Dicks Zärtlichkeit: „Jeder ist
seines Glückes Hufeisen am eigenen Kopf―. Auch:
„Die wenigsten kommen blöde zur Welt. Sie werdens
dann nur. Aus Bequemlichkeit.
Uwe Dick, dem Bürgerrechtler „Im Namen des
Baumes / und seines eingeborenen Sohnes / des
Buntspechts― ist Poesie eine Lebensweise. Sie ist –
die zwölf Hörspiele des BR erweisen es –
„Nervenkunst―, Affektgewitter, Vokabelargwohn
durch Spruch und Widerspruch, Biographie statt
Karriere, Phantasie statt Extasy für hellwache Hörer …
und setzt alles daran, dass ihn viele gut, wenngleich
nicht immer gern verstehen. Aber der Partisan des
Poetischen berücksichtigt: „Die Sprache weiß mehr als
ein jeder. Und dennoch fasst sie nicht einen von uns.
Es sei denn, er gebe ihr Wort.
„Literatur entsteht (auch) aus Literatur, das zeigt Uwe
Dick immer wieder auf. Lesen heißt einverleiben. Die
Zeichen der Zeit erkennen, dazu bedarf es eines
wachen Auges, eines tätigen Bewusstseins, das sich
nicht nur aus den vorbefindlichen, den offenkundigen
Quellen speist. Uwe Dick ist unter den Dichtern der
genaueste Leser, den ich kenne, ein Leser, dem das
europäische Blickfeld schon schnell zu eng geworden
ist. Ihm ist eine Horizonterweiterung der
deutschsprachigen Literatur zu verdanken. Wir
verdanken ihm einige der schönsten und gedanklich
tiefsten Gedichte, die in den letzten Jahrzehnten in
deutscher Sprache geschrieben worden sind. Wir
verdanken ihm eine Prosa, die sinnlich und
erkenntnisstiftend ist. Hier ist einer, der aus seinem
Munde hervorging, der den Mund immer
85
vollgenommen hat, voll Sprache, und das ganz zu
Recht, und zum Glück auch immer kompromisslos,
ohne etwas anderes erheischen zu wollen als das
treffende Wort – und da muss man eben der Sprache
andauernd zuhören können. Die Sprache ist Heimat –
und die Heimat kann sich glücklich schätzen, dass der
Dichter Uwe Dick am Werk ist.
Im Zentrum seiner Dichtung steht das Programm der
‚Deckung von Sprache und Leben‘: ‚Bin ich eins: Wort
und Wesen? Dann wäre ich meiner Weltformel nahe
und lebte, in dem ich schreibe, was ich lebe‗, heißt es
in der Sauwaldprosa. Die Frage nach dem Ich lässt sich
für Uwe Dick nur im gesamtgesellschaftlichen und
historischen Zusammenhang stellen. Historisches
Bewusstsein heißt für ihn, die eurozentristische
Perspektive hin zur mythischen oder auch asiatischen
Vorstellungswelt, zum Beispiel der Ostjaken,
Chorezem-Turkmenen, Mongolen oder Khazaren, zu
öffnen.―-- (Michael Lentz)
„Uwe Dicks Werk ist ein weiterer Beleg für das Wort
eines Dichters, der hellsichtig auf die Aktualität Jean
Pauls hingewiesen hat. 1856 schrieb Stefan George,
Jean Pauls ‚Lebenswerk‗ sei ‚von überraschender
neuheit unveränderlicher pracht und auffallender
verwandtschaft mit euch von heute‗. Kontinuitäten
aufzuzeigen ist eben nicht nur ein Fall für die
Geschichtsschreibung. Das hat viele Konsequenzen.
Eine wichtige ist, dass es eine Literatur des bloß
Privaten, eine Selbstentblößungsliteratur als Medium
der Selbstbespiegelung für Uwe Dick nicht gibt. Das
hat für ihn ästhetische und sprachgeschichtliche, aber
auch identitätsphilosophische Gründe, die wiederum
Fragen nach der – auch politischen – Haltung
aufwerfen. Und selbstredend tritt Uwe Dick auch das
Erbe der Frühen Moderne an, die sprachästhetisch
und identitätskonzeptionell so einiges ins Rutschen
brachte, um es mal gelinde auszudrücken. Die Frage,
wer ist der Autor, ist dementsprechend nicht so
einfach zu beantworten. Viele sind der Autor:
Persona, Larve, Maske.―--(Michael Lentz)
„Uwe Dick ist nun, soviel ich weiß, der erste Autor von
Format im deutschen Raum, der den allgegenwärtigen
stillschweigenden Verrat am Leben konsequent zur
Sprache bringt – nicht so sehr in Form von abstrakten
Resolutionen und Argumenten, wie von der
existentiellen Basis her: als ‚Politik in der ersten
Person‗ (Einzahl). Sein Werk ist insgesamt der
Versuch einer Entlarvung von Lebenslügen mittels der
Rückführung aufs Authentische, Ursprüngliche und
Sinnfällige, und zwar auf vielen Ebenen. (…) Man hat
Uwe Dick als sprachwütigen Dialektautor abgebucht,
ein bairisches Unikum, dessen ‚wechselfiebrige Anfälle
von Weisheit, Torheit und Faschismus‗ (so ein
Untertitel Dicks) ins Klischee vom biersaufenden,
wortmächtigen und hinterfotzigen Baiern passen. (…)
Eine doppelte Verkennung der Funktionen der
baierischen Mundart für den Dichter liegt hier vor:
einmal ist da die kernige und karikierende Eignung des
Bairischen für Dicks ‚Aggressionstexte‗, zum anderen,
gegenüber der zunehmenden Verarmung des
Schriftdeutschen, die ursprüngliche Kraft des
Wortschatzes und der Lautfähigkeit dieser
Mundart.―--Eva Hesse (1986)
Die Sauwaldprosa hat „ihr Alpha im realen Sauwald
zwischen Donau und Inn und ihr Omega in
‚Absurdistan‗.― Das Fazit: „Sie können Literatur von
Weltrang immer wieder lesen. Und kreuz und quer.
Dadurch verliert sie nichts an Aktualität, Gültigkeit
und Spannung.―--(Matthias Part, Der Standard, Wien
2001)
„Beststeller interessieren mich nicht, aber Festseller,
idealiter Sprachfestseller. Nicht gedruckte
Konversation, Fahdfood. Dichte statt Dauer –
abstruser Wortverbrauch. Überdies: Die Mund-zuMund-Beatmung von Eintagsfliegen gebiert keinen
Wundervogel. – Richtig: Ich nehme jeden Leser ernst,
traue ihm viel zu. Wenn ihm das eine Zu-Mutung ist,
darf ich ihn wohl bedauern.―--(Uwe Dick im Gespräch
mit Matthias Part, Salzburger Nachrichten 2008)
„Uwe Dick konzentriert, radikalisiert, brutalisiert,
dynamisiert alle Sprachschichten, reißt das
Haifischmaul des Eck-Zähn-Homo auf und schöpft
zugleich aus dem dichterischen ‚Uraltgedächtnis‗,
dem ‚Wortglück‗ der Verbrüderung mit allem
Kreatürlichen. Mit seinem Ahnen Nestroy – ‚Illude
Nestroy!‗ –, der aus der Existenz des Wortes
‚Nebenmensch‗ zu Recht schloss, dass wir alle dazu
neigen, uns für ‚Hauptmenschen‗ zu halten, teilt Uwe
Dick nicht nur das Glück des souveränen Wortspielers,
sondern auch den skeptischen Blick auf den fatalen
Begriff ‚Fortschritt‗, der schon Karl Kraus zum
‚Fordschritt‗ herabgekommen war.
Sein ganzes Werk entspricht in Sublimatform dem
Kraus‘schen Paradox, dass der Satiriker in seiner oft
mörderischen Raserei nichts anderes sei als der
gewendete Lyriker. Er ist viel stärker als Kraus, der als
Lyriker ein bewusster ‚Epigone‗ war, ein
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authentischer Dichter, ein Energiebrunnen an Bildund Wortschöpfungen. Sein Wortreichtum will es dem
Reichtum der Schöpfung nachtun, für den wir weder
Aug‘ noch Ohr und erst recht nicht Zunge haben.
Seine hunderterlei heute unbekannten Worte
sprechen schärfer, sinnlicher als die autorisierten
Lexikon-Vokabeln. Er ist ein Virtuose des sprach- und
kulturkritischen Witzes.―--(Gerald Stieg, Laudatio
anlässlich des Münchner Buchpreises 1992)
„Dick begnügt sich nicht mit wohlfeilen
Rundumschlägen, sondern zielt schmerzhaft genau:
sowohl auf die überlebensgroßen Popanze in Bonn
und München wie auf die Lokalheroen,
gschwollschädelige Bürgermeister und blutrünstige
Jäger vom Knall. Doch seine schaudernde Abneigung
vor den ‚Konsumwichteln‗, seine vehementen
Anklagen gegen eine ‚Menschheit, die sich so irr mit
dem tausendfachen Tod gegen das Leben verbündet
hat‗, sein kaum gezügelter Hass gegen Polit- und
Kommerzverbrecher – dies ist nur die eine Seite. Seine
Bücher, seine Monologe und Gedichte sind zugleich
ein flammendes, leidenschaftliches Plädoyer für die
Natur und die geschundene Kreatur ‚im Namen des
Baumes und seines eingeborenen Sohnes des
Buntspechts‗. Kein anderer deutscher Autor lässt
Hunden und Hummeln, Hennen und Habichten,
Möwen und Reihern solche poetische Gerechtigkeit
widerfahren, beobachtet sie so genau, so zärtlich, so
einfühlsam – und bannt diese Beobachtungen in so
unvergessliche Sprachbilder. Jede Zeile Uwe Dicks ist
eine Verlockung zur Phantasie und zum Selbstdenken,
ein Aufruf gegen Bequemlichkeit und Dumpfheit,
gegen die ‚Sprachlosigkeit entmündigter, radiohöriger,
hifiversoundeter, fernsehschauerlicher, industriell
banalisierter und passivisierter Konsummer‗.―-(Reinhard Wittmann, Laudatio zum 50. Geburtstag
von Uwe Dick 1992)
Schall und Rauch
(Sebastian Peter) EIG 2015
EIG 2015
Bevor die Glocken klingen,
muss man sie gießen - vorstellt in der Kurzstrecke 45 /
DRadio Kultur
Schattenspur (Bev
Marshall) DLR 2005
DLR 2005 Regie: Irene
Schuck
Bearbeitung: Irene Schuck
Mit:
Sheila: Laura Maire
Stoney Barnes: Alexander Khuon
Mr: Carrut: Guntbert Warns
Mrs: Carrut: Cristin König
Annette Cotton: Karina Plachetka
Rowena Cotton: Frauke Poolman
Lloyd Cotton: Bernhard Schütz
Ian Barnes: Götz Schulte
Earlene Barnes: Christin Marquitan
Leland Graves: Jens Wawrczeck
Sheriff: Udo Kroschwald
Pathologe: Friedhelm Ptok
Zebulon, eine Kleinstadt in Mississippi, 1941. Eines
Tages taucht Sheila Barnes auf der Farm der Cottons
auf. Sheila hatte es nie leicht in ihrem Leben: Ihr Vater
hat sie missbraucht, und sie ist durch einen Buckel
missgestaltet. Dennoch strahlt sie eine Lebenskraft
aus, der sich niemand in ihrer Umgebung entziehen
kann. Auch nicht der gutaussehende Farmarbeiter
Stoney. Die beiden werden ein Paar und heiraten.
Doch dann wird Sheilas Leiche im Maisfeld gefunden,
und nichts ist mehr, wie es war.
hoerspielTIPPs.net:
Das Erstlingswerk der amerikanischen Schriftstellerin
Bev Marshall aus dem Jahr 2002 in einer reizvollen
Bearbeitung der Regisseurin Irene Schuck. Absolut
empfehlenswert. Wirklich spannend aufgebaut, da
insgesamt 5 Personen !!! aus dem Stück auch als
Erzähler auftreten und die Story quasi immer wieder
von Anfang aus ihrer Sicht erzählen. Mehr wird nicht
verraten...' (BF) (auf hoerdat.de)
Dieses Statement würde ich etwas relativieren.
Sicherlich ist es eine nette Umsetzung und die Idee
mit den fünf Erzählern hat auch was. Die Euphorie
kann ich jedoch nur bedingt teilen, da mich das Teil
nicht so wirklich mitgerissen hat.
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Schlusslichter - Ein
Weihnachtsblues (Russel
Graves) ORF 1998
ORF 1998 Regie: Götz
Fritsch
Bearbeitung: Konrad Zobel
Musik: Georg Herrnstadt
Mit:
Zuginspektor: Hilmar Thate
Mose: Michael Schuberth
Musiker: Christian Dozzler (Mundharmonika), Georg
Herrnstadt, Karl Ritter (Trommel, Gitarre)
An einem regnerischen Weihnachtsabend im Jahr
1928 fährt ein Güterzug durch die amerikanischen
Lande. In seinem Schlußwaggon, der als
Aufenthaltsraum dient, kommt es zu einem Gespräch
zwischen zwei ungleichen Männern. Beide sind
Eisenbahner, aber der eine steht kurz vor der
Pensionierung und hat einen Hang zum Schwelgen in
Erinnerungen, der andere ist jung, schwarz und spielt
auf seiner Mundharmonika den Blues. Ganz
unmerklich entsteht zwischen den beiden eine
menschliche Wärme, die die äußere Kälte vergessen
läßt.
hoerspielTIPPs.net:
Ein kurzes Stück, das den Titel 'Weihnachtsblues' nicht
umsonst trägt. Sehr melancholisch geht es hier in
diesem Beinahe-Monolog Hilmar Thates zu. Eine
traurige Geschichte, umrahmt von trauriger Musik eine tragisch schöne und besinnliche
Weihnachtsgeschichte. Nichts, was dem Hörer eine
besondere Prämisse aufdrängt, aber trotzdem
hörenswert ist.
Hilmar Thate legt soviel Wärme und Trauer in seine
Stimme, dass der verschrobene Charakter des
Zugbegleiters sehr sympathisch wird.
'Schlusslichter' ist durchaus hörenswert!
Schneelandschaften, Schneestimmen,
Schneegespenster (Dieter Wellershoff) WDR 1985
WDR 1985 Regie: Otto Düben
Mit:
Thomas Holtzmann, Rita Russek, Hans Lietzau, Rolf
Boysen u.v.a.
Ein Stück über das Erinnern, das Vergessen, das
Schreiben, vor allem aber über die Faszination des
Schnees: »Für mich gibt es eine Verwandtschaft
zwischen einer unbegangenen Schneefläche und
einem unbeschriebenen Blatt weißen Papiers. Da ist
also jemand, der eine Erinnerung aufschreiben will
und sich vor dem weißen Blatt in immer neue
Schneelandschaften, Schneephantasien verliert, deren
undeutlicher, vielleicht nur geträumter Mittelpunkt:
eine Liebesbegegnung. Es ist, als folge er einer Spur,
die immer wieder vom Schnee verschüttet wird. Ich
stelle mir vor, dass das ganze Hörgebilde ein
imaginärer Raum sein könnte, in dem der Hörer
zeitweise wie in einem dichten Schneefall die
Orientierung verliert und dann immer wieder auf
bekannte Spuren trifft.« (D. Wellershoff)
Schneeweißchen und
Rosenrot (Gebr. Grimm)
LITERA 1987
LITERA 1987 Regie: Maritta
Hübner
Bearbeitung: Katrin Lange
Mit:
Erzähler: Rolf Hoppe
Schneeweißchen: Corinna Harfouch
Rosenrot: Juliane Koren
Mutter: Walfriede Schmitt
Bär: Martin Seifert
Zwerg: Reimar Johannes Baur
Viel Geld hat sie gerade nicht, die Witwe, die mit ihren
beiden Töchtern am Waldrand lebt. Doch vor der
kleinen Hütte gibt es einen Garten und in dem stehen
zwei wunderschöne Rosenbäumchen, von denen das
eine rote und das andere weiße Blüten trägt. Nach
ihnen hat sie ihre Kinder benannt: Schneeweißchen
und Rosenrot. Die eine ist still und sanft, die andere
lebhaft und wild, doch beide sind sie herzensgut,
emsig und unverdrossen. Einem wilden Bären
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gewähren sie im Winter Obdach und mehrfach helfen
sie einem Zwerg, der in seiner Gier nach Gold, Perlen
und Edelsteinen in Lebensgefahr geraten ist. Doch
statt sich zu bedanken, oder ihnen etwas von den
Schätzen abzugeben, die er danach immer
wegschleppt, schimpft er mit ihnen, dass dabei sein
Bart oder seine Kleidung Schaden genommen haben.
Aber es kommt noch schlimmer. Als sich der
schmächtige kleine Mann ein weiteres Mal bereichern
will, steht plötzlich der Bär drohend und mit
erhobenen Tatzen vor ihm. Und dem bietet er in
seiner Angst nicht nur die gerade erbeuteten
Reichtümer für sein Leben an, sondern die beiden
Mädchen, viel zartere Bissen als er, gleich mit dazu.
Schnitt Etüde (Simone
Müller) EIG 2017
EIG 2017
Kurzstrecke pur Vorgestellt in der Kurzstrecke 44 des
Deutschlandradios
Sechs Gramm Caratillo
(Horst Bienek) hr 1960
hr 1960 Regie: Mathias
Naumann
als Klaus Kinski. Dass er nur wenig Hörbares
hinterlassen hat, macht allein schon diesen Monolog
zu etwas Besonderem.
Die Geschichte zeichnet das Sterben des Studenten
Clemens, der die Wirkung des Giftes Caratillos an sich
selbst testen möchte, nach. Der Hörer ist bei ihm "zu
Gast", als er die Dosis genommen hat und die
weiteren Geschehnisse mit einem Tonband
protokolliert.
Dieser Punkt ist der Einzige, der mich gestört hat,
denn hätte man sich auf die eigentliche
Bandaufnahme beschränkt und so den Hörer praktisch
nur mit dem Protokoll konfrontiert, hätte diese
Geschichte vielleicht noch ein wenig mehr Glanz
bekommen.
Der Bericht vom Sterben ist dennoch sehr
glaubwürdig dargestellt. Das langsame Abdriften wird
hier gut erzählt.
Erstklassig ist dabei Kinskis Leistung, die unerwartet
ruhig und sehr auf die Rolle zugeschnitten ist. Wer
hier den typischen Kinski erwartet, dürfte durchaus
überrascht sein.
Eine gute Geschichte, die mit einer sehr guten
schauspielerischen Leistung dargeboten wird. Da darf
man gerne einschalten...
Seifenblasen oder Wie
Kurt Tucholsky ein
Drehbuch schrieb (Chrsta
Maerker) DLR 2002
Mit:
Klaus Kinski
Der einzelgängerische Medizinstudent Clemens ist ein
Träumer, Liebender und zugleich fanatischer Forscher,
der die Auswirkungen des mexikanischen Giftes
Caratillo untersuchen will. Sechs Gramm sollen tödlich
sein. Dann hätte er keine ganze Stunde mehr zu leben,
denn das Gift wandert bereits in seinem Blut. Clemens
setzt sich an sein Tonbandgerät, um die letzten
Minuten zu dokumentieren. Alles verwischt: die
Zeiten und die Bewusstseinsebenen, die Motive und
die Absichten. Erst jetzt sieht er, wie sein Leben hätte
sein können, wie er es nun leben möchte. Zu spät. Die
Uhr tickt unerbittlich. Clemens kann zwar die Uhr
zerstören, aber nicht mehr die Zeit, die ihn tötet ...
hoerspielTIPPs.net:
Dieses Hörspiel steht und fällt mit dem
Hauptdarsteller. In diesem Fall ist dies kein geringerer
DLR 2002 Regie: Stefanie
Lazai
Musik: Wolfgang Loos
Mit:
Barbara: Linda Olsansky
Peter Panter: Boris Aljinovic
Christa Maerker: Liv-Juliane Barine
Kurt Tucholsky: Gerd Wameling
Paul: Marc Philipp Waschke
Wrobel: Ronald Kukulies
Grace: Christiane von Poelnitz
Gregor: Max Hopp
sowie Frank Brückner, Antje Fuhrmann-Simon,
Christian Gaul, Michael Klobe, Shelly Kupferberg,
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Katharina Liers, Ingeborg Medschinski, Andreas
Erfurth, Ulrike Stürzbecher, Götz Schulte
"Pseudonyme sind wie kleine Menschen" hat der
große Kurt Tucholsky einmal gesagt. Er muss es
wissen, schließlich verfasste er als Ignaz Wrobel
regelmäßig gehässige Kinokritiken und feilte
gleichzeitig als Peter Panter selbst an einem
Drehbuch, in dem die Figuren ebenfalls in andere
Identitäten schlüpfen: Barbara zum Beispiel, die sich
als Mann ausgibt, um dann als Damenimitator
aufzutreten. - Aber vielleicht hat Tucholsky seine
kleinen Menschen doch ein wenig unterschätzt? Denn
jetzt proben seine Figuren den Aufstand und tummeln
sich bald alle - gleichzeitig und unvereinbar - auf des
Dichters Matte. Barbara hat ja schon länger damit
gedroht, das Drehbuch zu verlassen, aber jetzt
geraten auch noch Tuchos Pseudonyme in Streit.
Severina (Rodrigo Rey
Rosa) WDR 2012
WDR 2012 Regie: Angeli
Backhausen
Bearbeitung: Felipo Garrido
Mit:
Fabian Busch, Marleen Lohse, Fatih Çevikkollu, Jean
Faure u. a.
Soviel Dorn' ein
Rosenstock (Kerstin Rech)
DRS 1993
DRS 1993 Regie: Klaus W.
Leonhard
Mit:
Maren Söderblum: Aneke Wehberg
Die kleine Maren: Ann-Christina Ruff
Tante Astrid: Heidi Maria Glössner
Walter Kemper: Siegfried Meisner
Alexander Münster: Maximilian Held
Sebastian Lasko: Michael Schacht
Berta Wächtermann: Herta Veuhoff
Dr. Wissmuth: Klaus Hirche
Ein Barkeeper: Rudolf Bobber
Maren Söderblum kommt 20 Jahre nach dem damals
als Doppelselbstmord deklarierten Tod ihrer Eltern in
ihre Heimatstadt zurück. Ein Kinderreim beherrscht
ihre Träume und Gedanken - sie sieht darin den
Schlüssel zur Aufklärung der damaligen Geschehnisse.
Stille Nacht (Ruhe 3) (Paul
Plamper) WDR /
hoerspielpark 2013
WDR / hoerspielpark 2013
(Fabian Busch,
Marleen Lohse und
Fatih ‚Cevikkollu;
Bild: WDR/Sibylle
Anneck)
Als die hübsche
und mysteriöse
Severina seinen Laden betritt, wird die kleine Welt des
jungen Buchhändlers völlig auf den Kopf gestellt. Die
leidenschaftliche Literaturliebhaberin entpuppt sich
als notorische Bücherdiebin. Doch er stellt sie nicht
zur Rede, in der Hoffnung, dass sie wiederkommt. In
der Tat taucht die junge Frau bald wieder bei ihm auf.
Er heftet sich an ihre Spuren und setzt darauf, dass
auch die Liste der entwendeten Bücher ihm helfen
kann, das Geheimnis um Severinas rätselhaftes Leben
zu lösen, in das er plötzlich mehr und mehr
hineingezogen wird.
Musik: Ali Bozkurt
Mit:
Margarita Broich, Schorsch Kamerun, Caroline Peters,
Franz Broich-Wuttke, Thomas Bilsniewski u. a.
Paul Plamper setzt seine Reihe über verschiedene
Formen von Ruhe fort: STILLE NACHT erzählt ein
Weihnachtsfest. Beim Auspacken der Geschenke
erlebt man Momente gespannter Ruhe: Was ist es?
Wie wird der Beschenkte reagieren? Die Ruhe ist hier
Dreh- und Angelpunkt der Bezie- hungen, die beim
Schenken kulminieren. Humorvoll durchleuchtet das
Hörspiel einen familiären Kosmos und die Funktion
von Geschenken darin als emotionale Währung und
Kommunikationsmittel. Kein Weg scheint an den
alljährlich wiederkehrenden Ritualen, den
zwanghaften Mustern und Beziehungssackgassen
vorbeizuführen. Doch dieses Fest soll ruhig und
friedlich bleiben. Mit selbst verordneten Formen der
90
Mäßigung wird gegengesteuert. Auf dem Weihnachtsbaum brennen Bienenwachskerzen. Daneben steht,
wie immer, eine Gießkanne bereit – zum Löschen.
Timegünden und das
wunscherfüllende Juwel
(Ettore Cella) DRS 1988
DRS 1988 Regie: Franziskus
Abgottspon
Musik: Pierre Favre
Mit:
Erzähler: Wolfgang Berger
Timegünden: André Jung
Gedenzangmo: Renate Steiger
König 1: Ingold Wildenauer
Mendezango: Charlotte Schwab
Tugendrein: Thomas Stuckenschmidt
Gut und Schön: Katja Amberger
Dauazangpo: Hans Rudolf Spühler
König 2: Jon Laxdal
Indra: Hans Gerd Kübel
u.v.a.
Erzählt wird die Geschichte des Königssohns
Timegünden, der in jungen Jahren beschlossen hat,
alle seine Reichtümer zu verschenken. Als er aber
auch das alle Wünsche erfüllende Juwel seines Vaters
einem feindlichen, betrügerischen Brahmanen
übergibt, wird er mit seiner Familie in die Verbannung
geschickt.
Die Prüfungen, die er auf seinem für solche
Mysterienspiele typischen Stationenweg erdulden
muss, mögen für uns westlich geprägte Menschen
manchmal schwer nachvollziehbar sein. Die
Geschichte vermittelt dennoch Grundwerte, die in
ihrer Konsequenz bedenkenswert sind.
Mit:
Katharina: Anna Thalbach
Jost: Tobias Oertel
Gudrun: Judith Engel
sowie Roman Kohnle und Max Volker Martens
(Judith Engel; Bild:
WDR/Sibylle
Anneck)
Die Liebe, die
große gar, ist
Abgrund und
höchstes Glück.
Sollte man derlei
Existenzielles wirklich dem Zufall überlassen? Jost
Feldmann, der Regisseur, denkt nicht daran, als er sich
Hals über Kopf in Katarina Jäger, die Journalistin,
verliebt. Er verlässt sich lieber auf seine
Inszenierungskünste. Vor einer solchen
Herausforderung stand er noch nie: Katarina ist allzu
sehr in die Trauer um ihren verstorbenen Mann
verstrickt, um sich ganz und gar auf ihn einzulassen.
Ihr Astrologietick und ihr unangenehmer Wahrheitsund Weltverbesserungsdrang komplizieren die Sache
ebenfalls. Und dann gibt es da noch die Dritte im
Bunde, Katarinas beste Freundin Gudrun, die das
obsessive Werben von Jost feindselig betrachtet. Die
Regie ist Jost längst entglitten, als Katarina den
tödlichen Stachel in sein Herz senkt.
hoerspielTIPPs.net:
Annette Kurth inszeniert hier ein Hörspiel nach einer
Kurzgeschichte von Gabriele Wolf. Es gelingt ihr dabei
den Plot zwar gut zu entwickeln, allerdings bindet die
Darstellung den Hörer nicht wirklich an sich. Gerade
der Beginn ist doch recht spröde und wirkt deutlich
komplizierter, als er tatsächlich ist.
Einmal ins Laufen gekommen, überzeugt die
Geschichte und sorgt für ein gehöriges Maß an
Spannung. Auch dass durch die Verhörsituation das
faktische Ende vorweggenommen wird, sorgt hier für
Hörinteresse, da man natürlich wissen will, wie man
an dieses Ergebnis gelangt ist.
Tödlicher Stachel
(Gabrielle Wolff) WDR
2009
Letztlich überzeugt dann aber das Finale nur bedingt,
da der dicke Knalleffekt dann doch ausbleibt.
WDR 2009 Regie: Annette
Kurth
Die Inszenierung macht es dem Hörer nicht unbedingt
leicht, das Hörspiel zu mögen. Sehr ruhig, sehr steril
wirken die Schauspieler, die hier nur selten etwas
"aufdrehen" könnnen. So wird zwar eine leicht
bedrückende Atmosphäre erzeugt, die sich aber durch
den Handlungsverlauf ohnehin eingestellt hätte, auch
91
wenn man etwas lebendiger erzählt hätte.
Insgesamt ein solider Krimi in einer vielleicht etwas zu
spröden Darstellung.
Träume (Günter Eich) BR
1964
BR 1964 Regie: Otto Kurth
Musik: Enno Dugend
Mit:
Uralter/1.Traum: Carl Wery
Uralte/1.Traum: Lina Carstens
Enkel/1.Traum: Hans Michael Rehberg
Frau/1.Traum: Ellen Mahlke
Kind/1.Traum: Claudia Szczesny
Vater/3.Traum: Max Mairich
Mutter/3.Traum: Traute Rose
Nachbarin/§.Traum: Claudia Bethge
Bob/3.Traum: Klaus Fuß
Frau/3.Traum: Käthe Haack
Elsie/3.Traum: Christa Höltl
Bürgermeister/3.Traum: Hans Cossy
Stimmes eines Nachbarn/3.Traum: Alexander
Malachovsky
Anton/4.Traum: Jürgen Goslar
Wassilij/4.Traum: Rolf Boysen
Koch/4.Traum: Klaus Schwarzkopf
Mutter/5.Traum: Erika von Thellmann
Tochter/5.Traum: Christine Ostermayer
Bill/5.Traum: Ernst Stankovski
Professor/5.Traum: Jörg Schleicher
Gast/6.Traum: Alfred Balthoff
Frau/6.Traum: Käthe Haack
Dame/6.Traum: Marlies Schoenau
Herr/6.Traum: Horst Tappert
Gedichtsprecher: Raoul Wolfgang Schnell
Träume sind Günter Eichs berühmtestes und wohl
auch umstrittenstes Hörspiel. Die erste Fassung
schrieb Eich im August 1950 und reichte sie beim
HörspielPreisausschreiben des Bayerischen Rundfunks
ein. Doch von der Vorjury wurde sie aussortiert.
Urgesendet wurde das Hörspiel als Produktion des
NWDR Hamburg am 19.4.1951.
1. Traum: (1. - 2.8.1948, Schlossermeister Wilhelm
Schulz, Rügenwalde, Hinterpommern)
Eine Familie aus Uralten, Alten und Kindern fährt,
offenbar schon seit Jahrzehnten, im dunklen
Güterwagen durch eine Welt, 'die es nicht gibt', da sie
der Erinnerung der Eingeschlossenen längst
entschwunden ist.
2. Traum. ("der sechste Traum", anstelle des zweiten
der Originalfassung)
Der Finanzbeamte Bayar aus Smyrna will nachts in
einem fremden Hotel durch wiederholte Betätigung
des Klingelknopfes Bedienung herbeirufen und erfährt
schließlich, daß er durch sein Klingeln jedesmal ein
Fallbeil betätigt hat und zum Scharfrichter geworden
ist.
3. Traum: (27.4.1950, Automechaniker Lewis Stone,
Freetown, Queensland, Australien)
In einer australischen Siedlung erwarten die
Einwohner in Todesangst 'den Feind'. Das Haus, in das
er einzieht, wird von ihm mit allem Inhalt in Besitz
genommen.
4. Traum: (29.12.1947, Kartenzeichner Iwan
Iwanowitsch Borislawski, Moskau)
Zwei Forscher im afrikanischen Busch verlieren nach
einem köstlichen Essen Gedächtnis und Sprache.
5. Traum: (31.8.1950, Lucy Harrison, New York)
Termiten benagen in unersättlicher Freßgier alles,
höhlen jedes Ding und jeden Körper unbemerkt von
innen her aus. Das geschieht drei Menschen in ihrer
Wolkenkratzerwohnung in New York.
Verräter (Dirk Josczok)
DLR 2015
DLR 2015 Regie: Beatrix
Ackers
Musik: Michael Rodach
Mit:
Guntbert Warns, Herbert Sand, Claudia Eisinger u.a.
Beim Überfall auf einen Spätkauf in Neukölln wird der
türkisch-stämmige Ladenbesitzer erschossen und die
Kasse geplündert. Ist es die Gelegenheitstat eines
Junkies oder steckt mehr hinter dem brutalen Mord?
Der Täter ist gekommen und gegangen ohne Spuren
zu hinterlassen. Zwar gelingt es Hauptkommissar Kurt
Magnus und seinem Team einen Verdächtigen zu
ermitteln, aber der bekennende Neonazi Mark Wedéll
92
hat ein Alibi für die Tatzeit. Und Ingo Witte, der
einzige Zeuge der Tat, scheint andere Pläne zu haben,
als mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Dass er dabei
nicht nur seine schwangere Freundin in Lebensgefahr
bringt, begreift er zu spät.
Vierundzwanzig
Wunschzettel (Uta
Ackermann) mdr 2014
mdr 2014 Regie: Gabriele
Bigott
Vier Schwaben auf
Welttournee (Susanne
Hinkelbein) SWR 2015
SWR 2015 Regie: Susanne
Hinkelbein
Vier gescheiterte Existenzen aus Schwaben gründen
eine Band. Dummerweise landen sie für ihren ersten
Auftritt nicht in Bad Cannstatt, sondern in Baikonur
am Weltraumbahnhof. Weitere Missverständnisse
führen die Möchtegernmusiker nicht ins heimatliche
Baden-Württemberg sondern rund um die Erde. Erst
als die Vier in größten Schwierigkeiten stecken und
mit ihrem schwäbischen Latein am Ende sind, bietet
sich ihnen eine ungeahnte Gelegenheit: Ein
Geheimauftrag der NSA! Im Abhören hochrangiger
schwäbischer Politiker völlig überfordert, begehrt die
NSA die Sprachkompetenz der vier schwäbischen
Landeier. Und einer glücklichen Heimreise steht nichts
mehr im Weg!
Clara ist sechs und lebt, von ihren Eltern
vernachlässigt, im Heim. Doch sie wünscht sich eine
Mama. Auf jeden Wunschzettel hat sie das
geschrieben. Sie weiß auch, wer ihre Mama sein soll:
Judith. Die wünscht sich schließlich ein Kind und hat
sie schon ein paar Mal im Heim besucht. Und
Weihnachten kommt sie und nimmt sie mit nach
Hause! Doch bis Judith alle erforderlichen Papiere
zusammen hat, das dauert. Als sie Heiligabend zur
Mittagszeit immer noch nicht da ist, wird Clara
unruhig. Nicht, dass noch etwas dazwischenkommt wie damals, als Eva sie erst immer besucht und dann
doch ein anderes Kind mitgenommen hat. Oder findet
Judith den Weg zum Heim nicht mehr, weil alles
eingeschneit ist? Clara beschließt, Judith entgegen zu
gehen. Aber wo soll sie sie finden? Es wird immer
dunkler, kälter und leerer in der Stadt, in der Clara
nach Judith sucht und Judith nach Clara. Doch zum
Glück ist am vierundzwanzigsten Dezember ja der
Weihnachtsmann unterwegs.
Vier schwarze Seelen
(Norbert Buqué) RB 1969
Vulkan (David
Gieselmann) DLR /
Stückemarkt 2013
RB 1969 Regie: Günter
Siebert
Mit:
Eva Fiebig, Annemarie Rogge-Marks, Helmut Peine,
Herbert Sebald, Theo Staats, Gudrun Daube
"Ich heirate nie", sagt Penelope Tombstone zu ihrer
Schwester, um dann doch mit echt weiblicher Logik
eine Heiratsanzeige zu entwerfen: Zwei gutherzige
Damen suchen zwei vermögende Herren,
Mindestalter 60 Jahre. Schneller als erwartet melden
sich zwei verwandte Seelen für die vereinsamten und
verarmten Herzchen. Einer Doppelhochzeit steht
nichts im Wege - eins müßte allerdings zu denken
geben: Alle vier Personen sind Besitzer von
Beerdigungsinstituten, die nicht mehr allzu gut
florieren.
DLR / Stückemarkt 2013
Regie: Alexander
Schuhmacher
Mit:
Anika Mauer, Ingo Hülsmann, Ulrich Noethen u.a.
Luds leidet unter chronischem GHD
(Gelassenheitsdefizit). Die westliche Zivilisation sei
dem Untergang geweiht.
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Walk of Fame (Ulrich
Bassenge) WDR 2007
WDR 2007 Regie: Leonhard
Koppelmann
Musik: Ulrich Bassenge
Mit:
Tanja Schleiff, Engelbert
von Nordhausen, Thilo Gosejohann, Jörg Buttgereit u.
v. a.
(Andreas
Pietschmann und
Tanja Schleiff; Bild:
WDR/Sibylle
Anneck)
Pussy Stanton will
nach oben, auf den
"Walk of Fame",
die legendäre Meile am Hollywood Boulevard, die mit
den Namen großer Filmstars gepflastert ist. "Walk of
Fame" heißt auch Pussys erster Film, eine Persiflage
auf die Produktion eines B-Movies und dessen
erschwerte Drehbedingungen: Moskitos, Tsunamis,
verschwundene Eingeweideeimer. Nackte Filipinas
laufen durchs Bild, bei einem Zombie löst sich der
Glibber, und dann geschieht noch ein Mord auf dem
Filmset von "Racheengel auf der Blutinsel". Eine
saftige Hommage an die allerschlechtesten Filme der
60er und 70er Jahre, an Giallo-, Gore- und BikerinnenMovies, Insel-, Foltercamp- und Frauengefängnisfilme,
an Sexploitation jeder Couleur sowie schwimmende
Leichen. Und an die B-Filmköniginnen Mary Woronov
und Candice Rialson. Aber auch eine große
Liebesgeschichte zwischen Pussy und Paul, dem
Drehbuchautor. Gott sei Dank ohne Bild. Trotzdem ab
18. Das akustische Film-im-Film-Geschehen wird
kommentiert von den Splatter-Impresarios und
Monsterspezialisten Jörg Buttgereit und Thilo
Gosejohann.
hoerspielTIPPs.net:
"Walk of Fame" ist ein Hörstück, dass einfach Laune
macht und sich herrlich mit dem Thema B- (oder eher
C-) Movies auseinandersetzt. Sehr überzogen werden
hier die Dreharbeiten eines Grottenfilms begleitet.
Hier sorgt man mit einer zwar überzogenen - aber
nicht abstrusen Darstellung - über die Produktion
eines solchen Trashfilms schon für sehr ordentliche
Unterhaltung. Die Krone wird dem ganzen aber durch
die Audiokommentare von Jörg Buttgereit und Thilo
Gosejohann (ja, es ist der Bruder) aufgesetzt. Diese
Idee ist hier noch mal Gold wert!
Auch die Sprecher agieren unter der Regie von
Leonard Koppelmann genauso grandios, wie es die
Besetzung vermuten lässt. Egal ob Engelbert von
Nordhausen als gnadenloser Regisseur oder Tanja
Schleiff als navie Darstellerin. Alles passt, alles sitzt alles macht Spaß.
Zum Glück muss dieses geniale Radiostück nicht in
den Archive verschmoren, sondern wurde vom
hörverlag in die Verkaufsregale gebracht. Und dort
darf man gerne zugreifen, auch - vielleicht auch
gerade wenn - einem das Thema eigentlich nicht
zusagt.
Denn in dieser Form machen auch die übelsten
Klischees richtig Spaß.
Wasserspiele Hörspieltrilogie in zwei
Teilen: Der Kreuzfahrer Die Vorschwimmerin - Der
Fetzenfisch (John von
Düffel) RB / SR 2015
RB / SR 2015 Regie: Christiane Ohaus
Musik: Michael Riessler
Mit:
Birte Schnöink, Eva Meckbach, Werner Wölbern,
Judith Engel
Ein Kreuzfahrerschiff, ein Aquarium, ein Schwimmbad
- die Geschichten spielen im, am oder auf dem
Wasser. Ein Vater muss lernen, dass seine Tochter ihm
entwächst, eine Mutter, dass ihr Kind niemals
geboren wird, zwei junge Frauen dekorieren wie
stumme Fische den Pool eines Stararchitekten. Die
Geschichten handeln von Figuren, die am Ende nicht
mehr die sind, die sie waren, sie geraten jeweils in
eine Welt, in der vieles, was früher galt, fortgespült
wurde. Die Personen verwandeln sich, ebenso die
Atmosphären und die Stimmungen, und sie verlieren
Realität. Bei allen scheint anfangs ihre Situation klar
zu sein, doch dann erlebt man, wie sie sich entfernen,
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versteigen, verunsichert werden, der Boden unter
ihren Füßen gerät ins Wanken und Schwanken. Der
Deal mit dem bisherigen Leben, seinen abgestimmten
Kompromissen, übersteigerten Sehnsüchten und
illusionsverhangenen Hoffnungen löst sich auf, durch
alle Poren kriecht und sickert in kleinen Strudeln und
mit leichtem Wellenschlag Einsamkeit.
Weekend feat. Der
Weihnachtsmann (Stefanie
Heim) EIG 2016
EIG 2016
Stress in der Weihnachtszeit - Vorgestellt in der
Kurzstrecke 44 des Deutschlandradios
war: Jede und jeder sollte standesgleich und direkt
angesprochen werden. Die erhaltenen Antworten
variierten denn auch stark in Inhalt, Form und Dauer.
Das reichte von der vierzigminütigen Erforschung der
Frage bis hin zu minutenlangem Lachen, von
klärendem Vortrag zu zweifelndem Denken oder
langen Stillen zwischen den einzelnen Gedanken;
hinsichtlich der Dauer von einer Minute bis zu beinahe
40 Minuten...
Für das Hörstück fügte der Autor ausgewählte
Passagen zu einer ineinanderfließenden Komposition
zusammen, die ihrem eigenen Rhythmus und ihren
eigenen künstlerischen Möglichkeiten folgen sollte.
Die Auswahl der Personen erfolgte wie im wirklichen
Leben: Halb gehst du ihnen entgegen, halb kommen
sie dir entgegen, über verschiedene Wege, Kanäle,
Gedanken, Erinnerungen, Erzählungen...
Wer bist du? (Dieter Sperl)
ORF 2015
White Spaces / Weiße
Räume (Johannes s.
Sitermanns nach Paul
Auster) SWR 2015 in
Kooperation mit dem
Staatl. Institut für
ORF 2015 Regie: Dieter
Sperl
Mit:
Thomas Antonic, elffriede.aufzeichnensysteme,
Barbara Gassner, Ann Cotton, Karl Habsburg, Händl
Klaus, Lore Heuermann, Geoffrey C. Howes, Juan
Camargo Huaman, Lotte Ingrisch, Adelheid Kastner,
Richard Kriesche, Helga Kromp-Kolb, Karl Obermayer,
Helga Peskoller, Peter Pessl, Thomas Raab, Werner
Reiterer, Roberta Schaller-Steidl, Renée Schroeder,
Helga Zoe Schwarz, Liesl Ujvary, Rupert Ursin, Ecevit
Uzunkaya, Fritz Weilharter, Helga Wimmer und
Barbara Zwiefelhofer.
Der Autor und Herausgeber des Literaturfolders
"flugschrift" stellte 28 Menschen unterschiedlicher
Berufe und Berufungen eine einzige Frage - ohne
zeitliche oder inhaltliche Beschränkung: Wer bist du?
"Die Frage war klein und groß zugleich und konnte
auch so beantwortet werden: Man konnte von seinem
Leben erzählen, von seiner Biografie, seinem Forschen
und Denken, von der Sprache, vom Ich, vom Anderen,
von Gott, oder von was auch immer ..." Dieter Sperl.
Wichtig war dem Autor, dass Inhalt und Wortlaut der
Frage den Gesprächspartner/innen bis zum Interview
nicht bekannt waren, womit eine lose und
ungerichtete Spannung erzeugt werden sollte;
weiterhin, dass die Frage im Du-Modus formuliert
Musikforschung Berlin
SWR 2015 in Kooperation mit dem Staatl. Institut für
Musikforschung Berlin Regie: Johannes S. Sistermanns
Mit:
Paul Auster u. a.
Im Januar 1979 beendet der Schriftsteller Paul Auster
eines Nachts den für seinen Geschmack ersten
gelungenen kurzen Prosatext: »Weiße Räume«. Er
stellt hier die Fragen: Was bleibt, wenn der Tod
zugeschlagen hat? Was werden wir sein, wenn wir nur
noch Erinnerung sind? Paul Auster löst das Rätsel
nicht, ob ein Mensch nur als ein flackernder
Widerschein im Getümmel der Dinge und der anderen
aufscheint und dann verlischt. Er beschreibt das
Problem, er erfindet Bilder und verliert sich in ihnen.
Diese Selbstbefragung zwischen Essay und Poesie ist
Ausgangspunkt für das Hörstück. Der Text wird in
einem echolosen sowie einem äußerst halligen Raum
deutsch und englisch gesprochen. Die Passagen
werden mit Field Recordings konfrontiert, die auf
verschiedene Lebenssituationen verweisen. Die
Komposition überführt Austers Reflexion in eine
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akustische Selbstverortung von Sprache und
Geräuschen über das, was dem Menschen entgleiten
könnte, wenn er seine und anderer An- wie
Abwesenheit formuliert.
Wiedersehen mit
Brideshead (Evelyn
Waugh) hr / RB 1956
hr / RB 1956 Regie: Hans
Rosenhauer
Bearbeitung: Marianne de Barde
Mit:
Siegfried Wischnewski, Gerd Martienzen, Klaus Kinski,
Robert Seibert, Marianne Kehlau, Ruth Siegmeyer,
Kaspar Brüninghaus, Charlotte Joeres, Elisabeth Witte,
Rudolf Kalvius, Gert Benofsky, Alwin Michael Rueffer
Schloss Brideshead, der barocke Landsitz der
Marchmains, einer alten aristokratischen Familie
katholischen Glaubens: Hauptmann Charles Ryder
wird 1944 mit seiner Einheit überraschend dorthin
versetzt. Für ihn ist es ein Wiedersehen mit
Brideshead, das wehmütige Erinnerungen
heraufbeschwört. 20 Jahre ist es her, seit er zum
ersten Mal hier war und durch seinen Studienfreund
Sebastian Flyte, den jüngsten Sohn der Marchmains,
mit der verspielten Anmut des Schlosses und der
morbiden Vornehmheit seiner Bewohner bekannt
wurde. Charles beschreibt seine Begegnungen mit der
Familie der Marchmains mit Vater Marchmain, der mit
einer Freundin in Venedig lebt, mit Lady Marchmain,
deren ganzes Trachten darauf gerichtet ist, die Familie
und den herrlichen Landsitz zusammenzuhalten; seine
Freundschaft zu Sebastian, dem melancholischen,
verträumten Jungen, der zum Trinker verkommt und
seine Liebe zu Lady Julia, der nach außen
unkonventionellen, innerlich aber den Dogmen ihrer
Religion selbstquälerisch ergebenen Schwester
Sebastians.
Winnetou I (Karl May) rbb
/ RB 2011
rbb / RB 2011 Regie: Hans
Helge Ott
Bearbeitung: Regine Ahrem
Musik: Bernd Keul und
Martin Böttcher
Mit:
Reiner Schöne, Konstantin Graudus, Martin Seifert,
Max Hopp, Anna Thalbach, Jens Wawrczeck, Peter
Kaempfe und Joachim Bliese
(Konstantin
Graudus; Bild:
rbb/Gregor Baron)
Karl Mays
bekannteste
Abenteuergeschichte über die Blutsbrüderschaft von
Old Shatterhand und Apachenhäuptling Winnetou.
Seit 1956 hat sich keine Rundfunkanstalt mehr an
diesen berühmten Stoff gewagt. 2010 kam im Rahmen
der Musikfestspiele Potsdam eine Neubearbeitung als
Live-Hörspiel auf die Bühne, hier kommt nun endlich
die Studiofassung, die alles mitbringt, was ein
Hörspielklassiker braucht: eine großartige
Schauspielerriege (u.a. Anna Thalbach und Konstantin
Graudus), ein grandioses Orchester, Abenteuer,
Romantik und echte Helden.
hoerspielTIPPs.net:
Ein berühmter Stoff, eine großartige
Schauspielerriege, ein grandioses Orchester und ein
versierter Geräuschemacher, das sind die Zutaten, mit
denen Regine Ahrem und Hans Helge Ott ein LiveHörspiel auf die Bühne bringen. Man erzählt den
ersten Band Winnetou, der die ersten Gehversuche
des Greenhorns, das man später Old Shatterhand
nennen sollte, auf dem amerikanischen Kontinent
wiedergibt.
Auch wenn das Stück aufgrund des optischen
Aspektes - was machen die Schauspieler auf der
Bühne, bzw. noch interessanter: was machen sie
eigentlich nicht? Wie erzeugt der Geräuschemacher
die einzelnen Klänge? etc. - besonderes interessant
ist, und der "Nur"-Radiohörer etwas in die hinteren
Reihen rutscht, bleibt es auch für diesen
empfehlenswert.
Zum einen ist der Stoff zwar in vielen
Hörspielfassungen gegeben worden, im öffentlichrechtlichen Radio gibt es allerdings tatsächlich bislang
nur eine einzige Bearbeitung; die des WDR aus dem
Jahr 1956. Auch wenn diese vor einigen Jahren von
Jürgen von der Lippe sehr unterhaltsam neu aufgelegt
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wurde (Ja, uff erstmal), gibt es für diese große
deutsche Abenteuergeschichte Nachholbedarf.
Dazu holt man sich - wie es für ein öR-Produktion
gehört - ein tolles Ensemble auf die Bühne. Als
Erzähler konnte man Reiner Schöne gewinnen, der ja
schon oft, mit großartigen Leistungen überzeugen
konnte. Hier agiert er als Erzähler und ist leider der
Schauspieler, der mit einigen Versprechern und
Fehlbetonungen auffällig ist; allerdings muss man es
ein wenig relativieren, da sein Anteil schon deutlich
größer ist, als der, der anderen Schauspieler. Old
Shatterhand wird von Konstantin Graudus
gesprochen, den Winnetou übernimmt Max Hopp.
Gleich mehrere Rollen müssen Jens Wawrczeck, der
sowohl Klekhi Petra als auch Tangua spielt, und Peter
Kaempfe, der sämtliche Fieslinge verkörpern darf,
bewältigen.
Für die musikalische Untermalung sorgt das
Filmorchester Babelsberg, die ihrem Namen alle Ehre
machen und natürlich auch das bekannte "WinnetouThema" zum zentralen Punkt machen. Etwas
Phantasie ist beim Hörer bezüglich der Geräusche
gefragt. Die sind zwar alle selbsterklärend, aber nicht
alle sind so real klingend, wie man es aus
Studioproduktionen kennt. Dennoch ist gerade die
sich immer mal wieder stellende Frage, wie Max
Bauer diesen oder jenen Klang zaubert, interessant.
Writing through Genesis
(Klaus Reichert) hr 2015
hr 2015 Regie: Alessandro
Bosetti
John Cage, hatte sich bereits seit den vierziger Jahren
intensiv mit dem Werk von James Joyce beschäftigt
und eine Passage aus Finnegans Wake komponiert. In
den siebziger und achtziger Jahren entstanden seine:
Writings through Finnegans Wake. Cage verwendet
hier Mesostics und transferiert die Horizontale des
Textes in ein vertikales Poem. Die Zeilen sind so
geordnet, dass die mittleren Buchstaben, vertikal von
oben nach unten gelesen, den Namen des Autors
ergeben: JAMES JOYCE. Klaus Reichert, langjähriger
Freund und Lektor von Cage, hat die Methode von
Cage auf das erste Kapitel der Genesis übertragen, in
Hebräisch, Deutsch, Griechisch, Latein, Französisch
und Englisch. Die vertikale Mittellinie ergibt jeweils
die ersten beiden Wörter der Bibel. Das vielsprachige
Testmaterial war der Ausgangspunkt für die
Komposition von Alessandro Bosetti.
Wunnerwarken - Drei
niederdeutsche
Kurzhörspiele (Wolfgang
Sieg) RB / NDR 2000
RB / NDR 2000 Regie: Hans
Ein hörenswertes Livehörspiel haben RB und der rbb
da gemeinsam auf die Beine gestellt - Davon darf es
gerne mehr geben!
Der Studiofassung fehlt leider etwas des Flairs, das in
der Liveversion noch vorhanden war. Zwar sind die
Sprecherleistungen etwas "sauberer", aber dafür hat
mich beispielsweise der Besetzungswechsel von
Martin Seifert zu Wolfgang Völz nicht überzeugt.
Stimmlich ist Völz zwar näher am Filmklischee der
Figur, die von Ralf Wolter geprägt wurde, er wirkt
aber hier nur wenig motiviert und bremst ein wenig
die Rolle aus.
Insgesamt reicht es bei der Studiofassung daher nur
für einen Wertungspunkt weniger.
Helge Ott
Mit:
Rolf Nagel, Frank Gruppe, Meike Meiners, Wolfgang
Sieg
1. Gode Fee
2. In den Namen vun de Roos
3. Ünner't Bett
Wunder gibt es immer wieder - nur sehen sie heute
etwas anders aus, als man sich das in der guten alten
Zeit vorstellte. Aber wenn ein einsamer Single
plötzlich einen (leider kriminellen, aber sonst sehr
netten) Freund gewinnt, wenn ein berufsmäßiger
Skeptiker an einen Wunderheiler glaubt, wenn ein
alter Mann im Sterbezimmer der "Seniorenresidenz"
noch einmal menschliche Wärme erfährt, die beinahe
echt ist, - sind das etwa keine Wunder?
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