Presseinformation vom 15. Dezember 2015

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Alexander Warstat
Pressesprecher ChemieNord
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Verbandsinitiative „ChemieNord – Sprache verbindet“ fördert Integration von Flüchtlingen
Arbeitgeberverband ChemieNord und norddeutsche Chemieunternehmen stellen 250.000 Euro für Online-Deutschkurse zur Verfügung
Laatzen/Hamburg, 15. Dezember 2015 – Der Arbeitgeberverband ChemieNord und seine 300
Mitgliedsunternehmen stellen für in Norddeutschland angekommene Flüchtlinge 250.000 Euro
für Online-Videosprachkurse zur Verfügung. „Eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge und
Asylbewerber ist ganz wesentlich davon abhängig, dass sie schnell und unkompliziert die
deutsche Sprache erlernen. Mit unserer Verbandsinitiative ‚ChemieNord – Sprache verbindet‘
stellen wir ab sofort unbürokratisch und schnell rund 1.200 Zugänge für ein multimediales
Online-Sprachlernprogramm zur Verfügung. Damit wollen wir auch bereits laufende Initiativen
und Aktionen vieler unserer Mitgliedsunternehmen nachhaltig unterstützen“, so Dr. Frank
Schneider, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes ChemieNord.
Zum Start der Verbandsinitiative „ChemieNord – Sprache verbindet“ übergaben Dr. Frank
Schneider als Vorsitzender und Dr. Jochen Wilkens als Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes ChemieNord heute die ersten 50 Zugänge für das Online-Sprachlernprogramm an
den Bürgermeister der Stadt Laatzen, Jürgen Köhne, und an Christel Goch, Flüchtlingssozialarbeiterin vom DRK, die die Nutzung des Online-Sprachlernprogramms durch die 50 in einem
Gebäude der Grundschule Rathausstraße in Alt-Laatzen untergebrachten Flüchtlinge begleiten
wird.
Die vom Arbeitgeberverband ChemieNord ausgewählten Online-Videosprachkurse basieren auf
einem Programm, das vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) in Kooperation mit dem Videosprachlernportal papagei.com entwickelt wurde. Das Programm vermittelt
die deutsche Sprache über Videos, die mit interaktiven Übungen zu Grammatik, Aussprache
und Verständnis verknüpft sind. Hinzukommen vielfältige individuelle Lernmöglichkeiten, aber
auch Trainingsmöglichkeiten in der Gruppe, ein Vokabeltrainer und die Option, gezielt Lernfortschritte zu dokumentieren. Als einer der größten Bildungsdienstleister Niedersachsens begleitet das BNW jedes Jahr über 50.000 Menschen und 1.000 Unternehmen in individuellen Lernund Entwicklungsprozessen. Mit mehr als 10.000 Originalvideos und über 32.000 interaktiven
Übungen aus den verschiedensten Themengebieten ist papagei.com das größte Videosprachlernportal der Welt und bietet Unternehmen, Schulen und Privatpersonen in Deutschland und
weltweit passende Sprachlernlösungen an.
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Die Bereitstellung der jeweils sechsmonatigen Zugänge für das Online-Sprachlernprogramm im
Rahmen der Verbandsinitiative „ChemieNord – Sprache verbindet“ übernehmen die Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes in Zusammenarbeit mit einer Flüchtlingsunterkunft
vor Ort in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Über die jeweilige Anzahl der
Zugänge entscheiden die Unternehmen, die sich die anfallenden Kosten von 210 Euro pro Lizenz mit dem Arbeitgeberverband ChemieNord teilen.
Das BNW und papagei.com werden darüber hinaus die Menge der gekauften Zugänge für die
Online-Sprachkurse jeweils noch aus eigener Tasche verdoppeln, sodass am Ende der Verbandsinitiative des Arbeitgeberverbandes ChemieNord weit über 2.000 Flüchtlinge die Möglichkeit haben werden, effektiv Deutsch zu lernen.
„Viele Mitgliedsunternehmen werden unsere Verbandsinitiative nutzten und ihr eigenes Engagement für die Flüchtlinge darüber hinaus auch in Eigenregie noch weiter ausbauen“, unterstreicht Dr. Frank Schneider, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes ChemieNord. Schneider
verwies außerdem darauf, dass sich die chemische Industrie seit langem für die Integration
schwächerer beziehungsweise noch nicht ausbildungsfähiger Jugendlicher einsetze. „Wir haben
bereits Initiativen wie ‚Start in den Beruf‘, ‚StartPlus‘ und eine Reihe von unternehmensspezifischen Eingliederungsprogrammen in der Chemie. In diese vielfältigen und erfolgreichen Projekte werden wir die Integration jugendlicher Flüchtlinge intensiv miteinbinden. Unabhängig
davon setzt die aktuelle Verbandsinitiative ‚ChemieNord – Sprache verbindet‘ ein deutliches
Zeichen für direktes unbürokratisches und humanitäres Engagement der Chemiebranche in
Norddeutschland“, so Schneider.
Über ChemieNord:
ChemieNord ist der Arbeitgeberverband für die chemische Industrie in Norddeutschland. Der
Verband vertritt 300 Mitgliedsunternehmen mit knapp 65.000 Beschäftigten. Kernaufgaben des
Verbandes sind der Abschluss von Tarifverträgen und die arbeitsrechtliche Beratung der Mitgliedsunternehmen.
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